Bücher mit dem Tag "gegenwartsliteratur"
414 Bücher
- Anna Todd
After truth
(3.347)Aktuelle Rezension von: belli4charlotteTessa ist innerlich zerrissen: Einerseits kann sie Hardin sein Verhalten nicht verzeihen, andererseits lassen sie ihre Gefühle für ihn nicht los. Zwischen Demütigung, Sehnsucht und der Hoffnung, dass Hardin sich ändern kann, steckt sie in einem emotionalen Chaos fest. Doch die Frage bleibt: Haben die beiden wirklich eine Zukunft – oder wiederholt sich alles nur?
Nach dem starken ersten Teil hatte ich hohe Erwartungen, doch der zweite Band konnte diese leider nicht erfüllen. Auf fast 800 Seiten passiert erschreckend wenig, und am Ende steht man nahezu an derselben Stelle wie zu Beginn. Der Schreibstil ist zwar weiterhin angenehm und flüssig, sodass ich das Buch trotz allem schnell gelesen habe – aber wirklich hängen geblieben ist kaum etwas.
Die Beziehung zwischen Tessa und Hardin wirkt noch toxischer als zuvor, und eine echte Charakterentwicklung bleibt weitgehend aus. Das ständige Hin und Her, die immer gleichen Streitereien und Versöhnungen, Hardins Eifersucht und Tessas Naivität – all das wiederholt sich so oft, dass es irgendwann ermüdend wird. Eine straffere Erzählweise hätte der Geschichte definitiv gutgetan.
Positiv hervorzuheben ist, dass die Perspektive nun zwischen Tessa und Hardin wechselt. Dadurch bekommt man einen besseren Einblick in Hardins Gedankenwelt, was im ersten Teil noch gefehlt hat. Auch die emotionalen Beschreibungen funktionieren weiterhin gut und sorgen dafür, dass man trotz allem mitfühlt.
Trotz meiner Kritik sehe ich nach wie vor Potenzial in der Reihe. Vielleicht wäre eine Nebenhandlung – etwa zwischen Tessa und Trevor – eine willkommene Abwechslung gewesen. Dennoch werde ich den dritten Teil lesen, denn mein Bauchgefühl sagt mir, dass es wieder bergauf gehen könnte.
- Anna Todd
After passion
(4.902)Aktuelle Rezension von: Stefanie-BAfter Passion ist der erste Band der bekannten After-Reihe und erzählt die Geschichte von Tessa Young und Hardin Scott. Tessa beginnt ihr Studium als eher ruhige, strukturierte Studentin mit klaren Zukunftsplänen – bis sie Hardin begegnet. Er ist das komplette Gegenteil von ihr: rebellisch, verschlossen und emotional schwer greifbar.
Der Roman liest sich insgesamt sehr flüssig . Besonders schön fand ich, wie leicht man in die Geschichte hineinkommt und wie schnell man durch die Seiten fliegt. Die emotionalen Momente zwischen Tessa und Hardin sind oft sehr intensiv geschrieben, sodass man als Leser(in) stark in die Beziehung der beiden hineingezogen wird.
Dabei besteht ein großer Teil der Handlung aus dem ständigen Auf und Ab zwischen den beiden. Streit, Versöhnung, Missverständnisse und erneuter Streit wiederholen sich relativ häufig. Dadurch kann die Beziehung teilweise etwas unnötig dramatisch wirken.
Andererseits macht gerade die Dynamik zwischen den Protagonisten einen großen Teil des Reizes der Geschichte aus. Außerdem ergibt sich hieraus dann der Grundsetin für die Entwicklung der Charaktere, die ebenfalls prägend für das Buch ist und stark beschrieben wird.
After Passion ist ein interessanter, fesselnder New-Adult-Roman, der vor allem durch seine emotionale Intensität und die starke Anziehung zwischen den Hauptfiguren lebt. Wer Geschichten über komplizierte Beziehungen, große Gefühle und dramatische Wendungen - mit halbwegs viel Hin und Her - mag, kommt hier auf seine Kosten.
Fazit:
Ein sehr schöner Auftakt der Reihe mit viel Emotion und Spannung, der jedoch durch das häufige Hin und Her in der Beziehung etwas anstrengend werden kann… der aber andererseits gerade dadurch geprägt wird und mich damit stark fesseln konnte. Insgesamt ein unterhaltsames Buch, das Lust darauf macht, die Reihe weiterzulesen. - Kerstin Gier
Rubinrot
(14.329)Aktuelle Rezension von: traumweltenwanderer... eine chaotische Kombination, mit der sich die 16-jährige Gwendolyn plötzlich auseinandersetzen muss. Denn sie ist die Letzte im Kreis von 12 Zeitreisenden, mit denen sich eine Londoner Geheimloge befasst. Genau diese ultrageheime Geheimloge macht Gwendolyn nun das Leben schwer. Da hilft es auch nicht, dass sie einen Zeitreisebegleiter hat - der sieht nämlich unverschämt gut aus und bringt Gwen fast die ganze Zeit auf die Palme.
