Bücher mit dem Tag "gehirn"
102 Bücher
- Daniel Kahneman
Schnelles Denken, langsames Denken
(78)Aktuelle Rezension von: SeitenwindEs ist ein viel zitiertes Psychologie-Buch. Drum wollte ich es mal im Original intensiv durcharbeiten. Im Großen und Ganzen hat sich das auch gelohnt.
Begonnen wird sehr schlicht und gut sortiert. Man findet leicht rein und die Neugierde wird geweckt.
Nach und nach wird es unsortierter und komplexer. Es fühlt sich dann weniger wie ein Entdeckungs- und Orientierungs-Pfad an wie man es von Professoren wie Hawking, Asimov, usw. kennt, sondern eher wie eine Ansammlung an Studienergebnissen...
Das empfinde ich als eine der Schwächen des Buches. Man hätte es aufteilen können in Teil I für eine Leserschaft aus Dummies und in Teil II für Psychologie-Studenten und wissenschaftlichen Mitarbeitern.
Das Rezipieren und Veranschaulichen von Effekten mit Beispielen hilft zwar für mehr Verständlichkeit und als Merkhilfe, jedoch fehlt der klare rote Faden, der alles unter einen Hut bringt. Hängen bleibt am Ende nur, dass der Mensch meist irrational handelt und - wenn er sich anstrengt- gute sachlich fundierte Ergebnisse hervorbringt.
- Ursula Poznanski
Thalamus
(765)Aktuelle Rezension von: Andrea_BlaurockEs war faszinierend aus den Augen Timos den Unfall zu erleben, das Aufwachen aus dem Koma. Da zeigte die Autorin einmal mehr ihr grandioses Einfühlungsvermögen speziell die jungen Erwachsenen betreffend.
Als den eigentlichen Horror empfand ich Timos Unvermögen, seine Gedanken in Worte zu fassen. Faszinierend ist das geniale im doppelten Sinne generationsübergreifende Figurenensemble, samt Namenswahl.
Poznansky liefert einmal mehr den Beweis, das Gedanken genauso rasant sein können wie vermeintliche Verfolgungsjagden a la James Bond.oder weniger Nicht zuletzt katapultieren mehr oder weniger schuldige Ärzte und Wissenschaftler den Science Fiction in die Realität.
Ich wünsche diesem tollen Buch noch ein großes Lesepublikum
Andrea
- Walter Moers
Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr
(329)Aktuelle Rezension von: Ms_ViolinPrinzessin Dylia, die sich selbst »Prinzessin Insomnia« nennt, ist die schlafloseste Prinzessin von ganz Zamonien. Eines Nachts erhält sie Besuch von dem alptraumfarbenen Nachtmahr Havarius Opal: Der ebenso beängstigende wie sympathische Gnom kündigt an, sie in den Wahnsinn treiben zu wollen. Vorher nimmt er die Prinzessin aber noch mit auf eine abenteuerliche Reise durch die Welt des Denkens und Träumens, die für beide immer neue und überraschende Wendungen bereithält, bis sie schließlich zum dunklen Herz der Nacht gelangen ...
Ich habe sehr lange überlegt, ob ich dieses Zamonienbuch überhaupt lesen möchte, da es extrem gemischte Meinungen hervorgebracht hat. Da ich aber unbedingt mal wieder nach Zamonien wollte und mir so langsam die neuen Abenteuer dort ausgehen, habe ich dann doch mal zugegriffen, um mir selbst ein Bild machen zu können.
Es fällt sofort auf, dass Moers dieses Mal nicht selber für die Illustrationen gesorgt hat. Das Bunte ist für Zamonien total ungewöhnlich, aber wirklich schön.
Allerdings konnte mich die Geschichte kaum packen.Obwohl wir schon von der ersten Seite an mit jeder Menge Wortakrobatik konfrontiert werden, hatte ich dieses Mal wirklich Mühe am Ball zu bleiben und fand sowohl Dylia als auch ihre Wortspielereien meist eher ermüdend. (Ernsthaft, wenn Dylia so sehr unter Schlaflosigkeit leidet, kann ich ihr dieses Buch wärmstens empfehlen, denn ich habe selten mehr als ein Kapitel geschafft, ohne eine Pause einlegen zu müssen, weil ich es dermaßen ermüdend fand.)
Dabei wird es im Verlaufe der Geschichte theoretisch wieder sehr abenteuerlich und gefährlich, aber ich habe mich trotzdem eher gelangweilt, da sich absolut alles immer so extrem in die Länge gezogen angefühlt hat.
Ich weiß nicht, ob es vielleicht daran lag, dass Moers wohl ursprünglich nur eine Kurzgeschichte über Prinzessin Dylia verfassen wollte und das Ganze dann zu sehr aufplustern musste, aber dass ich von den meisten Wortspielen eher irgendwann genervt war und nur noch ans Ende des jeweiligen Kapitels kommen wollte, habe ich bei keinem anderen Moers bzw. Zamonienroman bisher erlebt.
Kürzer wäre hier definitiv einmal besser gewesen.
