Bücher mit dem Tag "gesang"
56 Bücher
- Mona Kasten
Fragile Heart
(519)Aktuelle Rezension von: mxchellex678Fragile Heart hat mir insgesamt gut gefallen, auch wenn es für mich etwas schwächer war als der erste Band. Ich war trotzdem direkt wieder drin, weil die Geschichte genau dort weitergeht, wo Lonely Heart aufgehört hat – und ich fast nahtlos weitergelesen habe. Dieses direkte Anknüpfen hat es mir extrem leicht gemacht, wieder emotional in Rosies Kopf einzusteigen.
Rosie muss in diesem Band unglaublich viel durchstehen, und das wurde für mich sehr realistisch dargestellt. Ihre Angst, ihre Überforderung, aber auch ihr kleiner, leiser Mut kamen authentisch rüber. Besonders mochte ich, dass die Darstellung ihrer psychischen Belastung niemals übertrieben wirkte. Ich konnte alles gut nachvollziehen.
Adam hingegen hat mich zwiegespalten zurückgelassen. Ich konnte viele seiner Handlungen verstehen, auch seine impulsiven und chaotischen Momente. Trotzdem fand ich manche Reaktionen etwas zu übertrieben. Trotzdem: Sein verletzlicher Kern kam noch deutlicher hervor, was ihn greifbarer gemacht hat.
Die Atmosphäre des Buches – ruhiger, ernster und sanfter – hat für mich gut funktioniert. Die Momente zwischen Rosie und Adam, besonders die leisen, sanften Szenen, waren für mich die schönsten. Die Verbindung zwischen den beiden fühlt sich in diesem Band weniger explosiv, aber dafür viel ehrlicher an.
Themen wie Trauma, Angst und Überforderung wurden sehr authentisch umgesetzt. Ich hatte nie das Gefühl, dass es zu viel oder zu wenig war – eher genau passend. Auch die Banddynamik und die Atmosphäre rund um Scarlet Luck haben sich stimmig angefühlt.
Spannung im klassischen Sinn gab es nicht besonders viel, aber für mich hat das hier auch gar nicht gefehlt. Der Band lebt von emotionaler Entwicklung, nicht von Drama. Und gerade deshalb passt es für mich gut.
Ein Cliffhanger bleibt aus – was völlig okay ist, denn Band 3 wird sich um andere Figuren drehen. Trotzdem bin ich neugierig, wie die Reihe weitergeht.
Fazit: Eine ruhige, realistische und emotionale Fortsetzung ohne große Schockmomente, aber dafür mit viel Herz. Für mich schwächer als Band 1, aber trotzdem schön zu lesen.
- Kiera Cass
Siren
(678)Aktuelle Rezension von: mxchellex678Ich bin wirklich leicht in die Geschichte reingekommen – es war sofort verständlich, hatte ein angenehmes Tempo und einen schönen, ruhigen Einstieg.
Kahlen mochte ich von Anfang an. Sie ist schlau, sanft, nachdenklich und hat etwas sehr Besonderes an sich, was sie als Protagonistin interessant macht. Auch Akinli war richtig liebenswert, und zusammen haben die beiden für mich total gut funktioniert. Ihre Verbindung hat sich für mich echt angefühlt, auch wenn es stellenweise ein bisschen schnell ging.
Der Sirenen-Mythos war für mich komplett neu und ich fand ihn überraschend spannend umgesetzt. Besonders gefallen hat mir die Dynamik zwischen den Sirenenschwestern – das war wie eine gefundene Familie, sehr warm, sehr unterstützend und irgendwie ein Highlight der Geschichte.
Die Atmosphäre im Buch ist eindeutig magisch, aber stellenweise auch düster – eine Mischung, die richtig gut gepasst hat. Emotional hat mich nichts extrem getroffen, aber es war insgesamt stimmig und angenehm zu lesen.
Der Schreibstil war typisch Kiera Cass: leicht, zugänglich und bildhaft, ohne zu kitschig zu werden.
Das Ende fand ich ein bisschen abrupt, obwohl es grundsätzlich gut abgeschlossen war. Ein paar Seiten mehr hätten der Geschichte definitiv gut getan.
Fazit:
Ein ruhiges, stimmungsvolles Buch mit einer schönen Idee, sympathischen Figuren und einer magischen Atmosphäre. Kein Highlight, aber definitiv lesenswert.
- Lucinda Riley
Das italienische Mädchen
(482)Aktuelle Rezension von: angeltearzIch liebe die Bücher der Autorin sehr. Weil ich einfach ihren Schreibstil und den besonderen Aufbau ihrer Geschichten einfach großartig finde. Sie erzählt die Geschichten von Frauen, die praktisch ihr Schicksal finden. Im positiven Sinne. Ich liebs sehr!
Gefühlt habe ich auch schon die meisten ihrer Bücher gelesen. Aber es gibt noch einige ältere Bücher von ihr, die ich unbedingt lesen möchte.
Dieses gehörte auf jeden Fall dazu.
Ich muss allerdings ehrlich gestehen, dass ich hier und da überlegt habe abzubrechen. Roberto ist so ein ekelhafter Charakter, dass ich das kaum ertragen konnte. Wie er mit Rosanna umging. Richtig ekelhaft. Und die arme Rosanna, die ich gerne schütteln wollen würde.
Aber ich habe es beendet und ohne zu spoilern kann ich sagen, dass am Ende alles gut wurde. Typisch der Autorin. Man wird einfach nicht enttäuscht.
