Bücher mit dem Tag "geisha"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "geisha" gekennzeichnet haben.

34 Bücher

  1. Cover des Buches Die Geisha (ISBN: 9783442735228)
    Arthur Golden

    Die Geisha

     (2.915)
    Aktuelle Rezension von: Fioristas_Buecherwelt

    Die Handlung spielt in Japan in den 30er Jahren. Das Fischermädchen Chiyo wird gegen ihren Willen in die Kaiserstadt Kyoto gebracht. Es beginnt eine qualvolle Ausbildung als Geisha. Doch bald steigt sie zu einer der begehrtesten Geishas auf. Dann lernt sie den Mann kennen, der maßgeblich ihr Leben beeinflusst. 

    Dem Autor ist ein Meisterwerk gelungen. In beeindruckenden Bildern schildert er das Leben der Geishas zu diese Zeit mit  ihren Traditionen. 

    Ich entdeckte das Buch im Bücherregal meiner Mutter und bin im Nachherein darüber super happy. Ansonsten wäre mir dieses wunderbare Buch wahrscheinlich nie in die Hände gefallen.

    Ich gebe von ganzem Herzen 5 Sterne. 

  2. Cover des Buches Das Mädchen aus Feuer und Sturm (ISBN: 9783846600696)
    Renée Ahdieh

    Das Mädchen aus Feuer und Sturm

     (185)
    Aktuelle Rezension von: Booklover9germany

    Mariko, die Tochter eines angesehenen Samurais, befindet sich auf dem Weg zu ihrem Verlobten, dem Sohn des Kaisers. Obwohl die junge Frau lieber ihr Leben nach ihren Vorstellungen gestalten würde und unabhängig sein möchte, fügt sie sich dem Willen ihres Vaters und stimmt der Verlobung zu. Auf dem Weg dahin wird ihr Geleitzug angegriffen und sie kann in letzter Sekunde in den Wald fliehen. Daraufhin schließt sie sich als Junge verkleidet ihren vermeintlichen Feinden an. Doch das Leben hält noch mehr Überraschungen für sie bereit, von denen sie anfangs nicht zu träumen wagte.


    Das Cover und der Klappentext haben mich aufhorchen lassen in diese Geschichte einzutauchen.. und ich habe es nicht bereut


    Was für mich schwierig war:

    Die 3. Person beziehungsweise der Schreibstil der Autorin. Daran musste ich mich in den ersten Seiten gewöhnen, aber danach konnte ich das Buch nicht mehr aus meinen Händen legen.

    Aber auch die japanischen Begriffe. Es macht es für die Geschichte schöner so etwas zu haben, aber ich weiß nicht wie man sie ausspricht/betont etc. Natürlich steht die Übersetzung hinten im Buch, doch wer hat beim Lesen, wie es weitergeht, Lust hinten nachzuschlagen, das Wort suchen, übersetzung in den Kontext einbauen aber letztendlich wieder vergessen.



    Die Geschichte von Mariko und Okami war wundervoll! Ich habe mitgelacht und verzweifelt.. Auch der schwarze Clan, die Jungs sind mir auf irgendeine Art und Weise ins Herz gewachsen


    Marikos Zwillingsbruder war ganz anders, als sie ihn beschrieben hat von der Vergangenheit, das hat seinen Charakter etwas schlechter gemacht


    Aber alles in Allem konnte ich kaum auf den nächsten Tag warten, bis das Buch 2 kam! Ich empfehle euch einmal reinzulesen und es für euch auszumachen ob es für euch ein Problem ist

  3. Cover des Buches Six of Crows (ISBN: 9781780622286)
    Leigh Bardugo

    Six of Crows

     (191)
    Aktuelle Rezension von: Josi'sLibrary

     Diese Rezension erfolgte zwei Monate, nachdem ich das Buch las, weil ich zeitlich sehr eingespannt war und nicht zum Schreiben kam.


    Bereits am Anfang merkte ich, wie großartig die Charaktere wieder ausgebaut worden sind. Echt klasse und mitreißend! Als die sechs Hauptprotagonisten zusammentrafen wurde es nochmal besser. Sie sind zusammen herrlich! Die Dynamik unter ihnen, die Wortwechsel, Bewegungsgründe,.. Ich hab's so sehr genossen!


    Die Handlung ist total anders als in der Grisha Trilogie, daher fällt es mir schwer, diese miteinander zu vergleichen. Das Geschehen ist durchweg interessant, die Spannung steigt und sinkt, ist aber generell immer da und ich konnte es jedes Mal kaum erwarten, eine neue Seite umzublättern! Ich meine, dieser geniale absurde Plan?? Mega unterhaltsam, spannend, unglaublich!

     

    In erster Linie werden in diesem ersten Band die Charaktere vorgestellt und vorbereitet, auf welchem Stand ihre Beziehungen und Interaktionen untereinander sind usw. Handlungstechnisch passiert schon was, aber nicht soo viel. Dennoch gibt's gegen Ende tolle Action!


    Die Atmosphäre empfinde ich als ruhiger und düsterer als in der Trilogie. Richtig cool und packend!

    Der Schreibstil ist dem sehr gut angepasst und ich persönlich empfinde diesen weiterentwickelter als in der Trilogie. (und dabei war der da schon super!). Echt top und super flüssig zu lesen.


    Ich denke das Aushängeschild von Six of Crows (auf dt. Das Lied der Krähen) sind die Charaktere. So verdammt tiefgründig, lebendig, realistisch! Ich bin selten solchen Charakteren begegnet! 


    Ich weiß nicht mehr genau, ob ich nach Beenden des Buches 4,5 oder 5 Sterne im Sinn hatte..

    Da ich mittlerweile ALLE GrishaVerse Bücher kenne sind es klare 5/5 Sterne.

    Die Charaktere, das Worldbuilding.. Leute, lest die Bücher! 

  4. Cover des Buches Das Herz aus Eis und Liebe (ISBN: 9783846600887)
    Renée Ahdieh

    Das Herz aus Eis und Liebe

     (75)
    Aktuelle Rezension von: HeartofHope

    Nachdem ich nach dem ersten Band doch noch einige offene Fragen hatte und natürlich wissen wollte, wie es weiter ging, hat es nicht allzu lange gedauert, bis ich nach diesem Buch gegriffen habe. 


