Bücher mit dem Tag "genua"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "genua" gekennzeichnet haben.

46 Bücher

  1. Cover des Buches Die Tochter der Toskana (ISBN: 9783746633411)
    Karin Seemayer

    Die Tochter der Toskana

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Miss_Bla

    Ich habe "Die Tochter der Toskana" als Lektüre für meine Toskana-Reise gekauft. Und was soll ich sagen? Das Buch war die perfekte Wahl. Zwischen dem Zirpen der Zikaden, Zypressen und den sanften Hügeln der Toskana die Geschichte von Antonella und Marco zu lesen war traumhaft schön. 

    Antonella, die Protagonistin, ist mir sofort ans Herz gewachsen. Auch Marco ist von Anfang an sympathisch - aber wie könnte er auch nicht? Hier will ich nicht spoilern und verrate daher nicht zu viel. Die Autorin schildert in ihrem Werk viel über das Leben der Italiener im Jahr 1833, was dem Leser zusätzlich zur Handlung viel Erfahrenswertes bietet. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und schnell, ohne gehetzt zu wirken. Antonellas Leben wird bildhaft beschrieben, sie macht eine große Persönlichkeitsentwicklung durch und die Geschichte bleibt durch das gesamte Buch hinweg spannend. "Die Tochter der Toskana" ist ein wunderbarer Roman, den ich nur empfehlen kann.

  2. Cover des Buches Der Fall Collini - Filmausgabe (ISBN: 9783442718665)
    Ferdinand von Schirach

    Der Fall Collini - Filmausgabe

     (469)
    Aktuelle Rezension von: La_Stellina

    Caspar Leinen, ein junger Strafverteidiger, wird einen Monat nach Erhalt seiner Zulassung, dem wegen Mordes angeklagten, gebürtigen Italiener, Collini zugeordnet. Er soll in einem Berliner Luxushotel einen fünfundachtzigjährigen scheinbar grundlos auf grausamste Weise getötet und später selbst die Polizei verständigt haben. Vor Gericht schweigt der Angeklagte eisern und auch Leinen verrät er den Grund für den Mord nicht. Sowohl die Anklage als auch der Rechtsanwalt begeben sich auf die Suche nach dem Motiv. Lange Zeit findet weder die Staatsanwaltschaft noch Leinen eine Antwort auf die Frage nach dem Warum, doch schlussendlich findet der Rechtsanwalt Antworten und fördert erschreckende Tatsachen zu Tage, die den Angeklagten in einem anderen Licht erscheinen lassen.
    Schirach ist mit „Der Fall Collini“ wieder ein packender Roman gelungen. Ist man einmal in die Handlung eingetaucht, kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen und so kam es, dass das Buch in zwei Tagen gelesen war. Dies war, nach „Kaffee und Zigaretten“ mein zweites gelesenes Buch von Schirach, aber sicher nicht das letzte das ich von ihm gelesen habe. Schirach mausert sich zu einem meiner Lieblingsautoren.

  3. Cover des Buches Töchter (ISBN: 9783499290152)
    Lucy Fricke

    Töchter

     (83)
    Aktuelle Rezension von: Minijane


    Bewertet mit 4 Sternen

    Martha und Betty verbindet eine lange Freundschaft, deshalb lehnt Betty auch nicht ab, als Martha sie um einen besonderen Gefallen bittet. Martha's Vater Kurt ist todkrank und möchte zum Sterben in die Schweiz gebracht werden. Da Martha nach einem traumatischen Unfall nicht mehr Auto fährt, soll ihre beste Freundin Betty als Fahrerin diese Reise begleiten. Im Grunde empfindet Martha die Bitte ihres Vaters als Zumutung, denn in ihrem Leben war er eigentlich immer nur abwesend. Jetzt zum Sterben meldet er sich wieder und appelliert an ihr Mitgefühl und ihre Liebe.

    Ich muss gestehen, ich habe eine ganz andere Geschichte bekommen, als die, die ich erwartet hatte. Der Roadtrip mit dem röchelnden Vater auf der Rückbank seines klapprigen Golfs endet doch nicht so schnell im Sterbehilfeinstitut wie die beiden Frauen und auch ich gedacht haben. Stattdessen wird es eine Reise in die Vergangenheit, auch in die von Betty und eine intensive Aufarbeitung der eigenen Kindheit, mit Vätern, die ihre Töchter so oder so verlassen haben.

    Während Martha ihr Kindheitstrauma kompensiert hat, indem sie permanent aber bisher erfolglos versucht hat noch schwanger zu werden ( mit 40 wird es langsam immer schwieriger), weil sie es unbedingt besser machen will, hat Betty einer eigenen Familie völlig abgeschworen. Als ruhelose Schriftstellerin jettet sie durch die Welt , vermietet ihre teure Berliner Wohnung derweil über Airbnb und kann nicht verwinden, dass ihr Ziehvater Ernesto sie und ihre Mutter von heute auf morgen verlassen hat. Die Ich-Erzählerin Betty ist so zynisch, dass es schon weh tut. Je hoffnungsloser die Situation ist desto öfter blitzt der schwarze Humor zwischen den Zeilen auf.

