Bücher mit dem Tag "frieden"
141 Bücher
- Leo Tolstoi
Krieg und Frieden (Leo Tolstoi)
(516)Aktuelle Rezension von: Itsnotabout_HappyendingsTolstois "Krieg und Frieden" ist ein zeitloses Meisterwerk, das die Schicksale russischer Adelsfamilien während der napoleonischen Kriege verfolgt, insbesondere die Entwicklungen von Pierre Besuchow, Andrej Bolkonski und Natascha Rostowa. Der Roman verbindet persönliche Geschichten mit historischen Ereignissen und zeigt die psychologische Tiefe der Charaktere. Besonders eindrucksvoll sind Pierres und Nataschas Wandlungen. Tolstois schonungslose Darstellung des Krieges, insbesondere der Schlacht von Borodino, entlarvt heroische Mythen und thematisiert die Sinnlosigkeit des Krieges sowie die Rolle des Individuums in der Geschichte.
Die Detailtreue des russischen Gesellschaftslebens im 19. Jahrhundert ist bemerkenswert, auch wenn die Vielzahl an russischen Namen und die Länge des Romans eine Herausforderung darstellen können.
Empfohlen für:
- Liebhaber komplexer Literatur
- Geschichtsinteressierte
- Leser philosophischer Themen
- Fans tiefgehender Charakterentwicklung
Weniger geeignet für:
- Leser, die schnelle Unterhaltung suchen
- Personen, die lange philosophische Passagen vermeiden
- Leser, die Schwierigkeiten mit vielen Charakteren und Handlungssträngen haben
Ein hilfreicher Tipp für das Lesen ist, eine Liste der Hauptcharaktere und deren Beziehungen zu erstellen.
- Cassandra Clare
Lord of Shadows
(502)Aktuelle Rezension von: BiblioJessStichworte: Band 2 der Reihe »Die dunklen Mächte«, Schattenjäger-Universum, Forbidden Love, drohender neuer Krieg, Loyalitäten und Intrigen
Meine Meinung:
Es sind die Schattenjäger. Alles von ihnen ist grandios, selbst bei vielleicht kleinen Kritikpunkten hier und da. Ich liebe die (erweiterte) Blackthron Familie wahnsinnig, ich liebe wie jeder von ihnen seine Aufmerksamkeit und Perspektive bekommt, und wie intensiv die Dynamiken und das ganze Beziehungsgeflecht sind.
Außerdem war hier die Handlung nochmal einiges schneller und actionreicher als in Band 1, und die Dialoge sind wie immer fantastisch. Ich liebs, dass Queerness so mühelos eingebaut wird, und ebenso ist es gut gemacht, wie Parallelen zu Diskriminierung und Rassismus in unserer Welt hergestellt werden.
Das Ende hat mich gebrochen. Ich bin sehr gespannt und habe gleichzeitig große Angst vor Band 3 ...4,5 Sterne
- Lauren Kate
Engelsnacht
(1.906)Aktuelle Rezension von: Jnkrebs92Engelsnacht hat eine interessante Grundidee und eine geheimnisvolle Atmosphäre, konnte mich insgesamt jedoch nicht vollständig überzeugen. Der Einstieg fiel mir etwas schwer und die Handlung entwickelte sich für meinen Geschmack stellenweise zu langsam.
Die Figuren und die Geschichte bieten zwar einige spannende Momente, dennoch fehlte mir das gewisse Etwas, um wirklich mitzufiebern. Erst gegen Ende wurde die Handlung deutlich interessanter.
Insgesamt ist es kein schlechtes Buch, aber ich hatte mir etwas mehr Spannung und Emotionen erhofft. Für Fantasyfans kann es dennoch einen Blick wert sein.
- Sarah J. Maas
Das Reich der sieben Höfe – Frost und Mondlicht
(1.219)Aktuelle Rezension von: BunnyreadsZu dem Buch kann ich gar keine lange und ausführliche Rezension schreiben. Es war ganz cool, mal die POVs der anderen Charaktere zu haben, aber es war zu kurz, um ihr Innenleben wirklich kennenzulernen.
Insgesamt bin ich aber sehr froh, dass das Buch nicht so lang war. Auch wenn es seine süßen Momente hatte, war es einfach super langweilig. Ich habe viele Passagen nur Überflogen und das Buch hat mich leider etwas demotiviert weiterzulesen.
Zumal sich das Ende von Band 3 für mich eigentlich wie ein richtiges Ende angefühlt hat und meiner Meinung nach da gut hätte Schluss sein können.
- Lauren Oliver
Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie
(1.425)Aktuelle Rezension von: knuddelbackeIch muss zugeben, eins der Bücher die mich seit langem wirklich überrascht haben. Ich fand den Klappentext eigentlich nicht sehr verlockend, da aber krank und Mangels anderer Beschäftigungsmöglichkeiten, gab ich dem Buch eine Chance. Gott sei Dank. Binnen 24 Stunden hatte ich es durchgelesen.
