Bücher mit dem Tag "gekauft"
515 Bücher
- Joanne K. Rowling
Harry Potter und der Stein der Weisen (Harry Potter 1)
(19.575)Aktuelle Rezension von: Welpemax„Harry Potter und der Stein der Weisen“ ist ein wunderbarer Einstieg in die magische Welt von Hogwarts. J. K. Rowling schafft es, eine spannende, fantasievolle und zugleich sehr zugängliche Geschichte zu erzählen, die sofort Lust auf mehr macht. Besonders stark sind die Hauptfiguren: Harry wirkt sympathisch und neugierig, Ron bringt viel Humor und Herz in die Geschichte, und Hermine überzeugt mit Klugheit und Entschlossenheit. Auch Dumbledore sorgt mit seiner ruhigen, geheimnisvollen Art für eine besondere Atmosphäre, während Snape von Anfang an Spannung und Rätselhaftigkeit in die Handlung bringt.
Die Welt ist liebevoll aufgebaut, die Figuren sind gut unterscheidbar, und das Abenteuer entwickelt schnell seinen eigenen Zauber. Ein Stern Abzug, weil manche Passagen noch etwas kindlich und geradlinig wirken — was für den Auftakt aber völlig passend ist. Insgesamt ein sehr gelungener, magischer Roman mit großem Charme.
- Dan Brown
Inferno - Filmbuchausgabe
(1.534)Aktuelle Rezension von: LuliaIm Mittelpunkt der Handlung steht erneut der Symbolologe Robert Langdon, der mit einer Schusswunde am Kopf in einem florenzer Krankenhaus aufwacht, ohne jede Erinnerung an die letzten 36 Stunden. Bei einer rasanten Hetzjagd versucht er zusammen mit Ärztin Dr. Sienna Brooks die Rätsel des genialen aber radikalen Wissenschaftlers Bertrand Zobrist zu entschlüsseln, die Langdon von Florenz über Venedig bis nach Istanbul führen. Die detailreiche Handlung ist sehr atmosphärisch und als Leser hat man das Gefühl als wäre man an den Orten live dabei.
Bei den Protagonisten steht der clevere und analytische Robert Langdron erneut im Mittelpunkt der Geschichte, der mit Ruhe, Logik und einem Faible für Symbolik die Handlung vorranging vorantreibt. Relevante Nebenprotagonisten, wie z.B. Sienna oder Betrand bereichern die Handlung und sorgen für ein ausgewogenes Facettenreichtum.
Wer temporeiche Thriller mit Fokus auf Kunstgeschichte, Symbolik und historische Geheimnisse mag, wird hier fündig.
Der Schreibstil ist bildhaft, rasant und voller interessanter kunsthistorischer Detailinformationen.
Insgesamt kann ich das Buch sehr empfehlen. Nach Illuminati ist dies mein Lieblingsband. - Ben Aaronovitch
Die Flüsse von London
(1.949)Aktuelle Rezension von: Nicky92Die Flüsse von London haben mich von Seite 1 an sofort abgeholt – nicht mit epischen Schlachten oder großen Liebesgeschichten, sondern mit seinem ganz eigenen, charmant-chaotischen Zauber. Der Mix aus Krimi, Urban Fantasy und britischem Humor fühlt sich an wie ein nächtlicher Spaziergang durch London, bei dem hinter jeder Ecke etwas Unerwartetes lauert.
Besonders gefallen hat mir die Art, wie Magie hier funktioniert: wissenschaftlich, schräg, manchmal herrlich absurd – und doch absolut faszinierend. Peter Grant ist kein typischer Held, sondern ein neugieriger, leicht überforderter, aber unglaublich sympathischer Ermittler, dessen trockener Humor mich mehrfach schmunzeln lies.
Ja, die Handlung ist stellenweise etwas durcheinander, aber genau das macht den Reiz aus. Die Geschichte wirkt lebendig, unberechenbar und voller kleiner Details, die man erst beim zweiten Blick erkennt. Für mich war es ein absolut abendfüllendes Leseerlebnis, das mich mit einem breiten Grinsen zurückgelassen hat.
Eine ungewöhnliche, witzige und magische Reise, die Lust auf mehr macht (Band 2 liegt schon bereit).
- Dan Brown
Das verlorene Symbol
(2.054)Aktuelle Rezension von: Mike_LeseratteAuch in diesem Buch dürfen wir wieder Robert Langdon auf einer Reise durch Geheimnisse und verstrickter Symbole begleiten. Dabei dreht sich alles um uralte Mysterien und Zeichen der Freimaurer mitten im Herzen der USA, in Washington DC.
Es ist einfach spannend und ultra interessant wie versteckt die Geschichten sind, obwohl sie offen vor unseren Augen liegen. Gleichzeitig liegt diesem Buch eine tiefer Gedanke inne, der einen über sich und die Menschheit nachdenken lässt. Über das sein des Menschen, das glauben an eine höhere Macht und an eine innere Stärke, die jedem Menschen inne wohnt und aus der man schöpfen kann, wenn man in sich geht. Das ist alles wieder mal eingebunden in ein Fall der mehr als Aufsehen erregend ist. Eine bewegende Familiengeschichte und große Geheimnisse der Freimaurer sind genau das, was das Buch so spannend macht. Man muss einfach weiter lesen, weil man zum einen die Zusammenhänge unbedingt erfahren möchte und zum anderen, weil immer irgendwas passiert, wo man erfahren muss, wie es jetzt weiter geht, ob ein Plan gelingt, ob unsere Protagonisten schneller als die CIA sind und ob es sich um Freund oder Feind dabei handelt. Einfach super komplex, super spannend und man muss es einfach schnellstmöglich verschlingen.