    Das Setting ist uns vom ersten Band her vertraut, auch wenn sich die Handlung der Geschichte zum Großteil diesesmal im Palast des Kaisers abspielt. Dennoch findet man sich leicht wieder zurecht in der Welt. 


    Auch die Charaktere sind dem Leser vertraut und man lernt auch noch Charaktere, welche im ersten Band eine kleine Rolle gespielt haben, besser kennen. So lernt man den absoluten Wahnsinn von Kaiser Roku kennen, eine Person, welche das Quälen von Gefangenen eine unbeschreibliche Freude bereitet. 

    Dagegen konnte sein Bruder Raiden mich gerade zum Ende hin absolut überzeugen. Auch  wenn er zu Beginn ebenfalls als grausam dargestellt wird, so zeigt sich doch schnell, wie stark sein Charakter in Wirklichkeit ist. 

    Mariko überzeugte mich immer mehr. Sie war nach wie vor, die kluge, starke Person, welche ich im ersten Band kennen gelernt hatte. 

    Ökami vollführte eine, meiner Meinung nach unglaubliche Wandlung durch. Natürlich war er schon immer stark und einfühlsam, aber zum Ende des Buches konnte er seine Vergangenheit vollkommen hinter sich lassen, mit allen seinen Geistern abschließen, was wirklich beeindruckend zu lesen war. 


    Zugegeben die Handlung konnte mich nicht so sehr mitreißen, wie das vorherige Buch. Dennoch war die Handlung eigentlich bereits von der ersten Seite an wieder spannend, Richtig schön war, dass nach und nach immer mehr all die unbeantworteten Fragen aufgeklärt wurden, was das Lesevergnügen nur noch höher werden ließ. Ebenfalls sehr gut gefallen hat mir, dass die Geschichte auch immer mal wieder zu den anderen Charakteren wechselte, welche sich gerade nicht im Palast aufhielten, sodass man so dennoch wusste, was außerhalb der Palastmauern passierte und so die Geschichte von allen Seiten miterleben konnte. Sehr geholfen hat mir auch diesesmal wieder das Glossar, welches die unbekannten Worte, welche die Autorin in die Geschichte einfließen lassen hatte, sehr gut erklärten. So hatte die Story nochmal einen ganz bestimmten Flair, aber man konnte sie dennoch vollkommen verfolgen.


    Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr zugesagt. Sie schreibt flüssig und man kann der Geschichte sehr gut mitverfolgen. 


    Mein Fazit:

    Auch wenn die Geschichte mich nicht genauso fesseln konnte, wie der Vorgänger Band, so hat mir dieses Buch wirklich sehr gut gefallen. Die Geschichte weiter mitzuerleben war mir wirklich ein großes Vergnügen. Man lernte nicht nur die bekannten Charaktere noch besser kennen, sondern lernte auch einiges über noch relativ unbekannte Charaktere, bei welchen es wirklich teilweise unglaubliche Wesenszüge gab. Der Spannungsbogen war eigentlich generell sehr weit oben, durch verschiedene Perspektiven erhielt man einen tollen Rundumblick. Alle, nach Band eins noch offenen Fragen, wurden aufgeklärt, dass Ende war vollkommen zufriedenstellend. 

    Die Samurai Reihe war wirklich ein tolles, neues Erlebnis für mich und ich bereue es auf keinem Fall, die beiden Bücher gelesen zu haben. Für diese Reihe gibt es also von mir eine ganz klare Leseempfehlung ;)

  5. Cover des Buches Seide (ISBN: 9783455000566)
    Alessandro Baricco

    Seide

     (383)
    Aktuelle Rezension von: simone_richter

    Diese wundervolle Geschichte spielt im Jahr 1861 und folgende. Der südfranzösische Seidenhändler Hervé Joncour bricht in diesem Herbst nach Japan auf, um Seidenraupeneier zu kaufen. Die Seidenraupeneier aus Afrika, Europa und dem mittleren Osten sind von Krankheiten befallen. Während des Besuchs bei einem japanischen Fürsten als Geschäftspartner wird er vom Blick einer schönen jungen Frau mit nicht asiatisch geschnittenen Augen getroffen. Er reist nun jedes Jahr um diese Zeit nach Japan. Immer wenn er hinreist, wächst in ihm mehr und mehr die Begehrlichkeit… Wird er jemals ihre Stimme hören? 

    Ich habe mir extra die Ausgabe mit dem fast wie Seide anmutenden Umschlagdesign besorgt. Schon dieses fasziniert. Noch berührender ist die Geschichte innen. So werden bestimmte Textpassagen wiederholt, was dem Plot etwas Wiederkehrendes gibt, genauso wie Hervés Reisen nach Japan sind. Der kurze Roman ist so leicht und zart wie Seide, hochemotional und fast prosaisch. Auch im Liebesspiel wird die Seide mit eingebunden. Man wird außerdem immer gespannter über den Fortgang der Parabel und erliest eine hauchzarte schmerzende Liebesgeschichte. Es begegnen einem in dieser auch Buddhismus-Methoden, wie eine Voliére um Vögel reinzusetzen, um sie anschließend fliegen zu lassen, die Langsamkeit und Stille und das Verharren. Ein dezentes Buch mit lauter Leidenschaft, wo der Protagonist stets ein neues Ziel im Blick hat und dabei das Wesentliche übersieht. Genussvoll und mit Interpretationsmöglichkeiten. 

  6. Cover des Buches Die wahre Geschichte der Geisha (ISBN: 9783548261867)
    Mineko Iwasaki

    Die wahre Geschichte der Geisha

     (122)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Der Klappentext: „Mineko Iwasaki war mehr als ein Jahrzehnt Japans berühmteste Geisha. Mit ihrer Autobiographie enthüllt sie nun als erste Geisha in der dreihundertjährigen Geschichte der Karyukais die Geheimnisse ihres Standes. Es ist der ergreifende Bericht einer Frau, die nie eine Kindheit hatte. Ihre Geschichte inspirierte Arthur Golden zu seinem Bestsellerroman „Die Geisha“.

