Bücher mit dem Tag "funtasy"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "funtasy" gekennzeichnet haben.

31 Bücher

  1. Cover des Buches Das Labyrinth der Träumenden Bücher (ISBN: 9783442746170)
    Walter Moers

    Das Labyrinth der Träumenden Bücher

     (995)
    Aktuelle Rezension von: Staubfinger1998

    Das Buch ist solide, aber kommt leider nicht an den Vorgänger ran. Spannung cab es nur bei den ersten 100 Seiten und den letzten 50 Seiten. Vom Schreibstil ist es wie gewohnt von Walter Moers sehr gut. Der Cliffhänger am Ende hätte nicht sein müssen 🙈. 

  2. Cover des Buches Der Schrecksenmeister (ISBN: 9783492253772)
    Walter Moers

    Der Schrecksenmeister

     (1.162)
    Aktuelle Rezension von: pmg

    In Sledwaya, der ungesundesten Stadt des Kontinentes Zamonien lebt Echo, das kleine Krätzchen. Krätzchen unterscheiden sich von Katzen nur dadurch, dass sie alle Sprachen aller Lebewesen sprechen können, zwei Lebern und ein nahezu perfektes Gedächtnis haben. Echo genoss ein bequemes Hauskrätzchen-Leben, bis seine Besitzerin starb. Ungefüttert und hungernd zieht Echo durch Sledwaya, auf der Suche nach jemanden der es füttert.,

    Schliesslich findet sie den gefürchteten Schreksenmeister Succubius Eißpin, der im geheimen über die Stadt herrscht und geht mit ihm in seiner Not einen Vertrag ein: Eißpin fütter Echo bis zum nächsten Vollmond mit den erlesensten und leckersten Speisen, dafür darf er das Krätzchen töten, um aus ihm das unsterblich machende Krätzchenfett zu gewinnen. Ausserdem weiht Eißpin das Krätzchen in sämtliche Geheimnisse seiner Kunst ein, denn durch das Auskochen von Echo's Fett enthält dieses auch das gesamte Wissen des Krätzchens.

    Anfänglich ist Echo froh, dem Hungertod entronnen zu sein. Als aber der Vollmond immer näher rückt, wächst seine Angst und er sucht nach einem Ausweg (den es denn auch findet, aber mehr soll hier nicht verraten werden.)

    Der Schreksenmeister ist der fünfte Band der Zamonien-Reihe, allerdings wiederum eine in sich geschlossene Geschichte, die unabhängig von den anderen Gelesen werden kann. Es ist angelehnt an Gottfried Keller's Spiegel das Kätzchen (das ich allerdings noch nicht gelesen habe).

    Das Buch hat mich fasziniert. Es liest sich leicht und flüssig. Witzig sind auch die vielen Illustrationen, die die verschiedenen Kreaturen, die im Buch vorkommen, veranschaulichen.

  3. Cover des Buches Die Farben der Magie (ISBN: 9783492280624)
    Terry Pratchett

    Die Farben der Magie

     (888)
    Aktuelle Rezension von: Buecherbaronin

    „Die Farben der Magie“ entführt seine Leser in eine seltsame, groteske, schräge Fantasywelt, die für mich bis heute unerreicht ist. All die Ideen, die vor Kreativität nur so sprühen, sind erstaunlich. Da gibt es den Tod, der nur in Großbuchstaben spricht – den Roman „Gevatter Tod“ habe ich hier auf dem Blog schon vorgestellt –, die Struktur der Scheibenwelt, die Götter, die einzelnen Charaktere …

    Vielleicht braucht es beim ersten Lesen eines Scheibenwelt-Romans ein bisschen, bis man sich in dieser außergewöhnlichen Welt zurechtgefunden hat. Aber dann wird man ziemlich schnell eingefangen von dem lockerflockigen Schreibstil und von dem Humor, der aus einem guten Buch ein richtiges Leseerlebnis macht. Was soll ich sagen: Als ich bei einem meiner letzten Vor-Corona-Urlaube „Die Farben der Magie“ am Strand las (zum wiederholten Mal übrigens), musste ich mehrfach so laut loslachen, dass die Leute ringsum schon geguckt haben, was mit der Verrückten los ist …

    Mit Rincewind gibt es eine Hauptfigur, die in zahlreichen anderen Scheibenwelt-Romanen auftaucht und die man einfach nur ins Herz schließen kann. Ein feiger, unsicherer, mürrischer Zauberer ohne Talent, der regelmäßig Selbstgespräche führt und mehr Glück als Verstand hat … So eine Figur kann man doch nur mögen! Und auch die anderen Charaktere glänzen mit verschrobenen Eigenschaften en masse. Dabei gelingt es Pratchett immer wieder, charmante kleine Seitenhiebe auf unsere Gesellschaft zu verteilen, in anderen Scheibenwelt-Romanen sogar noch deutlicher.

    Eine kleine Vorwarnung: Zusammen mit dem zweiten Band der Reihe, „Das Licht der Fantasie“, bildet dieser Roman eine fortlaufende Geschichte. Ihr solltet also sicherstellen, dass ihr den zweiten Band griffbereit habt, damit ihr direkt weiterlesen könnt. Denn „Die Farben der Magie“ endet mitten in der Geschichte, also mit einem Cliffhanger.

