Bücher mit dem Tag "gefangenschaft"
274 Bücher
- Cornelia Funke
Tintenwelt 1. Tintenherz
(10.912)Aktuelle Rezension von: AnimantCrumbInhalt
Die zwölfjährige Meggie lebt mit ihrem Vater Mo, einem Buchbinder mit einer außergewöhnlichen Gabe: Wenn er laut aus Büchern vorliest, können Figuren und Gegenstände daraus in die reale Welt treten.
Doch diese Fähigkeit hat ihren Preis. Jahre zuvor verschwanden Meggies Mutter und einige düstere Gestalten aus einem Buch namens Tintenherz – darunter der gefährliche Capricorn. Als dieser plötzlich wieder auftaucht, geraten Meggie und Mo in ein gefährliches Abenteuer zwischen Buchseiten und Wirklichkeit.
Gemeinsam mit Verbündeten müssen sie nicht nur gegen einen skrupellosen Gegner kämpfen, sondern auch lernen, welche Verantwortung mit der Macht der Geschichten einhergeht.
Meinung
Die große Stärke des Romans liegt eindeutig in seinen Figuren.
Meggie ist eine neugierige, mutige Protagonistin, deren Liebe zu Büchern authentisch und nachvollziehbar wirkt. Ihre Entwicklung geschieht ruhig und glaubwürdig – sie wächst mit den Herausforderungen, ohne ihre kindliche Perspektive ganz zu verlieren. Mo, auch „Zauberzunge“ genannt, ist eine besonders gelungene Figur: warmherzig, nachdenklich und zugleich von Schuldgefühlen geprägt. Seine innere Zerrissenheit verleiht der Geschichte emotionale Tiefe. Auch Nebenfiguren wie Staubfinger oder Elinor sind differenziert dargestellt. Sie besitzen eigene Motive, Stärken und Schwächen, wodurch die Welt von Tintenherz lebendig und greifbar wird.
Die Handlung entwickelt sich eher behutsam als rasant. Spannung entsteht weniger durch ständige Action, sondern durch die bedrohliche Präsenz des Antagonisten und das faszinierende Spiel mit der Grenze zwischen Realität und Fiktion. Es gibt überraschende Wendungen, doch sie fügen sich organisch in die Geschichte ein. Besonders reizvoll ist die Grundidee selbst: die Macht des Vorlesens und die Frage, was geschieht, wenn Geschichten lebendig werden. Diese literarische Meta-Ebene macht den Roman zu etwas Besonderem.
Die verschiedenen Ausgaben von Tintenherz zeichnen sich durch detailreiche, oft verspielte Illustrationen aus. Typisch sind dunkle Farbtöne, ornamentale Elemente und Motive, die an alte Bücher erinnern. Das Cover transportiert die geheimnisvolle, leicht nostalgische Atmosphäre des Romans sehr passend und unterstreicht den märchenhaften Charakter der Geschichte. Es wirkt klassisch und zugleich einladend – ganz wie der Inhalt selbst.
Fazit
Tintenherz ist kein atemloser Pageturner, sondern ein ruhiger, atmosphärischer Fantasyroman, der vor allem durch seine Figuren und seine Idee überzeugt.
Als moderner Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur hat das Werk seinen festen Platz verdient. Es ist eine Liebeserklärung an Bücher und Geschichten – und gerade deshalb bis heute lesenswert. - Sarah J. Maas
Throne of Glass – Die Erwählte
(3.181)Aktuelle Rezension von: ronjaist ein starker Einstieg in eine actionreiche Fantasywelt. Im Mittelpunkt steht Celaena, eine tödliche Assassinin mit einer komplexen Vergangenheit, die nicht nur kämpfen, sondern auch um ihre Freiheit und Zukunft ringen muss.
Besonders spannend ist der Wettbewerb am Hof, der mit Intrigen, Machtspielen und geheimen Absprachen durchzogen ist. Dadurch entsteht ständig Spannung, weil man nie sicher sein kann, wem man trauen kann. Auch die Mischung aus Gefahr und den ersten romantischen Spannungen sorgt dafür, dass die Geschichte emotional abwechslungsreich bleibt.
Der Schreibstil ist leicht zugänglich und macht es einfach, in die Welt einzutauchen. Manchmal wirkt die Handlung etwas vorhersehbar, und nicht alle Entwicklungen überraschen wirklich. Trotzdem bleibt das Buch durch seine starke Hauptfigur und die wachsende Spannung sehr fesselnd.
Insgesamt ist es ein gelungener Auftakt, der vor allem durch seine Figur Celaena und die Atmosphäre überzeugt und Lust auf die weiteren Teile macht
- Jennifer L. Armentrout
Obsidian 3: Opal. Schattenglanz
(3.124)Aktuelle Rezension von: asomeOpal von Jennifer L. Armentrout ist der dritte Band der Reihe, und endlich stehen Katy und Daemon zu ihren Gefühlen. Das ewige Hin und Her sowie die passiv‑aggressiven Spielchen zwischen den beiden gehören erfreulicherweise der Vergangenheit an. Der Schreibstil bleibt angenehm flüssig, sodass sich das Buch leicht lesen lässt – auch wenn die Handlung zwischendrin etwas langatmig wirkt und man manchmal schneller zum Punkt hätte kommen können.
Was mich allerdings gestört hat, war Katys ständiges Gejammer und die Eifersuchtsausbrüche auf beiden Seiten. Ebenso fand ich es schade, dass Dee das Gespräch mit Katy meidet – natürlich ist sie verletzt und trauert, aber irgendwann sollte man Dinge klären.
Vielleicht nervten mich diese Passagen auch deshalb besonders, weil ich nicht ganz zur eigentlichen Zielgruppe gehöre. Insgesamt war Opal ein solides Buch, für mich jedoch bisher das schwächste der Reihe. Ich hoffe, Band 4 kann mich wieder stärker fesseln. - Jennifer L. Armentrout
Obsidian 2: Onyx. Schattenschimmer
(4.008)Aktuelle Rezension von: asomeOnyx – Schattenschimmer, der zweite Band der Obsidian-Reihe, war für mich ein echter Pageturner. Ich habe das Buch in nur einem Tag förmlich durchgesuchtet, denn der Schreibstil ist angenehm leicht und flüssig, sodass man mühelos dranbleibt.
Katy ist eine typische Teenagerin – was ihr Verhalten manchmal etwas anstrengend machte. An einigen Stellen war sie mir schlicht zu kindisch, was wohl auch daran liegt, dass ich mit meinen 44 Jahren einfach nicht mehr ganz zur Zielgruppe gehöre. Trotzdem hat mir die Geschichte insgesamt gut gefallen, besonders zum Ende hin wird es richtig spannend.
