Bücher mit dem Tag "garten"
539 Bücher
- William Paul Young
Die Hütte
(629)Aktuelle Rezension von: Kitty_CatinaSchon lange hatte ich dieses Buch im Regal stehen, habe mich aber nie so richtig daran getraut, schließlich geht es hier um ein wirklich ernstes und auch sehr tiefgründiges Thema, welches nicht immer ganz leicht zu verstehen ist.
So geht es hier im ersten Teil darum, wie Mackenzie seine Tochter verliert und in ein tiefes Loch fällt. Im zweiten Teil, der um einiges länger ist, geht es um ein Treffen mit der heiligen Dreifaltigkeit in einer Hütte im Wald. Diese kommt in Gestalt einer schwarzen, mütterlichen Frau, eines palästinensisch aussehenden, jungen Mannes und einer asiatischen, ätherisch wirkenden Frau daher, die sich als Gott selbst, Jesus und den Heiligen Geist herausstellen. In zahlreichen, tiefgründigen Gesprächen lernt Mackenzie dabei die drei immer besser kennen, verstehen und findet immer mehr zurück zum Glauben und vor allem zum Vertrauen in Gott. Es geht aber auch um Vergebung, um Liebe und Gemeinschaft mit Gott, Jesus und dem Heiligen Geist. Diesbezüglich macht Mackenzie eine sehr emotionale Reise, die ihn nicht unbedingt zu einem besseren Mann macht, aber zu einem Mann mit Hoffnung, der sich nicht mehr von seiner Trauer verschlingen lässt.
Geschrieben empfand ich das Buch dabei als wirklich gut, vor allem die Zitate vor jedem Kapitel haben wirklich viel Aussagekraft und leiten das jeweilige Kapitel gut ein. Ich fand aber auch, dass der Fokus im Buch sehr auf Dialogen und Gesprächen lag, die vielleicht nicht unbedingt jeder versteht, die aber auch sehr zum Nachdenken anregen, gerade, wenn man noch keine innige Beziehung mit Gott führt und ihn oftmals nicht versteht. Was mir allerdings gefehlt hat, war ein kleiner Teil, der die sogenannte „Große Traurigkeit“ gezeigt hätte, um Macks Innenleben noch besser zu verstehen. Stattdessen geht es gleich nach dem Verschwinden von Milly mit dem Besuch in der Hütte weiter. Ansonsten war die Geschichte aber, trotz des traurigen Themas, super schön und hat mir persönlich einige neue Erkenntnisse gebracht.
Alles in allem hat dieses Buch, obwohl ich nicht komplett überzeugt davon war, wirklich viel Aussagekraft über den Glauben selbst, aber auch über die Beziehung zu Gott, und eventuell findet der eine oder andere dadurch noch etwas Zugang zu diesem Thema, wenn sie oder er sich dafür öffnet. Ich glaube aber auch, dass das Thema leider nicht jeden interessieren wird.
- Kate Morton
Der verborgene Garten
(1.210)Aktuelle Rezension von: Ms_ViolinAls die junge Australierin Cassandra von ihrer Großmutter ein kleines Cottage an der Küste Cornwalls erbt, ahnt sie nichts von dem unheilvollen Versprechen, das zwei Freundinnen ein Jahrhundert zuvor an jenem Ort einlösten. Auf den Spuren der Vergangenheit entdeckt Cassandra ein Geheimnis, das seinen Anfang in den Gärten von Blackhurst Manor nahm und seit Generationen das Schicksal ihrer Familie bestimmt.
Kate Morton bietet ja normalerweise eine gelungene Mischung aus Familiendrama und Kriminalroman, gerne mit mindestens einer Liebesgeschichte und durch verschiedene Zeitebenen miteinander verwoben. Allerdings sind die Bücher dadurch (und auch ihre meist nicht gerade geringe Seitenzahl) keine Leichtgewichte und ich muss in der richtigen Stimmung für sie sein.
Das war jetzt mal wieder der Fall und ich habe mich auf die Abenteuer von Cassie, Nell, Eliza und all den anderen, mit ihnen verbundenen, Figuren eingelassen.Obwohl ich schnell in der Geschichte angekommen bin, war ich zwischendurch doch ein wenig von all den Figuren (und den mit ihnen verbundenen Zeitebenen), die wir schließlich verfolgen, erschlagen und so fesselnd der Schreibstil im Großen und Ganzen auch wieder war und so sehr ich all die Rätsel rund um diese Familiengeschichte lösen wollte, empfand ich viele Stellen als zu ausschweifend oder sogar zäh und hätte mir oft gewünscht, dass alles ein wenig zügiger voran geht.
Dabei schafft Kate Morton es trotzdem wieder meisterlich, falsche Fährten zu legen und wieder ganz neue Wendungen einzubauen, wenn ich schon glaubte, endlich alles durchschaut zu haben.Leider wurde aber nicht alles komplett aufgelöst, wobei wir tatsächlich mehr erfahren als die verschiedenen Figuren, sodass wir z.B. genau erfahren, was Eliza zugestoßen ist, während Cassandra nur Vermutungen anstellen kann. Aber auch an einigen anderen Stellen hätte ich mir noch ein klein wenig mehr Erklärung bzw. Auflösung gewünscht (auch für die einzelnen Figuren), wo Dinge nur angedeutet wurden.
