Bücher mit dem Tag "gangs"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "gangs" gekennzeichnet haben.

124 Bücher

  1. Cover des Buches Der Junge, der Träume schenkte (ISBN: 9783404160617)
    Luca Di Fulvio

    Der Junge, der Träume schenkte

     (1.123)
    Aktuelle Rezension von: Peter_Pilz

    Der Titel verspricht einen positiven Inhalt, auch der Klappentext des Buches lässt eher an einen Aufbruch in der neuen Welt Anfangs des 20. Jahrhunderts glauben. Es werden mehrere Personen, teilweise in verschiedenen Jahrzehnten, zwischen welchen hin- und hergesprungen wird, beschrieben. Alles befremdlich, beängstigend, Vergewaltigungen, unpersönlicher Sex, Mord, Verstümmelung, Traumatisierung, Psychopathie, Erniedrigung. Ich habe es nach fast 300 Seiten abgebrochen und kann es nicht empfehlen. Zwei Sterne nur deswegen, weil es ja nach 300 Seiten eventuell doch noch ein gutes Buch werden kann. Meines Erachtens muss ein Buch allerdings nach spätestens 40 Seiten inhaltlich auf eine klare Linie kommen, mittel derer ich es beurteilen kann.

  2. Cover des Buches That Night - Schuldig für immer (ISBN: 9783596030330)
    Chevy Stevens

    That Night - Schuldig für immer

     (260)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Brigitte

    Ach ja, ich habe das Gefühl, jeder mag Chevy Stevens Bücher außer mir -durchgängig Top-Bewertungen. Daher wollte ich es nun mit diesem "Thriller" noch einmal versuchen. Und jetzt bin ich immer noch enttäuscht.

    Die Story an sich ist gut. Eine Frau ist unschuldig im Gefängnis. Anklage: Sie habe zusammen mit ihrem Freund ihre Schwester ermordet. Im Laufe dieses Romans werden die Hintergründe aufgedeckt. Dabei werden Zeitsprünge vorgenommen zwischen den Geschehnissen damals vor dem Verbrechen und dem Heute, in dem die inhaftierte Protagonistin freigelassen wird.

    Schon beim Anfang hatte ich Probleme mich für die Vergangenheit der Protagonistin zu interessieren. Diese empfand ich als langweilig, öde und nervig. Dann entschied ich mich dafür abzubrechen und zum Ende zu wechseln, damit ich wenigstens den Ausgang erfahre. Und was soll ich sagen, das hat gereicht. Es hat gereicht, die ersten und letzten 50 Seiten zu lesen, den Mittelteil kann man sich dann denken. 

    Kurz um: Ich kann dieses Buch nicht empfehlen. Keine Spannung, nur Langeweile. Falls du zu der großen Menge der Bewunderer von Chevy Stevens gehörst, freut es mich, dass dir dieser Roman (kein Thriller) etwas geben konnte. Wahrscheinlich muss man mit einer anderen Vorstellung an dieses Buch herangehen. Erwarte hier keinen Thriller! Eher einen Unterhaltungsroman über vorhersehbare Teenagerprobleme.

    Fazit

    THAT NIGHT:SCHULDIG FÜR IMMER ist ein Thriller ohne Thrill mit einer vorhersehbaren Story ohne Überraschungsmomente -Es konnte mich nicht packen, nicht unterhalten, nicht emotional berühren.

    That nicht. Schuldig für immer| Chevy Stevens| Fischer Taschenbuch Verlag| 2015| 464 Seiten| 9,99€




  3. Cover des Buches Young World - Die Clans von New York (ISBN: 9783423761215)
    Chris Weitz

    Young World - Die Clans von New York

     (164)
    Aktuelle Rezension von: LenaSilbernagl

    Darum geht's:

    Eine faszinierende Welt ohne Erwachsene.

    Es gab ein Leben davor. Dann kam die Seuche. Übrig blieben nur die Teenager. Jetzt, ein Jahr danach, werden die Vorräte knapp und die Überlebenden organisieren sich in Clans. Jefferson, Führer wider Willen des Washington-Square-Clans, und Donna, in die er heimlich verliebt ist, haben sich ein halbwegs geordnetes Leben in all dem Chaos aufgebaut. Doch als Brainbox, das Genie ihres Clans, eine Spur entdeckt, die zur Heilung der Krankheit führen könnte, machen sich fünf von ihnen auf in die gefährliche Welt jenseits ihres Rückzugsortes – Schießereien mit feindlichen Gangs, Flucht vor Sekten und Milizen, Überleben in den Gefahren der U-Bahn-Schächte inklusive. Denn trotz aller Aussichtslosigkeit glaubt Jeff an die Rettung der Menschheit.


    Das Cover:

    passt gut zur Story und sieht auch noch gut aus.


    Das Buch:

    Das Buch spielt in einer nicht all zu fernen Zukunft. Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive, abwechselnd von Jefferson und Donna. 

    Jeff ist der Boss des Clans geworden und hat mit allen möglichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Neben der Essensuche und den Kämpfen mit anderen Clans gibt es nämlich etwas, das die ganze Existenz der Clanmitglieder bedroht. Denn im Hintergrund dieser Geschichte steht ein gefährliches Virus, welches alle Erwachsenen getötet hat. 

    Dieser Hintergrund beschäftigt uns heute auch mehr als alles andere, denn auch wir werden von einem Virus bedroht. Dennoch scheint dieses Virus sehr spezifisch zu sein. 

    Jeff und Donna beschreiben die Hintergründe der Geschichte und auch die Umgebung. Ich fand es toll zu lesen, denn im Gegensatz zu anderen Dystopie ist diese etwas besonderes. Es gibt eigentlich nur noch Jugendliche auf der Welt, die versuchen zu überleben. 

    Dabei ist Jeff derjenige, der immer optimistisch ist und die Welt zum Besseren machen will. Donna scheint das genau Gegenteil von ihm zu sein und sieht alles etwas anders. 

    Im Lauf der Geschichte lernt man die verschiedenen Mitglieder des Clans kennen, aber auch andere Figuren. Denn Jeff und einige andere begeben sich auf die Suche nach einem Heilmittel. 

    Jeff ist dabei eine etwas eigensinnige Figur, die nicht nur gemischte Gefühle hat, sondern auch noch zwischen der Entscheidung steht, ob sie den dürftigen Hinweisen von Brainbox vertrauen können oder nicht. 

    Brainbox ist das Genie in dieser Sache. Er ist die Außenseiterfigur schlechthin und scheint über alles etwas zu wissen. 

    Das Buch war spannend und zeigte eine einzigartige Dystopie, deren Setting von einem Virus zerstört wurde. Ein Roadtrip ins Ungewisse beginnt. 

  4. Cover des Buches Love & Lies (ISBN: 9783453419162)
    Molly McAdams

    Love & Lies

     (216)
    Aktuelle Rezension von: Lisasbuechereck
    Nach dem sehr, sehr offenen Ende vom ersten Teil, musste ich einfach weiter Lesen. Und zwar sofort. Wer die Bücher gelesen hat, versteht was ich meine. Band zwei knüpft nicht direkt an den ersten Teil an. Wir Springen noch mal ein Paar Wochen zurück in der Zeit und können erleben wie es kash und Rachel so ergangen ist. 
    Dann sind wir auch schon schnell an der Stelle wo Band Eins Endet. Und es geht ab meine Lieben. Dieser Teil ist echt Action geladen. Es war super Spannend und ich habe so gelitten. Es hat mir echt Angst gemacht. 
    Doch es war auch etwas Kurios. Es kommt der Zeitpunkt wo alles wieder „gut“ ist, doch es wird kompliziert. Irgendwie reagiert Kash auf einiges echt Komisch. Ja man kann ihn etwas verstehen, aber ich denke er reagiert etwas über. Was er zu viel reagiert, reagiert Rachel zu Wenig. Ja sie hat viel mitgemacht und ist Traumatisiert, aber trotzdem könnte etwas kommen von ihr. 
    Trotzdem war es im ganzen ein echt gutes Buch. Es konnte mich sehr gut unterhalten und ich bin froh die Bücher gelesen zu haben. Von mir bekommt auch Band zwei 4 Sterne. 
  5. Cover des Buches The Hate U Give (ISBN: 9783570312988)
    Angie Thomas

    The Hate U Give

     (659)
    Aktuelle Rezension von: sassthxtic

    Klappentext:

    Die 16-jährige Starr lebt in zwei Welten: in dem verarmten Viertel, in dem sie wohnt, und in der Privatschule, an der sie fast die einzige Schwarze ist. Als Starrs bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, rückt sie ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Khalil war unbewaffnet. Bald wird landesweit über seinen Tod berichtet; viele stempeln Khalil als Gangmitglied ab, andere gehen in seinem Namen auf die Straße. Die Polizei und ein Drogenboss setzen Starr und ihre Familie unter Druck. Was geschah an jenem Abend wirklich? Die Einzige, die das beantworten kann, ist Starr. Doch ihre Antwort würde ihr Leben in Gefahr bringen...


