Bücher mit dem Tag "gebrüder grimm"
62 Bücher
- Serena Valentino
Disney Villains 1: Die Schönste im ganzen Land
(517)Aktuelle Rezension von: EllenKnorrIch bin ein großer Disney Fan und musste nun unbedingt die Disney Villains Saga anfangen. Leider hat mir das erste Buch nicht wirklich gefallen. Hier wurde auf jeden Fall großes Potenzial verschenkt.
Ich konnte leider überhaupt keine Verbindung zu der bösen Königin aufbauen. Auch ihre Empfindungen und Handlungen konnte ich meistens nicht nachfühlen. Der Schreibstil ist sehr sprunghaft, sodass man eher in einen Szenenwechsel reingeworfen wird. Das ist leider nicht förderlich für den Lesefluss, weil keine Spannung aufgebaut wird.
Schade, ich hatte wirklich gehofft, dass Buch würde sich irgendwann so entwickeln, dass man mit dem Villian mitfühlen und Verständnis aufbauen kann. Das war für mich leider nicht der Fall.
Das 2. Buch bekommt trotzdem noch eine Chance.
- Serena Valentino
Disney Villains 4: Das Geheimnis der Dunklen Fee
(191)Aktuelle Rezension von: Nicola_HumpkeMit Das Geheimnis der dunklen Fee erzählt die Disney-Villains-Reihe die Vorgeschichte von Maleficent und damit von einer der bekanntesten Gegenspielerinnen aus Dornröschen. Ich war neugierig, ob es dem Buch gelingt, dieser Figur mehr Tiefe zu geben – und insgesamt hat es das auch geschafft.
Die Geschichte setzt lange vor dem bekannten Fluch an und zeigt Maleficent als mächtige Fee, die fest an Ordnung, Verantwortung und klare Regeln glaubt. Sie ist stolz, intelligent und überzeugt davon, das Richtige zu tun. Gerade dieser starke Glaube an Kontrolle und Gerechtigkeit wird ihr im Laufe der Handlung jedoch zunehmend zum Verhängnis. Ihre Entwicklung zur dunklen Fee passiert nicht plötzlich, sondern Schritt für Schritt, was ich als sehr gelungen empfunden habe. Viele Entscheidungen wirken zunächst nachvollziehbar, haben aber langfristige Konsequenzen, die Maleficent selbst unterschätzt.
Besonders gut gefallen hat mir der Fokus auf ihre innere Zerrissenheit. Das Buch nimmt sich Zeit, ihre Gedanken und Gefühle zu zeigen, wodurch man ihre Motive besser versteht, auch wenn man ihre späteren Taten nicht gutheißen kann. Maleficent wird nicht entschuldigt, aber erklärt – und genau das macht ihren Charakter interessant. Sie bleibt eine düstere Figur, wirkt aber deutlich menschlicher als im klassischen Disney-Film.
Der Schreibstil ist insgesamt angenehm und gut zu lesen, stellenweise jedoch etwas langatmig. Einige Abschnitte hätten für meinen Geschmack kürzer sein dürfen, und manche Nebenfiguren bleiben eher im Hintergrund. Dafür überzeugt die Atmosphäre: Die Geschichte ist durchgehend eher dunkel und ernst, was gut zur Figur und zum Thema passt.
Die bekannten Elemente aus Dornröschen sind klar erkennbar.
Für mich persönlich der bisher beste Band aus der ganzen Reihe.
- Jacob Grimm
Kinder- und Hausmärchen
(153)Aktuelle Rezension von: SternenstaubfeeDie Advents- und Weihnachtszeit ist für mich auch eine Zeit der Märchen. Ich liebe Märchen, manche natürlich mehr, manche auch weniger. Aber die meisten Märchen der Gebrüder Grimm gefallen mir eigentlich, und vor allen Dingen sind sie auch immer wie eine kleine Reise zurück in die Kindheit. Ich weiß noch, dass meine Oma mir früher immer viel aus dicken Märchenbüchern vorgelesen hat. Das war einfach schön.
Und so habe ich es genossen, mir mit diesem dicken Märchenbuch noch einmal ein paar alte Geschichten zurück ins Gedächtnis zu rufen!
- Julia Adrian
Die Dreizehnte Fee - Entschlafen
(418)Aktuelle Rezension von: Schnee_prinzessinDie Dreizehnte Fee – Entschlafen ist für mich der stärkste Band der Reihe und ein sehr gelungenes Finale. Im Vergleich zu den ersten beiden Teilen fühlt sich dieser Abschluss deutlich runder, intensiver und atmosphärischer an. Von Beginn an war ich komplett in der Geschichte gefangen.
Nach der Trennung vom Jäger steht die Dreizehnte Fee erneut vor einer unmöglichen Aufgabe: Sie versucht, ihre Kräfte zurückzuerlangen – selbst wenn das bedeutet, einen schrecklichen Preis zu zahlen. Diese innere Zerrissenheit zieht sich kraftvoll durch den gesamten Roman und verleiht der Handlung eine große emotionale Tiefe.
Besonders gelungen fand ich, dass viele offene Fragen und Geheimnisse endlich aufgelöst werden. Man lernt die Namen und Hintergründe der Schwestern kennen, und mit dem Feenreich sowie der Bedrohung durch den Feenrich erhält die Geschichte eine klare, greifbare Gefahr. Die Konflikte sind spannungsvoll aufgebaut, die Kämpfe intensiv und gut choreografiert.
Der Stil bleibt poetisch und düster, aber deutlich fokussierter als in den vorherigen Bänden. Anfang und Ende sind sehr atmosphärisch gestaltet und verleihen dem Roman eine fast kreisförmige Struktur. Besonders das Ende hat mir gut gefallen: Es fühlt sich abgeschlossen an, ohne die Welt „abzuschließen“. Vielmehr bleibt das Gefühl, dass das Leben und die Magie nach der letzten Seite weitergehen.
Auch die eingebauten Prophezeiungen fügen sich stimmig ein und verstärken den Eindruck von Schicksal und Konsequenz, ohne aufgesetzt zu wirken.