    Worum es also geht, wird beim Lesen des Klappentextes deutlich. Die berühmteste Geisha Japans lüftet das große Geheimnis um das Leben ihres Standes. Wir erfahren, wie Masakos erste Lebensjahre bei ihren Eltern verlaufen, und wie sie im zarten Alter von drei Jahren von der Eigentümerin eines der berühmtesten Geishahäuser Kiotos, der Okiya Iwasaki, entdeckt und zu ihrer Nachfolgerin auserkoren wurde. Die kleine Masako (wie Mineko Iwasaki eigentlich heißt) weiß noch nicht, wie sie das alles einordnen soll, aber bald entscheidet sie sich zum Haus der Iwasaki zu gehören. Dazu sei gesagt, dass Mädchen, die sich entscheiden, eine Geisha zu werden, nicht mehr bei ihren Eltern leben und in dem Geishahaus dann von einer anderen Geisha adoptiert werden und einen neuen Namen erhalten. Sie haben also keinen wirklichen Kontakt mehr zu ihren leiblichen Eltern. Sie nimmt also die Ausbildung zur Geisha auf, eine wirklich harte und qualvolle Ausbildung, in der sie nonstop über ihre Grenzen geht. Selbst ihre Gesundheit leidet darunter. Aber für den Erfolg und ihr ehrgeiziges Ziel, die Nummer Eins zu sein, gibt sie alles. Sie schläft kaum, steht ständig unter Strom, hetzt von einem Termin zum anderen, bis ihr Körper streikt. Und trotzdem steht für sie immer der Ruf ihrer (Geisha-) Familie im Vordergrund und sie macht weiter.

    Wir erfahren, wie das Leben unter den Geishas in der Okiya abläuft, was für Investitionen sie in ihre Arbeit stecken, wie hart sie für ihre Auftritte trainieren und wie streng dieses Leben abläuft; ein Leben, das nicht frei von Neid und Missgunst ist. Man merkt, dass Mineko mit zunehmendem Alter immer mehr versteht, wie die Abläufe in der Okiya sind und dass sie das alles überhaupt nicht glücklich, sondern sogar krank macht… Und so nimmt sie die Planung ihrer Auftritte selbst in die Hand und setzt sich immer stärker dafür ein, dass sich im Leben aller Geishas etwas ändern muss. Nachdem sie die neue Eigentümerin der Okiya geworden ist und so manchen Schicksalsschlag erlebt hat, entschließt sie sich schlussendlich für ein Leben, das sie glücklich macht.

    Mineko erzählt von diesem Leben ganz unverblümt, wie sie es empfunden hat und was sie dazu bewogen hat, dieses Leben zu leben und auch wieder aufzugeben.  Sie beschreibt, wie erfolgreich sie war; UNERSÄTTLICH trifft es wohl eher, denn alle Kunden wollten nur noch SIE sehen. Aber auf welche Kosten, frage ich mich? Und war es das wert?

    Ich fand diese Biografie, sehr spannend. Und entgegen meiner Sorge, weil da so viele japanische Begrifflichkeiten vorkommen, habe ich es flüssig lesen können. Für den Fall der Fälle wurde sowohl in der Geschichte selbst gleich die Übersetzung geliefert, als auch am Ende des Buches auf ein paar Seiten die „Vokabeln“ zusammengefasst 😉
    Es war recht interessant und ich fand, dass man wirklich einen sehr offenen und ehrlichen Einblick bekommen konnte, wie hart die Ausbildung zur Geisha ist und wie schwer sie es haben, selbst wenn die Ausbildung abgeschlossen ist. Oft habe ich gedacht „Oh man, das könnte ich gar nicht. Sie verlässt ihre Eltern, die sie vergöttert, weil sie bei den Geishas tanzen kann. Aber sie macht sich kaputt für diesen Job.“ 
     
    Den Schreibstil fand ich für eine Autobiografie angemessen. Es war gut verständlich, durch die Übersetzungen und es ist natürlich aus der Ich-Perspektive erzählt, was ja bei einer Autobiografie Sinn macht. Das hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich sagen muss, dass ich mir viele Sachen, selbst wenn Mineko sie so offen gelegt hat, gar nicht vorstellen kann, dass es so was in einer Gesellschaft wirklich gibt. Aber dem ist wirklich so…
    Alles in allem fand ich diese Biografie sehr lesenswert. Und mit diesem Hintergrund werde ich mir „Die Geisha“ von Arthur Golden zulegen. Ich vergebe hier 🌟🌟🌟🌟
  7. Cover des Buches Memoirs of a Geisha (ISBN: 9780099771517)
    Arthur Golden

    Memoirs of a Geisha

     (67)
    Aktuelle Rezension von: leucoryx
    In dem Buch wird die Lebensgeschichte von dem Mädchen Chiyo erzählt, dass in einem Fischerdorf geboren wird. Da ihre Eltern arm sind, verkaufen sie Chiyo und ihre Schwester. Chiyo kommt in eine Okiya, in der sie zu einer Geisha ausgebildet werden soll. Wird sie jemals ihre Familie wiedersehen? Und wa sgenau bedeutet es eigentlich eine Geisha zu sein?

    Ich habe das Buch schon einmal auf deutsch gelesen und den Film auch ein paar Mal gesehen. Ich wollte es aber unbedingt auch noch einmal auf Englisch lesen. Ich liebe den Schreibstil. Er ist voll mit ungewöhnlichen Methaphern, Charme, Humor und Weisheit. Man wird regelrecht entführt in einer für uns unbekannte und somit faszinierende Welt. Das Buch hat seine ganz eigene Atmosphäre und man kann sich das Geisha-Viertel Gion richtig gut vorstellen. Chiyo selbst macht sich anfangs nicht allzu viele Freunde, aber ihre blau-grauen Augen und ihre schönen Gesichtszüge macht sie zunehmend beliebt bei den Männern. Chiyo hat keine Wahl und fügt sich irgendwann ihrem Schicksal. Sie ist sehr nahe am Wasser gebaut, aber sie schlägt sich wacker gegen alle Widrigkeiten. Allen voran sind da Hatsumo und Mutter zu nennen, die ihr das Leben schwer machen. Aber es gibt auch sehr viele sympathische Charaktere. Ewiger Hoffnungsschimmer für Chiyo bleibt der Chairman. Man lebt Chiyos Leben mit und lernt dabei sehr viel über Geisha, Japan und die damalige Zeit. Die Geschichte wirkt authentisch. Mir fehlt jedeglich teilweise der Spannungsbogen. Ich habe sehr lange gebraucht, um das Buch zu beenden. Das liegt nicht nur daran, dass ich die Geschichte shcon knnte, sondern dass auch sehr viele Dialoge und lange Beschreibungen enthalten sind. Hier hätte sicherlich gekürzt werden können oder ich finde den Beruf Geisha an sich nicht spannend genug. Betrunkende Männer zu unterhalten klingt jedenfalls nicht nach einem Traumjob.
    Umso schöner ist das Ende des Buches.

