Bücher mit dem Tag "galileo galilei"
5 Bücher
- Stephen Hawking
Eine kurze Geschichte der Zeit
(349)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerTypische Sach- und Fachbücher sind oft trocken und für Laien schwer zugänglich, doch hier wurde, meiner Meinung nach, wirklich gute Arbeit geleistet. Man kann sich förmlich in die Rolle eines forschenden und entdeckenden Wissenschaftlers hineinversetzen und mit Herrn Hawking mitfühlen. Trotz der Qualität des Buches habe ich jedoch Bedenken, ob es für die breite Allgemeinheit geeignet ist. Ein gewisses Maß an Vorwissen, Insiderkenntnissen und wissenschaftlichem Interesse ist notwendig, um die Lektüre wirklich genießen zu können.
- Luca Di Fulvio
Das verborgene Paradies
(55)Aktuelle Rezension von: Thommy28Einen ersten Blick auf die Handlung ermöglicht die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:
Dies ist das sechste Buch das ich von dem Autor gelesen habe - die fünf Vorgängerbücher waren allesamt ganz hervorragend. Ich hatte sie mit viermal 5 Sternen und zuletzt noch ein Buch mit 4 Sternen bewertet. Insofern war meine Erwartungshaltung schon sehr hoch. Leider wurden meine hohen Erwartungen nicht wie erwartet erfüllt.
Das Buch befasst sich mit den Hexenprozessen im frühen 17. Jahrhundert und befasst sich mit zwei Hauptfiguren die in ihrem Denken der Zeit voraus sind. Das hat der Autor (ergänzt um eine rührselige Liebesgeschichte) gut eingefangen. Gut gefallen hat mir auch die zweiteilige Zeitebene. Insgesamt ist die Handlung gut aufgebaut. Allerdings weist die Geschichte doch erhebliche Längen auf was den Lesefluss gestört hat. Die sonst so gefühlvolle Erzählweise des Autors war mir hier etwas zu dick aufgetragen. Dadurch ist bei mir manchmal das Gefühl entstanden davon übersättigt zu sein.
Ähnlich empfunden habe ich bei den Protagonisten - die in meinen Augen deutlich überzeichnet waren. Die sonstigen Figuren waren eher blass und überwiegend "schwarz-weiss" dargestellt.
Insgesamt ein guter, aber letztendlich nicht vollständig überzeugender historischer Roman und für mich das schwächste Buch aus der Feder des Autors.
- Thomas de Padova
Das Weltgeheimnis
(13)Aktuelle Rezension von: Gulan„Nun aber, erfindungsreicher Galilei, preise ich deinen unermüdlichen Fleiß, wie er es verdient. Du hast alle deine Hemmungen beiseite geschoben, bist geradewegs darauf ausgegangen, deine Augen die Probe machen zu lassen, und hast, da nun durch deine Entdeckungen die Sonne der Wahrheit aufgegangen ist, alle jene Gespenster der Ungewissheit mit ihrer Mutter, der Nacht, vertrieben und durch die Tat gezeigt, was gemacht werden konnte. Unter der Kraft deines Beweises anerkenne ich die unglaubliche Feinheit der himmlischen Substanz.“ (S.81)Das Jahr 1609 ist ein herausragendes Jahr für die Wissenschaft und insbesondere für die Astronomie. In Venedig verbessert Galileo Galilei das kurz zuvor in den Niederlanden entwickelte Fernrohr, beobachtet den Mond, zeichnet die Mondgebirge und entdeckt kurze Zeit später die vier großen Jupitermonde. Zur gleichen Zeit veröffentlicht Johannes Kepler seine ersten beiden Planetengesetze in der „Neuen Astronomie“. Zwei Ausnahmewissenschaftler, die sich auf den Weg machen, das Weltbild zu verändern, aber auf so manche Widerstände stoßen. Zwei Wissenschaftler, die auch in einem Austausch miteinander stehen, die aber aufgrund ihrer unterschiedlichen Charaktere nie so richtig zusammenfinden.
Autor Thomas de Padova hat dieses Buch in drei Teile unterteilt. Er beginnt den ersten Teil mit dem Jahr 1609 und den bahnbrechenden Entdeckungen der beiden Wissenschaftler. Im zweiten Teil holt er die Lebensläufe der beiden nach und erzählt von ihrer Kindheit und Jugend und ihrem Werdegang als Wissenschaftler. Schließlich werden im letzten Teil die teilweise dramatischen Ereignisse rund um Galilei nach 1609 erzählt.