    "Ich wollte hier nicht zur asozialen Alkoholikerin verkommen und wusste sehr genau, dass es von der sozialen zur asozialen Trinkerin nur ein Schritt war, und dieser Schritt war die Uhrzeit. Nicht grundlos war ich ein Nachtmensch, so hatte ich mehr Zeit für den Alkohol."

    Leider hat das Buch zur Mitte hin ein paar Längen und der letzte Reiseabschnitt, der auf eine griechische Insel führt, war nach meinem Geschmack etwas zu abgedreht.  Der Schreibstil, wie es im Klappentext, wie ich finde treffend beschrieben ist als Humor aus Notwehr, macht das Buch schon zu einem Lesegenuss, auch wenn mich der Plot nicht 100% überzeugen konnte.

  4. Cover des Buches Patient Null - Wer wird überleben? (ISBN: 9783548064130)
    Daniel Kalla

    Patient Null - Wer wird überleben?

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Kathrin_Schroeder

    Patient Null - Wer wird überleben?

    Genua heutzutage, eine alte Abtei, baufällig, wird abgerissen für ein Neubauprojekt. Die Pest wirft die Bauleiterin nieder. WHO, Nato und örtliche Ärzte ermitteln und behandeln. Patient Null wird gesucht, als die Fälle geografisch nicht passen.

    Ein altes Manuskript der schwarzen Pest, geschrieben von einem Arzt damaliger Zeit wird kapitelweise eingeschoben.

    Dieses Buch ist ein Buch über den Verlauf und die Ermittlung/Eindämmung von Pandemien. Über Volkszorn und sinnloses Sterben und die kräftezehrende Arbeit von medizinischem Personal und den Ermittlern von WHO und in diesem Fall Nato. Dazwischen zeigt ein historisches Tagebuch Parallelen im Verhalten und Verlauf zur schwarzen Pest. In der Mitte kippt das Buch zu einem Thriller, in dem die Ursachenforschung, Patient Null und möglicher Bioterrorismus beschrieben werden.

    Insgesamt ist das Buch spannend und gut geschrieben, die Charaktere sind überzeugend, die Handlung fantasievoll und nicht zu sehr an den Haaren herbeigezogen, vielleicht bis auf den Clou. 

    Trotzdem hat mich die erste Hälfte mehr gepackt. Die Erlebnisse in Teil 2 waren für mich eher gut geschriebene typische Thrillerkost, Teil 1 traf, gerade heutzutage eher meinen Nerv.

    #PatientNullWerwirdüberleben #NetGalleyDE

  5. Cover des Buches Isenhart (ISBN: 9783462043327)
    Holger Karsten Schmidt

    Isenhart

     (94)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Grasl

    Isenhart ist einer der klassischten Mittelalterromane, welche man auf dem Buchmarkt nach wie vor findet. Anno Domini 1171 startet das Buch mit der Situation, dass der Säugling Isenhart tot zur Welt kommt. Während seine Mutter bei der Geburt ebenfalls stirbt taucht ein Fremder auf, der Isenhart seinen Atem einhaucht. Das Kind lebt, doch nicht für lange, denn Walther von Acisberg erscheint unmittelbar darauf und sieht sich gezwungen den Knaben zu töten. Warum erfährt man zu diesem Zeitpunkt noch nicht, aber alles hängt miteinander zusammen. So auch der Umstand, dass Walther beschließt sich des Säuglings anzunehmen.

    Er bringt ihn zu Sigimund von Laurin, der Isenhart als den Sohn seines Schmieds ausgibt. Jahrelang ist diese Lüge ein BAustein auf welchem Isenharts Leben fußt und indessen er innerhalb der Burgmauern von Laurin aufwächst. Zusammen mit Konrad von Laurin, dem Stammhalter Sigimunds wird er unterrichtet und bekommt so die Bildung, welche ihm unter normalen Umständen verwehrt bleiben würde aufgrund seines Standes.

    In den folgenden Kapiteln verfolgt man mit wie Isenhart und Konrad sich entwickeln. Der eine, der Herr der Burg, der andere der Knecht, welcher über einen wachen Verstand verfügt und mit seinen Fragen die Leute zur Verzweiflung treibt. Allen voran Vater Hironymus, der als Burggeistlicher einer der Lehrer der beiden ist. An dieser Stelle würde man meinen, dass nicht mehr viel passiert, immerhin ist da bereits ein gutes Drittel des Buches um. Aber genau hier setzt die eigenliche Handlung aus dem Klappentext an, denn es wird eine Leiche gefunden und dieser fehlt das Herz. Natürlich kann es sich bei der Toten nicht um irgendeine zufällige Person handeln. Der Autor lässt uns hier einen Blick auf etwas werfen, was im Mittelalter zwar gewiss verbreitet war, aber nicht gern gesehen: Die Vermischung der gesellschaftlichen Stände.


    Isenhart wird also mit dem Ableben einer geliebten und geschätzten Person konfrontiert, während Konrad und Sigimund von Laurin schnell einen Verdächtigen ausfindig machen. Das hinter dem Mord jedoch mehr steckt, als zunächst vermutet, darauf kommt man auch als Leser nicht. Der Autor gestaltet in diesem Fall die Erzählsituation so, dass wir zwar alles erfahren was Isenhart denkt, fühlt und auch wie er handelt. Die Beweggründe seiner Mitstreiter und seines Umfelds bleiben dagegen zuweilen im Dunkeln. Während man also noch gedanklich bei der Toten ist, geht die Geschichte schon weiter und katapultiert uns von einer Schlacht in die nächste und somit auch in die kommenden Jahre. Hier werden die Veränderungen zwischen Konrad und Isenhart immer offensichtlicher. Erst recht als Hennig von der Braake auftaucht. Man kann ihn schwerlich einordnen von seinem Wesen.