    Vor diesem Buch wusste ich nicht viel über Japan, aber dank dieses Buches mag ich zum Beispiel Kimonos, die man auch heute noch teilweise in Japan bewundern darf. Das Buch hat seine ganz eigene Faszination so wie das Land selbst auch.
  8. Cover des Buches Die letzte Geisha (ISBN: 9783458358510)
    Sayo Masuda

    Die letzte Geisha

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Paperboat

    Bestanden meine bisherigen Leseerfahrungen über die Geisha Japans aus Vertreterinnen der gehobenen Geishakreise, in denen Musik, Unterhaltung, Gesang und Tanz in einem hohen Kurs standen, so habe ich mit Sayo Masudas „Die letzte Geisha“ die Kehrseite des Gewerbes in einer unbedeutenden Provinzstadt kennengelernt.
    Sayo kommt über verschiedene Ecken in ein Geisha-Haus, wohin sie verkauft wurde. Sie wird einigermaßen in den Unterhaltungskünsten einer Geisha ausgebildet, jedoch wird sehr viel mehr Fokus auf ihre Erotik- und Verführungskünste gelegt als auf intellektuelle und kulturelle Künste, womit sie sich sehr von den Kyoto- und Tokyo-Geishas unterscheidet. Die Ausbildung und Verpflegung wird ihr in Rechnung gestellt, so dass sie jahrelang gebunden ist ein unerwünschtes Schicksal mit abendlichen Engagements, deren Abschluss oft bezahlte intime Episoden bilden, abzubezahlen.
    Masuda berichtet über Rivalität und Schikane, die unter den Geisha in ihrem Umfeld herrschen, aber sie findet auch Schwestern unter den Leidensgenossinnen. Mit 19 Jahren hat sie einen Mäzen dermaßen für sich vereinnahmt, dass er sie freikauft – wobei lediglich die Herrschaft wechselt, denn ab sofort ist sie die Mätresse eines Mannes. Diesem läuft sie weg und findet Zuflucht bei ihren ehemaligen Geisha-Schwestern, die es ebenfalls aus dem verhassten Gewerbe geschafft haben. Ihr gelingt es ihr kleines Brüdderchen ausfindig zu machen, dem sie zu einem guten Leben verhelfen möchte wie ihr es selbst verwehrt war.

    Im Nachwort wird erwähnt wie in den 1930er Jahren Zeitungsartikel in ganz Japan darüber berichteten, dass ganze Dörfer und Schulklassen in ländlichen Gebieten rar an Mädchen waren. Sehr offensichtlich war es in prekären Verhältnissen lukrativer ein junges Mädchen zu verkaufen statt es durchzufüttern. Ausbeutung und die Rückstellung der eigenen Bedürfnisse macht die Frauen zu seelisch Verwundeten, von denen viele den Freitod starben und wahrscheinlich noch mehr sich nie von den Traumata erholten.
    Ihre Autobiografie verfasste Sayo Masuda, die Zeit ihres Lebens nie die japanischen Kanji-Schriftzeichen gelernt hatte sondern lediglich die vereinfachte Silbenschrift (Lernstand eines Grundschülers), auf die Ausschreibung einer Zeitung für eine Kurzgeschichte. Masudas Text wurde begeistert als Fortsetzungsgeschichte veröffentlicht, bevor ein Verlag sich dazu entschloss ihre Biografie als Buch zu verlegen. Die Einkünfte aus dieser Buchveröffentlichung ermöglichten es Masuda ein kleines Restaurant zu eröffnen, das sie betrieb, bis sie im Alter von 83 Jahren verstarb.

    Dies ist eine kraftvolle Geschichte der anderen Seite der Medaille. Ich liebe Geschichten über Japan und sauge alles Fiktive wie Nichtfiktive gierig auf. So hat mich Sayo Masudas Geschichte sehr interessiert und nach dem Ende bewegt zurückgelassen.

  9. Cover des Buches Madame Butterfly (ISBN: 9783942787222)
    Benjamin Lacombe

    Madame Butterfly

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Die-Glimmerfeen
    Opernliebhaber kennen die Geschichte um Madame Butterfly und den amerikanischen Offizier Pinkerton, der leichtfertig die schöne Geisha Butterfly heiratet und ihr das Herz bricht. Wer sich in die Klänge aus Puccinis Oper verliebt hat, dem wird dieses Buch ganz besonders gut gefallen.

    Dieses Buch ist ein Kunstwerk. Mit ganz viel Sorgfalt wurde dieses Buch vom Verlag Jacoby und Stuart gestaltet und für die Leser aufbereitet. Das Buch ist mit seinen fast 40 x 30 cm groß, was beim Lesen etwas störend ist, aber dafür kann man umso besser in den Bildern schwelgen. Bevor man das Buch aufschlagen kann, muss der Leser erst eine Schleife öffnen und dann darf man staunen über die Illustrationen des Künstlers Benjamin Lacombe. Mit viel Sensibilität hat er die Geschichte der zarten Madame Butterfly eingefangen und sie mit leuchtenden Farben zum Strahlen gebracht. Doch nicht nur die Illustrationen direkt im Buch machen dieses Buch zu etwas ganz besonderem, sondern auch der 10m lange, mit Tusche und feinen Pinselstrichen verzierte Fries. Mich erinnert die originelle Aufmachung des Buches an eine Künstlermappe, leider fehlen mir die liebevollen Details aus ‚Das Elfen-Bestimmungsbuch‘ wie z.B. die ausgestanzten Seiten, die das Buch veredelt und es zu einem Schatz im Buchregal gemacht haben. Mich konnte der Fries nicht begeistern, was aber eine Frage des Geschmacks ist.

    Warum man vielleicht zu diesem Buch greifen sollte:
    1. Wenn man ein Fan von den Bildern Benjamin Lacombes ist
    2. Wenn man ein Freund von tragischen Liebesgeschichten ist
    3. Wenn man liebevoll gestaltete Bücher zu schätzen weiß.

