Bücher mit dem Tag "gabe"
260 Bücher
- Sarah J. Maas
Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen
(3.736)Aktuelle Rezension von: Sandy-BuchgefuehlUm ehrlich zu sein, weiß ich gar nicht so richtig, was ich über dieses Buch schreiben soll. Ich habe es mir wegen des Klappentextes ausgesucht, weil die Geschichte eigentlich interessant klang. Doch leider war das Buch überhaupt nichts für mich.
Ich fand die Geschichte leider ziemlich langweilig und auch die Figuren haben mir nicht wirklich gefallen. Leider konnte mich auch das Setting nicht überzeugen. Es war einfach mal wieder eines dieser Bücher, bei denen ich gemerkt habe, dass es für mich einfach nichts ist.
Besonders schade fand ich, dass ich überhaupt nichts fühlen konnte. Gerade bei den Figuren fehlte mir einfach die Verbindung, sodass sie mir ziemlich egal geblieben sind. Und wenn ich bei einer Geschichte nichts fühlen kann, fällt es mir natürlich auch schwer, wirklich mitzufiebern.
An manchen Stellen fand ich die Geschichte außerdem etwas verwirrend, wodurch es für mich noch schwieriger wurde, richtig in das Buch hineinzukommen.
Eigentlich klang die Geschichte wirklich interessant, aber am Ende konnte sie mich leider überhaupt nicht abholen. Manchmal passt ein Buch einfach nicht zu einem – und bei Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen war das bei mir leider der Fall.
- Sarah J. Maas
Das Reich der Sieben Höfe – Flammen und Finsternis
(2.672)Aktuelle Rezension von: SnowWhite_Diese Rezension ist mir tatsächlich unglaublich schwergefallen. Nicht, weil ich nicht wusste, was ich schreiben soll – sondern weil diese Reihe einen so grossen Hype hat und ich mit unglaublich hohen Erwartungen an die Geschichte herangegangen bin. Irgendwie hatte ich sogar Angst, dass mich das Buch enttäuschen könnte.
Aber ich verstehe den Hype jetzt vollkommen. ✨
Flammen und Finsternis hat mich noch mehr abgeholt als der erste Band. Die Geschichte rund um Feyre wird unglaublich spannend weitergeführt und für mich war dieser Teil sogar noch stärker als der Auftakt.
Die Fantasywelt ist einfach fantastisch aufgebaut. Sie fühlt sich lebendig an, ist voller Details und hat mich komplett in ihren Bann gezogen. Besonders die Charaktere haben es mir angetan. Sie wachsen einem so sehr ans Herz und ich habe unglaublich gerne ihre Entwicklungen verfolgt.
Sarah J. Maas schafft es, eine Geschichte zu erzählen, die nicht nur spannend und voller Magie ist, sondern auch emotional berührt. Es gibt Geheimnisse, Wendungen und Momente, mit denen ich nicht gerechnet habe.
Für mich ein absolut verdienter Hype und ein Highlight meiner Fantasy-Lesereise. Ich bin unglaublich gespannt, wie es mit Feyre und dieser wundervollen Welt weitergeht. 🌙✨
- Mary E. Pearson
Der Kuss der Lüge
(1.563)Aktuelle Rezension von: Melone77Kuss der Lüge hat mich sofort gepackt, weil die Geschichte mit einer starken, verletzlichen und gleichzeitig starrköpfigen Protagonistin beginnt, die vor ihrem Schicksal flieht – und damit eine Kette von Ereignissen auslöst, die sie selbst kaum begreifen kann. Kurz gesagt: Ein Mädchen läuft vor einer arrangierten Ehe davon, zwei Männer folgen ihr – und niemand ist, wer er zu sein scheint. Genau dieses Spiel mit Identitäten macht den Einstieg so spannend.
Was mir besonders gefallen hat, war das Gefühl, das das Buch auslöst. Die Handlung ist nicht nur spannend, sondern auch emotional dicht. Ich mochte, wie sehr man miträtselt, wer der Prinz und wer der Attentäter ist, und wie man sich dabei selbst immer wieder täuscht. Das Love Triangle funktioniert hier richtig gut, weil beide Männer etwas Echtes in der Protagonistin – und in mir als Leserin – berühren. Ich habe mich mehr als einmal dabei ertappt, wie ich ihr innerlich zugerufen habe, sie solle endlich die richtige Entscheidung treffen.
Die Charaktere sind vielschichtig, und ihre Motive wirken nachvollziehbar. Besonders schön fand ich, dass niemand eindimensional ist: Jeder trägt seine eigene Wahrheit, seine eigenen Wunden und Geheimnisse mit sich herum. Das macht die Geschichte lebendig und glaubwürdig.
Gelernt habe ich vor allem, wie sehr Mut und Wahrheit zusammenhängen – und dass Weglaufen manchmal nur der erste Schritt ist, um herauszufinden, wer man wirklich sein möchte.
Empfehlen würde ich das Buch allen, die Fantasy mit Herz, starken Figuren, Spannung und einem emotionalen Love Triangle lieben. Besonders Leserinnen und Leser von Young Adult-Fantasy werden hier voll auf ihre Kosten kommen.
- Jennifer L. Armentrout
Blood and Ash – Liebe kennt keine Grenzen
(1.061)Aktuelle Rezension von: IgniswingIch liebe es.
Ganz ehrlich, ich liebe die gesamte Reihe (was bisher erschienen ist)Holt euch die Bücher oder Hörbücher, lest/hört sie und ihr werdet es lieben!
(Außer ihr mögt kein Fantasy oder Romance, dann könnte das vielleicht doch nichts für euch sein)Jeder der ACOTAR, TOG, Fourth Wing oder was sonst so gerade in den Genres trendet mag und liebt,
wird auch diese Reihe einfach nur lieben!Ich persönlich mag die Reihe auch mehr, als ACOTAR und vielleicht sogar mehr als TOG oder Fourth Wing, aber nur vielleicht. Bei den letzten beiden bin ich mir noch nicht sicher. Vielleicht teilen Sie sich den Platz auch einfach.
Es ist spannend, großartig geschrieben und hat ordentlich Dramatik. Es hat mich gefesselt und ich hatte das Buch schlussendlich in einem Tag durch.
- Noah Gordon
Der Medicus
(2.275)Aktuelle Rezension von: Stephan_ButtgereitWas an Der Medicus bis heute trägt, ist nicht allein die Opulenz seines historischen Schauplatzes. Noah Gordon lässt Rob Cole aus einem England der Angst und des Aberglaubens aufbrechen und macht seine Reise nach Isfahan zu einer Schule des Sehens. Medizin erscheint hier nicht als dekoratives Fachwissen, sondern als genaus hinsehen, zweifeln, lernen.
Besonders stark ist die Spannung zwischen dem Wissensdurst des jungen Engländers und einer Welt, in der religiöse Zugehörigkeit, Herkunft und Krankheit über Leben und Tod entscheiden. Die Begegnung mit Avicenna gibt dem Roman seinen geistigen Mittelpunkt, ohne die Geschichte in eine Lehrstunde zu verwandeln. Pest, Hunger, die Gefahren der Reise und das Leben in Persien haben Gewicht, doch sie überlagern nie Robs Entwicklung.
Natürlich arbeitet der Roman mit den großen Mitteln des historischen Erzählens. Abenteuer, Liebe, Verlust und Bewährung. Gerade weil Gordon sie so souverän ordnet, wird daraus kein bloßer Kostümroman, sondern ein mitreißendes Buch über Neugier und den Preis des Wissens. Ein Klassiker des Genres, der seine Länge verdient.
