Bücher mit dem Tag "gebet"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "gebet" gekennzeichnet haben.

206 Bücher

  1. Cover des Buches Eat, Pray, Love (ISBN: 9783833309403)
    Elizabeth Gilbert

    Eat, Pray, Love

     (889)
    Aktuelle Rezension von: SandyMercier

    Natürlich kenne ich den Film. Natürlich liebe ich ihn.  Und natürlich wollte ich unbedingt das Buch lesen.

    Lange habe ich damit gewartet. Ich wusste, ich wollte es lesen, wenn die richtige Zeit ist und somit las ich in den Tagen vor meinem Aufbruch ins Paradies.

    Dieses Buch hat was mit mir gemacht. Ich liebe es. Es ist ein Schatz und ich konnte viel für mich und meine Zeit hier mitnehmen.

    Und wie krass ehrlich die Autorin ist. Der Wahnsinn. Ich liebe diese Frau.  Heftige Empfehlung von mir.

  2. Cover des Buches Tausend strahlende Sonnen (ISBN: 9783596030934)
    Khaled Hosseini

    Tausend strahlende Sonnen

     (1.188)
    Aktuelle Rezension von: Vellichor

    Dieses Buch erzählt die bewegende und emotionale Geschichte zweier afghanischer Frauen, die versuchen, in einer zerrütteten, patriarchalischen und zutiefst ungerechten Gesellschaft zusammenzuarbeiten, die durch Krieg und Grausamkeit zerrüttet ist.

    Ein entscheidender Kontext für die Geschichte ist der lange andauernde Konflikt zwischen den Mudschaheddin und den Sowjets zwischen 1979 und 1989. Im Laufe der Handlung kommen die Taliban hinzu, die 1996 die Macht ergreifen. Obwohl sich der Roman besonders stark auf die Geschichten der beiden Figuren Mariam und Laila konzentriert, ist der historische Mehrwert des Werkes nicht zu leugnen. Dies ist besonders wichtig, um das Schicksal der beiden Frauen in besonderer Weise zu verstehen.

    Mariam, eine uneheliche Tochter, die im Buch auch oft mit der gleichen Bezeichnung "harami" bestraft wird, wird im Alter von 15 Jahren mit einem viel älteren Schuster namens Rashid verheiratet. Dieser ist, gelinde gesagt, die widerlichste Figur, die mir je in einem Roman begegnet ist. Er wendet physische und psychische Gewalt gegen Mariam an. Es war schrecklich und erschütternd für mich, vor allem diese Passagen zu lesen. Mariam, die selbst noch ein Kind ist, hat Hoffnungen und Träume, möchte zur Schule gehen und steht im Schatten ihres Vaters, der mit drei Frauen und neun Kindern seine eigene Tochter betrogen hat, um die "Familienschande" ein für alle Mal loszuwerden. Es folgen Jahre der Tortur, weil sie Rashid keine Nachkommen schenken kann. Nach dem Sturz von König Sahir Shah wird die afghanische Gesellschaft immer regressiver, insbesondere als die Taliban an die Macht kommen. Frauen dürfen nur noch in Begleitung ihrer Ehemänner das Haus verlassen und müssen vollständig verschleiert sein. Dieben werden die Hände abgehackt, Fernsehen und Unterhaltung sind streng verboten, selbst Lachen auf der Straße wird bestraft.

    Nach einem großen Zeitsprung lernen wir Laila kennen, die Tochter von Mariams Nachbarin Fariba. Ihr Vater hat die Universität abgeschlossen und ist Lehrer. Sie wächst wohlbehütet mit ihrem Freund Tarik auf, der aufgrund einer übersehenen Landmine nur noch ein Bein hat. Auch sie muss im Laufe der Geschichte Rashid heiraten, da ihre Familie in den kriegerischen Auseinandersetzungen des Landes getötet wird. Mit Tarik pflegt sie eine zärtliche Liebe, aus der schließlich ein ungewolltes Kind hervorgeht, das sie versucht, als das eigene von Rashid kenntlich zu machen, um nicht in Ungnade zu fallen. Rashid ist jedoch nicht besonders angetan von seiner Tochter. Man kann seine frauenfeindlichen Züge deutlich erkennen. Er behandelt auch Laila schlecht, und trotz der anfänglichen Feindseligkeit zwischen Mariam und ihr entwickelt sich eine bedeutende Freundschaft zwischen den beiden Frauen, die gemeinsam versuchen, die schrecklichen Taten ihres Mannes zu ertragen.

    Ich möchte nicht näher auf die Handlung eingehen und werde meinen Gesamteindruck etwas ausführlicher schildern.

    Wie bereits erwähnt, hat mich dieses Buch sehr emotional berührt. Es ist schrecklich, vor allem im aktuellen Kontext, was vor allem Frauen in solchen Situationen ertragen müssen, unter einem Regime, das einen radikalisierten Glauben auslebt.

    Ich spreche hier bewusst von Radikalisierung, denn jede Ideologie kann zweckentfremdet werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie den Kern eines Glaubens widerspiegelt oder ihm widerspricht. Jede Form der Ideologie und des Denkens kann in eine feindselige und radikale Richtung ausarten, und darüber sollte ein offener Diskurs geführt werden, ohne friedliche Gläubige zu diffamieren, aber auch ohne das eigentliche Thema zu vernachlässigen und sich völlig der Verantwortung zu entziehen. Ich empfehle das Buch jedem, der sich für den historischen Hintergrund Afghanistans und die entsprechende Rolle der Frauen interessiert. Es ist aber auch nichts für schwache Nerven. Khaled Hosseini hat eine schöne, aber auch erschreckende Art, Dinge zu beschreiben und seinen Worten Leben einzuhauchen. Ich danke ihm für dieses Buch. Es hat meine Empathie und meinen politischen Standpunkt eindeutig bestätigt.



  3. Cover des Buches Den Himmel gibt's echt (ISBN: 9783775152785)
    Todd Burpo

    Den Himmel gibt's echt

     (70)
    Aktuelle Rezension von: Keksisbaby

    Eine Frage, die wohl jeden beschäftigt, ist was kommt nach dem Tod. Nur wenige, die eine Nahtoderfahrung hatten, können Eindrücke schildern, wie es ausschaut das Leben Danach. So auch der kleine Colton. Eine akute Blinddarmentzündung bringt den Vierjährigen an den Rand des Todes. Später als alles überstanden ist, beginnt er seltsame Bemerkungen zu machen. Er fragt nach der Gottesfurcht verstorbener, behauptet neben Jesus gesessen zu haben und das er seine kleine Schwester getroffen hat, von deren Existenz er gar nichts wissen dürfte. Behutsam versucht der Vater über die nächsten Jahre Colton auszuhorchen, wie es denn sei im Himmel. All dies hat der evangelische Pfarrer nach langen Bitten seiner Gemeinde zu Papier gebracht mit dem Titel: „Den Himmel gibt es echt.“

     

    Ich kann auch mich nicht von der Neugier freisprechen zu erfahren, was mich nach meinem Tod erwartet und da dieses Buch im Rahmen von Amazon Primereading kostenlos zur Verfügung stand, musste ich es einfach lesen. Ich fand die Geschichte der Familie Burpo spannend, aber vom Himmel war ich ehrlich gesagt enttäuscht. Der Himmel passt eins zu eins zur Bibel. Ich möchte gar nicht abstreiten, dass das was Colton erlebt hat, nicht seinen eigenen Wahrheitsgehalt hat, vielmehr weigere ich mich einfach anzunehmen, dass die biblische Geschichte vom Himmel den Menschen zugesandt wurde, wie ein Fax. Es handelt sich für mich um Erzählungen damaliger Ereignisse, die mündlich weitergegeben wurde, bis jemand sie zu Papier brachte. Der Junge berichtet von Schlachten zwischen Satan und Gott, Jesus der die Kinderlein zu sich kommen lässt und antike Kleidungsstücke, ähnlich einer Togaparty mit Schärpen in unterschiedlichen Farben, wahrscheinlich je nach Dienstgrad. Nein in diesen Himmel möchte ich nicht, würde es doch bedeuten, dass dieser nur Christen offen steht. Was ist mit all den anderen Religionen? Muslime, Hinduisten, Juden und Buddhisten? Ich glaube einfach nicht, dass die Christen die alleinige wahre Religion für sich gepachtet haben, vielmehr glaube ich dass das was Colton gesehen hat, sehr geprägt war von seinem familiären Umfeld. Es stellt sich nämlich die Frage hätte ein Kind, dass nicht aus einer streng gläubigen Pfarrersfamilie stammt, all dies auch so bewertet oder sähe der Himmel eines Moslems genauso aus? Außerdem betont mir der Vater zu oft, dass ein Kind solche Details nicht wissen könne. Nein das war einfach nicht mein Buch.

