Bücher mit dem Tag "galaxis"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "galaxis" gekennzeichnet haben.

12 Bücher

  1. Cover des Buches Per Anhalter durch die Galaxis (ISBN: 9783036959542)
    Douglas Adams

    Per Anhalter durch die Galaxis

    (3.311)
    Aktuelle Rezension von: Jonas_Wagner

    Das Buch ist natürlich wunderbar skurril und hat eine gewisse Situationskomik, die dann und wann aber auch die Albernheit streift, aber – warum eigentlich nicht?

    Das geht schon los, bevor die Geschichte über losgeht. Da steht im Kleingedruckten: „Wer dieses Werk ohne Genehmigung des Verlages vervielfältigt oder verbreitet, verspielt seine Chancen gerettet zu werden, wenn die in diesem Buch geschilderten Ereignisse eintreten.“ So was liebe ich!

     Adams ist bekannt dafür, neue Welten und Wörter zu erschaffen (ich sage nur: Pangalaktischer Donnergurgler). Der Sprachstil der Figuren ist so, wie in unzähligen (Sci-Fi-)Büchern der 80er: Gefühlt jeder vierte gesprochene Satz beginnt mit „Hey, hört mal…“ (Die anderen beginnen mit „Ach…“ oder „Naja…“ oder „Äh…“) und auf Dauer hat es mich wirklich genervt. Es kann natürlich an der Übersetzung liegen. Die Figuren selbst haben mich irgendwie kalt gelassen (außer Marvin natürlich, den depressiven Roboter, den fand ich einfach hinreißend). Trotzdem lasse ich eine Leseempfehlung da; denn wenn man in entsprechender Stimmung ist, macht dieses Buch wirklich Spaß.

  2. Cover des Buches Die Krone der Sterne (ISBN: 9783596035854)
    Kai Meyer

    Die Krone der Sterne

    (315)
    Aktuelle Rezension von: thrill.tastic

    Schon nach den ersten Seiten bzw. Minuten wusste ich, dass es ein Fehler war, dieses Buch so lange auf dem SUB liegen zu lassen. "Die Krone der Sterne" ist nämlich genau mein Fall!
    Von Anfang an spannend, mit lebendigen Figuren und faszinierenden Welten. Die einen folgen der Stille, die anderen verehren das große Schwarze Loch Kamastraka. So auch die Gottkaiserin mit ihrem Hexenorden. Als sich die junge Adelige Iniza weigert, eine ihrer Bräute zu werden, beginnt eine actionreiche Reise durch die Galaxis.
    Besonders mochte ich, dass Iniza und Glanis von Anfang an zusammen sind und die Probleme einer gefestigten Beziehung bewältigen müssen, anstatt der ewig gleichen Kennenlern-Story. Aber auch die anderen Crewmitglieder, die sich mehr oder weniger freiwillig auf der "Nachtwärts" versammeln, habe ich ins Herz geschlossen. Der grantige Kopfgeldjäger, die naive Androidin und die pfiffige Pilotin ergänzen sich perfekt.
    Das Buch versprüht Star Wars-Vibes, ohne den Eindruck einer Kopie zu erwecken.
    Tiamande steckt voller tiefgehender Geschichte, Legenden und alter Technologie, bevölkert von religiösen Fanatikern, intriganten Politikern, gewitzten Überlebenskünstlern und mutigen Helden. Vor allem HeldINNEN!
    Tolles Buch von vorne bis hinten, inklusive der grandiosen Optik, die Ausgaben sind nämlich auch noch illustriert. Auch als Hörbuch, gesprochen von Philipp Schepmann, ein Fest!
    Ein fantastische Space Opera, die ich wirklich jedem empfehle, dem die Reihe bisher entgangen ist.

  3. Cover des Buches Das Leben, das Universum und der ganze Rest (ISBN: 9783453407800)
    Douglas Adams

    Das Leben, das Universum und der ganze Rest

    (498)
    Aktuelle Rezension von: Maza_e_Keqe

    Band 3 führt die Absurditäten fort, gekoppelt mit irren Erklärungen mathematischer, physikalischer oder sonst wie wissenschaftlicher Phänomene, die den Anschein erwecken plausibel und seriös zu sein. Ich habe diese Abschnitte gelesen, nicht verstanden und noch während des Vergessens gehofft, dass die Informationen unwichtig genug waren um der weiteren „Handlung“ trotzdem folgen zu können. Besonders anstrengend empfand ich dabei die Wort- und Satzungetüme, die das Lesen noch zusätzlich erschweren.

