Bücher mit dem Tag "geliebte"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "geliebte" gekennzeichnet haben.

86 Bücher

  1. Cover des Buches Gustave Flaubert, Madame Bovary (ISBN: 9783730612842)
    Gustave Flaubert

    Gustave Flaubert, Madame Bovary

    (634)
    Aktuelle Rezension von: JohnSmith

    Es gibt zu diesem Buch bereits unzählige Rezensionen, bei denen Emma Bovary sämtlichst nicht gut wegkommt, sogar eine Verhaltensstörung ist nach ihr benannt. Derart voreingestellt habe ich mich auf den Roman eingelassen, doch ich wurde überrascht, denn: ich mochte Emma sehr!

    Doch im Einzelnen: dank der vielberühmten Sprache Flauberts ist es leicht, in die Geschichte einzutauchen. Man sieht die Landschaften, man erlebt die gesellschaftlichen Zwänge, und dies durch die Augen der jeweiligen Protagonisten. Besonders diese Perspektivwechsel, die ich beim Lesen kaum bemerkt habe, finde ich beeindruckend! 

    In drei Abschnitte unterteilt, die sich an dem Leben von Charles, dem Ehemann orientieren, wird die Geschichte von Emma Bovary erzählt, eine Figur, mit der Flaubert das Leben und Sterben einer realen Frau nacherzählt- "True-Crime" sozusagen. 

    Diese Geschichte (für genaue Inhaltsangaben bitte in andere Rezensionen schauen ;) ) lässt sich problemlos in die heutige Zeit übertragen: Emma wächst behütet auf und heiratet, voll romantischer Träumereien, besagten Charles, der Emma, oder besser gesagt, das Leben mit Emma, wirklich liebt - allerdings sind seine Ansprüche auch nicht sonderlich hoch, er ist glücklich, wenn seine hübsche Frau ruhig neben ihm sitzt, während er gemütlich vor dem Kamin wegschlummert. Besagte hübsche Frau gibt sich auch wirklich Mühe, glücklich zu sein und den gesellschaftlichen Konventionen zu entsprechen und gibt sich mit harmlosen Flirts und Träumereien zufrieden. 

    Naja, zumindest bis Leon, das Ziel der Schwärmerei - bevor etwas nennenswertes passiert - wegzieht. 

    Denn kaum hat Emma sich von ihrem Liebeskummer etwas erholt, wird sie selbst zum Objekt der Begierde, und der professionelle Schürzenjäger Rodolpho beginnt mit der Jagd auf sie. Und der Mann konnte jagen, mannomann.... Schnell begann also eine Liebesbeziehung, er gaukelt ihr vor, mit ihr abzuhauen, kneift aber und trennt sich im letzten Moment von ihr - durch ein weinendes Smiley! (frei in die heutige Zeit übersetzt...) Emma verkraftet das kaum.

    Und wieder - kaum hat sich Emma erholt, trifft sie Leon wieder, der mittlerweile auch so seine Erfahrungen gemacht und daher weniger Hemmungen hat, die Ebene der Träumereinen in Richtung Fleischeslust zu verlassen - direkt in einer durch die Stadt rasenden Kutsche! 

    Da Emma parallel zu diesen (sehr eindrücklich geschilderten) Affären auch noch etwas zuviel Gefallen an "schönen Dingen" findet, fällt sie auf die Betrügereien ihres Nachbarn herein, bis die Schulden sie erdrücken und sie nur einen Ausweg sieht- Suizid durch Selbstvergiftung.

    Als bekennende "Krimi-Mimi" sage ich: selten so eine gruselige Sterbeszene gelesen!

    Und damit noch nicht genug, die Geschichte geht weiter, bis Charles, der mittlerweile von Allem erfahren hat, kurz darauf als runinierter und gebrochener Mann stirbt. Dadurch wird das gesamte Lieben und Leiden von Emma auf eine reine Episode in Charles´ Leben reduziert. Wer also ein Happy End oder ein Mutmach-Buch zur Erbauung sucht - der ist hier falsch.

    In der Gesamtbetrachtung erscheint mir das gesamte Buch wie eine einzige Warnung, aber gleichzeitig eine Aufforderung an alle Frauen: 

    lasst Euch nicht einlullen durch schöne Worte, sondern fangt an zu denken!

  2. Cover des Buches Woman in Cabin 10 (ISBN: 9783945386989)
    Ruth Ware

    Woman in Cabin 10

    (506)
    Aktuelle Rezension von: mesu

    Die Journalistin Lo Blacklock darf an der Jungfernfahrt eines Luxusschiffes teilnehmen. Doch diese Fahrt wird zum Albtraum, denn Lo  wie eine Frau in der Nacht schreit und dann einen Aufprall auf dem Wasser. Sie glaubt die Frau wurde von Bord gestoßen. Als sie ihre Beobachtung dem Sicherheitsoffizier mitteilt, wiegelt dieser ab, denn die Kabine aus der sie das Geräusch gehört haben will, ist leer und es hat niemand darin gewohnt. Diese Fahrt entwickelt sich für Lo zu einer gefährlichen und tödlichen Reise.

    Spannungsgeladen, aber etwas übertrieben wird dieser Thriller erzählt. Er fasziniert aber dennoch.

  3. Cover des Buches Schwerelos (ISBN: 9783499266782)
    Ildikó von Kürthy

    Schwerelos

    (411)
    Aktuelle Rezension von: Bucherpalast

    Okay, um ehrlich zu sein fällt es mir schwer, euch meine Meinung über dieses Buch zu sagen. Fangen wir jedoch mal mit dem Guten an: Das Buch ist superwitzig und einfach geschrieben. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so über ein Buch gelacht habe.
    Die Illustrationen, die in dem Buch sind, sind auch unfassbar schön gestaltet, vor allem da mir nicht klar war, dass diese in dem Buch enthalten sind.
    Aber naja das war es auch schon irgendwie. Die Geschichte an sich plätschert nur so vor sich hin, die Zeitsprünge, welche stattfinden sind teilweise echt verwirrend.
    Mit der Protagonistin konnte ich mich leider auch gar nicht anfreunden was wohl denke ich am Gesamtpaket liegt.
    In diesem Roman werden viele, sehr viele Klischees bedient. In meinen Augen waren es ein paar zu viele. Womit ich jedoch am wenigsten klar kam, waren ein paar der Aussagen, die in diesem Roman getroffen wurden. Klar, es soll witzig sein, doch bei mir traf es am Ende nur auf Unverständnis. Am schlimmsten hier bei war jedoch die Aussage: Eine gute Ehe funktioniert nur mit Kindern, einem guten Ehemann und einer Affäre.
    Äh, wie bitte?!
    Oder die Protagonistin hatte kein erfülltes Sexleben nur, weil sie noch nie Sex in der Öffentlichkeit hatte oder einen Dreier.
    Und das sind nur ein paar Beispiele die so gar nicht meinen Humor getroffen haben.
    Aber naja, ich habe das Buch eh nur gelesen, weil ich es geschenkt bekommen habe und da bin ich echt froh hier für kein Geld ausgegeben zu haben.
    Ganz eindeutig keine Empfehlung für euch.

