Bücher mit dem Tag "gelsenkirchen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "gelsenkirchen" gekennzeichnet haben.

12 Bücher

  1. Cover des Buches Ostfriesensünde (ISBN: 9783596513031)
    Klaus-Peter Wolf

    Ostfriesensünde

    (195)
    Aktuelle Rezension von: KeksTrommel

    Was geschah beim Banküberfall damals wirklich? Nachdem ein Mann Leute einmauert, sucht die Polizei nach einem Mörder, während Ann-Kathrin Klaasen versucht herauszufinden, was damals geschah, bevor ihr Vater starb.

    Die Kommissarin hatte schon in den Vorgängern ihre Eigenheiten um sich in den Mörder hinein zu versetzen. Was sie in diesem Teil jedoch macht, geht weit über die Realität hinaus. Bisher fand ich diese Eigenheit interessant und zielführend, hier ist es einfach nur Irrsinn.

    Auch die Ermittlungen hier und die normal eingehende Spannung bleibt hier auf der Strecke.

    Ich finde die Fortsetzung der Reihe einfach schwach.

    Das Cover und den Titel finde ich gut, weil man die Reihe so direkt wiedererkennt, auch wenn das Cover sehr schlicht gehalten ist.

  2. Cover des Buches Totentanz am Strand (ISBN: 9783596522514)
    Klaus-Peter Wolf

    Totentanz am Strand

    (83)
    Aktuelle Rezension von: Pegasus1989

    Auch dieser Teil ist leider so gar nicht mein Geschmack. Zu viel läuft zu glatt ab. Zudem ist Cordula extrem nervig mit ihrem Gangsterbraut-Getue. Des Weiteren finde ich einige Handlungen auch mehr als nur unrealistisch und zu überzogen. Ein weiterer Grund ist, dass mir das Ende nicht gefällt, da ein Mörder eigentlich nicht laufen gelassen werden sollte und von den Frauen vergöttert werden erst Recht nicht. Für mich passt bei der gesamten Reihe der Inhalt vorne und hinten nicht zusammen, da Sommerfeldt zu leichtes Spiel bekommt in dieser Reihe.

  3. Cover des Buches Geordnete Verhältnisse (ISBN: 9783446286023)
    Lana Lux

    Geordnete Verhältnisse

    (181)
    Aktuelle Rezension von: Manona

    Lana Lux gelingt mit Geordnete Verhältnisse ein eindringlicher Roman, der mich von Anfang an gepackt hat. Obwohl sich die Handlung im Verlauf immer weiter zuspitzt und schließlich in einem dramatischen Ende mündet, habe ich das Buch sehr gern gelesen.


    Besonders beeindruckt haben mich die Figuren. Sie sind vielschichtig und sehr lebendig beschrieben – auch wenn manche von ihnen durch ihre Art nicht unbedingt sympathisch wirken. Gerade das macht sie aber glaubwürdig und menschlich. Beim Lesen spürt man förmlich, wie sich die Situation Schritt für Schritt verdichtet und die Spannung zunimmt.


    Diese stetige Eskalation hat mich sehr gefesselt. Mehr als einmal hatte ich das Bedürfnis, in die Handlung einzugreifen – vor allem Faina am liebsten wachzurütteln und ihr zuzurufen, endlich ihren eigenen Weg zu gehen.


    Ein Roman, der durch starke Charakterzeichnungen, emotionale Intensität und eine spürbare innere Dynamik überzeugt und noch lange nach dem Lesen nachhallt.

  4. Cover des Buches Weil Samstag ist (ISBN: 9783641215026)
    Frank Goosen

    Weil Samstag ist

    (52)
    Aktuelle Rezension von: Trishen77

           "Ein Fußballspiel zu besuchen, an dem die eigene Mannschaft nicht teilnimmt, ist ein bisschen wie Ehebruch. Na gut, der Vergleich hinkt. Beim Ehebruch soll ja bisweilen eine Menge Leidenschaft mit im Spiel sein, was man beim fußballerischen Fremdgehen oft nicht behaupten kann."

    Frank Goosen, die kabarettistische Stimme des Ruhrpotts und der Mittvierziger, er hat immer wieder bewiesen, dass er auch ein hervorragender Schriftsteller ist, vor allem mit den Romanen Liegen lernen und So viel Zeit , die mir beide in ihrer Konzeption, vor allem aber in ihrer Authentizität, gut gefallen haben. Auch "Weil Samstag ist" hat mich positiv überrascht.

