Bücher mit dem Tag "gelassenheit"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "gelassenheit" gekennzeichnet haben.

130 Bücher

  1. Cover des Buches Achtsam morden (ISBN: 9783453439689)
    Karsten Dusse

    Achtsam morden

     (464)
    Aktuelle Rezension von: Hornita

    Ich hatte schon einiges von diesem Buch gehört und muss sagen, dass meine Erwartungen voll erfüllt wurden. Aufgrund der Beschreibung hatte ich mir eine Art  weichgespülten „Dexter“ vorgestellt, aber die Person des Anwalts Björn Diemel ist viel tiefgründiger, wird sehr gut entwickelt und auch das Geschehen, wie er zu seinem ersten achtsamen Mord kommt, ist – so komisch sich das anhört – absolut nachvollziehbar. Das Buch ist witzig geschrieben, voller Humor und treffender Analysen. Die Achtsamkeits-Merksätze werden gekonnt mit dem Geschehen verknüpft – besser geht es nicht. Ein sehr gelungenes Werk, wirklich mal was anderes und auf jeden Fall eine Empfehlung wert.

  2. Cover des Buches Sophia oder Der Anfang aller Geschichten (ISBN: 9783446249417)
    Rafik Schami

    Sophia oder Der Anfang aller Geschichten

     (107)
    Aktuelle Rezension von: elsterpopelster

    Zwei Handlungsstränge ziehen sich durch den Roman, die durch kleine Verästelungen bis zum endgültigen Kreuzungspunkt ein feines Netz der Erzählkunst abbilden. Zum einen ist da Salman, ein junger Rebell, gezwungen zur Flucht aus seiner Heimatstadt Damaskus. Er führt in Rom mit Frau und Sohn ein glückliches Leben, doch wächst seine Sehnsucht nach den Orten der Kindheit und lässt ihn vierzig Jahre später dorthin zurück kehren. 🧳


    Wie sehr hatte er die kleinen Gassen der Stadt, die Gastfreundschaft der Syrer und seine Verwandten vermisst. In seinem Herzen war ein Teil für Damaskus reserviert, dessen Erinnerungen er im Exil sorgsam pflegte. Doch hat sich in seiner Abwesenheit viel verändert und seine Erinnerungen werden zur Fata Morgana. Sein im Ausland aufgebauter Wohlstand soll ihm in Syrien zum Verhängnis werden. Umzingelt von Spitzeln begibt er sich erneut auf die Flucht. 🌦


    Der zweite Handlungsstrang erzählt von der Liebe und bildet damit ein Gegengewicht. ⚖️


    Beim Lesen habe ich deutlich Rafik Schamis gespaltenen Gefühle zu seinem Heimatland gespürt. Aus seinen geschriebenen Worten spricht seine Liebe für die syrische Kultur, doch auch sein Zorn auf das Regime, die Überwachung und Willkür des Staates. Der Roman wird durch sie sehr lebendig und vermitteln ein Verständnis für die komplizierten Gründe, die Menschen zur Flucht treiben. Zeitlich endet das Buch noch vor dem 2011 begonnenen Bürgerkrieg. Der Roman gibt aber auch Hoffnung, denn so sehr die Gesellschaft auch unterdrückt wird, findet sie in ihrer Unterdrückung auch Zusammenhalt. Ein sehr lesenswerter Roman, den ich mit Freude endlich verschlungen habe. 💙

  3. Cover des Buches Die Wand (ISBN: 9783548288123)
    Marlen Haushofer

    Die Wand

     (858)
    Aktuelle Rezension von: _sternenguckerin_

    Plötzlich ist die Wand da. Sie schneidet die Protagonistin von der ganzen Aussenwelt ab und lässt sie völlig allein zurück. Obwohl: Allein ist sie nie. 

    Luchs ist dabei, der Hund und eine Katze. Schliesslich findet irgendwann eine alleingelassene Kuh zu der Protagonistin und das Leben geht weiter. Das Leben geht weiter, obwohl alle Menschen plötzlich weg sind. Obwohl die Protagonistin auf sich allein gestellt ist. Obwohl das Leben nicht mehr so ist, wie es mal war. 

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    Ein sehr ergreifender und doch ruhiger Roman mit viel Tiefe. Besonders gefallen hat mir der liebevolle und verständnisvolle Blick der Protagonistin auf die Tierwelt und die Natur. Gerade in dieser Stille, die sich durch die eher eintönige Handlung ergibt liegt wahnsinnig viel Kraft und die zahlreichen unbeantworteten Fragen scheinen vom Leser oder der Leserin wissen zu wollen, was denn im Leben nn wirklich zählt.

  4. Cover des Buches Der Elefant, der das Glück vergaß (ISBN: 9783778782514)
    Ajahn Brahm

    Der Elefant, der das Glück vergaß

     (75)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Dieses Buch ist einfach wundervoll geschrieben und es hat mir großen Spaß bereitet, es zu lesen. Die Charaktere sind lebendig und man kann total hineintauchen in die spannende Welt! Unbedingt lesen, es ist ein wirklich tolles Buch!

