Bücher mit dem Tag "gelassenheit"
61 Bücher
- Karsten Dusse
Achtsam morden
(917)Aktuelle Rezension von: UlliQEin spannender Anwalt-Mafia-Krimi, der allein schon durch seine außergewöhnliche Erzählart getragen wird. Es ist faszinierend, wie absolut brutale Geschehnisse so weich und warmherzig dargeboten werden, dass man sich beinahe an ein Kinderlied erinnert fühlt. Wenn man den herrlich doppelbödig-zynischen Sarkasmus mag, wird dieses Hörbuch zu einem wunderbaren Erlebnis.
- Alexandra Reinwarth
Am Arsch vorbei geht auch ein Weg – Special Edition
(226)Aktuelle Rezension von: Vreni_liestSo sollten alle Ratgeber geschrieben sein!
Ich war selten bei einem Ratgeber so gut unterhalten. Natürlich war, wie bei so vielen Büchern dieser Art, nicht jedes Kapitel für meine Lebensumstände relevant. Trotzdem hatte ich beim Lesen richtig Freude.
Oft passiert es mir, dass ein Buch als „humorvoll“ angepriesen wird und ich nicht einmal schmunzeln muss. Alexandra Reinwarth hat es dagegen tatsächlich geschafft, mich immer wieder zum Schmunzeln zu bringen. 😄
Ganz bei ihr bin ich allerdings bei manchen „Loslass Übungen“ nicht. Bei der einen oder anderen dachte ich mir: Nein, das kann ich nicht machen, da würde ich mich ja selbst wie ein A…loch fühlen. 😂
Aber genau diese Mischung aus Humor, Alltagstipps und einem kleinen Tritt in den Hintern hat mir gut gefallen.
Wenn du deinen Alltag einmal etwas lockerer sehen möchtest, greif zu dieser Lektüre. Sie ist, im wahrsten Sinne des Wortes, doppelt hilfreich. 😉
- Albert Espinosa
Club der roten Bänder
(201)Aktuelle Rezension von: booksforeverAls Buchverlage zur Serie beworben konnte das Buch dahingehend meine Erwartungen nicht ganz erfüllen. Einige Erzählungen konnte man wiederfinden, allerdings ging es eher um Albert Espinosa und seine 23 Erfahrungen, die er aus seinem Kampf gegen den Krebs erlangt hat. Diesen Teil fand ich sehr gelungen, es gab inspirierende Zitate und Texte, die zum Nachdenken anregen. Im letzten Viertel des Buches ging es um die Gelben, damit konnte ich nicht wirklich etwas anfangen, weshalb ich dem Buch insgesamt 3,5 Sterne vergebe.
- Meike Winnemuth
Das große Los
(259)Aktuelle Rezension von: Schlumpfine-02Das große Los“ von Meike Winnemuth ist ein humorvoller, inspirierender Reisebericht über ein Jahr in 12 Städten weltweit, finanziert durch einen Gewinn bei „Wer wird Millionär?“ In Briefen teilt sie Aha-Erlebnisse, Kulturschocks und innere Veränderungen – ein Plädoyer für Mut und Möglichkeiten, das nie langweilig wird.
- Martin Walker
Bruno Chef de police
(277)Aktuelle Rezension von: Sanne54Nachdem ich schon sehr oft über Bruno, den Chef de Police eines kleinen Örtchens in der französischen Provinz gestolpert bin, nie aber ein Buch gelesen habe, habe ich nun doch mal einen Blick in den ersten Teil gewagt.
Und bin auch eine durchaus charmant konstruierte Geschichte gestoßen, was den namensgebenden Protagonisten und das Setting betrifft. Ein bisschen wie Rosamunde Pilcher in Frankreich. (Passenderweise kommen auch einige Engländer vor.) Bruno, dessen Rolle nicht so ganz trennscharf auf den örtlichen Polizisten festzulegen ist, hat eine große Schwäche fürs Kulinarische und die Tradition seines Perigords, wofür er sich gerne auch mal mit der EU anlegte, und ist anerkannter Teil seiner Gemeinde Saint-Denis. Obwohl kleinere Versuche gewagt werden, der Figur Tiefe zu verleihen (betrifft seine Vergangenheit in der Armee und dass er als Waise aufgewachsen ist), bleibt der überzeugte (?), aber begehrte Junggeselle sympathisch, allerdings ohne Ecken und Kanten. Das finde ich persönlich Schade.
Insgesamt wartet das Buch für mich mit zu vielen Klischees auf. Vielleicht trägt das zum "Cosy"-Gefühl bei, das diese Krimi-Reihe so erfolgreich macht, ich würde mir mehr Authentizität wünschen und weniger "Reiseführer"-Feeling. Da sind die Figuren die entscheidenden Stellschrauben, wie ich finde.Und dann macht zwischen Wochenmarkt, Kulinarik und Tennisplatz der Fall plötzlich eine überraschende Wendung. Nicht nur durch den brutalen Mord, bei dem Bruno den Ermittlern zuarbeitet, sondern auch durch den politisch-historischen Hintergrund, den der Autor einarbeitet. Hier werden interessante Themen aufgeworfen, die aber in diesem Kontext einfach zu flach und banal bearbeitet werden. Das wird der Thematik einfach nicht gerecht, weshalb ich einen zweiten Punkt abziehe. Vielleicht passen die folgenden Fälle Brunos besser zum Setting und sind nicht im Bereich des politisch-brisanten Kapitalverbrechens angesiedelt, denn das würde ihnen meiner Meinung nach besser zu Gesicht stehen.
Im Großen und Ganzen leicht lesbare Unterhaltung und ein sympathischer, spitzbübischer Protagonist, der nachvollziehbar viele Fans hat und hier aber leider in eine zu ambitionierte Story verwickelt wurde.
- Karsten Dusse
Achtsam morden
(112)Aktuelle Rezension von: juniaWie kam ich zu diesem Buch?
Durch Zufall wurde ich auf die Reihe bzw. den Autor aufmerksam. Es ist das erste Buch von Karsten Dusse, das ich gelesen bzw. gehört habe. Nachdem dieses hier dann einige Zeit auf der Leseliste vor sich hin schlummerte, habe ich es mir nun endlich mal vorgenommen. Es spricht ja irgendwie auch jeder drüber.
Wie finde ich Cover und Titel?
Passt beides sehr gut.
Um was geht’s?
Auf den Inhalt gehe ich an dieser Stelle nicht allzu detailliert ein, den Klappentext könnt ihr ja selbst lesen, und eine Zusammenfassung des Buches muss ja nun nicht in die Rezension. Lasst euch aber gesagt sein, dass so einiges passiert in der Welt von Anwalt Björn Diemel, dessen Leben doch ein wenig aus den Fugen gerät. Und alles nur wegen der Achtsamkeit. Die Story ist spannend aufgebaut und hatte einige für mich überraschende Wendungen.