    Mein Fazit:

    The Hate U Give ist ein unheimlich aktuelles Buch über die Polizeigewalt gegenüber Dunkelhäutigen und Rassismus. Die Geschichte wird von der Autorin so realitätsnah geschildert, als wäre sie wirklich so passiert und wenn man Nachrichten geschaut hat, dann weiß man auch, dass es in den USA leider immer wieder geschieht.

    Ich mag den Schreibstil sehr, er wurde nicht künstlich aufgebauscht und ist verständlich zu lesen. Ein Buch für jedermann und jeder Mensch sollte dieses Buch auch lesen um zu verstehen.

    The Hate U Give ist gefühlvoll, spannend, aufregend. Eine Geschichte über Mord, Gang-Angelegenheiten, Rebellion aber auch Freundschaft, Liebe und Familie. 

  6. Cover des Buches The Hate U Give (ISBN: 9780062498533)
    Angie Thomas

    The Hate U Give

     (150)
    Aktuelle Rezension von: BiblioJess

    Starr lebt in zwei Welten - dem "Ghetto", wo sie zuhause ist, und dem schicken weißen Vorort, wo sie zur Schule geht. Ihre zwei Leben, zwei Identitäten zu jonglieren, ist ein Kraftakt. Doch ihre Welt gerät völlig aus den Fugen, als ihr bester Freund aus Kindheitstagen von einem Polizisten während einer Verkehrskontrolle erschossen wird. Vor ihren Augen. Starr muss sich genau überlegen, wie sie damit umgehen, und ob sie ihre Stimme erheben will.


    Zu "The Hate U Give" kann ich keine gewöhnliche Rezension schreiben, denn abgesehen davon, dass die Charaktere gut skizziert und die Geschichte gut geschrieben wurde - und das Buch allein deshalb eine Empfehlung bekäme -, geht es hier aber um so so so viel mehr! Dazu erstmal ein paar denkwürdige Zitate, die ich mir rausgeschrieben habe:

    "I used to tell him he was so pale he looked like a marshmallow. He hated that I compared him to food. I told him that's what he got for calling me caramel. It shut him up."

    "'What makes his name or our names any less normal than yours? Who or what defines 'normal' to you? If my Dad were here, he'd say you've fallen into the trap of the white standard.'"

    "When I was twelve, my parents had two talks with me. One was the usual birds and bees. (...) The other talk was about what to do if a cop stopped me. Momma fussed and told Daddy I was too young for that. He argued that I wasn't too young to get arrested or shot."

    "'You wish that more cops wouldn't make assumptions about black people?' - 'Right. This all happened because HE assumed that we were up to no good. Because we're black and because of where we live. We were just two kids, minding our own business, you know?'"

    "'It's been happening, and people will keep rioting until it changes. So I guess the system's still giving hate, and everybody's still getting f*cked?' - 'That's about right. And we won't stop getting f*cked till it changes. That's the key. It's gotta change.'"

    Rassismus ist immer noch ein gewaltiges Problem. In Amerika, ja, wo immer noch regelmäßig unschuldige Schwarze von Polizisten erschossen werden, aber auch auf der ganzen Welt - und das eben nicht nur in so "drastischen" Situationen, sondern überall im Alltag, ganz offen oder auch versteckt. Und dieses Buch zu lesen, ist eine unfassbar wichtige Erfahrung für Weiße, da es einen kleinen Einblick in das Leben von Schwarzen Menschen gibt. Es kann uns ein Stück weit die Augen öffnen, womit sie zu leben haben. Wenn ich gelesen hab, wie die 16-jährige(!) Starr bedroht wurde, ihre Worte verdreht wurden, weil sie ist wer sie ist, und was für Gespräche sie mit ihren Eltern hatte - haben musste -, da wurde mir wirklich ganz anders. Ich kann natürlich rein gar nichts zur Authentizität sagen, das würde ich mir nicht herausnehmen, aber es schien mir zumindest durchweg authentisch. Realistisch. Angie Thomas zeigt auch Grauzonen, verschönigt nichts, macht Probleme deutlich und wie eins zum anderen führen kann, und das alles so eindrücklich, dass ich gar nicht aufhören konnte zu lesen, vor Schock gefesselt. Gleichzeitig aber, ohne die ganze Zeit die Moralkeule zu schwingen.

    Ein Buch, dass ich nur jedem ans Herz legen kann. Bitte lest es. Bitte informiert euch. Bitte schaut nicht weg. 5 Sterne für The Hate U Give.

  7. Cover des Buches Am Ende sterben wir sowieso (ISBN: 9783038800194)
    Adam Silvera

    Am Ende sterben wir sowieso

     (148)
    Aktuelle Rezension von: Mira123

    "Was haben denn die ganzen Blogger:innen schon wieder? Sind schon wieder so dramatisch... So traurig kann dieses Buch doch gar nicht sein." So oder so ähnlich waren meine Gedanken als ich mir dieses Buch gekauft habe. Tja... Manchmal täusche ich mich auch, okay? Manchmal sollte ich auch mal auf Leute hören, die mich vor sowas warnen. Auch wenn's schwer ist!

    Ach ja, bevor ich's vergesse: Wie ihr am vorhergehenden Absatz vielleicht schon sehen könnt, werde ich auch spätere Teile und vielleicht sogar das Ende dieses Buchs ansprechen. Wenn ihr nichts darüber wissen wollt, dann wäre jetzt der richtige Zeitpunkt, um zu einer anderen Rezension zu wechseln.

    In diesem Buch geht es um Mateo und Rufus, die im Laufe des Tages sterben werden. Denn in ihrer Welt bekommt man an seinem Todestag per Anruf mitgeteilt, dass man bald den Löffel abgibt. Du erfährst nicht, wann oder woran du sterben wirst, aber es wird bis Mitternacht passieren. Und wie ihr euch vorstellen könnt, hat diese Änderung an der Welt verdammt große Auswirkungen. Die Leute erleben ihr Begräbnis mit, können sich aktiv bei ihren Lieben verabschieden und wichtige Dinge erledigen, die sie bisher aufgeschoben haben. Es gibt eigene Reisecenter für Todgeweihte, in denen du durch VR-Brillen ohne jegliche Gefahr die Welt bereisen kannst oder auch mal Bungee-Jumping oder Fallschirmspringen ausprobieren kannst. Und es gibt Apps für letzte Freund:innen (oder Liebhaber:innen). Und über erstere App lernen sich Mateo und Rufus kennen - denn beide haben niemanden, mit dem sie diesen Tag sonst verbringen könnten.

