Bücher mit dem Tag "geiselnahme"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "geiselnahme" gekennzeichnet haben.

240 Bücher

  1. Cover des Buches Amokspiel (ISBN: 9783945386378)
    Sebastian Fitzek

    Amokspiel

     (2.192)
    Aktuelle Rezension von: Svenja_Blue

    „Amokspiel“ von Sebastian Fitzek ist ein Thriller. Es ist das zweite Buch das ich von Fitzek lese und wird definitiv nicht das letzte sein 😉

    Worum es geht, kann man im Klappentext ja nachlesen, deswegen gehe ich sofort zur eigentlichen Rezension weiter.


    Cover

    Das Cover ist in Ordnung. Es gibt wenig vom Inhalt preis und bleibt insgesamt sehr vage. Vielleicht etwas zu vage weil es im Meer der Thriller Cover untergeht. Zur Stimmung des gesamten Buches passt es nicht so recht. Etwas wie ein Radiopult oder Ähnliches mit einer Pistole hätte ich passender gefunden.

    Inhalt

    Als Leser folgt man Ira Samin. Seit dem Selbstmord ihrer Tochter Sara und dem Bruch mit ihrer zweiten Katharina, Kitty, ist die Kriminalpsychologin und Verhandlungsführerin ein Wrack - körperlich und vor allem mental. Sie ist Alkoholikerin und ist fest entschlossen, den Abzug zu drücken und ihr Leben so zu beenden. Die Geiselnahme im größten Berliner Radiosender durchkreuzt diesen Plan allerdings, denn der Geiselnehmer weigert sich, mit jemand anderem zu verhandeln als ihr.

    Und als Ira dann auch noch erfährt, dass ausgerechnet Kitty sich im Radiosender vor Jan May versteckt, wird dieser Fall plötzlich eine sehr persönliche Geschichte für sie. Jan verlangt etwas Unmögliches als Gegenleistung für die Freilassung der Geiseln. Ira macht sich auf eine Schnitzeljagd und kommt dabei einer Verschwörung auf die Spur. Aber die Zeit drängt. Für jeden.

    Insgesamt fand ich die Geschichte interessant. Das Konzept war auch spannend, daher habe ich mich sehr gefreut, das Buch zu lesen. An manchen Stellen waren mir die Details etwas zu technisch, aber allem in allem hat mich das Buch wirklich packen können.

    Die Charaktere sind auch sympathisch (größtenteils jedenfalls) und selbst Jan konnte ich leiden (das war hoffentlich so beabsichtigt 😅).

    Was die Plottwists betrifft, wurde ich auch nicht enttäuscht. Dass der Fall nicht so einfach ist, habe ich mir natürlich schon gedacht, aber die Wendungen im letzten Viertel des Buches haben mich schon überrascht.


    [Spoiler]
    Dass Jan Recht hatte und Leonie tatsächlich nicht tot war, habe ich mir schon gedacht. Die Zusammenhänge habe ich allerdings nicht kommen sehen. Und auch die Sache mit der Mafia war clever eingefädelt.

    Götz‘ Verrat fand ich traurig und auch etwas zu leicht. Da hätte ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht.

    [Spoiler Ende]


    Schreibstil

    Der Schreibstil ist in Ordnung. Es liest sich flüssig und leicht, auch wenn es an manchen Stellen arg technisch wird. 

    Man merkt, wie sich Fitzeks Schreibstil seit diesem Buch entwickelt hat und dass er „Amoklauf“ noch recht früh in seiner Laufbahn geschrieben hat.

    Charaktere

    Ira Samin ist zu Beginn nicht wirklich sympathisch. Aber sie schafft es, dass man im Laufe des Buches warm mit ihr wird. Sie hat eine Menge durchgemacht und da kann man ihr nicht verübeln, dass sie so ist, wie sie nun ist. Sie hat eine Menge einstecken und verdauen müssen, was als Mutter schwer zu verkraften ist. Die ganzen Probleme haben dazu geführt, dass sie Alkoholikerin wurde und nur noch wirklich funktionieren kann, wenn sich Alkohol in ihrem Blut befindet. Sie ist nicht dumm und hinter ihrer kühlen Fassade verbirgt sich eigentlich eine gebrochene Frau und Mutter, auf der Suche nach der Antwort auf das „Warum?“.

    Jan May ist Psychologe und hochintelligent. Er wird als charismatisch und gewöhnlich beschrieben, was ihn laut  SEK  so gefährlich und unberechenbar macht. Ira merkt jedoch schnell, dass er nicht irre ist. Ich mochte ihn tatsächlich, besonders weil er im späteren Verlauf dann auch noch eine Seite zeigt, die ihn menschlich macht - etwa als es Tote gibt. Da merkt man, dass er das Ganze eigentlich nicht tun möchte.

    Götz ist ein enger Vertrauter von Ira. Oder war es zumindest, bis zu dem Zeitpunkt wo Iras Welt zusammengebrochen ist. Er ist ein interessanter Charakter, wenn auch späterhin etwas zu oberflächlich finde ich.

    Diesel mochte ich tatsächlich am liebsten. Seine Art und Persönlichkeit hat mir gut gefallen. Schade, dass man von ihm nicht mehr lesen konnte. Da hätten einige Seiten mehr bestimmt nicht geschadet.

    Fazit

    Ein spannender Thriller mit tollen Charakteren, einem interessanten Konzept und überraschenden Wendungen, bei dem es sich lohnt, ihn zu lesen. Für diejenigen, die Fitzek mögen, ist es sowieso eine glatte Empfehlung.

  2. Cover des Buches Night Falls. Du kannst dich nicht verstecken (ISBN: 9783548287553)
    Jenny Milchman

    Night Falls. Du kannst dich nicht verstecken

     (198)
    Aktuelle Rezension von: Prinzesschn

    Sandra alias Sandy scheint ein perfektes Leben zu haben. Ein Traumhaus mitten in der Natur. Einen Mann, der sie auf Händen trägt. Eine 15-jährige Tochter, ihr großes Glück. Bis aus dem Traum ein Alptraum wird: Zwei Fremde dringen in ihr Haus ein, schlagen ihren Mann brutal nieder und nehmen Mutter und Tochter als Geiseln. Draußen tobt ein Sturm. Es gibt keinen Ausweg. Schon gar nicht für Sandra. Denn sie kennt einen der Männer — und wollte ihn um jeden Preis vergessen.

    Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven und auf mehreren Zeitebenen geschrieben. An sich eine gute Sache, um einen allumfassenderen Blick für die Ereignisse, Hintergründe und vor allem Zusammenhänge zu bekommen. Nach und nach werden die einzelnen Erzählfäden zusammengewoben und bilden am Ende ein vollständiges Bild.
    Was mir leider gar nicht gefallen hat, war die Perspektive des Hundes, da diese für mich die komplette Spannung und Seriosität genommen hat. Schade.

    Die Charaktere waren so weit wie nötig beschrieben, um Einblicke in ihre Gefühlswelt zu bekommen und Handlungen nachvollziehbarer zu machen.
    Was mir jedoch total fehlte: Der Punkt, an dem Sandra verstand, um wen es sich bei einem der Männer handelt. Die Fäden wurden nach und nach zu einem Strang genommen, jedoch fehlte jeglicher Aha-Moment bei ihrem Charakter. Von einer auf die andere Seite wurde es als Fakt hingenommen, wer der Peiniger ist, was für mich absolut nicht nachvollziehbar war.

    An sich eine gute Idee, jedoch konnte mich die Geschichte leider nicht wirklich umhauen. Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass sich dieser einzelne Tag über knapp über 300 Seiten zog oder ob einfach die Würze bzw. die Spannung fehlte. Ich konnt einfach nicht warm werden.

  3. Cover des Buches Das Lied von Eis und Feuer 02 (ISBN: 9783442267811)
    George R. R. Martin

    Das Lied von Eis und Feuer 02

     (1.973)
    Aktuelle Rezension von: AmirasBibliothek

    Tja, da stehe ich jetzt wieder ein paar Monate später und wahrscheinlich schon näher dran, den dritten Teil zu lesen und ärgere mich wieder mal, dass ich nicht schneller war. Aber ich habe gerade freudig festgestellt, dass ich in weiser Voraussicht das Ende direkt danach bereits zusammengefasst habe. Puh!


    Ich muss mir (inzwischen sind nochmal einige Wochen und Monate vergangen) jetzt was zusammenreimen bezüglich meiner Leseerfahrung. Ich hatte auf jeden Fall Spaß und direkt danach Lust auf mehr. Aber wie das immer so ist bei mehreren Handlungssträngen, hält man sich in dem einen lieber auf als in dem anderen. Das war hier auf jeden Fall auch so.

    ...


    Okay, mittlerweile sind wieder einige Monate ins Land gezogen und ich will morgen früh tatsächlich den dritten Teil beginnen. Das bringt mich jetzt natürlich wirklich in eine verzwickte Lage. Zum einen weil ich mich nicht mehr an viel erinnere und echt froh bin, dass ich die Kammer der vergessenen Romanenden ins Leben gerufen habe. Zum anderen weil ich den dritten Teil frei von Altlasten beginnen will. Anderseits ist es natürlich sehr passend, dass ich gerade jetzt (an Neujahr, auf die guten alten Vorsätze) wieder den Blog zum Leben erwecken will. Und jetzt kann ich eine ehrliche, und vermutlich auch sehr kurze Rezension darüber schreiben, was wirklich noch hängen geblieben ist.


    Also, was ich noch weiß: Ich wollte damals am liebsten direkt den dritten Teil lesen. Aber eigentlich hat sämtliche Figuren nur ein Schicksalsschlag nach dem anderen ereilt. Komisch, dass überhaupt irgendjemand Gefallen an der Reihe hat. Ein größeres Kompliment kann man einem Autoren wahrscheinlich nicht machen.


    Ich belasse es bei diesem Schlusswort.


    PS: Danke an das voraussschauende Vergangenheits-Ich. Dank der liebevollen Notizen kann ich darauf schließen, dass die Spannung vor allem auch durch die zarten Vorausdeutungen und grotesk poetische Sprache erzeugt wurde.


  4. Cover des Buches Ewige Schuld (ISBN: 9783596298020)
    Linda Castillo

    Ewige Schuld

     (130)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87

    Kate wird von einem geflohenen Gefangenen als Geisel genommen, doch da die beiden sich schon seit Kindheitstagen kennen, vertraut der Geiselnehmer Kate und bittet sie seinen Fall noch einmal aufzurollen, denn er beteuert unschuldig zu sein. 

    Die Geschichte war definitiv mal was anderes als die sonstigen Kate Burkholder Fälle und hier schwang gerade zum Ende eine ordentliche Portion Melancholie mit.

    Die Geiselnahme und das drumherum war eigentlich schon das spannendste am ganzen Buch und das war am Anfang des Buches. Der Verlauf war dann deutlich weniger spannend, bis dann das Ende kam, was einen irgendwie wütend und traurig zurück gelassen hat.

    Alles in allem war das gute Unterhaltung, auch wenn hier ein wenig die Spannung fehlte.

  5. Cover des Buches Ausgelöscht (ISBN: 9783404169399)
    Cody McFadyen

    Ausgelöscht

     (1.611)
    Aktuelle Rezension von: Nala73

    wobei ich die ständige Bedrohung der Hauptfigur schon etwas übertrieben finde

  6. Cover des Buches Entsetzen (ISBN: 9783442374779)
    Karin Slaughter

    Entsetzen

     (444)
    Aktuelle Rezension von: Ellen784

    Hallo ihr Lieben, 

    den einen Stern gibt es tatsächlich nur für das Gefecht am Anfang. Die ersten Seiten waren doch noch unterhaltsam und dann ging es steil, steiler Bergab. Wer hat nur den ersten Teil geschrieben?!
    In diesem Teil wird ein junges Mädchen entführt. Das gaaaannnnzzzzzeeee Buch über wird sie gesucht. Dann bums gefunden und Zack Ende.
    Die gefühlten 2800 Seiten dazwischen, für mich völlig überflüssig. Leider rein gar nichts von der Spannung und dem Sexappeal des ersten Bandes. Dennoch gebe ich dem dritten Teil eine Chance…

  7. Cover des Buches Black Memory (ISBN: 9783453418332)
    Janet Clark

    Black Memory

     (94)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Eine Ärztin, die sich an jedes Detail ihrer Ausbildung erinnern kann, aber nicht an ihren Namen und auch nicht an das Verbrechen, das sie begangen haben soll.
    Als Clare orientierungslos auf einem Boot vor der indonesischen Küste erwacht, wird sie verhaftet. Sie soll ein kleines Mädchen entführt haben. Nur durch den Einsatz eines Mannes, mit dem sie angeblich verheiratet ist, kommt sie frei.
    Zurück in London begreift sie, dass der Schlüssel zu dem Schicksal des vermissten Mädchens in ihrer Erinnerung vergraben ist. Doch diese ist verschüttet - von einem Trauma, so extrem, dass sich Clare mit einem völligen Blackout schützt. 

