Bücher mit dem Tag "gedächtnisverlust"
198 Bücher
- SenLinYu
Alchemised
(481)Aktuelle Rezension von: Anna-KareninaIch habe selten so viele Tränen bei einem Buch vergossen wie bei diesem. Würde nicht eine Welt in der Krieg und Zerstörung herrschen reichen, um den Leser in eine emotionale Bedrücktheit zu versetzen; so dachte sich die Autorin, fehlt noch dass die Protagonisten den grausamsten Gräueltaten der Menschheit ausgesetzt werden. Eine Liebe, so zerbrechlich dass man Angst hat sie könnte durch die alleinige Aussprache zerbrechen, die immer wieder zwischen Besessenheit und Hass balanciert, versucht in dieser menschenverachtenden Welt zu überleben. So detailliert und bildgewaltig werden die Kriegsszenen beschrieben als wären sie aus der realen Welt gegriffen. Jede Seite versetzt man sich immer wieder in die Illusion, schlimmer könnte es nicht werden und doch wird man eines besseren belehrt. Nie habe ich so auf mehr Seiten und das baldige Ende eines Buches gleichzeitig gehofft. Nie hatte ich gleichzeitig so viele Emotionen in einem Buch vermittelt bekommen - Liebe, Verlust, Hoffnungslosigkeit und Zuversicht etcetc.
Endlich ein Buch das nicht ausgeschlachtet und zu sieben Bänden verarbeitet wird, endlich ein Buch in dem Spicy NICHT vor dem Fantasy steht, endlich hat sich jemand genug Gedanken zu einer logischen Story gemacht. Natürlich gibt es hier und da den ein oder anderen Fehler, persönlich waren mir die Szenen zu sprunghaft, manchmal war mir nicht klar wo man sich befindet; worum es gerade geht, manchmal zu hektisch manchmal zu gemächlich, aber alles Kleinigkeiten, und jedenfalls passend zum Krieg, passend zu der Heltik der Emptionen. Im großen ist Alchemised drastisch und unverblümt schockierend traurig und zugleich eine „Rose auf einem Grab“. Ich würde 100 Sterne vergeben wenn ich könnte. - Dan Brown
Inferno - Filmbuchausgabe
(1.534)Aktuelle Rezension von: LuliaIm Mittelpunkt der Handlung steht erneut der Symbolologe Robert Langdon, der mit einer Schusswunde am Kopf in einem florenzer Krankenhaus aufwacht, ohne jede Erinnerung an die letzten 36 Stunden. Bei einer rasanten Hetzjagd versucht er zusammen mit Ärztin Dr. Sienna Brooks die Rätsel des genialen aber radikalen Wissenschaftlers Bertrand Zobrist zu entschlüsseln, die Langdon von Florenz über Venedig bis nach Istanbul führen. Die detailreiche Handlung ist sehr atmosphärisch und als Leser hat man das Gefühl als wäre man an den Orten live dabei.
Bei den Protagonisten steht der clevere und analytische Robert Langdron erneut im Mittelpunkt der Geschichte, der mit Ruhe, Logik und einem Faible für Symbolik die Handlung vorranging vorantreibt. Relevante Nebenprotagonisten, wie z.B. Sienna oder Betrand bereichern die Handlung und sorgen für ein ausgewogenes Facettenreichtum.
Wer temporeiche Thriller mit Fokus auf Kunstgeschichte, Symbolik und historische Geheimnisse mag, wird hier fündig.
Der Schreibstil ist bildhaft, rasant und voller interessanter kunsthistorischer Detailinformationen.
Insgesamt kann ich das Buch sehr empfehlen. Nach Illuminati ist dies mein Lieblingsband. - Cassandra Clare
City of Heavenly Fire
(1.632)Aktuelle Rezension von: i1arieIch bin ganz emotional beim Ende des 6. Bandes der Shadowhunters Reihe. Es war in meinen Augen wirklich der stärkste Band der Reihe von Cassandra Clare.
Die Emotionen, welche die Autorin in das Buch gesteckt hat sind einfach überwältigend. Zum einen ist so viel Liebe, Freude, Trauer und Schmerz in der Geschichte aber auch Glück und Heimat. Es hat sich wirklich ein wenig wie nach Hause kommen angefühlt in New York und Alicante.
Auch der Mix mit der Vergangenheit aus der Clockwork Reihe war einfach wunderschön. Sowohl Tessa als auch Jem wieder zu sehen und von ihrer Geschichte zu lesen.
Das Ende der Reihe hat mich etwas mitgenommen aber es wurde dann doch noch sehr schön gelöst. Definitiv ein bittersüßer Abschied aus der Welt aber nicht aus dem Universum. Die Geschichte ist noch nicht vorbei.
Ich kann die Reihe wirklich wärmstens empfehlen. Es hat zwar einige Längen und Tiefen aber eben auch wunderschöne Hochs, welche die Geschichte einzigartig machen.
Meine Ausgabe der Bücherbüchse hat einen wunderschönen schwarz weiß Farbschnitt von New York.
