Bücher mit dem Tag "germanen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "germanen" gekennzeichnet haben.

42 Bücher

  1. Cover des Buches Mara und der Feuerbringer (ISBN: 9783968150734)
    Tommy Krappweis

    Mara und der Feuerbringer

    (207)
    Aktuelle Rezension von: pieni_tarinankertoja

    Mara und der Feuerbringer ist der erste Teil einer fantastischen Triologie aus der Feder von Tommy Krappweis, welcher im Edition Roter Drache Verlag erschienen ist.

    Mit 288 Seiten ist es auch ein recht schmales Buch, was aber nicht heißt, dass es deshalb nicht genauso spannend, lustig und einfach nur eine tolle Geschichte sein kann, wie nunmal ein doppelt so viele Seiten enthaltendes Buch. Nein, der Autor schafft es hier tatsächlich auf eine absolut geniale Art nicht nur Mara in die nordische Mythologie und ein Abenteuer mit und um den Halbgott Loki zu katapultieren, sondern mich als Lesende gleich mit.

    Lernen wir hier nämlich nicht nur die dem Titel namensgebende Mara und ihre Umwelt genauer kennen, sondern gleich noch jede Menge über eben die verpackten Götter und ihre Sagen sowie deren Einfluss auf die heutige Zeit. Alles auch nochmals super am Ende des Buches in einem sehr ausführlichen Glossar zusammengepackt, was sehr hilfreich ist.

    Mir hat diese Geschichte mit all ihren gut ausgearbeiteten Figuren, den Geheimnissen, Abenteuern und selbst dem mitverarbeiteten Thema von Mobbing wirklich sehr gut gefallen und ich hatte teilweise echt das Gefühl, mittendrin, statt nur lesend dabei zu sein. Also gibt es von mir deshalb eine absolute Leseempfehlung und ich freue mich auch schon auf die beiden weiteren Teile, in dem Mara gemeinsam mit Professor Wiesinger die Welt hoffentlich retten wird.


  2. Cover des Buches Die steinerne Schlange (ISBN: 9783426515655)
    Iny Lorentz

    Die steinerne Schlange

    (74)
    Aktuelle Rezension von: Di_ddy


    Die Römer wollen die Welt erobern und schrecken auch nicht davor zurück, die germanischen Stämme entlang des Limes zu unterjochen. 



    Mittendrin ist Gerhild, Tochter eines germanischen Fürsten. Sie steht zwischen ihren zwei Brüdern, der ältere Hariwin, der bei den Römern aufgewachsen ist und der römischen Legion dient, und der jüngere Raganhar, der den Stamm führt, jedoch nicht so wie es andere gerne hätten (einschließlich seiner Schwester). 



    Dann kommt Quintus daher, ein Römer, der verlangt, dass die „befreundeten“ Germanen sich der römischen Armee anschließen soll, damit die feindlichen Stämme erobert werden können…  Er findet an Gerhild gefallen und fordert sie für sich. Das sieht sie nicht ein, fordert ihn zum Wettkampf und... GEWINNT! Ist könnt euch vorstellen, dass sowas dem Stolz eines solchen Mannes gar nicht behagt. 
    Ihre Brüder verlangen, dass sie sich ihm ausliefert, doch sie weigert sich.



    Und so geht die Geschichte los… 



    Und was soll ich sagen? Es ist ein typischer Lorentz Roman! Hier wird also das Rad nicht neu erfunden… 
    Absolut jeder, der ein paar ihrer Bücher kennt, weiß wie es läuft: eine willensstarke Frau, die sich gegen (meist) männliche Widersacher durchsetzen muss! Und sie schafft es, findet dabei in aller Regel dann auch die Liebe. Es gibt viel Blut, Gewalt, Ungerechtigkeit, und man hasst die Bösen mit einer Inbrunst, die schon Wahnsinn ist  Aber es geht alles gut aus, zumindest für die Protagonistin. Klar, sie verliert ein paar Menschen, muss einige Prüfungen bestehen, viel Kacke durchmachen, aber sie bekommt ihr Happy End.
    Und obwohl es im Grunde immer die gleiche Leier ist, nur in einem anderen (historischen) Kleid, liebe ich Iny und Elmar Lorentz Bücher  Ich werde nicht müde sie zu lesen, und das hat auch seinen Grund.



