Bücher mit dem Tag "führung"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "führung" gekennzeichnet haben.

35 Bücher

  1. Cover des Buches The Big Five for Life (ISBN: 9783423280198)
    John Strelecky

    The Big Five for Life

    (201)
    Aktuelle Rezension von: Liselotte91

    Ich habe bereits „ Café am Rande der Welt“  gelesen und auch von „The Big Five for Life“ viel gehört.
    Somit hatte ich relativ hohe Erwartungen.

    Leider hat mich das Buch nicht so begeistern können. Ich fand es ganz nett. Die Kernaussage ist mir klar, und auch ein paar Ansichten konnte ich für mich mitnehmen. Jedoch habe ich für mich zu wenig über die „Big Five“ erfahren. Das Buch fühlte sich eher wie ein Leitfaden für Unternehmensführung an. Ich verstehe, was mir der Autor mitteilen möchte, jedoch frage ich mich, in welcher Firma eine solche Arbeitsweise tatsächlich umsetzbar wäre.

    Die gesponnene Geschichte von Thomas und Joe drum herum hat mich außerdem nicht wirklich abgeholt. Diverse Gespräche im Buch fühlen sich eher wie eine Werbeserie an und wirken für mich nicht authentisch.

    Alles in allem ein ganz nettes Buch, das man mal lesen kann, aber mein Leben nicht wirklich verändern wird.

  2. Cover des Buches Die Nachtigall (ISBN: 9783746636337)
    Kristin Hannah

    Die Nachtigall

    (647)
    Aktuelle Rezension von: AtschiB

    Das Buch „Die Nachtigall“ ist aus meiner Sicht nicht nur ein historischer Roman, sondern eine Geschichte, zweier Schwestern, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Die Schicksale der beiden Schwestern, Vianne und Isabelle, haben mich von Anfang an beschäftigt. Sie kämpfen auf so unterschiedliche Weise gegen die Grausamkeit des Krieges, gegen ihre Ängste und das Gefühl der Ohnmacht. Beeindruckt hat mich, dass trotz aller Umstände und Ereignisse, dass sie ihre Menschlichkeit bewahren. Ich habe mich beiden sehr verbunden gefühlt, jedoch auf unterschiedliche Weise. Es blieb nicht aus, dass ich mich so manches Mal auch mit meiner Schwester verglichen habe. Wie wären wir mit den Ereignissen umgegangen, wenn wir beide in dieser Zeit gelebt hätten? Ich kann mir kaum vorstellen, was die Menschen im Krieg ertragen mussten, und genau das macht diese Geschichte so ergreifend.

  3. Cover des Buches Epidemie (ISBN: 9783038802013)
    Åsa Ericsdotter

    Epidemie

    (49)
    Aktuelle Rezension von: Rose75

    Ich lese sehr gerne Politthriller und wenn sie aus Skandinavien kommen, habe ich besondere Freude daran. 

    Die Idee des Buches:   Schweden hat zu viele Übergewichtige ( so wird es auf jeden Fall vermittelt )  und die neue Gesundheitspartei setzt sich für ein schlankes und gesundes Schweden ein.  In den ersten vier Jahren haben sie schon Erfolge zu feiern, weil sich viele der neuen "Gesinnung" anpassen und sich schlank trainieren, mit Appetitzüglern den Magen beruhigen oder sich gleich ein Magenband einsetzen lassen.  Sogar in der Schule wird schon auf die Kinder eingewirkt.  Als die nächste Wahl ansteht, geht der Ministerpräsident auf`s Ganze. Alle Fettleibigen (  ein Fett-Muskel-Quotient über 50 ) sollen verschwinden. Offiziell werden sie in Fett-Camps fit gemacht. In Wahrheit werden sie wie fette Schweine behandelt ....

    Einer der Protagonisten kann seine Freundin aus den Fängen der Regierung befreien und danach  setzt er alles daran, diesem Treiben ein Ende zu bereiten. 

    Ich finde die Idee des Buches gut und die Autorin hat es geschafft ein bedrückendes Bild zu zeichnen.   Die Geschichte ist nicht wirklich spannend, aber das würde hier auch gar nicht passen.  Beim Lesen dachte ich, dass sich die Handlung in die Länge zieht, aber im Nachhinein ist der ruhige Erzählton genau passend.   Man muss es aushalten. 

  4. Cover des Buches Der Fürst (ISBN: 9783865393227)
    Niccolò Machiavelli

    Der Fürst

    (63)
    Aktuelle Rezension von: Stephanus

    Machiavelli beschäftigt sich in seinem kleinen Büchlein vorrangig mit den Fragen Macht und Herrschaft. Von diesen beiden Grundpfeilern entwirft er, durch Vergleiche seine Vorstellung einer "idealen" Fürstenherrschaft, d.h. wie ein Fürst möglichst beschaffen sein sollte, um eine langlebige und dauerhafte Herrschaft aufbauen und erhalten zu können. Dabei sind nicht nur eine einzige Tugend vonnöten, sondern eine Vorausschauen aber auch ein große Energie, gepaart mit Glück. Der zentrale Begriff der "virtú" kommt hier zu tragen.

    Mit seiner Schrift hat Machiavelli einen wichtigen Baustein gesetzt, ist aber oft auch falsch verstanden worden, da sein weiteres Werk, die "Discorsi" einfach ausgeblendet werden. Nach meiner Meinung müssen aber beiden zusammen betrachtet werden, um einen Eindruck vom Denken von Machiavelli zu erhalten. Stilistisch ist das Buch gut geschrieben und leidet natürlich unter der Übersetzung (aber kein Vorwurf an den Übersetzer). Die italienische Sprache ist einfach deutlich Nuancenreicher als die Deutsche.

    Ein Klassiker, von dem Leser jedoch enttäuscht sein werden, die sich bereits zu viele der modernen Machiavelli-Ratgeber zu Gemüte geführt haben.