Fazit: Die Sogwirkung des Schreibstils hat mich wieder überzeugen können und auch die Wendungen waren meisterlich, aber es gab auch einige Längen und nicht alles wurde für uns - und schon gar nicht für die Figuren - komplett aufgelöst. (3,5 Sterne)
- John Boyne
Der Junge im gestreiften Pyjama
(2.383)Aktuelle Rezension von: Louise_SountoulidisMit “Der Junge im gestreiften Pyjama" von John Boyne habe ich mich erneut in die Zeit des Nationalsozialismus begeben und mich meiner Angst vor den aufkommenden Emotionen gestellt.
Intro:
Immer wieder ist mir „Der Junge im gestreiften Pyjama“ in der Buchwelt begegnet, sei es in den sozialen Medien oder in den Auslagen der Buchhandlungen. Dennoch habe ich mich lange, lange Zeit vor diesem Buch gedrückt. Ich hatte schlichtweg Angst davor, mich mit dessen Inhalt zu befassen. Angst vor den Emotionen, die die Thematik bei mir auslösen könnte. Wenn man das Cover sieht und den Titel liest, weiß man einfach schon vorher, dass diese Seiten viel Leid und Schmerz in sich tragen werden. Was mich dennoch dazu gebracht hat, es zu lesen? Es ist eigentlich ganz einfach: Dieses Thema ist zu wichtig, und das damit verbundene Grauen darf niemals vergessen werden! Man darf die Augen nicht davor verschließen! Und ja, so hart das in dem Moment auch sein mag, Bücher dieser Art müssen weh tun, damit man sie verinnerlicht und stets im Herzen trägt.
Also habe ich es gewagt und mich dem so leidvollen und bedrückenden Teil der deutschen Vergangenheit gestellt. Denn trotz seiner Bedeutsamkeit und Finsternis ist er aktueller denn je.
Zur Handlung:
Bruno lebt mit seiner Familie in Berlin. Sie bewohnen eine geräumige Villa und haben mehrere Angestellte. Bis sein Vater eines Tages damit beauftragt wird, die Führung eines Konzentrationslagers zu übernehmen. Bruno muss seine Freunde und sein geliebtes Zuhause zurücklassen und sich an einem neuen Ort eingewöhnen, der deutlich spartanischer ist und kaum Abwechslung bietet. Wenn man von den auf der anderen Seite des Zauns lebenden Menschen absieht, die er von seinem Fenster aus beobachten kann. Zu gern würde er sich mit ihnen unterhalten oder mit den Kindern spielen. Doch der Stacheldrahtzaun ist viel zu hoch und eine Kontaktaufnahme strengstens untersagt. Bis er eines Tages einen anderen kleinen Jungen dicht am Zaun sitzen sieht…
Die Figuren:
Die Figuren wurden äußerst lebendig und ausgereift kreiert. Sie agieren allesamt absolut authentisch und ich konnte jeden einzelnen Charakter fühlen. Den gestrengen Herrn Vater und den hasserfüllten jungen SS-Mann Oberleutnant Kurt Kotler genauso wie die beiden kleinen Jungen Bruno und Schmuel mit ihren kindlichen Blicken auf die Dinge, die sie zwar sehen und aus unterschiedlichen Gründen ängstigen, deren Tragweite aber überhaupt nicht begreifen können.
Der Schreibstil:
John Boyne hat einen sehr schön leicht zu lesenden und gut verständlichen Schreibstil. Ich bin reibungslos in die Handlung eingestiegen und konnte dem roten Faden stets gut folgen.
Der Autor hat sich extrem gut in die Sichtweise eines Kindes hineinversetzt und so den perfekten, zu den beiden Jungen absolut passenden, Blick auf das Grauen darstellen können. Authentischer Weise ist Brunos Sicht deutlich naiver und beschönigender gezeichnet worden als die von Schmuel, dessen Augen ganz andere Dinge gesehen haben.
Ich muss zugeben, dass ich für den kindlichen Blick, welcher stets mit Positivität und Zuversicht angefüllt ist, sehr dankbar war, denn das hat der Handlung etwas die Schwere genommen.
Auch hinsichtlich der Zielgruppe junger LeserInnen ab neun Jahren ist das sehr treffend gewählt, denn es sorgt dafür, dass der Roman trotz seiner Dramatik zwar erinnert und aufrüttelt, sich dabei aber nicht traumatisierend auswirkt.
Zum Setting muss ich gar nicht so viel sagen. Es ist zwar sehr bildhaft und authentisch gezeichnet worden, doch ist es kein Ort, an dem man gern verweilt. Man möchte einfach nur fliehen, und das ganz, ganz schnell.
Fazit:
Mit “Der Junge im gestreiften Pyjama” hat John Boyne ein wichtiges literarisches Werk geschaffen und mich mit einer besonderen Leichtigkeit hindurch getragen. Er hat mit ganz viel Feingefühl die Betrachtungsweise zweier Kinder dargestellt, welche sich in einer Zeit begegnen, die mit ihrem finsteren Gedankengut und den massenweise stattgefundenen Gräueltaten jedem Einzelnen mehr als nur die Unbekümmertheit zu rauben vermochte.
- Cecelia Ahern
Das Jahr, in dem ich dich traf
(398)Aktuelle Rezension von: MiripandaSchwaches Buch der Autorin...
Jasmine wird von der Arbeit freigestellt und kümmert sich 1 Jahr um sich selbst und ihren Garten. Ihrem Nachbarn Matt geschieht Ähnliches, sie kann ihn allerdings nicht ab, stalkt ihn aber aus Gründen...
Letztendlich entwickelt sich über Umwege eine Freundschaft und das Leben von Jasmine ändert sich.
Die Geschichte beginnt interessant und bis zur Hälfte bin ich auch am Ball geblieben, allerdings ändert sich nur das Leben von Jasmine. Sie selber entwickelt sich gefühlt auf den letzten 10 Seiten.
