Bücher mit dem Tag "germanistik"
11 Bücher
- Uwe Timm
Heißer Sommer
(36)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer"Heißer Sommer" ist eines der wenigen literarischen Zeugnisse der Studentenrevolte. Heute, dreißig Jahre danach, ist das Buch selbst ein Stück Geschichte, das uneingeholte politische Erwartungen wachhält und die Atmosphäre eines bewegenden historischen Moments mit all seinen Spannungen, Aufbrüchen, beschleunigten Entwicklungen unvergessen macht. FAZIT: Ein sehr wirr geschriebenes und langatmiges Buch. Uwe Timm baut sehr oft Zitate aus damals aktuellen Büchern, Flugschriften oder von Philosophen mit ein, die das lesen erschweren und auch intellektuell einen hohen Wissensgrad erfordern. Von der Studentenrevolte an sich, habe ich mir eigentlich etwas mehr gewünscht und doch wird es durch die Ich-Perspektive des Protagonisten und seine Handlungen dem Leser ganz gut näher gebracht. Man weiß am Ende auch nicht wirklich, wie die Geschichte an sich ausgegangen ist oder wo überhaupt das Problem des Protagonisten liegt, das ihn dann auch das gesamte Buch lang herumtreibt. In der Struktur des Buches hat Uwe Timm seine "Montagetechnik" aufs Höchste präzesiert, was die zusammengestückelte Atmosphäre noch erheblich anhebt. Ich habe mich fast durch das gesamte Buch gequält und war froh, als ich es endlich fertig gelesen hatte. Alles in allem ein Buch, das ich nicht unbedingt empfehlen würde, nur für hart gesottene Timm-Fans. - Ulla Hahn
Aufbruch
(80)Aktuelle Rezension von: Marla_HumiDer zweite Teil der Hilla-Palm-Saga beginnt mit dem hoffnungsvollen Start in der Oberstufe des Aufbaugymnasiums. In einer Buchhandlung lernt Hilla den gebildeten und reichen Doktoranden Godehard von Keuken kennen, der sie schon bald als seine „kleine Frau“ sieht. Aber Hilla wird sich immer schmerzlicher der gesellschaftlichen Kluft zwischen Arm und Reich bewusst: ihre Eltern, die sich abrackern, die beengten Wohnverhältnisse, sie hat weiterhin kein eigenes Zimmer, lernt im Schuppen - Keuken sieht in ihrem Zuhause nur „ein Loch. “ Dieser Ausspruch verletzt sie so sehr, dass sie die Beziehung beendet.
Auf dem nächtlichen Rückweg vom Sommerfest der katholischen Jugend in Großenfeld wird Hilla von Fremden beim Trampen vergewaltigt. Sie hatte den Bus verpasst. Dieser dramatische Einschnitt in ihr bisheriges Leben verletzt sie körperlich und seelisch schwer: Sie kann über das demütigende und traumatisierende Ereignis mit niemandem reden, fühlt sich schuldig: „Hilla selberschuld“ – schämt sich: „Hilla: schmutzig, sündig, selberschuld“. Sie gerät in eine tiefe seelische und körperliche Krise, niemand kann ihr helfen.
Der Rhein wird, wie schon seit den gemeinsamen Spaziergängen mit dem Großvater und jüngeren Bruder, zum Zufluchtsort. Nach mehreren Zusammenbrüchen erholt sie sich langsam.
Der anschauliche Erzählstil ist mit erfrischenden lyrischen Passagen durchsetzt.
Auch ohne Kenntnis des ersten Bandes „Das verborgene Wort“ gelingt der Überblick über Hillas bisherige Geschichte (Kindheit) mithilfe der eingeflochtenen Informationen.