    Das beste Buch über Fußball wurde schon geschrieben: Fever Pitch von Nick Hornby, und es nicht Frank Goosens Schuld, dass wahrscheinlich nie ein Buch an dieses heranreichen wird, also sollte man auch aufhören alle Neuerscheinungen ins Sachen Fußballliteratur mit Hornbys Werk zu vergleichen (Memo an mich selbst!). Aber wenn es um Deutschland geht, dann hält man mit "Weil Samstag ist" wahrscheinlich das beste Buch in Sachen Fußball in der Hand, das besteingefangene Portrait dieses Sports, seiner Anhänger, seiner Emotionen und seiner Höhenflüge und seiner Abgründe - wobei es ja eigentlich wahre Abgründe für Fußballfans nicht gibt; das ist dann einfach das Leben insgesamt, das irgendwie schiefläuft ;=)

    Das Buch ist eingeteilt in 6 Kapitel. Zwei der Kapitel sind Blogs, also praktisch Tagebücher, der WM 2006 und der EM 2008. Die anderen 4 Kapitel enthalten dagegen Fußballgeschichten aus der Historie, Goosens Jugend (so vollzieht er sämtliche WMs und großen Turniere anhand seiner Biographie nach - nach dem Motto: Wo war ich als...), von eigenen Kindern und natürlich viel und hauptsächlich aus dem Stadion des Vfl Bochum. Jedoch: Wer Fussball mit Haut und Haaren, Bier und Schweiß erlebt hat, muss kein Anhänger dieses Vereins sein, um das Buch gerne und mit Lachen und Freude zu lesen.

    Denn allem voran, ist dieses Buch ein ehrliches Buch, schnörkellos und gekonnt, pointiert und doch stets greifbar. Goosen mag sich der humoresken Übertreibung bedienen, hier und da, aber zum Thema Fußball passt diese, manchmal schlichte, manchmal geniale, Stimmungsmache ganz gut. Und letztlich ist dies Buch, dieser Querschnitt durch den Fußball, etwas, dass mehr zum Nachempfinden ist, als zum kennenlernen. Unter diesem Gesichtspunkt: Fußballfans Deutschlands - vereinigt euch. Euer Manifest steht auf 160 Seiten!

  5. Cover des Buches Wir sind ja nicht so (ISBN: 9783442541133)
    Philip Reichardt

    Wir sind ja nicht so

    (3)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Tagebucheintragungen einer Woche im September 1998, kurz vor der Bundestagswahl, von ganz unterschiedlichen jungen Personen aus ihrem Umfeld, alles natürlich sehr subjektiv geschrieben, mit Edelfedern wie Benjamin von Stuckrad-Barre (dem beim letzten Spice-Girl-Konzert im Londoner Wembley Stadium die Tränen kamen) und Benjamin Lebert, deren Beiträge "literarisch" auch am gehaltvollsten waren. Man erkennt als erstes mit Entzücken, dass Aufschieberitis und Prokrastination nicht einen alleine befallen haben, ein gewisser Stumpfsinn und eine Grundtraurigkeit scheint unserer Generation zu Grunde zu liegen. Kleine Dinge bestimmen das Gelingen oder Nichtgelingen eines ganzen Tages, Nichtspassieren grassiert anscheinend überall. Alles deutlich interessanter als das Vorgängerbuch, das ich niemandem ans Herz legen mag.

  6. Cover des Buches Tod am Dom (ISBN: 9783946420217)
    Rüdiger Schulte

    Tod am Dom

    (8)
    Aktuelle Rezension von: dieschmitt

    Zum Inhalt:

    Ein Leichenfund erschüttert das Ruhrgebiet. Auf der Suche nach dem Mörder reist man mit den Ermittlern durchs Ruhrgebiet und entdeckt allerlei…

    Meine Meinung:

    Ein kurzweiliges und wirklich nett gemachtes Buch. In der Geschichte entdeckt man auf Mörderjagd quasi das Ruhrgebiet, genauer gesagt die Gegend rund um Gelsenkirchen.