    Mich konnte diese Geschichte sofort fesseln. Ich war unglaublich schnell fertig mit diesem Buch und habe am Ende in jeder freien Sekunde gelesen. Beendet habe ich es bei einer Tasse Kaffee in einem Einkaufszentrum. Ein Fehler. Ich bin nicht nahe am Wasser gebaut. Ja, immer wieder mal bringen mich Bücher oder Filme (oder Menschen) zum weinen, aber das passiert nicht oft. Tja, hier ist es passiert. Gott sei Dank hatte ich einen Platz, der vom Rest des Cafés eher abgeschirmt war. Trotzdem: Wisst ihr, wie unangenehm mir das war? Sehr. Und auch wenn der Titel ja irgendwie schon ein ziemlich großer Spoiler ist, erwischte mich das Ende trotzdem kalt. Ich hatte bis zum Ende die Hoffnung, dass vielleicht doch noch alles gut wird. Dass ich doch noch mein Happy End bekomme und dieses Buch mit einem dämlichen und verdammt breiten Grinsen weglege. Aber das ist nicht passiert und ich war den restlichen Tag dann wirklich fertig. 

    In der Zwischenzeit habe ich mich mit dem Ende abgefunden und das Buch meiner Mutter empfohlen, mit der Warnung, dass mir dieses Buch das Herz aus der Brust gerissen habe und dann darauf herumgetrampelt sei. Jetzt liest sie es und ich bin gespannt, was sie dazu zu sagen hat.

    Meine Meinung? Ein Buch, das so eine starke emotionale Reaktion bei mir hervorruft, ist etwas ganz Besonderes. Dieser Roman ist unglaublich traurig und gleichzeitig wunderschön. Definitiv ein Jahreshighlight.

  8. Cover des Buches Six of Crows (ISBN: 9781780622286)
    Leigh Bardugo

    Six of Crows

     (187)
    Aktuelle Rezension von: Josi'sLibrary

     Diese Rezension erfolgte zwei Monate, nachdem ich das Buch las, weil ich zeitlich sehr eingespannt war und nicht zum Schreiben kam.


    Bereits am Anfang merkte ich, wie großartig die Charaktere wieder ausgebaut worden sind. Echt klasse und mitreißend! Als die sechs Hauptprotagonisten zusammentrafen wurde es nochmal besser. Sie sind zusammen herrlich! Die Dynamik unter ihnen, die Wortwechsel, Bewegungsgründe,.. Ich hab's so sehr genossen!


    Die Handlung ist total anders als in der Grisha Trilogie, daher fällt es mir schwer, diese miteinander zu vergleichen. Das Geschehen ist durchweg interessant, die Spannung steigt und sinkt, ist aber generell immer da und ich konnte es jedes Mal kaum erwarten, eine neue Seite umzublättern! Ich meine, dieser geniale absurde Plan?? Mega unterhaltsam, spannend, unglaublich!

     

    In erster Linie werden in diesem ersten Band die Charaktere vorgestellt und vorbereitet, auf welchem Stand ihre Beziehungen und Interaktionen untereinander sind usw. Handlungstechnisch passiert schon was, aber nicht soo viel. Dennoch gibt's gegen Ende tolle Action!


    Die Atmosphäre empfinde ich als ruhiger und düsterer als in der Trilogie. Richtig cool und packend!

    Der Schreibstil ist dem sehr gut angepasst und ich persönlich empfinde diesen weiterentwickelter als in der Trilogie. (und dabei war der da schon super!). Echt top und super flüssig zu lesen.


    Ich denke das Aushängeschild von Six of Crows (auf dt. Das Lied der Krähen) sind die Charaktere. So verdammt tiefgründig, lebendig, realistisch! Ich bin selten solchen Charakteren begegnet! 


    Ich weiß nicht mehr genau, ob ich nach Beenden des Buches 4,5 oder 5 Sterne im Sinn hatte..

    Da ich mittlerweile ALLE GrishaVerse Bücher kenne sind es klare 5/5 Sterne.

    Die Charaktere, das Worldbuilding.. Leute, lest die Bücher! 

  9. Cover des Buches Priest of Bones (ISBN: 9783608964141)
    Peter McLean

    Priest of Bones

     (166)
    Aktuelle Rezension von: kreszenz

    „Priest of Bones“ setzt genau da ein, wo andere Fantasy-Romane üblicherweise schon lange vorbei sind: nach der letzten blutigen Endschlacht!

    Die Königin hat gewonnen, doch tausende Fußsoldaten verloren entweder ihr Leben oder haben gerade so überlebt und sind nun schwer traumatisiert  - so auch Tomas Piety. Nach dem Krieg kehrt er mit ein paar Gefolgsleuten zurück nach Ellinburg. Dort erwartet er, nahtlos an sein früheres Leben als Anführer einer Gang anknüpfen zu können. Doch es kommt anders als erwartet. Seine Tante hat in der Zwischenzeit die Kontrolle über sein Revier verloren und längst haben andere die Kontrolle übernommen. 

    Während er versucht sein Imperium wieder aufzubauen, muss er jedoch mit einer Herausforderung der ganz anderen Art zurecht kommen. Die Queensmen, eine Art Geheimdienst, stellen ihn in ihren Dienst. Denn die Gefahr eines weiteren Krieges ist noch nicht vorrüber…

    Wow! Was war das bitte für ein Buch! Von außen sieht es aus wie diese klassischen High Fantasy-Schmöker, die es inzwischen wie Sand am Meer gibt. Schon nach dem ersten Absatz wird jedoch klar: das hier ist mal was ganz anderes! Nicht nur, dass ausnahmsweise mal aus Sicht der einfachen Leute geschrieben wird, es wird WIRKLICH aus der Sicht der einfachen Leute geschrieben, auch sprachlich. Tomas Piety berichtet schonungslos, bisweilen sehr direkt aber auch mit viel schwarzem Humor, wie es sich als Gangster so leben lässt.

    Fazit: ein Pageturner der etwas anderen Art – bitte mehr davon!

  10. Cover des Buches Dreckiger Schnee (ISBN: 9783426522103)
    Joseph Knox

    Dreckiger Schnee

     (101)
    Aktuelle Rezension von: twentytwo

    Aidan Waits, ein junger Detective hat die unglückliche Gabe sich mit seinem, vorzugsweise gefühlsgesteuertem Verhalten, immer wieder in Schwierigkeiten zu bringen. Als er nach seiner letzten Eskapade kurz vor der Suspendierung steht, bietet ihm sein Vorgesetzter einen Deal an. Damit macht er allerdings ein Fass auf und Aidan, hin- und hergerissen zwischen Pflichtgefühl und dem Versuch Leben zu retten, gerät in eine arge Zwickmühle. Während er auf der einen Seite seinem dienstlichen Auftrag nachkommen muss, ist es ihm unmöglich das menschliche Desaster mit dem er so unverhofft konfrontiert wird zu ignorieren.

    Fazit
    Eine undurchsichtige Story, die sich zu einem wendungsreichen Machtspiel mit Überraschungseffekt entwickelt.

  11. Cover des Buches Lips Don't Lie (ISBN: 9783473585793)
    Ginger Scott

    Lips Don't Lie

     (130)
    Aktuelle Rezension von: shinyJulie

    Als jugendliches Gangmitglied hat Tristan den Gedanken an eine Zukunft schon lange begraben. Bis Riley in sein Leben tritt und alles daran setzt, um ihn aus der Gang zu holen.
    .
    Abwechselnd wird die Geschichte aus Tristans und Rileys Perspektiven erzählt, sodass man gute Einblicke in die wirklich sehr unterschiedlichen Leben der beiden bekommt. Während Tristans Sichten einigermaßen spannend sind, wirken gerade Rileys komplett realitätsfern, weshalb man sich nur sehr schlecht in sie hineinversetzen kann. Was die beiden verbindet, ist vor allem das Basketballspielen. Ansonsten scheint es nicht wirklich etwas zu geben, die großen Gefühle sind nur schwer nachvollziehbar. Der Spannungsbogen der ganzen Geschichte verläuft recht schwach, stellenweise ist es äußerst schwierig, sich zum Weiterlesen zu motivieren. Gerade das Ende wird viel zu einfach erreicht, wenn man es mit dem vorhergehenden Drama vergleicht.