Zu Beginn habe ich ein bisschen gebraucht um mit den jugendlichen Figuren, dem Schauplatz Highschool und der ungewohnten Atmosphäre klar zukommen. Man selber ist nicht mehr die jüngste und hat eigentlich einen ganz anderen Alltag. Doch als Mutter einer Tochter erkennt man dann das ein oder andere wieder. Spätestens mit Lesen des Dritten Tages hatte mich das Buch erwischt. Ich fieberte mit Sam, der Hauptfigurschon sehr schnell und sehr intensiv mit. Ich frage mich, genau wie sie selbst, ob sie wieder am 12. Februar aufwachen wird? Wird Sam wieder sterben? Welche menschlichen Tragödien warten diesmal auf sie? Was wird anders laufen und natürlich die finale Frage, wie geht das Buch aus? Wird sie sterben , oder wird sie dem Tod entgehen können ?
Sam macht eine unglaubliche Entwicklung durch. Dadurch, dass sie den Tag immer wieder durchlebt ,beginnt sie sich selbst und ihre Verhaltensweisen zu reflektieren. Ein Charakterzug, der bei Jugendlichen Ihren Alters eher selten vorkommt. Das Buch präsentiert die üblichen Charaktere in der Schule , so dass die Wahrscheinlichkeit der Identifikation sehr hoch ist, auch oder gerade bei den jüngeren Lesern. Die Autorin hat denke ich ein ganz gutes Bild einer amerikanischen GegenwartsHighschool geschaffen . Ihr ist eine gute sozialkritische Analyse der aktuellen Generation mit all Ihren Facetten gelungen. Implementiert in einen spannenden Plot. Sams Vermögen zur Selbstreflektion und die damit verbundene Fähigkeit ihr eigenes Handeln kritisch zu hinterfragen, Handlungen in der Vergangenheit zu bewerten und daraus zu lernen, das hat mich wirklich berührt
- Ali Hazelwood
Bride – Die unergründliche Übernatürlichkeit der Liebe
(703)Aktuelle Rezension von: Patrizia_KochAli Hazelwoods erster Roman im Fantasygenre - ganz klassisch begegnen wir hier Vampiren und Werwölfen, doch werden diese mit leichten Nuancen in eine ganz eigene Welt gebracht, in denen sie sich zwar wie überall hassen, aber auch interessante Details neu sind, wie z.B. die Blutfarbe etc. Somit erfahren wir hier ein leichtes Worldbuildung, do der Fokus liegt hier doch eher auf den Charakteren und deren Beziehungen zueinander sowie der Politik;)
In Misery haben wir hier eine äußerst sarkastische junge Frau/Vampirin, die nirgends dazugehört, ihr fast gesamtes Leben in Gefahr war aufgrund der Konflikte zwischen den Spezies Mensch und Vampir und die nur eine einzige Freundin hat: Serena, die jedoch plötzlich spurlos verschwand. Um dem auf den Grund zu gehen führt sie ihr Weg in Werwolfterritorium, als Braut des Alphas, als Bindeglied zu einem vermeintlichen Waffenstillstand.
Womit sie nicht gerechnet hat: Freundlichkeit, Zugehörigkeit(nach anfänglichen Schwierigkeiten).
Kluge, witzig sarkastische Dialoge, Romance und eine gehörige Portion Spice lassen einen das Buch verschlingen, nachdem man dem Buch eine Chance gegeben hat(zugegeben, der Einstieg war schwer), doch nach kurzer Zeit kaum wegzulegen. Auch die Charaktere werden gehörig mit Leben und Tiefe gefüllt, so dass man mit den Charakteren mitfühlen kann. Auch die kleinen Kapiteluntertitel, nachdem man sich an die Sichtweise gewöhnt hatte, erlauben einem unglaublich wertvolle, kleine Einblicke in den Prota und lassen einen einfach nur noch schmunzeln.
Für mich eine klare Leseempfehlung, auch wenn ich von vielen Abbrüchen gelesen habe. Am Anfang durchhalten heißt hier die Devise, um Misery verstehen und lieben zu lernen;)
- Laini Taylor
Dreams of Gods and Monsters
(270)Aktuelle Rezension von: FallendreamsOhje, wie bewerte ich das Buch?
Das Ende von Band 1 sowie Band 2 haben mich total aus den Socken gehauen, weswegen ich Band 3 direkt lesen wollte.
Nunja, ich hab für Band 3 wirklich ewig gebraucht. :/ Musste auch mehrmals länger abbrechen, da ich es irgendwie nicht mehr so „catchy“ fand.
Teilweise zog sich die Story durch endlose Beschreibungen und unnötigen Handlungen in die Länge und dann gab es teilweise Stellen, die mich wieder total in den Bann gezogen haben…. Bis der Schluss kam.
Der große Krieg wurde meines Erachtens total banal geregelt und kurz darauf steht man einem viel größeren Gegner gegenüber, welcher in wenigen Seiten abgearbeitet wird.
