Bücher mit dem Tag "gang"
74 Bücher
- Leigh Bardugo
Das Lied der Krähen
(1.700)Aktuelle Rezension von: FriekeInhalt
In Ketterdam, der pulsierenden Handelsstadt mit Hafen, hat sich Kaz Brekker von einem niemand zur gerissenen und skrupellosen rechten Hand eines Bandchefs hochgearbeitet. Als er eines Tages ein Jobangebot mit Gewinn in Millionenhöhe erhält, weiß er zwei Dinge: Mit diesem Reichtum wird er endlich rächen, was ihm in der Vergangenheit angetan wurde und er ist unmöglich allein dazu in der Lage diesen Auftrag zu erfüllen.
Mit einer Gruppe, bestehend aus fünf weiteren Gefährten, macht sich Kaz auf den Weg in den Norden. Die sechs sind hochgefährlich und professionell, wie kein anderer, doch keiner spielt mit offenen Karten. So auch Kaz nicht...
Meinung
Leigh Bardugo schaffte mit "Das Lied der Krähen" eine herausragendes Werk, das die Grenzen des Dagewesenen überschreitet. Der Leser wird von der düsteren Atmosphäre gepackt und in die mystische Welt hineingezogen. Es ist kein Ort, an dem man gerne leben möchte, doch fühlt man sich dank des bildhaften, flüssigen Schreibstils der Autorin geradezu magisch angezogen.
Die Geschichte in "Das Lied der Krähen" beschäftig sich nicht, wie so viele Werke, mit einer geradezu epischen Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse. Vielmehr betont es die Zwischentöne und die Intrigen, die für das Überleben in einer von Leid gezeichneten Welt vonnöten sind. Sie behandelt die ganz unterschiedlichen Motive, die Menschen zu den härtesten Dingen im Kampf um das Überleben und dem Wunsch nach Rache treiben.
Die Geschichte beginnt in Ketterdam, seines Zeichens Handelsstadt und geprägt von falscher Moral und Verrat. In der Stadt regiert das Geld und Moral kann nur dann berücksichtig werden, wenn es dem Zweck dient noch mehr Geld einzunehmen. Ketterdam ist dunkel, eng und schmutzig. Genau hier, in den dunkelsten Ecken treffen wir auf die Protagonisten, eine Gruppe junger Menschen, die neben dem Gesetz steht und von dem brillianten und gerissenen Kaz Brekker angeführt wird.
Leigh Bardugos präziser, packender Schreibstil lässt Ketterdam real werden und aufleben, die Verdorbenheit und Finsternis, die abschreckend sein sollte, zieht den Leser in ihren Bann. Es wirkt dunkel, gefährlich und doch faszinierend. Die Handlung ist rasant und und actionreich, die Dialoge humorvoll und unterschwellig sarkastisch und die Wendung halten den Leser bis zum Ende gefesselt.
Durch die verschiedenen Perspektiven gelingt es zu jedem der Figuren eine Bindung aufzubauen, man fiebert mit, ist enttäuscht, versteht auch möglicherweise fragwürdige Entscheidungen. Diese Einblicke machen die Gruppendynamik deutlich vielschichtiger, da ein jedes Mitglied eigene Motive hat, die sich nicht mit denen der anderen decken.
Der Kern des Romans ist ein scheinbar unmöglicher Raubzug, bei dem jedes Mitglied seine individuellen Stärken bis zuletzt ausspielen muss. Doch gleichzeitig ist der Raubzug nur ein kleiner Teil einer groß angelegten Verschwörung, deren Ausbrechen der Leser selbst verfolgen kann, da ein jedes Mitglied erst nach und nach seine Karten auf den Tisch legt.
Doch nicht nur diese intellektuelle Ebene macht den Roman so anziehend. Keine der Figuren entspricht einer typischen Heldenfigur. Sie sind zerrissene Menschen mit einer düsteren, gewaltvollen Vergangenheit, tiefgehenden Narben und gefährlichen Geheimnissen. Bardugo gelingt die meisterhafte Verknüpfung dieser vielschichtigen Figuren in einer Welt, in der Moral kein Richtwert ist und die Methoden für den Überlebenskampf schon lange nicht mehr ehrenhaft sind.
Das alles lässt die Figuren verletzlich und auf fast schmerzliche Art nahbar erscheinen. Die Vielseitigkeit wird noch durch die nicht sehr normativen Beziehungen der Figuren zueinander betont. Die traumatischen Erfahrungen und seelischen Narben führen zu komplizierten Beziehungsgeflechten, bei dem auf kurze Sicht kein Happy End möglich ist, wenn keine seelische Heilung stattfindet. Doch das so etwas nicht von jetzt auf gleich geschehen kann, zeigt das Buch und wird dadurch - einmal mehr - zu einer realitätsnahen Geschichte, die Themen wie Vertrauen und Vergebung untersucht und meisterhaft in den Handlungsstrang zu integrieren versteht.
Fazit
"Das Lied der Krähen" ist kein Roman, das den Kampf zwischen Gut und Böse stilisiert, sondern eine Geschichte über Macht, Verrat, Vertrauen und der Suche nach Vergebung. Das Setting ist eine gnadenlose Welt, die die Figuren auf die ein oder andere Art und Weise seelisch verstümmelt und hart gemacht hat. Die Charakterentwicklung ist tiefgründig, wie in selten einem Buch das ich gelesen habe. Die Geschichte saugt dich ein und lässt dich erst wieder los, wenn du sie komplett gelesen hast, und selbst dann verbleibt es in den Gedanken. Ein absolutes Muss für Fans des Fantasygenres.
- Leigh Bardugo
Das Gold der Krähen
(989)Aktuelle Rezension von: Linahsa„Wie haben sie das bloß wieder geschafft?“, war ein Gedanke, der mir immer wieder in den Kopf gekommen ist, während ich dieses Buch gelesen habe. Wenn man ein Abenteuer mit komplexen Charakteren sucht, ist dieses Buch sicher das richtige!
Fangen wir mit dem Schreibstil an. Er war sehr ansprechend, durchgehend stimmig und hat eine passende Atmosphäre geschaffen, die perfekt zur düsteren, spannungsgeladenen Welt des Buches passt.
Beim Lesen hatte ich ständig das Gefühl, die Autorin – oder vielmehr die Charaktere – seien einem immer einen Schritt voraus. Die Handlung war nie vorhersehbar, und man wurde immer wieder aufs Neue überrascht. Ich liebe einfach das Gefühl zu haben, auf jeder Seite wartet eine Überraschung - ein echtes Abenteuer also!
