Bücher mit dem Tag "friedrich ani"
11 Bücher
- Friedrich Ani
Der namenlose Tag
(105)Aktuelle Rezension von: BookLookerDer Roman "Der namenlose Tag" wurde von Friedrich Ani verfasst. Er veröffentlichte schon zahlreiche Werke und wurde unter anderem mit dem Detuschen Krimipreis, dem Adolf-Grimme-Preis und dem Bayerischen Fernsehpreis prämiert.
Der Krimi wurde vom Suhrkamp Verlag herausgegeben.
Jakob Franck ehemaliger Kriminalhauptkommissar, der es sich zur Spezialität gemacht hatte Todesnachreichten an die Angehörtigen von Mordopfern zu überbringen ist seit zwei Monaten im Ruhestand und hofft nun auf ein Leben ohne Verbrechen und Gewalt. Doch da taucht Ludwig Winther auf. Er ist der Vater eines Mädchens, welches vor zwanzig Jahren erhängt an einem Baum aufgefunden wurde. Die Ermittlungen wurden abgeschlossen. Die Sachlage war klar. Selbstmord.
Doch dem Vater des Mädchens ist sich sicher, dass die Ermittler etwas übersehen hatten. Und so beauftragt er den schon pansionierten Kommissar den Fall neu aufzuwickeln....
Der Titel sowie das Cover sind gut gestaltet und regen zum Lesen an.
Die Lektüre ist in 21 Kapitel aufgeteil wobei der Autor zwischen den Ansichten der Hauptcharaktere hin und her wechselt. Dabei bekommt jede einzelne Figur ihren eingenen Schreibstil. Somit kann man sich in den einzelnen Charakter hineinversetzen und fühlt sich als teil des Buches.
Desweiteren ist Franck der ehemalige Kriminalhauptkommissar eine sehr interessante Person.
Es gelingt ihm mit wenigen Wortern seinen Gegenüber zum Reden zu bringen wobei dieser ganze Monologe von sich gibt. Deshalb besteht der Roman aus mehreren Monologen als Dialogen. Damit bekommt die Lektüre einen ganz besonderen, interessanten und für mich ganz neuen Stil.
Ein Nachteil dabei ist aber, dass das Lesen an manchen Stellen erschwert wird, da der Sachverhalt manchmal schwierig zu Verstehen ist.
Insgesamt fand ich den Krimi interessant und in einem besonderen Schreibstil geschrieben. Spannung wird auch aufgebaut aber nicht so viel. Trotzdem ist man gefesselt und fragt sich wieso das Mädchen erhängt wurde bzw. sich erhängt hat. - Friedrich Ani
Die Erfindung des Abschieds
(30)Aktuelle Rezension von: a_different_look_at_the_bookLetzten Monat habe ich "German Angst", den zweiten Teil der Tabor-Süden-Reihe, gelesen und war hin und weg. Friedrich Ani hatte mich mit seinem Krimi geflasht und es war klar, dass ich den ersten Band unbedingt kennenlernen muss, um ein paar Hintergründe zu verstehen. (auch wenn sie für den zweiten Band nicht relevant sind)
Hätte ich "Die Erfindung des Abschieds" als erstes gelesen, hätte ich diese Reihe niemals weiterverfolgt.
Man hangelt sich von einer Seite zur nächsten, ohne dass wirklich etwas Spannendes passiert.
Die psychologische Raffinesse, die ich im zweiten Band so geliebt habe, bleibt hier völlig auf der Strecke.
Wendungen gibt es in meinen Augen überhaupt nicht. Es ist alles vorhersehbar oder wird einem auf dem Silbertablett serviert.Ja, Friedrich Ani hält unserer Gesellschaft mal wieder den Spiegel vor, aber die Story an sich ist doch schon sehr plump.