- Frank Herbert
Dune – Der Wüstenplanet
(604)Aktuelle Rezension von: Mike_LeseratteWir begleiten Paul Atreides auf seinem Lebensweg. Zuerst als Jugendlicher, der mit seinem Vater, ein Herzog, auf Arrakis ankommt und verstrickt ist in Hinterhalte und Intrigen die auf seinen sowie den Tod der ganzen Familie abzielen. Nach dem Tod des Vaters erleben wie er bei den Fremen unterkommt, dem einzigen Volk, dass in der Wüste von Arrakis überleben kann und davon träumt das der Planet fruchtbar wird.
Ich hatte keine wirkliche Vorstellung davon, was mich in diesem Buch erwartet aber es ist wirklich ein Buch, auf das man sich einlassen muss. Es hat eine große, komplexe Historie und ein dazugehörendes Wirtschafts- und Herrschaftssystem. Ebenso wurde sehr umfangreich mit Begriffen aus dem Orient geliebäugelt, sodass die Übersicht am Ende meiner Ausgabe durchaus berechtigt ist. Ebenso gehört dazu der Anhang in welchem die Religion, die Wirtschaft und die Historie erläutert wird, wo ich jedoch keinerlei Empfehlung für geben kann, wann man diesen Abschnitt am besten lesen sollte.
Die Komplexität der Story setzt sich auch im Schreibstil fort. Auch wenn meine Ausgabe eine relativ neue Übersetzung ist, merkt man schon am Schreibstil, dass er nicht so einfach zu lesen ist, wie viele Bücher die heutzutage Mainstream sind. Denn er enthält wie oben erwähnt viele Eigenständige Namen und Begriffe, welche oft in der Welt eingebunden nochmal eine besondere Bedeutung haben.
Dennoch ist das Buch durchaus sehr lesenswert und man bekommt vieles vom Inhalt auch Verstanden, selbst wenn man nicht jede Textpassage vollständig begreift und durchgeht.
Ich mache jetzt sofort mit dem zweiten Teil weiter, weil ich wissen möchte, wohin sich das alles noch entwickelt...
- Andrzej Sapkowski
Der letzte Wunsch
(860)Aktuelle Rezension von: hackenoh„Der letzte Wunsch“ ist kein klassischer Roman, sondern eine Sammlung miteinander verbundener Kurzgeschichten. Gerade das macht den Einstieg in die Witcher Welt so besonders. Stück für Stück lernt man Geralt von Riva kennen und bekommt einen Eindruck davon, wie diese Welt funktioniert.
Düsterer Ton und moralische Grauzonen
Was mir besonders gefallen hat, ist der Ton der Geschichten. Die Welt ist rau, oft brutal und selten eindeutig. Entscheidungen sind selten klar richtig oder falsch. Genau diese moralischen Grauzonen machen die Geschichten so interessant und unterscheiden sie deutlich von vielen anderen Fantasybüchern.
Märchen neu erzählt
Viele Geschichten greifen bekannte Märchen auf und drehen sie in eine deutlich düstere Richtung. Dadurch entstehen sehr originelle Episoden, die gleichzeitig vertraut und völlig neu wirken.
Fazit
„Der letzte Wunsch“ ist ein faszinierender Einstieg in die Witcher Reihe. Die Geschichten sind atmosphärisch, klug geschrieben und zeigen sofort, warum diese Welt so viele Leser begeistert. Ein sehr starker Beginn einer der bekanntesten modernen Fantasyreihen.
- Dan Brown
Illuminati
(5.150)Aktuelle Rezension von: Petra_Praxmarer📖 Illuminati – Dan Brown
⭐⭐⭐⭐⭐Ich muss sagen: Die Illuminati haben mich echt gepackt. 😄
Ich mag Geschichten mit historischen Hintergründen sowieso total gerne und hier bekommt man davon wirklich einiges: Rom, der Vatikan, alte Symbole, die Illuminaten, Wissenschaft, Religion und mittendrin eine riesige Verschwörung. Genau mein Ding!
Besonders cool fand ich die ganzen Rätsel und Hinweise. Ich hatte ständig das Bedürfnis, selbst mitzurätseln oder nebenbei nachzuschauen, weil ich wissen wollte: „Okay, gibt es das jetzt wirklich oder hat Dan Brown sich das ausgedacht?“ 😂
Robert Langdon mochte ich auch sehr. Er rennt zwar gefühlt ohne Pause durch halb Rom, aber gerade seine Art, Symbole und Hinweise zu entschlüsseln, hat mir gefallen. Ich mag solche Figuren einfach lieber als den typischen Actionhelden, der jedes Problem mit einer Waffe löst.
Natürlich ist die Geschichte stellenweise ziemlich übertrieben und man sollte wahrscheinlich nicht alles hinterfragen. 😅 Aber ganz ehrlich: Mir war das egal. Ich wollte wissen, was als Nächstes passiert, und genau das muss ein guter Thriller für mich schaffen.
Vor allem die Mischung aus echten Orten, Geschichte und Fiktion hat mir richtig gut gefallen. Danach bekommt man direkt Lust, nach Rom zu fahren und sich die ganzen Schauplätze selbst anzusehen. 😂
Für mich definitiv ein richtig gutes Buch – und wahrscheinlich nicht mein letztes Dan Brown!
⭐⭐⭐⭐⭐ 5/5
- Dan Brown
Der Da Vinci Code
(8.236)Aktuelle Rezension von: Buchsucht_deEin Mord im Louvre. Ein Symbolforscher, der plötzlich zum Ermittler wird. Codes in Leonardo da Vincis Meisterwerken. Eine 2000 Jahre alte Verschwörung. Dan Browns Kult-Thriller endlich als Jugendbuchausgabe, gekürzt, altersgerecht und mit brillanten Extras. Für alle jungen Rätsel-Fans ab 14 Jahren ist das ein wirklich gelungener Einstieg in die Robert-Langdon-Welt.
