Bücher mit dem Tag "genmanipulation"
55 Bücher
- Julia Dippel
Izara - Das ewige Feuer
(1.225)Aktuelle Rezension von: Leni_Melia_EbertDas Buch ist toll. Die Geschichte war am Anfang noch recht simpel doch dann wurde sie nach dem Treffen der beiden Hauptpersonen sehr spannend. An manche Stellen war es sehr herzzerreißend und gleichzeitig konnte man nicht genug bekommen. Am Ende war ich traurig das Aaron für ein paar Bücher nicht mehr dabei war trotzdem hätte ich nichts an dem Buch geändert.
- Beth Revis
Godspeed - Die Reise beginnt
(1.028)Aktuelle Rezension von: BlutmaedchenFür manche Bücher braucht man wirklich gewaltige Schubser um sie endlich zu lesen, und am Ende versteht man gar nicht, wieso man damit so lange gewartet hat!
"Godspeed - Die Reise beginnt" von Beth Revis liegt seit über drei Jahren auf meinem SuB und war ein Geschenk meiner Freundin, die mir dieses Buch zusammen mit meinem Blogmaskottchen geschenkt hat.
Da dieses Buch zu einer Monatsaufgabe passte, habe ich es endlich entstaubt und angefangen zu lesen....
Die Godspeed ist ein Raumschiff, dass mit zig tausend Menschen an Bord auf einer sehr langen Reise unterwegs ist, die über dreihundert Jahre dauern soll. Mit an Bord ist Amy, die sich zusammen mit ihren Eltern hat einfrieren lassen um auf einem neuen Planeten wieder aufgetaut werden zu können. Ihre Mutter ist Bio-Ingenieurin und ihr Vater ein hochrangiger Militäroffizier, die beim Aufbau des neuen Planeten helfen sollen. Amy selbst wird nur als unwichtige Fracht eingestuft - und trotzdem erwacht sie plötzlich unter fürchterlichen Schmerzen und ist dem Erstickungstod nah, denn jemand hat sie vorzeitig und ohne medizinische Aufsicht aufgetaut.
Vor ihr stehen drei Männer, der Älteste und Anführer der Godspeed, Junior, sein Nachfolger und ein Doktor, die sich das vorzeitige Auftauen nicht erklären können. Während Junior von ihrer Andersartigkeit - dem roten Haar, der hellen Haut und grünen Augen - völlig fasziniert ist, ist ihre bloße Existenz für den Ältesten ein Grund sie zu beseitigen. Andersartigkeit ist ein Grund für Krieg und Amy ein Störfaktor. Doch Junior widersetzt sich und ergreift Partei für Amy's Leben, die erst langsam begreift, dass ihr Leben vielleicht schon vorbei sein kann, wenn auch ihre Eltern endlich aufgetaut werden.
Die ersten hundertzwanzig Seiten waren ein fast schon unverständlicher Informationsbrei, der sich zwischen Amy und Junior abgewechselt hat. Revis schreibt jedes Kapitel abwechselnd aus den beiden Perspektiven und zeigt dem Leser zwei Seiten einer Medaille. Zwei verschiedene Charaktere, die völlig verschiedene Dinge kennen, was es mir schwer gemacht hat das Gesamtbild sofort einordnen zu können.
Die Geschichte startet mit Amy und ihren Eltern, die sich einfrieren lassen. Wieso sie diese Qualen auf sich nehmen wurde erst nach einigen Seiten später klar. Wieso Amy ihre Eltern auf diese Reise begleitet und ihr ganzes Leben zurück lässt, kann man nur vermuten.
Und dann ist da noch Junior, der nach seinem Posten benannt ist, dem seine Herkunft unbekannt ist und der irgendwann mal die Godspeed anführen soll. Der Älteste muss ihn alles lehren, was er weiß, aber die ganze Geschichte ist recht verworren. Wirklich bekannt ist nur ihr Ziel: Die Zentauri-Erde. Die Godspeed soll sie in dreihundertfünfzig Jahren dort hinbringen und das Schiff wird von allen möglichen Menschen "bewohnt". Bauern, Versorgern, Technikern, Wissenschaftlern, Künstlern - alle leben völlig normal vor sich hin und gehen ihren Jobs nach.
Am besten hat mir Harley gefallen, ein Künstler und bester Freund von Junior, der als Verrückt eingestuft ist und irgendwie traurig rüberkommt. Er ist für Amy eine große Stütze und egal wo er aufgetaucht ist, hatte ich immer das Gefühl ein bisschen mehr durchblicken zu können. Für so manche Szene war er die perfekte Stütze oder das passende, lebende Beispiel. Ihn werde ich auf jeden Fall vermissen, denn er hat der Geschichte etwas frisches verliehen. Wo Amy und Junior aufgeschmissen waren, hat er einfach nur geschnaubt und gelächelt - so einen Charakter braucht jedes Buch!
Die Betrachtungen, die man als Leser durch Amy und Junior von der Godspeed bekommt, sind schon deshalb hilfreich, weil man weiß, dass man in dem ganzen Chaos nicht alleine ist.
Als Leser zu verstehen, dass man seit der ersten Seite auf dem Raumschiff sein muss, ist für mich absolut unmöglich gewesen, schließlich ist Amy nicht umsonst anders! Wie ist sie auf das Raumschiff gekommen und wieso denkt Junior, dass sie immer noch fliegen?
Ich habe es absolut nicht verstanden. Und dann fing die Story endlich an und ich habe gar nicht weiter nachgedacht - was sehr hilfreich war!
Ich habe mich ein wenig auf anderen Blogs umgesehen, die das Buch als Dystopie und Science Fiction einstufen - beides ist irgendwie zutreffend, auch wenn ich finde, dass hier die Science Fiction ein wenig mehr zu sagen hat.
Diese Rezension fällt mir sehr schwer, da ich einfach nicht das Gefühl habe wirklich alles verstanden zu haben. Die Autorin erzählt hier eine Geschichte voller Führungszweifel, verschiedener Welten und einer Zukunft, die Angst macht und gleichzeitig fasziniert. Die Charaktere nehmen den Leser sehr schnell für sich ein und es fällt leichter der Geschichte zu folgen, weil man mit Amy und Junior zwei Personen folgen kann, die selbst nach Antworten auf so viele Fragen sind.
Da "Godspeed - Die Reise beginnt" ein Trilogie-Auftakt ist, hat das Ende einige Wendungen zu bieten, die nach der Fortsetzung schreien und mich einfach sprachlos gemacht haben.
Fazit:
Beth Revis hat eine gleichzeitig verwirrende und einnehmende Geschichte geschrieben, bei der ich gar nicht gemerkt habe wie schnell die Seiten an mir vorbeigeflogen sind. Startschwierigkeiten hatte ich nur auf den ersten hundertzwanzig Seiten, danach wurde ich so von dieser bedrückenden Athmosphäre gepackt und wollte mit den Hauptprotagonisten Amy und Junior begierig hinter die Geheimnisse der Godspeed kommen, dass ich weniger an das gedacht habe, was mein Verstand nicht begreifen konnte.