Wie ist es geschrieben?
Es handelt sich um den 1. Teil einer Serie, und ich hatte keine Probleme, in die Geschichte einzutauchen, ich war ja auch gleich angefixt und wollte wissen, wie es weitergeht. Der Schreibstil ist flüssig und zügig zu lesen, der Ausdruck ist leicht zu verstehen. Sehr gut gefällt mir, dass der Roman in der Ich-Form geschrieben ist, man versucht sich gleich mit dem Protagonisten zu identifizieren und ist irgendwie näher dran am Geschehen. Die Beschreibungen sind nicht zu ausschweifend, aber detailliert und bildhaft genug, um gleich in der Story zu sein. Die Gegebenheiten konnte ich mir sehr gut vorstellen. Der subtile, trockene, schwarze Humor und die sachlichen Beschreibungen eines Anwalts runden das Ganze ein wenig ab und treffen genau meinen Geschmack.
Wer spielt mit?
Die Charaktere und deren Entwicklung sind gut gezeichnet. Ich habe sie kennengelernt, ich habe mitgefiebert und mitgelitten. Irgendwann wurde Björn dann aber doch ganz schön brutal, auch wenn er indirekt tötet. Ich mag den Sprecher, er macht das Hörbuch zu einem absoluten Highlight.
Mein Fazit?
Ich habe wirklich Tränen gelacht. Das Buch hat mir sehr gut gefallen, somit erhält es von mir 5 von 5 Sternchen und kann guten Gewissens weiterempfohlen werden. Es wird nicht das letzte Buch des Autors sein, das ich lese. Es gibt ja noch ein paar weitere Teile.
- Alexandra Reinwarth
Am Arsch vorbei geht auch ein Weg
(59)Aktuelle Rezension von: seelenseitenDieses Hörbuch habe ich nur anhand des Titels auserkoren, mein Hörbuch des Monats zu werden.
Ich merke nämlich immer wieder wie viel Wert ich auf die Meinung anderer gebe und wie sehr es mir am Arsch vorbeigehen sollte.
Mich lässt das Hörbuch etwas im Zwiespalt zurück.
Die Autorin hat auf humorvoller Weise versucht einem näherzubringen kein „People Pleaser“ zu sein.
Hierbei gab es die unterschiedlichsten Beispiele aus verschiedensten Alltagssituationen.
Mir konnte dieses Buch leider nicht weiterhelfen, weil ich viele dieser Situationen nicht kenne und/oder es mir zu oberflächlich gedacht war.
Die Situationsbeispiele, die ich auch gut auf mich selbst beziehen konnten, waren vom Lösungsvorschlag sinngemäß so: „Sag stattdessen dies, sag stattdessen das und dann klappt das schon“.
Hierbei waren mir die formulierten „Antwortbeispiele“ manchmal auch zu hart oder unhöflich formuliert, aber hier findet jeder die für sich richtige Ausdrucksweise.
Der Ansatz und auch die Beispiele für eine Lösung haben nie die eigentliche Ursache des Problems angesprochen.
Vielleicht bin ich mit der falschen Erwartungshaltung an diesen Ratgeber herangegangen, aber ich hätte mit mehr Fokus auf die Ursachenbekämpfung gerechnet. - Patrizia Collard
Das kleine Buch vom achtsamen Leben
(31)Aktuelle Rezension von: mymagicalbookwonderlandRezension
Buchname: Das kleine Buch vom achtsamen Leben: 10 Minuten am Tag für weniger Stress und mehr Gelassenheit
Autor: Dr. Patrizia Collard
Seiten: 96 (Print)
Fromat: als Print, Hörbuch und Ebook erhältlich
Verlag: Heyne Verlag; Deutsche Erstausgabe Edition (8. August 2016)
Sterne: 4
Cover:
Das Cover ist richtig schön gestaltet worden. Der Buchtitel steht in hellen und dunklen bzw blaufarbenen Buchstaben im oberen Bereich. Man kann eine Pusteblume erkennen. Auf dem ersten Blick ist das schon mal sehr ansprechend.
Klappentext: (aus Amazon übernommen)
Wie schön wäre es, einfach ganz entspannt im Hier und Jetzt zu leben. Das endlose Gedankenkarussell für einen Moment anzuhalten und der Hektik des Alltags zu entkommen. Dafür müssen Sie nicht stundenlang auf dem Meditationskissen sitzen: Die einfachen Achtsamkeitsübungen in diesem Buch führen Sie in Minutenschnelle zu innerer Klarheit, Gelassenheit und Ruhe. Probieren Sie es aus – gönnen Sie sich kleine Auszeiten, die den Tag entschleunigen und den Kopf freimachen.
Für alle, die noch mehr Achtsamkeits-Anregungen suchen: »Sei achtsam mit dir« – das neue Buch von Patrizia Collard.
Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin ist total flüssig, liest sich super und ist sehr leicht verständlich.
Meinung:
!!!! Achtung !!! Könnte Spoiler erhalten!!!
Mir hat „Das kleine Buch vom achtsamen Leben: 10 Minuten am Tag für weniger Stress und mehr Gelassenheit“ von Dr. Patrizia Collard recht gut gefallen. Auf knappen 100 Seiten finden sich sehr viele Achtsamkeitsübungen. Meiner Meinung nach sind das Yoga Übungen. Die allerdings sehr einfach und leicht nachzumachen waren. Die ganzen Tipps uns Tricks konnte ich ohne großen Zeitaufwand gut in meinem Alltag integrieren. Ein paar kannte ich schon, andere waren mir neu. Was mir auch gut gefallen hat war, dass ich das Buch nicht stur von vorne nach hinten lesen musste, sondern ich konnte mir ein Kapitel aussuchen, welches ich interessant fande oder für mich passend war. Man kann da auch einfach gut nach Lust und Laune drin blättern und sich intuitiv leiten lassen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich fande es toll, dass es so klein und handlich war, die Tipps sehr knapp aber dennoch ausreichend beschrieben und es keinen großen Zeitaufwand war.. Deshalb bekommt „Das kleine Buch vom achtsamen Leben“ von mir auch sehr verdiente 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung.
Fazit:
Tolles, kleines, süßes Nachschlagewerk für Tipps für ein achtsames und stressfreies Leben.