Schon seit Jahren ist die Edelsteintrilogie eine meiner liebsten Reihen.
Denn es steht fest:
1. Man lacht, fühlt und fiebert mit.
2. Die Zeit vergeht wie im Flug und
3. Man merkt überhaupt nicht, dass man liest.
Sympathische, liebenswürdige Charaktere mit Macken zum Gernhaben machen es einem leicht, in dieser magischen Welt zu versinken. Dazu kommt ein humorvoller und leichter Schreibstil, der einen durch die Seiten zieht. Es wurde nie langweilig und ehe man sich versieht, ist das Buch auch schon zu Ende.
Am besten hat man dann sofort den zweiten Teil parat, denn den Cliffhanger kann man so einfach nicht stehen lassen. Spannend, humorvoll und voller Gefühl.
Außerdem: Parallelen zur Verfilmung findet man auf jeden Fall, wenn auch nicht zu 100%.
- Anna Todd
After love
(2.705)Aktuelle Rezension von: belli4charlotte„After Love“ ist für mich der bisher schwächste Teil der Reihe. Obwohl Anna Todd ihren gewohnt fesselnden Schreibstil beibehält und es durchaus Kapitel gab, die ich schnell verschlungen habe, wirkt dieser Band insgesamt deutlich langatmiger und mit unnötigem „Puffer-Material“ gefüllt. Die ständigen Wiederholungen – sowohl in den Streitereien als auch in den erotischen Szenen – lassen die Handlung oft auf der Stelle treten.
Die Beziehung zwischen Tessa und Hardin zeigt hier ihre destruktivste Seite. Beide verhalten sich widersprüchlich, egoistisch und emotional unausgeglichen, was zwar zur Dynamik der Reihe gehört, aber in diesem Band besonders ermüdend wirkt. Tessas Entscheidung, nach Seattle zu gehen, fand ich grundsätzlich stark – umso unverständlicher war ihr anschließendes Hin-und-Her, das die dringend nötige Beziehungspause ad absurdum führt. Auch Hardins Verhalten bleibt problematisch: Er erwartet Kompromisse, die er selbst nicht bereit ist einzugehen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist Tessas Vater, dessen Auftauchen zwar Potenzial gehabt hätte, aber durch den extremen Zufall und die oberflächliche Behandlung seiner Probleme eher konstruiert wirkt. Ähnlich verhält es sich mit dem großen Twist am Ende: überraschend, ja – aber nicht organisch eingebettet und ohne echten Einfluss auf die bisherige Handlung.
Was mich am meisten gestört hat, ist die zunehmende Überzeichnung der Figuren. Tessa wirkt stellenweise fast überperfekt, während sich gefühlt jeder Charakter um sie dreht. Gleichzeitig bleibt Hardin in seinen Mustern gefangen, ohne dass die Geschichte diese Dynamik wirklich hinterfragt. Das Vierecks-Drama setzt dem Ganzen die Krone auf und wirkt unnötig aufgebläht.
Trotz all dieser Kritikpunkte bleibt die Reihe fesselnd – Todd versteht es, Emotionen zu schüren und Cliffhanger zu setzen. Doch „After Love“ verliert sich zu sehr im Drama und zu wenig in echter Entwicklung. Für Fans der Reihe sicher lesbar, aber im direkten Vergleich zu den Vorgängern deutlich schwächer.
Fazit: solide Fortsetzung mit starken Momenten, aber zu viel Wiederholung und zu wenig Substanz. 3 von 5 Sternen.
- Hanya Yanagihara
Ein wenig Leben
(650)Aktuelle Rezension von: marie_d„Ein wenig Leben“ von Hanya Yanagihara hat mich beeindruckt und gleichzeitig irritiert. Ich bin der Geschichte und der Entwicklung der Figuren gerne gefolgt – ihre Beziehungen wirken authentisch, ihre Emotionen nachvollziehbar. Gerade die Dynamik zwischen den Charakteren hat mich lange beschäftigt, weil sie so fein und glaubwürdig erzählt ist.
Gleichzeitig ist das Buch schwer auszuhalten. Es zeigt Gewalt und Leid in einer Intensität, die manchmal fast zu viel wird. Ich hatte stellenweise das Gefühl, dass Schmerz und Trauma fast ästhetisiert werden. Deshalb fände ich eine Triggerwarnung sehr wichtig, um Leser*innen auf die Inhalte vorzubereiten.