Man hätte die Handlung im Buch viel weiter nach vorne ziehen sollen. Damit hätte sich ein konstanter Spannungsbogen durchgezogen… so war‘s für mich teilweise eher eine Qual und ich war schon gottfroh, als ich endlich die letzten Seiten lesen konnte 🙈
- Ursula K. Le Guin
Erdsee
(226)Aktuelle Rezension von: Schulbibliothek-Latina-AHFDieser wundervollen illustrierten Gesamtausgabe sollte ich statt 5 möglichen Sternen 10 Sterne geben können, denn sie beinhaltet nicht nur die z.T. neu übersetzten 6 Erdseeromane, sondern auch 4 weitere Stories, z.T. vor dem ersten Roman entstanden, sondern auch viele Texte, Nachworte usw., die die Autorin Urusla K. Le Guin zu ihrem Werk schrieb. In meiner Science-Fiction und Fantasy geprägten Jugend ist "Erdsee" leider etwas an mir vorbei gegangen, so habe ich mich sehr gefreut, dieses nun abgeschlossen, in der dt. Ausgabe insgesamt 1100 Seiten, neu entdecken zu können. Ich wurde nicht enttäuscht. Denn ""Erdsee" hat wenig zu tun mit der Hochfantasy, besonders verkörpert vom "Herrn der Ringe", mit all dem Kampf-, Blut- und Schlachtengedöns zu tun. "Erdsee" ist erstaunlich friedlich, ländlich und mitunter auch sehr philosophisch. Erstaunlich dabei wie aktuell manche Passagen einen vorkommen. Wenn der inzwischen zu den Unholden übergelaufene Gaiman schreibt, dies "ist die beste Geschichte über einen Jungen, der auf eine Zauberschule geschickt wird." kann ich ihm nur zustimmen. Wobei die Magie von "Erdsee" wenig zu tun hat mit der mondänen Magie einer gewissen reichen Britin. Sie ist so völlig anders, so erdverbunden, dass das Lesen in den Erdseeromanen wie eine Reise in eine andere Welt ist. Le Guin schreibt tatsächlich selbst augenzwinkernd, dass sie weitere Teile von "Erdsee" nur geschrieben hat, um weitere Reisen in die von ihr erdachte Inselwelt, die von überwiegend schwarzen und dunklen Menschen (Ausnahme: Die Karger, darunter auch die Hauptperson Tenar, 2. Roman) und Drachen bewohnt wird, zu unternehmen. Ja, tatsächlich, "Erdsee" ist ein Epos, dass überwiegend Protagonisten mit schwarzer oder dunkler Hautfarbe hat! Die Autorin schreibt, wie Verlage dies in der langen Editionszeit von "Erdsee" versucht haben, es mit weißen Menschen auf dem Cover zu überdecken. Zudem glaube ich, mit "Erdsee" war die Fantasy schon cosy oder cozy, bevor dieser Begriff in den letzten Jahren mit einigen "gemütlichen" Romanen auftauchen konnte. Am Ende des Lesens war ich schon traurig, einmal weil ich die Inseln von "Erdsee" verlassen musste und zum anderen, weil dies auch die Hauptperson "Sperber", mit der das Epos beginnt und auch endet, tun muß. Aber wenn morgen ein Drache an mein Fenster klopft, mir in der Drachensprache sagt, ich solle aufsteigen und ihm nach "Erdsee" folgen. Natürlich steige ich dann auf!
- Julia Dippel
A Song to Raise a Storm: Die Sonnenfeuer-Ballade 1
(350)Aktuelle Rezension von: Lenas_kleine_BibliothekA Song To Raise A Storm ist der Auftakt der Sonnenfeuer-Ballade von Julia Dippel. Ich habe vor dem Lesen viel Gutes gehört, sodass ich mit recht hohen Erwartungen an das Buch gegangen bin.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Sintha erzählt, die ganz besondere Talente und Fähigkeiten hat. Ich mochte ihren Hitzkopf sehr gerne, weil ich einfach ein Fan von wütenden Protagonistinnen bin. Sie wurde als eine starke Persönlichkeit dargestellt, weshalb ich es schade fand, dass sie dennoch viel gerettet werden musste.
Arezander, der düstere und mürrische Protagonist, und die Dynamik der Beiden konnten mich leider nicht überzeugen. Es war viel körperliche Anziehung und viel fehlende Kommunikation. Zwischendurch wollte ich beide einfach so lange irgendwo einsperren bis sie vernünftig miteinander reden.
Die Geschichte fing recht zäh an und ich hatte das Gefühl, dass es ein typischer ersten Band ist, der uns erst einmal die Welt und die Motivationen der Protagonisten erklären möchte. Zumindest bis die letzten ca. 100 Seiten kamen, die mich umgepustet haben.
Die Welt fand ich wirklich gelungen und ich habe es geliebt, dass es kein klassisches Gut gegen Böse gab, sondern immer eine weitere, größere Intrige auftauchte. Auch den Schreibstil möchte ich positiv hervorheben.
Besonders toll fand ich übrigens, dass die Spice-Szene über einen QR-Code im Buch zu erreichen war und ich sie mir so sparen konnte, ohne Angst zu haben, was im Plot zu verpassen.
Insgesamt bin ich mir aber trotz des spannenden Showdowns noch nicht sicher, ob ich die Reihe weiterverfolgen werde. Eventuell gebe ich dem Hörbuch zu Teil Zwei mal eine Chance.
- Julie Kagawa
Plötzlich Fee - Frühlingsnacht
(1.193)Aktuelle Rezension von: Seitenkino✨ Plötzlich Fee – Frühlingsnacht
von Julie Kagawa ✨
Dieser Band hat sich nochmal ganz anders angefühlt als die vorherigen Teile der Reihe 😍 Die Geschichte wirkte emotionaler, persönlicher und stellenweise auch deutlich ernster.
Besonders spannend fand ich, mehr von Ash zu sehen und seine Gedanken und Gefühle besser kennenzulernen. Dadurch haben viele Entscheidungen und Konflikte nochmal mehr Tiefe bekommen ✨ Auch die Dynamik zwischen den Charakteren hat mir richtig gut gefallen.