  4. Cover des Buches Weißwurstconnection (ISBN: 9783423218016)
    Rita Falk

    Weißwurstconnection

    (243)
    Aktuelle Rezension von: krimi_wahnsinn

    Inhalt:
    Ein neues Luxus-Hotel sorgt bei der Bevölkerung in Niederkaltenkirchen für Stimmung. Nicht alle Einwohner sind mit dem Bau einverstanden. Als Kommissar Franz Eberhofer in eben dieses Hotel gerufen wird ist ihm schnell klar: hier geht etwas nicht mit rechten Dingen zu. Im Badezimmer findet er nämlich eine männliche Leiche. Trotzdem soll er laut dem Leiter dieser Anlage stillschweigen bewahren. Aber wie soll das gehen? Alles an der Leiche schreit geradezu nach einem neuen Mordfall und schneller als ein Lauffeuer verbreitet sich diese Nachricht auch schon. Aber nicht nur das macht Eberhofer zu schaffen, denn Oma spricht plötzlich von einem Doppelhaus. Natürlich soll Franz dort aber nicht alleine einziehen, denn die Susi benötigt eine neue Unterkunft und auch sein Bruder könnte dann wieder auf den elterlichen Hof zurückkehren. Doch erst einmal muss ein Mord aufgeklärt werden!

    Meinung:
    Das Cover passt sich wieder wunderbar in die Reihe ein, was mir sehr gut gefällt und der Wiedererkennungswert ist natürlich auch direkt sichtbar. Der Schreibstil der Autorin war wie immer sehr angenehm zu lesen, jedoch muss ich dieses Mal sagen das dieser 8. Fall eher der bisher schwächste Teil ist. Bei den Ermittlungen war eher Kommissar Zufall am Werk und richtige Spannung ist leider auch nicht aufgekommen. Trotzdem fühlte ich mich sehr gut unterhalten, grade der bayrische Humor hat seinen Teil dazu beigetragen. Trotzdem freue ich mich schon auf den nächsten Teil dieser bayrischen Serie.

  5. Cover des Buches The Darkest Gold – Die Geliebte (ISBN: 9783499011528)
    Raven Kennedy

    The Darkest Gold – Die Geliebte

    (232)
    Aktuelle Rezension von: Sabrrina

    Nach Jahren voller Lügen und Manipulation hat Auren endlich erkannt, dass Midas niemals der Mann war, für den sie ihn gehalten hat. Doch ihn hinter sich zu lassen, ist alles andere als einfach, denn Midas weiß genau, wie er sie unter Druck setzen kann. Eines steht für Auren jedoch fest: Sie wird sich nie wieder einsperren lassen.

    Auch dieser Band hat mir wieder richtig gut gefallen. Das absolute Highlight der Reihe bleibt für mich Aurens Entwicklung. Es macht unglaublich viel Spaß mitzuerleben, wie sie mit jedem Band selbstbewusster wird, ihre Vergangenheit hinterfragt und sich Schritt für Schritt von den Fesseln löst, die Midas ihr so viele Jahre angelegt hat. Diese Entwicklung wirkt nachvollziehbar und fühlt sich zu keinem Zeitpunkt überstürzt an. Und Midas? Raven Kennedy schafft es wirklich, ihn zu einem Charakter zu machen, den ich aus tiefstem Herzen verabscheue. Immer wenn er sein wahres Gesicht zeigt, habe ich beim Lesen regelrecht gemerkt, wie mein Puls gestiegen ist. Selten hat mich ein Antagonist so sehr aufgeregt.

    Mit dem Spice bin ich allerdings nicht ganz warm geworden.Hätte ich in dieser Reihe ehrlich gesagt gar nicht gebraucht. Für mich haben die spicy Szenen eher etwas von der besonderen Atmosphäre genommen. Gestört hat es mich zwar nicht massiv, aber ich hatte oft das Gefühl, dass die Geschichte auch ohne diese Szenen genauso gut – vielleicht sogar besser – funktioniert hätte. 

    Trotzdem war das wieder ein richtig starker Band. Für mich ist die Reihe an dieser Stelle allerdings erst einmal beendet. Nicht, weil sie schlechter wird oder mir keinen Spaß mehr macht. Das Ende lässt noch vieles offen und macht durchaus neugierig. Ich habe für mich persönlich aber das Gefühl, dass die Richtung, in die sich die Geschichte von hier aus entwickelt, vermutlich nicht mehr ganz meinen Geschmack treffen wird. Deshalb lege ich die Reihe erst einmal zur Seite. Ausschließen möchte ich aber nicht, dass ich irgendwann doch noch zurückkehre.

  6. Cover des Buches Das Herz des Bösen (ISBN: 9783442477258)
    Joy Fielding

    Das Herz des Bösen

    (312)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Valerie Rowes hat bald einen Ex-Mann und mit ihrer Tochter Brianne hat sie so einige Probleme. Die Tochter verliebt sich in den Falschen, ist zuviel am Handy und im Internet und raubt ihrer Mama den letzten Nerv. Dann soll es auch noch zu einem Ausflug kommen, wo Valerie starke Nerven haben muss. Ihr bald Ex-Mann und seine junge Geliebte und sie und Brianne sollen ein Wochenende verbringen. Auch dass noch, denn es kommt noch schlimmer. Was sie noch nicht ahnen ist aber, dass es in ihrer unmittelbaren Nähe zu noch größeren Problemen kommt. Ein altes Ehepaar wird Opfer eines Gewaltverbrechens und es geschehen weitere Morde. Ein junges Paar sorgt in dem Waldstück für Angst und Schrecken und plötzlich ist Valerie mitten drin und stellt alles in Frage. Nicht ihr bestes Buch, aber ein sehr spannender Thriller.


  7. Cover des Buches Catch the Billions, Baby! (ISBN: 9783985956609)
    J. S. Wonda

    Catch the Billions, Baby!

    (153)
    Aktuelle Rezension von: Noticethelemon

    Das Buch und die Charaktere sind zwar unterhaltsam aber nicht spannend oder besonders einfallsreich. Erst am ende nimmt das buch wieder an Fahrt auf. Ansonsten ist es recht unspektakulär und die Verhaltensweisen der Hauptcharaktere teilweise fragwürdig oder nicht nachvollziehbar. Man steckt in einer welt voll glamour, geld, reichen Schnöseln und Einfluss. Die Intrigen der Charaktere sind zwar unterhaltsam aber auch teilweise vorherseh bar. Ehrlichgesagt bin ich etwas enttäuscht von dem Buch der Autorin der Kings Reihe und hätte eigentlich mehr erwartet. Vor allem mehr Spannung und mehr interessante Storyline. Olivia ist ausgekügelt und unvorhersehbar. Sie handelt nach ihrem willen und ist stur und absolut umwerfend. Der kalte und herzlose Jad miemt den Badboy und will sich anfangs garnicht auf Olivia einlassen. Letztendlich kommt es doch zu einer körperlichen Annäherung und seit dem kriegt der Anwalt die Betrügerin nicht mehr aus dem Kopf, genauso wie andersherum. Bis zum Ende des Buchs tänzeln beide etwas umeinander und wollen sich erst Gegen schluss eingestehen, dass die beiden doch etwas für einander empfinden. Grundsätzlich ist das buch ganz gut für zwischendurch aber nicht für leser wie mich, die spannende und spektakuläre Storylines lieben.