Insgesamt halte ich „Ein wenig Leben“ für ein sehr gut geschriebenes Buch, das emotional viel auslöst und nachhallt. Trotzdem verstehe ich den extremen Hype nicht ganz – vielleicht, weil die Geschichte in ihrer Dramatik manchmal die leisen Zwischentöne überdeckt.
- Marc Elsberg
BLACKOUT - Morgen ist es zu spät
(1.613)Aktuelle Rezension von: Kerstin72Thriller oder Realität?
Diese Frage geht dem Leser nicht mehr aus dem Kopf. Denn die Story kann jederzeit, überall Realität werden. Beim Lesen wird einem bewußt, wie angreifbar, verletzlich und ungeschützt die Welt gegenüber solchen Attacken ist. Und wie schnell Chaos und Kriminalität ausbrechen, wenn es ums Überleben geht. Und das es ums Überleben geht, vor allem bei eisigen Minustemperaturen, sollte jedem klar sein.
Packendes Katz-und-Maus-Spiel zwischen Terroristen und dem Rest der Welt.
- Matt Haig
Die Mitternachtsbibliothek
(1.651)Aktuelle Rezension von: natavitoIn Die Mitternachtsbibliothek geht es um Nora, die sich zwischen Leben und Tod in einer magischen Bibliothek wiederfindet. Dort kann sie all die Leben ausprobieren, die sie hätte führen können. Mit jeder Entscheidung erlebt sie neue Versionen ihrer selbst und stellt sich ihren verpassten Chancen. Doch je mehr Leben sie testet, desto mehr erkennt sie, was wirklich zählt. Am Ende geht es darum, ihren eigenen Weg anzunehmen.
Ich fand besonders schön, wie ruhig und gleichzeitig tiefgründig die Geschichte erzählt ist und wie sehr sie zum Nachdenken anregt. Nora mochte ich total gern, weil sie so echt wirkt und ihre Zweifel und Gedanken super nachvollziehbar sind – ihre Entwicklung war einfach das Highlight für mich. Mir hat das Buch auf jeden Fall einige Denkanstöße gegeben. Ich würde es wirklich jedem empfehlen, der gerne Bücher liest, die einen noch länger begleiten und zum Reflektieren bringen.
Ich poste meine Rezensionen auch auf Instagram unter @plotandlyrics sowie auf Thalia und Amazon.
- Jojo Moyes
Ein ganz neues Leben
(1.952)Aktuelle Rezension von: Katrin1Ich habe dieses Buch in einer Bücherecke gesehen und kannte nur die Autorin aufgrund des Films "Ein ganzes halbes Jahr" welcher mich tief berührt hat. Als ich feststellte, dass es sich bei Ein ganz neues Leben um die Fortsetzung handelte, konnte ich es kaum erwarten und ich wurde nicht enttäuscht. Ein wunderschönes Buch, eine gelungene Fortsetzung mit allen Gefühlen, die nach so einem Erlebnis dazugehören um zurück in ein ganz neues Leben zu finden.
- Pascal Mercier
Nachtzug nach Lissabon
(1.390)Aktuelle Rezension von: LuliaIm Zentrum der Handlung steht der introvertierte Altphilologe Raimund Gregorius dessen Alltag aus Ritualen, Büchern und seiner Tätigkeit als Lehrer besteht. Ein zufälliges Treffen mit einer geheimnisvollen Frau auf dem Weg zur Schule und ein portugiesisches Buch voller existenzieller Gedanken, die er zufällig in einer Buchhandlung entdeckt, reißen ihn aus dieser Ordnung heraus und er begibt sich auf die Spuren des Autors ebendieses Buches, was ihn nach Lissabon führt. Die Handlung liest sich wie eine Reise durch Lissabon mit seinen Stationen, die einzeln für sich eine weitere neue Facette sowohl des Autos Prado als auch Gregorius‘ freilegen. Hierbei wechseln sich Passagen mit Schilderungen Nahestehender Prados über ebendiesen, Passagen seines Buches und innerer Empfindungen und Gedanken Gregorius‘ ab. Die stille und langsame Handlung lebt vor allem von der Atmosphäre, den inneren Bewegungen und den Begegnungen.
Bei den Protagonisten stehen sowohl Gregorius als auch Prado klar im Mittelpunkt. Besonders hervorzuheben ist die Entwicklung, die die beiden im Verlauf des Buches vollziehen. Aber auch relevante Nebenprotagonisten erleben eine nachvollziehbare und schöne Entwicklung, die der Geschichte eine zusätzliche Facette und Tiefe verleiht. Wer stille und tiefgründige Romane mit philosophischem Tiefgang und existenziellen Fragestellungen mag, wird hier fündig.
Der Schreibstil ist philosophisch, klar und teils anspruchsvoll, was gut zur Handlung passt.