Der Schreibstil war wie gewohnt super angenehm zu lesen und die Mischung aus Fantasy, Spannung und Emotionen hat mich wieder komplett abgeholt.
Für mich definitiv ein sehr starker Band der Reihe 👀 - Renée Ahdieh
Rache und Rosenblüte
(354)Aktuelle Rezension von: MiiiShahrads Ziel war es einst gewesen, Chalid den Kalifen zu töten. Doch nachdem sie die Wahrheit über seine Taten erfahren hatte, verliebte sie sich und blieb, um ihn vom Fluch der auf ihm lastet, zu befreien. Die jüngsten Geschehnisse in Königreich zwangen sie jedoch zur Flucht, was sie aber nicht davon abhält, nach einem Weg zu suchen, den Fluch zu brechen. Unabhängig davon, ob sie sich selber dabei in Gefahr begibt.
Nachdem ich mich schon so schwer damit getan hatte, den ersten Band zu verstehen, wurde es im zweiten auch nicht unbedingt besser. Die gröbste Handlung ist klar, ja. Chalid versucht sein Königreich wieder aufzubauen und Shahrzad sucht nach einem Weg, seinen Fluch zu brechen. Währenddessen sind beide noch auf der Hut vor einem weiteren Angriff aufs Königreich, unter anderem von Tarik der Shahrzad mehr oder weniger ja entführt hat um sie in Sicherheit zu bringen.
Mehr habe ich aber auch nicht wirklich mitgenommen. Eine richtige Verbindung gab es zwischen den Büchern nicht unbedingt, man könnte beide auch ruhig unabhängig voneinander lesen. Mal abgesehen von ein paar Randinformationen und den Namen hatte ich jetzt nicht den Eindruck, das ich den ersten Teil unbedingt gelesen haben müsste um den zweiten zu verstehen (das hab ich ja auch so nicht getan).
Auch die ganze Ergänzung jetzt mit den besonderen Fähigkeiten von Shahrzad, die sie von ihrem Vater geerbt hat und jetzt nutzt, um mit ihrem fliegenden Teppich (der kommt einem doch auch von irgendwo bekannt vor oder?) zu einem menschähnlichen wunscherfüllenden Wesen zu fliegen, um ihre magischen Kräfte zu trainieren und später Chalid von seinem Fluch zu befreien… Mal abgesehen von dem großen Drama am Ende, dessen Sinn ich auch nicht ganz verstanden hab. Mir hat einfach ein roter Faden gefehlt. Es war, als hätte man einfach so viele Ereignisse wie möglich wahllos aneinander gereiht bis die Story lang genug war, dass sie als Buch durchgeht.
Insgesamt kann ich daher nur sagen, dass mich die Dilogie mal abgesehen von der malerischen Sprache nicht wirklich überzeugen konnte. - Robert Menasse
Die Hauptstadt
(169)Aktuelle Rezension von: Eva_ReichmannVorweg: ich lese gern Menasse. Aber dieses Buch ist angenehm anders als die Menasse-Romane davor.
Eine Kommission der EU benötigt ein besseres Image - und natürlich geht es um die EU. Aber es geht noch um so Vieles mehr (Geschichte aus Europa - um es abzukürzen). Das wirklich großartige an dem Buch aber ist, dass es weder um politische Thesen noch Geschichtsbelehrung geht - sondern um die Geschichten der beteiligten Personen (die halt wegen Beruf oder persönlicher Beziehungen mit der EU-Kommission zu tun haben).
Gut gefallen hat mir die Idee, eine europäische Hauptstadt in Auschwitz einzurichten.
Als Menasse das Buch 2017 veröffentlichte, war es noch möglich von der "Langeweile des Friedens" als Glück und Segen zu sprechen - hätten mehr Politiker das Buch gelesen und ernst genommen, hätten wir diesen zustand heute noch.
- Carmen Korn
Töchter einer neuen Zeit
(239)Aktuelle Rezension von: Paula_JungIch habe das Buch gerne gelesen, fand die Handlung und die Figuren jedoch teilweise zu oberflächlich. Insgesamt ein Roman, den man schnell durchliest, weil die Schicksale der Figuren spannend sind. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass die vier Hauptfiguren deutlich ausführlicher behandelt werden, anstatt sehr viele kleine Nebenfiguren einzuführen. Ich musste häufig überlegen, wer diese Person überhaupt ist und welche Rolle sie einnimmt. Mir hätte es besser gefallen, wenn die vier Frauen intensiver vorgekommen wären und vor allem auch deren Emotionen, Gedanken etc. beschrieben werden und nicht hauptsächlich die im Außen stattfindende Handlung. Fazit: Auf jeden Fall lesenswert, aber nicht das absolut beste Buch, das ich gelesen habe. :)
- C.L. Wilson
Der Winter erwacht
(623)Aktuelle Rezension von: Eva_RuppHandlung:
Der Winter erwacht entführt in eine Welt, in der Macht, Schmerz und Liebe untrennbar miteinander verwoben sind. Die Geschichte einer verschmähten Prinzessin, die vom eigenen Vater verraten wird, und eines Winterkönigs, der in seiner Kälte Trost und Rache sucht, entfaltet sich mit einer faszinierenden Mischung aus Tragik, Spannung und Hoffnung. Was zunächst wie ein Fluch scheint, entpuppt sich als Wendepunkt zweier Schicksale, die unweigerlich miteinander verbunden sind.
