Bücher mit dem Tag "georgien"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "georgien" gekennzeichnet haben.

72 Bücher

  1. Cover des Buches Das achte Leben (Für Brilka) (ISBN: 9783548289274)
    Nino Haratischwili

    Das achte Leben (Für Brilka)

     (206)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania

    Zu „Juja“ bin ich ein wenig zwiegespalten. Ich finde Nino Haratischwili großartig. Ich habe bereits die Bücher „Das achte Leben (für Brilka)“ und „Die Katze und der General“ gelesen. Ersteres war absolut großartig und auch das zweite ein wirklich toller, wenn auch ein wenig düsterer Roman. Ich habe die Autorin auch schon live gesehen, eine sehr interessante und faszinierende Person.

    „Juja“ war Haratischwilis Debüt und ich bin mir nicht sicher, ob ich weitere Bücher hätte lesen wollen, wenn ich mit diesem Buch begonnen hätte.

    In „Juja“ geht es um ein Buch aus den 50er Jahren, nach dessen Lektüre sich mehrere Menschen das Leben genommen haben. Die Autorin soll ein 17-Jährige gewesen sein, die am Ende des Buches ebenfalls Selbstmord begangen hat. Das ganze Buch ist äußerst beklemmend und immer wieder recht wirr. Es gibt mehrere Figuren und Zeitebenen, zwischen denen die Autorin wechselt. Und auch wenn am Kapitelanfang das Jahr und die Figur stehen, hat es immer etwas gedauert, ehe ich wieder in diesem Teil der Geschichte angekommen bin.

    Jahre nach Veröffentlichung des Buches gibt es Menschen, die diese Geschichte genauer unter die Lupe nehmen wollen. Wer war die Autorin? Warum haben sich so viele umgebracht? Was hat es mit dieser Geschichte auf sich?

    Die Figuren für sich waren schon interessant, aber durch die Einstreuungen des „Buches“ war das Ganze etwas unheimlich. Dennoch reicht es nicht aus, mich von weiteren Büchern der Autorin abzuhalten. Ich bleibe dieser Frau (lese-)treu.

  2. Cover des Buches Fuchskind (ISBN: 9783548612515)
    Annette Wieners

    Fuchskind

     (98)
    Aktuelle Rezension von: schnuffelschnecke9904

    Darum geht es:An einem Herbsttag hört Friedhofsgärtnerin Gesine Cordes hinter einem Grab plötzlich Babygeschrei. Sie gerät in Panik, denn sie fühlt sich an den Tag erinnert, an dem ihr Sohn zehn Jahre zuvor durch Giftpflanzen ums Leben kam. Doch der Säugling, den sie auf dem Friedhof entdeckt, ist unversehrt. Von den Eltern aber weit und breit keine Spur. Als wäre das nicht genug, wird auch noch eine Frauenleiche gefunden. Und Gesines Exmann steht plötzlich vor ihr. Hat er etwas mit der Toten zu tun? Gesine kommt der Wahrheit näher, als ihr lieb ist ....

    Daten zum Buch:
    Verlag:List Taschenbuch
    Erscheinungsdatum:17.6.2016
    Buchlänge: 352

    Fazit:
    Bei diesem Buch handelt es sich um einen netten Krimi in dem sehr wenig Blut fließt. Die Geschichte die dahinter steckt hätte größeres Potenzial gehabt, als was man ausgeschöpft hat. Einige Handlungsstränge fand ich zudem unlogisch und sehr weit hergeholt. An einigen Stellen wurde das Drumherum nicht gut genug erklärt und an anderen Stellen wurde zu viel Hintergrund erläutert.
    Die netten Zeichnungen und Informationen zu giftigen Pflanzen und Blumen haben mir jedoch sehr gut gefallen.
    Leider bin ich mit den Figuren nicht richtig warm geworden. Gesine kannte ich bereits aus dem Krimi 'Kaninchen Herz' wobei sie mir da deutlich sympathischer war als in diesem Buch. Auch bei den anderen Figuren stellte sich bei mir kein Sympathie Gefühl ein, sodass es mir gefühlt egal war, was mir ihnen geschieht.
    Ich bin mir sehr unschlüssig, ob ich den dritten Teil um Gesine Cordes lesen werde.

    2,5⭐/5⭐

  3. Cover des Buches Im Himmel gibt es Coca-Cola (ISBN: 9783866482340)
    Christina Nichol

    Im Himmel gibt es Coca-Cola

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Heldentenor
    Eine amerikanische Literaturwissenschaftlerin versetzt sich in einen jungen georgischen Mann. Viel mehr ist leider nicht zu sagen.

    Es hätte ein unterhaltsamer Schelmenroman, eine Eulenspiegelei gar werden können. Aber der Funke springt nicht über. Der Protagonist ist einen Hauch zu willenlos und die Scherze bleiben fade.

    Dabei spielt die Handlung an einem der  Wendepunkte der neueren georgischen Geschichte, kurz vor der Rosenrevolution. Viele Andeutungen und Bezüge zur politischen Situation zu Beginn der 2000er Jahre erschließen sich dem Leser ohne eigene Kenntnis von der Geschichte Georgiens leider nicht oder er muss extra nachlesen. Im Buch bleibt Georgien einfach ein östliches Land unter vielen. Die Eigentümlichkeiten spielen kaum eine Rolle oder bleiben blaß. Dabei bietet das Land viel mehr.
  4. Cover des Buches Laudatio auf eine kaukasische Kuh (ISBN: 9783847900689)
    Angelika Jodl