Minuspunkte: Das bereits erwähnte langsame Handlungstempo war an einigen Stellen sehr zäh und der philosophische Einschlag war mancherorts ein wenig zu anspruchsvoll.
Insgesamt kann ich das Buch empfehlen. - Daniel Kehlmann
Die Vermessung der Welt
(3.456)Aktuelle Rezension von: JosseleDer sehr erfolgreiche Roman von Daniel Kehlmann über die Lebensgeschichten des Mathematikers Carl Friedrich Gaus und des Naturforschers Alexander von Humboldt erschien 2005. Es handelt sich offensichtlich um eine Mischung zwischen historisch realer und fiktiver Handlung. Im ersten Kapitel erhält Gauß eine Einladung von Humboldt nach Berlin und macht sich auf die Reise. In den folgenden Kapiteln wird die teils fiktive Lebensgeschichte der beiden Wissenschaftler abwechselnd und episodenweise erzählt. Manches bleibt dabei ungeklärt, z.B. wie Humboldt und sein Begleiter sich von der Insel im Orinoko retten können, nachdem ihr Boot abgetrieben ist. Das wirkt unvollständig und ein wenig beliebig.
Die Erzählweise ist durchweg ironisch und teilweise schwarzhumorig, die beiden Wissenschaftler erscheinen geradezu kindlich bzw. kindisch in ihrem Streben nach Erkenntnis. Das ist zwar ganz lustig, mehr aber auch nicht. Es wird den beiden Hochkarätern in jedem Fall aus meiner Sicht nicht wirklich gerecht.
Dem Buch fehlt aus meiner Sicht auch ein roter Faden respektive ein innerer Zusammenhang. Zwar sind die Kapitel teilweise chronologisch erzählt, aber dazwischen befinden sich mitunter große Zeitsprünge, so dass die Kapitel einzeln für sich allein stehen, mit nur marginalem Bezug zueinander. Aus meiner Sicht wirkt das eher wie ein Manuskript oder ein Entwurf, der noch an einigen Stellen der Ergänzung bedarf, denn wie ein fertiges Buch.
Insgesamt bin ich von dem Buch daher eher enttäuscht als angetan, was vielleicht auch an den übergroßen Erwartungen liegen kann, die ich nach all den zahlreichen Lobpreisungen der Literaturwelt daran hatte. Zwei Sterne.
- Patrick Süskind
Das Parfum
(10.265)Aktuelle Rezension von: MaggieMausHabe ich in der Schule gelesen. War eines der wenigen Bücher die ich wirklich zu Ende gelesen habe!!
Ist nicht für schwache Nerven, sehr bildhafter Schreibstil, viele Umschreibungen kann man förmlich riechen!
Aber ich kann verstehen, wenn es dem ein oder anderen zu bildhaft ist :D ich fand es sehr gut gelungen
- Anna Todd
After forever
(2.394)Aktuelle Rezension von: belli4charlotteAfter Forever bildet den emotional aufgeladenen Abschluss der turbulenten Beziehung zwischen Tessa und Hardin – und man spürt auf jeder Seite, dass diese Reise nun endlich zu einem Ende kommen soll. Anna Todd bleibt ihrem bekannten Muster treu: intensive Gefühle, dramatische Wendungen und ein ständiges Hin und Her zwischen Nähe und Distanz. Doch gerade im vierten Band wirkt dieses Drama stellenweise überreizt und vorhersehbar, als würde die Geschichte bewusst in die Länge gezogen, um die Spannung künstlich hochzuhalten.
Stärken zeigt Todd weiterhin in der Darstellung innerer Konflikte. Besonders Hardins Rückfall in alte Muster und seine düstere Selbstzerstörung sind eindringlich beschrieben. Auch Tessas Entwicklung – geprägt von Verlust, Ernüchterung und wachsender Selbstbestimmung – verleiht dem Roman emotionale Tiefe. Die wechselnden Perspektiven funktionieren gut und lassen beide Figuren greifbarer wirken. Gleichzeitig drehen sich manche Konflikte im Kreis, und nicht jede Wendung fühlt sich wirklich verdient an.
Der Epilog fällt dagegen überraschend knapp aus. Nach so vielen Seiten voller Dramatik wirkt der schnelle Zeitsprung fast wie ein Bruch – als hätte man hier eine Chance verpasst, den Figuren einen runden, organischen Abschluss zu geben.
Trotz dieser Schwächen bleibt After Forever ein Muss für Fans der Reihe. Es beantwortet offene Fragen, bietet emotionale Momente und lässt einen mit einem bittersüßen Lächeln zurück. Die Reihe insgesamt bleibt ein fesselndes Erlebnis voller Liebe, Schmerz und Selbstfindung – auch wenn Band vier nicht ganz die Kraft der Vorgänger erreicht.