  5. Cover des Buches Der sanfte Hauch der Finsternis (ISBN: 9783442375547)
    Jeaniene Frost

    Der sanfte Hauch der Finsternis

     (610)
    Aktuelle Rezension von: breathingfailure

    Ich liebe wie es in der Beziehung von Cat und Bones weitergeht und das die beiden in diesem Band gezwungen sind ihren tiefsten Ängsten in ihrer Beziehung gegenüberzustehen. Auch die Storyline in diesem Buch finde ich interessant und gut umgesetzt. Einzig was mich an den Geschichten in dieser Reihe immer etwas stört ist, dass die Lösung oder der große Kampf am Ende des Buches immer sehr schnell auf zwei Seiten abgehandelt wird, obwohl das ganze Buch ja davon handelt. Nichtsdestotrotz lese ich die Reihe sehr gerne!

  6. Cover des Buches Gefangener der Sinne (ISBN: 9783802582721)
    Nalini Singh

    Gefangener der Sinne

     (404)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87

    Ashaya hat den Dark River Leoparden geholfen und nun sieht sich Dorian in der Pflicht auch ihr zu helfen. Das hat natürlich nichts mit der großen Anziehungskraft zu tun, die sie auf ihn ausstrahlt.

    Dorian und Ashaya mochte ich sehr, besonders wie die beiden sich gemeinsam weiter entwickelt haben.

    Die Story ist und bleibt spannend, sie wird sogar von Band zu Band immer spannender und ich kann es gar nicht erwarten mit dem nächsten Teil weiter zu machen.

    Von mir bekommt die Reihe bisher eine absolute Leseempfehlung.

  7. Cover des Buches Stille (ISBN: 9783458177241)
    Erling Kagge

    Stille

     (80)
    Aktuelle Rezension von: Micha835

    Die Aufmachung des Buches macht neugierig auf mehr. Wenn man dann beginnt ist es eine langsame Einführung und dann folgen die Geschichten aus dem Alltag und die Erlebnisse des Autors teilweise unterlegt mit tollen Bildern. Umso mehr man liest umso mehr wird man gefesselt weiter zu lesen. Man schafft es das Buch innerhalb von einem Tag durchzulesen. Viel Wahrheit drin versteckt und man sollte sich dann Gedanken über alle Dinge machen welche man im Leben verwendet und ob dies sinnvoll ist oder nicht. Man sollte wie es der Autor auch mehrfach schreibt mehr an sich denken und mehr einfach die Stille geniessen und mit wenig zufrieden sein denn dann lernt man es auch das Stille das Schönste und Beste im Leben ist.

  8. Cover des Buches Bruno Chef de police (ISBN: 9783257240467)
    Martin Walker

    Bruno Chef de police

     (262)
    Aktuelle Rezension von: vicky

    Ich lese gerne Krimireihen, wie Kommisar Dupin, Leander Lost oder die Fälle um Xavier Kieffer. Ich mag es nebenbei in die Landschaft mit einzutauchen und auch die privaten Entwicklungen der Hauptpersonen von Band zu Band mit zu verfolgen. In anderen Rezensionen las ich dann, dass Fans von Dupin auch Martin Walker mit seinem Polizisten Bruno empfohlen wurde und kaufte mir Band 1.

    Mittlerweile bin ich bei Band 3 und begeistert.

  9. Cover des Buches Nijura - Das Erbe der Elfenkrone (ISBN: 9783570312230)
    Jenny-Mai Nuyen

    Nijura - Das Erbe der Elfenkrone

     (616)
    Aktuelle Rezension von: julia-elysia

    Das ist das zweite Buch, welches ich von Jenny-Mai Nuyen gelesen habe, und tatsächlich hatte ich nicht wirklich vorgehabt, noch eines von ihr zu lesen, allerdings wurde mir dieses hier wärmstens empfohlen.

    Leider hat es meine Erwartungen nicht ganz erfüllt.

    Am Anfang war ich noch begeistert von den vielen lebhaften Beschreibungen gewesen, doch irgendwann hat es sich ziemlich verlaufen und den Fokus von der eigentlichen Geschichte genommen. Der Schreibstil hat mich, auch wenn das jetzt komisch klingen mag, an viele Fantasy-Bücher aus der Zeit 2000-2010 erinnert. "Damals" (und auch in der Zeit davor) hat man viel langatmiger geschrieben, während man heute eher auf die Storyline achtet und nur das Nötigste preisgibt oder aber mehrere Bände schreibt, um nicht alles auf einmal erzählen zu müssen - so meine Empfindung.

    Durch die vielen Beschreibungen gingen die Emotionen deutlich unter. Deswegen fand ich die Annäherung und angebliche Liebesgeschichte zwischen dem "Elfenbastard" Nill und dem Herrn der Diebe Scapa ziemlich unauthentisch bzw. nicht greifbar. Auch dass sich diese bis zum Ende teilweise durchgezogen hat, obwohl der Elfenprinz Kaveh weitaus mehr Interesse und Hilfsbereitschaft Nill gegenüber gezeigt hat, war für mich unverständlich.

    Manche Dinge waren sehr vorhersehbar, die ich aufgrund von Spoilern nun nicht aufführen werde.

