Bücher mit dem Tag "führerbunker"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "führerbunker" gekennzeichnet haben.

20 Bücher

  1. Cover des Buches Er ist wieder da (ISBN: 9783404171781)
    Timur Vermes

    Er ist wieder da

     (3.376)
    Aktuelle Rezension von: worldofbooksps

    Ein Roman der vom ersten Moment an zum Schmunzeln bringt. Man muss sich nur einen Adolf Hitler in mitten Deutsch-Türkischen Mitmenschen vorstellen. Timur Vermes, macht aus einem grauenhaften Mann, einen Mann mit dem man lachen kann. Man darf allerdings nicht außer Acht lassen, dass dieser Roman mit Humor geschrieben ist und nicht um irgendetwas verharmlosen zu wollen. Ich finde die Idee dahinter sehr interessant und bin froh es gelesen zu haben. 

  2. Cover des Buches Bis zur letzten Stunde (ISBN: 9783548603544)
    Traudl Junge

    Bis zur letzten Stunde

     (95)
    Aktuelle Rezension von: Pajanka

    Ich habe mir dieses Buch gekauft, da mich wahre Aufzeichnungen, insbesondere Tagebücher etc. aus dieser Zeit sehr interessieren. Es war wirklich aufschlussreich, die damaligen Ereignisse einmal aus einer anderen Sichtweise vermittelt zu bekommen. Man kann sich regelrecht in die Gesellschaft in der sich Traudl Junge befand hineinversetzen und versteht ansatzweise wie sie sich hier gefühlt hat und weshalb sie so lange dort war bzw. geblieben ist. Allerdings hat es doch viel Geschichtliches mit inbegriffen, was das flüssige und leichte Lesen sehr erschwert. Einige langweilige Passagen gibt es mitunter, teilweise hatte ich hierbei nur den Gedanken, dass das Buch doch endlich enden möge. An sich eine bewegende und lesenswerte Geschichte, wenn man sich für die Thematik und Geschehnisse interessiert.

  3. Cover des Buches Der letzte Zeuge (ISBN: 9783492257350)
    Rochus Misch

    Der letzte Zeuge

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Igelmanu66

    »Ich werfe mir heute nicht vor, dass ich unter den damaligen Umständen funktionierte, dass ich meinen Dienst immer ordentlich und gewissenhaft versah, selbst dann noch, als mir 1943 klar wurde, dass der Krieg verloren gehen würde. Selbst dann noch, als er längst verloren war. Selbst dann noch, als Hitlers Leiche brannte. Nein, ich werfe dem Rochus Misch von damals nicht vor, dass er keinen Ärger machte.
    Dennoch – dass mir das so selbstverständlich war, das macht mich nachdenklich.«

     

    Rochus Misch, geboren 1917, war nie Mitglied der NSDAP. Wegen seiner Körpergröße und Statur wurde er nach der Musterung für die Leibstandarte SS Adolf Hitler ausgewählt. Er arbeitete bis zum letzten Tag als Leibwächter, Kurier und Telefonist Hitlers, hielt auch noch nach dessen Tod die Stellung im Führerbunker. Hier erzählt er seine Geschichte.

     

    Als ich dieses Buch entdeckte, wurde ich gleich neugierig. Was war das für ein junger Mann, der da in unmittelbarer Nähe Hitlers seinen Dienst tat? Was bewegte ihn und wie dachte er über die furchtbaren Dinge, die um ihn herum geschahen?

    Rochus Misch schrieb diese Autobiographie, eben weil ihn ständig aus aller Welt Fragen erreichten. Er erkannte den Wert, den sein Bericht für die Nachwelt hat, weil dieser den Leser zwingt, sich differenziert mit der Thematik auseinanderzusetzen.

     

    Diese Auseinandersetzung ist nicht leicht, die Wertung fällt schwer. Es ist ein unbequemes Buch, denn wie gerne würde man Misch, treues Mitglied des persönlichen Begleitkommandos Hitlers, einfach als Nazi verurteilen. Und sich sagen, dass man selber garantiert anders gehandelt hätte…

     

    Misch als Person zu beurteilen, fällt schon schwer. Da gibt es so einiges, was Verständnis oder gar Sympathie weckt, andere Dinge befremden. Wie er auf seinen Posten kam, gehört zu den nachvollziehbaren Punkten.