    Just zu dem Augenblick geschieht ein weiterer Mord unweit von Spira. Isenhart erkennt die Zusammenhänge sofort und beschließt den Mörder zur Strecke zu bringen. Wobei man einige Überraschungen erlebt. Denn nicht nur lüftet sich endlich das Geheimnis rund um Isenhart selbst, sondern auch um so manche andere Figur und deren Beweggründe.

    Fazit: Insgesamt kann man sagen, dass Isenhart mit eines der umfangreichsten Werke mit mittelalterlichen Bezug ist. Zeitgleich findet man viele Schlachten im Buch vor, welche zuweilen doch auch ermüden zu lesen. Hinzu kommt, dass der Autor auf große Umgebungsbeschreibungen verzichtet. Wo notwendig ist es vorhanden, vieles bleibt jedoch im Dunkeln, was die Gesamtheit allerdings ein wenig trübt, da hier die eine oder andere Erwähnung gerade von Spira oder der Burg Laurin durchaus interessant gewesen wäre. Dennoch handelt es sich hier nicht um ein Buch, welches man mal eben nebenbei runterliest. Auf die Geschichte muss man sich schon einstellen und das erste Drittel des Buches überstehen, um zur eigentlichen Handlung vorzustoßen.

  6. Cover des Buches Ab die Post (ISBN: 9783442464227)
    Terry Pratchett

    Ab die Post

     (285)
    Aktuelle Rezension von: saphira13

    "Ab die Post" ist der 33 Scheibenweltroman. Schau- bzw. Showort ist Ankh-Morpork. Es tauchen für den fleißigen Scheibenweltleser durchaus bekannte Personen auf, die man auch aus anderen Büchern kennt. Von TOD abgesehen, der eigentlich sowieso immer eine Rolle Spielt, ist Lord Ventinari sowie Mustrum Ridcully vertreten.

    Die Storry

    Feucht von Lipwig, Profi- Dieb, - Betrüger, - Ganove usw. wurde gefangen genommen. Und er wurde gehenkt. Geschichte vorbei? Nö! Trotzt seines Todes sitzt er ein paar Stunden später in Lord Ventinaris Büro. Er bekommt einen neuen Job. Statt seinen dunklen Geschäften nach zu gehen, soll er das Postamt von Ankh-Morpork wieder auf Vordermann bringen. Es ist schon lange nicht mehr benutzt worden. Und die einzigen Angestellten sind der junge Stanley, und der alte "Junior Postbote" Grütze, die zwischen tausenden von Briefen leben. Das alte Postamt ist nähmlich voll davon. Unsagbar viele Briefe die vor Jahren geschrieben wurden und noch nicht zugestellt worden sind. 

    Keiner hät's für möglich gehalten, am wenigsten er selber, aber Feucht schafft es das Postamt wieder zu beleben, mit der Erfindung von kleinen Bildchen die man an die Briefe kleben muss...

    Damit kommt er der Gesellschaft des großen Strangs in die Quere, die davor immer Nachrichten verschickt haben. Ihr Vorsitzender Reacher Gilt hat bei nichts und niemand Hemmungen, den Erfolg zurückzuholen…

    Meine Meinung

    Ich muss sagen das ich die ersten 50 Seiten Schwierigkeiten hatte, in das Buch einzusteigen. Sie sind zwar unterhaltend und witzig, aber es passiert einfach nichts spannendes! Da muss man sich ein bisschen durchbeißen!

    Aber es lohnt sich auf jeden Fall! 

    Bald danach kommt das Buch so richtig in Schwung und man hat es auch bald fertig. Feucht von Lipwig ist eine sehr Charmante Persönlichkeit, die man gerne hat.

    Wenn fünf Punkte die höchst Zahl ist, dann würde ich bei Witzigkeit: 4,5 Punkte geben. Bei Spannung: 3 Punkte. (Wird später erst spannend, am Anfang ist es vielleicht noch 2 Punkte in Sachen Spannung.) Der Schreibstiel ist 5 Punkte. Insgesamt vergebe ich 4 Sterne. Sehr gutes Buch, aber wegen dem ersten Teil des Buches gibt es keine Fünf Sterne. 

    Ein witziges Buch der Scheibenwelt, jedem Fan wird's wahrscheinlich Gefallen. 

    Ich habe schon Lust bekommen die beiden weiteren Bücher mit Feucht von Lipwig in der Hauptrolle zu lesen: Schöne Scheine sowie Toller Dampf voraus

    PS: Ach... ja! Man könnte jetzt natürlich noch von Engeln erzählen. Oder von Golems die glauben das Universum sei ein Reifen.

    Oder von einer Tür durch die man gehen kann, wenn man von Lord Ventinari (der selbst von sich behauptet ein Tyrann zu sein) all für allemal genug hat.

     

     


  7. Cover des Buches Und vor uns liegt das Glück (ISBN: 9783328104094)
    Federica Bosco

    Und vor uns liegt das Glück

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Fantasticfox

    Das Cover ist einfach traumhaft und auch der Schreibstil wunderschön.