- Jochen Vogt
Einladung zur Literaturwissenschaft
(15)Aktuelle Rezension von: NelebooksKlappentext (LB): "Dieses UTB hat Studienbuchgeschichte geschrieben! Es war die erste Einführung, die in ebenso unterhaltendem wie wissenschaftlich präzisem Stil die Grundlagen der Literaturwissenschaft vorstellte. Das Themenspektrum reicht von der antiken Rhetorik und Poetik über Begründungsfragen der heutigen Literaturwissenschaft und beispielhafte Textanalysen bis hin zum Verhältnis zwischen Literatur und Neuen Medien. Zahlreiche Abbildungen, Schemata, Randerläuterungen und eine begleitende Internet-Präsenz regen zum selbstständigen Weiterlesen, Weiterdenken und Weiterforschen an. Die überarbeitete, aktualisierte und erweiterte 6. Auflage berücksichtigt insbesondere die Arbeitsbedingungen und Anforderungen der neuen Bachelor-Studiengänge."
Meinung: Der Autor hat einen hier toll über das Allgemeine zum Speziellen mitgenommen. Er schreibt nicht so trocken für ein Fachbuch, so dass ich es tatsächlich interessiert gelesen habe und es nicht langatmig oder trocken wurde. Der Autor spricht einen teilweise auch direkt an und hat einen etwas lockeren Schreibstil, so dass es einen teilweise zum Schmunzeln bringt und das Lesen aber natürlich gleichzeitig auch noch angenehmer macht. Fachbegriffe werden kurz erklärt, so dass man diese nicht zusätzlich googeln muss. Auch gibt es am Rand immer noch Hinweise, Erklärungen oder Bilder von Autoren, so dass das Ganze vollständiger und umfassender wird. Das Buch war jetzt eine tolle Ergänzung und Wiederholung zu meinem Modul "Einführung in die Literaturwissenschaft" und ich kann es Studierenden auf alle Fälle weiterempfehlen.
- Ulla Hahn
Spiel der Zeit
(24)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerDies ist der 3. Teil der Autobiografie-Reihe von Ulla Hahn, die ihr Alter Ego nach
"Das verborgene Wort" und "Aufbruch"
als Hilla Palm zu Wort kommen lässt.
Dieses Buch wird sicherlich polarisieren, denn der Schreibstil ist doch sehr eigen. Ich gehöre hier zu denjenigen, die mit der Darstellungsweise leider garnichts anfangen können. Ulla Hahn besitzt als Lyrikerin einen großen Namen; die Prosa jedoch in diesem 3. Band ist meiner Meinung nach nicht ausgereift. Hier konnte ich kein einheitliches Bild erkennen, denn der Schreibstil wirkt auf mich nicht gefestigt. Aber, vielleicht soll das gerade die Zeit der späten 60er Jahre widerspiegeln?
Musste mich wirklich durch die Seiten quälen.
Sie schafft die Atmosphäre der damaligen Zeit mit ihrem bekannten Drang nach Veränderung und den dazugehörigen Einstellungen und Verhaltenweisen. Hier konnte sie ein passendes Bild davon schaffen, jedoch hat mir die Tiefe bei der Darstellung der Charaktere gefehlt. Aber, vielleicht war dies ebenfalls so gewollt, da sich die Menschen damals eben neu orientieren mussten?!
Autobiografie, Realität und Fiktion sind sehr gekonnt ineinander verflochten.
Mein Fazit: ein Buch, das sicherlich polarisieren wird - mich hat es nicht "abgeholt" - Teresa Reichl
Muss ich das gelesen haben?
(60)Aktuelle Rezension von: zwischenkapitelnundkaffeeBereits in den ersten paar Seiten steht der Satz „Jetzt hat sie schon in der Einleitung ‚weiße Männer‘ gesagt, holy shit!“ und man kann damit erahnen, wie das Buch geschrieben ist. Und mich hat genau das sofort überzeugt.
Die Zielgruppe sind eindeutig Jugendliche, also die, die das Thema Schullektüre unmittelbar betrifft. Ich selbst bin schon lange aus der Schule raus (zum Glück), dennoch hat mich das Buch sehr zum Nachdenken gebracht. Der Schreibstil ist locker, humorvoll und angenehm. Einige der erwähnten Autor*innen und Werke kannte ich bereits, zumindest vom Namen her, teilweise auch aus meiner eigenen Schulzeit. Vor allem aber wurden viele Autorinnen vorgestellt, von denen ich zuvor kaum oder gar nichts gehört hatte.