Fazit:
Entschlafen ist ein starkes, emotionales Finale, das die Reihe auf einem hohen Niveau abschließt. Düster, intensiv und märchenhaft ein Abschluss, der sich lohnt und der der Geschichte gerecht wird. - Maya Shepherd
Die Grimm-Chroniken - Die Apfelprinzessin
(472)Aktuelle Rezension von: Lavena23Die Grimm Chroniken gehören zu einer Reihe die mich konsequent in ihren Bann gezogen hat. Maya Shepherd verbindet klassische Märchenelemente mit einer düsteren, modernen Erzählweise, die nie ins Oberflächliche abrutscht. Statt lieblich-verklärter Märchenwelt bekommt man hier gebrochene Figuren, alte Geheimnisse und eine Handlung, die voller Spannung und Wendungen steckt.
Dabei basieren die Grimm-Chroniken auf den Originalversionen der Brüder-Grimm-Märchen von 1812 – die oft düsterer, brutaler und inhaltlich komplexer sind als die stark romantisierten oder von Disney verharmlosten Varianten, die heute vielen bekannt sind.
Besonders gelungen finde ich, wie die Autorin Vergangenheit und Gegenwart miteinander verwebt. Man hat das Gefühl, ständig Puzzleteile zu sammeln, die sich nach und nach zu einem großen Bild zusammensetzen – und gerade dann, wenn man glaubt, es zu verstehen, überrascht sie einen mit einer neuen unerwartete Wendung, die einen überrascht und oft dazu zwingt, die bisherigen Annahmen zu überdenken.
Auch Cliffhanger gehören zu ihrer Spezialität, welche sich aber in jedem weiteren Teil aufklären und neue dazu kommen, somit bleibt die Spannung in dieser Buchreihe erhalten.
Praktisch ist außerdem, dass ab Teil 2 jeder Band eine kurze Rückblende bzw. Zusammenfassung des vorherigen Teils enthält. So bleibt man problemlos im Geschehen, selbst wenn man zwischendurch einige Monate nicht liest.
Ein echtes Highlight ist die gründliche Recherchearbeit: Viele reale Orte, historische Hintergründe und alte Legenden sind in die Geschichte eingeflossen. Das gibt den Büchern eine Tiefe, die man bei Fantasy-Literatur nicht oft findet, und macht sie fast schon greifbar.
Maya Shepherd liefert am Ende jedes Buches auch kurze, spannende Hintergrundinformationen zu Orten, Gegenständen und Sagen, die in der Geschichte vorkommen, diese kleinen Einblicke machen die Märchenwelt noch greifbarer und verleihen den Büchern einen zusätzlichen, lehrreichen Reiz und einen Einblick, wie viel Arbeit und Herzblut in dieser Reihe steckt.
Die Figuren sind vielschichtig und widersprüchlich. Niemand ist hier nur gut oder böse, jede Entscheidung hat Konsequenzen. Dadurch bleibt man emotional stark involviert und fühlt sich mit den Charakteren verbunden.
Auch der Schreibstil hat mich überzeugt: atmosphärisch dicht, bildhaft, aber nie überladen. Maya Shepherd schafft es, Stimmung zu transportieren, die einen komplett in diese Welt hineinziehen – ob in düsteren Szenen, in Momenten voller Tragik oder in kleinen, stillen Augenblicken.
Fazit:
Die Grimm-Chroniken sind keine leichte Märchenunterhaltung, sondern ein düsteres, packendes Epos mit Tiefgang. Wer Lust hat auf eine Reihe, die klassische Märchen völlig neu erzählt, mit viel Spannung, Emotion und historischer Verankerung, sollte unbedingt hineintauchen.Ja die Bücher sind dünn und die Reihe besteht aus 26 Teile, man sollte sie aber als Gesamtwerk sehen, Maya hat es geschafft, Teil für Teil die Spannung immer weiter aufzubauen und ich bin mir sicher ,hätte sie es anders gemacht, es wäre nie so geworden, also lohnt es sich dran zu bleiben.
- Nicole Böhm
Das Vermächtnis der Grimms - Wer hat Angst vorm bösen Wolf?
(322)Aktuelle Rezension von: Roland_P__BayerEhrlich gesagt hätte ich nicht gedacht, dass mich Märchen noch einmal so packen können.
Ich habe bereits einige Adaptionen gelesen, doch Das Vermächtnis der Grimms von Nicole Böhm geht einen deutlich anderen Weg.
Die Geschichte fühlt sich weniger wie ein klassisches Märchenbuch an, sondern eher wie eine düstere, moderne Serienadaption mit starkem Sog. Besonders überzeugend ist die Hauptfigur Kristin. Sie ist keine typische „Auserwählte“, die sofort alles versteht, sondern bleibt lange skeptisch und wächst erst nach und nach in ihre Rolle innerhalb der Special Task Force hinein. Genau das macht sie glaubwürdig.
Nicole Böhm nimmt die bekannten Grimm-Märchen, befreit sie von ihrer Märchenhaftigkeit und verbindet sie mit einer spannenden Crime-Handlung. Die Geschichte ist düster, temporeich und stellenweise überraschend intensiv.
Sehr gelungen ist auch der Weltenbau: Das moderne New York wirkt vertraut, und doch bleibt ständig das Gefühl, dass sich hinter jeder Ecke etwas Verborgendes verbergen könnte. Wer Urban Fantasy mag, die nicht an der Oberfläche bleibt, sondern Atmosphäre und Tiefe entwickelt, wird hier definitiv fündig.