Dabei war die Geschichte in jedem Moment glaubhaft, die Handlungen der Figuren stets nachvollziehbar, und der gesamte Plot wirkte hervorragend durchdacht.
Die Figuren in dem Buch haben mich vor allem begeistert. Sie wirkten authentisch und auf ihre eigene Weise sympathisch. Jeder hatte seine individuellen Stärken und Schwächen, eine Geschichte, eine Vergangenheit, die ihn oder sie geprägt, geformt oder sogar gequält hat.
Man hat das Gefühl bekommen, dass die Figuren nicht nur eine gemeinsame schwer zu meisternde Mission hatten, die sie alle vereinte - sie hatten auch eine persönliche, teils geheime Herausforderung, die sie meistern mussten. Dementsprechend waren viele tolle Charakterentwicklungen dabei!Das Einzige, was mir ein wenig gefehlt hat, war ein wenig Romantik - aber auch nur ein kleines bisschen. Ich fand es zwar sehr angenehm, dass es weder explizite Szenen noch übertrieben, wenig glaubhafte Liebesbekundungen gab. Die romantischen Momente blieben dezent und zwischen den Zeilen, was gut zur Geschichte gepasst hat. Ein Hauch mehr hätte mich trotzdem gefreut.
Letztendlich ändert es aber nichts daran, dass mir dieses Buch sehr gefallen hat und der Plot und der Schreibstil wirklich grandios waren.Insgesamt also eine eindeutige Empfehlung.
Sternebewertung:
Plot: 5/5
Originalität der Geschichte: 5/5
Charaktere und ihre Entwicklung: 10/5
Schreibstil: 4/5
Gesamtwertung: 5/5 - Leigh Bardugo
Six of Crows: Collector's Edition: Book 1
(232)Aktuelle Rezension von: StoriesToBeRemembered4.5⭐️
Ich weiß, dass ich etwas (sehr) spät dran bin, aber ich habe es endlich geschafft, sowohl Six of Crows als auch Crooked Kingdom zu lesen und ich bin absolut begeistert.
Das erste Buch beginnt mit einem Job, der alles andere als einfach zu sein scheint - wer wäre also besser dafür geeignet, als Kaz und seine Crew? Die Krähen begeben sich auf eine Mission, bei der es um Leben und Tod geht, um in einen der am besten bewachten Orte der Welt einzubrechen und jemandem zur Flucht zu verhelfen. Was könnte da schon schiefgehen? Nun... alles, aber wenn die Chancen schlecht stehen, ändert man einfach das Spiel, nicht wahr? Und genau das haben sie getan! Zu lesen, wie die Krähen einen Coup durchziehen, den alle anderen (und manchmal sogar sie selbst) für unmöglich hielten, war absolut unglaublich. Beim lesen habe ich gar keine andere Wahl gehabt, als mitzufiebern.
Obwohl ich normalerweise kein großer Fan von zu vielen POVs bin, hat es bei diesem Buch gut funktioniert. Jede einzelne von ihnen hat dazu beigetragen, das Puzzle zusammenzusetzen. Dieses Buch war die Definition von "Just one more Chapter..", weil die Kapitel so häufig mit einem Cliffhanger endeten, das ich gar nicht anders konnte, als durch die Seiten zu fliegen. Die Atmosphäre war fantastisch und man konnte förmlich spüren, wie die Spannung in der Luft knisterte.
Die Krähen sind eine Familie, und jeder Einzelne von ihnen ist auf seine Weise ein liebenswerter Charakter. Ich fand es toll zu sehen, wie sich die Beziehungen zwischen ihnen entwickelt haben. Obwohl jeder Einzelne von ihnen Schwächen hat und mit seinen persönlichen Dämonen zu kämpfen hat, versuchen sie, sich und einander zu helfen. Ich mochte ihre Verbundenheit sehr, und auch wenn Kaz jeden glauben lassen möchte, dass es nur ein Job ist, wissen wir alle, dass es mehr als das ist. Sie werden sich immer gegenseitig den Rücken stärken und für einander da sein. Nachdem ich fertig war, wusste ich, dass ich mir sofort das nächste Buch schnappen musste!
- Anne Lück
Silver & Poison: Das Elixier der Lügen
(428)Aktuelle Rezension von: toja1911Dieses Buch überzeugt auf ganzer Linie. Die Geschichte ist durchgehend spannend und hält das Tempo konstant hoch. Die Charaktere sind vielschichtig, glaubwürdig und wachsen einem schnell ans Herz. Zusammen mit der tollen, gut durchdachten Storyline ergibt sich ein Leseerlebnis, das von Anfang bis Ende fesselt. Absolute 5-Sterne-Empfehlung!
- Simone Elkeles
Du oder das ganze Leben
(1.427)Aktuelle Rezension von: MelBooksIch hab die Originalausgabe aus 2011 gelesen und unter anderem solche tollen Zitate gefunden:
'Sie hält mich für einen zugedröhnten Drogi'
Daher hoffe ich mal, dass die Neuauflage etwas mehr im jetzt angekommen ist. Und Mal ehrlich, wer hat sowas um die 2010er tatsächlich gesagt? 😅
Kurz zur Story: Reiches Mädchen soll mit Gang-Mitglied im Chemieunterricht Zusammenarbeiten. Er geht eine Wette ein, sie rumzukriegen, lernt sie näher kennen und verliebt sich widerwillig.
Sie, von außen perfekt: perfekter Freund, perfekte Familie, perfektes Leben. In Wahrheit jedoch mit einer zerrütteten Familie und dem Druck perfekt zu sein. Er, aus einer armen Gegend, 'Mann' in der Familie, Motorradfahrer und naja, Gang-Mitglied.
Unterschiede ziehen sich an und Probleme sind vorprogrammiert ♥️
Ich hab's sehr gern gelesen, auch wenn es nicht so gut gealtert ist 😊
- Simone Elkeles
Du oder der Rest der Welt
(822)Aktuelle Rezension von: luckytimmiDer 17jährige Carlos soll von Mexiko nach Colorado zu seinem älteren Bruder ziehen, um dort seinen Schulabschluss zu machen und dem eher armen und kriminellen Leben dort zu entkommen. Als Neuling an der Schule bekommt er einen sogenannten Buddy, der ihm in der 1. Schulwoche helfen und alles zeigen soll. Dieser Buddy ist Kiara, die der machohafte Carlos alles andere als sexy findet. Nachdem ihm Drogen untergeschmuggelt worden sind, bekommt er die Chance, nicht in den Knast zu wandern, ausgerechnet von Kiaras Vater, der Professor am College ist. Carlos muss nun bei Kiaras Familie wohnen, und nun sehen sich Kiara und Carlos nicht nur in der Schule...