  12. Cover des Buches Du oder die große Liebe (ISBN: 9783570308080)
    Simone Elkeles

    Du oder die große Liebe

     (652)
    Aktuelle Rezension von: DrunkenCherry

    Der letzte Teil der Perfect Chemistry Reihe war für mich leider eine richtige Enttäuschung. Denn ich hatte das Gefühl, Simone Elkeles hatte eigentlich selbst keien Ahnung mehr, was sie schreiben wollte. 

    Dabei war der Einstieg echt gut, denn Luis wurde komplett anders vorgestellt als seine Brüder Alex und Carlos. Er ist schlau, will zur Nasa und hält sich von Gangs fern.

    Dann lernt er Nikki kennen, eien Mexikanerin, die kein spanisch spricht und auch nichts mit der Latino Blood Gang zu tu hat und eigentlich könnte alles ganz toll sein.

    Aber Elkeles muss unbedingt die Gang wieder reinbringen. Das tut sie aber auf so unlogische Weise, dass ich echt raus war. Luis Handlungen haben überhaupt keinen Sinn ergeben. Er handelt komplett anders als es sein Charakter eigentlich hätte tun müssen. 

    Dadurch fand ich die Geschichte einfach nicht gelungen. Die Story erschien mir erzwungen und nicht gut durchdacht. Schade.

  13. Cover des Buches Bluescreen (ISBN: 9783492280211)
    Dan Wells

    Bluescreen

     (76)
    Aktuelle Rezension von: SuSa

    Ein kurzer Einblick

    Die Cherry Dogs sind der aufsteigende Stern am Overworld-Himmel. Doch Marisa, Sahara, Anja, Jaya und Fang genießen ihr unbeschwertes Teenagerleben nicht nur in der VR-Welt in vollen Zügen. Schließlich kann man 2050 alles tun und lassen, was man will, da sie alle mithilfe des Djinnis, einem Implantat direkt im Kopf, weltweit vernetzt und 24 Stunden online sind. Doch als die neue virtuelle Droge Bluescreen in Umlauf kommt und Anja sich nach dem Konsum nicht mehr normal verhält, ist der Spaß schnell vorbei und die Mädchen merken, dass ihr geliebtes Netz Gefahren birgt, die allen Menschen gefährlich werden können. Ob es ihnen gelingt, die Gefahr rechtzeitig zu stoppen?

    Bewertung

    Stell dir einmal vor, du brauchst kein Handy mehr einzustecken, wenn du das Haus verlässt. Mit dem Djinni im Kopf kannst du alles immer sofort und überall mit deinen Gedanken erledigen. Man braucht auch nicht mehr selber sauber zu machen oder die Sachen waschen und zusammenzulegen. Das erledigen alles die für dich arbeitenden Roboter – Nulis genannt. Wenn du an einem Geschäft vorbeigehst, zeigen dir die Monitore genau auf dich zugeschnittene Artikel nach deinen Vorlieben und dein Auto brauchst du auch nicht mehr selbst steuern. Ist das nicht ein toller Gedanke? Was für ein bequemes Leben muss das sein…
    Dan Wells hat uns dieses Mal genau in solch eine nahe Zukunft geschickt mit einer Aussicht, die auf den ersten Blick faszinierend, aber auf den zweiten Blick durchaus erschreckend ist. Schon heute gibt es spezielle Brillen, mit denen man Informationen direkt ins Sichtfeld eingeblendet bekommt, bei Wells werden sie direkt auf die Hornhaut gesendet. Überall wird deine ID gescannt und personalisierte Werbung verschickt. Der gläserne Mensch lässt grüßen! Wells hat seine Welt dabei sehr authentisch dargestellt und die jungen Menschen, allen voran die Protagonistin Marisa Carneseca, in ein sehr lebendiges soziales Umfeld geschrieben.
    Der Roman startet auch direkt mit der Lieblingsbeschäftigung der Mädchen, dem Onlinespiel Overworld. Als Gruppe Cherry Dogs versuchen sie, sich an die Spitze der Weltrangliste zu kämpfen, und man wird mit Gaming-Begriffen geradezu bombardiert. Das hat aber den Vorteil, dass man sich schnell in die Lebensweise von Marisa und ihren Freunden einfühlen kann. Charakterlich mögen sie vielleicht zunächst oberflächlich wirken, doch viele Tatsachen sprechen dafür, dass sie sehr weltoffen und vorurteilsfrei sind. So lebt deren Freund Bao ohne Djinni offline, Anja hat deutsche Wurzeln, während Marisa selbst mexikanische hat. Das merkt man vor allem immer dann, wenn sie mit spanischen Wörtern und Sätzen um sich wirft. Dass diese nicht näher übersetzt werden, mag manchem Leser vielleicht sauer aufstoßen, aber ich finde, dass man sich die Bedeutung vom Kontext her immer denken kann. Toll umgesetzt finde ich wiedermal auch den Facettenreichtum von Wells. Es gibt in seinen Büchern einfach kein schwarz-weiß-Denken und Marisa und Co. sind nicht die unschuldigen Mädchen, die eine Gefahr erkennen und sie dann heldenhaft bekämpfen. Vielmehr haben sie schon einige illegale Dinge gemacht und können sich in alles Mögliche hacken, ohne dabei Gewissensbisse zu haben. Daher gibt es dieses Mal nicht wirklich den einen Sympathieträger, sondern der Roman wird von der Geschichte an sich getragen.
    Wie in Wells’ bisherigen Romanen ist der Lesefluss durchgängig überaus flüssig, dieses Mal jedoch geradezu halsbrecherisch schnell. Das spiegelt hervorragend die Schnelllebigkeit dieser hoch technisierten Welt wider. Ich kann nicht behaupten, dass ich alle technischen Fachbegriffe verstanden hätte, doch aufgrund des vorgelegten Tempos hatte ich gar keine Zeit, dies während des Lesens zu bedauern, denn ich wurde einfach immer weiter getragen. Das empfand ich zwar als sehr positiv, doch an manchen Stellen ging es mir wiederum zu schnell. Die Handlung wechselte abrupt und ich hatte das Gefühl, irgendwas überlesen zu haben. Das beschränkt sich zum Glück aber auf lediglich zwei/drei Stellen.

    Fazit

    Dan Wells hat mit diesem Roman eine gelungene Vorstellung unserer technisierten Zukunft geschaffen, in der einem wirklich alle Möglichkeiten offen stehen, solange man das nötige Knowhow dazu hat. Aber wollen wir wirklich in solch einer Welt leben? Schließen möchte ich meine Rezension mit einem Zitat von Marisa, das die gesamte Problematik hervorragend zusammenfasst und jeden zum Nachdenken anregen sollte:


    „Die Regierung ist korrupt, die Cops sind gekauft, und die Großkonzerne, die die Welt beherrschen, betrachten uns als wandelnde Bankkonten. Jetzt sorgt Bluescreen dafür, dass wir nicht einmal mehr unseren Freunden trauen können. Es gibt keine Sicherheit, keine Privatsphäre, nichts Verlässliches mehr.“ (Seite 198)


  14. Cover des Buches Dodgers (ISBN: 9783257070378)
    Bill Beverly

    Dodgers

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Enaria
    In „Dodgers“ geht es um vier Jugendliche, die von einem Gangsterboss nach Wisconsin geschickt werden, um dort einen Mord zu begehen. Im Mittelpunkt steht der fünfzehnjährige East, der aus verwahrlosten Verhältnissen stammt. Morde, Razzien, all das sieht der stille, pflichtbewusste Junge nicht zum ersten Mal. East ist ein kleiner Teil einer kriminellen Organisation in Los Angeles und der Boss seiner Jungs, die Wache stehen, um das Geschehen in den Drogenhäusern zu beobachten.