    So groß und eigen das Ruhrgebiet ist, so viel passiert auch dort. Von kleineren Vergehen bis hin zum Mord. Das Buch ist toll geschrieben und Liebhaber des schwarzen Humors werden hier auf ihre Kosten kommen. Der Autor findet für mich eine sehr gelungene Mischung aus Krimi und Reiseführer und entführt den Leser an verschiedene Orte des Ruhrgebiets. Und wenn sie ganz abenteuerlustig sind, können sie die Reise sogar nachverfolgen, da es sich um reale Orte handelt.

    Und last but not least gibt es am Ende noch einen Klassiker des Ruhrpotts, ein Rezept für Currysauce.

    Der Schreibstil ist sehr angenehm und leicht lesbar und bringt einen durchaus des öfteren zum Schmunzeln. Ich habe das Buch auf einmal durchgelesen und habe einige sehr angenehme Stunden verbracht. Ein kleines aber feines Buch, dass ich sehr gerne gelesen habe.


    Fazit:

    Tolle Mischung aus Krimi und Reiseführer. Gefällt mir!

  7. Cover des Buches Ruhrkälte (ISBN: 9783954517428)
    Birgit Salutzki

    Ruhrkälte

    (22)
    Aktuelle Rezension von: ech
    Am Vorabend des Revierderbys Dortmund gegen Schalke wird in der Schalker Glückauf-Kampfbahn die Leiche eines jungen Musikers gefunden. Zunächst sucht die Polizei den Mörder unter den rivalisierenden Fußball-Fans, ein Tatverdächtiger aus Dortmund rückt auch schnell in Zentrum der Ermittlungen. Doch ein weiterer Todesfall während einer Unterwasser-Hochzeit in Duisburg lenkt die Ermittlungen in eine neue Richtung und zwingt Kommissar Marius Perez, in seinem eigenen Freundeskreis zu ermitteln.

    Der Autorin gelingt mit ihrem ersten Krimi ein solides Debüt und führt mit Kommissar Marius Perez einen Ermittler mit außergewöhnlichem Hintergrund und Potential für weitere Fälle ein.

    Die Geschichte verströmt eine Menge Ruhrgebietsflair (bedient dabei aber stellenweise doch etwas zu sehr die üblichen Klischees) und liefert neben einer spannenden Story mit überzeugener Auflösung noch interessante Einblicke in die Metal- und auch in die Tattoo-Szene, bei denen man merkt, das die Autorin weiß, worüber sie schreibt.
  8. Cover des Buches Strandrosensommer (ISBN: 9783365012604)
    Tanja Janz

    Strandrosensommer

    (64)
    Aktuelle Rezension von: booksforever

    Strandrosensommer hat 304 Seiten. Optisch hat das Buch mich angesprochen, als leichte Sommerlektüre: Sonne, blauer Himmel, Strand und die bunten Strandkörbe. Sommeridylle pur. Da wurde ich neugierig, was mich wohl an der Nordseeküste erwarten wird. Ich wurde nicht enttäuscht, sondern habe mich gut unterhalten gefühlt. Der leichte, flüssige und unterhaltsame Schreibstil hat dazu beigetragen. Zudem haben die Kapitel haben eine angenehme Länge, sodass sich die Geschichte gut lesen ließ. Es wird aus den Perspektiven von den zwei Protagonisten geschrieben, die wären Inga und Ditte. Die Charaktere selbst sind gut ausgearbeitet, wirken lebensecht und authentisch, auf mich auch sympathisch. Der Lokalkolorit versetzt den Leser unmittelbar an die Orte, die man gerne bereisen würde, diesmal ist es St. Peter-Ording und ein Pferdehof mit Fremdenzimmer. 