Aufwühlend und geheimnisvoll schwebt man als Leser durch ein Buch, dessen wirklicher Mittelpunkt ein Raumschiff ist, das mehr zu erzählen hat, als die Charaktere und Leser verarbeiten können, und dennoch wenig von sich preis gibt.
Ich möchte eigentlich gar nicht weiter nachdenken, sondern sofort weiterlesen!
Auffühlend und spannend mit genügend Drama, packt "Godspeed - Die Reise beginnt" den Leser und nimmt ihn mit zu einem geheimnisvollen Trilogie-Auftakt! - Jodi Picoult
Beim Leben meiner Schwester
(1.893)Aktuelle Rezension von: GeschichtenfinderAnnas große Schwester Kate hat Leukämie, eine der vielen Krankheiten, die ihr ganzes Leben bestimmen und frühzeitig beendet hätten, wäre nicht Anna geboren worden. Anna, die künstlich erzeugt wurde, eine sorgfältig von ihren Eltern ausgewählte Kombination, die als Kates hundertprozentiger Stammzellenspender dienen kann. Seit Annas Geburt sind die Leben dieser beiden Mädchen auf das Engste miteinander verwoben und mit den Jahren drängen sich in ihrer Familie immer mehr die Fragen, wie es weitergehen soll, wer sie als Familie überhaupt noch sind und nicht zuletzt, wie lange sie alle noch so funktionieren können?
Diese Fragen werden zurückgedrängt, bis Anna den ersten Schritt geht, sich an einen Anwalt wendet und sich das Recht einklagt, selbstständig über ihren eigenen Körper bestimmen zu können und sich weigert, weiterhin für Kate Stammzellen zu spenden.
Jodi Picoult, 1967 auf Long Island geboren, veröffentlichte ihren ersten Roman 1992 und wurde 2003 mit dem England Book Award ausgezeichnet. "My Sister´s Keeper" war ihr Durchbruch in den USA und Deutschland und wurde 2009 verfilmt.
Der Roman ist sehr gut geschrieben und schafft es durch die wechselnden Perspektiven alle direkt Betroffenen zu beleuchten und macht auf diese Weise nur zu deutlich, dass es in ethischen Konflikten selten eindeutige Positionen gibt, die man mit seinen Vorstellungen von "Gut/Böse" bzw "Pro/Contra" versehen kann. Und gerade durch Jodis persönlichen Stil kann man die unterschiedlichen Blickwinkel auf Annas Entscheidung und das moralische Dilemma so gut nachvollziehen.
"My Sister´s Keeper" ist auf jeden Fall empfehlenswert für Kinder/Jugendliche ab 12, die gerne zu ernsteren Themen lesen.
- Martin Suter
Elefant
(311)Aktuelle Rezension von: bilbobeutlinIch habe das Buch gelesen und nahezu verschlungen. Es hat mir richtig gut gefallen, da es sehr detailreich und spannend geschrieben ist. Es war irgendwie mal etwas anderes und hat daher genau meinen Zahn der Zeit getroffen. Allerdings war ich dann vom Ende etwas enttäuscht. Man liest das ganze Buch voller Spannung und wird dann enttäuscht, weil man sich ein anderes Ende gewünscht hätte. Trotzdem eine Lesempfehlung!
- Marc Elsberg
HELIX - Sie werden uns ersetzen
(419)Aktuelle Rezension von: mattderEs werden Gene in Erbgut von Pflanzen verändert, um eine größer Ernte zu haben . Gene von Menschen werden so verändert das Bad super mitgetanzt sind. Weihnachtlich ein spannendes Buch das aufzeigt was bald in der Gene Veränderung möglich ist. macht schon ein bis sich mulmiges Gefühl. Guter Page Turner.
- Veronica Roth
Allegiant
(235)Aktuelle Rezension von: Naomi13Der Dritte Band der Reihe hat mich auch wieder sehr begeistert. Die Action hat mir sehr gefallen und ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.
Das einzige, was mich hier ein bisschen gestört hat, war das Story-Konstrukt. Also, dass das System der Fraktionen mit dem Tris, Four und die anderen aufgewachsen sind nur ein Teil eines Experiments war, war für mich ein bisschen schwach und schwer vorstellbar. Welche Regierung würde so viel Geld in die Hand nehmen um ein so riesiges und extrem aufwendiges Experiment gleich in mehreren Städten durchführen zu lassen und dann auch noch ethisch so fragwürdig handeln, nur um die genetisch perfekten Menschen heranzuzüchten? Das hat mich leider nicht abgeholt. Aber zu diesem Zeitpunkt der Story war ich dann schon so sehr "drin" dass ich das Buch trotzdem sehr genießen konnte.
Das Ende war natürlich krass. Aber ich bin ein Fan von so was, es ist einfach mal was anderes und es ist schön, wenn ein Buch nicht wie die meisten anderen endet.
- Jennifer Rush
Escape
(785)Aktuelle Rezension von: Sabrina_D_Normalerweise lese ich eigentlich keine Thriller, aber durch einen Zufall sind mir die Bände von Jennifer Rush in die Hände gefallen.
Ich muss gestehen, dass ich länger gebraucht habe in die Erzählung hineinzukommen. Es lag vor allem daran, dass die Thematik mir völlig fremd war und mir auch nicht bewusstwurde, worauf es hinauslaufen sollte.
Am Schreibstil wird schnell deutlich, dass Jennifer Rush sich an Jugendliche richtet. Er ist einfach und schlicht. Es werden wenig große und komplexe Sätze gebildet und die Konversationen sind auch eher schlicht gehalten.
Was mich an dem ersten Band gestört hat, war, dass die Umgebung sehr kurz und knapp beschrieben wurde. Somit konnte ich mich nicht gut ins Setting hineinversetzen. Insgesamt konnte ich mich mit dem Buch nicht identifizieren, da ich mich in die Personen auch nicht hineinversetzen konnte.
Letztlich lässt sich sagen, dass das Buch nicht zu meinem Lesegeschmack passt und ich mich die Thematik auch nicht mitnimmt.
- Matt Haig
Wie man die Zeit anhält
(414)Aktuelle Rezension von: Hazelmaus101Ich habe jede einzelne Seite dieses Buches einfach nur genossen. Die Geschichte ist einmal etwas komplett anderes und hat mich von Anfang an gefesselt. Das Buch ist zwar kein klassischer Pageturner baut jedoch ruhig und stetig eine gewisse Spannung auf. Auch den Schreibstil habe ich als extrem angenehm empfunden. Ich kann es absolut empfehlen!