    Man fiebert einfach dennoch mit, leidet und freut sich mit… und man kommt auch flott durch, trotz der für manche hohen Anzahl an Seiten. 



    Also ich kann die beiden nur wärmstens empfehlen


  3. Cover des Buches Runenzeit 5 (ISBN: 9783941757486)
  4. Cover des Buches Götterspiel (ISBN: 9783741893872)
    Bernd Michael Grosch

    Götterspiel

    (11)
    Aktuelle Rezension von: Lesetorte

    Götter, die aus Langeweile das Lebens-Spiel spielen. Aus Langeweile geboren und Abenteuer ohne Ende erlebt, bis endlich der Sinn des Lebens wieder gefunden wurde. Wer sagt uns, dass unsere Welt nicht wirklich einen solch banalen Anfang nahm? Ein tapsiger Bär, der einen Stein lostritt, der ins Rollen gerät und so ein heilloses Chaos anrichtet – oder eben doch gediegener und durchdachter, so wie in Grosch‘s Götterspiel. Wie auch immer, dieser Band bezaubert mit seinen wunderschönen Reimen und seiner Spannung, wenn man den Galeerensklaven oder den Gladiator bei seinen Abenteuern begleitet.

  5. Cover des Buches Das Totenbuch der Germanen (ISBN: 9783491961760)
    Holger Kalweit

    Das Totenbuch der Germanen

    (2)
    Aktuelle Rezension von: annlu

    Nach einer Einleitung, die einen Grobüberblick über das Weltbild, das der Autor aus der Dichtung erstellt, werden die fünfzehn Dichtungen der Liederedda – aufgeteilt in kurze Stücke – wiedergegeben und Deutungen aber auch Erläuterungen dazu gegeben.


    Der Autor sagt über sich selbst, er sei der Erste, der die Edda dazu nutzt eine Interpretation als Weltbild zu machen. In der Einleitung wird die Dreiteilung der Welt als eine Vorstellung in Bezug auf Seele und Seelenzustände erläutert. Hier sind die Andeutungen, dass er selbst an eine solche Weltvorstellung glaubt sehr stark. Dazu kommt immer wieder Kritik an andere Herangehensweise an die Edda als Naturdeutung oder literarisches Werk. Schon hier wurde ich skeptisch.


    Die Liederedda zeigte sich als Bruchstücke eines Ganzen, das sich auch auf Grund des Alters von der jüngeren Prosaedda unterscheidet. Die verwickelte Geschichte, die nicht gradlinig erzählt wird

    birgt viele Namen aber auch Kennings (Umschreibungen dieser). So ist sie schwer zu verstehen. Der Autor behauptet, dass er nicht deuten, sondern nur kurze Bruchstücke noch einmal mit anderen Worten darlegen will. Leider gelingt ihm dies selten. So zieht sich Odin als Allwissender und das Beharren auf die Nicht-Stofflichkeit der Prinzipien durch seine Beschreibungen.


    Um die Liederedda kennenzulernen eignet sich dieses Buch bedingt. Die einzelnen Dichtungen werden hier immer wieder durch die Erläuterungen unterbrochen. Einerseits hilft das zwar beim Verständnis, da gesagt wird, wann andere Namen genannt werden und in welcher Verbindung die vielen Orte, Götter und Riesenabkömmliche zueinander stehen (was auch sehr anschaulich in vielen Skizzen gezeigt wird). Hinzu kommen viele interessante etymologische Deutungen. Andererseits empfand ich die Interpretationen des Autors doch öfters sehr eigen. Seine eigenen Überzeugungen fließen stark mit ein, andere Meinungen werden rigoros abgelehnt und so konnte ich die Informationen nicht als gegeben sehen.


    Fazit: Wer das Ganze mit einer guten Portion Kritik liest, kann einiges über das Totenbuch der Germanen erfahren – meiner Meinung nach gibt es dazu aber leichtere Methoden.

