Bücher mit dem Tag "gefangen"
169 Bücher
- Sarah J. Maas
Throne of Glass – Die Erwählte
(3.240)Aktuelle Rezension von: Mellischo_Man wird sofort in die Handlung hineingeworfen! Der Schreibstil ist – wie man es von Sarah J. Maas gewohnt ist – wieder grandios, obwohl die Geschichte aus der Er/Sie-Perspektive erzählt wird.
Die Protagonistin Celaena mag ich richtig gerne, vor allem wie sie sich gegenüber Dorian und Chaol verhält. 🤭 Sie ist sehr temperamentvoll, lässt sich nicht von anderen beeinflussen und bildet sich immer ihre eigene Meinung. Ich finde es auch extrem erfrischend, dass sie nicht die typische rosarote Brille aufhat, sondern realistisch denkt.
Nehemia ist von Anfang an so lieb zu Celaena, obwohl sie kaum etwas über sie weiß. Im Laufe der Handlung fasst Celaena immer mehr Vertrauen zu ihr. 🤗
Chaol und Dorian könnten kaum unterschiedlicher sein – doch eine Sache haben sie gemeinsam: Beide verschweigen etwas.
Ich fand das Buch wirklich richtig gut und habe absolut mitgefiebert. Ich bin schon so gespannt auf den nächsten Teil! 🤩
• Was bewirkt der Obsidian-Ring des Königs und was verschweigt er?
• Wie geht es mit dem Love Triangle weiter?
• Was erwartet Celaena nun als Champion des Königs? 🤔 - Jennifer L. Armentrout
Obsidian 3: Opal. Schattenglanz
(3.128)Aktuelle Rezension von: Meeehlie„Opal – Schattenglanz“ ist der dritte Band der Lux-Bände von Jennifer L. Armentrout. Auch dieses Buch konnte mich überzeugen, obwohl hier von der Geschichte her deutlich weniger passiert ist als in den beiden Vorgängern.
Dawson, der Zwillingsbruder von Daemon ist wieder zuhause und muss sich erst wieder an ein Leben nach der Gefangenschaft gewöhnen.
Katy dagegen muss mit Problemen bezüglich ihrer und Dees Freundschaft fertig werden, ist glücklich mit Daemon doch dann tritt zu allem Überfluss auch noch Blake wieder auf. Was hat er vor, wo Daemon ihm doch ausdrücklich davor gewarnt hat zurück zu kommen?!?
Das Lesen hat weiterhin sehr viel Spaß macht. Die Charaktere vertiefen sich langsam und man bekommt von jedem nochmal neue kleine Facetten gezeigt. Die Geschichte entwickelt sich vorwärts und man bekommt weitere Informationen, was es mit dem VM und Co. auf sich hat.
Der Rest des Bandes war spannend, obwohl er leicht vorhersehbar war und keine wirklichen Action-Höhepunkte hatte. Man erfährt auch wobei es sich um den Titel Opal handelt.
Blake treibt es auch immer wieder auf die Spitze und versucht Katy so nahe wie möglich zu kommen….
Katy und Daemon hingegen versuchen sich immer wieder Momente zu stehlen in denen sie zusammen sein können. Doch irgendwie werden die beiden immer unterbrochen. Hier geht es also auch etwas ruhiger zu.
Es war schön mal ein bisschen das Tempo rauszunehmen, die Entwicklungen der einzelnen Personen mitzubekommen, auch eine sehr liebevolle Seite in der Beziehung zwischen Katy und Daemon hervorzuheben.
Wie das mit den beiden vorangegangen ist war sehr wichtig, damit das Ende noch an Dramatik dazubekommt. Dieses Ende war auch voll fies und lässt einen fassungslos zurück.
Dieser Band ist ruhiger als die Vorgänger, doch genauso toll und spannend geschrieben. Durch den Cliffhanger freut man sich und fiebert man dem nächsten Band entgegen. - Leigh Bardugo
Das Lied der Krähen
(1.718)Aktuelle Rezension von: Amber1309Name: Das Lied der Krähen
Autor: Leigh Bardugo
Genre: Fantasy
Alter: ab 14
Beschreibung:
Das kriminelle Genie Kaz Brekker muss ein Team aus fünf gefährlichen Außenseitern zusammenstellen, um einen unmöglichen Raubzug in das bestgesicherte Gefängnis der Welt zu wagen. Ihr Ziel ist die Befreiung eines Gefangenen, dessen Wissen das Schicksal der Welt verändern könnte.
Bewertung:
Zuerst habe ich etwas gezögert,weil mich das Cover und der Titel nicht gerade so angesprochen haben. Aber weil mir das so oft empfohlen wurde, habe ich es mir dann aus der Bibliothek ausgeliehen. Am Anfang war ich etwas verwirrt wegen den vielen Perspektiven, auch dass das Buch aus der Er-/Sie-Perspektive geschrieben wurde, hat dazu geführt, dass es etwas länger gedauert hat, bis ich in die Geschichte reingekommen bin. Die Idee fand ich sehr gut und es war auch gut umgesetzt. Man konnte auch richtig gut den Vibe fühlen. Aber dieser Cliffhanger am Ende😱
Leute,was war das?😭
Ich werde auf jeden Fall Teil 2 lesen😊
- Mary E. Pearson
Der Kuss der Lüge
(1.565)Aktuelle Rezension von: Samira_2006Prinzessin Lia soll einen Prinzen heiraten, den sie noch nie gesehen hat. Doch sie flieht und beginnt ein neues Leben in einer Taverne. Dort begegnet sie Rafe und Kaden – ohne zu wissen, dass einer von ihnen der Prinz ist, den sie heiraten sollte, und der andere geschickt wurde, um sie zu töten.
Lia ist eine starke, mutige und selbstbewusste Protagonistin, die sich nicht einfach ihrem Schicksal ergeben möchte. Besonders spannend fand ich die Beziehung zwischen Lia, Rafe und Kaden, da lange unklar bleibt, wem sie wirklich vertrauen kann.
Die Welt von Morrighan ist wunderschön und geheimnisvoll gestaltet. Königreiche, Intrigen, alte Geschichten und geheimnisvolle Gaben machen die Fantasywelt besonders interessant.