@teresareichl zeigt klar auf, welche Personen(gruppen) im klassischen Kanon kaum vertreten sind und warum das so ist. Dabei schwingt stellenweise ein gewisser Grant (viel davon) mit, doch sie schafft es, Kritik zu äußern, ohne unfair zu werden. Ihre Argumente sind immer erklärt und gut nachvollziehbar.
Das Buch ist keineswegs gegen Klassiker gerichtet, sondern will, dass es mehr werden, diverser. Die Autorin macht jede Mente konkrete Vorschläge, was man im Schulunterricht statt (oder zusätzlich zu) Goethe, Schiller & Co lesen könnte. Besonders gelungen fand ich auch ihren vielfachen Hinweis, dass ein echter Wandel von vielen Seiten ausgehen muss und nicht allein von einer einzelnen Gruppe wie zB den Lehrer*innen.
Ich würde also sagen, das Buch ist auch für Leser*innen, die längst keine Jugendlichen mehr sind, absolut empfehlenswert.
Danke für den Buddyread @drinlesen 😊
- Wolfgang Krischke
Was heißt hier Deutsch?
(3)Aktuelle Rezension von: Ulenflucht
Wie oft hört man, dass die deutsche Sprache verhunzt wird? Dass alles nur noch englisch sei und dass die Jugend von heute sprachlich total verlottert? Sehr oft. Nichts lädt mehr ein, den Zeigefinger zu erheben, als Abweichungen von der Norm. Mit seinem Buch legt Wolfgang Krischke den Finger in genau diese Wunde: Was ist eigentlich die sprachliche Norm und wie kam es dazu? Wie hat sich das Deutsche überhaupt entwickelt?
Mittlerweile ist die allgemeine Bevölkerung besser über die Mechanismen des Urknalls informiert als über die Entfaltung ihrer eigenen Sprache. Wer sein Buch liest, versteht schnell, dass dieses Gebilde einem permanenten Wandel unterworfen war und ist und dass sich Deutsche gerade nicht „einfach so“ entwickelt hat, sondern dass es sich um einen Prozess der Impulse Gebildeter Menschen gehandelt hat, die Sprache normiert haben. Er zeigt auf, wie sich Hochdeutsch aus dem rekonstruierten Indogermanisch entwickelt hat und wer damit kräftig mitgemischt hat.
Das Buch liefert so einige Entdeckungen und Überraschungen und verschafft selbst Nicht-Linguisten einen tiefen Einblick in das Uhrwerk Sprache. Es flößt Respekt ein und bewirkt Verständnis für Wandelprozesse und spöttische Skepsis gegenüber konservativen Bewegungen, die das Deutsche gerne von Fremdeinfluss befreien möchten. „Was heißt hier Deutsch?“, möchte man diesen Kreisen nur entgegenschleudern und kann detailliert jeden vermeintlich deutschen Satz in seine Bestandteile zerlegen: Lateinische, griechische, gotische, französische, englische, italienische…
Wolfgang Krischke schreibt interessant und mit Blick für erstaunliche Details. Bisweilen verliert er sich jedoch in Zitaten und Aufzählungen, verrennt sich in die Geschichte der Grammatik, sodass ihm am Ende des Buches ein großes Stück fehlt. Es endet sehr abrupt und gerne hätte man noch mehr über die Zukunft des Deutschen gelesen, statt in zwei Sätzen das Riesenthema Genus-Funktion abgehandelt zu sehen. So stark das Buch über weite Strecken war, so schwächelt es am Ende auch, als Krischke genau das diskreditiert, was er zuvor als natürlichen Prozess dargestellt hat: Den Einfluss mächtiger Sprachen auf das Deutsche und damit insbesondere auf das Sterben der deutschen Fachsprachen. Hier wäre es besser gewesen, er wäre bei seiner These geblieben, dass sich das Nützliche stets durchsetzt und das weniger nützlich abgeschliffen wird und verschwindet. Wenn das am Ende das Deutsch ist, wie wir es kennen, wäre das nur folgerichtig und ist bereits dutzende Male in seiner langen Vergangenheit geschehen.