  6. Cover des Buches Teufelsmauer (ISBN: 9783954511334)
  7. Cover des Buches Die Seele der Pflanzen (ISBN: 9783440153567)
    Wolf-Dieter Storl

    Die Seele der Pflanzen

    (2)
    Aktuelle Rezension von: GilbertvonLuck
    In Wolf-Dieter STORLs 2009 bei Franckh-Kosmos verlegtem Buch
    (ISBN 9783440115657) finden neue wissenschaftliche Erkenntnisse über Empfindungsfähigkeit, Kommunikation und Intelligenz der Pflanzen ebenso Erwähnung wie althergebrachtes Wissen z.B. über Heilkräfte und -anwendungen sowie Hinweise auf die ökologische Bedeutung einzelner Pflanzen, z.B. als unverzichtbare Futterpflanze der Raupen einer seltenen Schmetterlingsart. Aber auch auf die spirituelle Bedeutung und Verknüpfung einiger Pflanzenarten in vorwiegend polytheistischen Zusammenhängen geht STORL in typisch liebevoller und zugleich unterhaltsamer Weise ein.

    Persönlich sehe ich die Stellungsnahmen STORLs zu Neophyten und Archäophyten kritisch.
    Neophyten würden oder könnten sich seiner Meinung nach mit einiger Eingewöhnungszeit ins ökologische Gefüge einbinden, ohne störend zu wirken. Aus Neophyten würden Archäophyten, "Alteinwanderer".

    In einer Welt begrenzter Restflächen für die Natur ist jedoch schon die Eingewöhnungsphase der Neophyten schädlich für die endemischen Lebewesen.
    Oftmals findet sogar gar keine Eingewöhnung statt: In Berlin, Brandenburg und Polen östlich der Oder dominiert der "Archäophyt" Robinie die Waldränder, wo einheimische Birken, Espen, Pappeln und Kätzchenweiden stehen sollten. Unsere Tiere, z.B. die größten Schmetterlingsarten Großer Fuchs, Trauermantel und Großer Eisvogel, sind auf diese Waldrandbäume als Raupenfutterpflanzen angewiesen. Mit der Robinie könne sie nichts anfangen. Ihr ohnehin knapp gewordener Lebensraum wurde von ihr überwuchert.

    Dies ist nur ein Beispiel von vielen.
    Naturschützer sollten eben schon zwischen natürlich gewachsener Natur und vom Menschen absichtlich oder versehentlich durch Einschleppung geschaffener ("anthropogener") Ersatznatur unterscheiden. So sind Neo- und Archäophyten eben i.d.R. in Wirklichkeit gar keine Neu- oder Alt-"Einwanderer". weil sie sich nicht von alleine verbreitet haben, nicht "eingeWANDERT sind, sondern vom Menschen eingeführt/eingeschleppt wurden.

    Die gute, ergänzende, die Lebensvielfalt fördernde "Integration" von Neophyten bleibt die Ausnahme. Sie mag z.B. für den Sommerflieder zutreffen, aber auch nur dort, wo die Winter zu kalt für ihn sind. Sonst verdrängt er einheimisches Gebüsch.

    Darüber hinaus sollte man nicht vergessen, das Landschaften von der Vegetation geprägt werden. Ebenen, Hügel, spitze und flache Berge gibt es, vereinfacht gesagt, überall. Durch ihren Bewuchs entfalten sie ihren jeweils charakteristischen Ausdruck in erhaltens- und schützenswerter Vielfalt. Deshalb sehen deutsche Mittelgebirge anders aus als chinesische, japanische oder amerikanische.

    Das sieht eigentlich auch STORL ein, indem er typische und markante Landschaftsprägungen durch landschaftstypische Vegetation z.B. in Nordamerika, der Mittelmeerregion, Mitteleuropas und Australiens erwähnt und jede Naturlandschaft als ein Gesicht der Weltenseele bezeichnet, die "man einst als die Große Göttin verehrte".
    Zutreffend erwähnt er, dass man manch einem Neophyten schon intuitiv ansieht, wo er wohl herkommt (S. 129 ff.) - weil er in diese jeweilige Natur und Landschaft gehört und nicht in eine fremde, möchte ich ergänzen.
    Aus naturschützerischer Sicht ist es bedauerlich, dass STORL hier eher beschwichtigt als zu mahnen.