    Das Buch ist in vier "Unter-Bücher" eingeteilt. Das erste war noch spannend, doch danach hat es sich deutlich in die Länge gezogen. Die vielen kleinen Zwischenabschnitte, in denen nur erklärt wurde, dass die Gefährten essen und schlafen, fand ich etwas unnötig, da sie der Geschichte die Spannung genommen haben.

    Auch hatte ich zwischendurch öfter das Gefühl, dass vieles an Tolkiens "Der Herr der Ringe" angelehnt war - vielleicht war es aber auch nur Zufall.

    An sich war die Grundthematik interessant, doch hätte man die Geschichte weitaus besser und spannender konzipieren können. Aus diesem Grund gebe ich dem Buch nur 3 Sterne.

  10. Cover des Buches Unter dem Abendstern (ISBN: 9783957344991)
    Elisabeth Büchle

    Unter dem Abendstern

     (38)
    Aktuelle Rezension von: clematis

    Spontan stimmt Katja der Einladung zu, die Weihnachtsfeiertage mit einer Gruppe junger Menschen in einem dänischen Ferienhaus zu verbringen. Die Freude auf eine entspannte Zeit wird allerdings getrübt, als sie unter den Mitbewohnern Nick entdeckt, einen ehemaligen Schulkollegen, der ihre Schwärmereien für ihn stets übersehen hat. Nach wenigen Tagen schon ist die vereiste Dünenlandschaft Jütlands von der Außenwelt abgeschnitten und einige Herausforderungen müssen gemeistert werden. Mut und das Überwinden alter Seelenverletzungen sind erforderlich.

    Diesmal sind es Katja und Nick, die in der Reihe „Unter dem …“ mit Gottes Hilfe heranreifen, eine schwierige Kindheit hinter sich lassen und erkennen, dass sie „gut sind, so wie sie sind“, dass Gott sie liebt und sie von Anfang an wertvolle Menschen sind, die Kraft aus schwierigen Zeiten schöpfen und eine friedvolle Zukunft gestalten können. Bis zu dieser Erkenntnis braucht es allerdings Zeit, während der alte Wunden heilen und aus dem narbigen Gewebe Neues entsteht.

    Elisabeth Büchle versteht es prächtig, vor der Kulisse von Schnee und Eis, frostigen Wellen und schäumender Wintergischt eine glitzernde Weihnachtslandschaft zu erschaffen, die durch die Ruhe der Natur die tiefe Liebe der Menschen zum Vorschein bringt, das Innerste nach Außen kehrt und die Verletzlichkeit von Katja und Nick relativiert. Langsam erwachen Selbstvertrauen und der Glaube an eine erfüllte Zukunft, können die beiden ihr Leben selbst in die Hand nehmen, unabhängig von der Meinung anderer. 

    Unterhaltsam und witzig reiht sich eine Szene an die andere, mit ruhigen und liebevollen Worten entsteht eine berührende Weihnachtsgeschichte, die ganz ohne erhobenen Zeigefinger so viel Wahrheit birgt und Mut macht, so zu sein, wie man ist, die Wärme ausstrahlt, obwohl klirrende Minusgrade herrschen, die Hitze in die Wangen treibt, obwohl Gänsehaut die Arme bedeckt. Wieder einmal hat diese hervorragende Autorin ein liebenswertes Buch erschaffen, das Romantik mit Tiefgang und Glauben verbindet.

  11. Cover des Buches Die Entdeckung der Langsamkeit (ISBN: 9783492259750)
    Sten Nadolny

    Die Entdeckung der Langsamkeit

     (436)
    Aktuelle Rezension von: Federfee

    Es ist die teils fiktive, teils realistische Lebensgeschichte des John Franklin (1786 – 1847), Seefahrer und Nordpolarforscher, der mit einer Besonderheit zu kämpfen hat: er ist extrem langsam und wird deshalb schon in seiner Kindheit und Jugend gehänselt. Er lässt sich aber nicht beirren und entwickelt Techniken, nicht nur, um im Leben zurechtzukommen, sondern sogar Karriere zu machen. Am Ende überträgt man ihm als Schiffskommandant sogar Forschungsaufgaben im Nordpolarmeer.

    Manche Abschnitte haben mir sehr gut gefallen: wie Nadolny den Leser in die verlangsamte Gedankenwelt des Kindes und jungen Mannes mitnimmt, wie er bestimmte Gefahrensituationen beschreibt, wie Franklin sich Gedanken um die Unsinnigkeit von Kriegen macht, wie überlegt er vorgeht.

    Und dann doch nur 3 Sterne? ? Leider hat mich der Roman gelangweilt: für eine Biografie zu romanhaft, für einen Roman zu viele inhaltliche Höhepunkte. Es geht ständig auf und ab. Weniger wäre vielleicht mehr gewesen, da es ja immerhin ein fiktionales Werk ist.

    Allerdings hat dieser Roman vielen gut gefallen, auch namhaften Kritikern (Ortheil). Ich fand ihn nicht schlecht, hätte ihn aber nicht lesen müssen.