- Tahereh Mafi
Shatter Me
(1.970)Aktuelle Rezension von: Cassi26Shatter Me erzählt die Geschichte von Juliette, deren Berührung für andere tödlich ist. In einer dystopischen Welt muss sie sich zwischen Angst, Macht und Liebe entscheiden.
Juliette entwickelt sich im Verlauf der Geschichte von einer verunsicherten jungen Frau zu einer selbstbewussten und starken Protagonistin. Die Figuren haben unterschiedliche Persönlichkeiten und nachvollziehbare Motive. Beziehungen und Konflikte zwischen den Charakteren wirken emotional und tragen zur Spannung bei. Auch einige Nebenfiguren erhalten im Laufe der Reihe mehr Tiefe und Entwicklung.
Stärken:
Spannender Einstieg mit vielen Geheimnissen
Außergewöhnlicher, poetischer Schreibstil
Schwächen:
Der Schreibstil mit vielen Metaphern und durchgestrichenen Gedanken ist nicht jedermanns Geschmack
Manche Figuren wirken im ersten Band noch wenig ausgearbeitet (was von Teil zu Teil besser wird und dadurch die Figuren vertrauter wirken)
Welt:
Eine Autoritäre Organisation hat die Kontrolle über die Gesellschaft und Umwelt übernommen. Die zerstörte Natur, Ressourcenknappheit und politische Unterdrückung schaffen eine bedrohliche Atmosphäre.
Der Weltenaufbau ist atmosphärisch und bietet viele interessante Ideen. Zwar werden nicht alle Hintergründe sofort erklärt, doch mit den weiteren Bänden gewinnt die Welt deutlich an Tiefe und Komplexität.
Fazit:
Shatter Me ist eine fesselnde Mischung aus Dystopie, Fantasy und Romantik. Besonders Leserinnen und Leser, die emotionale Geschichten mit einer starken Hauptfigur und einem besonderen Schreibstil mögen, werden an der Reihe viel Freude haben. Ich wurde von der Welt und den Charakteren magisch angezogen und bin mit den Seiten verschmolzen. Die komplette Reihe werde ich auf jeden Fall nochmal lesen. (Kenji werdet ihr Lieben!!!)
- Kristin Cashore
Die Beschenkte (Die sieben Königreiche 1)
(2.773)Aktuelle Rezension von: LadyMuffinchenLady Katsa ist eine von den Begabten in den sieben Königreichen. Sie ist die Nichte des Königs von Middluns und seine Söldnerin. Als Begabte mit der Fähigkeit zu töten und alle Attentate zu überleben ist sie dafür mehr als geeignet. Katsa sorgt dafür, dass die Schuldner ihres Onkels zahlen. Entweder auf die eine oder die andere Weise. Doch Katsa arbeitet auch unterirdisch für den Rat, der die Unschuldigen befreit, denn sie will eigentlich Leben retten, anstatt sie zu nehmen. Als sie einen Lienid befreit und dabei von einem weiteren aus dem Volk überrascht wird, bemerkt sie, dass ihr Gegenüber ihr ebenbürtig ist. Sofort ist sie von ihm angezogen und der Zufall will es, dass die beiden sich wieder begegnen. Gemeinsam versuchen sie herauszufinden, wer den alten Lienid, den sie gerettet haben, töten wollte. Und so beginnt ein Abenteuer welches aus Intrigen und Lügen gesponnen zu sein scheint.
Katsa ist ein Werkzeug ihres Onkels. Sie wurde früh manipuliert und hat gefühlt anfänglich nicht viel eigene Meinung. Sie möchte sich ihrem Onkel nicht beugen, braucht jedoch Ünerzeugung von außen, um aus dem Teufelskreis zu entkommen. Sie ist dennoch weiterhin durchgehend naiv und sozial unbeholfen. Auch kommt sie mir oft etwas dümmlich vor und das hat mich schon sehr gestört.
Dann ist da Bo. Der wundervolle Bo, mit seinen Geheimnissen. Er ist ein gutherziger und cooler Charakter, der mir direkt sympathischer war, als Katsa. Er hilft Katsa menschlicher zu werden und das hat mir doch wieder gut gefallen.
Auch die weiteren Charaktere im Buch waren ok. Stereotypen war natürlich dabei, was auch nicht weiter schlimm war, nur hat es leider auch die Spannung etwas genommen, da so keine Überraschungen in der Handlung auftraten.
Was die Handlung und den Schreibstil angeht so war es auch leider nur Mittelmaß. Es plätscherte meiner Meinung nach lange vor sich hin und steigerte sich eher nicht so. Man konnte auch viel vorhersehen, was als nächstes geschieht. Generell war es sonst ziemlich schleppend, obwohl die Idee mit den Gaben und auch die weitere Story durchaus Potenzial gehabt hätten. Sehr schade.
Warum die Reihe so gehyped wurde kann ich leider nicht sagen. Für mich war das Buch in Ordnung, aber nicht großartig. Prinzipiell kann ich auch keine direkte Empfehlung aussprechen, da ich das Buch dafür dann doch etwas zu schleppend habe lesen können, weshalb ich leider lediglich 2,5 Sterne vergeben kann 🌳
- Leigh Bardugo
Goldene Flammen
(1.487)Aktuelle Rezension von: Elite1304Ich bin wahrscheinlich der letzte Mensch, der dieses Buch gelesen hat. Als die Serie erschien und mir so gut gefallen hat, wollte ich unbedingt die Bücher lesen bevor die kommende Staffel erscheint. Dann wollte ich aber erst mal das Gesehene wieder vergessen, damit ich nicht voreingenommen in die Bücher starte. Leute, man sollte immer erst die Bücher lesen, egal wie hyped man auf eine Serie ist.
Nun ist sehr viel Zeit vergangen und endlich habe ich das Buch gelesen. Mir ist folgendes sofort aufgefallen: In den meisten Fantasy-Reihen wird dir zu Beginn die Welt und die wesentlichen Inhalte erklärt, beispielsweise wer arm ist und wer reich, wie unsere Protas leben und was ihr Ziel ist oder dass sie im Vergleich zu anderen keins haben usw. Dieses Buch ist das erste (zumindest für mich) bei dem das nicht so ist. Man liest einen kleinen Ausschnitt aus der Kindheit von Alina und Mal, in der nicht viel erklärt wird, außer, dass sie in einem Waisenhaus und untrennbar sind. Dann geht es schon direkt mit der Geschichte los. Schwups, Alina ist Kartenzeichnerin und Mal der beste Fährtenleser. Schnell trennen sich auch ihre Wege und ich dachte so "Man, das geht aber schnell".
Die Geschwindigkeit war ungewohnt, aber das tut dem Ganzen nichts ab. Die Geschichte ist super. Ich mag das Grishaverse und freue mich unglaublich auf die folgenden Teile.
Die Story ist aus Alinas Sicht geschrieben und sie tat mir immer so leid, weil sie als unscheinbar und nicht schön bezeichnet wurde (ich habe die erste Staffel gesehen und da war sie doch von Anfang an hübsch). Alina findet aber ihre wahre Größe und sie findet ihre Liebe und das war sehr schön zu lesen.
Der Dunkle ist ein Charakter, der mir als Bösewicht auch super gut gefällt.
Ich bin gespannt wie es weitergeht.
