Bücher mit dem Tag "germanistik"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "germanistik" gekennzeichnet haben.

164 Bücher

  1. Cover des Buches Glennkill (ISBN: 9783442478088)
    Leonie Swann

    Glennkill

     (3.663)
    Aktuelle Rezension von: KatjaHirschel

    Sehr süße Geschichte und super Idee alles aus der Perspektive der Schafe zu schreiben, die einem regelrecht ans Herz wachsen. Einen Stern Abzug gibt es leider für den Krimi, denn dieser war für mich nicht gerade "schlüssig".

  2. Cover des Buches Die Judenbuche (ISBN: 9783746042916)
    Annette von Droste-Hülshoff

    Die Judenbuche

     (451)
    Aktuelle Rezension von: awogfli

    Was soll ich sagen, dieses Werk ist politisch viel korrekter als die meisten anderen Novellen dieser Zeit, das Problem dabei ist aber, dass die ganze Geschichte extrem langweilig war. Mit der Sprache hatte ich überhaupt keine Probleme, ist mir doch auch der Michael Kohlhaas so gar nicht fremd, den ich sehr genossen habe. Es gab wie schon erwähnt keinen Antisemitismus, viel moralisches Gedrohe mit dem Zeigefinger, einen Protagonisten, der sich nach und nach zum Schlechten entwickelt, und der sich dann auch noch auf Grund seiner Schuld selbst entleibte (warum auch immer, hier werden von der Autorin Motive für so einen drastischen Schritt im Detail überhaupt nicht dargelegt).

    Da wurde in der Figurenentwicklung im Finale ordentlich geschlampt, denn der Protagonist zeichnet sich ja nicht durch besonderes ethisches Verhalten aus, also warum sollte er sich zuerst bewusst für Betrug und Mord entscheiden und dann damit hadern. Da uns die Autorin die innere Katharsis der Hauptfigur und die erneute Wandlung zum moralischen Menschen mit schlechtem Gewissen schuldig bleibt, kann ich nur mit den Schultern zucken. Warum sich Friedrich umgebracht hat, wird ewig im Verborgenen bleiben. Ganz schlechtes Schreibhandwerk vor allem in der Figurenentwicklung. Wahrscheinlich eine protestantisch puritanische moralinsaure Hypothese, dass alle schlechten Menschen im Alter automatisch Einsicht zeigen und sich von selbst umbringen. Das war schon zur damaligen Zeit im 18. Jahrhundert so naiv bekloppt, dass mir wirklich die Spucke wegbleibt.

    Der ganze Plot ist zudem so schnarch schnarch schnarch ... schon bin ich wie ein Holzfäller komatös eingeschlafen und säge alleine durch mein tiefenentspanntes Schnarchen drei Wälder mit 1000 Festmeter Holz gleich mit ab.

    Fazit: Ich mag sehr alte historische Novellen wirklich gern und habe schon viele gelesen, aber diese ist entbehrlich, da sie fundamental gegen mein 1. literarische Gebot verstößt: Du sollst nicht langweilen. Da ist mir sogar die zu dieser Zeit sehr ungewöhliche politische Korrektheit total Blunzn (Schnuppe auf österreichisch).

  3. Cover des Buches Samuel und die Liebe zu den kleinen Dingen (ISBN: 9783548609362)
    Francesc Miralles

    Samuel und die Liebe zu den kleinen Dingen

     (148)
    Aktuelle Rezension von: Marie1971
    Samuel hat sich den Menschen verschlossen und lebt allein und einsam sein Leben. Bis eine Samtpfote sich langsam aber sicher in sein Herz stiehlt. Als wenn diese eine Mauer Stein für Stein abtragen würde, erweckt sie Samuel wieder zum Leben. Was wär das Leben ohne wunderschöne Geschichten, die tief ins Herz gehen und die Seele auf wundersame Art streicheln. Samuel und die Liebe zu den kleinen Dingen ist eines dieser Bücher, dessen Inhalt sich einem so offenbart. Es ist, als ob es Gefühle regnen würde. Wort für Wort legt sich die Geschichte wie zarter Blütenstaub auf den Leser nieder und verschmilzt zu einem unzertrennbaren Ganzen in seinen Gedanken. Die Protagonisten fügen sich mit einer Selbstverständlichkeit ins Bild, wie wenn es keine andere Möglichkeit gäbe. Es ist als stünde man neben ihnen und könnte sie mit der Fingerspitze berühren. Zu keinem Moment wagt man zu zweifeln, dass sich alles genauso abspielen könnte. Die Fiktion ist sehr nahe an dem eigenen Wunschdenken. Für alle Leser, die mit dem Herzen sehen.
  4. Cover des Buches Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod - Folge 1 (ISBN: 9783462301106)
    Bastian Sick

    Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod - Folge 1

     (1.861)
    Aktuelle Rezension von: julia-elysia

    Ich habe dieses Buch beim Herumstöbern im Bücherregal meiner Oma gefunden, und als Germanistikstudentin hat es mich sofort angesprochen. Bei vielen Beiträgen konnte ich zustimmend mit dem Kopf nicken, einige Sachen haben auch mich überrascht.

    Ich kann jedem dieses Buch ans Herz legen - nicht nur denen, die sich für die deutsche Sprache interessieren, sondern auch jenen, die vielleicht ein paar Probleme mit dieser haben und manche Formen, Wörter und Konstruktionen nicht auseinanderhalten können.

    Der Humor war zwar, vor allem zum Ende nicht, nicht wirklich meiner, dennoch hat mich das Buch unterhalten. Insbesondere "Das kleine Abc des Zwiebelfisches" auf den letzten Seiten hat mich begeistert, weil dort noch einmal gängige Fehler erklärt und berichtigt wurden. Auch die vielen Tabellen im Buch, die einen kurzen, zusammenfassenden Überblick zur jeweiligen Thematik gegeben haben, sind lehrreich und interessant gewesen.

    Viele hier kritisieren, dass der Autor sich so hinstellen würde, als wären alle anderen "doof" und "falsch", nur er nicht. Dies würde ich nicht so unterschreiben, denn ich bin mir ziemlich sicher, dass er sich einfach nur sehr intensiv mit der Thematik beschäftigt und Informationen zu den jeweiligen Bereichen gesammelt hat und diese kurz und verständlich aufführen wollte. Somit soll das Buch keine besserwisserische Seite des Autors aufzeigen, sondern lediglich ein Handbuch zu den meisten Fehlern in der deutschen Sprache darstellen, welches Hilfestellungen und Lösungansätze bietet.

    Zum Ende hin haben sich der Humor und die Pointen etwas verlaufen, was teilweise dazu geführt hat, dass vor allem die letzten Abschnitte etwas ermüdend waren. Aus diesem Grund gebe ich dem Buch 4 Sterne.

  5. Cover des Buches Was geschah mit Schillers Schädel? (ISBN: 9783453600805)
    Rainer Schmitz

    Was geschah mit Schillers Schädel?

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Liedie
    In diesem Buch finden sich 1200 Stichwörter von A bis Z und fast 4000 Namen. Hier kann der Leser herrlich schmöckern und fast alles über die Literatur erfahren - ob wichtig oder unwichtig. Muss man wissen, ob Ernest Hemingway zehn oder zwanzig Bleistifte spitzte, bevor er einen neuen Roman begann oder ob Celan Platanenrinde knetete, bevor er sich an die Arbeit begab? Nein - aber so manche Dinge sind doch sehr amüsant und vieles auch sehr interessant. Für mich ein unverzichtbares Buch, in dem ich immer mal wieder gerne lese und schon viele interessante Informationen zu meinen Lieblingsautoren gefunden habe.
  6. Cover des Buches Einführung in die Erzähltheorie (ISBN: 9783406471308)
    Matias Martinez

    Einführung in die Erzähltheorie

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Sarii
    Ein sehr gutes Buch über die möglichen Erzähltheorien der deutschen Literatur. Alle Aspekte sind gut verständlich zusammengefasst und dargestellt. Empfehlenswert zur Prüfungsvorbereitung :)
  7. Cover des Buches Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod - Folge 4 (ISBN: 9783462041644)
    Bastian Sick

    Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod - Folge 4

     (56)
    Aktuelle Rezension von: Yoyomaus

    Deutsche Sprache, schwere Sprache!

