Bücher mit dem Tag "fürsorge"
70 Bücher
- Jojo Moyes
Ein ganzes halbes Jahr
(11.882)Aktuelle Rezension von: Magische_BuchweltMeine Meinung:
"Ein ganzes halbes Jahr" ist für mich eine der bewegensten Liebesgeschichten überhaupt. Eine Geschichte über Liebe und Hoffnung.
Manchmal ändert ein Schicksalsschlag alles.
Louisa Clark weiß, dass nicht viele in ihrer Heimatstadt ihren etwas schrägen Modegeschmack teilen. Sie weiß, dass sie gerne in dem kleinen Café arbeitet und dass sie ihren Freund Patrick eigentlich nicht liebt. Sie weiß nicht, dass sie schon bald ihren Job verlieren wird – und wie tief das Loch ist, in das sie dann fällt.
Will Traynor weiß, dass es nie wieder so sein wird wie vor dem Unfall. Und er weiß, dass er dieses neue Leben nicht führen will. Er weiß nicht, dass er schon bald Lou begegnen wird.
Lou und Will haben mein Herz erobert beide sind authentisch gezeichnet, so dass man sich gut identifizieren und ihre Gefühle nachvollziehen konnte. Während Lou eine Lebensfreude pur ist Will auf Grund eines Unfalls verständlicher weiße oft depressiv. Beide machen im Verlauf eine große Charakterliche Entwicklung. Lou gewinnt an Stärke und Selbstbewusstsein, und Will sieht dass Leben Überraschungen bereit hält, wenn man es am wenigsten erwartet.
Ich fande die Reise die die beiden gemeinsam erleben wunderschön.
Die Autorin hat hier eine gelungene Balance zwischen Dramatik und einem zarten Humor gefunden, der die Handlung immer wieder Leichtigkeit verlieh.Tortz Wendungen, gab es Zwischenzeitlich dennoch einige Längen. Ich habe bis zum mit den beiden mitgeliefert, gelacht und geweint.
Das Ende hat mich wirklich traurig gemacht. - Colleen Hoover
Verity
(2.221)Aktuelle Rezension von: Jaqueline_Ivanovi_Ich finde das Buch absolut gelungen und konnte es kaum aus der Hand legen.Es war mitreißend von Anfang bis Ende. Mir hat der Schreibstil und auch die Charaktere haben mir so unglaublich gut gefallen. Ich hätte stundenlang weiter lesen können. Ich kann es absolut empfehlen. Das Ende hat mir absolut den Rest gegeben und mich sprachlos zurück gelassen.
- Caroline Wahl
22 Bahnen
(1.115)Aktuelle Rezension von: Pia1806Ich lese größtenteils Krimis, Thriller etc., aber da ich sehr viel gutes über das Buch gehört habe, musste ich es auch lesen und ich bin begeistert.
Der außergewöhnliche Schreibsti, zog mich sofort in das Buch und ich konnte es nicht mehr weglegen.
In 22 Bahnen geht es um Tilda und ihre kleine Schwester Ida, die aufgrund der Alkoholsucht der Mutter schnell erwachsen werden mussten.
Tief bewegend und trotzdem irgendwie spannend.
- Brittainy C. Cherry
Wie die Luft zum Atmen
(1.124)Aktuelle Rezension von: Lili-MarieIn diesem Buch geht es um Liz und Tristan, die beide schwere Schicksalsschläge zu verdauen haben. Während Liz sich ins Leben zurückkämpft, schon allein für ihre Tochter Emma, schottet sich Tristan von der Außenwelt ab. Gerüchten zufolge soll er ein Monster sein und wird im Ort gemieden. Doch Liz lässt sich davon nicht beeindrucken und versucht hinter Tristans Mauern zu gelangen.
Der Schreibstil ist wie gewohnt angenehm, flüssig zu lesen und emotional. Hier wurden die Themen Trauer, Trauerbewältigung gut und authentisch aufbereitet. Die Geschichte wird aus beiden Sichten erzählt und gibt somit tiefere Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt der beiden Protagonisten.
Die Protagonisten waren gut beschrieben aber so ganz konnte ich nicht mit ihnen relaten. Wie die beiden mit ihrem Verlust umgegangen sind war sehr merkwürdig und hat mir leider gar nicht gefallen. Das Drama gegen Ende des Buches war mir etwas zu viel des Guten, das hätte nicht sein müssen.
Insgesamt mochte ich die Geschichte und auch die Themen, die hier näher gebracht wurden.
- Liz Moore
Der andere Arthur
(65)Aktuelle Rezension von: theagri_liestArthur Opp: schüchtern, dick, einsam, seit 18 Jahren arbeitsloser Universitätsdozent und Hauseigentümer, geht nicht mehr aus dem Haus. Schonungslos beschreibt er sich im Brief Charlene. Viele Jahre hat er sie nicht gesehen und ihr nie die Wahrheit geschrieben. Charlene sich mit einer Bitte an Arthur und er möchte reagieren.
Arthur ist ein sehr interessanter Charakter. Seine Einschränkungen werden so gut und glaubwürdig geschildert, dass man mit ihm fühlt. Während er Begebenheiten aus seinem Leben erzählt, versteht man immer besser, wieso er so wurde. Gleichzeitig hofft man, dass er sich aufrafft. Arthur ist klug, fein- und mitfühlend und weiß sich zu helfen. Und obwohl er es nicht so gut im Leben hat, hat er eine positive Grundeinstellung, so dass er, wenn es Dinge zu durchdenken gibt, stets zuerst positive Gedanken hat. Leider hindert seine körperliche Verfassung ihn stets. Zudem ist er auch depressiv, traurig und unentschlossen.
Kel ist ein Teanager mit all den typischen Problemen. Er möchte beliebt und anerkannt sein. Dafür spielt er Baseball und versucht Mitschüler für sich zu gewinnen. Zu Hause hat er es nicht leicht. Charlene ist seine Mutter. Nachdem sein Vater ihn und Charlene nach 4 Jahren Ehe verließ, wird es für ihn von Jahr zu Jahr schwieriger, da auch Charlene immer labiler wird. Dennoch ist Kel ein Junge, der sich kümmert, umsichtig ist und Ziele verfolgt. Er ist auf der Suche nach seinem Platz in Leben und Gesellschaft, nach Freudschaft, Liebe, Zugehörigkeit. Durch ihn lernt man etwas vom Klassendenken in New York kennen, das schon in der Schule die Kinder beeinflusst und prägt.