Fazit: Ein intensiver, aber nicht immer überzeugender Abschluss, der dank starker Charakterentwicklung und emotionaler Momente solide 3,5 Sterne verdient.
- Colleen Hoover
Nur noch ein einziges Mal
(2.018)Aktuelle Rezension von: Eliza_KoopmannIch habe gestern, nach langem überlegen ob ich es überhaupt lesen soll, das Buch Nur noch ein einziges mal in einem Stück durchgelesen. Ich habe immer gezögert, weil ich sehr viel gutes, aber auch sehr viel schlechtes über das Buch gehört habe.
Aber was soll ich sagen, ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll.
Dieses Buch ist mit Abstand eines der besten Bücher, die ich je in meinem Leben gelesen habe, ich habe gar keine Worte um zu sagen, wie viele verschiedene Gefühle dieses Buch während dem Lesen bei mir ausgelöst hat. Ich liebe wirklich alles an diesem Buch. Das Thema ist sehr gewagt, aber ich finde es großartig, wie damit in dem Buch umgegangen wird.
Die Charaktere finde ich alle sehr gut gebaut und jeder einzelne ist mir sehr ans Herz gewachsen und ich hatte für jeden ein gewisses Maß an Mitgefühl. Also ich bin eindeutig der Meinung, dass dieses Buch als Pflichtlektüre in der Schule gelesen werden sollte.
Also eindeutig eine riesige Empfehlung an alle da draußen und wenn ihr mit einem ähnlichen Thema zu kämpfen habt ihr seid nicht alleine.
„Just keep swimming!"
- Cecelia Ahern
P.S. Ich liebe dich
(8.803)Aktuelle Rezension von: Melanie_HoppeDies war mein erstes Buch der Autorin Cecelia Ahern und was soll ich sagen?!?! WOW! Einfach eine Achterbahn der Gefühle. Die Autorin erfasst ein sehr sehr wichtiges und emotionales Thema und das auf eine sehr sympathisch Weise. Ich habe viel lachen können und gleichzeitig geheult wie ein Schlosshund. Ich habe mich ab der ersten Seite vollkommen rein stürzen können und es ließ sich super flüssig lesen. Ich kann dieses Buch nur empfehlen und bin sehr auf weitere Bücher der Autorin gespannt.
- Paulo Coelho
Der Alchimist
(2.165)Aktuelle Rezension von: culejuleMuss ich zu diesem Weltbestseller eigentlich noch viel sagen? „Late to the party“ trifft es gut – aber nun habe ich ihn endlich gelesen.
Der andalusische Hirte Santiago hat einen wiederkehrenden Traum: Am Fuß der Pyramiden soll ein Schatz auf ihn warten. Die Frage, die sein Leben verändert, lautet: Altes hinter sich lassen oder dem Ruf des Unbekannten folgen? Santiago entscheidet sich für den Aufbruch. Seine Reise führt ihn über die Souks von Tanger bis nach Ägypten. Unterwegs begegnet er Menschen, die ihm helfen – und solchen, die es nicht gut mit ihm meinen. Er lernt, was es heißt, dem eigenen Weg zu vertrauen, und entdeckt in der Stille der Wüste nicht nur die Welt, sondern auch sich selbst.
Es ist ein zutiefst philosophischer Roman, der mir ein zauberhaftes Leseerlebnis beschert hat. Themen wie Schicksal, Lebenssinn und persönliche Bestimmung ziehen sich durch jede Seite.
Man kann sicher darüber diskutieren, ob der Roman diese großen Fragen eher oberflächlich oder sehr zugänglich behandelt. Für mich hat der Autor jedoch einen Nerv der Zeit getroffen und eine Geschichte geschaffen, die viele Menschen berührt – und das seit Jahrzehnten.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.
- Mariana Leky
Was man von hier aus sehen kann
(979)Aktuelle Rezension von: AnirahMariana Lekys Roman ist wie ein modernes Märchen für Erwachsene – voller schräger Charaktere, dörflicher Idylle und einer Prise magischem Realismus. Die Geschichte rund um Selma, die den Tod eines Dorfbewohners voraussieht, sobald sie von einem Okapi träumt, ist sprachlich wunderschön und mit viel Feingefühl für das Zwischenmenschliche erzählt.
Was mir gefallen hat:
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Der Schreibstil: Leky findet Bilder und Vergleiche, die man so noch nie gelesen hat. Man fliegt förmlich durch die Seiten.
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Die Atmosphäre: Das Dorf Westerwald wird so lebendig beschrieben, dass man sich sofort als Teil dieser kauzigen Gemeinschaft fühlt.
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Die Charaktere: Besonders der Optiker und seine unterdrückten Gefühle sind herzzerreißend und wunderbar beobachtet.
