Bücher mit dem Tag "germanen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "germanen" gekennzeichnet haben.

234 Bücher

  1. Cover des Buches Das letzte Königreich (ISBN: 9783499254710)
    Bernard Cornwell

    Das letzte Königreich

     (548)
    Aktuelle Rezension von: Tokall

    Bernard Cornwell ist ein hochgelobter Autor, von dem ich bisher noch nichts gelesen habe, als Einstieg in sein Werk entschied ich mich für „Das Letzte Königreich“, den Beginn der sog. Uhtred-Saga. Leider wurde ich sehr enttäuscht, habe ich den Schreibstil doch als sehr langatmig empfunden und fand die Geschichte insgesamt seelenlos. Ich habe mich durch das Buch gekämpft, war aber häufiger davor das Lesen abzubrechen. Bei mir entstanden bei der Lektüre keinerlei Emotionen, auch einen Bezug zu den Figuren konnte ich nicht aufbauen. Weitere Bände aus dieser Reihe werde ich nicht lesen, aber ich gebe dem Autor noch eine Chance und werde mir als nächstes seine Artus-Reihe genauer anschauen. Doch nun zum Buch.

    Uhtred, Sohn des Aldermanns Uhtred, wohnhaft auf der Bebbanburg, begegnet 866 im Alter von zehn Jahren erstmals den Dänen. Sein ältester Bruder wird ermordet, als dieser die Dänen näher auskundschaften soll. Im Jahr 867 zieht Uhtreds Vater dann in den Krieg gegen die Dänen, wird aber vernichtend geschlagen und der Zehnjährige wächst fortan bei den Feinden auf, und zwar bei seinem Ziehvater Ragnar und dessen blindem Vater Ravn. Er freundet sich auch mit Rorik, dem zweiten Sohn Ragnars an, und wird schon bald von Ragnar als seinesgleichen akzeptiert. Ab 868 beginnen die Nordmänner ihren Machtbereich zu erweitern, Uhtred ist an Ragnars Seite mittendrin. Zuerst fällt Northumbrien, dann Mercien, später Ostanglien. Der Autor betont dabei auch, dass es vor allem um einen Aufeinanderprall zweier unterschiedlicher Glaubensrichtungen geht. Uhtred durchläuft eine Ausbildung und integriert sich mit der Zeit so gut, dass er als Däne, als einer von den ihren, akzeptiert wird. Dann geht es gegen Wessex, man eilt von Schlacht zu Schlacht. Doch diese werden weder opulent, noch mitreißend in Szene gesetzt. Als einzige Ausnahme kann die Schlacht am Ende des Buchs angeführt werden, in der der gereifte Uhtred gegen Ubba in den Kampf zieht. Anders als die anderen Provinzen Englands erringt Wessex jedoch einen Sieg gegen die Wikinger, keine Seite kann sich danach so richtig durchsetzen. 871 wird Alfred neuer König von Wessex, es kommt zu einem Friedensvertrag. Als Uhtred 16 Jahre alt ist, wird sein Ziehvater Ragnar brutal und heimtückisch von einem alten Feind ermordet. Uhtred schwört Rache. Er begibt sich mit Brida in den Süden von Mercien, von dort verschlägt ihn das Schicksal nach Wessex zu König Alfred. Uhtred gibt ihm wichtige Informationen zu den Dänen und Alfred will, dass Uhtred auf einem seiner Schiffe das Kommando führt. Jahre später treffen die Dänen und Alfred erneut im Kampf aufeinander, diesmal kämpft Uhtred auf englischer Seite, beide Seiten können sich nicht durchsetzen. Uhtred heiratet und er erhält das Kommando über die Flotte von Alfred. Er reift zu einem Anführer heran. 

    Das Problem bei der Darstellung dieser Ereignisse ist aber, dass keinerlei Emotion beim Lesen aufkommt, der Stil ist viel zu sachliche, nüchtern und distanziert. Die Charaktere bleiben flach, die Beziehungsverhältnisse zwischen den Figuren sind oberflächlich. Die Protagonisten besitzen keinerlei psychologische Tiefe. Dies wird allzu deutlich, wenn man sich z.B. das Verhältnis von Uhtred und seiner Freundin Brida anschaut, die praktisch nicht vorkommt. Das alles ist richtig enttäuschend. Das einzige, was dieses Buch in Hülle und Fülle bietet ist Brutalität in Kampfhandlungen, doch diese wird nicht einmal sonderlich kreativ oder gar fesselnd in Szene gesetzt, sondern sie langweilt. Insgesamt fehlte mir in dieser Geschichte eine Art übergeordnetes Ziel. Worauf zielt die Handlung ab? Wo geht die Reise hin? Dass ein Handlungsziel fehlt, darunter leidet die Motivation, überhaupt weiterzulesen, denn man weiß überhaupt nicht, worauf die Entwicklung Uhtreds hinauslaufen soll, zumal er wie ein emotionsloser „Brocken“ dargestellt wird. 

     

    Fazit: Ein langatmiger historischer Roman, der keinerlei Emotion beim Lesen auslöst und nur flache Charaktere sowie oberflächliche Beziehungsverhältnisse aufweist. Eine herbe Enttäuschung!

  2. Cover des Buches Der Schattenfürst (ISBN: 9783499246258)
    Bernard Cornwell

    Der Schattenfürst

     (144)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen ersten Blick auf die Handlung ermöglicht die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Das Buch schliesst zeitlich und inhaltlich direkt an den Vorgängerband an. Auch das Grundkonzept der "Geschichte in der Geschichte" bleibt unverändert. Das ist auch gut so, denn das gibt dem Buch Struktur und Halt. 

    In diesem Band geht es viel turbulenter und spannender zu - insofern wird das erste Buch deutlich in den Schatten gestellt.

    Viele der Figuren sind ja schon aus Band 1 dem Leser bekannt, genauso wie die Orte. Von daher habe ich mich jetzt auch leichter damit getan der Handlung zu folgen. 

    Das Buch hat ein ordentliches Tempo, nur ganz selten von ein paar Längen unterbrochen. Dafür gibt es aber jede Menge Kampfgetümmel und auch etliche sehr gruselig Untaten. Das historische Umfeld hat der Autor sehr realistisch heraus gearbeitet und dem Leser so einen tollen Einblick in das 5. Jahrhundert gegeben. 

