Bücher mit dem Tag "friedhof"
216 Bücher
- Carlos Ruiz Zafón
Der Schatten des Windes
(5.829)Aktuelle Rezension von: SMBerghoffIch habe "Der Schatten des Windes" von Carlos Ruiz Zafón gelesen wie man einen geheimen Garten betritt: langsam, neugierig – und am Ende wollte ich gar nicht mehr wieder raus. Schon die erste Szene, in der der junge Daniel in den "Friedhof der vergessenen Bücher" geführt wird, ließ mich spüren, dass dieses Buch selbst eine Liebeserklärung an Bücher ist.
Was mich besonders fasziniert hat, ist die dichte, fast gotische Atmosphäre Barcelonas: enge Gassen, verregnete Plätze, der Geruch von altem Papier und Geheimnissen. Die Geschichte verwebt Liebe, Verrat, politische Schatten der Franco-Ära und die Spurensuche nach dem rätselhaften Autor Julián Carax so kunstvoll, dass ich mich immer wieder fragte, ob ich gerade einen Krimi, eine Familienchronik oder ein Märchen lese. Wahrscheinlich alles zugleich?
Natürlich dehnt Zafón manche Episode, und wer nur auf rasanter Spannung reitet, könnte ungeduldig werden. Doch gerade diese geduldige Erzählweise machte für mich den Zauber dieses besonderen Buches aus: Ich wollte in diesen verschlungenen Seiten verweilen. Das passiert mir selten und daher gebe ich die Höchstwertung. Für mich ist Schatten des Windes ein grandioses Loblied auf die Macht von Geschichten – ein Roman, der lange nachhallt und der zeigt, wie Bücher selbst zu Schicksalen werden können.
- Jonas Jonasson
Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand
(5.952)Aktuelle Rezension von: Tanja_Wue"Richtig war nicht unbedingt das, was richtig war, sondern das, was von der maßgeblichen Person für richtig erklärt wurde."
Die Geschichte fängt genauso an, wie der Titel es vorhersage. Der Hunderjährige Allan hat keine Lust seinen 100ten Geburtstag zu feiern und stieg aus dem Fenster des Altenheim und verschwand. Was dann passiert ist sowohl skurill und an manchen Stellen humorvoll. Weil ich mir einfach nicht das vorstellen konnte und kopfschüttelnd lachen musste um mir das was gerade passiert sein soll, vorstellen zu können.
Insgesamt war es aber mehr eine Erzählung über Allan, wie er aus dem Fenster stieg und was dann passiert, sowie Rückblicke was alles in seinem Leben passiert ist. Fand durch die Erzählung der Schreibstil sehr monoton und dadurch viel es mir schwer manchmal dran zu bleiben, weil es auch schnell langatmig wurde.
Eine solide und skurille Geschichte, die bestimmt mal was anderes ist!
- Joanne K. Rowling
Harry Potter und der Feuerkelch (Harry Potter 4)
(11.486)Aktuelle Rezension von: leniisbooksMit Harry Potter und der Feuerkelch erreicht J.K. Rowlings Reihe einen entscheidenden Wendepunkt. Der vierte Band ist spürbar düsterer, komplexer und emotionaler als seine Vorgänger – und markiert den Übergang von einer magischen Abenteuergeschichte hin zu einer Erzählung über Verlust, Verantwortung und die Realität des Bösen.
Im Mittelpunkt steht das Trimagische Turnier, ein spektakulärer Wettkampf zwischen drei Zauberschulen, der Spannung, Gefahr und Abwechslung in den Schulalltag von Hogwarts bringt. Dass Harry wider Willen in das Turnier hineingezogen wird, verstärkt das Gefühl von Ausgeliefertsein, das diesen Band prägt. Die Aufgaben sind kreativ, nervenaufreibend und fordern Harry körperlich wie psychisch heraus – doch sie sind letztlich nur der Auftakt zu etwas weitaus Bedrohlicherem.
Harry selbst macht in diesem Band eine deutliche Entwicklung durch. Er ist isolierter als zuvor, steht unter enormem Druck und wird zunehmend gezwungen, Entscheidungen zu treffen, für die er eigentlich noch zu jung ist. Besonders eindrücklich ist dabei, wie realistisch seine Überforderung dargestellt wird. Er ist kein strahlender Held, sondern ein Jugendlicher, der an den Erwartungen von außen zu zerbrechen droht.
Auch die Freundschaften stehen nicht mehr selbstverständlich fest. Der Konflikt mit Ron zeigt, dass selbst enge Bindungen unter Misstrauen und Neid leiden können. Umso bedeutender ist die Rolle von Hermine, die sich als emotionale Konstante erweist und den Kern der Freundschaft bewahrt. Diese zwischenmenschlichen Spannungen verleihen der Geschichte zusätzliche Tiefe und Glaubwürdigkeit.
Die neuen Figuren bereichern den Roman spürbar. Cedric Diggory bleibt als fairer, sympathischer Rivale besonders in Erinnerung, während Charaktere wie Fleur Delacour und Viktor Krum neue Perspektiven auf die Zaubererwelt eröffnen. Auch das Konzept internationaler Zauberschulen erweitert das Universum, selbst wenn dieses Potenzial nicht vollständig ausgeschöpft wird.