Auf der anderen Seite schafft es der Autor, dass ich mich richtiggehend in eine Situation hineinsteigere. Was die Eltern mit dem Jungen machen, liegt Jenseits von Gut und Böse. Und wie die Polizei zu dem Ganzen steht, ließ mich nur noch mit dem Kopf schütteln.Ich hoffe, dass dieser erste Teil nur zum Warmwerden geschrieben wurde und die folgenden das Niveau des zweiten Teils haben.
©2023 a_different_look_at_the_book
- Friedrich Ani
German Angst
(38)Aktuelle Rezension von: XirxeAußerordentlich realistischer Thriller: Nazis entführen eine Deutsche, um so die Ausweisung ihres nigerianischen Verlobten und dessen 14jähriger krimineller Tochter zu erzwingen. Es entsteht ein Medienrummel ohnegleichen. Ich musste das Buch immer wieder weglegen, weil es einfach unerträglich ist. Zu diesem Buch gibt es eine Menge Verrisse: Hauptvorwurf: zu klischeebeladen. Meiner Meinung können diese Leute es lediglich nicht akzeptieren, dass ihnen ein Spiegel vorgehalten wird, der ihnen nur zu deutlich zeigt, wie weit verbreitet Fremdenfeindlichkeit und Rassismus in unseren Landen noch ist.
- Friedrich Ani
Der Narr und seine Maschine
(45)Aktuelle Rezension von: mapefueAni sucht sich selbst, findet sich und verliert sich wieder. Werden wir ihn finden? - Friedrich Ani
Ermordung des Glücks
(68)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer“Friedrich Ani vereint erneut grenzenlose Traurigkeit, menschliche Abgründe und atemlose Spannung in einem an Melancholie kaum zu übertreffenden Roman.”
Behauptet die Klappbroschur.
Atemlose Spannung? Das kommt wohl drauf an, wie man Spannung definiert, was man von einem spannenden Roman erwartet. Serienmörder, Blutgelage, Verfolgungsjagden? Fehlanzeige. Die Spannung in “Die Ermordung des Glücks” kommt leise und unaufgeregt daher.
Die spezielle Methode des Ex-Kommissars Jakob Franck ist die ‘Gedankenfühligkeit’: eine Art meditative Selbsthypnose, eigentlich das genaue Gegenteil von ‘atemlos’. Da kann es schon mal vorkommen, dass er stundenlang bewegungslos und schweigend auf ein Beweisstück starrt, bis das Beweisstück zu ihm spricht – oder auch nicht.
Aber grenzenlose Traurigkeit, menschliche Abgründe und Melancholie, das trifft es sehr gut. Ich visualisiere Szenen beim Lesen immer sehr stark, und hier habe ich graue Menschen auf grauen Straßen unter grauem Himmel vor mir gesehen, zu einem inneren Soundtrack melancholisch pfeifenden Winds. Man hat das Gefühl, es müsse unaufhörlich regnen in Friedrich Anis Version der Welt.
Zitat:»Das ist unser Versagen«, rief er. »Wir sind blind und taub und verstaubt, unsere Routine hat uns stumpf gemacht…«
Die Schwermut ist kaum zum Aushalten, man kann erahnen, wie verloren und zerstört sich die Hinterbliebenen in diesem Roman fühlen. Alles bricht auseinander, und dahinter kommen alte Wunden und alte Schuld zum Vorschein.
“Ich fange ein Buch nicht mit der Absicht an, immer noch mehr Finsternis in den Text hineinzuschaufeln. Überhaupt nicht.”(Friedrich Ani in einem Interview mit der Berliner Zeitung)
Dennoch ist die Finsternis da – und man will trotzdem weiterlesen.
Jakob Franck überbringt die Nachricht von der Ermordung des Glücks; auch nach seiner Pensionierung fungiert er weiterhin als Todesbote des Kriminalkommissariats. Wenn er nach Hause kommt, sitzen die Toten an seinem Küchentisch und trinken Tee. Wahnvorstellung, paranormale Erscheinung oder Visualisierung des Leids?
Es wird nicht erklärt, und das muss es auch nicht.