Die Geschichte wird abwechselnd von Arthur und Kel in Ich-Form erzählt. Das liest sich sehr gut und man kann sich prima in die Charaktere hinein versetzen. Alles dreht sich um Charlene und dennoch bleibt sie nebelhaft geheimnisvoll. Kel versucht mehr über sie zu erfahren, denn solange es neues in ihrer Vergangenheit zu entdecken gibt, bleibt sie lebendig. Ein interessanter Ansatz für einen jungen Mann.
Das Erzähltempo ist ruhig, ohne dabei langweilig zu werden. Liz Moore gelingt es, anschaulich und nachfühlbar zu erzählen. Man kann sich alles gut vorstellen, das Haus, die Personen. Auch wie unterschiedlich Menschen mit Verlusten und der folgenden Einsamkeit umgehen, hat die Autorin in unterschiedlichsten Facetten erzählt. Dabei werden auch die unterschiedlichsten Formen der Sucht und ihre Auswirkungen beschrieben. Das hat mir gut gefallen.
Die Thematik der Einsamkeit mit den daraus resultierenden Problemen sind sehr gut und einfühlsam geschildert. Die von Arthur gefühlte Freude am Essen wird nachvollziehbar beschrieben, auch wie es dazu kommt, dass das Essen sein Tröster und Helfer wird.
Gut gelungen finde ich auch die Selbstreflektionen der beider Erzähler. Dabei erfährt man, dass sie sich weiter entwickeln, verändern. Feinfühlig und tiefgründig beschrieben.
Ich habe das Buch gern gelesen und hatte stets das Bedürfnis zu wissen, wie es weiter geht, so dass ich es kaum aus der Hand legen mochte. Auch das Ende mochte ich sehr, so dass ich mich gern an Arthur und Kel erinnern werde.
- Kate Eberlen
Miss you
(216)Aktuelle Rezension von: MonikaisreadingEine total schöne Liebesgeschichte um zwei Menschen die sich im Laufe des Lebens immer wieder knapp verpassen. Ich habe mit beiden geweint, geflucht gelitten und mich gefreut. Ich zähle es zu meinen Lieblingsbüchern
- Leïla Slimani
Dann schlaf auch du
(336)Aktuelle Rezension von: HerbstroseAls die Mutter nach Hause kommt, sind ihre beiden Kinder tot und die Nanny liegt schwer verletzt im Koma. Was war geschehen, wie konnte es zu dieser Tragödie kommen? --- Um wieder in ihrem Beruf als Juristin arbeiten zu können, beschließen Myriam und Paul für ihre beiden kleinen Kinder eine Nanny einzustellen. Louise erweist sich dabei als vermeintlicher Glücksfall. Liebevoll versorgt sie die beiden Kleinen, kocht für die Familie und hält auch ganz nebenbei noch den Haushalt in Schuss. Bald ist sie unentbehrlich, kommt immer früher und geht abends später, so dass Myriam bedenkenlos ihre Karriere vorantreiben kann. Sie behandeln Louise als willkommenes Familienmitglied, kümmern sich aber nicht um ihr Privatleben, um ihre Einsamkeit, ihre finanzielle Notlage und ihre heimlichen Sorgen --- bis es zur Tragödie kommt.
Leila Slimani, geb. 1981 in Rabat/Marokko, ist eine französische Schriftstellerin und Journalistin mit marokkanischen Wurzeln. „Dann schlaf auch du“, 2019 Luchterhand, („Chanson douce“ 2016 Éditions Gallimard) ist ihr zweiter Roman, für den sie den 2016 mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet wurde. 2021 zog die Autorin mit ihrer Familie nach Lissabon, um dort in Ruhe an ihrer Romantrilogie „Das Land der Anderen“ zu arbeiten. Im Jahr 2025 wurde sie beim 78. Filmfestival von Cannes als Jurymitglied ausgewählt.
Weil der Roman mit dem Ende beginnt, ahnen wir bereits, wer die beiden Kinder ermordet hat. Das erzeugt hohe Spannung weil man wissen will, wie es dazu kommen konnte. In flüssigem Schreibstil und in eher nüchternen Worten, ohne psychologische Ausschweifungen, lässt die Autorin chronologisch die Ereignisse Revue passieren. Die Perspektive wechselt stetig zwischen den Eltern, der Nanny und einigen Nebenfiguren. Dabei kommen auch etliche gesellschaftskritische Themen zur Sprache, z.B. wie sich Beruf und Kinderbetreuung vereinbaren lassen und ob es gerechtfertigt ist, einer Angestellten so zu vertrauen und sie als Familienmitglied zu behandeln. Karrierestreben und Klassenunterschiede sind weitere, für das Geschehen relevante, Motive.
Fazit: Kein klassischer Krimi sondern eher eine Analyse, wie es zu der Tragödie kommen konnte. Meine Empfehlung!
- Nina George
Das Bücherschiff des Monsieur Perdu
(135)Aktuelle Rezension von: PunktundKommaDer Roman ist die vielfach gefeierte Fortsetzung des Bestseller-Romans »Das Lavendelzimmer«, den ich bereits vor einiger Zeit auf meinem Buchblog besprochen habe. Das Bücherschiff und sein buchverliebter Kapitän mussten aus den dort genannten Gründen zunächst auf die nächste große Fahrt warten. Doch jetzt wurde der Anker gelichtet … ️
Worum es geht: Jean Perdu lebt nun einige Jahre zusammen mit der Bildhauerin Catherine in der Provence, umgeben von seinen lieben Freunden und Verwandten. Das Bücherschiff hat er seinem Freund Cuneo überlassen, der daraus ein schwimmendes Bistro gemacht hat.
So richtig angekommen scheint Perdu jedoch nicht zu sein, was spätestens dann offensichtlich wird, als ihn der Brief des Schriftstellers Saramago mit dessen letztem Willen erreicht. Wie in »Das Lavendelzimmer« sträubt sich Perdu, den Brief ohne Weiteres zu öffnen. Seine Freunde überreden ihn schließlich dazu, noch einmal die Reise mit dem Bücherschiff anzutreten, dieses Mal hinauf nach Norden, nach Paris, um endlich die Rastlosigkeit und Unruhe zu überwinden.