  3. Cover des Buches Die steinerne Schlange (ISBN: 9783426515655)
    Iny Lorentz

    Die steinerne Schlange

     (70)
    Aktuelle Rezension von: Di_ddy


    Die Römer wollen die Welt erobern und schrecken auch nicht davor zurück, die germanischen Stämme entlang des Limes zu unterjochen. 



    Mittendrin ist Gerhild, Tochter eines germanischen Fürsten. Sie steht zwischen ihren zwei Brüdern, der ältere Hariwin, der bei den Römern aufgewachsen ist und der römischen Legion dient, und der jüngere Raganhar, der den Stamm führt, jedoch nicht so wie es andere gerne hätten (einschließlich seiner Schwester). 



    Dann kommt Quintus daher, ein Römer, der verlangt, dass die „befreundeten“ Germanen sich der römischen Armee anschließen soll, damit die feindlichen Stämme erobert werden können…  Er findet an Gerhild gefallen und fordert sie für sich. Das sieht sie nicht ein, fordert ihn zum Wettkampf und... GEWINNT! Ist könnt euch vorstellen, dass sowas dem Stolz eines solchen Mannes gar nicht behagt. 
    Ihre Brüder verlangen, dass sie sich ihm ausliefert, doch sie weigert sich.



    Und so geht die Geschichte los… 



    Und was soll ich sagen? Es ist ein typischer Lorentz Roman! Hier wird also das Rad nicht neu erfunden… 
    Absolut jeder, der ein paar ihrer Bücher kennt, weiß wie es läuft: eine willensstarke Frau, die sich gegen (meist) männliche Widersacher durchsetzen muss! Und sie schafft es, findet dabei in aller Regel dann auch die Liebe. Es gibt viel Blut, Gewalt, Ungerechtigkeit, und man hasst die Bösen mit einer Inbrunst, die schon Wahnsinn ist  Aber es geht alles gut aus, zumindest für die Protagonistin. Klar, sie verliert ein paar Menschen, muss einige Prüfungen bestehen, viel Kacke durchmachen, aber sie bekommt ihr Happy End.
    Und obwohl es im Grunde immer die gleiche Leier ist, nur in einem anderen (historischen) Kleid, liebe ich Iny und Elmar Lorentz Bücher  Ich werde nicht müde sie zu lesen, und das hat auch seinen Grund.



    Man fiebert einfach dennoch mit, leidet und freut sich mit… und man kommt auch flott durch, trotz der für manche hohen Anzahl an Seiten. 



    Also ich kann die beiden nur wärmstens empfehlen


  4. Cover des Buches Der Bornholm-Code (ISBN: 9783920793429)
    Thorsten Oliver Rehm

    Der Bornholm-Code

     (81)
    Aktuelle Rezension von: LimitedEdition

    Wow, welch ein Debüt! Mit dem "Bornholm-Code" ist dem Autor ein fulminantes Werk gelungen, das nicht nur authentische Charaktere und actionreiche Szenen, sondern auch jede Menge faszinierende Tauchszenen und detailliert recherchierte Hintergründe enthält, die mich gefesselt haben. Ob es jetzt zum Tauchen oder der Geschichte um den Nibelungen-Schatz war. Und immer wieder, wenn man dachte, dass man weiß, wie es weitergeht, hatte der Autor eine neue Überraschung parat. Obwohl das Buch recht lang ist, hatte ich es in einem Rutsch durchgelesen, weil ich immer wissen wollte, wie es weitergeht. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ich freue mich schon sehr auf den nächsten Band.

  5. Cover des Buches Hadassa - Im Schatten Roms (ISBN: 9783865918901)
    Francine Rivers

    Hadassa - Im Schatten Roms

     (45)
    Aktuelle Rezension von: Sophie31

    Inhalt:

    Die junge Hadassa verliert durch einen schrecklichen Anschlag der Römer in Jerusalem ihre ganze Familie. Als einzige Überlebende wird sie mit einigen anderen Juden und Christen nach Rom gebracht. Dort soll sie als Sklavin für die reiche Familie Valerian arbeiten. Sie wird die Zofe der Tochter Julia. Obwohl die beiden große Unterschiede trennen, entwickeln sie ein besonderes Freundschaftsband.

    Außerdem geht ihr Marcus, der Sohn der Familie, nicht mehr wirklich aus dem Kopf. Ihm scheint es ähnlich zu gehen. Doch die Schatten Roms beeinflussen das Leben Hadassas auf schockierende Weise. Kann sie ihren Glauben bewahren und innerhalb einer gefallen Gesellschaft dafür einstehen?

    Meinung:

    Wie auch bei anderen Romanen von Francine Rivers ist der Schreibstil angenehm und fesselnd. Man fliegt teilweise nur so durch die Seiten und durch die wechselnden Perspektiven bekommt man Einblicke in Beweggründe und Gedanken, die die Verhaltensweisen, der oftmals moralisch grauen Charakteren, verständlicher machen. Außerdem schafft die Autorin es damit verschiedene Seiten und Positionen der damaligen Zeit zu zeigen.

    Im Auftakt der Trilogie um die ersten Christen geht es hauptsächlich um Hadassa, die Sklavin; Marcus, den reichen Sohn und Geschäftsmann; Julia, die verwöhnte reiche Tochter und Artretes, den Gladiator aus Germanien. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich und sie begegnen dem christlichen Glauben auf verschiedene Arten. 

    Hadassa steht häufig in dem Konflikt ihren Glauben wirklich öffentlich zu bekennen, und sich damit in Lebensgefahr zu begeben, und dem Gehorsam gegenüber ihren Herren. Die Ereignisse in Rom erschüttern sie tief. Auch als Leser wird man immer wieder neu von dieser Dunkelheit schockiert. 

    Francine Rivers spielt häufig mit solchen Schockmomenten, um das Ausmaß der Problematiken zu verdeutlichen. Allerdings muss ich anmerken, dass diese Darstellungen mir persönlich teilweise zu weit gingen. Vor allem da ich das Gefühl hatte, dass dadurch die Rolle des Glaubens etwas zu kurz kam.

    Gegen Ende des Buches nahm aber genau dieser Aspekt auf besondere Weise wieder zu und konnte mich begeistern. Deshalb hoffe ich auch, dass im zweiten Teil daran angeknüpft wird. 