    Die Vollwaise Rochus Misch, aus einfachen Verhältnissen stammend, hatte sich zu den SS-Verfügungstruppen gemeldet, weil diese mit Vergünstigungen und Zukunftsperspektiven lockten. 1939 wurde Misch in Polen schwer verletzt, hatte u.a. einen glatten Lungendurchschuss. Dass anschließend der Gedanke, wieder an die Front zurück zu müssen, ihm nicht gerade verlockend erschien, ist nur zu verständlich. Als für das persönliche Begleitkommando des Führers ein »absolut zuverlässiger junger Mann« gesucht wurde, der »keinen Ärger macht«, kam man auf Misch.

    Dieses Anforderungsprofil trifft seinen Charakter recht gut. Er war zuverlässig auf seinem Posten, tat pflichtbewusst seine Arbeit, war immer da, wenn man ihn brauchte und hielt ansonsten den Mund. Wenn er erzählt, kommt es einem so vor, als hätte er einen ganz normalen Job bei einem ganz normalen Arbeitgeber gehabt. Da ist nichts von Aggressivität in seinem Bericht, er wirkt auch nicht sonderlich politisch. Zu interessieren scheint ihn nur, wie es ihm und seiner Familie geht. Das wirkt nicht bösartig oder egozentrisch, er denkt einfach nicht weiter. Vermutlich gab und gibt es sehr viele Menschen wie ihn.

     

    Befremdlich wird es, wenn er beispielsweise den Privatmann Hitler als »normaler, einfacher Mann, der einfachste Mensch, den ich kannte« beschreibt. Ich möchte ganz einfach Hitler nicht als normalen Menschen betrachten, nicht mal, wenn ich lese, wie er im Schlafanzug nach einer Wärmflasche für seine Füße verlangt. Misch betont immer wieder, dass er keine Kenntnis darüber hatte, was in den Konzentrationslagern vor sich ging. In der Nähe des Führers wäre nie über so etwas gesprochen worden, auch unter den Kameraden nicht. Kann das wirklich so stimmen?

    Zumindest eine Ahnung muss dagewesen sein, alles andere scheint mir nicht realistisch. Und warum sonst sollte Misch an anderer Stelle sagen: »Dass man von diesem Thema besser die Finger ließ … das war völlig klar … Man hatte immer ein bisschen Angst.«

     

    Rückblickend verurteilt Misch die Taten der Nazis, fragt sich sogar, wie »Untaten solchen Ausmaßes nur ein so gut gehütetes Geheimnis bleiben konnten«. Aber damals lebte er ein Dasein voller Widersprüche, vermittelte den ganzen Tag über Telefonate für Hitler und ging abends nach Hause, zur politisch links eingestellten Ehefrau und hörte mit dem Schwiegervater zusammen den Feindsender. Der Eindruck manifestiert sich, dass dieser junge Mann einfach nur überleben wollte und die Realität um sich herum bewusst ausblendete. Wenn er berichtet, wie Magda Göbbels ihren Kindern die Totenhemdchen anzieht, merkt man allerdings, dass der Familienvater Misch dabei an seine Grenzen kam.

     

    Rochus Misch hat vermutlich aktiv nichts Böses getan. Man könnte ihm vorwerfen, dass er für die obersten Nazis arbeitete, Hitler bediente und beschützte. Man könnte sagen, dass er sich hätte verweigern oder sogar etwas gegen Hitler hätte unternehmen müssen. Nah genug dran war er schließlich. Aber man muss sich auch ehrlich fragen, was man selbst an seiner Stelle getan hätte. Misch durchlebte 9 Jahre russischer Kriegsgefangenschaft, wurde grausam gefoltert. Wenn man ihm Schuld anrechnen kann, dann hat er dafür gebüßt.

     

    Das Buch enthält neben vielen Fotos auch detaillierte Karten von Führerbunker und Reichskanzlei, einen umfangreichen Anhang mit geschichtlichen Erläuterungen und zahlreichen Kurzbiographien.

     

    Fazit: Faszinierender chronologischer Bericht eines Zeitzeugen. Die Perspektive ist ungewöhnlich und die Lektüre unbequem, da man sich nicht einfach ein Urteil bilden kann, sondern sich intensiv mit der Thematik auseinandersetzen muss.

