Bücher mit dem Tag "generationenkonflikt"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "generationenkonflikt" gekennzeichnet haben.

46 Bücher

  1. Cover des Buches Harry Potter und das verwunschene Kind. Teil eins und zwei (Deutsche Bühnenfassung) (Harry Potter) (ISBN: 9783551559180)
    Joanne K. Rowling

    Harry Potter und das verwunschene Kind. Teil eins und zwei (Deutsche Bühnenfassung) (Harry Potter)

    (2.095)
    Aktuelle Rezension von: walli007

    Harry Potter kann es kaum glauben, jetzt ist er schon 37 Jahre und sein zweiter Sohn Albus kommt endlich nach Hogwarts. Albus jedoch ist nicht so begeistert, auf die Schule zu kommen. Und dann kommt er auch noch zum Haus Slytherin. Wenigstens einen Freund findet er in Scorpius Malfoy. Die Jahre gehen ins Land und das Verhältnis zwischen Harry und Albus bessert sich nicht und auch sein Stand in Hogwarts hat noch Luft nach oben. Da erhält Harry Potter eine besorgniserregende Nachricht. Er muss das sofort mit Hermine besprechen, die ihre Stellung als Zauberministerin bestens ausfüllt.


    Im achten Band aus dem Harry Potter Universum kann man den großen Zauberer nochmal neu kennenlernen. Er ist erwachsen geworden, verheiratet mit Ginny, Familienvater. Trotzdem ist er noch Harry Potter, ein Teamplayer, manchmal sogar etwas unsicher. Gerade mit seinem Sohn Albus hat er Probleme. Der Junge sollte sich doch auf seine Zeit in Hogwarts freuen. Und dann landet er ausgerechnet in Haus Slytherin gemeinsam mit Scorpius Malfoy. Harry macht sich Sorgen und kann sich seinem Sohn doch nicht öffnen. Was für ein Abenteuer Albus und Scorpius im vierten Jahr zu bestehen haben, ist schon sehr aufwühlend.


    Gerne wollte man mehr von Harry Potter erfahren, aber wie soll das gehen, wenn die Schule abgeschlossen und die große Schlacht geschlagen ist. Mit dieser zeitlichen Lücke von fast zwanzig Jahren in Harrys Leben war wohl nicht zu rechnen. Dennoch fügt sich dieser Band, der einen Theatertext darstellt, sehr gut in die Reihe ein. Denn es gibt noch was zu erzählen. Harry ist wahrscheinlich genauso älter geworden wie seine Fans. Dazu die Vater-Sohn-Problematik, in die sich einige  Leser sicher gut einfühlen können. Auch wie Albus auf eine Art durch seine Freundschaft mit Scorpius wächst und auch zu seinem Freund steht, gibt ein sehr schönes Beispiel, was Freundschaft bewirken kann. Durch die Darstellung als Theaterstück, das auch tatsächlich in Hamburg noch gespielt wird, wirkt der Text sehr lebendig und man bleibt immer gefesselt. 

  2. Cover des Buches Meine geniale Freundin (ISBN: 9783518473863)
    Elena Ferrante

    Meine geniale Freundin

    (689)
    Aktuelle Rezension von: Egata

    Eines meiner Lieblingsbücher. Die Inhaltsangabe klingt wenig aufregend. Elena und ihre Freundin Lila wachsen im Neapel in der Nachkriegszeit auf, zwischen Mafia und Familienfehden. Aus der Sicht des Kindes und der Jugendlichen erzählt Elena von Höhen und Tiefen des täglichen Lebens, vom Erwachsenwerden und der Armut, aus der sie versucht herauszukommen, indem sie um gute Bildung kämpft. Die Autorin wechselt öfter die Perspektive und erzählt scheinbare Kleinigkeiten so spannend, dass man das Buch nicht weglegen kann. Ich hatte es mir geliehen, aber dann sofort den Folgeband gekauft, auch, weil so viele Fragen offen blieben. 

  3. Cover des Buches Altes Land (ISBN: 9783328602101)
    Dörte Hansen

    Altes Land

    (760)
    Aktuelle Rezension von: Renate1964

    Ein Buch, welches sich mit vielen Fragen auseinandersetzt. Eine Hauptfigur ist Vera,ein ehemaliges Flüchtlingskind.Ihre Mutter  war aus Ostpreußen vertrieben auf einem Hof im alten Land gestrandet,hatte den kriegsversehrten Hoferben geheiratet und für einen anderen verlassen. Bei der nun alten Vera zieht nach einer unglücklichen Liebe die Nichte Anne mit Sohn Leon ein. Neben der berührenden Familiengeschichte gibt es Städter mit idyllischen Vorstellungen, Generationskonflikte und viel mehr. Es ist sehr ironisch und realistisch, aber auch zum Nachdenken 

  4. Cover des Buches Starters (ISBN: 9783492269322)
    Lissa Price

    Starters

    (1.291)
    Aktuelle Rezension von: MarioM12

    Die Spore-Kriege haben die Mittelschicht ausradiert, nur junge Leute und Alte bleiben übrig. Callie kämpft ums Überleben für sich und ihren Bruder, entscheidet sich für das Angebot von Prime Destinations und merkt schnell: Körpervermietung heißt auch, Identität zu riskieren. Das Wissen um Macht, Gier und Kontrolle wird mit jeder Seite klarer. Ich war begeistert von Callies Mut und den Fragen, die das Buch stellt. Fünf Sterne.