Fazit: Ich tue mich wirklich ein wenig schwer dieses Buch zu bewerten, denn der Einfallsreichtum, die Wortakrobatik und auch die Illustrationen sind im Grunde wieder grandios, aber es hat sich auch extrem angestrengt und auch anstrengend angefühlt, sodass ich es meist kaum erwarten konnte das Ende eines jeden Kapitels endlich zu erreichen, was ich so noch nie bei einem Zamonienabenteuer erlebt habe. Daher muss ich meine eigentlich 3,5 Sterne ab- statt aufrunden.
- Oliver Sacks
Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte
(152)Aktuelle Rezension von: belli4charlotteIch bin auf das Buch gekommen durch eine neurologische Fortbildung zur Kognition. Denn dieses Buch ist dabei einzigartig gut. Es steckt voller skurriler Fälle und dabei eben mehr als lehrreich.
Das Gehirn als komplexes System voller Irrungen und Wirrungen und das zerbrechliche Sein.
Zum Beispiel gibt es da ein Mann mit medizinisch gesunden Augen und überdurchschnittlicher Intelligenz, der aber nach und nach nach seine Fähigkeit Bilder wahrzunehmen verliert. Was steckt dahinter, zudem er es selbst gar nicht wirklich wahrnimmt. Statt seinen Hut zu nehmen nimmt er den Kopf seiner Frau in die Hand.So auch der Titel des Buches.
Ein anderes Fallbeispiel legt dar, wie es ist, wenn man plötzlich sein eignes Bein als ein fremdes Bein anzieht und es lieber abgeschnitten bekommen will.
Das Leben mit Psychosen, Paresen , Anogsien oder auch anderen hirnorganischen Schäden werden hier unter die Lupe genommen und dabei emotional und nicht nur rein medizinisch betrachtet, so dass es auch Laien möglich ist den einzelnen Geschichten zu folgen und einen Einblick in die Neurologie zu bekommen. Eine Art Fachliteratur in Romanform. Definitiv zu empfehlen.
- Stephen King
Mind Control
(273)Aktuelle Rezension von: JulieFlamingoDies ist der dritte Band der Trilogie und nachdem mich Band 2 nicht ganz abgeholt hat, ist dieser wieder in dir richtige Richtung gesteuert.
Bill Hodges konnte Mr. Mercedes aka Brady Hartsfield nie hinter sich lassen. Nachdem er nun lange Zeit im Koma lag und anschließend nur von sich hin vegetiert hat, hatte sich etwas verändert. Es kam plötzlich zu mehreren Selbstmorden wobei die Personen alle rund um das Attentat zu Schaden kamen. Bei Hodges schrillten die Alarmglocken. Doch Hartsfield lag im Krankenhaus und war vermeintlich nicht in der Lage sich wirklich zu bewegen oder zu sprechen. Wie ist das möglich? Und was haben rosa Fische und eine Spielekonsole damit zu tun?
Leider haben mich die ständigen Erklärungen zu Infos aus den vorherigen Teilen gestört, ich habe immer mal wieder ein paar kleinere Absätze übersprungen.
Das Buch war nicht so gut wie das erste, das hatte mich wirklich gefesselt. Hier waren Dinge oft schnell klar und das Ende war vorhersehbar, dennoch eine Empfehlung, bei der man nichts falsch machen kann, wenn man die ersten Teile schon gelesen hat.
- Daniel Suarez
DAEMON
(310)Aktuelle Rezension von: StephanvaDieses Buch weiß wirklich zu überzeugen. Auch wenn es inhaltlich schon etwas in die Jahre gekommen ist, ist die Idee dahinter sehr spannend. In der Fortsetzung "Darknet" wird die packende Geschichte zu Ende erzählt.
Daniel Suarez zeichnet eindrücklich ein Bild von einer sich verändernden Gesellschaft, wenn der Einsatz von virtueller Realität die "reale" Welt unterläuft. Geschickt erzählt er, wie verschiedene technische Innovationen ganze Gruppen verändern können. Dabei zeigen die verschiedenen Charaktere sowohl die hellen als auch dunklen Seiten der Menschen, die eine solche Veränderung mit sich bringt.
Deamon und Darknet sind eine absolute Leseempfehlung!
- Daniel Kahneman
Thinking, Fast and Slow
(26)Aktuelle Rezension von: Eva_ReichmannIch gestehe offen, dass ich aufgegeben und nur noch durchgeblättert habe. Die Erkenntnisse lassen sich eigentlich in wenigen Seiten auf den Punkt gebracht zusammenfassen - und ja: diese Erkenntnisse sind sicherlich super wichtig.
Aber es sind mir zu viele Details (Details, die unwichtig sind, um nachzuvollziehen, was der Autor sagen möchte), zu viele Beispiele, zu viele Anekdoten in dem Text ... (extrem kleingedruckte 400 Seiten Inhalt ... dazu noch ca. 70 Seiten Anhang).
Vielleicht bin ich damit bei "thinking fast" - ich habs wirklich mit "reading slow" versucht ... hat nicht geklappt. Nicht mein Buch.