- Sebastian Fitzek
Noah
(2.130)Aktuelle Rezension von: ButtaIch muss zugeben,dass es ein paar sehr wahre und interessante Aspekte hatte und obwohl Überbevölkerung und die Reichen etc immer wieder Thema sind, gab es keine wirkliche Lösungsalternative zu den Problemen. Dafür hatte ich wieder das Gefühl als wären andere bekannte Ideen in einem Mixer gepackt worden und das kam dabei raus. Davon mal abgesehen, dass mal wieder kein Charakter sympatisch war, fand ich die Frauendarstellung Len auch alle fragwürdig oder dürftig. Es hat sich alles unlogisch und chaotisch angefühlt, die zeitliche Abfolge unrealistisch, es ist zu überladen und was mit Oskar war fand ich auch unnötig. Für mich ist ein interessantes Grundkonzept nicht nur schlecht umgesetzt worden sondern auch in eine schwurblige Richtung voller Verschwörungstheorien samt zwillingstrope, eine seltsame Krankheit und diese Vater-Sohn Sache abgedriftet. Hat mir wirklich nicht gefallen und diese Musik CD die dabei war wirkte auch echt experimentell.
- Sebastian Fitzek
Mimik
(897)Aktuelle Rezension von: KarandiIch muss dazu sagen, dass diese Art von Thriller nicht gerade mein Hauptgenre ist oder eines, was ich oft besuche, da mir diese Bücher eigentlich zu kurzlebig sind und ich doch Bücher mit mehr Tiefgang bevorzuge. Ich muss allerdings sagen für einen netten Schocker am Abend ist zwischendurch ein Sebastian Fitzek immer gut. So auch das Buch Mimik, welches mein erster Fitzek gewesen ist. Der hat mich schon gepackt und mitgenommen und das Ende fand ich absolut nicht vorhersehbar, denn als Täter hätte ich jeden erwartet, aber nicht den, der bekannt gegeben wurde. Ich drück mich Extra verhalten aus, weil ich nichts Spoilern will, falls jemand Mimik noch nicht gelesen haben sollte. Wer Lust auf einen Schock am Abend hat, den würde ich dieses Buch definitiv empfehlen
- Teri Terry
Gelöscht
(1.516)Aktuelle Rezension von: femicolon_buchblog„Gelöscht“ habe ich vor ca. 10 Jahren bereits gelesen und wollte es jetzt noch einmal lesen, nach dem Motto „Was it good, or was I just 13?“ 😀
Die Geschichte geht direkt spannend und mit einer beklemmenden Stimmung los. Die Enge des britischen Überwachungsstaates ist förmlich spürbar und mit dem flotten Schreibstil der Autorin ließ sich das Buch in kürzester Zeit lesen.
Kyla war eine tolle Protagonistin, sympathisch und sehr mutig, aber gleichzeitig auch erst 16 Jahre alt. Genauso wie die meisten anderen Figuren ist sie ein Teenager, weshalb man von ihr nicht erwarten kann (und sollte) sich wie eine Mitte Zwanzigjährige zu verhalten. Die Liebesgeschichte war ganz süß und auch altersgemäß (Ist leider nicht selbstverständlich in manchen Büchern). Hier und da war es mir etwas zu viel Geschmachte, aber insgesamt hielt es sich in Grenzen.
Die Idee des „Slating“ als Bestrafungs- und Präventionsmaßnahme fand ich sehr spannend und ist mir so bisher auch noch in keiner Geschichte begegnet. Jugendliche unter 16, die (angeblich) kriminell aufgefallen sind, werden einer Operation unterzogen, die ihr Gedächtnis löscht. Danach werden sie mit neuem Namen und ohne Erinnerung in eine neue Familie geschickt und so „reintegriert“.
Das dystopische Worldbuilding fand ich sehr spannend, hätte mir jedoch noch mehr Details und Hintergründe gewünscht. Eben weil ich es so interessant fand. Zwar wurde klar, dass der Brexit als Ausgangspunkt für die Entwicklung des Überwachungstaates gedient hat, aber ich hätte mir noch mehr Einblicke in die Strukturen gewünscht.
Was mir etwas sauer aufgestoßen ist, war die Erwähnung einer Autimus-Unit, die früher bestanden haben soll, „bevor die Krankheit geheilt wurde“. Diese Formulierung empfand ich als etwas schwierig, da es sich bei Autismus um komplexe neuronale Entwicklungsstörungen handelt und eben nicht um eine heilbare Krankheit. Mir ist klar, dass die Autorin „erfolgreiche“ Eingriffe am Gehirn im Zuge der Slating-Experimente meinte, aber das hätte man einfach anders formulieren bzw. erklären können, um Falschinformation zu vermeiden.
Der Verlauf der Geschichte war sehr rasant. Stück für Stück entfaltet sich Kylas Vergangenheit wie ein Puzzle. Generell empfand ich den Plot als sehr dicht, ohne große Längen. Der Fokus liegt auf dem dystopischen Teil und weniger auf der Romantik, was mich bei neueren Dystopien häufig stört. Das Ende war ein spannender Cliffhanger und ich freue mich auf den zweiten Band. - Cassandra Clare
Lord of Shadows
(505)Aktuelle Rezension von: tines_bookworld"Dann brich mir das Herz. Brich es in tausend Stücke. Du hast meine Erlaubnis."
Für "Lord of Shadows" habe ich wirklich ewig gebraucht und das ist auch mein allergrößter Kritikpunkt in diesem Buch. Ein 850-Seiten-Buch sollte keine 250 Seiten Einstieg benötigen, bevor es mit der Handlung und der Spannung überhaupt losgeht. Ernsthaft, warum sind Clares Bücher alle immer solche Wälzer?! Da muss ich von Anfang an gepackt sein und nicht hingehalten werden. Auch zwischendurch gab es immer mal wieder Längen, so dass ich max. 100 Seiten am Stück lesen konnte.