     

    Zum Inhalt:

    Neues aus dem Tiergarten der deutschen Sprache
    Uhu - Tier und Kleber in einem! Aber wie sieht das Ganze im Plural aus? Uhus oder vielleicht doch eher Uhue? Und was ist dann mit dem Kuckuck, sprechen wir da von Kuckucks oder Kuckucken? Sprachpflege oder Tierpflege - auch für Bastian Sick häufig genug eine Herausforderung.´
     Abermals taucht Bastian Sick in die tiefen Wasser - oder Wässer? - der abenteuerlichen deutschen Sprache ein und begibt sich auf die Jagd nach Zwiebelfischen. Er nimmt den Leser mit auf eine unterhaltsame Reise in die Welt der Stilblüten und Paradoxe, der grandiosen etymologischen Verballhornungen und regionalen Besonderheiten. Warum heißt der Maulwurf eigentlich Maulwurf? Wachsen Schattenmorellen im Schatten? Ist der Hirsch das männliche Pendant zum Reh und was hat das alles mit Bambi zu tun? Spätestens wenn man von ›eingefleischten Vegetariern‹ spricht, dann sind Flora und Fauna ein undurchdringlicher Dschungel. Auf humorvolle Weise beweist Bastian Sick zum nunmehr vierten Male, dass man eben nie auslernt!

     

    Cover:

    Das Cover ist nicht sonderlich spektakulär. Es zeigt lediglich ein Klemmbrett, auf dem der Titel prangert. Eyecatcher sehen anders aus, wer aber die Reihe rund um die Rechtschreibferkeleien und deren Aufklärung durch Sick mag, der wird hier auch beherzt zugreifen.

     

    Eigener Eindruck:

    Der deutsche Rechtschreibdschungel ist groß und tückisch. Immer wieder ertappt man sich selbst dabei, wie man Fehler macht. Sei es bei Satzzeichen, Redewendungen, Zeitformen. Irgendwelche Fehler haben sich bei dem Einen oder Anderen durchaus eingeschlichen und die wird man auch nicht mehr so schnell los. Abhilfe schafft das nun schon vierte Buch der Reihe „Der Dativ ist dem Genetiv sein Tod“ aus der Feder von Bastian Sick. Wer die Bücher bereits kennt, der weiß, dass die Art und Weise des Autors für seine Kolumne in der Zeitung durchaus passend ist, jedoch auf die Masse eines ganzen Buches doch erdrückend wirkt und dem Leser die Nachricht übermittelt, dass man einfach doof ist, nur eben der Autor selbst nicht, der sich mit seiner lustigmachenden Art irgendwie rein menschlich ins Aus katapultiert. Vielleicht ist das nicht so gemeint, kommt aber voll und ganz so rüber und zieht sich leider wie ein roter Faden durch seine vier Bücher. Trotzdem ist das was Bastian Sick aber präsentiert gut recherchiert und durchaus einleuchtend und die eine oder andere Graupe, die man vielleicht selbst innehat, kann hier behoben werden, wenn man sich tapfer durch das Büchlein arbeitet. Ich empfehle das Buch häppchenweise zu genießen, denn man bekommt hier so viel Input, dass man kaum alles auf einmal begreifen kann. Das Buch ist vom Thema her aber auch recht trocken, sodass es durchaus nicht für Jedermann ist.

     

    Fazit:

    Das Buch erklärt anschaulich die Tücken der deutschen Rechtschreibung, jedoch sollte man damit klarkommen, dass die Art des Autors arg von oben herab ist. Nobody is perfect… nur Herr Sick, der ist es scheinbar.