Wie schon Band eins ist Onyx für mich kein absolutes Highlight, aber ein unterhaltsamer, gut geschriebener Jugendroman, der Lust auf die restlichen Teile der Reihe macht.
- Cassandra Clare
City of Ashes
(4.929)Aktuelle Rezension von: angies_bücherIch bin bei den Büchern ein kleines bisschen hin und her gerissen, weil ich sie einerseits toll und spannend finde, es mir aber teilweise zu dramatisch bzw unglaubwürdig ist. In diesem Band zum Beispiel was am Ende mit Simon Passiert (will hier nichts verraten). Trotzdem bin ich so neugierig, dass ich auch den nächsten Band sicher lesen werde :-)
- Victoria Aveyard
Gläsernes Schwert (Die Farben des Blutes 2)
(1.201)Aktuelle Rezension von: HazalReadsDer zweite Band der Reihe hat mich wirklich komplett gefesselt. Schon nach wenigen Seiten merkt man, dass dieses Buch einen nicht mehr loslassen wird. Während Band 1 noch viele überraschende Wendungen hatte, fühlt sich Band 2 wie ein permanenter Spannungszustand an. Man kommt kaum dazu, einmal durchzuatmen, weil ständig etwas passiert – neue Gefahren, neue Entscheidungen, neue Konflikte. Es ist ein unglaublich belebender zweiter Teil, der einen die ganze Zeit auf Trab hält.
Besonders stark fand ich die Entwicklung von Mare. Sie wird immer mehr in eine Rolle gedrängt, die sie eigentlich nie wollte. Vor kurzer Zeit war sie noch ein Mädchen aus einem armen Dorf, das als Diebin überlebt hat. Jetzt soll sie plötzlich eine Symbolfigur der Rebellion sein und Verantwortung für Dinge tragen, die viel größer sind als sie selbst.
Und genau hier liegt für mich auch eine der stärksten emotionalen Ebenen dieses Buches. Mare wird von allen Seiten in eine Richtung gedrängt – von Verbündeten, von Feinden und von den Erwartungen der Menschen um sie herum. Gleichzeitig hat sie selbst kaum Zeit oder Möglichkeit, überhaupt zu verstehen, was mit ihr passiert. Sie muss kämpfen, Entscheidungen treffen und Stärke zeigen, obwohl sie selbst noch mitten in ihrer eigenen Entwicklung steckt.
Diese innere Zerrissenheit wird im Laufe der Geschichte immer deutlicher. Mare beschreibt oft eine Kälte, die sich in ihr ausbreitet. Anfangs habe ich sogar kurz überlegt, ob diese Kälte vielleicht eine weitere Form ihrer Macht sein könnte. Doch je weiter die Geschichte voranschreitet, desto klarer wird, dass es sich eher um eine emotionale Schutzreaktion handelt – eine Art Schutzschild gegen all den Schmerz, den Verlust und die Verantwortung, die auf ihr lasten.
Besonders schwer wiegen die emotionalen Ereignisse dieses Bandes. Ohne zu viel vorwegzunehmen: Dieses Buch geht nicht zimperlich mit seinen Figuren um. Einige Momente haben mich wirklich tief getroffen und emotional komplett zerstört. Genau diese Szenen sorgen aber auch dafür, dass sich die Geschichte so intensiv und echt anfühlt.
Auch die Dynamiken zwischen den Figuren verändern sich stark. Vertrauen wird immer schwieriger, Beziehungen stehen unter Druck und viele Charaktere müssen sich fragen, wofür sie eigentlich kämpfen. Gerade diese Unsicherheit darüber, wem man noch vertrauen kann, zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Geschichte.
Emotional hat mich dieser Band stellenweise stark an andere Fantasyreihen erinnert, die ebenfalls für ihre intensiven und schmerzhaften Momente bekannt sind. Beim Lesen musste ich immer wieder an die Gefühle denken, die ich bei Reihen wie Throne of Glass oder auch Fourth Wing hatte – besonders in den Momenten, in denen Verluste die Figuren und ihre Entwicklung nachhaltig prägen.
Für mich ist Gläsernes Schwert ein extrem intensiver, emotional aufwühlender und gleichzeitig unglaublich fesselnder zweiter Band. Die Geschichte wird dunkler, die Entscheidungen schwerer und die Figuren komplexer.
Ich habe dieses Buch geliebt – auch wenn es mich emotional wirklich zerstört hat.
⭐ Bewertung: 5/5 Sterne
🌶 Spice: keiner
- Jennifer L. Armentrout
Obsidian 4: Origin. Schattenfunke
(2.267)Aktuelle Rezension von: asomeOrigin – Schattenfunke von Jennifer L. Armentrout dieser Band war für mich der stärkste der gesamten Reihe. Er fesselt und unterhält, auch wenn der Einstieg ein paar kleinere Längen hat. Besonders gefiel es mir, dass die Geschichte abwechselnd aus Katys und Daemons Sicht geschildert wird und man endlich mehr über Daedalus, die Lux und die Hybriden erfährt. Die Origin bringen neue Figuren ins Spiel, die alles spannender machen und frischen Wind hereinwehen.
Die Romantik zwischen Katy und Daemon kommt nicht zu kurz, und die Beziehung zwischen Dee und Katy verbessert sich wieder. Auch die Neuen wie Archer und Luc – den wir zwar schon aus Band 3 kennen, der jetzt aber öfter vorkommt – tun der Geschichte sehr gut. Insgesamt hat mir dieser Band wieder sehr gefallen; ich konnte mich gut auf die Handlung einlassen. Nach dem schwächeren dritten Band freue ich mich nun auf den fünften und letzten und bin gespannt, wie die Reihe endet.
- Jennifer L. Armentrout
Obsidian 5: Opposition. Schattenblitz
(1.888)Aktuelle Rezension von: asomeOpposition – Schattenblitz von Jennifer L. Armentrout ist der fünfte und letzte Band ihrer Obsidian-Reihe. Auch dieser Teil ließ sich, wie schon die vorherigen, schnell und flüssig lesen und hat mich ab der ersten Seite gefesselt. Die Handlung knüpft nahtlos an Band vier an und schafft zu Beginn eine angenehm düstere Atmosphäre. Die Spannung bleibt durchgehend hoch, und nach einigen Wendungen findet die Geschichte zu einem stimmigen Abschluss.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, trotzdem bin ich froh, nun endgültig Abschied von Katy, Daemon und den anderen zu nehmen. Als Mittvierzigerin gehöre ich einfach nicht ganz zur Zielgruppe dieser Romantasy-Reihe, und einige Passagen haben mich manchmal etwas genervt. Insgesamt ist die Reihe aber sehr gelungen – und mit Außerirdischen auch mal eine erfrischende Abwechslung zu den momentan allgegenwärtigen Drachen.
