Bücher mit dem Tag "friedrich ani"

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34 Bücher

  1. Cover des Buches Ermordung des Glücks (ISBN: 9783518427552)
    Friedrich Ani

    Ermordung des Glücks

     (67)
    Aktuelle Rezension von: MikkaG
    “Friedrich Ani vereint erneut grenzenlose Traurigkeit, menschliche Abgründe und atemlose Spannung in einem an Melancholie kaum zu übertreffenden Roman.”

    Behauptet die Klappbroschur.

    Atemlose Spannung? Das kommt wohl drauf an, wie man Spannung definiert, was man von einem spannenden Roman erwartet. Serienmörder, Blutgelage, Verfolgungsjagden? Fehlanzeige. Die Spannung in “Die Ermordung des Glücks” kommt leise und unaufgeregt daher.

    Die spezielle Methode des Ex-Kommissars Jakob Franck ist die ‘Gedankenfühligkeit’: eine Art meditative Selbsthypnose, eigentlich das genaue Gegenteil von ‘atemlos’. Da kann es schon mal vorkommen, dass er stundenlang bewegungslos und schweigend auf ein Beweisstück starrt, bis das Beweisstück zu ihm spricht – oder auch nicht.

    Aber grenzenlose Traurigkeit, menschliche Abgründe und Melancholie, das trifft es sehr gut. Ich visualisiere Szenen beim Lesen immer sehr stark, und hier habe ich graue Menschen auf grauen Straßen unter grauem Himmel vor mir gesehen, zu einem inneren Soundtrack melancholisch pfeifenden Winds. Man hat das Gefühl, es müsse unaufhörlich regnen in Friedrich Anis Version der Welt.

    Zitat:
    »Das ist unser Versagen«, rief er. »Wir sind blind und taub und verstaubt, unsere Routine hat uns stumpf gemacht…«

    Die Schwermut ist kaum zum Aushalten, man kann erahnen, wie verloren und zerstört sich die Hinterbliebenen in diesem Roman fühlen. Alles bricht auseinander, und dahinter kommen alte Wunden und alte Schuld zum Vorschein.

    “Ich fange ein Buch nicht mit der Absicht an, immer noch mehr Finsternis in den Text hineinzuschaufeln. Überhaupt nicht.”
    (Friedrich Ani in einem Interview mit der Berliner Zeitung)

    Dennoch ist die Finsternis da – und man will trotzdem weiterlesen. 

    Jakob Franck überbringt die Nachricht von der Ermordung des Glücks; auch nach seiner Pensionierung fungiert er weiterhin als Todesbote des Kriminalkommissariats. Wenn er nach Hause kommt, sitzen die Toten an seinem Küchentisch und trinken Tee. Wahnvorstellung, paranormale Erscheinung oder Visualisierung des Leids?

    Es wird nicht erklärt, und das muss es auch nicht.

    Überhaupt lässt der Roman vieles offen, obwohl der Tod des kleinen Lennard am Schluss aufgeklärt ist. Diese Aufklärung erscheint fast nebensächlich, es ist ohnehin niemandem damit geholfen – als wäre es von Anfang an gar nicht darum gegangen, sondern um die Trauer, den Selbstbetrug, das ganze Kaleidoskop menschlicher Emotionen.

    Es geht auch darum, was die Trauer mit den Menschen macht.

    Zitat:
    “Vor drei Monaten war sie die Mutter eines elfjährige Sohnes, und nun, da er tot ist, existiert sie nicht mehr. Jedenfalls stelle ich mir vor, dass sie ihr Dasein für einen Irrtum hält, eine optische Täuschung, eine Beleidigung der Natur.”

    Friedrich Ani hat ein feines Gespür für die Gefühle seiner Charaktere; in den Monologen und Dialogen erreichen die Emotionen eine schmerzliche Intensität. Die Charaktere sind in meinen Augen grandios geschrieben, besonders Ex-Kommissar Jakob Franck hat eine ungeheure Präsenz.

    Der Schreibstil ist außergewöhnlich, fernab der Klischees. Er besitzt eine Art düsterer Poesie und entwickelt sehr viel Atmosphäre. Nur manchmal erschien mir der Sprachklang nicht authentisch, wenn die eher ungebildete Mutter des kleinen Todesopfers spricht.