Was mir gefallen hat: das französische Flair, emotionale Momente und die literarischen Liebeserklärungen sowie weiterhin die Idee zum schwimmenden Buchladen auf Reisen.
Was mir gefehlt hat: echte Überraschungen. Die Handlung bleibt vorhersehbar, Figuren wirken oft zu glatt, Konflikte verlaufen allzu sanft. Wer Tiefgang sucht, könnte enttäuscht werden.
Fazit: Für alle, die dem Alltag entfliehen wollen und sich nach literarischer Leichtigkeit sehnen – mit ein paar Längen, aber viel Atmosphäre. Eben ein Roman für Fans von Wohlfühllektüre mit Romantik und einer Prise Lebensphilosophie.
Mehr zu meinem Leseempfinden und warum für mich das Buch eben kein literarisches Highlight ist, liest man hier: https://www.buchleserin.de/2025/09/26/das-buecherschiff-des-monsieur-perdu/ 📚
- Laura Schroff
Immer montags beste Freunde
(121)Aktuelle Rezension von: Leseratte_09In „immer wieder montags beste Freunde“ berichtet Laura Schroff von ihrer außergewöhnlichen Freundschaft mit Maurice, einem Jungen aus ärmlichen Verhältnissen.
Die zufällige Begegnung der erwachsenen, erfolgreichen Laura mit dem Straßenkind Maurice führt zu einem Aufeinandertreffen sehr unterschiedlicher Welten und durch ihr Engagement gibt Laura Maurice die Chance auf ein Leben, welches er wohl ohne diese Begegnung nicht hätte erreichen können.
Im Grunde ist es eine wunderbare Geschichte, die dazu aufruft, immer mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und hinter die Fassaden von Menschen zu blicken. Nur, weil Maurice aus ärmlichen Verhältnissen kommt, sollte dies nicht zu Rückschlüssen auf seine emotionale und auch geistige Intelligenz führen. Gerade die Person des kleinen Jungen im Buch hat mich beeindruckt. Laura Schroff dagegen weniger. Sie bricht in das Leben des Jungen ein, scheint zunächst Verantwortung zu übernehmen und lässt ihn dann doch, als sie ihren Mann Michael kennenlernt, im Stich. Auch finde ich es wenig erwachsen, wie sie sich Michael unterordnet und nicht bereit ist, für ihre Verantwortung für Maurice einzutreten. Vielmehr ist das Buch eine für mich viel zu intensive Selbstdarstellung der Person Laura und ihres „Gutmenschseins“.
Es ist kein Buch, welches ich empfehlen kann, auch wenn es die Aufforderung enthält, den Blick für andere Menschen nicht zu verlieren. Und nur wegen dieses Denkanstoßes gibt es gut gemeinte 2 Sterne
- E. L. James
The Missus
(17)Aktuelle Rezension von: MaryKateRezension zu The Missus von E.L.James
Inhalt: Maxim Trevelyan, Earl of Trevethick wider Willen, ist der Frau, die er liebt, bis in die entlegensten Winkel Albaniens gefolgt. Er hat um sie gekämpft, er hat ihr Herz erobert, und jetzt wird er sie heiraten. Aber kann ein ehemaliger Playboy wie Maxim jemals ein guter Ehemann sein - oder werden sein zweifelhafter Ruf und die schockierenden Geheimnisse seiner aristokratischen Familie sein neues Glück zerstören? Alessia Demachi hat Entführern und Menschenhändlern getrotzt und das Herz des Mannes gewonnen, den sie liebt. Aber kann sie auch eine erfolgreiche Ehe führen? Wird Alessia trotz Maxims fragwürdigerVergangenheit, seiner abweisenden Familie und den süffisanten Blicken und dem Getuschel der Londoner Society jemals als Countess akzeptiert - oder wird sie immer Maxims ehemalige Putzfrau bleiben? Von den majestätischen Bergen Albaniens über die ländliche Idylle Englands bis zum schillernden Glamour des modernen London. Ein bewegender Roman über Liebe, Sehnsucht, Akzeptanz und Erlösung.
Meine Meinung: Alessia wurde von Menschenhändlern entführt und zurück nach Albanien gebracht. Maxim ist ihr bis nach Albanien gefolgt und möchte die Frau die er liebt heiraten. Doch ganz so einfach ist dass leider nicht, da es einige Hindernisse zu bewältigen gibt. Maxim muss zeigen ob er ein guter Ehemann sein wird den er hat einen recht zweifelhaften Ruf. Aber er ist festentschlossen zu zeigen dass er für Alessi der Richtige ist. Der Schreibstil ist gut aber die man braucht ein bisschen um reinzukommen. Vor allem Alessias Entwicklung im Laufe der Geschichte kommt etwas spät. An sich ist es ein guter Abschluss der Dilogie dennoch mit einigen Schwächen. Ich bewerte das Buch mit 4 ⭐️⭐️⭐️⭐️ von 5 Sternen
- Linda Winterberg
Die verlorene Schwester
(80)Aktuelle Rezension von: NelingÜber die Autorin: "Linda Winterberg" eigentlich Nicole Steyer ist eine erfolgreiche Autorin, die mit ihrer Familie im Taunus lebt. Ich las von der Autorin bereits die 2 sehr berührenden Romane "Das Haus der verlorenen Kinder" und "Solange die Hoffnung uns gehört"
Mein Leseeindruck: Im Prolog feiert eine Frau ihren 52. Geburtstag. da musste ich kurz schmunzeln, denn ich begann dieses Buch ausgerechnet auch an meinem 52. Geburtstag.Doch das kleine Schmunzeln verging mir bald, denn sofort entführt einen das Buch in die grausamen Schicksale der "Verdingkinder. Das traurige Thema hatte ich schon durch "schwabenkinder" kennengelernt. Doch dieser Film handelt zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Erschütternd, aber doch zeitlich weit weg. Doch das Ähnliches in der Schweiz noch in meiner Kindheit geschah, fand ich unvorstellbar. Das ist plötzlich so nah, so unfassbar. Die 2 Protagonistinnen der Vergangenheit sind Lena und Marie, zwei innig verbundene Schwestern.die durch traurige Umstände in ein schreckliches Waisenhaus kommen. Marie, die Ältere ist die fügsamere der beiden, die ihr Schicksal traurig erträgt. Aber Lena lehnt sich auf, beißt, spuckt die grausame Oberin an, als eine Freundin von ihr elendiglich stirbt und dies keine der Nonnen zu kümmern scheint. Dann werden die Schwestern auch noch getrennt. Die eine scheint es besser zu haben, denn sie kommt zu Pflegeeltern in eine Gärtnerei. Aber die andere wird ein sogenanntes Verdingkind-ohne recht, ungeliebt, grausam misshandelt und missbraucht......Doch ich will nicht zu viel verraten, wer tiefgründige Romane, die unter die Haut gehen ger liest, möge sich selbst ein Urteil bilden. Ich jedenfalls konnte das Buch nicht zur Seite legen, vergaß Raum und Zeit. Nicht nur die Schwestern sind treffend charakterisiert. sondern auch der Alltag in einigen Waisenhäusernm, Grausamkeiten der Dorfbewohner u.s.w. Da ist die Düsterheit und Tristesse auf der einen seite, auf der anderen die idyllische Schweiz. Neu war auch für mich der Brauch des Lichterschwemmen, was in Ermensee gefeiert wird.