     

  5. Cover des Buches Die Kunst des Krieges (ISBN: 9783848225927)
    Sunzi

    Die Kunst des Krieges

    (61)
    Aktuelle Rezension von: enlightpathreaders

    "Die Kunst des Krieges" ist ein über 2.000 Jahre altes Werk über militärische Strategie und Taktik – und doch aktueller denn je. Sun Tzu analysiert Krieg nicht nur als Kampf, sondern als Kunst, die auf Planung, Intelligenz und psychologischem Geschick basiert. Viele seiner Lehren lassen sich auf moderne Lebensbereiche wie Management, Politik oder Persönlichkeitsentwicklung übertragen.

    Meine Meinung:
    Ich war überrascht, wie klar und klug Sun Tzus Gedanken auch heute noch wirken. Obwohl sich das Buch primär auf militärische Auseinandersetzungen bezieht, bieten seine Strategien viel Stoff zum Nachdenken – ob im Berufsleben, im Konfliktmanagement oder im persönlichen Alltag.

    Besonders beeindruckt hat mich die Aussage: „Der größte Sieg ist der, der ohne Kampf errungen wird.“ Diese Denkweise widerspricht modernen, oft konfrontativen Ansätzen und wirkt in ihrer Ruhe fast weise.

    Die Sprache ist stellenweise nüchtern und die Struktur erinnert an kurze Merksätze oder Maximen – was das Buch gut zugänglich, aber nicht unbedingt emotional macht. Wer hier eine narrative Geschichte erwartet, wird enttäuscht. Wer aber über Prinzipien nachdenken möchte, findet hier einen echten Schatz.

    Fazit:
    Ein Klassiker, der weniger gelesen, sondern studiert werden will. Keine leichte Lektüre, aber eine, die lange nachhallt – vor allem, wenn man bereit ist, zwischen den Zeilen zu lesen. Für Leser*innen mit Interesse an Philosophie, Strategie und Selbstreflexion ein Muss.


    Bewertung: ⭐⭐⭐⭐☆ (4/5 Sterne)


  6. Cover des Buches Plötzlich sind Sie Führungskraft: Das praktische Buch für angehende Chefs. Wie Sie modern führen, schnell anerkannt werden und davon nachhaltig profitieren (ISBN: 9783000730511)
    Matthias Letwart

    Plötzlich sind Sie Führungskraft: Das praktische Buch für angehende Chefs. Wie Sie modern führen, schnell anerkannt werden und davon nachhaltig profitieren

    (93)
    Aktuelle Rezension von: Dan_Eder

    Dieses Buch ist wohl am meisten für jemanden geeignet, der bis dato sehr weit wegkommt wie Führung war. Für mich ist es dann doch sehr Basic und ich konnte wenige bis gar keine Strategien für mich daraus ziehen.

    Sehr einfach verständlich und kurz und knapp werden verschiedene Grundlagen zum Thema Führung erläutert. Jedoch sind die Informationen sehr Basic (es wird beispielsweise erklärt, was Home-Office ist). Beispiele, die das ganze Erläutern oder ggf. Typische Führungssitutionen aus dem Alltag und wie man damit umgehen sollte sucht mal allerdings vergebens.

  7. Cover des Buches Das Spiel der Götter (8) (ISBN: 9783734160394)
    Steven Erikson

    Das Spiel der Götter (8)

    (37)
    Aktuelle Rezension von: SunnySue

    "Kein Volk ist einzigartig oder etwas Besonderes - oder genauer, sollte es zu seinem eigenen Wohl besser nicht sein."

    Das Krächzen einer Krähe weckt mich. Doch noch immer bin ich so unsagbar müde. Als mein Blick über den Himmel gleitet, entdecke ich die Krähe, welche mich weckte und erneut dringt ihr raues Krächzen an mein Ohr. Es verursacht mir eine Gänsehaut - was allerdings nicht allein ihrem Rufen geschuldet ist, nein! Diese Krähe ist weiß und das bedeutet ein Unheil zieht auf...

    Ich bin Gast bei Trull Sengar und seiner Familie. Der Hexenkönig, Hannan Mosag, hat eine Versammlung einberufen, bei der er den Brüdern Forcht, Trull, Binadas und Rhulad, sowie den beiden Söhnen der Familie Buhn, einen wichtigen Auftrag überträgt. Sie sollen sich auf den Weg in die Eisfelder machen, um dort im Norden, wo einst die Jheck lebten, etwas Wichtiges für ihn zu besorgen. Etwas, das im Eis versteckt ist. Es versteht sich von selbst, dass ich die jungen Männer begleite, bin ich doch neugierig auf die Eisfelder, welche ich nie zuvor gesehen habe. Doch diese Quest stellte sich von Anfang bis Ende als riesengroßer Fehler heraus ...

    Aber das ist nicht unser einziges Problem. Schon seit einiger Zeit verstoßen die Letherii gegen die alten Verträge und Hannan Mosag ist sich durchaus bewusst, dass ihm die Zeit davonläuft. Die Letherii werden kommen. Sie werden kommen, um die Tiste Edur zu vernichten. Ich glaube ihnen ist nicht klar, dass die Edur keineswegs mehr die leichte Beute sind, die sie mal waren. Es stimmt, dass es nur noch sechs Stämme gibt. Jedoch vereinen sie sich alle unter dem Hexenkönig und ich sah auf der Versammlung viele starke Krieger unter ihnen. Die Karten sind noch nicht gemischt und die Würfel noch nicht gefallen. Welches Spiel die Götter spielen erfahren wir als letzte...

    "Wir waren ein gefallenes Volk, und der Imperator verkündet, dass wir wieder emporsteigen werden. Er ist wahnsinnig, denn wir steigen nicht empor. Wir fallen - und ich fürchte, dieser Abstieg wird kein Ende finden."

    Dieser achte Band greift zurück in eine Zeit, die vor dem ersten Band spielt und in eine Region, die dem Malazinischen Imperium gänzlich unbekannt ist. Es ist eine Reise, in die Vergangenheit der Tiste Edur, ihrer Götter und ihrer Feinde, der Letherii. Eine Reise, die ich sehr interessant finde und bei der ich gespannt bin, wo Erikson mit uns hin will.