  8. Cover des Buches Fährte (Ein Harry-Hole-Krimi 4) (ISBN: 9783548061696)
    Jo Nesbø

    Fährte (Ein Harry-Hole-Krimi 4)

    (252)
    Aktuelle Rezension von: Alexia_

    Wir sind immer noch in Oslo. Eine Bekannte von Harry wird ermordet aufgefunden und er war angeblich der Letzte der bei ihr gesehen wurde. Damit gerät der Ermittler nun selbst ins Visier. Ein gefährliches Katz- und Mausspiel mit dem Täter beginnt. Kann Harry seine Unschuld beweisen und den wahren Täter fassen?

    Die Fälle rund um Harry Hole werden von Band zu Band immer komplexer und vielschichtiger. Und das macht sie in meinen Augen unglaublich spannend. Man darf nichts verpassen und muss durchgehend aufmerksam bleiben um auch ja kein kleines Detail zu verpassen. Das Vergangene aus vorherigen Bänden spielen immer wieder eine Rolle und werden hier und da aufgegriffen. Ein Leseerlebnis was wirklich Spaß macht. Auch in Harrys neusten Fall. Denn dieses Mal gerät er selbst ins Visier. Und dem wieder zu entgehen ist gar nicht so einfach. Vor allem wenn ein Übeltäter immer noch in den eigenen Reihen sitzt und seine Fäden zieht. Das Gemeine daran ist, dass man als Leser genau weiß wer es in diesem Fall ist und Harry weiß es auch – nur kann er es noch nicht beweisen. Und das macht sowohl den Kommissar fuchsig als auch den Leser.  Was mir in diesem vierten Falls tatsächlich schon etwas zu viel geworden ist – ist das ewige Hin- und Her von Harry und seinem Alkoholproblem. Natürlich bringt, dass immer wieder Wendungen und Probleme mit sich, aber so langsam wird es auch zu viel des Guten. Seine ewigen Eskapaden werden dann doch zwischenzeitlich etwas anstrengend. Auch wie die vorherigen Bände ist dieser nichts fürs schwache Nerven. Der Autor hält sich nicht zurück oder ist zimperlich mit dem Leser. In keinster Weise. So klatscht er uns auch das Finale wieder um die Ohren, das einem Hören und Sehen vergeht. Großes Kino.

    Wieder ein toller Thriller der begeistert und mitreißt. 4 von 5 Sternen.

  9. Cover des Buches Find mich da, wo Liebe ist (ISBN: 9783548291413)
    Anstey Harris

    Find mich da, wo Liebe ist

    (161)
    Aktuelle Rezension von: Nika488

    Berührend, gefühlvoll und inspirierend


    Find mich da, wo Liebe ist von Anstey Harris ist eine wunderschöne, feinfühlige Geschichte über Selbstfindung, Hoffnung und die Kraft, sein eigenes Leben neu zu gestalten.


    Eine Frau zwischen Vergangenheit und Neubeginn

    Grace hat ihre Träume verloren und lebt in einer Beziehung, die nur aus Warten besteht – auf David, auf eine Zukunft, die nie zu kommen scheint. Doch als ihr Leben ins Wanken gerät, beginnt sie sich langsam selbst wiederzufinden. Mit der Unterstützung von Mr. Williams und der quirligen Nadia lernt sie, dass Liebe nicht nur in einer Person, sondern auch in Freundschaft, Musik und neuen Wegen steckt.


    Was das Buch besonders macht:

    - Authentische, vielschichtige Charaktere: Grace ist nicht perfekt – sie ist verletzlich, hoffnungsvoll und manchmal naiv, aber genau das macht sie so echt. Ihre Entwicklung ist bewegend und glaubwürdig.

    .- Wunderschöner Schreibstil: Poetisch und atmosphärisch beschreibt die Autorin nicht nur die Welt der Musik, sondern auch Graces innere Gefühlswelt auf eine eindrucksvolle Weise.

    - Starke Nebenfiguren: Besonders Mr. Williams und Nadia bringen Herzenswärme und Humor in die Geschichte und helfen Grace, sich selbst neu zu entdecken.


    Fazit:

    Ein tiefgründiger, emotionaler Roman über den Mut, das eigene Glück selbst in die Hand zu nehmen. Die Geschichte entwickelt sich eher ruhig, aber gerade das passt zu Graces persönlichem Wachstum. Wer einfühlsame, lebensnahe Geschichten liebt, wird dieses Buch genießen!

  10. Cover des Buches Wolfsschlucht (ISBN: 9783426512968)
    Andreas Föhr

    Wolfsschlucht

    (126)
    Aktuelle Rezension von: Morian

    Die Landschaft, der Menschenschlag, die Sprache, alles wird anschaulich beschrieben und dabei kommt auch noch eine mitreisende Geschichte heraus, die spannend und einnehmend bis zum Schluß ist. Es wird nicht alles zerredet. Es muß auch nicht im Rahmen eines Regionalkrimis geklärt werden, ob es jetzt wirklich esoterische Wirkungen gibt. Aber es könnte ...
    Das Buch ist meine Empfehlung.

  11. Cover des Buches Puppenmutter (ISBN: 9783752873351)
    Astrid Korten

    Puppenmutter

    (62)
    Aktuelle Rezension von: Witch-Journal

    Mit diesem Thriller hat Astrid Korten mal wieder bewiesen, wer die Queen der Crimethriller ist. Auf ganz hohen Niveau hat sie, eine Story umgesetzt, die dem Leser, die Nackenhaare hochgehen läßt. Die Gesichte, die Tessa Simonet erlebt, ist spannend, aufregend und sehr lebendig. Die Autorin hat alle Charaktere so eingesetzt, das sie die Story, zum Leben erwecken. Als Leser wird man nervös, denn man möchte wissen, was auf der nächsten Seite passiert. Durch den besonderen Schreibstil von Astrid Korten, wird dieses Buch zum Erlebnis. Sie schreibt sehr bunt und ohne Ecken und Kanten. So kann man dieses Buch gut lesen. Ich habe natürlich mir auch andere Rezension angesehen und muss hier eine Lanze für Astrid Korten brechen. Was für einen Blödsinn, schreiben doch manche Leute. Mir ist klar, das ich dafür angegriffen werde, doch das macht nichts. Für mich ist dieses Buch mehr als lesenswert. Gern hätte ich manchmal ins Geschehen eingegriffen, doch das konnten die Protagonisten ganz allein. Wahrheit und Lüge liegen dicht zusammen. Doch das Recht siegt wieder einmal. Vielen Dank, liebe Astrid.