    Fazit: Ein Genuss, den man am besten zu den Klängen von Puccinis ‚Un bel di vedremo‘ und einem schönen Glas Rotwein auf sich wirken lässt. Ein Geschenk, das jedem Opernfreund das Herz höher schlagen lässt.
  10. Cover des Buches Die Teemeisterin (ISBN: 9783453406612)
    Ellis Avery

    Die Teemeisterin

     (19)
    Aktuelle Rezension von: WildRose
    Ich interessiere mich eigentlich nicht besonders für Japan und die Geschichte des Landes, das Buch wurde mir geborgt. Dennoch habe ich es gerne gelesen, schließlich gibt es einige sehr gute historische Romane. Vielleicht kam mir das Buch ja nur deshalb langatmig vor, weil ich mich nie zuvor intensiv mit diesem Land und dieser Zeit auseinandergesetzt habe. Oft kamen seitenlange Beschreibungen, die dann einfach schon zu viel des Guten waren. Auch waren die vielen Personen, die im Buch vorkamen, für mich sehr schwierig beizubehalten und ich kam immer wieder durcheinander. Grundsätzlich fand ich die Geschichte aber sehr interessant und spannend, die Protgaonistin war meiner Meinung nach auch sehr menschlich und dadurch sympathisch. Ich habe auf jeden Fall mit ihr mitgefiebert bis zum Schluss. Fazit: Man hätte es etwas kürzen können, dann wäre das Buch weniger langatmig. Aber eine sehr interessante Geschichte eigentlich, die da erzählt wird.
  11. Cover des Buches PinkMuffin@BerryBlue - Betreff: FernWeh (ISBN: 9783551359834)
    Hortense Ullrich

    PinkMuffin@BerryBlue - Betreff: FernWeh

     (41)
    Aktuelle Rezension von: Janiine

    Mögt ihr Sushi? 🍣
    🇬🇧 Do you like sushi?
    ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀
    Zwei Schweine werden nach Arabien geflogen, Berry fliegt nach Japan und wird mit Sushi gemästet und ein Gangster isst Seife.... das und vieles mehr erwartet uns im 3. Teil der PinkMuffin und BerryBlue Reihe. Die Geschichten bestehen nur aus den E-Mails, die zwischen den beiden hin und hergeschickt werden. Ich liebe diese Reihe, da sie so anders ist. Hier passieren völlig absurde Sachen und die Charaktere haben alle irgendwie ihre Eigenheiten die man kennen und lieben lernt. Bei diesen Büchern habe ich mehrmals laut aufgelacht! Sie sind einfach grandios! 😂 Ich würde es zwar als Jugendbuch einordnen, kann mir aber vorstellen, dass man die Reihe auch gern als Erwachsener liest. 😊 Der Schreibstil in den Mails ist so gerade heraus und auf den Punkt gebracht, dass man nur so durch die Seiten fliegt. Ich persönlich lese die Geschichten immer gern im Urlaub und dieses Mal war sogar der Titel „Fernweh“ sehr passend dazu. Eine klare Empfehlung meinerseits. ✈️

  12. Cover des Buches Die Lotosblüte (ISBN: 9783958903739)
    Hwang Sok-yong

    Die Lotosblüte

     (72)
    Aktuelle Rezension von: mariameerhaba

    Sex, Sex und noch mehr Sex. Das beschreibt das Buch wohl am besten. Sie wird mit fünfzehn an einen alten Mann verkauft und nach seinem Tod wird sie von dessen Sohn benutzt, anschließend kommt ein Kommissar zum Zug und dann ein junger Musiker und so weiter. Dabei erzählt der Autor so emotionslos wie nur möglich, als besäße die Protagonistin keine breite Palette an Gefühlen, sondern bestehe aus Nichts. Sie akzeptiert alles, lässt sich wie eine Puppe von einem zum anderen weiterreichen und scheint nichts anderes als Bequemlichkeit im Sinn zu haben.

    Am Anfang wird die Protagonistin bei einer Zeremonie fast ertränkt, verliert gleich drei Mal das Bewusstsein, das Meerwasser dringt tief in ihre Lungen ein, sie wird herumgeworfen, sie stirbt fast und der Autor beschreibt das so, als würde er einen Fernseher aus einem Fernrohr beobachten und das total verschwommen. Als sie in das Schiff gebracht wird, empfindet die Protagonistin rein gar nichts. Keine Angst, keine Zweifel, keinen Hass. Sie fühlt nichts und das macht die Geschichte so schlecht.

    Das Buch ist explizit. Wenn es um Sex geht, beschreibt der Autor alles detailliert, nimmt sich Zeit für den Körper, für das Aussehen, beschreibt gekonnt die Geschlechtsteile, die Handlung, den Höhepunkt und entfaltet sich dabei bis an seine Grenzen. Das war bewundernswert. Alles anderen schreibt er fast stichwortartig, gehetzt, überspringt einen ganzen Handlungsstrang um so schnell wie möglich wieder im Bett zu landen.

    Die eigentliche Handlung wird zäh erzählt, fast schon wie ein Bericht. Der Autor erzählt nur das Wesentliche, die Fakten, was er für Wichtig hält, überspringt damit jede Entwicklung, Gefühle sind nicht wichtig, Gedanken nebensächlich, damit sorgt er, dass man beim Lesen nicht mitfühlt, sondern sich übergangen fühlt.

    Die historischen Elemente sind zwar interessant, aber sie werden nur angerissen, von der Ferne geschildert, die Briten machen dies, die Briten machen das, die Belagerung und die Attacken werden nur nicht ausführlich erzählt. Sie passieren halt, den Autoren interessiert es nur nicht wirklich und plötzlich befinden sich die Protagonisten auf der Flucht, landen auf einem Bauernhof, landen auf einem Schiff, kommen in einen anderen Teil von China an und ich habe mich dabei so sehr gelangweilt, dass ich das Buch schließlich zur Seite gelegt habe.

  13. Cover des Buches Geisha of Gion. The Memoir of Mineko Iwasaki. (Pocket Books) (ISBN: 9780743469005)
  14. Cover des Buches Schneeland (ISBN: 9783518240052)
    Yasunari Kawabata

    Schneeland

     (18)
    Aktuelle Rezension von: andreakwateng

    Schneeland ist ein leises, fast zärtliches Buch über die Begegnung eines Geschäftsmannes und einer Geisha in den verschneiten Bergen Japans. Dies ist ein wunderbares Buch mit faszinierenden Beschreibungen und Dialogen. Nicht umsonst hat Kawabata den Nobelpreis gewonnen. Eines der absoluten Highlights in meiner Bücherei.

