Bücher mit dem Tag "geschicht"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "geschicht" gekennzeichnet haben.

91 Bücher

  1. Cover des Buches Sturz der Titanen (ISBN: 9783404166602)
    Ken Follett

    Sturz der Titanen

     (1.207)
    Aktuelle Rezension von: jackdeck

    Ken Follett schafft es selbst auf über 1.000 Seiten keine Langeweile aufkommen zu lassen. Sturz der Titanen ist sehr gut geschrieben. Und das Team von Ken Follett hat mal wieder, wie brereits in seinen anderen geschichtsträchtigen Büchern, gut recherchiert. Das wichtigste für mich überhaupt an diesem Buch sind die Lehren, die es uns aufzeigt. Ich fand es schockierend wie Menschen es schaffen, solch fürchterliche Kriege auszulösen, in denen Millionen von unschuldigen Menschen getötet und masakriert werden. Das Buch von Ken Follett sollte gleichzeitig eine Warnung an alle Menschen sein und sich für den Frieden, wo auch immer, einzusetzen und das Böse gleich im Ansatz ersticken. Frieden fängt bei jedem selber an. Sturz der Titanen ist ein Klasse Buch.

  2. Cover des Buches Solange am Himmel Sterne stehen (ISBN: 9783442381210)
    Kristin Harmel

    Solange am Himmel Sterne stehen

     (770)
    Aktuelle Rezension von: moniques_buecherwelt

    Rose hat Alzheimer und eine Vergangenheit von der niemand etwas weiß. Nicht einmal ihre eigene Tochter. 

    Dieses Buch ist das erste, welches mit zu Tränen gerührt hat. Hope, Rose' Enkelin, begibt sich mit ihrer Mutter auf die Reise um alles über die Vergangenheit ihrer Großmutter herauszufinden. Das stärkt die Verbindung zwischen Mutter und Tochter ungemein und ist super schön mit zu verfolgen. Sie erfahren, dass Rose einer ganz anderen Familie entspringt und nicht einmal Hopes Großvater, der ist, für den er immer gehalten wurde. Ich finde es wunderschön, dass Rose ihren letzten Wunsch erfüllt bekommt und vor allem, dass alle erfahren wen Rose damals wirklich geliebt hat. Es ist so rührend, mitzuerleben warum sie alles aufgeben musste, weshalb sie ihre Familie hinter sich gelassen hat. 

  3. Cover des Buches Percy Jackson - Die letzte Göttin (ISBN: 9783551312464)
    Rick Riordan

    Percy Jackson - Die letzte Göttin

     (1.323)
    Aktuelle Rezension von: Anneja

    Als ich den Vorgänger beendet hatte und den finalen Band der Reihe begann, waren meine Erwartungen einfach nur unglaublich groß. Bisher konnte jeder Band eine faszinierende Geschichte erzählen, welche Percy Jackson und alles, was mit der griechischen Mythologie zutun hatte, hervorragend miteinander verband. Doch irgendwie wollte diesmal die Handlung nicht so recht Fahrt aufnehmen.


     


    Der finale Kampf konnte beginnen. Doch bevor es wieder zum großen Showdown kommen sollte, hieß es natürlich Maßnahmen zu ergreifen. Diese erfolgten in dem der ganze Olymp in den Kampf stürmte. Eine gute Idee? Nicht unbedingt, da nun das Schicksal an einer einzigen Göttin hang. Wer diese Göttin war, wird natürlich nicht verraten, aber es zeigte sich, das sie trotz ihrer harmlosen Beschreibung sehr viel Einfluss hatte. Hier kam es dann auch zu manchen Überraschungen.


     


    Schade nur, das man die Handlung rund um diese Göttin aufgebaut hatte, denn dadurch wurde vieles drumherum fast schon nichtig. Die verschiedenen Kämpfe wirkten so, als hätte man sie schon erlebt und da man kaum etwas Neues erfuhr, zogen sich diese dann auch ganz schön in die Länge.


     


    Dies lag jedoch allein an Details, denn die Beschreibungen waren wieder wundervoll zu lesen und erschufen ein herrliches Kopfkino. Trotzdem fehlte diesmal einfach etwas. Genau sagen, kann ich es nicht, aber im Vergleich zum Vorgänger gab es hier einfach weniger das mich packte und an die Geschichte band. Da half es auch nicht, das es am Ende ein langersehntes Ereignis gab. Dieses war voraussehbar gewesen und wurde dann auch noch zu kurz abgehandelt. Allerdings soll es in einer anderen Reihe des Autors, mehr dazu zu lesen geben. Etwas enttäuscht war ich aber trotzdem, besonders da man hier noch so viel hätte machen können. 

     


    Nach seinem hervorragenden Vorgänger konnte der finale Band rund um Percy Jackson, nur wenig begeistern. Es gab zwar immer mal wieder etwas zu entdecken, aber es fühlte sich trotzdem so an, als wären dem Autor die Ideen ausgegangen, um ein würdiges Ende entstehen zu lassen. Ich bin auf jeden Fall enttäuscht, denn ein wenig mehr hätte es sein dürfen.

  4. Cover des Buches Der König der purpurnen Stadt (ISBN: 9783404152186)
    Rebecca Gablé

    Der König der purpurnen Stadt

     (586)
    Aktuelle Rezension von: sommerlese
    Im Jahr 2002 erschien der Roman "Der König der purpurnen Stadt" von der Königin der historischen Romane Rebecca Gablé im Bastei Lübbe Verlag.


    London im Jahr 1330: Nach dem Tod seiner Mutter geht der achtzehnjährige Jonah Durham bei seinem Cousin Rupert in dessen Tuchladen in die Lehre. Dort hat er einen schweren Stand, denn Rupert ist gewalttätig und zu Jonah oft ungerecht. Einzig seine Großmutter Cecilia schenkt ihm etwas Zuneigung. Jonah möchte ein erfolgreicher Tuchhändlerwerden, doch dazu muss er in der elitären Londoner Tuchhändlergilde aufgenommen werden. Als er König Edward und seiner Frau, Königin Philippa begegnet, kommt er seinem Traum näher. Er wird Hoflieferant und der jüngste Kaufmann in der Gilde. Gemeinsam mit Königin Philippa revolutioniert er den Londoner Tuchhandel. Mit seinem Erfolg erntet er auch Neid und wird zum Opfer von Intrigen.

    Diesen historischen Roman lässt die Autorin wieder im Mittelalter in England spielen, doch dieses Mal ist kein Adliger der Protagonist, sondern ein Kaufmann und Wollhändler aus London. Jonah Durham ist eine Figur, mit der man sich auf eine abenteuerliche Reise machen kann, denn sein Erfolg im Beruf, sein Aufstieg in die elitäre Tuchhändlergilde ist seinen Neidern ein Dorn im Auge. Er muss einiges einstecken, bis er diesen Aufstieg geschafft hat und auch danach hat er einige Feinde. Seine Liebe zur Königin Philippa macht die Sachen um einiges schwerer als es schon der Fall ist.


    Auch dieser Roman ist der Autorin wunderbar gelungen, das London des 14. Jahrhunderts und das damalige Kaufmannsleben zeichnet sich als Kopfkino ab und die Hauptfigur Jonah hat mit seinem Lebenswandel einige Intrigen und Abenteuer zu bestehen, die mit Liebe, Leid und Freud beim Leser für gute Unterhaltung sorgen.


    Es entsteht ein guter Einblick in die Gebräuche der Zünfte und Gilden und das Leben des Mittelstands wird hier authentisch nachempfunden. Aus dieser Sicht hat man eine neue Perspektive auf die Adelsherren, den König und die Ritter und lernt die politische und gesellschaftliche Struktur Londons kennen.

    Anhand einiger weiblicher Charaktere verdeutlicht die Autorin gezielt die Rolle der Frau im Mittelalter mit ihrer unterwürfigen Stellung, sie zeigt die vorherrschende Gewalt und Unterdrückung, jedoch ohne diese Rolle zu stark zu dramatisieren. Die Darstellung von Königin Philippa gefällt mir ausgesprochen gut, denn sie weiß sich trotz der Abhängigkeit von ihrem Mann durchaus geschickt und mit intelligenten Schachzügen zu wehren und ihre Interessen durchzusetzen.

    Es ist die Kunst der Autorin, ihren Charakteren Leben einzuhauchen und man kann sich gut in die Figuren hineinversetzten und ihr Handeln nachvollziehen, wenn auch nicht billigen. Mir erschien die Hauptfigur Jonah mit seinen negativen Zügen zwar nicht unbedingt als Sympathieträger, doch er wird damit auch glaubhaft. Gegen die anderen Romane fehlt es der Geschichte insgesamt ein wenig an Spannung.