    Ein weiterer Punkt, der mich leider etwas gestört hat, war die Beziehung zwischen Marcus und Hadassa. Vieles ist natürlich den damaligen Umständen geschuldet und demnach auch authentisch umgesetzt, war mir aber teilweise ebenfalls an manchen Stellen zu viel.

    Ganz toll fand ich hingegen wie andere Menschen auf Hadassa und ihre Art reagiert haben. Sie hatte häufig eine beruhigende Wirkung und hat sich selbst stets zurückgenommen, um das auszuleben, was Gott von ihr möchte. Ihren Charakter fand ich total beeindruckend und auch inspirierend. 

    Fazit:

    Ein wirklich aufwühlender Roman, der einen länger beschäftigt. Die Schatten Roms zur damaligen Zeit werden anschaulich und detailreich beschrieben. Viele wird dieses Buch sehr begeistern können.

    Anmerkung:

    Einige Themen dieses Buches könnten beim Lesen belasten. Deshalb ist es definitiv kein Buch für Zwischendurch, sondern sollte vorsichtig gelesen werden. Vielleicht könnte es für manche auch nicht unbedingt das Richtige sein, für andere aber vielleicht umso mehr.


  6. Cover des Buches Midgard (ISBN: 9783764170561)
    Wolfgang Hohlbein

    Midgard

     (279)
    Aktuelle Rezension von: Nurija
    Die Legende vom Fimbulwinter sagt zwei Kinder voraus, in deren Händen das Schicksal der Welt liegt, doch der junge Lif kann kaum glauben, daß mit dieser Prophezeihung er gemeint ist. Als er jedoch von übernatürlichen Wölfen und anderen Kreaturen verfolgt wird und durch Midgard flieht, lernt er, sein Schicksal anzunehmen und will auf Seiten der Götter Asgards gegen die Mächte der Finsternis kämpfen. Zur Seite stehen ihm seine Freunde Eugel und Baldur, doch die düsteren Kreaturen sind zahlreich und mächtig...

    Dies ist die alte Sage von den Göttern und den Asen, von den Kreaturen der Hel, von Midgard und Asgard. Es ist die Sage von Tor und Tyr, von den Raben Hugin und Munin, von der Midgardschlange und der Weltesche Yggdrasil; die Sage von der Schlacht Ragnarök und der Weltendämmerung.
    Die uralte nordische Sagenwelt wird hier von Wolfgang und Heike Hohlbein in der schönsten, kompaktesten, modernsten und mitreißendsten Form erzählt, in der ich diese Sage je gelesen habe.
    Ich konnte es einfach nicht erwarten weiterzulesen! Dieses Buch ist einfach der Fantasyhammer! Der Anfang gefiel mir zuerst nicht so gut, aber es wurde immer spannender. Schließlich wird die letzte Schlacht Ragnarök geschlagen und der Schluss ist sehr überraschend. Das Buch ist einfach ein Muss für alle Hohlbein- und Fantasyfans. Wer sich für germanische Mythologie interessiert würde auch keinen Fehler machen, indem er dieses Buch lesen würde.
  7. Cover des Buches Tochter des Nordens (ISBN: 9783404165827)
    Julia Kröhn

    Tochter des Nordens

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Sonnenwind

    Ein junges Mädchen muß ihr sicheres Leben bei ihrer Oma verlassen und wird ins Frankenreich verschleppt. Hier lernt sie völlig "unweibliche" Dinge wie Nahrungsbeschaffung und Umgang mit Waffen. Dazu findet sie ein weiteres Opfer, das vor einer drohenden Verheiratung aus politischen Gründen flieht. Eine lange Zeit ihres Lebens verbringen die beiden gemeinsam.
    Das war es schon im Wesentlichen. Relevante Informationen habe ich vermißt und auch die grausamen Kampfbeschreibungen waren gar nicht mein Ding, aber ich habe durchgehalten. Gebracht hat es so gut wie nichts.

  8. Cover des Buches Augustus und die verlorene Republik (ISBN: 9783401066639)
    Maria Regina Kaiser

    Augustus und die verlorene Republik

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Leschen

    Es ist der 19. August im Jahre des Herrn 14 nach Christi Geburt. Kaiser Augustus ist tot. Diese Kunde hat auch eine germanische Siedlung im Norden Germaniens erreicht. Kaiser Augustus, der die Vorherrschaft im römischen Reich von Caesar per Testament geerbt hat, hat großen Eindruck durch seine politischen Taten, seine Eroberungen und seine lange Amtszeit hinterlassen. Auch bei den Germanen, den Feinden. Die Germanen in der Siedlung an der Elbe erkennen schnell, wer da in der Person des Lateinlehrers unter ihnen weilt. Es ist der griechisch stämmige Römer Xanthos. Xanthos war Sklave in Rom und lebte als Vorleser im Hause des verstorbenen Herrschers Augustus.

    Die Germanen können den nun germanischen Sklaven Xanthos, der seit seinem zwölften Lebensjahr das Leben in der römischen Herrscherfamilie miterlebt hatte, dazu überreden, das er ihnen aus seiner Zeit im kaiserlichen Wohnhaus erzählt. 

    Denn Xanthos kann auf eine ereignisreiche Zeit in Rom und im Leben von Augustus, seinen Kindern, seinen Enkeln, und seinen Adoptivkindern als auch Stiefkindern zurückblicken. 
    Allabendlich wird er den Germanen nun von seiner römischen Zeit erzählen. 

    Meinung: 

    Ich habe das Buch einmal komplett durchgelesen. Und kann zusammenfassend sagen, dass mir persönlich Augustus noch nie so nachhaltig und kurzweilig nahe gebracht wurde. Vom Geschichtsunterricht her, obwohl ich ihn durchgängig gerne besucht habe, ist mir nicht so viel an Wissen im Gedächtnis geblieben.  