    Wir begegnen in diesem Roman Inga, die Sehnsucht nach Pfahlbauten, Sonne, Sand, Meer und Strandrosen verspürt. Nach 10 Jahren hat sie mittlerweile fast vergessen, wie schön St. Peter-Ording sein kann. Nun steht in ihrem Leben ein Umbruch bevor. Ihr Pachtvertrag wird nicht mehr verlängert und Inga muss ihr lieb gewonnenes Café aufgeben. Ihr Freund ist auf einem Selbstfindungstrip nach Indien ausgewandert und hat sie verlassen. Inga weiss nicht so richtig, welche Schritte sie momentan tun soll, die ihr gut tun würden. Da erreicht sie eine Nachricht von ihrer Tante Ditte, die einen alten Pferdehof und Fremdenzimmer bewirtschaftet. Ihre Kinderbetreuerin hat sich für den Sommer kurzfristig abgemeldet und ihre Tante braucht dringend Hilfe. Das passt Inga ganz gut, als sie sich entscheidet, weiß sie selbst nicht, dass die Reise eventuell länger wird, als gedacht. Nun ist sie an der Nordseeküste angekommen. Schnell merkt sie, es wird keine Erholungszeit für sie sein. Der Hof steht kurz vor der Pleite, um ihn zu erhalten, muss etwas passieren. Eine brisante Idee muss her oder ein finanzielles Wunder muss geschehen. Inga krempelt die Ärmel hoch und hat sogar etwas Glück dabei. Sie hat eine Idee: Um Geld zu verdienen, möchte sie Milchreis am Strand aus einem kleinen Bulli verkaufen. Wenn es klappt, könnte ein wenig Geld in die Kasse fließen. Gesagt, getan.... Und es läuft.... Ziemlich gut! Ihre früheren Freunde aus der Schulzeit, Ann und Mats, kommen Inga zu Hilfe. Schnell springen auch die Funken über, die alten Gefühle werden wieder wach, Mats und Inga schweben erneut auf Wolke 7. Hat die Liebe diesmal eine Chance?

    Eine wunderschöne Sommergeschichte auf einem Pferdehof. Eine Prise Spannung und Liebe liegt durchgehend in der Luft. Es ist ein warmherziger Sommerroman. Der Sommer an der Nordseeküste mit Humor, Romantik und vielleicht einem Happy End. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt, vergebe deshalb 4 Sterne und eine Weiterempfehlung. 



  9. Cover des Buches Opferstock (ISBN: 9783839221365)
    Margit Kruse

    Opferstock

    (3)
    Aktuelle Rezension von: gaby2707

    In der Sakristei der Pfarrkirche Gelsenkirchen-Ückendorf findet die Pfarrputzfrau den Pfarrer Josef Wolzenburger - erschlagen. Die Trauer in der Gemeinde hält sich allerdings in Grenzen. Gerüchte bahnen sich ihren Weg. Hat das alles mit der Ferienfreizeit im Landschulheim in Lieberhausen im Oberbergischen Land 1985 zu tun? Hobbydetektivin Margarete Sommerfeld ist wieder in ihrem Element.

    Aus vielen kleinen Anspielungen lese ich, dass dies nicht der erste Fall ist, in dem Margarete Sommerfeld sich in die Ermittlungen vom 1. Hauptkommissar Helmut Blauländer vom KK11 in Buer und seinen Assistenten einmischt. Aber kennen muss man die Fälle nicht unbedingt, da auch dieser Fall in sich abgeschlossen ist und für sich allein steht. Aber die Andeutungen machen Lust, sich auch den Vorgängerbüchern zu widmen.

    Ich mag Margarete mit ihrer geraden ungekünstelten Art. Aber auch die anderen Protagonisten finde ich sehr markant und farbig beschrieben, kann sie mir gut vorstellen. Besonders Jens Eigenhardt, der, nachdem sie sich in Lieberhausen kennengelernt haben, Margarete zu den Ermittlungen anstachelt, ist ein sehr eigenwilliger Typ mit Ecken und Kanten oder wie Margarete es beschreibt mit zwei oder drei Gesichtern.

    Der Kriminalfall an sich nimmt sich einem ernsten Thema an, dass gerade wieder sehr stark in den Medien vertreten ist: Kindermissbrauch durch Kirchenmitarbeiter. Der Fall um Pfarrer Wolzenburger ist logisch aufgebaut, setzt immer neue Fragen frei und ich kann richtig gut mitdenken und mit suchen. Bis kurz vor Schluss war ich allerdings auf der falschen Fährte, auf die mich die Autorin geschickt angesetzt hat.

    Hier die Gedanken des kleinen, vom Pfarrer als krank beschrieben Jungen zu lesen, der sein Martyrium, seine Angst und seine Frustration, weil ihm keiner hilft, mit seinen eigenen Worten 1985 im Landschulheim beschreibt, hat mir das ein oder andere Mal die Haare zu Berge stehen lassen.