- Dhonielle Clayton
The Belles 1: Schönheit regiert
(332)Aktuelle Rezension von: Sabriiina_KBereits nachdem ich die ersten Seiten gelesen hatte, konnte mich die Geschichte schon tief in ihren Bann ziehen. Es wurde eine wirklich besondere, nahezu märchenhafte und zauberhafte Atmosphäre voll Farbenpracht, Extravaganz und Schönheit geschaffen, die das Kino in meinem Kopf direkt angeworfen hat. Hier hat die Autorin einen blumigen, beschreibenden Schreibstil verwendet, der in meinen Augen perfekt zu dem Worldbuilding passt und mir ausgesprochen gut gefiel.
Auch die Welt an sich, fand ich super spannend, weil es einfach mal etwas ganz Neues und Innovatives war. Die Mischung aus Dystopie, Fantasy und einem Hauch Märchen bildet das perfekte Setting voller Gegensätze und Spannungen. Vor allem das gesellschaftskritische Gedankenspiel eines Schönheitsideals, nachdem alle schon fast krankhaft streben und dass maßgeblich darüber entscheidet, wie das Leben aussieht, fand ich hierbei absolut grandios umgesetzt. Denn es wurde im Laufe der Geschichte immer deutlicher, dass hinter schönen Fassaden oft tiefe Abgründe lauern und dass der Preis für die Schönheit manchmal auch einfach zu hoch ist.
Hier hat mir vor allem auch die Hauptfigur Camelia extrem gut gefallen, da sie bereits zu Beginn der Geschichte eine sehr authentische, sympathische und auch reflektierte Figur war, die sich im Laufe der Geschichte noch enorm in ihrer Persönlichkeit weiterentwickelt hat. Sie hat angefangen, Dinge, die ihr seit ihrer Kindheit eingetrichtert wurden zu hinterfragen und hat angefangen, selbst nach der Wahrheit hinter allem zu suchen. Das machte sie für mich zu einer sehr starken Figur, die mir auch nachhaltig im Gedächtnis geblieben ist. Zu ihr habe ich schnell eine Nähe aufbauen können und habe richtig mit ihren Emotionen mitfiebern können. Hier hatte die Handlung auch enorm viel zu bieten, da die Geschichte absolut packend und spannungsgeladen war, und eine Wendung auf die nächste folgte.
Das einzige, was mir an dieser Geschichte nicht ganz so gut gefallen hat, waren manche Offensichtlichkeiten, die Camelia zwar direkt vor ihrer Nase hatte, aber bei denen sie Zusammenhänge einfach nicht herstellen und Schlüsse nicht ziehen konnte. Für die Handlung kann ich das nachvollziehen, dennoch passte es an einigen Stellen logisch für mich nicht zu der sonst sehr klugen Art von Camelia. Auch das Ende war für mich aus diesem Grund eher unbefriedigend.
Mein Fazit:
Mich konnte die Storyidee und das besondere dystopische Setting rund um die Belles in einem Reich voll Schönheit vom ersten Kapitel an überzeugen. Ich fand es toll, wie Gesellschaftskritik hier in eine spannende und zunächst sehr blumig erscheinende Geschichte verwoben wurde und wie sich die Handlung immer mehr entwickelte und die Fassaden der Figuren langsam anfingen zu bröckeln, sodass hinter den perfekt geschminkten Maskeraden, die dunklen Seiten, Geheimnisse und Abgründe immer mehr zum Vorschein kamen. Es war durchweg spannend, die sehr starke Protagonistin Camelia zu begleiten und mitzuerleben, wie sie sich weiterentwickelt und immer mehr hinterfragt, in was für einer Welt sie da eigentlich lebt und was ihre eigene Rolle in dieser Welt wirklich bedeutet. Auch wenn die Handlung an sich für meinen Geschmack im letzten Drittel der Geschichte etwas zu offensichtlich konstruiert gewirkt hat, kann ich diese Geschichte sehr empfehlen.
Ich vergebe 4 von 5 möglichen Sternen!
Lest fleißig,
eure Sabrina vom Blog "Komm mit ins Bücherwunderland"
- Margaret Atwood
Oryx und Crake
(149)Aktuelle Rezension von: mandariniWie Orwell mit 1984 unsere Gegenwart traf, skizziert Atwood mit Oryx und Crake eine erschreckend realistische Zukunft. Statt einer romantischen Geschichte geht es um den Untergang der Zivilisation, Gentechnik und Postapokalypse. Jimmy überlebt allein nach einer globalen Katastrophe und erinnert sich an die Ereignisse, die alles veränderten. Atwoods Stil ist flüssig, doch die Thematik anspruchsvoll und beklemmend realistisch. Ihr Roman entfaltet seine volle Wirkung erst nachträglich und bleibt lange im Kopf.
- Daniel Suarez
Bios
(61)Aktuelle Rezension von: StephanvaBios greift die Idee auf, wie wohl eine Welt aussieht, in der Fakten, wie ein eindeutiges DNA-Profil, nicht mehr verlässlich sind. Das ist eine spannende Idee und ich konnte mich gut in den Protagonisten hineinversetzen. Nur, weil etwas auf den ersten Blick technisch unmöglich scheint, muss es nicht so sein. Auch zeigt Daniel Suarez ganz schonungslos auf, was die Menschen mit Technologien machen, wenn sie sie einsetzen können (hier z. B. die illegalen Reproduktionszentren mit genmanipulierten Babys). Dieses Buch treibt so manche Idee auf die Spitze und sollte auch als eine Art Weckruf dienen, dass sich technologischer Fortschritt auch gegen uns richten kann.
- Vivien Summer
Spark
(281)Aktuelle Rezension von: Book_QueenSpark" Band Eins der Elite Reihe von Vivien Summer. Die Reihe stand wirklich schon Ewigkeiten auf meiner Wunschliste und auf gefühlt jeden Wunschzettel, der für Weihnachten oder Geburtstag geschrieben wurde und trotzdem hab ich sie mir erst letztes Jahr im Herbst geholt.
Natürlich lag es dann auch etwas länger auf dem Sub, aber als ich jetzt total im Lesefluss war und nach einem guten und nicht zu dicken Buch geschaut habe - kam mir Spark in den Sinn. Also hab ich losgeht und kann nur sagen:
Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen, man stolpert über keinen Satz und hat keine Probleme voran zu kommen - er ist zwar einfach gehalten, aber hat mich trotzdem vollends abgeholt und um den Finger gewickelt. Gerade die Dialoge waren zum schmunzeln & einfach nur toll! 😍
Die Handlung und Geschichte war auch genau mein Ding und wirklich cool. Das Konzept mit der Elite und der dystopischen Welt war für mich eine sehr angenehme Abwechslung zu meinen High Fantasy Büchern. Es war spannend und interessant mehr über die verschiedenen Elementen zu erfahren - sowas liebe ich ja eh total - und die Konstruktion dahinter immer mehr und besser kennenzulernen... An einigen Stellen musste ich an "Die Bestimmung" und "Avatar - Herr der Elemente" denken, es war eine tolle Mischung - eine schöne Umsetzung.