  5. Cover des Buches Björnstadt (ISBN: 9783442493906)
    Fredrik Backman

    Björnstadt

    (215)
    Aktuelle Rezension von: Aukje

    Für die Einwohner der kleinen schwedischen Stadt Björnstadt, fernab einer Großstadt mitten im Wald, ist Eishockey das wichtigste in ihrem Leben. Da mittlerweile nach und nach die jüngeren Einwohner weggezogen sind, erhoffen sich die Björnstädter nun das sich das Schicksal ihres Dorfes wendet, wenn die erfolgreiche Jugendmannschaft des 'Björnstädter Eishockeyclub' ins Finale kommt und der Rest der Welt auf sie aufmerksam wird. Als die Mannschaft das Heimspiel gewinnt und somit den Einzug ins Finale, artet die private After-Party ein wenig aus und die 15jährige Maya, die auch die Tochter des Clubdirektors des Vereins ist, wird von dem 17jährigen Starspieler der Mannschaft Kevin vergewaltigt. Als sie sich endlich traut sich ihren Eltern anzuvertrauen und diese daraufhin Kevin anzeigen, beginnt sich die Stimmung im Dorf zu kippen. Viele der Einwohner können nicht glauben das ihr Star so etwas tun könnte oder sie trauen sich einfach nicht die Wahrheit zu sagen, da sie Angst haben nachher gemieden zu werden und geben daher Maya und dadurch auch ihrem Vater Peter die Schuld den Eishockeyclub zu schaden. Von nun an sind Maya, ihre Familie und die Menschen die ihr glauben einer Lynchjustiz ausgesetzt.

    Ich muss zugeben das ich mich durch die ersten paar Seiten etwas durchquälen musste. Als ich jedoch in die Story reingefunden habe konnte ich das Buch nicht mehr zur Seite legen, da ich unbedingt wissen musste wie es weiter geht. Mir persönlich gefiel der ruhige und nicht zu dramatische Schreibstil und das langsame und allmähliche aufbauen bis zum Finale. Man konnte sich in die Charaktere gut hineinversetzen und dadurch ihre Handlungen nachvollziehen, auch wenn nicht alle richtig waren.

  6. Cover des Buches Enders (ISBN: 9783492269773)
    Lissa Price

    Enders

    (623)
    Aktuelle Rezension von: Kathalee_

    Der zweite Band der Reihe schließt nahtlos an den ersten an. Die Geschichte und der Schreibstil verläuft ganz wie im ersten Band.

    Callie ist immer nach auf dem Weg den Old Man zu finden. Die Frage, wer der Old Man ist, wird bis auf die letzten 50 Seiten nicht geklärt, und dann geht alles ziemlich schnell. Ich hatte auf den letzten Seiten das Gefühl, als hätte die Autorin das Buch mit drück fertig schreiben müssen, denn es passiert so viel auf so wenig Seiten. Der schnelle Umschwung des Endes hat mich ein bisschen gestört, es kam einem so vor, als würde alles zu schnell gehen und man könnte der Handlung nicht mehr folgen.

  7. Cover des Buches Dead Zone – Das Attentat (ISBN: 9783641206130)
    Stephen King

    Dead Zone – Das Attentat

    (387)
    Aktuelle Rezension von: Kayuri

    John Smith hat als Kind einen Unfall. Nun kann er zwischendurch Sachen vorher erahnen oder sehen. Jahre später, als sich weder er noch seine Eltern an den Unfall erinnern schlägt das Schicksal zu. Nach einem Jahre andauernden Koma wacht er auf und sieht plötzlich zu vieles voraus.

    Die Geschichte ist hierbei wirklich gut geschrieben. Dennoch hatte sie einige Längen die irgendwie wenn ich das Ende betrachte nicht so recht gut gelungen sind. Die Szenen in denen die Geschichte wirklich voran getrieben wurde waren gut und einnehmend gestaltet.

    Die Charaktere gefallen mir nicht zu 100%. Dennoch kann ich beispielsweise die Beweggründe von Johnny verstehen. Auch die Art wie die Geschichte zwischen verschiedenen Ereignissen springt war gut, da man so die anderen Charaktere besser verstand bzw. Die Geschichte die sich daraus ergab nachvollziehen konnte.


  8. Cover des Buches Geh, wohin dein Herz dich trägt (ISBN: 9783257261202)
    Susanna Tamaro

    Geh, wohin dein Herz dich trägt

    (263)
    Aktuelle Rezension von: Buchtrunken

    Nach einem Schlaganfall blick Olga auf ihr Leben zurück: auf eine Jugend voller Konvetionen, auf eine Ehe ohne Liebe, auf ihre erste große Leidenschaft, auf den Tod ihrer Tochter und auf all die Schuld und Sensucht, die bleibt. Olga notiert alles in Briefen. Briefe, die vielleicht irgendwann einmal ihre entfremdete Enkelin erhalten soll. 