Der wahre Einschnitt erfolgt jedoch im Finale. Die Rückkehr Lord Voldemorts ist kalt, brutal und endgültig. Cedrics Tod trifft unvorbereitet und macht unmissverständlich klar, dass die Zeit der spielerischen Abenteuer vorbei ist. Dieser Moment zerstört die letzte Illusion von Sicherheit und verändert die gesamte Tonalität der Reihe nachhaltig.
J.K. Rowling gelingt es meisterhaft, Spannung und emotionale Wucht zu verbinden. Der Feuerkelch ist nicht nur ein erzählerisch starker Band, sondern auch ein thematisch wichtiger: Er handelt von dem Verlust von Unschuld, von Angst und davon, wie man weiterlebt, wenn das Böse nicht mehr abstrakt ist.
Fazit:
Harry Potter und der Feuerkelch ist ein kraftvoller, düsterer und wegweisender Teil der Reihe. Mit dem Trimagischen Turnier als faszinierendem Rahmen und einem erschütternden Finale setzt der Roman neue Maßstäbe und bereitet den Boden für die kommenden Konflikte. Ein unverzichtbarer Band, der zeigt, wie erwachsen diese Geschichte geworden ist.
- Kerstin Gier
Silber - Das erste Buch der Träume
(7.458)Aktuelle Rezension von: GlitzerFehlerSilber – Das erste Buch der Träume hat mich von der ersten Seite an begeistert. Kerstin Gier schafft es, eine faszinierende Mischung aus Realität, Romantik, Humor und Fantasy zu erzählen, die sich wunderbar leicht und gleichzeitig spannend liest.
Die Protagonistin Liv ist eine sympathische, schlagfertige Hauptfigur, mit der man sofort mitfiebert. Besonders gefallen hat mir ihr trockener Humor und die authentischen Dialoge – typisch Kerstin Gier. Die Nebenfiguren, vor allem Livs Familie und die geheimnisvollen Jungs aus der Schule, sind liebevoll ausgearbeitet und verleihen der Geschichte zusätzliche Tiefe.
Das Highlight des Buches ist eindeutig die Traumwelt. Die Idee, dass Menschen sich in gemeinsamen Träumen treffen können, ist originell umgesetzt und sorgt für eine geheimnisvolle, stellenweise sogar düstere Atmosphäre. Die Traumsequenzen sind kreativ, bildhaft und unterscheiden sich angenehm von klassischer Fantasy.
Auch der Spannungsaufbau ist sehr gelungen: Nach und nach werden Geheimnisse enthüllt, ohne dass die Geschichte jemals langatmig wirkt. Gleichzeitig kommt die romantische Komponente nicht zu kurz, bleibt aber angenehm unaufdringlich.
Insgesamt ist Silber – Das erste Buch der Träume ein fantasievoller, humorvoller und fesselnder Auftakt einer Reihe, der Lust auf mehr macht. Absolut empfehlenswert für alle, die moderne Fantasy mit Charme, Witz und einer Prise Romantik mögen!
- Kerstin Gier
Vergissmeinnicht - Was man bei Licht nicht sehen kann
(1.304)Aktuelle Rezension von: PrettyDarkQuinn ist cool, smart und beliebt. Matilda entstammt der verhassten Nachbarsfamilie, hat eine Vorliebe für Fantasyromane und ist definitiv nicht sein Typ. Doch als Quinn eines Nachts von gruseligen Wesen verfolgt und schwer verletzt wird, sieht er Dinge, die nicht von dieser Welt sein können. Nur – wem kann man sich anvertrauen, wenn Statuen plötzlich in schlechten Reimen sprechen und Skelettschädel einem vertraulich zugrinsen? Am besten dem Mädchen von gegenüber, das einem total egal ist. Dass er und Matilda in ein magisches Abenteuer voller Gefahren katapultiert werden, war von Quinn so allerdings nicht geplant. Und noch viel weniger, sich unsterblich zu verlieben …
Matilda und Quinn sind Nachbarn, etwa in einem Alter und während sie schon seit Jahren heimlich in ihn verliebt ist kann er sie und ihre bibeltreue Gutmenschen-Familie überhaupt nicht leiden. Sein Vater nennt die katholischen Nachbarn sogar abwechselnd grässliche Martins oder biblische Plagen.
Als Quinn jedoch aufgrund einer Hetzjagd durch seltsame Fantasiewesen einen Unfall erleidet und auf den Rollstuhl angewiesen ist, besteht seine einzige Chance der Sache auf den Grund zu gehen, darin Matilda um Hilfe zu bitten.
Wenn Kerstin Gier ein Buch veröffentlicht, dann kaufe ich es, weil sie Jugendromane schreiben kann wie keine andere. Ihre Edelstein-Trilogie habe ich geliebt und Silber fand ich nach kurzen Anlaufschwierigkeiten auch super, dementsprechend hoch waren meine Erwartungen. Zum Highlight hat es leider nicht gereicht, aber ich habe Grübchenface Matilda und Quinn gerne auf ihrem Weg begleitet. Gerade das Konzept des Saums ist für mich nach diesem Band noch sehr schwammig und undurchsichtig. Der Saum als Zwischenwelt bzw. weitere Dimension, die normalerweise durch lebende Menschen nicht betreten werden kann, war für mich nicht immer nachvollziehbar.