- E.O. Chirovici
Das Buch der Spiegel
(363)Aktuelle Rezension von: Gela_HKAls Literaturprofessor Katz ein Manuskript eines Autors in die Hände bekommt, hat es mich sofort gepackt – genau wie ihn. In einem Roman über einen anderen rätselhaften Roman zu lesen, fand ich großartig. Der verschachtelte Aufbau, bei dem sich Fakten und Charaktere nur langsam zusammensetzen wie ein Puzzle, hat für mich einen besonderen Reiz gehabt. Das Manuskript handelt von dem nie gelösten Mord des berühmten Psychologieprofessors Joseph Wieder. Katz vermutet, dass der Autor eine Enthüllungsgeschichte geschrieben hat, um die Tat aufzuklären. Doch dann bricht der Text abrupt ab.
Katz sucht den Autor, nur um zu erfahren, dass dieser bereits nach schwerer Krankheit verstorben ist. Nicht nur Katz will die Wahrheit herauszufinden, meine Neugier wurde auch geweckt. Ein engagierter Detektiv beginnt, die Ereignisse von damals zu rekonstruieren – und je tiefer gegraben wird, desto mehr verschwimmt alles. Genau dieses Gefühl, dass die Wahrheit nicht greifbar war, fand ich spannend.
Dennoch haben mich die verschiedenen Erzählebenen manchmal eher aus der Geschichte herausgerissen, als dass sie mich hineingezogen hätten. Die Perspektivwechsel sind gut konstruiert, aber der Lesefluss litt darunter. Jede Stimme bringt ihre eigene Wahrheit mit und Wahrheit und Lüge lassen sich nicht mehr unterscheiden. Das hält die Spannung hoch, hat aber auch seine Längen.
Die Auflösung kam für mich überraschend und war dennoch gut nachvollziehbar. Ein Kriminalfall der anderen Art, der mit seiner verschachtelten Struktur Aufmerksamkeit fordert. - Manfred Spitzer
Künstliche Intelligenz
(51)Aktuelle Rezension von: Franz_J__Bingenheimer
Spitzers " Künstliche Intelligenz ist ein notwendiges , kritisches Buch, das den Hype um KI hinterfragt und die gesellschaftlichen Schattenseiten beleuchtet . Es ist sehr empfehlenswert für Leser die, die verstehen wollen was KI wirklich macht . Es liefert das nötige Wissen um eine eigene Meinung zur rasanten digitalen Transformation zu bilden.
Das wissenschaftliche Buch hat mir gut gefallen !
- Manuela Macedonia
Beweg dich! Und dein Gehirn sagt Danke
(47)Aktuelle Rezension von: Jana_HomIn diesem Buch wird dem Leser tiefergehendes Wissen im Bezug auf Bewegung und die guten Auswirkungen auf das Gehirn nähergebracht. Es sind zahlreiche interessante Studien enthalten und Erzählungen aus dem Leben und den eigenen Erfahrungen der Autorin. Dieses Buch ist mit zahlreichen Bildern gestaltet. Mich motiviert dieses Buch mich noch etwas mehr zu bewegen im Alltag.
- Joachim Meyerhoff
Hamster im hinteren Stromgebiet
(95)Aktuelle Rezension von: Hubertus_FeldmannWie fragil das Leben ist, wird in diesem fünften Band des begnadeten Erzählers Joachim Meyerhoff äußerst plastisch, aber auch sehr kurzweilig dargestellt. Und zwar, wie gewohnt, anhand eigener in Romanform geschilderter Erlebnisse. Ob man das „Ereignis“ als Schlaganfall, Hirnschlag oder medizinisch korrekt als Apoplex bzw. Apoplexia cerebri bezeichnet, ist jedenfalls nebensächlich, da das Ergebnis im Allgemeinen dazu führen wird, das Leben als das wahrzunehmen, was es ist: äußerst kostbar – weil gleichzeitig so verletzbar.
Allerdings ist der Umgang damit entscheidet dafür, wie ein solcher Einschnitt ins Leben verarbeitet werden kann. Natürlich ist dies abhängig von Ort und Schweregrad eines solchen „Anfalls“. Darin hat der Autor, bei allem Unglück auch ein wenig Glück gehabt; das Kleinhirn ist betroffen und sorgt für so manches Koordinationsproblem im Bewegungsablauf. Aber da der präfrontale Cortex noch einwandfrei funktioniert und auch der Hippocampus mitspielt, kann der Autor auch in dieser Situation in gewohnter Weise, seine Lage analysieren. Dies geschieht teils im Plauderton, teils in recht drastischen Beschreibungen, aber immer so, dass der Ernst der Situation nicht komplett in der Komik verschwindet.
Aber will man es wirklich immer so genau wissen („Ich hatte plötzlich am linken Handballen ein wenig Schei…e.“ […] Ich hoffe im Reifenprofil des Rollstuhls etwas zu finden, doch die Herkunft des Kots blieb mir schleierhaft.“), will man an jedem Fitzelchen seines Lebens (zuhauf Rückblicke en détail) so teilnehmen, als wäre man ein Familienmitglied oder würde hier etwas weniger Drumherum und im Gegenzug ein mehr an Hintergrundinformationen dem Ernst der Situation eher gerecht. Denn schließlich kann es jeden treffen. Und da wäre es ganz gut gewesen, neben all den wichtigen persönlichen Erfahrungen auch etwas mehr über die Erkrankung selbst zu erfahren.