- Julia Dippel
Izara - Das ewige Feuer
(1.231)Aktuelle Rezension von: Samira_2006Ari hat es im Leben nicht leicht – genau das macht sie zu einer so authentischen und sympathischen Protagonistin. Sie versucht, Schule und Arbeit unter einen Hut zu bringen und kümmert sich gleichzeitig um ihre psychisch instabile Mutter. Zum Glück steht ihr ihre beste Freundin immer zur Seite. Als Ari schließlich den geheimnisvollen Lucian kennenlernt, nimmt ihr Leben eine unerwartete Wendung.
Die Geschichte gewinnt schnell an Spannung und bietet neben actionreichen Kampfszenen auch viele humorvolle Momente. Besonders gut gefallen hat mir, dass man die verschiedenen Gruppierungen und das Magiesystem nach und nach kennenlernt. Man wird nicht mit Informationen überhäuft, sondern entdeckt die Welt gemeinsam mit Ari.
Zu Beginn spielt die Handlung noch in der gewöhnlichen Menschenwelt. Nach und nach taucht Ari jedoch in die verborgene Welt der Primus ein – übernatürliche Wesen, die unerkannt unter den Menschen leben. Das Magiesystem folgt klaren Regeln und entwickelt sich im Laufe der Reihe stetig weiter. Neue Fähigkeiten und Geheimnisse werden nach und nach enthüllt, wodurch die Welt immer tiefgründiger und faszinierender wird. Julia Dippel verbindet bekannte Elemente aus Engel- und Dämonenmythen mit einer eigenen, originellen Fantasywelt, die mich von Anfang an begeistert hat.
Die Izara-Reihe besteht aus vier Bänden sowie einem Spin-off.
Ari ist mutig, schlagfertig, humorvoll und unglaublich einfühlsam. Mit jeder Seite ist sie mir mehr ans Herz gewachsen. Sie lässt sich nicht unterkriegen und beweist immer wieder, dass sie auch in schwierigen Situationen Stärke zeigen kann.
Lucian bleibt anfangs ein großes Rätsel, was meine Neugier nur noch mehr geweckt hat. Mit der Zeit lernt man seine einfühlsame Seite kennen, auch wenn er diese nicht sofort zeigt. Sein trockener Humor sorgt immer wieder für unterhaltsame Momente und hat mich oft zum Lachen gebracht.
Auch die übrigen Charaktere sind liebevoll ausgearbeitet. Jeder von ihnen besitzt eine eigene Persönlichkeit und trägt dazu bei, dass man sich mitten in der Geschichte fühlt. Sie wachsen einem schnell ans Herz und machen die Reihe zu etwas ganz Besonderem.
Fazit:
Izara ist eine fesselnde Fantasyreihe mit einer gelungenen Mischung aus Magie, Romantik, Humor und spannender Action. Die abwechslungsreiche Handlung, das durchdachte Worldbuilding und die großartigen Charaktere haben mich von Anfang bis Ende begeistert. Wer Fantasy mit einer mitreißenden Liebesgeschichte und viel Spannung liebt, dem kann ich diese Reihe von Herzen empfehlen.
- Amy Ewing
Das Juwel - Die Gabe
(1.788)Aktuelle Rezension von: dottis_buecherregalIch habe dieses Buch gelesen, ohne vorher den Klappentext zu kennen. Es handelt von einer Gesellschaft, in der Blutlinien und sozialer Status die wichtigste Rolle spielen. Aufgrund weit verbreiteter Inzestprobleme ist der Adel unfruchtbar geworden, weshalb Aristokraten „Surrogate“ halten.
Die Geschichte wirkt wie eine abgeschwächte Version von "Der Report der Magd", da die Grundidee die selbe ist.
Violet wird von ihrer Familie getrennt, sobald die Regierung entdeckt, dass sie über besondere Fähigkeiten verfügt. Diese Kräfte erlauben es ihr, sowohl das Aussehen als auch den Charakter des Kindes zu beeinflussen, das sie austrägt. Außerdem kann sie die Dauer der Schwangerschaft erheblich verkürzen.
In dieser Welt werden Surrogate von adeligen Frauen ersteigert, um als Leihmütter deren Kinder auszutragen und die Blutlinien der Aristokratie zu stabilisieren.
Violet ist eine starke Protagonistin und ist deutlich reifer beschrieben als sechzehn. Die Liebesgeschichte, die im letzten Drittel des Buches stattfindet, hätte aus meiner Sicht nicht sein müssen.
- Christelle Dabos
Die Spiegelreisende 1 − Die Verlobten des Winters
(744)Aktuelle Rezension von: Sara1Die beschriebene Welt ist ein tollen Konzept. Die Hauptfigur Ophelia lernt man im Laufe des Buches immer besser kennen und auch lieben. Sie wird wie der Leser auch in die neue Welt den Pol geworfen und muss sich darin zurecht finden. Die Handlung nimmt nach der Hälfte immer mehr Fahrt auf und es kommt zu Wendungen mit welchen man nicht rechnet. Insgesamt ist das Buch toll geschrieben und man kann es nicht weglegen wenn man mit dem lesen begonnen hat.
- Kami Garcia
Sixteen Moons - Eine unsterbliche Liebe
(1.047)Aktuelle Rezension von: LadyMuffinchenEthan lebt seit seiner Geburt im kleinen Örtchen Gatlin, wo es kein Kino gibt und die besten Bücher verboten sind. Es gibt nur einen Laden und die Kirche ist so ziemlich das Größte für die Damen der Gesellschaft. Nie gibt es was aufregendes, bis Ethan in die Elfte kommt. Die neue Schülerin Lena ist das Schulgespräch. Doch nicht im positiven Sinne, denn alle haben es auf die abgesehen, schließlich wohnt sie beim alten Ravenwood. Dem Unikum der Stadt und außerdem wohnt er in Gruselhaus am Rand des Ortes. Ethan jedoch verliebt sich sofort in Lena, schließlich ist sie das Mädchen aus seinen Träumen. Als dann auch noch seltsame Dinge geschehen versucht Ethan hinter Lenas Geheimnis zu kommen.
Unsere Hauptperson in diesem Buch ist Ethan, aber eigentlich geht es um Lena, die Neue in der Stadt. Die Nichte vom verschrobenen Ravenwood. Ethan ist ein junger Mann mit Charakter und einer klaren Meinung. Er gibt nicht viel auf andere und denkt selbstständig ohne sich dem Gruppenzwang anzuschließen. Seine Hormone spielen jedoch auch klar verrückt. So ist er bereits seit Sekunde eins in Lena verliebt und das nur, weil sie ihm in seinen Träumen bereits erschienen ist. Eigentlich ziemlich seltsam so jemanden direkt zu lieben, ohne die Person zu kennen, doch das soll wahrscheinlich die besondere Verbindung zwischen den beiden darstellen. Dahingehend ist er auch erschreckend naiv, wurde er doch von einer sehr klugen Frau (oder auch drei) aufgezogen. Der Verlust seiner Mutter und die Abwesenheit seines Vaters haben ihn erwachsen werden lassen, doch sobald es Lena betrifft, fällt er in den Strudel der Hormone zurück und denkt zu wenig nach. Bezüglich aller magischen Themen ist er auch seltsam offen und unerschrocken. Er stellt seine Welt nicht in Frage, als er von der Castergesellschaft erfährt, da regt er sich mehr über die Bibliothek auf. Er nimmt alles hin und hat einzig eine Meinung zu der Berufung von Lena. Gefühlt interessiert ihn alles weitere jedoch auch nicht.