Für Jugendliche ab etwa zwölf Jahren bis hin zu jungen Erwachsenen Mitte zwanzig ist die Obsidian-Reihe ein absolutes Must-Read, das ich uneingeschränkt empfehlen kann. Da die romantischen Szenen nicht allzu spicy oder ausführlich beschrieben sind, hatte ich keinerlei Bedenken, sie meinem fast zwölfjährigen Sohn anhören zu lassen – und er war absolut begeistert. Das zeigt, dass die Reihe nicht nur für Mädchen geeignet ist, sondern auch Jungs ihren Spaß daran haben.
Band fünf erhält von mir solide vier Sterne und ist ein würdiger Abschluss dieser außergewöhnlichen Reihe.
- Cornelia Funke
Tintenwelt 3. Tintentod
(2.957)Aktuelle Rezension von: AnnikaSDie Tintenwelttrilogie findet mit Tintentod ihren Abschluss. In diesem Band gibt es ein erneutes Wiedersehen mit allen Charakteren, die wir im Laufe der Zeit so ins Herz- oder eben auch nicht! ;) - geschlossen haben. Obwohl das Lesen von Band 2 ein Jahr zurücklag, hatte ich nur wenig Mühe in Band 3 zurück in die Tintenwelt zu finden. Die Autorin fährt hier noch einmal alles auf, was die magische Welt zu bieten hat und sorgt für die ein oder andere Überraschung. Interessant fand ich den Ansatz der verwandelten Persönlichkeit Mos, das Verschmelzen mit der fiktiven Person des Eichlhähers- hier habe ich mir sogar noch weitergehende Entwicklung gewünscht. Es gibt viel Dramatik, Wendungen, Unwägbarkeiten und immer wieder kommt die Frage auf- wem kann man trauen? Das Ende kam dann doch recht schnell daher, nachdem sich Cornelia Funke soviel Zeit mit dem Aufbau des letzten Teils nahm. Dennoch wurden für mich alle Fragen geklärt und ich denke, dass die Trilogie einen würdigen Abschluss gefunden hat. Ich mochte auch, die Andeutung am Ende über die Gefühlswelt von Meggies Geschwisterchen- die so sehr Meggies ist, aber eben genau gegensätzlich. Wäre das Gegenstand von Band 4, fänd ich es, denk ich, ganz toll- aber nach allem was ich bisher zur Zusatzgeschichte gelesen habe, bin ich mir nicht sicher, ob es diese wirklich für mich braucht.. Bd 3 ist für mich eigentlich Abschluss genug ♡
- Victoria Aveyard
Goldener Käfig (Die Farben des Blutes 3)
(713)Aktuelle Rezension von: HazalReadsBand 3 der Reihe (Goldener Käfig) von Victoria Aveyard hat mich emotional komplett zerstört – und zwar von der ersten bis zur letzten Seite.
Die gesamte Reihe fühlt sich ohnehin wie ein Strudel aus Verzweiflung, Hoffnung und ständigem Kampf an, aber dieser Band hebt das nochmal auf ein ganz anderes Level. Es gibt kaum Momente zum Durchatmen. Selbst wenn sich etwas zum Guten wendet, wird diese Hoffnung gefühlt sofort wieder zerstört. Dieses ständige Auf und Ab macht das Buch unglaublich intensiv – aber auch emotional extrem belastend.
Besonders stark fand ich die Darstellung der Gefangenschaft und des Ausgeliefertseins. Diese Passagen waren kaum zu ertragen, weil man nicht nur mitfiebert, sondern wirklich mitleidet. Es hat mich emotional sehr an die düsteren, schmerzhaften Momente aus Throne of Glass erinnert, wo Figuren an ihre absoluten Grenzen gebracht werden.
Was die Charaktere angeht, hatte ich sehr gemischte Gefühle. Mare Barrow macht in diesem Band eine enorme Entwicklung durch. Ihre Reifung ist deutlich spürbar – auch wenn sie durch Trauma, Schmerz und Verlust geprägt ist. Ihre Entwicklung wirkt nachvollziehbar und stark, auch wenn sie emotional sehr schwer zu lesen ist.
Ganz anders ging es mir mit Cal. Seine Entscheidungen haben mich oft frustriert und enttäuscht. Gerade im Vergleich zu Mares Entwicklung wirkt er unsicher, hin- und hergerissen und teilweise nicht konsequent genug. Diese Dynamik zwischen den beiden hat mich beim Lesen immer wieder beschäftigt.
Was dieser Band besonders gut schafft, ist dieses Gefühl von Hoffnungslosigkeit. Man wartet die ganze Zeit auf Erlösung – auf einen Moment, in dem sich alles zum Guten wendet. Aber dieser Moment kommt nicht. Und genau das macht die Geschichte so real und gleichzeitig so schmerzhaft.
Am Ende bleibt vor allem eines: das Gefühl, dass noch ein langer, harter Weg vor den Figuren liegt. Ein klares Happy End ist noch lange nicht in Sicht – und genau das macht mich gleichzeitig neugierig und traurig.
Dieser Band ist intensiv, düster und emotional extrem fordernd. Er hat mich zerrissen – und genau deshalb bleibt er so stark im Gedächtnis.
- Diana Gabaldon
Outlander - Ferne Ufer
(1.152)Aktuelle Rezension von: traumweltenwandererClaire erfährt, dass ihre große Liebe Jamie Fraser die Schlacht von Culloden überlebt hat und reist erneut zurück in der Zeit, um ihn zu finden. Doch mittlerweile sind für beide 20 Jahre vergangen. Können sie ihre alte Liebe wiederfinden oder wäre es besser gewesen, wenn Claire nie durch den Steinkreis zu Jamie zurückgekehrt wäre?
Meine Gedanken:
Spannung, Verrat, Liebe, Humor, dieses Buch und diese Reihe hat einfach alles. Der Roman ist grandios geschrieben, sodass es einen nicht mehr loslässt und mit allen Charakteren mitfühlen lässt. Besonders hat mir hier wieder der Anfang gefallen, wo die zwei Zeitebenen, eine in der Gegenwart bei Claire und eine in der Vergangenheit bei Jamie, aufeinander treffen und von den Leben erzählt, die sie ohne einander geführt haben. Das hat die Spannung auf das Wiedersehen gut aufgebaut.
Der Schreibstil von Diana Gabaldon ist packend und gerade durch den Detailreichtum einzigartig. Die Atmosphäre wirkt anziehend und auch die Handlung sorgt dafür, dass man so schnell wie möglich weiterlesen möchte. Die Seitenanzahl ist dabei eher abschreckend und auch die langen Kapitel lassen einen teils vorm Lesen zögern.