    Doch auch dieser Roman ist wieder gut recherchiert und hat reichlich Unterhaltungspotential.
    Obwohl hier einige Figuren aus anderen Bänden eingebunden werden, ist dieser Roman eine eigenständige Geschichte.

    Am Ende lösen sich die Intrigen und Bosheiten von Jonahs Neidern und Gegner in Wohlgefallen auf, was einem Roman dieser Art einen guten Abschluss verpasst.


    In diesem Roman taucht Rebecca Gablé ins Tuchhändler-Milieu ein und bringt mit stimmiger Hintergrund-Zeichnung eine interssante Geschichte zu Papier, die mit ihren bisherigen Romanen vielleicht nicht ganz mithalten kann, aber dennoch für gute Leseunterhaltung sorgt.

  5. Cover des Buches Zeitenzauber - Die goldene Brücke (ISBN: 9783843210805)
    Eva Völler

    Zeitenzauber - Die goldene Brücke

     (928)
    Aktuelle Rezension von: michelles-book-world

    Anna hat sich dem Geheimbund der Zeitwächter angeschlossen und übernimmt zusammen mit Sebastiano, ihrem Freund, in den Ferien immer wieder mal kleine Aufträge. Mitten in den Abiturprüfungen erhält sie einen mysteriösen Anruf von Juan, einem der Alten, die die Zeitsprünge begleiten. Sofort bemerkt Anna, dass etwas nicht stimmt. Juan ist verletzt und Sebastiano ist zu einem Einsatz in Paris gerufen worden, obwohl sein Gebiet normalerweise Venedig ist, und steckt dort im 17. Jahrhundert fest. Anna reist ihm nach, um ihn zurück zu holen, und es wäre auch einfach, wenn es nicht ein kleines Problem gäbe. Sebastiano kann sich nicht an sein Leben erinnern und damit auch nicht an Anna. Sein Gedächtnis ist wie ausgelöscht. Er hält sich für einen Musketier, der ausgerechnet eine Person beschützt, die mit der Veränderung der heutigen bekannten Zukunft verantwortlich ist und somit ihr Gegenspieler. Kann Anna Sebastiano sein Gedächtnis zurück bringen und schaffen die beiden es, das Paris der Zukunft so zu erhalten, wie wir es kennen? Oder wird es eine Umschreibung der Geschichte geben?

    Anna erzählt in der Ich-Perspektive, was sie gerade erlebt, sie ist dabei sehr sympathisch und ihr passieren in den unmöglichsten Situationen, irgendwelche komischen Pannen, die einen auch des Öfteren zum Lachen bringt. Den Automatischen Translation in der Vergangenheit finde ich einfach super, es ist so witzig, was manchmal dabei herauskommt. 

    Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen. Gefühle wurden sehr gut beschrieben und rübergebracht und auch so ist Eva Völler eine wundervolle Zeitreisewelt gelungen. Bei Genre steht zwar Jugendbuch, doch ich muss sagen, diese Trilogie scheint wirklich auch etwas für junge Erwachsene zu sein. Mir und meinen Freundinnen hat dieses Buch auf jeden Fall sehr gut gefallen. Das Cover möchte ich an dieser Stelle auch noch mal besonders erwähnen. Ich finde es einfach zauberhaft!

    Die Protagonisten sind sehr gut ausgearbeitet worden. Jeder hat seine ganz persönlichen tollen, aber auch schlechten Eigenschaften bekommen. Und gerade das, lässt die Protagonisten so echt wirken. Mittlerweile ist mir auch Sebastiano ans Herz gewachsen. Und ich habe richtig mitgezittert, als ich nicht wusste, was mit ihm passiert ist, warum er verschwunden war und sich dann auch noch an nichts mehr erinnern konnte. Grausig, aber ein super Aufhänger für die Geschichte!

    Ich habe die Zeitreise ins mittelalterliche Paris sehr gerne mitgemacht. Humor Spannung und Aktion sind auch im zweiten Teil des Zeitenzaubers wieder geboten. 1625 sind Frauen noch richtige Frauen. Die Kurven sind echt. Silikon kommt in dieser Zeit noch nicht zum Einsatz. Klar, auch dieses Mal wird ein anständiges Deo oftmals wieder schmerzlich vermisst. Ein Plumpsklo ist auch nicht jedermanns Sache. Ich bin durch die Seiten gerast. Ich wollte wissen: Wird aus Sébastien wieder Sebastiano?

  6. Cover des Buches Mein Herz zwischen den Zeilen (ISBN: 9783843210935)
    Jodi Picoult

    Mein Herz zwischen den Zeilen

     (708)
    Aktuelle Rezension von: viktoria162003

    Meinung

    Das Buch lag schon eine ganze Weile bei mir auf der Wunschliste und nun endlich hab ich es mir gekauft und gelesen.

    Der Klappentext und das wunderschöne Cover haben mich gleich angesprochen und wer hat nicht schon einmal von einem tollen männlichen Bücher Charakter geschwärmt/geträumt.
    Der Anfang des Buches hat mir sehr gut gefallen, da das ganze einfach neu gewesen ist und ich bisher kein vergleichbares Buch gelesen habe. Auch hat die Autorin, oder besser gesagt die beiden Autorinnen einen sehr schönen Schreibstil. So lässt sich das Buch einfach lesen und alles ist sehr schön verständlich geschildert.
    Ich hab das Buch nicht ganz so schnell gelesen wie ich es mir gewünscht hatte, da es zwar wirklich toll ist, spannend und auch romantisch aber mir hat das „packende“ ein wenig gefehlt.

    Vielleicht bin ich dafür aber auch schon ein winzig kleines bisschen zu alt für die Geschichte gewesen, da sie doch eher für jüngere Leser gedacht ist.
    Spannend ist es zu verfolgen was die beiden versuchen um Oliver aus dem Buch zu holen. Hier steckt eine Menge Fantasievolle-Unterhaltung. Romantisch fand ich das ganze auch, wie oben schon erwähnt, da beide einfach voneinander schwärmen und sich doch sehr gern haben.

    Ebenfalls wie oben schon gesagt handelt es sich hier um ein Jugendbuch, weswegen es für mich gerne noch etwas „schnulziger“ hätte sein dürfen, aber eben für ein Jugendbuch absolut gerechtfertigt ist.
    Die Charaktere sind ebenfalls sehr schön geworden. Ich mochte eigentlich alle Personen, da es eigentlich niemand Böses hier gibt.
    Mein absolutes Highlight an dem Buch ist das Ende gewesen, da es wirklich wunderschön gepasst hat!!

     

    Fazit

    Eine schöne Geschichte für jüngere Leser, ich hab mich dafür leider schon ein kleines bisschen zu alt dafür gefühlt. Für eine tolle neue Idee, einen tollen Schreibstil und das wunderschöne Ende, gibt es von mir 3 Sterne.

     

  7. Cover des Buches Ruf der Vergangenheit (ISBN: 9783802584022)
    Nalini Singh

    Ruf der Vergangenheit

     (323)
    Aktuelle Rezension von: Scheckentoelter
    Das Cover ist perfekt denen der Restlichen Reihe angepasst. 
    Die Autorin ist vom Schreibstil wie immer flüssig und schön.

    In diesem Teil werden eine Menge Fakten der Vergangenheit offenbart. Allerdings gefiel mir das Paar dieses mal gar nicht und die Story war eher Langweilig...

    Allerdings ist dieses Buch sehr relevant für die Reihe...
  8. Cover des Buches Love Letters to the Dead (ISBN: 9781250062963)
    Ava Dellaira

    Love Letters to the Dead

     (1.144)
    Aktuelle Rezension von: michelles-book-world

    Zu Beginn des Buches wird man sofort in die Geschichte rein geschmissen und mit all den Gefühlen eines Teenagers, der einen geliebten Menschen verloren hat, konfrontiert. Es geht sofort unter die Haut. Sie ist aber nicht nur am Trauern, sondern hat sich auch mit Einsamkeit, mit Selbstzweifel, jeden gefallen wollen und Schuldgefühle zu plagen. Dennoch ist sie an anderen Stellen verdammt weise und nicht auf den Kopf gefallen. Generell ist das Buch mit weisen Sichten auf die Welt bespickt. Wir begleiten Laurel und ihre Freunde beim Erwachsenen werden, und begleiten sie und ihre Familie bei dem Umgang mit Trauer und Schuld.