Zu den Protagonisten muss ich vorweg sagen: Sie sind jung und handeln dadurch in manchen Momenten vielleicht etwas zu impulsiv, naiv oder heftig, aber das ist okay - zu mindestens empfinde ich es als nicht schlimm, sondern als realistisch. Malia ist mir sofort sympathisch gewesen, sie hat eine lockere lustige Art, die es einfach macht sie zu mögen. Chris hingegen ist mir ein Rätsel, welches ich wirklich oft genug nicht mag... aber dann gibt es da dieses Knistern zwischen ihm und Malia... ❤️🔥
- Thilo Winter
Der Stich
(62)Aktuelle Rezension von: PMelittaMDie Firma DNArtists entlässt genmanipulierte Mücken in die freie Wildbahn der Florida Keys, sie sollen helfen, das Gelbfieber einzudämmen. Der Biologiestudent Quito Mantezza versucht alles, das zu verhindern, denn er ist überzeugt, dass damit viel Schaden angerichtet werden könnte. Am Ende kostet es ihn sein Stipendium, und die Mücken sind trotzdem draußen unterwegs. Als sich eine tödliche Seuche auf den Keys ausbreitet, ist Quito sicher, dass die Mücken daran schuld sind, doch niemand glaubt ihm, und Beweise zu finden gestaltet sich sehr gefährlich.
Mücken können schon eine richtige Plage sein, wenn sie keine Krankheiten übertragen, die, die hier ihr Unwesen treiben, haben es aber so richtig in sich. Innerhalb kurzer Zeit töten sie Menschen, alleine durch ihren Stich. Wie soll man sich davor schützen? Was kann man gegen sie tun? Ist wirklich der Freilandversuch daran schuld oder steckt etwas anderes dahinter?
Der Roman liest sich sehr spannend, auch wenn die Entwicklung des Geschehens manchmal etwas übertrieben wirkt. Man entkommt aber der Atmosphäre, die sich entwickelt nicht, denn zum Beispiel das Sirren einer Mücke kennt jeder, jeder wurde schon einmal gestochen, und es gibt ja tatsächlich Mücken, die Krankheiten übertragen, die tödlich sein können. Das Setting passt gut dazu, auch, weil die Bedrohung zunächst gut eingegrenzt erscheint.
Quito mochte ich von Anfang an, er ist jemand, der sich Gedanken macht, der sich für Tiere interessiert, und der hartnäckig bleibt, wenn er von etwas überzeugt ist. Andere Charaktere sind nicht ganz so gut gezeichnet wie er, dennoch kann man sie sich gut vorstellen. Ein paar davon sind sehr unangenehme Vertreter, und erscheinen mir manchmal etwas überzeichnet. Mir ist aber auch klar, dass es tatsächlich Menschen gibt, die über Leichen gehen, um ihr Ziel zu erreichen.
Ich fürchte, ich sehe Mücken ab sofort mit anderen Augen, auch wenn ich sie schon bisher ziemlich unangenehm fand. Interessant zu lesen ist das Nachwort, und auch ein bisschen erschreckend, vor allem nach diesem Roman.
„Der Stich“ ist ein spannender Thriller, den man kaum aus der Hand legen mag. Manches schien mir allerdings ein bisschen überzogen, vor allem gegen Ende. Dennoch hat mich der Roman gut unterhalten und ich bin gespannt auf weitere Werke des Autors. - Margaret Atwood
Das Jahr der Flut
(101)Aktuelle Rezension von: FrancieNolanDer zweite Band von Atwoods Trilogie ist ein ebenso visionärer wie tiefgründiger Roman wie der erste, diesmal quasi nur mehr aus weiblicher Perspektive. Mit scharfem Blick auf gesellschaftliche, technologische und ökologische Entwicklungen entwirft Atwood eine düstere Zukunft, in der moralische Integrität fragwürdig erscheint und gleichzeitig zur Überlebensfrage wird.
Im Mittelpunkt stehen zwei außergewöhnliche Frauenfiguren, deren Lebenswege auf verschiedene Weise von patriarchaler und politischer Gewalt geprägt sind. Ihre Stärke liegt nicht in etwas Heroischem, sondern in ihrer Widerstandskraft, in ihrer Nachdenklichkeit und der Fähigkeit, Freundschaft als ethisches Fundament zu bewahren. Die weibliche Perspektive, aber auch die Erfindung einer religiösen Umweltsekte, die Vielen eine nicht mehr existente Heimat bietet, sind dabei eine raffinierte Art die Grauzonen von Moral und der eigenen Wertehaltung auszuloten und Dinge wie Solidarität und Gemeinschaftszwang, Macht und Unfreiheit, die Rolle der Frau im Vergleich zur Behandlung der Natur, Alter/Tod oder Menschoptimierung usw. gegenüberzustellen und Gefahren wie die Schwachstellen aufzuzeigen, Differenziertheit statt lediglich einer schwarzgemalten Schreckensvision.
Atwood verwebt dabei nicht wenige Themen wie Überwachung, Konzernherrschaft, Umweltzerstörung und biotechnologische Grenzüberschreitungen zu einer, auch aktuell, erschreckend vorstellbaren Realität, in die fundamentalen Rechte des Menschen, aber vor allem auch aller Mitgeschöpfe, auf dem Spiel stehen. Dabei stellt sie die Frage, wie äußere Umstände unsere Moral formen – und ob Hoffnung trotz allem möglich bleibt.
Besonders eindrucksvoll fand ich hier auch Atwoods Art der Auseinandersetzung mit dem Glauben: In der Sekte der „Gottesgärtner“ verbindet sich spirituelle Ökologie mit subversiver Gesellschaftskritik - eine schöne Idee, den Garten Gottes zu pflegen, sich im Gegensatz zu den Techgiganten auf Gottes Lehre rückzubesinnen - aber mehr als ein Ideal?
Fazit: Diese literarische Dystopie ist kein düsteres Endzeitgemälde, sondern eine scharfzüngige Reflexion über unsere Gegenwart – klug, stellenweise poetisch und dringlich, unverändert aktuell und in den wichtigsten Punkten bedenklich realitätsnah. Atwoods Stimme war immer schon eine der notwendigen in einer Zeit, die nach ethischer Orientierung verlangt. Ich lese die Autorin nun seit den Achtzigern und sie hat für mich nichts an der früheren Faszination eingebüßt. Ihre Frauenfiguren sind immer besonders, aber hier mochte ich auch einige der Männerfiguren richtig gerne, und auch, wie sich der Blick auf die Gesamtgeschichte durch die kleinen Bezugnahmen auf den ersten Band und den Mann, den der Leser schon aus Bd.1 kennt, ändert. Jetzt bin ich sehr gespannt auf den dritten Band.