Sprache hilft heilen, so könnte man auch die Quintessenz dieses Buches beschreiben oder mit den Worten des Autors: „Eine Katastrophe wird schon dadurch eine andere, dass die Worte andere sind.“ Dabei hilft das Wienerische offensichtlich kolossal: „‘Da hatten S‘ Glück. Des war ja nur a Schlagerl, das a bisserl bamstig macht.“‘ Neben den anmutigen Teilen der Erzählung finden sich auch immer wieder Sätze, die man gerne festhalten möchte: „Wann war uns das Staunen über den Fortschritt abhandengekommen? Und wann, fragte ich mich, war die Dankbarkeit darüber, dass Dinge funktionierten, zum bloßen Anspruch verkommen?“
Aber vor allem gilt, und das wird in dieser Erzählung besonders deutlich: Es kann jeden treffen – und dann ist es gut, wenn man in einer solchen Situation nicht allein ist auf dieser Welt.
(10.8.2022)
- James Dashner
Die Auserwählten - Phase Null
(230)Aktuelle Rezension von: GotjeIch habe das Buch bis Seite 70 gelesen und dann abgebrochen. Es war mir einfach viel zu langweilig, man hat nichts Neues erfahren, eigentlich wurde nur das was man schon weiß weiter ausgeführt, aber das hat für mich nicht gereicht um bei diesem Buch am Ball zu bleiben. Auch wie die Charaktere geschrieben sind hat mich aufgeregt, aber das ist für mich bei diesem Autor ein altbekanntes Problem, das hatte ich auch schon in der Original-Trilogie und bei Kill Order. Vielleicht lese ich das Buch irgendwann nochmal weiter, aber wahrscheinlich nicht. Es interessiert mich einfach nicht.
- Damir del Monte
Ein Date mit deinem Gehirn
(42)Aktuelle Rezension von: Mirjam_SdunWas macht den Mensch eigentlich aus und welche Rolle spielt das Gehirn als lebendiger Resonanzkörper dabei? Was kann unser Gehirn, wozu künstliche Intelligenz nie in der Lage sein wird? Gehirnforscher Dr. Dr. Damir del Monte hat in seinem Erstlingswerk „Ein Date mit deinem Gehirn“ jede Menge plausible und bildhafte Antworten parat und lädt ein, ihn auf eine Reise durch Synapsen, Sehnsucht und Sinnfragen zu begleiten.
Eine wahnsinnig spannende Angelegenheit und doch hatte ich zunächst wirklich Respekt vor dem Buch und diesem komplexen Thema, dass sich für mich schon in dem aufwendigen Cover widerspiegelte. Trotz vielversprechendem Klappentext, rechnete ich insgeheim doch mit jeder Menge kompliziertem Fachgedöns, biochemischen Vorgängen und Inhalten, die ich nicht einmal würde aussprechen, geschweige denn nachvollziehen können - doch schon auf den ersten Seiten hatte mich der Autor eines Besseren belehrt! Er zeigt nicht nur Feingefühl, sondern hat auch ein großes Talent, komplexe Sachverhalte so mit einer persönlichen Note zu versehen, dass er sie fast schon „unterhaltsam“ und erzählerisch vermittelt. Die Inhalte sind zudem mit solch eingängigen Beispielen versehen, dass sie wirklich verständlich sind und es somit auch große Freude macht ihnen zu folgen.
Fazit: Es ist der reinste Wahnsinn, nach und nach zu begreifen, womit wir Menschen da in unserem Oberstübchen eigentlich ausgestattet sind und es für selbstverständlich hinnehmen, ohne uns größere Gedanken über die Zusammenhänge zu machen! Ich glaube, ich bin noch nie so wissbegierig und begeistert durch ein Sachbuch geflogen - jedes Kapitel stellte sich als noch interessanter, spannender und faszinierender, als das vorausgegangene, heraus und war dabei absolut nachvollziehbar. Ich bin begeistert!
- Andreas Eschbach
Die Abschaffung des Todes
(87)Aktuelle Rezension von: LeseHexe87Stellen Sie sich vor, es wäre möglich, der Sterblichkeit ein Schnippchen zu schlagen. Was wäre Ihnen das wert? Wie weit würden Sie für das ewige Leben gehen? – In knappen Worten ist das die Grundidee hinter „Die Abschaffung des Todes“ von Andreas Eschbach.
Ich habe einige Zeit gehadert, ob ich das Buch überhaupt lesen soll – auch wegen der anfangs kritischen und enttäuschten Rezensionen. Mit dem Hinweis „Lies es einfach wie einen Roman, nicht wie einen Thriller“ gab ich dem Schmöker dann doch eine Chance und wurde positiv überrascht.
Eschbach zeichnet eine gewagte, wenn auch nicht neue Idee, die gesellschaftlich, politisch und medizinisch großes Potenzial für Polarisation und eigene Auseinandersetzung mit dem Stoff bietet: Der Upload des menschlichen Gehirns in eine digitale Umgebung.
Die Idee der „Windover View“, einer nachrichtendienst-ähnlichen Zeitung für Superreiche mit höchst elitärem und selektivem Zugang zu den exklusiv erhobenen Informationen, hat mich sehr angesprochen. Ein solches Medium fände wohl auch im echten Leben viel Anklang und die breite Masse der Weltbevölkerung hätte keine Ahnung, was da eigentlich vor sich geht. – Bei genauerem Nachdenken könnte eine solche Publikation auch heute schon existieren, sicher verborgen vor den Augen der breiten Öffentlichkeit.
