Bücher mit dem Tag "geschichten"
418 Bücher
- John Green
Das Schicksal ist ein mieser Verräter
(12.824)Aktuelle Rezension von: EllenKnorrIch wünschte mir, ich hätte das Buch gelesen, bevor ich den Film gesehen hatte... Damit entging mir der "plott twist" komplett.
Dem Buch konnte ich leider nicht viel abgewinnen. Es war mir zeitweise zu philosophisch und ich bezweifle, dass 2 krebskranke Teenager sich wirklich so tiefgründig mit philosophischen Fragen und Metaphern beschäftigen.
- Yuval Noah Harari
SAPIENS - Eine kurze Geschichte der Menschheit
(418)Aktuelle Rezension von: Lilith_McCoyWarum ausgerechnet wir die Welt erobert haben 🌍
📖 Titel: Sapiens – Eine kurze Geschichte der Menschheit
🖋️ Autor: Yuval Noah Harari
📚 Gelesen als: Buch
⭐⭐⭐⭐⭐ AWorum geht es?
Wie wurde aus einem zunächst ziemlich unbedeutenden Menschenaffen die Spezies, die heute den Planeten beherrscht? Harari erzählt die Geschichte des Homo sapiens über rund 70.000 Jahre und gliedert sie im Wesentlichen in vier große Entwicklungen: die kognitive Revolution, die landwirtschaftliche Revolution, die Vereinigung der Menschheit und die wissenschaftliche Revolution.
Seine zentrale These finde ich besonders spannend: Unsere eigentliche Superkraft ist nicht körperliche Stärke oder besondere Intelligenz des Einzelnen, sondern unsere Fähigkeit, in sehr großen Gruppen zusammenzuarbeiten. Das gelingt, weil wir gemeinsame Vorstellungen erschaffen und an sie glauben können. Religionen gehören für Harari ebenso dazu wie Nationen, Geld, Unternehmen oder gesellschaftliche Ordnungen.
Meine Meinung
Genau diese Perspektive macht Sapiens für mich so stark. Harari reiht nicht einfach historische Ereignisse aneinander. Er zieht große Linien und stellt Fragen, bei denen man beim Lesen immer wieder hängen bleibt: War die landwirtschaftliche Revolution tatsächlich ein Fortschritt? Macht technologischer Fortschritt Menschen glücklicher? Und wie viel unserer vermeintlich selbstverständlichen Wirklichkeit existiert eigentlich nur, weil genügend Menschen gemeinsam daran glauben?
Dabei schreibt er erstaunlich zugänglich und unterhaltsam. Man sollte Sapiens allerdings nicht als unumstrittenes Standardwerk lesen. Gerade Hararis große Verallgemeinerungen und manche weitreichenden Schlussfolgerungen werden wissenschaftlich kritisiert. Für mich schmälert das den Wert des Buches nicht entscheidend, solange man seine großen Thesen als Denkanstöße und nicht als letzte Wahrheit versteht.
Fazit
Ein gewaltiger Blick auf unsere Spezies, verständlich erzählt und voller Gedanken, die über das Buch hinausreichen. Gerade Hararis Idee von Kooperation durch gemeinsame Geschichten und Mythen ist für mich die große Klammer dieses Buches.
⭐⭐⭐⭐⭐ A
- Andrzej Sapkowski
Der letzte Wunsch
(860)Aktuelle Rezension von: hackenoh„Der letzte Wunsch“ ist kein klassischer Roman, sondern eine Sammlung miteinander verbundener Kurzgeschichten. Gerade das macht den Einstieg in die Witcher Welt so besonders. Stück für Stück lernt man Geralt von Riva kennen und bekommt einen Eindruck davon, wie diese Welt funktioniert.
Düsterer Ton und moralische Grauzonen
Was mir besonders gefallen hat, ist der Ton der Geschichten. Die Welt ist rau, oft brutal und selten eindeutig. Entscheidungen sind selten klar richtig oder falsch. Genau diese moralischen Grauzonen machen die Geschichten so interessant und unterscheiden sie deutlich von vielen anderen Fantasybüchern.
Märchen neu erzählt
Viele Geschichten greifen bekannte Märchen auf und drehen sie in eine deutlich düstere Richtung. Dadurch entstehen sehr originelle Episoden, die gleichzeitig vertraut und völlig neu wirken.
Fazit
„Der letzte Wunsch“ ist ein faszinierender Einstieg in die Witcher Reihe. Die Geschichten sind atmosphärisch, klug geschrieben und zeigen sofort, warum diese Welt so viele Leser begeistert. Ein sehr starker Beginn einer der bekanntesten modernen Fantasyreihen.
- John Strelecky
Das Café am Rande der Welt
(1.335)Aktuelle Rezension von: SternzauberDas Cover von „Das Café am Rande der Welt“ gefällt mir sehr und vor allem hat es für mich einen hohen Wiedererkennungswert - seit Jahren habe ich es vor Augen und nun habe ich das Buch auch endlich gelesen. Die starken Farben sind ein absoluter Eyecatcher und wirken trotzdem harmonisch. Auch im Inneren wird die Geschichte von Bildern im gleichen Stil begleitet und jeden Kapitelanfang ziert ein kleiner Bilderrahmen. Mir gefällt das sehr und die naive Bildsprache passt meiner Empfindung nach auch wunderbar zur Geschichte, genau wie die Wärme, die vor allem das satte Gelb ausstrahlt.