     

     

    Gesamt: 3/5

     

    Daten:

    ISBN: 9783462041644

    Sprache: Deutsch

    Ausgabe: Flexibler Einband

    Umfang: 224 Seiten

    Verlag: Kiepenheuer & Witsch

    Erscheinungsdatum: 24.09.2009

     

  8. Cover des Buches Missouri (ISBN: 9783351037581)
    Gregor Hens

    Missouri

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Milagro
    Die Welt ist im Umbruch, es ist der Sommer 1989 und Karl, 25 Jahre alt, startet neu , nachdem er endlich seine bedrückende und einge schränkte Jugend im Internat hinter sich lassen kann. Er tritt ein wenig unbedarft einen Job als Assistant Teacher in Columbia, Missouri, an, findet sich als Exot unter den dortigen Lehrkräften und kann sich, auc h in der Liebe zu Stella, neu erfinden.
    Die Geschichte nimmt den Leser mit zurück in eine Zeit der politischen Neuorientierung, darin verwoben ist die Aufbruchstimmung, die entsteht, wenn man einen persönlichen Neustart wagt. Ruhig und sanft ist die Stimmung, lyrisch, auch durch die eingefügten Nebendarsteller kommt keine Unruhe auf. Es fließt, ohne langweilig zu sein. Jede Entscheidung hat Auswirkungen, hier werden die Entscheidungen unaufgeregt beschrieben, die Auswirkungen sind oftmals tragisch und trotzdem fühlt man sich aufgehoben in der Geschichte. Sie ist vielleicht auch ein Stückchen Zeitgeschichte, dicht und schön geschrieben, genau richtig für einen schönen Sommertag,  in dem man in  der Weite verlorengehen möchte.
  9. Cover des Buches Einführung in die Gedichtanalyse (ISBN: 9783476122841)
    Dieter Burdorf

    Einführung in die Gedichtanalyse

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Dieses Buch ist sehr umfassend, aber vor allem verständlich geschrieben. Dieter Burdorf vermag es, die Sichten verschiedener Literaturwissenschaftler zu verschiedenen Zeiten zu bündeln und klar vorzustellen, dabei aber mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg zu halten. Diese (seine Meinung) aber auch noch gut zu beweisen, darzustellen und verständlich zu machen. Die vielen Verweise machen eine weiterführende Lektüre möglich und einfach. Der Überblick bleibt bei der Ausführlichkeit der Themen jedoch gegeben. Letztendlich ist natürlich auch eine literaturwissenschaftliche Einführung in den Gattungsbereich der Lyrik noch kein Allerweltshilfmittel. Schlussendlich stellt sich dem Leser die eigene Annäherung an den Text. Aber inhaltlich und klar gegliedert kann man hier Entwicklungen in der Forschung und Lehre nachvollziehen und Anhaltspunkte lesen, wie man Lyrik anschauen, lesen und selbst bearbeiten kann. Neben dem Büchlein von Angelika Corbineau-Hoffmann "Die Analyse literarischer Texte", welches ich als beginnende Lektüre für die Annäherung an den Text als solches, an Lyrik, Drama, Essay und Erzählung im Speziellen, sehr empfehlen kann (wobei hier der Fokus nicht auf dem Allgemeinen sondern im Speziellen auf dem Werk Hofmannsthals liegt), bietet der "Burdorf" eine umfassende, detailreiche Heranführung an das Thema Gedichtanalyse, die außerhalb jeden Textanalyse- oder Lyrikkurses unbedingt zu empfehlen ist.
  10. Cover des Buches Einladung zur Literaturwissenschaft (ISBN: 9783825220723)
    Jochen Vogt

    Einladung zur Literaturwissenschaft

     (12)
    Noch keine Rezension vorhanden
  11. Cover des Buches Kindlers Neues Literaturlexikon, 22 Bde. (ISBN: 9783898362146)
  12. Cover des Buches Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod. Folge 3 (ISBN: 9783898135665)
    Bastian Sick

    Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod. Folge 3

     (18)
    Aktuelle Rezension von: sabisteb
    Dieser Teil reicht auch nicht so wirklich an Teil 1 ran, weil auch diesmal viele wirklich spezialisierte Dinge dabei sind, die mir als Süddeutsche teilweise nicht nachvollziebar sind, die aber immer noch sehr unterhaltsam vorgetragen werden. Mittlerweile kennt man aber Herr Sicks Freundeskreis und freut sich immer wieder über Neuigkeiten von ihnen zu hören. Währen Der Autor in Teil 2 noch nicht mit seiner französischen Freundin zusammen war, scheint er in Teil 3 bereits mit ihr zusammen zu wohnen. Meine Lieblingsepisode ist die letzte mit dem Buchhändler, der alle Höflichkeitsfloskeln seiner Kunden wörtlich nimmt, einfach wunderbar.
  13. Cover des Buches Goethe und des Pudels Kern (ISBN: 9783401059945)
    Andreas Venzke

    Goethe und des Pudels Kern

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Klusi
    Das relativ schmale Büchlein ist in der Arena Bibliothek des Wissens erschienen und gehört zur Reihe "Lebendige Biographien". Hier werden berühmte Personen ihrer Zeit vorgestellt, in diesem Fall ist es Johann Wolfgang von Goethe.
    Das Buch bietet einen relativ knapp gefassten Abriss zum Leben des großen Dichters. Das Besondere an den Büchern dieser Reihe ist, dass sie in der ersten Person geschrieben sind, was hier den Eindruck entstehen lässt, Goethe würde höchst persönlich über sein Leben erzählen. Humorvolle Illustrationen von Klaus Puth lockern das Geschriebene zusätzlich auf. Die Bücher dieser Reihe sind in erster Linie für Jugendliche gedacht, aber ich finde, auch als Erwachsener und "Einsteiger" kann man hier viel Neues über historische Persönlichkeiten erfahren.
    Die wichtigsten Ereignisse bekommt man hier auf jeden Fall geboten. Zwischen den Ich-Erzählungen, die eher im lockeren Plauderton geschrieben sind, finden sich immer wieder Abschnitte mit den historischen Eckdaten und Tatsachen zur Person, stets auch ergänzt durch Fotos von alten Gemälden, die in irgend einer Weise etwas mit dem Dichter, seinem Umfeld und seinen Werken zu tun haben.
    So hat man am Ende einen guten Überblick. Ein Glossar und eine Zeittafel runden das Wissen zu Goethe ab. Von der Geburt bis zum Tod findet man dort die wichtigsten Lebensdaten auf einen Blick.
    Das Büchlein kann wirklich nur einen Überblick geben und nicht in die Tiefe gehen. Wer sich ausführlicher mit Goethe auseinandersetzen möchte, der wird sicher zu umfangreicheren Werken greifen, aber für einen ersten Eindruck sind diese knappen und kurzweiligen Biographien wirklich gut geeignet. Die lockere und amüsante Gestaltung wirkt sicher gerade auf ältere Kinder und Jugendliche besonders einladend, und wenn es dieses Büchlein schafft, einigen jungen Menschen den großen Dichter Goethe ein wenig näher zu bringen, dann hat es seine Aufgabe schon bestens erfüllt. Auch ich konnte hier noch so manches an Neuem zu Goethe und seiner Zeit erfahren, obwohl ich der eigentlichen Zielgruppe schon sehr lange entwachsen bin. Ich bin durch dieses Buch auf den Geschmack gekommen, denn mir gefällt die unkomplizierte Art der Wissensvermittlung, und sicher werde ich mir noch weitere dieser kleinen Biographien ansehen.
  14. Cover des Buches Poetik (ISBN: 9783150078280)
    Aristoteles

    Poetik

     (49)
    Aktuelle Rezension von: MarkusDittrich

    In Umberto Ecos Der Name der Rose löst ein geheimnisvolles Buch eine Serie von Morden aus. Die Serienkiller-Geschichte im späten Mittelalter spielt in einem Kloster, das für seine Bibliothek berühmt ist, seine Bücher aber streng unter Verschluss hält. Denn es gibt hier alles, was sonst nicht erlaubt ist: Werke von Alchimisten, Schwarzmagiern, arabischen Gelehrten, ja sogar ketzerische Schriften wie jene des Fra Dolcino, den die Inquisition auf dem Scheiterhaufen verbrannt hat. Das Kloster – so das Credo der Mönche – bewahre Zeugnisse der Wahrheit wie der Lüge.