    Ein interessanter Fall, vielschichtige Protagonisten und ein Ausflug ins Oberbergische Land haben mir leichte lockere Lesestunden ohne allzuviel Blutvergießen beschert und mich gereizt, nun auch die anderen Bücher mit der bodenständigen Hobbyermittlerin Margarete Sommerfeld zu lesen.

  10. Cover des Buches Stille Nacht, Schicht im Schacht (ISBN: 9783839207345)
    Margit Kruse

    Stille Nacht, Schicht im Schacht

    (4)
    Aktuelle Rezension von: parden

    RAUNÄCHTE...

    Am Morgen des ersten Weihnachtstages findet Privatermittlerin Margareta Sommerfeld in der Wohnung ihrer Mutter deren Freundin Anni mit einer schweren Kopfverletzung. Von Waltraud keine Spur. Auf dem Wohnzimmertisch liegt ihr rotes Notizbuch. Thomas Scheffel, Hauptkommissar in Buer und Margaretas Lebenspartner, steht wenig später auf der Matte. Wo ist Waltraud? Entführt? Margareta sucht sämtliche Personen aus dem Notizbuch auf, auch den Schamanen Hemavati. Ist Waltraud das Seminar über die Raunächte, das sie bei diesem Kerl besucht hat, zum Verhängnis geworden? (Verlagsbeschreibung)

    Hiermit habe ich zwar Band neun der Krimireihe um die Privatermittlerin Margareta Sommerfeld gelesen ohne die vorherigen Bände zu kennen, aber dies wird für mich gleichzeitig auch das letzte Buch dieser Reihe sein. Neugierig auf die anderen Fälle bin ich jetzt jedenfalls nicht mehr.

    Der Klappentext klang spannend, die Aussicht auf einen Ruhrgebietskrimi gefiel mir auch - Margareta Sommerfeld lebt und arbeitet in Gelsenkirchen -, was also hat mir die Laune verhagelt? Na, so ziemlich alles. Angefangen bei der Entwicklung des Falles über die Darstellung der Charaktere bis hin zur Handlung zwischen den verschiedenen Personen. Glaubhaft, vorstellbar, authentisch ist da in meinen Augen leider gar nichts.

    Positiv war: das Buch las sich locker flockig und punktete mit der Kodderschnauze, was ich durchaus mal mag. Alles andere fällt leider unter die Rubrik (Zitat Bastian Pastewka, wenn auch in einem anderen Zusammenhang:) "Leistungskurs Schwachsinn". Täter, Opfer, Ermittler:innen - alle verhielten sich wie gestört und absolut widersprüchlich. Statt die Rettung der entführten Mutter in den Fokus zu stellen, ist es Marageta beispielsweise wichtiger, den Fall selbst und vor allem vor Hauptkommissar Thomas Scheffel zu lösen, der gleichzeitig auch ihr Lebenspartner ist. Dafür werden dann auch regelmäßig wichtige Indizien und Beweisstücke verschwiegen, auch wenn dadurch die Gefahr für die Mutter steigt. Oft genug verliert sich ihre Spur dann auch wieder aufgrund der ständigen Konkurrenz zwichen Margareta und der (natürlich unfähigen) Polizei. Das war auf Dauer einfach nur nervig und keineswegs spannend, wie womöglich beabsichtigt. Hüben wie drüben eine erstaunliche Demonstration von Nichtkönnen und Gleichgültigkeit...

    Zudem werden die Frauen samt und sonders als "Heimchen am Herd" präsentiert, wofür dann wiederum die patriarchalisch ausgerichteten Gatten oder Lebenspartner sorgen. Selbst die angeblich so toughe Margareta hat Mühe, sich gegen solcherlei Ansinnen zu wehren. In nicht wenigen Familien zieht der Mann dann auch mal andere Seiten auf, wenn die Frau nicht so spurt, wie er sich das vorstellt. Wenn das witzig sein soll - ich habe eine andere Art von Humor. Nervig fand ich auch die ständigen widersprüchlichen Gedanken und Gefühle. In einem Moment ist Margareta beispielsweise komplett genervt von ihrem Lebenspartner und denkt über Trennung oder Schlimmeres nach, gleich im nächsten Moment richtet sie ihm seine Schnittchen her und macht auf gut Wetter - vielleicht sollte sie ihn ja doch heiraten? Hä? 