- Stefanie Mühlenhaupt
Resistent: Sie werden uns kontrollieren
(36)Aktuelle Rezension von: IstyllIch hatte mindestens 4 Versuche bis ich das Buch bzw in meinem Falle Hörbuch zu Ende hören konnte ..ich hatte was anders erwartet und musste dadurch immer wieder da HB unterbrechen und was anderes hören .mir war am Anfang das Buch wirklich zu langweilig und so undurchsichtig..man müsste nicht wo das ganze hinführen sollte ..
Aber dann kam eben das entscheidende Kapitel und das hat das Buch eben spannend gemacht
Der Sprecher hat alles versucht Spannung in das Buch zu bringen und Omid Paul Eftekhari ist ja auch kein unbekannter in der Szene der Hörbücher
Ich gebe trotzdem 4 Sterne
Denn das Thema war kein leichtes
Das Cover passte
Der Sprecher war 1A
- Margaret Atwood
Die Geschichte von Zeb
(55)Aktuelle Rezension von: dunkelbuchEine Pandemie ist über die Erde hinweggefegt und hat die Menschheit ausgelöscht. Nur einige wenige haben überlebt. Verlassene Städte, überschwemmtes Land, mutierte Tiere - kunstvoll verbindet Margaret Atwood Abenteuer, Thriller und Liebesgeschichte und zeigt sich erneut als eine Autorin von verblüffender Jugendlichkeit und Kühnheit. Kein Untergang, dem diese Autorin nicht mit Humor und erzählerischer Verve beikommen würde.
Eine Utopie will [Margaret Atwood in ihrer Science-Fiction-Triologie] allerdings nicht sehen. Sie sagt, sie habe nur über Dinge spekuliert, die bereits real sind. Oder mindestens geplant.
- Phillippa Penn
Invalidum
(26)Aktuelle Rezension von: LucieLinn ist Geburtshelferin im St. Hilaire Krankenhaus, wo Babys, die zuvor designt wurden von einem Roboter per Operation entbunden werden.
Runa lebt in einer recht wohlhabenden Familie, die sich für die ein besonders schönes Design leisten konnten.
Die Grundidee ist die, einer klassischen Dystopie, was ich eigentlich sehr gerne mag, allerdings hat mich diese nicht wirklich überzeugt, da mir der Schreibstil etwas flach vorkommt, die Geschichte zwar recht spannend aber nicht wirklich fesselnd ist und mich die Charaktere nicht überzeugt haben.
Deshalb nur eine recht eingeschränkte Leseempfehlung.
- Stefanie Scheurich
Deceptive City (Band 1): Aussortiert
(29)Aktuelle Rezension von: himmelsschlossDurch Zufall bin ich auf die Dystopie von Stefanie Scheurich gestoßen. Hierbei handelt es sich auch um das erste Buch der Autorin welches ich gelesen habe, daher war ich natürlich neugierig auf die Geschichte und auch auf den Schreibstil.
Der Einstieg ist mir zum Glück sehr leicht gefallen, weil die Autorin einen sehr lockeren und flüssigen Schreibstil hat der mich direkt mitreißen konnte.
In Deceptive City dreht sich alles darum das die Stand hinter einer Mauer ist und dort nur reiche und schöne Menschen leben die nicht mehr älter werden. Kranke und alte Menschen wurden "aussortiert" und findet man dort nicht mehr ... Klingt gruselig? Es wird noch besser, aber ich möchte nicht zu viel verraten, aber das hier war nur der Anfang ...
Die Geschichte baut sich langsam, aber stetig auf. Die Spannung steigert sich immer mehr und irgendwann konnte ich das Buch nicht mehr zur Seite legen. Ich fand das die Spannung sich wirklich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch zog. Spannung ist ja immer eine Sache des Empfindens und da mich der Weltenaufbau die unterschiede der beiden Seiten enorm interessiert hat war für mich das erfahren an Informationen natürlich super spannend. Für manche könnte das vielleicht etwas zu trocken sein, aber das muss jeder für sich entscheiden.
Thya und Mitchell sind beide wirklich tolle Charaktere die ich gerne begleitet habe. Thya kennt nur die reiche, schöne und junge Welt und Mitchell die arme Welt. Beide Figuren könnten unterschiedlicher nicht aufgewachsen sein, aber gerade den Mix finde ich spitze. Ich habe noch keine komplette Verbindung aufbauen können, aber ich finde beide Figuren sehr interessant und freue mich schon in weiteren Teilen mehr von beiden zu erfahren und beide ins Herz zu schließen. Die Hauptfiguren, aber auch Nebenfiguren haben viel Potential und sind definitiv nicht langweilig. Die Autorin hat aus der Sichtweise von Thya und von Mitchell geschrieben, was natürlich super für die Storyline ist, weil man so einfach mehr vermittelt bekommt.
Für mich war der erste Teil der ruhige Einstieg in einer interessanten Welt die ziemlich gut ausgearbeitet wurde. Das Ende ist mehr als offen, daher bin ich bereits auf den Folgeband mehr als gespannt.
Fazit
"Deceptive City - Aussortiert" von Stefanie Scheurich ist ein ruhiger, aber auf seine Art trotzdem spannender und vor allem interessanter erster Band einer Dystopie die wahnsinniges Potential hat. Der Weltenaufbau ist extrem spannend und auch die Storyline scheint ziemlich gut durchdacht zu sein. Für mich ist dies ein Reihenauftakt der begeistern konnte und wo ich die weiteren Teile auf jeden Fall lesen muss! - Birgit Rabisch
Unter Markenmenschen
(21)Aktuelle Rezension von: LiberteToujoursSchöne neue Welt - Menschen werden nicht mehr natürlich gezeugt, sondern aus Markengenpools erschaffen. Schön und makellos, alles könnte perfekt sein. Nur nicht für die No-Names, die wildwüchsigen, die, die noch auf natürlichem Wege gezeugt wurden und die sich in dieser neuen Gesellschaft fehl am Platze fühlen. Eine davon verbannt ihre Gefühle in ein Tagebuch - und wir begleiten sie dabei.
Das erste mal kommt man hier als Leser schon ins Grübeln, bevor die eigentliche Geschichte überhaupt begonnen hat. Denn dieses Buch ist zwar neu - neu aufgelegt - die Geschichte ist es aber nicht. Das Buch ist fast schon zwanzig Jahre alt und wenn man ehrlich ist - wie nah wir uns doch mittlerweile an der Realität bewegen, macht unweigerlich Gänsehaut. Viele Dinge die damals noch reine Fiktion waren sind für uns mittlerweile Realität. Ob das gut oder eigentlich beängstigend ist - diese Frage muss sich jeder Leser selbst beantworten.
