Bücher mit dem Tag "gärten"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "gärten" gekennzeichnet haben.

27 Bücher

  1. Cover des Buches Die Schattenschwester (ISBN: 9783442487455)
    Lucinda Riley

    Die Schattenschwester

    (714)
    Aktuelle Rezension von: miah

    Achtung! Es handelt sich um den dritten Band einer Reihe! Die Bücher können unabängig voneinander gelesen werden.

    Inhalt:
    Star ist die dritte der sieben Schwestern und besonders eng mit CeCe verbunden. Die beiden sind unzertrennlich und machen alles gemeinsam. Doch nach dem Tod ihres Vaters bekommt jede Schwester ihr eigenes Rätsel zu ihrer Herkunft. Star beginnt in einem Antiquariat in London mit ihrer Suche und ist schon bald gefesselt von der Vergangenheit...

    Meine Meinung:
    Es ist schon sehr lange her, dass ich die ersten beiden Bände der Reihe gelesen habe, doch die Geschichten der Schwestern sind im Prinzip auch unabhängig voneinander lesbar. Dadurch braucht es an sich kein Hintergrundwissen, um sich in dieser Geschichte zurechtzufinden.

    Der Einstieg fiel mir sehr leicht. Star ist eher zurückhaltend und schüchtern. Sie spricht wenig und weiß mit ihren 27 Jahren noch nicht, was sie mit ihren Leben anfangen möchte. Mit ihrer Schwester CeCe ist sie so eng verbunden, dass man die beiden immer nur gemeinsam antrifft. Sie sind zusammen um die Welt gereist und leben nun gemeinsam in London. CeCe gibt immer den Ton an.

    Schnell ist klar, dass sich die beiden Schwestern voneinander lösen müssen. Mir war ihre Beziehung schon fast zu eng und ich war froh, dass Star das nun auch zu merken schien. Die perfekte Gelegenheit ergibt sich, als Star endlich den Mut findet, den Brief ihres verstorbenen Vaters zu öffnen und sich mit ihrer Herkunft zu beschäftigen. Mir hat sie ein bisschen zu lange damit gehadert, aber danach kam Star relativ leicht und schnell ans Ziel.

    Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Star erzählt und wechselt irgendwann in die Vergangenheit. Mir haben die Rückblenden viel besser gefallen als die Geschichte in der Gegenwart.

    Mit Star hatte ich meine Schwierigkeiten. Ihre Entscheidungen konnte ich nicht immer nachvollziehen. Bei vielen Sachen hat sie sich sehr zurückgehalten, aber anscheinend hat sie sich einfach ihr Leben lang ihrer Schwester CeCe untergeordnet. Das Verhältnis der beiden kann man nur als toxisch beschreiben.

    Aber auch die Nebenfiguren in der Gegenwart empfand ich als schwierig. Alle stecken irgendwie in ihrem eigenen Leben fest und hegen einen Groll gegeneinander. Einzig Rory hat mir sehr gefallen.

    Die Liebesgeschichte war leider auch absolut nicht meins. Bei mir kamen da keine Gefühle an und es wirkte eher erzwungen und altbacken. Star bekam ständig ein Ultimatum gesetzt, da konnte sich einfach nichts entwickeln.

    Insgesamt fand ich Stars Reise interessant. Ihre Familiengeschichte ist verworren und ein Stammbaum hätte sicher geholfen, den Überblick zu behalten. Die Vergangenheit an sich hat mit Flora eine für mich starke Heldin gefunden und ich habe mich immer über ihre Kapitel gefreut.

    Die Gegenwart ging mir generell tatsächlich ein bisschen zu schnell. Am Ende waren alle zu versöhnlich und alle Probleme haben sich schnell aufgelöst.

    Ich werde die Reihe vermutlich noch weiterverfolgen, da sich die Bücher schnell lesen lassen und mich die Hintergründe zu den Schwestern interessieren. Aber ich werde mir damit weiterhin Zeit lassen.

  2. Cover des Buches The Enchanted Greenhouse (ISBN: 9783596712557)
    Sarah Beth Durst

    The Enchanted Greenhouse

    (84)
    Aktuelle Rezension von: Nefina

    Nach The Spellshop, das ich wirklich geliebt habe, hatte ich ziemlich hohe Erwartungen an Enchanted Greenhouse und genau das war vielleicht ein bisschen das Problem. Die cozy Atmosphäre war definitiv da: verschneite Insel, magische Gewächshäuser, sprechende Pflanzen, heiße Schokolade und dieses warme, märchenhafte Feeling 🌿❄️☕

    Trotzdem hat sich das Buch für mich unglaublich gezogen. Es passiert lange Zeit einfach zu wenig und der Slow Burn war für mich eher „slow without burn“. Zwischen Terlu und Yarrow hat mir leider komplett die Chemie gefehlt, sie wirkten oft mehr wie nette Bekannte als wie ein romantisches Pairing. Gerade Yarrow blieb für mich ziemlich blass und insgesamt konnten mich die Charaktere nicht so abholen wie damals in The Spellshop.

    Mit meiner Meinung bin ich scheinbar auch gar nicht so allein. Viele fanden das Buch zwar süß und atmosphärisch, hatten aber ähnliche Probleme mit dem langsamen Tempo, den eher schwachen Charakterdynamiken oder der fehlenden Spannung. Einige meinten sogar, das Buch habe sich deutlich länger angefühlt, als es eigentlich war und genau dieses Gefühl hatte ich leider auch.

    Was ich allerdings mochte, war das winterliche Setting und die Idee mit den lebendigen Pflanzen. Das hat dem Buch einen besonderen Charme gegeben. Teilweise wirkte es auf mich aber fast etwas zu jugendlich oder zu „sanft“, sodass mir emotional einfach etwas gefehlt hat.

    Insgesamt ein sehr cozy Buch für Leser*innen, die ruhige Geschichten mit wenig Drama lieben. Für mich persönlich hätte es aber deutlich mehr Handlung, Chemie und Dynamik gebraucht. Deshalb sind es am Ende solide 3 Sterne geworden.

  3. Cover des Buches Die Hoffnung der Marienkäfer (ISBN: 9783596706259)
    Patricia Koelle

    Die Hoffnung der Marienkäfer

    (20)
    Aktuelle Rezension von: Joenna

    Die Hoffnung der Marienkäfer von Patricia Koelle

    Leonie ist eine Erfolgreiche Frau. Ihr Leben besteht aus Geldverdienen. Bis sie eines Tages nicht mehr kann. Ihr Körper sagt halt so nicht. Beim Kuraufenthalt lernt sie das Handweben kennen und lieben. Eine Leidenschaft die tief im Inneren schlummerte und jetzt rauskommen darf. Sie merkt so kann es nicht weitergehen mit ihr. Und sucht sich ein Haus mit Garten. Diesen wollte sie schon immer. Sie wird fündig beim Haus Glyneck. Oder hat das Haus sie gefunden. 

    Zeitgleich macht sich Kaia an ihre Bachelorarbeit. Ihre Freundin stellt ihr das Haus Rapakiwi mit seinem wunderschönen verwilderten Garten zu Verfügung. Sie soll dort die Arbeit schreiben und ein wenig zum Rechten schauen. Die Freundin hat das Haus kürzlich geerbt und weiss noch nicht recht, was sie damit will. Kaia entdeckt, dass ihr die Gartenarbeit sehr guttut. Und die Arbeit rückt immer mehr in den Hintergrund.

    Eine wunderschöne Geschichte über 2 Frauen die ihre Passion finden dürfen.