Outlander liest man nicht gerade so nebenher. Doch wenn man sich darauf einlässt, erwartet einen ein historisches Meisterwerk, eine epische Liebesgeschichte, sympathische, liebevolle und dreidimensionale Charaktere und eine Handlung zwischen Realität und Fiktion, die einen mitreißen und begeistern kann.
Es wurde nie langweilig, eigentlich eher im Gegenteil, denn zwischendurch und ganz stark am Ende laufen viele Fäden und Informationen, die man für unwichtig hielt zusammen und ergeben ein großes überraschendes Bild. Viele Wendungen waren unvorhersehbar und das Ende konnte die Spannung bis zur letzten Seite gut aufrecht erhalten.
Für mich ist Outlander ein einzigartiger Epos, den man so schnell nicht nachmachen kann. Hier passt wirklich alles zusammen und trotz der Länge des Romans und der einzelnen Kapitel fiebert man sofort den Fortsetzungen entgegen.
- Sarah J. Maas
Throne of Glass – Herrscherin über Asche und Zorn
(702)Aktuelle Rezension von: NataliteraturIch habe „Herrscherin über Zorn und Asche“ regelrecht verschlungen – für mich ganz klar ein 5/5-Sterne-Buch. Selten hat mich eine Geschichte so gepackt und emotional mitgerissen.
Was mich besonders begeistert hat, war die Intensität der Handlung. Die Welt wirkt düster, roh und gleichzeitig unglaublich lebendig. Jede Szene hatte Gewicht, nichts fühlte sich überflüssig an. Vor allem die Entwicklung der Protagonistin fand ich phänomenal – sie ist komplex, stark, verletzlich und in ihren Entscheidungen absolut nachvollziehbar.
Auch der Schreibstil hat mich total überzeugt. Er ist bildgewaltig, ohne überladen zu wirken, und schafft es, eine Atmosphäre zu erzeugen, die einen komplett in die Geschichte hineinzieht. Ich hatte mehrfach Gänsehaut-Momente und konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Die Dynamiken zwischen den Charakteren sind ebenfalls ein Highlight. Beziehungen fühlen sich echt an, Konflikte sind greifbar, und nichts ist zu einfach oder klischeehaft gelöst. Gerade diese Mischung aus Emotion, Spannung und moralischer Grauzone macht das Buch für mich so besonders.
Für mich war es eine durch und durch fesselnde Leseerfahrung – intensiv, mitreißend und absolut unvergesslich. Ich kann es nur jedem empfehlen, der starke Charaktere und eine packende, düstere Geschichte liebt.
- Susanne Abel
Stay away from Gretchen
(609)Aktuelle Rezension von: ManonaTom, ein arroganter Fernsehmoderator, wird aus seiner perfekt inszenierten Welt gerissen, als seine Mutter an Demenz erkrankt. Ihre zunehmenden Ausfälle zwingen ihn, sich erstmals ernsthaft mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen. Dabei entfaltet sich eine bewegende Familiengeschichte, die bis in die Nachkriegszeit der 1950er-Jahre zurückreicht und ihn schließlich in die USA führt. Der Roman überzeugt durch den Kontrast zwischen Toms oberflächlichem Leben und der Tiefe der historischen Erzählung. Das Ende wirkt mir jedoch etwas zu überladen und fast kitschig. Insgesamt aber eine lesenswerte, emotionale Geschichte über Herkunft, Erinnerung und persönliche Veränderung.
- Scarlett St. Clair
A Touch of Darkness
(579)Aktuelle Rezension von: EllenKnorrA Touch of Darkness war für mich eher eine Art Lückenfüller. Das Buch ist gut geschrieben, hat einen flüssigen Schreibstil und man fliegt über die Seiten. Die Geschichte um die griechischen Götter hat mich sehr interessiert. Ich fand es schade, dass nicht mehr darauf eingegangen wurde.
Die Charaktere waren sehr schön ausgearbeitet, obwohl ich mir Persephone weiterhin als Brünette vorstelle und gewissenhaft das Wort "blond" überlesen habe. Hades ist einfach nur ein Traum von einem Gott. Ich mag es, dass er als der Böse dargestellt wird, man als Leser aber tiefe Einblicke in diesen vielseitigen Charakter bekommt und unter seine harte Schale blicken darf.
Alles in Allem ist die Liebesgeschichte um Hades und Persephone ganz nett und süß. Ich bin gespannt was der nächste Teil bringt.
- Caragh O'Brien
Die Stadt der verschwundenen Kinder
(1.048)Aktuelle Rezension von: bibliophilaraZuletzt habe ich im vergangenen Spätsommer eine dystopische Trilogie gelesen. Mit der um „Gaia Stone“ kommt hier die nächste. Die Jugendbuchreihe von Caragh O‘Brien war ein Weihnachtsgeschenk meiner Patentante, was durchaus passend ist, da die Familie auch hier eine wichtige Rolle spielt. Der erste Band heißt „Die Stadt der verschwundenen Kinder“ und erschien 2011. Die Protagonistin heißt Gaia Stone, was übrigens ein kleines Wortspiel ist, da Gaia Stone ins Deutsche übersetzt etwa „grüner Obsidian“ bedeutet.
Anfang des 25. Jahrhunderts lebt die 16-jährige Gaia Stone mit ihren Eltern im Dorf Wharfton. Ihre Mutter Bonnie ist Hebamme und Gaia ist bei ihr in der Ausbildung. Es ist Gesetz, dass jeden Monat die ersten drei entbundenen Babys am Südtor der Mauern um die sogenannte „Enklave“ vorgebracht und damit abgegeben werden müssen. Für Gaia ist das in Ordnung, denn dort können die Kinder in Wohlstand und Luxus aufwachsen, was den Bewohnern von Wharfton verwehrt bleibt. Als Gaia jedoch nach ihrer ersten eigenständigen Entbindung nach Hause kommt, sind ihre Eltern verschwunden. Sie wurden von Soldaten der Enklave verhaftet und ins Gefängnis gesteckt. Nun steht Gaia vor der Wahl zu fliehen, ihr Leben so gut wie möglich weiterzuführen oder ihren Eltern zur Hilfe zu eilen.