     

    Ein Buch das Christen helfen kann, die einen lieben Angehörigen vermissen, nur für mich als Atheist liefert diese Schilderung keine realistische Vorstellung vom Himmel, dazu passt das was Colton erzählt zu sehr auf Bibelzitate, die er wahrscheinlich sehr oft gehört hat, wenn sein Vater predigte.

  4. Cover des Buches 'Hallo, Mister Gott, hier spricht Anna' (ISBN: 9783596812752)
    Fynn

    'Hallo, Mister Gott, hier spricht Anna'

     (539)
    Aktuelle Rezension von: Marcsbuecherecke

    Wie so oft, habe ich auch dieses Buch relativ häufig in die Hand genommen und kurze Zeit später wieder ins Regal gestellt, weil ich immer dachte: Deine Zeit ist noch nicht jetzt. 

     

    Was soll ich sagen? In der Zwischenzeit war die Zeit da und ich bin begeistert! Dieses Buch ist ein kleines aber feines Meisterwerk, das bei mir zu mehr als nur einer Träne geführt hat. 

    Der Schreibstil ist auf den ersten Blick gewöhnungsbedürftig, aber sehr authentisch und macht den besonderen Reiz des Buches aus. 

     

    Da die Handlung recht kurz ist, möchte ich inhaltlich nicht zu sehr auf die Geschichte eingehen um Spoiler zu vermeiden. 

     

    Fazit:

     

    Eines kann ich aber schnell noch sagen: Eines der besten Bücher, die ich jemals gelesen habe. 

  5. Cover des Buches Eat, Pray, Love (ISBN: 9780747585664)
    Elizabeth Gilbert

    Eat, Pray, Love

     (132)
    Aktuelle Rezension von: summerwildfey

    In the beginning, it was interesting enough, but around 30-40% it became very boring. DNFed at around 60%.

  6. Cover des Buches All die Jahre (ISBN: 9783957340863)
    Cathy LaGrow

    All die Jahre

     (19)
    Aktuelle Rezension von: robbylesegern
    Wer das Buch " All die Jahre " von Cathy LaGrow liest, sollte sich im Klaren darüber sein, dass es sich bei dem Verlag, der dieses Buch herausgegeben hat , um einen christlich geprägten Verlag handelt. Dementsprechend wird auch viel über den Glauben und alles was damit zusammenhängt, in diesem Buch berichtet. Die Geschichte , die hier erzählt wird, ist aber eine Geschichte, die es zu lesen lohnt.

    Minka, die Protagonistin dieses Buches , ist die Tochter holländischer Einwanderer, die Anfang des letzten Jahrhunderts in Amerika leben. Ihr Vater stirbt früh bei einem Unfall und ihre Mutter heiratet später einen Milchbauern , der von Minka und seinen Geschwistern viel Arbeitseinsatz auf dem Hof fordert. Schulbildung für Mädchen ist zu dieser Zeit noch kein Thema.Nach einigen Jahren Schule werden die Kinder auf dem Hof als Arbeitskraft gebraucht.
    Minka wird mit 16 Jahren , als unaufgeklärtes Mädchen von einem Mann vergewaltigt und verlässt dann das Elternhaus , bevor man ihr ihre Schwangerschaft ansieht. Nach der Geburt bleibt sie noch einige Wochen in einem Mutter,- Kindheim , bevor sie ihr Kind zur Adoption frei gibt.Entscheiden tun die Eltern, Minka hat wenig Mitspracherecht. Doch Minka vergisst ihre Tochter nie und hält noch lange den Kontakt zur Leiterin des Hauses und hofft auf weitere Informationen über ihr Kind, die ihr aber nicht erteilt werden, da dies rechtlich nicht möglich ist. Der Leser erfährt nun viel über ihr weiteres Leben, das von einem christlichen Konsenz geprägt ist.

    Dieses Buch liest sich wie ein spannender Roman. Ich konnte mich nicht von den Seiten dieses Buches lösen, weil ich einfach wissen wollte, wie Minkas Leben weitergeht, ob sie ihre Tochter noch einmal wiedersieht oder nicht. Es lohnt sich wirklich dieses Buch zu lesen , da es sehr überzeugend und empathisch geschrieben wurde. Die Geschichte berührt und hat mich mehr als einmal zum Weinen gebracht, zumal es sich ja auch nicht um einen Roman, sondern um eine reale Geschichte handelt.
  7. Cover des Buches Tannöd (ISBN: 9783455650792)
    Andrea Maria Schenkel

    Tannöd

     (786)
    Aktuelle Rezension von: reading_with_cat

    In der tiefsten bayerischen Einöde: Eine ganze Familie wird in einer Nacht ausgelöscht, mit der Spitzhacke erschlagen. Jetzt heißt er nur noch Mordhof, der einsam gelegene Hof des Danners in Tannöd und vom Mörder fehlt jede Spur.

    Es ist etwas schwierig wirklich etwas über die Charaktere zu sagen, da die Geschichte zu größten Teilen aus Zeugenberichten besteht und man auch sonst nicht viel über die Charaktere erfährt. Das was man jedoch erfährt ist so abgedroschen, dass es irgendwie schon wieder echt für die Zeit und den Ort anfühlt.

    Dann zum Schreibstil der war wohl das speziellste an der Geschichte. Sie besteht zu größten Teilen wie gesagt aus Zeugenberichten, dort hatte ich auch jedes Mal das Gefühl, dass die beschriebene Person das wirklich so erzählen würde. Der restliche Teil besteht aus verschiedenen Sichten innerhalb und außerhalb der Familie. Das ganze ist nicht chronologisch aufgebaut und stattdessen kommen die Sichten immer näher zu der Tat selbst. Zu Anfang nur Leute, die jemanden kannten und dann auffiel, dass sie fehlten, bis hin zu am Ende beteiligten.

    Das Konzept war so unglaublich verstörend. ich möchte jetzt nicht zu sehr ins Detail gehen, aber die Familie ist auch nicht ganz Koscher. Selbst hätte ich es vermutlich nie gelesen, da es einfach überhaupt nicht mein Genre ist (Ich musste es für die Schule lesen). Dennoch war es gerade durch den oben genannten Aufbau ziemlich genial.

    Die Geschehnisse waren wie schon gesagt extremst abgedroschen und verstörend und wirkten dennoch irgendwie echt. Der Aufbau hat es so unglaublich spannend gemacht, dass ich das Buch kaum noch aus der Hand legen konnten. ich musste einfach wissen wer der Mörder ist. Dennoch hat es mich am Ende etwas enttäuscht. Es fehlte so dieser Twist. Dieses unerwartete. 

    Insgesamt war es auf jeden Fall ein gutes Buch. Vor allem auch für den Aufbau. Der ist einfach so besonders. Am Ende hat mir ein bisschen was gefehlt und es war auf jeden Fall sehr verstörend. Außerdem hat mir auch so der tiefere Sinn gefehlt. Die letzten Bücher dieser Art, die ich gelesen habe, hatten irgendwie so ein tiefes inneres. ich weiß nicht wie ich das beschreiben soll. Das hat mir hier irgendwie gefehlt.

  8. Cover des Buches Angelus (ISBN: 9783426198780)
    Danielle Trussoni

    Angelus

     (110)
    Aktuelle Rezension von: tsukitia16

    Infos:

    Bei „Angelus“ von Danielle Trussoni handelt es sich um den ersten Teil der Angelologie-Reihe. Der zweite Teil ist bisher noch nicht ins Deutsche übersetzt worden und ich bezweifle, dass er in Deutschland jemals erscheinen wird. Einen dritten Band scheint es nicht zu geben. 

    Ich würde das Buch in folgende Kategorie einordnen: Ein Wissenschaftsthriller mit Urban Fantasy - definitiv eine sehr interessante Mischung.

    Das Buch hat 646 Seiten und ist in 4 Teile unterteilt, welche mit Zitaten untertitelt werden. Eine klassische Kapiteleinteilung gibt es nicht. Die „Kapitel“ sind benannt nach den Orten, wo die aktuelle Handlung stattfindet (z.B. Kloster der hl. Rosa, Milton, New York). Das führte auch dazu, dass die „Kapitel“ sich in der Länge stark unterscheiden. Außerdem habe ich bei diesem Buch das mit Abstand längste Kapitel gelesen: 124 Seiten! Das fand ich persönlich nicht so angenehm zu Lesen. 