    Das Leben des Augustus wird hier durch die Erzählungen des Xanthos in Erzählenden Kapiteln und durch sich jeweils anschließende Sachkapitel vertiefend vorgestellt. Besonders die Worte des Vorlesers Xanthos haben eine sehr lebensnahe Komponente. Sie vermitteln meiner Meinung nach bildhaft, aus dem Blickwinkel einer Person, die - so kann man sich vorstellen - auch wirklich gelebt haben könnte, geschichtliche Zusammenhänge. 
    Dies geschieht durch eine fiktive, das wissenschaftlich-belegte Zeitgeschehen umrahmende fiktive Geschichte. Und spricht so auch Jugendliche ab 11 Jahre an, die bisher mit Sachbüchern eher negative Erfahrungen oder gar keine Erfahrungen gemacht haben. 
    Die Geschichte rund um Augustus, seine Politik, seinen Einfluss auf die Gesellschaft und seine militärisch erfolgreiche Erweiterung seines Reiches bekommt durch die Erzählenden Kapitel auch didaktisch einen anderen Stellenwert. Das macht die Nutzung z. B. im Fachunterricht sinnvoll und passt sich gewiss auch dem jeweiligen Fachbuch an. Es vertieft das darin behandelte Wissen über die jeweilige geschichtliche Zeit hinaus.

    Xanthos hat die Aufgabe in diesem Buch, während seiner Erzählabende vor den Germanen das Geschehen aus dem Blickwinkel eines politischen und militärischen Laien zu reflektieren. Wenn er in der Rückschau seine Erlebnisse verständlich, realitätsnah und spannend schildert, stellt er sich nicht als allwissend dar, sondern er gibt auch eigene Unzulänglichkeiten in seinem Wissen über die Politik und die Gesellschaft in Rom authentisch rüber. Xanthos reflektiert die Persönlichkeit seines Herrschers und seine Taten. Er sieht nicht alles mit einer rosaroten Brille, was damals in Rom und unter der Herrschaft des Augustus geschehen ist. 

    Schnell kommt der jugendliche Leser in die Geschichte rein. Xanthos ist für das Volk der Germanen der Einzige, der nach dem Tod des Augustus dem germanischen Volk über die wirtschaftlichen, architektonischen, militärischen und politischen Erfolgen des Kaiser Augustus erzählen kann. Und das macht der Vorleser gekonnt! Man kann die Rahmengeschichte (Xanthos Geschichte) auch lesen und verstehen ohne die entsprechenden Fakten im jeweils anschließenden Sachkapitel. Der Leser begleitet Xanthos während seines Lebens in Rom, in dem der Xanthos lesend begleitet. So merkt er sich unbewusst, schnell und kurzweilig geschichtliche Daten, indem er sie mit dem jeweiligen Lebensalter des Erzählers Xanthos in Verbindung bringt.

    Während einer Lesung der Autorin Maria R. Kaiser vor mehreren Klassen mit Schülern zwischen 12 und 14 Jahren hat sich meine Einschätzung bestätigt, dass die Erzählenden Passagen alleine stehen können. Die Sachkapitel bieten vertiefendes Wissen, was je nach Interesse gelesen werden kann. Es bietet für Lehrer und andere Pädagogen, Eltern, die dieses Buch mit Kindern und Jugendlichen gemeinsam lesen, die Möglichkeit daraus Fragen zu formulieren. Zuerst einmal - ohne dass die Heranwachsenden den Informationsteil kennen - ihnen offene Fragen stellen, die zum Nachdenken, Selberdenken anregen. Haben die jugendlichen Leser ab 11 Jahre (bei Interesse am Thema schon früher) das Wissen der Sachkapitel im Hinterkopf können Fragen an die Schüler usw. gestellt werden. Eine bewusste Vertiefung des Gelesenen kann folgen, was als Vorbereitung auf Prüfungen, Klausuren, Arbeiten dienen kann und bei der Erarbeitung von Referaten helfen kann. Durch die Literaturquellen im Anhang ist auch das Buch eine passende und gute Grundlage für ein Referat.

    Zusammenfassend kann ich sagen: 


    Die Wissensvermittlung ist kurzweilig, interessant, spannend, zeigt uns diesen Augustus in vielen Facetten, und spart auch nicht mit den geschichtlichen Daten. Doch diese Daten nimmt der Leser so nebenbei oder beim Erneuten Lesen auf. Das erzählende Sachbuch Augustus und die verlorene Republik erinnert und vertieft die geschichtlichen Fakten und Daten mit der Zeitleiste am Ende des Buches. Wissensvermittlung passiert für den, der sich darauf einlässt, nebenbei.

    Weiterer Aufbau des Buches:


    Über den Wechsel zwischen Erzählendem Kapitel und Sachkapitel habe ich schon hier geschrieben. Doch darüber hinaus gefällt mir besonders gut, die für das Lesealter selbst-erklärende Rezeption des Textes (egal ob Erzählendes Kapitel oder Sachkapitel). So versteht der Leser und bestimmt auch Nutzer von Internet und anderen Medien schnell, dass die im hellen Grau angegebenen Zahlen hinter einem neuen, unbekannten Wort (Fachbegriff) die Fußzeichen für den Fachbegriff angeben. Des Weiteren gibt es Sternchen. Sie führen den Leser zum mehrseitigen Glossar im hinteren Teil des Buches. 


    Ein etwas anderes Schlusswort - Was mir am Ende des Buches durch den Kopf ging: 

    Schade ist nur, dass das, was wir heute von den Römern wissen und erleben können, auf wissenschaftlicher Forschung, experimenteller Archäologie usw. beruht. Denn so viel von den Errungenschaften der Antike sind spätestens mit Beginn des Mittelalters verloren gegangen. Die Religion und der Aberglaube hat vieles bestimmt, auch in den ehemals römischen Städten in Deutschland.


  9. Cover des Buches Deutsche Geschichte (ISBN: 9783407755247)
    Manfred Mai

    Deutsche Geschichte

     (16)
    Aktuelle Rezension von: rose7474

    Mir hat das Buch gut gefallen und empfehle es gerne weiter. Ist spannend und gut geschrieben. Als Auffrischung wirklich gut. Manches hätte noch ausführlicher sein können. 

  10. Cover des Buches Von Napoleon lernen, wie man sich vorm Abwasch drückt (ISBN: 9783499630170)
    Sebastian Schnoy

    Von Napoleon lernen, wie man sich vorm Abwasch drückt

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Die-Glimmerfeen
    So sollte Geschichtsunterricht sein
    Von der frühen Höhlenmalerei bis zur heutigen Zeit spannt der Autor einen unterhaltsamen und höchst informativen Bogen durch die Geschichte Europas. Hier gibt es Geschichtsunterricht einmal ganz ohne trockene Geschichtszahlen, Säbelrasseln und Kriegsgetöse. Hier stehen die Menschen und das tägliche Leben im Vordergrund. Im flotten Tempo erfährt man so eine ganze Menge, kann schmunzeln und nachdenken. Geschickt schafft es Sebastian Schnoy auch immer wieder Bezüge zu der jetzigen Zeit herzustellen.