Wer die Rezension bis hierhin gelesen hat, wird verstehen, dass ich das Buch mit 5Sternen+ bewerte und es vielen Lesern ans Herz legen will.
Fazit: Ein tiefgründiges, bewegendes Buch über Verdingkinder, welches mich überzeugte. 5 Sterne +
- Richard Laymon
Das Inferno
(104)Aktuelle Rezension von: Thommy28Einen kurzen Blick auf das Geschehen ermöglicht die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:
Laymon - man liebt ihn, oder man hasst ihn....! Dieses Buch ist mal wieder typisch dafür. Wie schon in der Überschrift bemerkt gibt Isa kaum eine Grausamkeit, die der Autor auslässt. Dazu kommen die vielen sexuellen Anspielungen - da wippen haufenweise die Brüste vor den sabbernden Augen der Figuren. Es gibt viele verschiedene Handlungsstränge, die erst zum Finale hin zusammenlaufen. Logik sucht man hier vergebens - aber wer will schon Logik, wenn man einen Laymon liest.
Das Buch hat mir wieder sehr gut gefallen. Aber nach zwei Büchern des Autors in Folge ist jetzt erstmal eine längere Pause angesagt. Von dem Trip muss man dann erstmal wieder runterkommen.....!
- Hendrik Winter
Die Antwort auf Vielleicht
(85)Aktuelle Rezension von: fayreadsEin Krebstaxi auf der Schnellstraße zum Glück
Adam hat nicht damit gerechnet, sich in eine der Patientinnen zu verlieben, die er täglich zur Chemotherapie und zurück fährt. Doch dann steigt eines Tages Jessi in sein Taxi - jung, schön und todkrank. Ehe er sichs versieht, ist es um ihn geschehen. Als er erfährt, dass Jessi vielleicht nur noch wenige Wochen zu leben hat, setzt er alles daran, ihr diese Zeit so schön wie möglich zu machen. Und er hat ein Ziel: Jessis größten Wunsch zu erfüllen. Währenddessen erkennt er, dass auch er seine Träume vielleicht nicht bis "irgendwann einmal" aufschieben sollte ...
Fazit:
Die Idee hat mir sehr gut gefallen. Ein Krebstaxi bietet natürlich Stoff für viele Erzählungen und das hat der Autor auch gemacht.
Adam hängt in seinem Alltag fest und traut sich nicht, auf den höchsten Berg der Welt zu fahren und ihn zu besteigen, obwohl das sein Wunsch ist. Jessi, die krebskranke Patientin, zeigt ihm, was es bedeutet, das Leben zu lieben.
So schön, so gut, aber für mich kamen keine Emotionen herüber. Aif einmal waren die beiden verliebt und als Leser konnte man nicht so richtig folgen.Die Liebesgeschichte dümpelte auch ein bisschen vor sich. Manchmal hatten die beiden außergewöhnliche Dates, aber viel mehr ist nicht passiert. Auch von Jessis Krebs hat man nicht viel mitbekommen. Sie war oft im Krankenhaus, aber da man das Buch aus der Sicht von Adam gelesen hat, konnte man da auch nichts erfahren.
Das Ende fand ich leider sehr bescheiden und insgesamt haben mir wirklich die großen Emotionen gefehlt...
- John Marrs
Wenn Schweigen tötet
(128)Aktuelle Rezension von: libraryoflaura𝐖𝐎𝐑𝐔𝐌 𝐆𝐄𝐇𝐓 𝐄𝐒?
Die Mutter (Maggie) liegt in Ketten gefesselt im Obergeschoss und wird von ihrer eigenen Tochter (Nina) gefangen gehalten. Man fragt sich unweigerlich: Was hat diese Frau verbrochen, dass ihre eigene Tochter zu solch drastischen Mitteln greift?
Doch dieser anfängliche Eindruck täuscht.
Schnell merkt man, dass die Geschichte dieser beiden Frauen viel komplizierter, düsterer und verwirrender ist, als es auf den ersten Blick scheint.
John Marrs hat hier einen intensiven Psychothriller abgeliefert, der einen bis zum Ende völlig im Ungewissen lässt.
𝐖𝐀𝐒 𝐌𝐈𝐑 𝐆𝐔𝐓 𝐆𝐄𝐅𝐈𝐄𝐋:
• Das Genre: Das Cover mag nur einen „Thriller“ vermuten lassen, aber man bekommt hier definitiv einen echten PSYCHOthriller geliefert!
• Die Erzählstruktur: Wir lesen die Geschichte abwechselnd aus Sicht von Maggie und Nina, immer in der Ich-Form. Das hat mir super gefallen, weil man als Leser ständig zwischen Sympathie und Misstrauen hin- und hergerissen wird.
• Die Zeitsprünge: Der Wechsel zwischen der grausamen Gegenwart und den Rückblenden in die Vergangenheit ist perfekt getaktet. Man erfährt häppchenweise, was in dieser Familie wirklich passiert ist, und das sorgt für maximale Spannung.