    Wir befinden uns in New York City (hauptsächlich), in Paris und ein wenig in Bulgarien.

    Es gibt mehrere Erzählperspektiven. Fünf Stück insgesamt (wobei drei davon tatsächlich am häufigsten vorkommen; die fünfte Person kommt nur in einem Kapitel vor). Es wird in dem Buch hauptsächlich der personale Erzähler genutzt, aber auch im zweiten Teil der Ich-Erzähler. Erzählt wird im Präteritum.

    Wir erfahren in diesem Buch sehr viel über die Angelologie (Lehre der Engel), Engel und es werden auch viele religiöse Themen angesprochen. Man kann sich bei diesem Buch sehr viel Wissen über diese Themen aneignen. An vielen Stellen fühlte es sich schon fast an wie ein Sachbuch.

    ~

    Meinung:

    Das Cover sieht ganz schick aus. Nicht besonders hässlich, aber auch nicht besonders schön. Dennoch hat es meine Aufmerksamkeit erregt und mich neugierig gemacht. Allerdings ist das Cover für die Art Geschichte nicht besonders gut geeignet. Ich hatte, aufgrund des Covers, andere Vorstellungen vom Inhalt. Das Original-Cover ist meiner Meinung nach nicht nur sehr viel hübscher, sondern ist auch besser für das Buch geeignet. Der Titel „Angelus“ klingt interessant und hat mein Interesse wecken können. 

    Der Schreibstil ist etwas anspruchsvoller, aber dennoch gut verständlich. Es gibt einige Fremdwörter und Fachbegriffe, die ich teilweise nachschauen musste, weil sie nicht erklärt worden bzw. ich sie nicht kannte. Insgesamt konnte mich der Schreibstil überzeugen. Gefühle, Orte usw. werden schön be- und umschrieben. Außerdem gibt es auch hin und wieder schöne Formulierungen. Die Schauplätze und die Handlungen werden anschaulich beschrieben und dennoch wird man mit Erklärungen/Beschreibungen nicht überhäuft. 

    Die Grundidee des Buches fand ich sehr spannend, auch wenn es natürlich nicht super neu ist. Viele Ideen innerhalb des Buches orientieren sich auch an das, was in der Angelologie gelehrt wird. Es wirkt auf mich auch sehr gut recherchiert. Daher sind aber auch die meisten Ideen im Buch nicht eigens von der Autorin ausgedacht, sondern aus der Angelologie entnommen. Die Angelologie ist die Lehre der Engel und war mir als Wissenschaft tatsächlich unbekannt. 

    Bei der Umsetzung dieser Ideen mangelt es allerdings. Die Protagonisten müssen am Ende einige Rätsel lösen, dessen Lösungen für mich aber eher an den Haaren herbeigeführt wirkten. Auch die Kämpfe waren tatsächlich sehr unspektakulär und unglaubhaft. So als müsse man den Kampf noch schnell beenden, denn man hat ja schon fast 600 Seiten geschrieben und muss endlich zum Ende kommen. Den Charakteren wurde es sehr oft zu einfach gemacht. Und auch die große Wendung zum Schluss habe ich nicht nur kommen sehen, sondern wirkte auch ziemlich plump auf mich. Der große Wow-Effekt blieb aus.

    Die Charaktere sind vielseitig und man bekommt ein ziemlich gutes Bild ihres Wesens dargeboten. Es gibt also keine langweiligen 0815-Charaktere. Die Nebencharaktere werden allerdings genauso behandelt – wie eher unwichtige Nebencharaktere. Da habe ich schon Bücher gelesen, wo das deutlich besser umgesetzt wurde. Ansonsten waren die Protagonisten gut dargestellt. Dennoch konnte ich keinen von ihnen wirklich ins Herz schließen. Sie wirkten größtenteils zu unnahbar und ich nahm sie eher aus der Distanz wahr. 

    Die Spannung war das größte Problem. Man eignet sich viel Wissen an und für Menschen, die sich sehr für Religion und die Lehre der Engel interessieren, ist das Ganze bestimmt ziemlich spannend zu lesen. Aber für mich war es einfach viel zu langweilig, zu theoretisch und zu trocken geschrieben. Ich wollte kein Sachbuch lesen, sondern ein Fantasy Roman. Es war größtenteils sehr ermüdend das Buch zu lesen und ich musste mich immer wieder zwingen es in die Hand zu nehmen. Es ging ziemlich schleppend voran. Anfangs fand ich die Geschichte noch gut und auch am Ende gab es einige Höhepunkte, die allerdings nicht die allgemeine Langeweile ausgleichen konnten. Die Mitte war am schlimmsten.

    Das Ende fand ich leider auch nicht besonders überzeugend. Es endete so abrupt und absolut lahm. Und wie Verlaine auf diesen Entschluss kommt, ist mir wirklich ein Rätsel. 

    Ich habe insgesamt 18 Lieblingsstellen markiert.

    ~

    Fazit: 

    Es ist wirklich schade. Die Idee hat sich so interessant angehört und man hätte so viel daraus machen können. Stattdessen geht die Spannung komplett durch diese wissenschaftlich-trockene Erzählweise unter. Ich kam vor allem in der Mitte des Buches nur sehr langsam voran und ich musste mich wirklich überwinden das Buch in die Hand zu nehmen. Dafür gab es aber immer wieder Höhepunkte und sowohl der Schreibstil als auch die Charaktere konnten mich größtenteils überzeugen. Wobei die Protagonisten zwar gut gestaltet, aber eher nicht so nahbar waren. Trotzdem hätte das Buch Potenzial, welches leider total durch diese ganzen Erklärungen/Erläuterungen/Zitate nieder gemacht wurde. Das hat die Story jedes Mal komplett ausgebremst. Hätte man diese Passagen gekürzt/weggelassen, hätte es so ein gutes Buch werden können. Auch waren mir die Lösungen der Rätsel oft nicht wirklich nachvollziehbar und die Kämpfe waren ziemlich lahm und unrealistisch.

  9. Cover des Buches Die Liebe findet dich (ISBN: 9783957340115)
    Francine Rivers

    Die Liebe findet dich

     (20)
    Aktuelle Rezension von: grxtaa

    wow, so krasses buch! Ich liebe es und es ist einer meiner Lieblingsbücher, echt beeindruckend und soo krass und toll einfach!!! Meine ganze Familie hat es gelesen (Mutter, Oma, Tanten, Schwester,  Freundin,...)

  10. Cover des Buches Das Lächeln des Drachen (ISBN: 9783957346216)
    Elisabeth Büchle

    Das Lächeln des Drachen

     (57)
    Aktuelle Rezension von: evelin-petrov

    Das Buch ist unterteilt in zwei Geschichten. Ich fand sowohl die erste als auch die zweite sehr interessant und gefühlvoll, die Figuren sind gut ausgearbeitet. Im zweiten Teil fand ich besonders den Bezug zum Glauben gut.

    Wovon ich ein wenig enttäuscht war, war der Bezug zwischen beiden Teilen... Da hat meiner Meinung nach die Verbindung etwas gefehlt, bzw. hätte mehr sein können. Trotzdem spannend zu lesen ohne "Füllszenen". Der Schreibstil ist wie immer super!

  11. Cover des Buches Franny und Zooey (ISBN: 9783499245589)
    J. D. Salinger

    Franny und Zooey

     (127)
    Aktuelle Rezension von: CarolinHafen

    Franny hat einen Nervenzusammenbruch.

    Nein, eigentlich ist es mehr. Ein Weltzusammenbruch. Franny ist 21, auf der Uni, dabei sich selbst kennen zu lernen, und das Leben überhaupt. Doch ihr ist alles zuwider. Die Professoren sind ihr zu langweilig, zu dumm, die Schauspiel-Kollegen zu egoistisch, zu eitel. Ihr Freund, meine Güte… Sie trifft ihn zum essen, sie planen das Wochenende zusammen zu verbringen, sie reden über Semesterarbeiten und wollen zu einem Football-Spiel. Aus ihrer Sicht ist Lane ein ziemlicher Schwachkopf. Ein Klugscheißer, der von seiner Freundin bewundert werden will. Aber es liegt nicht an Lane oder den Studenten, dem Alkohol, den Menschen aller Couleur, die sich darstellen… es ist die Sichtweise.

    Franny bricht zusammen, sie kotzt und weint und wird immer wieder ohnmächtig. So sehr ist ihr alles zuwider. Erschöpft kehrt sie nach Hause zurück, macht ihre Eltern und die Geschwister völlig verrückt. Franny hat insgesamt 6 Geschwister, sie ist das Nesthäkchen und zwei Brüder sind schon tot. Der eine hat Selbstmord begangen, der andere fiel im Krieg. Die Mutter bittet ihren Sohn Zooey mit Franny zu sprechen, ihr zu helfen, heraus zu finden, was sie so plagt.