    „Black Memory“ von Janet Clark war ein echtes Erlebnis! Der Thriller ist von Anfang bis Ende spannend, verwirrend, rätselhaft, tiefgründig und hochinteressant, was die wissenschaftlichen Aspekte angeht, die hier behandelt werden. 
    Ich habe mit der Hauptprotagonistin richtig mitgelitten, denn wie furchtbar muss es sein, wenn man sich an schlichtweg nichts mehr erinnern kann und nicht einmal weiß, wer man selbst ist. 
    Und das schlimmste an der ganzen Sache, Clare kann niemandem trauen, keiner scheint wirklich ehrlich zu ihr zu sein und das macht es absolut für sie nicht besser. Es wird mit dem Fortschreiten der Geschichte immer schwieriger herauszufinden, wer Freund und wer Feind ist. 

    „Black Memory“ von Janet Clark kriegt von mir eine absolute Leseempfehlung! Das Buch war einfach klasse und Thriller-Fans kommen hier meiner Meinung nach definitiv auf ihre Kosten! 
  8. Cover des Buches Der Funke des Lebens (ISBN: 9783570102381)
    Jodi Picoult

    Der Funke des Lebens

     (78)
    Aktuelle Rezension von: Scholu

    Ich lese die Bücher von Jodi Picoult sehr gerne, man merkt, dass sie immer viel und gut recherchiert für ihre Themen.

    Dieses Buch hat mich leider etwas enttäuscht.

    Es handelt von einer Geiselnahme in einem sogenannten "Center", einer Klinik die auch Abtreibungen durchführt. In Amerika ist dieses Thema ja immer noch heiß diskutiert und hätte daher so richtig Potenzial gehabt.

    Der zeitliche Ablauf ist hier rückwärts angesiedelt (jeweils im Stundentakt), so dass man quasi direkt am Anfang weiß, wer überlebt. Das heißt, die Spannung fehlt gewissermaßen. Man lernt zwar die Personen etwas besser kennen und weiß dann, was sie am Anfang des Tages in diese Klinik geführt hat, aber im Grunde fehlt ihnen ein Ende. Ein absoluter Minuspunkt für mich ist, dass die Hauptfiguren sehr blass bleiben und ich nicht nachvollziehen kann, wieso sie so handeln wie sie es tun, allen voran der Geiselnehmer. Der Schreibtstil ist gut, so wie immer bei J. Picoult, aber leider ist die Geschichte mit diesem Thema ungewöhnlich platt. Es gibt zwar einen Epilog, der dann am Ende des Tages spielt, aber leider bezieht sich dies nicht auf alle Personen, so dass die meisten von ihnen ein Open End haben.

    Frau Picoult kann es normalerweilse besser, schade! Wer noch nichts von ihr kennt, sollte lieber zu einem anderen Buch von ihr greifen, zB "19 Minuten" oder "Zerbrechlich".

  9. Cover des Buches Er will dein Herz (Ein Marina-Esposito-Thriller 7) (ISBN: 9783548290454)
    Tania Carver

    Er will dein Herz (Ein Marina-Esposito-Thriller 7)

     (105)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah


    Im bereits 7. Fall für Brennan und Esposito hat sich Tania Carver wieder eines wichtigen  gesellschaftliches Themas angenommen – Gewalt gegen Frauen. Ist das nicht schon schlimm genug tritt jetzt ein Mörder auf den Plan, der eben diese Frauen, die in einem Frauenhaus Schutz suchen wollen, tötet. Neben dieser Thriller-Handlung gibt es einen weiteren Erzählstrang, der sich mit den privaten Problemen der beiden Hauptfiguren befasst. Seit den Vorkommnissen im letzten Teil gehen sie getrennte Wege, womit Phil allerdings überhaupt nicht klar kommt und ungewohnt Fehler bei der Arbeit macht. Durch diesen sehr vordergründigen Handlungsstrang hat in meinen Augen der eigentliche Fall viel an Brisanz verloren und auch die Profiling-Seite kommt nicht so zum Tragen. Eigentlich schade, hatte die Reihe doch gerade so einen tollen Lauf. Auch wenn wieder mit dem altbewährten Mittel des Cliffhanger reichlich gearbeitet wurde, konnte mich dieses Buch nicht richtig mitreißen. Gegenüber den Vorgängern für mich definitiv kein Highlight und deshalb vergebe ich diesmal 3 von 5 Sterne.

  10. Cover des Buches Gotteslüge (ISBN: 9783442383467)
    Kathrin Lange

    Gotteslüge

     (65)
    Aktuelle Rezension von: Aurora

    Ich hatte gerade erst die Rezension zum ersten Band der Trilogie in einigen Buch-Communities übertragen, weil das noch ausstand. Gelesen habe ich das Buch schon vor längerer Zeit. Aber das war der ausschlaggebende Grund, warum ich nun unbedingt Band 2 lesen wollte. Und ich habe es nicht bereut. Es sei jedoch gesagt, dass man diese Trilogie unbedingt in der richtigen Reihenfolge lesen sollte, auch wenn die einzelnen Fälle abgeschlossen sind. Denn man wird im zweiten Band zum ersten gespoilert.
    Nun aber zum Inhalt des Buches. Faris Iskander wird von einem Selbstmordattentäter zum Tatort gerufen. Er MUSS da sein, wird gesagt. Doch das ist erst der Beginn einer gefährlichen Jagd nach einem scheinbaren Phantom. Lasst euch hineinfallen in eine rasante Story mit tollen Charakteren. Doch seid gewarnt: Wenn ihr zum Cliffhanger am Ende kommt, werdet ihr nicht nur schockiert das Buch zur Seite legen, sondern auch schon ganz bald den dritten und abschließenden Band dieser Trilogie lesen wollen, auf den ich nun umso gespannter bin.

  11. Cover des Buches Tiefe Havel (ISBN: 9783740802851)
    Tim Pieper

    Tiefe Havel

     (47)
    Aktuelle Rezension von: Sato

    Im Leben des Potsdamer Ermittlers Toni Sanftleben läuft gerade einiges schief, seine Frau entfremdet sich immer mehr von ihm, sein Chef will ihn  loswerden und auch in seinem Team kriselt es. Als er dann auch wieder zur Flasche greift, scheint der Absturz perfekt - aber der Fall eines ermordeten Binnenschiffers und die Hilfe ehrlicher Freunde bringen ihn wieder in die Spur. Denn dieser Fall hat es in sich und er bringt alle in Gefahr.