Der Schreibstil von Mary E. Pearson ist flüssig, bildhaft und spannend. Die Geschichte hat mich schnell gefesselt und durch die vielen Geheimnisse wollte ich immer weiterlesen.
Die Chroniken der Verbliebenen 1-4
Die Chroniken der Hoffnung 1-2 (Leider schon alle gelesen / würde gerne vergessen, dass ich sie bereits kenne, um sie noch einmal lesen zu können.)
Für mich ist „Die Chroniken der Verbliebenen“ definitiv eine Reihe, die noch lange im Gedächtnis bleibt. Ich habe mit Lia mitgefiebert, mitgerätselt und mich immer wieder gefragt, wem sie wirklich vertrauen kann. Eine klare Leseempfehlung für alle, die spannende, emotionale und fesselnde Geschichten lieben!
- Jennifer L. Armentrout
Obsidian 4: Origin. Schattenfunke
(2.271)Aktuelle Rezension von: asomeOrigin – Schattenfunke von Jennifer L. Armentrout dieser Band war für mich der stärkste der gesamten Reihe. Er fesselt und unterhält, auch wenn der Einstieg ein paar kleinere Längen hat. Besonders gefiel es mir, dass die Geschichte abwechselnd aus Katys und Daemons Sicht geschildert wird und man endlich mehr über Daedalus, die Lux und die Hybriden erfährt. Die Origin bringen neue Figuren ins Spiel, die alles spannender machen und frischen Wind hereinwehen.
Die Romantik zwischen Katy und Daemon kommt nicht zu kurz, und die Beziehung zwischen Dee und Katy verbessert sich wieder. Auch die Neuen wie Archer und Luc – den wir zwar schon aus Band 3 kennen, der jetzt aber öfter vorkommt – tun der Geschichte sehr gut. Insgesamt hat mir dieser Band wieder sehr gefallen; ich konnte mich gut auf die Handlung einlassen. Nach dem schwächeren dritten Band freue ich mich nun auf den fünften und letzten und bin gespannt, wie die Reihe endet.
- Sabaa Tahir
Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken
(1.341)Aktuelle Rezension von: Sunny92_"Elias & Laia" hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Es ist eine Geschichte über Mut, Freiheit, Loyalität und die Frage, wie viel Menschlichkeit selbst in einer grausamen Welt bewahrt werden kann.
Im Mittelpunkt stehen zwei junge Menschen, deren Leben unterschiedlicher kaum sein könnte. Laia lebt in einem von Angst und Unterdrückung geprägten Imperium. Nachdem ihre Familie alles verliert, muss sie über sich hinauswachsen und mehr Mut beweisen, als sie sich selbst jemals zugetraut hätte. Elias hingegen ist Teil genau dieses unterdrückenden Systems. Er wurde darauf vorbereitet, zu gehorchen, zu kämpfen und keine Schwäche zu zeigen. Doch schon bald wird deutlich, dass er nicht so leicht in die Rolle passt, die für ihn vorgesehen ist. Sein Wunsch nach Freiheit und sein innerer Konflikt machen ihn zu einer ebenso spannenden wie vielschichtigen Figur. Was Elias und Laia verbindet, ist der Wunsch, ihrem vorbestimmten Weg zu entkommen.
Die Welt, die Sabaa Tahir erschaffen hat, ist düster, faszinierend und oft erschreckend brutal. Die von der Antike inspirierte Gesellschaft mit ihren strengen Regeln, der Macht der Masken und der ständigen Bedrohung erzeugt eine Atmosphäre, die mich von Seite zu Seite tiefer in die Geschichte gezogen hat. Trotz der Härte der Welt verliert das Buch jedoch nie den Blick für die Menschen dahinter. Es gibt gefährliche Situationen, überraschende Wendungen und emotionale Momente, die mich mit den Figuren mitfiebern ließen. Besonders gefallen hat mir, dass die Liebesgeschichte zwar eine wichtige Rolle spielt, aber niemals die eigentliche Handlung verdrängt. Sie entwickelt sich langsam und glaubwürdig und fügt sich harmonisch in die Geschichte ein.
Die Geschichte ist stellenweise nichts für schwache Nerven. Sabaa Tahir zeigt eine harte und schonungslose Welt, in der Gewalt, Unterdrückung und Angst zum Alltag gehören. Manche Szenen sind gnadenlos und emotional fordernd. Sie verdeutlichen die Grausamkeit des Systems und zeigen, vor welche schwierigen Entscheidungen die Figuren gestellt werden. Gleichzeitig schafft es die Autorin, auch in dieser düsteren Welt Momente voller Menschlichkeit und Hoffnung zu bewahren. Der Schreibstil ist bildhaft und intensiv. Er schafft es, sowohl die ruhigen, emotionalen Momente als auch die actionreichen Szenen lebendig darzustellen.
Durch die wechselnden Perspektiven konnte ich Elias und Laia sehr nah begleiten und ihre Gedanken und Gefühle besser verstehen.
Für mich ist Elias & Laia eine Fantasygeschichte, die vor allem durch ihre starken Charaktere und ihre emotionale Tiefe überzeugt. Es ist ein Buch über Hoffnung in einer dunklen Zeit, über den Mut, für sich selbst einzustehen, und darüber, dass selbst kleine Entscheidungen große Veränderungen bewirken können. Wer Fantasy mit einer düsteren Atmosphäre, glaubwürdigen Figuren und einer Geschichte sucht, die auch nach dem Lesen noch im Kopf bleibt, sollte diesem Buch unbedingt eine Chance geben.
Ich freue mich schon darauf, die Reise von Elias und Laia weiterzuverfolgen und herauszufinden, welche Herausforderungen noch vor ihnen liegen.
- Cornelia Funke
Tintenwelt 3. Tintentod
(2.960)Aktuelle Rezension von: Isika0510Der dritte Band hat mich leider, in den verschiedenen Sequenzen und Charakteren, nicht mehr so überzeugen können, wie die ersten beiden Teile.
Es war dennoch teilweise spannend und unterhaltsam, in Teilen aber auch etwas langatmig und dadurch für mich schwer dranzubleiben.