Ein Buch, das zeigt, dass Märchen keineswegs veraltet sind – wenn man sie mutig und zeitgemäß neu erzählt. - Christoph Marzi
Grimm
(288)Aktuelle Rezension von: phantastische_fluchtenDie siebzehnjährige Vesper Gold ist ein einsames Mädchen. Ihr Vater ist ein bekannter Filmregisseur, ihre Mutter eine weltweit gefeierte Konzertpianistin. Als Vespers Schwester noch lebte, war sie nie alleine. Auch wenn ihre Eltern mal wieder keine Zeit für ihre Töchter hatten, die Mädchen hielten zusammen und Vesper vergötterte ihre ältere Schwester. Bis diese Selbstmord beging. Als sich auch noch ihre Eltern scheiden lassen, ist für Vesper nichts mehr, wie es mal war. Nach einem Skandal an ihrer Schule zieht Vesper von Berlin fort zu ihrer Mutter nach Hamburg. Beide hoffen auf einen erfolgreichen Neuanfang. Der jedoch kläglich scheitert. Immerhin finanziert Vespers Mutter ihr eine eigene Wohnung.
In letzter Zeit fühlt sich Vesper verfolgt. Ein dunkelgekleideter Mann mit einem Affen auf der Schulter kreuzt immer wieder ihren Weg. Alpträume plagen sie, dann stirbt plötzlich ihr Vater in Berlin unter mysteriösen Umständen. Ihre Mutter bricht ihre Tournee ab und kehrt nach Hamburg zurück, nur, um kurz darauf ebenfalls unter merkwürdigen Umständen zu Tode zu kommen.
Für die Polizei ist es naheliegend, Vesper zu verdächtigen. Eine verzogene und aufmüpfige Göre, die unentwegt Streit mit ihrer Mutter hat und nun, nach dem plötzlichen Tod beider Elternteile, ein großes Vermögen erbt.
Trost sucht die junge Frau im Museum, wo sie sich das Lieblingsbild ihres Vaters von Caspar David Friedrich anschaut. Dort trifft sie auf den Studenten Leander, der sie mit seinem altmodischen Charme komplett entwaffnet. Schon bald stellt sich heraus, dass Leanders und Vespers Schicksale auf seltsame Weise miteinander verbunden sind. Auch Leander hat seine Eltern verloren und sein Bruder ist auf geheimnisvolle Art und Weise verschwunden. Beide jungen Menschen erhalten von ihren verstorbenen Vätern einen mysteriösen Brief der einen besonderen Gegenstand enthält und die Bitte, einen alten Mann aufzusuchen, der in den Randbezirken von Hamburg lebt.
Und damit gerät die Welt der beiden jungen Leute völlig aus den Fugen. Denn, wie Vespers Schwester zum Abschied schrieb: „Alles ist wahr!“
Ich persönlich war schon immer der Meinung, dass Märchen grausam und brutal sind. Kinder, die von einer Hexe eingesperrt werden, Eltern, die ihre Kinder durch einen Rattenfänger verlieren, Prinzessinnen, die in einem jahrhundertelangen Schlaf gefangen sind. Kleine Mädchen, deren Familien so arm sind, dass sie Zündhölzer verkaufen müssen und und und. Natürlich habe ich als Kind Märchen geliebt und ihnen faszinierend gelauscht, sobald ich konnte, auch selber gelesen.
Christoph Marzi erweckt alle Kinderängste zu neuem Leben. Er nimmt die Märchen der großen deutschen Dichter und zeigt ihre Grausamkeit auf. Und auch die Gebrüder Grimm kommen hier nicht sonderlich gut weg. Sind sie doch beteiligt an einem Komplott, die Märchenwesen aus der Welt verschwinden zu lassen. Denn nur, wenn man an etwas glaubt, kann es existieren. Und wer glaubt schon an Märchen?
Ich möchte nicht viel über das Buch schreiben. Marzi ist ein Autor, den man entweder liebt oder hasst. Viele kommen mit seiner Schreibweise und seiner Art, Dinge zu beschreiben, nicht klar. Ich mag seine Art und auch seine phantastischen Ideen, auch wenn er kein gutes Haar an den Märchenautoren lässt, die ich in meiner Kindheit geliebt habe. Die Geschichte ist phantastisch, märchenhaft aber durchaus nicht unglaubwürdig. Wie immer, lässt sich Marzi viel Zeit für seine Figuren. Wir lernen ein junges Mädchen kennen, die ihre Schwester schmerzlich vermisst und die zu ihren Eltern keine Beziehung aufbauen kann. Schule ist ihr zuwider, nicht, weil sie dumm ist, sondern weil sie zu intelligent für den 08/15 Unterricht ist und sie mit den anderen Mädchen nichts anfangen kann, deren Welt nur aus Partys, Jungens und den richtigen Klamotten besteht. Sie ist eine Einzelgängerin, hat aber eine beste Freundin, die in einem Theater arbeitet und dort für die Kostüme zuständig ist. Dieses Theater ist Vespers Flucht vor der Welt und ihre Freundin ein Ersatz für ihre Schwester.
Sowohl sie auch Leander haben schon viel schlimmes erlebt, es ist schön zu lesen wie sich diese beiden jungen Menschen kennen lernen. einander vertrauen und akzeptieren. Doch nicht nur sie haben viel durchlitten, auch die sogenannten Bösewichter in diesem Roman haben schmerzliche Verluste, Hass und Anfeindungen erfahren. Teilweise kann ich daher ihre Handlungen verstehen, man ist, wie auch Vesper, hin und hergerissen.
Fazit:
Dieses Buch macht besonders viel Spaß, wenn man die alten, deutschen Hausmärchen kennt. Einige bezeichnen dieses Buch als Wirrwarr aber ich habe jedes Märchen erkannt und fand die Ideen, die Christoph Marzi hier anbringt, wirklich gelungen und durchaus vorstellbar. Ein Buch für Menschen, die Märchen lieben und schon immer wissen wollten, was *danach* passiert. „Und sie lebten glücklich“ ist nicht sehr glaubhaft und hier werden wir aller Illusionen beraubt.
- Serena Valentino
Disney Villains 5: Das verzauberte Haar
(142)Aktuelle Rezension von: Nicola_Humpke„Das verzauberte Haar“ hat mich von der ersten Seite an gefesselt und vollkommen in seinen Bann gezogen. Die Geschichte rund um Gothel ist intensiv, atmosphärisch dicht und emotional vielschichtig erzählt. Besonders beeindruckt hat mich, wie tief man in ihre Vergangenheit, ihre Beweggründe und ihre innere Zerrissenheit eintauchen kann. Die Figur wird nicht eindimensional dargestellt, sondern erhält eine komplexe Hintergrundgeschichte, die ihr Handeln nachvollziehbar – wenn auch nicht immer entschuldbar – macht.