  4. Cover des Buches Ein gutes Omen (ISBN: 9783492281669)
    Terry Pratchett

    Ein gutes Omen

     (259)
    Aktuelle Rezension von: HappyKatY

    Lustig geschrieben, leicht zu lesen und die „Freundschaft“ zwischen Crowley und Erziraphael ist einfach der Hammer!

  5. Cover des Buches Miss Minotaurus - und der Huf der Götter (ISBN: 9783492280402)
    A. Lee Martinez

    Miss Minotaurus - und der Huf der Götter

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Yoyomaus

    Zum Inhalt:

    Sie sind verflucht. Ihr Hund heißt Achilles. Und sie sind die wohl unwürdigsten Helden, die jemals mit einer göttlichen Odyssee betraut wurden. Die Fast-Food-Vekäufer Helen und Troy haben keine hervorstechenden Merkmale, bis vielleicht auf ihr Äußeres: Sie hat Hufe und viel zu viele Haare, und er ist einfach zu schick. Naja, aber wenn der Auftraggeber ein dunkler Burger-Gott ist, dann erklärt das vielleicht einiges ... Selbst im modernen magischen Amerika ist man nicht gegen die guten alten Götter und ihre Spielchen gefeit. Dies müssen auch die Jugendlichen Helen und Troy erfahren, die von einem machthungrigen Burger-Gott zuerst verflucht und dann auch noch auf eine Odyssee geschickt werden - epische Zyklopenkämpfe, verzauberte Orte und mysteriöse Rätsel inklusive ... Verfolgt von einer Bande spießiger Ork-Biker cruisen Helen und Troy geradewegs ins Verderben. Denn was sie nicht umbringt, macht den dunklen Gott, der sie beauftragte, stärker. Und der hat nichts anderes als den Untergang Amerikas im Sinne ...

     

     

    Cover:

    Das Cover fand ich sehr ansprechend. Wir sehen hier auf einer einsamen Straße inmitten der Wüste im comicartigen Stil ein Cabrio, in dem zwei Personen sitzen. Besonders auffallend ist dabei, dass die Frau Stierhörner auf dem Kopf hat. Das macht natürlich neugierig und ist deshalb absolut gelungen! Das ist einfach mal ein erstklassiges Cover!

     

     

    Eigener Eindruck:

    Mystische Sagenfiguren sind auf der Welt keine Seltenheit und allzeit bekannt. Trotzdem fällt Helen mit ihrem Fluch als Minotaurus durchaus auf und zieht immer wieder die Blicke auf sich, denn ihre Hörner, ihr Fell und ihr Kuhschwanz sind nicht zu übersehen. Um sich finanziell über Wasser zu halten arbeite sie in einem Burgerladen, was komischer nicht sein könnte, ist es doch der Fresstempel der Beefburger schlechthin. Doch darüber kann Helen hinwegsehen. Weniger über hinweg sehen können sie und ihr Kollege Troy, als Helen von ihrem Chef an einen Gott geopfert werden soll und eben jener Gott beschließt, dass sie und Troy seine neue Quest lösen sollen, um ihn wieder in die Reihen der anerkannten Götter auferstehen zu lassen. Mit einem verfluchten Mal auf der Hand und dem Wissen, dass sie keine ausgebildeten Helden sind und durchaus bei dieser Quest sterben können, machen sie sich auf den Weg, um ihr Schicksal zu erfüllen. Dabei werden sie von einer Horde Orks verfolgt, die spießiger nicht sein könnten und immer wieder müssen die beiden feststellen, dass die Launen der Götter einfach unergründlich sind…

     

    Das Buch „Miss Minotaurus“ aus der Feder von A. Lee Martinez lässt mich mit recht gemischten Gefühlen zurück. Der Einstieg ins Buch klappt einwandfrei und die Geschichte nimmt auch richtig Fahrt auf, sodass die Seiten durch humorvolle Dialoge und einzigartige Ideen zuerst einfach nur dahin fliegen. Doch mit der Zeit stockt die Geschichte, die Spannung und auch der Witz gehen durch ellenlange Dialoge verloren und irgendwann ist die Geschichte nicht nur abgespaced, sondern eben auch recht langatmig. Ein besseres Schlafmittel gab es schlussendlich nicht mehr für mich als dieses Buch. Zehn Seiten und ich war erledigt. Deshalb habe ich mich auch sehr lange an dem Buch aufgehalten und hatte meine liebe Mühe hier überhaupt durchzuhalten. Es begann mit den beiden Antihelden Troy und Helen wirklich richtig gut, aber während Helen irgendwie immer nur wie der kleine Volltrottel hinter Troy hinterher wackelt und irgendwie ihre Rolle teilweise doch recht untergeht, macht sich von anderer Seite die Orks erst richtig wichtig und sollen blutrünstig sein, entpuppen sich aber schlussendlich dann eher auch nur als Witzfiguren. Und die Absichten der Götter, nun die scheinen im Buch immer mal zu wechseln und schlussendlich weiß man auch gar nicht mehr so recht, warum Helen und Troy schließlich aufgebrochen sind, weil das ganze Drumherum einfach nur noch verwirrt. Dabei liegt es nicht einmal an sprunghaften Szenen oder schlecht ausgearbeiteten Charakteren, ganz im Gegenteil. Es wird aber einfach alles toterklärt und mit einigen Seelsorgproblemen seitens Helen und Troy vermischt. Das war dann einfach doch zu viel des Guten und konnte mich nicht mehr begeistern. Schade. Weil es eigentlich ein wirklicher Geniestreich ist.

