Bücher mit dem Tag "genom"

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18 Bücher

  1. Cover des Buches Eine kurze Geschichte der Menschheit (ISBN: 9783421048554)
    Yuval Noah Harari

    Eine kurze Geschichte der Menschheit

     (310)
    Aktuelle Rezension von: Aleshanee

    Auf das Buch war ich wirklich sehr gespannt, weil ich ein großer Fan von "Ismael" des Autors Daniel Quinn bin. Mir wurde gesagt, dass Yuval Harari hier in ähnlicher Weise unsere Menschheitsgeschichte beleuchtet und ja, beide Autoren gehen auf die Entwicklungen unserer Zivilisation und Kulturen ein - dennoch kann man die Bücher nicht miteinander vergleichen.
    Hier haben wir eher eine wissenschaftliche Basis, während in "Ismael" eher philosophisch diskutiert wird.

    Yuval Harari beginnt bei den Wurzeln der Menschheit vor 2,5 Millionen Jahren. Eine Zeit, die man sich eigentlich kaum vorstellen kann und ich traue dieses Berechnungen auch nie so wirklich, aber lassen wir das einfach mal hintangestellt.
    Interessant fand ich im Verlauf der Entwicklung unserer Spezies jedenfalls die Sprache, etwas, das uns ja von den anderen Tieren am meisten unterscheidet; zumindest durch unsere Vielfalt und vor allem, dass wir uns Dinge vorstellen und in Worte fassen können, die es real gar nicht gibt.
    Das weiß man, aber es war mir ehrlich gesagt bisher nie so recht bewusst in diesem Zusammenhang. Das ist ein Punkt, der vieles, was geschehen ist, nachhaltig beeinflusst hat: unsere Vorstellungskraft und diese in Worte und Taten umzusetzen.

    Während der erste Abschnitt tatsächlich so gut wie überflüssig war, da er an sich nur aus Mutmaßungen besteht (wie der Autor auch selbst sagt), war es doch sehr faszinierend, wie dieser Gedanken der Sprache vom Autor weitergesponnen wird. Das Zusammenleben von Gruppen ist uns in Fleisch und Blut übergegangen und war immer Grundbestandteil für das Überleben. Allerdings waren diese Gruppen zahlenmäßig begrenzt und haben dadurch perfekt funktioniert: Ohne "Oberhaupt".
    Bei größeren Gruppen wird das kritisch, was auch sehr einleuchtend erklärt wird und deutlich macht, warum es immer einen "Chef", einen "König", eine "Regierung" braucht, um diese Massen an Menschen "im Zaum zu halten".

    Unsere Gesellschaft lebt einen Mythos, bzw. leben wir schon seit Jahrtausenden in vielen Mythen und Geschichten, die wir uns selbst erzählen. Eigentlich alles, was man nicht sehen/anfassen kann, entspringt unserer Vorstellungskraft. Seien es Institutionen wie Autohersteller, Religionen, Menschenrechte, Kriege, Geld - diese Namen funktionieren nur, weil eine Großteil der Menschen damit aufwächst, damit konfroniert wird und daran "glaubt".
    Diesen Ansatz fand ich echt interessant und werde mich damit bestimmt noch öfter auseinandersetzen.

    Natürlich ging der Autor auch auf die Landwirtschaft und Domestizierung von Tieren ein. Er vertritt hier eine sehr strikte und durchaus nachvollziehbare Meinung, aus der ich vor allem für mich herausziehe, dass wir Menschen anscheinend tatsächlich der schlimmste Virus sind, der die Erde je befallen hat. Wenn man sich anschaut, wie viele Arten durch uns ausgemerzt wurden und vor allem auch, wie wir heute noch immer mit den Tieren umgehen aus reiner Gleichgültigkeit, lässt die Bewegung der Veganer und Vegetarier doch noch hoffen, dass sich in Zukunft hier vielleicht etwas ändert.


    Die Wildbeuter jagten wild lebende Tiere und sammelten wild wachsende Pflanzen, die dem Homo sapiens ebenbürtig waren. Sie jagten zwar Schafe, doch sie betrachteten die Schafe deshalb noch lange nicht als minderwertige Wesen, genauso wenig wie sie glaubten, dass sie selbst weniger wert waren als die Tiger, nur weil sie von diesen gejagt wurden.
    ...
    Im Laufe der landwirtschaftlichen Revolution wurden die einst gleichberechtigten spirituellen Partner daher zu stummen Besitzgütern.
    Zitat Seite 256


    Lustiger - oder eher traurigerweise - hat unsere kollektive Illusion von Geld alle Menschen der Welt vereint. Zumindest auf der Handelsebene. Eine Idee, die alle Menschen vereint gleich welcher Sprache, Kultur, Glauben, Sozialverhalten etc., hat es eine Basis geschaffen, die auf die globale Handlungsebene zugesteuert hat. Scheint eine gute Sache zu sein, wobei dafür der Glaube an "unbezahlbare" Werte wie Ehre, Loyalität und Moral meiner Meinung nach gelitten hat. Mir fallen da sofort historische Bücher ein, in denen das Wort eines "Mannes" ohne jeglichen Beweises oder ähnliches gegolten hat.

    Dass die Schrift zu Verwaltungszwecken erfunden wurde war mir auch nicht so wirklich bewusst. Das Berechnen von Schulden vor allem an die "Staatskasse" hat hier wohl den Ausschlag gegeben, das ganze schriftlich festhalten zu müssen. Die Bürokratie hat Einzug gehalten ^^

    Das Wachstum lässt sich nicht aufhalten und zeigt sich natürlich sehr deutlich an der Überbevölkerung und dem Verbrauch/Konsum.

    Im Jahr 1500 verbrauchte die Menschheit pro Tag 13 Billionen Kalorien Energie. Heute verbrauchen wir pro Tag 1500 Billionen Kalorien. (Lassen Sie diese Zahlen einmal auf sich wirken: 14 mal so viele Menschen produzieren 240 mal so viel und verbrauchen dabei 115 mal so viel Energie)
    Zitat Seite 301


    Das lass ich jetzt einfach mal so stehen.