    So erfahre ich den Hintergrund des häufig genutzten Begriffes „PAL“ und die Entstehung des „Cricket“-Spiels.

    Zwei Bücher lang versuchte ich die Seltsamkeiten noch zu ertragen und versuchen einen Sinn dahinter zu erkennen oder ihn ignorieren. Aber nach ca 500 Seiten nahm die Konzentration stark ab und ähnlich wie Protagonist Arthur einfach nur noch alle Geschehnisse verfolgt und nicht mehr hinterfragt, las ich einfach nur weiter…

    Zum Weiterlesen bewegte mich hauptsächlich Neugier, worauf die ganze Geschichte nun denn hinauslaufen sollte. Zudem wurden tatsächlich einige Handlungsstränge aus den vorherigen Büchern weitergeführt. Auch die Frage nach der "42" wird erneut aufgegriffen.

  4. Cover des Buches Macht's gut, und danke für den Fisch (ISBN: 9783453407831)
    Douglas Adams

    Macht's gut, und danke für den Fisch

    (360)
    Aktuelle Rezension von: Maza_e_Keqe

    Band 4 beginnt mit dem Prolog aus Band 1, nur dessen Ende ist ein klein wenig abgewandelt. Ich brauchte wieder einige Kapitel um mich an den Erzählstil zu gewöhnen. Außerdem wurde wieder eine neue „Welt“ kreiert, in der ich mich zurecht finden musste. Es finden sich (wieder) umständliche Schachtelsätze, die versuchen unverständliche Dinge zu erklären, mit Wörtern, die kaum zu lesen oder auszusprechen sind.

    Möglicherweise wäre das Buch unterhaltsam oder interessant für mich gewesen, hätten nicht seine Vorgänger so viel Frustration aufgestaut, dass ich die Reihe einfach nur als gelesen abhaken und hinter mich bringen wollte. Sogar eine gewisse Spur von humoristischen Absätzen glaubte ich zu erkennen.

    Inzwischen ist mir Arthur bisher am sympathischsten. Wenn er auch nicht die hellste Kerze auf dem Kronleuchter ist, wirkt er authentisch und ich kann sein Handeln und die meisten seiner Reaktionen auf die Geschehnisse einigermaßen nachvollziehen.

    Es sind noch eine ganze Menge Fragen offen am Schluss des Buches und ich hoffe sehr, dass es sich lohnt durch Band 5 zu quälen um die Antworten zu erhalten.

  5. Cover des Buches Die Krone der Sterne - Hexenmacht (ISBN: 9783596701742)
    Kai Meyer

    Die Krone der Sterne - Hexenmacht

    (104)
    Aktuelle Rezension von: stefan182

    Inhalt: Nachdem Iniza und Glanis vor dem Hexenorden fliehen konnten, leben sie mit ihrer kleinen Tochter auf dem Piratenplaneten Noa. Doch auch hier sind sie alles andere als sicher: Nicht nur ist der Planet mit unterschiedlichen Krankheiten verseucht, auch schmieden sich Allianzen gegen Iniza und Glanis. Währenddessen sind die Alleshändlerin Shara Bitterstern und Kranit, der letzte Waffenmeister von Amun, auf geheimer Mission im All unterwegs – doch auch hier warten an jeder Ecke Feinde…

    Persönliche Meinung: „Hexenmacht“ ist ein Science-Fiction-Fantasyroman von Kai Meyer. Es handelt sich um den zweiten Band der „Die Krone der Sterne“-Reihe. Da „Hexenmacht“ die Geschichte des ersten Bandes weitererzählt, ist eine chronologische Lektüre sinnvoll. Erzählt wird die Handlung aus einer Vielzahl von verschiedenen, sich abwechselnden Perspektiven: So werden u.a. die Perspektiven von Iniza, Glanis, Shara Bitterstern und Hadrath Talantis, einem Prediger des Kultes der Stille, eingenommen. Wie schon im vorherigen Band sind die Figuren mit ihren Motiven, Zielen, Wünschen und Ängsten differenziert dargestellt. Insbesondere zu Sharas und Kranits Vergangenheit erhält man im vorliegenden Band zusätzliche Informationen, sodass diese noch greifbarer werden. Zur Handlung möchte ich zwecks Spoilergefahr gar nicht zu viel sagen. Nur: Sie schließt stimmig an den Vorgänger an, setzt sich aus mehreren Handlungssträngen zusammen, wodurch ein schönes Tempo entsteht, und besitzt mehrere überraschende Wendungen. Für Spannung sorgt außerdem, dass wir etwas über die Hintergründe der rätselhaften Stille sowie die Ursprünge des numinosen Hexenordens erfahren. Kai Meyers Erzählstil ist gewohnt bild- und wortgewaltig, sodass ein detailreiches Kopfkino entsteht. Insgesamt ist „Hexenmacht“ brillant erzählte Sci-Fi-Fantasy mit schön ausgearbeiteten Figuren.