Ich habe mich dennoch unfassbar wohl in der Geschichte gefühlt. Auch die Nebengeschichten waren richtig toll und rund. Ich mag es sehr, dass die Autorin sich nicht nur auf die Protas fokussiert, sondern auch den Nebencharakteren ihre Geschichte gibt. - Bianca Iosivoni
Der letzte erste Song
(315)Aktuelle Rezension von: SanapaMit Abstand das beste Buch der ganzen Reihe!
Auf diese Geschichte habe ich mich schon lange am meisten gefreut – und sie hat meine Erwartungen absolut übertroffen. Ich fand sie von allen Teilen am spannendsten.
Besonders schön fand ich, dass es diesmal nicht dieses typische „Man sieht jemanden und sofort ist es Liebe auf den ersten Blick“ gab. So war es hier ganz und gar nicht. Beide Figuren waren in einer Beziehung, wodurch der Fokus anfangs auf ganz anderen Themen lag – und genau das hat die Geschichte so interessant gemacht. - Rebecca Lim
Mercy - Gefangen
(249)Aktuelle Rezension von: Blutmaedchen"Gefangen" ist das erste Buch der Mercy-Reihe von Rebecca Lim, von der ich zuvor noch nie gehört, geschweigedenn etwas gelesen habe. 254 Seiten erzählen eine Geschichte über ein Mädchen, dass keine Erinnerung an ihr eigenes Leben, geschweigedenn an ihren Namen hat. Sie erwacht in einem völlig anderen Körper ohne zu wissen was sie tun muss und wohin ihr Weg führen wird...
Zu Beginn möchte ich die Aufmachung dieses Buches loben, dass mir sehr gut gefällt. Auch der Buchtitel ist treffend gewählt, denn genau das ist die Hauptprotagonistin Mercy: Gefangen. In einem anderen Körper. In einem anderen Leben. Ohne Erinnerungen. Ohne Zukunft.
Souljacking heißt das, was ihr immer wieder ungeahnt wiederfährt. Plötzlich ist sie da, muss ein unbekanntes Ziel verfolgen und verschwindet wieder...
Als sie im Körper der Schülerin Carmen aufwacht, die an einem Austauschprojekt für Chorknaben teilnimmt, ist sie zunächst verwirrt. Sie kann Empfindungen und Erinnerungen von Menschen durch eine bloße Berührung spüren und im dunkeln sehen wie eine Katze. Ihre Austauschfamilie hat ein schlimmes Schicksal erlitten. Ihre Tochter Lauren wurde vor zwei Jahren entführt. Nur ihr Bruder Ryan glaubt daran, dass seine Schwester noch lebt.
Hin und hergerissen, muss Mercy sich entscheiden: Hilft sie Ryan bei der Suche nach seiner Schwester, oder ist Carmen das Zielobjekt, der geholfen werden muss?
Doch dann verliebt sie sich in Ryan und scheint genau die richtige Entscheidung getroffen zu haben, denn es verschwindet wieder ein Mädchen...
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich mit diesem Buch große Schwierigkeiten hatte. Urplötzlich war ich in einer Geschichte drin, die schwer verständlich war, weil die Ich-Erzählerin selbst nicht wusste wer sie war. Nur ungefähr erahnte ich worum es geht, aber auch über die weiteren Strecken war es eher mühselig alles zu verstehen, da wenig Hintergrundinformationen erklärt, und vollendete Tatsachen einfach in den Raum gestellt wurden.
Rebecca Lim hat einen nicht ganz flüssigen Erzählstil und ich meinte auch ein paar holprige Sprünge in der Erzählung gemerkt zu haben.
Auf dem Buchcover heißt es "Mercy - Ist Liebe ewig?" und ich muss sagen, dass mich nichts mehr verwirrt hat, wie dieser Satz. Zwar merkt man, dass sie sich verliebt, aber da sie von ihrem Leihkörper immer in der Carmen-Form gesprochen hat, hatte es etwas komisches.
Überhaupt schien Mercy keinen genauen Zugang zu den Erinnerungen und Gefühlen ihres Leihkörpers zu haben. Nur ein Tagebuch konnte ihr helfen, was irgendwie abstrus war.
Mercy ist der Name, den sie sich selbst gab und ich finde schon, dass er zu ihr passt.Fazit:
"Gefangen" war ein befremdliches Leseerlebnis, denn so ganz wusste ich nie was Mercy antreibt und was eher Carmen ist. Auch fehlten die Hintergrundinfos. Man war in einer Szene und muss diese dann einfach schlucken, ohne zu verstehen, warum es genau dazu kommt.
Beispielsweise wird ein Feuer als Ablenkung gelegt und im weiteren Verlauf wird es gar nicht mehr erwähnt, wo ich doch denke, wenn sie erkannt wurde, warum wird sie dann nicht verhört?
Auch wenn ich jetzt nicht so begeistert von diesem Buch bin, werde ich Band zwei auf jeden Fall lesen. Bisher sind insgesamt vier Bände erschienen und ich hoffe, dass noch Licht ins Dunkle gebracht wird, denn die Story hat Potenzial und es wäre schade, jetzt mit dem Lesen aufzuhören. - Iny Lorentz
Die Kastratin
(280)Aktuelle Rezension von: ChristinagirlFast alle Bücher vom Ehepaar Lorentz sind spitze. So wie auch dieses Buch. Das junge Mädchen, hat eine sehr schöne Stimme, deswegen singt sie für Leben gern. Da die Frauen und Mädchen nicht singen durften wurde es ihr ständig verboten.