    Der Weg nach Wisconsin ist weit. Als L.A. Dodgers-Baseball Fans verkleidet, um möglichst wenig aufzufallen, machen sich die Vier bereit. Für East ist es das erste Mal, dass er aus seiner Welt ausbricht und sein Viertel verlässt. Ganz simple Dinge sind neu für ihn. Aber auch Kälte, Müdigkeit, Hunger machen die Reise zu keinem einfachen Unterfangen und East bemüht sich das Quartett zusammenzuhalten. Der Roadtrip wird zu einer Mischung aus Verzweiflung und der Akzeptanz des Unvermeidlichen. Währenddessen reflektiert East immer wieder sein eigenes Ich.

    Bill Beverly erzählt anschaulich und mit großem Gespür für seine Figuren. Durch East beobachten wir Leser das Geschehen und folgen seinen Gedanken. Die knappe und oft auch eher sachliche Erzählweise reduziert jedoch die Emotionen auf ein Minimum. Die Jungs sind authentisch gestaltet, ihre Handlungen nachvollziehbar, aber richtig greifbar sind sie für mich dadurch nicht. Die Spannung hält Bill Beverly aber durchweg hoch, denn die Überraschungen in der Handlung machen die fehlenden Emotionen wett. Es ist eine stille Geschichte, die schockiert, fasziniert und nachdenklich macht.

    Der Autor blickt hinter die Fassade vom sogenannten „Land der Freiheit“, richtet den Fokus genau auf den Brennpunkt. Das Buch ist sozialkritisch und verdeutlicht wie viel Freiheit ein einzelnes Kind wirklich hat, wenn es gar nicht weiß was außerhalb seiner eigenen vier Wände vor sich geht. Bill Beverly lässt uns vier Jungs begleiten, die direkt im Sumpf landen.

    Fazit

    Bill Beverlys Coming-of-Age-Buch „Dodgers“ nimmt uns mit auf einen mitreißenden Roadtrip. Mit seinen vier Jungs zeigt er, wie sich bereits durch Geburt bzw. Herkunft das Leben seine Richtung sucht. Nachvollziehbar, authentisch und stimmig.
  15. Cover des Buches Wenn wir fallen (ISBN: 9783570173206)
    Jennifer Benkau

    Wenn wir fallen

     (58)
    Aktuelle Rezension von: Kathleen1974

    Titel: „Wenn wir fallen“

    Autor/Autorin: Jennifer Benkau

    Verlag: cbj

    Erscheinungsjahr: 2016

    Seitenanzahl: 446

    Klappentext (Quelle: www.amazon.de):
    „Ständig träumt Liz von einem schönen Jungen, den sie noch nie gesehen hat. Der Traum kommt ihr so real vor, dass sie Angst hat, den Verstand zu verlieren. Als sie diesem Jungen dann plötzlich gegenübersteht, ist sie fassungslos. Nicht nur, weil es ihn tatsächlich gibt. Vor allem, weil er ganz anders ist, als sie erwartet hat: kein sanfter Junge, sondern Mitglied einer gefährlichen Gang. Wider alle Vernunft will sie herausfinden, wer er ist und warum er sie in ihren Träumen heimsucht. Sie ahnt nicht, dass er sie längst ins Visier genommen hat. Denn nur sie hat ihn bei dem Überfall gesehen und kann ihm deshalb gefährlich werden.“
     

    Kurzeinschätzung:

    Dieses Buch lag lange Zeit auf meinem SuB, und ich bin wirklich sehr froh darüber, dass ich es nun gelesen habe, denn diese Geschichte konnte mich total begeistern.

    Ich lese sehr gern ab und zu mal ein Jugendbuch und dieses hier hat meiner Meinung nach all das, was ein gutes Buch haben muss/sollte. Die Spannung wie auch die unterhaltende Handlung konnte mich durchweg an die Buchseiten fesseln. Es sind wichtige – und gerade für Jugendliche aktuelle – Themen enthalten, die lehrreich sind, auf jeden Fall aber zum Nachdenken anregen.

    Die beiden Protagonisten Louis und Liz wirkten auf mich authentisch und liebenswert. Vor allem Louis mit all seinen Ecken und Kanten empfand ich als sehr interessant. Aber auch Liz, die gern schneidert und bei ihrer Tante lebt und ihr in der Tierarztpraxis aushilft, bekommt eine starke Rolle in dieser Geschichte zugeschrieben.

    Ich mochte den Verlauf der Story, die immerzu dynamisch, aber auch sehr gefühlvoll war, sehr. Der Schreibstil der Autorin war leicht verständlich, flüssig und ab und zu blitzte auch Humor auf. Ich befand mich immer richtig gut in einem angenehmen Lesefluss.

    Daher kann ich dieses Jugendbuch wärmstens empfehlen.

    Bewertung:

    5 von 5 Sterne

  16. Cover des Buches Die Enklave (ISBN: 9783442268122)
    Ann Aguirre

    Die Enklave

     (196)
    Aktuelle Rezension von: MartinaBookaholic
    https://martinabookaholic.wordpress.com/2015/12/14/snapshot/

    Meine Meinung zum Buch:
    Ich habe eigentlich ziemlich erwartungslos mit dem Buch begonnen und wie immer, war das gut für mich, da ich doch positiv überrascht war und sehr schnell in die Handlung reingekommen bin. Es wird eine neue, brutale Welt geschildert, die sich nach dem Zusammenbruch der Welt, wie wir sie kennen, düster wieder zusammengesetzt hat. Zwei ist ein Mädchen, dass in einer Enklave unter der Erde lebt, da erzählt wird, dass man an der Oberfläche nicht überleben kann. Doch einige Umstände geschehen und schließlich nimmt alles seinen Lauf, wie man es von Anfang an erwartet, woraufhin Zwei doch genau diese gefährliche Oberfläche aufsucht. Dabei ist sie jedoch nicht alleine, hat einen Verbündeten namens Bleich und trifft auch noch auf weitere Menschen. Die einen Freund, die anderen Feind und bei einigen ist es auf den ersten Blick nicht ganz sicher, verändert sich und wird zu etwas anderem.

    Mir hat die Geschichte und die Heldin und diese apokalyptische Welt gut gefallen, auch wenn sie dunkel und düster war. Außerdem war es schnell zu lesen und man konnte rasch eine Verbindung mit Zwei eingehen, auch wenn sie nach außen hin so hart wirkt. Aber im Inneren hat sie einen weichen Kern und genau solche Charas mag ich ja. Ebenso wie Bleich – wo wir auch bei meiner Kritik wären: Ich bin zu Beginn des Buches einfach nicht mit den Namen klar gekommen! :D Die waren doch alle sehr gewöhnungsbedürftig. Aber es wird auch erklärt und hat seinen Grund, warum sie in der Enklave nach Dingen benannt werden.