- Wulf Segebrecht
Was sollen Germanisten lesen?
(5)Aktuelle Rezension von: NelebooksKlappentext (LB): "Ob Beitrag zur Kanonisierung oder Vorschlag zur Lektüre – dieses „Vademecum“ für alle angehenden oder fortgeschrittenen Germanisten bietet eine gute Orientierungshilfe und beantwortet in vielerlei Hinsicht die Frage „Was sollen Germanisten lesen?“"
Allgemein: Das Cover ist passend zu einem Sachbuch und damit weiß man direkt, was hier einen grundsätzlich erwartet. Das Buch ist klein und handlich. Das Inhaltsverzeichnis gibt einen ersten Überblick über die deutsche literaturgeschichtliche Einteilung.
Meinung: Das Buch ist strukturiert aufgebaut, so dass man sich schnell zurechtfinden kann. Es ist hilfreich, dass die Werke in Epochen eingeteilt sind. Es sind einzelne Werke nicht aufgelistet, die ich hier erwartet hätte (aber andere Werke der Autoren), aber natürlich können nicht alle Werke genannt werden, um irgendwo eine Grenze zu ziehen. Ich finde, dass das ein schöner Überblick ist und da ich gerne lese, werde ich davon gelesene Werke dann immer abhaken, um zu sehen, wie weit ich hier in meinem Leben komme - ein, wie ich finde, schönes Projekt :-)
Ob es für eine Leseliste dieses Buch braucht ist fraglich, denn da finden sich bestimmt auch genügend Listen im Internet. - Thomas Gsella
Saukopf Natur
(2)Aktuelle Rezension von: Thomas_LawallMit der Vergänglichkeit ist das so eine Sache. Nichts hat Bestand. Nichts ist von Dauer. Ein Glück nur, dass die Vergänglichkeit und das, was sie ausdrückt, ebenfalls vergänglich ist. Diese Frohbotschaft hat Thomas Gsella im wahren Leben allerdings noch nicht erreicht und deshalb hat er ihr, also der Vergänglichkeit, mindestens ein Gedicht gewidmet.
In "Der Mairegen" bringt er es auf den Punkt: Frisch Verliebte ahnen schon wieder künftige Einsamkeiten. Das Jammertal hat rund um die Uhr geöffnet. Alles vergeht. "Und im Juni ist der Mai - vorbei."
Macht aber nichts, denn der Frühling ist ja sowieso "'ne blöde Kuh". "Der Frühling" taugt ja bekanntlich zu wirklich gar nichts. Am Meer ist er noch zu kalt "und zum Rodeln zu warm". Birken schlagen Allergiker in die Flucht und der Bauer mit seiner Gülle den Rest der Menschheit. "Es ist nicht auszuhalten."
Thomas Gsella formuliert mit sehr spitzer Feder eine Breitseite (nach der anderen) in Richtung Natur, die ein "Saukopf" ist. Seine Gedichte erheben trotz unmissverständlichem Ausdruck einen gewissen Anspruch, nämlich jenen, keine Angeberlyrik zu sein. Man benötigt also kein Germanistikstudium, um den Sinn seiner Verse zu enträtseln.
Er ist nicht einverstanden mit dem, was üblicherweise den Stempel der Natürlichkeit trägt, der eine Art Freibrief für den allgegenwärtigen Terror gegen die Krone der Schöpfung zu sein scheint.
Zum Beispiel "Das Wetter". Tagein tagaus sind wir dessen Diktat ausgeliefert:
"Wer Stellen ohne Wetter sucht,
Der findet praktisch nix."