  4. Cover des Buches Die Zeit der Glühwürmchen (ISBN: 9783596705306)
    Patricia Koelle

    Die Zeit der Glühwürmchen

    (55)
    Aktuelle Rezension von: NicoleBergmann

    Ich liebe den Schreibstil von Patricia Kölle - so naturnah, so sehr im Hier und Jetzt und so entschleunigend.

    Ich konnte meine ganze Familie mit den Büchern der Autorin anstecken, sogar mein Vater, der eigentlich keine Bücher länger als 100 Seiten liest, hat ein Buch nach dem anderen verschlungen.

    Ich liebe es, dass diese Bücher von der Naturschönheit erzählen, ohne Drama. Ich konnte sogar meinem 4-Jährigen Sohn ein paar Seiten laut vorlesen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, dass gleich eine nicht-jugendfreie Szene kommen könnte.

    Der Auftakt dieser Reihe ist gelungen. Ich freue mich auf den nächsten Band. Vorallem liebe ich es, dass aus anderen Büchern bekannte Charaktere auftauchen und ich sie so näher kennenlernen kann.

  5. Cover des Buches Die Gärten von Heligan - Boten des Sturms (ISBN: 9783404189380)
    Inez Corbi

    Die Gärten von Heligan - Boten des Sturms

    (9)
    Aktuelle Rezension von: Buchfresserchen1

    Lexi bereitet den letzten Teil ihrer Ausstellungen vor und ist bei ihrer Vergangenheitsrecherche im ersten Weltkrieg angekommen.
    Die Gärten haben diesen unbeschadet überstanden, jedoch ihre Gärtner nicht alle.
    Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf Vincent, Bens Urgroßvater gerichtet. Sein Leben wird im Buch genauer unter die Lupe genommen.

    Ich wurde vom Buch wieder gut unterhalten, auch wenn es mich nicht wirklich gepackt hat.
    Wie schon bei den beiden Vorgängern konnte mich die Geschichte in der Vergangenheit mehr abholen, als die in der Gegenwart.
    Nachdem sich Lexi im zweiten Band fast wahnhaft verfolgt fühlte scheint sie in diesem Band recht locker und gelöst.

    Vincent fand ich einen sehr angenehmen Protagonisten. Schon früh war beschrieben, dass es eine Verbindung zu Lexis Freund Ben gibt. Ich konnte mir nicht vorstellen wie die beiden in Verbindung gehören, aber am Ende gibt es einen Sinn.

    Hailee fand ich auch nett, aber nicht mehr. Sie war mir zu naiv und nett, als das sie mich wirklich hätte begeistern können.

    Alles in allem war es eine schöne Reihe, aber nichts was mich zu Begeisterungsstürmen hinreissen würde.

  6. Cover des Buches Das Geheimnis von Shadowbrook (ISBN: 9783869743998)
    Susan Fletcher

    Das Geheimnis von Shadowbrook

    (29)
    Aktuelle Rezension von: Summersnowdrops

    Clara, geboren mit der Glasknochenkrankheit, verliert im frühen Erwachsenenalter ihre Mutter. Um sich abzulenken und vor Trauer zerfressen streift sie durch London und findet Trost im Botanischen Garten. Dort eignet sie sich einiges an Wissen an und wird prompt zu einem alten Anwesen auf dem Land geschickt, wo sie ein botanisches Gewächshaus einrichten soll. Schnell fällt ihr auf, dass die Dienstmädchen an Geister glauben und vor allem die Haushälterin oft von einem solchen "angegriffen" wird. Mr Fox, der Hausherr, befindet sich zwar nur selten zu Hause, doch auch er scheint mittlerweile besorgt ob der Vorkommnisse und lässt einen "Geisterjäger" kommen, um der Sache auf den Grund zu gehen.

    Während Clara anfangs nicht an Geister glaubt und inquisitorisch alles hinterfragt, kommt sie nach und nach hinter die Geschichte des alten Anwesens und muss sich mit dem Gedanken auseinandersetzen, dass es gequälte Seelen gibt, die womöglich tatsächlich keine Ruhe finden können...


    Im Buch dreht sich alles um Geister - aber letztendlich nicht immer so, wie man denkt. Es geht oft um die Seele, die Frage, ob sie unsterblich ist, ob sie überhaupt existiert, um die Frage, ob nach dem Tod etwas kommt.  Es geht um die Ungerechtigkeit, eine Frau in dieser Welt zu sein.

    Es ist ein sehr unaufgeregtes und langes Buch, hat nicht wahnsinnig viele Spannungsmomente. Ich habe mich nicht gelangweilt und genossen, dass ich einige Stunden hören konnte bei der Hausarbeit etc, aber ich kann auch verstehen, wenn es einigen zu langatmig vorkommt.

    Genauso verhält es sich auch mit der Sprecherin - sie hat eine eher beruhigende Stimme, die gut zu dem philosophischen Aspekt des Buches passt.

  7. Cover des Buches Quickfinder Gartenjahr (ISBN: 9783833853982)
    Andreas Barlage

    Quickfinder Gartenjahr

    (7)
    Aktuelle Rezension von: Kristall86
    Regulär kennen wir die 4Jahreszeiten aber als Gärtner weiß man das es definitiv noch mehr gibt. Der sogenannte phänologische Kalender hat 10 Jahreszeiten und die gilt es genau zu verstehen. Wenn man die erstmal verinnerlicht hat, kann einem als Gärtner so schnell nichts schief gehen. Die Natur hat keine festen Zeiten aber sie hat Pflanzen die uns genau zeigen wann welche Jahrszeit beginnt. Der „Quickfinder Gartenjahr“ von GU ist ein kleines Meisterwerk. Erstmal ist die Größe unheimlich handlich und der Inhalt ein Werk für jeden Gärtner - eine Gartenbibel sozusagen. Man muss einfach das richtige Timing für die richtige Region finden und genau das zeigen uns einige Pflanzen an denen wir uns orientieren können. Die Jahreszeiten ahben mehr zu bieten als wir denken! Die bunten Registerkarten in diesem Buch helfen einem schnell und mit einem Handgriff die genaue Jahreszeit zu finden. Die Texte dazu sind rasch lesbar, sehr gut erklärt und auf den Punkt gebracht. Egal ob Erdbeeren vermehren, Beete anlegen, wässern, düngen, Aussat oder der Schnitt vom Apfelbaum. Hier steht alles aber wirklich alles kompakt in einem Buch. Die Bilder und Zeichnungen untermalen die Texte harmonisch und lassen einen schnell sehen ob diese Information für einen hilfreich ist oder nicht. Diese Kalender steht in meiner Gartenküche in einem Buchständer und ist immer auf die richtige Jahreszeit eingestellt. Wenn ich Fragen habe blättere ich darin...alles ist so unkompliziert und perfekt gelöst wenn man weiß wo es steht. Dieses Buch ist ein Muss für jeden Gärtner! Aus diesem Grund erhält das Buch eine klare Lese- und Kaufempfehlung von mir!
  8. Cover des Buches Der Akazienkavalier (ISBN: 9783499623523)
    Ulla Lachauer

    Der Akazienkavalier

    (6)
    Aktuelle Rezension von: AndreasKueck

    Ich schlenderte durch meine Stamm-Buchhandlung, nahm mal hier ein Buch aus dem Regal, las mal dort einen Klappentext und stand irgendwann vor dem Tisch mit den Neuerscheinungen. Mein Blick schweifte über die dort präsentierten Bücher und blieb plötzlich bei einem Titel hängen: Der Akazienkavalier.