    Tim Pieper gelingt es auch im 3. Band die Charaktere weiterzuentwickeln und eine packende Storie aufzubauen, dank seines flüssigen und mitreißenden Schreibstils bleibt der Spannungsbogen bis zur letzten Seite aufrecht erhalten und die Geschichte wird zu einem furiosen Finale geführt. Obwohl das Privatleben des Hauptakteurs einen wichtigen Platz einnimmt wird der eigentliche Kriminalfall davon nicht erdrückt, sondern beides verwebt sich immer mehr.

    Eine klare Leseempfehlung von mir.

  12. Cover des Buches Bis du stirbst (ISBN: 9783442473397)
    Michael Robotham

    Bis du stirbst

     (105)
    Aktuelle Rezension von: TheSilencer

    Sami wird nach mehr als zwei Jahren aus der Haft entlassen.
    Die Zeit saß er für einen Juwelenraub ab, den er nie begangen hat, ihn für das Gerichtsverfahren aber gestand, weil ihn sein damaliger Rechtsanwalt falsch beriet. Im Knast kokettierte er mit seiner Pseudo-Tat, um bei den Mithäftlingen zu punkten.
    Genau dies fällt ihm auf die Füße, als er nach seiner Entlassung seine Schwester sucht, die zwischenzeitlich in die Drogen- und Prostitutionszene abgerutscht ist. Ausgerechnet ihr Zuhälter bekommt spitz, wer am Schicksal eines seiner Mädels interessiert ist.
    Bevor sich Sami versehen kann, steckt er in einem Schlamassel, der ihn zum meistgesuchtesten Terroristen Englands macht ...

    Mein erster Robotham. Leider mittendrin in der Serie. Was dem Lesespaß aber keinen Abbruch tut.

    Es gibt nur wenige Autoren, die dermaßen flüssig und schlüssig schreiben, ohne sich in unnötigen Handlungssträngen zu verheddern. Nur selten fesselt mich noch ein Buch, das ich unbedingt zu Ende lesen muß. Robotham hat es geschafft.
    Die restlichen erschienen Teile habe ich sofort geordert.

  13. Cover des Buches Jenseits der Angst (ISBN: 9783732520404)
    Dania Dicken

    Jenseits der Angst

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Ani

    Andrea und Gregory sind mittlerweile verheiratet und leben in London. Als die Millionärstochter Trisha auf dem Schulweg brutal entführt wird, bekommt Andrea die Gelegenheit, die polizeilichen Ermittlungen als Profilerin zu unterstützen. Doch die Entführer scheinen Profis zu sein, denn die Spurenlage ist äußerst dürftig. Als die Geldübergabe scheitert und es kein Lebenszeichen mehr von Trisha gibt, stellen sich Polizei und Profiler darauf ein, bald die Leiche der Schülerin zu finden. Doch der Fall nimmt ungeahnte Wendungen und Andrea muss schon bald feststellen, dass die Ereignisse aus dem vorherigen Band tiefgehende Spuren bei ihr hinterlassen haben...

    "Jenseits der Angst" ist der zweite Band um die Profilerin Andrea. Man kann den aktuellen Ereignissen aber auch dann problemlos folgen, wenn man den Auftakt nicht gelesen hat, da es einige erklärende Rückblicke gibt. Da diese Infos sehr umfangreich sind, ist es allerdings nicht empfehlenswert, den zweiten Band zuerst zu lesen, wenn man plant, danach den ersten zu lesen. Da man im zweiten Teil sehr viel erfährt, würde man sich sonst die Spannung verderben.

    Der erneute Einstieg in die Thriller-Reihe gelingt mühelos, da die Autorin es wieder hervorragend versteht, sofort das Interesse an der Geiselnahme zu wecken. Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven geschildert, wobei man sowohl die Arbeit der Profiler, als auch Trishas Geiselnahme und Auszüge aus den Tagen ihrer Gefangenschaft beobachten kann. Außerdem gibt es noch private Nebenhandlungen, in denen Andrea, Gregory und Gregorys Familie im Mittelpunkt stehen. Diese privaten Einblicke drängen sich nicht zu sehr in den Vordergrund, sondern sorgen eher dafür, dass die Protagonisten noch lebendiger wirken.

    Andrea kommt bei diesem Fall an ihre Grenzen. Das wird glaubwürdig geschildert, wodurch man mitfiebern und sich ganz auf die Handlung einlassen kann. Die Spannung ist durchgehend spürbar und kann sich zum Ende hin stetig steigern. Alle Handlungsfäden laufen am Ende schlüssig zusammen. Der Epilog sorgt dafür, dass man am liebsten sofort weiterlesen würde.

    Ein spannender zweiter Band, der neugierig auf die Fortsetzung macht.

  14. Cover des Buches Auris (ISBN: 9783426307182)
    Vincent Kliesch

    Auris

     (706)
    Aktuelle Rezension von: Leseabenteuer

    Mathias Hegel, genannt Auris, sitzt wegen Mord an einer Obdachlosin im Gefängnis. Jula ist True Crime Podcaster in und glaubt nicht an seine Schuld und fängt an zu recherchieren und bringt sich und andere in tödliche Gefahr. 

    Vincent Kliesch hat den Thriller nach einer Idee von Sebastian Fitzek geschrieben und gerade am Schluss merkt man dieses auch sehr deutlich. 

    Der Spannungsbogen hat sich immer weiter aufgebaut und leider endet das Buch mit einem Cliffhanger. 

    Ich fand die Geschichte raffiniert und bin nicht dahinter gekommen, wer nun dafür verantwortlich war. Es war durchgehend spannend. 

    Jula ist taff und lässt sich nicht unterkriegen und trotzdem sie selbst ein Trauma erlitten hat. 

    Hegel ist mir nach wie vor ein Rätsel und ich hoffe im nächsten Teil, dem auf die Schliche zu kommen. 