Man sollte auch meinen, dass sie keine Erwachsene ist. Sie trifft nicht nachvollziehbare Entscheidungen, lügt mehrfach und lernt nix daraus. Welcher Erwachsene verteilt bitte als Rache Klopapier in Nachbars Garten...
Der Alkoholmissbrauch ging mir auch zu weit in diesem Buch.
3 Sterne nur gerade so, weil es bis zur Hälfte gut war und ich die Nebenrollen mochte.
- J.R.Ward
Bourbon Kings
(418)Aktuelle Rezension von: love1988Das Cover passt zur Geschichte und ist heiß.
Denver Clan und Dallas lässt grüßen.
Die Geschichte ist krass, damit habe ich eindeutig nicht gerechnet. Es ist wirklich alles dabei: Lust, Leidenschaft, Liebe, Intrigen, Machenschaften und Zusammenhalt.
In dieser Geschichte geht es hauptsächlich um Lane und Lizzie, wobei auch die anderen Charaktere nicht zu kurz kommen. Man muss sie alle einfach mögen.
Der Schreibstil ist locker und spannend, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Und das Setting ist toll beschrieben.
Von mir eine klare Leseempfehlung!!!!!
- Viola Shipman
Für immer in deinem Herzen
(284)Aktuelle Rezension von: Engelchen07Alle Frauen der Familie Lindsey besitzen ein Armband mit Glücksbringern, Großmutter Lolly, Tochter Arden und Enkelin Lauren. Die Anhänger werden von Generation zu Generation weitergegeben.
Die Großmutter Lolly lebt schon lange alleine. Sie ist im Dorf zwar seh beliebt, aber dennoch fühlt sie sich sehr einsam. Als kleiner Hilferuf schickt sie einen Brief mit Anhängern zu Arden und Lauren. Beide verstehen den Hinweis und eilen zu Lolly.
Dort lernen die beiden mehr über die vielen Anhänger an dem Armband ihrer Großmutter, denn jeder Anhänger hat seine eigenen Geschichte....
Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen. Man sieht regelrecht, wie die Generationen in diesem Buch durch die Familiengeschichte zusammenwachsen. Der Schreibstil der Autorin ist einfach und man kann sehr gut folgen. Mir hat das Buch gut gefallen.
- Sarah Beth Durst
Spellshop
(336)Aktuelle Rezension von: AndersweltenDie Sprache ist fantastisch, so spielerisch, malerisch und poetisch. Obwohl es eine Cozy-Fantasy mit einem Romance Subplot ist, ist der Spannungsbogen mitreißend. Die Wendungen waren logisch und nicht zu offensichtlich.
Kiela, Caz und Larran, die Hauptprotagonisten, besitzen Charakterstärke und Vielschichtigkeit - da Kielas POV verfolgt wird, ist ihre Charakterentwicklung am stärksten ausgeprägt - vieles passiert im Kopf, ihre Träume, Ängste, Überzeugungen und Motivationen sind so greifbar und authentisch. Ich liebe es, dass sie keine damsel of disstress ist und mit Mut und Köpfchen ihre nächsten Handlungen plant, von Rückschlägen lernt und über sich hinaus wächst.
All die phantastischen Wesen konnte ich mir Dank der guten Beschreibungen einfach vorstellen. Die Atmosphäre rundet das Buch perfekt ab.
- Frances Hodgson Burnett
Der geheime Garten
(545)Aktuelle Rezension von: KaciDiese Ausgabe ist einfach ein Traum. Die MinaLima Edition von Der geheime Garten ist ein kleines Kunstwerk für sich – wunderschön illustriert, liebevoll gestaltet und voller Details, die beim Entdecken richtig Spaß machen. Jede Seite fühlt sich besonders an.
Auch die Geschichte selbst hat mich wieder total verzaubert. Sie ist hoffnungsvoll, warm und zeitlos schön. Trotz ihres Alters lässt sie sich flüssig und angenehm lesen und transportiert eine wundervolle Botschaft über Freundschaft, Heilung und Neubeginn.
Für mich eine perfekte Kombination aus einer großartigen Geschichte und einer außergewöhnlich schönen Buchgestaltung – ein Buch, das man nicht nur liest, sondern erlebt. 🌿✨
- JP Delaney
The Girl Before - Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot.
(386)Aktuelle Rezension von: Gin_ahab das buch im urlaub gelesen und es war schon fesselnd und eine interessante idee. auch die abwechslung zwischen der vorherigen und der jetzigen frau und auch, dass beide charaktere eine gewisse tiefe besitzen. jedoch war es teilweise ein wenig zu lang, und ohne die gänsefüßchen bei den rückblicken war mein lesefluss ein wenig unterbrochen.
die idee, eines hauses mit system, minimalismus und alles war jedoch interessant und ich denk auch nach dem beenden das buches teilweise darüber nach- natürlichen nur bis zu einem gewissen grad, aber was brauchen wir eigentlich wirklich? was ist unverzichtbar?
naja, ob ich das buch empfehlen würde, weiß ich dennoch nicht. Da gibt es doch spannendere Bücher, mit einem angenehmeren Lesefluss und Schreibstil. Schlecht war es jedoch auch nicht, deshalb 3 Sterne.
- Merit Niemeitz
No Longer Yours - Mulberry Mansion
(260)Aktuelle Rezension von: CheekyRollNo Longer Yours ist von Anfang bis Ende fesselnd. So viel Tiefgang und die Masse an Emotionen die hier vorkommen sind einfach fantastisch.