Robert Langdon, Symbolforscher und Professor in Harvard, ist beruflich in Paris, als der Museumsdirektor des Louvre ermordet vor der Mona Lisa aufgefunden wird. Rund um die Leiche liegen seltsame Zeichen und sakrale Symbole. Zusammen mit der brillanten Kryptologin Sophie Neveu, Enkeltochter des Ermordeten, beginnt Langdon eine atemberaubende Jagd durch Paris und London. Sie entschlüsseln Codes, entdecken versteckte Botschaften in Leonardo da Vincis Werken und stoßen auf eine Verschwörung, die die Grundfesten der westlichen Zivilisation erschüttern könnte. Im Hintergrund lauern die geheimnisvolle Bruderschaft Priorat von Sion und der fanatische Opus-Dei-Mönch Silas.
Auch in der gekürzten Jugendbuchausgabe hat Dan Browns geniale Rätsel-Konstruktion nichts an Wirkung verloren. Was ihn von durchschnittlichen Autor:innen unterscheidet: Er nimmt seine Leser:innen als aktive Beteiligte mit. Wir müssen mitraten, mitkombinieren, Anagramme entschlüsseln und die Symbolik in Leonardos Gemälden erkennen. Weil manche Nebenhandlungen entschärft wurden, tritt die Rätsel-Ebene sogar noch klarer in den Vordergrund. Für junge Leser:innen ist das eine perfekte Einführung in Kryptografie, Symbolik und die Freude am Selberdenken.
Das absolute Highlight sind für mich die Innenklappen. Sie sind mit Fotografien und Abbildungen zu den Rätseln aus der Handlung versehen. Junge Leser:innen können nachschauen: Wie sieht die Mona Lisa aus? Wie das Abendmahl? Wie die architektonischen Details der Rosslyn Chapel? Diese visuelle Ebene macht die Rätsel greifbar und ist didaktisch wirklich clever. Auch für Erwachsene, die „Sakrileg“ längst kennen, ist die Ausgabe allein wegen dieser Extras lohnenswert. Der Farbschnitt und das modernisierte Cover machen das Buch zusätzlich zu einem echten Sammlerstück, das die BookTok- und Bookstagram-Community erobern dürfte.
Ein besonders schöner Kniff ist die persönliche Anekdote von Dan Brown am Anfang, in der er erzählt, wie er als zehnjähriger Junge auf einen krakeligen Symbol-Code an seinem Weihnachtsbaum stieß und wie dieses Erlebnis seine Leidenschaft für Rätsel prägte. Für junge Leser:innen ist das eine schöne Einladung, ihre eigenen Faszinationen ernst zu nehmen.
Was der One Verlag mit den Kürzungen wirklich gut gelöst hat, ist die Balance. Statt 640 Seiten sind es 496, Gewaltszenen wurden reduziert, nicht zensiert, komplexe kunstgeschichtliche Passagen gestrafft, ohne die Substanz zu verlieren. Wichtig ist mir die Einordnung: Das Buch ist Fiktion, Dan Brown selbst betont, dass nicht alle historischen Behauptungen akkurat sind. Genau diese kritische Lese-Ebene lässt sich mit Jugendlichen wunderbar diskutieren, und die Ausgabe eignet sich damit auch als Klassenlektüre oder Einstieg für Kunst- und Deutschunterricht.
Für Eltern von lesehungrigen Teenagern ist das Buch ein sicheres Geschenk: intellektuell anspruchsvoll, altersgerecht aufbereitet, spannend genug für ein ganzes Wochenende. Und wer einmal in der Robert-Langdon-Welt angekommen ist, will erfahrungsgemäß mehr. Sechs Bände warten schon.
Ich hoffe wirklich, dass auch „Illuminati“ als Jugendausgabe folgt.
- Neal Shusterman
Scythe – Die Hüter des Todes
(1.248)Aktuelle Rezension von: thatsme_paula5 / 5 ⭐️
Ich habe durch den Bücher Club erst das Buch entdeckt und muss sagen ohne hätte ich es auch nicht gelesen. Also am Anfang war ich ein wenig skeptisch aber jetzt weiß ich gar nicht mehr warum.
Das World Building war seit langem mal sowas erfrischendes und neues wie lange nicht mehr. Ich liebe diese Struktur und Idee dahinter so sehr. Und vorallem der Schreibstil dazu hat so gepasst.
Ich habe oft durch dieses Buch Sachen hinterfragt und fand die verschiedenen Perspektiven so erfrischend und real.
Ich werde mir die nächsten Teile aufjedenfall auch holen.
- Dmitry Glukhovsky
Metro 2033
(670)Aktuelle Rezension von: Olaf_RaackDie Welt im Untergrund nach einem anfangs nicht näher bestimmten verheerenden Atomkrieg. Wir befinden uns in der Metro unterhalb Moskaus, wo es Menschen geschafft haben, den atomaren Schlag zu überleben und nun um ihr Fortbestehen zu kämpfen. Mittendrin steckt Artjom, der auf eine scheinbar aussichtslose Mission geschickt wird, die ihn durch weite Bereiche des von verschiedenen, extremen Gruppierungen bevölkerten unterirdischen Netzes führt. Und als böte der Mensch selbst nicht genug Gefahren, lauern auch noch ganz andere auf ihn.
Das Setting ist irrsinnig gut. Die Vorstellung, einen Atomkrieg in der U-Bahn zu überleben und an den Untergrund gebunden zu sein, weil einen an der Oberfläche die Strahlung zersetzt, ist beängstigend. Dazu die dauerhafte Gefahr durch mutierte Wesen und andere Gefahren, die sich aus den Tunneln nähern. Guten Tag, dystopischer Albtraum.
An manchen Stellen war es mir allerdings ein wenig zu nebulös, zu uneindeutig, zu fantastisch, was ich in dem Setting nicht erwartet hatte. Trotzdem war die Atmosphäre spürbar drückend, kalt und düster. Ein Umstand, den auch der Schreibstil des Autors begünstigt. Er unterstützt die emotionale Kälte, die sich ausbreitende Unmenschlichkeit und eine gewisse Abgestumpftheit.