  15. Cover des Buches Shogun (ISBN: 0440178002)
    James Clavell

    Shogun

     (156)
    Aktuelle Rezension von: glasratz

    Vermutlich werde ich mir keine Freunde mit dieser Rezension machen, aber ich denke, es sollte einmal gesagt werden.

    Clavell ist ein meisterhafter Erzähler. Er schafft es ein große und komplexe Geschichte mit einer Vielzahl an Charakteren so zu erzählen, dass sie gut verständlich und niemals verwirrend ist. Er bedient sich dabei eines Schreibstils, von welchem einem jeder Ratgeber für kreatives Schreiben deutlichst abraten und als Fehler bezeichnen würde, den der Autor aber perfektioniert hat. Er wechselt in fast jeder Szene fließend die Perspektive von einer Person auf die andere. Dies wirkt natürlich, kein Bisschen gekünstelt und erleichtert das Verständnis für Hintergründe und Motive der einzelnen Personen deutlich. Hätte er, wie fast jeder andere Autor, pro Szene nur eine Perspektive gewählt, wäre der Roman wahrscheinlich drei Mal so lange geworden.
    Tatsächlich ist die Länge die größte Schwäche des Romans. Er umfasst über 900 Seiten. Das Problem dabei ist meiner Ansicht nach, dass die Geschichte dieses Ausmaß nicht rechtfertigt. Viele Dinge werden mehrfach durchgekaut und immer wieder aufgebracht. Manche Szenen, ja ganze Erzählstränge, scheinen nur zu existieren um dem Leser ein besseres Verständnis für die japanische Kultur an der Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert zu geben. Dies ist ganz interessant, führt aber nirgendwo hin und artet meiner Meinung nach auch stark aus. Wäre der Roman ein Erstlingswerk gewesen, so hätte ein Lektor Clavell vermutlich eine ganze Reihe von Charakteren mitsamt ihren Geschichten gestrichen.
    Auf der anderen Seite stellt sich mir die Frage, warum machen Personen überhaupt nicht ausgearbeitet werden. Clavell konzentriert sich so stark auf das Umfeld der Hauptpersonen, dass deren Widersacher zu kurz kommen. Ishido, der große Antagonist Toronagas bekommt so wenig Text ab, dass er als Gegenspieler vollkommen unbrauchbar wird. Über ihn, ja eigentlich alle Mitglieder des Regentschaftsrats und deren Umfeld, wird meist nur indirekt gesprochen. Dies nimmt sehr viel Spannung aus der Geschichte.
    Auch historisch sehe ich einige Punkte die mir seltsam erscheinen. Mir kommt es so vor, als würde sich der Autor perfekt in der Geschichte der japanischen Kultur auskennen, hat aber scheinbar ein paar Lücken in jener der Westlichen. Blackthornes anfängliches Unverständnis für die Ausgrenzung der Eta wirkt merkwürdig, wo doch im Europa jener Zeit auch viele Menschen aus der "ehrbaren" Gesellschaft ausgeschlossen wurden - deren Berufsgruppen deckten sich sogar zum großen Teil mit jener der Eta, wie Beispielsweise Schlachter und Gerber.
    Insgesamt ist es ein schönes und interessantes Buch, aber ich denke nicht, dass sich der große Zeitaufwand aufgrund der Länge wirklich lohnt.

  16. Cover des Buches Das Schweigen des Schnees (ISBN: 9783861962731)
    Bettina Bellmont

    Das Schweigen des Schnees

     (10)
    Aktuelle Rezension von: gedankenchaotiin
    Yoru und seine Schwester Asa leben abgeschieben in den Nordbergen. 
    Eines Tages rettet seine Schwester dem Wolfsgeist Shiro das Leben und fremde Krieger greifen die Hütte an, in welcher die Geschwister leben.
    Warum greifen die Krieger an und was hat es mit den sieben Siegeln auf sich, von denen auch Yoru eines in sich trägt?
    Nur er alleine scheint den Untergang der Welt und die Öffnung des Tores zur Unterwelt noch verhindern zu können, aber ist er dem auch wirklich gewachsen?
    Steckt inn ihm wirklich der Krieger, der er sein muss?

    Oh der Schreibstil.. ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich ihn geliebt habe. Ich habe mich sofort in den schneebedeckten Berges im Nordland wieder gefunden, habe mich sofort an die Seite von Asa von Yoru denken können.
    Ein Buch, welches sich mit der japanischen Mythologie und der Kultur des Landes befassen, habe ich schon länger nicht gelesen, überhaupt eigentlich nicht mal in den Ausnass.
    Die Geschwister, Asa und Yoru, um die es in diesem Buch hauptsächlich geht, waren mir von Anfang an sympathisch.
    Man hat von Anfang an gemerkt, wie sehr die beiden aneinander hängen, wie wichtig es gerade Yoru ist, dass es seiner Schwester gut geht.
    Als diese den Wolfsgeist Shiro rettet, steht er jedoch nahe an einem Zusammenbruch, auch wenn mich die Neckereien der beiden eher wirklich zum Schmunzeln gebracht haben.

    Oft war ich selbst wirklich am Zweifeln, ob ich gerade einem Freund oder einem Feind der Geschwister gegenüber stehen und Bettina Bellmont hat es nicht nur einmal geschafft, mich ratlos stehen zu lassen.
    Immer wenn ich dachte, gerade irgendwie auf einem richtigen Weg zu sein, hat sie mich mit einigen Handlungen wieder etwas in den Schnee geschickt, aber gerade so etwas liebe ich an Büchern.

    Für mich war der Roman einer, der wirklich alles beinhaltet hat, was sich das Leserherz nur wünschen kann.
    Hintergrundinformationen über das, was man gerade liest,
    Spannung, die einem das Herz hat höher schlagen lassen,
    Witz, der mich gerade in Form eines kleinen Wassergeistes, wirklich zum Lachen bringen konnte und sogar eine Spur Romantik, welche hier keinesfalls fehl am Platz wirkte, sondern wirklich überzeugen konnte.
    Kurz gesagt: Sehr zu empfehlen, gerade für Leute, die sich für die japanische Mythologie und Kultur interessieren und ich persönlich freue mich darauf, mehr von der Autorin lesen zu können.
  17. Cover des Buches Venus-Sex (ISBN: 9783426787328)
    Anne West

    Venus-Sex

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Admiral
    Zunächst eine Entschuldigung: ich habe das Buch nicht komplett gelesen ! Dennoch möchte ich mal eben ein paar Gedanken festhalten.