    Ob Halloween, Sokrates, oder die Langen Kerle – Nach dem Lesen dieses Buches ist man sehr viel besser informiert. Leisten Ärzte noch heute den Eid des Hippokrates, warum gibt es keine Apotheken-Ketten in Deutschland und war früher alles besser? Hier findet man die Antworten, gespickt mit Anekdoten und Zitaten. So wird Geschichte begreifbar und durch die Parallelen zum heutigen Geschehen, kann man so manches besser verstehen. Ich weiß jetzt jedenfalls, warum ich gerne Bier trinke, das Ruhrgebiet nicht eine einzige Mega-City ist und wie die Briten auf ihre Insel kamen.

    Warum man vielleicht zu diesem Buch greifen sollte:
    1. Wenn man der Meinung ist, Geschichte ist langweilig und staubtrocken
    2. Wenn man sich für die Geschichte hinter den Jahreszahlen interessiert
    3. Wenn man sich amüsieren möchte und dabei trotzdem gerne etwas lernt
  11. Cover des Buches Teufelsmauer (ISBN: 9783954511334)
    Richard Auer

    Teufelsmauer

     (8)
    Noch keine Rezension vorhanden
  12. Cover des Buches Genesis. Post Mortem (ISBN: 9781505426632)
    Thariot

    Genesis. Post Mortem

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Isabel_Rief
    Genesis - Post Mortem und somit der Abschluss der Genesis-Triologie. Was soll ich dazu sagen, irgendwie fehlen mir die passenden Worte für eine Rezension, so überwältigt bin ich davon. Aber dennoch will ich eine schreiben :-)
    Thariot schafft es, mit wenigen Worten / Sätzen den Leser direkt zu fesseln und in die Story zu ziehen. Genesis ist eine super und auch gut durchdachte Story, das Finale in Post Mortem ist wirklich gelungen. Wie sich die verschiedenen Handlungen zum Schluß kreuzen und ein Ganzes bilden, wurde wirklich gut umgesetzt. Spannung bis zur letzten Seite - habe heute die letzten 400 Seiten an einem Tag gelesen, kaum aus der Hand gelegt. Der Drang zu wissen, was weiter passiert und wie es endet, war einfach zu groß :-)
    Genesis kann ich wirklich jedem ans Herz legen, es zu lesen. Ich muss sagen, habe vorher kaum Sci-Fi gelesen, aber das Genre begeistert mich nun, so weit hat es Gesesis gebracht :-)
    Nun - klare 5 Sterne für den Band und ein Fan mehr für Thariot!
  13. Cover des Buches Mara und der Feuerbringer (ISBN: 9783946425717)
    Tommy Krappweis

    Mara und der Feuerbringer

     (199)
    Aktuelle Rezension von: Jane_Kiesmen

    Die Mythen und Begriffe werden spielerisch eingebaut und hinten im Glossar wunderbar geschildert, sodass man das Buch auch super in der Schule (5.-7. Klasse) lesen könnte ❤️👍🏼

    Loki und Professor Weissinger sind Figuren, die man aus Maras Sicht einfach nur mögen muss 🥰

    Zwischendurch gibt es schwarz-weiße Darstellungen, die perfekt auf die Handlung abgestimmt sind 👌🏼

    Da ich jetzt das Buch gelesen und den Film gesehen habe, muss ich auch vor der Filmbranche den Hut ziehen, denn die Buchverfilmung ist ebenfalls sehr gelungen und nahe am Buch geblieben ❤️

    Dennoch sollte man lieber zuerst das Buch lesen 💁🏻‍♀️

    Ich fand das Buch große Klasse und würde es jedem empfehlen, der gerne lustige Bücher liest, hier gepaart mit Fantasy und einem tollen Bildungsanteil 👍🏼👍🏼👍🏼

  14. Cover des Buches Boudica - Die Herrin der Kelten (ISBN: 9783442364862)
    Manda Scott

    Boudica - Die Herrin der Kelten

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Mairi
    Die Begeisterung anderer Rezensenten für den ersten und auch den zweiten Teil dieser Reihe kann ich nicht nachvollziehen. Auch wenn sich die Autorin einen spannenden Stoff ausgesucht hat, gelingt es ihr nicht, ihn auch so zu erzählen, daß er spannend bleibt. Wie jemand, der beim Kochen gute Zutaten hat, sie aber nicht zuzubereiten und zu würzen weiß. So wird spannenden Situationen immer wieder durch Rückblicke das Tempo genommen. Oder etwas, das spannend sein könnte, wird im Rückblick in wenigen Sätzen erzählt. Zum Beispiel, wenn einer der Hauptprotagonisten von den Römern gefangen genommen wird. So, als würde die Schilderung spannender Situationen die Qualität eines historischen Romans mindern. Manchmal wußte ich vor lauter Rückblicken nicht mehr, welche Geschehnisse in welcher Reihenfolge passiert sind. 
    Statt auf spannende Situationen oder auch die Gefühle, Gedanken und Beweggründe der Protagonisten einzugehen, werden Geschehnisse geschildert, die für den Fortgang der Geschichte total unerheblich sind, zum Beispiel "Über Breacas Nase krabbelte eine Fliege und Breaca mußte sich an der Nase kratzen." Der geneigte Leser fragt sich, warum das von Bedeutung sein könnte. Es ist total unerheblich ! Die Fliege oder welche Bedeutung sie gehabt haben könnte, wird nicht wieder erwähnt !
    Beim ersten wie auch beim zweiten Teil wird es etwa 200 Seiten vor Ende spannend. Allerdings geht es im zweiten Teil nicht gleich so weiter und zumindest ich habe mich wie schon beim ersten Teil bis auf Seite 400 gekämpft, ehe wieder etwas Spannung aufkam. Deshalb spare ich mir die Teile 3 und 4. Und bedaure , daß es über die Zeit der Eroberung Britanniens durch die Römer anscheinend kaum spannende Romane gibt. 
  15. Cover des Buches Germanen (ISBN: 9783806242614)
    Matthias Wemhoff

    Germanen

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Streiflicht

    Seit ich zum ersten Mal in der Schule von den alten Römern, Germanen und Griechen gehört habe, interessiere ich mich für die Antike und die Zeit danach. Ich bin immer wieder voller positiver Anspannung, wenn ich in diesem Bereich etwas Neues erfahren kann. Diese Themen langweilen mich einfach nie. Umso neugieriger war ich auf dieses wissenschaftliche Buch, das nochmal einen ganz anderen Ansatz hat. Ich habe mir Zeit genommen und es in Ruhe genossen. Man merkt, dass die Autoren ein tiefes Verständnis für die Germanen und ihre Lebensweise entwickelt haben. Sie schreiben ausführlich, aber gut verständlich darüber und berichten über ihre Studien. Das fand ich sehr spannend und interessant. Ich war überrascht, wie gut man als interessierter Laie das alles verstehen kann und hatte an keiner Stelle das Gefühl, abgehängt worden zu sein.