Insgesamt eine intensive Leseerfahrung, die mich definitiv dazu verlockt, auch die nachfolgenden Bände 2034 und 2035 zu lesen, um weiter in diese toxische Welt einzutauchen.
Ich kann das Buch allen empfehlen, die es dystopisch, teils skurril und destruktiv mögen. Hier werdet ihr auf eure Kosten kommen! - V. E. Schwab
Das unsichtbare Leben der Addie LaRue
(625)Aktuelle Rezension von: Gina_1234Eine ganz besondere, melancholische Geschichte, die für mich am Ende zwar kein absolutes Jahreshighlight war, aber dennoch wunderschön geschrieben ist und definitiv im Gedächtnis bleibt. 📖✨
Meine Eindrücke:
Bewusste Langatmigkeit: Das Buch ist phasenweise wirklich sehr langatmig. Aber je länger man liest, desto mehr merkt man: Es braucht genau diese bewusste Langatmigkeit, um Addies Jahrhunderte andauernde Einsamkeit und damit auch die gesamte Tragweite des Buches wirklich zu verstehen. 🕰️💭
Toller Genre-Mix: Die Verbindung der verschiedenen Elemente hat mir unfassbar gut gefallen. Dieser fließende Genre-Mix aus historischer Literatur und Fantasy ist einfach genau mein Ding und wurde von V. E. Schwab richtig toll umgesetzt. 📜🪄
Der Wendepunkt: Der krasse Cliffhanger am Ende von Teil 3 – als klar wurde, dass Henry ebenfalls eine Abmachung getroffen hat – war genial platziert und hat der ruhigen Geschichte genau im richtigen Moment einen gewaltigen Spannungs-Boost verpasst! ⚡
Fazit: Ein atmosphärisches Buch, das sich Zeit lässt, aber gerade dadurch eine unheimliche Tiefe entwickelt. Eine wunderschöne Geschichte, die von mir absolut verdiente 4 von 5 Sterne bekommt! ⭐⏳
- Ben Aaronovitch
Ein Wispern unter Baker Street
(613)Aktuelle Rezension von: JulybookishAlso naja, das war mehr oder weniger ein Schuss in den Ofen. Barbara und ich haben uns wieder hinten den nächsten Band geklemmt und so tolle Sachen erwartet. Von wunderbare Bakerstreat Vibes, monumentale Magierkämpfe und atemberaubende Spannung war jedoch wenig auszumachen. Was wir bekommen haben, war eher ein flaches Lüftchen mit etwas Ermittlungsarbeit...😮💨
Aber von vorn!
Durch den zweiten Band wissen wir von dem gesichtslosen neuen Gegenspieler und statt hier weiter zu ermitteln und anzuknüpfen werden wir in einen komplett anderen Fall hineingeworfen. Peter wird wieder von Stefanopolus zum Tatort zitiert und vorerst wird nichts Übernatürliches festgestellt, aber Peter wäre nicht er, wenn er nicht noch tiefer graben würde. Diverse Gänge im Untergrund, viele Verhöre und Befragungen später kristallisiert sich eine funkelnde Spur heraus, der wir aber nicht folgen. Wie der Autor nicht müde wird zu sagen, ist echte Polizeiermittlung nicht wie im Film. Also wieder 5 Gänge zurückgeschalten und recherchiert. Auch werden wieder so viele Fäden miteinander verknüpft, dass man den Überblick verliert, was wirklich wichtig ist.
Der Fall mit seinem Grundgedanken war zwar auch spannend und gut verschachtelt, aber zog sich doch sehr. Das Problem ist halt, das sich Peter Grant sehr gut ablenken lässt und zu leicht den Fokus verliert. Auch der Schreibstil ist seinem Charakter angepasst und deshalb erörtert der Autor lieber Nebensächlichkeiten, anstatt auf den Punkt zu kommen... 🙄Auch Lesley ist jetzt mit dabei und übt fleißiger als es Peter in 3 Bänden getan hat. Sie bringt einen schönen Schwug in das Ganze und fördert hoffentlich Peters Geist.
Aber was wieder richtig gut war, ist der Humor. Dieser trockene englische Humor hat mich oft laut Auflachen lassen, da dieser spontane Slapstick einfach zu gut ist. Eine Szene ist grandios beschrieben und kommentiert worden, die ich so schnell nicht aus meinem Kopf bekomme. Ich sag nur Krankenhaus-Kittel auf der Straße... 🤣
Ich denke mal, wir geben nicht auf und werden die Reihe weiterlesen, da ja irgendwann auch mal ein Ergebnis zum Gesichtslosen kommen muss. Zumindest war es kurz eingebunden, wenn auch nicht präsent. Es bleibt immer ein Gefühl eines offenen Endes zurück und man möchte sich wirklich mit Peter entwickeln und ihn zu einem guten Polizisten machen, aber das dauert wahrscheinlich noch viele, viele Bände. Was ist zu Beispiel mit dem witzigen Typen aus dem Prolog? Wird der dann in Band 5 erlöst? Ich werde berichten! 😉
- Dan Brown
Origin
(634)Aktuelle Rezension von: Karandi
Ich muss sagen, dass die letzten beiden Bücher der Robert-Langdon-Reihe meinen Geschmack absolut nicht getroffen haben. Vielleicht ist die Figur einfach langsam auserzählt, und es bringt nichts mehr, weiterhin Geschichten um sie herum aufzubauen. Die ersten drei Teile fand ich deutlich besser. Obwohl ich sie nicht in chronologischer Reihenfolge gelesen habe, wirkten sie auf mich trotzdem stärker als die letzten beiden.