    Laudatio auf eine kaukasische Kuh

     (86)
    Aktuelle Rezension von: uschitheisen

              Olga wächst in kleinen Verhältnissen in München auf: geprägt von traditionellen und religiösen Werten. Sie befreit sich trotzig aus deren Klauen, da sie früh merkt, dass sie für ihren Traum, Ärztin zu werden, kämpfen muss. Als junge PJ- lerin lernt sie Felix kennen; ein junger Kollege , wohlhabend, aus erfolgreicher Arztfamilie stammend. Und steht vor der Entscheidung, Vergangenheit und Familie hinter sich zu lassen, gar zu verstecken oder sich ihnen zu stellen. Zeitgleich stolpert Jack in ihr Leben, ein Lebenskünstler, chaotisch, ungebunden und schwer verliebt in sie.
    Angelika Jodl entwickelt eine Dreiecksgeschichte, die die Gegensätze der Protagonisten herausarbeitet. Die wohlklingende Beziehung zwischen Olga und Felix, die einen beruhigenden Blick in eine erfolgreiche Zukunft als Ärzte zeigt, aber leidenschaftslos bleibt. Und eine Vision einer Beziehung mit Jack, die Olgas emotionale Seite voll einbindet... und ihren familiären background gleich mit.
    Supergut finde ich die Beschreibung von Olgas Gefühlskaos, dass ihre Familie jedesmal erzeugt, wenn sie aufschlägt und Olga in innere Auseinandersetzungen stürzt. Die Reise nach Georgien setzt dem Ganzen dann das Krönchen auf, da sich in veränderter Umgebung die Sichtweise ändert. Hier prallen die unterschiedliche Lebensarten beider Länder aufeinander und machen den Reiz der Reise aus. Am Schluss kommt Olga zu ihrer Entscheidung; wankend , aber letztendlich nicht wirklich überraschend.
    ...und die kaukasische Kuh spielt tatsächlich eine Rolle dabei!! (die übrigens sehr gelungen das Cover des Buches ziert)


  5. Cover des Buches Nalas Welt (ISBN: 9783404617111)
    Dean Nicholson

    Nalas Welt

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Lesewuermchen

    Das Buch ist in einem flüssigen Stil geschrieben und hat mich von der ersten Seite an begeistert. 

    Dean plant mit seinem Freund Ricky eine Reise um die Welt - per Fahrrad.

    Letztendlich ist Dean dann aber alleine unterwegs und trifft auf seiner Reise auf eine kleine Straßenkatze, die er nicht alleine zurücklassen möchte. Nala wird seine ständige Begleiterin, fährt in einer Tasche am Fahrrad mit oder auch teilweise auf seiner Schulter. Ganz hinreißend dazu fand ich die Fotos, die Dean, seine Katze und auch viele der Menschen zeigen, denen er im Laufe seiner Reise begegnet ist. Es gibt lustige und auch traurige Begebenheiten.

    Dean hat ein großes Herz. Nicht nur um Nala hat er sich gekümmert, auch zwei Hunde will er retten, spendet viel Geld, dass er durch seinen plötzlichen Ruhm, den er selbst kaum fassen kann, verdient.

    Ein außergewöhnliches Reiseteam auf einer ungewöhnlichen Reise - wundervoll erzählt. Ich kann das Buch aus vollem Herzen weiterempfehlen.


  6. Cover des Buches Mein sanfter Zwilling (ISBN: 9783442745500)
    Nino Haratischwili

    Mein sanfter Zwilling

     (55)
    Aktuelle Rezension von: Helene_Leuschel
    Ein aufwühlendes, emotional packend geschriebenes Buch. Ich bin ganz erschöpft. Ich bin selber Zwilling und fand, dass die Autorin die Idee dieser engen und auch intensiven Beziehung (jedoch hier zwischen zwei Menschen, die genetisch nicht verwandt sind, sondern durch komplizierte Umstände zueinander kommen) sehr gut ausarbeitet. Hinzu kommen interessante Themen wie Mutterschaft, Liebe, Familie und sogar die Geschichte Georgiens zur Sprache
  7. Cover des Buches Die Alchimistin (ISBN: 9783453419049)
    Kai Meyer

    Die Alchimistin

     (388)
    Aktuelle Rezension von: n8eulchen

    Die Geschichte spielt Ende des 19. Jahrhunderts. Aura Institoris, Tochter eines Alchimisten, wächst in einem düsteren Schloss am Meer auf. Auf dem Weg nach Zürich, wo sie ein Mädcheninternat besuchen soll, verliebt sie sich in den Mörder ihres verhassten Vaters und gerät mit ihm in einen Krieg zwischen Templern und Unsterblichen, der über Jahrhunderte voller Hass brodelt.

    Meine Meinung:
    - düstere Atmosphäre
    - durchweg fesselnd und spannend
    - teils grausame Szenen
    - detailreiche Landschafts- und Charakterbeschreibungen
    - gerade die detaillierten Beschreibungen in Verbindung mit dem leicht und schnell zu lesenden Schreibstil gefiel mir sehr.
    - leider blieben die Charaktere bezüglich ihrer Gedanken und Emotionen etwas farblos
    - die eigentliche Geschichte beginnt erst ab ca der Hälfte und ab da nahm leider auch die Spannung etwas ab, da das vorangegangene Rätseln von Antworten abgelöst wurde.

    Top oder Flop?
    - für mich persönlich eher Top

    Empfehlung?
    - Für Freunde von Genremix, historischen Romanen (Templer), Krimis/Thriller mit Fantasy/Mysterytouch

  8. Cover des Buches Per Anhalter durch den Nahen Osten (ISBN: 9783959102452)
    Patrick Bambach

    Per Anhalter durch den Nahen Osten

     (15)
    Aktuelle Rezension von: BeiterSonja

    Das Cover gefällt mir.

    Am Anfang gibt es eine Karte, wo man als Leser die Reise mit verfolgen kann.

    Der Schreibstil ist im Tagebuch - Stil. Finde ich persönlich gut, daher hat man das Gefühl mit dabei zusein. Den Mut die Strecke komplett zu trampen und bei Leuten zu übernachten, welche ich nicht kenne - Couchsurfing - finde ich mutig. Gerade in gewissen Ecken auf der Strecke.


    Ich hätte gerne mehr erfahren über manche Orte bzw. von der Bevölkerung, Fotos fehlen auf jeden Fall. Das macht einen guten Reisebericht aus. Es gibt am Ende einige Fotos aber für einen Reisebericht zu wenig. 