Dann ist da Lena, das Castermädchen, welches Angst vor ihrer Berufung hat. Ich habe mich ehrlich schwer mit ihr getan. Sie ist von Anfang an relativ abweisend und auch ihre Gefühle für Ethan drückt sie wenn dann eher noch auf ihre unerklärliche telepatischen Kommunikationsweise aus. Sonst wirkt sie abweisend, eigenbrötlerisch und kalt. Außerdem benimmt sie sich manchmal kontrovers, was mich weiter wenig für sie begeistern konnte. So will sie sich eigentlich aus alles raus halten, um nicht in den Fokus von den Mädels der Schule zu geraten oder generell Aufstehen zu erregen und dann will sie doch auf den Schulball. Sie will nicht mit Ethan zusammen sein, um niemanden in Gefahr zu bringen, als allerletzten ihn und dann ruft sie ihn, um nicht alleine zu sein, obwohl sie weiß, dass es gefährlich für ihn wird, weshalb sie sich dann wieder die Schuld gibt. Das hat schon genervt. Die von ihr selbst geschaffene Distanz war nicht nur für Ethan ein anstrengender Punkt. Schließlich ging es ja das ganze Buch lang nur um sie. Einzig ihre Ironie hat mich stellenweise begeistert.
Die anderen Buchcharaktere waren praktisch ein Alles oder Nichts. Entweder lasch und grau oder so übertrieben dargestellt, dass man sich gefragt hat, ob die Personen nicht besser in Therapie gehen sollten. Anstrengend und nicht angenehm. Einzig Onkel Macon hat mir irgendwie gefallen, doch auch er hätte gerne mehr Futter bekommen können.
Die Handlung ist an sich ganz gut. Es gibt Höhen und Tiefen, an manchen Stellen hätte es meiner Meinung nach gerne kürzer gehalten werden können. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden steht auch offensichtlich im Vordergrund, obwohl es echt lange braucht, bis wir uns mal in einer richtigen Beziehung der beiden befinden. Vielleicht für einen Teenager-Roman auch in Ordnung, für mich war es definitiv zu lang mit zu wenig Inhalt. Auch hinsichtlich der Castergesellschaft hätten man so viel mehr Input bekommen können. Wenn man davon erfährt ist es wirklich kaum mit Informationen gespickt und im Verlaufe des Buches bekommt man nur weniger Brocken geliefert. Zum Ende hin und gerade am solchen war es dann wie eine Bombe, die Chaos bringt. Die Informationen kamen, aber wenig geordnet und es gab keine richtigen Erklärungen oder Zeit zum Verdauen, da hätte ich mir das Buch über einfach mehr gewünscht.
Der Schreibstil ist frisch und jugendlich. Man pflügt durch die Seiten, wenn man zumindest allein den Schreibstil betrachtet.
Insgesamt ist der Auftakt der Reihe ganz nett. Allerdings waren mir zu wenig Fantasy-Aspekte darin, bis auf die ganzen Wetterumschwünge, davon hatten wir wirklich mehr als genug. Zu viel Herumgedruckse im Liebesteil und zu viel Hinnehmen beim Übernatürlichen. Zu wenig Informationen auch bei Hintergrundinformationen und zu viele Seiten ohne Inhalt. Dennoch gut zu lesen, aber ich werde die Folgebände eher nicht auf meine Leseliste packen 🔮
- Stephen King
Carrie
(1.562)Aktuelle Rezension von: Lunacat.
4,75 Sterne für dieses alte Meisterwerk ♥︎
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Das war mein zweiter King und ich wollte unbedingt sein Debüt lesen - dieses Buch ist doch tatsächlich von 1974! - und wurde nicht enttäuscht! Ich habe vor, jetzt alles nach ET zu lesen!!
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Die Geschichte umfasst knapp 300 Seiten und hat mich wirklich ab Seite 50 total in den Bann gezogen. Ich wollte dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen, weil es so enorm spannend war! Die Handlung war perfekt durchdacht, ich hab enorm mitgefiebert und die Spannung war groß!
Was wird passieren? Wie endet es? Was ist überhaupt schon passiert? Ich bin durch die Geschichte geflogen!
Die vielen verschiedenen Arten von Texten im Buch waren toll eingebaut und haben mich total begeistert!
Auch das Ende hat mir sehr gut gefallen!
Ich konnte sogar enorm mit Carrie mitfühlen und zwischendrin wollte ich einfach nur, dass es eine Liebesgeschichte wird... (if you know, you know :-()
Und ich war dauernd nur so "Nein, bitte nicht, nein, oh Gott, nein". Mich hat das Buch total gecatcht und ich hab es gleich als erstes Buch des Jahres weggesuchtet!
"Natürlich hab ich hier nicht die Tiefe wie in einer Romantasy" - falsch gedacht. Ja, nicht in dem Ausmaß, doch die Geschichte hat mich auch mit ihrer Tiefgründigkeit überzeugt!
Die Charaktere waren sehr spannend gestaltet und konnten mich total überzeugen! So untypisch, so "anders" und doch einfach "normale Menschen", aber richtig gut geschrieben!
Als jemand, der die Geschichte rund um Carrie noch gar nicht kannte, hat mich das Buch total geschockt!
Den Schreibstil fand ich auch toll!!! Anfangs musste ich mich kurz zurechtfinden, aber dann war ich einfach nur begeistert!
Ich MUSS mehr von King lesen!
(Ja, im Werk sind Begriffe, die heutzutage nicht okay sind, aber es im Nachhinein zu ändern, wäre auch falsch, auch wenn ich mir hierzu noch eine Bemerkung gewünscht hätte)
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Fazit:
Ein Banger zum Jahresbeginn!
- C.C. Hunter
Shadow Falls Camp – Erwacht im Morgengrauen
(1.563)Aktuelle Rezension von: june_londonInhalt:
Kylies Probleme sind nicht weniger geworden, aber vielleicht etwas besser? Ja, sie hat ein besseres Verhältnis zu ihr Mutter erhalten und erfahren, wer ihr wahrer Vater ist. Außerdem fühlt sie sich im Camp sehr wohl, jetzt wo sie Freunde gefunden hat - und auch noch zwei interessante Typen. Leider kann sie sich absolut nicht zwischen diesen entscheiden. Ihre neusten entwickelten Fähigkeiten lassen außerdem vermuten, dass sie ein Werwolf sein könnte. Das wäre aus vielen Gründen sehr ungünstig... Und der Geist, der sie aktuell heimsucht, scheint sie vor eine Katastrophe warnen zu wollen. Leider drückt sie sich nicht besonders hilfreich aus.
Eindruck:
Leider hat dieser Band im Vergleich zum 1. Band weniger Inhalt. Es geht vermehrt um das Liebesdreieck zwischen Kylie und zwei Typen im Camp. Da mich Liebesdramen nicht interessieren, waren diese Szenen recht anstrengend. Was mich aber trotzdem weiterlesen lässt, ist die Darstellung der verschiedenen Übernatürlichen, ihrer Fähigkeiten und wie sie sich in das Camp bzw. in die Welt generell einfügen. Das wird interessant und facettenreich beschrieben. Besonders die Gestaltwandler sind cool. Auch die Identitätssuche der Protagonistin fesselt mich. Sie entwickelt die unterschiedlichsten Fähigkeiten, sodass noch schwer zu sagen ist, zu welcher Art Übernatürlicher sie gehört. Auch in diesem Band ist man nur einen kleinen Schritt weiter gekommen, herauszufinden, was sie ist.