Dem allgemeinen Lesevergnügen standen mir zeitweise die zahlreichen Charaktere im Wege, die gut auch hätten reduziert werden können, um der Leserin / dem Leser den Überblick etwas zu erleichtern. Auch waren mir persönlich zuweilen die medizinischen Ausführungen für eine belletristische Lektüre zu ausführlich, auch wenn es auf die Glaubwürdigkeit des Unterfangens und der grundsätzlichen Machbarkeit der Idee einzahlt.
Unter dem Strich eine gelungene Lektüre, wenn auch sicherlich kein Thriller, wie die Angabe auf dem Titel verspricht. Mit der Erwartungshaltung an einen in Teilen durchaus spannenden Roman decken sich, meiner Einschätzung, Inhalt des Buches und die Erwartungshaltung der Leser:innen deutlich besser.
- Dr. Peter Vajkoczy
Kopfarbeit
(21)Aktuelle Rezension von: Sandra1975
Ich habe das Buch mit der grössten Faszination gelesen. Als Germanistin hätte ich nie gedacht, dass ich mir jemals ein Buch zulege, in dem es um Operationstechniken geht, wo das OP-Besteck minutiös beschrieben wird und man es mit Menschenschicksalen zu tun bekommt, die unter die Haut gehen.Das Buch besticht durch die Haltung des Chirurgen zu seinem Fach, die in der Detailtreue der Schilderungen durchdringt. Man hat es hier mit jemandem zu tun, der dem Dünnsten und Zerbrechlichsten des menschlichen Körpers mit Ehrfurcht begegnet.
Die Demut des Chirurgen sowie dessen Entmystifizierung - ein Leitmotiv des zügig, aber dennoch sorgfältig verfassten Textes, den man besser mehrmals lesen sollte.
Während der ersten Lektüre hatte ich als Nichtmedizinerin den Impuls vorzublättern, wenn es medizinisch zu sehr ins Detail ging. Doch dann nahm ich das Buch ein zweites, ein drittes und ein viertes Mal in die Hand und las die einzelnen Schritte der Operationen als eine Art Meditation, in die auch der Chirurg während eines Eingriffs gerät.
Hier wird nichts nach Schema F vollzogen, jeder Schritt ist wohlüberlegt und zugleich intuitiv, geführt von der Notwendigkeit der jeweiligen Umstände. Das Gehirn gibt den Ton an. Der Arzt öffnet den Schädel, danach weiss er nicht, was ihn erwartet - eine Gefässverzwickung, die auf dem Röntgenbild nicht zu sehen war, eine unerwartete Blutung, eine Gefässwand, die sich zu schnell verhärtet und das Nähen unmöglich macht.Der Chirurg ist hier nicht über die Natur erhaben, vielmehr stellt er sich ihr, wie ein Feuerwehrmann, der einen Waldbrand zu löschen versucht, ohne Scheu, das eigene Leben dabei auf Spiel zu setzen.
Professor Vajkoczy beschreibt eindrücklich, wie auch der Chirurg der Leidtragende ist. Den Tod eines Patienten, um dessen Leben man nächtelang gerungen hat, gilt es zu verarbeiten. Durch Fehleranalyse im Team. Durch Selbstreflexion. Eine sanfte und gutgemeinte Berührung kann eine fatale Kettenreaktion zur Folge haben. Das hat man weder beabsichtigt noch kommen sehen. Es geht nicht spurlos am Menschen Vajkoczy vorbei. Und das, schreibt er, ist eine Haltung, die es zu kultivieren gilt. Das Talent, die Gefühle an sich heranzulassen. Nicht abzustumpfen, sondern empfänglich zu sein für die Reise ins eigene Innere, auf die einen die Operation am Gehirn mitnimmt. Dieses Talent will genauso diszipliniert erlernt werden wie das Führen des Messers und das Bedienen des Bohrers. Talent, so lässt Vajkoczy durchblicken, geht mit Leidensfähigkeit um eines höheren Zwecks willen einher. Hier geht es um das Leben des Patienten, seiner Angehörigen und nicht zuletzt auch um den Einsatz vieler Menschen.
Bis zu zehn Menschen bringen ihre Fähigkeiten im OP ein, davor beginnt die Vorbereitung schon bei der Frage nach korrekten Auswertung der Röntgenbilder. Auf den Eingriff folgen Visite, Reha und die Wiedergewinnung des Alltagslebens. Die OP ist keine auf eine sonstige Problematik aufgepfropfte Behandlung, wie im Falle einer Grippe, die kommt, behandelt wird und vergessen geht. Die OP ist eingebettet in ein komplexes Gefüge zwischenmenschlicher Beziehungen, vor und nach dem Eingriff an sich.
Es ist diese wohlproportionierte Mischung aus fachlichem Wissen und Können sowie die Ermahnung, über die Beherrschung der Instrumente, die Menschlichkeit nicht zu verlieren, die das Buch für mich zum Wertvollsten macht, was ich in letzter Zeit gelesen habe. Ein Korrektiv für uns alle, in dieser emotional abgebrühten Welt des 21. Jh.