    Der Inhalt des Buchs ist sehr berührend und man kann sich super in die Charaktere hineinversetzen und fühlt und leidet wirklich mit ihnen mit.

    Allerdings hat mich gestört, dass das Thema, das im Klappentext beschrieben wurde, erst gegen Ende und dann sehr schnell behandelt wurde. Nicht, dass das eigentliche Thema zu kurz kam, eher war mir das Vorgeplänkel einfach viel zu lang, weshalb ich das Buch zwei-/ dreimal aus der Hand gelegt habe, bevor ich mich endlich dazu aufraffen konnte, es wirklich zu lesen und mich tatsächlich darauf einzulassen.

  8. Cover des Buches Signor Rinaldi kratzt die Kurve: Roman (ISBN: 9783961615032)
    Lorenzo Licalzi

    Signor Rinaldi kratzt die Kurve: Roman

     (19)
    Aktuelle Rezension von: ulrikerabe
    Pietro Rinaldi hat genug vom Leben. Akribisch plant der 80-jährige seinen Selbstmord. Doch unerwartete wie tragische Umstände veranlassen ihn, sich plötzlich um seinen Enkelsohn Diego kümmern zu müssen. Der alte Mann und der Teenager begeben sich auf eine Reise, die beider Leben verändern wird.

    Signor Rinaldi kratzt die Kurve ist trotz seines traurigen Hintergrundes ein absolut amüsantes Buch. Pietro, der ehemals gefeierte Schriftsteller ist nach dem Tod seiner Frau ein mürrischer Zyniker geworden. Zu der Familie hält er nur sporadisch Kontakt. Scharfsinnig und –züngig kommentiert er die Welt in all ihrer Trivialität. Wie er darüber nachdenkt, auf welche Art er sich am besten umbringen könnte hat einen ziemlich morbiden Charme. Überhaupt kann man sich dem ruppigen Senior kaum entziehen. Hinter seiner rauen abweisenden Schale befindet sich jedoch ein weicher Kern, den sein Enkel (und dessen riesiger tölpeliger Hund Sid) zu knacken weiß.

    Das Leben (und auch das Sterben) geht manchmal seine eigenen seltsamen Wege. In einer Woche im September hatte der alte Mann die Absicht gehabt zu sterben und wieder ins Leben zurückgefunden. Von Verlust, Abschied und Neubeginn, vom Wiederfinden der Freude am Leben, von all dem erzählt der italienische Autor Lorenzo Licalzi mit trockenem Humor und gleichzeitig voller Wärme und hinterlässt den Leser mit einem wohltuenden Gefühl.
  9. Cover des Buches Die Amerikanerin (ISBN: 9783548613697)
    Petra Durst-Benning

    Die Amerikanerin

     (96)
    Aktuelle Rezension von: Miii

    Marie war seinerzeit diejenige, die mit den Regeln gebrochen hat und zur ersten Glasbläserin geworden ist. Doch seitdem ist viel Zeit vergangen, gesellschaftliche Umbrüche und Neuanfänge bestimmen ihr Leben und so beschließt sie, sich auf den Weg nach Amerika zu machen, wo sie auch ihre Nichte Wanda wiedersiehst, die genauso wie sie auf der Suche nach ihrem Platz im Leben ist.


    Ich hab mich sehr gefreut als ich gesehen habe, dass es noch eine Fortsetzung der Steinmann-Schwestern gibt. Aber wie viele andere auch muss ich sagen, dass der zweite Band definitiv nicht an den ersten drankommt.

    Im Gegensatz zum ersten Teil liegen nicht mehr alle Schwestern im Fokus sondern hauptsächlich Marie, die Glasbläserin und ihre Nichte Wanda, die Tochter von Ruth.

    Marie befindet sich im Moment in einer Schaffenskrise, ihre Muse & Kreativität scheinen unauffindbar. Eine Situation, die vermutlich früher oder später jeden Künstler trifft. Ihre Entscheidung, deshalb nach Amerika zu gehen, fand ich tatsächlich toll. Auch wie sie sich dort entwickelt hat, wobei ich sagen muss, dass sie oftmals einige egoistische Züge gezeigt hat, die ich mit ihrem Charakter aus dem ersten Band gar nicht erst in Verbindung bringen konnte. Und auch alles rund um Franco fand ich offen gesagt einfach viel zu viel des Guten.


    Wanda ist dahingegen noch generell auf der Suche nach ihrem Platz im Leben. Sie treibt ihre Eltern regelmäßig in den Wahnsinn, weil sie ihren eigenen Kopf hat. Es war da doch sehr voraussehbar, dass ihre Sturheit und Maries Besuch sie früher oder später in die Heimat ihrer Mutter führen wird.


    Ich fand es schade, dass das Glasblasen in dem Band so kurz kam, ist es doch eigentlich der zentrale Bindepunkt der Bücher. Was ich auch schade fand, war, dass man im Buch zwei unabhängige, starke Frauen hat, die kaum dass ein Mann auf der Bildfläche erscheint, zu einem willenlosen sabbernden Etwas werden. Die ganze Selbstbestimmung und ihr Mut, der sie bis dahin ausgemacht hat, sind plötzlich dahin. Und ich fand, dass das dann auch nichts mehr mit Liebe zu tun hatte. 