Fazit: Solide Unterhaltung für Fans von Romantasy- Academy Geschichten.
- Mary E. Pearson
Der Glanz der Dunkelheit
(1.265)Aktuelle Rezension von: SanNitAuch bei Teil 3 habe ich das Hörbuch gewählt und war wieder absolut zufrieden mit der Umsetzung.
Dieser Teil ist ein kleiner Vorgeschmack auf das große Finale.
Dieser lange Ritt hat mich allerdings auch etwas geschlaucht.
Lia und Rafe sind unterwegs um ihr Reich zu warnen und auf den Kampf vorbereitet zu sein.
Allerdings wollen sie nicht Beide an das selbe Ziel, denn Lisas Heimat ist trotz des „Eheversprechen“ immer noch Morrighan. Aber Rafe will sie in Sicherheit, zu sich nach Dalbreck bringen.
Was nun?
Das erfahrt ihr natürlich im Buch. Die Perspektivenwechsel waren sehr gut gewählt und haben vor allem auch durch Pauline, Einblicke ins weit entfernte Morrighan gewährt.
Zum Ende hin, wurde es dann doch auch für mich noch mal emotional und ich bin wirklich gespannt wie es aus geht. Vor allem, ob sich wirklich alle Prophezeiungen erfüllen.
Auch dieser Teil bekommt von mir eine klare Lese und Hörempfehlung, auch wenn er mich nicht ganz so überzeugt hat, wie die Teile davor. - Rachel Ward
Numbers – Den Tod im Blick (Number 1)
(1.184)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerDie fünfzehnjährige Jem lebt in den weniger glanzvollen Teilen Londons bei Pflegeeltern, die sie hasst. Ihre Mutter hat sie vor Jahren eines Morgens tot in ihrem eigenen Erbrochenen gefunden. Überdosis. In der Schule hat sie keine großen Chancen. Die Mitschüler piesacken sie, wann und wo es geht. Ihr einziger Freund, Terry, genannt Spinne, treibt sich in kriminellen Milieus herum und erscheint noch seltener zum Unterricht als sie.
Das ist die Ausgangslage von Rachel Wards fantastischem Jugendroman “Numbers – Den Tod im Blick”, Auftakt einer Trilogie. Fantastisch? Ach ja. Eine Kleinigkeit habe ich vergessen zu erwähnen: Jem kann das Sterbedatum eines jeden Menschen vorhersehen, dem sie in die Augen schaut. Auch das von Spinne – und ihm bleibt nicht mehr viel Zeit.
Reale Fantasy – fantastische Realität?
Die Fantasy-Elemente in “Numbers” halten sich in Grenzen. Und dies ist die eine Sache, die mir an dem Roman sehr gut gefällt. Ich mag fantastische Bücher, die sich wie realistische Thriller lesen, die also wohldosiert mit wenigen Elementen die Handlung über den Alltag erheben, ansonsten jedoch die Figuren und ihre Beziehungen in den Mittelpunkt stellen. Exakt das macht Rachel Ward in “Numbers” – und sie macht dies extrem gut.
Jems “Zahlensehen” ist so massiv in einen trostlosen und realistischen Alltag eines Mädchens aus der Londoner Unterschicht eingebettet, dass dieses fantastische Element vollkommen beiläufig und damit glaubwürdig erscheint. Gleichzeitig ist es für die Geschichte von zentraler Bedeutung. Eine schwierige Gratwanderung, die die Autorin souverän meistert. Hut ab vor Wards Leistung.
Unverwechselbare Erzählstimme
Das zweite Element, das dieses Jugendbuch herausragen lässt, ist die Sprache. Anders als so häufig in Unterhaltungsliteratur steht sie nicht allein im Dienst des Erzählens einer spannenden Geschichten (was ebenfalls sehr gut gelingt), sondern trägt ganz massiv zur Atmosphäre und vor allem zur Charakterisierung der Ich-Erzählerin Jem bei.
Jems Stimme, die eines klugen, nur nicht unbedingt gebildetes Mädchens der Unterschicht, das viel zu früh erwachsen und zynisch geworden ist und doch wiederum in ihrer Kindheit feststeckt, ist Ward herausragend gelungen und für mich der eigentliche Star dieses Romans. Bewundernswert, wie konsequent die Autorin diese durchaus anspruchsvoll zu schreibende Sprache durchhält und zum Vorteil verwendet.
Spannend, aber nicht flach
Trotz dieser originellen und interessanten Erzählstimme bleibt “Numbers” hauptsächlich ein Thriller und wird keine psychologisierende Milieustudie. Im Hintergrund werden Fragen über Verantwortung, Schicksal und freien Willen aufgeworfen – und nicht zuletzt eine ergreifende Liebesgeschichte erzählt. Rachel Ward schreibt im besten Sinne anspruchsvolle, solide Unterhaltung, die verzaubert, ohne den Blick für die Realität zu verstellen. Idealer Lesestoff, wenn man mich fragt.
Fazit
Ein schlichtweg spannender Jugendroman, der sich auf jeden Fall zu lesen lohnt.
Die Sprache und die wohl dosierten Fantasy-Elemente sind für mich die beiden herausragenden Elemente des Romans, die ihn für Autoren interessant machen. Wer lernen will, wie man seiner Perspektivfigur eine authentische, ausgefallene und trotzdem nicht anstrengende Erzählerstimme verleiht und wie man fantastische Romane schreibt, ohne der Realität zu entfliehen, sollte einen analytischen Blick auf Rachel Wards “Numbers – Den Tod im Blick” werfen. - Amy Ewing
Das Juwel - Die Weiße Rose
(979)Aktuelle Rezension von: ApplesreadingIm zweiten Band der Das Juwel-Reihe setzt Amy Ewing die Geschichte von Violet Lasting fort. Nachdem sie von der Herzogin vom See enttarnt wurde, flieht Violet mit ihren Gefährten Ash und Raven aus dem Palast. Doch die Flucht ist alles andere als einfach. Das Juwel zu verlassen ist gefährlich, und die Verfolger des Adels sind ihnen ständig auf den Fersen. Auf ihrer Reise stößt Violet auf eine geheime Rebellengruppe, die ihr neue Hoffnung und Antworten auf ihre Fragen bietet. Dabei entdeckt sie, dass ihre Gabe weit mächtiger ist, als sie dachte.
Wie schon im ersten Band bleibt der Schreibstil von Amy Ewing eine Herausforderung. Allerdings wird er im zweiten Band noch komplizierter. Beim ersten Band bereits wirkt der Stil schon kompliziert, aber in Die Weiße Rose noch schwerer und leider unnötig komplex.
Band 2 ist ein packender, aber sprachlich anstrengender zweiter Band. Die spannende Handlung und die Weiterentwicklung von Violet sind nach wie vor fesselnd, doch der immer komplexer werdende Schreibstil macht die Lektüre schwieriger als nötig. Wer den ersten Band mochte, wird auch diesen Band mögen, muss jedoch erneut Geduld mit dem Stil aufbringen. - Mary E. Pearson
Das Herz des Verräters
(885)Aktuelle Rezension von: Eva_RuppDas Herz des Verräters von Mary E. Pearson führt die Geschichte von Lia konsequent und eindrucksvoll weiter. Sowohl die Beziehung zu Rafe als auch die komplizierte Verbindung zu Kaden entwickeln sich weiter und verleihen der Handlung emotionale Tiefe. Besonders im Fokus steht jedoch Lias außergewöhnliche charakterliche Entwicklung.