    Für mich klang der Titel nach einer kitschigen Liebes-Schmonzette. Vor meinem geistigen Auge sah ich ein adliges Fräulein (natürlich mit mind. 2 "Tie-äitsch" im Namen) beim morgendlichen Ausritt vom Ross stürzen, sich von dem wie zufällig in der Nähe befindlichen Gärtner, der selbstverständlich der einzige aber uneheliche Sohn des Grafen von "Was-auch-immer" ist, aus dem Matsch helfen, der sie natürlich auf seinen starken Armen tragend ins Schloss geleitet.

    Das Foto der Autorin, das ich auf dem Umschlag entdeckte, entsprach allerdings nicht meiner Vorstellung von einer Verfasserin von Groschenromanen: kein "Barbara-Cartland-look-alike" war auf dem Foto zu sehen, sondern eine Frau mit einem intelligenten Gesicht, lächelnd mit Fältchen um die Augen.

    Von Menschen und Gärten" lautete der Untertitel. Ich lächelte! Hatte ich doch selbst vor wenigen Stunden noch auf Knien in den Rabatten gehockt, über das störrische Unkraut geschimpft aber dabei dem frischen Grün und den ersten Knospen kaum Beachtung geschenkt.

    Ulla Lachauer hat 18 Kurzgeschichten in ihrem Buch vereint. Lange und weniger lange Geschichten über Menschen und ihre Liebe zu Gärten, ihre Abhängigkeit zu Gärten, Gärten als Spiegelbild der Seele, ihre Gärten im Wandel der Zeit und ihre Erinnerung an längst vergangene Gärten. Wobei der Begriff "Garten" großzügig verwendet wird: der alles überwuchernde "Ficus benjamini" in der Küche der Familie Lachauer findet hier ebenso seinen Platz wie die Kakteen-Wüste auf der Fensterbank eines bekannten Schauspielers.

    Vielmehr geht es Frau Lachauer um die Symbiose des Menschen zur Natur: wir nehmen sie als selbstverständlich hin, sie ist einfach da und beschenkt uns Tag für Tag mit Farben und Düfte. Erst, wenn sie verloren scheint, sehnen wir uns nach ihrem Schutz und Trost. Und dieses Sehnen hat Frau Lachauer in ihren Geschichten sensibel, manchmal melancholisch aufgezeichnet.

    Beim Lesen schweiften meine Gedanken hin und wieder ab, und ich dachte an den Garten meiner Kindheit: kaum 4-jährig saß ich auf der kleinen Mauer des Frühbeetes und beobachtete meinen Opa beim Kartoffelpflanzen. In mehreren Reihen warteten kleine Mulden in der dunklen Erde, die vorgekeimten Knollen aufzunehmen. Und während mein Opa Mulde für Mulde füllte und schloss, schlich ich mich mit einer Kartoffel in der Hand zur letzten Mulde in der Reihe, legte sie dort heimlich ab und freute mich königlich, wenn Opa scheinbar überrascht über dieses "Wunder" staunte.

    Zukünftig werde ich meinem Unkraut mit Gelassenheit begegnen und lieber häufiger meine Nase in die Lavendelblüten tauchen, zwischen meinen Fingern die Blätter der Minze zerreiben und mich über die Farben der Clematisblüte freuen.

  9. Cover des Buches Gärten auf Sylt (ISBN: 9783791385525)
    Ulrich Timm

    Gärten auf Sylt

    (2)
    Aktuelle Rezension von: AndreasKueck

    Ich bin mir sicher: Jeder von uns hat so Sehnsuchtsorte, an denen er sich manchmal hin sehnt, wo die Seele durchatmet und die Sorgen plötzlich klitzeklein werden. Für mich hatte schon immer ein solcher Ort mit Wasser, Meer und Wellen zu tun. Dabei meine ich nicht etwas die weißen Strände am Mittelmeer, – Nein! – die Nordsee ist dabei voll und ganz ausreichend für mich. Vielleicht ist dieser Umstand darin begründet, dass mein Vater elf Jahre lang von Bremerhaven aus zur See gefahren ist. Er war bei der Fischerei tätig und hatte u.a. auf dem Schiff „Sonne“ angeheuert, das später zu einem Forschungsschiff umgebaut wurde. Ich kann mich noch sehr gut an die traurig-wehmütigen Momente erinnern, als meine Mutter und ich am Kai standen und seinem Schiff beim Auslaufen zusahen…!

    Verwundert es da, dass mir die Nord- und Ostfriesischen Inseln der Nordsee näher sind als die Baleareninseln im Mittelmeer. Während ich die Inseln Juist, Norderney, Spiekeroog, Helgoland und Amrum im Laufe der Jahre schon besuchen durfte, war ich bisher noch nie auf Sylt. Und doch erkenne ich in den wunderbaren Fotos von Ferdinand Graf Luckner vieles von dem von mir geliebten Insel-Flair wieder. Ulrich Timm lässt in seinen Texten die Menschen zu Wort kommen, die für die behutsame Kultivierung der Sylter Gärten verantwortlich sind und mit dem Kreislauf der Gezeiten leben. So sind zwar nicht dem Blick dafür aber den Möglichkeiten der Gartengestaltung natürliche Grenzen gesetzt. Auf einer Nordfriesischen Insel spielt die Natur eine immense Rolle und hat das Sagen.

    Die Vegetation ist geprägt von den Gezeiten: Nur solche Pflanzen gedeihen, die der Mischung aus Wind und Salzgehalt in der Luft die Stirn bieten können. So finden sich die natürlich wogenden Wellen aus Heide neben den akkurat gestutzten Kugeln des Buchsbaums, die Blütendolden der Hortensien wiegen sich gemeinsam im Takt mit den Zweigen der Kiefer, und in einem Bauerngarten ranken Rosen sich Richtung Dachfirst. Auch puristische, fernöstlich-anmutende Gärten fügen sich nahtlos in die raue Natur: Da scheint eine Holzterrasse förmlich auf einem Meer von Seegras zu schweben. Die Fotos offenbaren dem Betrachter trotzdem eine überraschende Wandelbarkeit der unterschiedlichen Gärten, die Dank der besonderen Lichtverhältnisse immer wieder anders, immer wieder neu wirken.

    Da gibt es Gärten zwischen Tradition und Moderne, mit Seeblick und im Inselinneren, wie zufällig gewachsen oder klar strukturiert, und doch habe alle diese Gärten ihre Natürlichkeit bewahrt und strahlen eine grenzenlose, wohltuende Ruhe aus.

  10. Cover des Buches Sorolla (ISBN: 9783775746458)
    Blanca Pons-Sorolla

    Sorolla

    (2)
    Aktuelle Rezension von: annlu

    „Ein großer Maler ist geboren,  doch leider nicht in Frankreich [  ...  ].  Ich kenne keinen, aus dessen Pinsel so viel Sonne fließt.“ (Zitat Henri Rochefort)


    Als einer der faszinierendsten und bekanntesten Vertreter der modernen spanischen Malerei widmet sich Joaquín Sorolla (1863–1923) ab 1902 dem Malen von Gärten. Neben vielen anderen Werken, die er unter freiem Himmel, inmitten der jeweiligen Szenerie, malte, sind es die farbenfrohen Gärten, die ihn bekannt gemacht haben. Dieses Buch zeigt die vielen Gärten, die Sorolla an kalten und warmen Tagen, bei Sonnenschein oder wolkenverhangen festhielt. 



    Die Einleitung gibt einen Überblick über Teile des Lebens besonders aber die Werke des Malers. In ihr finden sich auch Bilder abseits seiner Liebe zu Gärten. Ausgehend von diesem Überblick zeigen die folgenden vier Kapitel die intensive Auseinandersetzung Sorollas mit dem Thema. „Von den ersten Gärten zum eigenständigen Motiv“ zeigt den Weg vom Landschaftsmaler über Gärten als Hintergrund bei Portraits zum Malen von Gärten um ihrer selbst willen. Die weiteren Kapitel führen nach Sevilla und nach Granada, wo der Künstler Architektur und Garten gegenüberstellt und sich von den arabischen Einflüssen beeindrucken lässt, bis hin zu seiner letzten Leidenschaft, den Gärten seiner Villa Sorolla, in denen er sich seinen eigenen privaten Gartentraum erfüllt hat.  