    Das Buch ist als Briefroman geschrieben. Die einzelnen Kapitel sind demnach einzelne Briefe, die Olga über mehrere Tage verteilt, an ihre Enkelin Marta schreibt. Dadurch gibt es keine klassische Handlung. Nur Erinnerungen. Fragmente. Ein ganzes Leben in Papier gegossen.

     Olga teilt neben ihren Erlebnissen auch oberflächliche Geschichten. Alles was sie irgendwie bewegt oder zum nachdenken gebracht hat. Sie schreibt über ihre Freuden, Ängste, Enttäuschungen und Sehnsüchte, aber auch darüber, was sie aus ihren Erlebnissen gelernt hat. Und das in einer unverwechselbaren Nüchternheit, wie es nur ein Mensch kann, der lange, lange Zeit hatte, um sich selbst zu reflektieren. Olga möchte mit Ihren Worten weder Mitleid, noch sich erklären oder belehrend wirken. Sie möchte einfach nur erzählen. Dadurch ist der Schreibstil gleichzeitig sehr einfach und dennoch wahnsinnig intensiv. Ich kann es kaum beschreiben aber Olga sagt, Dinge während sie sie gleichzeitig auch nicht sagt. Es passiert viel Zwischen den Zeilen, aber gleichzeitigt benennt Olga sie auch direkt. Es ist als würde man beim lesen, die Gestik und Mimik von Olga mit auffassen. Und kann  so die Zeilen, auf einer viel tieferen Ebene nachempfinden. 

    Ich glaube, ich habe bei keinem Buch zuvor je so viel geweint. 

    Es ist intim, philosophisch, irgendwie spirituell. Es ist kurz, aber kommt voller Wucht. Durch die Briefe nimmt man nicht nur an einer Zeitreise in Olgas eigenes Leben teil, sondern sieht und fühlt, wie ihr Leben direkten Einfluss auf das Leben der Tochter und der Enkelin hatte. Sie schreibt von Dingen die sie erlebt hat und wie diese Erlebnisse ihre eigenes Handeln beeinflusst haben. Beim lesen hatte ich das Gefühl von Olgas Familie zu sein. Das Buch hat dadurch tatsächlich meinen Blick auf meine eigene Familie verändert, mich dazu gebracht, das Verhalten von meiner Familie mehr zu hinterfragen und nicht einfach alles zu verteufeln. Mir gezeigt, dass auch Eltern nicht perfekt sind. Dass sie Fehler machen, ihr eigenes Päckchent ragen und dass sie trotzdem ihr Bestes geben.

    Das Buch ist perfekt für alle, die ein Buch zum nachdenken suchen. Ein Buch, das einen Rat gibt und zum reflektieren einlädt. Ein Buch für alle, die eigene Familien-Dynamiken hinterfragen wollen. Für alle, die verstehen wollen, dass das Leben kein Gleichgewicht kennt. Dass jede Handlung - sei sie noch so klein - Einfluss und Auswirkungen hat. Dass man manchmal einfach loslassen muss. Und dass es am Ende das Schönste ist, wenn man einfach dem eigenen Herzen folgt. 

    Ich habe das Buch zufällig in einem Bücherschrank gefunden und wollte es erst stehen lassen. Dann mitnehmen, um es auszustellen, weil das Cover so ein nettes Zitat ist. Gott sei Dank habe ich es letztlich gelesen.

  9. Cover des Buches Ada (ISBN: 9783550200465)
    Christian Berkel

    Ada

    (139)
    Aktuelle Rezension von: liebelein

    Die Geschichte von “Ada“ ist die Fortsetzung des Romans “Der Apfelbaum“ von Christian Berkel, in welcher er seine Herkunft und Familiengeschichte nicht nur erzählt, sondern auch aufarbeitet – mit einer nachhaltigen Tiefe im Gedächtnis.

    Es ist die Geschichte eines Mädchens mit ihrer jüdischen Mutter, das weit nach dem Krieg in den 50er Jahren mit der Mutter aus Argentinien in ein ihr sehr fremdes Deutschland nach West-Berlin zurückkehrt. Sie erlangt wieder Kontakt mit ihrem Vater Otto (falls es ihr Vater ist), den sie sehr vermisst hat, doch ihre Vorstellungen von ihrem Vater und Familie werden nicht erfüllt. Auch mit ihrem später geborenen Bruder kann sie wenig anfangen, sie fühlt sich in dem unbekannten Land mit der autoritären Erziehung fehl platziert und vermisst die vorherige Freiheit und freies Denken in einer Familie, die lieber über alle Geschehnisse schweigt. Sie fühlt sich missverstanden und vereinsamt und flüchtet sich in eine Rebellion gegen die Regeln und Spießigkeit der Erwachsenen auf der Suche nach sich selbst.