  4. Cover des Buches Der letzte Weltkrieg (Thriller): Schwarze Sonne (ISBN: B01F42I0DW)
    Hannes Schäfer

    Der letzte Weltkrieg (Thriller): Schwarze Sonne

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Wildpony

    Der letzte Weltkrieg: Schwarze Sonne  -  Hannes Schäfer

    Kurzbeschreibung Amazon:

    „Ich trage die Gene eines Monsters in mir“, wisperte der Junge und führte den Lauf der Pistole an seine Schläfe.

    Mehr als 70 Jahre sind vergangen, seit Adolf Hitler unter Ausschluss von Zeugen im Bunker der Reichskanzlei Suizid beging. Bis heute ranken sich zahlreiche Geschichten um die Geschehnisse. Zeitzeugen widersprechen sich, auch der Verbleib der sterblichen Überreste gibt nach wie vor Rätsel auf.
    Im Jahr 2015 liefern die Aufzeichnungen von Maximilian Lieb einen weiteren Bericht.
    Ausführlich schildert der angebliche Arzt seine Erlebnisse im Konzentrationslager Ravensbrück und wie ihn seine dort durchgeführten Forschungen zur dauerhaften Einlagerung genetischen Materials am 30. April 1945 dazu veranlasst haben, den Führer von Nazi-Deutschland post mortem zu kastrieren.
    71 Jahre nach Kriegsende erblickt ein Kind namens Wolf das Licht der Welt, um in die Fußstapfen seines Vaters zu treten …

    Mein Leseeindruck:

    Dieses Buch habe ich mit großem Interesse zu Hand genommen, da ich mich für die vergangene Zeit und vor allem die Vergangenheit Deutschlands doch sehr interessiere.

    Natürlich gehört die unrühmliche Hitler-Diktatur genauso dazu wie die Schrecken des zweiten Weltkrieges.

    In Kombination mit der immer weiter fortschreitenden Forschung in Bezug auf künstliche Befruchtung und Haltbarmachung von Spermien erzählt dieser Roman, der doch mehr ein Krimi ist, von dem Missbrauch von Samenzellen und der Entstehung eines Hitler-Kindes. Skrupellos wird hier deutlich wie die Wissenschaft sich dem Bösen verschreiben kann und ein geldgieriger und gefühlloser Arzt hier einer trauernden Frau (anstelle mit dem Samen ihres toten Mannes) mit dem eingefrorenen Spermien von Adolf Hitler ein Kind zeugt.

    Erschreckend auch das Szenario, wie sich durch den Fremdenhass auch in der heutigen Zeit bis in die Zukunft reichend die "alten Werte" von Hitler wieder durchsetzen können. Das muss mit allen Mitteln verhindert werden.

    Fazit:

    Ein sehr interessantes und teils auch erschreckendes Buch, das deutlich macht das viele Menschen auch heute noch nicht aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt haben.

    Ebenso ein Rückblick in die Hitler-Zeit und auch intensiv ein Einblick in die Person von Adolf Hitler. 

    Für mich ein ganz besonderes Buch, das mich eindeutig zum nachdenken gebracht hat. Sollte es dazu eine Fortsetzung geben werde ich sie sehr gerne ebenfalls lesen.

    4,5 Sterne für diesen Krimi mit Eingriff in die Menschlichkeit.

  5. Cover des Buches Ich war Hitlers Trauzeuge (ISBN: 9783328103776)
    Peter Keglevic

    Ich war Hitlers Trauzeuge

     (16)
    Aktuelle Rezension von: evaczyk
    Bitterböse, tieftraurig, voll makabrer Komik und schwarzem Humor – mit „Ich war Hitlers Trauzeuge“ hat Peter Keglevic einen Roman mit ungewöhnlicher Perspektive über die Endphase des Zweiten Weltkriegs, über Endsiegglauben, Untergangsstimmung und das Überleben seiner Hauptfigur Harry gegen alle Wahrscheinlichkeit geschrieben.