Irgendwann zwingt ihr Vater, dass sie sich als Kastrat verkleidet und sie singt in vielen Ländern. So wie auch in den meisten von dem Ehepaar Lorentz entwickelt sie langsam Gefühle für einen jungen Mann und er scheint sie auch sehr zu mögen. Nun weis das junge Mädchen nicht was sie tun soll, soll sie ihm die Wahrheit über sich sagen aber mit der Gefahr das sie sehr viel Ärger bekommen wird oder für ihr ganzes Leben schweigen aber dafür unglücklich?
Dieses Buch kann ich Liebhabern von historischen Büchern empfehlen.
- Nicole Böhm
One Last Song
(354)Aktuelle Rezension von: MiCan123One Last Song ist eine mitreißende Geschichte voller Musik, Emotionen und Herzklopfen. Riley träumt davon, auf der Bühne in New York zu stehen, doch trotz harter Arbeit scheint ihr Traum unerreichbar. Als sie einen Job als Kellnerin im Bistro der New York Music & Stage Academy bekommt, kommt sie der Musikwelt immerhin ein kleines Stück näher – und trifft dabei Julian, einen erfolgreichen Musiker, der eigentlich Abstand halten will.
Die Chemie zwischen Riley und Julian ist sofort spürbar. Durch ihre gemeinsame Leidenschaft für die Musik kommen sich die beiden näher, doch ihre Beziehung wird auf eine harte Probe gestellt, als das Rampenlicht auf sie fällt. Die Geschichte zeigt eindrucksvoll, wie schwierig es sein kann, Liebe, Karriere und Öffentlichkeit unter einen Hut zu bringen.
- Simon Barnes
Vom Glück einen Vogel am Gesang zu erkennen
(14)Aktuelle Rezension von: mabuerele„...Jedes Mal, wenn Sie einen Waldspaziergang machen, jedes Mal, wenn Sie auf den Weg zur Arbeit einen Park durchqueren, jedes Mal, wenn Sie im Garten oder auf dem Balkon sitzen und einen Vogel hören, wünsche ich Ihnen, dass diese Töne für Sie Bedeutung erhalten. Denn der Vogel wird Ihr Lied singen...“
Der Autor hat es sich zur Aufgabe gemacht, mich als Leser für die unterschiedlichen Töne der Vögel zu sensibilisieren. Auch wenn ich jetzt schon die eigentlich letzten Worte einer Rezension vorwegnehme, muss ich sagen, es ist ihm ausgezeichnet gelungen.
Doch das Buch ist noch viel inhaltsreicher. Es wird nicht nur erläutert, wie ein Vogel singt, sondern der Autor hinterfragt ebenfalls das „Warum?“
Für Vögel ist das Singen eine Überlebensstrategie. Das Lied unterscheidet die einzelnen Arten und dient der Partnersuche und damit der Fortpflanzung der Art.
Der Autor stellt die verschiedenen Vögel und ihre Lieder vor. Dabei informiert er gleichzeitig darüber, wo der Vogel lebt, wann er zu hören ist und was ihn von anderen seiner Art unterscheidet.
Immer wieder erneuert der Autor die Aufforderung, in unserer Welt der vielfältigen Hintergrundgeräusche das Ohr für die Vogelstimmen zu schulen.
„...Vogelstimmen sind Klänge des Lebens, die Musik des Lebens und der Sinn des Lebens, sie entscheiden aber auch über Leben und, ja, auch Tod...“
Dem Zitat gehen Ausführungen voraus, die zeigen, wie Vogelstimmen oder das Schweigen der Vögel auf Gefahren aufmerksam machen.
Der Autor scheut allerdings nicht vor Kritik an der menschlichen Rasse zurück. Als er das erdgeschichtliche Auftreten der Vögel skizziert und den Vergleich zieht, dass das Erscheinen des Menschen erst am Silvesterabend der bisherigen Historie der Erde stattfand, endet er mit folgenden sarkastischen Worten:
„...Möglicherweise ist das Größte, was der Mensch in der kurzen Zeit am Silvesterabend […] erreicht hat, das sechste Massensterben...“
Nicht zuletzt vergleicht der Autor den Gesang der Vögel mit menschlicher Musik. Ich wusste zum Beispiel nicht, dass Vögel das Singen erst lernen müssen.
Der Aufbau des Buches ist so gestaltet, dass die Folge der vorgestellten Vögel immer von ein oder zwei theoretischen Abschnitten unterbrochen wird. Die Auswahl der Vögel wiederum richtet sich nach ihrem jahreszeitlichen Auftreten. Den Schlusspunkt bildet die Nachtigall. Dann folgen einige englischsprachige Gedichte, die den Gesang der Vögel thematisieren.
Eine weitere Besonderheit des Buches, die es zu etwas Besonderen macht, sind die hochwertigen und wunderschönen naturgetreuen Zeichnungen der Vögel.
Eine Auflistung über die betrachteten Vögel schließt das Buch ab.
- M. D. Headley
Magonia
(183)Aktuelle Rezension von: ariadneMein Book of the Month war im November Magonia, das ich jetzt auch schon gefühlt ewig auf meinem SuB habe. Die ganzen positiven Reviews haben mich echt neugierig gemacht und zum Glück ist diesmal der Hype auch nicht umsonst gewesen.Die Vorstellung von Schiffen in den Wolken, die ganze Welt von Magonia und ihre Wesen ist so originell und packend, dass ich es schade fand, dass das Buch nicht noch weiter darauf aufgebaut hat.