    Und findet dies in ihrem Dasein als Studentin, Woodstock und alle weiteren Randerscheinungen der Generation der 68er, mit freier Liebe, Drogen und Demos mit Gleichen.

    In einem angenehmen Erzählstil geschrieben, nimmt Berkel uns mit in die Umbruchphase in Deutschland in der Person von Ada. Man versteht ihren Zwiespalt und ihre Sehnsüchte, die Abspaltung von den Kriegsjahren und jeglichen konstruierten Regeln, die eine junge Frau in dieser Zeit nur einschränkt und oft verzweifeln lässt. Man fühlt in vielen Situationen mit Ada und begleitet sie zu einer emanzipierten Frau. Interessant ist, dass die ganze Geschichte Adas als Erzählung aus einer Therapiesitzung stammt.  

    Mir hat die Geschichte über die etwas “andere“ Protagonistin gefallen, leider nicht komplett in allen Passagen abgeholt, jedoch empfinde ich es trotzdem empfehlenswert. 

  10. Cover des Buches Die Mauer (ISBN: 9783608963915)
    John Lanchester

    Die Mauer

    (172)
    Aktuelle Rezension von: Leserstimme

    Joseph Kavanagh bewirbt sich als VERTEIDIGER an der Mauer Englands. Diese erstreckt sich über etwa 10000 km entlang der Küste. Die ersten Seiten klangen etwas befremdend, aber Kavanaghs immer wiederkehrender Gedanke "Betonwasserwindhimmel" prägt sich beim Leser dann doch ein und macht neugierig. Etwas sehr viel anderes gibt es hier nämlich nicht. 

    Kavanaghs Leben als Verteidiger ist trist, kalt und anstrengend. Einzige Abwechslung sind Ausflüge zu einer anderen Kompanie, um mit ihnen den Ernstfall zu üben: ANDERE drohen die Mauer anzugreifen, um ins Landesinnere zu fliehen und ein besseres Leben als vorher zu führen. Doch das scheint nur Privilegierten vorbehalten zu sein. 

    Für alle VERTEIDIGER gilt, ANDERE zu eliminieren und nicht zu versagen, ansonsten droht die "Abschiebung" ins Meer und man ist die längste Zeit Verteidiger gewesen. Kavanagh lernt auf der Mauer Hifa kennen, die sich auch ineinander verlieben und sich gegenseitig stützen im kargen "Betonwasserwindhimmel". Kurz keimt der Gedanke auf zu FORTPFLANZLERN zu werden, was auch sehr viel angenehmer und  luxuriöser wäre und zudem vom Staat gefördert wird. Doch dazu soll es nicht kommen. Der Hauptmann ihrer Kompanie, selbst einmal ein ANDERER gewesen, ermöglicht gerade diesen einen furchterregenden Angriff zu planen und die Mauer anzugreifen. Das bleibt nicht ohne Folgen und Kavanagh und Hifa werden mit anderen ihrer Kompanie aufs Meer verbannt. 

    Die Idee der Geschichte ist wahrscheinlich nicht ganz allein seinem Ideenreichtum entsprungen, gibt es doch schon "Die Mauer" in das "Lied aus Eis und Feuer" und den Film "Waterworld", an den die Geschichte durchaus erinnert. Doch seine Umsetzung eine Klassengesellschaft zu erschaffen von ANDEREN, VERTEIDIGERN; FORTPFLANZLERN und DIENSTLINGEN, lässt sich metaphorisch umsetzen in die heutige Gegenwart. Lanchester klingt durchaus politisch in seinem Roman, lässt aber großen Spielraum für eigene Gedanken und ist brandaktuell, was das Thema Klima betrifft. Die ureigene Angst ums nackte Überleben macht den Menschen wiederum zum Tier. Spannend und sprachlich sehr gut umgesetzt. Ein Highlight von mir! Das Buch ist auch durchaus als Schullektüre für höhere Klassen geeignet, da es sehr viel Interpretationsmöglichkeiten gibt.  Unbedingt lesen!

    Genre: Klimawandel, Dystopie, Klassengesellschaft

  11. Cover des Buches Die Herzen der Männer (ISBN: 9783453423015)
    Nickolas Butler

    Die Herzen der Männer

    (157)
    Aktuelle Rezension von: kassandra1010

    Nelson wird diesen Sommer wieder mit seinem Vater zwei Wochen im Pfadfindercamp verbringen. Während der Junge die Hoffnung auf Freundschaft und Abzeichen noch nicht aufgegeben hat, sieht sein Vater darin einen Ausweg, um vor seiner Frau zu fliehen und sich gänzlich dem Alkohol hinzugeben.

     

    Einzig vom Campleiter Wilbur wird Nelson unterstützt. Er nimmt ihn auch zu sich auf, als der Vater die Familie verlässt. Aus dem traurigen und einsamen Jungen wird ein Kriegsheld. Doch mit Freundschaften hat er es nach wie vor schwer.