Es war nicht ganz so schlimm wie "Clockwork Prince", denn die Geschichte nahm nach dem ersten Drittel wirklich gut Fahrt auf und an Handlung ist einiges passiert. Die Charaktere haben sich in diesem Buch toll entwickelt und auch an Liebesgeschichten mangelt es nicht. Ich musste grad nochmal nachzählen, wir bekommen hier neben Emma & Julian (die mir in diesem Buch erneut das Herz zerrissen haben, weil sie nicht zusammen sein dürfen, obwohl alles in ihnen nach dem anderen ruft! Immerhin haben sie sich nun endlich die Wahrheit gesagt und können zusammen an einem Strang ziehen...) noch mind. 3 weitere Beziehungsstarts präsentiert und ich bin echt gespannt, wo das Ganze noch hinführt! Tatsächlich empfand ich das nicht als too much, sondern gab den Personen weitere Tiefe und auch eigenständige Handlungsstränge.
Das Ende war für alle Beteiligte (inklusive mir) absolut beschissen, wenn nicht sogar unnötig für zu viel Drama. Neben dem Trauma wurden noch zwei weitere rote Fäden gestartet, so dass ich wenigstens hoffe, dass sich dieser Figurentod auch gelohnt hat und hier nicht einfach nur geliebte Charaktere gekillt wurden, weil die Autorin es kann.
"Lord of Shadows" bringt die Gesamthandlung der "Die dunklen Mächte"-Reihe ein ganzes Stück voran, schafft es aber selten, die Spannung zu halten. Ich vergebe 3,5/5 Sterne.
- Sebastian Fitzek
Der Seelenbrecher
(3.451)Aktuelle Rezension von: SeleWie sehr habe ich den Seelenbrecher geliebt! 🖤 Für mich ist es bis heute eines meiner absoluten Lieblingsbücher von Sebastian Fitzek. Ich wünschte wirklich, ich könnte es vergessen und noch einmal ganz von vorne lesen, um all die Wendungen erneut zu erleben. 😍
Ich würde dieses Buch allen empfehlen, die überraschende Wendungen lieben und beim Lesen gerne selbst miträtseln. Immer wenn man denkt, man weiß, wer der Täter ist, kommt alles ganz anders. Nichts ist so, wie es scheint, und genau das macht dieses Buch für mich so unglaublich spannend. Von der ersten bis zur letzten Seite hat mich die Geschichte gefesselt und immer wieder überrascht. Für mich definitiv ein Fitzek, den man gelesen haben muss! ❤️
- Bianca Iosivoni
Midnight Chronicles - Schattenblick
(777)Aktuelle Rezension von: jolienxbooksIch habe bereits Bücher von Bianca Iosivoni und Laura Kneidl gelesen und war ehrlich gesagt anfangs skeptisch, wie ein Buch mit ZWEI Autorinnen funktionieren soll. Aber wow, ich wurde komplett überrascht. Man merkt überhaupt keinen „Bruch“ im Schreibstil, im Gegenteil: Die Geschichte liest sich unglaublich flüssig und fesselnd.
Roxy und Shawn? Ich liebe die beiden wirklich. Dieser Sarkasmus zwischen ihnen, die Flirts, diese heimliche Spannung und gleichzeitig ihre Dynamik zusammen, einfach perfekt. Und dann noch ihre Liebe zu Fast Food? Ich hatte so viel Spaß beim Lesen und musste mehrfach grinsen.
Ich habe das Buch regelrecht verschlungen und konnte es kaum aus der Hand legen. Die Atmosphäre, die Beschreibungen und der Schreibstil haben mich total abgeholt. Spannung, Humor und Gefühle waren einfach richtig gut ausbalanciert.
Und ja… ich werde wahrscheinlich meine eigene Regel brechen und mir Band 2 direkt bestellen, weil ich UNBEDINGT wissen muss, wie es weitergeht. Ein absolut gelungener Auftakt der Reihe. Wow! ✨
- David Levithan
Letztendlich sind wir dem Universum egal
(1.328)Aktuelle Rezension von: Buecherfreak_M"LETZTENDLICH SIND WIR DEM UNIVERSUM EGAL" 🪐✨️ 4/5 Sterne - eine Rezension ohne Spoiler
"Letztendlich sind wir dem Universum egal" erzählt die außergewöhnliche Geschichte von A, einer Seele ohne festen Körper. Jeden Tag erwacht A in einem neuen Körper und lebt ein neues Leben. Die Grundidee finde ich total interessant und einzigartig - sowas habe ich noch nie zuvor gelesen! Die Geschichte von A wird gefühlvoll und flüssig erzählt, mir gefällt der Aufbau des Buches sehr, nämlich dass jeder Tag ein neues Kapitel ist. Es ähnelt dem Aufbau eines Tagebuchs wie ich finde.
Was mir ebenfalls total gut gefallen hat, ist dass der Autor A in so viele ganz verschiedene Menschen gesteckt hat: Depressionen, familiäre Probleme, Übergewicht, LGBTQ - all das und noch viel mehr hat dabei in dem Buch Platz gefunden.