Die Dynamik zwischen Matilda und Quinn mochte ich ungemein und fand gut, dass die Geschichte sowohl aus der Ich-Perspektive von Mathilda als auch der von Quinn erzählt wird. Zum Schmunzeln gebracht haben mich die peinlichen Szenen der strenggläubigen Familie Martin.
Ich bin daher schon sehr gespannt auf den weiteren Verlauf dieser Trilogie und werde sie auf jeden Fall weiter verfolgen.
- Stephen King
Friedhof der Kuscheltiere
(2.009)Aktuelle Rezension von: KeyofbooksHabe das Buch schon Mal als Jugendliche gelesen, das war also ein schöner ReRead. Hat mich daran erinnert, warum ich Stephen King's Werke schon immer faszinierend fand. Die Story zieht sich langsam, man bekommt sehr viel von dem gewöhnlichen amerikanischen Leben der '80- er Jahren mit. Lediglich gegen das Ende fängt das gruselige erst an und steigert sich rasant in die Höhe. Zwar weiß man schon worauf es hinausläuft, trotzdem ist die Spannung gut gehalten. Passt am besten in die Zeit vor Haloween.
- Maggie Stiefvater
Wen der Rabe ruft
(1.200)Aktuelle Rezension von: eastBlue ist zwar die Tochter einer Hellseherin, besitzt aber leider selbst keinerlei magische Kräfte, an die sowieso kaum jemand glaubt. Umso erstaunter ist sie, als ein exzentrischer junger Mann zu einer Séance auftaucht und eine Ley-Linie finden will. Mit im Gepäck hat er drei nicht ganz normale Jungen und einen ganzen Haufen Probleme. Doch das schlimmste ahnt er gar nicht: Blue hat bereits seinen Geist gesehen: Innerhalb eines Jahres wird er sterben…
Maggie Stiefvater überrascht in diesem Buch mit einer nicht zu verachtenden Menge an ironisch-magischem Schreibstil gemischt mit einer mystisch-atmosphärischen Geschichte. Was auf den ersten Seiten kurz droht, sich in ein kitschiges Teenie Buch zu verwandeln, entwickelt sich schon bald zu einer vielschichtigen, modernen Fantasy, die gekonnt mythologische Elemente mit modernen kombiniert. (Auch wenn die Protagonisten trotzdem Teenager sind, verhalten sie sich nicht wie eine verloren gegangene Kindergartengruppe).
Die Autorin hat komplexe und grundverschiedene Charaktere geschaffen, die man doch irgendwie alle mögen muss. Ein paar Klischees erfüllen sie wohl, aber das tut dieser Geschichte überhaupt keinen Abbruch. Das gleiche kann man auch von der nur sehr subtil angedeuteten Liebesgeschichte sagen, auch wenn noch gar nicht klar ist, wo die sich eigentlich hin entwickeln wird.
Das Buch ist mittlerweile schon zwölf oder dreizehn Jahre alt, das merkt man vor allem an der geringeren Häufigkeit des Wortes Internet und der Abwesenheit von Textnachrichten. Das tut der Geschichte aber auch überraschend gut. Im Laufe der Handlung tauchen so einige Seltsamkeiten auf, vieles bleibt auch mysteriös oder nur leicht umrissen, sodass man als Leser ständig das Gefühl hat, die Magie lebt direkt unter der Oberfläche, nicht ganz greifbar, aber doch stets lebendig.
„Wen der Rabe ruft“ ist ein vielversprechender Auftakt einer faszinierenden Geschichte voller Rätsel, alter Magie und einigen mehr oder weniger genauen Prophezeiungen, die sicherlich noch viel mehr zu bieten hat, als man bis jetzt ahnen kann. Mit spitzzüngigem, aber auch malerischem Schreibstil fesselt die Autorin über die gesamte Länge des Buches hinweg, denn: Für jeden ist etwas dabei, ein bisschen Found Family, ein bisschen Rätsel, ein bisschen Young Adult, ein bisschen Mythologie und Mystery und ein bisschen Romantik. Und erwähnte ich das Raben-Küken?
- Richard Osman
Der Donnerstagsmordclub (Die Mordclub-Serie 1)
(509)Aktuelle Rezension von: Dana_GreveIn einer idyllischen Seniorenresidenz trifft sich jeden Donnerstag eine ungewöhnliche Gruppe aus vier hochbetagten Hobby-Ermittlern. Sie durchforsten alte ungeklärte Kriminalfälle. Als in ihrer unmittelbaren Umgebung plötzlich tatsächlich ein Mord geschieht, wird aus der theoretischen Spielerei bitterer Ernst.
Das ist der Auftakt zu einer Reihe rund um vier Senioren und ihren Donnerstagsmordclub.
"Der Donnerstagsmordclub" ist ein äußerst charmant erzählter Auftakt zu der beliebten Krimireihe rund um vier pfiffige Senioren, die ihre Donnerstage damit verbringen, ungelöste Mordfälle zu durchleuchten. Richard Osman gelingt es, eine warmherzige, humorvolle und zugleich überraschend spannende Erzählung zu schaffen, die sich wirklich vom klassischen Krimi abhebt.