    Besonders geliebt habe in diesem Band die witzigen Dialoge zwischen Tehol und seinem Diener Bagg und als im Verlauf der Geschichte noch die tote Diebin Shurq Elalle hinzu kam, wurde es doch gleich noch eine Spur amüsanter. Es ist die Art von trockenem Humor, der mich beim Lesen schmunzeln lässt.

    Insgesamt war dieser Band etwas ruhiger, was aber sicher auch daran liegt, dass - mit Ausnahme von Band 1 - die Bände im Deutschen immer auf zwei Bücher aufgeteilt wurden. Zum Ende des Buches hat man jedoch schon gemerkt, dass sich die Situation nun zuspitzen wird.

  8. Cover des Buches Das Buch der fünf Ringe (ISBN: 9783492305310)
    Miyamoto Musashi

    Das Buch der fünf Ringe

    (44)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Offensichtlich feiern irgendwelche gewaltaffinen Manager japanische Samurai ab, weil sie in die alten Texte ihre eigene menschenverachtende Lesart hineininterpretieren. Ganz so wie Musashi den Buddhismus verbiegt, damit er sein Tötungsgeschäft damit in Einklang bringen kann. Apropos Buddhismus, der kommt, ebenso wie der im Klappentext genannte Daoismus auf den ersten über 100 Seiten überhaupt nicht vor. Denn Musashi hat es nicht so mit Philosophie. Der möchte nur erklären, wie man jemanden besonders gelungen mit einem Schwert töten kann. Mag sein, dass jemand der Kendo betreibt, noch irgendetwas aus diesem Büchlein herausziehen kann, obwohl ich auch das erheblich bezweifele. Kampfsportler, die meinen, hier irgendwelche Lehren zu entdecken, sind jedenfalls auf einem üblen Holzweg. Dabei bieten Buddhismus und vor allem Daoismus durchaus einige bedenkenswerte Ansätze, die den verschiedenen Kampfsportlern nützlich wären.

    Mir ist es ein völliges Rätsel warum Musashi dermaßen gehypt wird. Die Werbung verspricht: "Dieses Grundlagenwerk der Schwertkunst ist eine klassische Anleitung für strategisches Handeln: Entscheidend für eine erfolgreiche Umsetzung von Miyamoto Musashis Weisheiten ist nicht die Technik, sondern die innere Haltung, geprägt durch Entspannung, Offenheit und Klugheit des Herzens. Musashi zeigt in zahlreichen anschaulichen Beispielen und Geschichten, wie kluges strategisches Handeln auch in der heutigen Berufs- und Arbeitswelt zum Erfolg führt." In der Einleitung steht dann aber: „Das Buch … ist ausschließlich der pragmatischen Kriegs- und Kampfesführung gewidmet. … Stattdessen richtet der Autor sein Hauptaugenmerk auf die Psychologie und die Physis des tödlichen Angriffs…“ Da fühle ich mich als Leser schon ein wenig in die Irre geführt. 

    Das Buch des professionellen Tötens

    Das Buch strotz jedenfalls nur so von Allgemeinplätzen. Hilfreich ist das überhaupt nicht. Dafür kann aber jeder hineinlesen was er gerade will. Wer der Meinung ist, dass professionelles Töten heute noch Vorbild sein kann, bitte sehr. Für mich ist diese militaristische und martialische Weltsicht nicht nur anachronistisch, sondern wesentliches Übel dieser Welt. Gegen die sich im Übrigen Buddhismus und Daoismus eindeutig aussprechen. Aber jedem gewalt- und kriegslüsternen Kämpfer ist ja noch immer eine Interpretation eingefallen, um das eigene Handeln als gerechtfertigt erscheinen zu lassen. Und wem nichts eigenes einfällt, der holt sich eben Inspiration bei alten Samurai.

    „Seine Wissenschaft der Aggression und der Gnadenlosigkeit (sic!) ragt als höchst konzentriertes Musterbeispiel der Samurai-Philosophie hervor.“ Echt jetzt? Gnadenlosigkeit als Vorbild? Nun gut, das passt natürlich einigen Managern in ihr menschenfeindliches materialistisch-kapitalistisches Weltbild. Ist man also auf der Suche nach Hinweisen wie man sein Schwert richtig hält und wie man z.B. die Arme des Gegners abhackt, der wird bei Musashi fündig. Für alles andere gibt es hunderte besserer Bücher.

    Dieses kleine gewaltgeile Büchlein ist jedenfalls eine reine Enttäuschung. Vielleicht passt es aber auch wieder ganz gut in unsere Zeit, in der sich Macht und Gewalt wieder einmal ausbreiten und ein großes Publikum finden.

  9. Cover des Buches Divided States of America (ISBN: 9783959814997)
    Claudia Kern

    Divided States of America

    (29)
    Aktuelle Rezension von: JazzH

    Es war mir eine Qual das Buch zu lesen. Es sind einfach viel zu viele Personen vorhanden. Das stiftete nur Verwirrung, wenn man mal das Buch weggelegt hat, konnte es sein, dass man manche vergaß, da die vielen Charaktere wechselweise in ihren Kapiteln vorkamen, die auch noch in verschiedenen Schauplätzen in den USA verteilt lebten und handelten. 

    Inhaltlich knapp gefasst: Wer eine gruseligere, schlimmere Version von Donald Trump als Präsidenten sich schon immer einmal vorstellen wollte, dem ist dieses Werk zu empfehlen. 

    Es tut mir schrecklich leid, man merkt, dass Kern hier wirklich viel recherchiert hat und all ihr Herzblut einfließen lassen konnte. Jedoch ist sie mit über 600 Seiten ein wenig damit über das Ziel hinausgeschossen. Man muss wirklich sehr konzentriert lesen.