  9. Cover des Buches Einsame Schwestern (ISBN: 9783902711748)
    Ekaterine Togonidze

    Einsame Schwestern

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Diana und Lina sind siamesische Zwillinge und ihre Sicht auf die Welt begleitet den Leser durchs Buch. Leider weiß ich bereits zu Beginn das Ende und das gibt für mich einen Punkt Abzug. Es ist dramaturgisch für mich nicht gut gelöst. So bleibt es von Anfang an....traurig mit dem realen Blick auf die Welt von Diana und Lina. Ich finde es großartig, dass sich die Autorin dem Thema angenommen hat, wenn auch 179 Seiten für mich zu wenig sind. Aber auch dsas hat vielleicht seine Brisanz.

  10. Cover des Buches Das Birnenfeld (ISBN: 9783518468821)
    Nana Ekvtimishvili

    Das Birnenfeld

     (12)
    Aktuelle Rezension von: EmmaWinter

    Der Klappentext liest sich wie ein Jugendbuch, in dem junge Mädchen rebellieren und die Verhältnisse in einem Internat in Georgien zum Guten wandeln. Das habe ich aus dem Buch aber so nur in Teilen herausgelesen. Was wesentlich vordergründiger ist, ist das dargestellte Elend, die Armut und die unzureichende Versorgung der Kinder. 

    Lela ist bereits 18 Jahre und nimmt in dem Internat, in dem sie aufwuchs, einen kleinen Job als Parkplatzbewacherin an. Daneben unterstützt sie die überforderten Lehrkräfte bei der Betreuung der Internatskinder. Offiziell ist das baufällige Gebäude ein Internat für geistig behinderte Kinder, doch tatsächlich ist es ein Sammelbecken für all die Kinder, die sonst keinen Platz finden. Teilweise von ihren Eltern verlassen, abgegeben und vergessen. Als sich ein amerikanisches Ehepaar ankündigt, könnte sich für ein Kind die Lage entschieden ändern.

    Die Handlung wird aus der Sicht von Lela erzählt. Dabei hat man das Gefühl, dass man in ihrem Tagebuch liest, denn es handelt sich um viele Einzelszenen. Der Alltag im Internat wird durch diese Einblicke verdeutlicht und die sehr unterschiedlichen Kinder werden durch die geschilderten Einzelschicksale dargestellt. Dabei werden einige besonders außergewöhnliche Kinder sozusagen en bloc in einem Rückblick vorgestellt. Immer wieder wird Missbrauch thematisiert, dem die Internatskinder ausgesetzt sind, durch Lehrkräfte, andere Kinder oder Außenstehende aus der Siedlung. Das titelgebende Birnenfeld spielt in diesem Zusammenhang auch eine Rolle. Die "kleinen, krüppeligen" Birnbäume stehen zudem für die Kinder, die nicht aus dem Internat entkommen können und in dem schlammigen Boden des Birnenfeldes festgehalten werden. So sind auch die Früchte dieser Bäume ungenießbar: "Wenn sie taugen würden, wären sie längst weg!" (S.148)

    Lela ist zwar ein patenter Hauptcharakter, aber man kommt ihr nicht wirklich nahe. Insgesamt tauchen sehr viele Personen in diesem Roman auf, die aufgrund der georgischen Namen durchweg (zumindest für mich) für Verwirrung sorgen. Es gibt viele interessante kleine Szenen, zum Beispiel das Telefonieren bei den Leuten im Wohnblock oder die Hochzeitsfeiern im Internat. Auch das Titelbild wird durch eine kleine Geschichte erläutert. Allerdings überwiegt der Eindruck von Szenen, die das Elend der Kinder darstellen, auch wenn Lela recht leidenschaftslos, ja nahezu nüchtern über diese Dinge berichtet.

    Insgesamt konnte mich der Roman leider nicht überzeugen. Es fehlt für mich eine durchgängigere und tiefergehendere Handlung und ein emphatischerer Schreibstil, der dem Thema angemessener gewesen wäre. Auch bereitet der Klappentext nicht auf den Inhalt (Gewalt, Missbrauch etc.) vor. Daher vergebe ich dreieinhalb Sterne.

  11. Cover des Buches Ali und Nino (ISBN: 9783548289045)
    Kurban Said

    Ali und Nino

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Mogul

    Hierbei handelt es such um eine dramatische Liebesgeschichte zwischen einer Georgierin und einem Moslem im von den Russen besetzten Baku während der Zeit des ersten Weltkriegs. Nino ist etwas jünger als Ali, christlich und sehr westlich erzogen. Sie ist sich als junge Frau ihrer selbst und ihrer Möglichkeiten als Bürgertochter der oberen Klasse bewusst. Die Stadtschönheit ist unsterblich in Ali verliebt, der ebenfalls einer oberen Klasse entstammt, die aber auf eine lange eng mit dem Islam verbundene Familiengeschichte beruht. Der Junge lebt als Mohamedaner der Oberschicht in Baku, muss aber das russische Gymnasium besuchen, dass ihm mit all seinen westlichen Gepflogenheiten immer wieder unangenehm ist. Zwei Kulturen treffen bei diesem Liebespaar aufeinander, die ihre Beziehung nicht verunmöglichen, aber zwischendurch sehr kompliziert machen. Die Stadt Baku ist selbst ein Schmelztiegel von unterschiedlichen Kulturen auf dem Kaukasus. Und der Krieg in der Ferne kommt immer näher. Das junge Paar versucht das Beste aus dieser schwierigen Situation zu machen. 

    Das Buch greift eine historisch sehr wechselhafte Zeit auf dem Kaukasus auf, in der der Zusammenbruch des Zaren- und des Osmanischen Reichs fällt, das grosse Geldmachen mit dem in der Region reichlich vorhandenen Erdöl beginnt und deswegen westliche Mächte wie England, Frankreich etc. damit beginnen, die Gebiete zumindest wirtschaftlich zu kontrollieren. Und mitten drin sind die Bewohner mit ihren unterschiedlichen, althergebrachten Kulturen. Dieses Spannungsfeld prägt den Kaukasus bis heute auf positive wie leider auch negative Weise. Der Clash der Kulturen spiegelt sich auch in der herzzerreißenden  Liebesgeschichte von Ali und Nino wieder.