    In der wissenschaftlichen Revolution war wohl das Eingeständnis der Unwissenheit ein Knackpunkt. Was zuvor meist als wahr angenommen wurde wurde jetzt bezweifelt. Nichts war sicher, denn jede neue Entdeckung oder Erforschung konnte vorherige Theorien komplett über den Haufen werfen. Ein Punkt, den ich für sehr wichtig erachte, da ihn viele aus den Augen verlieren, grade in der heutigen Zeit und den Ereignissen, die uns zurzeit beschäftigen:

    Die moderne Wissenschaft ist bereit zuzugeben, dass sie nicht alles weiß. Mehr noch, sie geht davon aus, dass alles, was wir zu wissen glauben, durch neue Erkenntnisse widerlegt werden kann. Es gibt keine Vorstellung und keine Theorie, die nicht hinterfragt werden kann.
    Zitat Seite 306


    Ja, mit Zitaten könnte ich hier wirklich unendlich weitermachen. Ich hab mir soviel markiert in diesem Buch, aber das würde jetzt doch den Rahmen sprengen...

    Das Kapitel über den Kapitalismus fand ich teilweise interessant, teilweise verliert sich der Autor hier aber viel in Zahlen und Daten. Grade auch was Eroberungszüge anbelangt und die Verwicklungen der verschiedenen Länder - das erinnert mich zu sehr an Unterricht und ist nicht so meins. Interessanter fand ich die Abschnitte, in dem Yuval Harari seine Folgerungen daraus zieht.

    Wie oben schon erwähnt leben wir in einem Zeitalter des Wachstums. Das Wirtschaftswachstum wird ja gerühmt, aber ich frage mich immer: wo soll das hinwachsen? Wieso müssen so viele "Dinge" produziert werden, die wir gar nicht brauchen - warum werden wir auf Konsumenten reduziert, die die "alten Werte" der Sparsamkeit und Bescheidenheit aberzogen bekommen, ja, die sogar belächelt werden und als veraltet betrachtet werden? Und wie sollen die Menschen das Geld dafür auftreiben, wenn die Lebenskosten an sich ja schon viel zu hoch sind?
    Diese ganzen Entwicklungen gingen leider auch auf Kosten der Familiengemeinschaften. Das ganze Vertrauen, dass bei Krankheit, Alter oder sonstigen Problemen die Familie oder (Dorf)Gemeinschaft ausgeholfen hat, ist völlig abhanden gekommen. Was nicht heißt, dass das es in dem Bezug früher nie Probleme gab, aber das geborgene Gefühl von Familien und Freunden scheint mir oft verloren zu sein.

    Bei dem Argument über Kriege gehe ich nicht so konform, denn der Autor beschreibt unsere Zeit als relativ friedlich und vergleich sie mit früheren Auseinandersetzungen. Ob man jetzt da die Anzahl der Toten vergleichen muss weiß ich nicht so recht... ich hab das Gefühl, dass immer irgendwo Krieg ist und die Zahlen von vor Jahrhunderten sind für mich reine Schätzungen, die man hier einfach nicht zu einem Vergleich heranziehen kann.
    Vor allem erwähnt er hier nicht die Waffenindustrie, die horrende Summen verdient.

    Am Ende gibt es noch einen Aspekt, der gerade bei wissenschaftlichen Fakten über die Entwicklung der Menschheit oft fehlt: Waren die Menschen früher glücklicher? Oder sind sie es heute mit all ihren technischen Errungenschaften? Und was ist Glück überhaupt?
    Diesen Abschnitt fand ich wieder sehr spannend - weil er zum einen auf methodische Berechnungen basiert, aber auch auf philosophischen Gedanken.

    Übrigens waren auch einige Bespiele über Forschungen dabei, wo ich nur den Kopf schütteln kann. Ich hab die jetzt nicht mehr alle parat, aber eins ist mir haften geblieben: Es galt herauszufinden, ob Kühe psychisch belastet werden (im Hinblick auf ihre Milchproduktion) wenn ihnen das frisch geborene Kalb weggenommen wird.
    Dafür braucht man eine Studie? Ernsthaft? Ein logisches und empathisches Denken und Empfinden reicht hier eigentlich aus - wie bei so vielen anderen Fragen. Aber man merkt bei vielen Menschen leider, dass dieses Einfühlungsvermögen abgestumpft und Gleichgültigkeit gewichen ist.

    Ganz zum Schluss hat der Autor noch einige Gedankenspiele zu zukünftigen Entwicklungen gemacht, grade was Bio- und Gentechnik anbelangt. Unsere Generation wird das zwar nicht mehr erleben, aber vielleicht unsere Enkel und Urenkel. Neugierig bin ich ja schon, ob und wie wir Menschen uns weiterentwickeln werden: ob wir zurückfallen, wie Einstein es vorausgesagt hat oder ob irgendwann die Maschinen unsere Illusion von Herrschaft übernehmen.

  2. Cover des Buches Partials - Fragmente (ISBN: 9783492702836)
    Dan Wells

    Partials - Fragmente

     (105)
    Aktuelle Rezension von: BlueberryMuffin98
    Nach dem doch reicht offenen Ende von Teil 1 konnte ich es kaum erwarten, die Reihe weiterzulesen,da es noch so viele ungeklärte Fragen gab. Den ersten Band fand ich absolut grandios und auch dieses Mak wurde ich nicht enttäuscht. Der Autor weiß wie man den Leser mit Worten packen kann und ich kann nur immer wieder staunen wie gut recherchiert diese Reihe ist. Sie ist sehr medizinisch angehaucht, was mir gut gefällt und der Autor scheut sich nicht, komplexe Zusammenhänge einzubauen, bei denen man immer konzentriert bleiben muss, um das Zusammenspiel aus Krankheit und Heilmittel zu verstehen. Es ist deutlich, dass der Autor sich dabei viel Mühe gibt und sich gut über das Thema informiert hat. Allerdings muss ich sagen, dass mir der Stil in Teil eins ein klein wenig besser gefallen hat. Ich fand seine Sätze in diesem Band teilweise etwas abgehackt und ich emfand es so, als würde manchmal zwischendrin ein Satz fehlen. Dafür habe ich den einen Stern abgezogen. Ansonsten lässt es sich aber auch dieses Mal spannend lesen. Sehr gut gefällt mir aber das realistische Bild, das der Autor zeichnet. Er zeigt schonungslos, wie Menschen sich im Angesicht des Todes verhalten und zu welchen Mitteln sie greifen. Dazu zeigt er eine Welt, die man nicht schwarz weiß sehen kann. Hier gibt es nicht, wie in vielen anderen Werken, einen, der ausschließlich böse ist, und bekämpft werden muss. Stattdessen haben alle Parteien überzeugende Argumente und man denkt als Leser selbst sehr viel über diese moralischen Verwicklungen nach, was das Buch zu einem besonderen Erlebnis macht. Die Protagonistin Kira mag ich sehr gerne, wobei ihr Weggefährte Samm mir fast noch besser gefällt, da ich seine konzentrierte, ruhige aber entschlossene Art faszinierend finde. Er und Kira sind ein tollen Team, das sich mit weiteren Gefährten auf eine spannende Reise begibt. Dafür waren das Verhalten und die Entscheidungen der Charaktere immer gut nachvollziehbar für mich. Es steckt sehr viel Handlung auf diesen 570 Seiten und es kommt langsam etwas Licht ins dunkle und die komplexen Zusammenhänge werden klarer. Bei mehreren Handlungssträngen muss man manchmal etwas aufpassen, um den Überblick nicht zu verlieren. Trotzdem freue ich mich auf den letzten Teil und bin gespannt, was die Zukunft für die vielen Charaktere bereithält.
  3. Cover des Buches HELIX - Sie werden uns ersetzen (ISBN: 9783734105579)
    Marc Elsberg