    Insgesamt hat mir der Band aber gut genug gefallen, dass ich mir auch noch den dritten anschauen werde.

  10. Cover des Buches Der Fluch vom Valle della Luna (ISBN: 9783746627090)
    Rosa Cerrato

    Der Fluch vom Valle della Luna

     (15)
    Aktuelle Rezension von: sansol
    Die Genueser Großfamilie Pisu stammt ursprünglich aus Sardinien. Dort scheint auch der Ursprung des Familienfluches zu liegen, denn in der letzten Zeit sterben die Pisus unter zum Teil merkwürdigen Umständen. Einige der Todesfälle sehen wie Unfälle aus, doch die weitläufige Verwandte, Sandra, ist mit Komissarin Nelly Rosso befreundet und bittet sie um Hilfe.

    Nun hat sie das Pech nicht nur ein chaotisches (sehr ausführlich beschriebenes) Privatleben zu haben sondern sie darf sich mit dieser Angelegenheit herumschlagen. Im Kollegenkreis hält man die ersten Todesfälle noch für Unfälle.

    Nelly steht zwischen zwei Männern und verzettelt sich total, da einer ihr Vorgesetzter ist und sie diese Affäre natürlich geheim halten. Ihr Privatleben wird sehr detailliert geschildert, dies und die langatmigen familiären Verbindungen innerhalb der Familie Pisu tragen leider gar nicht zu einem konstanten Spannungsbogen bei.

    Das Lokalkolorit kommt nicht zu kurz, Genua und ganz besonders Sardinien werden anschaulich beschrieben. Die Spannung hält sich dafür umso mehr in Grenzen und das Ende ist bis auf Details schon länger vorher klar.

    Die Geschichte brauchte recht lange bis sie endlich in Fahrt kam und ich hätte beinahe aufgegeben, habe das Buch aber für eine Challenge gelesen und mich daher durchgebissen. Überzeugt hat es mich nicht, die beiden vorherigen Bände und den noch folgenden werde ich bestimmt nicht lesen.
  11. Cover des Buches Das Teufelsritual (ISBN: 9783442468492)
    Lorenzo Beccati

    Das Teufelsritual

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Die Geschichte rund um den Schweineheiler Pimain wird von zwei Säulen getragen: Einmal die Schweinemorde in dem Konvent Sant'Anna und zum zweiten den Frauenmorden der "Kralle" im nicht weit entfernten Genua. Die Charaktere sind sehr vielfältig, auch wenn es manchmal nur die Unterscheidung zwischen "gut" und "böse" gab. Mir selbst etwas zu kurz kommt die Geschichte in Genua, von der ich gern etwas mehr gewusst hätte. Auch erhalte ich zu wenig Informationen über das Leben damals, was für mich bei einem historischen Roman eigentlich sehr wichtig ist. Das Ende der beiden in einander verflochtenen Geschichten ist überraschend und macht "Das Teufelsritual" zu einem netten Buch für Zwischendurch.
  12. Cover des Buches Villa Dante (ISBN: 9783499332807)
    Elizabeth Edmondson

    Villa Dante

     (32)
    Aktuelle Rezension von: leseraetzli
    Eines meiner liebsten Bücher der letzten Monate, es hat mich direkt nach Italien gebracht, ich konnte mein Liebliingsland riechen schmecken und fühlen.
  13. Cover des Buches Das Medici-Siegel (ISBN: 9783570305508)
    Theresa Breslin

    Das Medici-Siegel

     (41)
    Aktuelle Rezension von: Schokolatina
    Der Zigeunerjunge Janek wird gejagt. Angestiftet zum Diebstahl des Medici-Siegels von einem Banditen, entkommt er ihm samt Diebesgut und schlüpft unter falschem Namen bei seinem Lebensretter Leonardo da Vinci unter. Lange Jahre versucht Matteo – wie er sich jetzt nennt – unentdeckt zu bleiben. Das ist im Italien zu da Vincis Zeiten nicht so einfach, weil die Fürsten und Herzöge der großen Städte Florenz, Mailand, Venedig und die Päpste Roms alle nur eines im Sinn haben: die Macht in ganz Italien an sich zu reißen. Und so werden endlose Kriege geführt in unterschiedlichen Allianzen und zwischen diesen Mühlsteinen der Macht befindet sich das normale Volk, das aufpassen muss, dass es immer zur richtigen Seite gehört, damit es nicht zwischen die Fronten der Borgia und Medici, zwischen Papst und Franzosen und Spanier gerät.

    Immer wieder muss Matteo erleben, dass seine Verfolger gnadenlos auch vor dem Mord an Freunden nicht Halt machen, er rettet ein Geschwisterpaar, verlässt die Lehre bei Da Vinci, um sich einer Söldnertruppe anzuschließen und erobert im Laufe des Buches das Herz einer Hofdame Lucretia Borgias und wird letztendlich, als die Stadt in der Belagerung fällt, mit samt dem gestohlenen Siegel vom rechtmäßigen Besitzer gestellt.