  10. Cover des Buches Ein Koffer voller Wollen (ISBN: 9783658239848)
    Nelly Kostadinova

    Ein Koffer voller Wollen

    (16)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Als Nelly Kostadinova von Bulgarien nach Deutschland kommt, ahnt sie noch nicht, dass sie Jahre später ein riesiges Dolmetscherunternehmen führen wird... .
    Auf dieses Buch war ich sehr neugierig, weil ich es immer wieder faszinierend finde, wie Menschen etwas wagen und am Ende einen riesen Erfolg vorweisen können.
    So hat auch Nelly es geschafft und sie gibt hier einen interessanten Einblick in ihren Werdegang und zeigt vor allem, wie sie ihr Ziel erreicht hat.
    Zwischendurch gibt es auch immer wieder recht allgemeine Businesstipps zum Beispiel zum Thema Kleidung, die mir auch sehr gefallen haben.
    Mir hat gefallen, dass die Autorin so offen schreibt und auch über anfänglichen Sorgen und Ängste berichtet. Ihre Geschichte macht einfach viel Mut, selbst seine eigenen Ideen und Träume anzupacken und etwas im Leben zu wagen.
    Insgesamt ist ,,Ein Koffer voller Wollen" ein interessantes und vor allen Dingen auch motivierendes Sachbuch, welches ich hier sehr gerne weiterempfehle.
  11. Cover des Buches Das Spiel der Götter (9) (ISBN: 9783734160400)
    Steven Erikson

    Das Spiel der Götter (9)

    (37)
    Aktuelle Rezension von: Mario_Hackel

    Hier kommt ein echtes Highlight unter den Fantasy-Serien, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Der Roman entführt uns in eine Welt voller Intrigen, Krieg und Magie. Diese Welt ist so vielschichtig und tiefgehend, dass sie uns Leser:innen schnell in ihren Bann zieht.

    Erikson startet die Geschichte direkt inmitten eines Krieges und verzichtet dabei auf den üblichen "langsamen Einstieg". Die Malazanischen Imperiums-Armeen belagern die Stadt Pale, eine der letzten Hochburgen des aufständischen Fürsten Caladan Brood und seiner mächtigen Verbündeten. Schon zu Beginn wird klar, dass dieser Krieg nicht nur eine militärische Angelegenheit ist, sondern dass auch Magier, uralte Wesen und Götter selbst ihre Hände im Spiel haben. Die Handlung ist ziemlich komplex und entwickelt sich immer weiter in neue, miteinander verflochtene Handlungsstränge. Das ist schon eine Herausforderung für die Leserschaft, aber auch faszinierend und macht es möglich, richtig tief in das Geschehen einzutauchen.

    Erikson hat eine ganze Menge an Charakteren geschaffen, die alle ihre eigene, komplexe Hintergrundgeschichte und Motivation haben. Die enthüllt sich aber oft erst nach und nach. Die Figuren sind alles andere als "klassische" Helden. Sie sind moralisch ambivalent und mitunter schwer zu durchschauen. Besonders erwähnenswert ist die Assassinenlegende Anomander Rake. Seine kryptischen Ziele und übermenschlichen Kräfte sorgen für eine bedrohliche und gleichzeitig fesselnde Präsenz.

    Eriksons Schreibstil ist anspruchsvoll und intensiv, ohne viele Erklärungen oder Einführungen. Der Autor überlässt es dem Leser, die Welt und die Regeln dieser Fantasie-Realität selbst zu entdecken. Die Sprache ist stellenweise poetisch und oft philosophisch, was das Leseerlebnis zusätzlich vertieft.

    Was das Buch wirklich auszeichnet, ist die Art und Weise, wie es eine faszinierende Welt erschafft. Das "Malazanische Reich" und seine Nachbarstaaten sind voll von Geschichte, mythischen Wesen, unterschiedlichen Kulturen und miteinander verbundenen Intrigen. Dadurch entsteht eine lebendige, vielseitige Welt. Auch das Magiesystem ist einzigartig und geheimnisvoll. Es basiert auf sogenannten "Warrens", magischen Bereichen, die die Zauberer für ihre Kräfte anzapfen. Erikson enthüllt die Regeln und Feinheiten der Magie nur stückweise, was die Spannung und den mystischen Charakter verstärkt.

    Mein Fazit:

     "Die Gärten des Mondes" ist keine leichte Lektüre und erfordert Aufmerksamkeit und Geduld. Dafür bekommt man eine reichhaltige, immersive und fordernde Welt, die mit jedem Kapitel mehr Tiefe gewinnt. Steven Erikson bricht mit klassischen Erzählmustern und bietet eine kompromisslos komplexe und düstere Fantasy-Erfahrung die begeistert. Wer sich auf die anspruchsvolle Reise einlässt, den erwartet ein unvergleichliches literarisches Abenteuer – das Spiel der Götter hat begonnen.

  12. Cover des Buches Die Macht der Alten (ISBN: 9783492269193)
    Richard Schwartz

    Die Macht der Alten

    (81)
    Aktuelle Rezension von: Stefanie-B

    In diesem sechsten Band der Reihe geht die Geschichte von Havald und seinen Freunden, von Askir dem Kaiserreich und von dem drohenden Krieg weiter. Und sie ist spannend und faszinierend wie immer. Die Charaktere und ihre Beziehungen zueinander sind toll beschrieben, schwierig, realistisch und interessant. Die Story ist nach wie vor mitreißend und man merkt, dass sie sich immer mehr zuspitzt. Und der Stil ist (wie bereits bekannt) einfach fesselnd.

  13. Cover des Buches Farm der Tiere (ISBN: 9783837155464)
    George Orwell

    Farm der Tiere

    (46)
    Aktuelle Rezension von: Fallendreams

    Die Geschichte hat ein paar Jährchen auf den Buckel, weshalb ich eine kurze Eingewöhnung gebraucht habe.

    Das gesamte Buch beinhaltet eine einfach zu verstehende Botschaft. ;) Die Tiere befreien sich von ihrem größten Feind: der Mensch. Allerdings hält das ganze Konzept nicht lange an und es entwickelt sich schleichend zur ursprünglichen Diktatur, dieses mal selbst von Tieren erzeugt, zurück.

    Es regt zum Nachdenken an. Trotzdem frage ich mich persönlich: wie würden Tiere wirklich handeln und was würden sie über Menschen schreiben? :D

    Die Tiere im Buch sind eher als Metapher zu sehen. Man versteht durchaus, was der Autor damit zum Ausdruck bringen wollte.