    Mir hat auch der weitere Verlauf und die Suche/ ihr Weg nach Norden gefallen, wohingegen ich es etwas blöd fand, wie sich dieses Liebesdreieck, das eigentlich keines war, entwickelt hat. Ich weiß nicht, warum das immer sein muss und die Figuren in so langer Zeit nicht miteinander reden? Das hat mich genervt und ich fürchte daher jetzt schon etwas den zweiten Teil, da genau diese Konstellation auch im Mittel-Band noch eine Rolle spielen wird. Daher hat mir der erste Band zwar gut gefallen, aber ich werde ein wenig Zeit bis zum nächsten vergehen lassen. :)


  17. Cover des Buches In den Straßen die Wut (ISBN: 9783499270406)
    Ryan Gattis

    In den Straßen die Wut

     (38)
    Aktuelle Rezension von: TinaGer

    James zieht den Ärmel seiner Trainingsjacke hoch, um zwei lange Narben zu zeigen. „Ich bin Veteran, ihr Hurensöhne!“ „Scheiße“, sagt Payasa, die jetzt ihr Hemd hochzieht und einen ganzen Schwarm von Narben an der Seite ihres Bauches zeigt. „Das da ist keine Narbe“, sagt sie zu James. „Das hier sind Narben.“ (S. 479)

    Sechs Tage im Jahr 1992. Überall brennt es. Ein Bürgerkrieg mitten im Herzen Los Angeles. Die machtlose Polizei überlässt die Stadt den Armeen der Gangs, die ihrer eigenen Agenda folgen. Ich mochte die Übersetzung nicht und mir war der Fokus auf die Gangs zu einseitig, doch alles in allem ein gültiger Einblick in das Geschehen der sinnlosen Gangkriege dieser Zeit. Die Tage der Gesetzlosigkeit mögen vorbei sein, doch was Los Angeles geblieben ist, ist die ständige Konkurrenz. Immer ist einer schneller, lauter, reicher und an jeder Straßenkreuzung heißt es, wer zuerst da ist, fährt zuerst. Ewige Konkurrenz pumpt die Stadt durch ihre Venen und lässt ihr Bewohner damals wie heute bluten. 

  18. Cover des Buches The Upper World – Ein Hauch Zukunft (ISBN: 9783570166222)
    Femi Fadugba

    The Upper World – Ein Hauch Zukunft

     (56)
    Aktuelle Rezension von: sound_of_closing_doors

    Die Geschichte wird abwechselnd aus Essos (im Jetzt) und Rhias Perspektive (15 Jahre in der Zukunft) erzählt. Es ist faszinierend, darauf zu warten wie sich das Ganze aufeinander zu bewegt und sich verzweigt. Die physikalischen Erklärungen haben mir erstaunlich gut gefallen (Ich habe Physik damals nach der 10. Klasse abgewählt!) und waren echt super in die Handlung eingebaut. Da habe ich sogar glatt etwas von verstanden.

    🖤

    Beide Handlungsstränge waren spannend und mich hat vor allem begeistert, wie stark beide Protagonisten trotz ihrer ausweglosen Situationen sind. Die angeschnittenen Themen rund um Gangs, Pflegefamilien und Hilflosigkeit haben mir gut gefallen. Leider hat mir ein Stück weit die Emotionalität gefehlt, ich konnte mich nicht recht in die Charaktere einfühlen. Trotzdem wollte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Für mich also definitiv tolle Unterhaltung und ich hoffe auf eine Fortsetzung!

  19. Cover des Buches Des Todes liebste Beute (ISBN: 9783426633373)
    Karen Rose

    Des Todes liebste Beute

     (189)
    Aktuelle Rezension von: Leseratte2007

    Darum geht es (Klappentext):

    Staatsanwältin Kristen Mayhew hat einen Verehrer. Er bezeichnet sich selbst als ihren ergebenen Diener – und schickt ihr regelmäßig Fotos seiner grausam zugerichteten Opfer. Es sind alles Verbrecher, gegen die Kristen vor Gericht keine Verurteilung durchsetzen konnte. Als der selbst ernannte Rächer auch den Sohn eines Mafiapaten auf seine Todesliste setzt, ist Kristen in Gefahr. Denn nun hetzt die Mafia ihre Killer auf sie. Detective Abe Reagan, der in der Mordserie ermittelt, schwört, alles daranzusetzen, die schöne Staatsanwältin zu schützen 

    Meine Meinung:

    Karen Rose ist eine sehr beliebte Autorin im Thrillergenre, die bekannt dafür ist, gekonnt Romance und Thrillerelemente miteinander zu kombinieren. Auch mir hat die Geschichte rund um Kristen, Abe und den Rächer gut gefallen.
    Ihr Schreibstil liest sich wunderbar flüssig und unterstützt durch die kurzen knackigen Kapitel bin ich förmlich durch die 600 Seiten geflogen.
    Besonders gut haben mir die Charaktere gefallen. Kristen ist eine starke Staatsanwältin, die für ihre Klienten einsteht und alles in ihrer Macht stehende für die Gerechtigkeit tut. Dabei ist sie knallhart, aber auch unglaublich sympathisch.
    Der Anfang war sehr stark, aber je länger die Geschichte voranschritt, umso mehr rückte der Fokus von Kristens Arbeit weg und verlagerte sich ausschließlich auf die Machtspiele der Mafia und die Morde. Ich hätte gerne durchgängig mehr von Kristens Alltag mitbekommen, denn es ist durchaus viel passiert, aber auch sehr viel, was gar nicht mit dem Fall zu tun hatte. In diesem Moment sind wir bei Abe Reagan angekommen, der nicht nur den Fall bearbeitet, sondern ebenfalls den Love Interest in der Geschichte darstellt.
    Ich hätte mir niemals zu träumen gewagt, dass ich das mal sagen werde, aber mir war der Romanceanteil eindeutig zu groß. Ich mag Kristen und Abe und Abes herzensgute Familie, die der Geschichte stellenweise eine Wohlfühlatmosphäre verliehen hat, aber leider plätschert der Fall die Hälfte der Zeit vor sich hin, was ich sehr schade finde, weil ich die Auflösung des Falls eigentlich sehr gelungen finde.
    Den Epilog möchte ich am liebsten unter den Teppich fallen lassen. Dieser ist an übermäßigem Kitsch und "Würg Momenten" nicht zu überbieten. Ich finde es unglaublich schade, dass so ein guter Thriller mit einem 0815 Liebesromanende abgeschlossen werden muss! Für mich ging der Schuss eher nach hinten los.
    Insgesamt sympathische Charaktere, ein interessanter Fall, der sich ab der Hälfte leider im Kreis dreht und ein Epilog, der jedem 0815 "Frauenroman" alle Ehre machen würde. Ich vergebe 4/5 Sterne.

  20. Cover des Buches Mein Leben für dich (ISBN: 9783785576175)
    Annette Moser

    Mein Leben für dich

     (117)
    Aktuelle Rezension von: karinlovesbooks
    Es ist schon eine Weile her, dass ich dieses Buch gelesen habe, aber ich kann mich immer noch sehr gut daran erinnern, weil es eines meine Lieslingsbücher in meinem Regal ist.

    Wie man schon in der Inhaltsangabe lesen kann, geht es um Mia und Simon, die gezwungenermaßen Zeit miteinander verbringen müssen.

    Über die Geschichte selbst möchte ich gar nicht zu viel verraten, das dürft ihr dann gerne selber lesen.

    Das Buch ist abwechselnd aus der Sicht von Mia und Simon geschrieben. Beide Charaktere wurden wirklich liebevoll von der Autorin erstellt. Auch wenn Mia zu Beginn wie eine richtige Zicker rüberkommt, so merkt man schnell dass sie wirklich ein Charakter ist, den man einfach gern haben muss. Genau so auch bei Simon, der diesen leichten Bad Boy Faktor hat.

    Der Schreibstil von Annette Moser ist lebndig und einfach wirklich toll. Das Buch lässt sich flüssig lesen und jede Seite macht Lust und neugierig auf die nächste. So ist das Buch wirklich ratzfatz fertig gelesen.

    Ich persönlich konnte mich wirklich toll in das Buch reinfühlen und kann es wirklich nur jedem empfehlen!
  21. Cover des Buches Rock My World - Ein heißer Sommer (ISBN: 9783570309926)
    Christine Thomas

    Rock My World - Ein heißer Sommer

     (65)
    Aktuelle Rezension von: PrincessOfHell
    Klappentext:
    Als die 17-jährige Jasmin auf ihrer Geburtstagsparty ihren Ferund Conall beim Fremdgehen mit ihrer besten Freundin erwischt, ist sie dankbar, nach L.A. flüchten zu können. Ihre Mutter hat beschlossen, dort als Schauspielerin neu durchzustarten. Während Jasmins bester Freund Leon ihren Rachesong »Sorry Ass« zum YouTube-Hit macht, jobbt sie in L.A. im Coffeeshop und verliebt sich dort in den geheimnisvollen Raoul. Doch mit dem Erfolg von »Sorry Ass« tritt Conall, der mit seiner Band ebenfalls immer bekannter wird, wieder auf den Plan und fleht sie vor laufenden Kameras um Vergebung an...