    Das Buch liest sich gut, flüssig und ist durchaus spannend. Schön wird das Leben zur damaligen Zeit ausgebreitet, das ewige Hin und Her, die Unsicherheit der normalen Bevölkerung, die ja immer die hauptsächlichen Leidtragenden in all den Kriegen ist, und die eigentlich nur ihr Leben leben will. Wenn man über diese Zeit schreibt, kommt man wohl nicht an Leonardo da Vinci vorbei, vor allem, weil er ja als Waffenkonstrukteur und Befestigungsanlagen-Baumeister durchaus kräftig immer auf einer Seite der Kriegsparteien mitgemischt hat. Man hätte ihn nun auch nur am Rande erwähnen können, ob Matteo bei ihm oder bei jemand anderem Unterschlupf gefunden hätte, wäre egal gewesen. Aber so ist es nett, ein bisschen was über eine reale historische Persönlichkeit in der hübschen Verpackung eines Romanes zu lesen und zu lernen. Die historischen Fakten sind alle belegt, bis auf einige, dem Roman geschuldeten, Darstellungen.
    Ich als Frau finde nun Darstellungen von Schlachten und kriegerische Taktiken jetzt nicht so spannend und leider reitet Matteo eine ganze Weile mit den Söldnern durch die Kriege. 
  14. Cover des Buches Männerferien (ISBN: 9781503950405)
    Friedrich Kalpenstein

    Männerferien

     (49)
    Aktuelle Rezension von: HelgasBücherparadies
    92/2019 Rezension – unbezahlte Werbung
    📖📖📖📖📖📖📖📖📖📖📖📖📖📖📖

    Friedrich Kalpenstein

                MÄNNERFERIEN

    Anja und Herbert wollen zusammen eine Kreuzfahrt unternehmen. Kurz vor Urlaubsantritt verletzt sich Anjas Kollegin und sie entschließt sich, zuhause zu bleiben, damit sie ihr Cafè weiterführen kann.
    Da an der  Reiserücktrittsversicherung gespart wurde und die Reise nicht verfallen soll, entscheidet sich Herbert mit seinem langjährigen Freund Hans die Reise anzutreten. 
    Dort angekommen ist die Enttäuschung von Hans sehr groß. Für eine Außenkabine hat das Geld wohl nicht gereicht. 
    Hans ist ein Draufgänger und will der Frauenwelt imponieren. Er gibt an, dass er ein Jogalehrer ist. Schon ist die holde Weiblichkeit angetan und sie verabreden sich zur morgendlichen Jogastunde.
    Herbert, der typische Finanzbeamte und Hans, der große Draufgänger können unterschiedlicher nicht sein. So wird den Beiden nie langweilig.
    Was sie bei einer Woche Kreuzfahrt erleben, in welche Fettnäpfchen sie treten und warum sie lieber ein Kindermenü essen, müsst ihr unbedingt selbst lesen.

    Was für ein tolles Buch. Es fängt schon mit der Parkplatzsuche in Genua an, geht weiter zu verpatzten Landausflügen und auch die Abendessen sind nicht ohne.

    Friedrich Kalpenstein versteht es zu unterhalten. Der Schreibstil ist sehr erfrischend und voller Situationskomik, die sich kein zweites Mal wiederholt. 
    Die Kapitel sind kurz und man fliegt nur so durch die Zeilen.
    Es ist derart bildhaft dargestellt, dass man mitten im Geschehen ist.

    Herbert ist solide und liebt seine Anja über alles. Das macht ihn besonders sympathisch, aber auch Hans ist sehr gut dargestellt. Die Charaktere sind absolut gelungen.

    Ich bin infiziert von diesem tollen Schreibstil, sodass ich die vorherigen Bücher unbedingt noch lesen möchte. 
    Das Buch eignet sich nicht nur für Frauen, sondern für Männer gleichermaßen

    Ich hatte es fast in einem Rutsch durchgelesen und gebe eine absolute Leseempfehlung.

    Fazit: Amüsant, spritzig, heiter und versprüht gute Laune.
    💥💥💥💥💥
  15. Cover des Buches Interview mit einem Mörder (ISBN: 9783442713691)
    Bernhard Aichner

    Interview mit einem Mörder

     (131)
    Aktuelle Rezension von: Calipso

    Kurze prägnante Sätze in einer eigenwilligen, jedoch witzigen Lyrik. Ein Glücksfall für alle Krimi Liebhaber. Ein Buch was man bis zum Ende durchlesen möchte. Ich mag die Serie um Max Broll dem Totengräber.

  16. Cover des Buches Das Rote Haus (ISBN: 9783548259888)
    Annamaria Fassio

    Das Rote Haus

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Rina1980
    Das Duo Commissario Maffina und Erica Franzoni ermittelt wieder Als ich dieses Buch gelesen habe, wusste ich nicht, dass es sich um den zweiten Band einer Reihe handelt. Aber da hin und wieder Rückblicke eingeschleust werden, lässt es sich auch sehr gut eigenständig lesen. Ich fand die Handlung äußerst spannend, denn sie war mit vielen Überraschungen gespickt, die bis zum Schluss anhielten. Ich habe das Buch recht schnell und auch gerne gelesen, daher erhält es von mir auch 4 von 5 Sterne.
  17. Cover des Buches Das Kolumbus-Mysterium (ISBN: 9783404159505)
    Miguel R Montanez