    Das Thema "Raunächte" zieht sich durch das Buch, und das war dann auch das einzige Thema, wofür ich mich letztendlich interessieren konnte. Natürlich gab es hier keinen tieferen Einblick, aber doch einen Anstoß, mich damit demnächst näher zu beschäftigen. Dieser Aspekt rettete dann auch immerhin den zweiten Punkt.

    Ansonsten könnte ich nur noch nervige, kopfschüttelverursachende Aspekte aufzählen. Beispiele:

    Der Täter in Bezug auf die Entführte: "Das Geld war ihm mittlerweile völlig egal, er machte sich ernsthaft Sorgen um Waltraud. Schließlich mochte er sie." Ja, genau.

    Oder auch Margareta nach dem Tod der Freundin der Mutter: "Schade um Anni, doch sie wollte nach vorn schauen. Waltraud würde eine neue Freundin finden. Die kirchlichen Vereine waren voll davon." Sehr mitfühlend, wirklich.

    Wohlgemerkt: ich mag Cosy Crime, ich mag auch Weihnachtskrimis, ich mag Zynismus und bösen Humor, ich mag auch Persiflagen. Aber dies hier ist alles und nichts, und das auf keine gute Art. Für mich leider knapp vorbei an einem Flop.


    © Parden  

  11. Cover des Buches Tod auf der Kokerei (ISBN: 9783740815806)
    Thomas Salzmann

    Tod auf der Kokerei

    (21)
    Aktuelle Rezension von: Vampir989

    Klapptext:

    Ein Kriminalroman mit viel Atmosphäre, viel Regionalkolorit und einer charismatischen^Ermittlerin. Eine Tote treibt im Wasser des Werksschwimmbads auf Zeche Zollverein. War es Selbstmord oder Mord? Ex-Hauptkommissarin Frederike Stier muss für Aufklärung sorgen, denn bei der toten Frau handelt es sich um die Tochter eines alten Freundes. Immer tiefer gräbt sie sich in die Vergangenheit des Opfers und stellt bald fest, dass die Menschen wie eine Kokerei sind: Sie haben eine weiße und eine schwarze Seite ... 

    Meine Meinung:

    Dies ist der 3.Band einer Krimireihe mit Frederike Stier.Das Buch kann aber auch ohne Vorkenntnisse der Vorgänger gelesen werden.Ich kannte die vorherigen Teile schon und war total begeistert.Deshalb hatte ich auch große Erwartungen an diese Lektüre und ich muss sagen das ich nicht enttäuscht wurde.Wieder einmal hat mich der Autor in den Bann gezogen.Der Schreibstil ist leicht,locker und flüssig.Die Seiten flogen nur so dahin.Einmal angefangen mit lesen wollte ich das Buch kaum noch aus den Händen legen.Die Protagonisten wurden sehr gut beschrieben.Ich konnte sie mir klar und deutlich vorstellen.Es gab viiele unterschiedliche Charaktere welche bestens ausgearbeitet wurden.Besonders sympatisch fand ich Frederike Stier und habe sie gleich in mein Herz geschlossen.Aber auch alle anderen Personen waren interessant.Der Autor hat eine sehr düstere und beängstigende Atmosphäre erschaffen.Viele Szenen wurden sehr detailliert dargestellt und so war ich meist mitten im Geschehen dabei.Durch die fessselnde Erzählweise wurde ich förmlich in die Geschichte hinein gezogen.Es hat mir richtig Spass gemacht bei den Ermittlungen dabei sein zu dürfen.Immer wieder gab es unvorhersehbare Wendungen und Ereignisse.Zu keiner Zeit wurde mir langweilig.durch die guten Recherchen des Autors habe ich auch viel Wissenswertes über die Arbeit in einer Zeche erfahren.Was den Täter anbelangt so wurde ich immer wieder auf eine falsche Spur geführt.Und so habe ich bis zum Schluss mitgerätselt wer es denn nun sein könnte.Viel zu schnell war ich am Ende des Buches angekommen.

    Das Cover ist auch sehr gut gewählt.Es passt perfekt zu dieser Geschichte.Für mich rundet es das brillante Werk ab.Wieder einmal hatte ich viele lesenswerte und spannende Stunden mit dieser Lektüre und vergebe glatte 5 Sterne.

  12. Cover des Buches Halbheld (ISBN: 9783947848898)
  13. Zeige:
    • 8
    • 12

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