    Da dies aber der einzige sich aufdrängende Kritikpunkt ist, vermittelt STORLs Buch insgesamt ein Lesevergnügen ungewöhnlicher Art. Es eröffnet dem auch nur oberflächlich Interessierten einen unerwartet emotionalen, persönlichen und neuartigen Blickwinkel auf unsere pflanzlichen Mitgeschöpfe und mag hoffentlich dazu beitragen, die Achtung der Menschen vor ihnen zu erwecken oder zu vermehren.

  8. Cover des Buches Die Römer: Geschichte des römischen Reiches | Kultur und Leben im alten Rom (ISBN: B07DD5QBT8)
  9. Cover des Buches Die Königin der Kelten (ISBN: 9781545100158)
    Sabine Altenburg

    Die Königin der Kelten

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Auf dem Cover ist zu lesen „Historischer Liebesroman“. Und obwohl es in beiden Zeiten jeweils ein Liebespaar gibt, kann ich keine innige Beziehung zwischen ihnen spüren. Die Dialoge sind eher floskelartig und gehen nicht ans Herz. Mir persönlich zu wenig Liebe. Die Beschreibung der Landschaft ist wieder sehr gut. An sich eine tolle Idee für eine Liebesgeschichte, jedoch hat mir hier Gefühl gefehlt. 

  10. Cover des Buches Sturm über Europa (ISBN: 9783548364513)
    Peter Arens

    Sturm über Europa

    (8)
    Aktuelle Rezension von: Scarecrow
    Blonde Krieger nehmen Rom im Sturm Als ich das Buch kurz nach seinem Erscheinen zum ersten mal in die Finger bekam, habe ich es regelrecht verschlungen; die Völkerwanderung, ein Thema, das meiner Meinung nach in unserer Gesellschaft recht stiefmütterlich behandelt wird, wird hier anschaulich und lebendig vermittelt. Man bekommt einen guten ersten Überblick über die wandernden Völkerschaften und die wichtigsten Ereignisse. ABER - als ich dieses Buch nun, gut 3 Jahre später, erneut in die Hand nahm, zeigten sich deutliche Schwächen auf. Mittlerweile bin ich kein geschichtsbegeisterter Schüler mehr, sondern Geschichtsstudent, der sich momentan in einem Proseminar mit eben der behandelten Epoche beschäftigt; und jedem, der sich erst einmal ein bisschen mehr ins Thema eingelesen hat, stösst so einiges in diesem Buch sauer auf. So verfährt der Autor zum Beispiel unglaublich naiv mit Klischees - was sich schon im Titel "Sturm über Europa" niederschlägt. Die Beschreibung der Germanen als große, Blonde Recken, die das dekadente Römerreich hinwegfegen, wird mit Freuden übernommen; dass Autoren wir Ammianus Marcellinus zu diesem Zeitpunkt auf dieses Germanenbild nur deshalb noch zurückgriffen, weil es zu Propagandazwecken dienlich war, wird komplett ignoriert. Die Germanen seien ja ein ganzes Stück größer und kräftiger, wilder sowieso, gewesen als die Römer, und hätten daher Angst und Schrecken verbreitet, führt Arens an. Dabei lässt er ausser Acht, dass in den Römerheeren, die zum Beispiel in der Schlacht von Zülpich den Alemannen gegenüberstanden, eine große Anzahl von germanischen Auxiliaren kämpfte; die Legionen des Varus mögen aus Römischen Soldaten bestanden haben; zur Zeit eines Iulian dagegen waren bereits viele ehemalige Barbaren "Römisch". Auf das römische Föderatensystem wird gar nicht eingegangen; das z.B. Franken oder Westgoten von den Römern im Rahmen von Pakten Land zugeweisen wurde, und das selbst noch die Langobarden im 6. Jahrhundert zuerst um die Römische Gunst buhlten, indem sie Hilfstruppen für die Zerschlagung des Ostgotenreiches stellten, wird unterschlagen; ebenso der innere Zerfall Roms; glaubt man den Schilderungen Arens, so haben die Germanen allein ein intaktes Reich ins Schleudern gebracht; tatsächlich wurde ihre Geschichte mit der eines von Intrigen und Bürgerkriegen geschwächten Imperiums verflochten, das sie mal bekämpften, mal verteidigten. Das die ersten Feinde, die das Junge Reich des Franken Chlodwig auszuschalten hatte, nicht etwa die Westgoten oder Alemannen, sondern die Reiche des römischen Heerführers Arbogast und des römischen "Königs" Syagrius waren, ist hierbei als symptomatisch anzusehen. Unterm Strich reicht's noch für 2 Sterne. Das Buch ist unglaublich unterhaltsam, wenn man sich erstmals mit dem Thema beschäftigt, es bietet Laien, die sich zum ersten mal mit dem Thema beschäftigen, einen ersten Überlick über eine interessante, leider vernachlässigte Epoche; Es wird eigentlich auch nichts wirklich falsches in dem Buch angegeben; was man dem Autor aber vorwerfen kann, ist die bereits erwähnte Naivität im Umgang mit Quellen, ein Hang zur Polemik bei der Wahl der Begriffe, die oftmals starke Vereinfachung und teilweise die Unterschlagung von Fakten, die zum Verständnis wichtig gewesen wären, aber wohl den Umfang des Buches gesprengt hätten. Als Begleitbuch zur gleichnamigen ZDF Serie mag das Buch seinen Zweck erfüllen; wer echte Interesse an der Geschichte dieser Epoche hat, sollte vielleicht besser auf "Die Völkerwanderung" von Klaus Rosen zurückgreifen. Für alle, die dennoch Interesse haben: Das Buch ist im Ullstein-Verlag als Taschenbuch erschienen und ist für 8,95€ erhältlich.
  11. Cover des Buches Heilige Haine - Heilige Wälder (ISBN: 9783890600642)
  12. Cover des Buches Germanen (ISBN: 9783806242614)
    Matthias Wemhoff