Die Charaktere im Buch haben mir alle gut gefallen, Kiara, die etwas Schüchterne, ihr kleiner Bruder Brandon oder Alex, der mittlerweile vernünftige Bruder von Carlos. Auch Carlos hatte trotz seines Machogehabes etwas Sympathisches, worüber ich immer wieder schmunzeln musste.
Die Kapitel ist abwechselnd aus Kiaras bzw Carlos' Sicht geschrieben.
Der Schluss war vorherzusehen und ein bisschen sehr Friede-Freude-Eierkuchen (vor allem der Epilog), aber das Buch hat mich berührt, gefesselt und bestens unterhalten.
Dies ist Band 2 einer Trilogie, aber ich denke, auch ohne Band 1 zu kennen, kann man das Buch lesen (ich kenne Band 1 übrigens nicht).
Für junge Leserinnen und Junggebliebene (wie ich 😏) sehr empfohlen. - Anthony Burgess
Clockwork Orange
(366)Aktuelle Rezension von: StolliWie schon bei "Einer flog übers Kuckucksnest" ist es auch ewig her, dass ich den Film gesehen habe und nun her mit Uhrwerk Orange (im Original Clockwork Orange) von Anthony Burgess.
Die Brutalität von Alex und seinen Freunden aus purer Langeweile ist teilweise verstörend, die Jugendsprache macht das Verstehen nicht immer einfach.
Nach dem Verrat seiner "Freunde" nimmt Alex ohne großes Nachdenken die Anwendung der neuen Methode an um zu einem Gutmenschen zu werden ohne sich als Person zu ändern, der Versuch geht gründlich schief und Alex erlebt nach der Entlassung brutale Schmerzen in persönlicher Hinsicht.
Letztendlich erkennt er, dass nur er etwas ändern kann und nicht die aufgezwungenen Änderungen von außen.
Sowohl das Buch als auch der Film sind absolut lohnenswert.
- C.J. Tudor
Der Kreidemann
(348)Aktuelle Rezension von: EsaDas war mein zweites Tudor Buch und ich glaube sie wird eine meiner Lieblingsautorinnen.
Der Kreidemann spielt in einer kleinen englischen Stadt. Es dreht sich um einen Jungen und seine Freundesgruppe, die nach und nach immer mehr unheimliche und brutale Dinge erleben.
Es gibt Todesfälle, Morde und Vandalismus. Nebenbei tauchen merkwürdige Kreidemännchen auf, die den Kindern Botschaften vermitteln.
Wer steckt dahinter? Geht ein Mörder um? Wer von den Erwachsenen hat alles Geheimnisse?
Die Handlung springt zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her. In der Gegenwart ist der Protagonist bereits erwachsen und lebt sein Leben, bis plötzlich Personen anfangen, in der Vergangenheit zu wühlen.
Die Geschichte war spannend. Es gab so viele Geheimnisse. Die Darstellungen der Kinder, ihre Macken, die Art wie sie miteinander reden und ihre Umgebung wahrnehmen, war sehr realistisch geschrieben.
Es gibt so viele versteckte Hinweise und plötzliche Wendungen in der Geschichte. Ich war von Anfang bis Ende gespannt, was als nächstes kommen wird.
Eine absolute Buchempfehlung. Ich freue mich schon so sehr darauf, mein nächstes Tudor Buch zu lesen.
- Amo Jones
Silver Swan - Elite Kings Club
(226)Aktuelle Rezension von: fredhelMit einem wunderschönen Cover lockt der erste Teil der Silver Elite Dilogie.
Wren hat zeitlebens gelernt, unter dem Radar zu leben. In ihrer Welt werden telepathisch begabte Menschen gejagt, eingesperrt oder getötet. Und Wren gehört zu den Begabtesten. Keiner darf es je erfahren. Als sie in den Wehrdienst gezwungen wird, ist die Aufrechterhaltung ihrer Tarnung extrem schwierig.
Insgesamt ist die Handlung sehr spannend erzählt, vor allem gibt es einige äußerst interessante Nebencharaktere, von denen man gern mehr gelesen hätte. Leider nehmen die spicy Szenen allmählich überhand. Doch es scheint mittlerweile keine Romantasy-Romane mehr zu geben ohne weibliche Hauptfiguren, die schon beim Anblick von Muskeln unter einem Hemd oder einer nackten Männerbrust in extreme Ekstase geraten. Das ist schade, denn es wirkt einfach nur billig. Wer so etwas mag, oder es schafft, solche Szenen querzulesen, kann Wren durch ihre spannenden Prüfungen begleiten und erlebt ein Finale, das so nicht vorauszusehen war. Mit diesen Einschränkungen kommt von mir eine klare Leseempfehlung.
- Simone Elkeles
Du oder die große Liebe
(662)Aktuelle Rezension von: Between_beautiful_words_Bei Du oder die große Liebe handelt es sich um den finalen Band der Du oder Reihe🥰 Auch diesen habe ich bereits zum zweiten Mal gelesen, da mich die Reihe als Jugendliche sehr gepackt hat.
Auch beim zweiten Mal lesen gefiel mir die Geschichte sehr gut. Luis und Nikki. Beide sehr unterschiedlich und das trotz ähnlicher Herkunft, wie sich im Laufe des Buches herausstellt.
Luis scheint der verantwortungsbewussteste Bruder der Fuentes zu sein, doch auch dieser hat es richtig hinter den Ohren. Ich mochte die Mischung aus Intelligenz, Nettigkeit und dennoch bestimmendem und leidenschaftlichen Verhalten sehr.
Auch Nikki war mir sehr sympathisch; auch sie ist sehr lieb, weiß aber, wo sie hinmöchte und ich konnte ihre Gedanken und Handlungen gut nachvollziehen.
Super gefiel mir das Einbringen der Nebencharaktere. Ms P als für mich wichtige Person.. und auch von den anderen Brüdern bekommen wir wieder einiges nochmal mit🙈
Generell finde ich den Verlauf der Geschichte gut gelungen; zu Beginn haben wir einen Zeitsprung, der jedoch für die Beziehung der beiden auch eine tragende Rolle spielt. Für mich ging die Handlung in richtigen Tempo voran und ich finde für eine HighSchool Romance werden die Charaktere und deren Handeln sehr authentisch beschrieben.