Das Buch vereint sowohl leichte, als auch sehr schwere Themen miteinander und arbeitet diese sehr gut auf. Eden und Avery sind zwei authentische und einnehmende Charaktere. Aus beiden Sichten wurde die Geschichte sehr gut geschrieben. Die Autorin hat einen wunderschönen Schreibstil und das Leseerlebnis war einfach toll.
Man lernt aber nicht nur die zwei sondern auch die anderen Charaktere lieben. May allen voran.
Wer Lust auf eine tiefe, emotionale und authentische Geschichte hat muss No Longer Yours unbedingt lesen.
- Lilly Lucas
This could be forever
(169)Aktuelle Rezension von: danielas_bookcornerDer dritte Band der Hawaii-Reihe von Lilly Lucas erzählt die Geschichte von Millie und Griffin „Chip“ Chipman. Millie bekommt die Chance, auf Hawaii ihre erste Doku als Regisseurin zu drehen – ausgerechnet über Big-Wave-Surfer Griffin, ihren Ex-Freund.
Schon früh spürt man, dass zwischen den beiden noch etwas unausgesprochen in der Luft liegt. Die Dreharbeiten beginnen holprig, doch die Anziehung ist deutlich spürbar. Besonders gefallen haben mir das atmosphärische Setting und das Wiedersehen mit bekannten Figuren aus den vorherigen Bänden.
Einzig das Ende war mir etwas zu knapp – die Ausstrahlung der Doku wird nur im Epilog angerissen, hier hätte ich mir mehr gewünscht. Insgesamt jedoch ein unterhaltsamer Wohlfühlroman mit viel Herz. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und vier Sterne.
- Anna Ruhe
Die Duftapotheke - Ein Geheimnis liegt in der Luft
(307)Aktuelle Rezension von: Sofie314Die Duftapotheke startet mit einem häufigen Aufhänger in Kinder-/ und Jugendbüchern. Ein Umzug, wodurch Luzie mit ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder Benno in einer alten Villa landet. Die Villa Evie. Jedoch ist diese nicht einfach nur alt... immerhin muss warmes Wasser erst durch das Anheizen eines Ofens generiert werden. Denn die Villa Evie trägt auch ein Geheimnis mit sich und das wird Luzie nach und nach klar. Die seltsamen Gerüche, die sie im Haus riecht, der merkwürdige Gärtner und Hanne, die Verkäuferin des Hauses, die noch in der ehemaligen Dienstbotenwohnung nebenan wohnt, verhalten sich beide nicht ganz normal.
Als Luzie letztlich hinter das Geheimnis der Gerüche in der Villa Evie kommt, denkt sie nach und nach immer mehr einer Welt und einer Gesellschaft frei, von desen Existenz sie zuvor noch nicht einmal etwas geahnt hatte. Außerdem entdeckt sie, dass sie Trägerin einer besonderen Gabe ist. Auf ihrer Reise zu sich selbst und in die Welt muss Luzie lernen, Verantwortung zu übernehmen, zu erkennen, wen man vertrauen kann und letztlich auch wie weit man oder auch andere für Macht bereit sind zu gehen.
Mir hat besonders der Mix aus verantwortungsbewusster großer Schwester - kleiner Bruder - Dynamik, die Entstehung tiefer Freundschaften und das breite Spektrum an dargestellten Gefühlen gefallen.
Am besten gefallen hat mir dabei Band 4 der Reihe und Band 3 fand ich am spannendsten.
- Rena Rosenthal
Die Hofgärtnerin − Frühlingsträume
(103)Aktuelle Rezension von: MarinaHIch habe das Buch Gesche ja bekommen, ehrlich gesagt denke ich, dass ich dieses Buch ansonsten gar nicht gelesen hätte.
Doch der Schreibstil und die Geschichte konnten mich direkt packen und haben einige schönes Lesestunden gestaltet.
Marleene fand ich insbesondere anfangs schwer einzuschätzen, manche Charaktere waren so link, ich konnte keinen Zugang zu ihnen finden. Leider bin ich am Anfang mit den vielen Namen und Figuren durcheinander gekommen, das Personenregister ist also genau passend.
Mit jeder weiteren Seite sind die Charaktere mir ans Herz gewachsen, manche selbstverständlich mehr als andere…Der Schreibstil war frisch, angenehm und unterhaltsam. Leider wurde er mir an manchen Stellen zu langatmig. Manche Passagen haben sich stark gezogen, man hätte einige Dinge kürzen können.
Die historische Darstellung hat mir sehr gefallen, ich hatte das Gefühl, in der Zeit mitzuleben. Außerdem sind mir historische Genauigkeiten immer äußerst wichtig. Hier hat die Autorin den richtigen Ton getroffen.Der Roman liest sich einfach und ist ein leichtes Werk, wenn man einfach ein bisschen abschalten will.
Wenn man die Tuchvilla-Reihe mag, wird diese Trilogie einem auch gefallen. So war das jedenfalls bei mir!Die Rezeptideen am Ende sind eine sehr süße Idee. Leider bleiben bei mir nach diesem Band so viele Fragen offen, dass ich kaum abwarten kann, den nächsten Teil anzufangen.
Insgesamt ein liebevoll gestaltetes und wunderschönes, leichtes Buch.
- Kerstin Gier
Ein unmoralisches Sonderangebot
(622)Aktuelle Rezension von: HeptavalentIch habe schon früher die Bücher von Kerstin Gier gerne gelesen. Nun seit langer Zeit mal wieder ein Buch, da ich die Autorin etwas aus den Augen verloren hatte durch ihre "Fantasy-Exkursion".