Wenn es um eine Neubestimmung der Grundbegriffe geht, sind die Erwartungen an wissenschaftliche Gipfeltreffen hoch. […]
So wenig Kepler zunächst einer solchen Aufforderung bedarf, so sehr geht Galilei einem wirklichen Dialog aus dem Weg. Lebt Kepler für die Wissenschaft, macht Galilei in seinen Briefen deutlich, dass er auch von der Forschung lebt und diese weniger als kooperative, denn als kompetitive Angelegenheit betrachtet. Ihre Kommunikation scheitert an ihrem unterschiedlichen Temperamenten, ihren individuellen Ambitionen und wissenschaftlichen Fragestellungen. (S.266)
Schon 1597, nachdem Kepler sein Erstlingswerk, „Das Weltgeheimnis“, veröffentlicht hat, kommt es zu einem ersten Briefwechsel zwischen den beiden Forschern. Dort versichern sich beide ihrer Anhängerschaft zum kopernikanischen Weltbild. Doch die Korrespondenz kommt ins Stocken. 12 Jahre später kommt es zur Wiederaufnahme der Briefwechsel, aber Keplers euphorische Begeisterung über Galileis Entdeckungen werden von diesem bestenfalls höflich beantwortet. Galilei will Karriere machen, wird Hofphilosoph der Medici und ist auch in Rom beim Papst hochangesehen. Kepler will den wissenschaftlichen Austausch, Galilei sieht sich eher in einem ständigen Wettbewerb. So überreizt er schließlich sein Blatt: Zunächst ergeht ein Dekret der Kirche gegen die Lehre des Kopernikus und 1633 wird er selbst von der Inquisition angeklagt.
Eine auch für Laien der Astronomie und Physik gut lesbare Doppelbiografie von Galilei und Kepler. Sehr interessant auch immer wieder die Einbettung in die damalige politischen Verhältnisse kurz vor und während des Dreißigjährigen Krieges.
- Bertolt Brecht
Leben des Galilei
(588)Aktuelle Rezension von: Karla_die_FreieDas Leben des Galilei wurde sehr interessant geschrieben. Das Buch habe ich in der Schule gelesen und es war auf gar keinen Fall langweilig.
- Anne Braun
Galilei und der erste Krieg der Sterne
(12)Aktuelle Rezension von: pardenDAS LEBEN UND WIRKEN GALILEO GALILEIS...
Seine Theorien brachten ein über Jahrhunderte festzementiertes Weltbild ins Wanken: Galileo Galilei behauptete im 17. Jahrhundert, die Sonne stünde im MIttelpunkt des Universums! Der berühmte Astronom und Mathematiker erzählt selbst humorvoll und spannend von seinem Leben und seinen Forschungen, seinen Fernrohren und den Planeten, von Inquisition und Verfolgung und seiner unerschütterlichen Überzeugung, die Wahrheit erkannt zu haben. Geschichtliche und wissenschaftliche Hintergründe werden separat beleuchtet. Eine spannende und informative Lektüre über einen der Wegbereiter der modernen Wissenschaften...
Dieses Buch ist Teil einer ganzen Serie über das Leben und Wirken berühmter Wissenschaftler. Diese Serie ist dazu gedacht, Jugendlichen einen Einstieg in die Naturwissenschaften zu erleichtern und bekannte Personen und deren Entdeckungen kennenzulernen. Empfohlen wird dieses Buch für Kinder ab 12 Jahren - als kurzweilige und informative Lektüre, kombiniert mit unterhaltsamen, comicartigen Zeichnungen.
Das Leben Galileo Galileis (1564-1642) wird hier kurzweilig und verständlich dargestellt, indem abwechselnd Galilei selbst zu Wort kommt und ein Erzähler Wesentliches zusammenfasst. Gelegentlich kommen auch andere Stimmen - Zeitgenossen des bis heute berühmten Mannes - zu Wort. Obwohl sein Vater von ihm verlangte, Medizin zu studieren um Arzt zu werden, merkte Galilei schnell, dass ihm die Mathematik deutlich mehr zusagte. Doch waren es seine Neugierde und sein Erfindungsreichtum, die ihn zu etwas Besonderem machte.Durch den geometrischen und militärischen Zirkel (hier wird dieser mit einem antiquarischen Computer verglichen) wurde er vermögend, so dass er weitere Forschungen betreiben konnte. Schließlich waren es das Teleskop und das Mikroskop, welche die Sicht des Forschers auf die Dinge veränderten. Mit dem von ihm erfundenen Teleskop konnte er die Sterne beobachten, und was er dort sah, ließ für ihn nur den Schluss zu, dass die gültige Lehre, dass die Erde der Mittelpunkt des Universums sei und die Sonne sowie die Planeten um die Erde kreisten, falsch sein müsse.
Eine gefährliche Theorie, die er dennoch nicht müde wurde zu verbreiten. Bis Rom, der Papst und die Inquisition ihm in den Weg traten und ihm derart drohten, dass er seiner Theorie letztlich wider besseren Wissens abschwor.
Entsprechend einem Kinderbuch wird hier vieles lediglich in aller Kürze dargestellt oder auch nur angerissen, weshalb Kinder hier vermutlich doch wohl punktuell die Erläuterung durch einen Erwachsenen benötigten, um einzelne Aspekte wirklich in einen umfassenden Zusammenhang bringen zu können.
Neben dem Einblick in das Leben und Wirken Galileo Galileis hat mir hier gefallen, dass die historische Verankerung des Zeitgeschehens des Astronoms und Mathematikers berücksichtigt wird. So wird auf wissenschaftliche Vorgänger bzw. Kollegen Galileis verwiesen, auf bedeutsame historische Ereignisse seiner Zeit, die sein Leben und Wirken beeinflussten, sowie auf die damaligen gesellschaftlichen Gegebenheiten.
Insgesamt ein gelungenes Werk von gerade einmal 112 Seiten, bei dem Wissensvermittlung ansprechend dargeboten wird.
© Parden