    FAZIT

    Ein kleiner Junge verschwindet und wird 34 Tage später tot aufgefunden. Der pensionierte Kommissar Jakob Franck überbringt den Eltern die schreckliche Nachricht und der Fall lässt ihn danach nicht mehr los, weswegen er sich mit seiner außergewöhnlichen Methode der ‘Gedankenfühligkeit’ in die Ermittlungen einmischt.

    Ein tiefgründiger Kriminalroman, der die Emotionen, Geheimnisse und Abgründe der Hinterbliebenen durchleuchtet.

    Diese Rezension erschien zunächst auf meinem Buchblog:
    https://wordpress.mikkaliest.de/2018/09/15/rezension-friedrich-ani-ermordung-des-gluecks/

  2. Cover des Buches Der namenlose Tag (ISBN: 9783518467206)
    Friedrich Ani

    Der namenlose Tag

     (99)
    Aktuelle Rezension von: das_lesewesen

    Kriminalhauptkommissar Jakob Franck ist seit zwei Monaten im Ruhestand und glaubt endlich ein Leben ohne Mord und Leichen beginnen zu können, als ihn ein Fall von vor zwanzig Jahren wieder einholt. Der Vater eines jungen Mädchens, Esther, glaubt noch immer nicht an den Selbstmord seiner Tochter und bitte Jakob Franck die Ermittlungen wieder aufzunehmen. Dabei stößt der Ex-Kommissar auf eine abgründige Familiengeschichte, Freunde, Bekannte und Nachbarn, die sich seit zwanzig Jahren eine Frage stellen: Sind wir schuld?


    Friedrich Ani´s Buch „Der namenlose Tag – Ein Fall für Jakob Franck“ wurde 2016 mit dem deutschen Krimi Preis ausgezeichnet. Und gefühlt so lange liegt das Buch auf meinem Lesestapel. Jetzt endlich habe ich es gelesen. Und bin sehr angetan. Die Handlung war ok. Die sprachliche Gestaltung, der Aufbau, das Eintauchen in die Charaktere sind genial.


    Schaut doch gerne mal auf unserem Instagram-Blog vorbei 😊

    https://www.instagram.com/das_lese_wesen/

    Liebe Grüße,

    das_lese_wesen


  3. Cover des Buches Der Narr und seine Maschine (ISBN: 9783518428207)
    Friedrich Ani

    Der Narr und seine Maschine

     (46)
    Aktuelle Rezension von: mapefue
    Ani sucht sich selbst, findet sich und verliert sich wieder. Werden wir ihn finden?
  4. Cover des Buches Die Erfindung des Abschieds (ISBN: 9783426511749)
    Friedrich Ani

    Die Erfindung des Abschieds

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Tefelz

    Ich hatte mich nie mit diesem Autor befasst und hatte sein letztes Buch zur Rezension da und war begeistert. Also schauen wir einfach was der alles in seinem Leben schon angestellt hat.1998 schuf Ani mit Tabor Süden einen speziellen Ermittler der Münchner Polizei der sich auf vermisste Personen spezialisiert hat. Süden ist alles andere als normal und das  macht den Reiz dieser Serie aus, deren Anfangsband " Die Erfindung des Abschieds " zu seiner Zeit schon sehr gelungen und fernab jeglichen Mainstreams ist.

    Raphael Vogel ist 9 Jahre alt und verbringt seine ganze Zeit mit seinem Großvater und seiner Modelleisenbahn. Als der Großvater stirbt, ist die Welt von Raphael, wie er sie kennt und liebt, beendet und er möchte von zu Hause abhauen. Seine Eltern, beide getrennt und jeder mit seinen eigenen Problemen behaftet, setzen die Polizei ein um Raphael zu finden. Das Dezernat 11 der Münchner Polizei gibt alles, doch Raphael bleibt verschwunden....

    Auch wenn der erste Band bereits 1998 erschienen ist, liest er sich überhaupt nicht altbacken. Ani hat einen sehr besonderen Stil, seine Akteure zur Geltung zu kommen. Keiner ist Perfekt und blitzartig hat sich der Leser an die Kommissare und an die immer etwas düstere Stimmung gewöhnt. 460 Seiten, die einfach verflogen sind und ein Gefühl, immer weiter lesen zu wollen.