Kritikpunkte: Obwohl die einzelnen Szenen glänzen und die Melancholie des Buches sehr einnehmend ist, fehlte mir am Ende der rote Faden, der alles zu einem bedeutsamen Ganzen verknüpft. Viele Handlungsstränge bleiben eher anekdotisch, und manche philosophischen Ansätze wirken zwar charmant, gehen aber nicht wirklich in die Tiefe.
Fazit:
Es ist mitreißend zu lesen, aber leider kommt dabei nichts Großes dabei heraus. Ein schönes Buch für zwischendurch, das durch seine Sprache besticht, mich aber emotional nicht so nachhaltig bewegt hat, wie ich es bei der Grundidee erwartet hätte.
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- Delia Owens
Der Gesang der Flusskrebse
(1.453)Aktuelle Rezension von: phantastische_fluchtenEs ist Ende der 50er, Anfang der 60er Jahre. Die kleine Kya lebt mit ihrer Familie in den Marschlanden, nahe der Küstenstadt Barkley Cove. Ihr Vater ist ein gewalttätiger Alkoholiker, der seiner Frau einmal den Himmel auf Erden versprochen hatte. Bekommen hat sie eine Hölle.
Als Kya sechs Jahre alt ist, verlässt die Mutter die Familie. Das kleine Mädchen steht Monate lang jeden Abend an der Tür der verrotteten Hütte, die sie ihr zuhause nennt, und wartet auf die Rückkehr der Mutter. Doch diese bleibt fort.
Nach und nach verlassen auch die Geschwister die Marschlanden. Als letztes ihr Lieblingsbruder Jodie, der ihr noch Tipps gibt, wie sie die Anzeichen erkennen kann, dass der Vater zur Gewalt greifen wird, und wie sie dem brutalen Vater aus dem Weg gehen kann.
Dann geht auch Jodie und das kleine Mädchen bleibt alleine mit dem Vater zurück. Isoliert von der Welt, einsam, lernt sie die Marschlanden und ihre tierischen Bewohner zu lieben. Sie kann weder lesen noch schreiben, doch sie kennt alle Tier und Pflanzen beim Namen. Sie führt dem Vater den Haushalt und lernt zu kochen, zu waschen und zu putzen. Ihre ersten Versuche fordern den Zorn des Vaters heraus aber es gibt auch rührenden Momente der Annäherung.
Sie muss mit dem Veteranenscheck des Vaters auskommen, um ihn und sich selbst durch das Leben zu bringen. Ihr erster Ausflug in die Stadt ist für sie ein Kampf, hat sie doch nie gelernt, ihre Wünsche zu äußern oder sich mit fremden Menschen zu unterhalten. Sie kennt den Wert der Münzen nicht und hat keine Ahnung, wieviel etwas kostet. Die aufdringlichen Fragen der Verkäuferin verunsichern sie und die Hänseleien der Einwohner kränken sie, so dass sie sich immer mehr zurückzieht.
Als Vertreter des Schulamtes kommen, versteckt sie sich. Erst, als ihr gesagt wird, dass sie in der Schule ein kostenloses Mittagessen bekommt, ist sie bereit, einen Versuch zu starten. Der erste Tag in der Schule endet katastrophal und sie geht nie wieder dorthin. Da sie das Marschland kennt, ist es für sie ein leichtes, sich vor den Menschen zu verstecken, die sie abholen möchten.
Als sie ungefähr 15 Jahre alt ist, tritt Tate in ihr Leben und durchbricht die Isolation des Mädchens.
Er ist behutsam, denn er erkennt, dass Kya wie ein scheues Reh ist, das sofort weglaufen würde, wenn man sie bedrängt. Er bringt dem Mädchen lesen und schreiben bei und nun kann sie ihre Sammlung an Muscheln. Federn und Steinen endlich beschriften. Da sie ein Talent für das Zeichnen besitzt, fertigt sie wunderbare Illustrationen ihrer Schätze an.
Kya wächst dem Lesenden ans Herz und man wünscht ihr alles Glück der Welt, doch der Weg den sie gehen muss, ist schwer. Tate war mit Jodie befreundet und er hat das einsame Mädchen lange beobachtet, bevor er sich ihr nähert. Es entwickelt sich eine wunderbare Freundschaft zwischen den beiden aber der Lesende weiß, dass auch Tate das Mädchen irgendwann verlassen wird. Sie ist das Marschmädchen, dass in der Welt da draußen nicht existieren kann. Er möchte Biologie studieren, was bedeutet, dass er Berkley Cove verlassen muss. Durch seinen Weggang fühlt sich Kya verraten und wendet sich dem Womanizer Chase Andrews zu.