Aza und Jason waren mir beide sehr sympathisch und ihre Beziehung/Freundschaft auch glaubhaft. Das gefürchtete Love Triangle zeigt sich zwar ganz kurz, konnte aber glücklicherweise umgangen werden.
Der 2. Teil ist meines Wissens noch nicht auf Deutsch erschienen, was sehr schade ist. Die englischen Rezensionen zum 2. Band fallen auch eher gemischt-negativ aus, bin also noch zögerlich, ob ich weiterlesen werde. - Alexandra Fuchs
Straßensymphonie
(127)Aktuelle Rezension von: june_londonInhalt: Kat gehört wie viele andere zu den Gestaltwandlern. Sie leben friedlich unter den Menschen. Kat kämpft mit den Folgen eines schweren Schicksalsschlags, als eine Band in die Stadt kommt und ihr Sängerinnenherz höher schlagen lässt. Doch nicht nur der Aufbau einer musikalischen Karriere und ihr Liebesleben halten Kat auf Trab. Jemand scheint es auf sie persönlich abgesehen zu haben.
Eindruck: Ich hatte dieses Buch schon seit Jahren auf meiner Will-ich-lesen-Liste und die Vorfreude war groß. Das Cover ist wunderschön und passt toll zur Handlung. Der Einstieg war auch recht vielversprechend. Leider habe ich nach den ersten Kapiteln zunehmend zu kämpfen gehabt. Besonders mit der sehr impulsiven, anstrengenden und sprunghaften Protagonistin. Alle anderen Charaktere sind der Autorin dagegen ganz gut gelungen.
Bis zum Schluss wusste ich nicht so ganz, wie ich die Geschichte einordnen sollte. Neuinterpretation der Bremer Stadtmusikanten? Musikalische Romantik-Komödie? Fantasy-Verschwörung-Agenten-Story? Von allem ein bisschen, aber leider nie genug, um wirklich Spannung und Tiefgang oder eine Beziehung zu den Charakteren aufzubauen. Die Auflösung der Bedrohung am Ende war auch leider sehr knapp, enttäuschend und charakterlich unlogisch.
Am besten gefallen hat mir tatsächlich das Konzept der Gestaltwandler und der Historie, geheimen Organisation etc...
Fazit: Gute Grundidee und interessante Charaktere, aber für mich fehlte Tiefgang. Die Protagonistin hat mich leider zu viele Nerven gekostet. Vielleicht ist es für leichte Lesestunden ohne große Erwartungen das Richtige.
- Danielle L. Jensen
Song of the Witch
(51)Aktuelle Rezension von: kruemel_keks_Hä?! Ich bin so irritiert von diesem Buch. Am Anfang habe ich mir die ganze Zeit gedacht, dass dieses Buch viel zu abrupt ist. Es gab so viele Gespräche, die einfach so auf einmal beendet waren. So viele Situationen, in denen ich mir dachte, 'wtf wieso geht es denn jetzt einfach in die nächste Situation über? DA fehlt doch was'. Sogar der Anfang an sich war ziemlich abrupt. Man hat kaum etwas über die Hauptperson erfahren oder über sonst wirklich eine Vorgeschichte.
Ich weiß nicht ganz, ob ich das gut oder schlecht finde, denn man war dadurch halt einfach direkt im Geschehen und anscheinend wusste die Protagonistin selbst nicht genügend. Demnach war es auf jeden Fall mal anders in eine Geschichte einzusteigen.
Ich selbst bin Sängerin, weshalb mich das Buch natürlich angesprochen hatte und genau dieser Teil wurde irgendwie extrem weggelassen. Man hätte so gut damit arbeiten können! Besonders da das Thema Musik in er Inhaltsangabe so wichtig schien. Sehr sehr schade!
Cecile war mir ganz lange suspekt. Man hatte das Gefühl, sie gibt auch dem Leser ihre Gefühle nicht alle preis. Es hat ewig gedauert, bis geschrieben wurde, dass sie in Tristan verliebt war. I mean das war ja jedem klar, der das Buch liest. Ich fand es wiederum cool, wie sie manche Dinge angegangen ist, wie ihre Sicht auf manche Dinge ist. Dann gab es wieder Situationen, in denen sie einfach nur ein naives kleines Mädchen war. Und was zur Hölle?! Das war mir sowas von schleierhaft, warum sie so mit dem ganzen umgegangen ist, wie sie nach Trollus kam und dass es wohl keinen Ausweg gab. Hä?! Was war das bitte?
Tristan mochte ich gern. Er kam mir nicht so kindlich vor& er hatte coole Ziele, die er verfolgen wollte. Gleichzeitig jedoch auch bei ihm: Was war das?!Er ist ja ein richtig extremer Pessimist. Und wie er manchmal mit Cecile umgegangen ist, echt nicht cool.
Generell die Beziehung zwischen den beiden habe ich so gar nicht gerafft. Die haben sich doch echt nur in den Haaren gelegen. Da hat mir irgendwie gefehlt, was der Kern ihrer Liebe ausmachen soll. In meinen Augen lag der nämlich nur in dieser besonderen Verbindung, welche die beiden teilen. Auch wenn die Autorin es anders beschrieben hat.