  12. Cover des Buches Vom Mann, der auszog, um den Frühling zu suchen (ISBN: 9783793423072)
    Clara Maria Bagus

    Vom Mann, der auszog, um den Frühling zu suchen

     (35)
    Aktuelle Rezension von: lovelines

    >>Unter den faden Kleidern, die dir das Leben angezogen hat, kannst du immer noch den finden, der du sein willst. Geh und mach dich auf die Suche!<<

    „Vom Mann, der auszog, um den Frühling zu suchen“ von Clara Maria Bagus war für mich ein so wunderbares Buch, was meiner Seele einfach gut getan hat! Man taucht hier in eine Art modernes Märchen ein, entdeckt kleine alte Sagen und findet auf so ziemlich jeder Seite kleine Weisheiten, die man sich selbst mitnehmen kann und die mir einfach gut getan haben.
    Ich habe dieses Buch nicht nur gelesen, sondern mich vielmehr in das Buch, in die Zeilen hinein falle lassen und all die Sonne, die in meinem Herz Funken sprühte vollends genossen.
    „Vom Mann, der auszog, um den Frühling zu suchen“ war für mich nicht einfach nur eine Geschichte, es war auch eine kleine Reise durch meine eigene Seele und für mich ein ganz ganz wunderbares Wohlfühlbuch, das ich sehr empfehlen kann,. Sei es als kleine literarische Umarmung, als kleine märchenhafte Reise, als Anreiz in sich selbst hinein zu schauen oder aber einfach nur für das gute Gefühl, das es am Ende hinterlassen wird.

    >>Mit jedem Flügelschlag rieselt ein Hauch von Glimmer auf die Waldlandschaft herab und tauchte sie in die Leichtigkeit von Puderzucker. ...<< 

  13. Cover des Buches Am Arsch vorbei geht auch ein Weg: Prachtausgabe (ISBN: 9783747401248)
    Alexandra Reinwarth

    Am Arsch vorbei geht auch ein Weg: Prachtausgabe

     (189)
    Aktuelle Rezension von: buecherliebling88

    Inhalt

    Bei „Am Arsch vorbei geht auch ein Weg“ handelt es sich um einen Ratgeber der etwas anderen Art. Thema ist die Tatsache, dass vermutlich jeder von uns Dinge im Leben tut, die man eigentlich nicht tun möchte (wie zum Beispiel den Poetry-Slam zu besuchen, bei dem ein Freund auftritt), mit Leuten, die man nicht mag, um zu bekommen, was man nicht braucht. Wie man sein Leben wieder mehr in die eigene Hand nehmen und selbstbestimmter sein kann, verrät die Autorin in ihrem sehr humorvollen und an der ein oder anderen Stellen nicht ganz so ernst zu nehmenden Buch.

     

    Meine Meinung

    Die Ausgangssituation kennt sicherlich jeder: man macht sich täglich viel zu oft viel zu viele Gedanken darüber, was der Kollege oder die Nachbarin von uns denken mögen, wenn wir uns soundso verhalten. Und damit machen wir uns selbst das Leben schwer.

    Die Autorin erklärt zunächst, welches die typischen Situationen sind, in denen das passiert und wieso es uns oft so schwerfällt, uns Dinge „am Arsch vorbeigehen“ zu lassen. Die folgenden Kapitel widmen sich dann jeweils einem Lebensbereich (zB Freunde, Familie, Job, Liebe & Beziehung), den sie genauer unter die Lupe nimmt, um die dort häufig auftretenden Situationen zu analysieren und Verbesserungsvorschläge oder Tipps zu geben, wie man zu mehr Gelassenheit kommt.

    Hierbei schildert sie auch eigene Beispiele auf eine sehr humorvolle und persönliche Art und Weise. Es fühlt sich zu großen Teilen an, als würde einem eine gute Freundin etwas erzählen, was ich als sehr angenehm empfunden habe und was zur schnellen und einfachen Lesbarkeit des Buches geführt hat. Wer jedoch einen „seriösen“ und wissenschaftlichen Ratgeber erwartet, ist hier falsch. Das sollte sich allerdings auch schon aus dem Titel ergeben.

    In vielen der genannten Beispiele konnte ich mich selbst erkennen und hatte daher auch durchaus das Gefühl, an einigen Stellen etwas für mich mitnehmen zu können. Alleine schon, weil mir durch das Lesen des Buches überhaupt erst klar geworden ist, in wie vielen Situationen ich mich dazu gezwungen fühle, gewisse Dinge zu tun, obwohl ich sie eigentlich gar nicht tun will. Und wie einfach es sein kann, diesem Zwang nicht mehr zu entsprechen und sich ein entsprechendes Mindset zuzulegen, das es einem erlaubt, sich manches „am Arsch vorbeigehen“ zu lassen. Und das ohne andere Menschen zu verletzen oder sich grob unhöflich aufzuführen.

    Die bereitgestellten Tipps fand ich zu großen Teilen gut und auch umsetzbar. Die meisten davon waren sicherlich nicht unbedingt revolutionär neu, aber das hat der Nützlichkeit des Buches für mich keinen Abbruch getan. Meistens scheitert es ja eher an der konsequenten Umsetzung als an den fehlenden Tipps und Ideen, aber ich denke, das Buch kann für den ein oder anderen bestimmt ein kleiner „Arschtritt“ sein, endlich damit anzufangen.