Vor allem das Ende hatte eine sehr unvorhersehbare Wendung, die mich trotz Reread gepackt und schockiert hat… Spannend war es durch diese neue Information defintiv und auch der Umgang damit ist in meinen Augen gut gelungen. Zwar kamen die verständlichen Emotionen und Gedanken bei Luis zum Vorschein, doch es wurde kein übertriebenes Drama daraus gemacht und die Endsituation diesbezüglich ging mir sehr ans Herz. 🥰
Der Schreibstil ist sehr dynamisch, locker und bringt durch das Einbringen spanischer Wörter genau das richtige Flair beim Lesen.
Für mich ist dieser Teil zwar der schwächste der Reihe, doch ich liebe einfach die mexikanischen Vibes der Familie Fuentes und finde, dass es sehr schöne Young Adult Geschichten sind🥰
- T. M. Frazier
Preppy - Er wird dich verraten
(103)Aktuelle Rezension von: ShiniahOMG! Ich war sauer, Ich habe geflucht, ich habe herzhaft gelacht, so das mir die Tränen kamen und mir kamen die Tränen, weil es alles ein Scheiß war! (mit den Worten der Jungs)
Aber ein guter "Scheiß"!!
Die komplette Reihe hat mir einiges an Emotionen abverlangt.
Preppy. Ein gebrochener Mann, ein Mann der so viel aushalten musste und Dre, die ihn versucht zu heilen mit ihrer ganzen Liebe.
Und ich bin wahnsinnig traurig dass nur noch 1 Hörbuch da ist. Alle Protagonisten habe ich so sehr in mein Herz geschlossen. Ich möchte nicht dass es auf aufhört. Ich bin in King, Bear und vor allem in Preppy dem kleinen Clown absolut verliebt! Ich liebe auch Ray, Thia und Dre, weil alle absolut starke Frauen sind.
Ich höre die Hörbücher und Martin Bross und Corina Dorenkamp, sind die perfekten Vorleser. Omg ich möchte das die Reihe weiter geht!!!!
- C.J. Tudor
Lieblingskind
(192)Aktuelle Rezension von: Perse- Details:
Ausgabe: Taschenbuch/eBook
Originaltitel: The Taking of Annie Thorne
Erscheinungsdatum: 15.07.2019
Verlag: Goldmann
Genre: Thriller
Seitenanzahl: 430/314
- Inhalt:
Joe tritt seinen neuen Job als Lehrer in seinem alten Heimatort an. Er verbindet damit keine guten Erinnerungen und er ist auch nur zurückgekommen, um etwas zu Ende zu bringen...
- Wie das Buch zu mir gefunden hat:
Das Buch hat mir eine ehemalige Kollegin 2019/20 geschenkt. Im Gespräch hat sie von mir erfahren, dass ich gerne Lese und ein großer Stephen King - Fan bin. Da meinte sie zu mir, dass sie da ein Buch hätte, mit dem sie so gar nicht warm wird. Und so kam das Buch zu mir...
- Meinung:
Beim durchschauen/aussortieren von meinen Büchern, ist mir dieses wieder in die Hände gefallen. Ich bin sehr froh darüber, denn ich habe es sehr gerne gelesen. Es ist eine gute Geschichte, die Geheimnisse und mehrere kleine Twists enthält. Was mir besonders gefallen hat, war der subtile Horror und der tolle Humor des Hauptprotagonisten.
- Fazit:
Ich mag das Buch sehr gerne und könnte mir vorstellen, auch weitere Werke der Autorin zu lesen
- Empfehlung:
Für alle, die Fans von Stephen King sind und/oder subtilen Horror mögen.
Eine Kauf- und Leseempfehlung von mir!
- Lieblingszitate:
"Gebrochene Herzen heilen nicht. Die Zeit nimmt bloß die Trümmer und zermahlt sie zu Staub."
Kapitel 6 - Seite 64
"Wenn Zeitungen der Ort sind, wo aus Tatsachen Geschichten werden, ist das Internet der Ort, wo aus Geschichten Verschwörungstheorien werden."
Kapitel 6 - Seite 66
"Zu schweigen davon, dass ich nur in Vierteln suchen könnte, in die nicht mal Batman nachts einen Fuß setzen würde."
Kapitel 6 - Seite 70
"Nicht mein Publikum."
Kapitel 7 - Seite 80
"»Was ist eine Katastrophe?« »Diese Klasse.«"
Kapitel 8 - Seite 86
"Das Selbst ist nur ein Konstrukt."
Kapitel 9 - Seite 103
"Ich liebe es, wenn Leute mir Dinge erzählen, die ich schon weiß."
Kapitel 9 - Seite 107
"Oder es versucht bloß etwas zu beschleunigen, das sowieso passieren wird."
Kapitel 10 - Seite 120
"Die schlechten hingegen - Scham und Schuldgefühle - bleiben wie Parasiten. Und fressen einen leise von innen auf."
Kapitel 13 - Seite 145
"Manchmal denke ich, man altert nicht mit dem vergehen der Jahre, sondern mit dem Verschwinden der Menschen und Dinge, die man liebt."
Kapitel 15 - Seite 163
"Das ist das Dumme am Leben. Es sagt einem vorher nicht Bescheid."
Kapitel 19 - Seite 212
"»Ich denke gerade, Geschichte hat die üble Angewohnheit, sich zu wiederholen«"
Kapitel 25 - Seite 291
"»Im Innern sind wir alle noch Kinder. Dieselben Ängste, dieselben Freuden. Wir werden nur größer, und besser darin, Dinge zu verbergen.«"
Kapitel 27 - Seite 304
"Die Spanne zwischen Ewigkeit und Augenblick."
Kapitel 31 - Seite 350
"Das nächste Mal probiere ich es mit Unglück - der Scheiß soll ja ewig halten."
Kapitel 32 - Seite 355
- Ginger Scott
Lips Don't Lie
(159)Aktuelle Rezension von: Freia2! Kleine Spoiler !