    Das Thema ist auch heute noch sehr aktuell und unter Mißhandlung leidende Kinder sind noch immer nicht so selten. Doch was den Unterschied macht, ist der Auftritt eines sehr exzentrisch, teilweise sehr egoistischen Menschen, der ein sehr starkes Gefühl für menschliche Stimmungen und Gefühle erkennt und viel Geduld mitbringt.

    Obwohl selbst von zweifeln und fast schon einer Art Todessehnsuch beseelt, ist er einer der besten Polizisten die verschwundene Menschen aufspüren können.

    Für mich eine klare Empfehlung an alle Krimifans, die mit dieser Serie vielleicht einsteigen wollen um einen ungewöhnlichen Schreibstil und auch einen ungewöhnlichen Ermittler als gute Abwechslung des Altbekannten verstehen. Auch heute noch für mich 5 Sterne !


  5. Cover des Buches German Angst (ISBN: 9783426620540)
    Friedrich Ani

    German Angst

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Tefelz

    Nachdem ich Friedrich Ani mit der "Erfindung des Abschieds" für mich entdeckt habe, liegt mir der 2.Teil der Tabor Süden Reihe  vor und damit ein weiterer Band , der mich total überzeugen konnte.

    Nach dem Tod seiner Frau durch ein Zimmerbrand, kommt die die 13 Jährige Tochter von Christoph Narano, einem Nigerianischen Flüchtling, den die deutschen mit 6 Jahren vor einem Blutbad in Nigeria beschützen konnten, mit der Welt nicht mehr klar. Vom Aussehen und der Größe erscheint sie eher wie eine 16 Jährige und verbreitet Angst und Schrecken unter ihren Mitschülerin aber auch viele kriminelle Sachen wie Raub, Erpressung und Körperverletzung in 68 Fällen. Da unter 14 ist sie noch nicht strafmündig und kommt ungeschoren davon. Doch bald ist ihr 14. Geburtstag und viele warten darauf, dass sie wieder etwas anstellt, denn dann kann sie verurteilt werden. Als die deutsche Lebensgefährtin ihres Vaters entführt wird, um eine Ausweisung der Tochter und des "unfähigen" Vaters zu erwirken, eskaliert die Situation....

    Bereits vor 20 Jahren in München erleben wir eine Charakterstudie, die Rassismus auf der einen Seite, als auch den Schutz des eigenen Volkes auf der anderen Seite gegenüber gestellt wird. Natürlich überzeichnet, aber immer noch genauso aktuell in der heutigen Zeit, wobei eine Ausweisung nicht ganz so schnell vonstatten geht.

    Ich bin fasziniert vom Schreibstil, der in keine richtige Schublade passt und der trotz der 557 Seiten sehr unterhaltsam ist. Tabor Süden ist zudem sehr speziell und gefällt mir extrem gut, auch wenn seine Rolle hier eher kurz gehalten ist und das Kernthema viel Platz braucht.

    Ani lässt den Leser jeden Gedankengang nachvollziehen, so auch das Hin-und Hergerissene zwischen den Kulturen. Ertappt auf der einen Seite, weil ich ebenso dazu neige, der schnelleren Lösung den Vorzug zu geben, fasziniert auf der anderen Seite, weil man langsam den Gedanken der 14 Jährigen Lucy folgen kann. Man kann es nicht gutheißen und will es auch nicht. So ist die Geschichte detailreich und geht an die Psyche, ohne die Spannung zu vergessen.

    Wer die Tabor Süden Reihe noch nicht kennt, fängt mit der Erfindung des Abschieds an . Der hier vorliegende Teil ist eine klare Empfehlung für jeden Krimi-Fan, der gerne mit Psyche und Zeitgeschehen konfrontiert wird.


  6. Cover des Buches Tödliche Gaben (ISBN: 9783499257834)
    Silke Jellinghaus

    Tödliche Gaben

     (231)
    Aktuelle Rezension von: Lilli33

    Gebundene Ausgabe: 224 Seiten

    Verlag: Wunderlich (18. September 2009)

    ISBN-13: 978-3805208833

    Preis: als Hardcover vergriffen, als Taschenbuch 9,99 €


    Zumeist spannende Weihnachtskrimis bzw. Kurzgeschichten


    Inhalt: 

    11 kurze Weihnachtsgeschichten von 11 verschiedenen bekannten Autoren:

    Simon Beckett

    Oliver Bottini

    Chris Mooney

    Friedrich Ani

    Linwood Barcley

    Leena Lehtolainen

    Felicitas Mayall

    Jay Bonansinga

    Veit Heinichen

    Kate Pepper

    Sebastian Fitzek


    Meine Meinung:

    Mir haben diese mehr oder weniger kriminellen Kurzgeschichten recht gut gefallen. Es war nur eine dabei, mit der ich gar nichts anfangen konnte. Die anderen waren amüsant oder sogar überaus spannend, was ich gar nicht erwartet hatte.