     

    Jonathan hingegen hatte schon als Kind ein Auge auf Nelson geworfen. Nicht das er Freunde brauchte. Er brauchte schlichtweg ein Opfer. Jahr um Jahr im Camp täuschte Jonathan Herzlichkeit und Freundschaft bei Nelson vor und auch nach dessen Rückkehr aus dem Vietnamkrieg blieben die beiden in Kontakt.

     

    Nelson wird für Trevor, dem Sohn von Jonathan ein Ersatzvater. Während Jonathan seine zahlreichen Liebschaften bedienen muss, rebelliert Trevor. Mit Nelson als Vorbild zieht er ebenfalls in den Krieg.

     

    Jahre später fährt Thomas mit seiner Mutter Rachel ins Camp, das mittlerweile von Nelson geleitet wird. Rachel kann mit dem frühen Tod von Trevor nicht abschließen und braucht Nelson um ihr Leben mit Thomas zu bewältigen.

     

    Doch die Zeiten sind für jede Generation für sich hart und umkämpft. Freundschaften zu pflegen und nicht die Schwächen und Geheimnisse anderer auszunutzen, lernen die Kinder nicht mehr. Ausgerechnet das Camp, dessen Ziel es war, dies aufzuzeigen, zerbricht nach und nach an deren Besuchern.

     

    Nickolas Butler hinterlässt damit einen faden Beigeschmack. Nelson, Jonathan und Trevor sind ein Sinnbild von amerikanischen weißen Männern. Wettkampf und Auszeichnungen prägen deren Laufbahn und für die wahre Liebe sowie Beziehungen untereinander bleibt da kaum Spielraum. Mit dem Camp kratzen Wilbur wie auch Nelson zumindest an der Oberfläche. Aber die Zeiten ändern sich und die Kinder sind kaum mehr zu begeistern und die Väter sehen darin nur noch eine Flucht.

     

    Butler macht es einem nicht leicht, die Protagonisten zu mögen. Nach jeder vermeintlich guten Tat kommt ein Tiefschlag und man ist wirklich bemüht, Jonathan und sogar Nelson dies immer wieder zu verzeihen.

     

    Nach Shotgun Lovesongs lässt Butler uns erneut tief in die menschliche Seele blicken.

  12. Cover des Buches Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran (ISBN: 9783104013633)
    Eric-Emmanuel Schmitt

    Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran

    (776)
    Aktuelle Rezension von: Trishen77

    "Ungefähr zu dieser Zeit lernte ich Monsieur Ibrahim kennen. Monsieur Ibrahim war schon immer alt."

    Man würde bei diesem Buch eigentlich nicht von einer Geschichte reden. Zu viel ausgespart und nicht verdeutlicht, manches ist zu rasant und sprengt die Idee einer konsequenten Erzählung, anderes kommt einem vielleicht etwas seltsam vor, weil es ohne wirkliche Vorbereitung oder Herleitung geschieht. Wer ein Werk filigraner Erzählkunst sucht, der ist dann mit diesem Buch auch eher weniger gut beraten.

    Doch jedes Werk sollte im Zuge seiner Möglichkeiten, seiner Augenblicke des Gewahrwerdens von Schönheit beurteilt werden.

    "Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran" hat viel von einem Märchen. Es ist voller kleiner Lebensweisheiten und die kommen unvermittelt, kristallisieren sich nicht heraus, sondern werden direkt an den Leser gebracht. Auch die Struktur der Geschichte, die einfach ihrem Fluss nachgeht, um zu erzählen, was sie erzählen will, ohne sich dabei an die ungeschriebenen Regeln der präzisen Darstellung oder eine Art von Konzept zu halten, erschafft einen Raum, leicht und von Ahnungen mehr durchwirkt als durch Fakten, der dem eines Märchens sehr ähnlich sind. Zuletzt ist da auch noch die sehr einfache, immer wieder kleine Kapriolen und Witze schlagende Sprache.

    "M'sieur Ibrahim, wenn ich sage, dass Lächeln nur was für reiche Leute ist, dann will ich damit sagen, dass es nur was für glückliche Leute ist."

    Sätze, die einem direkt in Fleisch und Blut übergehen; kleine Wunder, die einfach festgestellt werden. Um dieses Buch als etwas Schönes wahrzunehmen, muss man sich vielleicht vergegenwärtigen, dass es im Kern alle wichtigen Elemente einer schönen Geschichte enthält, all die Andeutungen von Lebendigkeit im Dasein, sich aber weigert sie weiter auszubauen, über die bloße Erwähnung hinaus. Das kann man beanstanden, gerade wenn man anderes gewohnt ist. Oder man freut sich über ursprüngliche, völlig unkomplizierte dieser Erzählung, in dem jedem Leser mit eigenen Gefühlen und Gedanken viel Platz eingeräumt wird.

    Thomas Mann schrieb einmal über das kleine Buch "Squirrel" von Petzold, seine Lektüre sei so erfrischend gewesen "es hat mich über Tage hinweg glücklich gemacht." Das kann mal wohl, trotz Kürze und einer eher schwirrenden, den vertieften Lektüre, auch über dieses kleine Büchlein sagen. Es ist ein kleines Juwel, nichts besonderes, aber immer noch hell strahlend in jedem Sonnenlicht, dass aus unseren Augen auf seine Seiten fällt.