Und irgendwie konnte ich trotzdem nicht aufhören zu lesen. Ich weiß auch nicht warum. Es war komischerweise so adiccting. Natürlich war das mit den Trollen richtig cool gemacht und mit der Magie. Auch das Thema Hexe fand ich sehr interessant.
Mal sehen, wie die anderen beiden teile sind. Denn zum Ende hinempfand ich beide Protagonisten nur noch als liebeskranke Teenager, die durch ihre rosarote Brille nur noch mehr Schaden verursachen und das fand ich sehr schade.
- John Ajvide Lindqvist
Wolfskinder
(65)Aktuelle Rezension von: P_GandalfWas schreibe ich zu diesem Buch?
Das Buch hat zwei Hauptcharaktere.
Theres, ein Mädchen, dass als Säugling ausgesetzt wurde und von einem älteren Ehepaar aufgenommen wird, ohne das irgendjemand wissen darf, dass dieses Kind existiert. Das Ehepaar hat vor vielen Jahren als Schlagerduo Lennart und Laila gewisse Bekanntheit in Schweden erreicht. Da das Mädchen ein außergewöhnliche Singstimme besitzt, beginnt Lennart seine Träume von Erfolg und Karriere auf Theres zu projizieren.
Teresa, ein Mädchen, dass in normalen Verhältnissen aufwächst, aber von klein auf introvertiert ist. In der Pubertät wird alles noch schlimmer, weil sie vom Aussehen her unscheinbar ist und einige Kilos zu viel mit sich herumschleppt.
Was soll daran interessant sein?
Schwer zu beschreiben ohne zu viel zu verraten. Das Buch lebt von der Entwicklung seiner Hauptpersonen. Als Leser*in fiebert man mit Theres und Teresa mit. Als Theres dank ihrer Stimme und Teresas Texte bekannt wird, sammeln sich weitere Mädchen um die zwei, die ängstlich sind und sich ausgegrenzt fühlen. Eine tödliche Gruppendynamik entsteht.
Fazit:
Der Roman ist gut geschrieben und hat ab und an seine Länge, ist aber nie langweilig. Einige Passagen sind blutig und gewalttätig. Der Roman setzt aber nicht auf die Schockeffekte. Meiner Meinung kommt es Lindqvist mehr auf den Einfluss falscher Erziehung (Theres) und Ausgrenzung (Teresa und alle anderen Mädchen) an.
Leider werden einige Fragen nicht beantwortet (z.B. wer sind Theres Eltern und warum wurde sie ausgesetzt).
- Christoph Hardebusch
Feuerstimmen
(41)Aktuelle Rezension von: Der_BuchdracheNa ja, war halt da. Aber eine Königin, die einfach mal so ihr in Chaos versinkendes Reich verlässt und dann auch keinerlei Probleme hat, sich allein (ok, nur mit ihrer Leibwächterin) in der Fremde zurecht findet, von der sie offenbar keinerlei Ahnung und dazu falsche Vorstellungen hat. Na, ich weiß ja nicht ... Außerdem nimmt der Klappentext quasi alles, inklusive des großen Plottwists, vornweg. Man kann es mal gelesen haben, war jetzt nicht grottenschlecht. Aber überzeugt hat es mich jetzt nicht wirklich. - Anne-Marie Jungwirth
Blessed & Broken. Die Kraft des Klangs
(43)Aktuelle Rezension von: PhijaWie schwer muss es sein, eine Gabe zu haben, diese jedoch nicht nutzen zu können? So geht es auch Livia, die mit ihrer Familie gerade so über die Runden kommt. Die Ausbildung ihrer Gabe, der Segnung der Göttin, zu bezahlen – dafür ist nichts übrig. Eines Tages bietet ihr jedoch ein junger General an, die Kosten zu übernehmen, jedoch für was für einen Preis?
Hach, eigentlich hat mir die Geschichte echt gut gefallen, jedoch hatte ich oft das Gefühl, es hätte etwas mehr Zeit und mehr Stationen in ihrer Reise gebraucht. Dadurch, dass es doch sehr kompakt und die Storyline sehr gerade gelaufen ist, fühlte sich für mich die Charakterentwicklung oft nicht wirklich nachvollziehbar an. Genauso erging es mir auch bei der Liebesgeschichte.
Jedoch war die Kernidee des Buches sehr überzeugend. Gerade die Segnung, welche mit der Kraft der Stimme arbeitet, war für mich etwas total Neues und echt Spannendes. In dem Zusammenhang waren dann auch gerade die wenigen kämpferischen Szenen richtig gut geschrieben und einfach mitreißend.
Für Fantasy-Fans, die nichts gegen ein bisschen Enemies-to-Lovers haben, ist das hier aber mit Sicherheit eine nette Lektüre für ein düsteres Wochenende. Das Buch hätte aber definitiv noch mehr Potenzial gehabt!
- Kerstin Gier
Silber - Die Hochzeit
(67)Aktuelle Rezension von: wordworldWirkliche Fragen zum Ende des dritten Teils werden in dem Bonuskapitel zwar nicht beantwortet, dennoch hatte ich mit den 23 Seiten eine Menge Spaß. Ganz in ihrem typisch unterhaltsamen, augenzwinkernden Schreibstil erzählt Kerstin Gier von fetzigen Hochzeitfrisuren, Dinosauriern und Royals am Strand, Tierschutzaktionen mit weißen Tauben, singenden Familientraditionen und Bühnenbildvandalismus, die zu einer schönen Hochzeit beitragen und die "Silber"-Trilogie rund abschließen. Herzliche Empfehlung an alle, die die Trilogie mochten!