Die Autorin schafft es, bekannte Märchenelemente neu zu interpretieren und ihnen eine düstere, fast schon tragische Note zu verleihen. Gerade die Entwicklung von Gothel steht im Mittelpunkt und wird mit viel Feingefühl und psychologischer Tiefe ausgearbeitet. Man spürt förmlich ihre Sehnsüchte, ihre Verluste und die Entscheidungen, die sie Schritt für Schritt zu der Person machen, die man aus der ursprünglichen Märchenüberlieferung kennt. Diese intensive Charakterzeichnung sorgt dafür, dass man trotz aller Abgründe mit ihr mitfühlt.
Auch die Atmosphäre des Buches ist ein großes Highlight. Die Welt wirkt lebendig, stellenweise magisch und gleichzeitig bedrohlich. Die Sprache ist bildhaft und trägt maßgeblich dazu bei, dass man komplett in die Geschichte eintaucht. Die Spannung zieht sich konstant durch das gesamte Buch, ohne dabei künstlich zu wirken. Es gibt immer wieder Momente, die überraschen, berühren oder nachdenklich stimmen.
Allerdings sollte man wissen, dass sich das Ende nicht vollständig erschließt, wenn man die vorherigen Bände der Reihe nicht gelesen hat. Viele Zusammenhänge, Entwicklungen und emotionale Höhepunkte bauen deutlich auf den Ereignissen zuvor auf. Für Leserinnen und Leser, die die Reihe von Beginn an verfolgt haben, ist das Finale dafür umso intensiver und stimmiger.
Für mich war „Das verzauberte Haar“ ein absolut packendes Leseerlebnis mit einer faszinierenden Figurenzeichnung und einer starken, düsteren Atmosphäre. Eine klare Leseempfehlung und verdiente 5 von 5 Sternen!
- Mara Lang
Almost a Fairy Tale - Verwunschen
(129)Aktuelle Rezension von: AuroraEverlyZum Inhalt:
Die Märche, die wir nur aus Büchern und Geschichten kennen sind Realität, Magische, Hexerei und Fabelwesen existieren und das alles in einer hochmodernen Welt. Natalie, eine junge Magische, wächst in ebendieser Welt auf, wo man sich Drachen im Zoo ansehen kann und bei der Tischlein-Deck-Dich-Fastfoodkette essen gehen kann. Allerdings herrschen strenge Regeln in dieser Gesellschaft, damit die Magie nicht zur Gefahr für die Menschen wird und viele Magische werden von dem Menschen diskriminiert und in Klassen aufgeteilt. Natalie selbst hat seit kurzem Kontakt mit dem attraktiven Prinz Killian, in den sie über beide Ohren verknallt ist. Doch plötzlich findet sich Natalie in einer gefährlichen Situation wieder, in der sie sich gezwungen sieht, ihre Magie verbotenerweise einzusetzen. Und in dem ganzen Chaos taucht zu allem Übel auch noch eine machthungrige Hexe auf, die Natalie für ihre Zwecke nutzen möchte. Es ist nur der Beginn eines gefährlichen Abenteuers, eines Wettlaufs gegen die Hexe, die scheinbar nicht zu stoppen ist...
Meine Meinung:
Zu Beginn war ich richtig begeistert von dem Buch. Ich liebe die Welt, in die die Autorin den Leser hier entführt, auch wenn es ein bisschen viel auf einmal ist. Vor allem für jemanden, der Märchen über alles liebt, ist diese Welt so unfassbar bunt, aufregend und lustig, es gibt jede Menge zu entdecken und es werden immer wieder kleinere und größere Referenzen auf bekannte Märchen eingebaut, was ich wirklich total schön finde. Die Geschichten, die wir als Märchen kennen, gehören zur Geschichte dieser Welt und so findet man sich beispielsweise schnell im Sternthalerpark wieder oder läuft durch die Dornröschenpassage. Dieses Konzept finde ich sehr gut, gerade weil so unterschiedliche Welten aufeinandertreffen.
Leider ist dieses Buch der Auftakt für einen blutigen Krieg, bei dem wirklich vieles dieser Welt zerstört wird. Außerdem ist natürlich nicht alles so rosarot, wie es sein könnte, denn die Magische Bevölkerung wird unterdrückt und zum Teil ungerecht behandelt. Man bekommt also auch die negativen Aspekte dieser Welt vor Augen geführt.
Natalie habe ich als sehr angenehmen Hauptcharakter empfunden. Sie ist eine ziemlich starke, junge Frau, die im Laufe der Geschichte nicht nur an ihre Grenzen stößt, sondern auch über sich hinauswächst und viel über sich selbst lernt. Durch diverse Ereignisse ist sie allerdings auch gezwungen, sehr schnell erwachsen zu werden und jede Menge Verantwortung zu übernehmen.
Auch Kilian ist ein toller Charakter, er ist ebenfalls sehr jung und steht ein bisschen zwischen seiner Familie, den königlichen Pflichten und seinem Job, seiner aufkeimenden Beziehung zu Natalie.
Das Buch ist aus verschiedenen Kapitel beschrieben, die von Kapitel zu Kapitel wechseln, wodurch mal als Leser die Gefühle und Gedanken verschiedener Personen kennenlernen darf und entsprechend viel über die Welt erfährt. An manchen Stellen wird durch diese Perspektivwechsel auch zusätzliche Spannung erzeugt und es kann ab und zu für Verwirrung sorgen.
Mit fortschreiten der Geschichte, werden die Handlungen zunehmend brutaler und düsterer. Der Kampf scheint gar nicht mehr zu enden und egal was Natalie und Kilian machen, die machthungrige Hexe Raikun scheint immer einen Schritt vorraus zu sein. Für Spannung ist definitiv gesorgt.