Die Geschichte und die Tintenwelt an sich, sind trotzdem wahnsinnig faszinieren und toll zu Papier gebracht!
- Victoria Aveyard
Goldener Käfig (Die Farben des Blutes 3)
(714)Aktuelle Rezension von: HazalReadsBand 3 der Reihe (Goldener Käfig) von Victoria Aveyard hat mich emotional komplett zerstört – und zwar von der ersten bis zur letzten Seite.
Die gesamte Reihe fühlt sich ohnehin wie ein Strudel aus Verzweiflung, Hoffnung und ständigem Kampf an, aber dieser Band hebt das nochmal auf ein ganz anderes Level. Es gibt kaum Momente zum Durchatmen. Selbst wenn sich etwas zum Guten wendet, wird diese Hoffnung gefühlt sofort wieder zerstört. Dieses ständige Auf und Ab macht das Buch unglaublich intensiv – aber auch emotional extrem belastend.
Besonders stark fand ich die Darstellung der Gefangenschaft und des Ausgeliefertseins. Diese Passagen waren kaum zu ertragen, weil man nicht nur mitfiebert, sondern wirklich mitleidet. Es hat mich emotional sehr an die düsteren, schmerzhaften Momente aus Throne of Glass erinnert, wo Figuren an ihre absoluten Grenzen gebracht werden.
Was die Charaktere angeht, hatte ich sehr gemischte Gefühle. Mare Barrow macht in diesem Band eine enorme Entwicklung durch. Ihre Reifung ist deutlich spürbar – auch wenn sie durch Trauma, Schmerz und Verlust geprägt ist. Ihre Entwicklung wirkt nachvollziehbar und stark, auch wenn sie emotional sehr schwer zu lesen ist.
Ganz anders ging es mir mit Cal. Seine Entscheidungen haben mich oft frustriert und enttäuscht. Gerade im Vergleich zu Mares Entwicklung wirkt er unsicher, hin- und hergerissen und teilweise nicht konsequent genug. Diese Dynamik zwischen den beiden hat mich beim Lesen immer wieder beschäftigt.
Was dieser Band besonders gut schafft, ist dieses Gefühl von Hoffnungslosigkeit. Man wartet die ganze Zeit auf Erlösung – auf einen Moment, in dem sich alles zum Guten wendet. Aber dieser Moment kommt nicht. Und genau das macht die Geschichte so real und gleichzeitig so schmerzhaft.
Am Ende bleibt vor allem eines: das Gefühl, dass noch ein langer, harter Weg vor den Figuren liegt. Ein klares Happy End ist noch lange nicht in Sicht – und genau das macht mich gleichzeitig neugierig und traurig.
Dieser Band ist intensiv, düster und emotional extrem fordernd. Er hat mich zerrissen – und genau deshalb bleibt er so stark im Gedächtnis.
- Julia Dippel
Izara - Das ewige Feuer
(1.231)Aktuelle Rezension von: Samira_2006Ari hat es im Leben nicht leicht – genau das macht sie zu einer so authentischen und sympathischen Protagonistin. Sie versucht, Schule und Arbeit unter einen Hut zu bringen und kümmert sich gleichzeitig um ihre psychisch instabile Mutter. Zum Glück steht ihr ihre beste Freundin immer zur Seite. Als Ari schließlich den geheimnisvollen Lucian kennenlernt, nimmt ihr Leben eine unerwartete Wendung.
Die Geschichte gewinnt schnell an Spannung und bietet neben actionreichen Kampfszenen auch viele humorvolle Momente. Besonders gut gefallen hat mir, dass man die verschiedenen Gruppierungen und das Magiesystem nach und nach kennenlernt. Man wird nicht mit Informationen überhäuft, sondern entdeckt die Welt gemeinsam mit Ari.
Zu Beginn spielt die Handlung noch in der gewöhnlichen Menschenwelt. Nach und nach taucht Ari jedoch in die verborgene Welt der Primus ein – übernatürliche Wesen, die unerkannt unter den Menschen leben. Das Magiesystem folgt klaren Regeln und entwickelt sich im Laufe der Reihe stetig weiter. Neue Fähigkeiten und Geheimnisse werden nach und nach enthüllt, wodurch die Welt immer tiefgründiger und faszinierender wird. Julia Dippel verbindet bekannte Elemente aus Engel- und Dämonenmythen mit einer eigenen, originellen Fantasywelt, die mich von Anfang an begeistert hat.
Die Izara-Reihe besteht aus vier Bänden sowie einem Spin-off.
Ari ist mutig, schlagfertig, humorvoll und unglaublich einfühlsam. Mit jeder Seite ist sie mir mehr ans Herz gewachsen. Sie lässt sich nicht unterkriegen und beweist immer wieder, dass sie auch in schwierigen Situationen Stärke zeigen kann.
Lucian bleibt anfangs ein großes Rätsel, was meine Neugier nur noch mehr geweckt hat. Mit der Zeit lernt man seine einfühlsame Seite kennen, auch wenn er diese nicht sofort zeigt. Sein trockener Humor sorgt immer wieder für unterhaltsame Momente und hat mich oft zum Lachen gebracht.
Auch die übrigen Charaktere sind liebevoll ausgearbeitet. Jeder von ihnen besitzt eine eigene Persönlichkeit und trägt dazu bei, dass man sich mitten in der Geschichte fühlt. Sie wachsen einem schnell ans Herz und machen die Reihe zu etwas ganz Besonderem.
Fazit:
Izara ist eine fesselnde Fantasyreihe mit einer gelungenen Mischung aus Magie, Romantik, Humor und spannender Action. Die abwechslungsreiche Handlung, das durchdachte Worldbuilding und die großartigen Charaktere haben mich von Anfang bis Ende begeistert. Wer Fantasy mit einer mitreißenden Liebesgeschichte und viel Spannung liebt, dem kann ich diese Reihe von Herzen empfehlen.