    Es ist eine Liebeserklärung an Musik, an Freundschaft und eine wundervolle Geschichte darüber, wie man weitermacht, wenn man am Boden ist, wenn Schuld und Verlust einen niederreißen und unter Wasser drücken.

    Mich hat die Geschichte sehr berührt, die Thematik des Buches ist zwar traurig, aber wunderschön und feinfühlig umgesetzt. Den Schreibstil finde ich toll, weil er sehr gefühlvoll ist und gut zur Geschichte passt. Die Erzählform ist interessant und ungewöhnlich, weil das gesamte Buch eine Sammlung von Briefen an verstorbene Persönlichkeiten darstellt und auch deren Lebensgeschichten in Laurels Geschichte eingebaut werden. Die Adressaten wirken sorgfältig ausgewählt, denn jede Person, an die Laurel schreibt, hat in irgendeiner Form Laurels oder Mays Leben beeinflusst, beispielsweise durch ihre Musik oder Gedichte. Manche dieser Persönlichkeiten, wie z.B. Janis Joplin und Elizabeth Bishop, kannte ich bis dahin noch gar nicht, was ich interessant fand. Obwohl das Buch keinen typischen Spannungsbogen besitzt, ist es bis zum Ende spannend, da beispielsweise lange unklar bleibt, was genau mit May passiert ist und die Ereignisse nicht vorhersehbar waren.

    Unsere Protagonistin Laurel ist recht Jung, ich glaube sie war 16 oder so. Das merkt man auch, da sie Natürlich noch einen ganz anderen Blick auf die dinge hat und noch sehr viel Lernen muss. Sie hat für ihr Alter schon sehr viel erlebt, daher benimmt sie sich auch oft Komisch und nicht so ganz nachvollziehbar. Dennoch denke ich das jeder sich so mit 16 verhalten würde wenn er das mitgemacht hat. Laurel macht in diesem Buch eine ganz, ganz große Wandlung durch. Sie entwickelt sich unheimlich und Reift. Sie Lernt sehr viel über sich selber aber auch über das Leben an sich. Es war toll sie auf ihrem Weg begleiten zu können. Laurel wird auf ihrem Weg von ihren Freunden Hannah, Natalie und Sky begleitet. Die unheimlich toll waren. Sie haben ihr Oft geholfen ohne es überhaupt zu wissen. Sie waren für Laurel in ihrer tiefsten Stunde da und wussten es nicht mal. So muss Freundschaft sein. Manchmal hilft man auch wenn man es gar nicht beabsichtigt hat. Vor allem Reifen die drei da selber dran und bekommen es kaum mit. Sie werden alle erwachsener und werden sich ihrer Probleme nach und nach bewusst. Das war schon ein Bunter Haufen. Es war echt super gemacht.

  9. Cover des Buches Tausend strahlende Sonnen (ISBN: 9783596030934)
    Khaled Hosseini

    Tausend strahlende Sonnen

     (1.162)
    Aktuelle Rezension von: books_games_and_more

    Mein erster Eindruck zu diesem Titel war etwas warmes angenehmes, da ich aber von den Autor schon mal etwas gelesen habe, wusste ich das hinter diesem Buchtitel sich sehr viel mehr verbirgt. Ich habe mich für die Fischer Taschenbibliothek entschieden, da es klein und handlich ist, ein Lesebändchen hat und für unterwegs einfach gut mitgenommen werden kann. Es hat in diesem Format 592 Seiten für 12€.

    Kann man es als Liebesgeschichte beschreiben oder hat es doch eher etwas biografisches an sich?! Ich würde sagen es ist von beidem etwas. Wie der Autor selbst sagt, hat er durch den Krieg in seiner Heimat Geschichten aufgeschrieben, die möglicherweise wirklich so geschehen sind. Auf jeden Fall  hat die Story Tiefgang. Es werden mehrere Jahrzehnte umfasst von der Kindheit der einen Protagonistin bis in die Mitte ihres Lebens. Bei der anderen Protagonistin wird auch viel auf ihre Kindheit eingegangen doch auch in ihren Zwanzigern/dreißigern hört die Geschichte auf.


    Wir haben zwei starke Frauen um die sich Geschichte dreht. Einmal Mariam sie kommt aus einer Provinz in der Nähe von Kabul (Afghanistan). Dort lebt sie mit ihrer Mutter als Außenseiter. Die eigene Mutter verstösst ihre Tochter teilweise immer wieder und dann versucht sie doch ihre Nah zu sein. Das prägt die Kleine sehr, ihr ganzes Leben lang. Diese und auch die immer wieder kehrenden epileptischen Anfälle der Mutter, die letzten Endes ihren tot verschulden.

    Miriam muss dann zu ihrem Vater und seiner Familie und da sie unehelich ist wird sie zwangsverheiratet mit einem wesentlich älteren Schuhmacher Raschid. Sie zieht mit ihm nach Kabul. Die Jahre vergehen sie wird verliert ihr Kind und wird nicht wieder schwanger, alles „Gründe“ für Raschid die zu schlagen, zu verachten und sich später eine Zweitfrau zu nehmen, die junge Laila. Miriam lässt, dass alles über sich ergehen und setzt sich kaum zur wehr, ganz im Gegensatz zu Laila. Sie ist von Eltern erzogen worden die das „freie“ Denken fördern und sie unter normalen Umständen nie mit Raschid verheiratet hätten. Doch sie sind bei einem Bombenangriff gestorben, den Leila auch nur knapp überlebt hat. Ein wenig aus „Dankbarkeit“ und auch noch aus anderen Gründen willigt sie ein. Nach anfänglichen Zwistigkeiten zwischen den beiden Frauen entsteht so etwas wie Freundschaft und sie sehen sich gemeinsam gegen die Brutalität ihrer Mannes auf und wollen fliehen.

    Durch die Perspektive der Erzählung, ist es gut möglich die Emotionen der beiden Protagonistinnen zu verstehen und sich voll und ganz in das Setting hinein zu versetze. Auch als ich, dass Buch ausgelesen habe musste ich schon öfter mal daran zurück denken. Vor allem, wenn es darum ging, dass die Menschen so grausam und desinteressiert seien können, nur auf sich fixiert und ihr Vergnügen. Dennoch ist es nicht ein rein trauriges Buch, ehr realistisch und ernst mit einem Funken Hoffnung und Liebe drin.

    Somit würde ich es niemandem mit schwachen Nerven empfehlen, da es doch in einigen Situation recht beklemmend wirken kann, da es sehr Realität Nah ist und ja auch  das behandeln von Frauen und Kindern in Kriegssituationen thematisiert. Doch jeder der Realität in Büchern schätzt ist hier gut aufgehoben.  


  10. Cover des Buches Flawed – Wie perfekt willst du sein? (ISBN: 9783839815199)
    Cecelia Ahern

    Flawed – Wie perfekt willst du sein?

     (91)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Cover / Artwork / Aufbau des E-Books
    Das Cover hatte mich eigentlich nicht so umgehauen, aber als ich gelesen hatte, dass das Werk aus der Feder von Cecelia Ahern geschrieben wurde, war ich plötzlich interessiert. War sie nicht die Autorin mit den berühmten Titel "P.S. I Love You" zum Beispiel? Das Cover passte jetzt so gar in mein Bild von Ahern - und schon war ich interessiert. Das Hörbuch ist für Jugendliche und Erwachsene geeignet, aus der Sicht der 17 jährigen Celestine North erzählt und wird von Merete Brettschneider gelesen, die vielleicht dem ein oder anderen durch ihre Interpretationen einiger Jennifer Armentrout Büchern bekannt geworden ist. Sie hat eine wirklich eindringliche und sehr überzeugende Stimme und schafft es, dem plot schon nach wenigen Sätzen ihren Stempel aufzusetzen.
    Es handelt sich um den ersten Teil der gleichnamigen Reihe " Flawed".

    Inhalt
    Flawed - zu deutsch fehlerhaft - spielt in einer utopischen Gesellschaft, in der die  Regierungsorganisation "Die GIlde" die Wahrung gewisser moralischer Grundsätze gewährleisten soll. Ursprünglich nur für eine Übergangszeit eingesetzt, hat sich die GIlde als festes und scheinbar autarkes Instrument entwickelt. Celestine liebt ihr Leben und steht voll und ganz hinter den Prinzipien der Gilde, bis sie in eine Situation gerät und eine Entscheidung trifft. Richtung und Falsch, Schwarz und Weiß, Gut und Böse - alles gerät plötzlich ins Wanken und bedroht alles, was ihr lieb und teuer ist.