    Der Bildband vereint Fakten zum Leben und den Werken des Künstlers mit Abbildungen einer Auswahl seiner Bilder. In den Texten vermischen sich Bildanalysen mit Zitaten und Momenten aus seinem Leben. Sie erschaffen einen Hintergrund zu den Bildern. 


    Ausgehend als Hintergrund für seine Portraits wendet sich der Maler den Gärten um ihrer selbst Willen zu. Die Darstellung der Gärten ist sehr unterschiedlich – immer aber steht das Licht im Mittelpunkt. Im Zusammenspiel mit Wasser dominieren Licht und Schatten die Bilder. Brunnen finden sich in den Darstellungen, sodass das Wasser über Lichtspiegelungen einen neuen Aspekt in seine Bilder bringt. 


    Am Anfang diente der Garten noch als Hintergrund für die Abbildung von Personne. Wenn er Menschen in seine Bilder integriert, bilden sie einen starken Kontrast zur umgebenden Natur: Detailliert sind besonders die Gesichtszüge herausgearbeitet, während die Farben der Gärten ringsum ineinanderfließen, ihre Details verwischen und dafür über ihre Gesamtheit stimmungsvoll wirken. 


    Die Menschen werden von Bauten abgelöst. Sein Interesse beschränkt sich auf ein einzelnes Motiv (einen Brunnen, einen Durchgang oder die Gabelung eines Weges) wobei er Wasser, Vegetation und Architektur miteinander verflocht. Im Buch finden sich Fotografien der architektonischen Motive (besonders oft Brunnen), die sich in Sorollas Bildern wiederfinden. Wie in seinen Portrais stellt der Maler einen Teil des Bildes in den Fokus des Betrachters, in dem er diesen detailreich herausarbeitet, während im Rest des Bildes die Konturen ineinander zu verschwimmen scheinen. Gerade in dieser Hinsicht fanden sich unterschiedliche Herangehensweisen des Künstlers. Manche Bilder sind fotografisch genau ausgearbeitet, andere lassen Formen mehr erahnen als erkennen. 


    Fazit: Nicht ganz so farbgewaltig, wie ich mir erwartet hatte und mit weniger Fokus auf die Pflanzen der Gärten konnten, mich die Bilder dennoch beeindrucken – ich kann absolut nachvollziehen, warum Sorolla dazu auserwählt wurde, ein Panorama Spaniens zu malen. Beim Betrachten seiner Werke kam ein angenehm mediterranes Gefühl auf. 



  11. Cover des Buches Je süßer das Gift (ISBN: 9783746639239)
    Mary Ann Fox

    Je süßer das Gift

    (21)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    „Je süßer das Gift“ ist der achte Teil der Reihe um die Gärtnerin Mags Blake und gleichzeitig für mich der erste. Gemeinsam mit ihrer Freundin Miss Clara nimmt Mags an einer Busreise zu einigen der schönsten Gärten im Süden Englands teil. Was mehr als beschaulich beginnt, endet abrupt mit einer Leiche in einem der Gärten. Die Polizei glaubt an Selbstmord, doch Mags, die „Erfahrung“ bei plötzlichen Todesfällen hat, glaubt nicht daran.  

    Gleichzeitig passieren rund um Mags‘ Gartenbau in Rosehaven merkwürdige Dinge. Lebensmittel verschwinden, dafür werden quasi als Entgelt kleine, kunstvoll geschnitzte Tiere hinterlassen. Man munkelt von Kobolden .... 

    Meine Meinung: 

    Ich gebe ja zu, zwischen Sachbüchern über die dramatischen Ereignisse beider Weltkriege und brutalen Krimis auch Cosy-Krimis zu lesen. Doch dieser ist hier ist weniger ein Krimi als eine Beschreibung einer Gruppe unterschiedlicher Personen, die gemeinsam eine Busreise unternehmen. Die Charaktere sind ziemlich flache, die Handlung langatmig und Spannung, ja Spannung ist kaum vorhanden. Am Interessanten scheint jeweils die tägliche Ankunft in einem anderen Hotel zu sein.  

    Der Schreibstil ist recht einfach. Das Buch lässt sich auch ohne die Vorgänger zu kennen, sehr leicht in wenigen Stunden lesen.  

    Fazit:

    Es scheint, dass es genügend Leser gibt, die Bücher von Mary Ann Fox kaufen, sonst gäbe es keine acht davon. Ich zähle mich nicht dazu und werde die Reihe nicht weiter verfolgen. Es reicht gerade für 2 Sterne.

     

  12. Cover des Buches Aufklärung (ISBN: 9783737102230)
    Steffen Martus

    Aufklärung

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis
    Wir haben es hier mit einem detailliert beschriebenen Abbild einer Epoche zu tun, ohne die unsere Welt heutzutage anders aussehen würde.

    Der Autor Steffen Martus bringt seinen Lesern auf knapp 900 Seiten reinen Textes (der Rest auf die 1.040 Seiten sind ausführliche Anmerkungen, Literaturverzeichnis und Quellenangaben) ein rund 100 Jahre währendes Zeitalter näher.

    Das Buch ist in vier große Kapitel mit vielen Unterkapiteln gegliedert. Aussagekräftige Überschriften helfen den Inhalt zu sortieren.

    Das Zeitalter der Aufklärung erstreckt sich von ca. 1680 bis 1784. Sein Beginn liegt ungefähr in der Zeit als die Türken keine Bedrohung mehr darstellen und endet wenige Jahre vor der Französischen Revolution. Die Übergänge sind fließend, wie so häufig in der Geschichte. Bevor sich Martus den wirklich umfangreichen Details in Deutschland widmet, gibt es noch einen Blick über den Tellerrand hinaus.
    So erfahren wir, dass diese Epoche Janusgesichtig ist. Einerseits strebt man nach Frieden (siehe Türkenkriege, Religionskriege etc.) andererseits bricht man wegen vermeintlicher und echter Erbschaftsansprüche jede Menge Kriege vom Zaun (Spanischer Erbfolgekrieg, Siebenjähriger Krieg etc.). 
    Auch Aberglaube und Fortschrittsgedanke rittern um die Vorherrschaft. Selbst angesehene Denker gehen zum „Tischerl rücken“ und ähnlichen spiritistischen Sitzungen.

    Nur kurz zu den vier großen Kapiteln:

    Teil I 1680-1726: Die Anfänge der Aufklärung: „Im Fürstenstaat: die höfische Gesellschaft und ihre Projekte“, „In der Gelehrtenrepublik: die Universität als Staatsprogramm“, „Zwischen Stadt und Reich: Hamburger Patriotismus“.

    Hier hat mir besonders die aufmüpfige Haltung der Hansestadt Hamburg gefallen, die sich weder von den Dänen noch von den Habsburgern (als Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation) viel dreinreden lassen.

    Teil II 1721-1740: Aufklärung ohne Grenzen, darunter: „Der Fall Wolff“, „Die Art der heutigen Welt“, „Die Natur der Aufklärung“, „Weibliche Aufklärung“, „Die radikale Aufklärung des Buchmarkts“

    Hier erfahren wir einiges über den langsamen Wandel des Büchermarktes. Das Urheberrecht wird erst im Zuge der Französischen Revolution in Frankreich geschaffen, in England gibt es bereits einen Vorläufer, aber im Rest Europas sind die Schriftsteller von ihren Verlegern abhängig und es wird kopiert, was da Zeug hält, ohne auf das geistige Eigentum anderer zu achten.