Ich weiß echt nicht warum ich so lange gebraucht habe um dieses Buch anzufangen. Ich liebe den Vibe und die Charaktere. Riley war mir mega sympathisch. Sie ist ein sehr sturer und dickköpfiger Charakter. Manchmal hätte ich mir echt gewünscht das sie auf die Menschen in ihrem Umfeld gehört hätte, aber dann wäre die Story nicht so geworden wie sie geworden ist. Tristan hat eine extreme Charakterentwicklung durchgemacht und dich fand es sehr schön und spanned ihn dabei zu begleiten. Er war mir auch sehr sympathisch. Ich finde die beiden passen einfach perfekt zusammen. Hinten raus ging mir aber alles irgendwie einbisschen zu schnell und dich hätte mir ein eindeutigeres Happy End gewünscht. Also das die beiden zusammen ziehen oder sowas im die Richtung. Riley und Tristan haben so viel durchgemacht, da hätte ich mir es einfach gewünscht.
Der Schreibstyle ließ sich sehr flüssig und hat für eine angenehme Atmosphäre gesorgt. Die Geschichte der beiden fand ich sehr schön zu lesen und war sehr traurig als die Geschichte zu Ende war. Nur leider hatte ich am Anfang meine Probleme. Man wurde einfach in die Story reingeworfen und dann mit Informationen überschüttet. Die Grundidee und deren Umsetzung hat mir aber sehr gut gefallen ebenso wie der Spannungsaufgabau. Es war durchgehend spannend und ich konnte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. So kam es auch das ich überall und immer in meiner Freizeit mit diesem Buch dasaß und weitergelesen habe.
FAZIT:
Lips don't lie ist ein spannendes Buch mit sehr sympathischen Charakteren und einem schönen Vibe. Perfekt für zwischendurch, aber leider mit ein paar kleinen Schwächen.
- M. O'Keefe
Broken Darkness: So vollkommen
(124)Aktuelle Rezension von: Tine04Am Anfang habe ich gedacht ich bin im falschen Film. Es startet Mitten in der Geschichte. Hab erst danach gelesen, dass es der zweite Band aus einer Reihe ist. Mein Reminder: Vorher googeln, welches Band einer Reihe es ist. Als ich in die Geschichte gekommen war, war sie sehr interessant. Es ist recht viel Gewalt in der Geschichte.
- Dennis Lehane
Shutter Island
(288)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderZwei Marshalls kommen nach Shutter Island. Hier soll eine Gefangene Kindsmörderin entflohen sein. Die Insel hat drei große Trakte, wo die psychisch Kranken untergebracht sind. Die Marshalls suchen nach Wahrheit und Hintergründen und alles ist irgendwie seltsam hier. Edward hat immer wieder Alpträume von früher. Seine tote Frau taucht auf und seine Vergangenheit beim Einsatz in den Konzentrationslagern. Er schreckt dann immer aus dem Schlaf auf und irgendwas scheint hier vor sich zu gehen auf der Insel, denn es verschwimmt alles vor seinen Augen und in seinem Kopf und die Migräne wird schlimmer. Aber dann steht Edward vor einem Mann aus seiner Vergangenheit und kommt ins straucheln. Was ist wahr? Wer lügt? Wo gehört er wirklich hin? Der Roman von Dennis Lehane ist eine Wucht und überrascht immer wieder. Die vielen Wendungen, das Legen von Fährten und das eröffnen von sogenannten Wahrheiten, bringt uns Leser auch fast um den Verstand. Es ist wie ein Sog und man kommt von der Insel einfach nicht mehr runter.
- Morton Rhue
Ghetto Kidz (Englisch)
(92)Aktuelle Rezension von: j125Inhalt:
Kalon wächst in einem amerikanischen Ghetto auf, das von den verschiedenen Gangs beherrscht wird. Er selbst will sich keiner Gang anschließen und sich lieber aus allem raushalten. Aber manchmal scheint die Lage aussichtslos zu sein und man wirft alle Prinzipien über Bord.
Meine Meinung:
Morton Rhue nimmt den Leser immer mit in eine Welt, die so weit entfernt zu sein scheint, die aber eigentlich direkt um die nächste Ecke liegt. So beschreibt er in Ghetto Kidz das Leben in einem amerikanischen Ghetto.
Zu Beginn der Geschichte ist Kalon gerade 12 Jahre alt, am Ende ist er 17. Für Kalon ist es Alltag sich auf den Boden zu werfen, wenn er Schüsse hört und Leichen hat er auch schon einige gesehen. Seine Mutter wurde auf offener Straße erschossen. Sein Leben ist hart und dennoch hält er an dem Grundsatz fest in keine Gang eintreten zu wollen. Als Leser wünscht man ihm einen Ausweg, eine Fluchtmöglichkeit aus diesem Teil der Stadt, denn eigentlich ist er ganz nett und ziemlich gut in der Schule. Aber ich konnte die ganze Zeit keinen richtigen Zugang zu ihm finden. Ich hätte ihm diesen Ausweg gewünscht, weil kein Kind so aufwachsen sollt wie Kalon, aber nicht um seiner selbst willen. Er war mir einfach nicht nah und erst ganz am Ende tat er mir leid.
Die Handlung hat mir gut gefallen. Die Brutalität des Ghettos, die Verzweiflung, diese Machtlosigkeit kommt sehr gut rüber. Man merkt sehr schnell, dass das Ghetto nach einem eigenständigen System funktioniert und mit der Welt da draußen nichts gemeinsam hat. Wenn man einmal in dem Kreislauf drin ist, einmal dort landet, dann kommt nur schwer wieder raus.
Ich schätze an dem Autor sehr, dass er dem Leser auf so wenigen Seiten massenhaft Informationen bietet. Einerseits durch den Inhalt der Geschichte, aber auch durch ein umfassendes Nachwort und/oder Interview. Hier hat mir das ein bisschen gefehlt. Es gibt zwar vor jedem Abschnitt eine kurze Statistik zur Erläuterung und auch ein Nachwort ist vorhanden, aber ich empfand es als nicht so informativ wie gewohnt. Außerdem hätte ich gern etwas mehr über das Ghetto erfahren. Vor allem wo es sich genau befindet. Zuerst hatte ich immer Afrika im Kopf, aber es ist natürlich mein Fehler bei schwarzen Menschen (der Term wird im Buch verwendet, daher ich übernehme ich ihn) gleich an Afrika zu denken. Allerdings hatte ich auch das Gefühl irgendwo gelesen zu haben, dass Buch spielt in Südafrika. Jedenfalls erschien mir das Ghetto als völlig losgelöst von einem Land oder Kontinent, was ich ein bisschen Schade finde.