     

     

    Fazit:

    Wirklich grandiose Ideen, jedoch recht langwierig und langweilig verpackt. Das Buch ist definitiv Geschmackssache.

     

    Idee: 5/5

    Charaktere: 3/5

    Logik: 3/5

    Spannung: 3/5

    Emotionen: 3/5

     

     

    Gesamt: 3/5

     

    Daten:

    ISBN: 9783492280402

    Sprache: Deutsch

    Ausgabe: Flexibler Einband

    Umfang: 432 Seiten

    Verlag: Piper

    Erscheinungsdatum: 13.04.2015

     

     

     

  6. Cover des Buches Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär (ISBN: 9783328107682)
    Walter Moers

    Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär

     (2.137)
    Aktuelle Rezension von: SonjaMarschke

    Dieses Buch ist so vieles auf einmal: Komödie, Abenteuerroman, Liebesgeschichte, ... vor allem aber eines: großartige Unterhaltung!

  7. Cover des Buches Die Stadt der Träumenden Bücher (ISBN: 9783328107514)
    Walter Moers

    Die Stadt der Träumenden Bücher

     (3.335)
    Aktuelle Rezension von: Jumijajo

    Mein Lieblingsbuch für immer und ewig. Mit 15 habe ich dieses Buch bei meinem Praktikum in einer Buchhandlung zum ersten Mal in der Hand gehabt und seither bestimmt 1x im Jahr wieder gelesen. Und das Hörbuch gehört - Dirk Bach macht das unfassbar großartig (RIP).

    Walter Moers hat damals mit seinen "13 1/2 Leben des Käpt´n Blaubär" einen neuen Kontinent erschaffen, Zamonien. Hier, in der Stadt Buchhaim - der Stadt der träumenden Bücher, spielt dieser Roman. Genauer gesagt nur zu Beginn, der Großteil von Hildegunsts Abenteuer spielt unterhalb der Stadt. In den Katakomben von Buchhaim, wohin ein eigenartiges Manuskript unseren Helden verschlägt. 

    Hier können Bücher nicht nur gelesen werden, sondern auch vergiften, verletzen, ja sogar töten. Und noch so viel mehr. Aber nehmt euch in acht! Eine Reise ist es auf die wir uns begeben, eine gefährliche Reise und vielleicht kommen nicht alle von uns wieder zurück... 

  8. Cover des Buches Unglaublich Magisch - Süßes oder Saures (ISBN: B07JFQJTBM)
    Sandro A. Weiß

    Unglaublich Magisch - Süßes oder Saures

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Tanpopo
    In dieser kleinen Geschichte rücken das Skelett Mortimer und der Zauberer Eli ins Zentrum des Geschehens. In der ersten Geschichte aus Kamquarks eigentlich nur Nebenfiguren, geht es nun nur um ihre Erlebnisse an diesem einen besonderen Tag. Und die Geschichte wird auch wieder sehr nett, lernt man doch die verschiedensten teils skurrilen Lebenwesen dieser etwas schrägen Welt kennen. Und die gesamte Geschichte wird ganz in der gewohnten witzigen und humorvollen Sprache des Autors erzählt.
    Die Erlebnisse des Heldenduos auf dem Friedhof zu Halloween sind also rundum nett geschrieben und gewohnt flüssig lesbar.

    Aber das war es eben auch schon. Über nett komme ich diesmal beim Lesen einfach nicht hinaus. Sicher, es gibt wieder viele teils ziemlich sarkastische Andeutungen und auch eine Menge flotter Sprüche und kleinerer Wortgefechte – doch diesmal greifen sie irgendwie nicht richtig.
    Zwischenzeitlich hatte ich die Geschichte sogar zur Seite gelegt und halt fesselndere Bücher gelesen.

    Alles in Allem schafft es das Buch trotzdem in mein Leseregal, denn es ist schon lesenswert. Die Geschichte ist immerhin nicht schlecht, halt nur nicht so gut wie der erste Band. Kamquarks werde ich trotzdem treu bleiben, denn da steckt eine Menge Potential für unterhaltsame Stunden drin.
  9. Cover des Buches Diner des Grauens (ISBN: 9783492281096)
    A. Lee Martinez

    Diner des Grauens

     (163)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    Lese ich Interviews des texanischen Autors A. Lee Martinez, beschleicht mich das Gefühl, dass der Mann einige Jahrzehnte zu spät geboren wurde. Seine Auffassung der Schriftstellerei sowie der Fantasy und Science-Fiction entspricht eher der Tradition der Pulp Literatur als modernen Standards. Während sich heutzutage sowohl der Buchmarkt als auch Autor_innen häufig scheuen, Neues auszuprobieren und lieber bei bewährten Mustern bleiben, sieht Martinez jeden weiteren Roman als Chance, mit Handlungsstrukturen und Charakteren zu experimentieren. Deshalb decken seine Bücher ein breites Spektrum ab und lassen sich nicht pauschal kategorisieren. Seinen Durchbruch feierte er mit „Diner des Grauens“, in dem er eine skurrile Geschichte erzählt, die auf den Seiten von Weird Tales sicher eine Heimat gefunden hätte.