    HELIX - Sie werden uns ersetzen

     (364)
    Aktuelle Rezension von: AlienaR

    Inhalt:

    Der amerikanische Außenminister stirbt bei einer Sicherheitskonferenz in München, bei der Obduktion findet sich ein sonderbares Zeichen auf seinem Herz. An verschiedenen Orten auf der Welt tauchen ohne erkennbaren Schöpfer offenbar perfektionierte Pflanzen auf. Eine hochbegabte, 15-jährige Studentin verschwindet spurlos. Und Helen und Greg, die verzweifelt versuchen, ein Kind zu bekommen, wird von der Kinderwunschklinik ein ganz besonderes Angebot gemacht. Wie hängen all diese Ereignisse miteinander zusammen?

     

    Meine Meinung:

    Marc Elsberg widmet sich in HELIX einem hochaktuellen Thema, welches auch 5 Jahre nach Ersterscheinung des Buches nicht an Relevanz verloren, sondern eher zugenommen hat – Genmanipulation. Was ist möglich, was nicht? Was ist ethisch überhaupt vertretbar? Elsberg entwirft ein spannendes Szenario von (nicht nur im geistigen Sinne) hochbegabten Kindern, die selbst ihren „Schöpfern“ hochgradig überlegen sind. Hier punktet der Thriller: die realistisch erscheinende Veränderung und potenzielle Bedrohung der Menschheit löst beim Leser Beklemmung, Sorge, eventuell gar Furcht aus; zugleich sind die endlosen Möglichkeiten sehr spannend, man befindet sich in einem emotionalen Zwiespalt.

    Die Charaktere hingegen bleiben ein wenig blass, was auch am Aufbau des Buches liegt. Elsberg schildert viele verschiedene Handlungsstränge in überwiegend sehr kurzen Kapiteln, erzählt aus der Perspektive zahlreicher Personen. So entwickelt sich kaum eine enge Bindung zu den Charakteren; nur Helen und Jessica verfolgt man durch das ganze Buch. Wer Lesefreude also hauptsächlich aus Charakterentwicklung zieht, wird mit diesem Buch wohl nicht glücklich.

     

    Fazit:

    Ein spannender Thriller, der insbesondere durch seine Aktualität punktet. In Bezug auf die Charaktere hätte ich mir jedoch ein wenig mehr Tiefe gewünscht. Dennoch bleibt ein fesselndes Leseerlebnis zurück, das auch über die letzte Seite hinaus beschäftigt.

  4. Cover des Buches Next (ISBN: 9783442466726)
    Michael Crichton

    Next

     (159)
    Aktuelle Rezension von: AnjaP

    Das Cover ist super und hat mich sofort angesprochen. Auch der Titel des Buchs mit dem hervorgehobenen X passt perfekt zur Geschichte.

    Das Oberthema „Genforschung“ ist ein spannendes Feld mit viel Forschungs- und Entwicklungspotential. Aber auch mit vielen ethischen und moralischen Risiken. Der Roman schafft es sehr spannend, das Thema aufzugreifen und die hohen Erwartungen und die Hoffnungen, die damit einhergehen, aufzugreifen. Und gleichzeitig die hohen Risiken und die noch nicht geklärten Rechtsfelder aufzuzeigen.

    Trotz der vielen Fachbegriffe liest sich der Roman sehr gut. Eben ein Crichton. Am Anfang hatte ich noch etwas Probleme, die vielen Charaktere mit ihren Funktionen und Verknüpfungen in Verbindung zu bringen. Durch die guten Darstellungen der Sachverhalte gelingt einem dennoch das Einsortieren der Personen zu den einzelnen Stories.

    Bei einigen Themen habe ich mich auch gefragt, wie ich wohl reagieren würde. Gar nicht so einfach, den oft stimmen rationales und emotionales Denken hier nicht überein. Grade Dave ist mir echt ans Herz gewachsen und ich konnte viele Gedanken und Emotionen von ihm, aber auch seiner Familie mitempfindenden.

    Insgesamt ein sehr gelungener Roman!


  5. Cover des Buches Der dritte Zwilling (ISBN: 9783941378469)
    Ken Follett

    Der dritte Zwilling

     (889)
    Aktuelle Rezension von: leipzigermama

    Wieder mal ein Thriller von dem ich direkt gefesselt wurde. Denn hier waren so viele Personen direkt miteinander vernetzt, dass man nur schwer glauben konnte, wie normal sie trotz all der Vorfälle noch im Umgang miteinander sein konnten.
    Dabei ist das Werk von Ken Follett gar nicht so neu und wurde sogar verfilmt. Wie konnte dieses Thema dann nur so an mir vorbei gehen? Denn mich faszinierten hier die Abgründe der menschlichen Seele, die Follett wirklich gut ausgearbeitet hat.
    Doch wie fantastisch es am Ende wirklich wird, konnte ich beim Titel und der Kurzbeschreibung noch gar nicht absehen. Denn hier geht es nicht einfach darum, dass sich Zwillingsbrüder nicht kennen und wohl bei der Geburt getrennt wurden. Es ist tatsächlich eine viel dramatischere, sogar verrücktere, Geschichte, die dahinter steckt. Schön geschmückt mit aktuellen Ereignissen wie der Vergewaltigung, Brandstiftung und Zerstörung der Karriere.
    Definitiv lesenswert! Und ich geh jetzt mal auf die Suche nach dem Film. Der reizt mich. Wobei ich hoffe, dass er nicht zu arg vom Buch abweicht.