Meine Meinung:
Ich lese am liebsten Romancen, daher ist es schade, wie sehr die Liebesgeschichte hier in den Hintergrund rückt. Außerdem empfinde ich die Geschichte zum Teil als sehr brutal. Je länger man liest, desto frustrierend wird es meiner Meinung nach auch, was ich sehr schade fand. Alles in Allem habe ich den ersten Band dennoch sehr schnell gelesen und konnte kaum erwarten, die Geschichte weiterzulesen.
- Chris Colfer
Land of Stories: Das magische Land - Eine düstere Warnung
(112)Aktuelle Rezension von: FavoleNachdem die Zwillinge zunächst in getrennten Welten, noch dazu mit versiegelten Portalen geht das Leben für sie weiter. Alex lernt eine Fee zu sein und das ist weit mehr als nur Zauberstab-Schwingerei. Connor dagegen brilliert in seiner Schule und darf daher als einer von vier Schülern mit seiner Lehrerin nach Deutschland reisen, wo eine besondere Enthüllung wartet: In einer 200 Jahre alten Zeitkapsel warten drei unveröffentlichte Märchen der Gebrüder Grimm. Alles ganz schön aufregend für die beiden. Dazu kommt, dass so langsam die Liebe eine Rolle in ihren Leben zu spielen scheint. Aber natürlich kann es nicht immer so friedlich bleiben und schon bald ist klar, dass eine große Bedrohung aus der Anderswelt auf die Märchenwelt zumarschiert und das ist noch nicht mal alles...
Erneut dürfen wir mit Alex und Connor in die Märchenwelt reisen. Und obwohl die beiden anfangs getrennt sind, kann nur jedem klar sein, dass es dabei nicht bleiben wird. (Wer das jetzt als Spoiler sieht - Sorry!) Aber wie immer sind die beiden nicht auf sich gestellt. Neben alten Freunden mischen aber auch neue mit. Und Fehler aus der Vergangenheit erweisen sich als tragisch für die Zukunft. Apropos Tragik... davon gibt es so einiges in diesem Band. Ich hatte das Gefühl, zusammen mit den Zwillingen ist dieser Band ein wenig erwachsener geworden. Und obwohl schon stets in dieser Reihe klar war, dass die Welt(en) nun mal nicht nur schwarz-weiß sind, wird das hier nochmal besonders deutlich. Aber eben auch die Figuren wachsen, nicht nur im körperlichen Sinne, sondern vor allem ihrer Tiefe, wobei die Protagonisten und wichtigsten Nebenfiguren trotzdem ihrem Charakter treu bleiben.
Das Buch ist dabei, wie bisher, spannend geschrieben, zum Mitfiebern und Mitfühlen. Manchmal möchte man eine Figur auch einfach nur Schütteln oder den "Bösen" eins über den Schädel ziehen. Bis zum überraschenden Cliffhanger-Finale. War die scheinbar endgültige Trennung am Ende des zweiten Bands schon überraschend, erwartet einen hier noch etwas viel Krasseres. Und das verrate ich an dieser Stelle sicher nicht. 😁
Eine wenig Kritik möchte ich vor allem an Connors Trip durch Europa üben. Ja, natürlich ist es ein Fantasybuch und es ist auch durchdacht, aber letztlich lief das doch extrem problemlos, wie auch eigentlich die letztliche Schlacht im Märchenland. Aber es ist eben auch noch ein Kinderbuch und wenn das alles gar so problematisch gewesen wäre, hätte es den Buchrahmen gesprengt oder in diesem Rahmen einfach keinen Spaß gemacht. Aber so sind es halt nur 4 statt 5 Sterne geworden.
Fazit: ein würdiger dritter Band der Reihe, der erneut liebevoll mit den Märchen umgeht, und die Geschichte der Märchenwelt mit großen Sprüngen voran treibt.
- Jen Calonita
Disney. Twisted Tales: Spieglein, Spieglein
(82)Aktuelle Rezension von: Dia87Wer die Disney-Geschichten in seiner Kindheit geliebt hat, der ist bei diesen Büchern der Twisted Tales Reihe genau richtig.
In diesem Buch geht es viel mehr um die Hintergrundgeschichte der bösen Königin. Daher wird ihre Perspektive auch viel mehr aus der Vergangenheit erzählt. So bekommt man Einblick darüber, wie die böse Königin überhaupt zu dem Menschen wurde, der sie ist. Dadurch bekommt sie wesentlich mehr Tiefgang. Man könnte zu Beginn meinen , dass man Mitleid mit ihr haben könnte. Doch im Verlauf der Erzählung merkt man doch schnell, dass es keine Entschuldigung dafür gibt, welch ein Mensch sie geworden ist. Dennoch ist es interessant und vor allem auch spannend die Rückblicke zu verfolgen.
Nun zu Schneewittchens Perspektive. Kernelemente der Geschichte kommen natürlich vor. Doch ab dem Moment, als sie bei den Zwergen aufschlägt, ist die Geschichte völlig anders. Auch sie hat wesentlich mehr Substanz in dieser Geschichte. Sie ist quasi wirklich gegenwärtig im Verlauf der Erzählung. Wie sie auf ihren Prinzen trifft, wird sehr schön beschrieben. Doch darüber hinaus bekommen wir wesentlich mehr Interaktion der beiden erzählt.
Mehr sei aber nicht verraten. Jedenfalls hat man den Eindruck, dass diese Geschichte bzw. die Erzählung erwachsen geworden ist. Somit besteht auf jeden Fall viel Freude beim Lesen.
- Craig Russell
Wolfsfährte
(159)Aktuelle Rezension von: Martin_Hildebrandt
„Wolfsfährte“ ist mir durch ein Weihnachtsgeschenk meiner Mutter untergekommen. Sehr spannend, gute Ablenkungsmanöver, Cliffhanger. Charaktere und deren Dialoge sind alle schlüssig. Schöne kurze oder geschmeidige Sätze, ab und zu mit originellen Bildern garniert.
Der Leser wird außerdem mit exzellent recherchierten Fakten um die Gebrüder Grimm und die Hamburger Gegend versorgt, ohne dass es wie Infodump daherkommt. Ich vermute, dass Russel in jedem Thriller ein Spezialgebiet streift und genauso gut wie hier ins Detail geht.