Das Buch macht einen wütend und traurig, obwohl diese Ausgrenzung von Menschen auch heute durchaus noch zum Alltag gehört. Die Geschichte wechselt zwischen 1969 und der Vergangenheit hin und her. Als Chase Andrews stirbt, geben alle die Schuld dem Marschmädchen. Obwohl nicht klar ist, dass es sich um einen Mord handelt, beginnt der Sherif zu ermitteln und nach und nachführen alle Spuren zu Kya.
Es gibt ein Lied „Schließ Dein Herz in Eisen ein“, und dieser Satz passt zu dieser eindringlichen und wunderbaren Geschichte. Denn Kya bleibt nichts anderes übrig, um zu überleben.
Fazit:
Mich hat lange kein Buch mehr so berührt wie dieses. Man möchte eingreifen, helfen, das Kind in den Arm nehmen und ihm die Liebe geben, die es von niemanden bekommt. Die Geschichte wird den Lesenden lange nicht loslassen. Ich meide normalerweise solche plakativ beworbenen Bücher aber dieses Buch hat jedes Lob verdient.
- Haruki Murakami
Kafka am Strand
(1.116)Aktuelle Rezension von: entspanntesLesenKafka Tamura verlässt Nakano und macht sich auf den Weg über die große Brücke. Er lässt zurück seinen Vater, mit Sack und Pack, hofft Abstand zu gewinnen und vielleicht seine Mutter und Schwester irgendwo da draußen zu finden. Währenddessen passieren in Nakano und rundherum surreale Dinge - mittendrin Nakata, ein Sechzigjähriger, der mit Katzen sprechen kann und anders denkt.
Meine Meinung:
Murakami erbaut Welten, die nebeneinander existieren. Ich kannte seinen Stil schon durch das zuletzt erschienene Buch "Die Stadt und ihre ungewisse Mauer".
Das Buch arbeitet tief mit Symbolik, erklärt nicht und lässt Zugang über die Gefühle des Lesers selbst.
Da Murakami zu fließend erzählt, entsteht dieser meditative Sog - ohne laut zu sein und Effekte zu provozieren.
Die Kapitel wechseln ab, es gibt 2 Wege und verschiedene Konstellationen, welche sich zum Teil spiegeln. Zu einem ist da der 15 jährige Kafka, Oshima als Leitfigur und Saeki, die Bibliotheksleiterin. Zum anderen Nakata auf seinem Weg mit Hoshino, um etwas zu tun, wofür es keine Zeit und keinen konkreten Rahmen gibt.
Der Roman war eine Wucht für mich und bewegte mich, weitere Murakami Romane auf meine Leseliste zu setzen.
Es kann bewegen, spiegeln, zeigen oder einfach eine Geschichte sein, die magisch anhaftet.
- David Safier
Mieses Karma
(5.101)Aktuelle Rezension von: VinnyDer Klappentext klang super. Der Einstieg fiel mir zunächst etwas schwer. Als Kim dann als Ameise wiedergeboren wurden ist, ließ sich das Buch für mich leichter lesen.
Interessant fand ich, als was Kim alles wiedergeboren wurden ist. Allerdings ging mir Kims Verhalten immer mehr auf die Nerven.
Am liebsten hätte ich sie angebrüllt, damit sie es endlich gut sein lässt.
Das Ende war anders als erwartet, ich hätte ein anderes Ende besser gefunden.
Für Zwischendurch ist das Buch in Ordnung.
Von mir gibt es 2,5 von 5 Sternen.
- Nino Haratischwili
Das achte Leben (Für Brilka)
(274)Aktuelle Rezension von: Barbara_NeltingEin Buch, was allein durch seinen Umfang schreckt und entsprechend lang bei mir lag, bevor ich mich herangewagt habe. Tja, was soll ich sagen: Ich habe nicht bereut, es gelesen zu haben und vermutlich werden mich die lebensnah geschilderten Protagonistinnen und ihre Schicksale sowie wie vor allem ihre Welt (Georgien als Teil der Sowjetunion über das 20. Jahrhundert hinweg) noch lange begleiten. Auch mochte ich den teils poetischen Schreibstil und, wie alles miteinander verwebt war.