Ziemlich unerwartet für mich war die Tiefe an einigen Stellen des Buches. Ich habe mir tatsächlich einen Marker genommen und ein paar Zitate bzw. Aussagen hervorgehoben, die ich super schön geschrieben fand. Hier ein paar Beispiele:
⋆。𖦹° "Wenn ich eins gelernt habe, dann das: Wir alle wollen, dass immer alles okay ist. Wir streben gar nicht so nach so sehr nach phantastisch oder grandios oder hervorragend. Wir geben uns gerne mit okay zufrieden, denn in den meisten Fällen ist okay völlig ausreichend." ⋆❀˖° (Seite 14)
♡₊˚ "Ich denke so oft ans Ausbrechen - da ist es echt schön, es tatsächlich mal zu tun. Für einen Tag. Statt ewig aus dem Fenster zu starren, tut es gut, mal auf der anderen Seite vom Fenster zu sein."・₊✧ (Seite 22)
Einziger Minuspunkt ist, dass ich die Beziehung zwischen A und Rhiannon etwas schnell und unrealistisch fand. A war an einigen Stellen ziemlich voreilig (auch körperlich, er wollte sie echt früh küssen, Händchen halten usw). In Wirklichkeit hätte Rhiannon wohl schon ziemlich schnell das Weite gesucht. Rhiannons Charakter finde ich ebenfalls nicht so gut gelungen. Er ist leider nicht tiefgründig genug beschrieben und sie kommt mir manchmal sehr oberflächlich und unentschlossen vor. Trotzdem war die Liebesgeschichte zwischen den beiden sehr schön und regt zum Nachdenken an: Zählt, wer wir sind - oder wie wir aussehen?
- Sebastian Fitzek
Splitter
(2.336)Aktuelle Rezension von: FrauFehrmiSplitter war für mich wieder eines dieser Bücher, die mir gezeigt haben, weshalb ich Sebastian Fitzek als Autor so faszinierend finde. Nicht unbedingt, weil mich seine Geschichten atmosphärisch vollkommen einnehmen, sondern weil er es schafft, mich mit einer Handlung so sehr zu verunsichern, dass ich irgendwann selbst nicht mehr weiß, was überhaupt noch möglich ist.
Gerade die Atmosphäre ist für mich einer der wenigen Punkte, an denen Splitter etwas hinter meinen Erwartungen zurückbleibt. Die Orte und Situationen wurden für mein Empfinden nicht so greifbar, dass ich das Gefühl hatte, wirklich Teil dieser Welt zu sein. Mir fehlten manchmal genau jene Details, durch die eine Umgebung im Kopf lebendig wird. Dadurch blieb ich emotional eher auf Abstand und beobachtete die Geschichte von außen.
Der Spannung hat das allerdings nicht geschadet.
Was mich an Splitter besonders gefesselt hat, war vielmehr die zunehmende Gewissheit, dass sich all das eigentlich gar nicht mehr rational erklären lassen kann. Je weiter die Geschichte voranschritt, desto weniger glaubte ich daran, irgendwann noch eine nachvollziehbare Antwort zu bekommen. Und erstaunlicherweise wollte ich sie irgendwann nicht einmal mehr unbedingt. Dieser Schwebezustand, in dem nichts mehr eindeutig und beinahe jede Erklärung denkbar schien, hatte für mich einen ganz eigenen Reiz.
Irgendwann habe ich deshalb auch aufgehört, selbst nach einer Lösung zu suchen. Ich wollte mich einfach von der Geschichte tragen lassen – und genau das hat hervorragend funktioniert. Die Seiten flogen dahin, während ich immer tiefer in dieses Geflecht aus Wahrnehmung, Erinnerung und Zweifel geriet.
Die spätere Auflösung lässt sich durchaus schlüssig zusammensetzen, auch wenn einzelne Aspekte für mich aus einer Richtung kamen, die ich vorher kaum hätte erahnen können. Gleichzeitig bleibt nicht jedes Detail vollkommen ausgeleuchtet. Ein oder zwei kleine Fragezeichen begleiten mich noch immer – und überraschenderweise gefällt mir genau das. Nicht jede Unklarheit muss beseitigt werden. Manchmal macht gerade ein kleiner Rest an Ungewissheit eine Geschichte im Nachhinein noch interessanter.
Besonders stark fand ich außerdem die Themen, die Fitzek mit seiner Handlung verbindet. Erinnerung, Trauma, Hochsensibilität und die Frage, wie weit ein Mensch gehen darf, wenn er davon überzeugt ist, im Interesse eines anderen zu handeln. Vor allem der Gedanke, ob man eine traumatische Erinnerung tatsächlich auslöschen wollen würde, beschäftigt mich noch immer. Was bleibt von einem Menschen, wenn man einen Teil seiner Vergangenheit entfernt? Und kann ein vermeintlich guter Zweck tatsächlich jedes Mittel rechtfertigen?
Genau solche Fragen geben einem Thriller für mich noch einmal eine zusätzliche Ebene. Die Geschichte endet, aber bestimmte Gedanken bleiben bestehen.
Auch die Figuren waren für mich insgesamt gut zugänglich, obwohl ich zu keiner von ihnen eine besonders intensive emotionale Bindung aufgebaut habe. Manche Personen lösten bei mir von Beginn an ein merkwürdiges Gefühl aus, anderen begegnete ich mit deutlichem Misstrauen. Gerade weil ich mir meiner Einschätzungen nie vollkommen sicher sein konnte, passte auch das sehr gut zu dieser Geschichte, in der Wahrnehmung ohnehin ständig infrage gestellt wird.
Ein besonderes Highlight sind für mich außerdem Fitzeks kleine interaktive Ideen. Wenn innerhalb des Buches plötzlich Elemente auftauchen, die wie ein tatsächlicher Bestandteil der Geschichte wirken, begeistert mich das sofort. Solche Details verändern für mich das Leseerlebnis, weil die Grenze zwischen Buch und Leser für einen kurzen Moment durchbrochen wird. Ich empfinde das als unglaublich kreativ und wünschte, viel mehr Bücher würden mit solchen Möglichkeiten spielen.