Fazit:
Für mich ist es bisher leider das schwächste Buch von Morton Rhue, da ich mit Kalon nicht warm geworden bin. Dennoch ist das Buch wieder informativ und spricht ein wichtiges Thema an. - Tony Parsons
Wer Furcht sät
(164)Aktuelle Rezension von: beereadytoreadWas braucht es, damit aus Täter:innen Held:innen werden? Wann überlagert das Verlangen nach Vergeltung alles andere?
In „Wer Furcht sät“ muss sich Detective Max Wolfe einem Fall stellen, der auf viele Arten herausfordernd ist: Ein Kollektiv, der Club der Henker, jagt in London diejenigen, die dem Recht entkommen sind und führt sie der von ihnen als gerecht angesehenen Strafe zu: Tod durch Erhängen. Auf die Mithilfe der Öffentlichkeit kann sich Max nicht verlassen, denn durch die Vergangenheit der Opfer und der zuvor ausgebliebenen Gerechtigkeit erfährt der Club der Henker und dessen Lynchjustiz großen Zuspruch. Während ihn die Spurensuche durch längst vergessene Orte führt, muss er schließlich am eigenen Leib erfahren, wie schmal der Grat zwischen Unschuld und Schuld ist…
Max ist grundsätzlich ein recht typischer Ermittler: Gebeutelt vom Leben und mit einem Bein in der Vergangenheit. Daher fand ich den Versuch einen Anker im „Jetzt“ einzubauen (er ist alleinerziehender Vater) recht geschickt.
Thematisch war der Fall sehr spannend und auch die zwischenmenschlichen Konflikte kamen mir überwiegend authentisch vor – abgesehen von der kurzen Episode zum Anbandeln mit einer am Fall beteiligten Person, das war für mich höchst eigenartig zu lesen.
Dafür waren die historischen Exkurse zu z. B. unterirdischen Flüssen, stillgelegten Bahnhöfen und einem berüchtigten Henker ausgesprochen interessant. Diese Bezüge haben den Krimi für mich merklich aufgewertet und zur unheilvollen Atmosphäre beigetragen.
Einige Szenen waren zwar etwas wunderlich (z. B. die inneren Zerwürfnisse über die potentielle Kastration seines Hundes und dessen mögliche Gedanken hierzu), aber grundsätzlich habe ich „Wer Furcht sät“ als gelungene Zuglektüre empfunden.
(Das Buch ist der dritte Teil einer Reihe, was mir erst im Nachgang aufgefallen ist. Inzwischen habe ich den Auftakt ebenfalls gelesen: Man verpasst nichts.)
- Sarah J. Maas
Catwoman: Soulstealer - Gefährliches Spiel
(149)Aktuelle Rezension von: i1arieIch kenne viele Bücher von SJM aber Catwoman war mir wirklich nicht bekannt, bis ich es entdeckt hatte. Also habe ich das Buch tatsächlich ohne Erwartungen gelesen. Ich hatte vorweg bedenken, ob ich die DC Welt in Buchform mögen würde aber es war unglaublich.
Ich kenne tatsächlich die Serie Arrow, daher war das hier ein tolles Wiedersehen mit den anderen Assasinen aus der Liga. Auch über die zwei weiblichen Begleiterinnen habe ich mich sehr gefreut.
Selina aka Holly will nur ihre Schwester Maggie retten und ist bereit alles dafür zu tun. Sogar zur Liga zu gehen. Später kehrt sie nach Gotham zurück und trifft natürlich auf Batmans Helfer.
Die Spannung ist wirklich greifbar und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Ich habe die Parallelen zur Serie geliebt und dementsprechend auch die Handlung.
SJM ist ein Talent für sich. Ich liebe alles was sie schreibt. Hier muss man betonen, es ist keine Reihe also kann ihr Buch auch als Stand Alone gelesen werden. Für mich war es perfekt so, ich brauchte die Bücher der anderen Autoren nicht.
Ich kann das Buch wirklich nur empfehlen. Es ist natürlich nicht ToG oder ACOTAR aber es ist wirklich ein sehr gutes Buch von SJM
- T. M. Frazier
Lawless
(134)Aktuelle Rezension von: ZahirahT. M. Frazier weiß, was sie ihrer Leserschaft schuldig ist. Auch im 3. Teil der King-Reihe ist ihr wieder ein toller Bad-Romance-Roman gelungen. Bear ist ein Typ, der mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen hat. Doch in dem Moment als Thia seine Hilfe braucht ist er zur Stelle. Ich habe die Art und Weise, wie diese Geschichte erzählt wird echt genossen. Sowohl Bear als auch Thia haben einen komplizierten Background, doch wie das alles miteinander verwoben wurde, sowie die Einbindung all der „alten Bekannten“ aus den Vorgängerbänden, war wirklich super gemacht. Und die Liebesgeschichte entwickelt sich langsam aber intensiv, was mir gut gefallen hat.
Für mich ein weiterer absolut toller Band dieser Reihe - rasant, sexy, herzzerreißend und ein bisschen schockierend. Auch der Schreib- und Erzählstil ist dem Milieu, in dem die Story angesiedelt, angemessen. Ich kann nur sagen – LESEN. Von mir gibt es wieder 5 von 5 Sterne.
- M. O'Keefe
Broken Darkness: So gefährlich
(75)Aktuelle Rezension von: LadyMuffinchenJoan möchte ihre jüngere Schwester Jennifer aus den Klauen einer Sekte befreien. Um ihren Standort zu erfahren verübt sie einen Anschlag auf den Anführer des Kults. Leider geht dieser etwas in die Hose und anstatt den Aufenthalt von Jennifer zu erfahren, verschwindet der Anführer. Doch der Präsident des mit ihm im Zusammenhang stehenden Motorrad Clubs leigt bewusstlos und verletzt dort. Kurzentschlossen entführt Joan diesen in der Hoffnung eine Verbindung zu finden. Doch es ist gar nicht so einfach einen Präsident eines MC zu händeln. Dumm auch, wenn er so heiß ist und man auf einmal Gefühle entwickelt, die man nicht für seine Entführungsopfer hegen sollte...
Es handelt sich um Band drei der 'Broken Darkness' Reihe. Diesen kann man prinzipiell unabhängig von den anderen beiden Teilen lesen. Allerdings finde ich schon, dass es in der richtigen Reihenfolge mehr Sinn ergibt, da man so die Hintergründe von Max Leben viel besser nachvollziehen kann. Auch das, was Joan angeht, wird nochmal anders beleuchtet und gibt der Story etwas mehr Background. Zumal schließt Band drei direkt an Band zwei an.