     

    Fazit

    Für mich war es ein sehr unterhaltsames Buch, bei dem man nicht nur lachen, sondern auch so einiges lernen konnte.

  14. Cover des Buches Chill mal! (ISBN: 9783841906090)
    Matthias Jung

    Chill mal!

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Flaventus

    Die Pubertät. Eine Zeit im Umbruch und eine Herausforderung für die Familie. Und das vermutlich seit der Mensch sich aufrecht durch die Steppen bewegt. Aber jede Generation eröffnet seine eigenen Baustellen, jede Gesellschaft funktioniert anders.

    Von jeder Seite

    Matthias Jung geht in seinem Buch auf viele Aspekte ein. So auch auf die Änderungen in der Beziehung zwischen Eltern und ihren Kindern. Wie sah vor gar nicht mal so langer Zeit die Eltern-Kind-Beziehung aus? Und wie unterscheidet sie sich von der heutigen Zeit. Was treibt die Jugendlichen an und wie sollten Eltern auf das chaotische Verhalten reagieren?

    Ich wette, dass jeder, der ein pubertierendes Kind zu Hause hat, sich an vielen Stellen des Buchs wiederfindet. Und ich wette außerdem, dass viele Eltern mit jüngeren Kindern sich fragen, ob ihr Kind vielleicht verfrüht in die rebellische Phase eingestiegen ist. 

    So oder so erlärt Jung die Pubertät in all ihren Facetten und gibt zahlreiche handfeste Tipps. Dass er nicht nur Pädagoge, sondern auch Comedian ist, erkennt der Leser sehr schnell daran, dass er seine Thesen umgangssprachlich auf den Punkt bringt und so manches Mal (humorvoll) über das Ziel eines klassischen Ratgebers hinausschießt. Was das Buch recht witzig macht und sehr gut die beiden Disziplinen miteinander vereint.

    In einer Zeit, in der Familien mit Einzelkindern zu überwiegen scheinen, werden die meisten (Erziehungs-)Ratgeber auch so geschrieben. Oftmals ist von dem einen Kind die Rede und es wird vollkommen ausgeblendet, dass eine vollkommen andere Dynamik entsteht, wenn Geschwister vorhanden sind. Matthias Jung wirft glücklicherweise auch auf dieses Kapitel einen Blick.

    Fazit

    Ich finde, dass dieses Buch eine gelungene Symbiose von Ratgeber und Humor darstellt. Es ist witzig geschrieben und vermittelt gleichzeitig Wissen und gibt zudem einige handfeste Tipps. Die wichtigsten Themen, die in den entsprechenden Familien mit Sicherheit aufpopen, wurden behandelt und viele (potentielle) Konflikte dargestellt.

  15. Cover des Buches Shaolin - Du musst nicht kämpfen, um zu siegen! (ISBN: 9783426645666)
    Bernhard Moestl

    Shaolin - Du musst nicht kämpfen, um zu siegen!

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Pajanka

    Dieses Buch war im Großen und Ganzen gut geschrieben und hatte einige interessante Informationen, trotzdem konnte der Inhalt mich nicht gänzlich erreichen. Vielleicht lag das auch daran, dass die beschriebenen Situationen größtenteils nicht in meinem Alltag zu finden sind, außerdem ist mir zuviel auf den beruflichen Aspekt ausgerichtet. Dennoch vermittelt das Buch doch potenzielle Grundbausteine fürs Leben und regt an, sich über sich selbst Gedanken zu machen. Die verschiedenen Übungen und Experimente sollen den Leser zum Mitmachen animieren, um mehr über sich selbst zu erfahren.

  16. Cover des Buches Die Herren der Unterwelt - Schwarze Lust (ISBN: 9783899416503)
    Gena Showalter

    Die Herren der Unterwelt - Schwarze Lust

     (160)
    Aktuelle Rezension von: Seralina1989

    Im 3. Teil begleiten wir Reyes, den Träger des Schmerzes. Um seinen Dämon zufrieden zu stellen, muss er sich selbst Schmerzen zufügen. Sein Herz hängt an Danika, die wir schon in Teil 1 kennen gelernt haben. Und die die Titanen grundlos(?) unbedingt tot sehen wollen.

    Hatte hier endlich mal nicht so sehr das Gefühl einer Insta-Story. Süß schrieben und auch hier kriegen wir wieder Einsichten zu den anderen Kriegern. Interessanterweise darf der Leser aber auch mal bei den Feinden reinschnuppern. Vielleicht wird das in den Folgebänden noch 1-2x mehr vorkommen. Wäre zumindest interessant.