- James Dashner
Maze Runner: Die Auserwählten - Im Labyrinth
(1.766)Aktuelle Rezension von: Marli1Die Auserwählten ist ein Pageturner, der mich sofort gefesselt hat. Thomas erwacht ohne Erinnerung auf der Lichtung, umgeben von Mauern und tödlichen Labyrinthmonstern. Gemeinsam mit Newt, Minho und den anderen muss er Rätsel lösen und ums Überleben kämpfen. Die Idee ist genial, die Welt dicht gebaut und die Spannung fast unerträglich. Teresa bringt Verwirrung und Wendungen, die man nicht vorhersehen kann. Manche Entscheidungen sind riskant und emotional geladen, und ich mochte, wie Thomas trotz Verwirrung handelt. Der Stil ist klar, direkt und flüssig, sodass man mitgerissen wird. Manche Längen im Mittelteil, aber das Finale entschädigt. Für mich ein Klassiker unter den Dystopien.
- Jonas Jonasson
Die Analphabetin, die rechnen konnte
(734)Aktuelle Rezension von: Hubertus_FeldmannZunächst ein großes Kompliment an die Übersetzerin. Es war sicher nicht einfach, diesen spielerischen Umgang mit Sprache, diese teils aberwitzigen und skurrilen Vorgänge, so zu übertragen, dass diese auch im Deutschen ihre gewünschte Wirkung entfalten. Es ist ein Genuss, diesen teils versteckten oder hintersinnig eingestreuten realen Bezügen in einer ansonsten doch sehr abgedrehten Story zu folgen.
Die Geschichte entfaltete ihren Reiz auch dadurch, dass die historischen Personen beim Namen genannt werden und das politische Geschehen in eine Lebenswirklichkeit hineingezogen wird, die die Distanz zu diesen Geschehnissen nicht nur verringert, sondern tatsächlich auch menschlicher und damit verstehbarer machen – unabhängig davon, ob sie sich so oder so oder auch ganz anders abgespielt haben. Diese indirekten Anspielungen fordern geradezu nach Weiterdenken heraus. Es fällt leicht mit der „guten Seite“ zu sympathisieren (wer möchte nicht gerne, trotz aller Hindernisse, so souverän durchs Leben gehen?), wobei die „böse Seite“ durchaus auch ihren Charme hat. Es gibt also ausreichend Raum, bei guter Unterhaltung, die eigenen Gedanken spazieren zu führen.
Da das Elend dieser Welt im Moment zuzunehmen scheint, kommt eine solche Geschichte gerade recht. Nicht als „Erlösungsgeschichte“, sondern als augenzwinkernder Hinweis: Nimm das Leben wie es kommt und mache das dir Mögliche daraus.
(19.11.2018)
- Vincent Kliesch
Auris
(806)Aktuelle Rezension von: Thess12345Inhalt:
In Auris begleitet man die True-Crime-Podcasterin Jula Ansorge, die sich auf Fälle spezialisiert hat, bei denen es um mögliche Justizirrtümer geht. Als sie auf den Fall des verurteilten Phonetikers Matthias Hegel stößt, wird sie sofort misstrauisch.
Hegel, der aufgrund seiner außergewöhnlichen Fähigkeiten selbst kleinste Nuancen in Stimmen und Geräuschen analysieren kann, sitzt wegen Mordes im Gefängnis, obwohl vieles darauf hindeutet, dass mehr hinter dem Fall steckt.
Während Jula beginnt, tiefer zu recherchieren, gerät sie immer weiter in ein Netz aus Geheimnissen, Gefahren und Ungereimtheiten. Dabei wird schnell klar, dass dieser Fall weit größer ist, als er zunächst scheint.
Eigene Meinung:
Die Grundidee des Buches hat mich sofort begeistert. Das Thema rund um forensische Phonetik ist unglaublich spannend und für mich etwas Neues gewesen. Ich fand es faszinierend, was man allein durch Stimmen, Sprachmuster oder Hintergrundgeräusche alles herausfinden kann. Genau dieser Aspekt hebt das Buch für mich von vielen anderen Thrillern ab.
Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass dieser Bereich noch etwas stärker im Fokus steht. Die Ansätze waren sehr interessant, aber an manchen Stellen hätte ich gerne noch mehr Einblicke in diese besondere Fähigkeit bekommen.
Der Fall selbst war durchgehend spannend aufgebaut und hat mich zum Miträtseln eingeladen. Ich wollte unbedingt wissen, wie alles zusammenhängt und habe das Buch wirklich schnell durchgelesen.
Jula fand ich als Protagonistin sehr gelungen. Sie ist sympathisch, mutig und bringt durch ihre Vergangenheit eine emotionale Tiefe mit. Ihr Weg zur True-Crime-Podcasterin und ihre Motivation fand ich nachvollziehbar. Besonders spannend fand ich, wie ihr persönliches Schicksal immer wieder mitschwingt.
Auch die Dynamik zwischen ihr und Matthias Hegel hat mir gut gefallen. Hegel bleibt lange rätselhaft und sorgt dafür, dass man sich ständig fragt, was wirklich hinter ihm steckt.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig, die Kapitel sind kurz gehalten und sorgen dafür, dass man immer weiterlesen möchte. Gerade die vielen kleinen Cliffhanger am Kapitelende tragen dazu bei, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.
Das Ende hat viele Fragen offen gelassen und sorgt definitiv dafür, dass man direkt zum nächsten Band greifen möchte.
Fazit:
Ein spannender Thriller mit einer außergewöhnlichen und sehr interessanten Thematik, die definitiv im Gedächtnis bleibt. Auch wenn mir stellenweise noch das gewisse Etwas und etwas mehr Tiefe im Bereich der Phonetik gefehlt haben, konnte mich die Geschichte gut unterhalten. Das offene Ende sorgt für große Neugier auf die Fortsetzung.
- Mary E. Pearson
Das Herz des Verräters
(885)Aktuelle Rezension von: Eva_RuppDas Herz des Verräters von Mary E. Pearson führt die Geschichte von Lia konsequent und eindrucksvoll weiter. Sowohl die Beziehung zu Rafe als auch die komplizierte Verbindung zu Kaden entwickeln sich weiter und verleihen der Handlung emotionale Tiefe. Besonders im Fokus steht jedoch Lias außergewöhnliche charakterliche Entwicklung.