    In Rockwood passieren viele seltsame Dinge. In letzter Zeit sind diese Seltsamkeiten allerding noch … Nun, seltsamer als üblich. Seit Wochen wird die kleine Stadt von Zombies terrorisiert. Sie scheinen ein außerordentliches Interesse an Gil’s All Night Diner zu haben, ein ranziger Imbiss am Rand der Wüste. Am Essen kann das jedenfalls nicht liegen. Loretta, die das Diner übernahm, nachdem der alte Gil plötzlich spurlos verschwand und deren Cellulitedellen fast schon legendär sind, gibt ihr Bestes, um die wandelnden Toten mit ihrer Schrotflinte in Schach zu halten, aber egal wie viele sie abknallt, es kommen immer mehr und schaden dem Geschäft. Zu ihrem Glück schneien eines Abends Duke und Earl durch ihre Tür. Der massige Werwolf und der dürre Vampir sind eigentlich nur auf der Durchreise, erklären sich jedoch bereit, Loretta zu helfen. Sie finden heraus, dass Zombies noch das geringste Problem in Rockwood sind. Aber wer hätte schon gedacht, dass die Apokalypse in einem schmuddeligen Diner lauert?

    Totgesagte leben länger. A. Lee Martinez beweist, dass Pulp Literatur noch längst nicht der Vergangenheit angehört. „Diner des Grauens“ ist zwar ein vollwertiger Roman und keine Kurzgeschichte, enthält aber so viele Merkmale dieser speziellen Gattung, dass ich keine Skrupel habe, diese Kategorisierung vorzunehmen. Wer dieses Buch aufschlägt, bekommt genau das, was Pulp Magazine wie Weird Tales einst versprachen: kurzweilige, unkonventionelle, kuriose Unterhaltung. „Diner des Grauens“ erzählt eine lockere, amüsante und actionreiche Geschichte, die nicht mehr anstrebt, als den Leser_innen ein paar schöne Stunden zu bescheren. Für mich hat es funktioniert, meine Lesestunden waren angenehm gefüllt. Ich genoss Martinez‘ unaufdringlichen Humor, der mich mit trockener, absurder Situationskomik konfrontierte, statt ein verkrampftes Witzfeuerwerk zu inszenieren und freute mich darüber, dass dieser niemals im Vordergrund steht. Der Versuch, eine lustige Geschichte zu konzipieren, führt häufig dazu, dass andere Aspekte vernachlässigt werden; Martinez umschifft diese Klippe, indem er den Witz von „Diner des Grauens“ nicht als Kern, sondern als Bonus behandelt, der sich durch die Eigenheiten der Charaktere und die Umstände beiläufig ergibt. Rockwood ist eine Kleinstadt, die bereits oft übernatürliche Phänomene erlebte. Daher lässt sich die Bevölkerung selbst von wiederholten Zombieangriffen, Geistern, untoten Kühen oder dem Auftauchen eines Werwolf-Vampir-Duos nicht aus der Ruhe bringen. Unsere Helden Duke und Earl sind völlig normale Typen – abgesehen von der Werwolf-Vampir-Sache. Sie widersprechen den meisten Klischees, denn sie haben sich durch ihre Transformationen charakterlich nicht verändert und Martinez veranstaltet um ihr jeweiliges paranormales Naturell kein Brimborium. Ich fand es erfrischend, wie selbstverständlich Duke seinen Wolf akzeptiert und dass Earl noch immer mit denselben Unsicherheiten zu kämpfen hat, die ihn quälten, bevor er ein Vampir wurde. Beide integrieren ihre Verwandlung so gut wie möglich in ihren Alltag, stoßen damit aber hin und wieder an die Grenzen der normalsterblichen Welt, was ungewollt komische Situationen einleitet. Die souveräne Abgeklärtheit der Rockwood-Einwohner_innen verbindet sich wunderbar mit dieser offensiv zur Schau gestellten Durchschnittlichkeit von Duke und Earl; beide Elemente kontrastieren herrlich mit den grotesken Ereignissen des Romans und verleihen „Diner des Grauens“ dadurch eine unaufgeregte Atmosphäre natürlicher Komik, ohne die Handlung zu überstrahlen. Schaut man an dieser Atmosphäre vorbei, findet man eine runde, in sich geschlossene und plausible Geschichte vor, die vom witzigen Tenor des Autors unabhängig ist. Nichts bleibt ungeklärt, weil Martinez sich konsequent auf das Wesentliche beschränkt und ausschließlich schildert, was für das Verständnis der Handlung relevant ist. Er verzichtet auf alles, was „Diner des Grauens“ nicht unbedingt braucht, wodurch er den luftigen Charme seines Romans optimal unterstützt. Natürlich hätte er beispielsweise auf Rockwoods Historie ausführlicher eingehen können – aber welchen Mehrwert hätte das für seine Leser_innen gehabt? Die Bedrohlichkeit seiner an Lovecraft erinnernden Apokalypse begreift man auch so.