Lia ist kaum wiederzuerkennen: Sie ist an ihren Herausforderungen gewachsen, mutiger und stärker geworden. Sie öffnet sich anderen, erweitert ihre Fähigkeiten und begegnet selbst jenen, die ihr überlegen scheinen, mit Stolz und Tapferkeit. Trotz aller Verluste und Gefahren schafft sie es immer wieder, das Beste aus ihrer Situation zu machen. Selbst in fremden Ländern findet sie Freunde und Verbündete ein Zeichen ihrer inneren Stärke.
Zwar deutet sich bereits an, zu wem Lia sich hingezogen fühlt und mit wem sie am Ende stehen könnte, doch bleibt genug Raum für Überraschungen. Gleichzeitig wirft der Roman spannende Fragen über ihre Heimat auf: Wie wird man sie empfangen? Und ob überhaupt?
Besonders faszinierend sind die Beziehungen, die Lia zu den Vendanern aufbaut. Manche sind von Vertrauen geprägt, andere von Misstrauen und Konflikten. Vor allem der Kommissar erweist sich als vielschichtiger Charakter, der noch eine wichtige Rolle spielen dürfte.
Mary E. Pearsons Schreibstil überzeugt erneut durch Emotionalität und Atmosphäre. Ein besonderes Highlight ist die zusätzliche Perspektive von Pauline, durch die man einen noch umfassenderen Blick auf das Geschehen im gesamten Land erhält und sich intensiv in die verschiedenen Gefühlswelten hineinversetzen kann.
Abgerundet wird das Leseerlebnis durch das neue Cover, das deutlich besser zur Geschichte passt und das alte für mich klar übertrifft. Das Herz des Verräters ist ein fesselnder, emotionaler zweiter Band, der Lust auf mehr macht.
- Jonathan Stroud
Lockwood & Co. - Die Seufzende Wendeltreppe - Der Roman zur Serie
(1.015)Aktuelle Rezension von: Buecherwyrm98London und Geister – das gehört einfach zusammen. Auch wenn wir hier kein nebelverhangenes altes London mit dunklen Gassen haben, sondern ein Recht modernes Setting. Die Geschichte hat vor 50 Jahren einfach eine andere Abzweigung genommen. In dieser Realität Londons sind Geister allgegenwärtig und tödlich – und leider können Erwachsene diese nicht sehen. Aus diesem Grund kämpfen übersinnlich begabte Jugendliche in Agenturen gegen die Erscheinungen um das sogenannte „Problem“ einzudämmen. Die kleinste dieser Agenturen besteht nur aus 3 Mitgliedern: dem charismatischen Anführer Antony Lockwood, dem akribischen Rechercheur und Bücherwurm George Cubbins und dem neusten Mitglied, der übersinnlich extrem begabten Lucy Carlyle. Und um ihre Agentur vor dem Bankrott zu bewahren, machen sie sich auf das heimgesuchteste Haus in ganz England zu untersuchen...
Ich habe dieses Buch bereits mehrere Male gelesen und trotzdem zieht mich die Geschichte jedes Mal wieder in Ihren Bann. Das Buch ist flüssig geschrieben, lässt sich leicht lesen und strotzt vor Humor. Die Charaktere sind liebenswert, die Geister schaurig und die Handlung spannend. Am Anfang gibt es zwar einen großen Einführungsteil, aber dieser zieht die Geschichte nicht in die Länge. Im Gegenteil, der Abschnitt ist sogar notwendig um die Charaktere kennenzulernen und zu verstehen wie sie ticken. Und auch die Welt wird einem dadurch nähergebracht. Ein großer Pluspunkt ist auch das ausführliche Glossar am Ende des Buches, in dem man die verschiedenen Geisterarten, Waffen und Verteidigungsmittel noch einmal nachlesen kann.
Ein Großartiger Auftakt der Reihe. Wer sich leicht gruselt sollte dieses Buch vielleicht besser nicht im Dunkeln lesen, Spaß macht es aber allemal.
Wer Geistergeschichten, Spannung und Geheimnisse mag ist hier also genau richtig. - C. E. Bernard
Palace of Glass - Die Wächterin
(654)Aktuelle Rezension von: LadyMuffinchenPalace of Glass spielt in einer Welt, in welcher es manchen Personen möglich ist durch bloßen Hautkontakt Menschen zu lesen. Sie können Gedanken und Erinnerungen lesen und diese dann nach Belieben manipulieren. Magdalenen werden diese Personen genannt. Rea ist eine solche und damit gefürchtet und geächtet, sollte jemand herausfinden, dass sie diese Gabe besitzt. Umso schwierig wird es, als sie zur Leibwächterin des Prinzen auserkoren wird. Sie muss die Gabe verstecken, aber ohne diese wird sie den Prinzen vermutlich nur schwer beschützen können, oder?
In Raes Welt hinein zu finden ist gar nicht schwer. Anschaulich wird alles beschrieben und auch die Regeln der Welt sind klar. Nackte Haut ist verboten und wer einen Magdalene ist wird getötet. Ganz klar also, dass Rae versucht nicht aufzufallen, doch scheinbar ist ihre Gabe auch eine Sucht, da sie die Berührung von Haut benötigt. Zudem kämpft sie mit inneren Dämonen, der sich auch für Rae manifestieren kann. Zumindest glaube ich das, denn was es mit der dunklen Kreatur auf sich hat, die um ihre Beine streicht, bleibt bis zum Ende offen. Die Gedanken und Handlungen von Rae konnte ich relativ gut nachvollziehen, aber nicht alle gutheißen. Dennoch war sie mir Recht sympathisch und ist mir auch ganz klug erschienen.
Die weiteren Charaktere sind schubladenhaft. Man weiß meiner Meinung nach genau, wen man vor sich hat und auch, wenn es bezüglich zwei Personen scheinbar unklar sein soll, so hatte ich den Verdacht, von Anfang an, dass dort etwas im Busch ist. Leider kam daher nicht so viel Spannung bei mir auf. Durch die Story an sich, welche ich wirklich interessant fand, konnte dies jedoch ausgeglichen werden. Die Entwicklung war für mich großteils realistisch und hat mir daher auch gefallen.
Der Schreibstil ist angenehm und man kann flüssig durch die Seiten pflügen. Die Sprache ist dem Stand der jeweiligen Personen angemessen und birgt keine langweiligen Passagen.
Insgesamt hat mir das Buch ziemlich gut gefallen, weshalb ich es guten Gewissens empfehlen kann. Zu gerne würde ich auch erfahren, wie es mit Rae weitergeht, denn das Ende ist vielversprechend 🧤
- Alexandra Bracken
Die Überlebenden
(436)Aktuelle Rezension von: NatalieMik✨ Rezension ✨
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Zuerst liest man eigentlich die Bücher und dann schaut man den dazugehörigen Film. In meinem Fall war das genau andersrum. Ich habe zuerst den Film ,,The Darkest Minds" geschaut und danach angefangen die Bücher zu lesen.
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Worum geht es in den Büchern?:
Es geht um einen weltweiten Virus, welches nur Kinder befällt. Viele Kinder starben an dem Virus, aber diejenigen, die es überlebt haben, haben sonderbare Kräfte bekommen.