Ich habe Origin nach The Secret of Secrets gelesen, und schon dort habe ich einen gewissen Abwärtstrend bemerkt. Trotzdem gebe ich dem Buch noch drei Sterne – hauptsächlich wegen des Charakters Robert Langdon. Ich habe überhaupt erst angefangen, Dan Brown zu lesen, weil ich vor vielen Jahren den Film The Da Vinci Code gesehen hatte und wissen wollte, wie das Buch dazu ist. Dabei muss ich sagen: Die Bücher gefallen mir deutlich besser als die Filme.
Allerdings wirken die letzten beiden Bände meiner Meinung nach zu verkrampft. Worum geht es in Origin? Ein Futurist und Technologe will beweisen, dass kein Gott nötig ist, damit Leben entstehen kann. Er möchte seine Entdeckung weltweit veröffentlichen, wird jedoch noch vor der Präsentation auf offener Bühne ermordet. Dadurch wird die Welt sogar noch aufmerksamer als zuvor. Der Livestream seiner Enthüllung hatte ursprünglich sieben Millionen Zuschauer, doch nach seinem Tod verfolgen über 200 Millionen Menschen die Auflösung.
Natürlich arbeitet Dan Brown auch hier wieder mit vielen fiktiven Konstruktionen, Halbwahrheiten, Legenden und wissenschaftlichen Ansätzen. Die Wissenschaft versucht seit Jahrzehnten, mithilfe der sogenannten „Ursuppe“ und elektrischer Entladungen die Entstehung von Leben nachzustellen – bislang ohne endgültigen Erfolg. Im Buch wird ein Weg beschrieben, wie Edmond Kirsch dieses Problem angeblich gelöst hat. Allerdings fand ich die Umsetzung enttäuschend, denn letztendlich basiert der „Beweis“ lediglich auf einer Computersimulation, die zeigen soll, dass Leben auch ohne Schöpfer entstehen kann.
Ich hatte auf mehr Raffinesse gehofft. Dan Brown hat mich in früheren Büchern oft mit cleveren Wendungen überrascht. Ich lese seine Werke durchaus objektiv. Auch als gläubiger Christ habe ich kein Problem damit, seine Bücher zu lesen, selbst wenn sie oft mit Legenden, spekulativen Behauptungen und fiktiven Geschichten arbeiten, die dem Christentum kritisch gegenüberstehen. Als Leser finde ich, dass man bei solchen Romanen auch einfach die Geschichte genießen sollte, anstatt alles zu verbissen zu betrachten.
Gerade deshalb hatte ich mir in diesem Buch etwas Originelleres und Aussagekräftigeres erhofft. Dass am Ende ein Rechenmodell den entscheidenden Beweis liefern soll, war mir persönlich zu schwach. Das Problem bei solchen Simulationen ist für mich: Man gibt bestimmte Voraussetzungen und Ziele vor, und der Computer arbeitet innerhalb dieser Grenzen. Dadurch wirkt das Ergebnis auf mich zu leicht manipulierbar, weshalb mich die Aussagekraft diesmal nicht überzeugen konnte.
Hinzu kommt, dass ich relativ früh geahnt habe, wer hinter den ganzen Morden steckt, die scheinbar verhindern sollen, dass das Geheimnis ans Licht kommt. Tatsächlich dienen sie jedoch nur dazu, noch mehr Aufmerksamkeit zu erzeugen, damit möglichst viele Menschen die Liveübertragung sehen. Wer das Buch noch nicht gelesen hat, dem möchte ich die Auflösung natürlich nicht spoilern. Ich bin mir aber sicher, dass erfahrene Dan-Brown-Leser relativ schnell erkennen werden, wer am Ende die Strippen zieht.
Wenn man die Robert-Langdon-Reihe liest, sollte dieses Buch trotzdem nicht fehlen. Allerdings finde ich generell nicht, dass man zwingend alle Bände lesen muss. Dass Robert Langdon Symbolologe ist, wissen viele ohnehin schon durch die Filme, und selbst ohne dieses Vorwissen funktioniert die Handlung meistens eigenständig.
Da Origin und The Secret of Secrets die neuesten Bücher von Dan Brown sind, muss ich ehrlich sagen: Mir gefällt der „alte“ Dan Brown besser – mit schnelleren Szenenwechseln, originelleren Geschichten und diesen Momenten, in denen man kaum noch unterscheiden kann, was Wahrheit und was Fiktion ist.
Ich bin gespannt, was er als Nächstes schreiben wird. Meiner Meinung nach sollte er Robert Langdon vielleicht langsam ruhen lassen und sich wieder auf etwas Neues konzentrieren, um frischen Wind in seine Geschichten zu bringen.
Robert Langdon war für mich trotzdem noch das Positivste an diesem Buch. Immer wenn ich ihn lese, habe ich automatisch den Schauspieler aus den Filmen vor Augen. Dadurch wirken sein Humor, seine Wortwitze und seine Art sehr lebendig.
Ansonsten wären es für mich wahrscheinlich sogar weniger als drei Sterne geworden. Deshalb würde ich das Buch vor allem denjenigen empfehlen, die ohnehin bereits mit der Robert-Langdon-Reihe angefangen haben – allen anderen eher nicht.
- Ben Aaronovitch
Schwarzer Mond über Soho
(792)Aktuelle Rezension von: Darryl1208Tolle Fortsetzung des ersten Buches.
Das Buch hat einige interessante Irrungen und Wirrungen, von denen ein paar durch Peters Familie gelöst werden.
Toll ist auch, was man zB über Molly und Nightingale erfährt und das man auch bei Lesley auf dem Laufenden bleibt.
Es scheint das das Folly, als Ausbildungsstätte englischer Magier immer mehr Zulauf bekommt und das nicht weil DI Nightingale endlich zu der Erkenntnis gekommen ist, das er sich eher um einen Nachfolger hätte kümmern sollen.