  6. Cover des Buches Tänzerin der Nacht (ISBN: 9783453407091)
    Christine Feehan

    Tänzerin der Nacht

     (76)
    Aktuelle Rezension von: Mimabano
    Achtung!!!3.Teil der Schattengängerreihe Dieser Teil hat mir bis jetzt am besten gefallen.Aber ich finde immer noch das die Bücher dieser Reihe zu dick sind bzw. zuviele Seiten haben!Aber nicht weil ich keine dicken Schmöker lesen mag, sondern weil es einfach immer langatmige Hänger gibt die wirklich nicht nötig sind! Dieser Teil hätte von mir 5 Sterne bekommen.Leider gab es halt eben viele für mich teils auch langweilige Abschnitte die meinen Lesefluss störten.Der Schreibstil an sich ist nämlich gut und diesmal gibts auch nicht ganz soviele wissenschaftliche Ergüsse.Das letzten Drittel habe ich bis auf die wenigen allerletzten Seiten dann leider auch eher langatmig gefunden und es gab auch zuviele erotische Momente die man lieber auf das ganze Buch verteilt hätte.Die Serie steigert sich ganz gemächlich.Das nächste Kapitel/Buch werde ich lesen und gebe darum für diesen Band eine Leseempfehlung.Eine kleine Anmerkung am Rande : Den immer gleichen Anfang beim Klappentext finde ich persönlich nicht gut.Klappentext 📖 Sie sind die Schattengänger , eine Gruppe herausragender Kämpfer , deren Begabung von dem brillanten Wissenschaftler Dr.Whitney verstärkt wurden.Einer von ihne ist Raoul "Gator" Fontenot.Er kehr in seine Heimatstadt zurück, um Iris "Flame" Johnson zu finden , die als Teenager Dr.Whitney entkommen konnte und seitdem auf der Flucht ist.Wie magisch angezogen folgt er ihrer Spur und mit vereinten übersinnlichen Fähigkeiten machen sie sich schliesslich auf, das mysteriöse Verschwinden einer jungen Sängerin aufzuklären...
  7. Cover des Buches Teuflisches Team (ISBN: 9783426501115)
    Catherine Jinks

    Teuflisches Team

     (128)
    Aktuelle Rezension von: 78sunny
    5+ von 5 Sternen Inhalt: Prosper English ist mittlerweile zwar in Haft, aber Cadels Leben ist alles andere als ideal. Er lebt jetzt in einer Pflegefamilie in der er sich nicht wohl fühlt und von einem seiner Mitbewohner drangsaliert wird. Keine Uni will ihn nehmen, da seine Identität und Staatsangehörigkeit nicht geklärt ist. Sprich, er langweilt sich zu Tode. Außerdem wird er auf Schritt und Tritt bewacht, da immer noch Gefahr für ihn droht, da alle wissen wie mächtig und gewieft Prosper English selbst im Gefängnis ist. Cadels einzige Freundin Sonja kann er zwar ab und zu sehen, aber auch nicht oft. Wenigstens lernt er einen Polizisten kennen, der sich sehr für ihn einsetzt und seine Sozialarbeiterin ist ebenfalls sehr engagiert. Aber können sie ihn vor Prosper English retten und wie reagiert Cadel wenn er ein sehr verlockendes Angebot von etwas suspekten Personen bekommt? Wie kam das Buch zu mir Ich fand ja Teil 1 schon umwerfend und daher musste ich mir alle Teile kaufen. Aufmachung/Qualität Auch Teil 2 ist wieder sehr schön aufgemacht. Dieses Mal ist die Farbkombination schwarz und neon–orange. Die Kapitel sind wieder angenehm lang – ca. 10 vollgepackte Seiten. Meinung: Mich konnte das Buch voll und ganz überzeugen und im Gegenzug zu Teil eins, sogar von Anfang an. Auch dieser Band konzentriert sich wieder auf sehr verworrener und intelligent ersonnener Intrigen und Pläne. Cadel hat sich moralisch sehr entwickelt und diese Entwicklung geht auch in diesem Band weiter. Vor allem sein Umgang mit Sonjas Behinderung ist wirklich toll für einen Jungen seines Alters (15). Die Rätsel und technischen Details sind nicht mehr so hochtrabend und verworren wie noch im ersten Teil, aber trotzdem noch sehr interessant, intelligent und überraschend. Der Schreibstil ist wie schon in Teil eins sehr flüssig und reißt einen mit. Selbst die Stellen an denen es technisch wird, lesen sich flüssig. In Teil eins fand ich einige dieser Sequenzen etwas zu lang für ein Jugendbuch. In diesem Teil war dies nicht mehr der Fall. Ich fand allgemein das sich der Fokus jetzt ('verschuldet' durch Cadels Entwicklung) deutlich mehr in Richtung Emotionen gerichtet hat. Was mir persönlich super gefiel. Er wurde sehr stark an Cadels Beziehung zu Sonja gearbeitet, aber auch an seiner generellen emotionalen Entwicklung. Dies alles wirkte auf mich realistisch und nicht erzwungen. Höchstens vielleicht ein wenig zu perfekt, aber das finde ich bei Büchern gerade schön. Die Spannung war mal wieder der Hammer. Das Buch hätte ich am liebsten von der ersten Seite an nicht mehr aus der Hand gelegt. Man verdächtigt selbst immer wieder verschiedene Personen, da man seit Band 1 ja schon genauso paranoid geworden ist wie Cadel. Allgemein hatte ich das Gefühl mich ähnlich wie Cadel zu entwickeln. Seine Unsicherheit, sein Misstrauen und seine Probleme Emotionen zu zeigen oder zu reflektieren schienen beim Lesen regelrecht auf mich überzugehen. Ich fühlte voll und ganz mit ihm mit und fühlte mich Cadel daher noch näher als schon in Band 1. Die Spannung wird durch verschiedene Handlungsstränge aufrecht erhalten. Das letzte Drittel ist dann so spannend, dass man nicht mehr aufhören kann zu lesen. Mich konnte dieses Mal nichts wirklich überraschen. Ich hatte das Gefühl, dass im Gegensatz zum ersten Teil einfach zu oft mit dem Zaunpfahl gewunken wurde. Trotzdem tat dies meinem Lesegenuss keinen Abbruch. Die Emotionen sind für mich einfach der Hammer in dieser Buchreihen. Allerdings liegt das vor allem an meiner Begeisterung für Bücher in denen arme junge Charaktere starke erwachsene Bezugspersonen bekommen, die sich tatsächlich um sie sorgen und kümmern. Ob das nun gerade Jugendliche lesen wollen, weiß ich nicht. Für mich jedenfalls ist es ein perfektes Buch. Ich habe mich kaum einem Buchcharakter so nah gefühlt wie Cadel. Ich habe wirklich das Gefühl ihn zu kennen und zwar in- und auswenig. Außerdem hatte das Buch ein absolutes Wunschende für mich. Etwas kitschig aber das mag ich ja. Es gab natürlich auch eine sehr wichtige Entwicklung in der Handlung, die mir überhaupt nicht gefiel, aber dazu kann ich leider nichts sagen ohne zu spoilern. Die Charaktere sind einfach toll – sowohl die Erwachsenen als auch die Jugendliche, sowohl die Guten als auch die Bösen. Catherine Jinks schafft es selbst die Bösen in so interessanter und manchmal recht emotional tiefer Weise darzustellen, dass man selbst diese nicht hassen kann. Mir ging es hier wieder wie Cadel, der hin und hergerissen ist und nicht weiß wie er sich fühlen soll. Prosper English zum Beispiel ist wirklich ein böser Charakter, aber trotzdem ist man immer wieder völlig unsicher. Man will ihn hassen, aber kann es einfach nicht, weil er doch auch wieder Seiten zeigt, die einem gefallen und einen weich werden lassen. Auch andere Bösewichte zeigen immer wieder eine klitzekleine Nettigkeit, die einen dann wieder zweifeln lassen. Herrlich. Tja und Cadel, der Hauptcharakter, ist ja sowieso mein Liebling geworden. Wie oben schon erwähnt ist er mir von allen Buchcharakteren, die ich bisher 'kennengelernt' habe am meisten ans Herz gewachsen und ich habe das Gefühl ihn wirklich zu kennen. Trotz der vielen Wendungen, die die Geschichte aufweist, wird alles logisch erklärt und man hat nie das Gefühl irgendetwas wurde überstürzt oder nicht richtig durchdacht. Es wirkt einfach überzeugend. Tja und dann Saul. Gott, er ist ja so toll. Was für ein Papa-Bär. Da fühlt man sich doch gleich mit Cadel zusammen geborgen, wenn er auf einen aufpasst. Ein toller Charakter. Die Jugendlichen mit denen Cadel zu tun hat wirken manchmal etwas überspitzt aber es ist noch im Rahmen. Sie spielen eine eher untergeordnete Rolle, aber das ist einfach auch sehr glaubwürdig bei Cadels Entwicklung. Er ist fast nur mit Erwachsenen aufgewachsen und hat nie gelernt sich mit andern Kindern und Jugendlichen auseinander zu setzte bzw. sich zu beschäftigen. Einzig Sonja stellt da die Ausnahmen, aber da sie ähnlich intelligent wie Cadel ist und auch sonst kaum als normaler Teenager gelten kann, spielt dies in Cadels Entwickelung in dieser Hinsicht keine Rolle. Grundidee 5+/5 Schreibstil 5/5 Spannung 5+/5 Emotionen 5+/5 Charaktere 5/5 Lesergruppe: Auf jeden Fall muss man Teil 1 gelesen habe! Ansonsten mach dieser Band keinen Sinn! Fazit: 5+ von 5 Sternen Die ist ein Buch voll nach meinem Geschmack. Ich liebe die Charaktere, die Spannung ist genau auf meinem Level und die Emotionen wirken auf mich echt und die Handlung riss mich mit. Das etwas kitschige Ende ist sicher nicht jedermanns Geschmack, meiner allerdings schon. Ich war lediglich mit einer bestimmten Entwicklung der Geschichte unglücklich, aber es ist eben nicht meinen Geschichte, sondern die von Catherine Jinks. Ich bin jedenfalls gespannt welchen Einfluss dieses wichtige Detail auf den dritten und somit letzten Band der Trilogie hat. Reihe: Teuflisches Genie Teuflisches Team Teuflischer Held
  8. Cover des Buches Genom - Die Extinction-Serie 2 (ISBN: 9783453439399)
    A. G. Riddle