  12. Cover des Buches Dunkles Arles (ISBN: 9783832164836)
    Cay Rademacher

    Dunkles Arles

    (68)
    Aktuelle Rezension von: julestodo

    Ein romantisches Wochenende in Arles war geplant....nun ja, es kam ganz anders. Im Amphitheater kommt ein Mann zu Tode!  Roger und seine Geliebte Aveline sind überzeugt: es war Mord. Der örtliche Ermittler will es herunterspielen und behauptet: es war ein Ünglücksfall!

    Das können die beiden so nicht hinnehmen und fangen zu ermitteln an, obwohl sie in Arles nicht zuständig sind.

    Eine turbulente Geschichte, spannend erzählt, flüssiger Schreibstil, eine absolute Empfehlung für jeden Leser, der gerne spannende Krimis liest!

  13. Cover des Buches Du hast … (ISBN: 9783959626163)
    Alexis Snow

    Du hast …

    (34)
    Aktuelle Rezension von: LadyDC

    Normalerweise lese ich ja gerne und viel. Leider hindert das reale Leben mich mal mehr oder weniger dran, diesem Hobby auch ausreichend nach zu kommen. Natürlich habe ich in der letzten Zeit einige Bücher gelesen. Mein zuletzt beendetes Buch ist „Du hast…“ von Alexis Snow.

    Als ich das Cover sah, habe ich mich gleich schockverliebt, den Dom und die Hohenzollenrbrücke dort zu sehen, hat mein Herz höher schlagen lassen. Ja, Köln ist nach wie vor meine Herzensstadt.

    Aber zurück zum Roman oder besser gesagt zum Inhalt (Ich habe mir erlaubt diesen unverändert zu übernehmen)

    „Judith führt ein beschauliches Leben mit Reihenhaus und Familie, bis eines Tages ihr Mann tödlich verunglückt. Kurze Zeit später erfährt sie jedoch, dass das Leben, wie sie es miteinander führten, nur Fassade gewesen ist, da ihr Mann während ihrer Ehezeit ein Doppelleben führte. Über mehr als eine Affäre stolpert sie bei ihren Nachforschungen. Davon bleibt auch ihr tägliches Leben nicht verschont. Sie lernt Sascha kennen, Kommissar bei der Kölner Polizei, der gerade nicht nur selbst in einer schwierigen Trennungsphase lebt, sondern auch noch im Fall einer Mordserie ermittelt. Ohne es zu wollen, treffen die beiden immer wieder aufeinander, da die Mordserie anscheinend etwas mit ihrer Vergangenheit zu tun hat. Ob totgeglaubte Rache üben können? Inwieweit haben Sascha und sie damit zu tun? Die Gefahr ist mit einem Mal zum Greifen nah, als sie am nächsten Tatort auf ein weiteres Opfer des Killers stoßen …“


    Ja, jetzt kommt der schwierigere Part, meine Meinung kund zu tun ohne euch zu viel zu verraten. Zunächst möchte ich sagen, dass dies mein erster Roman von Alexis Snow war. Neben dem Cover hat mich auch der Titel sehr fasziniert. Du hast oder Du hasst, ja wer oder was hat oder hasst etwas? Diese kleine Spielerei mit den Buchstaben hat mich echt neugierig gemacht.

    Eigentlich wollte ich nur kurz die ersten Seiten lesen um mich jetzt am Wochenende dem gesamten Buch zu widmen. Tja, das war ein Fehler, ich konnte es nicht aus der Hand legen und habe es in wenigen Stunden durchgelesen. Dank des flüssigen Schreibstils bin ich schnell durch die einzelnen Kapitel gekommen. Die Kapitel an sich wurden in unregelmäßigem Wechsel aus Sicht der Protagonisten Judith, Sascha und später auch dem ominösen Ghost erzählt. Die ausschlaggebenden Mord-Szenen haben es in sich, jedoch bewegt sich das Ganze noch in einem gut erträglichen Rahmen (zumindest für mich). Alexis  Snow hat es im Laufe der Seiten immer wieder geschafft den Spannungsbogen zu halten bzw. diesen noch zu steigern. Glaubte man sich sicher den Mörder zu wissen, kam man im nächsten Gedankengang wieder ins Grübeln..


    Die Protagonisten Judith und Sascha sind sehr anschaulich beschrieben, so dass ich mich gut in die jeweilige Person hinein versetzen konnte. Die kleine Lovestory zwischen den beiden schadet der Gesamtstory in keinster Weise. Auch die Nebencharaktere konnte ich mir gut vorstellen. Manche Handlung war zwar etwas unreal, aber wer sagt denn, dass ein Buch immer realistisch sein muss.

    Mich  hat die Autorin von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt, Nervenkitzel inklusive.  Lediglich das Ende bzw. die Auflösung ging mir dann doch zu schnell über die Bühne, hier  hätte ich es mir noch etwas ausführlicher gewünscht.  

    Zusammengefasst kann ich nur sagen, viel Spaß und Spannung auf der Suche nach Ghost!
  14. Cover des Buches Mein (ISBN: 9783499291807)
    JL Butler

    Mein

    (21)
    Aktuelle Rezension von: LiveReadLove

    Inhalt

    Francine Day ist Scheidungsanwältin und mit ihrem neuesten Fall erhofft sie sich die nötige Aufmerksamkeit, um die Karriereleiter emporsteigen zu können. Doch als sie Martin Joy, der sich von seiner Frau Donna scheiden lassen will, kennen lernt, wird alles anders als erwartet. Wider besseren Wissens geht Francine eine Beziehung mit dem millionenschweren Mann ein und gefährdet damit nicht nur ihren aktuellen Fall, sondern auch ihre Karriere. Als Donna Joy schließlich spurlos verschwindet gerät Martin in Verdacht. Francine wird nervös, denn auch sie hat ein Geheimnis: sie ist die Letzte, die Donna Joy lebend gesehen hat.


    Wenn ich eine Mail vom Rowohlt Verlag bekomme bin ich immer versucht, das angebotene Rezensionsexemplar anzunehmen. Selten habe ich aus diesem Verlag ein Buch gelesen, das nicht zu mir gepasst hat. Der Klappentext zu „Mein“ von JL Butler hat mich direkt angesprochen. Solche Romane rufen mir förmlich „Twist“ zu und solche Geschichten habe ich lieben gelernt.

    Schon der Prolog hat die besondere Stimmung in dem Buch sehr schön zur Geltung gebracht. Das Buch ist düster, verwirrend und gefährlich. Man wird auf jeder Seite mit neuen Gedanken und Handlungen durcheinander gebracht. Man bekommt nach und nach das Gefühl, dass einem alles entgleitet, dass man nicht mehr weiß wem man eigentlich vertrauen kann und sollte. Der Schein trügt bei allem, was man eigentlich dachte zu wissen und das fand ich absolut grandios. JL Butler schafft es, mich mit ihrem Schreibstil an ihr Buch zu fesseln, denn ich möchte unbedingt wissen, wie es weiter geht. Und das, obwohl mir Francine Day nach einigen Kapiteln alles andere als sympathisch ist.