  14. Cover des Buches Gänsehaut / Der Geist ohne Kopf (ISBN: 9783570209301)
    R. L. Stine

    Gänsehaut / Der Geist ohne Kopf

    (21)
    Aktuelle Rezension von: Yoyomaus
    Zum Inhalt:
    Danny und Stephanie kommen bei einer Führung durch das alte Hill House, in dem es schon seit über hundert Jahren spuken soll, auf die Idee, sich am Abend dort einschließen zu lassen, um diesem Gerücht auf den Grund zu gehen. Und tatsächlich begegnen sie dem Geist ohne Kopf, der sehr an einem Ersatz interessiert ist und die Kinder durch das alte Gemäuer jagt. Zum Glück stellt sich alles bald als ein gruseliger Streich heraus - oder gibt es vielleicht doch Geister?

    Danny und Stephanie lieben es die Kids in ihrer Nachbarschaft nachts zu erschrecken und diese als Gruselgeschwister heimzusuchen. Sie schleichen sich nachts aus ihren Zimmern. Niemand weiß, wer sie sind. Gummispinnen auf dem Bett, komische Geräusche unter dem Kinderzimmerfenster, Gruselattacken aus dem Gebüsch. Sie sind für jeden Spaß zu haben und die Kids in der Stadt fürchten sie. Als sie an diesem Abend wieder einmal einen ihrer Klassenkameraden heimsuchen, da kommt Stephanie auf die Idee nach einem echten Geist zu suchen - und sie kennen einen Ort, der wie geschaffen für diese Idee ist. Das Hill House, seit Ewigkeiten verlassen, wird nur noch für Gruselführungen genutzt - die sie natürlich ein und auswendig kennen - und verflucht, seitdem ein Geist dort angeblich einem Jungen den Kopf abgerissen hat. Seitdem soll der Junge dort spuken und nach seinem Kopf suchen. Die beiden sind Feuer und Flamme für ihre Idee und machen sich auf den Weg zum Hill House. Doch was sie dort erwartet lässt ihnen die Haare zu Berge stehen.

    An sich hat mir die Geschichte ganz gut gefallen, die Idee zumindest fand ich wirklich grandios und für junge Leser ist die Geschichte sicherlich nervenaufreibend, aber mir persönlich war die Storyline dann doch zu lasch und an einigen Stellen einfach zu nervig. Danny, der ja ach so cool tun will, macht sich fast in die Hosen, während Stephanie scheinbar kein Abenteuer auslassen will. Nur, um nicht als Angsthase dazustehen geht Danny mit in das Hill House, wo sie sich bald von der Gruppenführung absetzen. Dabei kommt es immer wieder zu gruseligen Situationen, hauptsächlich von Stephanie hausgemacht. Das war einmal gruselig. Das ging noch ein zweites Mal, aber dann war es einfach nervig, weil man ahnen konnte, dass Stephanie ihre Finger im Spiel hat. Interessant wird es erst als ein weiterer Junge auftaucht, aber auch hier kam dann nur noch wenig Stimmung auf. Was mich persönlich an der Geschichte noch ein bisschen hat stutzen lassen - was sind das nur für Rabeneltern, die es nicht mal bemerken, dass ihre Kinder sich nachts raus schleichen und andere Kinder terrorisieren. Etwas unrealistisch. Aber ich denke für ein Kinderbuch schon okay. Im Großen und Ganzen fand ich die Geschichte aber wirklich gelungen und voller toller Ideen. Die Legenden um die Geister, die in dem Haus gewohnt haben, fand ich dabei ganz besonders gut. Das hat für das Haus schon eine gewisse Stimmung erzeugt und hat auch Spaß gemacht. Davon hätte der Autor ruhig noch mehr schreiben können.


    Empfehlen möchte ich das Buch allen Gruselfreunden, ob jung oder alt. Wer nicht auf Details achtet und kein Problem mit einem Kinderbuch und einer sehr fiktiven Fantasie - in Hinsicht auf die nächtlichen Aktivitäten - hat, der wird hier voll und ganz auf seine Kosten kommen. Darüber hinaus sollte man kein Problem damit haben, dass die Geschichte sehr voraussehbar ist.


    Idee: 4/5
    Details: 3/5
    Charaktere: 4/5
    Gruselspaß: 4/5
    Voraussehbarkeit: 3/5


    Gesamt: solide 3/5

  15. Cover des Buches Charlie und die Schokoladenfabrik (ISBN: 9783844546286)
    Roald Dahl

    Charlie und die Schokoladenfabrik

    (27)
    Aktuelle Rezension von: SimoneF

    Der kleine Charlie wächst zusammen mit seinen Eltern und Großeltern in ärmlichsten Verhältnissen auf. Jeden Tag auf dem Schulweg kommt er an Willy Wonkas Schokoladenfabrik vorbei, und der köstliche Duft der für ihn unerschwinglichen Süßigkeit steigt in seine Nase. Einmal nur möchte er hinter die Tore der sagenumwobenen Fabrik blicken, die niemand je betreten darf! Eines Tages verlost Willy Wonka fünf goldene Tickets, die den Gewinnern und ihren Begleitpersonen einen unvergesslichen Tag in der Fabrik versprechen. Charlie kann sein Glück kaum fassen, als er eines der Tickets gewinnt, und zusammen mit seinem Opa beginnt für ihn eine abenteuerliche, haarsträubende, spannende und phantastische Reise, die sein Leben für immer verändern wird....

    Eigentlich bin ich kein großer Fan von Roald Dahl, aber da ich den Sprecher Matthias Matschke so schätze, habe ich mich mit meinem Sohn an das Hörbuch gewagt. Und es hat sich gelohnt! Auch wenn ich die Figurenzeichnung der Kinder als etwas stereotyp empfinde und Willy Wonka Züge eines kapitalistischen Kolonialherren aufweist, ist diese Geschichte von Herrn Matschke so unfassbar genial eingesprochen worden, dass ich nicht umhin kann, das Hörbuch unbedingt weiterzuempfehlen. 