    Schon sehr bald wird klar, dass wir es hier mit Anne West (Pseudonym) in ihrem Buch "Venus-Sex. Wovon Frauen träumen und wie sie es bekommen" (2014) mit einer sehr reflexionsfähigen Frau zu tun haben. Man merkt, dass sie emanzipiert ist, ihre Vernunft benutzt und sich kritisch auseinandergesetzt hat mit mehreren Entwicklungen unserer Zeit: Männerdominanz, aber auch Feminismus. Es ist mir sehr positiv aufgefallen mit welcher Vehemenz sie beide Extremformen ablehnt. Die reine körperlich-seelische Unterordnung einer Frau unter einen Mann (das Buch ist von einer Frau für Frauen geschrieben) ebensowenig geht, wie die völlig Überordnung derselben ÜBER einen Mann, wie es Teile der feministischen Strömung in-/direkt postulieren. Stattdessen tritt sie ein für eine stärkere Ausrichtung an individuellen und partnerschaftlichen Vorlieben, Konstellationen und Vorbedingungen. Das sollte also jeder in einer eigenständigen Entscheidung für sich selbst bestimmen.

    Nun versucht sie ihre Vorstellung dadurch zu untermauern, indem Anne West in 10 Kapiteln dem weiblichen Leser Handlungs- und Überlegungsoptionen eröffnet. Dementsprechend orientieren sich die Kapitel an Formen einer Beziehung (Liebe, Lust, Verführung, Leidenschaft, Romantik, Authentizität, Hingabe/Herz/Hirn, Partnerschaft, Erotik, Sex).

    Paradoxerweise scheint sie zwar für viel Selbständigkeit zu plädieren, baut ihr Buch aber dennoch wie einen Ratgeber auf, der punktuell sogar durchnummeriert ist. Auch kündigt sie den Klischees am Anfang den Kampf an, neigt später aber dennoch selbst zu Klischees: auf den Seiten 177-82 kategorisiert sie gar die Liebesarten nach Filmmustern (!).
    Ist es desweiteren nicht ebenfalls ein Klischee, wenn Anne West den frauen eine aktive Passivität anempfiehlt (S. 133) ? Die Frau solle den mann "kommen lassen", weil er es braucht. Sonst fühle er sich in seiner Männlichkeit nicht bestätigt. Zufälligerweise bin ich ein Mann und frage mich, ob das nicht eine unzulässige Verallgemeinerung ist ?
    Persönlich mag ich aktive, selbstbewusste und offensive Frauen sehr gerne.



    Im Kapitel zur "Verführung" macht sie auf den bekannten Punkt aufmerksam, wie wichtig die Entschleunigung in unserer Zeit der massiven Beschleunigung sei und lässt eine ausführliche Darstellung der Verführungsmethode der Geishas folgen (124-131). Das habe ich dann irgendwann doch übersprungen, zumal ich irgendwie doch mehr Methodik dazu vermutet hatte. Die Geisha-darstellung war dann doch etwas fehl am Platze.
    An solchen Punkten hatte ich stets das Gefühl, dass das Buch auch massiv von ereignisorientierten autobiographischen Momenten geleitet ist. das ist ja nicht verwerflich ! Doch ließ der Buchauftakt doch etwas mehr objektive Distanz erhoffen. Oder die autobiographische Subjektivität hatte die Verkleidung einer unabhängigen Objektivität.





    Ein Punkt wäre mir noch besonders wichtig. Auf den Seiten 99f. stellt sie eine Situation des weiblichen "Ego-Boostings" dar, in der sich eine Frau durch einen bewusst überbetont erotischen Auftritt in ihrem Selbstvertrauen dadurch bekräftigt, dass sie begehrende Männerblicke auf sich zieht. Dabei muss sie allerdings unnahbar und cool bleiben ! Hier bin ich mir echt unsicher. Ist der Zweck nun tatsächlich ausschließlich das Selbstwertgefühl der Frau, das sich auf sich vergeblich hoffnungmachende Männer stützt ? Ist eine Folge davon nicht ein (evtl. sogar übertriebener) weiblicher Narzissmus ? Denn die Wirkung dabei auf die betroffenen Männer ist eine Scharfmache, die dennoch jeglicher Chancen entbehrt. Denn in solchen Momenten verschwimmt auch schnell die Grenze zwischen Selbstbewusstsein und Arroganz (seht euch dazu das brilliante YT-Video https://www.youtube.com/watch?v=aYnlpaWWH4E an). Denn meine persönliche Alltagserfahrung sagt mir bspw., dass dann auch eine alltägliche Höflichkeit von Männern gegenüber Frauen frühzeitig als lästige Anmache missverstanden und abgelehnt wird.
    An diesem Punkt würde ich gerne mal Fragen an Euch stellen, die ihr das hier (evtl.) lest.
    An Frauen, die das heir evtl. lesen: macht ihr sowas auch mal ? Vielleicht sogar unbewusst ? Hat ein höflicher Kerl meistens auch Hintergedanken, wenn er euch lächelnd die Tür in der Öffentlichkeit aufhält ? Oder lächelt ihr sogar unbefangen zurück ?
    An Männer: Kennt ihr solche Momente ? Wie sehen die aus und was denkt ihr dabei ? Gilt eure Höflichkeit oft als Anmache ?`


    Soweit so gut.
    Wie ich das Buch einschätzen soll, weiß ich noch nicht genau. Ich muss es nun erstmal abbrechen, da Anne Wests Schreibstil mir mal so gar nicht zusagt. Er ist voll von unvollendeten Sätzen, seltsam klingenden Aufzählungen, Gedankeneinschüben, Kolloquialelementen, Einwordsätzen und anderen schwerlesbaren Phänomenen. das Lesen fällt mir recht schwer.