• Die Twists: Man glaubt lange zu wissen, wer hier die Böse ist. Aber die Wendungen sind so brutal, dass man am Ende feststellt, dass man die ganze Zeit in die Irre geführt wurde.
𝐖𝐀𝐒 𝐌𝐈𝐑 𝐖𝐄𝐍𝐈𝐆𝐄𝐑 𝐆𝐔𝐓 𝐆𝐄𝐅𝐈𝐄𝐋:
• Der Einstieg: Die ersten ca. 100 Seiten sind etwas zäh. Die Einführung der Charaktere und die Etablierung der bedrückenden Lage ziehen sich etwas in die Länge.
Wenn man diese Hürde jedoch einmal genommen hat, nimmt das Buch rasant an Fahrt auf und wird zum absoluten Pageturner.
𝐅𝐀𝐙𝐈𝐓:
Wer ein nervenaufreibendes Familiendrama mit extrem starken psychologischen Verstrickungen sucht, sollte hier zugreifen. Das Buch zeigt gnadenlos, wie weit man aus (vermeintlicher) Liebe gehen kann und warum Schweigen tatsächlich tötet.
Klare Leseempfehlung!
- Katrin Pokahr
Herr Hütchen sagt Gute Nacht - Neue Einschlaf-Geschichten aus dem Wald
(21)Aktuelle Rezension von: Mimi1981
Einschlafrituale sind wichtig für Kinder, um sanft den Tag beenden zu können und entspannt in die Nacht zu kommen. „Herr Hütchen sagt gute Nacht“ eigene sich hierzu besonders gut. Die in 12 Kapitel unterteilte Geschichte rund um Herrn Hütchen, der als Nachtwächter mit seinen Leuchtpilzen durch den Wald zieht und alle Tiere ins Bett bringt, ist ein ruhiges und liebevoll gestaltetes Vorlesebuch. Die farbigen Illustrationen sind herzerwärmend und ergänzen den Text sehr gut. Die ruhige Atmosphäre und der liebevolle sowie achtsame Umgang von Herrn Hütchen mit den Waldbewohnern ist perfekt für die Zielgruppe und schafft als Zubettgeh-Ritual einen schönen gemeinsamen Moment. Hervorheben möchte ich die vielfältigen unterschiedlichen Geschichten der Tiere. Da gibt es den Biber, der keine Zähne putzen möchte und die Zahnpasta von sich und seinen Freunden versteckt oder eine Übernachtungsparty, bei der zuerst rumgetollt wird, bevor es zum Rätselraten übergeht. Herr Hütchen verliert nie die Geduld und geht auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Tiere ein. Besonders toll ist das Einschlaflied am Ende jedes Kapitels. Gemeinsam haben wir nach jedem Kapitel das Lied gesungen. Ein warmherziges Buch, das den Abend zu einem kleinen Ritual voller Geborgenheit macht! Klare 5/5 Sterne
- Steven Uhly
Glückskind
(84)Aktuelle Rezension von: mariameerhabaEin verwahrloster Mann findet ein Baby im Mülleimer und plötzlich ändert sich sein ganzes Leben. Es klingt total kitschig, doch der Autor schafft es, das nicht zu kitschig zu machen.
Was ich beim Lesen auch erwartet habe, der Autor hat dafür gesorgt, dass keine fantasievolle Hoffnung die Handlung übernahm, sondern stets wurde sie von der Glaubwürdigkeit der Figuren gesteuert. Manche Enttäuschungen habe ich dadurch selbst gefühlt und habe mich über die Figuren geärgert, die die Geschichte nicht zu einem kräftigen Happy-End verbogen haben.
Es sind liebevolle Figuren, die ich mir schnell ins Herz geschlossen habe, die ich alle zu lieben begann, sogar die gemeine Mutter, die ihr Kind wie Dreck weggeworfen hat, wurde mir auf ihre Art sympathisch. Aber Hand, der Protagonist, der das Baby findet, der sich durch ihre Anwesenheit entwickelt und sich selbst neuentdeckt, den habe ich richtig geliebt und mir bei jeder Seite verzweifelt gewünscht, er würde endlich das Glück finden, das er verloren hat.
Das Buch ist eine Feel-Good-Geschichte, die sich nicht hetzen lässt, die nicht übertreibt, die sich nicht einer Fantasie hingibt, sondern ganz treu ihren Figuren folgt. Am Ende hatte ich Tränen in den Augen und war doch zu tiefst enttäuscht, dass nicht alles nach Wunsch verlaufen ist.
- Daniel Goleman
EQ. Emotionale Intelligenz
(52)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerBereits vor Jahren gelesen, nun durch die bereichernde Lektüre von Chade-Meng Tans' "Search inside yourself" motiviert, habe ich mir Daniel Golemans Erkenntnisse zum Thema Emotionale Intelligenz erneut zu Gemüte geführt. Eine wahrhaft gute Entscheidung!
Golemans Zusammenfassung wissenschaftlicher Erkenntnisse, eigener Erfahrungen, Beobachtungen und praktischer Beispiele ist eine sehr hilfreiche Grundlage für den mutigen Einstieg in die Selbsterkenntnis bzw. der gütigen Haltung dem Selbst gegenüber, um sich für eine empathische Lebenseinstellung aufzustellen. Neuzeitlich tendieren wir ja eher zur Oberflächlichkeit und dennoch erhascht man im Alltag noch den einen oder anderen aufmerksamen Blick oder ein freundliches Wort im allgemeinen Trubel. Viele streben nach Achtsamkeit und werden dennoch täglich von der Walze der Realität überrollt. Spürbar für mich in allen Lebensbereichen, jedoch vor allem in der Berufswelt, verlieren wir zunehmend den Bezug zum Mensch an sich. Für mich zählt hier nur sich aufzurichten und einen Ausweg aus dieser Misere zu suchen. Die Lektüre von „Emotionale Intelligenz“ hat mich bestärkt und mutig gemacht für das emotionale Fitnesstraining!
Ein Klassiker, dessen Botschaft gewichtiger denn je ist! - Ute Mank
Elternhaus
(113)Aktuelle Rezension von: Unser_BücherGartenFrüher oder später wird man sich vielleicht diese Frage stellen. Spätestens, wenn die eigenen Eltern alt sind und das Haus ihnen über den Kopf wächst oder wenn, die Eltern versterben. Was macht man mit dem Elternhaus? Ist es wirklich das Elternhaus, das einem das Gefühl von Heimat gibt? Sind Mauern, Fenster und Türen wirklich so wichtig? Hält man daran fest oder lässt es los? All diese Fragen aber auch die Frage zu Geschwisterbeziehungen stellt Ute Mank in ihrem Roman „Elternhaus.