    Die Geschwister wurden als Wunderkinder erzogen. Und Franny tut das, was Wunderkindern eigen ist: Sie meint die Welt zu kennen, sie glaubt schon alles zu wissen. Und da irrt sie sich gewaltig. Zooey ist nur drei Jahre älter, aber er kennt ihr Problem, es ist ihm vertraut. Es ist schon ironisch, wie gut er sich damit auskennt, und die Lösung parat hat – für seine Schwester, nicht für sich. Er kann auch nicht aus seiner Haut…

    Zooey hält seiner Schwester einen langen Vortrag, mit vielen Wiederholungen. Ich verstehe das. Man kann jemandem nicht einfach eine Erkenntnis vor den Latz knallen und meinen, damit sei alles erledigt. Es dauert, bis das Begreifen einsetzt, bis man die Botschaft annehmen kann, umwandeln. Zooey nimmt seine Schwester auseinander, Stück für Stück, wie eine kaputte Uhr. Ihre Muster, ihre Glaubenssätze, und er kann das, weil er sie schon als Kind kannte. Am Schluss setzt er sie wieder zusammen, alles an seinen Platz. Uhrwerk und Zeiger und Zahnräder. Bis wieder alles funktioniert. Ich bin überrascht wie viel die Geschichte mit mir zu tun hat, wie sehr sie mich berührt. Einen wunden Punkt berührt. Als Künstler muss man eine Vollkommenheit für sein eigenes Wirken anstreben, etwas, dass man für richtig und wichtig hält. Und die Maßstäbe dafür bestimmt man selbst. Vielleicht begreife ich das irgendwann auch.

    Zooey ist Schauspieler, offenbar auch ein guter, da er sehr gefragt ist. Franny möchte Schauspielerin werden, doch sie ist verunsichert von Leuten in der fünften Reihe, die an der falschen Stelle lachen. Sie findet ihre Kollegen zu aufgeblasen, zu eitel, so will sie nicht sein und wirft alles hin. Zooey stand vor einem ähnlichen Dilemma: Selbstdarstellung oder Kunst? Er erhielt einen Brief von seinem Bruder Buddy (bei 7 Geschwistern ist der Altersunterschied entsprechend groß). Ich glaube, der Brief von Buddy an Zooey bedeutet genau das: Zooey hatte die selbe Krise und Buddy hat ihn auseinander genommen und wieder zusammen gesetzt. Deshalb kann Zooey seiner Schwester diesen ellenlangen Vortrag halten. Ich müsste das Buch noch einmal lesen um meine Theorie zu beweisen. Ich werde es auch noch mal lesen, aber nicht jetzt, nicht gleich. Ich muss es sacken lassen und darüber nachdenken. Und dann werde ich es noch einmal lesen. Ich bin kein religiöser Mensch im Sinne von „Jesus ist super“. Franny sucht nach ihrem Glauben, aber es ist, meiner Meinung nach egal, ob man seine Gebete an Gott richtet, ans Universum oder an Zooeys „dicke Frau“. Das Ergebnis ist das gleiche. Sich zu zeigen und zuzulassen gesehen zu werden. Zooey hat das, mit seinem Vortrag schöner, drastischer, brutaler und zärtlicher erklärt als ich es jetzt zusammen fasse. Das ist auch eine Kunst: Voller Liebe zuhauen (verbal). Meine Fresse.

    Das Buch lag nun ewig auf meinem SUB und nun bin ich sehr froh es endlich entdeckt zu haben.

  12. Cover des Buches Jolas Briefe (ISBN: 9783868276299)
    Lisa Wingate

    Jolas Briefe

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Postbote
    Tandi Reese hat zwei Kinder von zwei verschiedenen Männern. Mittlerweile lebt sie alleine und möchte ihre Kinder selbst erziehen.
    Tandi will einen Neuanfang und das in einem kleinen Ort Namens Fairhope.
    Sie lebt in einem Haus, angemietet, doch Tandi hat stets wenig Geld. Ihre nicht einfache Vergangenheit, Tablettensucht und die Abhängigkeit zu einem Mann, machten das Leben für Tandi und ihre Kindern nicht einfach.
    Doch sie will viel wagen, loskommen von ihren alten Gewohnheiten. Im und mit im Glauben zu Gott möchte sie selbst stark werden, sie weis um ihre Schwächen.
    Zudem besucht sie das alte Haus ihrer Nachbarin Jola, die Tür steht offen und Tandi betritt unbefugt das Haus. Hier hat Lisa Wingate einen starken spannenden moment geschaffen wie Tandi das Haus durchläuft und Jola tot in einem strahlend schönen Zimmer findet. Tandi, bekommt die Erlaubnis das Haus zu entrümpeln und kann dabei sich noch etwas Geld dazuverdienen.
    Dabei stöst sie auf geheimnissvolle Kästchen, die gefüllt sind mit vielen Briefen, an den Vater.(Gott)
    Tandi kann nicht anderst und fängt an zu lesen und erfährt somit sehr viele Geheimnisse um und über Jola, die meintlich, recht unaufällig in Fairhope gelebt hatte.
    Doch durch die Briefe kommt das eigentliche Wirken von Jola ans Licht. Tandi lernt viel daraus und fühlt sich dadurch angespornt ihr Leben vorwärts zu bringen.

    Ein wunderschöner Roman, den ich gerne und in einem flüssigen Schreibstil gelesen habe. Für mich hatte der Roman einen großen Stellenwert, da innhaltliche, gravierende Familliäre Probleme, so wie sie heute bei vielen vorkommen, dabei nichts verniedlicht wurde. Der christliche Glaube, vor allem die betende Stimmung von Tandi um gute Veränderung, prägten diesen Roman weiter.
    Die Autorin hat eine spannende, lebendige und realistische  Leseatmosphäre geschaffen. Ehrliche Selbsterkenntnis prägten die Charakter und brachte so die Stimmung des Förderlichen Stark werden mit ein. Die Schwächen fanden auch ihren Raum, turbulent, schmerzliches Lesefühlen garantiert.
    Überraschend Neues und Neue Freunde, sorgten für weiter empfehlendswerte Lesestimmung.
    Briefe an den Vater,(Gebete an Gott schreiben) und dann in ein Kästchen zu legen finde ich besonderst neu und kreativ.
    Eine Leseempfehlung
    5 Punkte
  13. Cover des Buches Hildegards Schatzkiste (ISBN: 9783451031717)
    Hildegard von Bingen

    Hildegards Schatzkiste

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Lealein1906
    "Hildgards Schatzkiste" - dieser Titel bringt eigentlich schon auf den Punkt, was uns in diesem Buch erwartet. Nämlich ihre interessantesten Weisheiten zu verschiedenen Themen, die im Alltag helfen können, spannende Ansichten auf unterschiedliche Dinge und auch Rezepte.

    Das Buch fasst zunächst kurz Hildegards Leben zusammen, bevor dann ihre Meinung zu den Themen "Von Gott, Mensch und der Welt", "Über Männer und Frauen", "Lebensführung und Wohlergehen", "Gesunde Ernährung" und "Rat für Pädagogen, Politiker, Manager und Eheleute" erzählt wird. In jedem dieser Kapitel wird in kleinen ganz kurzen Unterkapiteln dann beschrieben, was Hildegard dazu zu sagen hatte. Am Ende gibt es noch Rezepte und Lieder.

    Was mir mit am besten gefallen hat, ist die Übersichtlichkeit. So kann man sich ganz gezielt heraussuchen, was man gerade lesen will. Ich habe aber einfach wie gebannt das ganze Büchlein durchgeblättert, weil Hildegards Gedanken so faszinierend sind und auch noch in die heutige Welt super hineinpassen.

    Dieses Buch eignet sich super zum Verschenken, ist spannend und lehrreich und gehört eigentlich in jeden Haushalt. Unbedingt empfehlenswert.
  14. Cover des Buches Brautflug (ISBN: 9783596511778)
    Marieke van der Pol

    Brautflug

     (126)
    Aktuelle Rezension von: Simone_081

    "Brautflug" von Marie van der Pol ist ein klassischer Frauenroman, der aber gerne ein bisschen mehr sein möchte. Das merkt man z.B. an der besonderen (jedoch anstrengenden) Sprache oder an den ausgeklügelten Charakteren, die tatsächlich ein bisschen mehr Substanz haben als in den meisten anderen Frauenromanen.