    "Schau mal, Momo, die Brücken, die Seine liebt sie, wie ein Frau, die in ihre Armbänder vernarrt ist."

  13. Cover des Buches Das Unrecht der Väter (ISBN: 9782496702606)
    Ellin Carsta

    Das Unrecht der Väter

    (106)
    Aktuelle Rezension von: teilzeitbaeuerin

    Nach dem Ersten Weltkrieg bauen sich zwei Brüder und deren bester Freund ein gemeinsames Leben als erfolgreiche Unternehmer auf. Als deren Kinder heranwachsen, treffen Weltanschauungen aufeinander, kommen verschiedene Interessen zutage und holt sie die Vergangenheit des Krieges wieder ein. Geheimnisse werden aufgedeckt und neu zugedeckt. Bündnisse werden gefasst und wieder verworfen. Und über all dem liegt der Schatten des Nationalsozialismuses.

    Es beschreibt aus verschiedenen Sichtweisen das Leben der einzelnen Personen in dem Gesamtgefüge, ihren Gedanken, ihre Wünsche. Die Personen und auch die Handlung konnte  mich jedoch nicht abholen und einfangen. Die Geschichte ist logisch aufgebaut und nachvollziehbar. Es ist das erste Teil einer Serie, der bei mir jedoch nicht den Wunsch hinterließ, die weiteren Teile zu lesen. Leider.

  14. Cover des Buches Vater und ich (ISBN: 9783957324924)
    Dilek Güngör

    Vater und ich

    (34)
    Aktuelle Rezension von: Co_Winterstein

    Das Buch handelt von Ipek (Journalistin in Berlin), die nach längerer Zeit ihren Vater (als türkischer Gastarbeiter in den  Siebzigerjahren nach Deutschland gekommen) besucht. Die Mutter, die sonst das Bindeglied der Familie darstellt, ist auf Reisen. Ipek liebt ihren Vater und möchte verstehen, wie es zu der von ihr gefühlten Entfremdung kommen konnte. Sie versucht die sprachliche Distanz zu ihrem Vater zu überwinden, sich anzunähern, doch das Schweigen zwischen ihnen ist allgegenwärtig.

    Eine bereichernde Lektüre! Mich hat Folgendes besonders beeindruckt:

    * Die sehr gelungene Darstellung der Sprachlosigkeit und beklemmenden Stille, die sich seit der beginnenden Pubertät Ipeks zwischen Vater und Tochter ausgebreitet hat.

    * Die Wärme mit der Güngör ihre Figuren behandelt, der Blick auf den sprachlosen Vater ist voller Zuneigung.

    * Die Schilderung, wie es ist, in vielen Sprachen zuhause zu sein.

    * Das Format, denn der Text ist wie ein innerer Monolog an den Vater geschrieben.

    Eine berührende Erzählung, in der die zwei Protagonisten in verschiedenen Welten leben und doch verbunden sind.

  15. Cover des Buches Schuhhaus Pallas (ISBN: 9783423624640)
    Amelie Fried

    Schuhhaus Pallas

    (41)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Amelie Fried hat die Geschichte ihrer Familie nieder geschrieben. Anhand von Zeitdokumenten und begleitet von Bildern wird es besonders deutlich. Ein wichtiges SAchbuch zum Thema Juden im dritten Reich von der Bestsellerautorin Amelie Fried. Ganz nah bei uns ums Eck in Ulm, das macht das Buch noch wichtiger

  16. Cover des Buches Drei Uhr morgens (ISBN: 9783852567693)
    Gianrico Carofiglio

    Drei Uhr morgens

    (19)
    Aktuelle Rezension von: mattder

    Bei Sohn leiben wird Epilepsie fast gestellt nach drei Jahren sollen sie den Arzt wieder auf suchen. 3 Jahre später ist der Arzt in Rente und lebt in Marseille, sie fahren hin. Dort Erfahren sie das 2 tage Wach müssen. Der Vater macht mit. Sie erkunden Marseille und lernen sich dabei besser kennen. Gut zu lesen. 

  17. Cover des Buches Das Holländerhaus (ISBN: 9783492318303)
    Ann Patchett

    Das Holländerhaus

    (48)
    Aktuelle Rezension von: Milagro

    Dass es sich lohnt, Bücher vom SUB zu befreien, konnte ich hier feststellen. Ich hatte schon Bel Canto gelesen von Ann Patchett, immer noch eins meiner Lieblingsbücher, auch Die Taufe war richtig gut , aber warum nur war Das Holländerhaus so lange auf dem SUB???? So eine tolle Geschichte, Familiengeschichten finde ich oft schwierig zu lesen, hier war es aber ein Genuss. Das Haus der Familie nimmt einen großen Raum in der Dynamik der Geschichte ein, bedrohlich und offen, voller Geheimnisse und erdrückend erscheint es. Es geht um Liebe und Verzeihen, um Alter und Verpflichtungen und beim Lesen überdenkt man die Entscheidungen der Protagonisten, mit denen man sich sehr verbunden fühlt. Hat mir richtig gut gefallen!