„Im Halblicht der ärmlichen Hütte zwang sich die Frau, ein letztes, qualvolles Mal zu pressen, und das Baby glitt heraus, in Gaias griffbereite Hände.“, ist der erste Satz des ersten Kapitels, der den Leser direkt ins Geschehen wirft. Setting und Protagonistin werden angehaucht, die Entbindung erreicht gerade ihren Höhepunkt und durchbricht damit die Stille der Nacht. Man kann kaum besser in eine Geschichte gezogen werden. „Die Stadt der verschwundenen Kinder“ ist fast 500 Seiten lang und besteht aus 28 Kapiteln, die alle einen Namen tragen. Außerdem war in meiner Ausgabe noch eine Bonusgeschichte enthalten. Vor dem Inhaltsverzeichnis findet sich eine Karte von der Enklave und Wharfton, in der wichtige Handlungsorte wie „Gaias Zuhause“, das „Südliche Tor“ oder der „Marktplatz“ aufgeführt sind. Über den Kapiteln sind die kleinen Punkte, die man schon vom Cover kennt. Insgesamt ist die Gestaltung allgemein sehr liebevoll gemacht, was sich auch bei den Codierungen und den Symbolen in der Geschichte zeigen.
Gaia berichtet als personaler Erzähler im Präteritum. Sie ist ein unscheinbares, schlankes Mädchen mit braunen Haaren. Jedoch ist sie im wahrsten Sinne des Wortes gebrandmarkt, da sie eine vernarbte linke Gesichtshälfte hat, weil diese als sie noch klein war, mit heißem Wachs verbrannt wurde. Damit galt sie in ihrer Gemeinde als Missgeburt, wurde gemieden und von vermeintlich Gesunden fern gehalten. Dies belastet sie vor allem psychisch: Man merkt ihr ihre Unsicherheit, Scham und Schüchternheit sehr schnell an. Zudem hat sie permanent den Drang ihren Makel vor anderen Menschen zu verstecken und kann Blicke auf ihr Gesicht nicht ertragen. Doch die Vernarbung ist Fluch und Segen zugleich, denn da sie als Missgeburt galt, konnte sie nicht mehr der Enklave vorgebracht werden und wuchs deshalb bei ihren leiblichen Eltern auf, die sie sehr liebevoll behandelten. Ich fand es richtig klasse, dass endlich mal ein offensichtlich fehlerhaftes junges Mädchen die Protagonistin ist und nicht wie gewohnt das klassische Mauerblümchen. Das macht Gaia zu einem einzigartigen Charakter. Trotz ihrer Zurückhaltung beweist sie jedoch auch immer wieder Mut und Willensstärke, weshalb ich Gaia von Anfang an sehr mochte.
O‘Briens Schreibstil sticht, gerade unter den dystopischen Jugendbüchern, enorm positiv hervor. Er ist einfach und doch sehr bezeichnend, sodass Situationen schnell aber prägnant gezeigt werden. Sie trifft sowohl die lauten, als auch die leisen Töne, hat ein Gespür für feine Details, ohne sich zu sehr in ihnen zu verstricken. Selbst eher inhaltsarme Kapitel füllt sie mit viel Leben, weshalb ich wirklich jede Seite genossen habe.
Es gelingt O‘Brien wunderbar einige gesellschaftliche Probleme in ihre dystopische Welt einzubinden. Beispielsweise zeigen die Enklave und Wharfton zwei kontrastreiche Welten. In der Enklave leben die Menschen ein mindestens mittelständisches Leben in Häusern mit fließend Wasser und Strom. Viele haben vornehme Möbel, Elektrogeräte und Kunstgegenstände. Die Märkte und Geschäfte bieten ein breit gefächertes Angebot, auf denen sich mit dem entsprechenden Kleingeld fast alles erwerben lässt. In Wharfton ist die Lage dagegen ganz anders. Sie müssen sich mit aufgefangenem Regenwasser begnügen, Licht gibt es nur mithilfe von Öllampen oder Kerzen. Die meisten Einwohner arbeiten in der Landwirtschaft oder im Handwerk und verkaufen ihre Waren an die Enklave. Ihre Kleidung ist einfach und häufig abgenutzt. Das Essen reicht gerade so zum Überleben. Kurzum: Die Enklave und Wharfton repräsentieren Reichtum und Armut, was sich in der realen Welt in Industrie- und Entwicklungsländern widerspiegelt. Genau wie in der heutigen Gesellschaft, basiert der Reichtum auf der Ausbeutung der Armen. Das bedeutet ein potenziell hohes Konfliktpotenzial, welches im Fall von Wharfton und der Enklave mit einer Mauer gelöst wird. Aktuellstes Beispiel für eine Mauer, die arm von reich trennen soll, ist die, die US-Präsident Donald Trump an der Grenze zu Mexiko erbauen lassen will. Mauern dieser Art sollen eine unüberwindbare Schwelle zum Wohlstand sein. Allgemein sind Mauern oder Zäune ein häufiges Motiv in dystopischen Romanen, wie beispielsweise bei „Die Tribute von Panem“ von Suzanne Collins oder der „Amor-Trilogie“ von Lauren Oliver.
An der Geschichte um Gaia hat mich aber eine Sache gestört. Sie spielt im 25. Jahrhundert, allerdings ist die Gesellschaft in der Enklave technologisch deutlich rückständiger als heutzutage. Das liegt daran, dass die Menschheit viele Ressourcen völlig ausgeschöpft hat und kaum Alternativen verbreitet sind. Soweit also verständlich. Jedoch wohnt Gaia in der Enklave auch einer öffentlichen Hinrichtung durch Erhängen bei und erzählt, dass Frauen nur in Ausnahmefällen Hosen tragen dürfen. Es gibt aber keinen logischen Zusammenhang zwischen Ressourcenerschöpfung und moralischen, beziehungsweise emanzipatorischen Rückschritten. Woher soll dieser Sinneswandel kommen, dass es in 400 Jahren wieder akzeptabel ist, Leute auf dem Marktplatz zu exekutieren und Frauen die Hosen zu verbieten? Es lässt sich zwar ansatzweise damit begründen, dass es das Staatssystem wie wir es kennen hier nicht gibt, diese Gesellschaftskritik wirkt dann aber doch überzogen und zu gewollt. Das Ende bleibt hier recht offen und hinterlässt einige Fragen. Jedoch konnte es mich auch nicht wirklich überzeugen, da es inhaltlich stark an das Finale von „Delirium“ aus der Amor-Trilogie erinnert. Trotzdem bin ich sehr gespannt auf die Fortsetzung.
„Die Stadt der verschwundenen Kinder“ ist ein vielversprechender Auftakt der sogenannten „Gaia Stone-Trilogie“. Die liebevolle Gestaltung, die sympathische Protagonistin, der grandiose Schreibstil und die klug eingebundene Gesellschaftskritik geben diesem dystopischen Jugendbuch Favoritenpotenzial. Nur die erzwungene Moralkritik und das unoriginelle Ende konnten die Euphorie leicht trüben. Insgesamt hat dieses Jugendbuch-Debüt von Caragh O‘Brien vier von fünf Federn verdient. Natürlich werde ich heute noch mit Band zwei „Das Land der verlorenen Träume“ fortfahren.