- Jon Kabat-Zinn
Jeder Augenblick kann dein Lehrer sein
(32)Aktuelle Rezension von: Dr_MUnser Körper folgt unserem Geist. Falls man darauf noch nicht selbst gekommen ist, erfährt man es gleich zu Beginn dieses Buches. Es handelt sich bei ihm um einen der besten Texte zum Thema Selbstheilung, die ich kenne. Im Grunde erklärt sein Autor eine Prozedur, die bereits vor über 2500 Jahren von Buddha entdeckt wurde. Leider verbinden sich mit Buddha eine Menge falscher Behauptungen, beispielsweise die, dass er ein Religionsstifter sei. Der Buddhismus kennt viele Spielarten, darunter auch religiöse. Nun machen Menschen aus allem Möglichen eine Religion. Buddha selbst hielt wohl von Religionen nichts. Fragen nach der Wiedergeburt und anderem Unfug wich er stets aus. Erfunden hat er diese Legenden schon gar nicht, sie bestanden schon vor ihm.
Moderne Neurowissenschaftler oder Psychologen sehen in Buddha heute, was er schon damals tatsächlich war, nämlich der erste und wohl bedeutendste Psychotherapeut. Ihn beschäftigte die Frage, warum Menschen unglücklich sind. Seine Erkenntnis über die Ursachen dieses Gefühls beschreibt der Begriff Erleuchtung. Daraus leitet sich eine Methode ab, die man "Achtsamkeitsmeditation" nennt.
Bei ihr handelt es sich ausschließlich nur um ein Training unseres Geistes. Beobachtet man kommentarlos die Vorgänge in seinem Kopf, dann stellt man leicht fest, dass sich dort ein einziges Chaos abspielt. Ständig kommen neue Gedanken auf und verschwinden wieder. Manchen geht man nach, anderen nicht. Gemeinsam ist ihnen nur, dass sie einen genau von dem Moment ablenken, der gerade ist. Unser Leben findet gerade jetzt statt, aber wir befinden uns fast immer geistig ganz woanders als gerade dort, wo wir wirklich sind. Die Gegenwart nehmen wir nur bedingt wahr, weil wir uns vom eigenen Autopiloten lenken lassen, um mehr Zeit mit Gedanken an alles Mögliche zu verschwenden. Wir leben also größtenteils unbewusst. Und das hat gravierende Folgen.
Uns überkommen Gefühle, über die wir nur schwer Kontrolle gewinnen können. Angst beispielsweise. Bei vielen Menschen steigert sie sich bis in eine Angst vor der Angst. Man fühlt sich ausgeliefert und glaubt schließlich nichts dagegen machen zu können. Nicht selten findet dieser Prozess ein tragisches Ende.
Unser Körper kommt durch viele kleine, aber ständig wirkende Belastungen des sogenannten modernen Lebens wie Krach, ständige Erreichbarkeit, Zeitnot oder das leidige Multitasking in Stresszustände, die wiederum eine Spirale zu noch mehr Stress und körperlichen Langzeitfolgen auslösen können. Will man solche Folgen rückgängig machen oder verhindern, dann muss man die Herrschaft über seinen Verstand zurückgewinnen und ihn dazu erziehen, zu machen, was man will, anstatt ihn sich ungehindert austoben zu lassen.
Allerdings ist das nicht ganz so einfach, denn unser Verstand ist ein raffinierter Geselle. Wenn wir das nämlich als Ziel ausgeben, wird er es nach Kräften sabotieren und dabei leider auch gewinnen. Nichts wollen und nichts tun – das ist, kurz und verwirrend gesagt, unsere Rettung. Für unsere kulturelle Prägung klingt das völlig absurd. Und das ist leider auch der Grund, warum viele Menschen damit entweder nichts anfangen können oder scheitern.
Unter „nichts tun“ versteht man die Achtsamkeitsmeditation und alle damit im Zusammenhang stehenden Ansätze. Sie werden in diesem Buch ausführlich beschrieben und hervorragend gelehrt. Im Gegensatz zu Büchern von Buddhisten geht der Autor ausführlich auf alle Probleme ein, auf die ein von der westlichen Kultur geprägter Mensch dabei trifft. Und außerdem fehlen glücklicherweise die vielen buddhistische Begriffe und der ganze entsprechende kulturelle Hintergrund, der den Kern des Ganzen für unseren Kulturkreis nicht wirklich herausarbeitet, dafür aber Esoteriker bedient.
Der Autor leitete eine amerikanische Stressklinik, in der innerhalb von acht Wochen ein Programm abgespult wird, das offenbar sehr hilfreich ist. Es besteht aus drei Komponenten: dem Body Scan, Yoga und einer Sitzmeditation, in der man nichts weiter tun muss, als den eigenen Atem zu beobachten und das Aufkommen und Verschwinden von Gedanken, die der eigene Verstand erfindet, weil ihm gerade fürchterlich langweilig ist. Sowie man sich an einen Gedanken heftet und ihn verfolgt, vergisst man das Beobachten des Atems. Da sieht man, wie unser Verstand arbeitet. Statt nun ärgerlich zu werden und das Ganze zu kommentieren, lässt man einfach los und beginnt erneut mit dem einfachen Beobachten. Erwartet man durch diese Übung mit der Zeit Fortschritte, steht man erneut auf verlorenem Posten. Wieder hat unser Verstand einen seiner Tricks angewandt und unsere Aufmerksamkeit an sich gezogen und gewonnen. Nichts tun bedeutet nur zu beobachten und nichts wollen keine Erwartungen zu haben, die man ständig überprüft. Das ist ungewohnt, aber anders geht es nicht. Einfach üben und nichts hinterfragen – das allein hilft.
Der Text ist in fünf Teile unterteilt: (1) Die Praxis der Achtsamkeit, (2) Die neue Sicht von Gesundheit und Krankheit, (3) Stress, (4) Praktische Anwendungen im Alltag, (5) Der Pfad der Achtsamkeit. Besonders im vierten Teil geht der Autor auf die üblichen Alltagsprobleme stressgeplagter Zeitgenossen ein, also auf Schlafstörungen, chronische Schmerzen, Furcht, Angst und Panik, Essgewohnheiten, Umweltstress und anderes.
Das Achtwochenprogramm der Klinik wird an mehreren Stellen besprochen. Es beginnt zunächst mit dem sogenannten Body Scan. Dabei lenkt man die eigene Aufmerksamkeit mit dem Atem fließend durch seinen Körper und nimmt ihn so wahr. Ähnlich wie bei der progressiven Muskelentspannung fühlt man sich danach viel leichter und gelöster. Nach zwei Wochen beginnt die Sitzmeditation. Später dann kommen die im Buch kurz beschrieben Yoga-Übungen hinzu. Auch hier fehlt glücklicherweise das ganze esoterische Brimborium, mit dem Yoga oft begleitet wird. Die Übungen füllen während des Klinikaufenthalts mehrere Stunden aus. Im Alltag wird man das nicht durchhalten können. Doch tatsächlich reichen ein bis zwei Stunden täglich aus, wenn man dabei bleibt.