Ruby gehört zu den Überlebenden und kann nun in die Köpfe von anderen Mensch eindringen. Kinder, die das Virus überlebt haben, wurden aber als gefährlich eingestuft und wurden eingesammelt und in Lagern untergebracht, abgeschottet von der Welt. Ruby lebte jahrelang in einem Lager, bis ihr die Flucht gelingt und sie Draußen auf Liam, Chubs und Zu trifft. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach dem ,, Flüchtling", der geflohenen Kindern Zuflucht gewährt.
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Ruby hat mir während der Geschichte ganz starke ,,Juliette" Vibes gegeben (Shatter Me). Sie hat Angst Menschen zu berühren, da sie nur allein mit einer Berührung in den Köpfen von Menschen eindringen kann. Sie sieht sich selbst als Gefahr und benimmt sich bis zur Hälfte des Buches sehr pessimistisch. Das ging mir tatsächlich etwas auf die Nerven. Erst gegen Ende der Geschichte hat sie eine starke und gute Charakterentwicklung hingelegt. Darüber bin ich auch sehr froh.
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Liam und Zu habe ich auf Anhieb gemocht. Liam ist sympathisch, stark, hilfbereit und einfach liebenswürdig, genauso wie Zu. Chubs ist am Anfang etwas misstrauisch gegenüber Ruby, aber nach und nach sieht man, dass er ebenfalls einen sehr netten Kern in sich trägt.
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Stellenweise zieht sich die Geschichte etwas. Gegen Ende hin wird es erst so richtig spannend und aufregend. Das Ende finde ich sehr gelungen! Mit so einer Wendung würde man gar nicht rechnen (meiner Meinung nach). Ich hab auf jeden Fall Lust, die Geschichte weiter zu lesen und bin gespannt, wie es weitergeht! 📚
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🌟 Bewertung: 3,75/5 🌟
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(Chubs ist in dem Film ein grüner und in dem Büchern ein blauer. Hat mich etwas verwirrt, als ich das gelesen habe, dass er ein blauer ist 😂)
- Sabaa Tahir
Elias & Laia - Eine Fackel im Dunkel der Nacht
(615)Aktuelle Rezension von: nymeriaSabaa Tahir ist halt einfach meine neue Lieblingsautorin. Erst Heir gelesen, dann mit Elias und Laia angefangen. Band 2 fand ich etwas schwächer, da man hier dolle merkt, dass wir eben darauf hinarbeiten, Darin jetzt endlich zu befreien. Dafür gibt es einen langen Weg zu bewältigen und viele Dinge vorzubereiten. Das ist alles spannend und ich fliege so durch die Seiten, aber letztlich ist es nur eine Hinführung zu Band 3 - ich glaube, hier geht es dann so richtig los.
Mehr will ich gar nicht sagen - tolle Serie. Bin begeistert!
- Josephine Angelini
Everflame
(551)Aktuelle Rezension von: bibliophilaraEigentlich wollte ich die Everflame-Trilogie von Josephine Angelini im Dezember abschließen, doch Weihnachtstrubel, Nebenjob und Jahreswechsel ließen nur wenig Zeit zum Lesen. Inzwischen sind die Winterferien vorbei, die Uni geht weiter und die nächste Klausurphase steht vor der Tür. Dennoch habe ich es geschafft, den zweiten Band der Jugendbuchreihe namens „Everflame – Tränenpfad“ aus dem Jahr 2015 zu beenden. Vielleicht ist dies die einzige Rezension, zu der ich diesen Monat kommen werde, denn aktuell lerne ich schon fleißig für zwei anstehende Klausuren. Für das Jahr 2022 habe ich mir vorgenommen, mindestens 22 Bücher zu lesen und zu rezensieren. Mal sehen, ob das gelingt
Die 17-jährige Lily Proctor hat es mit letzter Kraft geschafft, sich aus der magischen Parallelwelt zu retten, in der sie gefangen war. Gemeinsam mit ihrem Freund Rowan gelingt es ihr, zu ihrer Mutter nach Hause zurückzukehren, doch sie ist schwer verletzt. Der Scheiterhaufen hat ihr schmerzhafte Wunden zugefügt, die nur langsam und mit viel Pflege heilen. Zwar kümmert sich Rowan liebevoll um sie, allerdings kann Lily ihr plötzliches Verschwinden weder ihrem Vater, der Schule oder gar dem FBI erklären. Außerdem versucht Lillian aus der Hexenwelt immer wieder telepathisch mit ihr Kontakt aufzunehmen. Auch wenn Lily nicht in die gefährliche Welt zurückkehren möchte, weiß sie doch, dass Rowan dorthin gehört. Und so muss sie sich entscheiden zwischen der Liebe zu ihrer Familie und der zu Rowan.
„Lily trieb auf einem Floß auf Schmerz.“, ist rein rhetorisch gewiss nicht der stärkste erste Satz, macht aber deutlich klar, wo der Leser zuletzt stehen geblieben ist. Durch die Energie, die Lily als Hexe aus dem Scheiterhaufen ziehen konnte, war es ihr möglich in die moderne Welt zurückzukehren. Nun hat sie am ganzen Körper Brandverletzungen und ringt mit dem Tod. Die Metapher des Floßes aus Schmerz knallt einem aber direkt wieder die merkwürdige Bildhaftigkeit ins Gesicht, die ich bereits beim Vorgänger kritisiert hatte. Weiterhin erzählen sich abwechselnde personale Erzähler im Präteritum. Meist ist es Lily, manchmal aber auch ihre Schwester Juliet. Hinzu kommen die Passagen, in denen Lillian mit Lily telepathisch Erinnerungen teilt. Diese sind in der Ich-Perspektive im Präsens formuliert.
Auch hier gibt es einen Kritikpunkt, den ich bereits in der Rezension des Vorgängers erwähnt hatte: Angelini gelingt es nicht konsequent, die personale Erzählperspektive beizubehalten. Damit meine ich nicht die kurzen Passagen in Ich-Perspektive von Lillian, sondern die Wiedergabe von Gefühlen und Gedanken jener Figuren, die gerade nicht erzählen. Kurzes Beispiel aus Kapitel 3: „Simms wusste genau, dass man Lily etwas angetan hatte, und sie wollte den Schuldigen finden. Lily merkte, dass Simms eigentlich ein guter Mensch war, auch wenn sie sie nicht leiden konnte.“ Hier werden also erst die Gedanken von Agentin Simms und direkt im Folgesatz die von Lily wiedergegeben, obwohl das ganze Kapitel ansonsten ausschließlich Lily die personale Erzählerin ist. Vereinzelt gibt es im Buch leider immer wieder kleine Momente, in denen Perspektivbrüche entstehen, welche so vermeidbar gewesen wären. Stilistisch bewegt man sich also auch hier wieder auf dem Stolperpfad des ersten Bands.
Mit fast 450 Seiten und 15 Kapiteln ist „Everflame -Tränenpfad“ also etwas kürzer als der Vorgänger, hat aber genauso viele Kapitel. Eine der wichtigsten Figuren, die Lily in der Hexenwelt kennengelernt hat, ist der Außenländer Rowan Fall. Außenländer sind in der Hexenwelt jene, die außerhalb der 13 großen ummauerten Städte an der Ostküste Nordamerikas leben. Dazu gehören sowohl die indigenen Einwohner, als auch Aussätzige. Rowan ist ein schlanker, aber muskulöser junger Mann mit leicht rötlich gebräunter Haut, wie es bei den amerikanischen Ureinwohnern typisch ist. Er hat sehr markante Gesichtszüge und ein kantiges Kinn. In der Hexenwelt war er der Hexenhelfer von Lillian und obendrein ihr Geliebter. Als Lillian jedoch seinen Vater hängen ließ, trennte er sich von ihr. Inzwischen ist er in Lily verliebt, Lillians Doppelgängerin aus der modernen Welt. Für Lily eine äußerst merkwürdige Situation, denn nun ist die Exfreundin ihres Freundes sie selbst, nur eben aus einer Parallelwelt. Lilys Vater heißt übrigens James. Also kommen mit Lily und James beide Vornamen von Harry Potters Eltern vor. Zufall? Wohl kaum, zumal Lily auch in ihrer optischen Beschreibung Ähnlichkeiten mit Lily Potter hat, aber das nur ganz nebenbei.