Und, was selten im Thriller- und Krimigenre ist, es sind auch philosophische Akzente eingebaut.
„Wolfsfährte“ ist der zweite Fall für Ermittler Jan Fabel. Deshalb werde ich mir auch defintiv mal Teil 1 „Blutadler“ holen … und wenn der auch so gut ist, die restlichen Teile aus der Reihe.
- Nicole Böhm
Das Vermächtnis der Grimms - Spieglein, Spieglein an der Wand
(117)Aktuelle Rezension von: Daniela_KirschnerAlso nach Ende Band 1 musste ich mir ein Notizblock zur Hand nehmen und habe mir die Charaktere und wie sie in Verbindung stehen aufgeschrieben.
Band 2 geht genau so weiter wie Band 1 geendet hat und es hat soviel Spaß gemacht die Dilogie zu lesen. In Spieglein Spieglein an der Wand klären sich alle offenen Fragen und Zusammenhänge. Der Teil ist düsterer und gewalttätiger als Band 1 was aber absolut zu der Geschichte passt.
Liebe Nicole. Was hast du da bitte heftiges auf Papier gezaubert. So eine konstrukte Welt aus mehreren Welten, Zeitebenene und Charakteren die alle zusammen gehören. Hut ab das in deinem Kopf kein Knoten entstanden ist.
- Anne Danck
Spielmannsbraut
(92)Aktuelle Rezension von: mar_la_beeAuf die Märchenadaption „Spielmannsbraut“ bin ich durch Zufall gestoßen und war gleich vom Klappentext angetan.
Natürlich kenne ich das Märchen von König Drosselbart und war sehr gespannt auf Anne Dancks‘s Version.
Ihr Schreibstil ist modern, detailreich und liest sich sehr angenehm und flüssig.
Bei den beiden Protas hatte ich das Gefühl, dass zu viel Fokus auf Prinzessin Mirelle gelegt wurde und Joakim ein bisschen unterging. Hier hätte ich mir seine Sicht etwas mehr gewünscht.
Auch die Lovestory der beiden war mir etwas zu vage und nicht wirklich greifbar.
Und als sie sich dann doch endlich etwas angenähert hatten, war das Buch auch schon zu Ende.
Da hätten einige Szenen mehr wirklich gut getan. Schade!
- Elias Haller
Schneeweißchen stirbt
(56)Aktuelle Rezension von: MartinchenGerne hätte ich „Fulminanter Abschluss der Grimm-Trilogie“ geschrieben, für mich trifft es das jedoch nicht. Und zwar deshalb nicht, weil ich etwa in der Hälfte des dritten Bandes einen Hinweis gefunden habe, der mir die Lösung verraten hat, die so überraschend nicht war. Vielleicht haben andere das schneller erkannt, mir hat es jedoch die Spannung und damit die Freude am Weiterlesen ein klein wenig verdorben.
In diesem letzten Band der Trilogie gibt es viele weitere Tote. Jeder, der etwas mit den Grimm-Akten zu tun hat, muss um sein Leben fürchten. Die Todesarten variieren, sind jedoch passend und gut durchdacht. Nora Rothmann ist seelisch ein Wrack und auch körperlich angeschlagen, will jedoch Rache um jeden Preis.
Auch dieser Band ist flüssig und spannend geschrieben, wozu natürlich die unterschiedlichen Perspektiven beitragen. Die Auflösung ist durchdacht und lässt keine Fragen offen.
Elias Haller hat sich für diese Trilogie von einem wahren Fall inspirieren lassen, einige Erklärungen dazu gibt er in seinem Nachwort. Ich möchte an dieser Stelle nicht spoilern, deshalb kann ich nur vage darauf hinweisen, dass es sich um ein Thema handelt, das Aufmerksamkeit verdient .
Fazit: ein spannender und schlüssiger Abschluss
- Valentina Kramer
leuchtendschwarzer Rabenmond (Märchenspinnerei 6)
(4)Aktuelle Rezension von: DieSueschauerinDas Cover ist wunderschön und wunderbar düster. Das Mädchen auf dem Cover passt sehr gut zu meiner Vorstellung der Cosima. Die Schrift sieht ebenfalls sehr gut aus und passt sehr gut. Die Geschichte ist sehr fantastisch, aber auch mit der heutigen Welt verknüpft. Das hat die Autorin wirklich wunderbar hinbekommen. Die großen Themen Rassismus, Vorurteile und Toleranz werden von Valentina Kramer in diesem Roman behandelt und das in einer Weise, dass einem manches Mal eine Gänsehaut den ganzen Körper entlang zieht und bei anderen Situationen kann man nur zustimmend mit dem Kopf nicken. Sie zeigt mir ihrer Geschichte sehr gut, was passiert, wenn man jemanden zu Unrecht verurteilt wird. Insbesondere die Handlungen des (angeblich) gut aussehenden Dorfpolizisten haben mich regelmäßig zum Ausrasten gebracht...Aber ansonsten haben mir alle Figuren echt gut gefallen. Ich fühlte mich sehr wohl in der Geschichte und konnte mich kaum davon trennen, als ich einmal richtig drin war. Die Spannungsbögen sind gut gesetzt und die Wendungen waren für mich unerwartet. Die Perspektive des Erzählens wechselt öfter, was dem Ganzen nochmal eine weitere Portion Spannung dazu gibt. Die Liebe darf in einem Märchen natürlich auch nicht fehlen, aber sie ist nur Beiwerk in dieser Geschichte. Wie bei jedem Buch der Märchenspinnerei gibt es natürlich auch hier ein "Urmärchen" und das ist in diesem Fall das Märchen der sieben Raben.
- Gebrüder Grimm
Es war einmal - Neue und klassische Märchen
(49)Aktuelle Rezension von: käutzchenIn der weihnachtlichen Zeit hatte ich irgendwie Lust auf Märchen, aber nicht vom Fernsehen sondern in Papierform im Form eines Buches .. Kuscheldecke, Plätzchen und einen leckeren Tee durfte da nicht fehlen .. ich habe was länger für die insgesamt 16 Märchen gebraucht um die nach und nach zu genießen , daher empfehle ich das Buch nicht in einen rutsch durchzulesen ..