    Das Kolumbus-Mysterium

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Carol-Grayson
    Die Geschichte hat durchaus Potential. Der Schreibstil jedoch (oder die Übersetzung?) erinnert teilweise an einen Schulaufsatz. Begebenheiten werden erzählt, abgehakt, weiter geht´s. Dem Buch fehlt es an Atmosphäre. Es mangelt an Einfühlungsvermögen und Esprit in den Zeilen, so dass keinerlei echte Spannung aufkommt. Auch die Liebesgeschichte, die sich entwickelt bzw. entwickeln soll, wirkt irgendwie erzwungen. Dafür erfährt man sehr viele interessante, historische Fakten über Christoph Kolumbus. Schade um eine so gute Story!
  18. Cover des Buches Die erste Liebe (ISBN: 9783956140099)
    Véronique Olmi

    Die erste Liebe

     (10)
    Aktuelle Rezension von: juliettafloria

    Für mich war dieses Buch eher wie ein kitschiger Sommerroman. Die Handlung hat mich nicht vollends überzeugt, obwohl das Buch thematisch sicher Potenzial hat.

    Allerdings mag ich den Schreibstil der Autorin sehr gerne, sodass ich auch dieses Buch von ihr ind kurzer Zeit durch hatte. Olmi hat außerdem einige kluge, sensible Ideen einfließen lassen, die nachhallen. 

  19. Cover des Buches Die Reliquien von Lissabon (ISBN: 9783867740210)
    Jörgen Bracker

    Die Reliquien von Lissabon

     (16)
    Aktuelle Rezension von: unclethom
    Der Klappentext (Kurzbeschreibung) Hamburg im Jahr 1402: Goedeke Michel, Kaperfahrer und Freund des berüchtigten Claus Störtebeker, wird in Hamburg hingerichtet. Er hinterlässt dem Hamburger Senat Brisantes: ein Hand-Reliquiar aus Lissabon, das den Likedeelern als Talisman diente. Die Stadt beauftragt den Ratsherren Nikolaus Schoke, die Reliquien diskret zurückzubringen. Getarnt als einfacher Seemann begibt er sich auf eine abenteuerliche Reise, die ihn quer durch Europa, nach London, Santiago de Compostela, auf die Kanaren und endlich nach Lissabon führt. Erst hier erfährt Schoke die Wahrheit über die Reliquien von Lissabon. Der Autor Jörgen Bracker studierte in Marburg, Kiel und Münster Klassische Archäologie, Alte Geschichte und Vor- und Frühgeschichte. Von 1976 bis zum Ende des Jahres 2001 leitete er als Direktor und Professor das Museum für Hamburgische Geschichte. Seit der von ihm 1989 in Hamburg und Rostock präsentierten Ausstellung "Die Hanse - Lebenswirklichkeit und Mythos" galt sein besonderes Augenmerk der durch Seeraub und wirtschaftlichen Niedergang gekennzeichneten Krise der Hansezeit um 1400. Er ist außerdem Ehrenmitglied der Deutschen Seefahrtsgeschichtlichen Kommission (DSK), Ehrenmitglied des Vereins der Freunde des Museums für Hamburgische Geschichte und Mitglied der Hamburger Autorenvereinigung (HAV). Quelle: www.Amazon.de Die Rezension Jörgen Bracker versteht es hervorragend mit seinem Schreibstil den Protagonisten Leben einzuhauchen, ja einen in die Zeit des Romans zu versetzen. Schon in den ersten Zeile versinkt man in der Welt, in der Zeit des Romans. Die flüssig geschiebene Story mit Ihrer Teilweise "alten Sprechweise" entführt einen in die Zeiten der Seefahrer, der Hansestädte, Religion und den Glauben der Reliquien der damaligen Zeit. Man lernt vieles über die Schiffsmanöver und wird mit vielen nautischen Begriffen bekanntgemacht, die für mich ganz neu und so natürlich manchmal schwer nachvollziehbar waren. Jedoch nur nach wenigen Seiten wurden einem diese Begriffe immer geläufiger und man war selbst der Seemann. Mit der Figur des Nikolaus Schoke litt ich und freute ich mich. Ich zitterte bei seiner Heimkehr im Sturm mit ihm und der Besatzung des Schiffes. Kurzum ein historischer Roman der nicht viele Wünsche offen lässt. Schade vielleicht nur, dass die eine oder andere Begebenheit nur am Rande gestreift wurde. Dennoch kann ich den Roman guten Gewissens weiter empfehlen. Für mich 4 von 5 Sternen.
  20. Cover des Buches Das Geheimnis des Frühlings (ISBN: 9783809025740)
    Marina Fiorato

    Das Geheimnis des Frühlings

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Vanillecreme
    Spannender und kurzweiliger Roman über Intrigen, Verschwörungen und Politik im 15. Jahrhundert in Italien. Auch wenn sich die Autorin in ihrem Roman hinsichtlich der Ereignisse künstlerischer Freiheit bediente, so klang das Beschriebene absolut nachvollziehbar und vorstellbar.
    Alles in allem ein schöner Roman, den ich allen weiterempfehlen kann, die gerne Bücher über Verschwörungen, Geheimnisse und Rätsel gepaart mit einer Prise Liebe und Herzschmerz lesen. :)
  21. Cover des Buches Global Attack! (ISBN: 9783404605521)
    Paul Kingsnorth

    Global Attack!