    Ein wichtiger neuer Aspekt: „Frauen sind auch Menschen“ – Heureka! Ja, welch geniale Erkenntnis! Frauen wird literarisches Verständnis zugestanden, publizieren geht nur unter einem männlichen Pseudonym. Von höheren Schulen oder gar Universitäten sind sie nach wie ausgeschlossen.

    Teil III 1740-1763: Aufklärung im Widerstreit: „Politik für Newtonianer?“, „Jeder gegen Jeden“, „Scherzende und empfindsame Aufklärung“, „Strukturen der Empfindung“, darin „Demographie und Heiratsfurcht“, „Regieren mit Herz: Friedrich II. und Maria Theresia“, „Das ‚Spiel des Zufalls‘: der Siebenjährige Krieg“.

    Hier liegt der Fokus auf den unterschiedlichen Herrschertypen Friedrich II. und Maria Theresia. Beide regieren absolutistisch und nehmen den einen oder anderen Gedanken der Aufklärer in ihre Regierungsarbeit auf, aber nur so weit sie ihnen nützt.

    Teil IV 1763-1784: Das Ende eines „Zeitalters“?: „Zeitverwandte“, „Individualität der Aufklärung“, „Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?“

    Hier lässt Steffan Martus wieder Kant zu Wort kommen.

    Meine Meinung:

    Das Zeitalter der Aufklärung ist noch sehr weit weg von „Gleiches recht für Alle“. Nach wie vor haben nur der Niedere und Höhere Adel, der Klerus sowie in manchen Teilen des deutschen Reichs die Bürger Rechte. Die große Mehrheit der Bevölkerung wird als „Seele“ bezeichnet und nach Belieben von einem Herrschaftsgebiet in ein anderes verschoben. Das Individuum zählt nichts. Bauern, Handwerker und andere haben keine Rechte sondern nur Pflichten.

    Der Sohn Maria Theresias, Kaiser Joseph II. ist DER Herrscher des aufgeklärten Absolutismus. Er hebt alle Klöster auf, die sich nicht der Krankenpflege und/oder dem Unterricht widmen. Er zieht das Vermögen des Klerus ein und verordnet den „Klappsarg“. Viele seiner mit großer Ungeduld eingeführten Maßnahmen werden von seinem Bruder und Nachfolger Leopold II. wieder rückgängig gemacht.

    „Gleiches Recht für Alle“ wird es auch nach der blutigen Französischen Revolution nicht geben. Das berühmte „Liberté, Egalité, Fraternité“ gilt nur für Männer. Als Olympe de Gouges, eine Schriftstellerin und Frauenrechtlerin der Aufklärung, dieselben Rechte auch für die Frauen einfordert, wird sie wegen Hochverrats verhaftet und 1793 auf der Guillotine hingerichtet.

    Steffan Martus’ Werk ist sehr gut recherchiert und detailreich. Die philosophischen Ansichten der unterschiedlichen Vertreter sind gut herausgearbeitet. Allerdings muss man schon ein guter Kenner dieser Zeit sein, um dieses Buch mit wirklichem Genuss lesen zu können. Trotz der großen Detailgenauigkeit fehlen ein paar Seitenblicke wie auf Musik und Malerei, Wirtschaft (abseits des Büchermarktes) und die Gesellschaft außerhalb der gebildeten Schichten. Den hungernden Kleinbauern und den Tagelöhnern sind die philosophischen Ansichten und Geplänkel sicher egal, viel wichtiger ist es, die hungrigen Mäuler satt zu bekommen.

    Fazit:

    Ein tolles Sachbuch, dem ich gerne 4 Sterne gebe.

  13. Cover des Buches Kräutergarten - einfach machen! (ISBN: 9783818616298)
    Christine Weidenweber

    Kräutergarten - einfach machen!

    (24)
    Aktuelle Rezension von: Denise43437

    Der Ratgeber „Kräutergarten - einfach machen!“ wurde von Christine Weidenweber geschrieben. Er ist im Verlag Eugen Ulmer erschienen. Weidenweber hat Agrarwissenschaften studiert.

     

    Zu Beginn erhält der Leser eine kleine Einführung in das Thema Kräuter, bei der es beispielsweise um ihre grundsätzliche Verwendung und ihre Lebensdauer geht. Daran schließt sich ein Kapitel an, in dem beschrieben wird, wie Kräuter ausgesät, gepflanzt und gepflegt werden. Bevor auf die einzelnen Kräuter eingegangen wird, wird sich noch mit der Ernte und dem Konservieren von Kräutern (Trocknen, Einfrieren, Weiterverarbeiten zu Beispiel zu Kräuteressig) und ihrer Vermehrung beschäftigt. Dann sind die Kräuterporträts an der Reihe. Sie haben einen Umfang von zwei bzw. vier Buchseiten. Sie beinhalten mindestens ein Foto der Pflanze, Informationen zum Kultivieren im Garten und auf den Balkon, Verarbeitungstipps sowie teilweise Sortenvorschläge und ein Rezept. Im Serviceteil befindet sich unter anderem eine Tabelle mit weiteren Kräutern. Sie enthält neben dem deutschen auch den lateinischen Namen sowie Informationen zur Nutzung, zum Anbau, zur Ernte und Verarbeitung.

     

    Der Text ist verständlich geschrieben und der textliche Umfang, insbesondere in Bezug auf die Pflanzenporträts, ist gerade richtig. Viele ansprechende Fotos und Zeichnungen runden das informative Buch ab. Auch gefällt mir seine Gestaltung sehr gut. Etwas gewundert habe ich mich darüber, dass auch die Zwiebel hier enthalten ist, da ich sie eher zum Gemüse zugeordnet hätte. Da sie aber ein Allroundtalent für die Autorin ist, wollte sie unbedingt auch über diese informieren.

     

    Ich habe Dank des Buchs viele hilfreiche Tipps erhalten und schlage immer wieder gerne in ihm nach. Daher empfehle ich es auch gerne weiter.

  14. Cover des Buches Die Gärten Chinas (ISBN: 9783458338956)
    Marianne Beuchert

    Die Gärten Chinas

    (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  15. Cover des Buches Die Gestaltung der Natur (ISBN: 9783836921084)
  16. Cover des Buches Ein Garten in Cornwall (ISBN: 9783442484409)
    Liz Fenwick

    Ein Garten in Cornwall

    (7)
    Aktuelle Rezension von: figino

    Wie der Titel sagt, geht es um ein Anwesen (Garten scheint mir etwas untertrieben) in Cornwall und zwei Frauen. Einerseits ist da Victoria, ein Frau um die 60ig, die selbstverliebt und -süchtig ist und sich durch den Tod des Gatten freie Hand über das Anwesen und das Geld erhofft hat. 
    Auf der anderen Seite ist Demi, die gerade die Mutter und Ihren Job verloren hat. Als wäre das nicht genug, wird sie von ihrem Freund auf niederträchtige Art hintergangen und erfährt, dass Vater nicht vor langer Zeit, sondern erst vor kurzem verstorben ist. Was Victoria selbstsicher ist, ist Demi bescheiden, was Victoria gross ist, ist Demi klein...... Durch das Erbe sind sie nun zusammen geschweisst. 

    Zitat: Demi verärgerte Victoria schon durch ihr blosse Existenz. "Das ist mein Zuhause, ich will sie nicht hier haben."