Charaktere:
Chamsin ist eine außergewöhnlich starke Protagonistin. Ihr Temperament, ihr Stolz und ihr inneres Feuer spiegeln sich perfekt in ihrer Gabe des Sturms wider. Sie ist widersprüchlich, verletzlich und zugleich mutig eine junge Frau, die trotz Ablehnung zu sich selbst findet. Wynter, der Winterkönig, wirkt anfangs kühl und distanziert, doch hinter seiner eisigen Fassade verbirgt sich ein Mann, der zwischen Pflicht und Gefühl zerrissen ist. Die Dynamik zwischen den beiden ist elektrisierend und wächst mit jeder Seite mal rau, mal zart, aber immer intensiv.
Worldbuilding:
Die Autorin erschafft eine stimmungsvolle Welt voller Gegensätze eisige Königreiche, politische Spannungen und uralte Magie verweben sich zu einem Setting, das sowohl märchenhaft als auch gefährlich wirkt. Das Worldbuilding ist angenehm dosiert: detailliert genug, um Atmosphäre zu schaffen, ohne den Leser mit überflüssigen Beschreibungen zu überladen.
Schreibstil:
Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und emotional. Besonders beeindruckend ist, wie es der Autorin gelingt, die wechselnden Perspektiven von Chamsin und Wynter harmonisch zu verweben. So versteht man beide Seiten ihre Zweifel, ihr Begehren, ihre Ängste und erlebt ihre Annäherung hautnah.
Fazit:
Der Winter erwacht ist eine Geschichte über Schmerz, Stärke und die unerwarteten Wege der Liebe. Eine mitreißende Fantasy-Romanze mit Herz, Tiefe und Charakteren, die man so schnell nicht vergisst.
- Nicky Singer
Davor und Danach
(180)Aktuelle Rezension von: LadyMuffinchenMhairi ist auf dem Weg zu ihrer Großmutter in den Norden. Einer der wenigen Orte, wo es noch Wasser und Nahrung gibt, denn die Welt steht vor dem Abgrund. Die Ressourcen werden rationiert und Menschen ab 67 müssen die Erde durch die Spritze verlassen. Auf ihren Weg begegnet sie einem kleinen Jungen. Eigentlich will Mhairi ihn nicht mitnehmen, aber ihre Menschlichkeit lässt es nicht zu ihn zurückzulassen. Also nimmt sie den stummen Jungen mit und durchläuft dabei viele Stationen, um sich in den Norden zu retten...
Man steigt direkt in die bereits laufende Geschichte ein. Mhairi ist auf der Flucht, scheinbar vor der Vergangenheit und der Zukunft und sich selbst. Wieso lernt man erst später, doch eines wird bereits auf den ersten Seiten klar: Sie ist für ihr Alter bereits sehr weit. Sehr selbstbewusst und reif, sie durch- und überdenkt alles, studiert ihre Umgebung und die Menschen und legt sich Alternativpläne in Sekunden zurecht. Sie war eine angenehme Protagonistin, die auch immer öfter an der Gesellschaft zweifelt, die sich eigene Regeln in der 'neuen' Welt geschaffen hat.
Dann ist da der Junge, der stille und doch so liebe Junge. Mhairi tut alles für ihn, ohne genau zu wissen wieso. Mag es Verantwortungsbewusstsein oder ein Gefühl der Wiedergutmachung sein, keine Ahnung, aber es funktioniert einfach zwischen den beiden. Durch die Reise wachsen sie auch ohne Worte zusammen und diese sich entwickelnde Beziehung wird gut und verständlich dargestellt. Denn wenn man nichts mehr hat, klammert man sich an das, was einen noch aufrecht stehen lässt. Ich glaube, dass Mhairi durch diesen Jungen den Sinn im Leben wiedergefunden hat, nachdem sie so viel durchmachen musste.
Doch die anderen Charaktere finde ich schwierig. Generell die ausgesäten Gedanken, um das Überleben eines kleinen Kreises zu sichern. Ich verstehe den Grundgedanken, aber es ist ein Kampf zwischen Moral und Gesetz, welches nicht bis zum Ende stringend durchgesetzt wird. Die Ideen der Gesellschaft sind nicht partout schlecht, aber es ist hart und irgendwie machte mich vieles dann einfach sprachlos.
Das Ende ist einfach chaotisch und es scheint mir, als hätte es nicht für mehr gereicht. Manche Ideen sollen scheinbar nicht ausreifen und so empfinde ich das Buch insgesamt als Auf und Ab. In manchen Situationen stark und dann zäh.
Der Schreibstil ist gut, man kann durch die recht kurzen Kapitel pflügen.
Insgesamt finde ich das Buch mittelmäßig gut, es regt zum Nachdenken an, hat mich dann aber doch nicht im Großen zufriedengestellt. Eine Dystopie bei der es für mich noch an etwas gefehlt hat 🌐
- Caroline Brinkmann
Die Perfekten
(265)Aktuelle Rezension von: _juliadventuress_"Die Perfekten" ist der erste Teil einer dystopischen Dilogie.