Überhaupt lässt der Roman vieles offen, obwohl der Tod des kleinen Lennard am Schluss aufgeklärt ist. Diese Aufklärung erscheint fast nebensächlich, es ist ohnehin niemandem damit geholfen – als wäre es von Anfang an gar nicht darum gegangen, sondern um die Trauer, den Selbstbetrug, das ganze Kaleidoskop menschlicher Emotionen.
Es geht auch darum, was die Trauer mit den Menschen macht.
Zitat:“Vor drei Monaten war sie die Mutter eines elfjährige Sohnes, und nun, da er tot ist, existiert sie nicht mehr. Jedenfalls stelle ich mir vor, dass sie ihr Dasein für einen Irrtum hält, eine optische Täuschung, eine Beleidigung der Natur.”
Friedrich Ani hat ein feines Gespür für die Gefühle seiner Charaktere; in den Monologen und Dialogen erreichen die Emotionen eine schmerzliche Intensität. Die Charaktere sind in meinen Augen grandios geschrieben, besonders Ex-Kommissar Jakob Franck hat eine ungeheure Präsenz.
Der Schreibstil ist außergewöhnlich, fernab der Klischees. Er besitzt eine Art düsterer Poesie und entwickelt sehr viel Atmosphäre. Nur manchmal erschien mir der Sprachklang nicht authentisch, wenn die eher ungebildete Mutter des kleinen Todesopfers spricht.
FAZIT
Ein kleiner Junge verschwindet und wird 34 Tage später tot aufgefunden. Der pensionierte Kommissar Jakob Franck überbringt den Eltern die schreckliche Nachricht und der Fall lässt ihn danach nicht mehr los, weswegen er sich mit seiner außergewöhnlichen Methode der ‘Gedankenfühligkeit’ in die Ermittlungen einmischt.
Ein tiefgründiger Kriminalroman, der die Emotionen, Geheimnisse und Abgründe der Hinterbliebenen durchleuchtet.
Diese Rezension erschien zunächst auf meinem Buchblog:https://wordpress.mikkaliest.de/2018/09/15/rezension-friedrich-ani-ermordung-des-gluecks/
- Friedrich Ani
All die unbewohnten Zimmer
(70)Aktuelle Rezension von: Schnela"All die unbewohnten Zimmer" versprach ein sehr spannender Roman zu werden, stellte mich jedoch vor einige Herausforderungen. Aufgrund der Leseprobe und des Klappentextes ging ich davon aus, dass die ausländische Ermittlerin im Fokus stehen würde. Mir wurde jedoch recht schnell klar, dass ich mich mit vielen verschiedenen Handlungssträngen auseinandersetzen musste. An sich kein Problem und aus vielen anderen Krimis/Thrillern als anerkannte Erzähltechnik bekannt. Ein Personenverzeichnis am Ende des Buches hätte ich mir an einigen Stellen des Buches sehr weitergeholfen.
Ich fand es sehr spannend, wie am Ende alles zusammengefügt wurde, wurde jedoch stellenweise wieder von Schreibstil des Autors verwirrt. Die Sprünge zwischen den Personen hätte ich mir mehr gekennzeichnet gewünscht.
Die Geschichte hatte sehr interessante Wendungen, aus denen meiner Meinung nach jedoch noch mehr hätte herausgeholt werden können. Gerade die Thematik der Migration sowie herrschende Vorurteile gegen diese Bevölkerungsgruppe hätten stärker kontrastiert werden können. Jedenfalls bin ich von solch einer Zuspitzung nach der Ankündigung eines "gesellschaftskritischen Romans" ausgegangen.
Alles in allem jedoch ein lesenswerter Roman, der gerade am Ende noch viele Denkanstöße liefert. - Friedrich Ani
Süden
(5)Aktuelle Rezension von: Rose75Das war meine erste Geschichte mit Tabor Süden und ich finde, dass das Genre Krimi nicht wirklich passt. Trotzdem hat mir die Handlung gut gefallen. Sie war nicht wirklich spannend aber sehr berührend.Die Autorenlesung und mit den musikalischen Einlagen fand ich sehr gelungen und stimmungsvoll.