Im Mittelpunkt des Buches stehen die drei Schwestern Sanne, Petra und Gitti. Sanne, die Ältere, lebt nur ein paar Straßen von den Eltern entfernt und bekommt folglich deren Alltag hautnah mit, kümmert sich hauptsächlich um die Eltern. Irgendwann beschließt Sanne, dass die Eltern umziehen müssen. Diese wichtige Entscheidung fällt sie allein, immerhin ist sie die Älteste und die Einzige, die sich um die Eltern kümmert. Petra ist relativ früh und sehr weit weggezogen. Die jüngste Schwester, Gitti, ist mit sich selbst beschäftigt und wird lediglich zur Mitarbeit herangezogen.
Die Eltern nehmen ihre Situation hin und machen, was die große Tochter sagt. Sie sind leider nur Randfiguren. Gerne hätte ich mehr über ihre Gedanken erfahren. Man ahnt, dass sie der Auszug schmerzt, aber sie schweigen bzw. nehmen ihr Schicksal hin. Die Schwestern wiederum haben bezüglich des Elternhauses bzw. Auszugs der Eltern jeweils eine andere Sichtweise. Alle Gedankengänge sind nachvollziehbar und man realisiert als Leser, dass es bei diesem sehr schwierigen Thema keine Patentantwort gibt. Wie die Schwestern auch, fragt man sich als Leser, wie sich diese Geschwister im Laufe der Zeit auch so fremd werden konnten? Das verbindende Glied – das Elternhaus – ist nun weg. Wie findet man da wieder zueinander?
Ute Mank beobachtet die gesamte Familie sehr genau und charakterisiert die Personen, ohne sie zu beurteilen. Dabei schreibt sie ruhig und leicht distanziert. Die Autorin beschreibt eindrücklich die nostalgischen Gefühle der Protagonistinnen bezüglich ihrer Kindheit im Elternhaus. Sowohl Sanne als auch Petra werden sehr selbst reflektierend dargestellt. Als Leser bekommt man so einen objektiven und auch nüchternen Gesamteindruck. Kennt alle Ansichten und kann dieses emotionale Thema differenziert betrachten. Man erkennt alte Spannungen und die geschwisterliche Verbindung. Dabei stellt man fest, dass sie sich eigentlich gedanklich gar nicht so sehr voneinander entfernt haben. Ein Gespräch zwischen den Schwestern wäre so hilfreich und lies mich als Leserin bis zum Schluss hoffen, dass es zu einer Aussprache kommt. Aber das Ende ist offen und man muss sich als Leser aus all diesen Gedanken, seine eigene Antwort herleiten. Dies finde ich durchaus gut, denn bei diesem höchstpersönlichen Thema gibt es keine Patentantwort. Dies muss jede Familie für sich entscheiden.
Fazit:
„Elternhaus“ ist ein Roman, das sehr viele Fragen im Zusammenhang mit dem Elternhaus und Geschwister- bzw. Eltern-Kind-Beziehungen stellt. Es liefert keine Antworten, aber sehr viele und sehr gute Gedankengänge, die zum Reflektieren anregen. Die Antworten hierzu muss jeder für sich selbst finden. Wer ruhige, nachdenkliche Bücher mag, welche sich mit familiären Konstellationen beschäftigen, dem könnte „Elternhaus“ gefallen.
- Karine Lambert
Das Haus ohne Männer
(75)Aktuelle Rezension von: my_dailybookjournal𝙼𝚎𝚒𝚗𝚎 𝙼𝚎𝚒𝚗𝚞𝚗𝚐:
Als ich mir das Buch gekauft habe, wollte ich einfach mal eine etwas andere Art von Roman lesen und lag mit diesem Griff genau richtig. Der Schreibstil ist zwar so ganz anders, als ich das von bisherigen Büchern kannte - anspruchsvoller und hat schon fast etwas von Kunst meiner Meinung nach - aber gerade durch die kurz gehaltenen Kapitel lässt sich diese Geschichte trotzdem recht flüssig lesen. Die Ereignisse der einzelnen Frauen haben mich wirklich tief berührt und ich fand es spannend ihre Sichtweise zu erfahren, warum sie den Männern abgeschworen haben. In dem gemeinsamen Haus in dem sie leben sind sie sicher vor all den Männern und den negativen Erfahrungen, welche sie mit ihnen verbinden - das Tor zum Haus dient hier so bildlich gesprochen für die Schutzbarriere. Durch die vielen Eindrücke ihrer bisherigen Leben und den lebhaften Schreibstil der Autorin hatte man ein ziemlich klares Bild vor Augen und konnte sich sowohl das Setting, als auch die Charaktere sehr gut vorstellen. Besonders gut gefallen hat mir vor allem Juliette - eine hoffnungslose Optimistin in Sachen Männern, die durch ihre tolle und empathische Art auch die anderen Bewohnerinnen des Hauses zum Umdenken verleitet. Gerade Juliettes Vorgeschichte mit ihrer komplizierten und praktisch nicht vorhandenen Beziehung mit ihren Eltern fand ich wirklich tragisch und die Erfahrungen, die sie machen musste, haben mir echt das Herz gebrochen. Obwohl die Geschichte einige tragische Schicksale teilt, ist sie doch auch sehr humorvoll beschrieben. Mein persönliches Highlight an diesem Buch ist definitiv das Ende, welches so viel Hoffnung und Zuversicht für die Frauen bietet und diese noch enger zusammenschweißt - einfach ein perfekter Abschluss für eine so gefühlvolle und schöne Story.
𝙵𝚊𝚣𝚒𝚝:
Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der gerne eine tiefgründige und emotional mitreißende Geschichte lesen möchte, welche trotz der schwierigen Themen absolut gekonnt den Spagat zu einer gewissen humorvollen Seite gelingt.