Lia ist kaum wiederzuerkennen: Sie ist an ihren Herausforderungen gewachsen, mutiger und stärker geworden. Sie öffnet sich anderen, erweitert ihre Fähigkeiten und begegnet selbst jenen, die ihr überlegen scheinen, mit Stolz und Tapferkeit. Trotz aller Verluste und Gefahren schafft sie es immer wieder, das Beste aus ihrer Situation zu machen. Selbst in fremden Ländern findet sie Freunde und Verbündete ein Zeichen ihrer inneren Stärke.
Zwar deutet sich bereits an, zu wem Lia sich hingezogen fühlt und mit wem sie am Ende stehen könnte, doch bleibt genug Raum für Überraschungen. Gleichzeitig wirft der Roman spannende Fragen über ihre Heimat auf: Wie wird man sie empfangen? Und ob überhaupt?
Besonders faszinierend sind die Beziehungen, die Lia zu den Vendanern aufbaut. Manche sind von Vertrauen geprägt, andere von Misstrauen und Konflikten. Vor allem der Kommissar erweist sich als vielschichtiger Charakter, der noch eine wichtige Rolle spielen dürfte.
Mary E. Pearsons Schreibstil überzeugt erneut durch Emotionalität und Atmosphäre. Ein besonderes Highlight ist die zusätzliche Perspektive von Pauline, durch die man einen noch umfassenderen Blick auf das Geschehen im gesamten Land erhält und sich intensiv in die verschiedenen Gefühlswelten hineinversetzen kann.
Abgerundet wird das Leseerlebnis durch das neue Cover, das deutlich besser zur Geschichte passt und das alte für mich klar übertrifft. Das Herz des Verräters ist ein fesselnder, emotionaler zweiter Band, der Lust auf mehr macht.
- Julia Adrian
Die Dreizehnte Fee - Erwachen
(982)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerEs gibt keine Happy Ends- für keinen von uns...
1000 Jahre hat die 13. Fee geschlafen, betrogen von ihren Schwestern. Jetzt, als sie erwacht ist, ist Welt nicht mehr so wie sie einst war. Ihre Kräfte sind verschwunden, statt Fee werden sie jetzt Hexen genannt und Menschen fürchten sich vor ihnen. Hexenjäger machen jagd auf ihres gleichen.
Von Rache getrieben, wegen dem Betrug ihrere Schwestern, schließt sie sich einem Hexenjäger an, um ihre Schwestern zu jagen. Aber Lilith ist nicht mehr die alte. Sie hat Gewissenbisse, empfindet Reue und sucht die Liebe. Aber sie kennt ihren Schwetsern gegenüber auch keine Gnade.
Wie wird es enden?
Es ist eine kurze Geschichte, mit knapp 200 Seiten. Die Kapitel sind schnell gelesen, man entdeckt viele bekannte Märchen und fragt sich, was treibt den Jäger und die Fee an?
Ich war richtig gefesselt von der Geschichte und bin gespannt, wie es weiter geht.. Einmal etwas anderes, ohne Happy End... oder gibt es vielleicht doch eines am Ende???
- Romy Hausmann
Liebes Kind
(1.134)Aktuelle Rezension von: HarukiDas Buch "Liebes Kind" von Romy Hausmann stand lange in meinem Regal. Jetzt, nachdem ich es beendet habe, frage ich mich allerdings, warum ich es nicht schon früher gelesen habe.
Für mich war schon der Einstieg in das Buch außergewöhnlich: Es beginnt nämlich quasi am Ende der Geschichte. Man startet bei einer gelungenen Flucht und einem sich anschließenden Krankenhausaufenthalt. Im Verlauf des Buch erfährt man dann erst, was eigentlich im Vorfeld geschehen ist und warum es überhaupt zu dieser Flucht kam. Genau das hat mich sehr gefesselt. Ich wollte unbedingt herausfinden, wie es zu alledem gekommen ist.
Daneben hat mir die Erzählform aus verschiedenen Blickwinkeln sehr gut gefallen. Das hat ein allumfassendes Bild über die Geschehnisse ergeben. Die einzelnen Protagonisten - so empfand ich - waren sehr individuell dargestellt. Vor allem die Figur der Hannah hat mich hierbei beeindruckt. Ihre Erzählungen waren sehr intensiv, teilweise sogar verstörend.
Die Spannung war auf jeden Fall über das ganze Buch konstant hoch, wobei ich mich für das Ende doch etwas mehr erhofft hatte. Zwar muss ich gestehen, dass ich mit dem Täter überhaupt nicht gerechnet habe, jedoch wirkte die Auflösung im Vergleich zum starken Spannungsaufbau etwas zu flach. Mir hat am Ende einfach der große Wow-Effekt gefehlt.
Trotz dieses kleinen Kritikpunkts ist "Liebes Kind" für mich ein absolut lesenswerter Thriller, den ich definitiv weiterempfehlen kann.
- T. C. Boyle
Die Terranauten
(351)Aktuelle Rezension von: wortknaeuelEine kleine Gruppe junger Wissenschaftler wetteifert Mitte der 90er Jahre um einen von acht begehrten Plätzen in einem ökologischen Experiment. Für zwei Jahre sollen sie unter einer riesigen Glaskuppel leben und sich völlig autark in den verschiedenen künstlich geschaffenen Biotopen – vom kleinen Regenwald bis zum Mini-Ozean – selbst versorgen. Nichts geht rein, nichts darf raus! Die Geschichte beginnt mit der Bekanntgabe der Auserwählten, vier Männer und vier Frauen, die sich jeweils auf einem Spezialgebiet gegen ihre Mitbewerber durchgesetzt haben und nun in die "Ecosphere 2" einziehen dürfen. Zurück bleiben die Verlierer mit der Hoffnung, in zwei Jahren zum Nachfolger-Team aufrücken zu können. Draußen bleiben natürlich auch Freunde, Liebhaber und die Planer, Manager und Sponsoren des Experiments. In den zwei Jahren erleben wir aus Sicht von Dawn und Ramsay innerhalb, sowie Linda außerhalb der Kuppel, wie sich aus dem ökologischen Experiment ein Beziehungskuddelmuddel entwickelt.