    Germanen

    (6)
    Aktuelle Rezension von: Streiflicht

    Seit ich zum ersten Mal in der Schule von den alten Römern, Germanen und Griechen gehört habe, interessiere ich mich für die Antike und die Zeit danach. Ich bin immer wieder voller positiver Anspannung, wenn ich in diesem Bereich etwas Neues erfahren kann. Diese Themen langweilen mich einfach nie. Umso neugieriger war ich auf dieses wissenschaftliche Buch, das nochmal einen ganz anderen Ansatz hat. Ich habe mir Zeit genommen und es in Ruhe genossen. Man merkt, dass die Autoren ein tiefes Verständnis für die Germanen und ihre Lebensweise entwickelt haben. Sie schreiben ausführlich, aber gut verständlich darüber und berichten über ihre Studien. Das fand ich sehr spannend und interessant. Ich war überrascht, wie gut man als interessierter Laie das alles verstehen kann und hatte an keiner Stelle das Gefühl, abgehängt worden zu sein.

    Die einzelnen Beiträge gehen sehr in die Tiefe und sind voller Details, die in Einzelheiten und mit Hintergrundwissen erläutert werden.

    Gut gefallen haben mir die Zeichnungen und Illustrationen, die das geschriebene Wort auch bildlich darstellen und ergänzen. So ist es einfacher, sich die Lebensweise der Germanen vorzustellen und auch, wie es damals wo ausgesehen hat. Dass zum Beispiel heute große Städte damals nur kleine Siedlungen entlang des Limes waren – das ist zwar einerseits klar, aber oft schwer vorstellbar.

    Ein rundum spannendes Buch, das mir sehr gut gefallen hat. Wer an den Germanen interessiert ist, wird sich hier sicherlich gut unterhalten fühlen. Auch weil man sich ihnen in verschiedenen Fragestellungen und Ansätzen nähert und lernt zu verstehen. Die Germanen als solche gab es nicht, das Buch erklärt wieso und warum und auch, was die verschiedenen Stämme getrennt und verbunden hat.