    Genom - Die Extinction-Serie 2

     (5)
    Aktuelle Rezension von: angeltearz

    Fast ein Jahr nach Band 1 erschien endlich der zweite Band. Kaum zu glauben, dass es schon ein Jahr her ist, dass ich Band 1 regelrecht verschlungen hatte.

    Ja, okay, das Timing ist jetzt gerade wirklich schlecht. Ein Buch über eine Pandemie, wo dich gerade eine da ist. Aber hey, die Buchwelt geht ja trotzdem weiter. Dachte ich jedenfalls, als ich Band 2 in die Hände genommen hab.

    Allerdings musste ich feststellen, dass Band 2 so gar nichts mit der Grundgeschichte von Band 1 zu tun hat. Es geht in eine komplett andere Richtung, was ich einfach mega finde. Also ganz umsonst einen Kopf gemacht, dass es vielleicht jetzt etwas komisch werden könnte, wenn ich diese Rezension tippe.

    Die Pandemie aus Band 1, ja das Buch heißt auch tatsächlich so, ist zwar noch im Hintergrund Thema, aber absolut nicht vorrangig.

    Hier schreibe ich auch direkt, dass es absolut unsinnig ist, dieses Buch zu lesen, wenn man Band 1 nicht gelesen hat. Erstens setzt es genau da an, wo Band 1 endet und zweitens versteht man den ganzen Sinn dieses Buches nicht, wenn man Band 1 nicht gelesen hat.


    Zur Geschichte kann ich deswegen nicht wirklich viel schreiben, ohne zu spoilern. Schreiben kann ich aber, dass mir die Wandlung der Geschichte sehr gefällt. Es ist verrückt, was sich der Autor hier überhaupt ausgedacht hat. Und vor allem wie er überhaupt da hingekommen ist. Es ist kein Wunder, dass die Bücher so dick sind, denn eigentlich holt er extrem weit aus und spinnt da eine verrückte Geschichte zusammen. Wobei ich sie, in der heutigen Zeit, gar nicht mehr so abwegig finde. Wer weiß!


    Am Ende des Buches schreibt der Autor, dass die Geschichte eigentlich eine Trilogie werden sollte, aber er sich da doch gegen entscheiden hat. Die Geschichte ist mit Band 2 erzählt und da kommt jetzt nichts mehr. Und da muss ich ihm zustimmen. Das Buch schließt perfekt ab und alles, was jetzt noch kommen würde, würde extrem hoch gegriffen werden. Wobei das Ende wirklich schon etwas hoch gegriffen ist. Wo die Geschichte an sich noch realistisch sein könnte, ist das Ende dann doch sehr utopisch. Vielleicht musste der Autor sich hier selber etwas stoppen.