  18. Cover des Buches Liebeserklärung an Japan (ISBN: 9783800347506)
    Hans H. Krüger

    Liebeserklärung an Japan

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Perker
    Das Buch ist vor einer Reise nach Japan als Lektüre zu empfehlen, denn es verhilft zur richtigen Einstellung. Nachdem es stapelweise kritische Literatur gibt, in der so getan wird, als würde es in Japan nichts als Probleme geben, ist diese "Liebeserklärung" ein echter Lichtblick. Sie stimmt auf eine sehr sympathische Weise auf die Begegnung mit Japan ein.
  19. Cover des Buches Lotus im Wind (ISBN: 9783741819070)
    Norman Dark

    Lotus im Wind

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  20. Cover des Buches Der Schneekimono (ISBN: 9783458176824)
    Mark Henshaw

    Der Schneekimono

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Alathaya

    Die Geschichte startet mit Kommissar Jovert. Er ist ein ernster und zurückgezogener Mann, der offensichtlich ein paar Geheimnisse zu haben scheint. Er meidet Orte, die bestimmte Erinnerungen in ihm wach rufen. Er achtet sehr auf die Menschen in seiner Umgebung, wie sie aussehen, wie sie sich verhalten... Manchmal wecken sie auch Erinnerungen in ihm. Er hatte einmal einen Sohn und eine Frau. Eines Tages erhält er Post von einer jungen Frau, die behauptet seine Tochter zu sein. Irgendwann entwickelt sich Omura zum eigentlichen Protagonisten des Buches, denn er steht plötzlich vor Joverts Tür und erzählt ihm eine lange, traurige Geschichte über seinen Freund Katsuo. Dieser ist ein Genie, dessen Talent verdorben und von Neid durchtrieben ist. Er wirkt ruhelos und missgönnt anderen ihren Erfolg. Früh wird klar, dass es mit ihm noch ein böses Ende nehmen muss.

    „Es gibt Ereignisse im Leben eines Menschen, nach denen er nie mehr derselbe ist. Er mag direkt oder indirekt betroffen sein, vielleicht ist es auch nur etwas, das jemand zu ihm sagt. Doch was es auch sei, danach gibt es kein Zurück mehr. Und unweigerlich geschieht es plötzlich und ohne Vorwarnung.“
    Seite 13

    Mir hat das japanische Setting der Geschichte Omuras sehr gut gefallen. Und die Worte des Autors Mark Henshaw haben zum einen sehr schön die Kultur und Denkweise der Japaner widergespiegelt und zum anderen eine melancholische Stimmung heraufbeschworen, die gut zu den menschlichen Abgründen, bedrückenden Erinnerungen und Ver(w)irrungen dieser Geschichte passt.
    Das Fehlen der Markierungen für wörtliche Rede machte es mir anfangs etwas schwer zu folgen und hin und wieder verlor ich den Überblick darüber, wer gerade sprach. Das und die zeitlichen Sprünge machen das Buch sicherlich zu keiner leichten Lektüre für zwischendurch. Das Dranbleiben hat sich für mich aber gelohnt und ich wurde mit einer außergewöhnlichen Geschichte und einem wirklich überraschenden Ende, mit dem ich absolut nicht gerechnet hatte und über das ich erst einmal nachdenken musste, belohnt.


    vorzeig-bar.blogspot.de

  21. Cover des Buches Das Lächeln der Geisha (ISBN: 9783431036299)
    Ursula Richter

    Das Lächeln der Geisha

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Kiharu - Memoiren einer Geisha (ISBN: 9783404263790)
    Kiharu Nakamura

    Kiharu - Memoiren einer Geisha

     (12)
    Aktuelle Rezension von: yvonne_pioch
    Das Buch gliedert sich in 3 Teile. Der erste handelt von Kiharu Nakamuras Zeit als Geisha, der zweite vom Zusammenbruch der Geisha-Kultur nach dem zweiten Weltkrieg und der dritte von ihrem Leben in New York, wohin sie auswanderte. Kiharu Nakamura verstand sich zeitlebens (sie starb 2004) als Botschafterin der japanischen Kultur. Als erste Geisha lernte sie Englisch, um auch ausländische Gäste unterhalten zu können, beriet in New York bei Aufführungen der Madame Butterfly in Kostümfragen und bot in den USA japanischstämmigen Menschen einen Treffpunkt. Aber sie ist auch eine Kritikerin japanischer Vorurteile und Verhaltensweisen, etwa der Neigung ihrer Nachbarn, ihre Weltoffenheit und Art zu leben zu kritisieren, für die Aufname von jungen Leuten in ihr Haus kein Verständnis aufzubringen und Beziehungen zwischen ungleichen Paaren nicht zu dulden. Zu Beginn muss man sich an die Erzählstimme von Kiharu Nakamura erst einmal gewöhnen, vor allem als junge Geisha erscheint sie recht unbedarft, kann sich aufgrund ihrer Neugier und ihres Verstandes jedoch immer wieder behaupten. Stellenweise zieht sich das Buch in die Länge, wiegt dies jedoch durch eine Vielzahl spannender Informationen wieder auf. Kiharu Nakamura ist vielen Größen ihrer Zeit begegnet, etwa Charlie Chaplin und Jean Cocteau. Ihre Autobiografie war ein Weltbestseller und ist unbedingt lesenswert.
  23. Cover des Buches Die Tochter des Samurai (ISBN: 9783442749218)
    Lesley Downer

    Die Tochter des Samurai

     (16)
    Aktuelle Rezension von: pizzur2000

    Die Tochter des Samurai ist ein historischer Roman von Lesley Downer, der von einer Liebe zur Zeit der japanischen Satsuma-Rebellion handelt.

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, sodass man einen guten Überblick über alles erhält. Die geschichtlichen Hintergründe kann ich nicht beurteilen, da ich mich mit der japanischen Historie nicht auskenne. Überzeugt hat mich aber die Liebe zwischen Taka und Nobu á la Romeo und Julia, da die beiden verfeindeten Clans angehören und ihre Beziehung keine Zukunft hat.

    Wer sich für historische Bücher und Liebesgeschichten interessiert, sollte dieses Buch unbedingt lesen.

  24. Cover des Buches The Devil of Nanking (ISBN: 9780553824858)
    Mo Hayder

    The Devil of Nanking

     (17)
    Aktuelle Rezension von: EaK
    genial, bisweilen schockierend. Man weiß einfach zuwenig über diesen Teil der Geschichte

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