    Denn Harry Freudenthal, jüngster Sohn einer Berliner Zahnarztfamilie, wäre als Jude im April 1945 eigentlich wie schon all die Jahre zuvor ein Todgeweihter. Jahrelang lebte er als Untergetauchter, mit falschen Papieren, auf einer Odyssee kreuz und quer durch Europa. Er ist der einzige, der übrig ist von seiner Familie, die sich so mit Deutschland identifiziert hatte, dass die meisten von ihnen bis zuletzt nicht wahrhaben wollten, dass ihre Heimat sie nicht nur ausgestoßen hatte, sondern ihren Tod wollte – Eisernes Kreuz aus dem Ersten Weltkrieg hin, tiefe Verwurzelung in der deutschen Musik und Literatur her.

    Wieder einmal ist Harry den Häschern im letzten Moment entkommen, aus Wien geflohen und mit einer Pilgergruppe unterwegs zum Jakobsweg. Doch dann wird er e rst festgenommen und dann als Läufer für den „Tausender Lauf“ rekrutiert – zum Geburtstag Hitlers sollen die Läufer nach tausend Kilometer Strecke in Berlin eintreffen und der Sieger dem deutschen Diktator persönlich gratulieren können. Harry, der jahrelang um sein Leben lief, tritt nun unter seinem falschen Namen Paul Renner zum Lauf seines Lebens an.

    Keglevic hätte zu Endzeit-Dramatik greifen können, aber er entschied sich für schwarzen Humor, eine Art Schelmenroman in den Ruinen dessen, was vom Deutschen Reich im letzten Kriegsmonat noch übrig ist. Eine Schar von Läufern, die ständig schrumpft, angetrieben von der resoluten Hilde, einer Mädelscharführerin, dokumentiert von einem Reporter des „Völkischen Beobachters“ und der Reichsfilmregisseurin Leni Riefenstahl. An jeder Etappe gibt es Durchhalteparolen, und Bürgermeister und Parteibonzen sprechen voll Pathos vom Endsieg.

    Doch nicht nur Harry weiß, das Ende steht bevor. Immer wieder muss die Etappenroute geändert werden – Luftangriffe haben die Städte zerstört, in denen die Läufer eigentlich triumphal einlaufen sollten. Die Amerikaner nahen von hinten, die Rote Armee vom Osten und schnell wird klar, dass die Läufer nicht so schnell sein können wie der Vormarsch der Alliierten.

    Dass der Lauf dann doch noch bis Berlin führt, hat viel mit einem abgeschossenen amerikanischen Fallschirmspringer zu tunn, mit der Wettleidenschaft von General Patton und einer Eigendynamik, die zwar zalhreiche Umwege und Verwirrungen garantiert, aber Harry immer näher in die Höhle des Löwen bringt. Warum setzt er sich nicht ab wie viele andere der Läufer? Sucht Sicherheit bei den amerikanischen Truppen, gibt sich als Verfolgter des Nazi-Regimes zu erkennen? Ist es nur das Lächeln eines BDM-Mädchens, dass ihr verzaubert hat? Die wiederkehrenden Träume, in denen seine toten Angehörigen ihn mahnen, ihren Auftrag zu erfüllen? Und welches Vermächtnis haben sie ihm hinterlassen?

    Auf fast 600 Buchseiten entwickelt sich die Geschichte Harrys und seines Lebenslaufs, mit makaber- absurden, schrecklichen, gelegentlich urkomischen Situationen, mit Rückblicken auf Flucht und Überlebenskampf der vorangegangenen Jahre, auf menschliche Größe und Niedertracht. Als Leser fiebert man mit Harry und blickt auf die letzten Tage des Dritten Reiches aus einer ganz neuen Perspektive. Das Lachen bleibt dabei oft in der Kehle stecken. Ein Buch, das viele Leser verdient.
  6. Cover des Buches Der Untergang (ISBN: 9783499619236)
    Joachim Fest