T.C. Boyle kann gut erzählen, da ist dieser Roman keine Ausnahme. Er beruht übrigens auf einer wahren Begebenheit, denn so ein Experiment hat es ungefähr zu jender Zeit tatsächlich gegeben. Allerdings habe ich mich von Klappentext und Buchcover täuschen lassen. Zu dem Zeitpunkt, als ich mir das Ebook kaufte, hatte ich noch nie etwas von Boyle gelesen und einen spannenden dystopischen (oder utopischen) SciFi-Romans erwartet. Stattdessen dreht sich alles um Neid, Eitelkeit und Eifersüchteleien zwischen den Wissenschaftlern, um Wer-mit-wem sowie am Rande auch um den Einfluss von Geld und Medien. Wenn man Boyle kennt, hätte man sich denken können, dass es vorwiegend um die sozialen, zwischenmenschlichen Aspekte in diesem Szenario gehen wird.
Die Handlung ist zwar durchaus unterhaltsam und auf satirische Weise komisch, aber insgesamt wenig spannend. Auch die Charaktere empfand ich als flach und uninteressant. Eher ein schwacher Boyle.
- Ransom Riggs
Die Bibliothek der besonderen Kinder
(382)Aktuelle Rezension von: bibliophilaraEndlich habe ich ein wenig frei und nutze die Zeit für einen gründlichen Frühjahrsputz, Videospiele, Kochen und Backen sowie natürlich zum Lesen. Umso mehr Beiträge werdet ihr in nächster Zeit von mir sehen. Zuletzt habe ich „Die Bibliothek der besonderen Kinder“, den dritten Band der „Besonderen Kinder-Reihe“ von Ransom Riggs, gelesen. Wer aber denkt, dass es sich dabei um Kinderliteratur handelt, irrt sich. Mit der düsteren Urban Fantasy-Atmosphäre ist diese Saga vielmehr etwas für Leser ab dem fortgeschrittenen Teenageralter. Die Reihe ist mit sechs Bänden abgeschlossen, auf Deutsch gibt es bislang aber nur fünf. Wann der sechste Band mit dem Originaltitel „The desolation of devil’s acre“ auch hierzulande erhältlich sein wird, ist offiziell noch nicht bekannt. „Die Bibliothek der besonderen Kinder“ erschien 2016 auf Deutsch.
Im London der Gegenwart sind der 16-jährige Jacob Portman und seine Freundin Emma Bloom nur knapp entkommen. Miss Peregrine, die anderen besonderen Kinder und die verbleibenden Ymbrynes sind dagegen in die Hände der Wights gefallen. Gemeinsam mit dem besonderen Hund Addison versuchen Emma und Jacob ihre Freunde zu befreien. Ihr Weg führt sie nach „Devil’s Acre“, übersetzt Teufelsacker, eine Zeitschleife, in der es von zwielichten Gestalten nur so wimmelt. Zu allem Überfluss werden sie von einem Hollowgast verfolgt und Jacob spürt, dass er die vermeintlich unsichtbaren Wesen nicht nur sehen kann, sondern auch manipulieren.
Noch vor dem ersten Kapitel findet sich ein Zitat von Edward Morgan Forster, einem britischen Autor des 20. Jahrhunderts, der vor allem für seine Gesellschaftsromane wie „Zimmer mit Aussicht“ berühmt war. In dem Zitat geht es im übertragenden Sinne darum, dass jemand der ewigen Verdammnis entgegenblickt. „Das Monster stand nicht mal eine Zungenlänge entfernt, den Blick auf unsere Kehlen gerichtet, das verschrumpelte Gehirn voller Mordgelüste.“, ist der erste Satz des ersten Kapitels. Die Geschichte setzt unmittelbar nach dem abrupten Ende des Vorgängers ein, weshalb es für den Leser am sinnvollsten ist, die Reihe in einem Rutsch zu lesen. Mit annähernd 550 Seiten und elf Kapiteln, ist „Die Bibliothek der besonderen Kinder“ nicht nur das bislang längste Buch der Saga, sondern die Kapitel selbst nehmen ebenfalls an Länge zu. Erzähler bleibt wie gewohnt Jacob aus der Ich-Perspektive im Präteritum.
Dass Emma und Jacob von den anderen besonderen Kindern getrennt sind und diese hier keine nennenswerte Rollen mehr spielen, finde ich schade, da sie interessante Figuren sind, die ich gerne noch näher kennengelernt hätte. Stattdessen werden die beiden nun von Addison MacHenry, einem besonderen Hund, begleitet. Denn nicht nur Menschen, sondern allgemein Tiere können außergewöhnliche Fähigkeiten besitzen. So ist Addison ein Boxer, der sowohl sprechen kann, als auch Besondere erschnüffeln, was bei der Suche nach den entführten Kindern natürlich besonders nützlich ist. Außerdem wird ihm eine hohe Intelligenz nachgesagt, die aus Perspektive eines Menschen aber noch ausbaufähig ist. So weiß er beispielsweise teilweise nicht, wann er besser die Schnauze halten sollte und bringt das Trio damit gerne mal in unangenehme Situationen. Zwar hat dieser schwatzende Hund durchaus seinen Charme, sein Stolz macht ihn aber gelegentlich unsympathisch.
In diesem Band wird Jacobs Charakterentwicklung besonders präsent. Er vergleicht sich selbst, indem er seine frühere Persönlichkeit als „Old Jacob“ und seine jetzige als „New Jacob“ bezeichnet, wobei bei seinen Gedankengängen häufig noch der „Old Jacob“ hervorblitzt. Sie unterscheiden sich vor allem dadurch, dass der „New Jacob“ weniger ängstlich und pessimistisch ist, sondern mutig und bereit, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Doch Jacob muss sich auch fragen, ob er wirklich ein neuer Mensch ist, oder ob der „New Jacob“ nur eine Wunschvorstellung ist, der er niemals gänzlich gerecht werden kann. Er macht also hier eine typische Teenager-Identitätskrise durch.
Natürlich dürfen auch die Fotografien in diesem Band nicht fehlen, wobei ich sagen muss, dass Riggs mit seiner Sammlung das Pulver größtenteils schon verschossen zu haben scheint. Unheimliche, bearbeitete Schwarzweiß-Fotos, die einen zweimal hinschauen lassen, gibt es hier verhältnismäßig nur noch wenige. Stattdessen reihen sich immer mehr Aufnahmen von Landschaften oder Personen ein, die vielleicht ein bisschen schräg, aber nicht aufsehenerregend sind.