  13. Cover des Buches Die Hermannschlacht - Ein Schauspiel in fünf Aufzügen (ISBN: B00R4VYB58)
  14. Cover des Buches Das Nibelungenlied: Ein Roman für Jung und Alt (ISBN: 9783946469032)
  15. Cover des Buches Gladius (ISBN: 9783406756160)
  16. Cover des Buches GERMANEN zwischen Thorsberg und Ravenna (ISBN: B0014PL4DW)
    Friedrich. Schlette

    GERMANEN zwischen Thorsberg und Ravenna

    (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  17. Cover des Buches Der Krieger (ISBN: 9783453471603)
    Geraint Jones

    Der Krieger

    (3)
    Aktuelle Rezension von: MichaelSterzik
    „Varus, gib die Legionen zurück“ soll Augustus verzweifelt ausgerufen haben, als er den Bericht von der Vernichtung der drei Legionen im fernen Germanien vernahm. Ein Achtel der römischen Streitkräfte wurden von dem Cheruskerfürsten Arminius bis auf wenige Überlebende gänzlich vernichtet. Ausgerechnet Arminius, aufgewachsen als Geisel in Rom. Militärisch ausgebildet, hoch dekoriert, vertrauensvoll – ihm gelang es die vielen auch miteinander verfeindeten Stämme Germaniens zu vereinen.

    Irgendwo im Teutoburger Wald wurden ca. 24000 Legionäre, Hilfstruppen und wahrscheinlich ein paar tausend Familienangehörige, Zivilisten, Sklaven, usw. getötet. Die Niederlage war auch das Ende des Eroberungskrieges in Germanien.

    In dem vorliegenden Roman: „Der Krieger“ von dem amerikanischen Geraint Jones, thematisiert der ehemalige Elitesoldat, die Ereignisse dieser mehrtägigen Schlacht.
    Als Soldat war er bei mehreren Kampfeinsätzen in Afghanistan, im Irak und in Krieg gegen somalische und nigerianische Piraten. Die Schrecken eines Kampfes auf Leben und Tod, die Verzweiflung, die erlebten Verluste an Kameraden, vielleicht Freunden und nicht zuletzt die allgegenwärtige Angst, verarbeitete der Autor in diesem historischen Roman.

    „Der Krieger“ ist sein Debütroman und ja es klingt etwas merkwürdig: Ein Amerikaner, der eine „Schlacht“ zwischen Germanen und Römern beschreiben möchte? Eine gewisse Skepsis eröffnet sich dann ja doch, aber dem Autor Geraint Jones ist es gelungen, die Emotionen die so eine brutale, kriegerischen Aktion nun mal mitbringt, gut zu transportieren.

    Der Autor befasst sich nicht mit der Politik des römischen Weltreiches, auch nicht über den organisierten Widerstand der Germanen und es gibt jedenfalls in diesem Band keine Schilderung über die späteren Auswirkungen. Geraint Jones fokussiert sich ganz und gar auf die Perspektive des einfachen Soldaten und der etwas höher gestellten Feldoffiziere. Vielleicht ist etwas daran, dass Soldaten egal in welcher Epoche sie sich durchkämpfen identisch, vielleicht ähnlich fühlen!? Tausende von Kilometern entfernt, alleine unter Kameraden, die Zukunft ungewiss, vielleicht den Tod als einzigen Ausweg vor Augen?

    Geraint Jones hangelt sich ganz passabel entlang der historischen Quellen. Es gibt ein paar Be- und Umschreibungen, die nicht ganz passen, aber die Storyline passt sich der Vergangenheit gut an. Es geht dem Autor auch gar nicht darum, die Schlacht „neu“ zu erzählen, ggf. neu, oder anders zu interpretieren. Die Handlung bezieht sich ausschließlich auf die psychischen Herausforderungen, die eine achtköpfige Zeltgemeinschaft während dieser Schlacht ausgesetzt ist. Es gibt die abgeklärten Veteranen, für die, die Römische Armee ein Familienersatz ist. Den einfachen Soldaten, der seine 20-jährigen Dienstzeit überleben will und es gibt junge Rekruten die den brutalen Schrecken erst jetzt kennenlernen. Der Autor erzählt von Offizieren, die intrigant agieren, von Helden, die sich nicht an ihre Vergangenheit erinnern können, oder wollen. Die historischen Figuren eines Arminius, oder seines Gegners des römischen Statthalter Varus, sind nur Nebenfiguren.

    Transportiert in „Der Krieger“ werden hier Emotionen: Opferbereitschaft, Freundschaft, Feindschaft, Rache, Vergeltung, Liebe, Vertrauen – all das prägt und empfindet der einfache Soldat im Feld – und letztlich ist ja auch nur ein Mensch.