  15. Cover des Buches Der Ripper (ISBN: 9783453675810)
    Richard Laymon

    Der Ripper

     (140)
    Aktuelle Rezension von: Blackfairy71

    London, 1888. In White Chapel treibt Jack the Ripper sein Unwesen. Der sechzehnjährige Trevor Bentley ist eigentlich nur nachts auf den Straßen unterwegs, um seinen Onkel zu suchen, der Polizist ist. Durch Zufall trifft er auf einen Mann, der aufgrund der Tat, bei der Trevor ihn beobachtet, nur der berüchtigte Ripper sein kann. Er erlebt den Mord an Mary Jane Kelley hautnah mit und muss vor dem brutalen Mörder fliehen. Trevor landet auf dem Boot eines amerikanischen Paares und sein Verfolger nutzt die Chance und flieht mit den Dreien als Geiseln über den Atlantik. An der amerikanischen Ostküste nimmt Trevor schließlich die Verfolgung auf, fest entschlossen, den Ripper aufzuhalten.

     

    Die Meinungen zu diesem Buch gehen ja sehr weit auseinander. Richtige Laymon-Fans sind wohl Härteres des Horror-Meisters gewohnt. Ich hatte bisher nur ein Buch von ihm gelesen, irgendwas mit Vampiren und das fand ich stellenweise schon ziemlich ekelig. 

    "Der Ripper" hat mir gut gefallen, auch wenn der Titel etwas irreführend ist und ja auch nicht korrekt aus dem Englischen übersetzt wurde. Mit dem richtig übersetzten Titel würde man vielleicht mit anderen Erwartungen an die Geschichte herangehen und es hätte mehr positive Meinungen gegeben. 

     

    Ich würde sagen, das Ganze ist ein gut erzählter Mix aus Thriller, Abenteuerroman, Western und ein bisschen Horror. Auf jeden Fall ist der Schreibstil flüssig und lebendig, man ist als Leser immer direkt mitten im Geschehen. Auch, weil in der ersten Person aus Sicht von Trevor erzählt wird. Man begleitet ihn von den düsteren Straßen Londons über den Ozean in die Neue Welt und besteht mit ihm zusammen allerlei Abenteuer. 

     

    Trevor fand ich jedenfalls sehr sympathisch. Über seine Gedankengänge musste ich manchmal schmunzeln. 

    Whittle war ebenfalls gut beschrieben, ein echt fieser Charakter, dem das Töten Spaß macht.

     

    Ob Whittle nun tatsächlich der Ripper war? Wer weiß. ;-) Ich denke aber auch nicht, dass Laymon mit seinem Buch diese Frage beantworten wollte. Aber es gibt ja tatsächlich immer wieder Vermutungen, dass Jack the Ripper sich nach Amerika abgesetzt haben könnte, da die Morde nach dem Tod von Mary Jane Kelley aufhörten.  Ein Rätsel, das vermutlich niemals gelöst werden wird.


    Wer für ein paar Stunden einfach nur gut unterhalten werden möchte mit einer fesselnden Geschichte, der liegt mit "Der Ripper" genau richtig. Man darf nur keine durchgehend vor Blut triefende Story erwarten. 

  16. Cover des Buches Turmschatten (ISBN: 9783360013569)
    Peter Grandl

    Turmschatten

     (66)
    Aktuelle Rezension von: queck2009

    Wenn ich das richtig gelesen habe, ist das das erste und einzige Buch von Peter Grandl und ich hoffe, dass es mehr von ihm zu lesen geben wird. Das Buch gehört eindeutig auf die Bestsellerliste und ich könnte mir auch eine Verfilmung sehr gut vorstellen. 

    Es ist Spannung pur - von der ersten bis zur letzten Seite. 

    Die Protagonisten sind ausführlich und lebendig beschrieben und es gibt wirklich eine Menge an Personen, aber man verliert trotzdem nicht die Übersicht. Zu jeder dieser Personen gibt es Hintergründe aus ihrem Leben und der Vergangenheit. Deshalb springen die einzelnen Kapitel auch immer mal wieder in der Zeit, was meiner Meinung nach die ganze Story noch spannender macht. 

    Die Hintergründe sind gut recherchiert und es sind immer mal wieder Fakten aus der Realität erwähnt. Ich hatte zum Beispiel nicht mehr in Erinnerung, dass der Anschlag auf's Münchner Oktoberfest einen rechtsradikalen Hintergrund hatte. Immer wieder habe ich zwischendurch gegoogelt, ob das geschriebene tatsächlich so stimmt und mir gefällt, dass man dabei noch etwas lernen kann. 

    Zu der Story selbst muss ich hier ja nichts schreiben. Dafür gibt es ja den Klappentext. Ich kann hier nur meine absolute Leseempfehlung aussprechen! 

  17. Cover des Buches Die Profilerin - Ewig wartet die Dunkelheit (ISBN: 9783732520435)
    Dania Dicken

    Die Profilerin - Ewig wartet die Dunkelheit

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Elenas-ZeilenZauber

    ‘*‘ Meine Meinung ‘*‘

    Puh, eine Autobombe, das ist harter Tobak für Andrea, doch dass es sogar wirklich ein Anschlag auf den Lover ihrer Freundin war, hebt die Spannung immens. Aber das ist noch nicht alles, denn die privaten Probleme des vorherigen Bandes, sind noch nicht alle ausgeräumt.

    Die Jagd nach dem Attentäter nahm Formen an, die mir den Atem geraubt haben.

    Der Leser lernt Andrea und die anderen Charaktere besser kennen und sie gewinnen weiter an Format. Das macht sie auch so lebendig und ich kann mir wirklich vorstellen, dass sie, Christopher und alle anderen nebenan wohnen. Okay, mit Ausnahme der bösen Jungs. 

    Was mich jedoch massiv stört, lieber Lübbe Verlag, ist die Tatsache, dass der Klappentext viel zu viel vom Inhalt verrät. Mindestens ein Drittel der Handlung ist klar und ich war äußerst versucht, einfach weiterzublättern, bis zu dem Moment, an dem Andrea und Christopher nach Schottland fliehen. Das nimmt auch viel von der Spannung, die ohne dieses Wissen aufgetreten wäre. Auch wenn anschließend unbekanntes Terrain betreten wird, fehlt mir schon die Spannung des ersten Drittels. 

    Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt locker-leicht und selbst die brutalsten Szenen setzt sie niveauvoll in Szene und der Leser hat nicht das Gefühl, dass er als Voyeur dabei ist. 

    Wegen des spoilernden Klappentextes vergebe ich 4 Dunkelheit-Sterne.