    Fazit
    Ich hatte nicht viel erwartet. Da ich krank geschrieben und arge Schlafprobleme hatte, wollte ich mir etwas halbwegs seichtes aufs Ohr setzen, damit ich irgendwann zumindest eindösen kann. Das Buch beginnt wie erwartet und präsentiert eine Gesellschaft, in die unsere Protagonistin vollständig integriert ist, jedoch im Laufe der Handlung immer mehr an Halt verliert. Zunächst habe ich auch zu diesem Zeitpunkt noch nicht viel erwartet, doch die Autorin schafft es ganz wunderbar, die Geschichte von Seite zu Seite spannender zu gestalten. Vermutlich ist das Buch in erster Linie für jüngere Erwachsene ausgerichtet, aber auch mich konnte die Geschichte fesseln und ich werde mir auch den nächsten Teil zulegen.
  11. Cover des Buches India Place - Wilde Träume (ISBN: 9783548286921)
    Samantha Young

    India Place - Wilde Träume

     (414)
    Aktuelle Rezension von: Sarih151

    In „India Place – Wilde Träume“, dem vierten Band der „Edinburgh Love Stories“ von Samantha Young, ist die Zeit voran geschritten.

    So ist aus dem Teenie Hannah eine junge Erwachsene geworden, die sich nach absolvierten Studium gerade in den Alltag als Lehrerin eingewöhnt.

    Ihr Leben läuft nach geregelten Bahnen.

    Bis sie plötzlich Marco wieder begegnet.

    Vor Jahren machte er Hannah, an nur einem Tag, zum glücklichsten und traurigsten Mädchen der Welt.

    Jetzt ist er wieder da, um seinen Fehler wieder gut zu machen, und Hannah zurückzugewinnen.

    Doch die Mauern, die Hannah um ihr Herz errichtet hat,

    sind stark, ihr Vertrauen in Marco nicht existent und die Narben in ihrem Inneren unheilbar …


    Ich habe mich wirklich auf Hannahs und Marcos Geschichte gefreut,

    vor allem, weil ich die ruhige, liebe und süße Hannah bereits in den vorangegangen Bänden sehr ins Herz geschlossen habe.

    In der jungen, unnahbaren Frau ist sie jedoch nur schwer wiederzufinden.

    Was jedoch an dem liegt, was Hannah widerfahren ist.

    Denn die einschneidenden Momente in Zusammenhang mit der Enttäuschung Marcos,

    haben Hannah in eine oft sture und manchmal verbitterte Frau verwandelt.

    Da die Story aus ihrer Sicht erzählt wird,

    kann man zwar mit ihr mitfühlen,

    sie manches Mal aber auch verfluchen.


    So groß die Begeisterung über das Wiedersehen mit Marco meinerseits auch war,

    genauso groß, war auch die Enttäuschung über das ewige Hin und Her

    aus Übereinander herfallen und sich anschließend in den Haaren liegen …

    Vor allem Hannahs widersprüchliche Signale waren mir dabei fast zu viel.

    Genauso aber auch, Marcos Besitzergreifen.

    Das zog sich vor allem zur Mitte hin …


    Das Geheimnis, was genau zwischen Hannah und Marco vorgefallen ist,

    wird in kleinen Rückblenden gelüftet.

    Diese Einblicke waren ganz schön,

    stehen aber im kompletten Gegensatz zu der gegenwärtigen angespannten Situation.


    Natürlich hat es Spaß gemacht hier die nun schon gewachsene Clique wiederzusehen.

    Obwohl da doch auch viel auf heile Welt und wahre Liebe gemacht wird.

    Ein besonderes Augenmerk liegt hier aber vor allem auf Cole,

    der Hannah in den vergangenen Jahren ein richtig guter Freund geworden ist,

    und sich sehr erwachsen und umsichtig zeigt.


    Mein Unmut aufgrund des Auf und Ab in Hannahs und Marcos Beziehung

    konnte auf den letzten 150 Seiten besänftigt werden.

    Mit einem tragischen Vorkommnis und der Lüftung von Marcos noch verbliebenem Geheimnis, kam etwas Ruhe in die Story.

    Das war dann auch der Punkt,

    wo ich wieder mit Hannah und Marco Mitfiebern konnte,

    und der Auslöser, der mich die Story dann doch mit einem Lächeln beenden ließ.


    Der angenehme und leichte Schreibstil von Samantha Young ließ

    trotz einiger zäher Passagen die Seiten nur so dahin fliegen.


    Ich vergebe 3 von 5 Sterne.

  12. Cover des Buches Nora und die Novemberrosen (ISBN: 9783734102424)
    Tania Krätschmar

    Nora und die Novemberrosen

     (50)
    Aktuelle Rezension von: misery3103

    Die alleinerziehende Nora verliert ihren Job in einem Baumarkt. Als sie eine verlassene Gärtnerei entdeckt, beschließt sie, das verwilderte Stück Land wieder auf Vordermann zu bringen. Zusammen mit ihren Freunden beginnt sie, in dem verwilderten Garten zu arbeiten. Doch die Verwaltung des Geländes sperrt die Gartencrew aus, was diese sich aber nicht gefallen lassen. Sie besetzen die Gärtnerei und bekommen viel Zuspruch aus der Öffentlichkeit. Doch die Gärtnerei birgt noch andere Geheimnisse, die an die Oberfläche drängen.

    "Nora und die Novemberrosen" ist ein wunderschön geschriebener Roman, der nicht nur Gärtnern und solchen, die es werden wollen, gefallen wird. Die Charaktere sind absolut liebenswert und die Geschichte voller schöner Bilder, die vor dem inneren Auge entstehen. Man sieht den aus einer verlassenen Gärtnerei entstehenden wunderschönen Garten direkt vor sich und kann fast den Duft der blühenden Rosen riechen. Man bekommt richtig Lust, in den Garten zu gehen, um selbst etwas anzupflanzen oder Unkraut auszureißen.

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist locker und das Buch flüssig zu lesen. Nora und ihre Freunde waren mir sehr sympathisch, die Geschichte interessant und fesselnd. Das Cover lädt zum Lesen ein und gefällt mir sehr gut. Von mir gibt es für "Nora und die Novemberrosen" eine ganz klare Leseempfehlung. Ich freue mich darauf, den nächsten Roman der Autorin zu lesen.

  13. Cover des Buches Sinuhe der Ägypter (ISBN: 9783404158119)
    Mika Waltari

    Sinuhe der Ägypter

     (86)
    Aktuelle Rezension von: Ambermoon
    In der Einsamkeit der Verbannung, erfüllt von der Sehnsucht nach seiner Heimatstadt Theben, schreibt der ägyptische Arzt Sinuhe (1390 bis 1335 v. Chr.) die Geschichte seines bewegten Lebens nieder: von der Kindheit in einfachen Verhältnissen über eine Karriere als Leibarzt des Pharaos und abenteuerliche Reisen in alle Länder Kleinasiens bis hin zur Verbannung aus Ägypten. Sinuhes Lebensgeschichte ist zugleich eine farbenprächtige Kultur- und Sittengeschichte des östlichen Mittelmeerraums zur Zeit der Pharaonen... (Klappentext)

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    "Dann zog er sich das Gewand über den Kopf, um die Bäume nicht mehr sehen zu müssen. Ich aber dachte bei dem erhabenen Rauschen der Zedern, dass es sich allein um dieses Rauschens willen gelohnt hatte, zu dieser langen Reise aufzubrechen."
    (S. 273)

    Sinuhe, ein alter Mann und ägyptischer Arzt ist es leid Götter anzubeten, die doch nie helfen, Pharaonen zu huldigen, welche nur die eigene Macht im Auge haben und er ist es leid sich mit Menschen zu befassen, die diese Götter anbeten und ebenso falsch wie die Pharaonen sind.
    Er sitzt in der Verbannung und ist sich seiner Sterblichkeit bewusst, welche wohl nicht mehr lange auf sich warten lässt und blickt auf sein äußerst bewegtes Leben zurück.
    Genau dieses schreibt er nun nieder, denn Zeit hat er ja genug, vom nahenden Tod einmal abgesehen. Er schreibt dies nieder, um noch einmal alles Revue passieren zu lassen, sich zu erinnern, an die guten und die schlechten Zeiten und das einzig nur für sich. Mit ihm blicken wir in seine Vergangenheit, wie aus einem kleinen Jungen aus einfachen Verhältnissen ein hochangesehener Arzt wird, bereisen mit ihm ferne Länder voller Gefahren, lernen Könige und Götter kennen und schmeißen uns kopflos in Abenteuer und in das ein oder andere Bett.