Die beiden Protagonisten Joan und Max erzählen jeweils und stellenweise abwechselnd die Story aus ihrer Perspektive. So erhält man die Chance bei Max in den Kopf eines Präsident des MC zu schauen. Da laufen insbesondere viele gewalttätige Szenen ab, viel aufgestaute Wut und Unverständnis. Doch gleichzeitig ist seine innere Zerrissenheit erkennbar. Er will eigentlich aussteigen und hat dies bereits einmal getan, doch er kennt nichts anderes, als das Leben im MC. So kehren seine Gedanken fast immer dahin zurück. Dann verfällt er Joan außerdem immer ein Stück mehr. Seine Gefühle ändern sich relativ schnell, wobei er einfach viel von sich in ihr wiedererkennt. Daher nicht unbedingt überraschend.
Joan ist ebenfalls bereits bekannt. Es überraschte mich gar nicht, dass sie viel lügt und sich versteckt oder zurückzieht, wenn es ernst oder echt wird. Sie faked nicht nur ihre Identität, stets mit dem Gedanken andere zu schützen. Dabei ist sie klüger, als sie sich selbst eingestehen will und so empathisch, dass es fast weh tut. Das zeigt Joan am besten im erotischen Bereich, einfach, weil dies ihre Sprache ist.
Die Handlung war ok. Der Start ins Buch war actionreich und gerade Joan ließ nichts anbrennen, dann jedoch wurde es zäh. Die Entführung und das anfängliche Geplänkel hat sich keiner Meinung nach zu sehr gezogen. Auch, wenn die Thematik nicht allein auf der Erotik und der Beziehung zwischen den beiden lag, sondern vielmehr auf der Vergangenheit, Problemen und Ängsten sowie der Entwicklung der Charaktere. Sodann wurde auch das eine Hauptproblem mit dem MC eher schnell und schmerzlos beseitigt. Rabbit ist tot, der Rest im Knast oder nutzlos. Das war mir etwas zu einfach. Ebenso die Bekehrung von Max, es war mir insgesamt etwas zu leicht. Zum Ende hin ging die Spannung nochmal in die heiße Phase, aber auch dies hat sich leider nur kurz gehalten, das Ende war dann zu schnell da.
Hinsichtlich des Schreibstils kann ich nur sagen, dass dieser recht leicht gehalten ist und man flüssig durch die Seiten pflügen kann. Hätte ich die Zeit gehabt, hätte ich das Buch locker in einem durchlesen können.
Insgesamt finde ich die Geschichte um Joan und Max ganz gut. Sie hat viel Spice, dazu Tiefe und doch hat mir einfach etwas gefehlt. Insbesondere die Story hätte einfach noch mehr bieten können, dennoch kann ich das Buch guten Gewissens weiterempfehlen 💣
- Jennifer Benkau
Wenn wir fallen
(59)Aktuelle Rezension von: Bethany_beDas Buch punktet durch die Charaktere. Ich habe Liz sofort ins Herz schließen können. Sie ist ein liebenswertes, cleveres Mädchen, das im Roman eine tolle, realistische Entwicklung durchmacht.
Mit Louis musste ich erst einmal warmwerden. Er war etwas undurchschaubar für mich und nicht greifbar. Das wurde im Laufe des Buches jedoch immer besser. Die Chemie der beiden, der jungen ersten Liebe, hat mir sehr gefallen. Insgesamt hat mich das Buch aufgrund der Authentizität der Beziehung begeistern können. Auch der Schreibstil ist toll: flüssig, leicht verständlich und so, dass man in die Geschichte eintauchen kann.
Was mich jedoch gestört hat, war das offene Ende. Was passiert mit den beiden? Was hatte es mit den Träumen von Liz auf sich? Wieso hat sie von ihm geträumt, er aber nicht von ihr? Gerne hätte ich diese Fragen noch in einem Epilog beantwortet bekommen.
Insgesamt hat mir das Buch jedoch sehr gefallen:)
- Samantha Shannon
The Bone Season - Die Träumerin
(277)Aktuelle Rezension von: FrankeyDie 19-jährige Paige Mahoney ist eine Traumwandlerin, das bedeutet das sie in die Traumlandschaften anderer eindringen kann. Nur dumm das in Scion London, wo sie lebt, alles was mit Übersinnlichem zu tun hat strengsten verboten ist. So ist Paige gezwungen sich dem Londoner Syndikat anzuschließen, dass Zuflucht für Seher wie sie bietet. Dort fristet sie ein illegales Leben als Ganovenbraut. Bis sie gefasst wird und in eine Art Strafkolonie, Sheol 1, gebracht wird. Dort herrschen die mysteriösen, nicht ganz menschlichen Rephaim, die mithilfe der Seher die Welt vor rätselhaften Monstern, den Emim beschützen. Nebenbei werden die Gaben der Seher ausgebeutet und sie sind gezwungen den Rephaim als Sklaven zu dienen. Als Paige nach Sheol 1 gebracht wird, nimmt sie ein geheimnisvoller Rephait, der sich "Wächter" nennt, unter seine Fittiche, aber welche Motive hat er wirklich? Und was will eigentlich Nashira Sargas, das Oberhaupt der Rephaim von ihr? Paige beschließt aus Sheol 1 zu fliehen und stößt dabei auf viele Hindernisse und finstere Geheimnisse, aber auch auf unerwartete Verbündete...
An dem Buch fand ich vor allem gut, das es immer wieder unerwartete Wendungen und Spannende Szenen gab und Paige immer wieder neue Entdeckungen macht. Gleichzeitig herrscht das ganze Buch über eine mysteriöse Atmosphäre: Was oder wer sind die Rephaim? Was haben sie mit Scion zu tun? Und welchen Platz hat das Syndikat bei alldem? Viele große und kleine Rätsel werden bis zum Ende nicht aufgelöst und es ist klar das es eine Fortsetzung geben wird. Das Mysteriöse wird auch dadurch noch verstärkt, das in der Geschichte sehr viele unterschiedliche Personen aufeinander treffen, die alle verschiedene Ziele, Motive und ihre eigenen kleinen Geheimnisse haben. Außerdem fand ich bemerkenswert das Paige so einen starke Charakter hatte und nicht die Rolle der "hilflosen Prinzessin" gespielt hat, sondern sich durchaus zu helfen wusste. Ihre Entscheidung waren immer nachvollziehbar und man konnte sich gut in sie hineinversetzen.Meiner Meinung nach ist der Schreibstil zwar etwas seltsam, aber die Handlung macht das mehr als wett und das Buch ist absolut lesenswert.