    ‘*‘ Klappentext ‘*‘

    Am Flughafen in Norwich explodiert eine Autobombe. Profilerin Andrea ist vor Ort, weil sie ihre Freunde Sarah und Robert, die aus Schottland kommen, abholen will. Sie kommt mit dem Schrecken davon, doch die anderen haben nicht so viel Glück: Robert fällt ins Koma, Sarah leidet fortan unter Amnesie. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Christopher will Andrea nun herausfinden, wer hinter dem Anschlag steckt. Bald aber entgleist die Situation, denn Christopher und Sarah verlieben sich und Robert wacht auf. Doch plötzlich ist er tot - vergiftet. Sofort fällt der Verdacht auf Christopher. Zusammen mit Andrea flieht Christopher nach Schottland und macht sich dort auf die Suche nach dem wahren Mörder. Wer könnte ein Interesse an Roberts Tod haben?

  18. Cover des Buches Das Tal - Das Erbe (ISBN: 9783401505350)
    Krystyna Kuhn

    Das Tal - Das Erbe

     (217)
    Aktuelle Rezension von: qhanqibe2

    Der ganz gute sechste Band der Jugend-Thriller-Reihe »Das Tal«, in dem Benjamins Lover Tom mitten während einer College-Prüfung einen Amoklauf anzettelt. Rose, Chris, Julia und Katie sind dabei einige seiner Geiseln und fürchten um ihr Leben, während Tom stur nach David verlangt, dessen trauriges Geheimnis nun endlich ans Licht kommen soll. Die Story liest sich ganz gut, auch wenn sie einige Zeit braucht, bis sie interessant wird. Zwar war der Bezug zum Tal selbst auch hier wieder eigentlich nicht so groß, aber die Clique hat einen neuen Ansatz bekommen, wie sie den Mysterien des Tals und den seltsamen Ereignissen dort vielleicht auf die Spur kommen. Die Charaktere waren dabei wie immer in Ordnung und in diesem Band stand endlich mal David im Fokus, dessen Geheimnis wirklich ganz gut war. Der Schreibstil liest sich dabei wie auch schon im letzten Band größtenteils   aus der etwas flüssigeren Ich-Perspektive, in diesem Fall aus der von David, und auch die Passagen aus der Erzählerperspektive lesen sich relativ gut und leicht, immerhin war in diesem Teil auch viel Action. Insgesamt hat sich auch dieser Band ganz gut gelesen und man ist durchaus gespannt wie es weitergeht und sich schließlich alle Geheimnisse auflösen.

  19. Cover des Buches Fürchte dich (ISBN: 9783746630984)
    J. S. Carol

    Fürchte dich

     (23)
    Aktuelle Rezension von: mamenu
    Was ist ein Leben wert?
    Dreißig Gäste in einem exklusiven Restaurant in Los Angeles,die ungestört von Paparazzi ihr Abendessen genießen möchte.Unter ihnen Alex King,ein junger aufstrebender Schauspieler,der seiner trostlosen Jugend in einem Trailerpark entkommen konnte,Jody Johnson,seine ambitionierte Agentin.An diesem heißen Sommerabend ist King mit dem skandinavischen Model Simone verabredet.Doch plötzlich stürmt ein Maskierter das Restaurant,und ein perfides Psychospiel um Leben und Tod beginnt.



    Meine Meinung

    Der Klapptext hat sich schon mal ganz gut gelesen. Also dachte ich mir, dieses Buch könnte was für mich sein.
    Es fängt auch schon gleich zu Anfang mit einer Geiselnahme an, was schon sehr spannend ist. Denn der Geiselnehmer kennt kein erbarmen und so nimmt das Drama seinen Lauf.
    Ich möchte eigentlich gar nicht so viel schreiben denn dann würde ich doch zu viel verraten.
    Doch ich kann sagen, das dieses Buch nichts für schwache Nerven ist, denn der Geiselnehmer lässt sich einiges einfallen und ist nicht gerade zimperlich mit seinen Geiseln.
    Wo ich doch schon manchmal den Moment hatte, das ich das Buch an die Seite packen musste. Nicht weil es schlecht war, sondern um mal kurz Luft zu holen. Manchmal ging alles Schlag auf Schlag und ich habe echt mitgezittert und gehofft, das die Geiseln alle gut da raus kommen.
    Ob sie es geschafft haben, müsst ihr schon selber lesen, das möchte ich nicht verraten.
    Die einzelnen Charakteren haben mir auch sehr gut gefallen. Sie wurden alle gut ausgearbeitet und man konnte sich gut in Sie hinein versetzten.
    Ich habe lange nicht ganz verstanden, warum der Geiselnehmer so handelt.  Das hat für mich die Spannung sehr hoch gehalten und auch bis zum ende ist es so geblieben.
    Hier kann ich sagen, das war mal wieder ein sehr gutes Buch und kann eine Lese-Empfehlung geben.
  20. Cover des Buches Stick oder stirb! (ISBN: 9783709979044)
    Tatjana Kruse

    Stick oder stirb!

     (34)
    Aktuelle Rezension von: awogfli
    Ja, Ihr habt richtig gelesen, Ex-Kommissar Siggi Seifferheld leitet eine Männerstickgruppe im Knast und kommt dadurch in ärgste Kalamitäten, als er und sein Hund von einem russischen Mafiaboss entführt werden.

    Die Autorin hat ein Faible, kuriose Figuren zu zeichnen, ungewöhnliche Hobbies zu kreieren, die alten Männern in der Pension gegen die Langeweile einfallen und ihre Protagonisten in total groteske Situationen zu bringen, um sich dann gemeinsam mit dem Leser auch noch an der aufkommenden Verzweiflung köstlichst zu laben. Das hat mir an diesem Regionalkrimi richtig gut gefallen, wie auch die von anderen gesammelten und zusätzlich selbst erfundenen Zitate. Also sprachlich wie humoristisch war der Roman sehr ansprechend.

    Zum Beispiel wird der Hund zwecks Tarnung von den relativ netten Entführern, weil er ja Gassi gehen muss und in dem kleinen Ort nicht erkannt werden soll, statt erschossen komplett kahlgeschoren.

    Oder auch die Szenen der Seifferheldschen Ehe sind höchst vergnüglich:

        "So war die Ehe: Eben noch romantisches Kuscheln auf Augenhöhe, gleich darauf die hierarchische Kampf-Ansage von Amazonenkönigin an Toyboy, wer hier die Hosen anhatte. […] Siggi seufzte und sah an sich hinunter. Der Revoluzzer in ihm fiel in sich zusammen. Er musste sich endlich angewöhnen, unter seinem Morgenmantel lange Hosen zu tragen. Feinrippträger waren bei Verbalattacken klar im Nachteil."

    Auch die brutale Wahrheit wird sehr humoristisch in knackige Zitate verpackt:

      "Man sieht sich immer zweimal im Leben. Außer Menschen, denen man Bücher geliehen hat, die lösen sich einfach in Luft auf."