    Und wieder war mir das Ende etwas zu kurz angebunden. Bin gespannt, wann es rauskommt, warum Aeron im entscheidenden Moment zusammengesackt ist…

    Was mich immer noch nervt, sind die ständigen Teaser zu Paris‘ Geschichte. Ich will nicht noch so viele andere Geschichten vor mir haben…

  17. Cover des Buches Ich bleib so scheiße, wie ich bin (ISBN: 9783492300568)
    Rebecca Niazi-Shahabi

    Ich bleib so scheiße, wie ich bin

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Nicole_Thoene

    Ja, was soll ich von diesem Buch halten? Ganz am Anfang habe ich mir die Frage gestellt, ob jemand mit Untergewicht, zum Beispiel, aufgeben soll zuzunehmen. Oder andere Sachen, das man mit sich selber zufrieden sein soll. Das ganze ist witzig und ironisch geschrieben, denn die Botschaft geht eigentlich an die arbeitende Gesellschaft, das man sich nicht verbiegen soll für den Job. Vom Ansatz her ganz gut. 

  18. Cover des Buches Engelssturm - Azrael (ISBN: 9783453409316)
    Heather Killough-Walden

    Engelssturm - Azrael

     (42)
    Aktuelle Rezension von: Scheckentoelter
    Dieses Buch bleibt der Reihe Treu und hat fast das selbe Cover wie die Restlichen Bücher.
    Der Schreibstil bleibt ebenfalls der Reihe treu. Es lässt sich flüssig lesen und ist ebenfalls sehr humorvoll.

    Die Story selbst war traumhaft aber auch überraschend. Es passieren einige krasse unvorhersehbare Wendungen mit denen keiner Rechnen konnte. Die Liebesgeschichte zwischen Azrael und Sophie ist einfach wundervoll. Azrael ist einfach ein Traummann.

    In diesem Teil kommen auch Azraels Vampire auf. Man kommt mit ihnen Voll auf ihre Kosten was mich mehr als begeistert hat. 

    Hierzu kann ich nur noch sagen: Ich liebe Azrael und die Engelssturm Reihe und kann sie einfach nur empfehlen!
  19. Cover des Buches Hamish Macbeth fischt im Trüben (ISBN: 9783785753927)
    M. C. Beaton

    Hamish Macbeth fischt im Trüben

     (20)
    Aktuelle Rezension von: MissRichardParker

    Ein charmanter, schottischer Krimi mit viel Gemütlichkeit und einem liebenswerten Hauptprotagonisten. Das alles spielt sich in einer wunderschönen Landschaft ab und ja, ich habe Fernweh bekommen. Literarisch hochstehend ist das Hörbuch nicht, aber war als nette Ablenkung für zwischendurch genau richtig. Ein sehr toller Sprecher!

  20. Cover des Buches Die Seele will frei sein (ISBN: 9783548746418)
    Michael A. Singer

    Die Seele will frei sein

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Florian850

    Die Seele will frei sein ist ein Ratgeber des Autors Michael A. Singer, der im Ullstein Taschenbuchverlag in der 10. Auflage am 9. September 2016 erschien ist.

    Inhalt:
     Diese Buch beginnt einfach und mit dem Offensichtlichen: Am laufenden Band sind wir alle von Gedanken erfüllt. Das andauernde Denken macht die Welt aus, in der wir leben. Doch sind wir nur das? Eigentlich steht uns eine unermessliche Energie zur Verfügung und im Grunde sind wir auch frei. Der Autor führt uns in diesem Buch dazu das wir Schritt für Schritt die eigene Wahrnehmung beobachten und uns dem Annähern was hinter dem Fühlen und Denken steckt. Wir bekommen eine klare und praktische Anleitung, sodass wir die Grenze überschreiten können und zu inneren Frieden, Ruhe Gelassenheit finden.

    Meinung:

    Der Ratgeber erscheint als Taschenbuch mit 256 Seiten. Das Cover des Buchs finde ich echt sehr gelungen, da es ein Pferd zeigt was frei am Strand läuft, was sehr gut zum Titel des Buchs passt. In vielen Kapitel redet der Autor mir zu viel um den heißen Brei rum, auch finde ich das, dass Buch künstlich in die Länge gezogen wurde. Im Gegensatz zu anderen Ratgebern aus diesem Bereich fand ich es relativ schwer zu lesen auch die vielen Beispiele haben nicht gerade dazu geführt, dass ich besser hinein kam. Es war zwar gute Ansätze dabei aber an der Umsetzung hat es meiner Meinung nach gehapert. Aus den genannten Gründen keine Empfehlung von mir.

     

    Fazit:

    Ich kann das Buch nur denen empfehlen, die sich schon mit dem Thema beschäftigt haben oder sich für Yoga interessieren. Für Anfänger finde ich es nicht so geeignet.