Gut so, dass endlich einmal jemand sagt, "was gesagt werden muss". Besonders den Deutschen, die, wie niemand auf der Welt sonst, in die Natur geradezu "vernarrt" sind. Dem gilt es jetzt endgültig und nachhaltig Einhalt zu gebieten.
"Alles Schlechte kommt von der Natur", kann es deshalb nur folgerichtig heißen. Unter anderem plagen uns Hunger, Durst, Naturgewalten, schreckliche Tiere und vor allem "das quälende Überangebot von Schnittblumen."
Wir sollten uns das nicht länger gefallen lassen. Schließlich stecken wir in einer existenzialistischen Zwickmühle. Am Rande des Abgrunds sozusagen. Wir wissen ja noch nicht einmal was schlimmer ist, "Die Dunkelheit" oder "Die Helligkeit".
Ein Fazit für "Saukopf Natur" gibt es nicht. Eher ein Ratespiel vielleicht. Wie heißt "das weltweit blödeste Tier?" Na? Keine Idee? Da kann der Rezensent helfen: Wer suchet, der findet! - Dudenredaktion
Kleines Kuriositätenkabinett der deutschen Sprache
(32)Aktuelle Rezension von: SoliluWas wäre die Sprache ohne den Duden? Was wäre der Duden ohne Kuriositäten?
Dieses Buch ist der perfekte Begleiter für alle, die Funfacts lieben, die deutsche Sprache von einer anderen Seite kennenlernen möchten oder einfach nur eine humorvolle Abwechslung in den Tag bringen möchten.
Von den längsten Wörtern über lange und kurze Ortsnamen, Wortalternativen, Bedeutungen bis hin zu Wörtern, die vom Aussterben bedroht sind, ist in diesem Buch alles zu finden. Es gibt Zahlen und Fakten, hin und wieder etwas zum Schmunzeln und manchmal etwas zum Staunen. Dieses Buch begleitet mich im Alltag. Da die einzelnen Themen kurz und knackig sind, kann das Buch in jeder freien Minute herausgezogen werden, sodass man mal ein, zwei Seiten schafft, ein anderes Mal zehn Seiten, wenn man etwas länger wartet oder Bahn fährt. Es macht in jedem Fall Spaß, das Buch zu lesen und auf jeder Seite noch etwas neues über die Sprache zu lernen, mit der ich aufgewachsen bin.
Wer auch immer für die Gestaltung der einzelnen Seiten verantwortlich war, hat es sehr kreativ und ansprechend umgesetzt, sodass das Buch auch nach dem Aufschlagen ein Blickfang ist.
- Gregor Hens
Missouri
(3)Aktuelle Rezension von: MilagroDie Welt ist im Umbruch, es ist der Sommer 1989 und Karl, 25 Jahre alt, startet neu , nachdem er endlich seine bedrückende und einge schränkte Jugend im Internat hinter sich lassen kann. Er tritt ein wenig unbedarft einen Job als Assistant Teacher in Columbia, Missouri, an, findet sich als Exot unter den dortigen Lehrkräften und kann sich, auc h in der Liebe zu Stella, neu erfinden.Die Geschichte nimmt den Leser mit zurück in eine Zeit der politischen Neuorientierung, darin verwoben ist die Aufbruchstimmung, die entsteht, wenn man einen persönlichen Neustart wagt. Ruhig und sanft ist die Stimmung, lyrisch, auch durch die eingefügten Nebendarsteller kommt keine Unruhe auf. Es fließt, ohne langweilig zu sein. Jede Entscheidung hat Auswirkungen, hier werden die Entscheidungen unaufgeregt beschrieben, die Auswirkungen sind oftmals tragisch und trotzdem fühlt man sich aufgehoben in der Geschichte. Sie ist vielleicht auch ein Stückchen Zeitgeschichte, dicht und schön geschrieben, genau richtig für einen schönen Sommertag, in dem man in der Weite verlorengehen möchte. - 8
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