    Das sehr feinfühlig und äusserst reich recherchierte Buch erlaubte mir ein Abtauchen in ein für mich fremdes Land und fremde Kulturen. Anfangs hat mich der westliche Blickwinkel etwas gestört, dann habe ich mich aber damit abgefunden. Vielleicht liegt es auch daran, dass das Buch bereits 1937 erschienen ist, und darum der damaligen Zeit entsprechend verfasst wurde, obwohl der Autor Kurban Said sehr bemüht gewesen zu sein scheint, den Reichtum der Kulturen so anschaulich wie möglich zu schildern ohne parteiisch zu werden.  Aber wer ist dieser Kurban Said? Und jetzt wird es richtig interessant: Kurban Said ist ein Pseudonym für zwei bis drei mögliche Autor*innen. Im Westen geht man laut Wikipedia  von einer anderen Autorschaft als im Kaukasus aus. Jedenfalls wurde im Text sehr viel Insiderwissen eingepflanzt, welches ein oder eine Aussenstehende so kaum in Erfahrung bringen konnte. Die Autorenschaft wird jedenfalls nie ganz geklärt werden, die Rechte liegen aber bei einer österreichischen Familie. 

    Fazit: Ein sehr spezielles Buch, dass es sich lohnt zu lesen. 


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  12. Cover des Buches Roadtrip mit Emma (ISBN: 9783426790304)
    Christina Klein

    Roadtrip mit Emma

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Mary2

    Christina Klein und ihr Freund Paul möchten Christinas Großmutter besuchen. Die wohnt allerdings in Sibirien und der Weg wird nicht etwa mit dem Flugzeug, sondern mit einem umgebauten Mercedes-Camper zurückgelegt. Dieser Camper wurde von seinen Besitzern Emma genannt und ist tatsächlich älter als seine Reisenden: als Oldtimer hat Emma bereits mehr als 30 Jahre auf dem Buckel…

    Der Reisebericht, den Christina Klein geschrieben hat, gibt die Erfahrungen dieses abenteuerlichen Trips wieder, der zunächst durch Südosteuropa, dann über Moldawien und das Schwarze Meer nach Georgien und Kasachstan führt, bis schließlich nach ca. 10.000 km das heimatliche Dorf erreicht ist.

    Zwischendurch gibt es jede Menge Erlebnisse, viele davon hängen mit der etwas zickigen Emma zusammen und den schlechten Straßen, die einem Oldtimer zu schaffen machen. Einen anderen Schwerpunkt bilden das Essen und der Alkohol-Konsum während der Reise. Über politische Systeme, kulturelle Höhepunkte oder die wirtschaftliche Situation der bereisten Länder erfährt man in diesem Buch kaum etwas, dafür mal mehr oder weniger über die Stimmung der Reisenden. Der Rückweg aus Sibirien führt schließlich über Kirgisistan, Tadschikistan und Usbekistan zum Kaspischen Meer mit einem längeren Abstecher in den Iran. Hier endet etwas abrupt die Reiseerzählung. Der Karte in der Umschlagklappe ist zu entnehmen, dass der Trip über die Türkei und Griechenland bis nach Österreich fortgesetzt wird, zu lesen ist davon aber nichts mehr. Der Bildteil in der Mitte des Buches ergänzt den Text immerhin auf hilfreiche Weise.

    Das Buch liest sich in einem flotten Tempo. Durch die doch ziemlich andere Lebenseinstellung der Autorin ist bei mir der Funke aber nicht übergesprungen. Die Ungenauigkeiten des Verlags (40.000 km waren es schlichtweg nicht bis nach Sibirien und die Karten bezeichnen die Orte mit anderen Namen als die Autorin, um nur einige ärgerliche Auffälligkeiten zu nennen), kommen hinzu.

    So kann ich nur mit 3 Sternen bewerten.

    Für Leser, die selbst gerne Roadtrips unternehmen, kann das Buch bei der Planung eines Sibirien-Trips hilfreich sein.

  13. Cover des Buches Der Held im Pardelfell (ISBN: 9783869711744)
    Tilman Spreckelsen

    Der Held im Pardelfell

     (6)
    Aktuelle Rezension von: sabatayn76
    ‚Meine Geschichte ist lang und nicht besonders schön [...]. Und sie ist ohne jede Hoffnung.‘ (Seite 50)

    ‚Der Held im Pardelfell‘ - auch bekannt als ‚Der Recke im Tigerfell‘, ‚Der Mann im Pantherfell‘, ‚Der Ritter im Pantherfell‘ u.a. - ist das Nationalepos Georgiens und wurde zwischen 1196 und 1207 vom Dichter Schota Rustaweli verfasst.

    Die ursprünglich in Versform geschriebene Geschichte wurde für die Ausgabe von Galiani Berlin von Tilman Spreckelsen in Prosaform gebracht und von Kat Menschik illustriert.

    Erzählt wird die Geschichte von Awtandil, dem Ziehsohn des Königs Rostewan, der auf Geheiß der Prinzessin Tinatin - Mitregentin im Königreich und Geliebte Awtandils - auf der Suche nach einem mysteriösen Krieger im Pardelfell ist. Dieser tauchte bei einer Feierlichkeit des Königs aus dem Nichts auf und verschwand ebenso plötzlich und unauffindbar im Dickicht.

    Da die Prinzessin Tinatin fest daran glaubt, dass das Schicksal des Fremden mit dem ihren und dem Königreich verknüpft ist, bittet sie Awtandil, die Welt zu durchstreifen, um den Mann im Pardelfell aufzuspüren.