Auf einige der actionreicheren Szenen hätte ich hingegen verzichten können. Für mich entsteht die größte Spannung in Splitter ohnehin aus der psychologischen Verunsicherung. Zusätzliche Verfolgungsjagden oder ähnliche Momente braucht eine Geschichte wie diese deshalb gar nicht zwingend. Wirklich gestört haben sie mich allerdings auch nicht.
Splitter hat mich letztlich nicht durch eine besonders intensive Atmosphäre oder eine starke emotionale Bindung an seine Figuren überzeugt. Stattdessen hat mich das Buch auf einer ganz anderen Ebene gefesselt: durch die permanente Unsicherheit darüber, was real ist, was möglich sein kann und ob sich dieses scheinbare Chaos überhaupt noch ordnen lässt.
Und genau darin lag für mich die große Stärke dieser Geschichte.
- Eva Völler
Zeitenzauber
(1.022)Aktuelle Rezension von: samantha_lindeDie Geschichte von Anna und Sebastiano geht weiter. Inzwischen sind sie schon mehrmals wieder gemeinsam in die Vergangenheit gereist - immer in Venedig. Nun hat Sebastiano aber einen Spezialauftrag in Paris bekommen, von dem er nicht mehr alleine zurückkommt. Anna muss ihm helfen und reist ihm hinterher ins Paris von 1625. Dort gibt es viele unerwartete Wendungen und neue Abenteuer zu bestehen. Anna weiß nicht, wem sie trauen kann und wem nicht. Nichteinmal bei Sebastiano kann sie sich sicher sein. Und dennoch trotzt ihre Liebe der Zeit und allen Widrigkeiten. Welchen Auftrag sie erfüllen muss weiß sie nicht, aber sie kennt ihre ganz persönliche Aufgabe: Sebastiano zu retten.
Wie im ersten Teil habe ich mit Anna mitgefiebert und teilweise mitgelitten. Das Buch ist wieder spannend geschrieben und holt einen gleich zu Beginn wieder ab. An manchen Stellen merkt man, dass die Hauptzielgruppe Jugendliche und junge Erwachsene sind, doch das hat für mich als "nicht mehr ganz so junge Erwachsene" den Lesespaß nicht getrübt.
Fazit: Wer den ersten Teil mochte, wird sich auch im zweiten Teil gut unterhalten fühlen. Allerdings sollte man meiner Meinung nach den ersten Teil schon gelesen haben, um die Hintergründe und Zusammenhänge zu verstehen. Es gibt viele historische Anspielungen. Viele davon sind richtig und belegt, aber eben nicht alle. Es ist ja auch kein Geschichtsbuch.
- Paula Hawkins
Girl on the Train
(1.267)Aktuelle Rezension von: Nessaja
Rachel ist psychisch labil und Alkoholikerin. Ihren Job hat sie deshalb schon vor Monaten verloren. Dennoch pendelt sie aus Gewohnheit weiter mit dem Zug von ihrem Wohnost nach London zu ihrer ehemaligen Arbeitsstätte. Sie liebt das Zugfahren und beobachtet die Leute in den Häusern nahe der Zugstrecke. Eines Tages sieht sie etwas, was sie so nicht erwartet hätte.
Geschrieben wurde das Buch von Paula Hawkins, einer ehemaligen Journalistin. Dieser Thriller wurde in über 40 Sprachen übersetzt und auch verfilmt. Mittlerweile hat Paula Hawkins noch weitere Bücher veröffentlicht. In meinem Bücherregal wartet noch „Die blaue Stunde“ darauf gelesen zu werden. „Girl in zhe train“ wird aber ihr erfolgreichestes Werk sein.
Das Buch ist bei blanvalet erschienen. Es umfasst 447 Seiten und ist in relativ kurze nicht nummerierte Kapitel unterteilt. Abwechselnd wird aus der Perspektive der drei weiblichen Hauptcharaktere erzählt und auch die Zeitebene wechselt.
Mir gefällt sehr, wie Paula Hawkins schreibt. Die Sprache ist klar und schnörkellos und damit sehr einfach zu lesen. Ein Spannungsbogen wurde sehr schön aufgebaut. Teilweise ging es mir zu langsam vorwärts, aber ich denke, dass das genau so gewollt war. Die Charaktere wurden schön gestaltet, immer wieder gab es einen Twist, den ich so nicht gesehen habe. Alles in allem sehr schön zu lesen und guten Herzens zu empfehlen. Ich freue mich jetzt noch auf den Film als Abschluss…
- Ana Huang
Twisted Dreams
(447)Aktuelle Rezension von: Onlifely*Diese Rezension enthält Spoiler*
Was für eine spannende Story! 🖤 Mit einigen der Twists hatte ich wirklich nicht gerechnet und gerade deshalb konnte mich Twisted Dreams immer wieder überraschen. Ich bin ehrlich gesagt anfangs nicht davon ausgegangen, dass die Geschichte so düster werden würde, aber genau das hat mir tatsächlich gut gefallen. Die Handlung hatte dadurch eine ganz andere Intensität, als ich zunächst erwartet hatte.
Leider hatte ich dafür mit den beiden Protagonisten so meine Schwierigkeiten. 😅 Mit Ava bin ich nicht wirklich warm geworden. Teilweise hat sie auf mich einfach zu sehr wie ein Pick Me gewirkt, was es mir schwer gemacht hat, richtig mit ihr mitzufühlen.