Die vier Protagonisten Elizabeth, Joyce, Ibrahim und Ron sind liebevoll gezeichnet und überzeugen durch Witz, Eigenheiten und eine Mischung aus Lebenserfahrung und Sturheit, die sie zu einem unschlagbaren Team macht. Besonders gelungen ist der Ton des Romans. Er ist leichtfüßig, pointiert, aber nie zu albern. Die Handlung vermischt kleinere Rätsel, Hinweise und persönliche Geschichten, sodass man als Leser sowohl mitfiebert als auch schmunzelt. Besonders gut gefallen hat mir, dass Osman seine Figuren nie ins Lächerliche zieht und ihnen gegenüber sehr viel Respekt zeigt. Bisher sind Joyce und Ron meine Lieblingssenioren, Elizabeth empfinde ich als schwierig.
Die Krimihandlung ist nicht übermäßig düster, aber ausreichend komplex. Wer einen Thriller voller Tempo erwartet, wird weniger abgeholt. Wer jedoch britischen Humor, schrullige und sympathische Figuren und gemütliche Whodunit-Atmosphäre liebt, kommt voll auf seine Kosten. Trotz der vielen Stärken weist die Geschichte einige Längen auf, die stellenweise den Lesefluss trüben. Dieser kleine Schwachpunkt schmälert den Gesamteindruck jedoch nur geringfügig, da die Figuren und der Charme der Geschichte weiterhin tragen.
Fazit: Insgesamt ist "Der Donnerstagsmordclub" ein warmherziger, origineller und sehr unterhaltsamer Reihenauftakt, der Lust auf weitere Abenteuer der vier Senioren macht. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.
- Nele Neuhaus
Im Wald (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 8)
(638)Aktuelle Rezension von: KeksTrommelEin Fuchs und ein Junge verschwinden. Jahre später wird eine totkranke Frau ermordet. Wollte sie ihr Gewissen erleichtern und drohte die Wahrheit ans Licht zu kommen? Oder hat beides nichts miteinander zu tun? Es bleibt nicht der einzige Mord.
Das Cover finde ich ganz passend gestaltet, wenn man mehr von den Geschehnissen Kenntnis erhält.
Es war mein erstes Buch von Nele Neuhaus. Das war aber nicht weiter schlimm, da es ein unabhängiger in sich geschlossener Fall war.
Das Buch wurde aus verschiedenen Sichtweisen erzählt.
Der Fall an und für sich war spannend erzählt, das Ende war schlüssig.
Ganz Ruppertheim war hier im Fokus, weil die ehemaligen Kinder zusammenhielten und über die Geschehnisse der Vergangenheit schweigen. Auch Bodenstein ist tief in den Fall verwickelt.
Mir gefallen die Charaktere. Pia ist noch etwas unsicher, als sie die Leitung übernimmt. Das merkt man ihr an und das ist für mich als Leser nachvollziehbar. Das Bodenstein dennoch ermittelt, weil der damals verschwundene Junge sein Freund und der verschwundene Fuchs sein Haustier war, ist für mich ebenso nachvollziehbar.
Das Buch hat mir viele spannende Lesestunden geboten, auch wenn es am Ende etwas in die Länge gezogen wurde, weshalb ich es weiter empfehlen kann.
- Petra Hülsmann
Glück ist, wenn man trotzdem liebt
(712)Aktuelle Rezension von: love1988Das Cover ist ein echter Hingucker und spiegelt die Stimmung der Geschichte perfekt wider.
Isabelle erinnert stark an Sheldon: Sie hat feste Rituale und genaue Abläufe, die man besser nicht durcheinanderbringt. Jeder Tag ist klar durchgeplant – bis jemand kommt, der ihr geordnetes Leben durcheinanderwirbelt. Mehr will ich gar nicht verraten.
Die Charaktere sind liebevoll gestaltet und füllen die Geschichte mit Leben. Der humorvolle Schreibstil macht das Lesen zum Vergnügen, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte. Auch das Setting passt wunderbar und rundet das Gesamtbild stimmig ab.
Von mir eine klare Leseempfehlung!!!!!
- Ursula Poznanski
Erebos 2 (Limited Edition)
(534)Aktuelle Rezension von: Tokki_ReadsAls Nick auf seinem Smartphone ein bekanntes Symbol sieht – ein rotes „E“ –, hält er es zunächst für Zufall. Doch schon bald wird ihm klar, dass Erebos ihn gefunden hat. Das Spiel, das einst harmlos begann, hat sich weiterentwickelt und wirkt gefährlicher als je zuvor. Jede Entscheidung hat Konsequenzen, jede Nachricht kann zum Rätsel werden – und hinter dem Bildschirm verbirgt sich mehr, als Nick sich vorstellen kann.
Der sechzehnjährige Derek hingegen reagiert zunächst gelassen, als das rote „E“ auf seinem Handy aufleuchtet. Ein kurzer Moment des Misstrauens genügt, doch dann erkennt er, dass er längst selbst Teil des Spiels geworden ist. Er ist nicht nur Spieler, sondern Spielfigur. Die Grenzen zwischen Realität und Spiel verschwimmen, und bald merkt Derek, dass er in einem gefährlichen Netz aus Aufgaben, Intrigen und Geheimnissen gefangen ist. Alles, was er für sicher hielt, ist plötzlich in Frage gestellt.