    Mit 468 Seiten hat Liz Fenwick einen Roman geschrieben, der spannend und unterhaltsam ist. Victoria ist so unsympathisch wie Demi sympathisch ist. Aber auf beide Frauen warten noch mehr Schicksalschläge und sie müssen sich einigen. Alles in allem war das Buch sehr kurzweilig und ich habe es in wenigen Tagen gelesen. Das Ende war so nicht vorauszusehen, was ich persönlich wichtig finde, und die Entwicklung der zwei Frauen wird schön beschrieben. Auch die ganzen Beschreibungen der Landschaft und des Gartens nehmen einen mit auf Cornwall. Für Englandfans sicher eine tolle Lektüre! Ich habe das Buch gerne gelesen und vergebe 
  17. Cover des Buches Landschaften & Urlaubsmotive – Malbuch für Erwachsene mit 50 wunderschönen Ausmalmotiven (ISBN: 9783986571955)
    Josef Mickey Müller

    Landschaften & Urlaubsmotive – Malbuch für Erwachsene mit 50 wunderschönen Ausmalmotiven

    (1)
    Aktuelle Rezension von: gaby2707

    Ich kenne ja schon einige Malbücher von Josef Mickey Müller, alle bisher für Kinder. Dieses hier für Erwachsene hat mich vom ersten Anschauen an begeistert. Schon das Cover mit der Szene eines Campingplatzes an einem idyllisch gelegenen See hat mich fasziniert. Dieses Motiv ist auch das einzige, das mir als Malvorlage dienen könnte, da es sich auf der ersten Seite der auszumalenden Bilder nochmal präsentiert.


    In diesem Buch finde ich insgesamt 50 unterschiedliche, wunderschöne, detailreiche Landschaftsmotive von Sandstränden, Berglandschaften, Stadtmotiven, Gärten und Weltwundern. Die in verschiedenen Schwierigkeitsgraden gestalteten Bilder finden sich alle auf der rechten Doppelseite. Die linke bleibt somit frei, falls sich Farben durchdrücken oder durchscheinen sollten. 

    Eine wundervolle Gelegenheit um beim ausmalen mal zur Ruhe zu kommen, seiner Fantasie freien Lauf zu lassen und die Gedanken in ferne Länder und den Urlaub schweifen zu lassen. Ideal um sich mal eine kleine Auszeit vom stressigen Alltag zu gönnen, sich zu entspannen und den Kopf frei zu bekommen. Hier kann ich die Welt in meinen Farben sehen und sie dementsprechend gestalten.

    Mir schenken die Bilder einen entspannten Einstieg in den Abend oder einfach mal eine kleine Pause zwischendurch.

    Mit seinem ansprechenden Preis eignet es sich auch sehr gut zum Verschenken.


    Ein so liebevoll gestaltetes Malbuch mit vielen unterschiedlichen Motiven, die mir ganz viel Spaß, Ruhe und Gelassenheit beim ausmalen gebracht haben und noch bringen werden.

  18. Cover des Buches Lust auf Laube (ISBN: 9783421040572)
    Caroline Lahusen

    Lust auf Laube

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Kinderbuchkiste
    Gute Laune und Inspiration pur!

    Als ich dieses Buch sah, wusste ich, dass muss ich  haben!!
    Und nun liegt es vor mir.
    Viele Tage habe ich darin geblättert, gelesen, geträumt.
    Schön ist das Buch, inspirierend und bereichernd.
    Man möchte sich gleich auf die Suche machen nach einem ähnlichen Ort, gleichzeitig lernt man interessante Leute kennen.
    *
    Ich weiß gar nicht ob ich das hier erwähnen soll, weil das was ich sagen werde einen ein bisschen aus seinen Träumen raus holt.
    Wer ohne Desillusion nur etwas  über das Buchlesen möchte der liest am besten nach den roten Sternchen weiter. Wer etwas über meine persönliche Schrebergarten Erlebnisse erfahren möchte kann direkt weiter lesen.

    *
    Als ich meinen Mann vor über 20 Jahren kennenlernte war er stolzer Besitzer eines Schrebergartens obwohl er ein Haus mit Garten besaß.
    Sein Garten war zwar sehr groß aber zum Anbau von Kräutern, Obst und Gemüse ungeeignet, da die Bäume der Nachbarn den ganzen Garten in Schatten hüllten.
    Hier wuchs nicht viel.
    Umso schöner der Schrebergarten. Hell, sonnig, freundlich mit kleinem Häuschen aus Stein.
    Nicht groß. Ein Raum genau nach Schrebergartenverordnung erbaut. Mit fließend Wasser, ohne Toilette, ohne Strom. Übernachten durfte man hier offiziell auch nicht. Wer des dennoch machte bekam gleich ein Schreiben des Vorsitzenden der Anlage.
    Es war genau geregelt wie viel Blumen ,Bäume, Sträucher, Wiesefläche etc. dieses kleine Einod bildeten.
    Dazu die festgelegten Termine zur allgemeinen Gartenpflege. Pflege der Anlage.
    Ich musste mich erst in dieses Gefüge hineindenken, war zunächst aber ohnehin nicht häufig zugegen.
    Erst als unsere Kinder geboren wurden kam ich immer mit raus.
    Die Nachbarn waren freundlich aber Freundschaft kam nicht auf. Weinte das Kind in der Mittagsstunde kam gleich mindestens ein Nachbar um sich zu beschweren.
    Mein Mann stellte für den Kleinen ein Bettchen auf, das durch die geöffnete Tür zu sehen war. Was kam, muss ich hier wohl nicht weiter ausführen.
    Richtig schlimm wurde es als ich schwanger war mit Kleinkind und mein Mann schwer erkrankte. Ich konnte die Arbeit im Garten zeitlich nicht bewerkstelligen .Kam 14 Tage nicht hin. Unkraut wuchs. Winzig klein aber groß genug für einen riesigen Aufstand der Nachbaren.
    Als ich dann auch noch erklärte, dass ich immer der Meinung war,dass man sich im Verein hilft wenn Not am, Mann ist und auf den Gedanken des Herrn Schreber anspielte bekamen wir eine Abmahnung mit Aufforderung ........ eine lange Liste folgte, binnen 6 Tagen in Ordnung zu bringen.
    Ging leider nicht denn die Schwangerschaft verlief nicht so reibungslos, ich musste liegen. Mein Mann immer noch krank und der Arbeitsdienst  stand an, zu dem wir uns entschuldigten aber dennoch wieder einen netten Brief bekamen.
    Nach gut einem Jahr Spießrutenlaufen beschlossen wir schweren Herzens den Garten zu verkaufen, den mein Mann über 20 Jahre gehegt und gepflegt hatte.
    Noch heute fast 15 Jahre später vergeht kein Tag an dem mein Mann nicht seinem Garten hinterher trauert auch wenn wir unseren Garten wunderschön hergerichtet haben mit viel Obst ,Gemüse und allem drum und dran.
    Und ich gebe zu, den kleinen Garten mit dem gemütlichen Häuschen den vermisse ich auch nur das drum herum nicht.
    Es ist wirklich etwas andere als ein Garten zuhause.
    Da ist man Zuhause, erreichbar, präsent. In einem Schrebergarten ist das wie Kurzurlaub. Abtauchen vom Alltag.
    Im Laufe der Jahre habe ich viele Schrebergartenanlagen kennengelernt.
    Einige waren so wie unsere viele aber auch so wie ich sie mir gewünscht hätte. Mit Gemeinschaft, Freundschaft und der Möglichkeit sich frei zu entfalten.
    Man muss halt genau hin sehen wo man sich niederlässt.
    *
    Ob ich wieder einen Schrebergarten möchte?
    Ich weiß es nicht.
    War mir sehr gut gefallen hat war das Projekt meiner Eltern, die mit ihren Freunden ein sehr großes Wiesengelände auf 30 Jahre gepachtet hatten.
    Es wurde ein Gemeinschaftshaus gebaut und jeder steckte sich ein Stück Land ab.
    Einfach da wo es ihm gefiel.
    Jeder setzte ein kleines Häuschen drauf, so wies ihm gefiel.
    Man Lebte in den Ferien und Wochenenden gemeinsam dort, aber ohne Verpflichtungen, einfach nur Gemeinschaft.
    Es hat gut 10 Jahre wunderbar funktioniert bis Leute weg zogen und andere dazu kamen. Diese Neuen meinten es muss Ordnung in das Chaos und fingen an zu Ordnen. Das ging nicht lange gut, sie zogen weiter, es war Ruhe bis nach und nach sich die Gemeinschaft auflöste weil immer mehr Eigenheime bauten oder aus beruflichen Gründen weg zogen.
    Die Häuschen wurden abgebaut die Wiese war leerer.
    Nur das Gemeinschaftshaus stand am Ende noch da mitten auf der groooßen Wiese. Der Bauer freute sich über eine Abstellmöglichkeit für seine Geräte. Später nutzte er es als Hühnerstall.
    Alles hat seine Zeit.
    Vergänglich wie das Leben.