Für mich hatte die Geschichte alles, was eine gute Dystopie aus macht. Die Menschheit ist hier in mehreren Gruppen untergebracht. Je nach intellligenz, körperlicher Verfassung und Glaubensrichtung, wird man einer Nummer zugeordnet. 1 sind die Perfekten und Kategorie 3 sind die, die verachtet werden. In der Hoffnung, dass es bald nur noch würdige Mitmenschen gibt, regieren die Gesegneten und teilen die Menschen in ihre Gruppen ein.
Dann gibt es noch Rain. Sie ist ein Ghost und lebt außerhalb des Systems, immer auf der Flucht.
Die Geschichte ist recht einfach und verständlich gehalten, was einen nur so durch die Seiten fliegen lässt. Ich hatte gleich einen guten Draht zu den Protas und mochte Rain besonders gerne. Die Story war interessant und am Ende gab es auch noch ein paar unerwartete Plots.
Ich hatte erst bedenken, dass es für mich zu Jugendhaft wäre, doch dafür ist es unerwartet Brutal. Zwischendurch hatte ich irgendwie immer wieder Panem-Vibes. Also wer Panem mochte, der wird auch mit der Reihe happy..
- Rachel Hartman
Serafina – Das Königreich der Drachen
(288)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerEin super Fantasybuch mit einer gut durchdachten Handlung, die finde ich zumindest auch nicht allzu voraussehbar ist. Die Charaktere sind sympathisch (fand vor allem den Onkel klasse) und man kann mit ihnen mitfühlen. Sie sind also "greifbar" dargestellt. Persönlich fand ich auch die Beschreibungen in der Geschichte super (also wie die Umgebung beschrieben wird und die Drachen, etc.) Die Idee mit dem geistigen Garten fand ich mega und auch wie die Grotesken beschrieben werden ist einfach klasse. Ich finde es ist ein super Buch für Zwischendurch, vor allem wenn man Geschichten über Drachen (also viel Fantasy) mag.
- Nora Roberts
Sternenregen
(165)Aktuelle Rezension von: MeeehlieDie Künstlerin Sasha Riggs lebt rückgezogen in den Wäldern von North Carolina. Hier sucht sie Ruhe und Zufriedenheit.
Doch schon von Kindesbeinen an hat sie seltsame Träume, welche sie nicht in Ruhe lassen.
In ihren Träumen taucht auch ein gefährlich attraktiver Mann auf, welcher ihr sagt, dass er auf sie wartet und sie ihn finden soll.
Sie bannt ihre Träume auf ihre Zeichnungen und erkennt eines Tages die Insel Korfu wieder. Irgendetwas drängt sie, zu dieser Insel zu reisen, was sie dann auch tut.
Dort trifft sie im verlaufe der Zeit auf fünf Personen, welche alle auf der Suche nach den sagenumwobenen Sternen sind, welche einst von drei Göttinnen als Geschenk für eine Königin gedacht war, doch dies durch eine dunkle Macht verhindert wurde.
Hier endlich fühlt sie sich verstanden, trifft auch auf den attraktiven Mann, Bran, mit dem sie in ihren Träumen sehr nahe gekommen ist, und macht sich zusammen mit den anderen (Riley, Sawyer, Annika und Doyle) auf die Suche.
Eine wirklich tolle Idee, was uns hier Nora Roberts wieder zaubert.
Mit Sternenregen hat sie einen super Start in diese Trilogie geschaffen, welcher voller Gefahren, Liebe , Unsicherheiten, Geheimnissen und Erotik steckt.
Die Charaktere waren jeder einzelne für sich spannend und fesselnd zu beobachten, wie jeder auf verschiedenste Geschehnisse reagiert.
Sasha ist eine äußerst talentierte Künstlerin, welche noch ziemlich unsicher mit ihren "Fähigkeiten" ist. Sie versucht diese zu verdrängen , doch dadurch verschließt sie sich auch vor ihrer Kraft.
Sie macht eine tolle Entwicklung durch, wird vom "schwachen" Glied in ihrer Truppe zu einer immens guten Kämpferin und das Bindeglied zwischen jeden Einzelnen.
Ihre Verbindung zu Bran hält sie noch zurück, doch Bran ist doch auch so schon selbst von ihr fasziniert, dass dies ihren eigen Gang nimmt, und dies eher früher als später. ;)
Die Suche nach den Sternen hat Nora Roberts super hingekriegt, voll Spannung und Abenteuer! Die Geschichte war flüssig zu lesen, obwohl mir irgendwie die gesprochen Sätze zu abgehackt vorkamen. Weiß auch nicht. Fühlte sich so an.
Trotzdem hat man das nicht wirklich so mitgekriegt, deshalb war es einfach nur toll zu lesen! Ein interessantes Thema, Helden, welche über ihren Mut und ihrer Kraft zweifeln, doch darüber hinausragen und besser werden, prickelnde Erotik, auch ein wenig Humor - einfach klasse! - Julie Soto
Rose in Chains
(155)Aktuelle Rezension von: Kerstin_VogelhuberIch habe noch nie ein Buch von Julie Soto gelesen. Dieses war das Erste und ich bin nicht enttäuscht. Der Schreibstil ist in der ICH Perspektive aus der Sicht der Protagonistin Briony geschrieben. Der Spannungsbogen ist wechselhaft, am Anfang und am Ende sehr hoch, in der Mitte flaut er etwas ab. Die Geschichte ist sehr interessant und hat mich nicht los gelassen.