Nachweisbar kommt es mit diesen Übungen zur Beruhigung und Entstressung von Körper und Geist, was zu einer schrittweisen Gesundung führt. Unser Körper verfügt, solange noch Kraft in ihm ist, über eine erstaunliche Regenerationsfähigkeit. Man muss ihm dabei eben nur helfen.
Dieses Buch ist wohl die beste Anleitung dazu. Allerdings wird man mit ihm allein bleiben, was die Sache im Gegensatz zu einem Klinikaufenthalt mit einer vorgegebenen Tagesstruktur nicht einfacher macht. - Erling Kagge
Stille
(89)Aktuelle Rezension von: vobabooksErling Kogge teilt in diesem Buch seine 33 Antworten darauf, was Stille ist. Hierfür betrachtet er beispielsweise sein eigenes Leben, die Gesellschaft, philosophische Überlegungen etc.
Ich habe das Lesen des Büchleins als sehr angenehm und beruhigend empfunden. Die Gedankengänge fand ich sehr interessant, ich habe es echt im Lesefluss durchgelesen. Und mich gefragt: Was bedeutet Stille für mich?
Ich kann das Buch absolut weiterempfehlen und habe direkt nach anderen Büchern des Autors geguckt.
- Anke Elisabeth Ballmann
Das Faultier-Prinzip
(9)Aktuelle Rezension von: AscardiaAls ich den Titel des Buches entdeckt habe, hat es sofort meine Neugierige geweckt. Ich mag Faultiere unheimlich gerne und da ich selbst Mama bin, wollte ich gerne lesen, wie sich das Lebenstempo der Kinder gelassener und freier entwickeln lässt.
Dies ist mein erstes Buch von Anke Elisabeth Ballmann und ich muss sagen, ich bin begeistert.
In vielerlei Dingen hat sie tatsächlich genau die Sichtweise, die ich auch vertrete. Mir ging es als Schulkind genauso, dass ich einfach ungern in die Schule gegangen bin. Schon wieder Erdkunde oder schon wieder Wurzel aus Quadrat. Sachen, die man im späteren Leben nie mehr benötigt. Gut viele Dinge schon aber wirklich nicht alles. Und dennoch ist unser Schulsystem veraltet, lernen Dinge, die wir für die Zukunft nicht brauchen, werden nach Noten bewertet und nicht nach Erfolg, Interesse und Kreativität. Dabei ist genau das der Erfolg und die Gelassenheit.
Anke schreibt hier von einem Faultier, das sie besucht hat und ihr mehr über Gelassenheit erklären möchte und ihr aufzeigen möchte, was die Menschen falsch machen.
Die beidseitige Sicht - einmal seitens Anke und einmal seitens dem Faultier Frieda, macht Lust auf mehr. Das Buch ist locker und lässig geschrieben. In der Mitte war es mir tatsächlich etwas zu langatmig, hat sich dann aber gegen Ende des Buches wieder neutralisiert.
Mir hat sehr gut gefallen, wie sie Beispiele mit aufnimmt und diese anhand der momentanen Situation widerspiegeln lässt.
Tatsächlich leben die Menschen momentan immer egoistischer und schnelllebiger. Jeder möchte alles zum perfekten Zeitpunkt, nicht warten, dem Kind und sich selbst alles bieten und verlieren sich selbst. Sie wollen arbeiten, für die Kinder da sein, ein perfektes Haus und Garten haben, der perfekte Urlaub, die perfekten Kinder und da darf es dann natürlich nicht an schlechter Schulbildung, Nachhilfe, Kurse und Freundschaften fehlen, aber die Zeit die fehlt irgendwann - oder man lebt nicht mehr gelassen, frei und hat nur noch Stress.
Dass Stress nicht gerade gesundheitsfördernd ist, weiß jeder aber ändern tun es die wenigsten. Sie gehen immer mehr in einen Sog und möchten die anderen überrumpfen. Aber muss das sein? Laut Faultier Frieda defintiv nicht und da hat sie vollkommen recht. Frieda gibt einige Weisheiten mit, wie man gelassener und ruhiger wird und wie man den Kinder ein gelasseneres und freieres Lebenstempo bieten kann.
Dieses Buch sollten die Pädagogen lesen, die unsere Kinder täglich betreuen (Kita, Kindergarten, Schule usw.).
Was bringt uns ein perfektes Leben, das wir uns für das Rentenalter aufbauen wollen, wenn wir dies vielleicht nie erreichen werden, da wir uns davor kaputt machen? Das Buch öffnet einem die Augen, lässt einen nachdenken und tatsächlich gelassener und ruhiger werden.
Dieses Buch ist für alle die Eltern, Großeltern und sogar für Singles oder kinderlose Paare sind. Egal ob alt oder jung. Jeder kann lernen und sogar die Persönlichkeit umstellen, so wie Anke es sagt.
Lasst euch auch wie ein Faultier baumeln und gelassener werden und lebt freier.
- Axel Hacke
Über die Heiterkeit in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wichtig uns der Ernst des Lebens sein sollte
(41)Aktuelle Rezension von: ratherbehappythandignifiedIch habe zu diesem Buch eher spontan gegriffen. Es lag im gemeinsamen Bücherregal, war klein und handlich und versprach vielleicht sogar witzig zu werden. Das war es leider eher weniger. Ich habe mich immer mal wieder gefragt, warum man dieses Buch überhaupt braucht. Was möchte es vermitteln, außer eben die Heiterkeit aus allen Blickwinkeln zu betrachten. Irgendwie hat es mich nicht erreicht. Dann musste ich mir jedoch eingestehen, dass dieses Buch auch nichts anderes verspricht. Schon der Buchtitel stellt eine Frage, die zu vielen Antworten führt, die jede:r für sich selbst beantworten muss. Die Gedanken von Axel Sachse haben mich jedoch nicht wirklich unterhalten. Man muss zu diesem Buch einfach bewusst greifen und nicht wie ich aus reinem Zeitvertreib. Ich möchte dem Buch daher nicht gänzlich ungerecht werden.
Den Schreibstil von Axel Sachse fand ich großartig und die Gedankenansätze waren gut durchdacht. Es hat mich eben einfach nicht gepackt und ich fand es die meiste Zeit langweilig. Für andere Leser:innen könnte es aber vielleicht ein unterhaltsames Gedankenspiel sein.
- Eric-Emmanuel Schmitt
Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran
(776)Aktuelle Rezension von: Trishen77"Ungefähr zu dieser Zeit lernte ich Monsieur Ibrahim kennen. Monsieur Ibrahim war schon immer alt."