- Christiane Stenger
Lassen Sie Ihr Hirn nicht unbeaufsichtigt!
(38)Aktuelle Rezension von: jackdeckZu allererst möchte ich erwähnen, dass das Buch eine schöne Aufmachung hat und sich nach etwas Einlesezeit sehr gut lesen lasst. Mir persönlich fehlt trotzdem bessere konkretere Anweisungen wie man tatsächlich sein Gehirn "auf Vordermann" bringen kann. Christiane Stenger gelingt es sehr schön mit ihrem gewähltem Beispiel, das Gehirn mit einem Aquarium gleichzusetzen, die Vorgänge zu beschreiben und zu verdeutlichen. Außerdem beschreibt Sie auch Methoden um Aufgaben besser und schneller zu erledigen. Zusammenfassend zu sagen ist das Buch trotzdem eine Kaufempfehlung für Leser, die sich für das Vorgehen im Gehirn interessieren und ihre Genialität verbessern möchten. (Ohne zu viel zu erwarten.)
- Ian McEwan
Saturday
(265)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderHenry Perowne ist 48 Jahre alt und führt ein erfülltes und erfolgreiches Leben. Als Neurochirurg ist er überall bekannt, er liebt seine Frau wie am ersten Tag und seine beiden hochbegabten Kinder machen ihm nur Freude. Am Samstag, den 15. Februar 2003, als die größte Friedensdemonstration Londons läuft, schrammt er ein anderes Auto. Zunächst fährt er weiter, als er stehen bleibt warten die drei Insassen des anderen Fahrzeuges schon auf ihn. Es entbrennt ein Streit, der Henrys Leben für immer verändern wird. Ein herausragendes Portrait eines Menschen unserer Zeit, der alles hat, dem jedoch durch einen dummen Zufall sein ganzes Weltgefüge einzustürzen droht. Ein Tag, ein Schicksal,ein wunderbares Buch.
- Susan Kaye Quinn
Open Minds
(107)Aktuelle Rezension von: anra1993
Diese Reihe habe ich schon sehr lange ins Auge gefasst und habe mich sehr darüber gefreut, als mich der deutsche Übersetzer Michael Drecker angeschrieben hat, ob ich nicht Lust habe, Band 1 zu lesen. Das konnte ich natürlich nicht verneinen. Wie der englische Schreibstil der Autorin ist, kann ich nicht vollständig bewerten. Jedoch gefällt mir die deutsche Übersetzung gut, auch wenn es an der einen oder anderen Stelle Stolperfallen gab. Die Handlungen sind gut nachvollziehbar und bildlich, sodass ich mir alles gut vorstellen konnte.
Als Protagonistin durfte ich Kira begleiten, eine Null. Null nicht im Sinne ihrer Intelligenz, denn die ist zweifelsohne vorhanden. Sondern sie kann nicht wie fast alle anderen Gedanken lesen. Dies macht ihr Leben nicht gerade leicht, denn ihre Mitschüler und Lehrer kommunizieren überwiegend per Gedanken. Wie soll sie so im Unterricht mitkommen? Aber was wäre, wenn sie zu viel mehr bestimmt ist, als nur zum Gedankenlesen? Was wäre, wenn sie stattdessen die Gedanken und Handlungen beeinflussen kann? Hier kommt das sogenannte Mindjacking ins Spiel. Was es damit auf sich hat, müsst ihr jedoch selbst herausfinden. Kiras Handlungen waren mir jedoch manchmal etwas zu unbedacht und nicht immer nachvollziehbar. Vielleicht hat sie in manchen Dingen etwas über reagiert und ich frage mich, ob man im Realen wirklich so agieren würde.
Simon, der das gleiche Schicksal wie Kira trägt, war mir direkt unsympathisch. Seine Art und sein Machtausnutzen hat mich schirr unfassbar zurückgelassen. Ich denke, dass ich auch in den nächsten Bänden nicht mit ihm auf einer Wellenlänge schwimmen werde.
Die Idee der Geschichte hat mir wahnsinnig gut gefallen. Das Gedankenlesen ist sicherlich kein neuer Aspekt, aber im Zusammenhang mit dem Gedankenbeeinflussen habe ich noch keine Geschichte gelesen. Meist wurde alles gut umgesetzt, aber es gab auch einige zähe Stellen. Die Autorin beginnt, Kira vorzustellen und die Tücken einer Null aufzuzeigen. Nach und nach offenbart sie die wahre Begabung von Kira, um sie dann in richtige Gefahr zu bringen. Die vielen spannenden Stellen lassen aber über die einigen zähen Stellen hinwegsehen. Viel schlimmer war für mich die Beziehung zwischen Kira und ihrem Schwarm Raf, die einfach zu aufgesetzt und zu viel war. Sicherlich ist die Beziehung nicht leicht, jedoch ist sie für mich etwas unpassend. Mir wäre es lieber gewesen, die Autorin hätte sich auf eine Handlung fokussiert und die Liebe außer Acht gelassen.
Besonders gut gefallen haben mir die Wendungen und die unerwarteten Ereignisse. Hiervon gab es sehr viele und ich wusste bis zum Ende nicht, wohin mich die Geschichte bringen wird und was mich erwartet. So bin ich doch sehr gespannt auf den nächsten Teil und wünsche euch viel Spaß mit der Geschichte, falls ihr vorhabt sie zu lesen.