Und Alex … tja. Ich fand ihn leider nicht heiß. 🙈 Sein extremes und teilweise sehr besitzergreifendes Verhalten hat mich vielmehr gestört. Besonders schlimm fand ich, dass Ava ihm mehrfach deutlich gesagt hat, dass sie dieses Verhalten nicht möchte und er ihre Grenzen trotzdem immer wieder überschritten hat. Für mich war das einfach nicht romantisch, sondern eher unangenehm – und hat leider einiges von der Anziehung zwischen den beiden kaputtgemacht.
Dafür habe ich viele der Nebencharaktere wirklich ins Herz geschlossen. 🥰 Ralph und seine Frau mochte ich sehr gerne und auch Avas Freundesgruppe fand ich toll. Gerade die Nebenfiguren haben für mich dafür gesorgt, dass ich trotz meiner Schwierigkeiten mit Ava und Alex gerne in der Geschichte geblieben bin.
Ein Moment, den ich besonders mochte, war außerdem, dass Alex Michael letztendlich hinter Gitter gebracht hat. Das war für mich definitiv ein Pluspunkt und ein schönes Ende für diesen Handlungsstrang. 👏
Trotz meiner Kritik hatte ich insgesamt eine gute Zeit mit dem Buch. Die Story war spannend, überraschend und stellenweise richtig schön düster. 🖤 Und auch wenn mich Ava und Alex als Paar nicht überzeugen konnten, bin ich neugierig auf die nächsten Bände. Besonders auf die Geschichten von Bridgit, Jules und Stella freue ich mich nach diesem Band sehr.
Unterm Strich war Twisted Dreams für mich ein netter Auftakt mit einer spannenden Handlung und einigen überraschenden Wendungen, bei dem mich allerdings die beiden Hauptcharaktere nicht wirklich abholen konnten.
3 von 5 Sternen. ⭐️⭐️⭐️
- Teri Terry
Zersplittert
(973)Aktuelle Rezension von: Stoeckchens_buecherweltMit Zersplittert hat die Autorin noch einmal richtig Spannung vor dem finalen Teil aufgebaut. Während uns Band 1 „Gelöscht“ in eine Welt eingeführt hat, in der jugendliche Straftäter*innen geslated wurden und ihre Persönlichkeit ausgelöscht wird, um somit eine zweite Chance in der Gesellschaft zu bekommen, lernen wir Rain aka. Lucy kennen. Wobei wir sie bereits in Band eins als Kayla kennengelernt haben. Kayla, die so stark traumatisiert wurde, dass sie eine multiple Persönlichkeitsstörung hat.
Kayla, die sich momentan nicht selbst kennt, aber auch nicht weiß, wem sie trauen kann. Die Autorin führt hierbei einige neue Charaktere ein und verändert Konstellationen und das war’s, wir glauben zu wissen, um einfach nur noch mehr Unsicherheit zu streuen. Jeder neue Charakter, jede veränderte Persönlichkeit, jede veränderte Konstellation kann eine potentielle Gefahr sein. Wem kann Kayla nun noch trauen? Nico? Toni? Ihrer Mutter? Ihr Vater? Amy? Wer steckt alles mit den Lordern zusammen und wer steht hinter ihr? Wer hilft ihr, die Wahrheit herauszufinden und für diese zu kämpfen… ? So viele Fragen, während Kayla nicht mal mehr weiß, wer sie selbst wirklich ist. Wer sagt die Wahrheit und wer lügt.
Nicht nur indem die Autorin selbst die Unsicherheit der Leser*innen stützt und man nicht weiß wer ist gut und wer ist böse und wer ist Kayla und was hat sie in den letzten Jahren erlebt, sondern auch durch ihren Schreibstil schafft sie es konstant die Spannung in dem Buch aufrecht zu erhalten und diese für Kapitel zu Kapitel zu steigern. Und dabei lässt sie durch kleine Flashbacks immer mehr eine neue Gefühlswelt zu Lucy und ihrer Vergangenheit aufbauen während dann gegen Ende des Buches einem der Boden unter den Füßen weggezogen wird.
Die Autorin unterstreicht Kaylas Verzweiflung, Ängste und Ungewissheit mit ihrem Schreibstil so anschaulich.
- Rebecca Gablé
Hiobs Brüder
(579)Aktuelle Rezension von: pianogirlDas Tor schlägt hinter Simon zu. Er weinte bitterlich und dachte, es ist sei sein Ende. Er war eingesperrt auf einer verfallenen Inselfestung. Er lernte weitere Gefangend kennen. Alle passten sie nicht in die Gesellschaft, weil sie ein Leiden hatten. Bei einem Sturm wird ein Teil der Festung zerstört. Es bietet sich eine Fluchtgelegenheit. Sie bauen ein Floß und wagen die Flucht. Losian, der sein Gedächtnis verloren hat, übernimmt die Führung. Auf der Flucht erleben sie Hunger, Not und Rechtlosigkeit. Loisan versucht alles, um sein Gedächtnis wieder zu erlangen. Er befürchtet Schuld am Krieg in England zu haben.
Der Roman erzählt die Geschichte der Geflüchteten über mehrere Jahre im 12. Jahrhundert mit historischem Hintergrund.
Die Autorin schreibt in einem flüssigen Stil. Sie versteht die Spannung zu halten und dem Geschehen immer wieder eine neue Wendung zu geben. Freundschaft und Zusammenhalt sind wichtige Faktoren in diesem Roman. Sie beschreibt die Gefühle der Personen sehr bildhaft.