    Inhalt:
    Jasmin Winter muss auf ihrer Geburtstagsparty zu ihrem 17. erfahren, dass ihr heißer, aus England kommender Sänger-Boyfriend Conall sie betrogen hat - mit ihrer angeblich besten Freundin! Stinkwütend und verletzt von diesem Betrug, veröffentlicht sie mit Hilfe ihres besten Freundes Leon ihren Rache-Song »Sorry Ass«, der immer größere Popularität erhält. Neben dieser schmerzhaften Erfahrung, muss Jasmin nun auch noch mit ihrer Mutter nach L.A. umziehen, die sich dort einen Aufschwung ihrer Schuaspielkarriere erhofft. In L.A. angekommen, muss sie sich mit High School Dramen - voll mit reichen und verwöhnten Schulqueens und dem Football-Team -, einem hotten Hispanier Gangmitglied und einem scheinheilig vergebungsvollen Ex-Freund auseinandersetzen. Zudem kommt noch ein heimlicher Beobachter und eine verdeckte Gang-Ermittlung auf Jasmin hinzu. Das sie sich dabei wie in einem sinkenden Schiff voll mit Lecks zu befinden fühlt, lässt sich schon schnell nachempfinden. Doch ob sie es schafft, diesen Haufen voll mit Problemen und Sorgen zu bewältigen, bleibt abzuwarten...

    Meine Meinung:
    Ein klasse Buch, das mir sehr viel Spaß gemacht hat. Die Hauptcharakterin Jasmin war sehr vielseitig, da sie immer noch sehr viel Ballast aufgrund des Verlustes ihres Bruders und der darauf folgenden schwierigen Beziehung zu ihrer Mutter mitzuschleppen hat. Die High School Dramen waren sehr unterhaltsam und auch die Beziehung zu dem Gangmitglied Raoul war sehr schön mitzuerleben. Man konnte als Leser die Weiterentwicklung des Charakters sehr gut nachvollziehen und auch ihren weiteren Entscheidungen in Bezug auf ihre Handlungen entgegen fiebern. Nichtsdestotrotz hat es zum Ende hin, d.h. ca. die letzten drei Kapitel + den Epilog etwas geschwächelt, da ich ihre Handlungen und Entscheidungen nicht nachvollziehen konnte - im Klartext soll das heißen: Ich finde, dass sie am Ende einfach Scheiße gebaut hat und dieser -hoffentlich- im 2.Band bereinigt wird! Doch bis auf diesen "kleinen" Manko, der mich zwar tierisch aufgeregt und auch traurig gemacht hat, war es ein wirklich gelungenes Buch.

    • Zum Hauptcharakter:
    Jasmin "Jazz" Winter ist ein 17-jähriges Mädchen, das sich durch den Tod ihres Bruders zurückgezogen hat und erst durch den heißen Sänger Conall wieder ins Leben zurückfindet. Umso schlimmer auf ihrer eigenen Gerburtagsparty live mitzuerleben wie er sie mit ihrer angeblich besten Freundin betrügt. Verletzt und wütend veröffentlicht sie mit ihrem besten Freund, dem Technik-Nerd Leon, ihren Rache-Song »Sorry Ass«, der wie eine Bombe in den Social Medias einschlägt und auch nicht vor ihren Schulkameraden Halt macht.
    Schon drei Wochen später muss sie zu ihrem Leidwesen mit ihrer Mutter nach L.A. umziehen, da diese sich dort einen Aufschwung ihrer Schauspielkarriere erhofft. In L.A. muss sich Jasmin neuen Problemen stellen, die sich in zickigen High School-Queens, einem scheinheiligen Ex-Freund, Gang-Konflikte und dem dazugehörigen heißen Gangmitglied Raoul äußern, sowie ihrer schwierigen Beziehung zu ihrer Mutter. All dies türmt sich trotz ihrer Standhaftigkeit in Jasmin auf - bis es dann zu viel wird! Doch selbst nach der Katastrophe scheint es kein Ende zu nehmen... Bereinigt sie das eine Problem, taucht an nächster Stelle wieder ein neues auf. Stets versucht sie Stärke zu zeigen, aber auch sie ist nur ein Mensch und bricht irgendwann ein. Doch sie rappelt sich wieder auf und stellt sich den Problemen, was ich einfach klasse finde!
    Sie ist selbstbewusst, macht witzige Bemerkungen und kann gut Kontra geben! Ich hatte zwar zwischenzeitlich die Sorge, sie würde zu einer typischen "Bitch" mutieren, da sie sich hin und wieder mal etwas komisch verhalten hat, aber zum Glück ist dies in meinen Augen nie eingetroffen. Ihre Handlungen und Gedankengänge konnte ich dem größten Teil des Buches auch nachvollziehen - bis zum Ende... Da hat sie in meinen Augen leider etwas getan, das ich als "Mist gebaut" betiteln würde. Meine Hoffnung besteht aber noch, dass sich dies im 2.Band klären wird.

    • Zur Story:
    Die Story dreht sich um Jasmins Leben, das aus High School, Schoolqueens, heißen Kerle, Mutterprobleme, Sehnen nach Unabhängigkeit, dem Verlust ihres Bruders und der Umgewöhnung durch den Umzug besteht. Alles in allem ein Leben voll mit Veränderungen, in das sie nun ihren Platz zu finden versucht. Dabei tauchen immer wieder neue Probleme auf, die sie bewältigen muss...
    Es handelt sich hierbei um keine Geschichte, die man "noch nie in seinem Leben gelesen hat", sondern einfach nur um eine schöne Story rund ums Leben einer 17-Jährigen, die gerade in eine völlig unbekannten Stadt zieht und sich dort neu finden will. Dabei wird es nie langweilig, da einen die verschiedenen Handlungsstränge, d.h. bspw. die Bewältigung der High School oder die Romanze mit ihrem Gangmitglied Raoul, immer wieder fesseln und neue Probleme hervorrufen.

    • Erotik:
    Bei einem Buch mit der Altersempfehlung "Ab 14 Jahren" darf man bei diesem Punkt nicht viel erwarten! Heiße Sex-Szenen, wie man sie bei New Adult-Romanen kennt, sind hier nicht zu finden. Dennoch gibt es eine wirklich gute Sex-Szene, die zwar nicht alles in Detail beschreibt, dennoch aber vieles enthält. Generell wird mit dem Thema "Sex" sehr offen umgegangen, da es sich immer noch um Teenager handelt, die Party machen, Alkohol trinken und Spaß haben. Auch die Beziehung zwischen Jasmin und Raoul hält einige heiße Momente bereit!
    Somit ist es zwar kein halber Erotik-Roman, aber dennoch wird hier nicht viel weggelassen, wodurch alles sehr realitätsnah und greifbar erscheint.