    Eine nette Lektüre für zwischendurch - nicht nur zur Weihnachtszeit.


    ★★★★☆


  7. Cover des Buches Mitschnitt (ISBN: 9783552054516)
    Friedrich Ani

    Mitschnitt

     (5)
    Aktuelle Rezension von: ChaosQueen13
    Ein überaus anspruchvoller und bedeutsamer Gedichtsband mit sehr tiefgründigen Gedichten. Gedichte zum Nachdenken, einige Texte sinken beim lesen so tief in einem hinein, dass man sich mit den Worten angesprochen fühlt, und mit den daraus entstehenden Gedanken auseinandersetzen muss. Ich zitiere hier ein Gedicht, was mir besonders ans Herz geht ... Gewisse Zuversicht ... An manchen Tagen bin ich mittags rum so müd, daß ich verrecken könnt. Das tu ich dann an manchen Tagen auch. Und aufersteh am Nachmittag und streck mich in die Nacht. Am Morgen drauf sitz ich am Tisch und. Heute, glaub ich, schaff ichs todlos. ... Ein schöner Band, den ich bestens empfehlen kann.
  8. Cover des Buches Tatort Tannenbaum (ISBN: 9783499243660)
    Friederike Ney

    Tatort Tannenbaum

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Igelmanu66

    »Ich hatte meinen beiden Töchtern hoch und heilig versprechen müssen, dass dieses Jahr ausnahmsweise einmal nichts, aber auch wirklich nichts unseren familiären Weihnachtsfrieden stören würde.«

     

    Angehörige von Ermittlern müssen an den Feiertagen immer damit rechnen, dass das private Fest nicht so stattfinden kann wie geplant. Auch die Töchter von Alexander Gerlach, Chef der Heidelberger Kripo.

    In 12 Kurzgeschichten erzählen namhafte Krimiautoren, was ihre Ermittler so an Weihnachten treiben. Wie begeht zum Beispiel David Hunter das Fest? Wie feiern Tabor Süden, Konstantin Dühnfort, Manuela Sperling oder Ruth Galloway? Ich kenne nicht alle Fälle der im Buch vertretenen Ermittler, denke aber, dass die Geschichten hier neu sind und in keinem anderen Buch auftauchen. (Falls jemand eine Geschichte erkennt, bitte einen Hinweis an mich.)

     

    Die einzelnen Episoden würde ich aber nicht durchgehend als Krimi bezeichnen. Es sind Weihnachtsepisoden rund um bekannte Ermittler, mal gibt es dabei gleichzeitig einen Kriminalfall, mal aber auch nicht. Und der Kriminalfall ist auch nicht unbedingt ein Mord, sondern z.B. eine Vermisstensache oder ein Diebstahl. Vom psychopathischen Weihnachtsmann bis zum gestohlenen Schlitten ist alles möglich. Immer jedoch stehen im Zentrum die Ermittler und ihr ganz persönliches Verhältnis zum Fest der Feste. Vom großen Weihnachtsfan bis zum -hasser ist alles dabei.

     

    Die Geschichten sind daher recht abwechslungsreich, was einerseits schön ist, aber gleichzeitig meist auch bedeutet, dass einem nicht jede davon gleich gut gefällt. Wie immer bei Büchern mit Kurzgeschichten habe ich deshalb jede einzeln bewertet und daraus einen Schnitt errechnet.

     

    Drei Episoden gefielen mir sehr und bekamen von mir 5 Sterne. Fünfmal konnte ich 4 Sterne vergeben und dreimal 3 Sterne. Eine Geschichte konnte mich überhaupt nicht erreichen und kam lediglich auf 2 Sterne. Im Schnitt komme ich so auf 3,8 Sterne, die ich aufrunde.

     

    Fazit: Auch wenn ich zunächst mit zwölf Geschichten = zwölf Morden gerechnet hatte, haben mir diese Weihnachtsepisoden mit bekannten Ermittlern gut gefallen. Mal spannend, mal besinnlich, mal ungewöhnlich und fast immer sehr unterhaltsam.