𝚃𝚑𝚎𝚖𝚎𝚗 / 𝚃𝚛𝚒𝚐𝚐𝚎𝚛𝚙𝚞𝚗𝚔𝚝𝚎:
Tod, Verlust, Einsamkeit, unerwiderte Liebe der Eltern
- Amanda Cox
Zusammen sind wir Zuhause
(24)Aktuelle Rezension von: IrveSelten habe ich erlebt, dass ein Buchtitel so gut und prägnant dessen Inhalt widerspiegelt. In diesem Roman zeigt Amanda Cox auf, dass das „Zuhause“ nicht nur ein räumlicher Ort ist, sondern auch ein emotionaler. Denn was nutzt das schönste Heim, wenn keine liebevolle Fürsorge, Vertrauen und Zusammenhalt darin wohnen? Denke ich an dieses Buch, dann umspielt auch jetzt noch ein Lächeln meine Lippen ob des wunderschönen, gewaltigen, herzenswarmen, lebensnah glaubensstarken, liebevollen Inhalts.
Amanda Cox erzählt die Geschichte von Ivy, die kurz nach ihrer Geburt ausgesetzt und vom obdachlosen Harvey gefunden wird. Sie stellt sein Leben auf den Kopf, denn das Baby braucht ihn und er ist gerne bereit, dem kleinen Würmchen alle Fürsorge zuteil werden zu lassen, die es braucht und – was sehr bemerkenswert ist – welche ihm sein ganzes Leben lang verwehrt wurde. Nicht nur Ivy braucht den Mann, auch er das Baby, denn es holt nach und nach all seine guten Seiten zum Vorschein.
„Ivy Rose, ich weiß ja nicht, ob ich dir irgendwas darüber beibringen kann, mit der Welt in Beziehung zu treten, aber bereits eine Sekunde mit dir hat mir etwas gegeben, was mir zuvor sonst niemand geben konnte.“
Das ungleiche Duo krempelt weitere Leben um, ohne dies je geplant zu haben, es passiert einfach, besser gesagt, es wird passiert, denn beim Lesen hatte ich an so mancher Stelle das gute Gefühl, dass viele Entwicklungen kein Zufall sein können, sondern dass es sich vielmehr um himmlische Fügungen handeln muss. So machen Harvey und Pearl drei Menschen mehr als glücklich und unterstreichen in ihrem Zusammenhalt und Füreinander eindrucksvoll den Romantitel, denn zusammen bilden sie so ein wertvolles Miteinander, von dem viele Menschen, auch in unserer reichen und doch so armen Welt, nur träumen können.
„Liebe ist Liebe. Fürsorge ist Fürsorge. Dazu muss man nicht blutsverwandt sein.“
Natürlich ist die Geschichte fiktiv, die Autorin verfügt jedoch über dieses große Talent, ihrem Erzählten so viel Herz, Emotionen und Leben einzuhauchen, dass ich so tief in dem Buch versinken konnte, wie man es sonst nur in der Realität tut.
Wir begleiten Ivy in zwei Erzählsträngen, in der Vergangenheit als Baby und in der Gegenwart als junge Frau. Nach dem Tod ihrer Großmutter kehrt sie zurück an den Ort ihrer Kindheit und wird dort überrascht, denn die Verstorbene hat posthum einige Informationen für Ivy, die ihre Herkunft betreffen, was sie ziemlich aus der Bahn wirft, zumal Ivy sowieso schon eine emotionale Baustelle mit sich rumschleppt. Die Oma, stets voller Güte, Weisheit und Gottvertrauen hat jedoch auch hier ihre Vorkehrungen getroffen….Obwohl dies nüchtern betrachtet alles sehr konstruiert wirkt (und es auch ist), habe ich es beim Lesen rein gar nicht so empfunden. Ganz im Gegenteil, ich war vielmehr erfreut über die schon erwähnten vielen passgenauen himmlischen Fügungen in Ivys Leben und dem der anderen Beteiligten, dass mir während der Lektüre ein ums andere Mal das Herz aufging. Denn wer hat solche Entwicklungen nicht selbst schon mal erlebt, bei denen man denkt, das sollte jetzt wohl so sein!
Zudem sind die Beteiligten menschlich geschildert, mit allen ihren Stärken, Schwächen und Fehlern, was mir sehr gut gefallen hat.„Es ist völlig in Ordnung, zu stolpern. Und manchmal nicht zu wissen, wohin wir gehen. Gott will nicht, dass wir perfekt sind, sondern ehrlich und echt.“
Diese anrührende Geschichte erzählt – getragen von einem liebevoll-realistischen Schreibstil – über großartig ausgearbeitete Menschen, die sich grandios miteinander entwickeln. Die Autorin durchwirkt ihre Geschichte mit (Nächsten-)Liebe, Frieden, Gottvertrauen und so vielen wunderschönen Textstellen, die intensive Atmosphäre schaffen und zum Nachdenken und Sinnieren einladen. Einige davon habe ich mir hier zu zitieren erlaubt.
„Zusammen sind wir Zuhause“ hallt nach und ist mir ein Herzensbuch geworden! - Ciara Geraghty
Das Leben ist zu kurz für irgendwann
(77)Aktuelle Rezension von: FlotteLotteIn dem Buch geht es um eine Freundschaft zwischen 2 Frauen. Nach einer schweren Diagnose entschließt sich Iris zum Sterben nach Europa zu gehen. Ihre Freundin begleitet sie nach einem turbulenten Hinterherreisen zusammen mit ihrem Vater der dement ist. Sie begleiten Iris auf ihrer letzten Reise durch aufregende, manchmal außergewöhnliche, manchmal turbulente Situationen. Es zeigt dass man das Leben eines anderen nicht ändern kann und so sehr man an einer Vorstellung festhält was richtig ist, nicht mitentscheiden kann sondern einfach Umdenken sollte und die gemeinsame Zeit die bleibt genießen sollte und auch mal was riskieren sollte, aus dem vielleicht festen und geregelten Leben ausbrechen sollte und neues ausprobieren sollte.
Einfach schön zu lesen und empfehlenswert!!!
- Francine Rivers
Die Hoffnung ihrer Tochter
(21)Aktuelle Rezension von: Abby1810"Die Hoffnung ihrer Tochter" ist die Fortsetzung des Buches "Die Sehnsucht ihrer Mutter". Bereits der erste Teil hat mir wunderbar gefallen und auch dieses Buch habe ich nahezu verschlungen.