Die Geschichte ist mal etwas völlig anderes, ich liebe die Zusammenstellung der Charaktere, den Humor und die Idee. Eine echte Empfehlung.
- Thomas Hettche
Pfaueninsel
(131)Aktuelle Rezension von: gstWas für ein Buch! Schon die Aufmachung des Hardcovers hat mich begeistert: Gebunden in seidenglänzendes, blaugraues Leinen und weiß bedruckt, ist das in-der-Hand-halten ein haptisches Erlebnis! Fragt nicht, wie oft ich das Buch von außen bewundert und liebevoll gestreichelt habe! Die äußere Aufmachung, die so sehr vom heute gewöhnlichen Aussehen mit Schutzumschlag abweicht, passt wundervoll zum Inhalt. Denn der erzählt eine historische Geschichte von der Pfaueninsel, deren Lage in der Havel bei Berlin auf der Innenseite des Umschlags zu finden ist.
Als Leitfigur für seinen Roman hat der Autor das Schloßfräulein Marie gewählt. Die Kleinwüchsige war sechs Jahre alt, als sie zusammen mit ihrem Bruder Christian (ebenfalls ein Zwerg) auf die Insel kam. Sie erlebte in ihrer Lebenszeit, wie das künstlich geschaffene Paradies sich im 19.Jahrhundert innerhalb von zirka 75 Jahren immer wieder veränderte: von einer landwirtschaftlich genutzten Fläche in einen Paradiesgarten mit Menagerie bis zum teilweisen Verfall.
Soweit die historischen Tatsachen. Das Märchen, das der Autor daraus gemacht hat, erzählt uns eine Geschichte, die teilweise zu Tränen rührt, ohne kitschig zu sein. Wir Leser werden nicht nur mit dem Leben der Adligen und seinen Auswüchsen bekannt gemacht und bekommen einen Eindruck von der damaligen Art zu reisen, sondern erfahren auch von der wichtigen Stellung des Hofgärtners Ferdinand Fintelmann.
Fazit: Das Buch hat sich in mein Herz geschlichen.
- Maryrose Wood
Die Poison Diaries
(425)Aktuelle Rezension von: BlutmaedchenManchmal ist es gut, wenn man sich auf was völlig neues einlassen kann und das sage ich jetzt garantiert schon zum dritten Mal. "Die Poison Diaries - Liebe ist unheilbar" von Maryrose Wood ist wieder eines dieser Bücher, die ich auf den ersten Blick übersehen und von denen ich auf den zweiten Blick völlig gefesselt war.
Zu Beginn gibt es einen kleinen Tagebucheintrag aus dem Leben der 16-jährigen Jessamine Luxton, die alleine mit ihrem Vater in einer kleinen Burgruine leben. Es ist das Jahr um 1800 und sie lebt völlig isoliert, fernab von Jungen und Mädchen ihres Alters und hat nur noch ihren Vater. Doch Jessamine kennt es nicht anders. Um sie herum sind lauter Pflanzen- und Gemüsebeete, die sie hegt und pflegt. Ihre Lebensaufgabe ist es geworden für ihren Vater zu kochen und ihm bei gelegentlichen Arbeiten, die sich ausschließlich auf Pflanzen beziehen, zu helfen. Ihr Vater ist Apotheker und oft unterwegs um kranke Menschen zu versorgen, daher ist Jessamine oft alleine, was sie aber nicht im geringsten stört.
Das Buch war eine einzige Sensation! Sprachlich auf einem absolut gehobenen und dennoch nicht langweiligen Niveau, was man gut verstehen konnte.
Es geht nur um ein Thema: Pflanzen! Und auch wenn selbst bei mir Kakteen eingehen, konnte ich die Liebe und Fürsorge von Jessamine für diese Pflanzen sehr gut nachempfinden. Die Autorin hat eine wunderschöne Schreibweise, die einem sofort Bilder in den Kopf zaubert.
Jessamine ist ein Mädchen, was aus damaliger Sicht wahrscheinlich mehr als normal ist. Sie näht, stickt, wäscht, kocht und kümmert sich um Pflanzen. Sie scheint normal entwickelt zu sein, ist fürsorglich und hört auf ihren Vater. Ihre Welt ist die Natur. Was man nicht kennt, kann man auch nicht vermissen...
Doch als plötzlich dieser geheimnisvolle Junge mit dem verwirrenden Namen Weed auftaucht, ändert sich Jessamines Welt völlig. Sie ist von Anfang an fasziniert von ihm, was ich aber weniger als Verliebtheit hinstellen würde. Weed hat laut seinem alten Herren, der ihn wie Vieh bei den Luxtons abgiebt und sich seiner entledigt, viele Menschen aus dem Dorf auf dem Gewissen. Er scheint sehr viel über Heil- und Giftpflanzen und deren Wirkung zu wissen. Doch als Luxton ihn ausfragen will schaltet er auf stur und verkriecht sich im Keller.
Nur langsam steigt er daraus empor, er ist wie eine Pflanze die wächst.
Die Geschichte um Jessamine und Weed ist zauberhaft, legt aber auch ein sehr schnelles Tempo vor. Manchmal ist es verwirrend und sehr irritierend, aber nach einer Weile merkt man schnell in welche Richtung sich alles entwickelt.
Doch am Ende ist dann wieder alles anders. Traurig und fürchterlich, womit man absolut nicht mit gerechnet hätte. Jessamine wird sehr krank und Weed, der eine ganz spezielle Verbindung zu den Pflanzen hat, muss grausames tun um seine Geliebte zu retten.