  9. Cover des Buches Idylle der Hyänen (ISBN: 9783423253024)
    Friedrich Ani

    Idylle der Hyänen

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Martinchen
    "Irgendwo in einer deutschen Großstadt. Eine Tiefgarage, ein Kellerabteil, ein alter Schrank. Eine unbekleidete tote Frau unter einer Kunststoffplane im Schweinwerferlicht. Bis die Gerichtsmediziner kamen, trug sie noch ein grünes Sommerkleid und lag zusammengekrümmt im Schrank. Tot war sie da auch schon. Polonius Fischer war früher einmal Mönch. Doch er hat keine Antwort auf seine Fragen gefunden. Jetzt ist Polonius Fischer Kriminalkommissar, und er fragt sich noch immer: Was ist der Ursprung von Gut und Böse in jedem einzelnen Menschen?" so der Klappentext, den ich hier übernehme, da das Buch ja schon länger auf dem Markt ist. Mir gefällt an diesem Krimi, dass es hier um die leisen Töne geht. Die Tote war alleinerziehende Mutter, wo ist die Tochter? Die Suche nach hier wird hier ehr beiläufig abgehandelt. Im Vordergrund steht Polonius Fischer, der sehr rätselhaft ist und bleibt. Er geht seine eigenen Wege, die auch seine Kollegen nicht immer nachvollziehen können. Nachdenkenswert ist das Motiv des Täters, der - natürlich - gefasst wird. Ich glaube, das Thema der emotinal vernachlässigten Kinder kommt in unserem Land viel zu kurz. Fazit: kein Krimi für Action-Fans, sondern einer für Leser, die sich gern mit Hintergründen auseinandersetzt.
  10. Cover des Buches All die unbewohnten Zimmer (ISBN: 9783518470596)
    Friedrich Ani

    All die unbewohnten Zimmer

     (68)
    Aktuelle Rezension von: Federfee

    Am Anfang dachte ich: was für ein großartiger Krimi! Eine Frau wurde erschossen, ein Polizist dabei verletzt und einer außergewöhnlichen Ermittlerin mit großen Problemen, die 'Lieblingssyrerin' eines Kollegen, Fariza Nasri, halbe Bayerin, gelingt es unter Missachtung dienstlicher Vorschriften, Licht in den Fall zu bringen. Gut und spannend beschrieben.

    Doch dann reißt dieser Handlungsfaden ab und ich vermisste Fariza. Plötzlich sind wir in Syrien, mitten im Bombenkrieg, ohne Zweifel gut und eindringlich geschildert, die Flucht zweier Kinder, die später mit ihrem Vater als Asylsuchende in München auftauchen, aber so ohne Zusammenhang mit dem bisherigen.

    Und so geht das weiter: außer Fariza nehmen wir detailliert an der Gedankenwelt und den Problemen dreier anderer Ermittler oder ehemaliger Kriminalbeamter teil, darunter der wohl bekannteste 'Held' des Autors, der schweigsame Tabor Süden, jetzt Detektiv, der sich mehr schlecht als recht durchs Leben schlägt. Das war mir – zusammen mit den anderen vorkommenden Personen – zu viel an kaputten gestörten Menschen.

    Dennoch hat mir die psychologisch ausgefeilte Charakterisierung der Personen gut gefallen. Kein Zweifel, Friedrich Ani kann schreiben. Aber leider fand ich den Plot verwirrend. Es war von allem zu viel. Zu den vielen kaputten Leben gesellte sich viel Gesellschaftskritik, was ich eigentlich sehr schätze, aber nicht in diesem Übermaß und dann wieder fallen gelassen. Die Handlung wurde zunehmend verworrener und es erforderte ganz schön viel Aufmerksamkeit und Konzentration, die vielen Personen und Handlungsstränge im Kopf zu behalten. Alles hat mit allem zu tun und fügt sich irgendwann zusammen.

    Allzu detaillierte Szenen, z.B. Vernehmungsgespräche, wechselten mit gerafften Berichten über vergangene Vorkommnisse. So fragt sich der Leser z.B., was es mit Farizas Problemen auf sich hat, die mehrfach angedeutet werden. Es kommt mir so vor, als ob der Autor irgendwann feststellte: oh, so viele Seiten schon, ich muss zum Ende kommen, aber dem Leser noch schnell erklären, was da mit Fariza los war. Und einige Handlungsstränge müssen noch zum Ende kommen... Das führt dann leicht zu unglaubwürdigen Vorfällen zum Schluss.