Im zweiten Teil geht es um Hildemara, Martas eher schwache und introvertierte Tochter. Sie hat sich während ihrer Arbeit als Krankenschwester mit Tuberkulose infiziert. Nach wochenlangem Aufenthalt in einer Heilanstalt kommt sie endlich nach Hause, ist aber noch ansteckend und soll ihr Zimmer nicht verlassen. Während dieser Zeit zieht ihre Mutter Marta bei ihr ein. Marta versorgt die Kinder Carolyn und Charlie. Zu Carloyn entwickelt sie ein besonderes nahes Verhältnis, so dass Hildi sich ausgeschlossen fühlt.
Jahre später als Carloyn ihren Schulabschluss nachholen möchte, kümmert sich Hildemara um ihre Tochter Dawn. Auch hier entwickelt sich ein besonders starkes Näheverhältnis, so dass Carolyn sich dadurch verletzt fühlt.
Die ganze Zeit über spürt Dawn die Kluft zwischen ihrer Mutter und ihrer Großmutter. Fühlt sich oft hin-und hergerissen zwischen den beiden. Sie versucht eine Brücke zwischen den beiden Frauen zu bauen.
Schafft Dawn die Versöhnung zwischen den beiden wichtigen Frauen in ihrem Leben herbeizuführen? Können sie ehrlich und offen über ihre Verletzungen reden?
Francine Rivers schreibt wunderbar und einfühlsam. Ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen. Das Buch ist einerseits sehr tiefgründig und andererseits sehr gefühlvoll und unterhaltsam. Mit den zweiten Teilen dieser Geschichte verarbeitet die Autorin ihre persönliche Familiengeschichte. Ich finde das ist ihr ausgesprochen gut gelungen. Für mich sind die Bücher ein Lese-Highlight dieses Jahr! Absolute Klasse und Weiterempfehlung!
- Kent Haruf
Lied der Weite
(209)Aktuelle Rezension von: frischelandluftMan kennt New York, Chicago, L.A., San Francisco usw, aber man vergisst oft die endlosen Weiten der Great Plains, Kornfelder, Viehzucht, Mais, kleine Städte, in denen die Zeit stillzustehen scheint. So ist der Roman zeitlich schwer einzuordnen, er könnte jetzt spielen, aber ebenso vor 50 Jahren. Im Vordergrund stehen die zwischenmenschlichen Beziehungen und die sind so schön dargestellt. Die junge Frau, die Hilfe braucht, die zwei alten (naja, ich schätze um die 60?) Brüder, die ihre Farm noch nie weiter als bis zur nächsten Stadt verlassen haben, der Lehrer, der vom Basketballchampion der Schule schikaniert wird..., nette Menschen und nicht so nette, aber echtes Leben, nach und unschnörkelig erzählt. Ein schönes Sommerbuch (auch wenn vieles im Winter spielt), es gibt einen zweiten Teil, den ich noch nicht gelesen, aber schon gekauft habe. Der Roman erinnert mich sehr an die Romane von Billie Letts, Where the Heart is, The Honk and Holler Opening Soon, Shoot the Moon oder Made in the USA, auch sehr zu empfehlen. Ich bin nicht sicher, ob alle übersetzt wurden. Meine 16jährige Tochter wartet übrigens schon auf Lied der Weite, ein Buch für mehrere Generationen.
- Ann Napolitano
Der Morgen davor und das Leben danach
(66)Aktuelle Rezension von: Alexa_KoserZum Buch: Der 12-jährige Edward ist mit seinen Eltern und seinem Bruder Jordan auf dem Flug von New York nach Los Angeles, wo die Familie in Zukunft wohnen wollte. Doch auf der halben Strecke stürzt Flug 2977 ab und 191 Menschen verlieren ihr Leben. Edward ist wie durch ein Wunder der einzige Überlebende. Was auf den ersten Blick wie Glück für ihn aussieht, entpuppt sich aber als wahre Bürde. Denn mit diesem Gedanken muss der junge Edward irgendwie weiterleben. Eine berührende Geschichte, wie er sich in sein neues Leben „zurückkämpft“…
Meine Meinung: Irgendwie geht alles normal weiter, für Edward jedoch nicht. Für ihn gibt es einen klaren Strich zwischen dem 12. Juni 2013 und seinem Leben „danach“. Das Buch ist deshalb auch in zwei Handlungsstränge aufgeteilt. Einmal erfährt der Leser, wer mit Edward auf diesem Flug war und was kurz vor dem Unglück in der Luft geschah und dann, wie Edward sich langsam wieder in seinem neuen Leben zurechtfindet. Er hat eine neue Bleibe bei seiner Tante und seinem Onkel gefunden. Aber neben starken körperlichen Beeinträchtigungen geht es Edwards Seele auch sehr schlecht. Man kann wohl nicht nachfühlen, wie es ihm wirklich gegangen sein muss… Hilfe findet er in seiner gleichaltrigen Nachbarin Shay, die sich auch nicht gerne in irgendwelche Normen hineinzwängen lässt. Bei ihr übernachtet er die ersten Jahre in ihrem Zimmer auf dem Fußboden, weil er sich dort sicher und geborgen fühlt. Auch muss er sich die erste Zeit zum Essen zwingen und er weiß nicht einmal, warum.
Sehr gefühlvoll schildert die Autorin Edwards Leben, welches sich so stark verändert hat, aber auch einige andere Begegnungen und was alles danach passiert ist. Die Menschheit nimmt Anteil, aber gönnt ihm sein Leben auch wieder nicht, weil andere es verloren haben. Das hat mich schon sehr berührt. Allerdings ist das Buch durch die vielen einzelnen Schicksale, die der Leser hier erfährt, auch ziemlich in die Länge gezogen. Man muss sich darauf wirklich einlassen. Aber dann begegnet man vielen starken und auch schwachen Charakteren, so vielschichtig, wie das Leben ist.
Mein Fazit: Ein Buch, welches berührt und auch nachdenklich stimmt. Man kann so ein Schicksal kaum begreifen und kann nur versuchen, sich in den jungen Edward hineinzufühlen. Mich hat das Buch auf jeden Fall berührt, auch wenn es etwas langatmig war. Letztendlich ist es vielleicht deshalb auch so ergreifend.