- Nora Roberts
Kinder des Sturms
(148)Aktuelle Rezension von: LesebesessenDen Band 1 und 2 muss man nicht unbedingt vorher lesen haben, auch wenn dort viele der wichtigen Personen bereits eingeführt werden. Leider bleibt der dritte Band hinter den anderen zurück. Auf halber Strecke blieb das Buch bei den Klischees Reichtum und Ruhm hängen und ich hätte es beinahe weggelegt. Deshalb ist eine Wertung besser als zwei nicht mehr drin. Wer den Mittelteil aushält und einige Widersprüche aussitzen kann oder sie einfach nicht wahrzunehmen vermag, kann das lesen. Allen anderen würde ich sagen: muss man nicht unbedingt gelesen haben.
Die Charaktere sind unterschiedlich, teilweise kontrovers und doch stimmig. Leider sind ausgerechnet die beiden Protagonisten etwas eindimensional. Nora Roberts hat auch in dieser Geschichte wieder eine ordentliche Portion Fantasy eingearbeitet, passend zu den Geschichten aus Irland. Leider muss ich an dieser Stelle über die letzte Zeile der Inhaltsangabe hinausgehen, um die Gründe meiner Bewertung schildern zu können: „Doch als ihre Leidenschaft in Liebe umschlägt, passiert etwas völlig Unerwartetes …“
ACHTUNG **SPOILER**
…und bei Gott, unerwartet war das auf jeden Fall, was dann kam. Wer die Bände davor gelesen hat, weiß, dass die Geister Carrick und Gwen nicht zusammenkamen, da er ihr nur Reichtum und Ruhm angeboten hat und seine Gefühle alle sorgsam verschlossen hatte. Dieses Angebot, also der Leitfaden der Trilogie, jetzt ausgerechnet bei den Protagonisten in Reinkultur, erneut aufgekocht zu bekommen, war tatsächlich harter Stoff. Nach dem ersten Drittel, sind die beiden, Trevor und Darcy, so eindimensional ausgerechnet in dieser Richtung weitergegangen und haben begonnen, sich gegenseitig zu benutzen, um ihre Ziele zu erreichen, was eindeutig jenseits der Schmerzgrenze war. Das hat mich richtig wütend gemacht. Zu diesem Zeitpunkt wäre ein Stern bereits zu viel gewesen. Soviel zum Mittelteil des Buches.
Insbesondere im ersten Drittel hat mich die Geschichte mehrfach zum lauten Lachen gebracht und im letzten Drittel wurden die Augen feucht. Gott sei Dank (oder hatte die Schriftstellerin hier endlich eine Eingebung oder endlich so etwas wie Mitleid mit ihren Lesern?), gab es dann eine „Last Minute“ Wendung, die es dann ebenfalls schon fast übertrieb, wie ein Pendel das voll durch schwingt. Das Ende war dann ein regelrechtes Show Down, das mich wieder ein bisschen besänftigt hat. - Sarah Saxx
Deine Stimme in meinem Herzen
(59)Aktuelle Rezension von: KleenkramSarah Saxx... Nachdem ich das erste Buch von ihr gelesen habe, habe ich mir sofort das zweite geschnappt, und seitdem schon einige mehr gelesen.
Ich mag ihre Art Geschichten zu erzählen, wie sie ihre Buchfiguren in Szene setzt und das ganze Drumherum perfekt darauf abstimmt.
In diesem wunderbaren Roman treffen wir auf Alice und Tristan, zwei junge Menschen, die mit ihren körperlichen und psychischen Problemen zu kämpfen haben. Während man sie bereits im ersten Band kennenlernen durfte, kommt er neu dazu.
Durch die wechselnden Perspektiven erhält man gute Einblicke in beider Gefühlswelten, in ihr Leben, ihre täglichen Probleme. Die Autorin hat das sehr gut in Worte gefasst, es wirkt realistisch und für Außenstehende nachvollziehbar.
Das Buch nimmt einen direkt mit und sorgt nicht nur für aufregende Lesestunden, es ist auch sehr informativ.. Gefühle werden hier großgeschrieben ohne große Dramen, dafür aber mit ganz viel Einfühlungsvermögen. - Tad Williams
Das Herz der verlorenen Dinge
(122)Aktuelle Rezension von: SunnySue"Wir sind grimmige Wesen, wir Menschen. Wir opfern unser Leben, auch wenn es noch so kurz und kostbar ist, der Rache - nein, der gerechten Vergeltung. Kein Wunder, dass uns die Unsterblichen fürchten."
Mit "Das Herz der verlorenen Dinge" kehrte Tad Williams nach 20 Jahren wieder nach Osten Art zurück. Und damit kam er den vielen Bitten und dem Drängen von Freunden und Fans nach. Diese Novelle ist ein Zwischenband, der die erste Reihe Osten Ards mit der neuen Reihe verbindet. Im Kern beschäftigt sich dieses Buch mit der Frage, was eigentlich nach dem Krieg gegen den Sturmkönig geschehen ist.
"Das Böse ist in dem, was Sterbliche ... und Unsterbliche ... tun. Der Ort selbst ist nur ein Ort."