    Es gelingt Herrn Matschke, die knapp 30 verschiedenen Personen so differenziert zu verstimmlichen, dass alle Figuren sofort erkennbar sind. Er lässt jede Person lebendig werden und spricht sie mit so viel Einfallsreichtum, Einsatz und Spielfreude, dass es ein großes Vergnügen ist, dem Hörbuch zu lauschen. Es läuft bei meinem Sohn inzwischen rauf und runter! Als Hörbuch ein echtes Meisterwerk!

  16. Cover des Buches Acht Stunden mehr Glück (ISBN: 9783810530509)
    Maike van den Boom

    Acht Stunden mehr Glück

    (5)
    Aktuelle Rezension von: Raeubertocher76
    Klappentext:
    "Die Skandinavier zählen zu den glücklichsten Menschen der Welt. Und zwar 24 Stunden lang – zu Hause und im Job. Wie machen sie das nur? Und was können wir von ihnen lernen? Um das herauszufinden reiste Maike van den Boom zwei Jahre lang durch Dänemark, Norwegen und Schweden und sprach mit Bauarbeitern, Krankenschwestern, Piloten, Wissenschaftlern und Vorständen. Überall traf sie auf Menschen, die mit Leidenschaft und Neugier arbeiten und leben. Draufgänger, die milde urteilen, bescheiden sind und einander helfen, wo immer sie können. Denn „zusammen“ lautet das Zauberwort des Nordens. Und was heißt das für uns? Dass Arbeiten auch Glück bedeuten kann, und dass dieses Glück in unseren Händen liegt."
    Meine Meinung:
    Das Cover passt perfekt für ein Sachbuch, das stilistisch eher wie ein gemütlicher Roman daher kommt und sich leicht und flüssig lesen lässt. Die Kombination aus Gelb, Lila und Rot wirken bunt und fröhlich aber dennoch seriös, wie die Botschaft, die vermittelt werden soll.
    Ich habe das Glück meinen Job i.d.R. selbst gestalten zu können und bin sowohl Mitarbeiterin als auch Führungskraft. Neben unzähligen Aha-Effekten und schmunzelnder Selbsterkenntnis kamen mir beim Lesen unablässig Ideen in den Kopf, wie ich verschiedene Aspekte des Buches in meinem Arbeits- und Lebensbereich anwenden könnte. Es öffneten sich sozusagen Kapitel für Kapitel neue Türen und obwohl die dahinterliegenden Gänge natürlich sowohl Positives als auch Negatives bereithalten können, bin ich gespannt darauf, sie alle zu erkunden und das skandinavische Konzept in meinem Bereich auszuprobieren.
    Nachfolgend einige Geheimnisse des skandinavischen Arbeitsglücks, die ich dem Buch entnehmen konnte:
    • Optimismus
    • Flexibilität
    • Keine Angst vor Veränderungen
    • Vertrauen und Transparenz
    • Freiheit unter Verantwortung
    • Kein Neid sondern: „Gönnen können“
    • Lernkultur (Fehler sind durchaus willkommen)
    Auch wenn man der Autorin einen leichten Blick durch die rosarote „Skandinavien-Brille“ vorwerfen könnte, stellt sie doch auch die kritischen Stimmen dar und baut in ihre Interviews bspw. die Frage ein, ob denn wirklich alles in Skandinavien so super ist. Mit einer so einfachen wie interessanten Antwort.
    Mein Fazit:
    Maike van den Boom hat ein leicht zu lesendes und besonders eingängiges Sachbuch geschaffen, das zur Selbstreflexion und zum Ausprobieren anregt. Eine unbedingte Leseempfehlung an alle, die etwas mehr Glück in ihrer Arbeit suchen. Und denjenigen, die jetzt sofort abstreiten möchten, dass dieses Konzept hierzulande funktionieren kann, sei dieses Buch besonders ans Herz gelegt, denn mit etwas Offenheit für das Thema wird erkennbar, dass das (Arbeits-)Glück in der Tat in unseren eigenen Händen liegt. Meinen Arbeitsalltag hat das Buch jedenfalls schon positiv beeinflusst.
  17. Cover des Buches ... und eine Prise Wahnsinn – Die Business-Edition (ISBN: 9783689320591)
    Alexander Herrmann

    ... und eine Prise Wahnsinn – Die Business-Edition

    (5)
    Aktuelle Rezension von: Alexandra_Erler

    Alexander Herrmanns Buch „…und eine Prise Wahnsinn“ ist weit mehr als nur eine klassische Autobiografie eines Spitzenkochs. Es ist eine inspirierende Mischung aus persönlichen Geschichten, Einblicken in die oft mystifizierte Welt der Sterneküche und einem klugen Management-Ratgeber, der über die Gastronomie hinaus wertvolle Impulse liefert.


    Herrmann erzählt mit viel Humor und Selbstironie von seinem Weg aus dem kleinen oberfränkischen Wirsberg zu einer der bekanntesten Persönlichkeiten der deutschen Kulinarikszene. Die Anekdoten aus seiner Kindheit, seiner Zeit in der Ausbildung und seinem späteren Aufstieg zum Zwei-Sterne-Koch geben dem Leser das Gefühl, nicht nur den Spitzenkoch, sondern den Menschen Alexander Herrmann kennenzulernen. Seine ehrliche und ungekünstelte Erzählweise macht das Buch dabei ebenso unterhaltsam wie zugänglich.


    Besonders faszinierend ist der Blick hinter die Kulissen der Sterneküche. Herrmann räumt mit gängigen Klischees auf: Anstelle eines rauen, autoritären Tons setzt er in seinen Betrieben auf Teamgeist, Vertrauen und die Freiheit, Fehler zu machen. Diese Führungsphilosophie, die sich klar von den üblichen Vorstellungen der Branche abhebt, zieht sich als roter Faden durch das Buch. Er verknüpft seine Erfahrungen geschickt mit universellen Management-Prinzipien, sodass auch Leser aus anderen Bereichen davon profitieren können.


    Die Mischung aus autobiografischen Episoden und praxisnahen Tipps für Führungskräfte macht das Buch besonders lesenswert. Herrmann gelingt es, mit Leichtigkeit und einer Prise „Wahnsinn“ zu inspirieren und dabei nicht belehrend zu wirken. Auch kulinarische Laien werden Freude daran haben, denn das Buch ist nie zu technisch oder branchenspezifisch – vielmehr geht es um Menschen, Visionen und den Mut, Neues auszuprobieren.