- Alexandre Dumas
Dumas - Der Graf von Monte Christo. Schmuckausgabe mit Kupferprägung
(412)Aktuelle Rezension von: KiraNearTitel: Der Graf von Monte Christo
Autor*in: Alexander Dumas
Erschienen in Deutschland: 1957
Originaltitel: -
Erschienen in -: -
Übersetzer*in: -
Weitere Informationen:
Genre: Historisch, Abenteuer, Drama
Preis: ???
Seiten: 627
Sprache: Deutsch
ISBN: -
Verlag: Fackelverlag GmbH
Rezensionsexemplar: Nein
Inhalt:
Mit erst neunzehn Jahren steht der französische Seemann Edmond Dantès vor dem Abgrund: Zwei schurkische Freunde haben ihn seiner Geliebten und seiner Zukunft beraubt, boshafte Intrigen haben ihn ins Gefängnis gebracht. Nach vierzehn schmachvollen Jahren jedoch gelingt ihm die Flucht aus seinem düsteren Kerker. Als begüterter Graf von Monte Christo kehrt er ins Leben zurück und bewegt sich fortan in den höheren Kreisen der Pariser Gesellschaft – beseelt nur von einem Gedanken: Rache. Nun ist er derjenige, der die Fäden zieht, um seinen Peinigern das Handwerk zu legen (Quelle: Osiander)
Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
Bei dem Buch hier bin ich mir nicht mehr so sicher, wie und wann ich es bekommen habe. Ich glaube, das war letztes Jahr im öffentlichen Bücherschrank gefunden, aber zu 100% kann ich es nicht mehr bestätigen. Alles, was ich weiß, dass das Buch schon länger auf meinem SuB lag und dass ich mir darauf gefreut hatte, es zu lesen. Und am Anfang war es auch ziemlich cool! Die Story kam in einem ziemlich guten Tempo und ich war echt gespannt darauf, wie sich das alles entwickeln wird.
Aber es wird ab einem Punkt ziemlich ... naja, chaotisch, könnte man sagen. Also könnte ich sagen, denn so kam es mir vor. Denn es werden so viele Storypunkte angeschnitten, so viele Storyfäden angefangen, immer wieder und wieder, dass es mir dann irgendwann zu viel wurde. Auch die vielen Charaktere, es gab schon viele, die einen regelmäßigen Auftritt hatten und ich hatte schon da Schwierigkeiten, mich mit denen zurechtzufinden. Mir zu merken, wer wer ist und was seine oder ihre Aufgabe in dem Buch nochmal war. Dass da noch die vielen anderen Charaktere dazugekommen sind, die dann oft auch keine große Rolle gespielt haben, hat es für mich nicht einfacher gemacht.
Auch fand ich die Story hier und da ein wenig zu verwirrend. Es dauert mir teilweise zu lange, bis ich verstehe, warum diese Personen jetzt in dem Buch auftauchen. Und wie die Rache von Monte Christo nun passieren könnte. Und klar, am Ende geht alles auf, denke ich. Manches wird noch innerhalb seines eigenes Arcs geklärt, aber vieles fühlte sich dann doch recht unbefriedigend an. Eben, dass es für mich so ausufernd war, das waren für mich zu viele Storyarcs, zu viele Charaktere und irgendwann waren es dann sogar so viele, dass ich mich nicht wirklich mehr für die Leute interessiert habe.
Am Ende wollte ich dann nur wissen, wie es mit Monte Christo ausgeht, und das Ende war teilweise ok, teilweise gut. Ich hätte mir aber gewünscht, wenn das Buch so "simpel" geblieben wäre, wie es eben bis zu seinem Gefängnisausbruch war. Danach ist nicht nur er ins Wasser gefallen, sondern auch die Story. Sorry :/
Fazit:
Das Buch hatte mich dann doch ein wenig enttäuscht, was mir ja leider sehr oft mit Klassikern passiert. Der Anfang hatte mir echt Hoffnung gegeben, die mir dann aber doch recht schnell wieder genommen wurden. Leider, leider. Aber hey, das ist nun mal so. Daher bekommt das Buch von mir insgesamt drei Sterne von mir.
- Cody McFadyen
Ausgelöscht
(1.643)Aktuelle Rezension von: Liselotte91
Ich habe bereits zuvor alle vorherigen Teile der Smoky-Barrett-Reihe von Cody McFadyen gelesen und wurde auch hier nicht enttäuscht.
Vor allem die Thematik der Misogynie fand ich auch heute, viele Jahre nach Veröffentlichung, immer noch sehr aktuell und wichtig. Mich als Frau hat das teilweise sehr beschäftigt und nachdenklich zurückgelassen.
Die Story ist blutrünstig, brutal, direkt und schnell zu lesen. Der Schreibstil ist für mich einfach gehalten und gut nachzuvollziehen. Auf die Charaktere wird genug eingegangen, um eine Beziehung zu ihnen aufzubauen (wenn auch meiner Meinung nach weniger als in den ersten Teilen). Das Buch könnte man auch lesen, ohne die bisherigen Teile zu kennen, da der Großteil der bisherigen Geschehnisse zum Teil erklärt wird. Die Geschichte hat für mich keinen allzu großen Plottwist, aber da sie ohnehin fast durchgehend spannend ist, benötigt sie das meiner Meinung nach nicht wirklich. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass die Erzählung vor sich hin tröpfelt.
Zusammengefasst kann man sagen, dass mich dieser Krimi sehr unterhalten hat. Ich habe ihn, wie bereits die anderen Teile, sehr schnell gelesen und kann ihn jedem empfehlen, der bereits die anderen Teile mochte oder auf der Suche nach etwas Packendem ist.
- Ransom Riggs
Die Stadt der besonderen Kinder
(607)Aktuelle Rezension von: AnnejaAuch wenn mich die Bücher schon wirklich sehr lange reizten, fand ich erst durch das erneute Anschauen des Filmes meinen Weg in diese Welt. Band 1 überraschte bereits, da es doch einige Abweichungen zum Film gab, die mir sogar besser gefielen. Nun ging es den 2. Band, welcher mich ehrlich gesagt nicht weniger überraschte und weiter in die Welt zog.
Wer wie ich, anfangs nur den Film geschaut hat, dachte das schnell alles gut wird. Doch weit gefehlt, denn die Kinder rund um Miss Peregrine sind noch lange nicht am Ziel, zumal ihre Beschützerin sich nicht mehr zurückverwandeln kann. Die größte Aufgabe war daher eine andere Ymbryne zu finden, welche ihr helfen könnte. Doch dies war in der aktuellen Lage nicht sehr leicht, denn natürlich waren noch immer Hollows hinter ihnen her und so gut wie alle Ymbrynes wurden bereits gefangen.