Man würde bei diesem Buch eigentlich nicht von einer Geschichte reden. Zu viel ausgespart und nicht verdeutlicht, manches ist zu rasant und sprengt die Idee einer konsequenten Erzählung, anderes kommt einem vielleicht etwas seltsam vor, weil es ohne wirkliche Vorbereitung oder Herleitung geschieht. Wer ein Werk filigraner Erzählkunst sucht, der ist dann mit diesem Buch auch eher weniger gut beraten.
Doch jedes Werk sollte im Zuge seiner Möglichkeiten, seiner Augenblicke des Gewahrwerdens von Schönheit beurteilt werden.
"Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran" hat viel von einem Märchen. Es ist voller kleiner Lebensweisheiten und die kommen unvermittelt, kristallisieren sich nicht heraus, sondern werden direkt an den Leser gebracht. Auch die Struktur der Geschichte, die einfach ihrem Fluss nachgeht, um zu erzählen, was sie erzählen will, ohne sich dabei an die ungeschriebenen Regeln der präzisen Darstellung oder eine Art von Konzept zu halten, erschafft einen Raum, leicht und von Ahnungen mehr durchwirkt als durch Fakten, der dem eines Märchens sehr ähnlich sind. Zuletzt ist da auch noch die sehr einfache, immer wieder kleine Kapriolen und Witze schlagende Sprache.
"M'sieur Ibrahim, wenn ich sage, dass Lächeln nur was für reiche Leute ist, dann will ich damit sagen, dass es nur was für glückliche Leute ist."
Sätze, die einem direkt in Fleisch und Blut übergehen; kleine Wunder, die einfach festgestellt werden. Um dieses Buch als etwas Schönes wahrzunehmen, muss man sich vielleicht vergegenwärtigen, dass es im Kern alle wichtigen Elemente einer schönen Geschichte enthält, all die Andeutungen von Lebendigkeit im Dasein, sich aber weigert sie weiter auszubauen, über die bloße Erwähnung hinaus. Das kann man beanstanden, gerade wenn man anderes gewohnt ist. Oder man freut sich über ursprüngliche, völlig unkomplizierte dieser Erzählung, in dem jedem Leser mit eigenen Gefühlen und Gedanken viel Platz eingeräumt wird.
Thomas Mann schrieb einmal über das kleine Buch "Squirrel" von Petzold, seine Lektüre sei so erfrischend gewesen "es hat mich über Tage hinweg glücklich gemacht." Das kann mal wohl, trotz Kürze und einer eher schwirrenden, den vertieften Lektüre, auch über dieses kleine Büchlein sagen. Es ist ein kleines Juwel, nichts besonderes, aber immer noch hell strahlend in jedem Sonnenlicht, dass aus unseren Augen auf seine Seiten fällt.
"Schau mal, Momo, die Brücken, die Seine liebt sie, wie ein Frau, die in ihre Armbänder vernarrt ist." - Meike Winnemuth
Um es kurz zu machen
(33)Aktuelle Rezension von: HoldenWinnemuths Kolumnen aus diversen Zeitschriften, die man ja als männlicher Leser höchstens "beim Frisör" lesen würde (sagt man das heute noch?). Die Anleitung in den Kolumnen zu mehr Loben, Ehrlichkeit und Freundlichkeit sind ganz inspirierend, ganz klar Vorschläge zum Nachmachen, auch wenn einen die anderen (deutschen) einen erst einmal für bekloppt haltern werden. Am schönsten ist mir die Sylt-Geschichte in Erinnerung geblieben, vielleicht hat die Story die Punker letzten Sommer zum Besuch animiert?
- Sheila McCraith
Erziehen ohne auszurasten
(33)Aktuelle Rezension von: MrsBookaholic127Natürlich wollen wir weniger schreien und ausgeglichener werden, aber wie stellt man das an?!
Dieses Buch habe ich bei einer Verlosung gewonnen und war sehr neugierig. Bisher habe ich mir keine Sammlung von Elternratgebern zugelegt, weil in jedem etwas anderes steht und man für sich selbst einen Weg finden muss. Doch ist wollte es mal versuchen, gerade da mein Großer (6 Jahre alt) mich manchmal zur Weißglut treibt.
Angefangen bei der Anzahl der Kinder der Autorin wurde mir ganz mitleidig zumute. Ich habe schon 2 Jungs, würde mit mehr von der Sorte wohl ein Fall für den Psychiater werden :-D Und dann noch die geringen Altersabstände, aber das scheint sie sich ja so ausgesucht zu haben...
Auf jeden Fall hat die Autorin gute Ansätze, das Buch ist wirklich klasse gegliedert und sehr übersichtlich.
Aber mir gefiel schon das Rinozeros nicht. Dieses Tier ist mir einfach zu gewaltig, um als beruhigend zu wirken. Dann die Farbe orange: die ist für mich eher eine Signalfarbe, die ACHTUNG ausstrahlt und eher aggressiv macht, da auch rot drin steckt. Gelb fände ich fröhlicher, blau entspannter, grün natürlicher.... Aber ich dachte mir einfach: Die Farbe kann ich mir ja selbst aussuchen, muss ja nicht organge sein und statt dem Rino könnte ich einen Hasen nehmen. Aber dennoch ließ sich das Konzept für mich nicht umsetzen. Und meinen Kindern dann Kleidung speziell in dieser Farbe zu kaufen, Gegenstände zu Hause anzupassen, um mich bei dessen Anblick zu beruhigen ... All das wäre mir einfach zu umständlich, zu viel Aufwand und wahrscheinlich nicht effizient.
Ich konnte das Buch bisher auch nicht zu Ende lesen und zudem kann ich mir, ehrlich gesagt, nicht vorstellen mehr als 1 Jahr lang nicht mal kurz zu schreien oder einfach wütend zu werden. Das finde ich eigentlich ganz normal und manchmal merkt man es kaum... Das wäre wirklich wie im Bilderbuch, wenn jede Mama dieses Buch umsetzen könnte. Irgendwann wird die Autorin wahrscheinlich platzen, weil in Handtasche und Kleiderschrank auch kein Gebrüll mehr Platz findet.
Als "Rosinchen" habe ich mir dennoch etwas heraus gepickt: Neulich habe ich eine Art Schild mit meinem Sohn gebastelt. Ein roter Kreis zusammengeklebt an einem Holzspieß. Wir haben uns ausgemacht, dass er sein Schild hochhält, wenn Mama und/oder Papa für ihn zu laut werden und beginnen dolle zu schimpfen. Und wir im Gegenzug halten unser Schild hoch, wenn er anfängt zu frech zu werden oder kurz davor ist auszuflippen und rum zu nölen. Die Schilder hat er sogar zu einem Wochenende bei Oma und Opa mit genommen und benutzt. Ich selbst beginne meist zu lächeln, wenn ich sein Schild sehe und werde gleich ruhiger und rede in einem normaleren Ton weiter. Er schmunzelt dann auch oft los. Rot ist zwar in diesem Fall auch eine Warnfarbe, aber es soll bei uns ja auch eine Warnung sein: "Achtung, du schreist gleich, bitte lass das!" Und mit dem Schild geben wir uns gegenseitig eine kurze Pause, um Luft zu holen, bevor sich eine Situation hoch schaukelt.