Und das wird nicht die einzige bleiben - dieses Buch wirft von Anfang an einen ganzen Haufen philosophischer Fragen auf. Einige, die sich jeder sicher schon einmal gestellt hat (Was macht einen Menschen aus? Wer sind wir?) und einige, auf die man vielleicht nicht so leicht kommt (Wie fühlt sich eigentlich ein Klon damit, nur als Kopie angedacht zu sein und dann doch ein eigener Mensch zu werden?). All das ist eingebettet in eine beängstigende Zukunftsvision und begleitet von einer sehr greifbaren Protagonistin, die dem Leser sehr nah wirkt, ohne dass man jemals viel über sie erfährt.
Schöpft das Buch am Anfang das Potential seiner Thematik noch voll aus gerät die philosophische Komponente gegen Mitte etwas zur Nebensache. Die ethischen Gedanken über Genmanipulation und das Wesen des Menschen werden ausgetauscht durch den sexuellen Selbstfindungstrip der Protagonistin - was ich mir als Nebenschauplatz noch sehr gut hätte vorstellen können, weil es eben zum Erwachsenwerden genau so dazu gehört, leider wird es gegen Ende so viel, dass anderes kaum noch Raum bekommt. Auch die innerfamiliäre Dramatik die sich später noch entwickelt - ich will hier nicht spoilern, deswegen halte ich mich allgemein - hätte ich nicht gebraucht. Das Thema, dessen sich die Autorin bedient hat ist.. sagen wir mal, kritisch. Und dabei schießt man gerne mal gewaltig über das Ziel hinaus. Genau so ist es hier meiner Meinung nach auch passiert.
Sowohl Klappentext als auch Start waren extrem vielversprechend - gegen Ende wurde aber leider viel mögliches Potential nicht ausgeschöpft. Trotzdem fand ich, dass "Unter Markenmenschen" ein lesenswertes Buch ist, dass definitiv dazu einlädt, die eigenen Gehirnzellen mal wieder zum nachdenken zu benutzen.
- Douglas Preston
Ritual: Höhle des Schreckens (Knaur TB)
(231)Aktuelle Rezension von: zickzackSheriff Hazen findet in einem Maisfeld eine Leiche, die auf bestialische Weise ermordet wurde und erinnert an ein historisches Massaker. Die abergläubischen Menschen befürchten, dass die Geister der Toten zurückgekehrt sind.
Der Fall bringt FBI Special Agent Pendergast in den eigentlich kleinen, verschlafenen Ort Medicine Creek, denn für ihn ist von Anfang an klar, dass es sich um einen Serienmörder aus dem Örtchen handeln muss. Denn Medicine Creek steht in der Auswahl eines ihrer Maisfelder im Experiment für gentechnischen Mais herzugeben. Da dies viel Geld in die Stadtkasse spülen würde, braucht der Ort diese Aufregung nicht. Möchte jemand verhindern, dass die Gen-Experten nach Medicine Creek kommen oder steckt etwas Anderes dahinter.
Ich fand das Buch ziemlich durchwachsen. Die brutalen Morde haben mich schon angesprochen, da ich das in Thrillern durchaus mag und auch die Ermittlungsarbeit war interessant. Nur fand ich es stellenweise sehr langgezogen und dieses ganze Drama um Special Agent Pendergast ging mir mit der Zeit auf die Nerven. Ja, er ist ein seltsames Käuzchen. Ein dünner Kerl, der sich nur in schwarz kleidet, nur akkurat zubereiteten Tee trinkt, ausgesprochen höflich ist, den südstaatlichen Charme versprüht und sich nicht gern in die Karten sehen lässt. Ich fand Pendergast ja nicht einmal uninteressant, sondern mochte ihn als den mysteriösen Typen, aber irgendwann ging es mir tierisch auf die Nerven, dass mir das ständig unter die Nase gerieben wurde, dass es immer und immer wieder erwähnt wurde, was er doch für eine tolle und außergewöhnliche Figur ist. Es hätte mich dann doch mehr interessiert, dass der Fall mal vorangeht.
Der Band hat ja auch so mit Kleinstadtfeeling gespielt. Das jeder jeden kennt und es ja gar nicht sein kann, dass in dieser „friedlichen“ Stadt so etwas passiert. Nach und nach ist allerdings herausgekommen, dass die Bewohner nicht so unschuldig sind wie sie taten. Auch das hat mir gut gefallen, nur hat mir auch hier teilweise etwas das Tempo gefehlt. Ich mag Thriller lieber, wenn sie etwas rasanter voranschreiten. Es ist zwar ständig etwas passiert, was auch nicht uninteressant war, aber ich hatte immer wieder das Gefühl, dass das Buch noch die Handbremse oben hat. obwohl es dann lichte Momente gab, wo es plötzlich besserging.
Am Ende zum Beispiel, als der Showdown eingeleitet wurde, habe ich sehr gehofft. Besonders, weil sich dann auch immer mehr herausgestellt hat, dass der Thriller Horrorelemente mit sich drin hat. Aber letzten Endes war der Showdown für mich nur so lala, weil es mir eben wieder zu viel war. Sie wechselnden Szenen waren zwar bedrohlich und es hat mich auch immer wieder gepackt, aber zwischendrin war es auch so, dass ich mir dachte, da hätte etwas Kürzen nicht geschadet.
Am besten von dem Buch fand ich ja das Zusammenspiel von Corrie und Pendergast, besonders da mir die anderen Figuren alle ziemlich unsympathisch waren. Ziemlich fix hat sich Pendergast Corrie Swanson als seine Assistentin ausgesucht. Corrie ist ein junges Mädchen (oder junge Frau), die ihr letztes Highschooljahr wiederholen muss, eine ziemliche Außenseiterin ist und nach dem letzten Jahr so schnell wie möglich aus Medicine Creek verschwinden will. Sie wohnt mit ihrer Mutter in einem Wohnwagen. Ihre Mutter kümmert sich allerdings gar nicht um sie, sondern ist ständig nur am Trinken. Ihr Vater hat sie verlassen. Mit dem Sheriff gerät sie auch ständig aneinander und gerade als dieser sie mal wieder in seiner Zelle eingebuchtet hat, bezahlt Pendergast die Kaution und möchte anschließend, dass Corrie ihn mit ihrem alten Gremlin durch die Stadt fährt und ihm alles über Medicine Creek erzählt. Es entsteht ein Vertrauensverhältnis zwischen den Beiden, denn das erste Mal fühlt sich Corrie von einem Erwachsenen ernst genommen.
Ich fand das irgendwie richtig toll wie sich das zwischen den Beiden entwickelt hat und gerade wohl am Anfang dachte, dass Corrie nur ein störrischer Teenager ist, zeigt sie schon bald, dass viel mehr in ihr steckt. Ihr kann ich ihr naives Verhalten am Ende auch nicht vorwerfen, wegen ihres jungen Alters. Da macht man eben Dummheiten, aber der Sheriff und sein Team haben sich so dämlich verhalten. Oh man.