    Kurz und gut: meine anfängliche Begeisterung für diesen Krimi – oder sollte man es eher als Gesellschaftsroman bezeichnen – schwand immer mehr. Ich war sogar versucht, nur zwei Punkte zu geben, aber das würde dem sprachlichen Vermögen des Autors und seinen Charakterstudien nicht gerecht.

  11. Cover des Buches Die Tat (ISBN: 9783423211987)
    Friedrich Ani

    Die Tat

     (13)
    Aktuelle Rezension von: walli007
    Krimi-Frühstück Eine Frau wird in der Nähe ihrer Wohnung erdrosselt. Ihr 15-jähriger Sohn findet sie. Schon nach kurzen Ermittlungen ist die Polizei nahezu sicher, dass sie es mit einem Serientäter zu tun hat. Doch scheinbar sind die Opfer zufällig ausgewählt und es gibt kaum Hinweise auf den Täter. Auch die Hinterbliebenen scheinen es mit der Wahrheit alles andere als genau zu nehmen. Schließlich schaltet sich Jonas Vogel, der pensionierte Kommissar, in die Ermittlungen ein. Dass er bei einem Unfall erblindete, scheint seine Fähigkeiten als Spürnase nicht zu beeinträchtigen. Probleme damit hat eher sein Sohn Max, der mit seinem neuen Vorgesetzten nicht gut zurecht kommt. Die Krimis von Friedrich Ani gefallen mir meist sehr gut. Seine Protagonisten sind oft vielschichtige Persönlichkeiten und gewitzte Ermittler. Im vorliegenden Krimi geht es also neben dem Fall um Jonas Vogel, genannt "Der Seher" und seine Familie. Und so intelligent Vogel die Täter erschnüffelt, so wahrhaft blind ist er, wenn es um seine eigene Familie geht, die kurz davor ist, zu zerbrechen. Was den Täter angeht, tappt die Polizei lange im Dunkeln. Logischerweise wird im Umfeld der Toten ermittelt, doch da sagt keiner zunächst die Wahrheit. Tatsache ist, jemand ist tot, und die Familienverhältnisse gehen die Polizei erstmal nichts an. So scheinen die Angehörigen zu denken, wenn sie den größten Teil der Informationen weglassen. Doch wie müssen Familien sein, wenn keiner den Eindruck erweckt, wenigstens ein wenig um den Toten zu trauern. Wie immer hat der Autor mich mit einer spannenden Lektüre beschenkt. Die Hintergründe des Falles fand ich allerdings schon sehr düster. Und die Zerrüttung der Familie des Jonas Vogel übertraf doch etwas meine Vorstellungskraft.
  12. Cover des Buches Süden und die Stimme der Angst (ISBN: 9783426513637)
    Friedrich Ani

    Süden und die Stimme der Angst

     (4)
    Aktuelle Rezension von: eskimo81
    VORSICHT: Dies ist der neu aufgelegte 3. Teil von Friedrich Ani - Original heisst der Titel Verzeihen

    Ariane, früher Prostituierte, versucht in ihrem neuen Leben zurecht zu kommen. Als sie Niklas kennen lernt, ein ehemaliger Starreporter, gerät ihr Leben komplett aus den Fugen.

    Friedrich Ani hat mich mit dem ersten Band über Süden überzeugt und als neuer Leser gewonnen. Sofort griff ich zum nächsten Band und was soll ich nun sagen, wurde enttäuscht, verarscht? Wie kann jemand so viele Preise gewinnen? Hat überhaupt jemand den ersten und zweiten Band gelesen? Ich leide immer mit dem Team, den Ermittlern, erfahre gerne mehr über ihrer Leben etc. Aber wenn im ersten Band einer vom Team stirbt und schwupps im zweiten einfach wieder quicklebendig ist (mehr möchte ich nicht verraten, da dies schon genug gespoilert ist) fühle ich mich einfach verarscht, nicht ernst genommen... Was auch immer, aber DAS kann nicht sein. Sicherlich, jemand der den ersten Band nicht kennt, wird vielleicht begeistert sein aber wenn man die Serie lesen und geniessen möchte geht das überhaupt nicht auf.
    Auch hat hier Friedrich Ani mit den Andeutungen etwas übertrieben. Hat es mir noch gefallen im ersten Band (viel dezenter) ist es hier sehr übertrieben. Sehr wenig wurde wirklich geschrieben, sehr viel musste selber ausgedacht im Kopfkino erlebt werden.