Insgesamt ein Buch, das man eben mal am Stück weg liest, mit einem Extrabonus für Lesley, weil ihr am Ende des Buches ein Licht auf geht. - Dan Brown
Meteor
(1.821)Aktuelle Rezension von: KarandiAuch wenn das Buch schon älter ist, finde ich die Botschafters dahinter zeitlos. Ein Meteorit wird gefunden und ihn ihm ist versteinertes Leben entdeckt worden, was die ganze Welt in ein Staunen versetzt und für immer verändert. Doch am Ende kommt eine Verschwörung ans Tageslicht, die seinesgleichen sucht. Es ist zwar nur ein Roman aber nicht jede fiktive Geschichte beruht auf Fantasievolle Geisteskraft des Autoren. In manchen steckt auch ein Fünkchen Wahrheit und ich denke, man wäre gut darin beraten nicht alles, was Institutionen die durch Fördergelder finanziert werden an Ergebnisse und Neuerungen hervorbringen, sofort Glauben zu schenken. Denn werden keine Ergebnisse geliefert, werden Gelder gestrichen. Von daher sollte man vielleicht nicht immer sofort alles glauben, was einem aufgetischt wird. Ich weiß nicht, ob das die Botschaft war, welche das Buch verbreiten wollte aber es ist die, die ich daraus gezogen habe und ich finde sie großartig. Abgesehen davon ist das Buch packend geschrieben und zieht einen wirklich in seinem Bann.
- Lucinda Riley
Helenas Geheimnis
(412)Aktuelle Rezension von: Over-oneFür die Sommerbuchchallenge habe ich ein Buch ausgesucht, das schon länger bei mir im Regal steht. Und da ich Lucinda Rileys Bücher sehr gerne mag, habe ich mich sehr auf das sommerliche Setting hier gefreut. Ein Geheimnis macht es spannend, dachte ich. Aber leider hat das Buch auch immer wieder Längen, die etwas ermüdend waren.
Die Personen, allen voran Helena fand ich sehr sympatisch. Und auch die anderen Familienmitglieder fand ich interessant gestaltet. Das Geheimnis schwebt immer wieder über allem und ist dann letztlich aber dich eher unspektakulär. Denn Schreibstil der Autorin mochte ich hier wieder sehr gerne. Allerdings hätten die Längen, die zuweilen alles etwas zäh gestaltet haben, wirklich nicht sein müssen. Das war etwas schade.
Nichtsdestotrotz ist es ein netter Sommerroman, den man locker mal nebenher lesen kann.
- Lucinda Riley
Der Lavendelgarten
(850)Aktuelle Rezension von: julestodoAls die Mutter von Emilie verstirbt, stürzt sie in einen Strudel von Gefühlen. Langsam arbeitet sie die Geschehnisse der Vergangenheit ihrer Familie auf und es kommt zu einem völlig unerwartetem Ende
Der Schreibstil von Lucinda Riley ist auch in diesem Buch wieder unvergleichlich gut. Die Geschichte ist sehr spannend geschrieben und die Personen gut dargestellt. Ich habe dieses Buch lange im Regal stehen gehabt und bin froh, dass ich es nun endlich zur Hand genommen habe. Ich habe die Lektüre sehr genossen und kann das Buch nur wärmstens empfehlen!
- Marah Woolf
Rückkehr der Engel
(596)Aktuelle Rezension von: RabeaMit Rückkehr der Engel entführt Marah Woolf ihre Leser in eine spannende Mischung aus Dystopie, Fantasy und Engelsmythologie. Besonders das Worldbuilding hat mir gut gefallen, denn die Autorin bringt einige interessante Ideen ein, die sich von vielen anderen Jugendfantasy-Büchern abheben. Auch der flüssige Schreibstil sorgt dafür, dass man schnell durch die Geschichte kommt.
Trotzdem konnte mich das Buch insgesamt nicht ganz überzeugen. Die Handlung wirkte auf mich oft vorhersehbar und erinnerte mich an viele andere Jugendfantasy-Geschichten. Das muss nicht unbedingt schlecht sein, für mich fehlten dadurch jedoch die Überraschungsmomente.
Mit der Protagonistin Moon wurde ich leider ebenfalls nicht richtig warm. Einige ihrer Entscheidungen konnte ich nur schwer nachvollziehen und ich hatte häufig das Gefühl, dass Missverständnisse die Handlung unnötig vorantreiben. Hinzu kam, dass sie für mich stellenweise sehr in ihrer Rolle als selbstaufopfernde Retterin ihrer Familie aufgegangen ist. Ihr ständiges „Ich muss alles für meine Familie tun“ wirkte auf mich mit der Zeit etwas übertrieben und hat sie für mich eher anstrengend als sympathisch gemacht. An manchen Stellen hätte ich mir gewünscht, dass sie Situationen direkter anspricht oder andere stärker an ihren Gedanken teilhaben lässt.
Insgesamt ist Rückkehr der Engel ein solides Jugendfantasy-Buch mit einer interessanten Welt und guten Ideen. Mich konnte die Geschichte am Ende jedoch nicht vollständig mitreißen. Ob ich die Trilogie weiter verfolge... weiß ich nicht.
- Dan Brown
Diabolus
(1.704)Aktuelle Rezension von: Karandi
Für mich war Diabolus wirklich ein absoluter Genuss. Ich mochte auch Meteor sehr, weil wir dort einen Dan Brown erleben, der praktisch noch in den Kinderschuhen steckte, bevor er zu einem der ganz Großen des Thriller-Genres wurde. Tatsächlich ist Dan Brown sogar mein Lieblingsautor im Thrillerbereich, und Verschwörungen sind meiner Meinung nach sein absolutes Markenzeichen – etwas, das er so gut beherrscht wie kaum ein anderer.