  21. Cover des Buches Sag dem Abenteuer, ich komme (ISBN: 9783462052244)
    Lea Rieck

    Sag dem Abenteuer, ich komme

     (47)
    Aktuelle Rezension von: Gucci2104

    Auf dieses Buch hatte ich mich lange gefreut, denn ich konnte Lea sofort verstehen. Eines Morgens ins Büro zu kommen und den Mut haben, alles hinzuschmeissen und abzuhauen. Ich beneide sie. Daher lese ich mir doch erstmal etwas Mut an! Und genau dafür ist diese Lektüre die Richtige. Weniger Reisebericht als viel mehr Roman kommt dieses Buch daher. Es erzählt die Geschichte einer 30-jährigen Frau welche sich mit dem Motorrad in die Welt aufmacht. Über Österreich nach Istanbul, Russland, Kirgistan, Pakistan, Indien, Nepal und viele mehr.
    Lea erlebt viele Abenteuer und lernt viele tolle Menschen kennen. Ob alles so wie beschrieben stimmt, zweifele ich zwar sehr an, da vieles etwas gestellt wirkt und wenig aus dem Motorradalltag eines Bikers beschrieben ist, nichts desto trotz ist dieses Buch es Wert zu lesen. Tauchen Sie ab in fremde Welten und Kulturen. Erleben sie die dunkle Seite von Bangkok und strahlende Momente in Nepal. Definitiv lesenswert!

  22. Cover des Buches Das große Los (ISBN: 9783328102687)
    Meike Winnemuth

    Das große Los

     (238)
    Aktuelle Rezension von: juliexbooks

    Meike Winnemuth gewinnt bei Günther Jauch 500.000 Euro. Was sie mit dem Geld machen möchte? Ganz klar, eine Weltreise. Für die Journalistin sieht das so aus: Zwölf Monate in zwölf verschiedenen Städten der Erde verbringen. Pro Monat eine Stadt. Dabei sucht Meike Winnemuth sich bewusst Orte aus, die sie noch nicht gut kennt. Mit dabei sind unter anderem San Francisco in den USA, an dem sie auf einer West Coast Reise in ihrer Jugend mal vorbei gefahren ist oder Addis Abeba in Äthopien, das sie zunächst so gar nicht und dann doch so richtig in seinen Bann zieht. In Form von zwölf Briefen beschreibt die Autorin das neu gewonnene Lebensgefühl des Dauerreisens, das mit Freiheit aber zugleich auch mit einem "Verlust von Zugehörigkeit und Nähe und Kontinuität" verbunden ist. Schon früh stellt sie sich die Frage, ob sie die Weltreise auch irgendwann leid sein wird. Sie wird es nicht. Ganz im Gegenteil, Meike Winnemuth traut sich gemachte Pläne über Board zu werfen und ihrem Weg somit immer wieder eine neue Dynamik zu geben. An jedem Ort entdeckt sie neue Seiten an sich, weshalb sich auch jeder der zwölf Briefe anders liest. Berauschende Lebensfreude, Genuss und Tango in Buenos Aires wechseln sich ab mit Nichtstun und dem "Glück des Zweckfreien" in Honolulu. Egal, wohin es Meike Winnemuth verschlägt, ihre geschilderten Eindrücke sind immer echt, nah am Leben und geben einem das Gefühl irgendwie dabei gewesen zu sein, bei diesem unglaublich bereichernden Trip. Ausklingen lässt die Autorin diesen auf einem Schiff, das sie über den Atlantik zurück nach Hamburg bringt. An dieser Stelle dachte ich, wie so oft, als ich dieses Buch gelesen habe: Ich würde es ganz genauso machen. Auch dieses Flexibel-Bleiben, das Brechen der eigenen Regeln, wie Meike Winnemuth es in Äthiopien gemacht hat, um das Land noch einmal neu und anders zu entdecken, hat mir beim Lesen ein vollkommen zwangloses Gefühl gegeben. Es ging der Autorin nicht darum, einen perfekten Trip hinzulegen und diesen in seinen Highlight Reels festzuhalten, wie wir es so oft aus den sozialen Medien kennen. Meike Winnemuth hat einfach gemacht und gelebt und das dann zu Papier gebracht. Und das liest sich ganz fantastisch und man möchte es am liebsten genauso machen. Einfach leben, genießen, Menschen treffen, schreiben, neu orientieren, weiter leben und das Leben er-leben. 

    Von mir eine ganz klare Empfehlung für dieses Buch - es war dieses Jahr eines meiner klaren Favoriten. Das Buch ist etwas für alle, die das Reisen lieben, die selbst schon einmal länger im Ausland waren und wissen, wie sich das anfühlt und es ist etwas für alle, die so eine Reise mal vorhaben und schon einmal wissen möchten, wie toll das werden kann. 

    Zum Schluss noch dieses Zitat aus dem Buch: "Man darf sein Leben nicht damit verschwenden, Erwartungen zu erfüllen. Nicht mal die eigenen."

  23. Cover des Buches Das kleine Buch vom achtsamen Leben (ISBN: 9783453703100)
    Patrizia Collard

    Das kleine Buch vom achtsamen Leben

     (29)
    Aktuelle Rezension von: zeitengenossin

    Dieses süße kleine Buch kommt in einer ganz niedlichen Aufmachung daher und sowie auch schon bei dem anderen Buch von Dr. Patrizia Collard „Sei achtsam mit dir“. Die Einführung in das Buch fand ich absolut gut, denn dort wird die Frage beantwortet was Achtsamkeit genau ist und welchen Nutzen man aus der Achtsamkeitspraxis ziehen kann. Gerade für Menschen die sich in Achtsamkeit üben wollen eine sehr gute Einführung in die Materie.