    Der Untergang

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Jens65
    Nachdem mich bereits das filmische Meisterwerk sehr beeindruckt und mitgerissen hat, war der Kauf des Buches auf dem der Film basiert keine Frage. Als ich dann entdeckte, dass nicht nur die Originalvorlage von Joachim Fest, sondern als Zusatz auch das Drehbuch von B.Eichinger und ein Making-Of dabei sind, hielt mich nichts mehr. Nun aber zum Buch: Joachim Fest zeigt eine Klasse, die man bei ihm mittlerweile gewohnt ist. Wer den Film bereits gesehen hat, wird viele Szenen wiedererkennen, andere neue Ergeinisse finden. Ich begreife mittlerweile, dass B.Eichinger das Buch als Anstoß für einen Film genommen hat. Bereits die Lektüre des Grundstoffes beeindruckt einen zutiefst und lässt einen lange Nachdenken. Das Drehbuch bietet einem immer wieder die Möglichkeit, sich Dialoge wichtiger Szenen, wieder ins Gedächtnis zu rufen und die nackten Dialoge lassen einem vor Augen die Szenen wieder passieren. Viele Fotots fördern den Prozess. Mir persönlich hat das Buch auch geholfen, manchen Gesichtern endlich Namen zuzuordnen. Gerade bei den vielen Generälen verliert man doch gerne den Überblick. Für Interessierte und "Fans" des Films ein Muss!
  7. Cover des Buches Schauplätze Berliner Geschichte (ISBN: 9783894791353)
    Andrea Steingart

    Schauplätze Berliner Geschichte

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Jens65
    Kurzbeschreibung Keine europäische Stadt war Schauplatz und Zeugin so vieler einschneidender Veränderungen wie Berlin. Geschichte, Politik, Künste und Kultur haben die Stadt geprägt und sind in ihr wie kaum an einem anderen Ort lebendig, erlebbar und erfahrbar geblieben. Andrea Steingart spürt die eher unbekannten Sehenswürdigkeiten Berlins auf, die Schauplätze großer und kleiner, berühmter oder auch noch unentdeckter, mitunter auch vergessener historischer Ereignisse. Sie erzählt die Geschichten, die sich an diesen Orten zugetragen haben, und lüftet dabei so manches Geheimnis der Stadt - und zwar dort, wo man die Schauplätze noch aufsuchen und die besondere Atmosphäre authentischer Orte noch erleben kann. Wo wurde Rosa Luxemburg ermordet? Wo versteckte der Oskar Schindler Berlins seine Schützlinge? Wo stand der Führerbunker? Wo lebte Goebbels? Wo war Ulbrichts erstes Hauptquartier? Wo am Ku'damm steht ein Atomschutzbunker bereit? - Auf diese und viele andere Fragen hat dieses Buch die Antwort.
  8. Cover des Buches Kein Himmel über Berlin (ISBN: 9783492246026)
    Helga Schneider

    Kein Himmel über Berlin

     (2)
    Aktuelle Rezension von: JuleBambule
    Die Mutter, eine fanatische Anhängerin Hitlers, verlässt die Familie, um Aufseherin in den KZs Ravensbrück und Auschwitz zu werden. Der Vater, als Soldat im Krieg, heiratet kurz darauf wieder, damit die Kinder eine Mutter haben, die sich um Helga und ihren jüngeren Bruder Peter kümmert. Doch von Anfang an, gibt es immer wieder Reibereien und kleine Kriege zwischen Helga und ihrer Stiefmutter, die sie nie wirklich als ihre Tochter akzeptiert, ganz im Gegenteil zu dem jüngeren Bruder, den sie verhätschelt und liebt wie ihr eigenes Kind. Kurz darauf wird Helga in ein Heim für schwer erziehbare Kinder in der Nähe von Oranienburg gebracht, wo sie gefordert und wo ihr zum ersten Mal so etwas wie Liebe entgegengebracht wird. Doch auch dieses Glück ist ihr missgönnt; als die Bombenangriffe auf Berlin sich verstärken, holt ihre Stiefmutter sie zurück und gemeinsam mit ihrem Opa, dem Bruder und zahlreichen anderen Hausbewohnern muss sie miterleben, wie Berlin von den Alliierten in Schutt und Asche gelegt wird. Überall türmen sich Leichenberge und der Himmel ist nur noch Qualmverhangen und dunkelrot. Helga Schneiders Geschichte hat mich tief berührt, sie schildert alles sehr detailreich und so erschreckend realistisch, das man denkt, man säße selbst mit in dem Keller. Besonders interessant, fand ich die Schilderungen ihrerseits über das Verhältnis zu ihrer Stiefmutter und ihrem Bruder. Gerade die Beziehung zu ihrem Bruder war von Eifersucht und Neid geprägt, Neid vor allem auf die Liebe, die ihm entgegen gebracht wurde und die ihr verwehrt wurde. Ich hätte gerne erfahren, wie ihr Verhältnis zu ihrem Bruder Peter heute aussieht. Im Vorwort hat sie auch geschrieben, das sie nach unzähligen Jahren wieder Kontakt zu ihrer noch immer fanatischen Mutter hatte, den sie aber nach einem Treffen gleich wieder abgebrochen hat.
  9. Cover des Buches Heimlich im Kalten Krieg. Die Geschichte von Christina Ohlsen und Bill Heimlich (ISBN: 9783351025076)
  10. Cover des Buches Drittes Reich (ISBN: 9783817485673)
    Christa Pöppelmann