    Seit ich Volker Kutschers ‚Moabit‘ gelesen habe, das von Menschik illustriert wurde, bin ich großer Fan der Illustratorin und habe mittlerweile einige der von ihr illustrierten Bücher gelesen (‚Birthday Girl‘, ‚Die Bäckereiüberfälle‘, ‚Die unheimliche Bibliothek‘ und ‚Schlaf‘ von Haruki Murakami, ‚Unheimliche Geschichten‘ von Edgar Allan Poe). Besonders bemerkenswert finde ich immer wieder, dass Menschiks Illustrationen so variabel sind, dass sie für jede Geschichte die richtige Technik wählt und ihr die passenden Farben verleiht. So ist es auch bei ‚Der Held im Pardelfell‘, das zwar weniger Illustrationen aufweist als beispielsweise ‚Moabit‘ oder die Murakami-Bücher, das den Leser und Betrachter jedoch schon mit den vollkommen adäquaten und überzeugenden Vorsatz-Illustrationen in den Kaukasus versetzt. Auch die restlichen Illustrationen im Buch sind schlichtweg meisterhaft und einfach wunderschön.

    Die Sprache von ‚Der Held im Pardelfell‘ ist modern und lässt sich leicht lesen. Schön finde ich, dass Spreckelsen bisweilen ungewöhnliche, märchenhafte, veraltete Begriffe wählt, die dem Ganzen den Anstrich einer vergangenen Zeit geben (z.B. ‚auch der Bart war weiß durchwirkt‘, Seite 8).

    ‚Der Held im Pardelfell‘ hat mich beim Lesen in eine andere Zeit und in eine ferne Welt versetzt und ist durchweg fesselnd. Zudem bietet das Buch Einblicke in die georgische Seele und die Geschichte und die Traditionen des Kaukasus, so dass ich es nicht nur all jenen empfehlen kann, die schöne Illustrationen und Sagen mögen, sondern auch allen, die sich näher mit dem Kaukasus auseinandersetzen möchten.

    Das hochwertige Papier, die exzellente Bindung und die ausgezeichnete Druckqualität runden dieses Schmuckstück von einem Buch und dieses Meisterwerk der georgischen Erzählkunst ab.
  14. Cover des Buches Der aufblasbare Engel (ISBN: 9783351050580)
    Zaza Burchuladze

    Der aufblasbare Engel

     (9)
    Aktuelle Rezension von: sar89
    Nino und Niko Gorosias sind ein eher gelangweiltes Paar in der Sackgasse. Nino hat zwar einen Job aber einen, den sie nicht mag. Niko ist ein gescheiterter Künstler und weiss nichts mit sich anzufangen. Aus Langeweile starten die Beiden eine Geisterbeschwörug. Sie möchten den Geist von Georges Gurdjieff einem Esoteriker, Mystiker und Gauner. Zu aller Überraschung auch der Gurdjieffs führ die Beschwörung zum Erfolg und er steht bei den Gorosias in der Küche, unfähig oder unwillig zu veschwinden. Nach ein paar Tagen wünschen sich die Gorosias Nützliches von ihrem Geist. Sie wollen möglichst schnell an Geld kommen. Gurdjieff erfüllt ihnen diesen Wunsch. Doch die Art und Weise ist alles andere als legal, dies stört die Gorosias aber nicht im Geringsten, vor allem als die Million auf dem Tisch liegt, sie sich eine schöne Wohnung, einen Innenarchitekten und eine Bäckerei leisten können. Gurdjieff lassen sie vor sich hinvegetieren zusammen mit dem Foucault und des Entführten, nicht mehr ganz taufrischenTschikobawas. Geurdjieff verwandelt Tschikobawas in eine Art versteinerten Priester mit Laserauge. Witzigerweise stellen sie ihn in einer Kirche ab und de Aberglaube der Bevölkerung beginnt seltsame Blüten zu treiben....
    Alles in allem habe ich mich gut amüsiert, wobei die Lügen und Kriminalität einfach mal so hingenommen werden, solange Geld und Wohlstand daraus resultieren. Die Mitte der Erzählung als sie auf das Opfer warteten, konnte mich gar nicht packen. Anfang und Ende fand ich sehr gut! Ich muss noch sagen, dass ich bisher nicht dazu gekommen bin "Meister und Margarita" zu lesen, was dem Verständnis für die Figur Gurdjieff wohl nicht ganz dient. Es hat mich aber gefreut endlich Georgische Literatur zu lesen. Vermutlich wird es nicht das letzte Mal gewesen sein.
  15. Cover des Buches Wächter des Labyrinths (ISBN: 9783499249402)
    Will Adams

    Wächter des Labyrinths

     (35)
    Aktuelle Rezension von: quadrupes
    Um einer wissenschaftlichen Konferenz beizuwohnen, bereist Daniel Knox die griechische Hauptstadt Athen. Bereits vor dem eigentlichen Beginn der Tagung wird einer der Redner, der französische Wissenschaftler Roland Petitier, tot im Hotelzimmer von Knox‘ Freund Augustin Pascal aufgefunden. Während die Polizei Knox für den Mörder Petitiers hält, vermutet ein einflussreicher georgischer Familienclan, die Nergadses, bei Knox das legendäre Goldene Vlies, mit dessen Verbleib sich der Vortrag des Toten beschäftigen sollte. Für Daniel Knox gilt es nun, einerseits die griechische Polizei von seiner Unschuld überzeugen, andererseits den Nergadses zu entkommen, die vor nichts zurückschrecken, um das für das georgische Volk so symbolträchtige Goldene Vlies in ihren Besitz zu bringen.
    Will Adams bleibt dem grundlegenden Stil seiner Bücher um den Archäologen Daniel Knox treu. Gegenüber den beiden vorherigen Bänden zeichnet sich „Wächter des Labyrinths“ jedoch durch einen strukturierteren und nachvollziehbaren Aufbau sowie eine gelungenere Verknüpfung der Handlung mit ihrem historischen Hintergrund aus. „Wächter des Labyrinths“ ist somit der bislang beste Roman dieser Reihe, der als Lektüre für zwischendurch überzeugt und insbesondere aufgrund des offen gehaltenen Endes Lust auf weitere Abenteuer von Daniel Knox macht.
  16. Cover des Buches Touristenfrühstück (ISBN: 9783351050368)
    Zaza Burchuladze

    Touristenfrühstück

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Schmiesen
    Inhalt:
    Seit Jahren schon lebt er in Berlin. Dort bekommt er Medikamente gegen seine Hepatitis-C-Erkrankung, hat Frau und Kind, kann seine Bücher ungehindert veröffentlichen. Doch gedanklich trägt es ihn immer wieder zurück in seine alte Heimat Georgien, genauer gesagt in die Hauptstadt Tbilisi. Ein Mann auf der Suche nach einem Zuhause, zerrissen zwischen zwei Welten. Und wer ist dieser mysteriöse "Er"? Wohl niemand Geringeres als der Autor selbst.