Eversun und Bomart sind 2 verfeindete Reiche. Jedes Reich hat seine eigene Magie, Eversun Gedankenmagie und Bomart Herzmagie. Sie befinden sich im Krieg und bei einem Angriff werden alle Eversuns entweder getötet oder gefangen genommen. Briony ist die Eversun Prinzessin, sie gerät in Gefangenschaft und wird an ihren Erzfeind versteigert. Sie hat aber noch Glück, denn es stellt sich heraus, dass sie es besser getroffen hat als andere. Toven ist derjenige der sie gekauft hat. Er hat sehr viele Geheimnisse, von denen keins richtig aufgelöst wird. Zwischen den beiden knistert es ganz gewaltig und in jeder Zeile spürt man ihre Anziehung, doch in diesem Teil geben sie dieser nicht nach. Beide sind sehr stolz und stark und ich hatte oft den Eindruck, wenn sie zu ihren Gefühlen stehen würden, dass sie dann Schwäche zeigen könnten.
Das Buch endet mit einem Cliffhanger und ich warte jetzt gespannt auf den 2 Teil.
- Marshall B. Rosenberg
Basispaket Gewaltfreie Kommunikation - Grundlagen + Training
(32)Aktuelle Rezension von: Oliver_StaadenDas Cover hat mich mal wieder neugierig gemacht. Leider wurde ich von dem Vorwort etwas enttäuscht. Ich habe aber trotzdem mich weiter mit dem Thema beschäftigt und wurde schlussendlich nicht enttäuscht.
Das Buch beinhaltet wirklich gute Ratschläge. Man sollte sich auf die Gewaltfreie Kommunikation (GFK) einlassen. Man lernt nicht nur seine Bedürfnisse und Gefühle kennen, sondern auch die von anderen Menschen. Dadurch kann man vom Abwehr- und Verteidigungsmodus in einen Empathie-Modus wechseln. Dieser Wandel bedarf allerdings unter Umständen viel Übung, macht aber das Leben lebenswerter.
Hier hilft einem das Buch.
Ich kann das Buch empfehlen und hoffe, dass sich die GFK ausbreitet.
- Verena Reinhardt
Der Hummelreiter Friedrich Löwenmaul
(36)Aktuelle Rezension von: TiraLiFriedrich Löwenmaul ist der einzige in der Familie der kein berühmter Hummelreiter ist. Und er möchte auch keiner werden, denn er mag Hummeln nicht besonders.
Als Friedrich eines Tages dann aber von einer Hummel mit goldenen Streifen in ein fremdes Land entführt wird beginnt für ihn das größte Abenteuer seines Lebens. Im Auftrag der Königin soll er zusammen mit Brumsel herausfinden ob im Norden des Landes ein Krieg geplant ist. Wird es ihnen gelingen den Frieden zu wahren?
Meine Meinung:
Schon das Setting hat mir richtig gut gefallen, eine magische Welt in der Insekten ähnlich wie Menschen leben. Das ist mal was anderes.
Es geht um Friedrich Löwenmaul der zusammen mit der Hummel Hyronimus Brumsel das Land im Norden ausspionieren soll. Die beiden kommen viel im Land herum und müssen unterschiedliche Spionagemethoden anwenden. Dabei müssen sie äußerst clever vorgehen. Denn vieles ist nicht so wie es zu sein scheint und man weiß nie wem man trauen kann. Ich habe die Geschichte gespannt verfolgt und habe mitgegrübelt was da eigentlich vor sich geht. Das Ganze ist wirklich gut durchdacht und überrascht mit einigen unvorhersehbaren Wendungen.
Mit dem Protagonisten musste ich erstmal warm werden. Anfangs ist Friedrich noch sehr verschlossen und trotzig, immerhin wurde er ja entführt. Doch während des Abenteuers wird er immer sympathischer. Er entdeckt neue Seiten an sich, wird offener und mutiger. Diese Entwicklung hat mir sehr gut gefallen. Richtig cool ist die Freundschaft die sich zwischen Friedrich und Brumsel entwickelt. Zuerst sind beide noch ziemlich genervt voneinander und machen daraus auch kein Geheimnis, doch nach und nach werden sie ein immer besseres Team. Die Dialoge der beiden waren oft sehr unterhaltsam. Im Laufe der Geschichte kommen noch andere Figuren dazu die alle sehr liebevoll dargestellt werden und wunderbar schrullige Eigenheiten haben. Die geschickte Mottenmeisterin und ein gewisses schlagfertiges altes Weib haben bei mir am meisten Eindruck hinterlassen. Auch die Raupe Karl Kahlsson ist ein toller Wegbegleiter.
Die Geschichte ist wunderbar flüssig und humorvoll geschrieben. Sie wird nie langweilig und hat mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht oder sogar herzhaft lachen lassen. Begeistert haben mich die originellen Ideen der Autorin, wie zum Beispiel das Valmü welches einen in den 5 Uhr Zustand versetzt oder die „Mythen in Tüten“ mit denen man sich weiterbilden kann. Einfach großartig! Alles wird sehr schön bildhaft beschrieben sodass man es sich gut vorstellen kann.
Obwohl es um einen bevorstehenden Krieg geht, schafft es dieses Buch ohne heftige Gewalt auszukommen. Das hat mir sehr gut gefallen. Trotzdem würde ich es nicht unbedingt als Kinderbuch bezeichnen, da der Protagonist schon erwachsen ist und die Themen eventuell zu anspruchsvoll sein könnten.