Also als Inspiration war das Buch ok, aber mehr auch nicht. Ich bin wohl auch nicht der Ratgeber-Typ. Man muss eben seine eigenen Methoden finden, weil jede Mama, jeder Papa und jedes Kind individuell sind. Und vielleicht klappt es mit den Schildern bei unserem kleinen Sohn (2,5 J.) nicht so gut, dann findet sich etwas anderes. - Max Lucado
Keine Sorge!
(9)Aktuelle Rezension von: NelingSorgen zermürben und quälen. Max Lucado zeigt hier ein Gegenmittel auf, mit diesem sehr empfehlenswerten Buch. Sehr wertvoll und ermutigend!
Inhalt:Keiner ist vor Furcht und Sorgen gefeit, sie gehören zu unserem Leben dazu. Aber Gott möchte nicht, dass wir uns sorgen und quälen- er will uns das Sorgen abnehmen.In 11 Kapiteln wird hier aufgezeigt, wie wir befreiter leben können.Dabei geht es um Gottes Gnade und Souveränität und seine liebevolle Sorge für uns. Es geht um Vertrauen , Dankbarkeit und Friede und ums festhalten an Jesus und die Verheißungen der Bibel.
Es gibt viele wertvolle christliche Bücher, die ich schon gelesen habe. Viel von denen die ich besonders hilfreich empfand sind von dem Schriftsteller Max Lucado, der schon lange zu meinen christlichen Lieblingsautoren gehört.
Max Lucado war langjähriger Pastor der Oak Hills Church in San Antonio, Texas. Er ist verheiratet, Vater von 3 Töchtern und Verfasser vieler Bücher. Er zählt zu Amerikas bekanntesten christlichen Autoren, aber auch in Deutschland wird er gern gelesen. Zu meinen Lieblingsbüchern von ihm gehört:- 3:16-Von Gott geformt- Du schaffst es- Das Haus GottesAber er schrieb auch wunderschöne Kinderbücher und den Roman: "Das Cafe am Rande der Stadt"
Das Buch "Keine Sorge!" wird von nun an auch zu meinen Lieblingsbüchern gehören und sicherlich nicht im Regal verstauben, sondern ich werde es noch öfters zur Hand nehmen.
Das Buch "Keine Sorge" ist (wie auch die anderen Lucadobücher) bei GerthMedien erschienen und hochwertig gearbeitet. Der Schutzumschlag zeigt eine Hängebrücke , über die wohl niemand so ganz ohne Zittern gehen würde, die aber am Endpunkt ein Kreuz zeigt. Das finde ich sehr passend zum Titel und Inhalt des Buches. Das Buch ist fest gebunden, weiß mit goldener Schrift und sieht auch ohne Schutzumschlag edel aus.
Max Lucado schreibt sehr anschaulich und praxisbezogen, gut verständlich auch für Christen, die noch am Anfang ihres Glaubens stehen. Aber es ist alles biblisch fundiert und theologisch haltbar. Immer wieder bringt er auch Beispiele und Geschichten, die einem den Bibeltext noch viel deutlicher machen. Im ersten Teil des Buches sind die erwähnten 12 Kapitel, die werden dann ab Seite 171 nochmals vertieft. Das habe ich allerdings erst spät gemerkt, sonst hätte ich die Vertiefung immer gleich hinter dem Kapitel für mich durchgearbeitet. Durch diese vertiefenden Fragen ist das Buch nicht nur für einen persönlich geeignet , sondern auch gut in Bibel-oder Hauskreisen einsetzbar.
Die Hauptgedanken des Textes sind oft noch großformatig wiederholt und stechen dadurch richtig ins Auge und werden einprägsam. So denke ich jetzt beim Autofahren daran:"Es gibt einen Grund, warum die Windschutzscheibe größer ist als der Rückspiegel: Ihre Zukunft zählt mehr als ihre Vergangenheit."
Ich habe aus dem Buch sehr viel für mich mitgenommen und lege es wärmstens allen Lesern ans Herz und gebe ihm 5 wohlverdiente Sterne.
- Matthias Jung
Chill mal!
(30)Aktuelle Rezension von: FlaventusDie Pubertät. Eine Zeit im Umbruch und eine Herausforderung für die Familie. Und das vermutlich seit der Mensch sich aufrecht durch die Steppen bewegt. Aber jede Generation eröffnet seine eigenen Baustellen, jede Gesellschaft funktioniert anders.
Von jeder Seite
Matthias Jung geht in seinem Buch auf viele Aspekte ein. So auch auf die Änderungen in der Beziehung zwischen Eltern und ihren Kindern. Wie sah vor gar nicht mal so langer Zeit die Eltern-Kind-Beziehung aus? Und wie unterscheidet sie sich von der heutigen Zeit. Was treibt die Jugendlichen an und wie sollten Eltern auf das chaotische Verhalten reagieren?
Ich wette, dass jeder, der ein pubertierendes Kind zu Hause hat, sich an vielen Stellen des Buchs wiederfindet. Und ich wette außerdem, dass viele Eltern mit jüngeren Kindern sich fragen, ob ihr Kind vielleicht verfrüht in die rebellische Phase eingestiegen ist.
So oder so erlärt Jung die Pubertät in all ihren Facetten und gibt zahlreiche handfeste Tipps. Dass er nicht nur Pädagoge, sondern auch Comedian ist, erkennt der Leser sehr schnell daran, dass er seine Thesen umgangssprachlich auf den Punkt bringt und so manches Mal (humorvoll) über das Ziel eines klassischen Ratgebers hinausschießt. Was das Buch recht witzig macht und sehr gut die beiden Disziplinen miteinander vereint.
In einer Zeit, in der Familien mit Einzelkindern zu überwiegen scheinen, werden die meisten (Erziehungs-)Ratgeber auch so geschrieben. Oftmals ist von dem einen Kind die Rede und es wird vollkommen ausgeblendet, dass eine vollkommen andere Dynamik entsteht, wenn Geschwister vorhanden sind. Matthias Jung wirft glücklicherweise auch auf dieses Kapitel einen Blick.
Fazit
Ich finde, dass dieses Buch eine gelungene Symbiose von Ratgeber und Humor darstellt. Es ist witzig geschrieben und vermittelt gleichzeitig Wissen und gibt zudem einige handfeste Tipps. Die wichtigsten Themen, die in den entsprechenden Familien mit Sicherheit aufpopen, wurden behandelt und viele (potentielle) Konflikte dargestellt.