  18. Cover des Buches Ein Keks zum Verlieben (ISBN: 9783752880700)
    Lucy Storm

    Ein Keks zum Verlieben

    (38)
    Aktuelle Rezension von: Birgit_Knörr

    Der Roman „Ein Keks zum Verlieben“ von Lucy Storm ist eine zuckersüße Liebesgeschichte mit weihnachtlichem Flair!

    Die gestresste Studentin Sarah ist im Finale ihres Studiums und verdient sich mit einem wirklich schönen Job auf dem Weihnachtsmarkt das nötige Geld für ihr Studium und Jonas, der überaus charmante Sohn des Profitorientierten Chefs von Sarah, die im wahrsten Sinne des Wortes aufeinanderprallen. Dieser Aufprall sorgt für Veränderung in beider Leben, vor allem in dem von Jonas . Die beiden sympathischen Hauptprotagonisten entwickeln Gefühle für einander und insbesondere Jonas emanzipiert sich und bietet seinem Vater die Stirn, der sein Leben bereits arrangiert zu haben, glaubt. Er folgt seinen Träumen, liebt es zu backen und er eröffnet eine Bäckerei. Trotz einiger Irrungen und Wirrungen finden die beiden zueinander, und es mündet in einem happy end. Ein kurzweiliger Liebesroman der süßen Winter-/und Weihnachtszauber versprüht. Atmosphärische 4 Sterne.

  19. Cover des Buches Die Oma und der Punk (ISBN: 9783958247925)
    Simone Jöst

    Die Oma und der Punk

    (26)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Ich habe selten ein Buch gelesen, das so vollgepackt mit Inhalt ist wie dieses. Es ist fast unglaublich, was in dieser Geschichte alles passiert. Es ist Mord dabei, Entführung, Erpressung, Familienzusammenführung, Liebe, Romantik, Humor. Das Buch enthält viel Wortwitz, die Geschichte ist absolut schräg und total unterhaltsam! 

    Unsere beiden Hauptprotagonisten könnten auch kaum unterschiedlicher sein. Eine wohlhabende Dame über 70 und eine 20-jährige Frau mit Rastalocken und einem lockeren Mundwerk, die bereits auf der Straße gelebt hat. 

    Das Buch hat wirklich viel Spaß gemacht. Eine absolut verrückte, aber auch liebenswerte Geschichte. 

    27.09.2023

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  20. Cover des Buches Pflegers Struggle (ISBN: 9783745923926)
    Metin Dogru

    Pflegers Struggle

    (43)
    Aktuelle Rezension von: Melli_00

    Das Cover, passend mit Bild von Metin, ist seinem Genre entsprechend gewählt. Es handelt sich um ein zweites Buch von Metin, ich selbst habe sein erstes nicht gelesen und dieses hier ist auch ohne das andere lesbar.
    Metin "kenne" ich schon eine Weile von seinem Instagram Account und dort folge ich ihm sehr gern. Da auch einige aus Familien- und Freundeskreis in der Pflege arbeiten, war ich sehr gespannt auf das Buch.
    In dem Buch erzählt Metin von seinen eigenen Erfahrungen und Erlebnissen aus der Pflegewelt, unterstützt mit Berichten von anderen und Einschüben der bekannten "Schwester Rabiata". Es klingt nach einer tollen Mischung, doch leider fehlte für mich an manchen Stellen der rote Faden bzw. der Zusammenhang. Dies tat dem Lesefluss leider einen Abbruch, da im Gegenzug passend dazu der Schreibstil sehr leicht zu folgen war.
    Dennoch einen riesen Respekt an Metin, dass er so offen und schonungslos über die Pflegewelt berichtet.
    Fazit: ein ehrliches Buch über die Pflege, was ich jedem nur empfehlen kann mal zu lesen.

  21. Cover des Buches Jonna, Oma und die Welt im Schuhkarton (ISBN: 9783734841163)
    Nikola Huppertz

    Jonna, Oma und die Welt im Schuhkarton

    (15)
    Aktuelle Rezension von: Roswitha_Boehm

    Jonna hat Glück, denn Sie hat einen besten Freund: Tilman. Leider hat er die blöde Angewohnheit vor anderen ständig angeben zu müssen. Das nervt! Trotzdem ist Jonna total traurig, als es zu einem großen Streit zwischen den beiden kommt. Ein Glück das ihre Oma an diesem Wochenende kommt! Da kann Sie sich bei ihr ausweinen und sie hat auch bestimmt einen Rat. - Die Eltern des Mädchens sind nicht da, so dass Bärbel eigentlich auf ihre Enkelin aufpassen soll. Doch in Wirklichkeit scheint es eher andersherum, denn die mürrische „alte Hexe“, wie die Eltern sie heimlich nennen, hat ein großes Geheimnis…

    Eine sehr authentische Geschichte, da Alltagsthemen gut kombiniert sind: Vom Streit mit dem besten Freund über das Kinderhüten bis hin zum Umzug ins Seniorenheim. Trotz allem dabei aber überaus humorvoll, besonders dann, wenn Jonna und Bärbel sich zusammen tun…

    Das empfohlene Lesealter liegt bei 9-11 Jahren. Das finde ich durchaus angemessen, da diese jungen Leser sich sehr gut in die Protagonistin hineinversetzen können. Bei jüngeren wäre es sicher schwierig und für (viel) ältere könnte die Geschichte schon wieder zu langweilig sein.