    Dies alles spielt sich zwischen 1390 und 1335 vor Christus ab und man begibt sich in die Welt der Ägypter und Pharaonen, lernt ihre Sitten und Bräuche, ihre Kultur und ihren Glauben kennen, umgeben von dichter Atmosphäre, welche einem Bilder im Kopf entstehen lässt und man alles so sieht, als hätte man es direkt vor seinen Augen. Und man sieht allerhand.
    Man besucht mit Sinuhe den Pharao, um dem königlichen Schädelöffner bei seiner Arbeit zu assistieren, man begibt sich in den Tempel des Todes, um das Handwerk des Einbalsamierers zu erlernen. Man verfällt einer Priesterin der Göttin Bast, um von ihr ins Unglück gestürzt zu werden, begibt sich nach Kreta und betritt das Labyrint des Stiergottes Minotaurus und ist dabei, wenn Gott Ammon von Gott Atos verdrängt wird, und noch so viel mehr.

    "In Syrien war also ein Krieg ausgebrochen, und ich hatte noch nie einen Krieg erlebt. Deshalb machte ich mich auf zu den Truppen des Pharaos, denn auch ich wollte den Krieg erleben, um zu sehen, ob er mir etwas zu sagen hatte, und um die Wunden zu erforschen, die durch Schlagwaffen und Kriegskeulen entstanden."
    (S. 233)

    So manches ist grauenhaft und unvorstellbar, anderes wieder wunderschön und lässt einem an die Märchen von Tausendundeine Nacht denken. Manches ist traurig, manches ist amüsant, vieles ist spannend oder einfach schön und entspannend zu lesen. Doch immer schwingt eine leise Melancholie und Weisheit mit und begleitet einen durch die Geschichte.
    Im Verlauf der Geschichte ist auch die Entwicklung des Protagonisten zu beobachten. Möchte man ihn anfangs aufgrund seiner Naivität, Prahlerei und manchmal auch aufgrund seiner Dummheit kräftig durchschütteln, so wächst er mit jedem seiner Abenteuer bis man schließlich einen weisen alten Mann vor sich hat.

    Waltari erschuf mit diesem Werk 1945 ein Kultur- und Sittengemälde des vorchristlichen Orients und bedient sich dabei eines ganz besonderen literarischen Stils. Dieser ist nämlich eine Mischung aus Nüchternheit, Melancholie und Spannung.
    Durch den einäugigen Sklaven Kaptah, welcher Sinuhe jahrzehntelang begleitet, ist die Geschichte auch von subtilem und trockenem Humor durchzogen. Man hat hier also durchaus auch einiges zu schmunzeln.
    Waltari bedient sich aber auch gleichzeitig einer eher einfachen und schnörkellosen Sprache. Ausufernde Settingbeschreibungen sucht man hier vergebens und trotzdem schafft es der Autor eine dichte Atmosphäre zu erschaffen, welche einem beim Lesen völlig in das alte Ägypten eintauchten lässt.

    "Fern in der Wüste heulten die Schakale, sodass ich wusste, dass Anubis in der Wüste umherschweifte, sich um meine Eltern kümmern und sie auf ihrer letzten Reise geleiten würde."
    (S. 194)

    Was noch eine zusätzliche und vor allem interessante Erwähnung wert ist, ist, dass sich Waltari zu diesem Werk durch "Die Geschichte von Sinuhe" inspirieren ließ. Dies ist ein altägyptischer Text, der als eines der ältesten literarischen Werke gilt, stammt dieser immerhin aus der Zeit des Pharaos Amenuemhets I. , des Begründers der 12. Dynastie und somit aus dem 20. Jahrhundert vor Christus (Quelle: Wikipedia)

    Das vorliegende Buch, welches 2014 erschien, ist übrigens die erste ungekürzte, direkt aus dem finnischen Original übersetzte Ausgabe. Bis dahin erfolgte die Übersetzung aus dem Schwedischen und hierbei handelte es sich bereits um eine gekürzte Fassung, welche dann nochmals für die deutsche Übersetzung gekürzt wurde.

    "Doch wenn es einem so bestimmt ist, gehört zum Mann-Sein auch die Einsamkeit. Aber anders als andere brauchte ich nicht erst in sie hineinzuwachsen, denn ich war von Kindesbeinen an alleine gewesen und ein Fremder auf der Welt, seit ich einst in einem Binsenboot ans Ufer des Nils gebracht worden bin. Die Einsamkeit war mir seit jeher wie ein Heim und ein Bett im Dunklen."
    (S. 453)

    Fazit:
    Das Buch begleitete mich zwei Wochen und ließ mich somit zwei Wochen in das alte Ägypten abtauchen. Trotzdem es ein Wälzer von knapp 1100 Seiten ist, wäre ich noch zu gerne länger bei Sinuhe verweilt und hatte so gar keine Lust daraus aufzutauchen. Daran kann man wohl sehr gut erkennen, wie sehr mich dieses Buch begeistern konnte.
    Natürlich gibt es die ein oder andere Länge, aber hier überwiegen vor allem Atmosphäre und Spannung, welche mich an das Buch fesselten.
    Zieht also Eure besten Sandalen an, hisst die Flagge so manchen Schiffes und begebt Euch mit Sinuhe in das Reich der Pharaonen. Genießt die Gefahren ebenso, wie die üppige Farbenpracht des Orients und kostet von der Weihseit eines alten Mannes, der alles hat und doch alles verlor.

    © Pink Anemone (inkl. Leseprobe, Hörbuch-Trailer, Lese-Soundtrack und Originaltrailer zum Film aus dem Jahr 1956)

     
  14. Cover des Buches Das Fremde Meer (ISBN: 9783833309908)
    Katharina Hartwell

    Das Fremde Meer

     (110)
    Aktuelle Rezension von: Tiniwiniii

    “Das Leben ist ein raues, ein stürmisches, ein gefährliches, ein unendlich weites, ein wildes, viele Geheimnisse und viele Gefahren und viele Riffe beherbergendes Meer. Und es gibt nicht viele milde Tage, und es gibt so viele Möglichkeiten, Schiffbruch zu erleiden. […] Und es ist eine Kunst, eine Herausforderung, eine unbedingte Notwendigkeit, jeden Tag und immer wieder aufs Neue nicht unterzugehen,“ (S. 556, Katharina Hartwell – Das fremde Meer).

    In ihrem Roman ‘Das fremde Meer’ erzählt Katharina Hartwell die Geschichte zweier Menschen, die das Leben zusammengeführt hat. Zehn Kapitel, eine Liebe.

    Jan stolpert regelrecht in Maries Leben. Bevor Marie Jan kennen lernt, glaubt sie, dass sie niemand retten kann. Die Außenseiterin, eher ruhig und zurückhaltend, ängstlich und verzweifelt, wer sollte sie schon retten wollen? Sie glaubt, dass Katastrophen immer nur die treffen, die nicht auf sie vorbereitet sind. Darum rechnet sie stets mit dem Schlimmsten. Jan scheint so völlig anders zu sein als sie. Von ihm fühlt sie sich gefunden, mit ihm teilt sie Geheimnisse, stille Stunden und wache Nächte. Natürlich vertraut sie nicht darauf, dass alles bleibt wie es ist, denn sie weiß: »man kann alles trennen, teilen und spalten, sogar ein Atom«.

    Kein Buch, was ich bisher gelesen habe, war so facettenreich und magisch erzählt, wie dieses. Eine Geschichte in zehn unterschiedlichen Stilen und Genren geschrieben, vom Märchen, über einen historischen Roman bis hin zu einer Fantasy Reise. Dieses Buch lässt sich in keine Schublade stecken. Anfangs begreift man überhaupt nicht, wie die zehn Geschichten miteinander verbunden sind, doch am Ende fügt sich alles.