    Meine Meinung:
    In kurzen Episoden gewährt uns Zaza Burchuladze Einblicke in seine Gedankenwelt. Er durchwandert Berlin und wird dabei an Tbilisi erinnert. So entsteht eine Verbindung zwischen Damals und Heute, zwischen alter und neuer Heimat, und nicht zuletzt zwischen Ost und West. 


    Zaza beschränkt sich dabei nicht nur auf persönliche Anekdoten. Auch politische und philosophische Ausführungen kommen nicht zu kurz. Manchmal ist es nicht ganz einfach zu folgen. Doch immer wird man entlohnt: Es gibt einiges zu lachen bei diesem Buch.


    Ich habe "Touristenfrühstück" am Tag vor meiner Abreise nach Tbilisi begonnen und im Flugzeug zu Ende gelesen. Und tatsächlich hat es mich ein wenig auf diese chaotische Stadt vorbereitet. Beispielsweise konnten mich die allabendlichen Feuerwerke (zu welchem Zweck?!) nicht überraschen. Das Buch enthält also viel Wahres und Erfahrbares.


    Fazit:
    Ein Gedankenstück zu innerer und äußerer Emmigration, eine Verbindungslinie zwischen Deutschland und Georgien, ein sprachlich anspruchsvoller und gleichzeitig erheiternder Roman von einem der in Georgien umstrittensten Autoren der Gegenwart. 5 von 5 Sternchen und eine Leseempfehlung, insbesondere da Georgien 2018 Gastland bei der Frankfurter Buchmesse sein wird.

  17. Cover des Buches adibas (ISBN: 9783351050214)
    Zaza Burchuladze

    adibas

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    INHALT: Tiflis im Sommer 2008. Vor den Toren der Stadt stehen die Einheiten der Russischen Armee. Die Situation ist brenzlig, es gibt jede Menge Gründe zur Sorge, doch die Generation iPod der georgischen Upper-Class interessiert das einen Scheiß. Für sie findet der Krieg nur im Fernsehen oder Radio statt. Sie selbst interessieren sich nur für ihre Körper, ihre Kleidung und woher sie den Stoff für den nächsten Rausch bekommen können. Sie sind dekadent und ignorant. Ihr Leben besteht aus einem einzigen Sichverschließen vor der Welt. Sie schaffen sich eine eigene, verfälschte Realität. Alles ist gefälscht: die Markenklamotten, die Körper, die Ansichten, die Denkweisen.

    FORM: Der Ich-Erzähler (der im Buch zweimal Zaza genannt wird) führt den Leser in fünfzehn Kapiteln durch seine Stadt. (Bezeichnenderweise spielt ein Großteil des Romans im Tiflisser Stadtteil Vake.) Manche Kapitel sind auch in anderen Formen verfasst, wie etwa einem Theaterstück à la WARTEN AUF GODOT (Kapitel 9 | Seite 97), als Chat (Kapitel 11 | Seite 121) oder als Horoskop für den 8. August 2008, dem Tag an dem der Kaukasuskrieg seinen Höhepunkt erreichte (natürlich Kapitel 8 | Seite 87).

    Burchuladzes Sätze sind kurz, prägnant und von einem feinen Sarkasmus durchzogen. Streckenweise ist das Buch nicht jugendfrei, aber welches ist das heute noch? Eine richtige Geschichte im klassischen Sinn erzählt er nicht, eher eine Momentaufnahme einer bestimmten Gesellschaftsschicht der er (vielleicht?) selbst angehört oder die er zumindest gut kennt. Eine Gesellschaft, die keine Werte mehr kennt, sondern nur noch die Preise.

    Ich muss unbedingt noch auf die äußere Erscheinung des Buches zu sprechen kommen, bei der sich der Verlag Blumenbar selbst übertroffen hat. Der Einband kommt in schwarzem Leder mit goldenen Lettern daher … alles, dem Roman entsprechend, Imitat und Fälschung, was ich sehr passend finde. Ein (un)echtes Schmuckstück im Buchregal.

    FAZIT: Burchuladze, der mittlerweile in Berlin wohnt, ist eine sehr intensive Parabel über den Schein und das Sein seiner Generation gelungen. ADIBAS ist nicht sein erster Roman und ich hoffe sehr, dass sich der Verlag dieses Autors annimmt und weitere Romane veröffentlicht. Für diesen hier gibt es von mir 5 Sterne.

    *** Diese und viele weitere Rezensionen könnt Ihr in meinem Blog Bookster HRO nachlesen. Ich freue mich über Euren Besuch ***

  18. Cover des Buches Der kaukasische Kreidekreis (ISBN: 9783518188422)
    Bertolt Brecht

    Der kaukasische Kreidekreis

     (109)
    Aktuelle Rezension von: sommerlese
    "*Bertholt Brecht*" schrieb 1944 sein Theaterstück "*Der kaukasische Kreidekreis*".


    Die Handlung führt zu einer Kolchose von Ziegenbauern im Kaukasus, die der benachbarten Obstbauernkolchose ein fruchtbares Stück Land überlässt. Um sich dafür zu bedanken führen die Obstbauern ein Theaterstück auf.