- Lea Rieck
Sag dem Abenteuer, ich komme
(51)Aktuelle Rezension von: Carry1980Mich haben solche Bücher immer fasziniert! Ein bisschen anders habe ich mir das Buch allerdings vorgestellt. Das Buch hat einen eigenen Stil. Ganz Persönliches erfährt man nicht von Lea bzw. die Begegnungen mit den vielen Menschen in verschiedenen Ländern sind schon in extremen Situationen, aber dann doch wieder oberflächlich beschrieben. Teilweise sind auch Sprünge drin, die mich dann etwas verwirrt haben. Insgesamt aber ein toller Abenteuerroman bzw. Reisebericht!
- Gustav Dobos
Das Anti-Angst-Buch
(28)Aktuelle Rezension von: JeannasBuechertraumWow dieses Sachbuch hab ich jetzt echt einige Wochen durchgearbeitet.
Das erste dritte besteht aus einem ausführlichen Theorieteil. Teilweise echt interessant wie sich Angst auf den Körper auswirkt und wie das alles auf kleinster Ebene funktioniert. Es gibt immer wieder vergleiche zu bekannten Wissenschaftlern wie zb Darwin und es wird (mir persönlich zu oft) auf die sogenannte "Mind-Body-Medizin" Bezug genommen. Die Fallbeispiele fand ich nicht gut gewählt - hier wollte wohl jmd zeigen das er auch Praxiserfahrung hat - ich finde so Beispiele aber nur dann sinnvoll wenn sie motivieren und ein gutes Ende gefunden haben - so wie hier waren die meisten eher deprimierend zu lesen.
Es gibt hier auch ein großes Corona Kapitel - ich verstehe dass das eine große Sache ist, aber nicht alles ist darauf zurückzu führen. Ich fand es schade das hier so ein großer Schwerpunkt drauf gelegt wurde. Kann ruhig erwähnt werden (steht ja auch vornedrauf) aber ich hät lieber mehr über die Körperliche Funktionsweise von Stress und Angst erfahren. Die Schaubilder fand ich auch alle nicht gut gewählt viel zu überfüllt, dabei sollen sie doch Texte vereinfacht Darstellen. So bringt man leien nichts bei.
2/3 des Buches wird dann durch ein 6 Wochen Programm gefüllt das ich auch 6 Wochen durchgezogen habe. Hier meine Erfahrung:
Kommen wir zunächst zum positiven. Ich hab mich weil ich dieses Programm ordentlich durchziehen wollte oft dazu gezwungen die Aufgaben zu erfüllen und das war gut! va was das rausgehen angeht. Auch wenn nicht immer alles so gut geklappt hat bin ich deutlich Achtsamer geworden. Ich versuche mehr Situationen einzubauen in denen ich in der Natur spazieren gehen kann, ich hab mir angewöhnt mich nachdem Duschen kalt abzuduschen (Wechseldusche) und bin mich bewusst viel am Dehnen (meine persönliche Yoga Alternative) - schön fand ich auch die Idee ein Angst Bild zu malen und sich künstlerich mit seinen Empfindungen auseinanderzusetzen.
Jetzt zu allem was man verbessern sollte: Das Übungsheft ist extrem mangelhaft. Im Buch wird immer wieder darauf hingewiesen Übungen im Heft zu notieren aber dafür wurde gar kein Platz vorgesehen. Jeden Tag 30 min. expliziet in der Natur spazieren zu gehen kann für zB Städter ohne Auto eine schwierige Aufgabe sein. Jeden Tag plötzlich 3 Aufgaben Blöcke zu haben find ich ebenfalls zu viel. Standart ist es hier 30 min in der Natur zu spazieren, 3x 1 Minute Achtsamkeitsübungen zu praktizieren und eine zusatzaufgabe zu erfüllen. Viele aufgaben ähnerln sich. Viele sind nur unter vorheriger Vorbereitung erfüllbar. Ich habe die Aufgaben aber immer an jeweiligen Tag gelesen und dadurch kein Lavendelöl spontan zu Hause gehabt. Andere Aufgaben wurde über 1 Woche getrennt (Woche 4/5) was einfach unverantwortlich ist. Es wurde in den letzten Wochen auch immer weniger erklärt es kam mich so vor als hätte da jmd keine Lust mehr und wollte nur noch Seiten füllen. Interessante Ideen wurden nur kurz angesprochen dafür wurden Yoga und Sportübungen über viele Seiten gestreckt - Übungen die man lieber aus einem Youtube Video lernt oder sich besser von einem Trainer im Fitnesstudio zeigen lässt da falsch ausgeführt Übungen mehr schaden als helfen. Der Abschluss war dann das denkwürdigst schlechteste was man sich hätte ausdenken können. Da merkt man das jmd mental stabiles mit gesunden Umfeld am Werk war der sich kein Stück in mögliche Leser:Innen reingefühlt hat. Sehr bitter.
Es gibt meiner Meinung nach hier viel zu überarbeiten va im 6 Wochen-Programm! Ich würde dem ganzen daher maximal 2- 2,5 Sterne geben. Ich habe es auf 3 aufgerundet weil ich trotzallem mir ein paar gute Ideen abgeguckt und in meinem Alltag integiert habe was gut ist und gut tut! Für alle die das Buch auch lesen und mit den Achtsamkeitsübungen icht klar kamen: Falls ihr eine Apple Watch habt - dort gibt es eine App die Achtsamkeitsfragen generiert und 1 min. Atmen trackt und einen sanft aus der Minute rausholt. Das kann ich sehr weiterempfehlen.
Und macht Sport: mich hat mein kleines GesundheitsFitnessstudio in das ich gehe schon aus sehr vielem rausgezogen. Man muss dran bleiben aber es wird besser. Oder um Jon Kabat-Zinn den Begründer der Achtsamkeitslehre zu zitieren: solange du atmet, läuft mehr richtig als falsch.
- Ulrich Hoffmann
Mein Kopf. Mein Herz. Mein Weg.
(13)Aktuelle Rezension von: romi89"Mein Kopf. Mein Herz. Mein Weg!" von Ulrich Hoffmann ist ein idealer Alltagsbegleiter!
Mit kleinen, aber wirkungsvollen Schritten wird man jeden Tag ein Stückchen glücklicher. Echt!
Glücklicher im Sinne von gelassener, was die eigene Probleme und die Sicht auf diese betrifft!
Glücklicher im Sinne von achtsamer, betreffend alles, was um einen herum passiert, ist und kommt.
Glücklicher im Sinne von optimistischer und selbstzufriedener!
Ideal ist der Aufbau.