    Drittes Reich

     (0)
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  11. Cover des Buches Flughunde (ISBN: 9783518750681)
    Marcel Beyer

    Flughunde

     (45)
    Aktuelle Rezension von: *Arienette*
    Inhalt: Flughunde sind fledermausähnliche Flattertiere mit hundeartigem Kopf. Für Hermann Karnau sind sie von Kindheit an Sinnbild einer Welt, die vor dem Zugriff fremder Stimmen geschützt ist. Die Stimme ist der Fetisch des Akustikers Karnau, der 1940 den Plan faßt, systematisch das Phänomen der menschlichen Stimme zu erkunden. Die eine Erzählstimme gehört Hermann Karnau, dessen Namen der Autor einem Wachmann im Berliner Bunker unter der Reichskanzlei entliehen hat. Die andere gehört der achtjährigen Helga, einer Tochter des Propagandaministers. Immer wieder kommt es zu Begegnungen der beiden, zuletzt im April 1945, als Karnau in Berlin ist, um die Führerstimme aufzuzeichnen. Ein Zeitsprung führt in den Sommer 1992. Hermann Karnau, der nach dem Krieg untertauchen konnte, findet in seinem Plattenarchiv die Stimmen, die Gespräche von Helga und Helgas Geschwistern während ihrer letzten Tage und Nächte wieder. Auch den Kindern hat er die Stimmen - bis zum letzten Atemzug - abgelauscht Autor: Marcel Beyer, geboren 1965, lebt in Köln. Für seinen Text "Flughunde" erhielt er beim Klagenfurter Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb den Ernst-Willner-Preis 1991. Meine Meinung: "Flughunde" ist eine Collage, bestehend aus den inneren Monologen abwechselnd von Hermann Karnau und von der anfangs achtjährigen Goebbels-Tochter Helga. Sprachlich wechselt der Roman zwischen Karnaus gefühllosen und Helgas kindlichen Gedanken. Karnau, den die Welt der Flughunde seit seiner Kindheit fasziniert, ist für die Akustik zuständig. Er zeichnet die Stimmen auf, egal in welcher Lebenslage, Z.B. an der Front nimmt er die sterbenden Stimmen der Soldaten auf, oder bei Experimenten die "Patienten". Marcel Beyer berichtet teils reale, teils fiktive Ereignisse aus dem Nationalsozialismus, dabei zeigt sich gut der Niedergang der Humanität. Unmenschliche Experimente zeigen auf historische Tatsachen. Besonders das letzte Kapitel ist beklemmend, wo Helga von ihrer Hoffnungslosigkeit redet. Es ist die Zeit, wo die 6 Kinder im Bunker leben und dann ermordet werden. Die Namen Hitler und Goebbels werden übrigens nie genannt. Ein Buch, dass ich mit Beklemmung fertig gelesen habe - und empfehlen kann.
  12. Cover des Buches Berlin 1933–1945 (ISBN: 9783861533269)
    Maik Kopleck

    Berlin 1933–1945

     (1)
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  13. Cover des Buches Evas Cousine (ISBN: 9783548601533)
    Sibylle Knauss

    Evas Cousine

     (6)
    Aktuelle Rezension von: FabAusten
    „Eva“ ist nicht irgendeine „Eva“, sondern Eva Braun. 