    „Diner des Grauens“ liest sich wie ein Film, den man sich abends gemütlich von der Couch aus ansieht, um sich berieseln zu lassen. Es ist keine Lektüre, für die das Herz brennt, aber sie macht Spaß und bietet abwechslungsreiche, skurril-amüsante Unterhaltung für Zwischendurch. Ich finde es super, dass es noch Autor_innen wie A. Lee Martinez gibt, die die Tradition der Pulp Literatur in Ehren halten und einfach Freude daran haben, Geschichten zu erzählen, die ihren Leser_innen eine mentale Auszeit verschaffen. Ebenso freut es mich, dass er zeigt, dass ein Roman zur reinen Unterhaltung nicht nachlässig hingeschmiert sein muss, sondern durchaus einen gewissen qualitativen Anspruch erfüllen kann. Gute Schriftstellerei ist eben immer eine Kunst – egal, welches Ziel sie verfolgt.

  10. Cover des Buches Das Licht der Fantasie (ISBN: 9783492280488)
    Terry Pratchett

    Das Licht der Fantasie

     (424)
    Aktuelle Rezension von: Buecherbaronin

    Mit dem ersten Band „Die Farben der Magie“ kann „Das Licht der Fantasie“ nicht ganz mithalten. Nicht falsch verstehen, auch hier beweist Terry Pratchett fraglos seine Qualitäten und man hat einen witzigen, ideenreichen und unterhaltsamen Roman vor sich. Nach dem genialen Auftakt war es aber auch schwer, noch einen draufzusetzen.

    Was den Humor, die verschrobenen Charaktere und die irrwitzige Reise über die Scheibenwelt angeht, knüpft der Roman nahtlos an den ersten an. Der feige, pessimistische Rincewind und der naive, optimistische Zweiblum passen prima zusammen und liefern sich herrliche Wortgefechte.

    Die Handlung ist es, die „Das Licht der Fantasie“ im Vergleich ein bisschen abfallen lässt. Es passiert immer noch einiges, aber das erste Aufeinandertreffen der Figuren, diese Touristenreise und die Erlebnisse im ersten Band hatten einfach noch einen Tick mehr Verve.

    Alles in allem ist „Das Licht der Fantasie“ ein spaßiger Trip über die Scheibenwelt mit liebenswerten, schrulligen Charakteren, einer extragroßen Portion Humor und einer Fantasywelt, die nahezu keine Konkurrenz hat. Lesenswert und ein Riesenspaß!

  11. Cover des Buches Die Krone des Schäfers (ISBN: 9783442486304)
    Terry Pratchett

    Die Krone des Schäfers

     (58)
    Aktuelle Rezension von: Erdbeerschorsch

    Tiffany Weh (Aching) muss viele Prüfungen bestehen. Oma Wetterwachs stirbt und hinterlässt ihr das Häuschen und das Revier. Durch Omas Tod schwächt sich der Schutz gegenüber dem Elfenreich, die bösen Elfen dringen in die Scheibenwelt ein und attackieren die Menschen - zunächst nur mit bösartigen Streichen.

    Stellenweise ist das Buch etwas langatmig, nicht der beste Roman von Pratchett, aber immerhin ein gelungener Hexenroman.

  12. Cover des Buches Die Kompanie der Oger (ISBN: 9783492266314)
    A. Lee Martinez

    Die Kompanie der Oger

     (47)
    Aktuelle Rezension von: Olaf_Raack

    Ich fühlte mich ein wenig zurückversetzt in die Zeit, als ich hin und wieder Terry Pratchett gelesen habe. Wild, schnell und ein immerwährendes Chaos, das sich durch das gesamte Buch zieht. Nun gebe ich zu, dass ich nie der uneingeschränkte Fan von klamaukigen Fantasy-Büchern war – Pratchett Fans mögen es mir nachsehen. Die Geschichte um den ständig sterbenden und wiederkehrenden Never Dead Ned ist amüsant und gibt in dem Buch sicher keine langatmigen Passagen, dennoch hat es mich nicht vollends überzeugt. Fans von Pratchett hingegen dürften dem Buch sicherlich mehr abgewinnen und sich hier gut aufgehoben fühlen.

  13. Cover des Buches Rumo & die Wunder im Dunkeln (ISBN: 9783328601906)
    Walter Moers

    Rumo & die Wunder im Dunkeln

     (1.097)
    Aktuelle Rezension von: eva_maria_hofer

    Walter Moers versteht es in diesem Roman, mit sprachlichen Spielereien und Wortwitz die komplexe Welt von Zamonien zu erweitern.

    Er erzählt die Geschichte von Rumo, einem jungen Wolpertinger, der viele Abenteuer und blutrünstige Irrwege bestreiten muss, um zu seiner Liebe Rala zu finden.

    So wie auch die anderen Zamonien-Romane ist "Rumo & die Wunder im Dunkeln" sehr lesenswert, allerdings übertreibt Walter Moers es aus meiner Sicht doch mit der Summe der Hintergrundgeschichten seiner Figuren.

  14. Cover des Buches Monsterkontrolle (ISBN: 9783492267021)
    A. Lee Martinez

    Monsterkontrolle

     (45)
    Aktuelle Rezension von: Die-Glimmerfeen
    Was ist zu tun, wenn im Kühlraum des Supermarktes ein Yeti die ganze Eiscreme verputzt? Judy ruft die Tierrettung an und schon kommt der blauhäutige Monster mit seinem Origami-Freund Chester angeeilt – Chaos garantiert.