    • Sonstiges:
    Ich möchte hier noch einmal zeigen, dass sich dieses Buch nicht einfach nur um eine Liebsbeziehung handelt, sondern um Jasmins Leben; was sie erlebt, wie sie handelt und wie sie mit den ganzen neuen und alten Problemen, die sie hat, umgeht. Zu behaupten, es sei ein einfacher Liebesroman, ist diesem Buch nicht im mindesten gerecht.
    Ich finde es sehr erfrischend, das Leben einer fast Gleichaltrigen - Jasmin ist nur 1-2Jahre jünger als ich - mitzuerleben und sich ohne Probleme in ihre Position reinversetzen zu können. Es sind einfach diese typischen Dinge, wie Schuldramen, Romanzen und Elternprobleme, die es Lesern im entsprechendem Alter ermöglicht, diese Geschichte vollstens zu genießen.
    (Ich möchte damit nicht sagen, dass ältere Personen, die vielleicht nicht mehr zur Schule gehen, dieses Buch nicht gefallen würde! Dennoch denke ich, dass die Empfehlung "Ab 14 Jahren" des Verlages passend ist, da es einfach eine Teenager-Geschichte ist, die aber keineswegs kindlich ist! Wer damit aber keine Probleme hat: Viel Spaß mit der tollen Geschichte 😊 )

    Cover:
    Das Cover ist zwar ganz hübsch anzusehen, aber das abgebildete Pärchen finde ich irgendwie nicht ganz passend... Dem Kerl fehlt einfach das harte Gang-typische Aussehen, das man bei Raoul erwarten würde, und auch die Frau kann ich nicht mit Jasmin identifizieren...
    Nichtsdestotrotz hat mich dieses Cover auf jeden Fall angesprochen und wollte mich in Kombination mit dem Klappentext nicht mehr loslassen!

    Fazit:
    Eine wirklich schöne Geschichte, die mir sehr gefallen hat.
    Jasmins Leben steckt voll mit Problemen, die sie bewältigen muss, und dabei wird es nie langweilig.
    Da mich leider die ca. letzten drei Kapitel + den Epilog "etwas" aufgeregt haben, aufgrund ihrer Entscheidung und der dazugehörigen Handlung, muss ich leider einen halben Stern bei der Bewertung abziehen...
    Aber 4,5/5 Sterne sind immer noch eine klasse Bewertung, die dem Buch, meiner Meinung nach, auch gerecht werden.
    Ich kann's nur weiterempfehlen ✨

    Meine Bewertung: (4,5/5 Sterne)
  22. Cover des Buches Wasteland (ISBN: 9783426523919)
    Judith Vogt

    Wasteland

     (45)
    Aktuelle Rezension von: noosphaere

    Es passt irgendwie in unsere Zeit, wenn wir darüber nachdenken, wie es wohl werden würde, wenn sich die Menschheit an den Rand der Auslöschung brächte. Auch wenn der Plot von Wasteland so aussieht, als ob er zur Coronakrise geschrieben worden wäre, so entstand er in der Prä-Coronazeit, als uns eine globale Pandemie nur aus der Science-Fiction mit oder ohne Zombieanteilen bekannt und reine Fiktion war.

    Wasteland ist ein Roman, bei dem es aber nicht nur um eine hausgemachte Apokalypse geht, sondern um das Überleben in einer Welt und das Mit- bzw. Gegeneinander von unterschiedlichen Ausprägungen neuer Proto-Gesellschaften. Gerade die inselhaft überlebenden Gruppen, die sich nach dem Zusammenbruch voneinander unabhängig entwickelten haben, bieten einem die Möglichkeit, sich in einer Erzählung mehrere Lebensweisen vorstellen zu können.

    Die Vögte nutzen geschickt zur Vermittlung der Handlungsstränge die Fortbewegung per Motorrad. Das weckt einerseits Assoziationen zu naheliegenden Endzeit-Vorgängern wie Mad Max oder Terminator, andererseits spiegelt es auch die Unabhängigkeit der Protagonistin Laylay wider. Die Bilder, die man durch andere apokalyptischen Erzählungen in die vielschichtige und spannend erzählte Handlung mitnimmt, halfen zumindest mir, mich topografisch schnell in die Umgebung einzufinden. Sicher, die Anlehnung an Mad Max ist manchmal etwas sehr deutlich, aber gerade in den aufgezeigten Unterschieden wiederum auch sehr hilfreich, eine neue postapokalypische Welt in seiner Fantasie zu erbauen.

    Die Vögte spielen auch in diesem Roman mit den Übergängen von Geschlechtern und Sexualität, und tun dies in einer sehr intimen und sensiblen Art, so dass es sich völlig natürlich anfühlt, den Begierden und Gefühlen der Charaktere ohne zu urteilen zu folgen und sich dort mit ihnen zu identifizieren, wo man sich selbst verortet.

    Auf der anderen Seite handelt es sich auch um einen Entwicklungsroman, bei dem nicht nur die Überwindung räumlicher Distanz, sondern auch die Überwindung von Grenzen im Kopf eine wichtige Rolle spielen. Die weltumspannende Katastrophe ist zwar schon eine Generation her, nicht aber die Konsequenzen. Noch sind Ressourcen der alten Welt auffindbar, dennoch so rar, dass klar ist: so kann es nicht mehr lange weitergehen. Gerade die Proto-Gesellschaft der Toxxers, die an alten Hierarchien und Modellen festhalten will, zeigt auf, wie wenig zukunftsfähig eine protektionistisch-egoistische Weltsicht ist. Anders die Hopers, deren Mit- und Füreinander, bei denen vermeintliche Außenseiter, die nicht ins „normale“ Schema passen, wichtig sind und ihre Stärke ausmachen. Damit stellen die Vögte unterschwellig die/den Leser*in vor die Wahl, welche Zukunft man sich selbst bauen möchte.

    Natürlich ist die Einteilung in Toxxer und Hoper eine binäre Sicht der Dinge, die den Vögten eigentlich so gar nicht eigen ist. Aber durch die elementare Funktion von Außenseitern und vermittelnden Charakteren wird schnell deutlich, dass es auch hier fließende Übergänge gibt, deren Ausarbeitung wir vielleicht bald in der Fortsetzung lesen dürfen.

  23. Cover des Buches Atlantis (ISBN: 9783453435711)
    Stephen King

    Atlantis

     (220)
    Aktuelle Rezension von: MaBoy

    Der Gedanke an den darauf basierenden Film "Hearts in Atlantis" mit Anthony Hopkins erweckt in mir stets ein Gefühl der Nostalgie. Dennoch bezieht sich der Film lediglich auf die erste Teilgeschichte des Buches. Die übrigen widmen sich dem Leben einzelner "Nebencharaktere". Leider ziehen sich die Geschichten etwas in die Länge und verlieren dabei ihre Essenz. In kürzester Zeit wirkten Einzelheiten wie im Meer versenkt.

  24. Cover des Buches Stille Feinde (ISBN: 9783518468708)
    Joe Ide

    Stille Feinde

     (59)
    Aktuelle Rezension von: isabellepf

    "Stille Feinde" von Joe Ide, ist ein actionreicher Thriller.

    Privatdetektiv Isaiah Quintabe stösst bei seiner Recherche auf das Autowrack indem vor Jahren sein Bruder Marcus getötet wurde. Doch es war kein Unfall, sondern Mord. Gleichzeitig meldet sich die damalige Freundin seines Bruders mit dem Hilferuf das ihre Halbschwester in Las Vegas in grossen Schwierigkeiten steckt. Zusammen mit Sidekick Dodson macht sich IQ auf nach Las Vegas um die Situation zu entschärfen. Dabei bringt er einiges ans Tageslicht. Was sein Bruder doch kein Heiliger und hatte er Verbindungen zu dem ruandischen Gangster Seb Habimana? Schwerstarbeit für IQ und Dodson, die dabei zu Hochform auflaufen. Doch im Hintergrund lauert bereits ein düstrer Feind auf seine Chance.

    Joe Ide hat einen von Anfang an actionreichen Thriller geschrieben. Man gelangt als Leser von einem rasant geschilderten Situation in die nächste und hat dabei kaum Zeit zum verschnaufen. Obwohl dadurch die Spannung konstant aufrecht gehalten wird, empfand ich es teilweise etwas zu viel des Guten. Auch fand ich die teils vulgäre Aussprache etwas störend die meinen Lesefluss etwas gehemmt hat. Die Charaktere mutieren zu wahren Superfiguren und sind mit Stärken und Schwächen beschrieben. Der Schreibstil ist sehr bildgewandt, fliessend zu lesen wodurch man recht zügig durch die Kapitel gelangt.

    Insgesamt ein rasanter Thriller dem ein bisschen weniger Action nicht geschadet hätte.



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