    *************

    Nun aber weiter mit diesem Buch,
    das ich hier ja eigentlich vorstellen möchte.

    Es zeigt wie schön Schrebergarten sein kann. Wie viel einem solch ein Garten an Lebensqualität geben kann.
    Rein optisch und haptisch ist dieses Buch schon einladen.
    Die Fotos fordern einen förmlich auf das Buch zu entdecken.
    Die Frau mit dem Strohhut scheint uns zu zurufen:
    " Hereinspaziert!"
    "Kommen sie, sehen sie...."
    Das große Bild mit den vielen Jungen Leuten macht deutlich, hier ist es bunt, frei, spaßig.
    Gute Laune pur.
    Das Buch riecht auch so angenehm.
    Im Inhaltsverzeichnis jeweils ein kleines Foto des Gartens dessen Besitzen mit seiner kleinen Oase vorgestellt wird.
    Da gibt es den
    "Steinesammler" aus Köln,
    "den sanften Vorsitzenden" aus Berlin,
    "die Schöpfer" aus Essen,
    "die Kämpferin"  in Hamburg
    "die Anthroposophin "
    und den "Perfektionisten
    den "nordischen Freigeist" und die "Rechtwinkligen"

    Insgesamt 20 Gärten und ihre Besitzer lassen uns an ihrem ganz persönlichem Glück als Laubenbesitzer teilhaben.
    Den Anfang machen "Die Schöngeister"
    Cüneyt Yilmaz, Marketingmanager und Tobias Völker, Turkuloge und Islamwissenschaftler mit ihrem Garten in Hamburg -Wilhelmsburg.
    Ein freundschaftlicher Plausch über den Gartenzaun, eine grüne Oase mit einem roten Holzhaus, innen hell eingerichteten . Weiß etwas Vintage mit skandinavischem Flair in Kombination mit AntikenMöbeln.. Hier haben sich zwei einen sehr gemütlichen Rückzugsort geschaffen.
    Wie sie ihren Garten beschreiben?
    "Kontrollierte Wildheit" 
    Viele Rosen, ein Mix aus Büschen, Bäumen und Wiesemit Blick auf die angrenzende Rinderweide. Idylle pur. Ein wirklicher Rückszugsort.
    *
    Auch Gabi Weiss von Beruf Schaupielerinlässt uns in ihren Garten gucken.
    Sie strahlt uns schon im Karo Hemd mit Strohhut entgegen.
    Ein Glas Marmelade steht auf dem Tisch Blumen in einer Vase daneben ein Apfel.
    Die Aussage klar, hier wird gelebt und gearbeitet.
    Die nächsten Fotos, so bunt wie ihr Garten und die Leute die zu besuch kommen.
    Sogar Bienen hat Gabi Weiss in ihrer kleinen Oase.
    *
    Sehr futuristisch und ungewöhnlich für eine Gartenlaube ist die des "Paradiesvogels"
    besser gesagt der Paradies Vögel, Tina Jaschke Brinkmann und Mike Jaschke.
    Ihr Domizil zu beschreiben ist schwierig. In der Hamburger Gartengemeinschaft Ochsenwerder sind sich auch nicht alle einig ob sie es gut finden.
    Um so bemerkenswerter, dass diese Laube überhaupt noch steht. Mit den Normhäuschen des Schrebergartengesetztes und deren Bau- Verordnungen ist hier nicht annähernd zu rechnen.
    Ein Beispiel für die neue Vielseitigkeit und Toleranz?
    *
    Wie sieht es dann bei den "Perfektionisten aus.
    Hier haben sich Sonja und Christian den Traum von einen "luftigen Sommergarten" erfüllt.
    Sie zeigen wie man auch in einen akribisch durchgestylten Garten sehr viel Gemütlichkeit erleben kann.
    *
    Zu Besuch bei Sibylle Dawson, Weberin und Christoph Benning, Dipl.Kaufmann erleben wir eine Idylle, die uns an das typische Landleben auf einem Bauernhof erinnert.
    Doch bis es soweit war, dass sie ihr Gemeinschaftsprojekt "Gartendorf" verwirklichen konnten war es ein langer Weg, an dem sie uns teilnehmen lässt.
    *
    So unterschiedlich wie die Menschen, so unterschiedlich sind ihre Gärten.
    *
    Das Buch ist ein Traum, dass einen für kurze Zeit in unterschiedliche Welten entführt, die eines gemeinsam haben, sie lassen einen träumen und zu Ruhe kommen. Gleichzeitig inspirieren sie uns eigene Ideen zu entwickeln.
    Wer schon mit dem Gedanken spielt Laubebesitzer zu werden, der wird spätestens nach der Lektüre dieses Buches seinen Plan fossieren.
    Wer schon einen Ort gefunden hat findet mit Sicherheit noch Anregungen und wer keinen Garten plant, der erfreut sich einfach nur an den wunderbaren Fotos und den Berichten.
    *
    Mich hat dieses Buch gefangen genommen so wie die unterschiedlichen Menschen, die uns erlaubt haben ein Stück ihres Lebens kennen zu lernen.
    Ich finde es gebührt ihnen einen großem Dank genauso wie den Machern dieses wunder wunderbaren Buches.
  19. Cover des Buches Adels Gärten (ISBN: 9783772473784)
    Astrid Gräfin Matuschka

    Adels Gärten

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Frank1

    Klappentext:

    Astrid Gräfin Matuschka und René Antonoff reisen durch Deutschland und öffnen die Pforten zu acht feudalen Privatparks und ihren adeligen Besitzerinnen. Im Zentrum jedes Kapitels steht eine dieser Parkfrauen, ihre persönlich gestaltete Gartenanlage und ihre Gartenphilosophie. Die Autorin beschreibt den Charakter jedes Parks und zeichnet informative Porträts von allen Anlagen. Die passionierten Gärtnerinnen erzählen über die Besonderheiten ihres Landschaftsgartens, seine Bepflanzung und Nutzung. Die wunderbaren Fotografien fangen den eigentümlichen Zauber jedes Gartens in vielfältigen Lichtstimmungen ein.