Fakt ist, ich mochte Corrie sehr, besonders auch ihre Entwicklung. Für mich war sie die beste Figur aus dem Buch.
Was ich von dem Ende halten soll, also der Auflösung, wer nun der Mörder war, weiß ich auch nicht. Es war irgendwie sehr unglaublich, als dann rauskam, was dahintersteckte. Und als ich dann den Epilog gelesen haben, musste ich lachen. War es nun genial oder total dämlich? Ich weiß es wirklich nicht.
Fazit: Der Schreibstil hat mir gut gefallen, auch die vielen Perspektivenwechsel, obwohl ich das ein oder andere Mal auch lieber bei der einen Figur geblieben wäre. Meiner Meinung nach hätte es dem Buch gutgetan, wenn man es noch etwas gestrafft hätte und man sich nicht zu lange an Pendergast ungewöhnlichen Auftreten aufgehalten hätte. Die Auflösung lässt mich etwas ratlos zurück. Von mir gibt es 3,5 Sterne.
- Janet Clark
Black Memory
(98)Aktuelle Rezension von: WeimiraDie Geschichte fängt super spannend an. Der komplette Gedächtnisverlust, eingesperrt in einem Gefängnis und das allem noch in einem fremden Land, ist schon schlimm genug, weil Clare angeblich ein Mädchen entführt hat. Aber dann zu erfahren das es sich um ihre eigene Tochter handelt, setzt dem ganzen noch die Krone auf. Ihr Mann Paul kann sie aus dem Gefängnis herausholen und dann geht der Spaß erst richtig los. Schlimm , wenn man sich an nichts und niemanden erinnern kann. Clare weis nicht wer ist Freund, wer Feind. Sie gerät in einen Strudel von Lügen, Geheimnisse, Ungereimtheiten und wird komplett in die Geschichte hineingezogen. Sie tut alles um ihr Tochter zu finden. Das Buch zieht einem förmlich mit einem Tempo, dem man kaum stand halten kann von einer Situation in die nächste. Die Verwirrungen sind mir persönlich dann doch fast zu viel des Guten manches kann man schwer nachvollziehen. Trotzdem ist das Buch toll geschrieben und man leidet förmlich mit, auf dieser wilden Jagd. Ein Thema, das natürlich in die Mystery-Szene eintaucht ist vielleicht nicht so mein Ding, aber interessant was es auf jeden Fall. Den Schluss hätte ich mir dann doch noch etwas ausführlicher gewünscht. Ich gebe dieser Achterbahn der Gefühle 4 Sterne, weil die Spannung durchweg gehalten wurde und die Charaktere einfach alle für sich sprachen.
- Thea Dorn
Die Unglückseligen
(57)Aktuelle Rezension von: ZeilenSprung
Diese Rezension wurde von Saskia auf ZeilenSprung - Literatur erleben verfasst
PRODUKTDETAILS:
Titel: Die Unglückseligen
Reihe: -
Autor: Thea Dorn
Gelesene Sprache: Deutsch
Genre: Roman
Herausgeber: Knaus (ein Verlag der Verlagsgruppe Random House)
Erscheinungstermin: Februar 2016
ISBN: 978-3-8135-0598-6
Format: Hardcover
Preis: EUR 24,99
PRODUKTINFORMATIONEN:
Kurzbeschreibung:
Johanna Mawet ist Molekularbiologin und forscht an Zebrafischen zur Unsterblichkeit von Zellen. Während eines Forschungsaufenthalts in den USA gabelt sie einen merkwürdigen, alterslosen Herrn auf. Je näher sie ihn kennenlernt, desto abstrusere Erfahrungen macht sie mit ihm. Schließlich gibt er sein Geheimnis preis. Er sei der Physiker Johann Wilhelm Ritter, geboren 1776. Starker Tobak für eine Naturwissenschaftlerin von heute. Um seiner vermeintlichen Unsterblichkeit auf die Spur zu kommen, lässt sie seine DNA sequenzieren. Als Johannas Kollegen misstrauisch werden, bleibt dem sonderbaren Paar nur eines: die Flucht, dorthin, wo das Streben nach wissenschaftlicher Erkenntnis und schwarze Romantik sich schon immer gerne ein Stelldichein geben - nach Deutschland.
Der Verlag über das Buch:
In ihrem ersten Roman seit "Die deutsche Seele" nimmt Thea Dorn uns mit in die Extreme moderner Biomedizin und zieht uns zugleich in die Untiefen einer romantischen Seele. „Die Unglückseligen“ ist ein großes Lese- und Erkenntnisvergnügen, in dem sich die lange Tradition des Fauststoffes zeitgemäß spiegelt.
Über die Autorin:
Thea Dorn, geboren 1970, studierte Philosophie und Theaterwissenschaften in Frankfurt, Wien und Berlin und arbeitete als Dozentin und Dramaturgin. Sie schrieb eine Reihe preisgekrönter Romane und Bestseller, Theaterstücke, Drehbücher und Essays und zuletzt mit Richard Wagner den Sachbuch-Bestseller „Die deutsche Seele“. Seit März 2017 ist sie festes Mitglied beim "Literarischen Quartett". Thea Dorn lebt in Berlin.
DIE BEWERTUNG
Meinung:
Ein wagemutiger, vielschichtiger Roman, für den man allerdings Zeit und Geduld mitbringen muss!
Kurzrezension:
Vermutlich seitdem die ersten Menschen ihre Gehversuche auf dieser Erde unternahmen, gibt es ihn, diesen Traum von Unsterblichkeit. Denn der Tod ist schließlich unser Widersacher, nimmt all unser Leben und unsere Errungenschaften. Kann die Menschheit den Tod überwinden und unsterblich werden?
Eine Wissenschaftlerin, ein über 200 Jahre alter Physiker wie Alchemist und der Teufel wandeln in Thea Dorns Roman „Die Unglückseligen“ auf den Spuren der Unsterblichkeit. Auf dem Cover befindet sich eine nackte Frau, die ein Skelett umarmt und zur Seite schaut. Hübsch anzuschauen ist es, aber nicht mitreißend.
Auch der Inhalt des Buches braucht Zeit. Es geht um die Molekularbiologin Johanna Mawet, die in den USA an der Unsterblichkeit von Zellen forscht. Das Rätsel um die Unsterblichkeit will sie unbedingt lösen – und dann taucht da Johannes Ritter auf, Physiker und Alchemist aus der Goethe-Zeit. Dieser Mann lebt seit über zweihundert Jahren und muss die rational denkende Johanna erst von seinen Behauptungen und seiner Unsterblichkeit überzeugen. Als ihm dies gelingt, forschen beide an der Unsterblichkeit, erst in den USA, dann in Deutschland.