- Andreas Kohn
Zombiecalypse 2
(11)Aktuelle Rezension von: AmberStClairKlappentext:
Das Virus scheint dank eines Signaltons auf 1412 MHz unter Kontrolle zu sein. Doch woher stammt das Wissen darum? Und wie kam es überhaupt zu einem Ausbruch?
Justin Ward könnte diese Fragen beantworten. Er gehört einer Gruppe von britischen Wissenschaftlern an, die bereits seit Jahrzehnten versucht, hinter dieses Geheimnis zu gelangen. Nach der Katastrophe flieht er aus der indischen Stadt Jodhpur. Bei einem Zwischenfall wird Ward klar, dass sich das Virus verändert hat, denn einige Zombies sind immun gegen die VHF-Strahlung, sehr viel schneller und intelligenter.
In der Zitadelle Spandau gibt es dagegen ganz andere Probleme. Ein unerwarteter Besuch stellt unerfüllbare Forderungen, die erst zur Nebensächlichkeit werden, als das neue Virus auch Berlin erreicht.
Meine Meinung:
Ich hatte den ersten Teil nicht gelesen und kam am Anfang dieser Geschichte ein wenig schlecht rein. Aber da der Autor einige Rückblenden aus dem ersten Teil gemacht hatte konnte man sich das ganze gut zusammen reimen.
In allem hat das Buch mir gut gefallen. Der Autor hat einen sehr flüssigen Schreibstil und man konnte sich die einzelnen Personen gut vorstellen die darin vor kamen. Auch die ganzen Szenen waren interessant zu lesen und ziemlich nachvollziehbar. Irgendwie auch authentisch war diese Geschichte, denn man weiß nie was wirklich in der Zukunft noch passieren kann.
Ich könnte mir gut vorstellen auch den dritten Teil zu lesen, da man doch eigentlich wissen möchte, ob die Menschheit den Virus bekämpfen konnte.
- Ali Hazelwood
Love on the Brain (English Edition)
(83)Aktuelle Rezension von: Charlie123Ich habe das Buch als Audiobook in Englisch (auf spotify) gehört.
Ich fande es zu Beginn irgendwie…vorhersehbar (Spoiler!: der extreme „Hass“ der so leidenschaftlich ist, dass es nur Liebe sein kann und auch mit @WWMD). Überraschend fande ich aber die Tiefe der Beziehung und auch, dass die 7h hören bis zur ersten Annäherung sehr schnell vergingen. Besonders ihr Missverständnis aber auch wie er sich einfach so sanft um ihn kümmert war so…mitreißend.
Ein Buch, dass einen zum kichern bringt.
- David Eagleman
The Brain
(26)Aktuelle Rezension von: kleinstadtstudentiin„The Brain“ ist ein bemerkenswertes Buch über das komplizierteste und beeindruckendste Organ, das die Natur je hervorgebracht hat - das Gehirn. In „The Brain“ beschreibt der renommierte Neurowissenschaftler David Eagleman die Entwicklungen und Prozesse unseres Gehirns von der Kindheit bis ins Erwachsenenalter hinein, und geht auf verschiedene Themen wie z.B. optische Täuschungen und Erkrankungen ein.
Obwohl es sich hierbei um ein an sich sehr komplexes Fachgebiet handelt, führt David Eagleman seine Leser*innen auf eine sehr spannende und laiengerechte Weise an das Thema heran und vermittelt gleichzeitig grundlegende Informationen über das Gehirn, ohne mit seiner Informationsdichte erschlagend zu wirken. Eine klare Leseempfehlung!
- Toni Pizzecco
Mensch bleiben im digitalen Chaos
(9)Aktuelle Rezension von: strickleserlDer sympathische Arzt Toni Pizzecco erlebt wie ein junges Mädchen, Maria, das er von klein auf kennt, immer depressiver wird. Sie findet nicht mehr die Kraft aufzustehen. Aus dem fröhlichen Mädchen ist eine 16jährige geworden, die nicht mehr mit dem Leben zurechtkommt.
Bei einem Hausbesuch stellt der Doktor verwundert fest, wie sich das traurige Mädchen an sein Smartphone klammert. Sie will nichts verpassen. Die schönen Bilder ihrer Freundinnen stürzen sie aber erst recht in eine Depression. Sie kann mit dieser glanzvollen Welt nicht mehr mithalten, doch loslassen kann sie sie auch nicht.
Wegen seinem aufrüttelnden Erlebnis mit Maria, beschäftigt sich der Autor voller Sorge mit den Folgen der digitalen Medien auf Psyche und Gesundheit. Das Ergebnis ist erschreckend, darum richtet er sich mit diesem Buch in erster Linie an Eltern, damit sie sich der Gefahr bewusstwerden und eingreifen.
Im ersten Teil des Buchs klärt er den nichtkundigen Leser über die digitale Welt auf. Er befragt Maria und ihre Schwester über ihre Lieblings-Apps, und gibt dem Leser einen Überblick über die wichtigsten sozialen Treffpunkte im Netz. Dann geht er auf die Gefahren des Internets ein. Dabei betont er immer wieder, dass er die neuen technischen Entwicklungen dankbar nutzt. Er ist kein Hasser, aber er warnt vor einem unvorsichtigen Umgang mit den neuen Medien.