Das Buch hält die Spannung durchgehend hoch, auch wenn die Szenen innerhalb des Spiels manchmal ermüdend wirken. Hier passiert oft wenig für die eigentliche Handlung, und man sehnt sich nach Momenten in der realen Welt, in denen die Story voranschreitet. Dennoch überzeugt der Plot: Der Twist am Ende ist sogar noch überraschender als im ersten Band.
Besonders schön ist das Wiedersehen mit bekannten Charakteren, die man bereits aus Band 1 kennt. Gleichzeitig werden neue Figuren eingeführt, die sympathisch, vielschichtig und interessant sind. Das Zusammenspiel zwischen Alt und Neu bringt frischen Wind in die Geschichte.
Insgesamt ist der zweite Band spannend und packend, auch wenn einige Passagen innerhalb des Spiels etwas langatmig wirken. Die Mischung aus bekannten Elementen, neuen Wendungen und überraschenden Enthüllungen sorgt dafür, dass Fans der Reihe gut unterhalten werden und neugierig bleiben, wie sich die Geschichte im nächsten Band entwickelt.
- Jana Oliver
Aller Anfang ist Hölle
(741)Aktuelle Rezension von: Barbara_NeltingEine attraktive, junge und witzige Protagonistin, ein Haufen (mind. vier) attraktive, um die buhlende Kerle, die Dämonen als antagonistische Ausgeburten der Hölle, ein Arsenal der "Spielzeuge", um sie zu bekämpfen, nicht zu vergessen: die globale, apokalyptische Bedrohung - was will man mehr? Ich freue mich auf die nächsten Teile dieser gelungenen Mischung auf Strouts Lockwood-Serie (inhaltlich) und Wolfs Heartless (Witz und Humor)!
- Jasmin Schreiber
Marianengraben
(435)Aktuelle Rezension von: ReadarellaIch habe Marianengraben in einem Zug gelesen, eigentlich war ich mitten in einem anderen Buch, aber nach den ersten Seiten konnte ich einfach nicht mehr aufhören. 🙈
Selten hat mich ein Buch auf so sanfte Weise berührt. Jasmin Schreiber schafft es, ein schweres Thema wie Verlust und Trauer so zu erzählen, dass man sich verstanden fühlt, ohne dass es jemals kitschig wird. Es gibt viele Sätze, die ich mir am liebsten markieren wollte, weil sie genau das ausdrücken, was man selbst schon gefühlt hat, aber nie in Worte fassen konnte.
Paula, die Hauptfigur, war mir sofort sympathisch, gerade, weil sie so unperfekt und ehrlich ist. Ihr Schmerz ist greifbar, aber sie verliert nie ihren trockenen Humor. Und dann kommt Helmut, dieser eigenwillige, liebenswürdige alte Mann, der das Buch mit seiner Lebensweisheit und seinen Eigenarten zu etwas ganz Besonderem macht. 💫
Ich mochte vor allem, dass die Geschichte zeigt, wie Trauer nicht einfach verschwindet, sondern sich langsam verwandelt. Man lernt, wieder zu atmen, Stück für Stück.
Dieses Buch schenkt, trotz des schweren Themas Hoffnung. Ein Buch, das nachhallt. Eins, das man nach dem Lesen kurz auf den Schoß legt und tieeeeef durchatmet.
- Neal Shusterman
Vollendet – Die Flucht
(748)Aktuelle Rezension von: Roman-TippsMit Neal Shustermans dystopischen Scythe-Trilogie konnte er mich so begeistern, dass ich noch mehr Bücher von ihm lesen wollte. Somit war ich schon ganz gespannt auf den Auftaktband „Vollendet – Die Flucht“ aus der 4 Bände umfassenden Vollendet-Reihe von Neal Shusterman.
Die Vollendet-Reihe spielt in einem zukünftigen USA, in welchem Jugendliche, die zu viel Ärger machen, „umgewandelt“ werden können. Das bedeutet, dass ihr gesamter Körper sofort zur Organspende freigegeben wird. Es wird behauptet, dass die Teile des Körpers weiterleben, also dass man selber weiterlebt, nur in einer anderen Form. Ob ein Jugendlicher umgewandelt werden darf, wird von den Eltern bzw. den Erziehungsberechtigten entschieden. Und diese Entscheidung kann nicht rückgängig gemacht werden. Jugendliche, die sich dagegen wären und fliehen, werden gejagt, bis zur Festnahme.
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass dieses Thema so richtig…unter die Haut geht, sodass mir ganz anders wurde. Fassungslos, aufgrund dieser Schrecken. Nochmal mehr, wenn man erfährt, wie die Umwandlung passiert. Die Ungerechtigkeit, dass man über ein Leben so bestimmen kann. Dass einem so etwas angetan wird. Dass man nichts dagegen tun kann. Dass es kaum welche gibt, die dagegen angehen. Die Art und Weise, wie dieses System durchgeführt wird. Und das alles erinnert mich an die grausame Ausbeutung von Tieren in unserer Welt – nur dass es in der Geschichte Jugendliche sind, die so etwas durchmachen müssen.