Der Krieg ist zu Ende. Der Sturmkönig vernichtend geschlagen. Die noch lebenden Nornen sammeln sich, um sich in den Norden zurückzuziehen. Doch sie werden verfolgt und gejagt von einer Übermacht an menschlichen Kämpfern, die nur ein Ziel haben: Alle Nornen auszulöschen! Keiner dieser Teufel darf überleben. Inmitten der Menschen befindet sich auch eine Sitha namens Ayaminu, die Herzog Isgrimnur mit Rat zur Seite steht. Doch welche Pläne verfolgt sie wirklich?
"Wir ziehen uns zurück. Wir verstecken uns. Wir werden immer weniger. Irgendwann wird es uns nicht mehr geben, außer in alten Geschichten. Und das werden nicht unsere Geschichten sein."
Von den Nornen haben wir in der Osten Ard Reihe nicht allzu viel erfahren. Wir wissen, dass sie und die Sithi ein und dasselbe Volk sind, welches sich jedoch wegen Unstimmigkeiten entzweit hat. Die Nornen sind der düstere Part: Mysteriös, mit mächtigen Zauberkräften und gnadenlos. Daher hat mir nun ganz besonders gefallen, dass wir auch die verletzliche Seite der Nornen zu sehen bekommen. Zu sehen, dass sie Ängste haben, ihre Kinder schützen wollen und letztlich ja auch nur das Recht haben möchten zu leben. Plötzlich bekommen sie eine Seele. Vertrieben aus ihren alten Landen, trauern sie dem Verlorenen Garten nach.
Tad Williams ist ein wirklich großartiger, begnadeter Geschichtenerzähler! Sein Gespür für den Weltenbau, seine unglaublich authentischen Figuren und die epischen Schlachten sprechen da für sich. Was mir bei ihm immer wieder auffällt ist der intensive Einblick, den er uns in seine Figuren gibt. Wir können ihnen ins Herz schauen. Lernen ihre Beweggründe kennen und bekommen ihre Stärken und Schwächen vor Augen geführt. Gerade das und das Zusammenspiel der Figuren mit- und gegeneinander, machen diese Reihe für mich so besonders.
Im Bereich High Fantasy sind Tad Williams Osten Ard Bücher definitiv ein Must Read! - Mandy Hubbard
Der Kuss der Sirene
(77)Aktuelle Rezension von: moonlightbabyEs ist sehr Spannend und man langweilt sich gar nicht.
Ich Empfehle es zu 100 %
- Lena Marten
Ausgerechnet du
(62)Aktuelle Rezension von: DawnWoodshillIm zweiten Teil der Reihe von Lena Marten/Ute Jäckle bekommt Tobi Felton, der Mitbewohner von Luca und Ben aus dem ersten Band eine Chance auf sein Liebesglück.
Dieser Teil war deutlich anders als der erste, dadurch aber nicht weniger gut.Tobi Felton ist mittlerweile angestellt in einer Firma und bekommt ein riesiges Jobangebot im Ausland. Nachdem er sich von seiner Model-Freundin getrennt hat oder eher sie sich von ihm, steht dem Job auch nichts mehr im Wege.
Bis er seine Jugendliebe Jenny wiedertrifft. Mit dieser darf er sich von jetzt an ein Büro teilen und aufgrund ihrer guten Arbeit bekommt sie ebenfalls die Chance auf den Job im Ausland.
Jenny und Tobi sind aber keineswegs gut auseinander gegangen, daher artet der Kampf um das Jobangebot etwas aus. Zudem müssen sie auch außerhalb des Büros gegen ihre Gefühle ankämpfen, die trotz Trennung vor vielen Jahren nie ganz erloschen sind.Wie gesagt, dieser Teil war anders als der von Luca und Ben. Die beiden kommen zwar auch noch vor in dem Buch, da es sich alles um eine Freundesgruppe handelt jedoch ist es trotzdem nicht dasselbe. Dieses mal ist es halt keine Uni-Lovestory sondern etwas "erwachsener". Beide haben jedoch ziemlich mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen, die sie auf die ein oder andere Weise miteinander verbindet.
- Penny Reid
Winston Brothers (Green Valley 6)
(24)Aktuelle Rezension von: Anni_BookloverDie Fakten:
Titel: Winston Brothers: When it counts
Verlag: Forever
Seiten: 485
Klappentext:
„Niemand ist ein größerer Überlebenskünstler als Scarlet St. Claire. Ihre Spezialität ist es, aus den Umständen, die sie nicht kontrollieren kann, das Beste herauszuholen. Im Falle der Apokalypse wäre sie wahrscheinlich die einzige Überlebende: als professionelle Einsiedlerin, die zur Musik ihres alten CD-Players singt und tanzt als würde niemand zusehen.
Scarlet ist clever, Scarlet ist vorsichtig und Scarlet ist klug ... außer es geht um Billy Winston.
Niemand ist ein größerer Kämpfer als Billy Winston. Seine Spezialität ist es sich gegen die Umstände zu wehr zu setzen, denn es gibt nichts, was Billy nicht kontrollieren kann. Im Falle der Apokalypse wäre er derjenige, der die restlichen Überlebenden in Sicherheit bringen würde, die Katastrophe überwinden oder bei dem Versuch umkommen würde. „Rezension:
Die Autorin beschreibt ihre Protagonisten lebensnah und facettenreich, so dass der Leser das Gefühl bekommt als würde er sie schon lange kennen.
Die Wahl und die Charakterisierung der Protagonisten ist rundweg gelungen. So tauchen im Laufe der Geschichte viele höchst unterschiedlichen Charaktere auf.