Gestaltung:
Das Cover hat sofort meine Neugier geweckt. Die Illustration von Brumsel und Friedrich ist wahnsinnig gut gelungen. Schaut man etwas genauer hin, entdeckt man viele weitere Insekten die im Buch auftauchen. Auch die Wabenstruktur und die Pflanzen passen gut zur Geschichte und ergeben ein wunderbares Gesamtbild. Die Geschichte ist in 3 Teile aufgeteilt die jeweils mit einer farbig gestalteten Doppelseite gekennzeichnet sind.
Fazit:
Eine gut durchdachte Geschichte, die spannend und wunderbar humorvoll geschrieben ist. Man taucht ein in das Reich der Insekten und wird mit originellen Ideen und schrulligen Figuren überrascht. Ich bin begeistert. - Mira Valentin
Die Legende von Enyador
(144)Aktuelle Rezension von: Lesedrache_93Mir hat der erste Band dieser Reihe richtig gut gefallen. Die Charaktere und die verschiedenen Erzahlstränge waren sehr vielschichtig. Auch die Handlung hat mir richtig gut gefallen.
Der einzige Kritikpunkt ist die viele Erotik. Das hätte man sich sparen können. So rückt die spannende Geschichte oft leider in den Hintergrund.
- Elif Shafak
Die vierzig Geheimnisse der Liebe
(88)Aktuelle Rezension von: Hubertus_FeldmannDas ist jetzt nicht despektierlich gemeint, aber das (scheinbar) religiöse Gedudel mag dem einen Leser, der anderen Leserin gehörig „auf den Zweig gehen“. In einem solchen Fall ist man geneigt, diesem opulenten Werk von etwa 500 Seiten nicht seine Lebenszeit zu opfern. Warum es trotz solcher Vorbehalte lohnt, sich hier einzulesen, wird spätestens dann deutlich, wenn einen die Kraft der Sprache, die Opulenz der erzeugten Bilder in ein gedankliches Karussell katapultiert, dem nur schwer zu entkommen ist. Solcherart geflasht, folgt man neugierig den beiden Ebenen dieser Erzählung.
Auf der einen, der im 13. Jahrhundert angesiedelte Geschichte, folgen wir der Freundschaft und den Gesprächen zwischen dem persischen Gelehrten und Sufi-Dichter Rumi und dem Wanderderwisch Schams-e Tabrizi, und auf der anderen einer intensiven Auseinandersetzung zwischen der verheiratet Ella und dem „augenöffnenden“ Disput mit dem Autor des Buches „Süße Blasphemie“, Aziz Zahara. Wie nicht anders zu erwarten, werden hier die universellen Enden der Liebe zu einem offenen Knoten verwebt. Und so ganz nebenbei (so nebenbei ist es auch wieder nicht) bekommt man einen recht unverstellten Blick in die Möglichkeiten der islamischen Religion: „‘Wer die Nisa [Sure an-Nisã, Sure „Die Frauen“] mit offenem inneren Auge liest, erkennt, dass in dieser Sure nicht um Frauen und Männer geht, sondern um Weiblichkeit und Männlichkeit. Und jeder Einzelne von uns, auch du und ich, hat, in unterschiedlichen Graden und Abstufungen, sowohl Weibliches als auch Männliches in sich. Nur wenn wir lernen, beides anzunehmen, erreichen wir das harmonische Einssein.‘“
Es würde dem Buch nicht gerecht, diesen Mehrklang zwischen Leben und Liebe, und alles, was dazwischen liegt, eingebettet in die verschiedenen gesellschaftlichen Zustände/Normen auch nur annährend vorstellen zu können. Einerseits. Andererseits kann man diesen Roman auch mit feuchten Augen lesen, ohne sich von der tiefe der Gedanken irritieren zu lassen. In welcher Form auch immer man sich diesem Buch nähert, man wird überrascht werden von der Weite und Tiefe der angebotenen Gedanken. Zusätzlich wird man mit einer spannenden, auseinandersetzungsreichen Geschichte belohnt.
- Erin Beaty
Gefühl und Gefahr
(92)Aktuelle Rezension von: HollabeereMir hat die Geschichte um Sage und Alex von Beginn an sehr gut gefallen. Im dritten Teil übernehmen allerdings politische und militärische Strategien und Aufgaben zu viel Raum in der Gesamtgeschichte ein. Diese sind zweifellos gut durchdacht und platziert, aber die Liebesbeziehung der beiden Protagonisten kommt mir zu kurz.
Man merkt, dass die Autorin sehr in ihrer selbst erschaffenen Welt aufblüht und sich gänzlich darauf einlässt. Viele Beschreibungen von Stationen in der Welt um Demora, Kimisara und Creshera waren für mich nicht so schnell vorstellbar und ich musste immer wieder auf der Karte auf der Innenseite des Buchdeckels nachschauen, um mich zu orientieren. Dadurch konnte ich die Geschichte nicht flüssig lesen, was etwas nervte.
Auch wiederholen sich bestimmte Verhalten der Nebenfiguren: ständig ist irgendjemand sauer auf Sage oder verliebt sich in jemanden.
Fazit: ein schöner Ausklang der Trilogie mit einem nicht überraschenden Ende.