    Dann hört es allerdings auf, da sich der Roman genauso wie die meisten anderen Frauenromane mit Themen wie Ehe & Heirat, Kinderkriegen (ja oder nein!) und Emanzipation befasst. Der Hintergrund mit dem Flugzeugrennen in den 50ern ist originell genauso wie der Schauplatz Neuseeland, trotzdem wirkt der Roman furchtbar bieder und altbacken auf mich. Neues wird einem nicht wirklich geboten. Ständig hat man das Gefühl, das eine oder andere schon einmal irgendwo anders gelesen zu haben.

    Auch mit den Charakteren konnte ich nichts anfangen. Marieke van der Pol hat zwar wie gesagt versucht ihren Figuren Tiefe zu verleihen, trotzdem wirken sie austauschbar, distanziert und unsympathisch. Das Ganze wird irgendwie noch verstärkt durch die Sprache, die seltsam emotionslos und nüchtern wirkt. Es wird eigentlich nur beschrieben, was die Personen tun ("Dann tat sie das und dann jenes und dann ging sie dorthin und traf jenen..."), nicht aber, wie es ihnen dabei ging.

    "Brautflug" ist ein seltsamer Roman, der nicht Fisch und nicht Fleisch ist. Ich habe nur bis Seite 300 durchgehalten, dann habe ich abgebrochen. Leider kann ich den ganzen positiven Kommentaren nicht beipflichten. Vielleicht ist dieser Roman etwas für Leute, die gerne Frauenromane lesen, vielleicht aber auch nicht.


  15. Cover des Buches Die Ankündigung (ISBN: 9783775160537)
    Nancy Mehl

    Die Ankündigung

     (20)
    Aktuelle Rezension von: annislesewelt

    Dieses Buch habe ich verschlungen, ich liebe Thriller, lese sie unglaublich gerne und auch wenn ich Irene Hannon, Dee Henderson und andere gerne lese, Nancy Mehl hat den Stil den ich, außerhalb der christlichen Bubble, bevorzugt lese.

    Nicht ganz so grausam, aber voller Spannung, Action, mehrere Morde und den erbitterten Kampf den Mörder zu greifen, dazu sehr sympathische aber auch verletzliche Special Agenten.

    Kaely glaubt an Gott und sucht Rat und Hilfe bei ihm, das fließt immer wirder in die Geschichte ein und das gefällt mir.

    Gott ist schließlich auch dann da, oder gerade dann, wenn schlimme und grausame Dinge passieren, dann möchte er uns trösten, helfen, uns nahe sein und begleiten.

    Es ist aufregend Kaely auf ihrem Weg zu begleiten, ihre Ängste und ihr Denken mitzuerleben.

    Beide, sowohl Kaely als auch ihr Partner Noah, sind mir beim Lesen ans Herz gewachsen und ich freue mich auf weitere Bücher von Nancy Mehl.

    Am schönsten wäre es wenn auch Kaely und Noah in den Büchern vorkommen - ich glaube, und hoffe, da kommt noch einiges.

    Eine große Empfehlung meinerseits wenn man auch ein bisschen mehr Action vertragen kann.

    Ich war positiv überrascht, habe dieses Buch eigentlich auch nur wegen seines Aussehens gekauft.

    Bei vielen Büchern hat man den Eindruck sie so ähnlich schon gelesen zu haben, hier war es nicht so.

    Spannend von der ersten Seite an und enttäuschend weil es so schnell zu Ende war. 😁

  16. Cover des Buches Dein Blick so tot (ISBN: 9783963620775)
    Dani Pettrey

    Dein Blick so tot

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Felicitas_Brandt

     Mit einer Menge Fragen und einem unguten Gefühl trat sie in die warme Nachtluft hinaus. Wo bist du, Skylar?

    Seite 15

     

    Inhalt:

     Avery Tate wird von ihrer Jugendfreundin Sky zu einer ungewöhnlichen Fotoausstellung in einer Galerie in Baltimore eingeladen. Doch Sky taucht nicht auf, stattdessen aber ein grausiges Portrait von ihr, von dem niemand weiß, wie es in die Galerie gekommen ist. Avery ist beunruhigt und ruft ihre Freunde zu Hilfe, um Sky aufzuspüren. Tatortanalytiker Parker Mitchell kommt sofort, um Avery zu unterstützen, was in der Fotografin gemischte Gefühle auslöst: denn sie ist in Parker verliebt, aber der trauert noch immer um seine verstorbene Jugendliebe. Doch jetzt muss Averey ihre Gefühle ausschalten, um Sky zu finden. Aber kann sie das?

     

    Meinung:

     

    Dein Blick so tot, ist der zweite Band der Baltimore Reihe von Dani Pettrey und ich empfehle auf jeden Fall die Bücher in der Reihenfolge zu lesen, weil man sonst mit den vielen Figuren einfach überfordert ist und die Zusammenhänge nicht versteht. Das Cover ist mir viel zu düstert, ebenso wie der Titel wobei der perfekt zu Cover und Inhalt passt! Ich mochte den ersten Band gerne und wollte unbedingt weiterlesen, deswegen habe ich mich von dem Cover nicht aufhalten lassen ^^ Außerdem hat mich der Klappentext neugierig gemacht, besonders auf die Fotografie-Szene.

     

    Die Vergangenheit war vergangen – wenigstens sagte sie sich selbst das immer wieder und bis heute hatte sie es auch tatsächlich geglaubt. Aber jetzt war sie wieder mitten in dieser Vergangenheit angekommen und der eine Mann, von dem sie gehofft hatte, er würde nie etwas davon erfahren, war mit ihr dort gelandet.

    Seite 67

     

    Da ich wirklich die Bände direkt hintereinander gelesen habe, fiel mir das Reinkommen in die Geschichte sehr leicht. Ich wusste direkt wieder wer wer ist und womit ich es zu tun hatte. Die Figuren aus Band I spielen alle eine Rolle in dieser Geschichte und ihre eigenen Geschichten werden auch weitererzählt. Avery ist aus der Fotografen Szene ausgestoßen worden, aus einem Grund den ich leider nicht nachvollziehen kann, denn sie hat jemanden bei einer Belästigung fotografiert und enttarnt. Auf jeden Fall ist es schwer für sie an diesem Abend zurückzukehren, aber sie liebt Sky sehr und würde alles für sie tun.

    Die Freundschaft der Beiden fand ich toll, weil Avery nicht aufgibt, obwohl sie schlimme Sachen über ihre Freundin herausfindet. Gleichzeitig sind die Beiden aber auch aneinander gebunden, denn Avery hat Sky damals quasi auf die dunkle Seite geführt. Avery hat irgendwann zu Gott gefunden und ihr Leben geändert, doch Sky nicht und Avery hat deswegen Schuldgefühle. 

     

    Sie hatte sich nie absichtlich in Gefahr begeben, aber die Gefahr schien Tanner einfach zu folgen und sie liebte das Ringen mit ihr. Der Kampf gegen das Böse mit Gottes Hilfe. 

    Seite 152

     

    Die Liebesgeschichte hat mir persönlich in ihrer Umsetzung nicht gefallen. Ich fand sie nicht emotional und hätte mir ein bisschen mehr Tiefe gewünscht, denn die Idee der Charaktere ist mega und ihre Beziehung zueinander auch. Aber das kommt irgendwie nicht so rüber, wie es könnte und ich war etwas enttäuscht. Außerdem finde ich es nicht cool, dass er sie „Mädchen“ nennt, das kommt wirklich zu machohaft rüber. Die Charaktere, gerade die Männer verkörpern einige Klischees, was grundsätzlich nicht schlimm ist, aber es war ein bisschen viel. 

     

    „Ich bin nicht hier, um zu urteilen. Der Himmel weiß, dass ich nicht das Recht habe, irgendjemanden zu verurteilen, aber ich kann richtig gut zuhören, wenn du was loswerden willst.“

    Seite 205

     

    Fazit: Eine coole Fortsetzung mit ein paar Schwächen in den Charakteren, aber einem sehr spannenden Krimi-Teil.

  17. Cover des Buches Der Schlüssel der Weisheit (ISBN: 9783775159975)
    Gilbert Morris

    Der Schlüssel der Weisheit

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Seelensplitter

    Meine Meinung zum christlichen Buch:

    Wakefield Saga 3

    Der Schlüssel der Weisheit


    Nachdem es der dritte Band der Reihe ist, könnte es vielleicht zu spoilern kommen. 