Bei den 16 trifft man auf fünf neue Märchen wie zb der Fuchs und die sieben Lesemäuschen oder Drosselbart reloaded die modern von bekannten Schriftsteller geschrieben sind .. bei jeden Märchen bekommt man eine kurze Aussage eines Prominenten wie zb Oliva Jones, Joey Kelly oder Jens Lehmann, was ihr Bezug zu den Märchen ist ...am Ende des Buches werden die Prominenten kurz vorgestellt , was ich sehr interessant fand ..
Es gibt einige schöne Illustrationen die passend zum Märchen gestaltet sind ..
Es wahr schön in eine märchenwelt einzutauchen, das Märchenbuch kann ich Kindern ( zum Vorlesen ) und Erwachsene empfehlen..
- Evelyne Aschwanden
Die Herrin des Waldes
(19)Aktuelle Rezension von: julia-elysiakann Spoiler enthalten
Mir wurde das Buch mal auf Instagram empfohlen und seither stand es richtig lange auf meiner Wishlist. Nun bin ich endlich zum Lesen gekommen und ich muss sagen, dass mich das Buch sehr überrascht hat.
Zuallererst bin ich gar nicht davon ausgegangen, dass die beiden Protagonistinnen aus unserer Welt stammen. Das hat mich etwas überrascht, allerdings haben sich die beiden eh nicht so lange dort aufgehalten.
Der Hauptteil des Buches spielt im Märchenwald und dort treffen wir auf viele (zumindest mir) bekannten Märchenfiguren. Ich mochte es, dass die Autorin die Namen abgewandelt hat und man nicht immer sofort wusste, um wen es sich handelte. Spannend fand ich auch den Plotttwist bzgl. Daphne und Yasha, allerdings gingen mir die Streitereien irgendwann ziemlich auf die Nerven. Ich hatte das Gefühl, dass sich diese immer wiederholten und im Kreis drehten (auch was die Ablehnung ihrer neuen Rollen anging), weswegen sich das Buch für mich etwas gezogen hat.
Das Ende hat mich auf jeden Fall ziemlich überrascht. Dort gab es mehrere Punkte, die ich nicht habe kommen sehen.
Insgesamt vergebe ich 4 Sterne. Ich mochte die neue Darstellung der Märchen(-figuren) und die Verknüpfung der vielen Geschichten. Auch der Mythos mit den Grimms hat mir sehr gefallen.
- Serena Valentino
Das Geheimnis der Dunklen Fee: Villains 4
(5)Aktuelle Rezension von: BookAddictedMaleficent ist die Dunkle Fee und der Bösewicht aus Dornröschens Geschichte. Doch wie wurde aus einer Fee ein so böses Geschöpf und welche Mächte hatten ihre Finger im Spiel?
Je verworrener die Bücher der Reihe werden, desto schwerer fällt es einem, ihnen zu folgen. Das liegt zum einen daran, dass immer wieder Bezug auf die vorigen Bände genommen wird. Zum anderen liegt es an den verschiedenen Erzählzeiten und Erzählern. Das stört regelmäßig den Lese-/Hörfluss und man muss sehr aufmerksam sein, um nicht durcheinander zu kommen. Es fühlt sich sinnvoller an, wenn man die Geschichte in der richtigen Reihenfolge erzählen würde, auch wenn dann weniger Wendungen und Enthüllungen vorhanden wären. Dafür könnte man der gesamten Geschichte besser folgen.
Was der Autorin aber gelingt, ist, dass man Maleficent nicht bloß als Bösewicht erlebt, sondern auch als unschuldiges Kind, dem Unrecht widerfährt. Und es erhärtet sich das Gefühl, das die ein oder andere Figur viel schlimmer ist, als man uns in den Märchen glauben lassen hat.
Die wachsende Abneigung gegen besagte Figuren macht es nicht einfacher, bei der Reihe dran zu bleiben, da es gerade diese Figuren sind, die regelmäßig auftauchen. Leider sind diese aber nicht allzu interessant, sodass man von ihrer Anwesenheit eher genervt ist.
Obwohl es eine Verbindung zwischen all den Bänden gibt und diese als roter Faden die Ereignisse miteinander verknüpft, spielt es sich zeitweise sehr stark im Hintergrund ab, wodurch es sich fast wie eine eigenständige Geschichte anfühlt. Darüber vergisst man leicht die Zusammenhänge, was dazu führt, das man im Verlaufe der Geschichte mehrfach verwirrt wird. Auch weil man das Gefühl hat, das es wichtige Beziehungen zwischen einigen Figuren gibt, die kaum beleuchtet und eher am Rande erwähnt werden. Aber gerade diese Beziehungen ziehen sich durch alle Bände und machen die Bösewichte so viel interessanter, das es wirklich schade ist, dass diese so vernachlässigt werden.
Das Ende kommt dann doch sehr plötzlich und ist schon fast emotionslos, was wirklich schade ist, da gerade die Sympathien es sind, die im Laufe der Geschichte aufgebaut werden. Daher ist das Ende nicht wirklich zufriedenstellend und das eben nicht nur von den Ereignissen her sondern auch aufgrund der Erzählweise.
Der Sprecherin gelingt es sehr gut, die verschiedenen Figuren und ihre Emotionen darzustellen, sodass man selbst in einer Szene mit vielen Figuren den Überblick behält. Ihre Stimme ist sehr angenehm, sodass man ihr gerne zuhört, was definitiv ein Pluspunkt ist.
- Barbara Schinko
Ein Mantel so rot (Maerchenspinnerei)
(12)Aktuelle Rezension von: DieSueschauerinDas Cover finde ich wunderschön. Das Zusammenspiel der Frau mit dem Mantel und dem Wolf im Wald im Hintergrund ist gut gelungen. Die Schrift passt ebenfalls sehr gut dazu.