Es geht um gezielte Werbung, vertane Lebenszeit, den Vergleich mit optimierten Online-Vorbildern und mehr. Die vielen Beispiele rütteln den Leser auf. Lustige Zeichnungen lockern den Text auf.
In einem kürzeren zweiten Teil fragt sich der Autor, wie ein vernünftiger Umgang mit dem Smartphone gelingen kann. Toni Pizzecco hat mehrere praktische Vorschläge, die sich leicht umsetzen lassen. Ein Schwerpunkt liegt auf Ratschläge für das Gespräch mit Jugendlichen, denn es ist dem Autor ein großes Anliegen, dass Eltern nicht gleichgültig zusehen, wie ihr Nachwuchs vor dem Smartphone versumpft.
Fazit: Ein sehr wichtiges und wertvolles Buch, mit vielen Informationen und guten Ratschlägen für einen vernünftigen Umgang mit den digitalen Medien. Unterhaltsam geschrieben, macht dieses Buch nicht nur auf die Not aufmerksam, sondern bietet auch gute und leicht umsetzbare Vorschläge für einen bewussten Umgang mit den Medien. Sehr empfehlenswert, nicht nur für Eltern!
- Eva Siegmund
H.O.M.E. - Das Erwachen
(200)Aktuelle Rezension von: Sandra8811Warum habe ich mich für das Buch entschieden?
Ich hatte vor ein paar Jahren eine Zeit, in der ich gerne Dystopien gelesen habe. In dieser Zeit kam auch dieses Buch raus, dann landete es allerdings auf dem SUB und eine Leseflaute verhinderte, dass ich es schnell gelesen habe.Cover:
Das Cover ist so ein Cover, das man sich immer wieder anschauen muss. Die beiden auf den Kopf gestellten Welten sind wirklich absolut gegensätzlich und sehen cool aus. Mir gefallen auch die Details darin. Sie passen perfekt zum Inhalt.Inhalt:
Zoë hat das perfekte Leben als Kapitänin für eine Sondermission in einer Eliteakademie. Auch ihre große Liebe Jonah hat sie bereits gefunden. Als sie dann plötzlich im Krankenhaus liegt und ihr die Ärzte sagen, sie sei 12 Jahre im Koma gelegen, zweifelt sie an ihrer Vergangenheit. Gemeinsam mit ihrem Bruder Tom und dessen Freund Kip gehen sie den seltsamen Ereignissen rund um ihr Koma auf den Grund.Handlung und Thematik:
Ich dachte eigentlich, dass es die meisten Dystopien schonmal irgendwo gab, aber diese hier ist doch irgendwie besonders. Es erinnert zwar minimal an Matrix, aber dennoch hat Eva Siegmund hier eine komplett neue Welt geschaffen. Der Krieg um das Wasser ist gar nicht so abwegig und auch die Kinder die ins Koma fallen passen gut rein. Die Story ist rund und super spannend. Vielleicht an manchen Stellen nicht ganz realistisch, aber da kann man schonmal ein Auge zudrücken. Der Cliffhanger am Ende ist fies und ich habe mir bereits den zweiten Teil bestellt.Charaktere:
Zoë ist eine starke junge Frau, die alles hatte und nun darum kämpft, sich in einer für sie fremden Welt zurechtzufinden. Sie akzeptiert schnell, dass sie sich an manchen Stellen fügen muss, jedoch kämpft sie weiterhin dafür, sich selbst ein Bild von der Realität zu machen. Tom mochte ich direkt auf Anhieb. Er ist wirklich ein kuscheliger großer Bruder und genau das was Zoë braucht. Kip ist ein bisschen eigen, aber auch nur, weil die Vergangenheit ihn dazu gemacht hat. Er schafft es, sich durchs Leben zu kämpfen und hat durch Zoë mehr Mut dazu gefasst. Ich finde die Dynamik der drei perfekt und bin schon gespannt, wie andere Charaktere aus der Fortsetzung in dieses Bild passen. Auch die Nebencharaktere hatten die notwendige Tiefe.Schreibstil:
Bisher kannte ich noch kein Buch von Eva Siegmund, aber es war sicher nicht das letzte. Ihr Schreibstil ist leicht zu lesen und die Seiten flogen nur so dahin. Das Worldbuilding und der Plot gefielen mir auf Anhieb. Wenn überhaupt dann hätte ich nur Ähnlichkeiten zu Matrix erkannt. Es ist wirklich etwas Besonderes. Durch die bildlichen Beschreibungen kann man sich super gut hineinversetzen. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und der Cliffhanger am Ende sorgt dafür, dass ich unbedingt wissen muss, wie es weitergeht bzw. endet. Ein rundes Gesamtpaket!Persönliche Gesamtbewertung:
Eine überraschend ausgefallene Dystopie die mich direkt gepackt hat. Geniales Worldbuilding und tolle Charaktere. Von mir gibt’s ne Leseempfehlung für Dystopie-Fans.Serien-Reihenfolge:
1. H.O.M.E. – Das Erwachen
2. H.O.M.E. – Die Mission