    Fazit: Für mich eine absolute Verarschung des Lesers - sofern man die Serie lesen möchte. Ansonsten ist es ein undurchsichtiger und sehr komplexer Krimi bei dem man den Kopf mehr als nur bei der Sache haben muss.
  13. Cover des Buches Meine total wahren und überhaupt nicht peinlichen Memoiren mit genau elfeinhalb (ISBN: 9783423624596)
    Friedrich Ani

    Meine total wahren und überhaupt nicht peinlichen Memoiren mit genau elfeinhalb

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Silliv
    Ich habe gelesen und gehofft, es passiert noch was, aber es war einfach nur schlecht, für mich Zeitverschwendung.
  14. Cover des Buches Als ich unsterblich war (ISBN: 9783570309872)
    Friedrich Ani

    Als ich unsterblich war

     (4)
    Noch keine Rezension vorhanden
  15. Cover des Buches Killing Giesing (ISBN: 9783426632055)
    Friedrich Ani

    Killing Giesing

     (5)
    Noch keine Rezension vorhanden
  16. Cover des Buches Die Arche der Poesie (ISBN: 9783423135610)
    Anton G. Leitner (Hrsg.)

    Die Arche der Poesie

     (4)
    Aktuelle Rezension von: The iron butterfly
    Anton G. Leitner befragte einhundert deutschsprachige Autoren nach ihren poetischen Vorlieben, ihren Vorbildern. Für mich waren hier zahlreiche Überraschungen dabei. Das ausführliche Ranking erschien in der Ausgabe 14 der Zeitschrift "Das Gedicht". Die Anthologie "Die Arche der Poesie" stellt die zehn beliebtesten Gedichte sowie eine repräsentative Auswahl der im Ranking platzierten Texte vor. Unterteilt wurde in Rubriken "Ich und Du", "Ich und die Natur", "Ich und die Gesellschaft", "Ich und das Leben" sowie "Ich und Gott". Da mein Lieblingsgedicht fehlt empfehle ich eines, das mich spontan und bereits beim ersten Überfliegen des Buches angesprochen hat, "Gesang zwischen dir und mir" von Friederike Mayröcker.
  17. Cover des Buches Das Gedicht. Zeitschrift /Jahrbuch für Lyrik, Essay und Kritik / Das Beste aus 20 Jahren… und für die nächsten 20 Jahre (ISBN: 9783929433722)
  18. Cover des Buches Hinter blinden Fenstern (ISBN: 9783423211673)
    Friedrich Ani

    Hinter blinden Fenstern

     (20)
    Aktuelle Rezension von: klex
    Sehr langweilig
  19. Cover des Buches Wer lebt, stirbt (ISBN: 9783423209885)
    Friedrich Ani

    Wer lebt, stirbt

     (14)
    Noch keine Rezension vorhanden
  20. Cover des Buches Mörderische Leckerbissen (ISBN: 9783423214766)
    Cornelia Kuhnert

    Mörderische Leckerbissen

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Gospelsinger
    Ich kenne einige Krimiautorinnen und Krimiautoren persönlich. Das sind alles sehr sympathische Menschen. Aber ob ich von ihnen eine Essenseinladung annehmen würde? Angesichts der kulinarischen Krimis bin ich mir da nicht so sicher.

    Die in diesem Buch versammelten Kurzkrimis sind in die Regionen Norden, Süden, Westen und Osten unterteilt. Wohin man auch blickt – deutsches Essen kann tödlich sein. Oder zumindest sind diejenigen, die es zubereiten, gefährlich.

    Zum Beispiel Frauen, die gern Witwen wären, und das dank ihrer Kochkunst auch prima hinbekommen. Gleiches gilt für Männer, die jemanden loswerden möchten. Gerichte wie Grünkohl, Eistorte, Piroggen, Hühnerfrikassee, Frikadellen, Leipziger Allerlei und Labskaus sind da nützlich.