    SPOILERALARM


    Inhalt in meinen Worten: 

    Robin muss mit ansehen wie sein Sohn immer mehr abrutscht, als er sich gar nicht mehr zu helfen weiß und Chris im Gefängnis landet, und es nur noch eine Chance für diesen jungen Mann gibt, schickt er ihn auf die See. Dort lernt Chris eine ganz besondere Frau und den christlichen Glauben kennen, nicht nur das, dadurch das er mit ansehen musste, wie geliebte und vertraute Personen verstarben dachte er immer mehr über sich selbst nach und musste erkennen, so wie bisher geht es nicht. So reist er zurück zu seinem Vater, wo er merken muss, das die Liebe manch hartes Schicksal einhergehen lässt und wird selbst Vater, doch das ist nicht alles. Im Land herrscht Unruhe, denn unter Karl I braut sich ein Bürgerkrieg zusammen und was das für ihn, und all seinen Vertrauten bedeutet, das lest ihr am besten in diesem Band.


    Wie ich das Gelesene empfinde:

    Ich weiß nicht warum, aber dieser Teil aus der Reihe gefällt mir am besten, weil ich mich am besten hinein versetzen konnte, vielleicht liegt es aber auch daran, das hier eine weitere Facette des christlichen Glaubens - die Geistesgabe Prophetie und Träume - zu Sprache kommt und auch die Liebe viel intensiver und dramatischer verläuft und ich mehr oder minder Personen aus dem ersten Buch wieder begegnet bin, zudem fand ich es hart, wie dem Sohn von Robin mitgespielt wird und dieser erkennen muss, manche Liebe kann und darf nicht sein, weil diese nicht echt sein kann. 

    Was das aber bedeutet, das erfahre ich wohl erst im vierten Teil der Reihe.


    Die Sprache:

    An die Sprache muss man sich gewöhnen, das liegt daran, das sie ein wenig altertümlich und dennoch spannend aufgebaut ist. 


    Spannung:

    In diesem Buch mangelt es absolut nicht an der Spannung. Denn dafür passiert einfach ziemlich viel auf kurzer Zeit, zudem finde ich die Zeit wo das Buch spielt, ziemlich faszinierend. 


    Charaktere:

    Am Anfang geht es erst einmal um Chris, den Sohn von Robin. Doch dabei bleibt es nicht, es geht um mehrere besondere Frauen, um besondere Freundschaften und wie man den christlichen Glauben leben kann. Zudem lernt man aber auch Charakter kennen die nicht geradlinig sind sondern das Gegenteil und dennoch wird aus ihnen etwas, oder ihnen werden die Augen geöffnet und Gavin lernt, das sein Herz eben nicht immer Recht hat. 


    Der christliche Glaube:

    Einen Punkt muss ich bemängeln, wobei das eher an der Zeit liegt wo das Buch spielt und auch daran, wie es eben noch vor geraumer Zeit gelebt wurde. Das Rollenbild der Frau. In diesem Buch werden die Frauen wacher und auch gestaltungsreicher, dennoch wird einfach das alte Klischeebild Frau und Kind und Ehe und Familie hochgehalten und ziemlich zelebriert. Andererseits fand ich es toll, wie die Familie vom Diener auf Wakefield kommen darf und dort Geheimnisse anvertraut und aufgedeckt werden, mit denen man so gar nicht rechnen kann. Toll finde ich gerade hier, das eine andere Form des christlichen Glaubens mit aufgenommen wird. Nämlich das Gott nicht nur durch die Bibel spricht, sondern durch Träume und Visionen. Auch wenn ich hier meinen kleinen Kritikpunkt wegen dem Frauenbild habe und hatte, fand ich es gerade hier total toll zu sehen, wie die Charakter wachsen und Generationen über Generationen voneinander lernen dürfen. 

    Und auch wenn der christliche Glaube eine wichtige Rolle im Buch spielt und auch klar betont wird, so ist es nicht aufdringlich oder unangenehm, im Gegenteil. Irgendwie komme ich hier in das Träumen und selbst wieder staunen. 


    Empfehlung:

    Die Sprache ist nicht die leichte Sprache wie heute oftmals in Bücher verwendet, sondern etwas älter. Dennoch gut lesbar und mitnehmend in eine besondere Zeit und wenn der Luxus den wir heute kennen, auch damals schon gewesen wäre, aber mit dem gleichen Spirit, ich glaube ich hätte mich wohlfühlen können. 

    Das Buch kann man nicht am Stück lesen und das ist nicht tragisch denn so träumt man sich noch ein wenig länger in eine faszinierende Welt voller Aufbrüche, voller Hoffnungen und Träumen. 


    Bewertung: 

    Wie schon angesprochen ist gerade dieser Teil der beste für mich und auch glaubensfacettenreich. Deswegen vergebe ich fünf Sterne und bin sehr gespannt wie es mit den Charakteren weiter gehen kann. 

  18. Cover des Buches Hüter meines Herzens (ISBN: 9783961400324)
    Denise Hunter

    Hüter meines Herzens

     (12)
    Aktuelle Rezension von: mannomania

    Hüter meines Herzens von Denise Hunter
    Ein Roman mit 330 Seiten und 36 Kapiteln aus dem Brendow-Verlag

    Zum Inhalt:
    Die Autorin Denise Hunter schreibe eine Geschichte über ein seit achtzehn Monaten geschiedenes Ehepaar. Es handelt sich um den 31jährigen Ranchbesitzer Noah Mitchell und seine Exfrau Josephine. Aber, es stellt sich heraus, daß bei den Scheidungspapieren die Unterschrift eines Anwaltes fehlte, so daß die Scheidung ungültig ist.
    Um den verärgerten Noah friedlich zu stimmen, fährte Josie zu ihm auf die Ranch, um die Papiere zur Unterschrift erneut zu bringen und mit ihm zu reden. Unerwartet findet in den Bergen noch einmal ein heftiger Wintereinbruch mit viel Eis und Schnee statt. Da Josie nicht zurückreisen kann, müssen beide auf engem Raum ausharren. Dabei gibt es Aussprachen über Konflikte und Josie wagt es, Noah ihre traurige Kind- und Jugendzeit zu erzählen, die sie letzendlich prägte.
    Wird es Noah, der sehr gläubig ist gelingen, um der Liebe willen Josie zu vergeben...

    Fazit:
    Die Autorin hat eine sehr spannende und besonders gefühlvolle Geschichte geschrieben. Mir hat das Buch sehr gut gefallen.
    Sie beschreibt die Gegenwart und die Vergangenheit von beiden Protagonisten, so daß sich der Leser ein gutes Bild machen kann. Natürlich hofft man für Noah und Josie, daß es am Ende zu einer Vergebung der Liebe willen kommen kann.
    Von mir eine absolute Leseempfehlung mit 5*!

  19. Cover des Buches Du bist die Nächste (ISBN: 9783963621239)
    Rachel Dylan

    Du bist die Nächste

     (13)
    Aktuelle Rezension von: claudi-1963

    "Wer Menschenblut vergießt, dessen Blut soll auch durch Menschen vergossen werden; denn Gott hat den Menschen zu seinem Bilde gemacht." (1. Mose 9 , 6)
    Staatsanwältin Sophie Dawson die momentan einen interessanten Fall um Wirtschaftskriminalität bearbeitet, stürzt sich voller Engagement in diesen. In diesem hat der Bankangestellte der SID Glen Shelton über Jahre mehrere Klienten um ihr Geld betrogen. Auf dem Weg nach Hause hält Sophie an einem kleinen Laden, um etwas einzukaufen. Dort wird sie Zeugin, wie ein junger Mann zwei kaltblütige Morde begeht, dass dieser ausgerechnet der Bruder eines Kartellbosses ist, ahnt sie da noch nicht. So steht Sophie auf einmal auf der anderen Seite, den als alleinige Zeugin soll sie nun vor Gericht aussagen. Nicht nur das sie mit ihrem eigentlichen Fall unter einem enormen Druck steht, muss sie nun zusätzlich um ihr Leben fürchten und kämpfen. Mehrere Anschläge auf Sophie bleiben dank des Personenschützers Cooper Knight, den ihr Vater ohne ihren Willen angeheuert hat ohne Erfolg.