    Wie Ihr seht, fliegen die Wuchteln sehr tief* in diesem Roman. Wenn ich es persönlich vergleichen möchte, würde ich sagen, dass Kruses Roman um Klassen witziger ist als Rita Falks Eberhofer-Reihe (ich glaub jetzt muss ich mich virtuell vor einigen in Sicherheit bringen 😉 ) und um eine Nuance schlechter als Jörg Maurers frühe Werke. Die späteren muss ich erst lesen, aber sie liegen schon bei mir zu Hause.

    Der Krimiplot ist wie bei vielen dieser Regionalkrimis leider nicht sehr spannend, recht absehbar und durchsichtig. Aber wer eine vergnügliche leichte Lektüre sucht, wird wahrscheinlich begeistert sein.

    Fazit: Witzig

    * Wuchtl kommt im Österreichischen aus dem Fußballerischen und ist ein gekonnt platzierter Schuss. Im Humoristischen sitzt der Gag bzw. das witzige Wortspiel punktgenau.
  21. Cover des Buches Oktoberfest (ISBN: 9783426506509)
    Christoph Scholder

    Oktoberfest

     (183)
    Aktuelle Rezension von: Ellaa_

    Meine Meinung:
    •Achtung! Die Rezension enthält Spoiler!• Bei diesem Buch weiß ich gar nicht recht wo ich anfangen soll.
    Insgesamt war das Buch denke ich einfach nicht meins und hat leider überhaupt nicht meinen Geschmack getroffen. Vom Klappentext her, habe ich einfach etwas vollkommen anderes erwartet- sehr schade!
    Wer sich jetzt nicht von meiner etwas negativen Rezension abschrecken lassen möchte, sollte an diesem Punkt nicht weiterlesen.

    Cover: Das Cover gefiel mir auf Anhieb sehr Gut, gerade weil es auch perfekt zu dem Titel und dem Klappentext passte. (:
    Was natürlich sofort auffällt ist der blutrote Hintergrund, der an sich schon sehr schaurig ist. Schwarz hebt sich der Buchtitel in breiten, beeindruckend großen Lettern hervor. Unten im Cover erkennt man ein herrlich schönes Riesenrad und natürlich auch ein paar Achterbahnen, die eigentlich für jede Menge Spaß sorgen sollten. Schwarze Schlieren überziehen das Cover zusätzlich mit einer verhängnisvollen und mysteriösen Schicht..

    Schreibstil: Der Schreibstil des Autors fande ich insgesamt nicht unangenehm. Er schreibt sehr locker und recht angenehm. Die Atmosphäre war auch gut- natürlich habe ich anfangs immer gebibbert, wann es denn endlich richtig losgeht und sehr gehofft das ich mich schnell besser einlesen kann. Aber leider springt der Funke nicht immer über. Von der Idee her fande ich das Buch wirklich gut, aber die Umsetzung hat mich leider überhaupt nicht gecaged. Tut mir sehr leid lieber Herr Scholder!

    Idee: Ich habe tatsächlich sehr sehr lange gegrübelt, ob ich das Buch nicht doch zu Ende lesen sollte. Eigentlich bin ich kein Leser der so schnell aufgibt, aber jetzt bei der Hälfte des Buches (315/600) habe ich doch aufgegeben. Denn es bescherte mir schon eine angedeutete Leseflaute und das ist es mir dann doch einfach nicht Wert! Kommen wir zunächst zu dem Wesentlichen. (:
    Jeder kennt es: Das Münchener Oktoberfest. Tausende von Menschen, ob groß oder klein, feiern hier und haben riesigen Spaß. Doch was ist, wenn plötzlich irgendjemand dieses Spektakel für einen Anschlag nutzt? In diesem Buch gibt der russische Elite Soldat Oleg Blochin den Befehl schonmal das erste Zelt mit Betäubungsgas stillzulegen.. Aber das ist erst der Anfang.. Schon bald werden 70.000 Menschen Geiseln bei einem Spiel um Leben und Tod..
    Zunächst zog und zog sich das Buch dahin und ich brauchte wirklich sehr sehr lange um mich richtig in das Ganze einzulesen. Durch zahlreiche Perspektivwechsel und anfangs scheinbar wahllose Storys (Macht anfangs weniger Sinn, aber später umso mehr) kam ich einfach nicht richtig in das Buch hinein. Was mir das Lesen noch zusätzlich zur Hölle machte waren die absolut unnötigen Ausschweifungen in sämtlichen Militärischen Belangen. Sei es Waffen oder Politik, militärischen Aufstellungen und ähnlichem. Für mich hatte es tatsächlich den Eindruck als ob das Buch eine andere Zielgruppe hat: Nämlich das männliche Geschlecht. (: So doof es klingt.


    Charaktere: Ich muss sagen, dass ich wirklich keinen einzigen Bezug zu den Charakteren aufgebaut habe. Sie blieben mir insgesamt emotional komplett fern und kein einziger war mir daher so richtig sympathisch, was mir das Lesen zusätzlich nicht gerade erleichterte. In diesem Buch gibt es zahlreiche Perspektivwechsel, die gerade anfangs tatsächlich mehr als verwirrend waren- da sich das Buch nach und nach aufbaute, wurde einem erst später der Zusammenhang klar. Wie sagt man manchmal: Zu viele Köche verderben den Brei. Und in diesem Buch war das leider ein Paradebeispiel, was die zahllosen Charaktere angeht. Wichtig ist z.B. Oleg Blochin, der mit seinem sehr sorgfältig ausgewählten Team das Oktoberfest kontrolliert und der wohl weit höhere Ziele damit bezweckt.
    Aber auch andere Charaktere wie z.B. Wolfgang Härter als knallharter Überlebenstyp der auf der Seite der "Guten" ist.

    Mein Fazit: Ich vergebe zwei Sterne. Im Grunde finde ich die Idee gar nicht verkehrt und auch den Schreibstil fande ich bis zu einem gewissen Punkt recht angenehm. Leider hat mir nur das Ganze drumherum gar nicht gefallen. Ich hätte mir etwas mehr Feuer und Adrenalin gewünscht. Das die Geschichte auch noch sehr lange brauchte um auf den Punkt zu kommen, hat ihr meines Erachtens nach, auch nicht unbedingt geholfen. Super schade! Hatte etwas anderes erwartet.