    Es muss nicht immer Gift sein. Schöne scharfe Küchenmesser sind ebenfalls nicht zu verachten. Auch das Essen selbst kann gefährlich werden, wenn es zu fett ist und zu fett macht.

    Es ist auch nicht ratsam, über Rezepte in Streit zu geraten. Das kann ebenso tödlich enden wie der Versuch, eine Frau zum Abnehmen zu bewegen. Auch, wer sich verliebt, sollte beim Essen genau hinsehen.

    Die Geschichten haben mir in ihrer Unterschiedlichkeit gut gefallen. Kein Wunder bei dieser hochrangigen Riege deutscher Krimiautorinnen und –autoren.

    Die nach jeder Story abgedruckten Rezepte scheinen ungefährlich zu sein. Die bisher ausprobierten habe ich jedenfalls überlebt. Bis jetzt.
  21. Cover des Buches Krimi to go: Der verschwundene Gast (ISBN: 9783869090528)
    Friedrich Ani

    Krimi to go: Der verschwundene Gast

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Wedma

    Dieser Kurzkrimi von Friedrich Ani hat mich in vielerlei Hinsicht sehr beeindruckt.

     

    Klappentext beschreibt den Fall ganz gut: „Richard Leimer ist eines Tages nicht mehr aufzufinden. Vor Jahren ist er mit seinem Geschäft pleitegegangen und seine Ehe gleicht einem Trümmerfeld. Seine Frau, die ihn als vermisst meldet, verdächtigt ihn, eine Menge Schwarzgeld beiseitegeschafft zu haben. Wollte da ein Mann einfach nur abtauchen aus seinem alten Leben? Oder wollte ihn jemand verschwinden lassen?

    Friedrich Ani lässt den großen Schweiger unter den Kommissaren in der deutschsprachigen Kriminalliteratur, Tabor Süden, hier noch einmal auf Spurensuche gehen.“

     

    Ich wollte schon immer mal Friedrich Ani kennenlernen. Nach dieser Geschichte werde ich nach seinen Krimis Ausschau halten. Im Grunde wundert es mich nicht, dass diese bei Suhrkamp Verlag erscheinen.

    Seine Art zu erzählen ist großartig wie meisterhaft. Mir wenigen Worten vermag er das Kopfkino sofort zu starten, das bis zur letzten Minute andauert. Friedrich Ani erzählt nicht nur die Geschichte der gescheiterten Existenz, gleich von mehreren der darin vorkommenden Figuren. Er zeichnet somit den beunruhigenden Zustand der Gesellschaft, in der egal wie gut man ist, egal wie man sich anstrengt und alles dem Beruf gibt, am Ende zum Scheitern verurteilt, insb. wenn man ein kleiner Einzelkämpfer ist. Ani zeigt wie beiläufig diese unerträglichen Rahmenbedingungen, die einen ehemals rechtschaffenden Bürger dazu bringen, aus diesem scheinheiligen Leben bloß nur verschwinden zu wollen.

    Es ist eher eine sehr realistische Geschichte, wie just dem wahren Leben entsprungen.

    Ulrich Noethen hat kongenial gelesen. Es wäre toll, in seiner Interpretation auch weitere Werke von Ani zu hören zu bekommen.

     

  22. Cover des Buches Kaliber .64: Der verschwundene Gast (ISBN: 9783960541011)
  23. Cover des Buches Süden und der Straßenbahntrinker (ISBN: 9783866156302)
    Friedrich Ani

    Süden und der Straßenbahntrinker

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Pongokater
    Die Titelformulierung des Krimis, für den Ani das erste Mal den Deutschen Krimipreis bekommen hat, erinnert wohl nicht zufällig an den Großmeister der düster-melancholischen Kriminalschriftstellerei, Georges Simenon. Und dieser Massenschreiber hat bestimmt einige Krimis geschrieben, die schlechter sind als die von Ani. Aber auch einige bessere. Ich werde auf jeden Fall noch ein paar weitere Ani-Krimis lesen. Der "Straßenbahntrinker" ist mit seiner originellen Fall-Konstellation auf jeden Fall ein guter Appetizer, aber eben kein Sprachkunstwerk wie die besten Simenon-Krimis.
  24. Cover des Buches Das Gedicht 14 (ISBN: 9783929433661)
    Anton G. Leitner (Hrsg.)

    Das Gedicht 14

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden

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