Da es sich um eine gekürzte Fassung handelt, sind für mich manche Hintergründe und Sprünge nicht ganz nachvollziehbar gewesen. Ich bin aber trotzdem gut mitgekommen. - Friedrich Ani
Krimi to go: Der verschwundene Gast
(4)Aktuelle Rezension von: WedmaDieser Kurzkrimi von Friedrich Ani hat mich in vielerlei Hinsicht sehr beeindruckt.
Klappentext beschreibt den Fall ganz gut: „Richard Leimer ist eines Tages nicht mehr aufzufinden. Vor Jahren ist er mit seinem Geschäft pleitegegangen und seine Ehe gleicht einem Trümmerfeld. Seine Frau, die ihn als vermisst meldet, verdächtigt ihn, eine Menge Schwarzgeld beiseitegeschafft zu haben. Wollte da ein Mann einfach nur abtauchen aus seinem alten Leben? Oder wollte ihn jemand verschwinden lassen?
Friedrich Ani lässt den großen Schweiger unter den Kommissaren in der deutschsprachigen Kriminalliteratur, Tabor Süden, hier noch einmal auf Spurensuche gehen.“
Ich wollte schon immer mal Friedrich Ani kennenlernen. Nach dieser Geschichte werde ich nach seinen Krimis Ausschau halten. Im Grunde wundert es mich nicht, dass diese bei Suhrkamp Verlag erscheinen.
Seine Art zu erzählen ist großartig wie meisterhaft. Mir wenigen Worten vermag er das Kopfkino sofort zu starten, das bis zur letzten Minute andauert. Friedrich Ani erzählt nicht nur die Geschichte der gescheiterten Existenz, gleich von mehreren der darin vorkommenden Figuren. Er zeichnet somit den beunruhigenden Zustand der Gesellschaft, in der egal wie gut man ist, egal wie man sich anstrengt und alles dem Beruf gibt, am Ende zum Scheitern verurteilt, insb. wenn man ein kleiner Einzelkämpfer ist. Ani zeigt wie beiläufig diese unerträglichen Rahmenbedingungen, die einen ehemals rechtschaffenden Bürger dazu bringen, aus diesem scheinheiligen Leben bloß nur verschwinden zu wollen.
Es ist eher eine sehr realistische Geschichte, wie just dem wahren Leben entsprungen.
Ulrich Noethen hat kongenial gelesen. Es wäre toll, in seiner Interpretation auch weitere Werke von Ani zu hören zu bekommen.
- Friedrich Ani
Lichtjahre im Dunkel
(68)Aktuelle Rezension von: Mir_belDer Klappentet hatte mir einen spannenden Krimi versprochen, den ich definitiv nicht bekommen habe. Der Schreibstil des Autors ist wirklich anstrengend zu lesen. Schon nach wenigen Zeilen driften meine Gedanken immer wieder ab und ich werde gar nicht in die Geschehnisse des Falls hineingezogen. So muss man immer wieder anfangen und sich richtig konzentrieren, um auch nur annähend zu verstehen, was genau hier geschrieben ist. Der Zusammenhang des Ganzen erschließt sich mir dabei oft nicht. So könnte das Buch inhaltstechnisch für mich um ca die Hälfte gekürzt werden, da diese Seiten absolut nichts zum Geschehen beitragen und unrelevant sind. Es war wirklich sehr hart das Buch zu lesen. Einige Male war ich kurz davor abzubrechen, da es einerseits meine Erwartungen absolut nicht erfüllt, andererseits auch nicht wirklich ein Krimi ist, sondern eher Situationsbeschreibungen mit uninteressanten Gesprächen und wenig Tiefe.
Wer also ein spannendes Buch mit einer Ermittlung, geführt von einem Privatdetektiv zusammen mit einer Polizeibeamtin erwartet, wird auf jeden Fall enttäuscht. Für mich ganz klar, keine Empfehlung! - 8
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