    Geraint Jones beschreibt in „Der Krieger“ den Lärm einer Schlacht verdammt laut und kompromisslos. Natürlich wird getötet und gestorben in einer Schlacht, es müssen Entscheidungen getroffen werden, die nicht jedem gefallen können. Vor allem die verzweifelte Angst bekommt hier eine ganz eigene, durchdringende Atmosphäre – vielleicht kann man das als Autor auch nur beschreiben, wenn man es selbst er- und gelebt hat.

    Die Charaktere sind überschaubar platziert. Die Hauptfigur hat viel Potenzial – bleibt aber immer etwas im Schatten seiner selbst stehen. Dessen Beziehung zu dem Rädelsführer, Verräter und germanischen Freiheitskämpfer Arminius allerdings ist der größte Kritikpunkt des Buches. Es wirkt einfach zu wenig realistisch und allzu wild und absolut künstlich konstruiert. Die Handlung wie schon erwähnt schildert leider auch nur größtenteils die Perspektive der Römer – die Germanen und deren Motive bleiben unberücksichtigt. Nur Arminius erzählt, warum er diesen Weg gewählt hat – der dramatisch gesehen, auch sein eigener Untergang sein wird.

    Die Zeltgemeinschaft – diese acht Soldaten sind die Hauptakteure und sind gut und in sich stimmig ausgearbeitet. Den einen oder anderen könnte man ggf. in dem zweiten Teil dieser geplanten Reihe wieder treffen.

    Als Debütroman gesehen ein solider, historischer Roman, der die erschreckende Perspektive des einfachen Soldaten schildert. Geraint Jones sollte in seinen nächsten Werken mehr Nebengeschichten und Figuren einbauen, die ggf. auch historisch belegbar sind. Mehr vom Leben erzählen, und etwas weniger vom sterben und ganz sicher muss der übergreifende historische Augenblick eingefangen werden.

    „Der Krieger“ von Geraint Jones ist eine brutale, laute Momentaufnahme der Bestie namens Krieg. Erzählerisch gut, aber noch weit ausbaubar und bitte eine konzentrierte Handlung dem Blick auf die kleinen, wichtigen Details.

    Michael Sterzik



  18. Cover des Buches Die Adler Roms 5: Die Adler Roms 5 (ISBN: 9783551791948)
    Enrico Marini

    Die Adler Roms 5: Die Adler Roms 5

    (2)
    Aktuelle Rezension von: SMBerghoff

    Arminius (oder Hermann) dürfte eine der berühmtesten Figuren der deutschen Geschichte sein. Der in Rom aufgewachsene Häuptlingssohn, der Offizier wurde und sich dann in der alten Heimat wieder auf die Seite der Germanen schlug, wurde im dt. Kaiserreich und dem Dritten Reich als Freiheitskämpfer stilisiert. Nach dem 2. WK war es dann tabu, ihn überhaupt zu erwähnen. Seitdem hat, sehr bedauerlich, eigentlich keine ernsthafte Auseinandersetzung mit der Figur mehr in den deutschen Medien stattgefunden.

    Das änderte sich erst 2020, als Netflix (ein amerikanischer "Sender"...) die Serie "Barbaren" herausbrachte. Mit umstrittenem Resultat. Gelobt wurde, dass das Personal Latein sprach, aber die Hauptfigur blieb einem merkwürdig fremd. Vielleicht, weil sein Heranwachsen in der Serie weitgehend ausgeblendet wurde und man daher nicht recht verstand warum Hermann so tickte. Und die Chemie mit dem Love Interest Thusnelda stimmte einfach nicht, vielleicht lag es an den Darstellern.

    Die Frage drängt sich auf, warum die Produzenten nicht einfach diese brilliante Comicserie des Italieners Enrico Marini aus den Nuller Jahren, "Die Adler Roms", adaptiert haben? Denn sie erzählt die gleiche Geschichte, nur ausführlicher, emotionaler und mit anderen Schwerpunkten. In insgesamt 5 Bänden, die in in Hermanns Kindheit beginnen und mit der Schlacht von Kalkriese enden, wird die Thematik erstaunlich objektiv erzählt. Hermann und sein bester Freund Marcus, und Nebenfiguren wie Marcus Vater Falco und der Offizier Lepidus, sind weder gut noch böse, sondern einfach Männer mit eigenen Problemen und Motiven, die in einer militaristisch geprägten und grausamen Gesellschaft aufwachsen. Gnadenlose Produkte ihrer Zeit, auf Leistung und Sieg getrimmt. Hier kann man zwischen den Zeilen viel zum Thema "toxische Männlichkeit" herauslesen. Wer ein Held ist, und wer ein Widerling, ist eben immer auch eine Frage der Sichtweise und Ideologie. Solche Aspekte fehlten der TV-Serie, die sich eher wie 60er Jahre-Winnetou anfühlte, leider.