    Ich kann Marie verstehen. Wie oft ging es mir selbst schon so, dass ich einen Glückszustand oder Momente, in denen alles in Ordnung ist, nicht genießen konnte. Irgendwo hat sich doch mit Sicherheit ein Haken versteckt, ich muss etwas übersehen haben, warum sollte ausgerechnet ich so viel Glück haben? Ständig alles in Frage zu stellen ist nahezu wie ein Zwang, um sich selbst zu schützen. Doch geht das überhaupt? Glücklich und zufrieden wird man so eher nicht. In Jan findet Marie einen Menschen, der sie mit anderen Augen sieht. Der ihre Ängste begreift und ihr Halt gibt, den ihr Elternhaus ihr nicht vermittelt hat und der ihr in ihrem Leben fehlt. Doch selbst vor dem Moment in dem sie ihn kennenlernt, als er aus dem Paternoster auf sie fällt, weil sie ihn gerettet hat, hat sie Angst. Und dabei bemerkt sie erst gar nicht, dass auch er sie gerettet hat.

    Den ganzen Roman hindurch, ist in jeder einzelnen Geschichte das Mädchen die Heldin, die Retterin und nicht die zu Rettende. Mir gefällt das Spiel der unterschiedlichen Genre sehr gut. Dadurch kommen nicht zuletzt die Charakterzüge der Hauptfiguren sehr deutlich ans Licht. Anfangs hatte ich Schwierigkeiten mich ganz auf den Roman einzulassen und zwischendurch musste ich das Buch für einige Wochen beiseitelegen. Nachdem ich nun die letzten Seiten gelesen habe, kann ich sagen, ich habe es nicht bereut. Das Ende ist so überraschend traurig und schön zugleich und es fügt sich alles, was vorher Rätsel aufgeworfen hat. Der Roman verdeutlicht, was Worte zu bewegen vermögen. Und wie viel Gewicht ein Wort oder ein Satz haben, uns gleichzeitig aber auch etwas Leichtes geben kann. Das Ende ist vollkommen offen, denn vielleicht ist es nicht das Ende. Und vielleicht kann man doch nicht alles trennen, teilen und spalten wie ein Atom. Immerhin gibt es auch noch so etwas wie die Atombindung. Eine Bindung, die alles fest zusammen hält und sich wie ein rotes Band durch unser Leben zieht.

  15. Cover des Buches Der raffinierte Mr. Scratch (ISBN: 9783404171941)
    Michael Poore

    Der raffinierte Mr. Scratch

     (24)
    Aktuelle Rezension von: FlyingTurtle
    Ich finde Bücher, die die allgemeine Annahme über Gott, seine Engel, Jesus etc. etwas verwirren oder ganz auf den Kopf stellen meisten sehr amüsant. 'Der raffinierte Mr Scratch' ist eigentlich ein wunderbares Beispiel dafür, allerdings habe ich einmal zuviel von dem großen blauen Penis des Teufels lesen müssen. 

     Das Buch handelt von Lucifer, dem Teufel, wie er auf Erden wandelt und die Menschen teilweise durch die Epochen lenkt, sie auf Ideen bringt, die die Menschen zu dem gemacht haben, was sie im 21 Jahrhundert sind. Dabei ist der Teufel trotz seiner übernatürlichen Kräfte auch nur ein Opfer von Gefühlen, namentlich hauptsächlich der Liebe für einen Engel. 

     Dabei führt das Buch oft auf das ausgeprägte Interesse für die körperliche Liebe des Teufels zurück. Generell wird der Teufel als sehr menschlich beschrieben, trotz der Übernatürlichkeit. 

     Es ist auch durchaus interessant, wie der Teufel geschichtlich wichtigen Persönlichkeiten wie z.B. Washington begegnet und der Autor seine ganz eigenen Ideen von diesen Persönlichkeiten hat, gefesselt hat es mich aber nie. Ich kann nach Beendigung des Buches auch nicht wirklich behaupten, dass das Buch etwas sehr besonderes ist. Ich finde es dennoch lesenswert, deswegen gute 3 Sterne.
  16. Cover des Buches Die Prinzen von Irland (ISBN: 9783453470729)
    Edward Rutherfurd

    Die Prinzen von Irland

     (45)
    Aktuelle Rezension von: sommerlese

    "*Edward Rutherfurd*" schrieb die grosse Dublin-Saga "*Die Prinzen von Irland*". Der historische Roman erschien im Jahr 2007 als Taschenbuch im "*Heyne Verlag*".


    Der historische Roman "Die Prinzen von Irland" zeigt die Geschichte Irlands von den Kelten bis ins 16. Jahrhundert. Dies schildert Rutherfurd anschaulich anhand verschiedener Figuren und Familien und ihrem jeweiligen Werdegang. 

    Es beginnt mit der Liebesgeschichte zwischen Deirdre und dem keltischen Krieger Conall um 430 n. Chr. Die Nachfahren dieser Verbindung begleitet man im folgenden Roman und erfährt so einiges über die religiöse Entwicklung Irlands und die Entstehung Dublins.

    Die keltische Mythologie wurde bestimmt durch Opferkult, Weissagungen und Totengedenken. Dabei waren die Druiden die kultische und geistige Elite und für die Durchführung der kultischen Bräuche zuständig.

    Die Christianisierung durch den Missionar St. Patrick brachte den katholischen Glauben nach Irland. Die Besiedelung durch Wikinger und Engländer wurde von den Iren in zahlreichen Kämpfen zu verhindern versucht.

    In diesem Roman gelingt es dem Autor durch Einbindung historischer Fakten einen interessanten Abriss dieser Zeitspanne darzustellen. Dazu ist laut Nachwort des Autors eine umfangreiche Recherche von über hundert Büchern nötig gewesen.

    Sein umfassendes Werk wird dem Leser unterhaltsam und fesselnd mit einem gut lesbaren Schreibstil näher gebracht. An die keltischen Namen muss man sich erst einmal gewöhnen, ein Familienstammbaum erleichtert die Namensorientierung und die verwandtschaftlichen Beziehungen.

    Die Protagonisten sind zum Teil frei erfunden, teilweise aber auch historische Persönlichkeiten, die wirklich gelebt haben. So reist man durch den Roman und erlebt die jeweiligen Epochen hautnah mit.

    Die geschilderten Schlachten und Blutfehden sind spannend, die jeweiligen Lebensumstände der Fischer, Bauern, Mönche und Adeligen werden anschaulich erklärt, sodass man direkt in die damalige Zeit mit eintaucht und die bittere Armut und auf der anderen Seite das prunkvolle Leben gut miterleben kann. 

    Wenn Geschichte so vielschichtig und anschaulich dargestellt wird, kann man auch üppige 854 Seiten gefesselt weglesen. Dieser historische Roman ist eine mitreißende Verarbeitung von Geschichte und Fiktion, die sehr gelungen ist und die geschichtliche Entwicklung Irlands näher bringt.

  17. Cover des Buches Coco Lavie - Nachtschattenherz (ISBN: 9783945766019)
    Uta Maier

    Coco Lavie - Nachtschattenherz

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Esme--
    Inhalt:
    Auf Damontez Anwesen glaubt Coco sich in Sicherheit. Hier hat sie Freunde gefunden und Damontez selbst verspricht, sie nie wieder zu verletzen. Doch eine Nachricht vom königlichen Hof bringt diese gerade gewonnene Ruhe durcheinander. Der König möchte das Spiegelblut kennenlernen. Es steht zu befürchten, dass er selbst Anspruch auf das Mädchen erheben wird. Alle wissen, dass des Königs „Bitten“ stets verfangen.
    Es kommt, wie es kommen musste: Edoardo fordert das Spiegelblut unter den Schutz des Königshauses stellen zu dürfen. Widerspruch ist zwecklos. Damontez jedoch möchte Coco nicht im Stich lassen. Nur um in ihrer Nähe zu sein, gibt er alles auf, auch wenn der König einen direkten Kontakt der beiden zueinander unterbindet.
    Während Coco Fluchtpläne schmiedet, leidet Damontez zusehens unter seelischen Schmerzen. Durch die Liebe zum Spiegelblut ist auch die Bindung zu seinem Bruder gewachsen, welcher hemmungslos mordet. Damontez versucht der dunklen Seele zu widerstehen.
    Sollte Coco denken, düsterer könne es in ihrem Leben nicht werden und dass die Freiheit zum Greifen nah ist, so irrt sie sich. Bald schon muss sie begreifen, dass nicht nur der König nach ihrem Blut giert. Edoardo und Damontez waren wahre Edelleute im Vergleich zu denen, in deren Hände das Mädchen noch gelangen wird.