Zurück zu Rowan. Ich mochte ihn, auch wenn er als männlicher Protagonist einige Stereotype aufweist. Der junge, athletische Mann, der sowohl zärtlich als auch kalt sein kann. Der mysteriöse, faszinierende und reiche Typ, dem viele Frauen verfallen sind, der aber nur Augen für die Protagonistin hat. Weicher Kern mit harter Schale, welche er sich durch seine tragische Vergangenheit angeeignet hat. Man kennt es, und trotzdem hat Rowan zumindest noch ausreichend Individualität, um nicht wirklich auf die Nerven zu gehen.
Als Rowan Lillian verlassen hatte, musste er auch seinen Wunschstein zerstören, um nicht länger unter ihrem Zauber zu stehen. In der Hexenwelt besitzt jeder Mensch einen Wunschstein, der meist in einer Kette um den Hals getragen wird. Bei Menschen mit magischen Talenten verstärkt der Wunschstein diese Wirkung. Gleichzeitig ist der Wunschstein etwas sehr Intimes. Je nach magischer Fähigkeit, kann das Berühren eines fremden Wunschsteins ein starkes Kribbeln auslösen, bis hin zu den Hexen, die den Träger dauerhaft gefügig machen und ihn steuern können wie eine Marionette. Außerdem haben Träger eines Wunschsteins ein fotografisches Gedächtnis, und können sich alles merken, was sie jemals gelesen oder erlebt haben. Das Prägen auf einen Wunschstein, aber auch das Zerstören des eigenen Wunschsteines, ist für den Träger extrem schmerzhaft. Bei der Zerstörung gehen zudem viele Erinnerungen und Gelerntes verloren. Besonders begabte Hexen können auf mehr als nur einen Wunschstein prägen, so ist Lily sogar in Besitz von drei unterschiedlich großen Wunschsteinen. Das Konzept der Wunschsteine ist bloß ein Aspekt der von Angelini kreierten Fantasywelt, welcher mir aber besonders gut gefallen hat. Auch das Prinzip von Parallelwelten, von denen eine der modernen Welt ähnelt, während die andere magische Elemente beinhaltet, ist nichts Neues, allerdings gut umgesetzt. Eine Frage, die ich mich schon im ersten Band gefragt habe, ist: Warum gibt es von vielen Figuren Doppelgänger in der Parallelwelt, zum Beispiel Lillian, Samantha, Juliet oder Tristan, aber Rowan existiert nur in der Hexenwelt?
Bei „Everflame – Tränenpfad“ hatte ich leider Probleme in einen Lesefluss zu kommen. In der ersten Hälfte passiert eigentlich einiges, dennoch liegt der Fokus des Plots weiterhin auf der Hexenwelt, in der sich Lily und Rowan nun nicht mehr befinden. Der am Ende der ersten Bandes abgerissene rote Faden hängt also förmlich in der Luft. Ab der Hälfte wird dieser Faden dann aber mit einem ordentlichen Ruck wiederaufgegriffen, und der Spannungsbogen erhöht sich deutlich.
Während des Lesens habe ich mir immer wieder die Frage gestellt: Ist die Everflame-Reihe nun tatsächlich besser als die Göttlich-Trilogie? Meine bisherige Meinung dazu ist: ja! Die Everflame-Trilogie ist deutlich düsterer, brutaler und auch reifer. Manche Szenen sind so grausam, dass sie, wären sie verfilmt worden, vermutlich als nicht jugendfrei eingestuft wären. Die Themen sind ernster, so werden beispielsweise sexueller Missbrauch, Armut, soziale Ungerechtigkeit, Wissenschaftsfeindlichkeit, Radioaktivität oder Rassismus behandelt. Gerade das Zitat „‚Wir müssen anfangen, wissenschaftlich zu denken, und dürfen uns nicht von diesem Aberglauben anstecken lassen‘“, hat heute wahrscheinlich mehr Aktualität als je zuvor. Auch Sexualität spielt eine wichtigere Rolle, sie wird allerdings in einer einfühlsamen und für ein Jugendbuch gut umgesetzten Weise geschildert. Am Rande wird auch die Homosexualität thematisiert. Hatte ich bei der Göttlich-Trilogie unter anderem kritisiert, dass sie zu banal und einfallslos ist, gibt es hier eine spürbare Verbesserung.
Das Ende hat dann noch einmal einige Plottwists, Action und einen Cliffhanger, sodass ich nun auf jeden Fall den letzten Band „Everflame – Verräterliebe“ lesen möchte.
„Everflame – Tränenpfad“ von Josephine Angelini hat vergleichbare Stärken und Schwächen wie der erste Band der Trilogie. Das Worldbuilding ist solide, die zweite Hälfte brilliert mit überraschenden Wendungen und Figurtoden. Die gesamte Reihe kommt ernsthafter und erwachsener daher als die Göttlich-Trilogie. Dennoch bleibt es stilistisch eher schwach. Es gibt viele komische Metaphern und Vergleiche sowie einige Perspektivbrüche, die wiederholt nur einzelne Sätze betreffen. Auch die retardierende erste Hälfte macht es nicht leicht, in den Lesefluss zu kommen. Vor allem im direkten Vergleich macht der zweite Band der Everflame-Trilogie mehr her, als der zweite der Göttlich-Reihe. Deswegen bekommt dieses Fantasy-Jugendbuch aus dem Jahr 2015 drei von fünf Federn. Trotz aller Kritik möchte ich erfahren, wie die Geschichte von Lily endet.
- Leigh Bardugo
Lodernde Schwingen
(862)Aktuelle Rezension von: LuliaDer dritte und letzte Teil der Reihe dreht sich um die Suche nach dem dritten Kräftemehrer, der beim Sieg gegen den Dunklen helfen soll. Die Handlung weist eine schöne Mischung aus Spannung, Düsternis und emotionaler Tiefe auf. In diesem Teil liegt der Fokus mehr auf der Dynamik zwischen Alina und Mal, die seit Teil eins ein großer Teil der Geschichte sind.
Die emotionale Tiefe wird analog zu den vorherigen beiden Teilen vor allem durch die Beschreibungen der Hauptprotagonistin Alina erzeugt, aus deren Sicht die Geschichte in der Ich-Perspektive geschildert wird. Viele der Nebenprotagonisten aus den vorherigen Teilen finden auch hier wieder einen Platz und tragen gut zur Entwicklung der Geschichte bei.
Wer düstere und atmosphärische Fantasy mit einem originellen Worldbuilding mag, wird hier fündig.
Der Schreibstil ist klar, bildreich und weist weiterhin eine leichte humorvolle Note auf, was auflockernd wirkt.
Insgesamt kann ich das Buch empfehlen.