    Den Autor habe ich bisher als ein sehr realistischer und sehr guter Autor kennen gelernt. Er schreibt unglaublich gut und fesselt mich jedes Mal wieder aufs Neue, wenn ich ein Buch von ihm in meinen Händen halte.

    Allerdings muss ich sagen, dass es dieses Mal leider etwas gedauert hat, bis mich das Buch so richtig packen konnte. Irgendwie war es doch recht eintönig was da passiert ist und das aus allen Sichtweisen, die wir hatten. Es wird nämlich nicht nur aus einer Sicht erzählt, sondern auch verschiedenen Sichten. Allerdings kennen wir die Charaktere und deren Sichtweisen schon aus dem 1. Band. Genau kann ich hier leider auch nichts schreiben, da ich sonst zu viel schreiben würde.


    Die Charaktere mag ich aber immer noch. Alle wie sie wieder da auftauchen und da ist es ganz egal, ob gut oder böse. Irgendwie haben sie doch alle ihr Päckchen zu tragen und tun Dinge aus voller Überzeugung. Ich mag es ja, wenn der Autor einem Charakter so viel mitgibt und den für seine Sache einstehen lässt. Das lässt die ganze Geschichte realistischer wirken. Auch wenn gerade das manchmal nicht so gut ist.


    Dass die Dilogie Thriller sind, merkt man in Band 2 wesentlich mehr als in Band 1. Band 1 habe ich sehr gerne gelesen wegen der Pandemie und Band 2 wegen dem ganzen Hintergrund, warum diese Pandemie überhaupt passiert ist.


    Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung mit dem Hinweis, dass man den ruhigen Anfang des Buches gerne durchhalten sollte.

  9. Cover des Buches Sohn der Verdammnis (ISBN: 9783785760529)
    Wendy Alec

    Sohn der Verdammnis

     (8)
    Aktuelle Rezension von: katzekatzekatze
    Ich habe dieses Buch auf der Frankfurter Buchmesse als kostenloses Leseexemplar erhalten und dachte, einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul und da die Seitenzahl recht überschaulich ist, ging es auch.
    An sich bekommt die Grundidee schonmal Punkte für mich. Ich interessiere mich sehr für Engel und die Offenbarungsgeschichte usw. und das finde ich hat die Autorin ganz interessant aufgegriffen.
    Leider hat man schnell gemerkt, dass für den Umfang an Ideen, den die Autorin da aufarbeiten wollte, alleine für den ersten Band mindestens die doppelte Seitenanzahl hätte verwenden müssen, denn so wirkte das alles etwas gequetscht und mit der Anzahl an Charakteren, die immer wieder neu aufgetaucht sind, irgendwann auch leicht verwirrend und anstrengend.
    Die gut durchdachte Story wurde leider gedämpft durch einen etwas holprigen Schreibstil, was vor allem nervig war und deshalb auch der Punkteabzug, dass die Autorin bei jedem (!) auftauchenden Charakter, erstmal eine halbe Seite beschreiben musste, was er anhat, wie er gerade aussieht usw. das hätte sie etwas knapper halten müssen, denn so hat das echt den Lesefluss gedämpft.
    Vor allem hat mich gestört, dass sie mir zu wenig auf die Hauptcharas, also die drei Brüder, Adrian, Nick und Jason eingegangen ist - bei einer Buchchronik finde ich das schon ziemlich wichtig und hier haben wir wieder die Problematik mit der Kürze des ersten Bandes. Zu viel Info in zu wenig Seiten und die eigentlichen Hauptcharas bleiben dabei etwas auf der Strecke. Teilweise kamen mir auch die Erklärungen etwas abstrus vor und schmunzeln musste ich dann doch über so Sachen wie Laserkanonen im Himmel, oder Superwissenschaftler in der Hölle, aber insgesamt las es sich doch ganz gut. Allerdings hat mir dann doch noch so ein Bisschen der Zauber des Übernatürlichen gefehlt, es las sich irgendwie fast schon mehr wie ein Thriller oder ein Verschwörungsroman. Zu nüchtern aufjedenfall.
    Ich bezweifle allerdings, dass mir das Buch in einer Buchhandlung ins Auge gestochen wäre, dazu empfinde ich den Titel irgendwie noch so ein bisschen als 0815. Trotzdem ist mir das Buch nach dem Gefühl her 3 Sterne wert.
  10. Cover des Buches Die Neandertaler und wir (ISBN: 9783596188499)
    Svante Pääbo

    Die Neandertaler und wir

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Lesebegeisterte
    Der Neandertaler gehört er zum Vorläufer des heutigen Menschen? Lange wusste man das nicht. Bis der Autor durch eine Genanalyse zu diesem Thema Antworten liefern konnte. Dieses Forschungsgebiet nennt sich Paläogenetik. Spannend zu lesen, ein tolles Porträt.

  11. Cover des Buches Teuflisches Team (ISBN: 9783866107595)
    Catherine Jinks

    Teuflisches Team

     (8)
    Noch keine Rezension vorhanden
  12. Cover des Buches Das Ende der Privatsphäre (ISBN: 9783442155392)
    Peter Schaar

    Das Ende der Privatsphäre

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Als Bundesbeauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit ist Herr Schaar ein Kenner seines Faches und beschreibt in seinem Buch, wie weit sowohl Politik als auch die Wirtschaft in die Grundrechte des Bürgers eingreifen, wie wir immer stärker in eine Überwachungsgesellschaft abrutschen, Daten über uns gesammelt und immer detailiertere Täter-, bzw. Kundenprofile erstellt werden. Dabei geht er auch auf die gesetzlichen Grundlagen ein, welche diese Entwicklungen erst ermöglichen. Alles in allem ein lesenswertes Buch für jeden, denn Datenschutz geht uns alle an, nur wird dieses Buch vermutlich eh nur von denen gelesen, die sich damit eh schon auskennen. Eher technisch Versierten, die genauer wissen möchten, wie die Überwachung funktioniert und was technisch schon möglich ist, sei jedoch eher "Ausgespäht und abgespeichert" von Ann-Catherine und Thomas Simon ans Herz gelegt.
  13. Cover des Buches Drosophila (ISBN: 9783498006228)
    Martin Brookes

    Drosophila

     (5)
    Noch keine Rezension vorhanden
  14. Cover des Buches Das Buch Ich # 9 (ISBN: 9783100590275)
    Richard Powers