    Ein Kind aus reichem Haus wird von seiner leiblichen Mutter inmitten von Kriegswirren verlassen. Die arme Magd Grusche kümmert sich um das Kind, beschützt es, weil sie es wirklich liebt. Als die Mutter nach Kriegsende zurückkehrt, will sie das Kind zurückhaben, um an sein Erbe zu kommen. Der Streit um das Kind wird im Kreidekreis vom Dorfschreiber und damit Armeleuterichter Azdak entschieden.


    Brecht ist ein begnadeter Autor, der seine Leser oder das Theaterpublikum durch seine erzählenden Stücke zum Nachdenken bringen wollte. Er hat eine überaus einnehmende Erzählkunst, die menschliche Fehler aufzeigt, den Eigennutz und die Selbstsucht anprangert und dennoch ein großartiges Stück Literaturgeschichte ist, dem man inhaltlich verfällt.

    Die fremd klingenden Eigennamen sind anfangs schwer zu fassen, man gewöhnt sich jedoch schnell daran und wird mit ihnen bekannt. Der einzigartigen Erzählung kann man sich nicht entziehen, sie ist das Herzstück dieses gelungenen Theaterstückes, das Emotionen weckt, aufwühlt und die Tragweite der menschlichen Art erkennen lässt. 
    Die Charaktere stellen sich als Beispiele der menschlichen Gesellschaft dar, den Zuschauern wird regelrecht der Spiegel vorgehalten.
    In der Rahmenhandlung versteckt sich ebenfalls die Geschichte des Richters Azdak.
     
    Brecht bringt in diesem Stück seinen Wunsch zum Ausdruck, humanes Verhalten zur gesellschaftlichen Realität werden zu lassen. Wer wirklich liebt, verzichtet auf eigene Vorteile und gibt der geliebten Person Freiraum und auch Schutz.

     
    Ein Theaterstück, welches durch seine epische Form typisch für Brecht ist und mich immer wieder begeistert.  

  19. Cover des Buches Die Geschichte von einem Vogel und einem Mann (ISBN: 9783548291000)
    Archil Kikodze

    Die Geschichte von einem Vogel und einem Mann

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Catastrophia

    Auf "Die Geschichte von einem Vogel und einem Mann" von Archil Kikodze muss man sich einlassen wollen, aber es lohnt sich. Hauptfiguren sind ein georgischer Wanderführer und ein älterer Engländer. Der Georgier, ein Vogelkundler, begleitet den Briten auf seiner Reise durch Georgien. Dieser ist jedoch nicht zum ersten Mal im Land, er war zur Zeit des Kalten Krieges als Geheimdienstler dort unterwegs.

    Ich brauchte eine ganze Weile, um ins Buch zu kommen, denn Kikodze steigt quasi mitten im Gedankenfluss des Wanderführers ein. Da dieser über mehrere Kapitel verschiedene Episoden aus seiner Vergangenheit erzählt, verlor ich manchmal etwas den Faden. Gerade auch plötzliche Sprünge zwischen "Ich wuchs dort und dort auf" zu "da ist ein besonderer Adler" verwirrten mich etwas. Das liegt aber, glaube ich, auch daran, dass ich viel zu wenig über Georgien weiß und das Gefühl hatte, mit mehr Hintergrundwissen die einzelnen Geschichten leichter einordnen zu können und Anspielungen besser zu verstehen.

    Trotz dieser Sprunghaftigkeit habe ich dann aber doch meinen Spaß an der Novelle gefunden. Die Landschaften und Tiere werden wahnsinnig schön beschrieben und das Zusammentreffen dieser beiden Charaktere und der Austausch ihrer Erinnerungen vor dem Hintergrund des Kalten Kriegs ist definitiv lesenswert. Ich würde nur empfehlen, sich vorher etwas in die Geschichte Georgiens einzulesen. Ich glaube, dann hätte ich noch mehr aus dem Buch ziehen können und werde dieses Einlesen nun nachholen. Denn mein Interesse an Georgien hat es definitiv geweckt.

  20. Cover des Buches Die Katze und der General (ISBN: 9783627002763)
    Nino Haratischwili

    Die Katze und der General

     (52)
    Aktuelle Rezension von: leselea

    Wenn ich es mir ganz einfach machen wollen würde, würde ich an dieser Stelle einfach auf die Rezension von Volker Weidermann zu Nino Haratischwilis Roman Die Katze und der General im Literaturspiegel verweisen: https://www.spiegel.de/spiegel/literaturspiegel/d-159055838.html Erstens sagt Weidermann alles, was man zu diesem Buch sagen kann – und das noch treffend genau; zweitens würde ich so wertvolle Zeit sparen, die ich in bessere Bücher investieren könnte und die mich diese schaurige Lektüre hoffentlich vergessen machen würden. Denn Die Katze und der General ist leider ein völlig misslungener Roman, die wohl größte Enttäuschung meines Leselebens, ein bloßer Schock, der zu zwei Fragen führt: Wie konnte das nach dem fulminanten Roman Das achte Leben (Für Brilka) kommen? Wie konnte dieser Roman es auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2018 schaffen?

    Natürlich ist es schwierig an einen so großen und erfolgreichen Roman wie Brilka anzuknüpfen und vermutlich gehen viele Leser – mich eingeschlossen – mit zu hohen, vielleicht auch überzogenen Erwartungen an das Folgebuch ran. Doch auch wenn man das Erfolgsbuch ausklammert und ganz aufgeschlossen an Die Katze und der General herangeht, muss man leider feststellen, dass dies ein mangelhaftes Werk bleibt, dessen Schwächen sowohl inhaltlicher als auch formaler Natur sind:

    • Story: Hanebüchen. Reicher Oligarch, der im ersten Tschetschenienkrieg mit anderen Soldaten ein schlimmes Verbrechen begangen hat, will nach dem Tod seiner Tochter – die aufgrund überhöhter Moralvorstellung lieber den Freitod gewählt hat als mit ihrem Vater weiter auf demselben Planeten zu wandeln – seine ehemaligen Kameraden zur Rechenschaft ziehen. Engagiert für einen kruden Plan dafür eine georgische Schauspielerin mit dem Künstlernamen Katze, die sich mit dem ihr zugeteilten Auftrag, eine tote Tschetschenin zu spielen, überidentifiziert. Verwickelt auch den von ihm gehassten Exliebhaber seiner Tochter in das abstruse Geschehen, der als Überbringer von Hiobsbotschaften auftreten darf.
    • Figuren: Schablonenhaft. Nino Haratischwili braucht über 760 Seiten, um ihre Geschichte zu erzählen und schafft es doch nicht, Tiefe zu entwickeln – vor allem nicht bei ihren Hauptfiguren. Diese bleiben plakativ, seelenlos, bloße Träger von Attributen, wandelnde Plattitüden. Haratischwili bemüht sich zwar, Psychogramme zu erstellen und lässt wohl deswegen die Geschichte abwechselnd aus der Perspektive des Generals, der Katze und des Exliebhabers erzählen; leider erinnert das Ergebnis an simpelste Küchenpsychologie. Die einzigen Ausnahmen bilden die Nebenfiguren: Hier schafft Haratischwili an alte Stärken anzuknüpfen. Mit nur wenigen Strichen skizziert sie Charaktere, denen man auch ein Leben jenseits der Buchdecken zutrauen würde; bei ihren Protagonisten ist dies – trotz der vielen Worte – nicht vorstellbar.
    • Sprache: Schwülstig. Wenn die Handlung es nicht schafft, Spannung zu entwickeln, dann muss das wohl die Sprache schaffen. Das hat sich Haratischwili vermutlich gedacht und ihren Roman mit einem Pathos überzogen, der nur schwer zu ertragen ist. Mit rhetorischen Fragen, Wiederholungen und parallelen Konstruktionen versucht sich eine Dramatik zu erzeugen, die einfach nicht vorhanden ist. Es soll um Schuld und Sühne, Leben und Tod, Ethik und Moral gehen. Nach der Lektüre bleiben: ein ungesundes Völlegefühl, Müdigkeit ob der unzähligen unnötigen Worte, ein Entsetzen hinsichtlich dem Kitsch, mit dem Szenen aufgeladen wurden, die man so meiner Meinung nach nicht schreiben darf!

    Summa summarum: Haratischwili erzählt mehr in der Breite als in die Tiefe, konstruiert, wo sie motivieren müsste, überfrachtet, wenn eine reduzierte und demütige Schreibweise angebracht wäre. Gerade diese sprachlichen Schnitzer machen eine Nominierung für den Deutschen Buchpreis so fragwürdig. Wie oft entdeckt man auf der Long- und Shortlist Werke, die sich in ihrer Artifizialität einem so entziehen, das man sich als Leser denkt: „Das kann nur Kunst sein!“. Bei Die Katze und der General ist es genau das Gegenteil: „Das kann weg!“ Hier scheint allein die Wahl des Themas (erster Tschetschenienkrieg) ausschlaggebend für die Auswahl gewesen sein. So richtig ich es finde, diesen Krieg und diese Region aufs Tableau des westlichen Lesers zu bringen, so bezweifle ich jedoch, ob diese Art der Erzählung der Bewusstseinsförderung dienlich ist. 

    Bleibt zum Abschluss nur noch ein Punkt zu klären: Warum gebe ich immer noch 2 Sterne? Ich könnte jetzt bereits auf die oben erwähnten Nebenfiguren hinweisen, auf kleine atmosphärische Passagen, in denen Haratischwili das Leben während der Perestroika beschreibt, auf die Spannung der ersten 100 Seiten, die durch das Verflechten verschiedener Figuren entsteht. Doch wenn ich ehrlich bin: der zweite Stern ist ein Sympathiepunkt. Weil ich weiß, dass Nino Haratischwili es doch eigentlich besser kann. Weil ich Brilka so sehr geliebt habe. Und weil ich mir deswegen trotz aller Enttäuschung und Frustration nach dieser Lektüre ihren nächsten Roman auch wieder kaufen werde.

  21. Cover des Buches Das Moskau Virus (ISBN: 9783453430624)
    Robert Ludlum

    Das Moskau Virus

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Ay73
    Mein erster Lundlum Roman der Covert-One-Reihe. Ich dachte zuerst sollte ich mit dem ersten Buch anfangen, aber habe doch mit dem letzten begonnen und werde die anderen noch nachholen. Zur Story: Mysteriösche Todesfälle ereignen sich in Moskau. In kurzen Abständen sterben einfach menschen in Russland und den benachbarten Staaten Politiker, Funktionäre etc. Relativ schnell erfährt man, dass es sich um eine neue Art von Virus handelt die im Auftrag des russischen Präsidenten mit Hilfe des Ex-Stasi Wissenschaftler entwickelt wurde. Das Covert-One-Agent Jon Smith erhält Unterstüzung von einer in Moskau lebenden Journalistin. Die Hetzjag beginnt. Denn überall sitzen in den Kooperationsländern Spitzel die für Russland arbeiten. Gleichzeitig begibt sich eine überaus clevere CIA-Agentin auf die gleiche Fährte wie Jon Smith & Co. Ein toller Action-Thriller bzw. Polit-Thriller der gut recherchiert ist und den Leser mit auf diese Jagd nach der neuen Biowaffe begibt.
  22. Cover des Buches Techno der Jaguare (ISBN: 9783627001926)
    Manana Tandaschwili

    Techno der Jaguare

     (4)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches Reise nach Karabach (ISBN: 9783938803875)
    Aka Morchiladze

    Reise nach Karabach

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  24. Cover des Buches Stalin (ISBN: 9783596172511)
    Simon Montefiore

    Stalin

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Bella5
    Diese Stalin - Biographie ist unglaublich gut geschrieben und liest sich fast wie ein Roman. Hier gibt es quasi "Geschichte zum Anfassen". Dieses Sachbuch ist auch etwas für Leute, denen solche Darstellungen sonst zu "trocken" sind.

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