Das Buch ist eine lockere, leichte Geschichte zum genießen und schwelgen, der Schreibstil der Autorin lässt sich flüssig lesen. Dem Leser wird es leicht gemacht, das Buch in einem Rutsch zu lesen. Die Orte der Handlung werden detailliert beschrieben, so das der Leser sich gut in diese einfinden kann. Das Buch ist in sich logisch aufgebaut, so das der Leser die Handlung nachvollziehen kann.
- Lilian Dean
Literally You - Chloe & Kaden
(17)Aktuelle Rezension von: KerstinMCBei dem Cover sah ich sofort rosarote Wolken, die sich hinter dem Titel verbergen. Durch die großen goldenen Buchstaben sticht das You vom Titel sofort ins Auge und lässt das geschwungene Literally fast in den rosaroten Wolken verschwinden. Bei dem Bild erwarte ich eine schnulzige Liebesgeschichte oder einen romantischen New Adult Roman.
Literally You – Chloe & Kaden von Lilian Dean erschien bei Saga Storify. Das Hörbuch wurde von Corinna Alexandra eingesprochen. Wie man dem Titel schon entnehmen kann geht es um Chloe und Kaden. Wobei Erstere die Erzählerin der Geschichte in der 3. Person ist. Chloe ist 17 Jahre jung und wird von allen nur Nerd genannt. Wie alle Mädels auf der Schule, liebt sie die Buchreihe Bad Wipes mit dem Protagonisten Kaden Brooke. Und genau dieser Bad Boy taucht plötzlich im realen Leben von Chloe auf und versucht sie aus ihrem Schneckenhaus herauszuholen. Alles weitere zum Inhalt darfst du gerne selbst lesen bzw. hören.
Ich habe die Geschichte im Rahmen einer Hörrunde bei Lovelybooks gehört. Das Hörbuch war dazu in vier relativ gleichlange Höretappen eingeteilt. Schon nach der ersten Etappe zeigte sich mir, dass die Geschichte und meine Erwartungen auseinander drifteten. Ich habe mich auf eine ganz besondere Begegnung von Chloe und ihrem Romanhelden gefreut. Doch diese zog sich hin und hatte kaum Herzschmerz dabei, den ich beim Setting und dem Klappentext irgendwie erwartet hatte. Dazu kamen die einfach anstrengenden und undankbaren Eltern von Chloe, so dass ich die ganze Zeit einfach nur Mitleid mit ihr haben musste. Als Einzelkind war sie mehr Sklave ihrer Eltern als Tochter. Ich weiß, dass das nicht unbedingt ein unrealistisches Szenario ist, aber es war für mich ein bisschen zu viel des Guten. Von allen Seiten wird Chloe nur unterdrückt und nicht für voll genommen.
Die Szenen zwischen Kedan und Chloes Eltern zauberten zwischendurch ein Schmunzeln in mein Gesicht. Diese waren sehr unterhaltsam geschrieben und ließen mich auf weitere Szenen dieser Art hoffen. Die Hoffnung hielt im mittleren Teil des Buches etwas an, reichte aber für mich nicht, um nach dem Hören zufrieden das Buch abschließen zu können. Bei dem Setting hatte ich den ein oder anderen Bad Boy aus Romanen im Kopf, die ich zu gern selbst einmal getroffen hätte. Dabei hätte ich mir alles mögliche mit diesen Traumtypen vorstellen können, aber nicht einfach nur den Alltag zu bewältigen. Wobei streng genommen, es für Chloe genau richtig war, denn sie schien gar in den Aufgaben zu versinken.
Wie oben erwähnt, habe ich das Hörbuch in Etappen gehört. Dies war auch gar nicht so verkehrt, da ich der Sprecherin leider nur bedingt über einen längeren Zeitraum zuhören konnte. Für mich passte oft die Betonung von Sätzen und Wörtern nicht. So habe ich nach kurzer Zeit die Geschwindigkeit erst auf 1.25 und dann auf 1.5 erhöht. Mit der schnelleren Wiedergabe ließ sich das Hörbuch für mich besser hören, da mein Kopf einfach die unglückliche Betonung der Geschwindigkeit zuschrieb und nicht mehr weiter darauf achtete. Dies ist in diesem Jahr das zweite Hörbuch, bei dem ich denke, ich hätte die Hörprobe vorab hören sollen, dann hätte ich mich vermutlich gegen das Hörbuch entschieden.
So bleibt mir am Ende leider nur zu sagen, dass das Hörbuch ein ganz besonderes Setting hat, was sich ein jeder Büchernerd wünscht. Allerdings wurde das Potenzial nicht vollumfänglich ausgeschöpft. Vielleicht bin ich aber auch mit Anfang vierzig einfach nicht die Zielgruppe dieser Geschichte. Manch ein Jüngerer mag mit dem Zusammenspiel von Chloe und ihren Mitmenschen besser zurecht kommen. Für mich war es eine nette Geschichte, die für meinen Geschmack sehr viel Luft nach oben hat. Die Sprecherin konnte da leider auch nicht mehr aus der Geschichte herausholen und mich bis zum Schluss fesseln. Ich habe das Hörbuch bis zum Ende gehört, allerdings den letzten Abschnitt mehr nebenbei als Aktiv. Für das besondere Setting, das schöne Cover und den durchaus ansprechenden Schreibstil vergebe ich drei von fünf Sternen.