Wer die Charaktere nicht mehr alle kannte, fand vorne die Bilder und markantesten Eigenschaften der Einzelnen. Allgemein fand ich es toll, dass der Autor mit Bildern arbeitete, denn stellenweise sorgten diese dafür das eine Szene noch intensiver wurde. Hierzu sei gesagt, dass es sich gänzlich um echte Bilder handelte, welche jedoch hin und wieder bearbeitet wurden.
Die Geschichte begann da, wo der Vorgänger aufhörte und ermöglichte somit einen nahtlosen Übergang. Hatte der erste Band jedoch noch etwas Freundliches, musste man hier damit Leben, dass die Kinder durchweg auf der Flucht waren. Dies soll jedoch nicht heißen, dass sie nicht positives erlebten, im Gegenteil, denn während ihrer Reise trafen sie interessante Charaktere, die ihnen oft auch halfen.
Auch wenn die Kinder diesmal viele Ängste durchleben mussten, zeigte sich, dass sie dadurch ihre Fähigkeiten erst so richtig zu schätzen wussten. Besonders Jacobs, noch recht unerforschte, Fähigkeiten fand im Verlauf des Bandes immer weiter ihren Weg an die Oberfläche und dürften gerade zum Ende hin, einige überraschen. Doch auch die anderen Charaktere machen Veränderungen durch. Dies jedoch eher charakterlich, als in Bezug auf ihre Fähigkeiten. Besonders Millard und Enoch stachen hier für mich heraus, wobei Enoch etwas mehr ins Negative abrutschte. Millard dagegen zeigte wie vielfältig es sein kann, unsichtbar zu sein. Allgemein dürfte Hoffnung das passende Wort sein um den Band zu beschreiben.
Und wenn wir schon beim Schreiben sind, möchte ich gleich anmerken, dass sich der Band genauso gut lesen ließ wie sein Vorgänger. Da es diesmal kein Filmmaterial gab, labte sich meine Fantasie an den Beschreibungen und den im Buch befindenden Bildern. Das reichte aus um eine abenteuerliche Welt zu erstellen, welche gerade durch die Wechsel in andere Zeitschleifen auch immer wieder Abwechslung bot und interessante Einblicke in die Geschichte gab. Zwar endete dieser Band, wie sein Vorgänger, auch mit einem offenen Ende, aber da hier so spannende Dinge passierten, freue ich mich schon darauf, den nächsten Teil zu lesen.
Fazit:
Dieser Band bot neben reichlich abwechslungsreichen Erlebnissen, viel Spannung, aber eben auch emotionale Momente. Mir wuchsen mit jeder Seite die Kinder von Miss Peregrine mehr ans Herz, auch wenn ihre Charaktere einen manchmal zur Weißglut bringen konnten. Ich persönlich freue mich schon auf den nächsten Band, denn natürlich möchte ich wissen, was nun noch alles auf sie zukommt.
- Romy Hausmann
Liebes Kind
(1.128)Aktuelle Rezension von: Coco_EberhardtThematisiert wird der Vermisstenfall um Lena, die als junge Studentin vermisst gemeldet wurde und nie mehr aufgetaucht ist. Dann wird Jahre später eine Frau in ein Krankenhaus eingeliefert, die Lena sein könnte. Damit beginnt dieser spannende Thriller. Man Blick emotional in die verschiedenen Personen, die an der Sache beteiligt sind. Das Switchen zwischen den Charakteren fand ich sehr gut umgesetzt. Dabei tun sich menschliche Abgründe auf. Man fühlt richtig mit.
Ich fand den Thriller sehr spannend. Es gab manchmal ein paar kleine nicht nachvollziehbare Sequenzen, die die Story aber nicht negativ belasten. Als nächstes werde ich erstmal wieder einen Wohlfühlroman lesen, um die düsteren Energie loszuwerden... ;-)
- Kristin Hannah
Die Nachtigall
(651)Aktuelle Rezension von: CoffeeToGoInhalt
Vianne und Isabel, zwei Schwestern die im zweiten Weltkrieg getrennte Wege gehen und großes leisten.
Viannes Mann zieht in den Krieg und sie muss mit ihrer Tochter ums Überleben in einem besetzten Land kämpfen.
Isabel verliebt sich, schließt sich der Résistance an und rettet Menschen über eine geheime Fluchtroute aus Frankreich.
Eigene Meinung
Ein großartiges und schreckliches Buch.
Ich habe es geliebt, dem Leben der beiden Schwestern über viele Jahre zu folgen. Es war spannend zu sehen, wie jede ihren ganz eigenen Weg geht, wie sie sich trennen, streiten und zwischendurch auch wieder finden.
Eine spannungsgeladene Geschichte, die unter die Haut geht. Alleine schon aus dem Grund, da es so wirklich geschehen ist. Zwar nicht in Form von Vianne und Isabel, aber sie stehen stellvertretend für viele Frauen in der Nazizeit.
Die Geschichte hat mich zu tiefst erschüttert und vor allem ab der Mitte war ich einfach fassungslos, wie grausam Menschen waren und sind. Ab der zweiten Hälfte habe ich fast nur noch durch geweint, so tief hat es mich getroffen.
Fazit
Eine unglaublich tragische Geschichte über Familie, Zusammenhalt, Mut und vor allem Vertrauen in einer schrecklichen Zeit.
- Marlen Haushofer
Die Wand (Marlen Haushofer: Die gesammelten Romane und Erzählungen 3)
(958)Aktuelle Rezension von: diepersephoneDieses Buch hat mich viele Jahre lang begleitet in meinen Gedanken. Da es wirklich einzigartig ist, und ich so hineingezogen wurde, in diese Geschichte, die mir gleichzeitig so vertraut und auch fremd vorgekommen ist. Ich konnte mich sofort mit der Hauptfigur identifizieren, mit Ihren Problemen, mit Ihren Gedanken. Das einzige, was mich gestört hat, ist das nicht aufgelöst wird, was es mit der Wand auf sich hat. Das hat mich sehr unbefriedigt zurückgelassen.