    Meine Meinung:
    Das recht unscheinbare Cover weist mit der Pistolenkugel daraufhin, das es sich hier um einen Krimi/Thriller handelt. Dieses Buch ist nach "Tödliche Nebenwirkung" der zweite Band der Atlanta-Justice Reihe, bisher für mich allerdings erst der erste. Der Schreibstil flüssig, unterhaltsam, spannend, fesselnd und mitunter sogar noch romantisch dazu. Dabei sind in kursiver Schrift immer wieder kurze Gebete oder christliche Gedanken in den Text eingearbeitet. Dadurch wird dieser interessanten Justizthriller, mit romantischer Liebesgeschichte ein besonderes Lesevergnügen für mich. Hier spürt man zudem sehr gut, dass die Autorin Rachel Dylan selbst jahrelang Anwältin in namhaften amerikanischen Kanzleien war. Kein Wunder also das sie sich in den USA hauptsächlich auf christliche Bücher, die in einer Welt mit Recht, Ordnung und Gerichten zutun haben, spezialisiert hat. Zudem sind ihr christliche Werte, Gebet und Glaube wichtig, das sie dies deshalb in ihre Texte einfließen lässt. Für mich ist dieses Buch bisher einer der spannendsten christlichen Thriller gewesen, die ich gelesen habe. Man kann dieses Buch jedoch, selbst wenn man mit dem christlichen Glauben nicht viel zu tun hat, ebenso gut lesen. Zwar kommen die Örtlichkeiten von Atlanta wenig zu Geltung, dafür sind ihre Charaktere umso stärker und gut durchdacht. Dabei kann die im Privaten eher zurückhaltende, gläubige, sympathische Sophie als Anwältin schon mal ganz anders auftreten. Lediglich warum sie ab und zu ihre Panikattacken hat, wird hier leider nicht gut erläutert, was ich etwas schade fand. Der smarte, gut aussehende Cooper Knight, der eine schwere Kindheit hinter sich hat, scheint im Sicherheitsunternehmen seine Zukunft zu sehen. Seine Probleme liegen dagegen eher im privaten Bereich. Trotz seines intensiven Glaubens hat er wegen seiner Vergangenheit Angst sich zu binden und auf eine Frau und Familie einzulassen. Nicht gerade eine gute Voraussetzung für die Liebe. Dem Buch, welches nicht nur spannende, sondern ebenso romantische Lesestunden verspricht, gebe ich gerne eine Leseempfehlung und 5 von 5 Sterne.

  20. Cover des Buches Mach nie die Augen zu (ISBN: 9783963621567)
    Elizabeth Goddard

    Mach nie die Augen zu

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Photon

    Der neue Krimi von Elizabeth Godard „Mach nie die Augen zu“ ist 2020 im Francke Verlag erschienen.

     

    Harper ist eine Tatortfotografin, die ein Jahr Urlaub mit ihrer Schwester macht, um ihr Burnout zu überwinden. Sie kann die Bilder der Tatorte aus ihrem Gedächtnis nicht mehr verbannen. Die beiden reisen durch Amerikas schöne Wildnis und sind zuletzt im Bereich der Teton Bergkette unterwegs. Die Autorin benutzt gerne diese Gegend als Hintergrund. Es muss dort meines Erachtens wunderschön sein. Harper versucht Abstand von ihrem Beruf zu bekommen, in dem sie Wildtiere fotografiert und die Wildnis genießt. Ihr letzter Stopp im Urlaub ist auch in der Nähe des Ortes ihrer Kindheit und ihre Schwester möchte ihr altes Haus wiedersehen. Als Harper gerade einen Grizzly fotografiert, wird sie Zeugin eines brutalen Mordes und hält diesen auch mit ihrer Kamera fest. Auf der Flucht verliert sie jedoch ihre Ausrüstung.

     

    Der Roman ist eine Mischung aus hartem Krimi, die Hauptakteure werden ständig von dem Schützen bedroht, und einer langsam entstehenden Zuneigung der beiden Hauptpersonen. Das Einzige, was mich am Anfang gestört hat, war, dass Harper und Heath, der Scout, der sie findet, Schulfreunde sind, aber es ist ja die alte Heimat der beiden Schwestern und da stößt man zwangsläufig auf alte Bekannte. Der Mörder weiß, dass Harper ihn gesehen und fotografiert hat und die Vermutung liegt nicht fern, dass er die Zeugin ausschalten will. Aber sie will auch nicht davonlaufen und stellt sich ihrem Trauma, das sie bedrückt. Es gibt aber keine Leiche und keine Spuren, so dass der Sheriff ihr nicht glaubt. Damit hat mich das Buch nicht mehr losgelassen. Zum einen die Protagonisten Harper und Heath, die nicht wissen, wie sie aufeinander reagieren sollen oder wollen. Beide mit einer Lebensgeschichte, mit der sie meinen, keinen Partner lieben zu können. Und die ständige Bedrohung durch den Mörder, der die Zeugen ausschalten will. Ich fand es genial und gruselig zugleich, wenn in der Geschichte die Gedankengänge des Mörders auftauchen und die Handlung sich zuspitzt. Da war es mir nicht möglich, das Buch wegzulegen, die Gänsehaut musste ich „genießen“. Genau so war es einfach romantisch zu lesen, wie sich beide zueinander hingezogen fühlen, aber es nicht wagen wollen, das sich auch einzugestehen. 

     

    Also für mich eine gelungene Geschichte, die knallharte Spannung mit einer aufkeimenden Liebesbeziehung perfekt kombiniert. Ich habe jede Seite genossen und das Buch nur ungerne beiseitegelegt. Zumal die Handlung erst zum Schluss ein großes Geheimnis offenbart. Ein absolut empfehlenswerter Krimi und bestimmt nicht mein letzter der Autorin. 

     

     

     

  21. Cover des Buches Die Sünden aus der Vergangenheit (ISBN: 9783963620423)
    Dani Pettrey

    Die Sünden aus der Vergangenheit

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Buchbloggerin

    Mein erstes Buch im Juni war Die Sünden aus der Vergangenheit von Dani Pettrey, der erste Band der Reihe „Das Baltimore-Team“. In meinem Post mit den Neuerscheinungen diesen Monats habe ich bereits den vierten und finalen Teil erwähnt, daher war es höchste Zeit, dass ich mit dieser Reihe beginne. Und ich bereue es nicht!

    Mit seiner Vergangenheit hat Griffin McCray eigentlich abgeschlossen: Nach einem missglückten Einsatz kündigte er seinen Job als Scharfschütze einer Polizeieinheit und arbeitet seitdem als Park Ranger auf den historischen Schlachtfeldern von Gettysburg. Mit der Ruhe ist es allerdings vorbei, als er auf einer seiner Patrouillen eine Leiche entdeckt und die attraktive Dr. Finley Scott die Ermittlungen aufnimmt.
    Für die forensische Anthropologin steht schnell fest, dass der Tote erst kürzlich ermordet wurde, allem Anschein nach von einem professionellen Scharfschützen. Als sich ausgerechnet Declan Gray, FBI, und Parker Mitchell, Gerichtsmediziner, in die Ermittlungen einschalten, gerät Griffin vom Regen in die Traufe. Plötzlich steckt er mittendrin in dem Fall und ihm bleibt keine andere Wahl, als sich seiner Vergangenheit zu stellen …

    Ich muss sagen, den Fall in diesem Krimi fand ich wirklich spannend. Gleich zu Beginn wird eine Leiche gefunden, kurz danach wird diese jedoch im Labor geklaut. Das wirft sofort einige Fragen auf. Zwischendurch liest man einige Sätze aus der Sicht der Täter (es sind mehrere Personen beteiligt), doch man weiß bis kurz vor Schluss nicht, wer es tatsächlich ist.

    Weniger „Glück“ hatte ich mit den Charakteren. Irgendwie fiel es mir nicht leicht, mit ihnen warm zu werden. Aber ich denke, für so einen Krimi ist es nicht das Wichtigste, als Leser eine Bindung zu den Protagonisten aufzubauen, denn im Vordergrund steht (auch) der Fall und dieser war tatsächlich spannender, als ich erwartet hatte.

    Ein großes Thema waren aber auch die Vergangenheiten der Protagonisten Griffin und Finley. Beide haben bereits in ihrem Leben Schreckliches durchstehen müssen und nun konnten beide einander helfen, damit zusammenhängende Gefühle und Ängste zu überwinden. Denn auch wenn man Schlimmes erlebt, darf man sich davon nicht unterkriegen lassen, sondern man muss die richtigen Schlüsse daraus ziehen und weitermachen, wenn man nicht möchte, dass das Erlebte einen kaputt macht. Das hat Dani Pettrey, wie ich finde, sehr gut und deutlich in diesem Krimi hervorgehoben.

