Bücher mit dem Tag "gesamtkunstwerk"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "gesamtkunstwerk" gekennzeichnet haben.

9 Bücher

  1. Cover des Buches S. - Das Schiff des Theseus (ISBN: 9783462047264)
    J. J. Abrams

    S. - Das Schiff des Theseus

     (112)
    Aktuelle Rezension von: Beust

    „Das Schiff des Theseus“ ist ein großes Spiel mit Identitäten, die durch Worte erschaffen werden, ein Spiel mit Ideen (und der Ideengeschichte) und nicht zuletzt ein verspieltes Buchkunststück, dessen faksimilierte Aufmachung definitiv einmalig (gelungen) ist.

    Abrams’ und Dorsts Roman tut so, als wäre er ein Bibliotheksexemplar von V.M. Strakas „S – Das Schiff des Theseus“, in dem die sich gegenseitig antwortenden Randkommentare der Studentin Jen und des Doktoranden Eric durch die Zeilen und Seiten schlängeln. So entsteht einerseits das Buchkunststück, in dem Buchsatz und handschriftliche Kommentare vielfarbig ineinandergreifen, und andererseits eine weitere Handlungsebene: Zunächst gibt es Strakas Roman sowie dann den Dialog von Jen und Eric in den Randbemerkungen. Hinzu treten weitere Handlungsstränge, die sich aus den Fußnoten ergeben (die nicht von Straka sind) sowie aus den Interaktionen von Eric und Jen mit der Außenwelt. Selbstredend bedingen die Handlungsebenen einander und stehen in ständig wechselnder Beziehung zueinander – und eröffnen im Lauf der Lektüre immer neue Interpretationsmöglichkeiten des textimmanenten Rätsels: Wer ist S? Aber auch der metatextuellen Rätsel: Wer ist Straka? Und schließlich: Verändert der Text den Leser?

    Hilfestellung liefern die Farben der Randbemerkungen – sie repräsentieren unterschiedliche Zeitebenen der Kommentierung durch Jen und Eric und ermöglichen sie vor oder hinter bestimmte Ereignisse einzuordnen, die während der Lektüre des Buches offenbart werden. Überdies liegen dem Buch noch zahlreiche Handouts wie Postkarten, Briefe und Fotos bei, die ebenfalls zur Entschlüsselungseben von Jen und Eric gehören.

    Das ganze ist also ein großes, ein schönes Spiel um die Identitätsfrage von S im Herztext „Schiff des Theseus“ und von Straka in der Rahmenhandlung von Jen und Eric. Aber letztlich geht es ganz grundsätzlich um die Konstruktion von Identitäten durch Text, also auch der von Jen und Eric, die beide ebenfalls sinistre Seiten haben (müssen, sonst wäre der Roman nicht spannend).

    Zugegeben, ich habe Germanistik studiert und überdies eine Menge über Autorfiktionen, Authentisierungsstrategien, Metatexttheorien und Fiktionalitätskontrakte zwischen Text und [textimmanentem] Leser und beiden und Leser gemacht, weshalb ich eine diebische Freude daran hatte, dass dieser ganze Kokolores einmal romanhaft zu einem schicken Gebilde zusammengepuzzelt wird. Andererseits ist mir die eine oder andere Masche aufgefallen, die Abrams und Dorst benutzt haben, um die Dinge so scheinen zu lassen, wie sie es gerade brauchten.

    Manches davon ist systemisch – etwa die Grundkonstruktion der Romanhandlung, die zwangsläufig die Randbemerkungen so anordnen muss, dass hinten stehende Marginalien mehr verraten als vorn stehende, obschon es innertextlich eigentlich unerheblich wäre, auf welche Seite die beiden was schreiben. Oder dass bei dem gewollten Spiel um Identitätskonstruktionen bisweilen die Interpretation vor dem Text da war, so dass man gegenüber dem Herztext argwöhnt, „er könnte also nur ein Haufen Wörter sein, den sie für den Code brauchte[n]“ (S. 180, Marginalie). Immerhin liefern Abrams und Dorst selbstironisch diesen Kommentar gleich mit. Auch die Überinterpretationen in den Fußnoten und Kommentaren sind bestimmt absichtlich so geraten – dennoch habe ich oft an meine akademische Lehrerin denken müssen, die uns Studenten zurechtwies: „Manchmal ist eine Pflaume auch nur eine Pflaume.“

    Meine Hauptkritik an dem Textspiel ist allerdings, dass der Herztext im Grunde genommen langweilig ist. Zwar folgt er der Idee des vierdimensionalen Schiffes aus dem Theseusparadox und versetzt recht pfiffig die Figur S in dieses Schiff und lässt ihn ebenfalls durch die ontologischen Dimensionen diffundieren, aber die pfiffige Idee wirkt zu oft werkzeughaft verplattet, um den Randbemerkungen dienen zu können. Überdies habe ich irgendwann jedes Interesse daran verloren, wer Straka gewesen sein könnte, weil es letztlich irrelevant ist. Das versucht der Roman ja zu beweisen. Es ist also die Handlung am Rand, die Spannung erzeugt (kriegen sie sich?), außer im Mittelteil.