Die Handlung wird aus der Sicht von mehreren Charakteren in der personalen Erzählweise erzählt, hauptsächlich jedoch von Risa, Connor und Lev, die sich auf eine ziemlich krasse Weise begegnen, nämlich inmitten einer halsbrecherischen Verfolgungsjagd auf einer Straße. Alle drei sind Wandler, also Jugendliche, die umgewandelt werden sollen. Während sie auf der Flucht sind, gibt es so einige gefährliche, schaurige und überraschende Momente und Wendungen. Und ganz besonders Levs Entwicklung auf dieser Flucht ist unglaublich.
Neal Shustermans Schreibstil ist flüssig und locker zu lesen. Die Handlung ist spannend, nur hin und wieder ein bisschen langatmig. Aber größtenteils überwiegen Momente voller heftiger und actionreicher Wendungen und Szenen, Herzklopfen und Fragen, wie es nun wohl weitergeht. Auch die Charaktere werden nach und nach tiefgründiger und haben mir gefallen. Connor, der langsam zu einer Legende wird. Risa, mit ihrer Hoffnung und dem kühlen Kopf. Lev, der Gefahren eingeht, um seine Pläne durchzusetzen. Auch das Ende fand ich passend mit dem krassen Showdown. Doch es ist noch lange nicht vorbei. Die Vollendet-Reihe werde ich definitiv weiterlesen!
Fazit:
Eine spannende Dystopie mit einer erschreckenden und albtraumhaften Zukunftsvision. Das Thema geht so richtig unter die Haut und hat mich fassungslos machen können. Die Idee ist spannend umgesetzt und die Charaktere entwickeln sich mit der Zeit. Ich bin neugierig, wie alles letztendlich enden wird und werde die Vollendet-Reihe weiterlesen.
- Andreas Gruber
Todesmal
(380)Aktuelle Rezension von: Tanja_WueIch mag einfach die Art wie diese Bücher geschrieben sind und auch wie sich die Protagonisten entwickeln. Schön ist es auch zu sehen, dass noch weitere Personen dazu kommen und man diese nicht nur anhand der Name auseinander halten kann, sondern sie Personen greifen kann.
Absolute Empfehlung! Bitte unbedingt bei Band eins beginnen. Macht so am meisten Spaß.
- Kerstin Gier
Silber – Das erste Buch der Träume
(333)Aktuelle Rezension von: TWDFanSTInhalt
Liv Silber ist mit ihrer Schwester Mia gerade erst nach London gezogen. Dort erfährt sie, dass sie bald zu dem neuen Freund ihrer Mutter und dessen zwei Kindern ziehen wird. Nach einem Missgeschick muss sich Liv den Pullover ihres "Stiefbruders" Grayson ausleihen. Als sie mit dem Pullover einschläft, landet sie in einer Traumwelt, die sich als äußerst interessant, aber auch gefährlich erweist...
Bewertung
"Silber - Das erste Buch der Träume" ist nicht das erste Hörbuch von Kerstin Gier, das ich gehört habe. Aber es ist das erste Jugendbuch von ihr. Und ich muss sagen, es hat mir gut gefallen. Mit einer Laufzeit von knapp zehn Stunden ist es nicht zu lang, aber auch nicht zu kurz. Der Erzählstil ist locker und leicht und man kann gut in die Welt abtauchen. Auch Liv und ihre Familie waren mir äußerst sympathisch- was man leider von ihren Freunden nicht unbedingt behaupten. Die waren teilweise extrem unsympathisch. Die Handlung ist gut gelungen - spannend aber nicht brutal. Ich werde auf jeden Fall auch noch die restlichen Hörbücher hören. 4 Sterne von mir.
- Mathias Malzieu
Die Mechanik des Herzens
(443)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderIm Jahre 1874 in Edinburgh wird ein Kind geboren. Es ist die kälteste Nacht des Jahres und nicht alle werden sie überleben. Jack kommt auf die Welt, aber sein Herz schlägt nicht. Die Hebamme, Dr.Madeleine, hat aber eine Idee. Sie holt eine alte Kuckucksuhr und setzt sie Jack ein. Es dauert nicht lange und sein Herz beginnt zu schlagen. Bei der Ärztin wachsen noch weitere Kinder auf und für jeden Fall hat sie eine ausgefallene Idee. Jacks Herz schlägt manchmal ganz laut und wild und als er endlich einen Ausflug in die Stadt wagen darf, da überschlägt es sich fast. Er entdeckt ein wunderschönes Mädchen, sie singt sich quasi sofort in sein Herz. Dr. Madelein warnt ihn aber vor der Liebe, denn sie könnte mit seiner Uhr böses anstellen und ihn sein Leben kosten. Als sich dann auch vieles anderes verändert, wagt Jack die Suche nach seiner einzigen Liebe. Man muss sich auf diese wunderbare Geschichte einlassen und taucht ein in eine faszinierende, märchenhafte Welt. Wie bei "Edward mit den Scherenhänden" im Film von Tim Burton trifft man einen Jungen, der anders ist und doch lieben will. Skurril, märchenhaft, romantisch, spannend, anders. Toll!
- Neal Shusterman
Vollendet – Der Aufstand
(344)Aktuelle Rezension von: VinnyZu Beginn des Buches wurden nochmal alle Begriffe erklärt, die in Band 1 aufgetaucht sind. Das fand ich sehr gut. 😊
In diesem Buch lernen wir zwei neue Wandler kennen. Zu einem Miracolina, ein Zehntopfer, das für mich persönlich noch schlimmer im Verhalten war, als Lev in Band 1. Als zweites taucht Starkey auf, ein gestorchtes Kund. Starkes empfand ich von Anfang an als unangenehme und machthungrige Person. Der Eindruck hat sich für mich im Laufe der Geschichte nicht verändert.