Dieses Buch lag tatsächlich jahrelang auf meinem SuB, und ich bin froh, es endlich gelesen zu haben. Fast ärgere ich mich ein wenig darüber, ihm nicht schon früher Beachtung geschenkt zu haben. Ich musste mitfiebern, hatte Gänsehaut und teilweise sogar einen regelrechten Adrenalinschub. Die kurzen Kapitel treiben die Handlung enorm voran: eine Szene hier, eine Szene da, ständig Spannung, ständig Bewegung. Auch wenn es in diesem Buch gar nicht um eine klassische Verschwörung per se geht, sondern eher um einen Racheakt und einen genialen Coup, trägt es dennoch ganz klar die typische Dan-Brown-Handschrift.
Für mich war dieses Buch der letzte Vorbote der großen Robert-Langdon-Reihe, von der mir inzwischen nur noch ein Band fehlt. Und im Gegensatz zu seinem letzten Werk, das mich beinahe enttäuscht hatte, war dieses hier eine unerwartet positive Überraschung.
Auftragsmorde, Rätsel, die gelöst werden müssen, und Protagonisten, die nach und nach ihr wahres Gesicht hinter einer scheinheiligen Fassade enthüllen – einfach wunderbar. Ich kann dieses Buch wirklich jedem empfehlen, der den jungen Dan Brown kennenlernen möchte und verstehen will, welches Talent schon damals in ihm steckte und wie groß er damit noch werden konnte.
Ich habe das Buch innerhalb von zwei Abenden gelesen. Trotz seiner knapp 500 Seiten ist es ein Werk, das man kaum aus der Hand legen möchte – und jede einzelne Empfehlung wert ist.
- Raven Kennedy
The Darkest Gold – Die Gefangene
(540)Aktuelle Rezension von: ZeilenxgefluesterDiese Rezension fällt mir wirklich schwer, da ich die Bewertung gar nicht so leicht einordnen kann. Als ich angefangen habe zu lesen, dachte ich ehrlich: Oh Gott, das ist absolut nichts für mich, das kann ich nicht zu Ende lesen. Die Männer in diesem Buch handeln unfassbar frauenverachtend und die Frauen, die dem König dienen müssen, werden herabwürdigend als „Sättel“ bezeichnet.
Da ich aber durch andere Rezensionen wusste, dass die Reihe erst im weiteren Verlauf so richtig stark wird, habe ich mich selbst an der Nase gepackt und durchgehalten.
Die Protagonistin macht in diesem Band unglaublich viel durch – beim Lesen war ich stellenweise gefühlt selbst davon traumatisiert.
Was das Buch dennoch getragen hat, war der wahnsinnig gute Schreibstil der Autorin. Obwohl der Umgang mit den Frauen extrem makaber ist, entstand ein regelrechter Sog, dem man sich kaum entziehen konnte. Der langsame, durchdachte Aufbau der Welt ist wirklich grandios und man kann bereits erahnen, welche magischen Wesen in den Folgebänden noch auftauchen werden.
Ich bin trotz des harten Einstiegs sehr gespannt und freue mich auf die Fortsetzung!
- Ben Aaronovitch
Der böse Ort
(457)Aktuelle Rezension von: juniaWie kam ich zu diesem Buch?
Durch Zufall wurde ich bereits vor langer Zeit auf die Reihe bzw. den Autor aufmerksam. Ich hatte damals auch einige Bücher der Reihe gelesen. Nachdem der Rest dann einige Zeit im Bücherregal vor sich hin schlummerte, startet nun der Re-Read und das Schmökern der ganzen Reihe.
Wie finde ich Cover und Titel?
Die Cover waren es, die mich vor zehn Jahren angesprochen haben und das tun sie immer noch. Das Taschenbuch hat eine Art Prägung, man kann die Schrift fühlen. Der Titel passt auch.
Um was geht’s?
Auf den Inhalt gehe ich an dieser Stelle nicht allzu detailliert ein, den Klappentext könnt ihr ja selbst lesen, und eine Zusammenfassung des Buches muss ja nun nicht in die Rezension. Lasst euch aber gesagt sein, dass so einiges passiert in der Welt von Peter Grant, seines Zeichens Magielehrling, offiziell in der Abteilung für Spezialermittlungen bei Inspector Thomas Nightingale. Mittlerweile haben Charaktere und Leser sich in das Setting eingefunden, das echt süchtig macht, und schon gibt es einen neuen, selbstverständlich übernatürlichen Fall, sehr komplex und mit überraschendem Ende. Ich bin gespannt, wie es in Band 5 weitergeht. Auch hier wurde das Hörbuch extrem gekürzt. Wer es hat, sollte lieber das Buch lesen. Es fehlen natürlich keine kriegsentscheidenden Fakten, aber die Kürzung nimmt schon viel Flair der Geschichte und vor allem den Humor.
Wie ist es geschrieben?
Es handelt sich um den 4. Teil einer Serie, und ich hatte keine Probleme, wieder in die Rahmenhandlung einzutauchen. Ich war ja auch gleich angefixt und wollte wissen, wie es weitergeht. Es wird zwar immer wieder Bezug auf die vorherigen Bände genommen, Quereinsteiger dürften es aber schwer haben, die Zusammenhänge zu erfassen. Der Schreibstil ist locker-flockig und zügig zu lesen, der Ausdruck ist gut und leicht zu verstehen. Sehr gut gefällt mir, dass der Roman in der Ich-Form (von Peter) geschrieben ist, man versucht sich gleich mit dem Protagonisten zu identifizieren und ist irgendwie näher dran am Geschehen. Die Beschreibungen sind nicht zu ausschweifend, aber detailliert und bildhaft genug, um gleich in der Story zu sein. Die Gegebenheiten konnte ich mir sehr gut vorstellen. Ein fast beiläufig eingestreuter schwarzer und trockener Humor rundet das Ganze ein wenig ab und trifft genau meinen Geschmack. Ja, man muss schon ziemlich schmunzeln beim Lesen.
Wer spielt mit?
Die Charaktere und deren Entwicklung sind gut gezeichnet. Ich habe sie kennengelernt, ich habe mitgefiebert und mitgelitten. Die Stimme des Sprechers finde ich echt gut. Er liest recht zügig, was ich sehr mag, dennoch sind die Hörbücher – wie erwähnt – extrem gekürzt.