    Witzige Fantasy mit originellen Einfällen und ausgefallenen Charakteren. ‚Monsterkontrolle‘ ist jetzt das vierte Buch von A. Lee Martinez das ich mit Vergnügen gelesen habe. Die Story gerät fast zur Nebensache so interessant sind die Falttechniken von Chester oder die neueste Hautfarbe von Mr. Monster Dionysus. Hier werden Häuser geschrottet und kleine Teufel aus Telefonpuppen befreit, was garantiert mit schädlichen Nebenwirkungen einhergeht. Martinez lässt die schrägsten Monster und Typen in seinem Buch zur Höchstform auflaufen, egal ob Höllenbraut, Papiergnom, Hydra oder Riesenmurmeltier.

    Kurzweiliger Lesespaß für alle Freunde von lustiger Fantasy.
  15. Cover des Buches Terror der Tentakel (ISBN: 9783492269438)
    A. Lee Martinez

    Terror der Tentakel

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Splashbooks

    In einem Sonnensystem, das den unseren bis auf die Planeten gleicht, lebt Mollusk, Eroberer des Planeten Terra. Doch das Erobern ferner Welten hat er nun bereits erreicht und auch sonst scheint es in der Welt der Wissenschaft nicht mehr so viel zu geben, was er noch nicht erforscht hätte. Gerade als es scheint langweilig zu werden, wird ein Mordversuch an ihm verübt. Zu seinem Schutz wird zudem auch noch ein Kriegertrupp des Planten Venus geschickt, eine Garde aus Echsenkriegern. Ein Planet den er auch bereits versuchte zu erobern. Der Feind deines Feindes ist dein Freund? Und wer könnte es sein, der ihn versucht aus dem Weg zu räumen? Gemeinsam mit einer Kriegerin von der Venus versucht er diesen Fragen auf den Grund zu gehen!

    Die parallele Welt von "Terror der Tentakel" ist ein Spiegelbild unseres Sonnensystems, nur dass jeder einzelne Planet von einem anderen sonderbaren Volk bewohnt wird. Die Erde von den Terranern, die Venus von den Venusianern, der Jupiter von den Jupiterianern... Schnell wird einem klar, dass sich dieses Werk nicht immer ganz ernst nimmt. Schrill und bunt werden die Ereignisse beschrieben. Und "schrill und bunt" passt auch perfekt auf die Hauptcharaktere.

    Da wäre zunächst natürlich Mollusk: Der Superschurke, ein Genie das seinesgleichen sucht, und einst der größte aller Eroberer. Allerdings hat er es mit dem Erobern in letzter Zeit nicht mehr so wie einst. Es ist so viel Arbeit, nicht das Einnehmen der Welten, aber das anschließende sich darum kümmern. Als einstiger Bewohner des Planeten Neptun, die für ihre Genialität bekannt sind, ist seine Erscheinungsform jedoch weniger beeindruckend: Er gleicht einem Kraken, mit Tentakeln als Arme und Beine und ohne jegliche Knochen. Wie also ohne Schwierigkeiten durch die Welt kommen? Man baut sich einfach sehr eindrucksvolle Exoskelette. Wirklich, das mit dem Erfinden nimmt der, mehr als nur sehr von sich überzeugte, Mollusk sehr ernst. Dass er hierbei den einen oder anderen Fehltritt machte merkt man schnell, denn einige seiner Fehlschläge laufen einen im Laufe der Geschichte über den Weg. Wortwörtlich. Zudem fragt man sich, ob er wirklich so böse ist, wie behauptet wird...

    Rest lesen unter:
    http://splashbooks.de/php/rezensionen/rezension/20998/terror_der_tentakel

  16. Cover des Buches Zwerg und Überzwerg (ISBN: 9783802581489)
    Christian von Aster

    Zwerg und Überzwerg

     (15)
    Aktuelle Rezension von: jimmygirl26
    Nach 70 Seiten hab ich das Buch weggelegt es ist sehr schwer zu lesen und von einer Parodie merk ich ja überhaupt nix. Schade hab mich echt auf die Trilogie gefreut aber leider war es nix
  17. Cover des Buches Gott im Unglück (ISBN: 9783492267526)
    A. Lee Martinez

    Gott im Unglück

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Die-Glimmerfeen
    Teri und Phil sind auf der Suche nach einem Gott, der ihnen hilfreich zur Seite steht. Im Angebot von Pantheon.com gibt es reichlich Götter im Angebot, von Zeus bis Kunapipi ist alles vertreten, je nach Geldbeutel und Opferbereitschaft. Ihre Wahl fällt schließlich auf Lucky, einem Gott mit Waschbärkopf, der auch gleich bei ihnen einziehen will. So hatten Teri und Phil sich das nicht vorgestellt …
    Der Humor von A. Lee Martinez ist schon etwas speziell, aber nicht dumm. Die Idee sich Götter im Internet auszusuchen, passt in unsere Zeit und ist eigentlich gut durchdacht. So modern die Idee auch ist, mit Göttern lässt man sich besser nicht ein, oder?

    Mit den von den Göttern heimgesuchten Ehepaar kann man sich oft identifizieren. Die Geschichte hat keine Längen und ist flott erzählt. Der Bösewicht ist ein echter Bösewicht – fies, gemein und eklig, ganz so wie es sich gehört. Lucky hat nicht nur den widerlichen Gorgoz zum Feind, er muss sich auch noch von seiner Ex der Göttin Syph stalken lassen und sich mit Liebe und den Problemen der Menschen beschäftigen.