- Melissa Scrivner Love
Lola
(79)Aktuelle Rezension von: paevalillUm dieses Buch war ich längere Zeit herumgeschlichen. Hätte ich geahnt wie kurzweilig es zu lesen ist, hätte ich es viel früher zur Hand genommen.
Gangchefin Lola zieht ihre Strippen im Verborgenen und schickt ihre anderen Gangmitglieder vor. Bis ein neuer Auftrag schief läuft und sie inmitten eines verpatzten Deals zwischen einem neuen Großdealer und dem Kartell landet. Wer mit seiner Gang nach oben streben möchte, muss viele Risiken eingehen und auch sein Gesicht zeigen...
Der Roman könnte vom Tempo und Stil her genauso gut als zweistündiger Film funktionieren. Es enthält kaum klassische Actionszenen, glänzt aber durch einprägsame Charaktere, entscheidende Dialoge und Verhandlungen sowie folgenreicher Deadlines, die Lola gesetzt werden. Die wenigen brutaleren Szenen sind angenehm wenig effekthascherisch, sondern wirken schlicht authentisch.
Natürlich bildet Lola den Kern des Romans und wird mit allen möglichen Facetten gezeigt. Ihre Hintergrundgeschichte ist einerseits tragisch, ohne dass sie ins Selbstmitleid fällt. Ihr scharfer Verstand leitet ihr den Weg. Ihre Entscheidungen beruhen auf Geschäftssinn auf der einen Seite, auf Empathie auf der anderen.
Ich kann es auf jeden Fall empfehlen.
- Christine Millman
Ellin
(124)Aktuelle Rezension von: ShunimaKurzer Inhalt:
Seit Ellin als Einzige aus ihrer Familie einen räuberischen Überfall überlebt hat, muss sie ihren Lebensunterhalt als Leibdienerin des grausamen Lord Wolfhards bestreiten. Als Ellin sich ihm verweigert, prügelt er sie beinahe zu Tode. Getrieben von einem unbändigen Überlebenswillen gelingt ihr die Flucht in die Wildnis, wo sie auf Kylian und seine Gefährten trifft, die sie aufnehmen und gesund pflegen. Doch ihre Retter sind mehr, als sie vorgeben zu sein, und auch Ellin hütet ein Geheimnis, das nur Lord Wolfhard kennt und das sie alle in Gefahr bringt.
Was ich erwartet habe:
Fantasy gespickt mit Romance: Ellin wirkte im Klappentext wie eine starke Protagonistin (was ich sehr mag), die ihren Weg gehen wird. Dabei trifft sie auf Kylian, dem ich den üblichen Trope geheimnisvoll = verletzt unterstellte und natürlich werden sie ein Paar! Dabei erkunden sie ihre Vergangenheit und entdecken, dass auch sie zufälligerweise ein besonderes / mächtiges Fabelwesen ist wie Kylian mit seinem Gefolge.
Was ich bekommen habe:
Eine Liebesgeschichte habe ich bekommen. Diese steht zwar gewissermaßen als treibende Kraft zwischen den Protagonisten im Vordergrund, ist dabei aber nicht aufdringlich. Das finde ich prinzipiell sehr gut, da mir in einigen Büchern aus dem Romantasy Genre die eigentliche Rahmenhandlung neben der Liebesgeschichte zu kurz kommt. Jedoch haben die beiden Protagonist*innen in „Ellin“ wenig Handlungszeit zusammen. Oft sind sie getrennt oder aber nicht alleine, sodass ich Schwierigkeiten hatte, Herzklopfen zu bekommen und ihre Entwicklung nachzuvollziehen.
Ellin ist tatsächlich eine starrsinnige, aber doch recht schwache Protagonistin. Sie möchte ihren eigenen Weg gehen, sie widersetzt sich Gepflogenheiten und adaptiert sich an neue Orte und Gesellschaften – es ist ihre große Stärke, sich nicht unterkriegen zu lassen. Ihre Naivität passt zu ihr und ihrer Entwicklung. Sie versucht, für sich einzustehen, scheitert aber oft und andere entscheiden, was mit ihr geschieht. Sie wird gejagt, entführt, entwurzelt und es wird viel über ihren Kopf hinweg bestimmt. Es passt zwar zu ihrer Entwicklung, aber würde sie sich am Ende nicht doch weiterentwickeln, dann hätte ich hier einen Punkt abgezogen.
Kylian wiederum ist mir zu sehr ein wandelndes Klischee. Er ist der düstere Love Interest mit tragischer Vergangenheit. Der Retter in strahlender Rüstung, der leidet für „seine“ Frau. Er ist stark, männlich, gutaussehend und wortkarg und ein Fabelwesen, über das man aber nicht viel erfährt. Da fehlte mir etwas.
Die Handlung war durchdacht und es zog sich bis zum Ende ein roter Faden, dem sich gut folgen ließ. Leider wirken einige Etappen aber eher so, als ob sie als Füllmaterial gedacht sind, z.B. als Ellin zum x-ten Mal von Kylian getrennt wird und sie sich zufällig mal wieder verpassen… da hätte ich mir mehr Originalität gewünscht. Auch fehlten mir Hintergrundinformationen, z.B. zu Kylians Vergangenheit, aber auch zu anderen Fabelwesen. Keins hat Tiefe bekommen, selbst die antagonistischen Wesen waren halt einfach… da. Warum? Woher?
Der Schreibstil war ruhig, aber mitreißend und ließ mich trotz meiner Kritik durch die Seiten fliegen. Natürlich muss man sich auch bewusst machen, dass das Buch 2013 veröffentlicht wurde – das ist doch schon eine Zeit her und seitdem hat sich gesellschaftlich doch mehr getan als man denken mag. Leider fehlte dem Buch trotz Verlagsveröffentlichung ein gutes Korrektorat, sodass ich viele Fehler gefunden habe, die ich nicht verzeihen kann (dass / das, Groß-/Kleinschreibung etc). Bei einer Verlagsveröffentlichung erwarte ich ein besseres Korrektorat und Lektorat – allerdings steckte der Verlag 2013 auch noch in den Kinderschuhen, heute ist das anders.
Der Schreibstil von Christine Millmann rettet, was ein paar Plotlöcher und Rechtschreibfehler zu wünschen übrig lassen. Letztendlich ist er auch der Grund, warum das Buch letztendlich 4 und nicht nur 3 Sterne bekommt.