    Das Buch Ich # 9

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Pitt Nickel
    Wer möchte nicht wissen, was in seinen Genen angelegt ist, welche Begabungen, welche gesundheitlichen Risiken zu befürchten sind. Wer möchte das nicht wissen, allerdings halten wir es aus, wenn wir es wissen? Richard Powers erzählt den Prozess der vollständigen Sequenzierung seiner Gene von seiner Entscheidung bis hin zur Präsentation der Ergebnisse. Begleitet uns von der Erkenntnis an die Angst und die Furcht vor zu erwartenden Krankheiten oder hilft uns die Kenntnis eine Vermeidungsstragie zu entwickeln oder wird uns das „Schicksal“ so oder so ereilen? Powers Gedankengänge, die ihn dann zur Beauftragung der Analyse geführt haben und schließlich die Eröffnung und Erklärung – alles auf einem USB-Stick – gespeichert, ließen ihn zwar mit Wissen aber auch mit der Erkenntnis zurück, dass der Sequenzierung auf der einen Seite, auf der anderen aber die derzeit noch relativ wenig ergiebigen Erklärungsversuche noch nicht ausreichend sind.
  15. Cover des Buches Das größere Glück (ISBN: 9783104038308)
    Richard Powers

    Das größere Glück

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Skrutten
    Auch wenn es ein wenig Geduld kostet, den verschiedenen Handlungssträngen zu folgen, lohnt sich die Konzentration. Ja, diese ist außerdem notwendig, um die unregelmäßig auftretenden Passagen "richtig" lesen zu können, in denen der Autor den Leser komplett aus der Story heraus reißt und über Handlungsstrang und Personen sinniert. Ein interessanter Effekt, der mich keineswegs um den Genuss an diesem Buch gebracht hat. 

    Einzig die letztlich pessimistische Grundhaltung des Romans bedauere ich ein wenig ...
  16. Cover des Buches Der Fisch in uns (ISBN: 9783596174423)
    Neil Shubin

    Der Fisch in uns

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Mario_Veraguth

    Ein großes weiteres Banner für das Bestreben der Evolutionsbefürworter ist es, dass Neil Shubin mit seinem brillanten Werk vor die wirren Thesen der Kreationisten stellt. Der Entdecker eines Bindeglieds zwischen Landlebewesen und Fisch belegt anhand zahlreicher Beispiele, wie im Zuge der Entwicklung höherer Lebensformen etliche Eigenschaften und physiologische Besonderheiten bis in den Menschen überdauern konnten.

    Wobei für Fische, Reptilien oder Vögel sinnvolle und vorteilhafte Spezialisierungen sich in einem Primatenkörper durchaus rächen können. So gibt es dadurch bedingt diverse Achillessehen und Konstruktionsfehler, wie die Tendenz zu Eingeweidebrüchen und Schluckauf, die schlecht konzipierten Bahnen einiger Nerven und generell einige nicht optimiert scheinende Konstruktionen im menschlichen Körper. Viele Zivilisations- und konventionelle Krankheiten sind bedingt durch die vielfältigen Einflüsse hunderter Jahrmillionen, in denen leider mitunter nicht immer nützliche Geschenke größtenteils ausgestorbener Urahnen lauern.

    Die Illustrationen und Zeichnungen, anhand derer die Entwicklung der Spezialisierung einer ursprünglich ganz anderen Art in ihrem Verlauf bis zur finalen Platzierung im Menschen aufgezeichnet wird, verdeutlichen diese wundersame Spielart der vergehenden Zeit auf anschauliche Weise. Wobei bei einigen der Darstellungen schon das eine oder andere Augenreiben vonnöten sein kann, um die Herleitung, auf die man von selbst niemals gekommen wäre, als Fakt auf sich wirken zu lassen. Es zeigt sich, wie über schier unermesslich viele Modifikationen Fähigkeiten aus komplett differenten Lebensumgebungen an die speziellen, den momentanen Bedürfnissen des „Genwirts“(Eigenkreation) optimal entsprechenden, Gegebenheiten angepasst werden.

    Als Anschauungsobjekte dienen Insekten, Fische, Reptilien und Würmer, deren verschiedenste Körperteile wie Augen, Knochen, innere Organe, Zähne und Kiemen in ihrer Metamorphose zu Komponenten anderer Lebensformen dargestellt wird. Die Forschungs- und Thesengrundlage bilden genetische Analysen, Fossilien sowie Studien der Embryonalentwicklung. Speziell mit letzterer lässt sich, wie jedes werdende Elternteil zu berichten weiß, auf atemberaubende und vor der Genialität der Natur in Ehrfurcht erstarren lassende Weise, unser artübergreifender Genpool darstellen. So entstand aus den Seitenlinienorganen der Fische das menschliche Innenohr, aus Kieferknochen Gehörknöchelchen und aus einzelligen Bakterien die Mitochondrien.

    Speziell die Mikroebene samt Viren und Bakterien, in der die ersten primitiven Lebensformen entstanden, birgt in anderer Hinsicht noch mehr bisher unerforschte, spannende Erkenntnisse. Denn die winzigen Lebensformen waren nicht nur die Grundlage alles Lebens, sondern stiegen auch viel später ein weiteres Mal mit nachhaltiger Wirkung in die Gestaltung der Ökosphäre ein. Wie weit viele unserer körperlichen Funktionsweisen, DNA, Stoffwechsel und Vererbung von Bakterien und Viren beeinflusst und modifiziert wurden, lässt sich vom momentanen, in den Kinderschuhen steckenden, Stand der Forschung aus betrachtet schwer seriös einschätzen. Es gibt diesbezüglich viele Theorien und nur rare, strittige Beweise, was für kommende Generationen von Wissenschaftlern einen Freibrief für den Eintritt in eine neue Welt der Forschung darstellt. Denn wo jetzt größtenteils nur anhand offensichtlicher, an Skelett oder Organen nachweisbaren Spuren urzeitlicher Ahnen eine Verbindung bewiesen werden kann, wird den Paläontologen des 21. und 22. Jahrhunderts ein Bündnis mit Biologen und Biochemikern beschieden sein. Und in dessen Gefolge werden noch wesentlich beeindruckendere Details, nicht nur darüber wie einzelne Fragmente unserer Physis erschaffen wurden, ans Tageslicht kommen. Sondern bis zu einzelnen Zellen und deren Funktionsweisen hin wird sich ein endlos verzweigter Stammbaum auftun, an dessen vorläufigen Ende der Mensch steht.