    Doch ein Buch ist so gefährlich, dass seine Geheimhaltung nicht nur eine bizarre Mordserie verursacht, sondern am Ende die Vernichtung des ganzen Klosters durch Feuer nach sich zieht.

    Das Necronimicon? Keineswegs. Nur ein Buch über die Komödie, genauer gesagt der zweite Teil der Poetik des Aristoteles. Dieses Buch ist tatsächlich verschollen und war es meines Wissens nach schon 1327, also zu der Zeit, in der Ecos Roman spielt. Bis heute gibt es Stimmen, die behaupten, es habe nie existiert.

    Glücklicherweise hat der erste Teil der Poetik aber nicht nur überlebt, sondern ist nach wie vor ein Standardwerk der Dramaturgie. Die Poetik des Aristoteles stellt so etwas wie das erste „How to write a screenplay“ der Menschheitsgeschichte dar, geschrieben vor über zweitausendfünfhundert Jahren. Es ist das allererste Zeugnis einer systematischen Betrachtung von Struktur und Wirkung des Geschichtenerzählens, von der wir wissen.

    Die Überraschung ist nun, dass die konkreten Tipps und Kniffe in der Poetik heute noch bestechen. Steckt ein Autor mal wieder in einer development hell – und das passiert den Besten von uns – braucht er nur bei Aristoteles nachzulesen, und das Bild wird wieder klar. Egal ob es um ein Script, einen Roman oder nur um einen guten Witz geht (okay, für letzteres wäre der verschollene zweite Teil vielleicht besser gewesen).

    Das Wesentliche was Aristoteles sagt, sollten sich Autoren auch heute noch hinter die Ohren schreiben. Einige Beispiele:

    „Die Fabel des Stücks ist nicht schon dann – wie einige meinen – eine Einheit, wenn sie sich um einen einzigen Helden dreht.“

    „Der wichtigste Teil ist die Zusammenfügung der Geschehnisse.“

    „Die gute Fabel muss also eher einfach sein (…) und sie darf nicht vom Unglück ins Glück, sondern muss vielmehr vom Glück ins Unglück umschlagen.“

     „Die Peripetie [Wendepunkt] ist (…) der Umschlag dessen, was erreicht werden soll, in das Gegenteil, und zwar (…) gemäß der Wahrscheinlichkeit oder mit Notwendigkeit.“

    „Ein Ganzes ist, was Anfang, Mitte und Ende hat.“

    Das zur story structure. Und zu den Inhalten:

    „Der Geschichtsschreiber und der Dichter unterscheiden sich (…) dadurch, dass der eine das wirklich Geschehene mitteilt, der andere, was geschehen könnte. Daher ist Dichtung etwas Philosophischeres und Ernsthafteres als Geschichtsschreibung.“

     „Sooft sich aber das schwere Leid innerhalb von Naheverhätnissen ereignet (z.B. ein Bruder steht gegen den Bruder oder ein Sohn gegen den Vater oder eine Mutter gegen den Sohn oder ein Sohn gegen die Mutter) – nach diesen Fällen muss man Ausschau halten.“

    Aristoteles kannte kein Internet, kein Fernsehen, kein Kino, auch der Roman im heutigen Sinne war noch nicht erfunden. Die Welt war jung. Noch war es nicht lange her, dass sich der Mythos von der Religion abgespalten hatte – und die Fiktion vom Mythos. Die Gedanken waren groß. Vielleicht traf Aristoteles gerade deshalb in den wichtigen Fragen den Nagel auf den Kopf, unverstellter als seine zahlreichen „Follower“ in späteren Jahrhunderten, die bis heute sein Prinzip der sogenannten geschlossenen Dramaturgie bzw. dreiaktigen Struktur zwar nachgebetet, aber nicht wirklich verstanden haben.

    Fazit: Wer sich ernsthaft mit dem Schreiben oder Geschichtenerzählen beschäftigen will, der sollte dieses Buch lesen, bevor die große Bibliothek abbrennt.