    Francine ist eine zielstrebige und sehr erfolgreiche Anwältin. Sie kümmert sich vor allem um Scheidungen und liebt es, reiche Männer zu vertreten. In solchen Scheidungen springt am meisten Geld für sie als Anwältin heraus und es sind seltener Kinder im Spiel. Zu Beginn wirkt sie gefasst, organisiert und vor allem sehr kontrolliert. Sie scheint zufrieden mit ihrem Leben und glücklich mit ihrem Beruf. Doch als Martin Joy in ihr Leben tritt wird alles anders und Francine tut etwas, das eigentlich nicht zu ihr passt: sie beginnt eine Affäre mit ihrem Mandanten. Ab hier beginnt es abwärts mit ihr zu gehen. Sie wird zunehmend fahrig, durcheinander, fast schon durchgeknallt. Nichts von ihrem Verhalten lässt auf Professionalität hindeuten und obwohl sie kaum etwas von Martin weiß, verzehrt sie sich regelrecht nach ihm. Zu Beginn war ihre Veränderung noch nachvollziehbar für mich, doch irgendwann wurde mir Fran zu anstrengend. Sie hat jegliche Vorsicht über Bord geworfen und sich in meinen Augen komplett falsch verhalten. Natürlich hängt das auch ein wenig mit ihrer Persönlichkeit zusammen, die man eben nach und nach näher kennen lernt, doch das hat sie nur unsympathischer wirken lassen. Ich bin einfach nicht mit ihr warm geworden. Ich habe weder die Anziehungskraft zwischen ihr und Martin nachvollziehen können, noch ihr Verhalten im Bezug auf ihn. Sie hat sich teilweise wie ein Teenager aufgeführt, aber nicht wie eine Frau, die Ende 30 sein soll und eigentlich fest im Leben steht.

    Auch Martin Joy war mir überhaupt nicht sympathisch. Über ihn erfährt man im Buch nach und nach einige Details, die für viel Verwirrung sorgen. Auch das war sicherlich von der Autorin beabsichtigt und hat ihre Wirkung keinesfalls verfehlt. Aber dieser reiche Mann, der praktisch jede Frau haben könnte, die er nur möchte, nimmt sich ausgerechnet seine Scheidungsanwältin. Als nach kurzer Zeit von Liebe die Rede war, habe ich der Beziehung kaum mehr Glauben geschenkt. Es war für mich einfach nicht greifbar, wieso diese beiden Menschen sich ineinander verlieben sollten.

    Letztlich spielte die Beziehung zwischen den beiden aber keine so große Rolle, wie es hier gerade den Anschein nimmt. Denn im Vordergrund steht vor allem die Suche nach Donna. Die Ehefrau von Martin Joy ist wunderschön, beliebt, ehrgeizig und einfach nicht aufzuspüren. Niemand hat etwas von ihr gehört oder weiß, wo sie abgeblieben ist. In ihrer Wohnung wird Blut gefunden und natürlich gerät sofort ihr Noch-Ehemann ins Visier der Ermittlungen. Francine möchte natürlich alles tun, um ihren Mandanten und Geliebten aus der Schusslinie zu bekommen und verstrickt sich nach und nach selbst in dem Fall, der sie als Scheidungsanwältin eigentlich gar nichts an geht. Die Wendungen, Irrungen und Verwirrungen der Autorin haben mir wirklich richtig gut gefallen. Sie hat es geschafft mich auf jeder Seite neu überdenken zu lassen, was zuvor passiert ist. Ich hatte immer mal wieder Ideen im Kopf, wie das Ganze ausgehen könnte und ebenso oft habe ich diese Ideen wieder verworfen. Es war ein großes Auf und Ab und die Atmosphäre hat ihr übriges getan. Ich habe mitgedacht, mitgerätselt und konnte das Buch kaum mehr aus der Hand legen. Ich war mittendrin. Und dann kam das Ende.

    Das Ende war gut und hat mir gleichzeitig irgendwie doch nicht gefallen. Was ich sagen kann ist, dass mich das Ende zufrieden gestellt hat aber nicht komplett überzeugt. Es war nicht der Knall, den ich mir vorgestellt habe. Nicht dieser große „Wtf“-Moment den ich mir erhofft habe. Die Art und Weise wie das Ende geschrieben wurde war gut, denn es ist eben nicht ganz zu Ende, wie man sich das als Leser manchmal so vorstellt. Das Ende der Geschichte spiegelt ein wenig auch die gesamte Geschichte wider, was ich gut finde. Aber es war in meinen Augen dann doch irgendwie zu „lahm“ und einfach. Als hätte die Autorin auf den letzten Metern entschieden den großen Knall lieber doch weg zu lassen, was ich einfach schade gefunden habe. Es gab eine Überraschung aber die hat mich eben nicht so gepackt, wie es ein anderer Knall vielleicht vermocht hätte.

    Fazit

    Das Buch hat mir sehr viel Spaß gemacht. Der Schreibstil ist flüssig und sehr gut zu lesen. Die Handlung ist rasant und spannend, man möchte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen und unbedingt herausfinden wie es weiter geht. Auch wenn die Charaktere nicht unbedingt Sympathieträger sind und ihre Handlungsweisen teilweise mehr als fragwürdig, so will man das Ende der Geschichte erfahren. Die Handlung hat eine Sogwirkung auf mich ausgeübt und mich sehr begeistert. Einzig das Ende war für mich ein Manko, über das ich nicht hinwegsehen konnte.

  15. Cover des Buches Die letzte Reise der Meerjungfrau (ISBN: 9783431040821)
    Imogen Hermes Gowar

    Die letzte Reise der Meerjungfrau

    (74)
    Aktuelle Rezension von: MelB2508

    London 1785 - der verwitwete Kaufmann Jonah Hancock erhält von einem seiner Kapitäne eine seltsame Fracht - eine "echte Meerjungfrau", mumifiziert und gruselig anzuschauen. 

    Um den Verlust der nicht erhaltenen eigentlich bestellten Ladung und des Schiffes, das der Kapitän für die Rarität eigenmächtig eingetauscht hat, wettzumachen, entschließt sich Jonah, die Meerjungfrau auszustellen gegen Eintritt. 

    Auf diese Art und Weise kommt er in Kontakt zu einer Edelkurtisane, Angelica Neal, die als Austausch gegen ihre Gunst eine weitere Meerjungfrau fordert. 


    Die Autorin schildert das Leben in London am Ende des 18. Jahrhunderts so detailliert und anschaulich, dass ich nur so durch die (immerhin 550!) Seiten geflogen bin. Wir lesen vom Leben von käuflichen Frauen und deren Kupplerinnen, vom Leben eines "einfachen" Kaufmanns, der auf einmal zu Geld kommt und alles, was er um sich wahrnimmt, immer versucht, in Geldbeträgen auszudrücken und abzuwägen. Wir lesen von Einsamkeit und dem Wunsch nach Liebe und einer Familie. Und wir lesen von einer mysteriösen Kreatur, die aus dem Meer kommt und ganz anders ist, als wir uns das immer vorgestellt haben. 