    Die einzelnen Beiträge gehen sehr in die Tiefe und sind voller Details, die in Einzelheiten und mit Hintergrundwissen erläutert werden.

    Gut gefallen haben mir die Zeichnungen und Illustrationen, die das geschriebene Wort auch bildlich darstellen und ergänzen. So ist es einfacher, sich die Lebensweise der Germanen vorzustellen und auch, wie es damals wo ausgesehen hat. Dass zum Beispiel heute große Städte damals nur kleine Siedlungen entlang des Limes waren – das ist zwar einerseits klar, aber oft schwer vorstellbar.

    Ein rundum spannendes Buch, das mir sehr gut gefallen hat. Wer an den Germanen interessiert ist, wird sich hier sicherlich gut unterhalten fühlen. Auch weil man sich ihnen in verschiedenen Fragestellungen und Ansätzen nähert und lernt zu verstehen. Die Germanen als solche gab es nicht, das Buch erklärt wieso und warum und auch, was die verschiedenen Stämme getrennt und verbunden hat.

  16. Cover des Buches Germanische Göttersagen (ISBN: 9783150194317)
    Reiner Tetzner

    Germanische Göttersagen

     (17)
    Aktuelle Rezension von: LeseBlick

    Die nordische Sagenwelt kann mich einfach immer wieder für sich einnehmen. 

    Habe ich zuletzt ein Hörbuch zu dieser Thematik gehört, war nun wieder ein Buch dran. Und ich muss sagen, die vielen Sagen kann man beim Lesen einfach besser verinnerlichen. 


    Man fliegt hier nur so durch die Seiten und von einer Geschichte zur anderen.

    Ja, es ist wie eine ganz tolle und interessante Geschichtsstunde.


    Für mich die wohl interessantesten Geschichten waren zum Beispiel:

    Der Weltenbaum

    „Drei starke Wurzeln greifen weit aus und halten Yggdrasil aufrecht.

    Die erste Wurzel reicht zu den Göttern und Menschen, die zweite zu den Riesen, die dritte nach Niflheim. Unter jeder Wurzel entspringt eine Quelle.“ (S. 17)


    Loki zeugt drei Weltfeinde

    Vielen sind der Fenriswolf, Jörmungandr oder auch die Midgardschlange und auch Hel ein Begriff. Aber viele wissen nicht, dass diese aus dem Samen von Loki entstammen. 


    Die Riesin Skadi wählt den Gott Njörd

    Und hier bleibt mir nur zu sagen… wie man sich täuschen kann.


    Thor fischt nach der Midgardschlange

    Ein Kampf zweier Giganten, den ich unheimlich gern mit verfolgt habe.


    Loki beschimpft die Götter

    Der Twist zwischen Loki und den Göttern. Wisst ihr eigentlich, dass Loki nur ein angenommener Gott war? Wie und warum es sich Loki mit den Göttern verscherzt, erfahrt ihr in dieser Sage.


    Balders Tod

    Von diesem Tod und der Vorhersehung hat wohl schon jeder gehört.

    Wisst ihr auch wer der Mörder ist?


    Lokis Bestrafung

    Loki, die Giftschlange und Sigyn, die ihrem Mann Hilfe leistet.


    Der Untergang der Götter

    „Die Weltenesche erzittert, ihr erster Ast bricht.“ (S. 178)


    „Dann folgen drei harte lange Winter ohne einen Sommer aufeinander.

    Stürme treiben aus allen Richtungen Schnee, begraben das letzte Büschel Gras. Die Menschen befeinden sich erbarmungsloser.“ (S. 179)


    „Die Sonne ist schwarz. Die Erde sinkt langsam ins Meer. 

    Feuer und Rauch quellen zum Himmel.“ 

    (S. 183)


    Mein Fazit

    Eine tolle Sammlung aller Sagen um die nordische Götterwelt.

    Das Buch ist klein und kompakt, gibt aber alles her.

    Natürlich gefällt mal eine Geschichte mehr und eine weniger, aber das ist bei Geschichtensammlungen ja meist so.

    Ich habe bereits ein Auge auf das andere kleine Büchlein mit dem Titel „Germanische Heldensagen“ geworfen.


  17. Cover des Buches Die Kinder Húrins (ISBN: 9783608960419)
    J. R. R. Tolkien

    Die Kinder Húrins

     (221)
    Aktuelle Rezension von: Raiden

    Eine sehr schöne Überarbeitung und Interpretation eines Abschnitts des Silmarillions von Christopher Tolkien mit wundervollen Illustrationen.

    Vor allem durch das Vor- und Nachwort erhält das buch eine schöne Tiefe.