Zu guter Letzt, lernen wir Cam kennen. Cam ist ein sogenannter „Verbundsmensch“. Er wurde komplett aus Transplantaten erschaffen. Er besteht nur aus den Besten der Besten.
Einerseits finde ich diese Vorstellung interessant, aber auf der anderen Seite gruselig. Trotzdem war es für mich faszinierend, wie Cam sich selbst kennen lernt.
Im Buch treffen wir auch alte Bekannte wieder. Connor und Risa kümmern sich auf dem Friedhof um die geflüchteten Wandler.
Durch die Explosion im Erntecamp (in Band 1), hat Connor sein Arm verloren. Er erhielt aber ein Transplantat, das ausgerechnet der Arm seines Erzfeindes (Roland) war. Connor hat Angst, dass er mit dem Arm Risa verletzen könnte.
Auch Lev treffen wir wieder und erfahren, wie es ihm seit seiner Verhaftung ergangen ist.
Risa lernt im Laufe der Geschichte Cam kennen und sie befindet sich nicht mehr auf dem Friedhof. Das ist für Connor keine schöne Situation, insbesondere da er immer mit der Angst lebt, dass der Friedhof hochgenommen werden könnte.
Nelson, der damalige JuPo, der von Connor im Band 1 betäubt wurden ist, taucht nun auch wieder auf. Diesmal ist er aber als Teilepirat unterwegs und will Connor finden.
Im letzten Teil des Buches wurde es nochmal richtig spannend und das Ende war eine Überraschung. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil.
Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.
- Ursula Poznanski
Vanitas - Schwarz wie Erde
(492)Aktuelle Rezension von: Olaf_RaackDass Blumen mehr sind als eine Wohltat für die Augen, den Geruchssinn oder in ausgesuchten Fällen auch für den Geschmack, ist hinlänglich bekannt. Blumen besitzen eine Sprache, stehen für Liebe, Trauer oder eben auch für Warnungen ... Da trifft es sich gut, dass die Protagonistin Carolin bei einem Floristen arbeitet – Sie kennt die Bedeutungen, die Botschaften, die Kommunikation durch Kombinationen in den Gebinden. Außerdem bilden sie einen wichtigen Bestandteil ihrer Verbindung zu den Lebenden, denn Carolin ist tot und ihr Name nur ein weiterer Baustein, um sie vor ihrem alten Leben zu schützen.
Doch die Vergangenheit holt einen bekanntlich immer wieder ein. Und sei es nur, für einen Gefallen, einen Job, einen Abstecher in das alte Leben und eine Erinnerung an die eigenen Fähigkeiten. Diese werden zum Einsatz gebracht, eingeschleust in das Umfeld von drei konkurrierenden Baufirmen und seltsam gehäufte Todesfälle auf deren Baustellen. Doch ist das alles? Und wie frei lässt es sich spitzeln, wenn die eigenen Dämonen einen nicht loslassen?
Ich wusste lange nicht recht, wie ich die Geschichte finde, was sie in mir hervorruft. Doch mit jeder Seite wurde ich tiefer hineingezogen und wollte wissen, wie es weitergeht, was sich noch zuträgt. Das Ende hat mich definitiv darin bestätigt, dass mehr in der Story steckt, als Anfangs zu erahnen war. Es fügt sich, selbst wenn nicht alles aufgeklärt wird – aber deshalb ist es auch ein Dreiteiler, oder?
Was bei mir zudem hängen bleibt, ist, dass es kaum Charaktere gab, die mir wirklich sympathisch gewesen wären. Hier treffen viele seltsame Gestalten aufeinander, was dem Buch einen besonderen Touch und Reiz gegeben hat.
Vanitas ist durchaus eine Empfehlung wert! - Audrey Niffenegger
Die Zwillinge von Highgate
(290)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderAls Elspeth stirbt ändert sich nicht nur für ihren geliebten Mann Robert das Leben. Ihre Nichte, die Zwillinge Julia und Valentina, sollen fast alles erben. Die beiden Mädchen kennen ihre Tante gar nicht, denn mit ihrer Schwester war sie schon lange zerstritten. Die Auflagen für die Mädchen sind groß wenn sie wirklich das Erbe haben möchten und alles scheint ein Geheimnis zu bergen. Nicht nur für Robert beginnt eine neue Zeit, sonder auch für die Mädchen, die Schwester und all die Freunde von Elspeth. Denn sie haben zwar einen geliebten Menschen verloren, aber Elspeth ist doch all gegenwärtig. Nicht nur für Julia und Valentina die in der Wohnung der Tante einziehen, sonder auch für alle anderen, denn man spührt ständig ihre Gegenwart. Nach ]Die Frau des Zeitreisenden[ ist Audrey Niffenegger erneut ein großartiger Roman gelungen. Es ist wie ein Sog wenn man zu lesen beginnt und die Geschichte die sich entfaltet ist einfach wunderbar. Plötzlich begegnet man Elspeth auch im eigenen Leben. Ein ganz großer Roman!