- S.J. Watson
Ich. Darf. Nicht. Schlafen.
(1.667)Aktuelle Rezension von: Kim_x_berlyInsgesamt hat mir die Story gut gefallen. Man findet sich gut in die Geschichte ein und schafft es schnell mit der Protagonisten mit zu fühlen, weil man mit ihr zusammen im Dunklen tappt. Sogar die Selbstzweifel der Protagonisten übertragen sich auf den Leser, sodass man seine ursprünglichen Annahmen häufig hinterfragt, obwohl man sich sicher ist, dass man weiß, was richtig ist. Leider ist das Buch im Mittelteil etwas zäh, weil sich die Situation, dem Setting geschuldet, sehr ähneln. Daher nur vier von fünf Sternen. Dennoch bringt dieses Buch ordentlich Spannung und eine gute Story mit. Durch die überschaubare Seitenanzahl, kann man auch über den teilweise etwas zähen Mittelteil hinweg sehen. Wer klassische Thriller mag, ist bei diesem Buch richtig.
- Julia Dippel
IZARA - Sturmluft
(660)Aktuelle Rezension von: mxchellex678Izara – Sturmluft hat mir insgesamt ziemlich gut gefallen, auch wenn ich durch die längere Pause zwischen Band 2 und 3 erstmal wieder Orientierung gebraucht habe. Trotzdem bin ich überraschend schnell wieder in die Geschichte reingekommen.
Die Stimmung im Buch war diesmal für mich vor allem emotional, spannend und teilweise auch actionreich. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Dämonenwelt inzwischen endlich richtig greifbar geworden ist. Während ich in den ersten Teilen manchmal noch verwirrt war, hatte ich diesmal das Gefühl, wirklich komplett in dieser Welt angekommen zu sein.
Mit Ari war ich etwas gemischt unterwegs, aber Lucien bleibt definitiv ein Highlight der Reihe — auch wenn er ehrlich gesagt extrem toxisch ist. Trotzdem hat seine Dynamik mit Ari einfach funktioniert und genau diese emotionale Spannung macht die Reihe irgendwie aus.
Die Nebencharaktere mochte ich ungefähr genauso gerne wie vorher und allgemein fand ich das Tempo diesmal wirklich passend. Für mich hatte das Buch kaum Längen und ließ sich sehr flüssig lesen.
An das genaue Ende kann ich mich zwar nicht mehr komplett erinnern, weil es schon etwas her ist, aber insgesamt hat mir der Band definitiv gefallen und Lust gemacht, weiter in der Reihe zu bleiben.
- Stuart Turton
Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle
(390)Aktuelle Rezension von: Lilli33Viel zu verworren
Inhalt:
Familie Hardcastle hat zu einem Ball nach Blackheath geladen. Der Abend endet in einer Katastrophe, den die Tochter des Hauses, Evelyn kommt zu Tode. Aiden Bishop soll den Mord aufklären. Dazu wacht er immer wieder in einem anderen Körper auf und erlebt denselben Tag mit anderen Augen.
Meine Meinung:
Ich bin wirklich froh, dass dies nicht das erste Buch von Stuart Turton war, das ich gelesen habe. Denn sonst hätte ich garantiert kein weiteres in die Hand genommen, was sehr schade gewesen wäre, denn die später erschienen haben mir durchaus gut gefallen.
Die Idee dieses Romans ist zwar nicht schlecht, aber die Umsetzung konnte mich gar nicht begeistern. Die Handlung ist viel zu verworren, um ihr entspannt folgen zu können.
Dadurch dass immer wieder derselbe Tag beschrieben ist mit denselben Ereignissen, nur eben aus einer anderen Perspektive, kommt schnell Langeweile auf und es zieht sich wie Kaugummi. Erst im letzten Drittel (von immerhin gut 600 Seiten) werden immer mehr Geheimnisse aufgedeckt und es kommt Spannung auf.
Mehr als einmal war ich kurz davor abzubrechen. Ich habe mich zum Durchhalten gezwungen, aber jetzt bin ich froh, dass ich es geschafft habe.
★★☆☆☆
- Colleen Hoover
Never Never
(444)Aktuelle Rezension von: ChroniKWalkerNever Never ist für mich ein perfektes Buch für zwischendurch oder um nach einer Leseflaute wieder ins Lesen hineinzufinden. Der Schreibstil ist sehr einfach, flüssig und leicht zu verfolgen.
Obwohl in der Geschichte insgesamt gar nicht so viel passiert, bleibt sie durchgehend spannend und ist an vielen Stellen auch überraschend humorvoll.
Charlie und Silas verlieren beide ihr Gedächtnis und setzen alles daran herauszufinden, warum das passiert ist und wie sie ihre Erinnerungen zurückbekommen können. Dabei entwickelt sich bei einem von ihnen nach und nach der Wunsch, lieber neu anzufangen, als der Vergangenheit hinterherzulaufen.
Besonders spannend fand ich, dass man die Vergangenheit der beiden nur nach und nach erfährt. Mit jeder Seite werden kleine Puzzleteile enthüllt, sodass ich ständig weiterlesen wollte, um endlich zu verstehen, was hinter allem steckt.
Das Ende war für mich ein echter „What the f…?“-Moment. Kaum glaubt man, Antworten zu bekommen, tauchen direkt noch mehr Fragen auf.