  22. Cover des Buches Amen (ISBN: 9783453410558)
    Rudolf Jagusch

    Amen

     (42)
    Aktuelle Rezension von: Igelmanu66

    »Liebe Kölner … Der Kölner Dom. Ein Symbol des christlichen Abendlands, wie es nur wenige in Europa gibt. Ein gewaltiger Bau, ein Werk von Jahrhunderten. Ein Ort der Ruhe und Besinnung. Ein Raum der Begegnungen, mit Menschen und mit Gott. … Sitzt man hier im Kirchenschiff, fühlt man sich Gott so nah wie an keinem anderen Ort auf der Welt. … Leider könnte all das im Bruchteil einer Sekunde Geschichte sein.«

     

    Dieser Mann, der da im Kölner Dom steht, mit einem Sprengstoffgürtel und dem Zünder in der Hand, hat klare Forderungen gestellt. 50 Millionen Dollar, ein Flugzeug zu seiner Verfügung und freien Abzug, sonst sprengt er den Dom in die Luft. Zusätzlich zu den von ihm in der Stadt versteckten Sprengsätzen, die die Stadt in ein Trümmerfeld verwandeln werden. Und zusätzlich zu seiner Stieftochter, die er lebendig begraben hat und deren Versteck er erst dann verraten wird, wenn alle seine Forderungen erfüllt sind.

    Zu verlieren hat der Mann scheinbar nichts und stellt somit eine harte Nuss dar für Polizei, SEK, Psychologen und Vermittler. Und auch für Kriminalkommissar Martin Landgräf, der seit einem schweren Herzinfarkt dienstunfähig ist, eigentlich nur zum Beten in den Dom gekommen war und plötzlich mitten in einem Fall steckt, der ihn an die Grenzen seiner Belastbarkeit bringen wird.

     

    Dieser Thriller war wieder einer von der Sorte, die man am liebsten in einem Rutsch und ohne Abzusetzen liest. Die Spannung war von der ersten Seite an da und blieb durchgängig erhalten. Dabei war mir eigentlich recht schnell klar, was da ablief und wer noch an der ganzen Angelegenheit beteiligt war. Trotzdem litt der Unterhaltungswert darunter nicht. Ich würde sagen, dieses Buch ist vergleichbar mit einem Action-Film. Man kann es zwischendurch genießen, braucht nicht um die Ecke zu denken, sondern kann sich einfach von der Handlung mitreißen lassen.

     

    Es gibt diverse Rückblenden, die Einblicke in das Beziehungsgeflecht der Charaktere geben und veranschaulichen sollen, wieso die jeweiligen Personen zu genau den Menschen wurden, die sie sind. Da erwarten den Leser zwar keine großen Überraschungen, aber alles ist schlüssig und logisch. Erwähnenswert finde ich ein Kapitel, das sich mit den Skrupeln und Gedanken einer SEK-Beamtin befasst. Im Grunde hätte das noch mehr Tiefe verdient, aber dafür ist dieses Buch einfach zu rasant.

     

    Fazit: Ein Buch wie ein Action-Film, rasant und explosiv. Perfekt für Zwischendurch.

  23. Cover des Buches Der Todesflüsterer (ISBN: 9783492257701)
    Donato Carrisi

    Der Todesflüsterer

     (188)
    Aktuelle Rezension von: misery3103
    Fünf Mädchen verschwinden spurlos. Dann finden Spaziergänger sechs Arme auf einer Waldlichtung. Wer ist das sechste Opfer? Die Polizei versucht mit Hilfe des externen Beraters und Profilers Goran Gavila und der Polizistin Mila Vazquez, die sich auf das Auffinden entführter Kinder spezialisiert hat, das sechste Kind und den Täter zu finden. Doch der scheint ihnen immer einen Schritt voraus zu sein.

    Der Fall beginnt spannend und hat mit Mila und Goran zwei eigenwillige Charaktere, die den Leser in den Bann ziehen. Das Verschwinden der Kinder, das Auffinden der Arme und die Suche nach den Kindern – tot oder lebendig – ist nervenaufreibend. Das Auffinden eines toten Mädchens nach dem anderen ist unschön und brutal. Es hätte also ein richtig guter Thriller sein können. Leider driftet der Roman viel zu oft in Gefilde ab, die mich gestört haben. Da wird plötzlich eine Art Wahrsagerin aus dem Hut gezogen, die mit einem im Koma liegenden Täter Kontakt aufnimmt und natürlich Ergebnisse erzielt. Ein Teammitglied ist ganz einfach so in der Lage seine Kollegin in Hypnose zu versetzen, um ein vergangenes Ereignis zu rekonstruieren, ohne dass vorher je davon die Rede war, das er in etwas derartigem geschult ist. Auch gehen die Anschuldigungen hin und her, so dass man als Leser irgendwann mehr als verwirrt ist.

    Der Täter ist gut ausgewählt und so bleibt es spannend bis zum Schluss, wobei mich das Ende des Romans leider auch ein wenig gestört hat, denn es klären sich zwar die Morde auf, aber alles ist irgendwie unbefriedigend. Nebenbei laufen noch so einige familiäre Dinge bei den Ermittlern selbst, die mir in ihrer Fülle leider ein bisschen viel waren.

    Insgesamt lässt sich der Roman gut lesen, ist aber von allem ein bisschen viel. Da war eindeutig mehr drin!
  24. Cover des Buches Frost & Payne - Chop Suey (ISBN: 9783958342545)
    Luzia Pfyl

    Frost & Payne - Chop Suey

     (19)
    Aktuelle Rezension von: tobi101996

    In dem Buch Chop Suey (Frost & Payne 6) von Luzia Pfyl, geht es um Lydia Frost und um Jackson Payne, sie bekommen von Earl of Duke eine Medaille auf seinem Fest verliehen, weil sie ihm das Leben gerettet haben. Auf diesem Fest gibt es Attentäter, die den Earl of Duke dazu bringen wollen ihre Forderungen zu erfüllen und gleichzeitig eine Bombe im Anwesen plaziert haben. Können Frost & Payne die Leute retten und damit schlimmeres wegen der Bombe verhindern ?


    Meine Meinung:

    Ich fand die Geschichte wieder sehr spannend und flüssig zu lesen. Dieser Band der Reihe war wieder sehr spannend und ich konnte so mehr über die Dragons und über Frost & Payne erfahren. 


    Fazit:

    Ein spannender Band mit ein paar Antworten von Fragen, die geklärt wurden. Dazu gibt es natürlich wieder neue Fragen und Probleme. Ich freue mich schon auf den nächsten Band.

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