  6. Cover des Buches Die Krone der Sterne - Maschinengötter (ISBN: 9783596701766)
    Kai Meyer

    Die Krone der Sterne - Maschinengötter

    (60)
    Aktuelle Rezension von: Drachenbuecherhort

    Kai Meyer, einer der bekanntesten deutschen Fantasy- und Science-Fiction-Autoren, hat mit seiner Trilogie „Die Krone der Sterne“ eine faszinierende Welt erschaffen, die Fans von epischen Abenteuern, kosmischer Intrige und beeindruckenden Charakteren gleichermaßen begeistert. Mit dem dritten Band, „Maschinengötter“, findet die Reihe einen würdigen Abschluss.

    Die Trilogie spielt in einer galaktischen Zukunft, in der Technologie und Magie miteinander verschmelzen. Im Zentrum steht die Weltenkirche, eine grausame Theokratie, die das Universum mit eiserner Faust regiert. Im ersten Band, „Die Krone der Sterne“, treffen wir auf Iniza, eine ehemalige Novizin, die sich der Zwangsrekrutierung durch die Kirche entzieht, und Kranit, einen Söldner mit dunkler Vergangenheit. Gemeinsam mit einer bunt zusammengewürfelten Crew geraten sie in ein Abenteuer, das das Schicksal der Galaxis verändern könnte.

    Im dritten Band erreicht die Geschichte ihren Höhepunkt. Die Protagonisten – Iniza, Kranit, Shara Bitterstern und ihre Crew – stehen vor ihrer bisher größten Herausforderung. Die sogenannten Maschinengötter, uralte KI-Wesen, die einst von Menschen geschaffen wurden und mittlerweile über göttliche Macht verfügen, spielen eine zentrale Rolle in der Geschichte. Sie erwachen aus ihrem jahrtausendelangen Schlaf und drohen, das fragile Gleichgewicht zwischen den Fraktionen der Galaxis zu zerstören.

    Die Handlung ist dicht und actionreich. Meyer versteht es, spannende Weltraumschlachten, politische Intrigen und emotionale Charaktermomente zu einem mitreißenden Gesamtbild zu verweben. Alte Feinde werden zu Verbündeten, neue Bedrohungen tauchen auf, und die Protagonisten müssen sich ihren dunkelsten Ängsten stellen, um die Galaxis vor dem Untergang zu bewahren.

    „Maschinengötter“ beschäftigt sich mit klassischen Science-Fiction-Themen wie der Rolle von Technologie, der Macht von Religion und der Bedeutung von Freiheit. Besonders faszinierend ist die Darstellung der Maschinengötter, die Fragen über das Verhältnis von Schöpfer und Schöpfung aufwerfen. Können Maschinen wirklich eine eigene Existenzberechtigung haben? Was passiert, wenn sie über ihre Schöpfer hinauswachsen? Gleichzeitig bleibt die Trilogie zutiefst menschlich. Die Beziehungen zwischen den Figuren – sei es die romantische Bindung zwischen Iniza und Glanis oder die Freundschaft innerhalb der Crew – verleihen der Geschichte emotionale Tiefe. Es geht um Loyalität, Opferbereitschaft und die Suche nach einem Platz in einer feindlichen Galaxis.

    Kai Meyer brilliert einmal mehr mit seinem unverwechselbaren Schreibstil. Seine Beschreibungen der verschiedenen Welten und Raumschiffe sind so lebendig, dass man sie förmlich vor sich sieht. Gleichzeitig schafft er es, den Leser mit prägnanten Dialogen und pointierten Charakterbeschreibungen sofort in die Handlung hineinzuziehen. Besonders beeindruckend ist Meyers Fähigkeit, eine komplexe Handlung mit zahlreichen Figuren übersichtlich zu gestalten. Trotz der vielen Schauplätze und Ereignisse verliert man nie den roten Faden. Zudem balanciert er perfekt zwischen rasanten Actionszenen und ruhigen Momenten der Reflexion.