- Audrey Carlan
Calendar Girl - Ersehnt (Calendar Girl Quartal 4)
(505)Aktuelle Rezension von: Chrissi_liebtIn den Herbstmonaten Oktober, November und Dezember ist Mia nun frei. Keine Männer mehr - keine Aufträge. Doch ganz glücklich darf sie nicht in die Zukunft blicken. Die Vergangenheit hat Spuren hinterlassen … wenn auch nicht unmittelbar bei ihrem Leben, so hat es doch Einfluss auf ihren Alltag.
auch im letzten Band war ich begeistert von der Erzählweise der Erzählerin und konnte das Buch nur schlecht zur Seite legen. Nun stehen alle vier Bänder in meinem Regal und ich bin etwas traurig, das neue Jahr ohne Mia zu starten. - der Ältere Dumas
Die drei Musketiere
(385)Aktuelle Rezension von: Itsnotabout_HappyendingsHandlung und Struktur Die Geschichte folgt dem jungen d'Artagnan, der nach Paris kommt, um Musketier zu werden. Durch eine Verkettung von Umständen freundet er sich mit den drei Musketieren Athos, Porthos und Aramis an. Was als persönliche Geschichte beginnt, entwickelt sich zu einer epischen Erzählung von politischen Intrigen, gefährlichen Missionen und schicksalhaften Begegnungen.
Dumas gelingt es meisterhaft, verschiedene Handlungsstränge zu verweben. Die Haupthandlung um die Diamantspangen der Königin wird durch zahlreiche Nebenhandlungen ergänzt, die alle kunstvoll miteinander verknüpft sind. Die Spannungsbögen sind perfekt getaktet - kaum ist ein Abenteuer überstanden, wartet schon das nächste.
Charakterzeichnung Die Charakterisierung der Hauptfiguren ist außergewöhnlich differenziert. Jeder der vier Protagonisten hat eine eigene, unverwechselbare Persönlichkeit:
- D'Artagnan: Jung, ungestüm, aber clever und lernfähig
- Athos: Geheimnisvoll, aristokratisch, von dunkler Vergangenheit geprägt
- Porthos: Kraftvoll, prahlerisch, aber von großer Loyalität
- Aramis: Elegant, intellektuell, zwischen weltlichen und geistlichen Ambitionen schwankend
Besonders bemerkenswert ist die Figur der Milady de Winter - eine der faszinierendsten Schurkinnen der Literaturgeschichte, deren Komplexität bis heute beeindruckt.
Historischer Kontext Dumas bettet seine fiktive Geschichte geschickt in den historischen Kontext des Frankreichs unter Ludwig XIII. ein. Die politischen Intrigen zwischen Kardinal Richelieu und Königin Anna von Österreich, die Spannungen mit England und die Belagerung von La Rochelle bilden einen fesselnden historischen Hintergrund.
Sprache und Stil Der Autor beherrscht die Kunst, packend zu erzählen. Seine Dialoge sind witzig und schlagfertig, die Beschreibungen lebhaft und atmosphärisch. Die Duelle werden mit einer Dynamik geschildert, die den Leser mitten ins Geschehen versetzt. Dumas' Sprache ist dabei zugänglich und direkt, ohne an literarischer Qualität einzubüßen.
Thematische Tiefe Unter der spannenden Oberfläche behandelt der Roman zeitlose Themen:
- Die Bedeutung von Freundschaft und Loyalität
- Der Konflikt zwischen persönlicher Ehre und Staatsräson
- Die Komplexität menschlicher Beziehungen
- Die Frage nach Gerechtigkeit und Vergeltung
Kulturelle Wirkung Der Einfluss des Romans auf die Populärkultur ist kaum zu überschätzen. Der Wahlspruch "Einer für alle, alle für einen" ist zum geflügelten Wort geworden. Die zahlreichen Adaptionen für Film, Fernsehen und Theater zeugen von der ungebrochenen Faszination der Geschichte.
Kritische Würdigung Natürlich lässt sich aus heutiger Sicht einiges kritisch sehen:
- Die Darstellung der Geschlechterrollen ist zeitbedingt
- Manche Handlungsstränge verlieren sich in Nebensächlichkeiten
- Einige historische Ungenauigkeiten sind vorhanden
Diese Aspekte schmälern jedoch nicht die literarische Leistung und die packende Erzählkunst des Autors.
Fazit "Die drei Musketiere" ist ein zeitloser Klassiker, der auch heute noch zu fesseln vermag. Die Kombination aus spannender Handlung, komplexen Charakteren und historischem Panorama macht den Roman zu einem außergewöhnlichen Leseerlebnis. Dumas gelingt der seltene Spagat zwischen anspruchsvoller Literatur und mitreißender Unterhaltung. Ein Meisterwerk, das zu Recht seinen Platz im Kanon der Weltliteratur gefunden hat.
- T. C. Boyle
Die Terranauten
(348)Aktuelle Rezension von: wortknaeuelEine kleine Gruppe junger Wissenschaftler wetteifert Mitte der 90er Jahre um einen von acht begehrten Plätzen in einem ökologischen Experiment. Für zwei Jahre sollen sie unter einer riesigen Glaskuppel leben und sich völlig autark in den verschiedenen künstlich geschaffenen Biotopen – vom kleinen Regenwald bis zum Mini-Ozean – selbst versorgen. Nichts geht rein, nichts darf raus! Die Geschichte beginnt mit der Bekanntgabe der Auserwählten, vier Männer und vier Frauen, die sich jeweils auf einem Spezialgebiet gegen ihre Mitbewerber durchgesetzt haben und nun in die "Ecosphere 2" einziehen dürfen. Zurück bleiben die Verlierer mit der Hoffnung, in zwei Jahren zum Nachfolger-Team aufrücken zu können. Draußen bleiben natürlich auch Freunde, Liebhaber und die Planer, Manager und Sponsoren des Experiments. In den zwei Jahren erleben wir aus Sicht von Dawn und Ramsay innerhalb, sowie Linda außerhalb der Kuppel, wie sich aus dem ökologischen Experiment ein Beziehungskuddelmuddel entwickelt.
T.C. Boyle kann gut erzählen, da ist dieser Roman keine Ausnahme. Er beruht übrigens auf einer wahren Begebenheit, denn so ein Experiment hat es ungefähr zu jender Zeit tatsächlich gegeben. Allerdings habe ich mich von Klappentext und Buchcover täuschen lassen. Zu dem Zeitpunkt, als ich mir das Ebook kaufte, hatte ich noch nie etwas von Boyle gelesen und einen spannenden dystopischen (oder utopischen) SciFi-Romans erwartet. Stattdessen dreht sich alles um Neid, Eitelkeit und Eifersüchteleien zwischen den Wissenschaftlern, um Wer-mit-wem sowie am Rande auch um den Einfluss von Geld und Medien. Wenn man Boyle kennt, hätte man sich denken können, dass es vorwiegend um die sozialen, zwischenmenschlichen Aspekte in diesem Szenario gehen wird.
Die Handlung ist zwar durchaus unterhaltsam und auf satirische Weise komisch, aber insgesamt wenig spannend. Auch die Charaktere empfand ich als flach und uninteressant. Eher ein schwacher Boyle.