    Wichtigste Charaktere:
    Edoardo ist der König und somit der Vater von Remo und Damontez. Er ist ein wahrer Herrscher, vor dem Coco sich bald schon fürchten wird.
    Remo tritt direkt in die Fußstapfen seines Vaters. Er ist von seiner ganzen Erscheinung her angsteinflößend. Seine Seele ist mit der von Damontez verbunden.
    Damontez und Remo sind Halbseelenbrüder. Während Remo sich der Düsternis verschrieben hat, kämpft Damontez dagegen an.
    Coco ist ein Spiegelblut. Sie ist in der Lage mit ihren Fähigkeiten Seelen zu retten. Auch kann sie Fähigkeiten von den magiebegabten Lichtträgern kopieren.
    Myra und Shanny sind Cocos beste Freundinnen. Sie gehören zu Damontez Clan.
    Faylin ist der Erste Gefallene. Er will Coco tot sehen, bevor die Halbseelen vereint sind. Nur dadurch kann er seine alte Gestalt zurückbekommen.
    Pontus hat mit einem der Engel einen Pakt geschlossen. Er soll das Spiegelblut zu einem der Halbseelenbrüder bringen und es nach der Vereinung der Seelen töten. Sollte ihm das gelingen, erhält er seine Sterblichkeit zurück.


    Welt:
    Uta Maier erschafft mit ihrer Coco Lavie-Reihe eine Welt mit einer gut durchdachten komplexen Hintergrundgeschichte. Hier gibt es Engel, die über allem stehen, Vampire, die gegeneinander kämpfen. Seelenlose (böse) Vampire und Vampire mit einer Seele. Es gibt Lichtträger, Kämpfer mit einer besonderen magischen Fähigkeit und es gibt die Möglichkeit Magie in Stoffe einzuweben. Und dann gibt es natürlich noch das Spiegelblut. Das Spiegelblut ist in der Lage, mit ihren Kräften den Vampiren die Seele zurückbringen können, die sie verloren haben. Das Blut aus dem Körper eines Spiegelbluts ist so mächtig, dass es denen, die es trinken, zu ungewohnter Stärke verhilft.


    Schreibstil:
    Dieser zweite Teil beginnt langsam mit seiner Steigerung. Nach einigen Seiten entfaltet er die gewohnte Spannung, so dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen mag.
    Immer wieder stellt sich die Protagonistin Fragen und animiert somit auch den Leser zum Nachdenken. So erfährt man in diesem Teil zum Beispiel auch endlich, wer „der Eine“ ist.
    Coco wird auch in diesem Band nicht von der Autorin geschont. Kaum spürt sie nur den Hauch einer Hoffnung, wird diese wieder zerstört. Sie verliert den Kontakt zu den Freunden, die sie hatte, wird enttäuscht und muss zusehen, wie die wenigen, die sie liebgewonnen hat, sterben müssen.
    Auch kann sich ihre Liebe zu Damontez nur schwer entfalten, da sie von ihm getrennt wird. Hinzukommend hat Damontez derzeit stark mit seinen eigenen Problemen zu kämpfen. Schnell muss Coco feststellen, dass ihr Leben unter Damontez Herrschaft durchaus nicht so schlecht war wie gedacht.
    Der Roman beginnt mit einer Protagonistin, die sich stark weiterentwickelt hat. Die Freiheiten, die Damontez Coco eingeräumt hat, tragen zu ihrem neuen Selbstbewusstsein bei. Dieses Verhalten schlägt jedoch bald wieder um, denn Coco muss sich wieder einem sehr herrschsüchtigen und noch brutalerem Vampir unterordnen. Über die Seiten hinweg begleitet der Leser eine gewohnt ängstliche und in ihren Verhaltensweisen stark unterdrückte Charakterin, die sich nur damit zu helfen weiß, dass sie eine Hoffnung auf Flucht in sich trägt und sich sogar stellenweise in Gleichgültigkeit flüchtet.
    Wiedereinmal gelingt es der Autorin mit ihrem Schreibstil beim Leser ein regelrechtes Kopfkino zu entfachen. Sie neigt dazu dem Leser das Geschehen zu zeigen, anstatt es seitenlang zu erläutern. Viele Verfolgungsjagden sorgen für eine rasante Handlung.
    Band zwei ist mit Sicherheit noch düsterer, steckt voller Gefahren und zerstört jede Hoffnung im Keim. Man klebt als Leser an den Seiten, weil man versucht Coco auf ihrem Weg in eine ersehnte Freiheit zu begleiten.


    Fazit:
    Auch, wenn der Roman eventuell ein wenig Anlauf braucht, wird man als Leser bald schon wieder an den Seiten kleben. Wieder erwarten einen in diesem Vampirroman Kreaturen der düstersten und bösesten Sorte. Der Schreibstil weiß mit seiner bildhaften Erzählweise und ständigen Verfolgungsjagden stark zu fesseln. Vielleicht wagt man mit der Hauptcharakterin sekundenlang zu hoffen, bevor man sich wieder in einer ausweglosen Gefangenschaft befindet. Auch, wenn die Liebe hier keine tragende Rolle spielt, so ist sie doch allgegenwärtig.
    Nachtschattenherz ist ein würdiger Nachfolger zum ersten Band „Spiegelblut“. Für Vampirbuchliebhaber kann ich diese Reihe nur wärmstens weiterempfehlen.
  18. Cover des Buches Über uns die Nacht (ISBN: 9783453357778)
    Anat Talshir

    Über uns die Nacht

     (29)
    Aktuelle Rezension von: lielo99
    Jahrzehntelang lebten Juden und Araber friedlich nebeneinander. Nur eins durften sie nicht. Sie sollten sich nicht ineinander verlieben oder, was ganz abwegig war, eine Verbindung (Ehe) eingehen. Doch, was kann ein Mensch gegen seine ehrlichen Gefühle tun? Nichts! Lila und Elias begegnen sich und verlieben sich. Nur wenige Stunden nach ihrem Zusammentreffen flammt die blutige Schlacht zwischen Juden und Muslimen auf und sie werden radikal getrennt. 
    Es ist kaum zu glauben, aber in dem Buch wird es beschrieben: Nach Jahren der Trennung ist die Liebe zueinander nicht erloschen. Sie lebt noch immer und nur das hilft den Liebenden beim Überleben.
    Das Buch gefiel mir, weil es zwar die damalige Situation recht drastisch schildert, aber keineswegs den Finger hebt. Die Autorin vermeidet es, Schuldige zu finden und nur die eine Seite als unschuldig an der Misere anzusehen. 
  19. Cover des Buches Der grüne Palast (ISBN: 9783548613529)
    Peggy Hohmann