    Ich habe mich gut unterhalten gefühlt, obwohl es für mich nicht an ‚Eine Hexe mit Geschmack‘ oder ‚Diner des Grauens‘ heranreicht. Ich freue mich schon auf meinen nächsten Martinez.
  18. Cover des Buches Das abartige Artefakt (ISBN: 9783802581588)
    Christian von Aster

    Das abartige Artefakt

     (8)
    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Cover des Buches Die Elfen von New York (ISBN: 9783423213707)
    Martin Millar

    Die Elfen von New York

     (96)
    Aktuelle Rezension von: phantastische_fluchten
    Morag und Heather sind eigentlich die besten Freundinnen. Doch eine uralte Fehde ihrer beiden Clans und ihr heißblütiges Blut lassen sie immer wieder in Streitereien ausbrechen. Ihre Zankereien, ihre Hitzköpfigkeit, ihr aufbrausendes Temperament und ihre Dickköpfigkeit bringen die beiden jungen Feen immer wieder in die Bredouille und handelt ihnen bei den Clans eine Menge Ärger ein. Als sie sich jedoch an einem Relikt der McLeods vergreifen müssen die beiden punkigen Feen aus ihrer schottischen Heimat fliehen. Sturzbetrunken landen sie mit einigen anderen Feen, die sie unterwegs getroffen haben, in New York.
    Leider wird die Gruppe durch ein Missgeschick getrennt und Heather und Morag landen bei dem unangenehmsten Menschen der Stadt. Dinnie, ein Menschenfeind, der auch schnell zu einem Feenfeind wird. Dick, unangenehm, mürrisch und ein Nichtskönner auf der Geige.
    Nach einem neuen und heftigen Streit zwischen den Feen bleibt Heather bei dem mürrischen Ekelpaket während Morag auf die andere Straßenseite zu der hübschen Kerry zieht. Eine Frau, in die Dinnie schon lange verliebt, die aber für ihn unerreichbar ist.
    Bald stellen die beiden Feen nicht nur das Leben von Dinnie und Kerry auch den Kopf, sondern sie nehmen es auch mit den italienischen, chinesischen und afrikanischen Feen New Yorks auf, denen so etwas wie diese zwei Streithähne noch nie unter die Augen gekommen ist.
    Während sich die beiden Feen langsam an das turbulente Leben in New York gewöhnen, braut sich in ihrer Heimat unaufhaltsam eine Katastrophe zusammen.
    Kommentar:
    Eigentlich sollte man das Buch nur nach dem Genuss eines Joints, einer Menge Whiskey oder nach Besuch eines absolut tollen Rockkonzerts lesen. Die Geschichte ist so skurril, aberwitzig, abstrus, verrückt und liebenswert, dass man selber nicht normal sein darf, um ihr die gebührende Anerkennung zu zollen. Die Figuren sind liebevoll beschrieben, von der verrückten Magenta bis hin zu Dinnie wird der Leser mit allen gut Freund. Die Geschichte setzt sich aus mehreren Strängen zusammen, die teilweise in Irland, Schottland und New York spielen. Doch am Ende laufen alle Fäden in der 4. Straße zusammen.
    Die Beschreibungen New Yorks sind aus dem alltäglichen Leben gegriffen, liebevoll und auch derb. Obdachlosigkeit, Krankheit, Armut und Tod werden als Thema nicht ausgenommen, doch sie werden als dem Alltag zugehörig beschrieben, die Thematik wird in die Geschichte intrigiert ohne den Leser abzuschrecken. Darin verwoben sind verrückte Szenarien, die alle durch Musik miteinander verbunden sind. Cal, der den Sommernachtstraum inszenieren möchte, Kerry, die endlich die Gitarrensoli ihres Lieblingsmusikers beherrschen will, Dinnie, der ein lausiger Geiger ist und Jonny, der sich auf die Suche nach seiner Gitarre begibt. Dazwischen die durch geknallten Distelfeen, die ihre traditionelle Musik mit etwas Ramones oder Punk aufmischen möchten, was die traditionellen Feen nicht gerne sehen.
    Der Autor schafft es, Tragik und Humor auf wundersame Weise miteinander zu verknüpfen. Seine Ideenreichtum kennt dabei keine Grenzen. Als Vergleich zu diesem Buch fällt mir nur fool on the hill von Matt Ruff ein.
    Fazit:
    Dieses Buch kann man nicht beschreiben, man muss es erlesen und erleben. Wenn man danach noch nicht genug von verrückten Geschichten hat, greife man anschließend zu den Geheimnissen von Turai
  20. Cover des Buches Sturm auf das Elbenreich (ISBN: 9783800056729)
    Alfred Bekker

    Sturm auf das Elbenreich

     (3)
    Aktuelle Rezension von: jimmygirl26
    Wieder ein wunderbares Buch von Candric und Rohmroor das sich gut und schnell lesen läßt. Die Geschichte ist wieder spannend und man fiebert mit beiden mit, teilweise auch sehr zum lachen und nicht nur für Kinder sondern auch für junggebliebene.
  21. Cover des Buches Eine Hexe mit Geschmack (ISBN: 9783492266550)
    A. Lee Martinez

    Eine Hexe mit Geschmack

     (67)
    Aktuelle Rezension von: PeWa

    Namenlos ist die Hexe und Ich-Erzählerin dieser herrlich komischen Geschichte, die durch einen Fluch gestraft im Keller ihres Elternhauses aufwächst. Die Hexe ist untot, d.h. sie kann auf herkömmlichen Wege nicht altern oder getötet werden und als sie im Alter von 18 Jahren von der Grausigen Edna - einer Hexe und ihrer späteren Mentorin - aus dem elterlichen Keller und einem Leben in Dunkelheit befreit wird, muss sie zu ihrem Entsetzen feststellen, dass sie eine wunderschöne Frau ist. Das passt allerdings nicht wirklich in das Bild einer praktizierenden Hexe und so lernt die Namenlose nicht nur allerlei über Magie, sondern auch ihr ansehnliches Äußeres unter Schichten von Dreck und Umhängen zu verbergen.