Die Figuren von Dorns Roman sind gekonnt gezeichnet; problematisch ist nur, dass Ritter so antiquiert daherkommt. Auch wenn die Geschichte sicherlich nicht jeden ansprechen will, so ist es schade, dass die Figuren nicht ein bisschen alltagstauglicher sind. Sie erscheinen wie aus längst vergessener Zeit, sind mehr Darsteller als handelnde Subjekte. Aber vielleicht ist dies die Art, wie die Geschichte erzählt wird. Auch der Charakter Ritter erscheint mir zu artifiziell (aber doch passenderweise sehr unlebendig), der eine verstärkte Identifikation mit dem Lesestoff erschwert.
Dorn setzt in ihrem Roman die Sprache sehr vielgestaltig ein. Ritter und der Teufel sprechen altertümlich und sehr gewöhnungsbedürftig. Es braucht Zeit, sich in diese Charaktere und ihre Denk- wie Handlungsweise hineinzuversetzen. Anglizismen beherrschen Johannas Ausdrucksweise, oftmals kommen Dialekte zum Einsatz.
Dies ist einerseits eine gewisse Stärke dieses Buches, andererseits aber auch seine größte Schwäche. Dieser sehr künstliche Umgang mit Sprache, der zwar sehr gekonnt, aber dennoch eigenartig ist, begrenzt den Lesefluss sehr stark und erschwert das Lesen. Ein bisschen weniger gesuchte Authentizität wäre für meinen Geschmack hier besser gewesen. Vielleicht hätte dem Buch eine unverbrauchte Alltagssprache – zumindest als Gegenstimme zu diesen komplexen Sprachstrukturen – gutgetan.
So braucht es jedoch seine Zeit, bis der Leser sich an die Sprache – und damit die Denkweisen der Figuren gewöhnt und vollends in die Handlung einsteigen kann.
Fazit:
„Die Unglückseligen“ ist ein tiefgründiges Buch, welches Stoff zum Denken bietet. Ein bisschen schwer macht es die altertümliche und recht umständliche Sprache, auf die man sich erst einlassen muss. Doch es ist interessant und amüsant zu beobachten, wie die beiden Hauptpersonen miteinander agieren und dem Geheimnis um die Unsterblichkeit auf die Spur kommen.
Ein Lesevergnügen, das 4,0/5,0 Punkten verdient.
An dieser Stelle bedanke ich mich bei der Verlagsgruppe Random House, für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar. - Andreas Eschbach
Submarin
(78)Aktuelle Rezension von: FlaventusIm zweiten Teil der Aquamarin-Trilogie hat Andreas Eschbach den Fokus darauf gelegt, wie die Unterwassermenschen leben. Die Hauptfigur Saha bleibt ihrer Rolle treu und über weite Strecken des Romans unter Wasser. An ihrer Seite erkundet der junge Leser, wie sich die Wassermenschen in Schwärmen organisieren, wie das gesellschaftliche Leben im Schwarm bzw. zwischen den Schwärmen funktioniert und wie die Luftmenschen ihren „Artgenossen“ gegenüber verhalten.
Diese Beschreibungen nehmen einen großen Teil der Geschichte ein und haben durchaus ihren Reiz. Man könnte meinen, dass dies eine „Coming-of-Age“-Geschichte ist, aber angesichts der Besonderheit der Unterwasserwelt, dürfte das der falsche Begriff sein. Mit den Freundschaften und Feindschaften, den Problemen zwischen den Schwärmen und dem Sozialverhalten in den Schwärmen würde ich es eher als Drama verstehen. Gespickt mit vielen Ideen geht es zudem sehr abenteuerlich zu.
Je weiter die Geschichte voranschreitet, umso spannender wird sie und löst sich vom gesellschaftlichen Leben. Ohne den dritten Teil zu kennen, dürfte es vorhersehbar sein, zu welchen Konflikten es dort kommen wird. In diesem zweiten Band wurden definitiv die Grundlagen dafür gelegt, ohne dass er am „Zwischenbandsyndrom“ einer Trilogie leidet (die oftmals weniger spannend und ansprechend sind).
Fazit
Vor dem Hintergrund, dass es ein Jugendbuch ist, ist es verschmerzbar, dass die Geschichte einigermaßen vorhersehbar ist. Ich kann mir gut vorstellen, dass es für viele Leser bzw. Hörer zu ruhig zugeht. Ich lese und höre aber auch gerne Dramen und fand die Ideen, wie sich Wassermenschen organisieren könnten, ebenso spannend, wie die späteren Actionszenen. Und natürlich bin ich nun gespannt, ob sich meine Vermutungen hinsichtlich des dritten Bandes bestätigen.
- Dana Müller-Braun
Königlich verloren (Die Königlich-Reihe 4)
(22)Aktuelle Rezension von: Minchen1987Mit „Königlich verloren“ findet die Königlich-Reihe nun ihr Ende.
Zu lesen war es sehr angenehm, wie auch die vorherigen Teile was hauptsächlich an der Schreibweise der Autorin Dana Müller-Braun liegt.
Wie auch in „Königlich vergessen“ wird die Geschichte sowohl aus Insidias Sicht, als auch aus Kyles Sicht erzählt. So bekommt man wieder einen Einblick in die Gedanken von beiden und erfährt auch, was teilweise zeitgleich an verschiedenen Schauplätzen passiert.
Zur Story:
Es passiert relativ viel, in gefühlt kurzer Zeit.
Der Plan das PG zu stürzen ist immer noch aktuell. Oder wird vielmehr erneut in Angriff genommen. Doch um das Ziel zu erreichen werden mehr Kämpfer benötigt, als die Rebellen bisher auf die Beine stellen konnten. Nach und nach lernt man neue Verbündete kennen und auch neue Orte.
Aber wem kann man eigentlich vertrauen? Woher soll man in dem ganzen Durcheinander noch wissen, wer dem PG angehört und wer nicht?
Wenn man schon von vermeintlichen Freunden verraten wird, wie verhält sich das dann erst bei Menschen die man eigentlich gar nicht kennt?
Wie soll man es so schaffen, eine Organisation wie das PG zu stürzen? Und vor allem, wie?
Das Ganze gestaltet sich als gar nicht so einfach. Es gibt Wendungen, mit denen man nicht rechnet und einige Überraschungen.
Sowohl, meiner Meinung nach, eine sehr Schöne, als auch eine Irritierende.
Doch natürlich darf bei Allem, was passiert ist, ein Happy End nicht fehlen.
Für mich war auch dieser finale Teil ganz gut, aber nicht 100% überzeugend, weshalb ich, wie auch bei allen anderen Teilen der Königlich-Reihe, gute 4 von 5 Sternen vergebe