  18. Cover des Buches Germanische Götter und Heldensagen (ISBN: 9783937715391)
    Felix Dahn

    Germanische Götter und Heldensagen

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Ines_Mueller
    Germanische Götter- und Heldensagen von Felix und Therese Dahn ist in zwei Teile gegliedert: Einmal eine Art Interpretation der Götter- und Heldensagen und allgemeines über die Germanen und dann die Götter- und Heldensagen an sich. Der erste Teil hat mir nicht sonderlich gut gefallen. Ich denke, dass der Autor den ganzen Inhalt auch in der Hälfte unterbringen hätte können. Es war teilweise zwar interessant, besonders wenn er allgemein über die Germanen redet, aber dann auch wieder total langweilig, wenn er versucht die Geschichten zu interpretieren. Umso besser war dafür der zweite Teil des Buches: Hier hat mir besonders die Beowulf-Geschichte gefallen. Ansonsten gab es auch noch einige gute Geschichten, allerdings sind alle ziemlich verworren und somit auch verwirrend. Fazit: Ein Buch, dass sich sehen lassen kann, aber eher etwas für Professoren ist. Drei Sterne von mir.
  19. Cover des Buches Die Edda des Snorri Sturluson (ISBN: 9783150007822)
    Arnulf Krause

    Die Edda des Snorri Sturluson

     (16)
    Aktuelle Rezension von: charlotte
    Schön, dass es diese Edda auch auf Deutsch gibt. Das altisländische Orginal war etwas schwieriger zu lesen ;-)
  20. Cover des Buches Varus (ISBN: 9783453470897)
    Iris Kammerer

    Varus

     (41)
    Aktuelle Rezension von: skyrell
    Zu Beginn haben mich die römischen Namen völlig verwirrt. Allzu oft dachte ich: Quintus Sextus? Gajus Werauchimmer? Wer ist das schon wieder? Doch mit der Zeit wusste ich, von wem die Rede ist.
    Sehr interessant fand ich die Beschreibung des Lagerlebens. Ich konnte gute Einblicke in die Welt eines Legionärs gewinnen, aber auch in die germanische Gesellschaftsordnung der damaligen Zeit.
    Trotz des Titels spielt Varus eine eher untergeordnete Rolle. Auch Arminius wird für mich nicht ausreichend beschrieben. Man erfährt nichts über seine Beweggründe (über die es natürlich keine Aufzeichnungen gibt, aber die Autorin hätte zumindest den Versuch einer Erklärung unternehmen können). Stattdessen wird die Geschichte des Schreibers Annius erzählt, der immer zufällig am Ort wichtiger Entscheidungen anwesend ist.
    Die Beschreibung der germanischen Überfälle beim Rückzug der Römer war detailreich und extrem grausam. Da waren Bilder vor meinen Augen, an die ich mich nicht erinnern möchte.
    Trotz allem: für Freunde historischer Romane und Liebhaber von Sandalenfilmen durchaus lesenswert.
  21. Cover des Buches Kampf der Adler (ISBN: 9783404176236)
    Ben Kane

    Kampf der Adler

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Dex-aholic

    Ich lese nicht oft historische Romane, aber "Kampf der Adler" hatte es mir wirklich angetan. Ich bin schon eine gefühlte Ewigkeit um das Buch herumgeschlichen und nachdem es mir dann auch noch empfohlen wurde, konnte ich nicht länger widerstehen.
    Der Schreibstil ist echt klasse getroffen und gefällt mir sehr. Die bildhaften Beschreibungen lassen die Legionen, Lager und vor allem die Kämpfe und Schlachten regelrecht in deinem Kopf entstehen und reißen einen noch tiefer mit in die Zeit der Varusschlacht. Die Charaktere sind sehr gut getroffen und einem auf Anhieb sympathisch, naja, bis auf Tribun Tubero... Der Autor trifft die Eigenschaften der Protagonisten sogar so genial, dass man sich gar nicht entscheiden kann, für wen die Sympathie höher schlägt, die Römer um Tullus und seine Kohorte oder Arminius und die germanischen Stämme im Kampf gegen die Unterdrücker Roms?! Gerade dieser Widerspruch macht es für den Leser noch interessanter und fesselnder. Am Anfang geht es noch ruhig zu, aber je näher der entscheidende Marsch ins Verderben der Römer kommt, umso ungeduldiger und hibbeliger wird man auch als Leser. Die Handlung ist wirklich spannend, unterhaltsam und sehr detailliert erzählt und beschrieben. Man kann wirklich nur Seite für Seite mit fiebern, sei es bei Tullus' Kampf ums Überleben seiner Männer oder Arminius' Rache an den Besetzern Germaniens.
    Neben den historischen Fakten und Tatsachen mischen sich auch ein paar Freiheiten des Autoren, aber das macht nichts und stört überhaupt nicht. Im Gegenteil, es fügt sich perfekt zusammen. Die Anmerkungen und das Glossar am Ende runden die Sache dann noch sehr gut ab. Ich kann das Buch auch nur empfehlen und freue mich schon auf den nächsten Band der Trilogie!

  22. Cover des Buches Die Enzyklopädie der Mythologie (ISBN: 9783897363007)
    Arthur Cotterell

    Die Enzyklopädie der Mythologie

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Dieses Buch hat meine Mama früher immer mit mir zusammen angesehen. Sie liebte, genau wie ich die Mythologie und erklärte mir vieles aus dieser Ezyklopädie.
    Einteilung ist folgende:
    1. Einleitung
    2. Klassische Mythologie
    3. Keltische Mythologie
    4. Nordische Mythologie

    sowie Bildnachweis & Index.

    Das wirklich schöne bei jedem Bereich sind die vielen Bilder, die den teils etwas drögen Text wunderbar aufwerten und erfrischen.
    Und auch die in kursiv gedruckten Personenbeschreibungen (bei den wichtigen) sind ein großes Plus.
    Wie beim einem Lexikon typisch ist die Aufzählung von A-Z, was natürlich die Such nach einem bestimmten Held oder Götter sehr einfach macht.
    Natürlich ist dieses Buch nicht mal eben schnell durchgelesen, aber es macht wirklich Spaß, hier durchzublättern und viel neues zu erfahren oder sein "angestaubtes" Wissen aufzufrischen

    Bewertung:

    Ein absolutes Muss für jeden Mythologiefan, was mit umfangreiches Wissen und vielen anschaulichen Bildern aufweisen kann...PERFEKT !!!

    5 von 5 Sternen

  23. Cover des Buches Die Priesterin der Kelten (ISBN: 9781495387265)
    Sabine Altenburg

    Die Priesterin der Kelten

     (6)
    Aktuelle Rezension von: herbalecca

    Das Buch hat mir insgesamt gut gefallen und ich habe es gerne gelesen. Am Anfang fand ich es etwas schwer reinzukommen, weil mich der Story-Strang in der Neuzeit nicht so interessierte. Sobald die Geschichte in die Eisenzeit wechselte war ich aber total gefesselt und konnte es gar nicht mehr weglegen. Die Keltenzeit und das Leben der Eburonen ist wunderbar anschaulich dargestellt - das hat mir am besten gefallen. 