    Wie liest man das Buch am besten? Ich habe wahrgenommen, dass manche tatsächlich Herztext und Randtexte nacheinander gelesen haben, andere wiederum haben sich durch die Farben geblättert, um den Randbemerkungen die vermeintlich korrekte Chronologie zu geben. Das ist aber völlig unnötig, weil Abrams und Dorst selbstverständlich darauf achtgegeben haben, wie sie Jens und Erics Marginalien anordnen. Für alle, die ausreichend Zeit haben, mag die serielle Lektüre hinhauen, ich glaube aber, dass sich das Spiel zwischen den Bedeutungsebenen beim breiten Lesen aller Zeilen pro Seite am besten erschließt.

    Bleibt eine wirklich bemerkenswerte Leseerfahrung, die ich so weder bisher hatte noch mutmaßlich noch einmal haben werde. Chapeau, die Herren Abrams und Dorst.

  2. Cover des Buches Der Seidene Schuh (ISBN: 9783894113803)
    Paul Claudel

    Der Seidene Schuh

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  3. Cover des Buches Rhone Saga (ISBN: 9783878775645)
    Pierre Imhasly

    Rhone Saga

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  4. Cover des Buches Aprikose Banane Erdbeer (ISBN: 9783462033816)
    Helge Schneider

    Aprikose Banane Erdbeer

     (44)
    Aktuelle Rezension von: marcoprolo
    Wieder ein Kommissar Schneider Roman mehr,der ebenso sinnlos wie lustig ist.Besser als die ersten 00 Schneider Romane.
  5. Cover des Buches Lady Gaga (ISBN: 9783802537097)
    Thorsten Schatz

    Lady Gaga

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Ein Buch über die ersten Jahre der First Lady, natürlich eher was für Fans. Und das Ganze ist offensichtlich nur aus öffentlichen Quellen zusammengeschrieben worden.
  6. Cover des Buches Das Fieber des Stadtplaners (ISBN: 9783893431533)
    Benoit Peeters

    Das Fieber des Stadtplaners

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  7. Cover des Buches Andy Warhol (ISBN: 9783822802557)
    Klaus Honnef

    Andy Warhol

     (2)
    Aktuelle Rezension von: HEIDIZ

    Andy Warhol – Der Vertreter des POP ART !!!!

    Ich habe ihn nun endlich zwischen zwei Buchdeckeln *g*

     

    Daten zum Buch:
    ============

     

    ·  Gebundene Ausgabe: 96 Seiten

    ·  Verlag: TASCHEN (25. August 2015)

    ·  Sprache: Deutsch

    ·  ISBN-10: 3836543907

    ·  ISBN-13: 978-3836543903

    ·  Größe und/oder Gewicht: 21,5 x 1,5 x 26,4 cm

     

    PREIS: 9,99 Euro

     

    Inhalt und Gliederung:
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    Andy Warhol – der erste Kunststar

    Der Weg zum Ruhm – Vom Werbegrafiker zum gefeierten Künstler der Pop-Art

    Eine Technik wird zum Markenzeichen – Siebdruck als künstlerisches Medium

    Vom Underground-Filmer zum Gesellschaftstiger

    Finale und Gegenwart

    Andy Warhol 1928 – 1987 Leben und Werk

     

    Wie auch schon bei den anderen Kunst-Biografien aus dem Hause des Taschenbuch-Verlages gibt es in diesem zum Künstler Warhol detailliert kompetent geschilderte textliche Beiträge zum Künstler und seinem Leben und Wirken.

     

    Dieses Buch können Laien lesen, die sich für den Künstler als Mensch und für seine Kunst interessieren, aber auch Kunstfreaks sage ich mal finden hier ganz gewiss viel Neues und Interessantes zur Person und Kunst des Andy Warhol.

     

    Der Spagat ist geschafft zwischen hochwertig profihaftem Sachbuch und Einsteigerinformationsbuch für Interessierte. Zahlreiche Fotografien seiner Kunstwerke, die schon teilweise Klassiker sind und die gut und flüssig zu lesenden Texte wechseln sich mit den Abbildungen der Kunstwerke ab.