    Die Geschichte hat mich wirklich überrascht und vor allem begeistert. Vor ein paar Jahren ein Spontankauf, der aufgrund seines Umfangs laaaange auf meinem SUB lag, bin ich direkt von der ersten Seite an gefesselt gewesen und konnte das Buch buchstäblich nicht mehr weg legen. 


    Eine uneingeschränkte Leseempfehlung und eins meiner ersten Jahreshighlights 2026! 

  16. Cover des Buches Cocktails für drei (ISBN: 9783844510089)
    Sophie Kinsella

    Cocktails für drei

    (7)
    Aktuelle Rezension von: Hilde1945

    Roxanne, Candice und Maggie arbeiten als Journalistinnen bei einem Magazin namens "Der Londoner" und treffen sich regelmäßig zum Cocktailtrinken. Jede von ihnen hat einen sprichwörtlichen Rucksack zu tragen: Roxanne liebt seit sechs Jahren einen verheirateten Mann. Candice belastet ihre Vergangenheit, in der ihr Vater sich nach seinem Rod als Betrüger entlarvt hat, der viele Familien in den Ruin getrieben hat. Maggie ist hochschwanger; ihr Mann will auf`s Land ziehen - was ihr Angst macht. An einem ihrer letzten gemeinsamen Abende vor der Geburt von Maggies Tochter treffen sie in ihrer Stammbar auf die Bedienung Heather. Es stellt sich heraus, dass Heathers Vater eines der Opfer von Candices Vater war. Er hat Heathers Familie ruiniert. Candice will alles wieder gut machen, verschafft Heather einen Job beim "Londoner" und nimmt sie sogar in ihre Wohnung auf. Doch Heather erweist sich als intrigant und fordernd - etwas, was Maggie und Roxanne rasch bemerken, Candice jedoch so gar nicht., Ihr Plan, Candice vor Heather zu retten, scheitert. Es kommt zum Zerwürfnis und - als Heathers Intrigen ihre Wirkung entfalten - zum totalem Crash von Candices Leben. Und ihre Freundinnen haben leider erst mal selbst ihre Probleme zu lösen, ehe sie zur Hilfe eilen können...

    Sophie Kinsella schreibt wirklich gut. Und das ist trotz der oft so fragwürdigen Hauptpersonen der Grund, weshalb ich ihre Bücher weiterhin kaufe, während ich bei anderen Chick Lit Autorinnen rasch abperle. Warum ich die Hauptpersonen als "fragwürdig" bezeichne:

    - die Frauen sind überwiegend aufs Heiraten fixiert, als wäre das das oberste Ziel ihres Lebens

    - der Auserwählte muss ihnen alles bieten, vom tollen Verlobungsring angefangen bis zum Haus mit Pool

    - sie verwenden überdurchschnittlich viel Zeit für ihr Aussehen: Klamotten,. Nägel lackieren, zum Friseur gehen...selten trifft man mal auf eine mit einem raumfüllenden Hobby und tiefgehenderen Interessen

    - sie verhalten sich oft unerklärbar unsicher, irrational und fast schon etwas dämlich.

    Interessant an dieser Stelle: die lesbischen Frauen in der einschlägigen Belletristik werden NIE so dumm und linear dargestellt. Das ist schon ein Spezifikum der Mainstream-Bücher und ich frage mich da immer: Warum? Warum müssen heterosexuelle Frauen so dumm dargestellt werden? - Offensichtlich jedoch funktioniert dieses Konzept, sonst wäre Kinsella keine Bestsellerautorin.

    "Cocktails für drei" hatte für mich unerwartete Tiefe. Roxannes Trauer um ihren Geliebten, ihr Gefühlswirrwarr - nachvollziehbar. Candices Schuldgefühle - zumindest teilweise nachvollziehbar, wobei etwas weniger Naivität glaubhafter gewesen wäre. Maggies Konflikte mit der Schwiegermutter und dem Landleben - nachvollziehbar.

    Was mich etwas gestört hat, war die bodenlose Sauferei. Roxanne balanciert für mich der Beschreibung nach gefährlich nahe am Rand der Alkoholsucht. Mit dem Pensum an Cocktails, die sie täglich konsumiert, läge ich schon komatös in einem Intensivbett. Maggie trinkt trotz Schwangerschaft - und das wird nicht mal als kritisch thematisiert, obwohl dieser Roman nicht etwa in den 70er Jahren verfasst wurde, wo das "Problem" noch nicht so offenkundig diskutiert wurde, sondern  2013.

    Insgesamt war das Buch jedoch sehr unterhaltsam und hatte mehr Tiefgang als erwartet.



  17. Cover des Buches Abenteuer Afrika - Mit dem Zug der Störche (ISBN: 9783864761218)
    Gabrielle C. J. Couillez

    Abenteuer Afrika - Mit dem Zug der Störche

    (7)
    Aktuelle Rezension von: Postbote
    Das ist der zweite Teil vom Leben und Wirken des Naturforschers Georg Wilhelm Schimper.
    Nachdem er im ersten Teil in Südeuropa seine Abenteuer erlebt hat, werden hier von seiner forschenden Neugier aus  Algier, Afrika und Ägypten erzählt.
    Zu seiner Lebzeit völlig unbekannte Länder und viel Neues in Sachen Kultur, Pflanzen, Sitten und Menschen.
    Genauso hat die Autorin von Schimpers Leben in diesem Roman erlebnisreich erzählt. Dabei kam der absolute Forschungsdrang von Schimper im Buch sehr zur Geltung. Es war gefährlich oft für ihn, doch seine wagemutigen Touren, Entdeckungen haben sich gelohnt. Noch heute werden von seinen damaligen, ausgefallenen Naturfunden in Museen, Ausstellungstechnisch erzählt.
    Immer wieder passierte es, das er oftmals dem Tote nahe war, auf seinen Entdeckungstouren. Oft von Krankheiten, die der Europäische Körper nicht aushält, oder eben auch durch Kriminelle Begegnungen.
    Doch er hat oft Glück, kehrt auch dazwischen wieder mal nach Europa zurück.
    Unruhig ist er, nach meindlicher Genesung, wieder auf Entdeckung zu gehen. Man Rät ihm das vorerst ab, aber er entscheidet anderst und begibt sich nach Ägypten auf Neues.
     Seine Forschungsarbeit vom badischen Großherzog, finanziell unterstützt.
    Sein größter Kummer, den er im zweiten Teil noch ausgeprägter erzählt, ist, kein Glück in der Liebe, keine dauerhafte Beziehung.
    Sein Ankommen und Begehrt werden bei den Frauen, sind im Buch sehr Liebevoll und Intensiv beschrieben.
    Unatraktiv war Wilhelm keines Falles.
    Das Buch ist sehr Naherlebt beschrieben. Der Schreibstil sehr angenehm zu lesen und zu folgen.
    Man erfährt nebenbei was von Flora und Fauna. Die Landschaften wirken bildlich auf einen beim lesen.
    Man spürt den unaufhaltsamen Forschungsdrang von Schimper. Man spürt aber auch mit was für einer Einfachheit er an Utensillien damals hat auskommen müssen.
    Ein wahres Abenteur dies Buch zu lesen.
    Von Vorteil wäre den ersten Band zu lesen: Die Rückkehr der Störche.
    Band drei ist in Bearbeitung: Die Heimat der Störche.
    5 Punkte