    Insgesamt ist „…und eine Prise Wahnsinn“ ein gelungenes Werk, das nicht nur Einblick in das Leben eines erfolgreichen Sternekochs gibt, sondern auch wertvolle Impulse für modernes Leadership vermittelt. Eine absolute Empfehlung für Fans von Alexander Herrmann, Liebhaber von Geschichten aus der Welt der Gastronomie und alle, die auf der Suche nach neuen Perspektiven für Motivation und Erfolg sind.


  18. Cover des Buches In Search of Excellence (ISBN: 9781861977168)
  19. Cover des Buches Executive Modus: 12 Taktiken für mehr Führungswirkung (ISBN: 9783446454798)
  20. Cover des Buches Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik: Der Schnelleinstieg für (angehende) Führungskräfte: Basiswissen, Haftung, Gefährdungen, Rechtslage (ISBN: 9783446454743)
  21. Cover des Buches Der Code agiler Organisationen: Das Playbook für den Wandel zur agilen Organisationskultur (ISBN: 9783869804828)
    Dr. Stefanie Puckett

    Der Code agiler Organisationen: Das Playbook für den Wandel zur agilen Organisationskultur

    (7)
    Aktuelle Rezension von: LeserLeserin

    Ein spannendes Buch, dass psychologische Fallstricke bei agilem Arbeiten aufzeigt und darlegt, wie es das Verhalten des Einzelnen und von Teams ist, das letztlich Agilität schafft. Die Tipps und Hacks am Ende jedes Kapitels sind sehr gut und direkt anwendbar. Das TEC Modell agiler Organisationskultur liefert direkt ein tolles Framework, mit dem man arbeiten kann. 

  22. Cover des Buches Wider den Gehorsam (ISBN: 9783608948912)
    Arno Gruen

    Wider den Gehorsam

    (13)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Gehorsam „ist der Zement, der die Menschen an Autoritätssysteme bindet und ein tiefwurzelndes Verhalten erzeugt, das ethisches Empfinden und Mitgefühl zunichtemacht.“ Das neue, kleine Buch „Wider den Gehorsam“ des Psychoanalytikers Arno Gruen kann helfen, vieles von dem was aktuell geschieht, besser zu verstehen. Da das Buch aus einem Vortrag aus dem Jahr 2002 hervorgegangen ist, zeigt sich schon die, obwohl hochaktuell, zeitlose Diagnose von einem der letzten großen Theoretiker der menschlichen Psychen.

    Der Vortrag „Über den Gehorsam“ ist in das Essay eingegangen, geht aber darüber hinaus und wartet mit scharfsinnigen und leicht verständlichen Analysen auf.

    „Die Kehrseite jeder Treue ist Gehorsam. Umgekehrt impliziert jeder Gehorsam Treue. Menschen halten sich für treu, aber deswegen nicht für gehorsam, weil sie sich – aus freier Wahl – als treu empfinden und erleben. Aber indem man Treue als einen moralischen Wert empfindet, den man selbst wählt, verhüllt man jenen Gehorsam, der der Identifikation mit den Mächtigen dient. Beide, Treue und Gehorsam, wurzeln in der Autorität, wodurch freiwillige Knechtschaft zum moralischen Wert und zu einer bewundernswerten menschlichen Qualität erhoben wird.“

    Wer unhinterfragbare Bündnistreue einfordert, wer Treue zum Nationalstaat oder auch nur blinde Verfassungstreue einfordert, verlangt nichts anderes als Gehorsam und Unterwürfigkeit. Ein demokratischer Rechtsstaat muss den Widerspruch geradezu provozieren, um daran wachsen zu können. Ziviler Ungehorsam und das Infragestellen alter Gewissheiten sollten selbstverständliche Bürgerpflicht sein.

    Zu beobachten ist jedoch vielfach das Gegenteil. Es werden Untertanen eingefordert. Gesellschaftliche Diskurse werden nicht geführt. Es gibt lediglich den Anschein von Diskursen. Simulierte Diskurse. Leitartikler der großen Medien werfen sich die immer gleichen Argumente wie in einem Ping Pong Spiel zu. Es gibt keinen gedanklichen Ungehorsam. Kein Widerstreben. Keinen kritischen Diskurs. Alle sind sich einig. Und in dieser Parallelwelt glauben sich Meinungsführer besonders pluralistisch, wenn man statt Bomben Sanktionen fordert.

    „Die Basis unserer ‚Hochkultur’ ist das Bestreben, die Welt im Griff zu haben, sie zu besitzen, zu beherrschen und gleichzeitig für Mechanismen zu sorgen, die eine Verleugnung und Verschleierung dieser Motivation bewirken. Diese Verschleierung basiert auf dem Motto: Wir verfügen über dich, weil es zu deinem Besten ist.“

    Einige Menschen rebellieren jedoch gegen den Gehorsam und kämpfen gegen die dadurch bedingte Entfremdung an. „Das führt dazu, dass sie von anderen als Außenseiter, als Nestbeschmutzer, sogar als Verräter an der gemeinschaftlichen Sache bezeichnet werden.“

    Wem das bekannt vorkommt, sollte unbedingt zu dem kleinen Buch “Wider den Gehorsam” von Arno Gruen greifen. Wem das alles zu psychologisierend ist, der darf auch drauf verzichten.

    „Gehorsam ist destruktiv. Gehorsam grenzt das Denken ein und verneint die Realität.“

  23. Cover des Buches Guerilleras (ISBN: 9783748120711)
    K. Westerbeck

    Guerilleras

    (6)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Als ich im Juni Kerstin Westerbeck´s neuen Krimi „Guerilleras“ (den zweiten Fall für Comisario Sergio Fabulos) zusammen mit dem ersten Teil (Wegkreuz in den Anden) erhielt, hatte ich mich wirklich darauf gefreut, bieten die Romane von Kerstin Westerbeck doch immer spannende sowie anspruchsvolle Themen vermengt mit Humor und einem Schuss Erotik.