  17. Cover des Buches Gehirn und Genom (ISBN: 9783406556340)
    Wolfgang Wieser

    Gehirn und Genom

     (2)
    Aktuelle Rezension von: HeikeG
    Genom - Gehirn - Umwelt . Wolfgang Wieser fordert in seinem Buch "Gehirn und Genom" ein neues Drehbuch für die Evolutionstheorie. . "Menschliches Genom entschlüsselt!" Diese Meldung schlug im Jahr 2000 ein wie ein Bombe. Die Berichterstattung beherrschte ein ganzes Jahr lang die Medien. Anlässlich dieser sensationellen Bekanntgabe verkündeten der damalige US-Präsident Bill Clinton und der britische Premierminister Tony Blair persönlich in einer gemeinsamen Pressekonferenz in Washington und London am 26. Juni 2000 das Ereignis der Weltöffentlichkeit. Bill Clinton formuliert dies folgendermaßen: "Mit diesem Tag lernen wir die Sprache, mit der Gott das Leben erschaffen hat." Diese Aussage veranlasste Sidney Brenner, einen der Pioniere der Genforschung, zu einer vorlauten Bemerkung: "Und vielleicht ist die Bibel die Sprache, in der der Mensch Gott erschaffen hat". . "Sieht man einmal davon ab, dass weder das Genom noch die Bibel eine Sprache ist", bemerkt Wolfgang Wieser in seinem Buch "Gehirn und Genom", "sondern bestenfalls ein geschriebener Text, dann trifft zu, dass sowohl die Entwicklung eines Individuums aus dem Genom der befruchteten Einzelle als auch die Erschaffung eines Gottesbildes durch die Sprache etwas mit der Übertragung und Verarbeitung von Information zu tun hat." In der Tat jedoch ist die Entschlüsselung der menschlichen Erbinformation einer der bedeutendsten Meilensteine in der Geschichte der Wissenschaft, ja sogar in der Geschichte der Menschheit. . Unbestritten ist es Charles Darwins großes Verdienst, die biologische Evolution vor 150 Jahren geboren zu haben. Er bot der Menschheit ein Weltbild von einzigartiger Tiefe und Schlüssigkeit an, die sich mit der Revolution der Molekulargenetik Mitte des vorigen Jahrhunderts manifestierte. Doch der totalitäre Anspruch dieser Theorie des "descent with modification" steht auf wackligen Beinen. Wieser ist der Überzeugung, dass zum Verständnis der biologischen Evolution noch einiges mehr gehört "als die dürren Worte, mit denen Charles Darwin seine Theorie charakterisiert hatte". Ebenso von Bedeutung ist für ihn, die Mechanismen und Strategien des evolutionären Prozesses sichtbar zu machen, "denn erst diese vermögen den abstrakten Rahmen mit konkretem Leben zu erfüllen.", stellt der Autor fest. . Wieser führt dem Leser in seinem übersichtlich gegliederten, fundierten und weitgespreizten Sachbuch die entwicklungsbiologischen Entdeckungen des letzten Jahrhunderts vor Augen und zeigt auf, "wie ein sich selbst organisierendes dynamisches System imstande ist, so widersprüchliche Forderungen wie Stabilität und Variabilität, Konkurrenz und Kooperation, Autonomie und Anpassung, Egoismus und Altruismus mehr oder minder aufeinander abzustimmen oder die 'Pflicht' zu Nachhaltigkeit mit dem 'Wunsch' nach Innovation scheinbar problemlos auf denselben Nenner zu bringen." . Ein großes Kapitel widmet er - der Titel verrät es - dem Gehirn. Dieses zeichnet sich darin aus, dass es vor allem der Spezies Mensch ermöglicht, sich von seinen genetischen Abhängigkeiten Schritt um Schritt zu emanzipieren, Autonomie zu gewinnen und eine eigenständige Evolution in Gang zu setzen - die "kulturelle Evolution". Keine andere Art hat sich so schnell entwickelt wie der Mensch. Hier kann es einfach nicht mehr allein nur an den Genen und dem durch Charles Darwin geprägten Motto "survival of the fittest" liegen. Als Beispiel bringt Wieser u. a. Probanden, die blind geboren wurden oder Kinder, die völlig sprachisoliert aufwuchsen. Als Erwachsene können sie im ersten Fall nach geglückter Operation weder Sehen noch wie im zweiten Fall sprechen lernen. Gene entscheiden zwar, wie die Vorgaben des Genoms umgesetzt werden, doch wenn diese Möglichkeiten nicht aktiv genutzt werden, verkümmern sie. . Wieser meint, es sei daher an der Zeit, ein "neues Drehbuch der Evolution" zu schreiben, das beiden "Hauptakteuren" gerecht wird: dem Genom als "genotypischem" und dem Gehirn als "phänotypischem" Steuerorgan. Fungiert das Genom auf der einen Seite als Stabilisator von Bauplänen und langfristig wirksamen Anpassungen, agiert auf der anderen das Gehirn als "Dirigent" der jeweils aktuellen Vorgänge im inneren und äußeren Milieu des Individuums sowie als Motor seiner Kreativität. Ein Zusammenspiel - entweder einander unterstützend oder in Opposition zueinander - steht außer Frage. Immerhin stehen 25.000 menschlichen Genen 100 Milliarden Nervenzellen, die untereinander außerdem noch Billionen Verbindungen eingehen, gegenüber - eine nicht unerhebliche Zahl. Wieser vergleicht gar die kulturelle Kommunikation mit dem horizontalen Gentransfer der Mikroben. . In insgesamt acht Kapiteln setzt sich der Autor mit dem Einfluss der kulturellen Entwicklung auf die Evolution des Menschen auseinander. Eine Lösung des großen Zusammenschlusses aus Darwinismus, Zellforschung, Genetik, Neurologie und Biochemie kann Wieser jedoch auch nicht bieten. Er wirft letztendlich mehr Fragen auf, als man Antworten zu finden hofft. Trotz alledem ist sein Buch eine wahre Fundgrube aus neuerem biologischem Wissen und vielen interessanten Details, die eine Vorstellung davon geben, wie komplex die Wechselwirkungen und Entwicklungen in der Biologie sind. Als Leser meint man mitunter durch die Vielzahl der betretenen Randgebiete, sich im Dschungel der Komplexität zu verirren. Hier wäre ein durchgängiger, lenkender "roter Faden", der alle Kapitel zusammenhält, von Vorteil gewesen. Auch erschweren die exzessiv eingestreuten Fachtermini einem Nichtbiologen die Lesbarkeit enorm. . Trotz allem zeigt Wieser spannende und interessante Ansätze auf, die eine individuelle Auseinandersetzung mit dem Thema allemal lohnen und für jeden Interessierten zu empfehlen sind.
  18. Cover des Buches Mein wundervolles Genom (ISBN: 9783446426870)
    Lone Frank

    Mein wundervolles Genom

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