  18. Cover des Buches Dieser Tag, ein Leben (ISBN: 9783328113362)
    Jens Andersen

    Dieser Tag, ein Leben

    (76)
    Aktuelle Rezension von: Aus-Liebe-zum-Lesen

    Offensichtlich liebt ihr Astrid Lindgren genauso wie ich. In meiner (natürlich nicht repräsentativen) Story-Umfrage haben 85 % von euch angegeben, dass ihr auch Fan der schwedischen Autorin seid und gerade jetzt zur Weihnachtszeit gehören die Bücher von Astrid Lindgren einfach dazu, oder? Wer mehr über ihr Leben erfahren möchte, dem empfehle ich Jens Andersens Biografie „Astrid Lindgren. Ihr Leben“ aus dem Pantheon Verlag.

    In klassischer Manier führt uns der Biograf chronologisch durch Lindgrens Leben, angefangen in der Kindheit in Småland, über die ersten journalistischen Tätigkeiten, ihre schwierige Situation zur Geburt ihres Sohnes, die Familie mit Sture Lindgren bis hin zu ihrem umfangreichen Werk und ihrem gesellschaftlichen Engagement. Ganz nebenbei wird der Zeitgeist der damaligen Zeit eingefangen und das Geschehen entsprechend eingeordnet.

    Sowohl ihr persönliches Leben als auch ihre Bücher werden detailliert beschrieben und analysiert. Dabei bleibt der Autor stets sachlich, nie wertend, aber immer einfühlsam. Anhand von zahlreichen Zitaten von Tagebucheinträgen, Briefen und Interviews mit der Autorin und ihrer Tochter wird ein umfassendes Bild der berühmten Kinderbuchautorin geschaffen. Viele der Dokumente sind als Fotografien im Buch abgebildet. Außerdem gibt es sehr viele Fotos der Autorin, die sie im Kreis der Familie, aber auch bei öffentlichen Auftritten zeigen.

    Eine sehr lesenswerte Biografie über das interessante Leben einer außergewöhnlichen Frau.

  19. Cover des Buches Ganz die Deine (ISBN: 9783293710337)
    Claudia Piñeiro

    Ganz die Deine

    (28)
    Aktuelle Rezension von: Eternal-Hope

    Ein so witziges und unterhaltsames Buch wie dieses habe ich schon lange nicht mehr gelesen. 

    Inés lebt gemeinsam mit ihrem Mann Ernesto und der gemeinsamen, jugendlichen Tochter Laura, genannt "Lali", in einem Haus in Buenos Aires. Die Ehe ist mit den Jahren leidenschaftslos geworden, Sex gibt es nur noch selten, doch damit hat sich Inés im Großen und Ganzen arrangiert. Sowieso hat sie einen eher zynischen Blick auf das Leben und Beziehungen und geht davon aus, dass jede Frau früher oder später betrogen wird, was für sich betrachtet auch gar nicht so schlimm sei. 

    So verliert sie auch nicht die Nerven, als sie bei ihrem Mann Zettel findet, die mit "Ganz die Deine" unterschrieben sind, und als sie ihrem Mann des Nachts nachfährt und beobachtet, wie bei einem heftigen Streit mit seiner Geliebten diese durch einen starken Stoß versehentlich zu Tode kommt, ist sie sogar erst einmal bereit, gemeinsam mit ihrem Mann den Tod zu vertuschen und ihm ein Alibi zu liefern, denn, typisch Inés' pragmatische Einstellung zum Leben: "Was Ernesto und mich anging: Unsere Pflicht war es, die Sache so schnell wie möglich zu vergessen und nach vorne zu blicken. Das würde ich zu ihm sagen, sobald er mir alles gestanden hätte." 

    Inés ist also bereit, an ihrem bisherigen doch recht komfortablen Leben und dem damit verbundenen Familienkonstrukt festzuhalten, auch wenn Ernesto sie betrogen hat. Aber alles hat Grenzen... und so wird es irgendwann möglicherweise eine weitere Leiche geben.

    Das Buch ist in kurzen Kapiteln geschrieben. Abwechselnd erzählt Inés aus der Ich-Perspektive, manchmal lesen wir in der dritten Person von ihr, dazwischen sind Dialoge zwischen der jugendlichen Tochter Lali, die mit ihren ganz eigenen Problemen kämpft (wovon die Mutter nichts ahnt und auch nichts sehen will, denn die beiden haben sich stark voneinander entfremdet) und verschiedenen Personen in deren Leben, und auch Ernesto kommt zwischendurch mal aus seiner Perspektive zu Wort, wodurch sich auch wieder Neues und Überraschendes zeigt. Dazwischen gibt es Einschübe aus verschiedenen Büchern zu den unterschiedlichen Todesarten und wie man die damit verbundenen Spuren verwischt.

    Das Buch kann man an einem Abend entspannt weglesen und wird dabei bestens unterhalten - witzige Unterhaltungsliteratur vom Feinsten - Leseempfehlung!

  20. Cover des Buches Kalter Hummer (Leblanc 5) (ISBN: 9783442488780)
    Catherine Simon

    Kalter Hummer (Leblanc 5)

    (10)
    Aktuelle Rezension von: stephanus217

    Mit „Kalter Hummer“ legt Catherin Simon den 5. Fall um den zum Sonderermittler ernannten Commissaire Leblanc. Es handelt sich hier um den bislag letzten und auch schwächsten Band der Reihe.


    Diesmal verschlägt es ihn auf die Kanalinseln. Der Inhaber einer namhaften Reederei mit Sitz auf Guernsey erhält seit einiger Zeit Drohbriefe und Leblanc soll auf persönlichen Wunsch seines Chefs, des Polizeipräfekten von Paris, undercover den Fall vor Ort aufklären.

    Das Opfer, einer führenden französischen Unternehmerdynastien entstammend, hat seine Unternehmen gerade erst aus steuerlichen Gründen auf die Inseln verlagert und sich damit keine Freunde gemacht. Persönlich ist er arrogant, jähzornig und machtbesessen, ein Despot alter Prägung, der auch mal sprichwörtlich „über Leichen“ geht.


    Als die Tarnung auffliegt, wird Commissaire Leblanc entführt und in einem unterirdischen Nazibunker gefangen gehalten; parallel wird der Reeder unter dubiosen Umständen tot aufgefunden. Mord?


    Die Geschichte konnte mich diesmal nicht wirklich überzeugen. Das Buch ist zwar wie gewohnt flott geschrieben und er kommt auch durchaus Spannung auf – wenn da nicht die wirre, konzeptionslose und unzusammenhängend konstruierte Story. Hier wäre weniger wirklich mehr gewesen. Hier ist alles dabei: von Unternehmensverlagerungen in Steueroasen, Outsourcing von Unternehmensteilen, einen rabiaten Patriarchen mit zwei unterdrückten Söhnen, die ihren Vater eher früher als später loswollen werden, die sich aber untereinander überhaupt nichts gönnen. Dazu kommen unzählige Affären, eine verhärmte Ehefrau und plötzlich auch noch eine ménage á trois und zu guter Letzt auch noch ein Erbstreit.