Tropes: Second Chance Romance, Romance Suspense, Forbidden Love
Spice Level: 🌶️ (1/5)
- Wolfgang Herrndorf
Sand
(169)Aktuelle Rezension von: Andrea_HahnfeldDie Geschichte von Carl, der mit Amnesie erwacht und nun herausfinden möchte, wer er ist, habe ich mit Spannung verfolgt. Anfangs wirkt das Buch chaotisch, die Ereignisse werden fragmentarisch aneinander gereiht – aber als ich einmal drin war, konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Die Kapitel sind kurz und laden ein zu Gedanken wie "Na ein Kapitel geht noch". Musste abwechselnd lachen, unbedingt weiterlesen, habe die besten Stellen meinem Freund zitiert. Das Ende hat mich ziemlich verwirrt, anfangs auch enttäsucht. Aber irgendwie machte die Sinnlosigkeit des Endes die Geschichte auch wahrhaftiger, mehr wie das echte Leben. Jedenfalls mag ich Wolfgang Herrndorfs Bücher schon allein deshalb, weil sie gut geschrieben sind. Ich hatte auch Spaß an seiner Wortgewalt und seinem Witz.
- Cassandra Clare
Die Legenden der Schattenjäger-Akademie
(256)Aktuelle Rezension von: jess_nixxWir erleben hier Simons Geschichte direkt in Anschluss an die Chroniken der Unterwelt. Wir lernen neue Charaktere kennen, aber auch viele altbekannte Figuren finden sich hier ein, was ich als sehr schön empfunden habe.
Die kurzen Geschichten bauen aufeinander auf und sind dementsprechend eigentlich eine fortlaufende Geschichte. Dabei haben mir nicht alle Abschnitte gleichermaßen gefallen. Besonders der mittelteil kam mir zeitweise etwas zäh, fast schon langweilig vor. Aber im großen Ganzen war es echt schön mitzuerleben, wie Simon zu sich selbst findet und zu erfahren wie es all den anderen ergangen ist.
Kleine Anmerkung meinerseits:
Der abgedruckte Brief von 'Jack the Ripper' entspricht tatsächlich einem echten Brief, der damals unter diesem Pseudonymen an eine Zeitungsargentur gesendet worden ist. Da war ich wirklich überrascht, dass dieser quasi übernommen worden ist.
Aber auch sonst ist diese Geschichte zum größten Teil mit den wahren bekannten Fakten versehen. Fand ich wirklich gut.
- Joy Fielding
Lauf, Jane, lauf!
(1.151)Aktuelle Rezension von: Vanessa_LudinUnd wenn plötzlich alles weg ist, Erinnerungen, Menschen, Orte? Wenn man nicht einmal mehr weiss, wer man selbst ist? Genau das passiert Jane. Sie irrt planlos durch Boston, trägt ein blutbeflecktes Kleid, hat Manteltaschen voller Geld und keinerlei Erinnerung an ihr früheres Leben.
Nach und nach erfährt man gemeinsam mit Jane, was geschehen ist, wer dafür verantwortlich sein könnte und welches dunkle Geheimnis hinter ihrer Vergangenheit steckt. Als ihr Ehemann Michael, ein angesehener Kinderarzt, sie nach Hause holt und sich fürsorglich um sie kümmert, scheint zunächst alles seinen gewohnten Lauf zu nehmen. Doch statt Besserung verschlechtert sich Janes Zustand immer weiter. Sie beginnt zu zweifeln, an sich selbst, an ihrer Umgebung und schliesslich an allem, was ihr erzählt wird.
Joy Fielding versteht es meisterhaft, von der ersten bis zur letzten Seite Spannung aufzubauen. Langweilige Passagen gibt es fast keine, stattdessen sorgt jedes Kapitel dafür, dass man unbedingt weiterlesen möchte. Das Ende hat mich völlig überrascht und hinterlässt einen noch lange mit Gänsehaut.
Lauf, Jane, lauf war mein zweites Buch von Joy Fielding und definitiv nicht mein letztes. Wer einmal angefangen hat zu lesen, wird schnell Lust auf weitere Werke der Autorin bekommen. Für mich eine klare Leseempfehlung!
- Christelle Dabos
Die Spiegelreisende 2 − Die Verschwundenen vom Mondscheinpalast
(476)Aktuelle Rezension von: T_B_Die Fortsetzung der Spiegelreisenden-Reihe wirft immer mehr Fragen auf und hinterlässt zum Schluss eine Spur des nicht-Wissens.
Die Charaktere und ihre Geschichten bleiben die gleichen wie in Band 1, doch ich bin deutlich besser in den Lesefluss reingekommen, als in diesem. Die Geschichte mit den Entführungen bringt dem Buch etwas mehr Spannung und Ophelias Familie, die früher zum Pol kommt als geplant bringt eine große Priese Humor mit, selbst wenn ich fand, dass Ophelias Mutter, definitiv beabsichtig, aber trotzde, manchmal genervt hat. Generell empfinde ich das Buch als gelungene Fortsetzung. Die einzige Person, bei der ich nicht so recht wusste, was ich von ihr halten sollte, war Thorn. Zwischendurch hat er sich danebenbenommen und die Protagonistin will sich die ganze Zeit bei ihm entschuldigen und das wieder gut machen und nervt damit einfach, aber dann taucht wieder eine Information über ihn auf, sodaß man sie irgendwie wieder verstehen kann. Trotz dieser Nebensache bekommt das Buch von mir fünf Sterne, ich habe es extrem schnell weggelesen