Düster und mysteriös ist sie Stimmung in dieser Adaption. Mit ihrem tollen Schreibstil schafft die Autorin eine großartige Atmosphäre.
Die Hauptfigur Zoya ist eine starke, junge Frau. Als ihr Mann, den sie über alles liebt, einen Wolfsfellmantel aus dem Krieg mitbringt, ahnt sie noch nicht, was dieses Mitbringsel für ein Unglück anzieht. Schon als ihr Vater Besitzer solch eines Mantels war, wurden ihr die Geschichten erzählt, dass jeder, der unter einem Wolfsfellmantel schläft selber zum Wolf wird. Außerdem bekommen andere Personen, die mit unter dem Mantel schlafen Welpen anstatt Kinder.
Daher versucht sie alles um ihren Mann zu retten.
Ihre Entwicklung während der Geschichte war deutlich merkbar, was ich sehr gut fand. Sie wird stärker, testet ihre Grenzen aus und überschreitet diese merklich, da sie über sich hinaus wächst.
Ab und zu waren ihre Handlungen für mich nicht ganz nachvollziehbar. - Hiltrud Baier
Emma und die Fürchterlichen Fünf
(53)Aktuelle Rezension von: NympheInhalt:
Emma kann es gar nicht fassen, als plötzlich ein sprechendes Pony vor Ihrer Tür steht und sie um Hilfe bittet. Das Pony und seine Freunde sind alles ältere Tiere und der Bauer will sie los werden. Da Emma mit Tieren sprechen kann, hofft das Pony auf Unterstützung. Und Emma stürzt sich mit ihrem Bruder zusammen sofort in das Abenteuer Tierrettung.
Bewertung:
Uns hat das Buch wirklich gut gefallen. Emmas Kommunikation mit den Tieren und die vielen lustigen Einfälle machen das Buch wirklich witzig. Man muss halt sprechende Tiere mögen, dann ist das Buch super. :)
Mir gefällt auch, das die Erwachsenen in dem Buch nicht so schlecht weg kommen, wie in anderen, ähnlichen Kinderbüchern. Erwachsene sind sonst ja gerne abwesend und völlig unfähig, damit die Kinder ihre Abenteuer erleben können. Hier dürfen sie aber empathisch und hilfreich zur Lösung beisteuern.
Fazit: Eine kunterbunte Geschichte mit tollem Thema (Älter werden) und Happy End. :)
- Christian Handel
Rosen und Knochen: Die Hexenwald-Chroniken 1
(3)Aktuelle Rezension von: EvieSkMuireann und Rose sind Dämonenjägerinnen und ihr neuester Auftrag führt sie in einen Wald, wo sie den Geist einer Hexe unschädlichen machen sollen. Es läuft nicht alles nach Plan und die beiden müssen sich der Magie der Hexe stellen. Doch mit der Zeit stellt sich heraus, dass alles nicht so ist wie es scheint.
Die beiden Hauptprotagonistinnen sind mir sehr symphatisch. Sie sind sie füreinander da, auch wenn es mal zu einem Streit kommt, und legen viel Wert auf Gerechtigkeit.
Die Adaption von Hänsel und Gretel ist dem Autor mit der düsteren und gruseligen Stimmung gut gelungen. Und auch wenn man bereits weiß, was alles im Märchen passiert, kann das Buch gut unterhalten. Die Geschichte ist noch nicht abgeschlossen, da es noch einen weiteren Teil gibt.
Der Schreibstil ist gut und angenehm. Man wird direkt in die Welt hineingezogen und bleibt in dieser gefangen. Richtung Ende haben mich die Visionen etwas verwirrt, dass wurde dann aber aufgeklärt, weshalb es verständlicher für mich wurde.
Die Sprecherin macht bei der Verkörperung von Muireann einen guten Job. Vor allem ihre Emotionen wie Angst oder Verzweiflung wurden gut herübergebracht und man konnte diese nachvollziehen. Insgesamt ist das Sprechtempo und die Betonung angenehm, weshalb man gerne zugehört hat.
Das Cover passt perfekt zur Geschichte und zeigt bereits die Atmosphäre auf, die in dieser herrscht.
Ich kann das (Hör-)Buch jedem empfehlen, der dunkle und grausame Märchenadaptionen mag. Auch jemand, der viel Wert auf starke Protagonistinnen legt, wird hier nicht enttäuscht werden.
- James Finn Garner
Gute- Nacht- Geschichten
(3)Aktuelle Rezension von: HoldenDie bekanntesten Märchen politisch korrekt erzählt, heute würde man auch Themen wie Transphobie und toxische Männlichkeit aufnehmen. Man weiß auch ehrlich gesagt nicht, ob sich der Autor nicht über alles lustig machen möchte, in der er die Correctness so weit übertreibt. Als Lesestoff für Kinder bleibt so allerdings wenig übrig als verständliche Literatur.
- Tanja Kinkel
Grimms Morde
(75)Aktuelle Rezension von: Schmuck_GuggerinTanja Kinkel hat wieder einen historischen Roman von großem Umfang geschrieben. Die Autorin beweist einmal mehr ihr Wissen und ihre genaue Formulierfähigkeit, wenn sie sich in das Zeitalter um 1820 begibt.
Die ehemalige Mätresse des Landesfürsten wird ermordet. Einige der Umstände lassen einen Zusammenhang mit den Gebrüdern Grimm herstellen. Auch die Schwestern Jenny und Annette von Droste Hülshoff rücken durch ein bei der Leiche gefundenes Zitat in den Fokus.
Allein der Zusammenhang der beiden Geschwisterpaare, die dennoch unterschiedlich beschrieben werden, lässt uns beim Lesen sehr nahe an die vier herankommen.
Hier ist eine Verknüpfung uns allen bekannter Personen gelungen, die dem Roman einen besonderen Rahmen gibt.
Es lohnt sich auf alle Fälle, die Zeitreise durch die damaligen gesellschaftlichen und privaten Probleme anzutreten und sich von diesem Roman unterhalten zu lassen.