    Bevor ich das Buch gelesen habe, habe ich mich gefragt, wie es gehen sollte, dass dieser Krimi noch nicht mal 300 Seiten umfasst, denn ich hätte gedacht, dass der Fall somit nicht genügend Kapazitäten hätte, sich zu entfalten und zu entwickeln. Tatsächlich ist dies hier nicht so, denn die Autorin hat es geschafft, die Spannung steigen zu lassen. Eventuell hätte sie noch näher auf den Fall eingehen können, aber eigentlich finde ich es ganz gut so, wie sie es letztendlich gemacht hat.

    Die Sünden aus der Vergangenheit ist also ein durchaus gelungener Krimi mit einem mitreißenden Fall, der den Leser Nervenkitzel verspüren lässt.
    Ich weiß nicht, ob dies auch für erfahrene Krimileser gilt, probiert es also einfach aus und lest dieses Buch… 🙂
    Von mir gibt es 4 von 5 Sterne.

  22. Cover des Buches Auschwitz # 34207 (ISBN: 9783038481744)
    Nancy Sprowell Geise

    Auschwitz # 34207

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Angelika123

    In dem Buch „Auschwitz #34207 – Die Joe Rubinstein Story“ schreibt Autorin und Biographin Nancy Sprowell Geise über das Leben und Überleben des polnischen Juden Joe Rubinstein zu Zeiten der Nationalsozialisten im 2. Weltkrieg.

    Als unbedarfter Teenager gerät Joe Rubinstein völlig überrascht in die Fänge der Nazis. Anfangs noch als Zwangsarbeiter für das Ausheben von Verteidigungsgräben für Hitlers Militär gebraucht, wohnt Joe zu dieser Zeit noch zusammen mit der Familie in seiner Heimatstadt Radom, die jedoch nach und nach zu einem polnischen Judenghetto umfunktioniert wird. Nach und nach verschärft sich die ohnehin bereits hoch dramatische Situation und gipfelt schließlich im Abtransport Joes nach Auschwitz. Er erlebt ganz furchtbare Dinge und Menschen, unmenschliche, brutale, unaussprechliche Gewalt und unbeschreibliches Leid. Und dennoch gibt Joe niemals auf. In seinem unerschütterlichen Glauben an Gott und die Familie findet er die Kraft zum Überleben und schafft das, was Millionen anderer versagt blieb: Joe überlebt die Nazi-Hölle... 


    Obwohl ich bereits viele Bücher gelesen und Filme gesehen habe, die das Dritte Reich, den Zweiten Weltkrieg und den Holocaust behandeln, ist diese biographische Geschichte nochmal etwas ganz anderes und sehr Besonderes. Mir kam es so vor, als würde Joe Rubinstein leibhaftig vor mir sitzen und als Zeitzeuge von Angesicht zu Angesicht zu mir sprechen – so lebendig und intensiv ist die Story aufgeschrieben. Sie hat mich regelrecht gefangen genommen und – auch nach dem Beenden der Lektüre – sehr lange nicht mehr losgelassen. Obwohl mich die Zeilen dieses Buches bisweilen schockiert haben und mich so ein manches Mal zwangen eine Pause einzulegen, so ist „Auschwitz #34207“ dennoch ein Buch, das man gelesen haben sollte. Schockierend offen schreibt Nancy Sprowell Geise über Joes Erlebnisse in diversen Konzentrationslagern, doch  trotz dieses unbegreiflich großen Leids, das einem hier vor Augen geführt wird, ist Joes Geschichte auch eine Geschichte voller Hoffnung. Es ist berührend und bewundernswert mit welcher Zuversicht Joe sich sein Leben danach aufbaut und mit welchem Mut und welcher Offenheit er über seine schreckliche Vergangenheit spricht. Dieses Buch ist ein einfach rundum gelungenes und mitreißendes Zeugnis über eine Zeit, die hoffentlich niemals vergessen wird und nie, nie wieder geschieht.

  23. Cover des Buches Und jenseits der Berge das Leben (ISBN: 9783868275971)
    Elizabeth Musser

    Und jenseits der Berge das Leben

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Sonnenblume1988

    Die schwerkranke Bobbie reist mit ihrer Nichte Tracie nach Österreich in die „Oase“, einer christlichen Einrichtung, die Flüchtlinge unterstützt. Dort hat sie vor vielen Jahren Amir, ihre große Liebe kennengelernt, bevor Bobbie den Kontakt zu ihm abgebrochen hat. Nun möchte sie ihre alten Wunden heilen.

    Während Bobbie und Tracie auf dem Weg nach Österreich sind, flüchtet der Iraner und Muslim Hamid aus seiner Heimat. Auch sein Ziel ist Österreich, doch um dort hin zu gelangen muss er seine schwangere Frau und seine kleine Tochter zurück lassen. Ungewiss, ob er sie je wieder sehen wird, macht er sich auf den Weg Richtung Türkei.

    Neben den Erzählsträngen von Hamid, Bobbie und Tracie werden auch die Sichtweisen von Hamids Tochter Rasa, seiner Frau Alaleh sowie einigen anderen Personen erzählt. Dennoch wird es nicht unübersichtlich, sondern das Buch bekommt Tiefgang und Spannung.

    Mir gefällt vor allem das recht untypische Romanthema des Buches. Christenverfolgung ist zwar ein hochaktuelles Thema, wird jedoch selten aufgegriffen. Das Buch zeigt, wie gut wir es in Deutschland haben und wie dankbar wir sein können. Es stärkt auch das Einfühlungsvermögen den Menschen gegenüber, die auf der Flucht sind. Gut gefallen hat mir aber auch, dass das Thema nicht nur aus einer Sicht betrachtet wird, sondern Tracie anfangs viele Vorurteile gegen Flüchtlinge und gegen den christlichen Glauben hat.

    Der Glaube spielt das ganze Buch über eine wichtige Rolle. Rasa, die Tochter von Hamid, lebt als Christin im Iran. Sie dient ihren Eltern mit ihrem Glauben an Isa und ihren Gebeten als Vorbild. In der Oase ist der Glaube ebenfalls Thema. Da es dort jedoch auch viele Muslime gibt, wird mit dem Thema sehr sensibel umgegangen, denn nicht jeder Muslim sieht es gerne, wenn seine Landsleute sich für den christlichen Glauben interessieren.

    Ich bin wirklich sehr begeistert von dem Buch und würde es am liebsten gleich noch einmal lesen. Tracies Worte, wie sehr sie die Arbeit in der Oase berührt, passen perfekt, um diese Geschichte zu beschreiben. Elisabeth Mussers neuer Roman ist “intensiv, befriedigend, herzzerreißend und manchmal auch einfach beeindruckend“ (S.167).

  24. Cover des Buches Wie im Himmel, so auf Erden (ISBN: 9783957341242)
    Betsy Duffey

    Wie im Himmel, so auf Erden

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Arwen10
    In diesem Roman geht es in vielen Geschichten um ein Satz, ein Wort aus dem Vaterunser. Wie schon im ersten Buch der beiden Schwestern "Das Lied des Hirten" ist es eine Begebenheit, die den Leser durchs ganze Buch begleitet. In diesem Roman werden 5 Bergleute bei einem Grubenunglück verschüttet. Als man ein Mikrofon runter lässt, bekommt man die Worte des Minenarbeiters Manny mit, der das Vaterunser betet. Das Vaterunser von Manny geht um die ganze Welt und berührt Menschen in ihren ganz speziellen Situationen.

    Dies ist ein ganz besonderes Buch. Jede der Geschichten hat auf ganz besondere Weise mit einem Teil des Vaterunsers zu tun. Erst am Ende erfährt man, was aus Manny und seinen Kameraden geworden ist. Mir hat dieses Buch sehr gefallen. Die Geschichten waren teilweise sehr berührend und was mir besonders gefallen hat, ehrlich. Das bedeutet, die Menschen in diesen Geschichten haben sich nicht verstellt. In den Momentaufnahmen haben sie ihr Verhältnis zu Gott erkannt und sich nicht hinter den Äußerlichkeiten der Welt versteckt. Sie haben erkannt, wie ihr Leben bisher verlaufen ist und dass es Zeit ist, umzukehren. Anstoß war jedes Mal ein Wort, ein Teil des Vaterunsers.

    Das Vaterunser ist sowieso ein besonderes Gebet. Es ist das Gebet, was Jesus uns gelehrt hat. Das Vaterunser zu beten bringt sehr viel Segen, wie man sogar am Ende des Romans erkennen kann. Dieser Roman ist wirklich ein christlicher Roman, da hier vieles angesprochen wird, was den Glauben ausmacht. Gleichzeitig ist das Buch aber auch sehr unterhaltsam, so dass es für Jeden etwas zu bieten hat.

    Ich kann dieses wunderbare Buch nur empfehlen und freue mich auf weitere Romane der Autorinnen.

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