    „Maschinengötter“ ist der krönende Abschluss einer außergewöhnlichen Trilogie. Er vereint alles, was die vorherigen Bände ausgezeichnet hat: eine spannende Handlung, faszinierende Charaktere und eine reichhaltige Welt voller Details und ist der ultimative Beweis, wie gut Fantasy und Science-Fiction zusammen funktionieren. Eine große Empfehlung für alle, die das beste aus beiden Welten zu schätzen wissen.

  7. Cover des Buches Einmal Rupert und zurück (ISBN: 9783453407824)
    Douglas Adams

    Einmal Rupert und zurück

    (306)
    Aktuelle Rezension von: Maza_e_Keqe

    Band 5 knüpft inhaltlich, absurditätentechnisch und seltsam an die Vorgänger an. Ich habe mich durch gequält und (wie übrigens auch Protagonist Arthur) aufgegeben mich über irgendetwas noch zu wundern.

    Das Ende war dann glücklicherweise endlich ein Ende.

    Es findet sich eine mögliche Erklärung für den Namen „Kevin“.

  8. Cover des Buches Wir zwei in fremden Galaxien (ISBN: 9783846600412)
    Kate Ling

    Wir zwei in fremden Galaxien

    (126)
    Aktuelle Rezension von: ems

    !!! Spoiler !!!

    Allgemein bin ich sehr zufrieden mit dem Buch & das Ende :) Ich kann die Kritik verstehen, aber mir hat vieles gefallen.

    Das Konzept fand ich total interessant & wenn man mal drüber nachdenkt gar nicht sooo abwegig. Das Worldbuilding hat mir, so weit es eben auf einem Raumschiff geht, ganz gut gefallen. 

    Was mir aber am meisten gefallen hat & ich auch als relevatesten empfinde, sind die Charaktere. Wir haben sehr viele unterschiedliche Persönlichkeiten, die aber letzendlich doch alle das Gleiche ausstrahlen. Viele versuchen sich das Leben auf dem Schiff schön einzureden, andere sind einfach deprimiert. Aber unsere Protagonistin, Seren, nicht. Sie wehrt sich aktiv gegen das System, vielleicht nicht direkt, aber sie scheut nicht, dass zu sagen, was sie denkt. Ich mochte Seren, ich fand sie sehr relatable für eine Teenagerin. 

    Dom auf der anderen Seite ist durch & durch ein optimist & scheint ehrliche Freude in den kleinen Dingen im Leben zu finden. Umso mehr schade fand ich dann seine Vergangenheit (dass er mal gewaltätig war). Es passte meiner Meinung nach überhaupt nicht. 

    Die Liebe zwsichen den beiden fand ich so schön. Am Anfang mag es vielleicht ein wenig oberfläch gewesen sein, aber mit der Zeit wurde es so intensiv, dass ich es kaum aushielt. Vor allem als Dom & Seren ihre Liebe offen gestanden haben & daraufhin getrennt wurden. 

    Die anderen Chraktere fand ich persönlich nicht alle sympathisch, aber sie haben definitiv eine wichtige Rolle in der Geschichte gespielt. 

    Das Ende war eine reine Achterbahnfahrt der Gefühle, ich bin froh wie es ausgegangen ist :) 

    Den zweiten Teil werde ich mir definitiv holen, obwohl ich da ehrlich gesagt nicht so hohe Erwartungen habe xD Ich fand es schön, dass sie frei waren, das Überleben schien mir persönlich gar nicht die Priorität zu sein. Deswegen weiß ich nicht wie ich mich gegenüber dem zweitem Band fühlen soll, aber ich werde es mal ausprobieren :)

  9. Cover des Buches Star Wars: Schatten der Königin (ISBN: 9783833248696)
    Emily Kate Johnston

    Star Wars: Schatten der Königin

    (11)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Das Buch ist recht trocken aufgrund der ganzen politischen Verhandlungen. Wer die Filme und somit die Figur der Padmé Amidala kennt, rechnet aber damit und kann sich entsprechend darauf vorbereiten. Ich fand die Geschichte gelungen und verständlich. Einzig irritierend (vor dem Gesichtspunkt, dass es noch ein drittes Buch gibt) war der Epilog. Es scheint fast, als wäre keine Fortsetzung geplant gewesen.