    ~°~ Fazit ~°~

    Wer sich schon immer mal gefragt hat, wie sich eine rüstige Oma mit Hüftproblemen auf einem Skateboard macht, der sollte dieses Buch unbedingt lesen. ;-)


  22. Cover des Buches Von wegen Dolce Vita! (ISBN: 9783548291819)
    Tessa Hennig

    Von wegen Dolce Vita!

    (39)
    Aktuelle Rezension von: Henri3tt3

    Diese Geschichte ist eine Sommerlektüre zum Wegträumen, eine spannende Verfolgungsjagd, eine Liebeserklärung an die Insel Sardinien und ein Entwicklungsroman. Es geht um Familie und Liebe, um Freiheit und Verbundenheit, um das Alter und die Jugend. Ich hätte mir zwar eine etwas kritischere Haltung zu Social Media und konsequentere Gedanken zum Umweltschutz gewünscht (die armen Schildkröten und Delfine bedauern, aber CO2 mit Wohnmobil oder Flugzeug verschleudern), aber ansonsten hat mir das Buch sehr gut gefallen.

  23. Cover des Buches Die Tochter (ISBN: 9783453427204)
    Kim Hye-jin

    Die Tochter

    (70)
    Aktuelle Rezension von: books09

    Mit “Die Tochter“ gelingt der Autorin ein sehr gelungener Roman. Das Buch beinhaltet Themen wie Homosexualität, Diskriminierung, aber auch die Situation in Pflegeheimen sowohl für die Patienten als auch das Personal. Besonders interessant fand ich, wie sehr zwei Welten miteinander kollidieren. Zum Einen gibt es die Mutter, die Worte wie „Homosexualität“ oder „lesbisch“ nicht einmal hören will. Auf der anderen Seite zieht ihre Tochter mit ihrer Lebensgefährtin bei der Mutter ein und macht kein Geheimnis aus ihrer Sexualität und ihrer Beziehung.

    Der Einblick in den Pflegesektor war ebenfalls sehr spannend, an manchen Stellen aber zu ausführlich für mich, da dadurch das eigentliche Thema, nämlich die Mutter-Tochter-Beziehung in den Hintergrund rückte. 

  24. Cover des Buches Sonntags fehlst du am meisten (ISBN: 9783548290201)
    Christine Drews

    Sonntags fehlst du am meisten

    (53)
    Aktuelle Rezension von: buecherwurm1310

    Caro war das Lieblingskind ihres Vaters, doch durch einen schlimmen Streit ist ein Bruch entstanden und sie haben keinen Kontakt mehr. Nun steht die Goldhochzeit ihrer Eltern bevor. Wird es einen Weg  zu einer Versöhnung geben?

    Ich habe schon einige Bücher der Autorin Christine Drews gelesen, die mich immer überzeugt haben. Daher habe ich auch dieses Buch lesen wollen.

    Caros Vater Karl gehört der Kriegsgeneration an. Diese Generation hat Schreckliches erlebt und musste früh Verantwortung übernehmen. Auch Karl hat für Mutter und Geschwister gesorgt und sich aus dem Nichts etwas aufgebaut. Aber eines hat diese Generation meist nicht, nämlich über das geredet, was sie erlebt haben und dieses „Probleme-nicht-ansprechen“ setzt sich in der nächsten Generation fort.

    Caros Leben verläuft nicht so gradlinig wie sich das der Vater gewünscht hätte. Es hat ihr an nichts gefehlt, der Vater wollte immer nur das Beste für seine Tochter, doch leider war er fast nie da. Caro wollte es allen recht machen und hat sich dabei verloren. Ihr kleiner Sohn hat es auch nicht einfach, denn Caro ertränkt ihre Probleme im Alkohol. Ihre Sucht hat sie inzwischen im Griff und sie scheint wieder Boden unter den Füßen zu haben, wozu ihr Freund Jakob beiträgt. Der Streit mit ihrem Vater belastet sie allerdings.

    Dann begegnet Caro Frau Schneiders und durch ihre Erzählungen versteht Caro plötzlich, wie all das Unausgesprochene zwischen ihrem Vater und ihr steht. Eine Versöhnung erscheint ihr nun möglich.

    Diese Geschichte spielt auf verschiedenen Zeitebenen und durch die Rückblenden in die Vergangenheit konnten wir Caro und ihren Vater gut kennenlernen und ihr Verhalten nachvollziehen.

    Es ist ein Buch, das berührt und zum Nachdenken anregt.

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