Ich hätte am liebsten aufgeschrien. Es ist alles so ungerecht!
Das Ende ist ein einziger Lockruf auf eine Fortsetzung, aber leider müssen wir darauf noch lange, lange warten... :-(
Fazit:
Es war ein zauberhaftes Buch mit einer großen Liebes- und noch größerer Leidensgeschichte! Die Charaktere haben mich gefesselt, genauso wie der elegante Schreibstil. Die Gefühle und Emotionen konnte ich deutlich spüren und ich kann wirklich nur jedem raten: Lest es! Entdeckt es! Es lohnt sich.
- Frances Hodgson Burnett
The Secret Garden
(105)Aktuelle Rezension von: RonyaIn Teilen ist diese Geschichte, in der die 10jährige Mary nach dem Tod ihrer Eltern aus Indien auf das seltsame englische Anwesen eines ihr bisher unbekannten Onkels zieht, sehr zeitlos. Es geht viel um den ewigen Kreislauf der Natur, die mit liebevollem Blick und insbesondere bezogen auf das Erblühen im Frühling sehr poetisch betrachtet und beschrieben wird.
In weiteren Bereichen wirkt die Erzählung geradezu modern, insbesondere wenn es um den Zusammenhang von psychischem und körperlichem Wohlbefinden geht. Es gibt aber auch Aspekte, die aus heutiger Sicht problematisch sind, unter anderem betrifft das den Blick auf Indien, der deutlich durch den Kolonialismus geprägt ist.
Diese Stellen und die Tatsache, dass es doch einige Längen gibt, führen dazu, dass ich sehr gut nachvollziehen kann, dass die Geschichte für Kinder heutzutage üblicherweise gekürzt verlegt wird, obwohl es sich ja auch bei der ursprünglichen Version um ein Kinderbuch handelt.
Aus meiner Sicht als erwachsene Leserin ist es eine sprachlich sehr schöne Erzählung, die ich trotz einiger fragwürdiger Passagen für durchaus lesenswert halte. - Ilona Jerger
Und Marx stand still in Darwins Garten
(144)Aktuelle Rezension von: MadamebiscuitZuerst hatte ich befürchtet, dass es viel um die Theorien der beiden gehen würde, die zwar wirklich spannend und interessant sind, aber nicht zwingend leicht zu lesen. Aber die Autorin hat genau das nicht getan, sie hat die beiden älteren Herren - vor allem Darwin - in den Fokus gestellt. Dabei beschreibt sie beide so liebenswürdig, schrullig und exzentrisch, dass es ein absolutes kurzweiliges Lesevergnügen war. Ihr flüssiger Schreibstil und der bildliche Sprachstil brachten sie mir zusätzlich nahe.
Ich habe so einiges über die beiden Männer und ihr Leben erfahren, zum Beispiel, dass beide aus gläubigen Familien kamen. Im Laufe ihres Lebens ihren Glauben allerdings verloren haben, was maßgeblich ihre beider Werke beeinflusst hat.Auch meine Wissenslücke über das Paarungsverhalten von Regenwürmern konnte ich schließen. 🤭
Auch wenn es das besagte Dinner in der Realität nie gab, ist gerade das eine der amüsantesten Szene mit einem herrlichen rhetorischen Schlagabtausch.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung für alle, die Lust auf einen kurzweiligen Roman haben.
- V. E. Schwab
Gallant
(306)Aktuelle Rezension von: Sandrica89Als großer Fan von V. E. Schwab war 'Gallant' für mich ein Muss. Allein das Cover hat mich sofort abgeholt: diese düstere, gothic-hafte Ästhetik verspricht genau die Art Geschichte, für die ich die Autorin so schätze. Auch die Grundidee klang nach einem leisen, unheimlichen Märchen mit Tiefe, Geheimnissen und einer melancholischen Heldin. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen.
Im Mittelpunkt steht Olivia Prior, ein stummes Mädchen, das in einem strengen Mädcheninternat aufwächst. Als sie plötzlich einen Brief erhält, der sie nach Gallant einlädt - ein Anwesen, das sie eigentlich nie hätte erreichen sollen –, beginnt sich ihre Welt zu verschieben. Gallant ist ein Ort voller Schatten, unausgesprochener Geheimnisse und Grenzen zwischen Leben und Tod. Je tiefer Olivia in die Geschichte des Hauses eintaucht, desto mehr wird klar, dass nicht alles dort so still ist, wie es scheint und dass ihre eigene Vergangenheit enger mit diesem Ort verwoben ist, als sie je geahnt hätte.
Was 'Gallant' für mich besonders stark macht, ist die Atmosphäre. V. E. Schwab versteht es meisterhaft, eine dichte, melancholische Gothic-Stimmung aufzubauen. Das Haus, die Schattenwelt, das Gefühl von Einsamkeit und Anderssein. All das wirkt durchgehend stimmig und sehr feinfühlig erzählt. Olivia als Protagonistin hat mir ebenfalls gefallen: still, beobachtend, verletzlich und zugleich entschlossen. Ihre Wahrnehmung der Welt fühlt sich authentisch an, gerade weil so viel über Stimmungen und innere Bilder transportiert wird.
Auch die Grundidee, die Grenze zwischen zwei Welten, das Spiel mit Tod, Erinnerung und Zugehörigkeit, ist stark und typisch Schwab. Man spürt, dass hier weniger die Handlung im Vordergrund steht als das Gefühl, das die Geschichte hinterlässt.