  15. Cover des Buches Wittgenstein zur Einführung (ISBN: 9783885063308)
    Richard Raatzsch

    Wittgenstein zur Einführung

     (0)
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  16. Cover des Buches Der Duden in 12 Bänden. Das Standardwerk zur deutschen Sprache / Die Grammatik (ISBN: 9783411040476)
  17. Cover des Buches Texte (ISBN: 9783777604480)
    Hugo Moser

    Texte

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  18. Cover des Buches Die Germanistin (ISBN: 9783423135023)
    Patricia Duncker

    Die Germanistin

     (59)
    Aktuelle Rezension von: Emmer
    An sich ein schönes und spannendes Buch und ein schöner Schreibstil. Leider gibt es zwischendurch einige Längen. Was aber am meisten stört, dass sind die französischen Sätze. Es gibt in dem Buch keine Übersetzung und so bleiben sie einfach unverstanden stehen und man hätte sie gleich weglassen können.
  19. Cover des Buches Die Romane und Erzählungen (ISBN: 9783596164554)
    Franz Kafka

    Die Romane und Erzählungen

     (9)
    Noch keine Rezension vorhanden
  20. Cover des Buches dtv-Atlas Deutsche Literatur (ISBN: 9783423032193)
  21. Cover des Buches Die Kunst der Gesellschaft (ISBN: 9783518289037)
    Niklas Luhmann

    Die Kunst der Gesellschaft

     (4)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Aufbruch (ISBN: 9783328105381)
    Ulla Hahn

    Aufbruch

     (79)
    Aktuelle Rezension von: Marla_Humi

    Der zweite Teil der Hilla-Palm-Saga beginnt mit dem hoffnungsvollen Start in der Oberstufe des Aufbaugymnasiums. In einer Buchhandlung lernt Hilla den gebildeten und reichen Doktoranden Godehard von Keuken kennen, der sie schon bald als seine „kleine Frau“ sieht. Aber Hilla wird sich immer schmerzlicher der gesellschaftlichen Kluft zwischen Arm und Reich bewusst: ihre Eltern, die sich abrackern, die beengten Wohnverhältnisse, sie hat weiterhin kein eigenes Zimmer, lernt im Schuppen - Keuken sieht in ihrem Zuhause nur „ein Loch. “ Dieser Ausspruch verletzt sie so sehr, dass sie die Beziehung beendet.

    Auf dem nächtlichen Rückweg vom Sommerfest der katholischen Jugend in Großenfeld wird Hilla von Fremden beim Trampen vergewaltigt. Sie hatte den Bus verpasst. Dieser dramatische Einschnitt in ihr bisheriges Leben verletzt sie körperlich und seelisch schwer: Sie kann über das demütigende und traumatisierende Ereignis mit niemandem reden, fühlt sich schuldig: „Hilla selberschuld“ – schämt sich: „Hilla: schmutzig, sündig, selberschuld“. Sie gerät in eine tiefe seelische und körperliche Krise, niemand kann ihr helfen.

     Der Rhein wird, wie schon seit den gemeinsamen Spaziergängen mit dem Großvater und jüngeren Bruder, zum Zufluchtsort. Nach mehreren Zusammenbrüchen erholt sie sich langsam.

    Der anschauliche Erzählstil ist mit erfrischenden lyrischen Passagen durchsetzt.

    Auch ohne Kenntnis des ersten Bandes „Das verborgene Wort“ gelingt der Überblick über Hillas bisherige Geschichte (Kindheit) mithilfe der eingeflochtenen Informationen.

  23. Cover des Buches Daten deutscher Dichtung. Tl.1 (ISBN: 9783423030038)
    Herbert A. Frenzel

    Daten deutscher Dichtung. Tl.1

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Ein gutes Nachschlagwerk für die deutsche Literatur bis zum jungen Deutschland. Hier sind alle wichtigen Dichter/Schriftsteller und ihre Werke mit kurzen Biographien und Inhaltsangaben chronologisch aufgelistet, dazu gibt es auch die wichtigsten Informationen zu den jeweiligen Epochen. Sehr nützlich und einfach zu bedienen.
  24. Cover des Buches Daten deutscher Dichtung. Tl.2 (ISBN: 9783423030045)

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