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Barry
    Für Einsteiger sehr zu empfehlen, allerdings recht wenig tiefgang.
  22. Cover des Buches Die Verlobung in St. Domingo. Das Bettelweib von Locarno. Der Findling (ISBN: 9783150080030)
    Heinrich von Kleist

    Die Verlobung in St. Domingo. Das Bettelweib von Locarno. Der Findling

     (21)
    Aktuelle Rezension von: chrisab2007
    "Die Verlobung in St. Domingo" (blutig, französische Revolution und Sklavenaufstand in der Karibik) des "deutschen de Sade" verdient 5 Sterne.
  23. Cover des Buches Grazie, Genova - Zwei Jahre al dente (ISBN: 9783644549616)
    Bernadette Olderdissen

    Grazie, Genova - Zwei Jahre al dente

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Wortteufel

    Was ist geschehen?

    Unverhofft kommt oft und so entschließt sich die unstete Sonja, die sich bisher gern in der Weltgeschichte herumgetrieben hat, einen Job an einer Sprachschule in Italien anzunehmen und fortan im ligurischen Genua Deutsch zu unterrichten. Dumm nur, dass sie selbst nicht so richtig Italienisch spricht, vom Unterrichten eigentlich gar keine Ahnung hat und auch sonst nicht wirklich weiß, was sie in Italien eigentlich erwartet, geschweige denn, was sie dort will. Hals über Kopf stürzt sie sich in ihr neues Leben und lernt es rasch lieben - nur mit der Liebe an sich will es nicht so recht klappen!

    Was ist davon zu halten?

    Leider nur sehr wenig! Um es gleich vorweg zu nehmen, es wäre nicht so, als könnte Bernadette Olderdissen nicht schreiben. Ihr Schreibstil, der sich gut und flüssig lesen lässt und auch interessant und passend ist, hat es mir überhaupt möglich gemacht, das Buch bis zum Ende durchzuhalten - nur die Geschichte, die ist leider sogar zum Sterben zu langweilig.

    Wer einen witzigen Roman à la "Maria, ihm schmeckt's nicht!" erwartet, urkomisch, amüsant und doch wie aus dem wahren Leben gegriffen, wird mit "Grazie, Genova" leider schwer enttäuscht. Zwar ist es tatsächlich die Geschichte einer Auswanderin, die mehr oder weniger freiwillig in Genua landet, um dort sozusagen von Null zu beginnen, doch es ist leider auch die Geschichte einer eher durchschnittlichen Protagonistin, die zwar oft nervt, aber leider nicht im positiven Sinn. Es sind Sonjas negativen Eigenschaften, auf denen die Ich-Erzählerin zu allem Übel auch noch permanent herumreitet, die es dem Leser schwer machen, sich mit Sonja zu solidarisieren. Sie ist nicht besonders ordentlich, hat kaum eine der berühmten deutschen Tugenden abbekommen und lässt ständig Lebensmittel im Kühlschrank vergammeln. Als sie versucht ihren Führerschein in Italien zu machen - ein Unternehmen, an dem sie sich in Deutschland bereits die Zähne ausgebissen hat - stellt sie sich so unkomisch dumm an, dass ich als Frau am liebsten in Grund und Boden versunken wäre.

    In "Grazie, Genova" kommen die komischen und amüsanten Elemente leider viel zu kurz. Was wirklich witzig sein könnte, lässt die Autorin leider rasch links liegen, wie u.a. Sonjas Leben und Erleben als Lehrerin an einer Sprachschule, die von einem eher durchgeknalltem Ehepaar geleitet wird, oder die eben nicht vertraute italienische Lebensart, die über Unpünktlichkeit, Pizza-Essen und Bruzeln am Strand hinausgeht. Statt dessen konzentriert sich Bernadette Olderdissen auf Sonjas Liebesleben, das so schrecklich stinkend normal ist, dass es bereits wehtut. Erst verliebt sie sich in den einen Schüler ihres Sprachkurses - diese Liebe endet, wenn auch nicht tragisch. Darauf schwört sie den Männern ab, schließt allerlei Freundschaften und verliebt sich schließlich doch wieder in einen ihrer Schüler. Eh diese Liebe auch zu enden droht, reißt Sonja das Ruder herum und entscheidet sich für die Liebe und einen neuen Versuch im schönen Frankreich - dessen Sprache sie auch nur mittelmäßig spricht. Sie sagt also "Grazie, Genova" und kehrt der Stadt, die zwei Jahre ihre Heimat war, den Rücken. Das wars!

    Fazit:

    Leicht und lockerer Sommerlektüre sieht leider vollkommen anders aus. Anstatt eines witzigen Auswanderer-Abenteuers, gespickt mit ein bisschen Amore, bekommt der Leser das seichte Geplänkel einer Frau vorgesetzt, die zwar das ein oder andere Mal durchaus Mut beweist, aber eigentlich so gar nicht weiß, was sie will. Ihre Geschichte ist zudem noch so einfach und in ihrer Besonderheit leider doch so alttäglich, dass sie einfach keinen Spaß macht. Ich bin sicher, Bernadette Olderdissen kann es besser!

  24. Cover des Buches Im Windschatten des Schreckens (ISBN: 9783548244105)
    David Donachie

    Im Windschatten des Schreckens

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    Noch keine Rezension vorhanden

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