Längere Übungen werden für Wochenenden vorgesehen.
Alles wird gut erklärt.
Ich habe mich einfach rundum wohl und gut begleitet gefühlt mit diesem Buch!
Perfekt! Absolut zu empfehlen! - Christine Westermann
Manchmal ist es federleicht
(15)Aktuelle Rezension von: Maimouna19In „Manchmal ist es federleicht“ teilt Christine Westermann ihre Gedanken zum Thema Abschiede auf eine ehrliche und berührende Weise, manchmal wehmütig, doch auch immer mit einer Prise Humor, angereichert mit Beispielen aus ihrem Leben.
Loslassen fällt oft schwer und es gibt sie natürlich, die schweren Abschiede, wie z.B. der Tod eines geliebten Menschen, die einen ein Leben lang begleiten und auch mit Zeit nicht leichter werden. Und es gibt die Abschiede, die das Alter mit sich bringt: mit 70 fallen einem viele Sachen halt nicht mehr so leicht wie mit 20, 30, 40. Aber muss man sich deshalb das Leben schwer machen? Und dann gibt es natürlich auch die leichten Abschiede, die man selbst plant und von denen man hofft, dass sie das Leben positiv verändern.
Doch für alle Abschiede, egal ob „federleicht“ oder unendlich schwer, gilt: sie öffnen neue Wege, bieten neue Chancen.
In diesem Buch kann sich jeder wiederfinden, ich habe es gern gelesen, es hat mich zum Schmunzeln aber auch zum Nachdenken gebracht. Ein Buch, das noch lange nachhallen wird.
- Paolo Valentino
KatZEN
(3)Aktuelle Rezension von: ullikenNun, Yoga tut gut, für Körper und Seele. Als ich dieses Buch gelesen habe, dachte ich sofort an Katzenyoga. Eine Katze führt uns durch dieses kleine 96 Seiten umfassende Büchlein. Sie lebt - natürlich - mit Menschen zusammen und kann den ganzen Stress und die Hektik nicht verstehen. Deshalb gibt sie uns eine Anleitung durch ein 7-Wochen-Programm, um zur Ruhe zu finden.
Dies ist alles auf eine sehr nette Art und Weise beschrieben und zum Teil mit süßen Illustrationen belegt. Nicht stur nach Programm zu leben, das ist das Hauptanliegen dieses Katzenbuches. Die Katzen leben doch auch nicht so, es sei denn, wir Menschen trimmen sie darauf.
Und wirklich, wäre es nicht schön, wenn wir Menschen alles nicht so eng sähen - wäre die Welt nicht eine bessere?
Also, lasst uns unsere Ansprüche an uns selbt herunterschrauben, ein wenig mehr sollten wir uns selbst genügen. Im Jetzt leben und erleben, Stress ist ein Fremdwort. Das wäre nicht falsch. Die Anleitung dazu gibt diese kleine Katze im Buch "Katzen - Achtsamkeit auf Samtpfoten" von Paolo Valentino, dem mit diesem etwas anderen Katzenbuch etwas ganz tolles geglückt ist.
"Katzen wurde illustriert von Marianna Coppo und übersetzt von Ingrid Exo. Das Buch wurde beim Mosaik-Verlag veröffentlicht. Es ist ein tolles Geschenk. - Werner Tiki Küstenmacher
Simplify your life - Den Arbeitsalltag gelassen meistern
(6)Aktuelle Rezension von: peedeeSehr viel Zeit des Tages verbringen wir am Arbeitsplatz, daher ist es wichtig, die Stunden nicht einfach nur „abzusitzen“, sondern die Arbeit mit Freude und Gelassenheit zu verrichten. Das simplify-Prinzip vermittelt Tipps und Tricks für einen gelassenen Arbeitstag.
Erster Eindruck: Ein kompaktes, kleines Büchlein mit vielen Zeichnungen von Tiki Küstenmacher – ich mag diese sehr.
Für mich ist dies das zweite kleine simplify-Buch von den Küstenmachers, nach „Simplify your life – Küche, Keller, Kleiderschrank entspannt im Griff“. Finde ich hier DIE ultimative Lösung, wie ich meinen Arbeitsalltag gelassen bewältige? Nein, und das erwarte ich auch nicht, sondern Tipps und Tricks, wovon ich mir den einen oder anderen herauspicke und versuche, in meinen Alltag zu integrieren.
Folgende Passagen fand ich besonders gut:
- „Wählen Sie Ihre Einstellung. Das heisst für Sie: Sie können durch Ihre persönliche Einstellung Ihren Arbeitsplatz verzaubern.“
- „Vielstop statt Nonstop. […] Zwingen Sie sich zu regelmässigen Unterbrechungen […].“
- „Jede Änderung Ihrer äusseren Haltung spiegelt eine Veränderung Ihrer inneren Haltung wieder […].“
Einmal mehr zeigt sich auf, wie wichtig die Kommunikation ist (egal, ob verbal oder nonverbal). Und auch, dass es nebst der ganzen E-Mail-Kommunikation wichtig ist, den Partner auch mal anzurufen, denn sonst kommt es zu einer sogenannten „E-Mail-Depression“ – es lässt sich kein echtes Vertrauensverhältnis aufbauen und es drohen Missverständnisse.
Ich würde mich eigentlich als ziemlich gut strukturierte Arbeitskraft einschätzen, aber ich bin immer offen dafür, das eigene Handeln zu überdenken und auch neue Dinge anzunehmen. Doch leider ist der Arbeitsalltag häufig hektisch, so dass die Zeit nicht bleibt, in Ruhe über Verbesserungen nachzudenken, sondern einfach das Tagesprogramm erfüllt werden muss. Ich habe mir nun doch die Zeit genommen, meinen Arbeitsplatz kritisch zu beäugen und auch ein paar Veränderungen vorgenommen.
Fazit: Keine bahnbrechenden Neuigkeiten, aber gut. - Philipp Hartung
Achtsamkeits-Meister: Der Weg zu innerer Ruhe und Klarheit
(13)Aktuelle Rezension von: Simone_KarlIm Buch Achtsamkeits – Meister gibt Philipp Hartung einen Einblick in das Thema Achtsamkeit.
Erst gibt es theoretisches Grundwissen, das mit kleinen kurzen Übungen getoppt wird. Mit Praxisbeispielen oder Achtsamkeitsübungen soll es einem zu mehr Gelassenheit im Alltag führen.
Ich habe es gerne gelesen, auch wenn es etwas viel Theorie war und werde versuchen die ein oder andere Übung in den stressigen Alltag zu integrieren.
Wenn man bereit ist sich darauf einzulassen kann es ein guter Ratgeber sein.