    Alle sieben Kapitel bringen einem die Achtsamkeit auf wunderbare Weise näher, bildlich sowie in Schrift. Zudem gibt es wieder ganz wunderbare Übungen die einfach auszuführen sind auch für Achtsamkeits-Anfänger. Dieses kleine Buch hat es wirklich in sich. Nicht nur das es klein ist und damit platzsparend, sondern das soviel Inspiration, Wissen und Achtsamkeit in diesem Buch stecken. Ein absolutes Must-Have!

  24. Cover des Buches Dienstags bei Morrie (ISBN: 9783442487226)
    Mitch Albom

    Dienstags bei Morrie

     (502)
    Aktuelle Rezension von: lenih

    Als der Journalist und Autor Mitch Albom erfährt, dass sein ehemaliger Lehrer Morrie Schwartz unheilbar an ALS erkrankt ist und nicht mehr lange zu leben hat, beschließt er, ihn noch einmal zu besuchen. Während dieses Besuchs, welcher Albom an die ehemalige Freundschaft der beiden erinnert, keimt in dem Autor der Wunsch auf, von seinem Coach, wie er Schwartz während der Studienzeit nannte, zu lernen, wie dieser es geschafft hat, ein glückliches und zufriedenes Leben zu führen und mit der Angst vor dem eigenen Tod umzugehen. Immer dienstags treffen sich die beiden von nun an in Morries Arbeitszimmer, um verschiedene Aspekte des Lebens zu erörtern und ihre Gespräche auf Tonband aufzunehmen, um die Erkenntnisse später in einem Buch zu verarbeiten. Herausgekommen ist dabei „Dienstags bei Morrie - Die Lehre eines Lebens“, welches im Jahr 1997 erstveröffentlicht wurde, leider erst nach dem Tod von Morrie Schwartz.

    Die Lehren, die man aus diesem Buch ziehen kann, sind nicht völlig neu, wenn man sich schon öfter mit Themen wie Glück, Zufriedenheit oder der allumfassenden Frage nach dem Sinn des Lebens auseinandergesetzt hat. Mittlerweile gibt es nämlich sehr viele Bücher der Kategorie Lebenshilfe mit ähnlichem Tenor. Ob das zu der Zeit, als dieses Buch geschrieben wurde, auch schon so war, kann ich nicht beurteilen (vermutlich nicht). Heute sticht dieses Buch für mich daher jedenfalls nicht aus der Masse heraus, weil es gute und tiefsinnige Ratschläge gibt (das tut es wirklich, nur die waren mir nicht unbekannt), sondern weil ich es sehr berührend fand zu lesen, wie liebevoll Mitch Albom mit seinem ehemaligen Lehrer während ihrer Dienstagssitzungen umgeht und wie nah dies die beiden einander bringt.

    ALS ist heimtückisch und unbarmherzig. Jeder kennt das prominenteste Beispiel dieser furchtbaren Krankheit, den mittlerweile verstorbenen Astrophysiker Stephen Hawking. Sie führt dazu, dass der Erkrankte sich nach und nach aufgrund spastischer Lähmungen der Muskulatur immer weniger bewegen kann. Alltagsverrichtungen wie sich ankleiden, selbstständig essen oder der Toilettengang werden irgendwann völlig unmöglich. Betroffene sind ab einem bestimmten Punkt dauerhaft auf Hilfe angewiesen. Es kommt zu Schluck- und Sprachstörungen und zum Ende hin wird auch die Lunge so stark in Mitleidenschaft gezogen sein, dass eine künstliche Beatmung erforderlich ist. Ein Leben oder Sterben in Würde scheint mit dieser Erkrankung unmöglich zu sein. Wie kann man also mit einem Menschen umgehen, von dem man weiß, dass er auf jeden Fall sterben und dass dieses Sterben lang und grausam sein wird?

    Albom hat in seinem Buch beschrieben, wie selbstverständlich er und Morrie irgendwann mit Morries Einschränkungen umgehen konnten, wie er seinem Lehrer zum Bespiel die Nase putzte, die gelähmten aber trotzdem schmerzenden Füße massierte und ihn tröstend in den Arm nahm, wenn dieser, von Erinnerungen überfallen, heftig weinen musste. Zu lesen, wie die Distanz, die in solchen Situationen zunächst einmal herrscht (aus Angst, etwas falsch zu machen oder den Kranken zu beschämen), abgebaut wurde und nichts übrig blieb, als tiefe, ehrliche Zuneigung und Liebe zwischen zwei Menschen, die sich mit ihren Gesprächen voneinander verabschiedeten, das war einfach nur ergreifend. Sterben und Tod sind Tabuthemen in unserer Gesellschaft. Jugendlichkeit, Gesundheit, Attraktivität sind heute für viele die Maßstäbe für Erfolg und ein erfülltes Leben. Niemand will alt und krank werden. Dass aber auch darin Chancen liegen, davon berichtet dieses Buch. Morries Ratschläge könnte ich schon jetzt, kurz nach dem Lesen, nicht mehr alle widergeben, aber den Wunsch nach Verbundenheit und Zuneigung habe ich beim Lesen tief nachempfinden können. Und das ist es, was mir in Erinnerung bleiben wird.

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