     

    Ich bin absolut begeistert und überzeugt vom Buch, ich habe es sehr gern und sehr intensiv gelesen und betrachte die Abbildungen – hochwertiger fotografischer Qualität – immer wieder sehr gern. Bild und Text bilden eine hervorragende Symbiose.

    Zu den Abbildungen gibt es jeweils gleich die wichtigsten Infos. Größe des Kunstwerkes, Titel, Entstehungsjahr, wo man es betrachten kann und mit welcher Technik es gemalt wurde.

     


  8. Cover des Buches Von Schatten und Licht (ISBN: 9783551556677)
    Anne-Laure Bondoux

    Von Schatten und Licht

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Aleshanee
    4.5 Sterne für ein berührendes, modernes Märchen

    Ich habe während dem Lesen immer wieder hin und her überlegt, ob ich hierzu überhaupt eine Rezension schreiben soll. Es fällt mir wirklich schwer, diese Geschichte in Worte zu fassen, aber ich wollte unbedingt zumindest den Eindruck schildern, denn das Buch hat etwas ganz besonderes.

    Erzählt wird aus einer ungewöhnlichen Perspektive, von einem Dritten, der über die Ereignisse berichtet, aber sich auch selbst mit in das Geschehen einbringt, dazu möchte ich aber noch nicht mehr verraten. Der Schreibstil ist flüssig zu lesen, hat aber einen gewissen Anspruch und lehnt sich auch an die früheren Märchen an.
    Der Prolog stimmt jedenfalls schon sehr gut darauf ein, was den Leser erwartet und skizziert in wenigen Worten die Welt, in der die beiden Protagonisten um ihre Liebe kämpfen müssen.

    Im Fokus stehen damit Hama und Bo, die in einer Zeit leben, die von Arbeit und Abhängigkeiten geprägt ist und an einem fiktiven Ort und in einer fiktiven Zeit spielt - somit überall auf der Welt genauso passieren könnte: Eine Fabrik für Waffen, von der alle Arbeiter abhängig sind, eine Regierung die viel redet und nichts tut und einfache Menschen, die sich in ihrer Verzweiflung nicht für das Licht, sondern den Schatten entscheiden.
    Hier wird allerdings immer, egal um welche Personen es sich handelt, sehr genau differenziert, warum sie so handeln - und damit das Verständnis geschürt, dass eben jeder Mensch seine innere Schwäche und seine Beweggründe hat. Das ist nicht immer einfach zu verstehen, aber uns selbst geht es ja genauso.

    Die Gegensätze ziehen sich durch das ganze Buch, denn die Kapitelüberschriften wie "Ordnung und Chaos", "Leere und Fülle" etc. sprechen immer wieder darauf an und geben den Passagen eine bestimmte Bedeutung. Unterstützt wird das auch von einer der Figuren: Melkior. Ein alter Mann, der sogar von einigen gefürchtet wird, weil er mit seinen dahin gestammelten Worten immer wieder Zukünftiges voraussieht. Überhaupt findet man in diesem fast schon wehmütigen Märchen viel Symbolik und Metaphern, die mich oft zum Nachdenken angeregt haben.
    Die zahlreichen Kontraste, die wir als völlig getrennt in unseren Köpfen verinnerlicht haben, werden hier subtil und doch sehr deutlich unter die Lupe genommen. Ohne Schatten gäbe es eben kein Licht, ohne Kälte keine Wärme und ohne Hass keine Liebe? So oft sind die Grenzen verwischt und wir übertreten sie, ohne es zu merken.

    Vier Abschnitte führen uns durch wichtige Stationen, die Hama und Bo durchlaufen müssen. Beide sind sehr eigen in ihren Bedürfnissen und Ängsten, aber sie verbindet eine ganz besondere und bewundernswerte Verbundenheit. Ob sie jedoch den äußeren Widrigkeiten stand hält, ist noch nicht entschieden, denn ihre Vergangenheit kämpft sich immer wieder durch die Schatten ans Licht.

    Fazit

    Das Leben ist ein steiniger Weg, den wir nur meistern können, wenn wir ihn gehen und nicht vor jedem Hindernis zurückschrecken - Hama und Bo haben die Herausforderungen angenommen und ihr bestes gegeben, um sich selbst treu zu bleiben. Märchenhaft erzählt mit etwas Wehmut und vielen Sinnbildern, die unser Leben wunderschön widerspiegeln.

    © Aleshanee
    Weltenwanderer ~ Buchblog
  9. Cover des Buches Suprematismus. Die gegenstandslose Welt (ISBN: 9783770124732)
  10. Zeige:
    • 8
    • 12

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