  10. Cover des Buches Ein Universum aus Nichts (ISBN: 9783328103097)
    Lawrence M. Krauss

    Ein Universum aus Nichts

    (13)
    Aktuelle Rezension von: einz1975

    Der Mensch verlässt sich seit jeher auf seine Sinne. Sehen, hören, schmecken, riechen und all das hilft uns, unsere Umwelt und letztlich auch unser eigenes Dasein zu begreifen. Als die ersten Astronomen ihren Blick in den Himmel richteten, wussten sie noch nicht, was sie dort tatsächlich sahen. Es fehlten Begriffe, Modelle und Zusammenhänge. Erst Jahrhunderte später entstanden Theorien, die heute teilweise schon zum Schulwissen gehören. Und dennoch: Trotz aller Fortschritte gibt es weiterhin offene Fragen, neue Entdeckungen und grundlegende Probleme, die noch immer nach Antworten verlangen. Eine der zentralsten Fragen lautet dabei: Wie hat alles begonnen? Entstand das Universum tatsächlich aus dem „Nichts“ und durch den folgenden Urknall oder ist die Geschichte komplexer, als es dieses „einfache“ Bild vermuten lässt?

    Professor Lawrence M. Krauss, Physiker und Astronom, widmet sich genau dieser Frage. In Ein Universum aus Nichts greift er eines der faszinierendsten und zugleich schwierigsten Themen der modernen Kosmologie auf. Krauss ist bekannt dafür, komplexe Sachverhalte verständlich zu erklären, ohne dabei zwingend naturwissenschaftliches Vorwissen vorauszusetzen. Auch in diesem Buch verfolgt er diesen Ansatz: Er führt den Leser schrittweise an physikalische Grundbegriffe heran, erklärt Gesetzmäßigkeiten und zeigt, wie einzelne Theorien miteinander verknüpft sind. Im Zentrum steht dabei der Begriff des „Nichts“. Das Universum ist unvorstellbar groß, seine Ausdehnung nur mit gigantischen Zahlen zu erfassen und ebenso verhält es sich mit der Zeit. Doch was war vor all dem? Gab es tatsächlich einen Zustand des absoluten Nichts, aus dem Raum, Zeit, Materie und Energie entstanden sind? Und existiert dieses Nichts vielleicht noch immer, verborgen hinter dem, was wir beobachten können?

    Krauss macht deutlich, dass „nichts sehen“ nicht gleichbedeutend mit „nichts ist da“ ist. Selbst der scheinbar leere Raum ist erfüllt von Strahlung, Teilchen, Feldern und Energie. Begriffe wie Quantenfluktuationen, dunkle Materie und dunkle Energie spielen dabei eine zentrale Rolle. Der Autor stellt spannende Fragen: Lässt sich die Masse einer Galaxie oder gar des gesamten Universums berechnen? Werden dabei wirklich alle Energieformen berücksichtigt – Gase, Strahlung, Vakuumenergie? Und wie kann man überhaupt nachweisen, dass dunkle Energie existiert? Ebenso erklärt Krauss die Bedeutung der Antimaterie als Gegenpol zur Materie und ihre Rolle in der Entstehungsgeschichte des Kosmos. Eine übergeordnete Rolle nimmt dabei Albert Einstein ein. Auch wenn dieser selbst keine tiefgehende Astronomie betrieb, bilden seine Relativitätstheorien den Grundstein vieler moderner kosmologischer Modelle. Krauss zeigt eindrucksvoll, wie stark Einsteins Ideen die heutige Forschung prägen und teils sogar dort, wo Einstein selbst noch Zweifel hatte.

    Trotz der komplexen Materie verliert das Buch nie vollständig seinen Unterhaltungswert. Krauss streut immer wieder humorvolle oder ironische Anmerkungen ein, etwa wenn er darauf eingeht, dass selbst die Kirche den Urknall akzeptierte und ihn einst als Beweis göttlichen Handelns deutete, eine Haltung, die heute deutlich vorsichtiger formuliert wird. Gleichzeitig wirft er große Fragen auf: Leben wir in einem flachen oder gekrümmten Universum? Expandiert es ewig oder wird es eines Tages wieder kollabieren? Wird am Ende erneut ein „Nichts“ stehen? Denn so gewaltig das Universum auch ist, unendlich ist es vermutlich nicht. In unvorstellbar ferner Zukunft, in vielen Billionen Jahren, könnte es vergehen. Und was dann geschieht, bleibt offen: Vielleicht ein neuer Urknall, vielleicht etwas völlig anderes. Abgerundet wird das Buch durch ein Nachwort von Richard Dawkins, das Krauss’ Perspektive noch einmal zuspitzt und die philosophischen Implikationen der naturwissenschaftlichen Erkenntnisse hervorhebt.