    Alle Bände sind jeweils etwa 60 Seiten lang. Die Verdichtung des Geschehens in Comicform tut der Sache gut, ebenso wie die Bildstärke, die ja im Medium begründet liegt: Toll gezeichnet mit schönen Panel-Aufteilungen wird hier eine stimmungsvolle antike Welt erzeugt. Wer "Asterix" entwachsen ist und die Zeit von Kaiser Augustus mal erwachsener haben will (an Sex wird nicht gespart, hier tobt das pralle Römerleben), sollte bei den neu aufgelegten Hardcovers zugreifen.

  19. Cover des Buches Von Napoleon lernen, wie man sich vorm Abwasch drückt (ISBN: 9783499630170)
    Sebastian Schnoy

    Von Napoleon lernen, wie man sich vorm Abwasch drückt

    (18)
    Aktuelle Rezension von: Die-Glimmerfeen
    So sollte Geschichtsunterricht sein
    Von der frühen Höhlenmalerei bis zur heutigen Zeit spannt der Autor einen unterhaltsamen und höchst informativen Bogen durch die Geschichte Europas. Hier gibt es Geschichtsunterricht einmal ganz ohne trockene Geschichtszahlen, Säbelrasseln und Kriegsgetöse. Hier stehen die Menschen und das tägliche Leben im Vordergrund. Im flotten Tempo erfährt man so eine ganze Menge, kann schmunzeln und nachdenken. Geschickt schafft es Sebastian Schnoy auch immer wieder Bezüge zu der jetzigen Zeit herzustellen.

    Ob Halloween, Sokrates, oder die Langen Kerle – Nach dem Lesen dieses Buches ist man sehr viel besser informiert. Leisten Ärzte noch heute den Eid des Hippokrates, warum gibt es keine Apotheken-Ketten in Deutschland und war früher alles besser? Hier findet man die Antworten, gespickt mit Anekdoten und Zitaten. So wird Geschichte begreifbar und durch die Parallelen zum heutigen Geschehen, kann man so manches besser verstehen. Ich weiß jetzt jedenfalls, warum ich gerne Bier trinke, das Ruhrgebiet nicht eine einzige Mega-City ist und wie die Briten auf ihre Insel kamen.

    Warum man vielleicht zu diesem Buch greifen sollte:
    1. Wenn man der Meinung ist, Geschichte ist langweilig und staubtrocken
    2. Wenn man sich für die Geschichte hinter den Jahreszahlen interessiert
    3. Wenn man sich amüsieren möchte und dabei trotzdem gerne etwas lernt
  20. Cover des Buches Die Germanen (ISBN: 9783406584763)
  21. Cover des Buches Geo Epoche (mit DVD) / Germanen (ISBN: 9783570198513)
  22. Cover des Buches Die Edda (ISBN: 4026411181769)
    Felix Genzmer Kurt Schier

    Die Edda

    (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches Kleine Berlin-Geschichte (ISBN: 9783877762226)
  24. Cover des Buches SAAT DER RACHE (ISBN: 9783745097023)
    Martin Huber

    SAAT DER RACHE

    (1)
    Aktuelle Rezension von: nuran
    Auf 360 Seiten Erzählung und in einem 40-seitigen Nachwort liest man nicht nur einen spannenden Roman um einen Mord, dem nachfolgenden Sippenzwist und der unvermeidlichen Rache, sondern erfährt auch Wissenswertes zu der Zeit und dem Gedankengut der Menschen an der Schwelle zum Mittelalter.
    Wer von der Schule her ein verstörtes Verhältnis zum Nibelungen-Stoff hat, der kann durch dieses Buch "geheilt" werden.

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