Und doch blieb bei mir ein kleiner Wermutstropfen. Das Ende empfand ich als zu einfach, zu glatt im Vergleich zu dem sorgfältigen Aufbau zuvor. Während Atmosphäre und Figurenentwicklung viel Raum bekommen, löst sich der zentrale Konflikt relativ schnell und ohne die emotionale Wucht, die ich mir erhofft hatte. Gerade von dieser Autorin bin ich komplexere, nachhaltigere Auflösungen gewohnt. Es fühlte sich nicht falsch an, aber ein wenig zu leicht für all das Dunkle, das zuvor aufgebaut wurde.'Gallant' ist ein wunderschön geschriebenes, atmosphärisches Gothic-Märchen mit starken Bildern, einer einprägsamen Protagonistin und einer faszinierenden Grundidee. Wer V. E. Schwab für ihre Stimmung, ihre leisen Töne und ihr Gespür für das Unheimliche liebt, wird hier definitiv fündig. Wer jedoch ein komplexes, überraschendes Finale erwartet, könnte – so wie ich – etwas mehr Tiefe vermissen.
Für mich bleibt es ein gutes Buch, das ich gerne gelesen habe, auch wenn es nicht zu meinen absoluten Highlights der Autorin zählt. - Antonia Riepp
Belmonte
(101)Aktuelle Rezension von: BücherweltenbummlerinTeresa setzt sich im Jahr 1944 mit aller Kraft für die Resistance ein. Die alten Schulfreunde sind entweder an der Front oder kämpfen darum, ihre Höhlen und Höfe im von Krieg zerrissenen Italien zu erhalten. Doch im Dorf und in der Gemeinschaft der Marken keimt langsam wieder Hoffnung auf – der Krieg scheint bald zu Ende zu gehen. Wäre da nicht ein kleines, aber entscheidendes Problem: Teresa wird schwanger.
Um das Familienproblem zu lösen, wird sie von ihrem Vater an die Familie Ferri verkauft, die einen alten Weinberg besitzt. Doch für Teresa ist dies keine wirkliche Lösung ihrer Situation.
Als Franca zur Welt kommt, ist der Krieg tatsächlich zu Ende, doch Italien bleibt in einem Zustand der Ruinen – verarmte Höhlen und landwirtschaftliche Betriebe, die von Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit geprägt sind. Teresa verschwindet spurlos und lässt ihre Tochter bei ihrer besten Freundin Marta zurück.
In Martas riesigem Familienclan findet Franca Geborgenheit und Liebe, doch das Leben bleibt schwer. Die finanzielle Lage ist prekär, und wie viele andere Italienerinnen ihrer Zeit, beschließt Franca, ihr Glück als Gastarbeiterin in Deutschland zu suchen.
In Kempten angekommen, muss sie jedoch feststellen, dass sie zwar über die Runden kommt, aber vom Heimweh zermürbt wird.
Alles ändert sich erst, als Franca Tobias begegnet.
Simona, eine junge Landschaftsgärtnerin mit italienischen Wurzeln, ist erschüttert vom Tod ihrer Großmutter Franca. Sie erbt den heruntergekommenen Farina-Hof in den Marken und beschließt, sich eine Auszeit zu nehmen, weit weg von ihrer konfliktreichen Beziehung in Kempten und ihrer entfremdeten Mutter Marina.
Schon bald stellt Simona fest, dass das Leben auf dem Hof in den Marken eine neue Leichtigkeit mit sich bringt. Der renovierte Hof wird zu einem wahren Schmuckstück und der angrenzende Garten ein kleines Paradies. Doch kaum angekommen, wird sie von der Familie Ferri eingenommen, und mysteriöse Briefumschläge mit Kassetten tauchen auf.
Bewaffnet mit einem Rekorder macht sich Simona auf die Spurensuche und kommt den dunklen Geheimnissen ihrer Familie immer näher.
Fazit:
Antonia Riepp gelingt es, mit Simona eine sehr sympathische Protagonistin zu erschaffen, die sich selbst oft im Weg steht. Ihre Selbstzweifel lassen sie lange nicht erkennen, welches Erbe sie von ihrer Großmutter erhalten hat. Mit viel Gefühl und einer guten Portion italienischen Temperaments deckt Simona nach und nach die dunklen Familiengeheimnisse auf, die bis zum Tod von Franca bewahrt werden mussten.
- Karin Spieker
Tochter der Elfen
(27)Aktuelle Rezension von: ZahirahDas Buch begann aus meiner Sicht sehr vielversprechend mit seiner Elfenwelt, den anderen fabelhaften Wesen und natürlich den beiden Hauptprotagonisten Greta und Lance. Die Geschichte rund um die Elfen und Gretas Erbe kommt gut in Schwung und die sich anbahnende Liebe fand ich durchaus süß erzählt. Nur leider hat die Geschichte im Mittelteil einige Längen, so dass ab da sowohl die Tempo- als auch die Spannungskurve ziemlich abfallen. Und selbst das Ende war mir dann doch etwas zu konstruiert und nicht richtig rund - es sollte eben eine HappyEnd her, egal wie.
Sieht man aber von diesen Punkten einmal ab, lässt sich das Buch gut und flüssig lesen und ist für die angedachte Leserschaft mit Sicherheit eine unterhaltsame Lektüre.
- Nora Roberts
Sommersehnsucht
(392)Aktuelle Rezension von: Chianti_ClassicoWo auch immer Emmaline Grant auftaucht, erregt sie die Aufmerksamkeit der Männer, und so kann sie sich vor Angeboten kaum retten. Doch Emma ist eine hoffnungslose Romantikerin und wartet immer noch auf den einen Mann, der ihr Herz im Sturm erobert.