    Fazit:
    Das Universum ist ein Konstrukt, das uns zeitlich weit überdauern wird. Doch woher stammt es? Warum existieren Sterne, Planeten, Materie und Energie überhaupt? Lawrence M. Krauss begibt sich auf eine faszinierende Suche nach dem Ursprung von allem und präsentiert dabei zahlreiche spannende Erkenntnisse. Nicht alles ist für Laien leicht zugänglich, manche Passagen fordern Konzentration und Durchhaltevermögen. Dennoch bleibt das Buch stets lebendig und selten trocken. Besonders die Einbindung verschiedener Wissenschaftler, ihrer Theorien und historischen Entwicklungen verleiht dem Werk Tiefe und Kontext. Krauss zeigt eindrucksvoll, wie viel wir bereits über das Universum wissen und wie viel noch im Dunkeln liegt. Ob Urknall, Multiversum, Expansion oder kosmisches Ende: Dieses Buch macht deutlich, dass das „Nichts“ im physikalischen Sinne vermutlich gar nicht existiert – zumindest nicht in unserem Universum. Eine lehrreiche und gedankenanregende Reise durch Physik und Astronomie.

    Matthias Göbel

    Autor: Lawrence M. Krauss
    Übersetzung: Helmut Reuter
    Taschenbuch: 256 Seiten
    Verlag: Penguin Verlag
    Veröffentlichung: 10.04.2018
    ISBN: 9783328103097

  11. Cover des Buches E. T., der Außerirdische (ISBN: 9783442452996)
    William Kotzwinkle

    E. T., der Außerirdische

    (13)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Das Buch von Will von Kotz zu einem der größten Filmhits überhaupt: Der Außerirdische endet zurückgelassen in den USA (zum Glück noch vor Trump) und findet sich mit Elliott und seinen Geschwistern an, die ihn versorgen und mit ihm spielen, an Halloween hat man es als Außerirdischer gar nicht mehr nötig, sich zu verkleiden. Später hatte E.T. einen Gastauftritt bei den "Simpsons" (in der "Akte X"-Folge). Mr. Kotzwinkle (!) gelingt das Kunststück, nicht nur Film und Drehbuch nachzuerzählen, sondern wirklich Literatur hervorzubringen, indem er zB E.T.s übersinnliche Fähigkeiten emotional und empathisch beschreibt und die Faszination der Geschichte zu vermitteln vermag. In 9 von 10 Fällen geht so ein Buch "nach dem Drehbuch" in die Hose, hier funktionierts.
  12. Cover des Buches Saga 1 (ISBN: 9783864251870)
    Brian K. Vaughan

    Saga 1

    (85)
    Aktuelle Rezension von: erdbeerliebe.

    Das innovativste an der Geschichte von Saga ist, dass der off Screen Erzähler die Protagonistin ist, die im ersten Band geboren wird. Wir verfolgen die Geschichte ihrer frischgebackenen Eltern die ihren Häschern entkommen wollen und eigentlich nur aus einem Kriegsgebiet fliehen möchten. Alana und Marko stellen dabei beide Seiten des Krieges dar und haben sich im Gefängnis ineinander verliebt - nun werden sie verfolgt und haben dabei noch ihr Baby Hazel dabei.   

    Wirklich genial wird es beim Worldbuilding der Comicreihe (dies hier ist nur Band 1): Stellt euch eine neuartige Sci Fi Landschaft vor in die die Autoren dann noch Magie und Märchenfiguren reingepackt haben. Da hätten wir zB den kalten Auftragskiller "Der Wille" dessen Sidekick eine riesige Sphinxkatze ist die Lügen erspüren kann. Oder seine spinnenartige Ex Geliebte, ebenfalls Auftragskillerin, die mit ihren acht Augen achtmal so viel sieht und gleichzeitig seeehr viele Arme hat um Knarren zu halten..
    Nun, kein Charakter hier ist durch und durch böse, alle haben ihre Motive und die vielseitigen Grautöne der Welt machen den Plot noch so viel spannender. Auch wenn die Geschichte mir wenig Raum zum Atmen gibt weil ständig etwas passiert kam ich hervorragend in die Welt hinein und bin nun noch viel gespannter wie es weitergeht!
    Absolutes Jahreshighlight für mich!

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