    Der grüne Palast

     (69)
    Aktuelle Rezension von: Klusi
    Das Konzept dieses Romans ist außergewöhnlich, denn er besteht komplett aus Briefen. Anfangs war ich skeptisch, da ich mir überhaupt nicht recht vorstellen konnte, dass man in so einen reinen Briefroman Spannung und Leben bringen kann. Ich wurde hier eines Besseren belehrt, denn es ist der Autorin perfekt gelungen, die gesamte Handlung im Briefverkehr diverser beteiligter Personen unterzubringen, ohne dass es künstlich oder gar langatmig wirken würde. Ein Großteil der Briefe ist von Erzherzogin Leopoldine von Österreich an ihre geliebte Schwester Marie-Louise, Herzogin von Parma, Napoleons zweite Ehefrau, gerichtet.
    Auch die anderen Korrespondenzen drehen sich in der Hauptsache um Leopoldine und ihre bevorstehende Heirat mit dem portugiesischen Kronprinzen Dom Pedro. Die portugiesische Königsfamilie weilt jedoch in Brasilien, und daher wird auch Leopoldine dort hin reisen. Bei ihrem Aufbruch in das ferne Land möchte die junge Frau ihre engste Vertraute, Gräfin Lazansky, nicht missen. Diese wiederum unterhält einen regen Briefwechsel mit ihrer Schwester, der sie alles, was sie bewegt, anvertraut und mit Fürst von Metternich, der die Gräfin verehrt und umwirbt. Eine weitere wichtige Person des Romans und ebenfalls in den regen Briefwechsel eingeschlossen, ist Marquis de Marialva, Diplomat am königlichen Hof von Lissabon.
    Ich hatte mich schnell an den Aufbau des Buches gewöhnt, das aus 185 Briefen und so auch aus 185 kurzen Kapiteln besteht. Anfangs habe ich die wörtliche Rede vermisst und befürchtete schon, dass das Fehlen von Dialogen den Roman womöglich unpersönlich erscheinen lassen könnte, aber dem war ganz und gar nicht so. Die Briefe, vor allem Leopoldines, sind sehr intensiv. Sie schüttet ihrer geliebten Schwester ihr Herz aus und vertraut ihr ihre Sorgen und so manche Heimlichkeit an. Ihre Ehe steht unter keinem glücklichen Stern, und dazu kommt, dass Leopoldine im lauf der Zeit entdeckt, dass in Brasilien, diesem wunderschönen und üppig grünen Land, so einiges im Argen liegt. Zu ihrem Entsetzen muss sie feststellen, dass hier die Sklaverei noch nicht abgeschafft wurde. Mit ganzem Herzen setzt sie sich für die Menschen ein, die im Elend leben. Bei ihrem Mann stößt sie mit ihren Anklagen und Forderungen auf taube Ohren.
    Der Roman hat mein Interesse an den betreffenden Personen geweckt, und ich habe mich auch darüber hinaus mit dem Leben Leopoldines befasst. Die Autorin hat sich in weiten Teilen an die historischen Tatsachen gehalten und nur einige Änderungen vorgenommen, aus dramaturgischen Gründen, wie sie im Nachwort schreibt. Die meisten Charaktere der Geschichte hat es wirklich gegeben, so sind beispielsweise auch die Gräfin Lazansky und der Marquis de Marialva reale Personen, denen die Autorin jedoch ein fiktives Privatleben zugedichtet hat. Auch hatte Leopoldine in Wirklichkeit mehr Kinder als im Roman angegeben. Im großen und ganzen kann man sich sehr gut in die Handlung hinein versetzen, und an Leopoldines Schicksal habe ich großen Anteil genommen. Sie macht im Lauf der Jahre in Brasilien eine enorme Wandlung durch. Aus dem unbeschwerten und ein wenig naiven jungen Mädchen wird eine selbstbewusste, starke Frau, die weiß, was sie will, sich auch schon mal in die Politik einmischt und die sich für die Schwachen einsetzt, wo immer sie kann.
    Mit der Gräfin Lazansky hat der Roman eine zweite, starke Frauenfigur. Lange Zeit ist sie die engste Vertraute an Leopoldines Seite, bis die beiden Frauen getrennt werden, aus Gründen, die ich hier nicht weiter ausführen möchte, um nicht zu viel vorab zu verraten.
    Die Handlung und somit auch die verschiedenen Briefwechsel ziehen sich über mehrere Jahre hin. Hier habe ich es bedauert, dass die einzelnen Briefe nicht datiert sind, so dass man nie so recht wusste, in welchem Jahr sich das Erzählte abspielt. Aber das ist auch schon mein einziger Kritikpunkt. Insgesamt ist „Der grüne Palast“ ein großartiger historischer Roman, der mir vor allem die politischen Zusammenhänge und die Beziehungen zwischen Österreich, Portugal und Brasilien zur damaligen Zeit sehr lebendig nahe gebracht hat.
    Schon das Cover ist übrigens eine Augenweide. Der Kontrast zwischen mattem Hintergrund und spiegelglatt glänzenden Elementen ist sehr wirkungsvoll,und so gehört das Buch optisch zu den schönsten in meinem Regal.
  20. Cover des Buches Die Fallstricke des Teufels (ISBN: 9783423217903)
    Heike Stöhr

    Die Fallstricke des Teufels

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Zu dieser Zeit wurden lernbegierige und engagierte Frauen ungern gesehen. Sie wurden schnell verteufelt. Sollten sie sich doch nur um Haus und Hof kümmern sowie später förderlich verheiratet werden.

    Doch Sophia geht ihren eigenen Weg, auch wenn dieser sehr oft steinig ist.... Freunde und Gefährten unterstützen sie dabei.

    Ich bin gespannt wie es weiter geht😉

  21. Cover des Buches Das zweite Königreich (ISBN: 9783404178834)
    Rebecca Gablé

    Das zweite Königreich

     (592)
    Aktuelle Rezension von: chris714

    Wie immer ein sehr gelungenes Werk was man einfach verschlingen muss.

  22. Cover des Buches Eisiges Blut (ISBN: 9783596185191)
    Robert Masello

    Eisiges Blut

     (116)
    Aktuelle Rezension von: Frau-Aragorn
    Dieses Buch lag ewig auf meinem SUB, da ich ein großer Thriller Fan bin, und absolut von Cover und Klappentext geblendet war. Als ich dann hier bei lovelybooks mehr über dieses Buch las, stellte es sich als Spannungsgeschichte mit ziemlich viel paranormalen Einschlägen heraus, weshalb ich ganz lange die Finger davon gelassen hab. 

    Was für ein Fehler, denn jetzt nachdem ich es gelesen habe, bin ich sehr begeistert. Alles in allem könnte es ein langes Drehbuch für eine Akte X Folge sein... Ich liebe Akte X!
    Derjenige, der für Covergestaltung und Klappentext verantwortlich war, muss seine Arbeit in einem Zustand der geistigen Umnachtung ausgeführt haben, denn beides passt hier einfach überhaupt nicht zum Inhalt. Was sich der Fischerverlag dabei gedacht hat... wäre es mein Buch, ich wäre stinkend sauer. 

    Ich bin sehr begeistert davon, wie die Geschichte mit realen und gut recherchierten Fakten ergänzt wird. Noch dazu unterstützt durch literarische Einschübe entsprechend der damaligen Zeit. Beispielsweise die Erlebnisse von Floreance Nightingale oder die Schlacht der 600. 
    Die Art, wie der Bogen zwischen den Zeiten gespannt würde gefiel mir auch sehr. 

    Beide männlichen Protagonisten sind gut charakterisiert und authentisch und sympathisch dargestellt. Man kann ihre Denkweisen und Handlungen nachvollziehen. 
    Auch alle weiteren Figuren sind super eingeführt und mit der richtigen Mischung aus Schubladendenken und Individualität beschrieben. 

    Der Spannungsbogen wurde stetig aufgebaut, riss zu meiner Zeit ab und gipfelte in einem sehr spannenden Finale. 
    Einige schrieben hier schon, dass die Geschichte zu lange gebraucht habe,  um in Fahrt zu kommen. Das find ich hat nicht. Ich würde es als sehr gelungenen Storyaufbau beschreiben. 

    Natürlich könnte man sich jetzt um Glaubwürdigkeit und Realitätsnähe sorgen ... aber warum sollte man?!? Es ist ein Thriller mit Science-Fiction/ Paranormal Einschlägen, da kann man etwas Realitätsverlust verkraften. In jedem Fall finde ich es sehr einzigartig und empfehlenswert. 
    Wenn man es schafft sich auf dieses abgedrehte Thrillerformat einzulassen, erwartet einen ein super Buch!
  23. Cover des Buches Die Burg der Könige (ISBN: 9783548286808)
    Oliver Pötzsch

    Die Burg der Könige

     (113)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen ersten Eindruck vom Geschehen kann sich der interessierte Leser hier auf der Buchseite verschaffen. Ich ergänze lediglich meine persönliche Meinung:

    Mit der Überschrift ist bereits einer der wichtigsten Punkte angesprochen: Die - überwiegend - gelungene Mischung aus historischen Fakten und Ereignissen kombiniert mit einer - sehr deutlich stärker ausgeprägten - fiktiven Handlung. Gleiches gilt auch für die handelnden Figuren. 

    Die Handlung ist spannend, allerdings ist der Spannungsbogen keineswegs durchgängig. Vielmehr sind in dem Buch doch eine Menge Längen zu bemerken, die das Lesevergnügen stellenweise recht einschränken.  Zwar gibt es einerseits eine grosse Anzahl von überraschenden Momenten, andererseits ist vieles auch sehr vorhersehbar. Auch eine ganze Reihe von Ausflügen des Autors in das Reich des "Übersinnlichen" waren sicher für den Fortgang der Geschichte - so wie er sie sich vorgestellt hat - unausweichlich, haben mir aber weniger gefallen. Die Protagonisten sind zwar ganz gut gezeichnet, bleiben aber doch flach und ohne Tiefe. Das hat mich ein wenig enttäuscht. So richtig "warm" werden konnte ich mit keiner der Figuren.

    Überhaupt fehlt dem Buch für meinen Geschmack der "letzte, entscheidende Kick" der aus einem sehr guten Buch ein Meisterwerk machen würde. Aber ein gutes, zufrieden stellendes Leseerlebnis war es allemal....!

  24. Cover des Buches Die Krieger des alten Japan (ISBN: 9783938305072)
    Roland Habersetzer

    Die Krieger des alten Japan

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden

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