    Als ihre Mentorin eines Tages gewaltsam ums Leben kommt, macht die Hexe sich mit ihrem Vertrauten - einer mordlustigen Dämonenente - auf, um die Grausige Edna zu rächen. Auf ihrem Weg zu ihrer Rache begegnet sie u.a. einem hilfreich intelligenten Troll, einem Weißen Ritter, einer sprechenden Füchsin und allerlei magischen und weniger magischen Wesen. Und bald zeigt sich: Der Hexe und ihren Freunden stehen wichtige Aufgaben und der aussichtslose Kampf gegen eine finstere Macht bevor, die nicht nur ihr Leben, sondern die Realität an sich bedroht.

    Und als wäre das nicht schon Problem genug, muss die Hexe Tag für Tag mit ihrem Fluch kämpfen, der sie nach wie vor zu einer wandelnden, Fleisch fressenden Untoten macht. So verzehrt sie sich nämlich nicht nur auf sinnliche Art nach dem Fleisch des besagten Weißen Ritters....stattdessen will sie in regelmäßigen Abständen sein Gesicht abnagen oder sein Blut trinken. Und schon bald wird sich zeigen, was in der Hexe stärker ist - Frau oder Monster.

    Was so abgefahren klingt, ist auch so. Die Geschichte und auch der Humor lassen an Terry Pratchett denken und könnte vielleicht auch so ähnlich auf der Scheibenwelt stattgefunden haben. Die Figuren sind liebenswürdig und tiefschichtig gezeichnet, der Humor kommt gerade im ersten Drittel der Geschichte nicht zu kurz und zieht sich angenehm und tiefgründig durch die gesamte Handlung. Besonders weise und anschaulich die Gedankengänge der Hexe zum (Hexen)Leben an sich, der Magie, der Liebe und den Menschen. Eine durch und durch sympathische "Heldin" ( auch wenn sie so sicher nicht genannt wollen würde ) mit großen Schwächen auf dem Gebiet des menschlichen Zusammenseins, aber trotzdem bewundernswert. Das Ende der Geschichte, was leicht schwach hätte ausfallen können, ist gut gewählt und schließt den Roman gekonnt ab.

    Fazit: Ein sehr witziges Buch mit weisen Dialogen, grotesken Situationen und einnehmenden Charakteren. Und wer hätte jemals von einer gleichzeitig so blutrünstigen, wie auch liebenswerten Dämonenente gelesen?
  22. Cover des Buches Nimmerzwerg (ISBN: 9783802581595)
    Christian von Aster

    Nimmerzwerg

     (6)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches Der unerfüllte Wunsch - Eine phantastische Reise (ISBN: B00J70HYHG)
  24. Cover des Buches Zu viele Flüche (ISBN: 9783492266987)
    A. Lee Martinez

    Zu viele Flüche

     (53)
    Aktuelle Rezension von: MosquitoDiao
    Die pragmatische Koboldin Nessy hat sich schnell gegen das für ihre Art natürliche Leben in den Höhlen entschieden und arbeitet schon seit Jahren als Assistentin/Haushaltshilfe für Zauberer. Seit längerem schon für den groß gefürchteten Zauberer Margle.
    Dieser ist jedoch wie alle Zauberer äußerst arrogant und alles andere als dankbar.
    So kommt es, dass er versucht sie loszuwerden, nur das dies schief geht und er selbst verschwindet und Nessy nun als neue Schlossherrin zurück bleibt, in einem Schloss voller armer Verfluchter Seelen, die irgendwann einmal Margles Zorn erleben mussten.
    Sie hat mit all den Monstern alle Hände voll zu tun, der Serienkiller Dan, das Ungeheuer-unter-dem-Bett...aber zum Glück befinden sich allerlei Freunde unter ihnen, dieNessy hilfsbereit und loyal zur Seite stehen. Was auch nötig ist.
    Neben der Tür-am-Ende-des-Flurs, die sich auf einmal selbstständig macht um den restlichen Schlossbewohnern Angst einzujagen erscheint auch noch eine machtgierige Zauberin, die ale auf Trapp hält.
    Ein Problem jagt das nächste...die Frage ist nur: Ist Nessy dem Ganzen gewachsen?

    Zwischen diesen Seiten findet man mal wieder einen Fantasy-Spaß vom Kultautor A. Lee Martinez.
    Die Bücher sind perfekt für zwischendurch und zaubern immer wieder ein Lächeln ins Gesicht.
    Zwar für mich persönlich keine überlebenswichtige Literatur, aber einfach schön etwas so leichtes und lustiges zwischendurch zu lesen!

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