    Die junge Physikstudentin Marlene wird von ihrer Cousine Eva Braun auf den Obersalzberg, das persönliche Refugium Hitlers, eingeladen. Der Geliebten des „Führers“ dürstet es nach Abwechslung, denn dieser weilt meist andernorts, um sich der „großen Politik“ zu widmen. Eva sucht die Zerstreuung und um nicht immer dieselben Leute um sich zu haben, sucht sie Familienanschluss. Marlene erlebt das unbeschwerte Leben auf dem Obersalzberg, bekommt Hitler selbst jedoch nie zu Gesicht. Stattdessen erhält sie Einblick in das „System Obersalzberg“, denn während das Land zunehmend ins Chaos schlittert, scheint dies davon unbehelligt. Die Studentin beobachtet Evas Leben, das unter einer makellosen Oberfläche aus Körperkult und –wahn, Eitelkeit und Vergnügungen dennoch Ängste und Todessehnsucht verbirgt. Im Fortlauf der Geschichte geht Marlene ein bedeutungsloses Abenteuer mit einem SS-Offizier ein und gegen Ende hilft sie einem flüchtigen polnischen Zwangsarbeiter, der sich in einem Teehaus auf dem Gelände verborgen hält.

    Der Roman ist angelehnt an die Lebenserinnerungen von Gertraud Weisker, der realen Cousine. Diese hatte sie nach Jahrzehnten niedergeschrieben, so dass sie eher bruchstückhaft vorhanden waren, und an die Autorin weitergeben. Die strickte dann einen Roman daraus. Dass die Protagonistin „Marlene“ heißt, weist daraufhin, dass die Autorin keinen Zeitzeugenbericht vorgelegt hat.

    Die Geschichte und ihre sprachliche Umsetzung sind gut getroffen und harmonieren miteinander. Dennoch gibt es Aspekte, die den positiven Eindruck abschwächen.
    Einerseits wären mehr Informationen über Eva Braun wünschenswert gewesen. Warum sprang sie auf den hohlen Glanz der Diktatur und ihres Oberhaupts so an? Natürlich ist es kein Roman über Eva, denn ihre Cousine steht im Vordergrund. Es geht also um den subjektiven Blick dieser Frau auf die Geschehnisse und Zustände auf dem Obersalzberg. Dennoch wird der Leser mit „Eva“ im Titel auf ihre Spur gesetzt und der möchte er dann auch folgen. Andererseits wirkt der Handlungsstrang um den entflohenen Zwangsarbeiter absolut unglaubwürdig. Der Sinn und Zweck, ihn einzufügen, erklärt sich nicht recht. Ebenso verhält es sich mit der "Liebelei" Marlenes mit dem Offizier. Diese Aspekte scheint die Autorin lediglich hinzugefügt zu haben, um die Handlung „aufzupeppen“.

    Insgesamt bietet der Roman eine interessante, andere Perspektive auf das "Gespenst Obersalzberg". Die, obwohl sie ein wenig oberflächlich bleibt, spannend zu lesen ist.
  14. Cover des Buches Der letzte Monat (ISBN: 9783548331980)
    Karl Koller

    Der letzte Monat

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  15. Cover des Buches Der Kampf um Berlin 1945 (ISBN: 9783548331850)
    Tony Le Tissier

    Der Kampf um Berlin 1945

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  16. Cover des Buches Der letzte Weltkrieg: Schwarze Sonne (ISBN: 9781533393906)
    Hannes Schäfer

    Der letzte Weltkrieg: Schwarze Sonne

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Kerstin_KeJasBlog
    "Anders als in Märchen sind die wahren Monster weder durch spitze Zähne noch durch furchterregende Pranken gekennzeichnet. Allesamt wandeln sie unter uns, sehen aus wie du und ich, haben dieselben Augen, bedienen sich desselben Lachens und benutzen dieselbe Sprache. Ihre wahre Natur lässt sich nicht mit bloßem Auge erkennen. Es ist ihre Unscheinbarkeit, die sie so gefährlich macht." (Buch Seite 200/201)

    Das Buch "Der letzte Weltkrieg - schwarze Sonne" des Autoren Hannes Schäfer, durfte ich im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks mit eigenem Rezensionsexemplar lesen.

    Eine Geschichte die sich in 3 verschiedenen Zeitepochen bewegt. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft - alle drei verbindet ein bewegendes und gleichzeitig erschreckendes Thema - der Nationalsozialismus, die Ausmaße, die Folgen.