     

    Doch dann folgte zunächst die Ernüchterung – ich kam nicht in die Handlung, die Figuren agierten komisch. Kurzerhand brach ich die Lektüre ab und legte das Buch beiseite.

     

    Anfang des Monats etwa fing ich dann mit „Wegkreuz in den Anden“ an, welches ich dann innerhalb kürzester Zeit beendet hatte, da ich das Buch unter anderen Gesichtspunkten gelesen habe, als man es normalerweise bei einem Krimi tut. Weil ich jetzt „im Thema“ (sprich: in Kolumbien im fiktiven Ort Callín und Umgebung) war, ich die handelnden Personen besser kannte und entsprechend zuordnen konnte, habe ich dann schnell „Guerilleras“ gelesen. Und siehe da: es funktionierte gut.

     

    Comisario Sergio Fabulos und seine Freunde Jaimé und Arturo müssen dieses Mal mit zusehends selbständig agierenden Frauen, die gegen Prostitution etc. kämpfen, zurechtkommen – etwas, was den Männern zunächst gar nicht gefällt. Doch die Handlung erfordert es, dass sich ihre Ansichten im Laufe der Zeit ändern, was mir sehr gut gefallen hat. Überhaupt lässt Kerstin Westerbeck ihren Figuren wieder viel Platz zum Wachsen und entwickeln und man merkt, dass hinter dem raubeinigen Sergio ein durchaus zur (kritischen) Reflektion über sich und sein Handeln agierender, sensibler Mann steckt.

     

    Ein Krimi wäre allerdings kein Krimi, wenn es keine Toten geben würde. Derer gibt es hier nach und nach aber genug *g*. Dazwischen erhält die Leserschaft wieder einen Einblick in die politische Situation in Kolumbien (dieser Roman entstand nach den Friedensverhandlungen mit den FARC 2016 in Havanna) und lernt etwas über die Lebensweise bzw. die Eigenarten der Kolumbianer kennen (die Autorin hat u. a. Lateinamerikanistik studiert).

     

    All das vermengt mit einer spannenden Handlung, die immer wieder überraschende Wendungen nimmt, ergibt unterm Strich einen unterhaltsamen und interessanten Krimi, dem ich ohne schlechtes Gewissen wieder 4 verdiente Sterne gebe.

     

    Ein Tipp zum Schluss: auch wenn sich „Guerilleras“ unabhängig lesen lässt: zum besseren Verständnis für die Figuren und die Erwähnung von Dingen, die sich auf „Wegkreuz in den Anden“ beziehen, sollten Interessent*innen zunächst selbigen Roman lesen!

  24. Cover des Buches Verbannte der Ewigkeit - Menschen im Zeitgefängnis, eine Milliarde Jahre trennt sie von der Welt der Gegenwart (ISBN: B001GTB4U4)
    Robert Silverberg

    Verbannte der Ewigkeit - Menschen im Zeitgefängnis, eine Milliarde Jahre trennt sie von der Welt der Gegenwart

    (1)
    Aktuelle Rezension von: KarinJ

    Inhalt:

    Schauplatz der Handlung ist das Paläozoikum; ein Zeitalter, in dem das Leben das Land noch nicht entdeckt hat. Daher ist es eine Zeit, in der kein Zeitparadox entstehen kann durch Menschen, die aus der Zukunft kommen. Das nutzt eine Regierung aus und sendet politische Strafgefangene, die der Todesstrafe entgehen wollen, zurück in die Vergangenheit. Dort leben sie, sich selbst und dem eigenen Geschick überlassen, in einem Lager bis zu ihrem Tod. Denn die Reise ist nur in eine Richtung möglich. Jim Barrett ist "der ungekrönte König im Hawksbill-Lager" und am längsten dort, nämlich 25 Jahre. Ihm ist es gelungen, die Dinge einigermaßen zu ordnen. Trotzdem gibt es Übergriffe und Kämpfe. Dann kommt eines Tages ein ungewöhnlich junger Mann an. Er macht sich bald verdächtig. Der Roman wurde 1968 erstmals veröffentlicht und ist 1987 als Hörspiel "Endstation Kambrium" vom SDR herausgebracht worden.

    Meine Meinung:

    Ich fand die Situation sehr anschaulich geschildert. Es wird klar, wie egal die Gefangenen denjenigen sind, die sie im Lager abgeworfen haben. Es kommen zwar regelmäßig Versorgungsgüter. Aber man kann nicht mit allem umgehen, was passiert. Und so stirbt, wer nicht ausreichend medizinisch versorgt werden kann, oder man wird verrückt in der ausweglosen, entbehrungsreichen Situation. Die Lage erscheint deprimierend und man wundert sich, wie manche Menschen trotzdem etwas daraus machen können wie Rüdiger, der Trilobiten studiert. Die Geschichte fand ich interessant, aber nicht wirklich spannend. Die Situation im Lager wirkte eher bedrückend, auch wenn einige Figuren so dargestellt wurden, als könne von ihnen Gefahr ausgehen. Ich spürte mehr die Sehnsucht der Männer nach einem normalem Leben und nach Kontakt zu ihrer Zeit und zu ihren Lieben. Auch beim Verdacht gegen den Neuankömmling sprang auf mich die Erregung der Lagerbewohner nicht über, die sich vor Machenschaften der anderen Seite fürchten. Ich glaube, es sollte auch kein Abenteuer oder Thriller werden, sondern eine Betrachtung: Was macht es mit Menschen, wenn sie von der Gesellschaft abgeschnitten werden? Das ist nach meinem Empfinden sehr gut gelungen. Das Ende fand ich sehr passend:

    Einmal dass die Gefangenen freikommen und in die Gegenwart zurückgeschickt werden, dass ihr Leiden beendet wird; dass das totalitäre System, von dem das Lager eingerichtet worden ist, überwunden wurde (für mich war eine weitere Botschaft, dass ein System, das so mit seinen Gefangenen umgeht, abgeschafft gehört); dass der König, der nicht glaubt, sich in ein neues Leben finden zu können, sein Königreich behalten darf.

    Ich bewerte diesen Roman mit 3 Sternen

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