  24. Cover des Buches Der Krieger (ISBN: 9783453471603)
    Geraint Jones

    Der Krieger

     (3)
    Aktuelle Rezension von: MichaelSterzik
    „Varus, gib die Legionen zurück“ soll Augustus verzweifelt ausgerufen haben, als er den Bericht von der Vernichtung der drei Legionen im fernen Germanien vernahm. Ein Achtel der römischen Streitkräfte wurden von dem Cheruskerfürsten Arminius bis auf wenige Überlebende gänzlich vernichtet. Ausgerechnet Arminius, aufgewachsen als Geisel in Rom. Militärisch ausgebildet, hoch dekoriert, vertrauensvoll – ihm gelang es die vielen auch miteinander verfeindeten Stämme Germaniens zu vereinen.

    Irgendwo im Teutoburger Wald wurden ca. 24000 Legionäre, Hilfstruppen und wahrscheinlich ein paar tausend Familienangehörige, Zivilisten, Sklaven, usw. getötet. Die Niederlage war auch das Ende des Eroberungskrieges in Germanien.

    In dem vorliegenden Roman: „Der Krieger“ von dem amerikanischen Geraint Jones, thematisiert der ehemalige Elitesoldat, die Ereignisse dieser mehrtägigen Schlacht.
    Als Soldat war er bei mehreren Kampfeinsätzen in Afghanistan, im Irak und in Krieg gegen somalische und nigerianische Piraten. Die Schrecken eines Kampfes auf Leben und Tod, die Verzweiflung, die erlebten Verluste an Kameraden, vielleicht Freunden und nicht zuletzt die allgegenwärtige Angst, verarbeitete der Autor in diesem historischen Roman.

    „Der Krieger“ ist sein Debütroman und ja es klingt etwas merkwürdig: Ein Amerikaner, der eine „Schlacht“ zwischen Germanen und Römern beschreiben möchte? Eine gewisse Skepsis eröffnet sich dann ja doch, aber dem Autor Geraint Jones ist es gelungen, die Emotionen die so eine brutale, kriegerischen Aktion nun mal mitbringt, gut zu transportieren.

    Der Autor befasst sich nicht mit der Politik des römischen Weltreiches, auch nicht über den organisierten Widerstand der Germanen und es gibt jedenfalls in diesem Band keine Schilderung über die späteren Auswirkungen. Geraint Jones fokussiert sich ganz und gar auf die Perspektive des einfachen Soldaten und der etwas höher gestellten Feldoffiziere. Vielleicht ist etwas daran, dass Soldaten egal in welcher Epoche sie sich durchkämpfen identisch, vielleicht ähnlich fühlen!? Tausende von Kilometern entfernt, alleine unter Kameraden, die Zukunft ungewiss, vielleicht den Tod als einzigen Ausweg vor Augen?

    Geraint Jones hangelt sich ganz passabel entlang der historischen Quellen. Es gibt ein paar Be- und Umschreibungen, die nicht ganz passen, aber die Storyline passt sich der Vergangenheit gut an. Es geht dem Autor auch gar nicht darum, die Schlacht „neu“ zu erzählen, ggf. neu, oder anders zu interpretieren. Die Handlung bezieht sich ausschließlich auf die psychischen Herausforderungen, die eine achtköpfige Zeltgemeinschaft während dieser Schlacht ausgesetzt ist. Es gibt die abgeklärten Veteranen, für die, die Römische Armee ein Familienersatz ist. Den einfachen Soldaten, der seine 20-jährigen Dienstzeit überleben will und es gibt junge Rekruten die den brutalen Schrecken erst jetzt kennenlernen. Der Autor erzählt von Offizieren, die intrigant agieren, von Helden, die sich nicht an ihre Vergangenheit erinnern können, oder wollen. Die historischen Figuren eines Arminius, oder seines Gegners des römischen Statthalter Varus, sind nur Nebenfiguren.

    Transportiert in „Der Krieger“ werden hier Emotionen: Opferbereitschaft, Freundschaft, Feindschaft, Rache, Vergeltung, Liebe, Vertrauen – all das prägt und empfindet der einfache Soldat im Feld – und letztlich ist ja auch nur ein Mensch.



    Geraint Jones beschreibt in „Der Krieger“ den Lärm einer Schlacht verdammt laut und kompromisslos. Natürlich wird getötet und gestorben in einer Schlacht, es müssen Entscheidungen getroffen werden, die nicht jedem gefallen können. Vor allem die verzweifelte Angst bekommt hier eine ganz eigene, durchdringende Atmosphäre – vielleicht kann man das als Autor auch nur beschreiben, wenn man es selbst er- und gelebt hat.

    Die Charaktere sind überschaubar platziert. Die Hauptfigur hat viel Potenzial – bleibt aber immer etwas im Schatten seiner selbst stehen. Dessen Beziehung zu dem Rädelsführer, Verräter und germanischen Freiheitskämpfer Arminius allerdings ist der größte Kritikpunkt des Buches. Es wirkt einfach zu wenig realistisch und allzu wild und absolut künstlich konstruiert. Die Handlung wie schon erwähnt schildert leider auch nur größtenteils die Perspektive der Römer – die Germanen und deren Motive bleiben unberücksichtigt. Nur Arminius erzählt, warum er diesen Weg gewählt hat – der dramatisch gesehen, auch sein eigener Untergang sein wird.

    Die Zeltgemeinschaft – diese acht Soldaten sind die Hauptakteure und sind gut und in sich stimmig ausgearbeitet. Den einen oder anderen könnte man ggf. in dem zweiten Teil dieser geplanten Reihe wieder treffen.

    Als Debütroman gesehen ein solider, historischer Roman, der die erschreckende Perspektive des einfachen Soldaten schildert. Geraint Jones sollte in seinen nächsten Werken mehr Nebengeschichten und Figuren einbauen, die ggf. auch historisch belegbar sind. Mehr vom Leben erzählen, und etwas weniger vom sterben und ganz sicher muss der übergreifende historische Augenblick eingefangen werden.

    „Der Krieger“ von Geraint Jones ist eine brutale, laute Momentaufnahme der Bestie namens Krieg. Erzählerisch gut, aber noch weit ausbaubar und bitte eine konzentrierte Handlung dem Blick auf die kleinen, wichtigen Details.

    Michael Sterzik



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