Als es zwischen ihr und Jack, einem langjährigen Freund zu einem Kuss kommt, kann sie es kaum fassen, dass es ausgerechnet Jack ist, der ihr Herz so stark zum Pochen bringt, wie es noch kein Mann vor ihm geschafft hat. Doch Jack ist kein Mann, der sich ewig binden.
Soll Emma den nächsten Schritt trotzdem wagen?
"Sommersehnsucht" von Nora Roberts ist der zweite Band des Jahreszeitenzyklus, der zum Großteil aus den personalen Erzählperspektiven von Emmaline Grant und Jack Cooke erzählt wird.
Emma ist die Floristin von Vows, die mit ihrem Blumenstudio Centerpiece die wundervollen Blumenarrangements und Sträuße für die Hochzeiten zaubert, die sie gemeinsam mit ihren besten Freundinnen Mac, Laurel und Parker ausrichtet.
Emma ist eine Frohnatur, die eigentlich immer ein Lächeln auf den Lippen hat und es schafft, dass sich jeder nach ihr umdreht wenn sie einen Raum betritt. Sie hat aber auch Temperament und ist eine Romantikerin wie sie im Buche steht.
Jack kennt sie seit über zehn Jahren, doch der attraktive Architekt war bisher nur ein guter Freund für sie, bis ein Kuss ihre Welt aus den Angeln hebt.
Jack ist allerdings kein großer Freund von festen Beziehungen und bekommt schon Angst, wenn eine Frau es auch nur wagt, eine Zahnbürste in sein Badezimmer zu stellen, doch Emma traut sich und beginnt eine Beziehung zu ihm, wohl wissend, dass er seine Freiheit braucht und er ihr Herz am Ende brechen könnte.
Emma und Jack sind zwar nur mein drittliebstes Paar der Reihe, knapp hinter Carter und Mackensie, aber ich mag ihre Geschichte auch total gerne, weil sie die perfekte Mischung aus leidenschaftlich und romantisch ist! Am Ende ging es mir ein wenig zu schnell, aber ansonsten mochte ich Jack und Emma wieder sehr!
Dazu kommen auch wieder die Hochzeiten, die Emma mit ihren Freundinnen ausrichtet, die von humorvoll über pompös zu wirklich rührend reichen. Ich liebe die Geschichten, die Nora Roberts hier erzählt und mag es auch sehr, dass natürlich die Freundschaft der vier Frauen immer im Mittelpunkt steht, denn Mac, Emma, Laurel und Parker sind immer füreinander da und können sich aufeinander verlassen!
Fazit:
Auch "Sommersehnsucht", der zweite Band des Jahreszeitenzyklus von Nora Roberts hat mir richtig gut gefallen!
Die Geschichte ließ sich sehr gut lesen und war eine gelungene Mischung aus romantisch und leidenschaftlich! Emma und Jack haben mir richtig gut gefallen, ebenso die Hochzeiten, die wir im Buch begleiten dürfen und natürlich mochte ich auch die Freundschaft von Emma, Mac, Laurel und Parker wieder sehr!
Ich vergebe vier Kleeblätter! - Meike Werkmeister
Das Glück riecht nach Sommer
(108)Aktuelle Rezension von: Buchfresserchen1Ina ist ein Familienmensch. Sie möchte ihre Lieben immer ganz nah haben, so zieht es sie auch nicht weit weg, als sie ihrem Leben eine Wendung geben mag.
In ihrer alten Klinik will sie erneut ihr Glück versuchen, das sie Jahre zuvor dort gelassen zu glauben scheint.
Da sie auch eine Wohnung braucht, bietet ihr ihre alte Studienfreundin Filiz an bei ihr unterzuschlüpfen. Da deren Mitbewohnerinnen aber nicht so erfreut sind, kommt Ina anschließend in einer Schrebergartenhütte unter.
Ina ist eine junge Frau, die schon mal für einen Mann ihre Träume in den Hintergrund gestellt hat und nun gemerkt hat, das dies der falsche Weg war.
In ihrer Gartenlaube macht sie mit vier fidelen Senioren neue Bekanntschaften, die ihr Denken nachhaltig prägen werden.
Eine alte und eine neue Liebe tauchen auf und es scheint schwer eine Entscheidung zu treffen. Doch wenn man seinem Herzen folgt zeigt es einem den Weg.
Das ist auch das Resümee, welches ich aus diesem Wohlfühlroman ziehe. Hör auf dein Herz und glaube an dich und deine eigene Kraft.
Ein wirklich schönes Buch für zwischendurch. -
- Chloe Dalton
Hase und ich
(124)Aktuelle Rezension von: ChiarraNatürlich sollte man ein wildes Tier nicht einfach anfassen bzw. an den Körper halten. Damit riecht es nach dem Menschen und wird von Eltern evtl. nicht mehr angenommen. Darauf weist die Autorin auch eindringlich hin. Aber nachdem sie diesen Fehler gemacht hat, möchte sie auch aus ihrem schlechten Gewissen heraus alles tun, dass Feldhasenjunges „Hase“ nicht durch ihren Fehler stirbt. Gelingt es? Darum handelt dieses Buch.
Man spürt die große Liebe der Autorin zu „Hase“ und fiebert förmlich mit den Beiden mit. Geschickt lässt die Autorin dazu noch interessantes, wertvolles Wissen einfließen.
Eine tolle, spannende, berührende und gleichzeitig informative Geschichte!