    Aber erst einmal kurz zur Story:
    Wolf, ein dreizehnjähriger Junge erfährt Unfassbares, er soll, Jahrzehnte nach Beendigung des 2. Weltkrieges, der unmittelbare Nachkomme eines Monsters sein. Sein Vater - der Mann, der wie kein anderer den Begriffen Antisemitismus, Rassenhass, Judenverfolgung, Konzentrationslager und Massenvernichtung ein Gesicht gab. Wie konnte dies geschehen? Wo hatte alles seinen Ursprung? Der Autor führt einen als Leser zurück in eine Zeit die es so besser nie gegeben hätte und vorwärts in eine (fiktive) Zeit, die so hoffentlich niemals wahr wird.

    Der Autor hat mit dieser Geschichte sehr gut gezeigt das Fiktives durchaus auf einem belegten historischen Hintergrund aufgebaut werden kann, ohne Dinge zu verdrehen oder zu verharmlosen.

    Anfänglich störte mich der recht nüchterne Erzählstil etwas, wurde aber im Laufe des Buches zu einem unabdingbarem Werkzeug um die Geschehnisse mit einer gewissen Distanz und der Verständlichkeit des jeweiligen Protagonisten zu lesen.

    Eine großer Teil erzählt die Tagebucheinträge eines Arztes, der als Wissenschaftler und Forscher in Sachen Fortpflanzung im berüchtigten KZ Ravensbrück 'arbeitet'.
    Die Schilderungen der Zustände in diesem Vernichtungslager waren sehr erschütternd und obwohl der Autor auf zu detaillierte Beschreibungen verzichtete war einem durchaus bewusst was sich dort abgespielt haben musste. 

    Generell gibt es in diesem Buch sehr viele Rückblicke in das vom Nationalsozialismus geprägte Deutschland während des 2. Weltkrieges. Eine Art Geschichtsreise, die mir sehr gut recherchiert vorkam.Personen, Orte, Gruppierungen - ein Stück historische Zeitgeschichte,  die weder von der Länge noch vom Inhalt her überzogen wirkte.

    In Verbindung mit dem Protagonisten Wolf und seinem Lehrer Goldstein bekam diese Vergangenheitsgeschichte einen verständlichen Sprung in die Zukunft.

    Die wenigen Protagonisten und ihre Charaktere sind sehr gut dargestellt, man kauft ihnen ihre Rollen ab, was auch an der Form des Erzählens liegt. Aber hier und da hätte ich mir mehr Emotionalität im Stil und der Sprache gewünscht.

    Ein Roman mit offenem Ende, dass viel Raum für Spekulationen lässt.Es sollen noch 2 weitere Bände folgen, worauf ich gerne warte um die Geschichte um Wolf zu beenden.
    Gerne vergebe ich 4 von 5 Sternen und bedanke mich nochmals herzlich für die Leserunde und das Rezensionsexemplar.
    c)K.B. 07/2016





  17. Cover des Buches GEHEIMAKTE TOPLITZSEE (ISBN: B073ZQ844Q)
    Gerold van Rijk

    GEHEIMAKTE TOPLITZSEE

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  18. Cover des Buches PastFinder Berlin (ISBN: 9789889978808)
    Vilibald P. Barl

    PastFinder Berlin

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Cover des Buches Operation James Bond, Das letzte große Geheimnis des Zweiten Weltkriegs (ISBN: 9783430119597)
    Christopher Creighton

    Operation James Bond, Das letzte große Geheimnis des Zweiten Weltkriegs

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Jens65
    Das Buch ist interessant und spannend. Aber ich kann nur sagen, dass an den "geschilderten" Aktionen garantiert fast NICHTS wahr ist. Dieses Buch hat fast mehr erfundene "Aktionen" als ein James Bond Roman. Es gibt etliche Stellen, an denen JEDER der sich tlw. mit der Sache (Geheimdienst/Krieg o.ä.) auskennt merkt, dass dieses Buch sehr wohl fast zu 100% erfunden ist, auch wenn der Autor versucht den Lesern was Anderes aufzutischen ... Fazit: Sehr guter Roman und spannend zu lesen aber bei weitem kein Tatsachenbericht.
  20. Cover des Buches Hitler und Stalin (ISBN: 9783442128457)
    Alan Bullock

    Hitler und Stalin

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
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