Sprachlich ist der dritte Band mit seinem direkten Vorgänger vergleichbar, kommt aber nicht mehr an „Die Insel der besonderen Kinder“ heran. Der Stil ist zunehmend uninspiriert, repetitiv, wenn nicht sogar stellenweise schwach. Auch das Tempo findet Riggs hier nicht mehr so gut wie zuvor. Im bisher umfangreichsten Buch der Reihe passiert vergleichsweise wenig. Es gibt weniger Ortswechsel und der Plot ließe sich schnell zusammenfassen, sodass stellenweise Längen entstehen. In spannenden Szenen gibt es dagegen starke Zeitraffungen, die kaum Raum für die Beschreibungen des Handlungsortes lassen. Inhaltlich gibt es jedoch starke Ansätze, wie beispielsweise das gelungene Vertiefen von Hintergrundinformationen, die das Worldbuilding erweitern oder die Thematisierung von Drogensucht und deren Konsequenzen.
Das Finale hat es dann aber in sich. Es ist spannend, düster und actiongeladen. Allerdings sind nicht wirklich viele Verluste zu beklagen. Doch gerade als man denkt, dass das Spektakel vorbei ist, kommt es noch einmal richtig dicke. In meiner letzten Rezension hatte ich bereits erwähnt, dass ich die Reihe ursprünglich für eine Trilogie hielt, und tatsächlich steht auf dem Buchrücken: „Das mitreißende Finale der ‚Besondere Kinder’-Trilogie“. Die Fortsetzung mit drei weiteren Bänden wurde erst später geplant, und so fühlt sich das Ende hier auch wie ein richtiges Ende an, selbst wenn noch manche Fragen offen bleiben. Ist Fiona, die bereits im zweiten Band von einer Klippe gestürzt ist, wirklich tot? Wie werden Jacobs Eltern auf den Umgang mit den anderen Besonderen reagieren? Und werden Emma und Jacob wieder zueinander finden oder Freunde bleiben? Ich hoffe auf diese Fragen im vierten Band Antworten zu finden.
„Die Bibliothek der besonderen Kinder“ ist ein lesenswertes Jugendbuch, das in mir aber nicht mehr die Euphorie des ersten Bandes auslösen konnte. Es ist schade, dass die Reihe „Die besonderen Kinder“ heißt, es in diesem Buch aber hauptsächlich um Emma und Jacob geht. Auch der Schreibstil bleibt oft uninspiriert und es gibt gelegentlich Längen. Insgesamt hat das Werk aber viele tolle Momente und Szenen zu bieten, wie zum Beispiel das Finale. Deswegen möchte ich „Die Bibliothek der besonderen Kinder“ drei von fünf Federn geben. Als nächstes werde ich die Fortsetzung „Der Atlas der besonderen Kinder“ lesen.
- Charlotte Link
Im Tal des Fuchses
(666)Aktuelle Rezension von: Elke_FellnerEine zunächst spannende Geschichte, die mit viel Gefühl und Detailliebe geschrieben wurde, die sich aber leider über eine lange, zähe Leidensgeschichte zieht. Abgesehen von den Haupterkenntnissen über wer, was, warum endet die Geschichte aber durch die vielschichtige Geschichte trotzdem mit für mich offenen Fragen.
- Chevy Stevens
Kein Entkommen - Still Missing
(837)Aktuelle Rezension von: Silla_GuWir begleiten die Maklerin Annie, die während einer ihrer Open-House-Besichtigungen zum Opfer eines (wie sie ihn nennt) Psychos wird, der sie entführt und über einen langen Zeitraum in einer abgelegenen Blockhütte in den Wäldern gefangen hält. Während dieser Zeit erlebt sie unaussprechliche Dinge, die schonungslos erzählt werden, aber auch nach ihrer Flucht hört das Grauen nicht auf.
Wir erleben die Geschichte in Form von Therapiesitzungen, in denen ausschließlich Annie berichtet, selbst Rückfragen der Therapeutin möchte sie nicht haben. Das fand ich sehr besonders und hat dazu geführt, dass man noch mehr mit Annie mitfühlen/mitleiden konnte und auch wenn wir dadurch bereits von Anfang an wissen, dass Annie überlebt hat, hat das der Spannung keinen Abbruch getan. Teilweise waren die Erlebnisse die sie schildert, vor allem die während der Zeit in der Blockhütte, sehr schwer auszuhalten. Die Atmosphäre war echt krass beklemmend. Ungefähr nach der Hälfte des Buches gelingt es Annie zu entkommen und ab da geht es hauptsächlich um die Auswirkungen des Erlebten sowie natürlich um die Aufklärung, was genau hinter der Entführung gesteckt hat. Die Auflösung am Ende habe ich nicht kommen sehen und konnte auch da nur mit dem Kopf schütteln 🙈 Insgesamt fand ich die erste Hälfte packender, nichtsdestotrotz habe ich Kein Entkommen innerhalb von 2 Tagen verschlungen und würde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen.
- Ruth Ware
Woman in Cabin 10
(507)Aktuelle Rezension von: mesuDie Journalistin Lo Blacklock darf an der Jungfernfahrt eines Luxusschiffes teilnehmen. Doch diese Fahrt wird zum Albtraum, denn Lo wie eine Frau in der Nacht schreit und dann einen Aufprall auf dem Wasser. Sie glaubt die Frau wurde von Bord gestoßen. Als sie ihre Beobachtung dem Sicherheitsoffizier mitteilt, wiegelt dieser ab, denn die Kabine aus der sie das Geräusch gehört haben will, ist leer und es hat niemand darin gewohnt. Diese Fahrt entwickelt sich für Lo zu einer gefährlichen und tödlichen Reise.
Spannungsgeladen, aber etwas übertrieben wird dieser Thriller erzählt. Er fasziniert aber dennoch.