    Das war mir zu viel; eine durchschnittliche Wertung hat letztlich die völlig unerwartete Wendung auf den allerletzten Seiten gerettet, das war große Klasse.



  21. Cover des Buches Verheizte Herzen (ISBN: 9783462000603)
    Sarah Crossan

    Verheizte Herzen

    (113)
    Aktuelle Rezension von: su-sun

    Woher sollen wir wissen, welche Tage später mal Wendepunkte sind?
    Man schiebt es hinaus, denkt man hat Zeit, alles zu klären und lässt Sachen ungesagt, Dinge ungetan. Doch was, wenn wir sie nie wieder sagen können?

    Ann arbeitet in einer Kanzlei und verwaltet Testamente anderer Menschen. Sie weiß also zu gut, dass das Ende stets eintreten kann und das man nicht alles vorbereiten kann. Doch das ausgerechnet er, der, mit dem sie noch so viel vor hatte oder halt eben nicht, tot ist, darauf konnte sie sich nicht vorbereiten. Nie wieder kann er sie küssen, sie hinhalten, sie verletzen, sie anlügen… . Da keiner von ihnen weiß, muss sie diesen Verlust, der keiner sein dürfte, weil diese Beziehung nicht sein dürfte, nun mit sich alleine ausmachen. Mehr zu ihm sprechend als zu uns, lässt sie die gemeinsame Zeit in Versen Revue passieren. Kurze, prägnante Sätze, pointierte Worte, retrospektivische Bewertungen und das innerliche Durcheinander: All das machen diesen Roman besonders, wie ein Lied, dessen Songtext sich sofort einprägt.
    Nicht nur inhaltlich empfinde ich Sarah Crossans Werk als sehr originell, die Affäre ist nicht selten vertreten im Roman, aber wann hat eine Protagonistin schon Zeit, die Sicht der Frau kennenzulernen? Dass erst der Mann, der in diesem Liebesdreieck die Spitze bildete; sterben muss für diesen Perspektivwechsel; sagt so viel über die Affäre aus. Das Unehrliche, die Verschlossenheit. Vor allem hat die formale Gestaltung positiv überrascht: Nie hätte ich gedacht, von einem Roman in Versform so begeistert zu sein. Dieser Aufbau der Sprache spielt mit dem Inhalt, erleichtert ihn und macht es gleichzeitig so schwer, nicht mitzufühlen. Auch mein Herz war danach verheizt.

  22. Cover des Buches Ligeia (ISBN: B004WLDOEC)
    Edgar Allan Poe

    Ligeia

    (11)
    Aktuelle Rezension von: Pegasus1989

    Ich muss zugeben, dass ich den Klassikerstatus durchaus anerkenne, allerdings ist dieses Werk nicht so ganz mein Geschmack. Es spiegelt vom Inhalt her sehr viele ähnliche Liebesszenen wieder, in denen Männer ihren Frauen oder Angebeteten verfallen und dann irgendwas Schlimmes passiert. Daher überrascht mich das Ende nicht wirklich, da es zumindest für mich vorhersehbar war.

  23. Cover des Buches Als Hemingway mich liebte (ISBN: 9783455000443)
    Naomi Wood

    Als Hemingway mich liebte

    (49)
    Aktuelle Rezension von: walli007

    Im Jahr 1926 weilen Ernest Hemingway und seine erste Frau Hadley in Paris. Sie sind nicht reich, aber mit ihrem kleinen Sohn recht glücklich. Doch bald spürt Hadley, ihr Mann interessiert sich für eine andere. Um ihre Ehe zu retten, lädt sie Fife ein, mit nach Antibes zu kommen. In einem Ferienhaus der Fitzgeralds wollen sie den Urlaub verbringen. Partys und das schöne Leben, es soll Hemingway wieder an Hadley binden, doch die Ehe zerbricht. Hemingway und Fife heiraten, doch nach einigen Jahren taucht wieder eine andere auf. Wieder wird geheiratet und noch einmal geschieht das Gleiche.


    Hemingway und seine Ehefrauen, das Muster gleicht sich. Die große Liebe, die Heirat, dann der Betrug mit vielen, mit der einen, der nächsten und wieder wird geheiratet und das Muster wird erneut durchlaufen. Gerade in der Zeit der 1920er Jahre, in der die Boheme sich in Frankreich trifft, ist dennoch eine relativ gute Zeit. Die Hemingways werden von den Freunden unterstützt und sie haben ein begünstigtes Leben. Doch wie es eben so ist, obwohl Hemingway behauptet, sich nicht trennen zu wollen, kann er doch von anderen Frauen nicht lassen. Und bald kann Hadley es nicht mehr mit ansehen und sie trennt sich.


    Vielleicht hat man am Anfang ein wenig Mühe, in das Buch hineinzukommen, denn einige Beschreibungen kann man als etwas langatmig empfinden. Hat man die anfänglichen Schwierigkeiten überwunden, wird man von mitreißenden Szenen aus verschiedenen Ehen zumindest hin und wieder gepackt. Nach eingehender Recherche und Sichtung der Aufzeichnungen Hemingways und seiner Frauen hat die Autorin einen Roman vorgestellt, der sich wahrscheinlich recht genau an die Überlieferungen hält. Obwohl ein begnadeter Schriftsteller wirkt Hemingway als Mensch nicht sonderlich sympathisch. Und so sind es die Frauen, die vernünftigerweise die Reißleine ziehen. Bis auf Mary, die vierte und letzte Frau, sie bleibt und hält aus. Aus heutiger Sicht nicht ganz verständlich weshalb. Mit diesem durchaus lesenswerten Roman bekommt man einen überraschenden Einblick in den Charakter eines Schriftstellers und die Beziehungen zu seinen vier Ehefrauen. 


    3,5 Sterne

  24. Cover des Buches Nibelungenmord (ISBN: 9783426527313)
    Judith Merchant

    Nibelungenmord

    (85)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Ein solider Krimi und der erste Band einer Buchreihe. 

    Angesprochen hat mich zunächst der Bezug zu der Sage um Siegfried, den Drachentöter. Wenn solche Sagen oder Märchen irgendwie eingebunden sind, macht mich das grundsätzlich schon mal neugierig :) 

    Der eigentliche Kriminalfall hat mir dann auch durchaus gut gefallen, nur mit den Charakteren - mit dem Ermittlerduo - bin ich nicht so recht warmgeworden. 

    Dennoch eine gute Unterhaltung, auch wenn mir für einen Krimi hin und wieder ein bisschen Spannung gefehlt hat. 

    Es gibt also noch Luft nach oben, aber ich denke, den zweiten Band werde ich noch lesen. 

    29.04.2024 

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