Mein Fazit?
Das Buch hat mir mit seinen aberwitzigen Dialogen sehr gut gefallen, somit erhält es von mir 5 von 5 Sternchen und kann guten Gewissens weiterempfohlen werden. Es wird nicht das letzte Buch des Autors sein, das ich lese. Die Reihe steht zum Glück fast lückenlos und lesebereit im Regal.
- Ben Aaronovitch
Fingerhut-Sommer
(382)Aktuelle Rezension von: SofatexAuch wenn Peter nicht viel Lust hat, bringen ihn dich einige Umstände aufs Land. Dort bekommt er es mit vermissten Kindern zu tun und jeder Menge Magie.
Ohne Nightingale sucht sich Peter Rat bei einem passionierten Magier aus der Umgebung und findet schnell Spuren, die in Richtung der Feenwesen deuten.
Eine Abenteuerliche Suche nach Antworten beginnt und Peter muss sich viel auf seine eigene Intuition und seon können verlassen. Zwar stehen ihm Freunde zur Seite, dich die Skepsis Im Dorf machen ihm das Leben nicht unbedingt leichter.
- Kate Morton
Das Seehaus
(392)Aktuelle Rezension von: Mazeixx„Das Seehaus“ erzählt die Geschichte eines jahrzehntealten Vermisstenfalls, der nie aufgeklärt wurde, und einer Ermittlerin, die viele Jahre später auf neue Spuren stößt. Zwischen Vergangenheit und Gegenwart ergibt sich nach und nach ein komplexes Geflecht aus Familiengeheimnissen und persönlichen Schicksalen.
Mir hat das Buch insgesamt sehr gut gefallen. Besonders die detaillierte Verknüpfung der einzelnen Figuren und ihrer Geschichten fand ich sehr spannend. Kate Morton versteht es, nach und nach Geheimnisse aufzudecken und dabei verschiedene Zeitebenen geschickt miteinander zu verbinden.
Allerdings hatte die Geschichte für mich zwischendurch auch einige Längen, wodurch sich das Lesen stellenweise etwas zäh angefühlt hat. Trotzdem hat mich die Handlung immer wieder eingefangen, vor allem durch die vielen offenen Fragen und das Bedürfnis, die Zusammenhänge zu verstehen.
Insgesamt ist „Das Seehaus“ ein Familiengeheimnisroman mit interessanten Figuren und einer vielschichtigen Handlung. Trotz kleinerer Längen spreche ich eine klare Leseempfehlung für alle aus, die Geschichten auf mehreren Zeitebenen und mit geheimnisvollen Familienverstrickungen lieben so wie ich.
- Robin Hobb
Der Bruder des Wolfs
(88)Aktuelle Rezension von: SabrrinaFitz-Chivalric hat im Sinne des Königreiches, dem er dient, sein Leben riskiert. Seine Gesundheit ist noch angeschlagen, als sein König ihm untersagt, Rache zu nehmen. Die Bedrohung durch die Roten Korsaren wächst und auch innerhalb der Burgmauern kann sich Fitz nicht mehr sicher fühlen, denn sein Onkel, Prinz Edel, scheint den alternden und kranken König Listenreich fest im Griff zu haben.
Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, da ich Fitz, Burrich, Philia, Chade und den Narren bereits im ersten Band sehr mochte. Nach diesem Band habe ich sie allerdings alle noch einmal ein ganzes Stück fester in mein Herz geschlossen. Ich muss sagen, dass sich die ersten paar hundert Seiten für mich etwas mehr gezogen haben als im ersten Band. Aber für diese Reihe braucht man einfach Zeit. Sie ist langsam erzählt und man muss sich darauf einlassen, doch es lohnt sich so sehr, dranzubleiben. Aus diesem langsamen Aufbau entwickelt sich nach und nach immer mehr Spannung, die sich auf den letzten paar hundert Seiten schließlich entlädt. Toll!
Robin Hobb hat einen unglaublich angenehmen Schreibstil, der aber gleichzeitig Konzentration erfordert. Vieles entwickelt sich eher langsam und man muss sich sehr auf Fitz’ Gedanken, Gefühle und seine Wahrnehmung der Welt einlassen. Dadurch verweilt die Geschichte aber eben nicht nur an der Oberfläche. Man taucht so tief mit Fitz in diese Welt ein, lernt unglaublich viel über ihn und die anderen Charaktere und bekommt das Gefühl, sie wirklich kennenzulernen. Besonders toll finde ich auch, wie die Verbindung zu den Tieren beschrieben wird, die Fitz aufbauen kann. Auf der einen Seite ist da diese tiefe Verbundenheit und Treue, die die miteinander verbundenen Wesen füreinander empfinden. Gleichzeitig wird aber auch immer wieder deutlich, welche Gefahr darin liegt. Durch diese Verbindung können beide ein Stück weit sich selbst verlieren und genau diese Mischung aus etwas Wunderschönem und gleichzeitig Bedrohlichem finde ich unglaublich gut umgesetzt.
Meine absoluten Lieblingscharaktere sind hier auf jeden Fall Burrich und der Narr. Von Letzterem habe ich allerdings immer noch nicht genug erfahren, denn er ist einfach so ein unglaublich interessanter Charakter. Gleichzeitig warten noch viele weitere tolle Figuren in dieser Geschichte. Und auch Edel ist ein Antagonist, der für mich richtig gut funktioniert. Man verachtet ihn als Leser einfach so sehr, und genau das zeigt, wie gut Robin Hobb ihn umgesetzt hat.
Und dann dieses Ende! Da habe ich gar keine andere Wahl, als möglichst bald zum dritten Band zu greifen. Lange wird dieser also definitiv nicht auf mich warten müssen.