- Rainer Wekwerth
Das Labyrinth jagt dich
(431)Aktuelle Rezension von: Claudia107Inhaltsangabe: "Fünf Jugendliche. Sie haben gekämpft, sich gequält und zwei Welten durchquert, um die rettenden Tore zu erreichen. Wieder stellt sie das Labyrinth vor unmenschliche Herausforderungen. Sie sind allein mit ihrer Vergangenheit, ihren Ängsten, ihren Albträumen. Letztendlich entpuppt sich etwas Unerwartetes als ihr größtes Hindernis: die Liebe. Jeder von ihnen ist bereit, durch die Hölle zu gehen, doch wer würde das eigene Leben für seine Liebe opfern?"
Dies ist der 2. Band einer Trilogie, die ich schon lange auf meinem SuB liegen habe und nun endlich mal lesen wollte. Den 1. Band habe ich vor ca. einem Jahr gelesen. Der Schreibstil des Autors ist wieder sehr bildhaft und zudem flüssig zu lesen. Trotz allem fiel es mir schwer mich anfangs in die Geschichte einzulesen, obwohl die Protagonisten sofort wieder präsent waren. Mit der Zeit wurde die Story aber wieder spannender und ich kam gut voran.
Allerdings musste ich feststellen, dass in diesem Buch leider viele Fehler sind und auch viele Ungereimtheiten, was mir dann doch etwas den Lesefluss genommen hat. Ich habe wohl die 1. Auflage von dieser Trilogie zu Hause im Hardcover und evtl. wurden die Bände inzwischen auch nochmal überarbeitet. Besonders verwirrend fand ich, dass die Protagonisten in einer Welt ankamen, wo das Wasser abgestellt wurde und trotzdem hat sich Jeb geduscht. Wie ist das möglich?!
Man muss sich immer vor Augen halten, dass dies eine Jugendbuch-Reihe ist und für Jugendliche ab 12 Jahre empfohlen wird. Tja, ich gehöre auf jeden Fall nicht mehr zu der Zielgruppe und vielleicht hätte ich die Trilogie gleich nach Anschaffung lesen sollen?! Habe ich aber nicht! 😖 Denn ich könnte mir gut vorstellen, dass Jugendliche dies alles ganz anders empfinden als ich. Für mich waren viele Dinge viel zu einfach dargestellt, wenn auch sehr phantasievoll. Es ist eine echt sehr heftige Welt, wenn auch voller Ungereimtheiten.
Fazit: Der 2. Band der Trilogie von Rainer Wekwerth war zwar spannend, aber leider für mich fast zu einfach dargestellt. Es gibt Dinge, die so einfach nicht sein oder passieren konnten. Aber es ist ja ein Mystery-Thriller, man muss es eben so hinnehmen. Ich werde den 3. Teil auf jeden Fall noch in diesem Jahr lesen, aber ganz so erpicht darauf bin ich jetzt eigentlich nicht mehr. Trotzdem möchte ich wissen wie die Reihe nun zu Ende geht....
- Raven Kennedy
The Darkest Gold – Die Gefangene
(537)Aktuelle Rezension von: ZeilenxgefluesterDiese Rezension fällt mir wirklich schwer, da ich die Bewertung gar nicht so leicht einordnen kann. Als ich angefangen habe zu lesen, dachte ich ehrlich: Oh Gott, das ist absolut nichts für mich, das kann ich nicht zu Ende lesen. Die Männer in diesem Buch handeln unfassbar frauenverachtend und die Frauen, die dem König dienen müssen, werden herabwürdigend als „Sättel“ bezeichnet.
Da ich aber durch andere Rezensionen wusste, dass die Reihe erst im weiteren Verlauf so richtig stark wird, habe ich mich selbst an der Nase gepackt und durchgehalten.
Die Protagonistin macht in diesem Band unglaublich viel durch – beim Lesen war ich stellenweise gefühlt selbst davon traumatisiert.
Was das Buch dennoch getragen hat, war der wahnsinnig gute Schreibstil der Autorin. Obwohl der Umgang mit den Frauen extrem makaber ist, entstand ein regelrechter Sog, dem man sich kaum entziehen konnte. Der langsame, durchdachte Aufbau der Welt ist wirklich grandios und man kann bereits erahnen, welche magischen Wesen in den Folgebänden noch auftauchen werden.
Ich bin trotz des harten Einstiegs sehr gespannt und freue mich auf die Fortsetzung!
- Emily Bold
Silberschwingen - Erbin des Lichts
(435)Aktuelle Rezension von: loveAmaroSuper leichter Lesestil, bin sofort abgetaucht und konnte mich gleich in die Protagonistin rein versetzten. In dieses hinundher der Gefühle. Was ist richtig was ist falsch, wem kann man vertrauen wem nicht.
Es plätschert auch nicht dahin, bleibt durch und durch spannend.
Band 2 sofort bestellt. Will unbedingt wissen wie es weitergeht ❤️
- J.R.Ward
Black Dagger - Mondspur
(975)Aktuelle Rezension von: Kerstin72Die Geschichte der beiden gehört für mich zu den emotionalsten und intensivsten der gesamten Black-Dagger-Reihe von J. R. Ward. Zsadist ist einer der faszinierendsten Charaktere überhaupt: düster, gebrochen und voller innerer Narben. Gerade deshalb geht seine Entwicklung unter die Haut. Bella dagegen bringt Wärme, Geduld und Stärke in die Geschichte und gibt ihm zum ersten Mal das Gefühl, trotz seiner Vergangenheit liebenswert zu sein.
Besonders beeindruckend fand ich, wie authentisch ihre Beziehung erzählt wird. Es ist keine einfache Liebesgeschichte voller Kitsch, sondern eine intensive Reise durch Schmerz, Vertrauen und Heilung. Man spürt auf jeder Seite, wie sehr beide kämpfen — mit ihren Ängsten, ihrer Vergangenheit und ihren Gefühlen. Genau das macht die Geschichte so packend und emotional.
Dazu kommt die gewohnt düstere Atmosphäre der Black-Dagger-Welt mit spannenden Kämpfen, Gefahr und dem starken Zusammenhalt der Bruderschaft. Der Schreibstil von J. R. Ward ist flüssig, emotional und fesselnd, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.
Für mich ist Mondspur eines der stärksten Bücher der Reihe — herzzerreißend, leidenschaftlich und absolut unvergesslich.