    Rezension:

    Zu Schlössern gehören oft repräsentative Gärten und Parks. Während sich bei solchen, die heute in öffentlichem Besitz sind, meist irgendwelche Ämter um die gärtnerischen Anlagen kümmern, fühlen sich bei solchen, die noch in Adelshand sind, oft die Besitzer persönlich für die Ausgestaltung verantwortlich. Die Autorin Astrid Gräfin Matuschka und der Fotograf René Antonoff stellen hier 8 Schloss- beziehungsweise Burggärten oder -parks vor, bei denen in 7 Fällen hauptsächlich die Frauen die Verantwortung für die Erhaltung, Rekonstruktion oder Neugestaltung der Gartenanlagen übernehmen. Während die Texte die Geschichte der Grünanlagen und der zugehörigen Herrensitze relativ kurz zusammenfassen, den aktuellen Zustand beschreiben und die dahinterstehenden Personen vorstellen, sind es die Bilder, die diesem Buch das wirkliche Leben verleihen. Sehr gut aufgenommene Ansichten werden hier in hervorragender Qualität auf Hochglanzpapier wiedergegeben. Ich muss zugeben, dass ich bisher kein einziges der vorgestellten Objekte auch nur dem Namen nach kannte. Dabei sind diese Parks und Gärten fast alle öffentlich zugänglich.

    Leider ist dieses 2014 erschienene Buch nur noch gebraucht erhältlich. Für Liebhaber schöner Parks ist es aber trotzdem lohnend, danach Ausschau zu halten.


    Fazit:

    Dieser hochqualitative Bildband präsentiert herrliche Schlossparks und -gärten.


    Alle meine Rezensionen auch zentral im Eisenacher Rezi-Center: www.rezicenter.blog

    Dem Eisenacher Rezi-Center kann man jetzt auch auf Facebook folgen.

  20. Cover des Buches Die Gärten von Monte Spina (ISBN: 9783426307595)
    Henrike Scriverius

    Die Gärten von Monte Spina

    (149)
    Aktuelle Rezension von: gagiju

    Aus dem zugegeben wunderschönen Cover mit üppigen tropischen Blüten, Schmetterlingen und Vulkaninselchen auf türkisfarbenem Grund hatte ich eher auf eine etwas seichtere leichtere Liebesgeschichte geschlossen.

    Insofern hat mich der INhalt des Buches durchaus positiv überrascht.

    Ja, es beinhaltet eine Liebesgeschichte, oder sogar mehrere, aber es geht auch um Trauer, um Abhängigkeiten, um Traumata, ja und natürlich auch ums Gärtnern...

    Der Roman ist spannend und gefühlvoll und abwechslungsreich, aber was mir besonders gut gefallen hat: es wird auf jegliche Art von Kitsch oder Schwarzweißmalerei verzichtet.

    Die Personen sind sehr facettenreich und insofern hochinteressant.

    Großes Lob an die Autorin für die Ausgestaltung dieser Persönlichkeiten und absolute Leseempfehlung!

  21. Cover des Buches Das Leben ist ein wilder Garten (ISBN: 9783552059993)
    Roland Buti

    Das Leben ist ein wilder Garten

    (90)
    Aktuelle Rezension von: Lavendelgarten

              Dies ist ein Buch der leisen Töne, die aber nachhallen. Wer eine actionreiche Erzählung sucht, ist hier definitiv falsch. Insofern führt der Klappentext auf eine falsche Fährte.


     Der Autor formt die einzelnen Charaktere liebevoll und behutsam, allein schon die zarte Beobachtung der Vögel ist lesenswert. Überhaupt gibt es viel an Naturbeobachtung: Bäume, Vögel, Sträucher werden ausführlich beschrieben. (Die Mutter unterhielt sich beispielsweise mit einem Spatz.)


     Man taucht in andere Welten ab, fühlt mit der Hauptperson mit, die zwischen den Stühlen sitzt (Frau weg, Tochter weg) und das Leben so dahin plätschert.


    Das Geheimnis der Mutter wird schließlich gelüftet, aber es ist für die Geschichte gar nicht so wichtig, es gilt eher: der Weg ist das Ziel. 


    Für mich ein wunderbar altmodisches Buch, das man ans Herz legen möchte.

            

  22. Cover des Buches Blüte der Zeit (ISBN: 9783404188567)
    Sabine Weiß

    Blüte der Zeit

    (54)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen kurzen Blick auf das Geschehen ermöglicht die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Ich liebe solche historischen Romane, die echte historische Fakten mit einer ansprechenden fiktiven Handlung verknüpfen. Das ist der Autorin mit dem vorliegenden Buch exzellent gelungen. Die Handlung ist gut aufgebaut und durch die zwei wesentlichen Handlungsebenen hervorragend abwechslungsreich gestaltet. 

    Die Protagonisten und die historischen Persönlichkeiten sind gut und mit Tiefe gezeichnet. Spannende und unterhaltsame Handlzungsteile sind geschickt miteinander verwoben. Nur ab und zu ist es zu ein paar verschmerzbaren Längen gekommen.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen und ich werde sicher noch weitere Bücher der Autorin lesen....!

  23. Cover des Buches Almas geheimer Garten – Mit dem Schinkenwurz zu Goethe (ISBN: 9783943086393)
    Birgit Hedemann

    Almas geheimer Garten – Mit dem Schinkenwurz zu Goethe

    (17)
    Aktuelle Rezension von: LimonARTe

    Eine Nachtkerze kenne ich ja, aber dass man sie Schinkenwurz nannte, war mir neu. Aber wenn es sogar Goethe sagt ;) ! Die Reise nach Weimar fand ich gut recherchiert. Dass Goethe für die Kinder gekocht hat, vor allem was, fand ich spannend. Insgesamt hat mir auch dieses Abenteuer von Mette und Theo in Begleitung von Gustl gut gefallen. Jetzt möchte ich unbedingt wissen, was Olaf mit dem Verschwinden von Walter zu tun hat.

  24. Cover des Buches Der Garten und die Zeit (ISBN: 9783103976496)
    Olivia Laing

    Der Garten und die Zeit

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Trishen77


    Schon Laings Debüt "Zum Fluss" hat mich sehr beeindruckt und so war ich gespannt, was sie über Gärten zu sagen haben würde – ein Sujet mit dem ich mich in letzter Zeit vermehrt auseinandergesetzt habe (es seien hier Rebecca Solnits Bücher zu Orwell und amerikanischer Gartenkunst empfohlen, sowie Robert Harrisons Buch über Gärten, teilweise auch Gerstenbergs 50 Gärten-Buch).

    Was die essayistische Breite und das Formale, die Verästelungen und Bezüge, angeht, wurde ich nicht enttäuscht. Laing verquickt Persönliches, Metaphysisches, Tagespolitisches und Soziokturelles fließend miteinander, zieht ein vielfältiges Blätterdach hoch, an dem man*frau sowohl sonnige als auch schattige geistige Freude haben dürfte.

    Ein bisschen enttäuscht bin ich, dass der Garten, obgleich Dreh- und Angelpunkt, ein bisschen zu sehr als kulturelle Blaupause und zu wenig als konkretes Objekt vorkommt. Das einem Buch vorzuwerfen, das ganz klar ein kulturhistorischer Essay sein will, mag etwas sonderbar sein, aber ich hätte gerne mehr von Laings Leidenschaft für den Garten an sich gespürt. Dies mag aber auch ein Eindruck sein, der erst im Vergleich zur Lektüre anderer Werke entsteht.

    Denn trotzdem ist es ein reichhaltiges und vor allem sehr nachdenklich stimmendes Buch. Laing denkt den Garten auch im Kontext von Privileg oder weist ihn als vermeintliche Idylle aus, während woanders die Natur zerstört wird oder einfach nicht der Frieden herrscht, den ein Garten zu versprechen scheint. Dadurch weist das Buch immer wieder weit über seine Thematik hinaus; oder besser gesagt: verortet ihre Essenz, ihre Fragestellungen und Inhalte, auch außerhalb des Kerngebiets. Wie jeder gute Essay.

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