- Jonathan Stroud
Drachenglut
(245)Aktuelle Rezension von: SarahLieblingsmenschDies war mein erstes Fantasy Buch und ich muss sagen am Anfang dachte ich wirklich ohhh Gott wie soll ich bloß in dieses Buch reinkommen. Aber ab der 50ten Seite fand ich es wirklich sehr spannend nur das Ende war mir etwas zu kurz. Ich habe noch soooooviele Fragen 😅. Was wird aus Tom und sarah und den Brüdern? Was wird aus der Stadt? usw usw usw 🤣
- Oliver Pötzsch
Das Buch des Totengräbers (Die Totengräber-Serie 1)
(302)Aktuelle Rezension von: PokerfaceZum Buch:
1893: Augustin Rothmayer ist Totengräber auf dem berühmten Wiener Zentralfriedhof. Ein schrulliger, jedoch hochgebildeter Kauz, der den ersten Almanach für Totengräber schreibt. Seine Ruhe wird jäh gestört, als er Besuch vom jungen Inspektor Leopold von Herzfeldt bekommt. Herzfeldt braucht einen Todes-Experten: Mehrere Dienstmädchen wurden ermordet – jede von ihnen brutal gepfählt. Der Totengräber hat schon Leichen in jeder Form gesehen, kennt alle Todesursachen und Verwesungsstufen. Er weiß, dass das Pfählen eine uralte Methode ist, um Untote unter der Erde zu halten. Geht in Wien ein abergläubischer Serientäter um? Der Inspektor und der Totengräber beginnen gemeinsam zu ermitteln und müssen feststellen, dass sich hinter den Pforten dieser glamourösen Weltstadt tiefe Abgründe auftun …
Meine Meinung:
Wirklich ein gelungener Krimi. Sehr spannend mit Wendungen, die man nicht erwarten würde. Atmospährisch dicht und nervenzerreißend. Man fühlt sich in das alte Wien versetzt und fiebert der Auflösung der Morde entgegen, wobei immer wieder neue Entwicklungen den Lauf der Geschichte beeinflussen. Ich konnte den Roman kaum aus der Hand legen und das ist mir schon sehr lange nicht mehr so gegangen. Leo ist mir als Polizist richtig sympathisch - so hat er doch mit Antisemitismus zu kämpfen, da er jüdische Wurzeln hat, wie er auch gleichermaßen den Kampf gegen das Althergebrachte aufnehmen muss. Bringt er doch moderne Sachen mit in die Stadt, etwa einen Fotoapparat. Nicht alle Kollegen finden das gut und lassen Leo das auch spüren. Sehr schön fand ich auch, die Entwicklung mit der Polizei-Telefonistin Frau Wolf. Ich hoffe, dass ich hier in den Folgebänden noch mehr über die Beiden lesen kann.
Wer zart besaitet ist, dem sei bei diesem Roman Vorsicht angeraten. Vieles wird hier beschrieben, das die Phantasie arg anregt und gerade durch den Totengräber Rothmayer, d. h. Zitate aus seinem Almanach, können verstörend beim Leser wirken. Auch Pädophilie kommt in diesem Roman vor - das sollte man auch noch anmerken.
Trotzdem eine klare Leseempfehlung - ich freue mich schon auf die nächsten Teile.
- Rose Snow
Ein Augenblick für immer. Das dritte Buch der Lügenwahrheit, Band 3
(217)Aktuelle Rezension von: ClaudinchenSpannend bis zur letzten Seite.
Hab das Buch in einem durchgelesen.
Den Fluch gibt es wirklich, nur wie ist dieser zu brechen? Was will die Hexe Scarlett? Hat sich jetzt Blake in Grace verliebt? Was ist mit Preston, ist er wirklich in June verliebt oder ist das der Fluch?
Es werden alle offenen Fragen beantwortet.
- Matthias Brandt
Blackbird
(131)Aktuelle Rezension von: ErikWir haben Blackbird in der Schule gelesen, sonst hätte ich es wahrscheinlich nie angefangen. Und jetzt, wo ich es durch hab, weiß ich auch warum: Das Buch war einfach nichts für mich.
Die Geschichte fand ich total langweilig. Es passiert irgendwie fast gar nichts, und wenn mal was passiert, ist es nicht wirklich spannend. Ich hab mich oft gefragt, worauf das Ganze eigentlich hinausläuft – aber es kam einfach nix, was mich richtig gepackt hat. Irgendwie war das alles total zäh.
Auch die Hauptfigur fand ich nicht besonders spannend. Ich konnte mich nicht in sie hineinversetzen, und ihre Gedanken waren manchmal voll wirr oder übertrieben. Die anderen Charaktere blieben auch eher blass – keiner war dabei, den ich wirklich interessant fand.
Der Schreibstil war für mich ehrlich gesagt anstrengend. Manche Sätze waren so kompliziert oder seltsam formuliert, dass ich sie mehrmals lesen musste. Ich verstehe, dass der Autor vielleicht was Künstlerisches machen wollte, aber für mich war das eher verwirrend als cool.
Insgesamt war das Buch echt enttäuschend. Ich hätte mir gewünscht, dass wir in der Schule was lesen, das mehr mit uns zu tun hat oder einfach spannender ist. Blackbird war einfach nicht meins – schade.