Mehr als 3 Sterne kann und mag ich dennoch nicht geben. Allzu sehr schimmerte durch die Geschichten aller beschriebenen Frauen ein Fatalismus, eine Tragik, eine Schicksalsergebenheit, die meines nicht ist und die ich der Autorin als Eigenschaft unterstelle. Ja, die Zeiten waren hart und schwierig. Ja, es gab Tod, Folter, Vergewaltigung, persönliches Unglück. Aber MUSS denn deshalb wirklich jede einzelne Person dieses Buches eine posttraumatische Belastungsstörung entwickeln, gebrochen sein und fortan unfähig zu Glück, Selbstliebe, etc.? Ich finde: nein, und hätte mir in all dem Schatten mehr Licht gewünscht. Leider war es jedoch über all die mehr als 1200 stolzen Seiten des Romans so, dass, wenn man einmal glaubte, dass es jetzt endlich mal für eine der geschilderten Frauen ganz gut liefe, man sicher sein konnte, dass das Unglück nicht fern war, oft durch eigenes Zutun. Das ermüdet und nervt sogar mit der Zeit, und schmälert die unglaubliche Leistung der Autorin, über 100 Jahre georgischer und europäischer Geschichte mit berührenden, miteinander zusammenhängenden Einzelschicksalen zu verknüpfen, leider arg.
- Lori Nelson Spielman
Morgen kommt ein neuer Himmel
(2.585)Aktuelle Rezension von: Jasminchen__s_WeltEine Familiengeschichte die mich so in den Bann gezogen hat, als wäre ich dabei gewesen. Obwohl es schon länger her ist seitdem ich das Buch gelesen habe, ist mir Vieles in Erinnerung geblieben. Es geht um eine Junge Frau, die als junges Mädchen ihre Träume aufschrieb und diese als Erwachsene Frau (nicht ganz freiwillig) wieder vor Augen hat. Als Leserin habe ich Höhen und Tiefen mit den Hauptcharakteren erlebt, die Gefühle und Erlebnisse sind so lebendig beschrieben, dass mir die Geschichte mit all ihren Figuren und Wendungen sehr ans Herz gewachsen ist.
- Caroline Wahl
22 Bahnen
(1.137)Aktuelle Rezension von: frischelandluftSehr guter Roman um eine Anfang 20jährige in prekären Verhältnissen – die Ich-Erzählerin meistert ihr Leben mit ihrer kleinen Schwester um ihre launische, gewalttätige, suizidale und alkoholabhängige Mutter herum. Ich kann gut verstehen, dass der Roman so erfolgreich ist, ich konnte ihn nicht aus der Hand legen. Die Protagonistin erzählt ihre Geschichte sehr ehrlich und realistisch. Ich mag den nahen Erzählstil, aufgelockert durch einige Dialoge, sehr reflektiert, sehr über die Protagonistin fokusiert. Die Frau und das Mädchen leben in zwei Bubbles – die eine ist ihre Beziehung zueinander, sie bauen mit viel Liebe ein Zuhause füreinander auf; die andere Bubble ist die unberechenbare Dreierbubble mit der Mutter, die sie durch eine Reihe von Plan-B-Routinen managen. Mir ist die Geschichte nah gegangen, ich habe mir sofort den zweiten Band ‚Windstärke 17‘ gekauft.
- Colleen Hoover
Maybe Someday
(1.671)Aktuelle Rezension von: Vivien_tsAusgerechnet an ihrem Geburtstag erfährt Sidney, dass ihr Freund ihr mit ihrer besten Freundin fremdgeht. Ihr Nachbar Ridge, den sie erst seit kurzem kennt, lässt sie bei sich einziehen. Doch schon bald baut sich eine Tension zwischen den beiden auf, obwohl Ridge selbst in einer Beziehung ist.
Colleen Hoover bekommt so viel hate auf Social Media. Ich hingegen liebe ihre Bücher, so wie auch dieses hier.
Man kam gut in das Buch rein und der flüssige Schreibstil hat das Lesen so einfach gemacht. Außerdem wurden in diesem Buch wichtige Themen behandelt, was ich sehr interessant fand, da ich die Welt dadurch mal aus einer anderen Perspektive sehen konnte. Die Geschichte war schön und hatte auch ihre spannenden Stellen. Sie hatte genau die richtige Länge.
Das einzige, was mir an der Story nicht gefallen hat, war das Verhalten der meisten Charaktere. Viele Aussagen von Warren fand ich sehr fragwürdig. Außerdem tat mir Meggy so unglaublich leid.
Diese Geschichte war jedoch auf jeden Fall mal etwas anderes und ich kann sie auf jeden Fall weiterempfehlen. - Khaled Hosseini
Tausend strahlende Sonnen
(1.275)Aktuelle Rezension von: buch_leselustErgreifend ist hier wirklich das richtige Wort. Ich habe mit Mariam und Layla mitgelitten und mitgefiebert.
Es hat mich stark berührt, was ihnen alles passiert und gleichzeitig wütend gemacht, weil es wirklich nicht unrealistisch ist.
Die Rolle und Stellung der Frau in Afghanistan wird hier erschreckend real dargestellt und gibt einen guten Einblick in das Leben vor Ort. Leider weiß man ja, wie es sich über die letzten Jahre weiterentwickelt hat...