John Strelecky erzählt die Geschichte eines gestressten Managers, der auf dem Weg in den Urlaub ist, als er buchstäblich vom Weg abkommt und in einem ganz besonderen Café am Rande der Welt landet. Er wird mit tollem Essen versorgt, jedoch auch mit Fragen zum Sinn des Lebens konfrontiert und führt so eindrückliche Gespräche, dass in ihm etwas in Bewegung gerät…
Für mich ist es das erste Buch des Autors und ich mochte sehr, wie einfach, aber eindrücklich er seine Geschichte erzählt. Auf nur 127 Seiten entfaltet er sehr konzentriert eine Geschichte über die wesentlichen Fragen des Lebens und darüber, was uns wirklich wichtig ist, wie wir leben möchten. Er wählt einfache Worte und anschauliche Vergleiche, was mir sehr gefallen hat und was der Tiefe der Themen viel Raum lässt. Diese Geschichte regt auf jeden Fall zum Nachdenken an, bietet Gesprächsanlässe und die Möglichkeit seine eigenen Einstellungen, Wünsche und Bedürfnisse zu hinterfragen. Völlig unaufgeregt und ohne dramatische Gesten führt der Autor uns LeserInnen zu der Erkundungsmöglichkeit des eigenen Lebenssinns.
Mir hat dieses Gedankenexperiment sehr gefallen und ich spüre, dass es in mir arbeitet. Ich bin wirklich gespannt, was diese Geschichte im Nachhinein noch in mir anregt und möchte sie all jenen LeserInnen empfehlen, die sich mit den großen Fragen des Lebens beschäftigen – viel Freude beim Entdecken!
- Ransom Riggs
Die Insel der besonderen Kinder
(2.145)Aktuelle Rezension von: jenvo82Inhalt
Als Jacobs Großvater stirbt, wird für den Jugendlichen klar, dass er die Geschichten, die ihm sein Opa zeitlebens erzählt hat, noch einmal hinterfragen muss. Angeblich war Abraham in seinen jungen Jahren nicht nur ein Waisenkind, sondern ist viel gereist und hat abenteuerliche Dinge erlebt, die er seinem Enkel in schier unglaublichen Geschichten nahebringen wollte. Vieles davon hat Jacob schon lange nicht mehr geglaubt, sei es die Erzählung von einem schwebenden Mädchen oder die wilden Verfolgungsjagden mit gruseligen Monstern.
Doch der Tod seines Großvaters wirft Fragen auf und Jacob reist gemeinsam mit seinem Vater auf die Insel Cairnholm, um Spuren aus der Vergangenheit seines Großvaters aufzuspüren. Jacob besucht das örtliche Museum und erfährt Vieles, was ihm genauso bereits erzählt wurde. Der 03. September des Jahres 1940 scheint ein enorm wichtiges Datum für Abraham gewesen zu sein und genau an diesem Tag wurde das Waisenhaus durch einen Bombenabwurf vollkommen zerstört.
Die Merkwürdigkeiten häufen sich und Jacob befürchtet, dass die wilden Erzählungen doch der Wahrheit entsprachen und keine fiktiven Geschichten waren. Spätestens als er den besonderen Kindern des Waisenhauses begegnet, die ihn die Zusammenhänge erklären, inklusive der aufwendigen Zeitschleife, die ihre Heimleiterin konstruiert hat, um ihr Leben zu schützen. Es gelingt ihm selbst von einer Seite auf die andere zu gelangen, er trifft die Freunde seines Opas, die nach 70 vergangenen Jahren immer noch Teenager sind und er muss erleben, dass es auch die Monster irgendwie geschafft haben, zu überleben …
Meinung
Von dieser Fantasy-Reihe sind bereits 6 Bände erschienen, der erste hier wurde im Jahr 2011 veröffentlicht. Trotzdem bin ich in erster Linie durch die Verfilmung darauf aufmerksam geworden. Dort geht es nicht immer kindgerecht zu, manches ist für jüngere Zuschauer eher gruselig – aber wie so oft in diesem Genre führen mich die Filme zum Buch und das geschriebene Wort gefällt mir dann eindeutig besser.
Das Buch beinhaltet viele alte Fotos, die thematisch in die Geschichte eingeflochten werden und ihr Mehrwert verleihen. Die Magie kommt nicht zu kurz aber vor allem das hochinteressante Thema der Zeitreisen. Es geht um Freundschaft, Vertrauen, Verwandlungen und Lebensaufgaben – ein kleines Universum, welches in den Folgebänden sicherlich in vielen bunten Facetten schimmern wird. Band 1 weckt auf jeden Fall mein Interesse, an dieser Reihe dranzubleiben, gerade weil mich die vielen Abenteuer von Jacob und seinen neuen Freunden gekonnt in andere Welten entführen.
Fazit
Ich vergebe gute 4 Lesesterne für einen gelungenen Reihenauftakt, der weniger Gruselelemente aufweist, als zunächst vermutet. Das magische, düstere Setting, die langsam aufziehende Geschichte, die vor Toten und Morden nicht zurückschreckt, besticht vor allem durch die Dynamik, die mit Zeitreisen einhergeht. Auch die zahlreichen Nebenfiguren werden nahbar und dadurch erhöht sich der plastische Eindruck des Buches. Trotz der dunklen Stimmung und der gefährlichen Etappen im Kampf gegen das Böse überwiegt hier die Hoffnung und ein gefeiertes Miteinander. Diese Story eignet sich sowohl für Jugendliche als auch für Erwachsene, sie bedient nicht unbedingt ein Klischee. Besonders toll erscheint mir das Universum, welches sich nun für die Folgebände öffnet, es gibt hier zahlreiche Ansatzpunkte für die Entwicklung der Figuren untereinander, miteinander oder auch nicht und das durch verschiedene Zeitschleifen hindurch immer wieder hinein in eine neue Welt, die es doch nicht unbedingt braucht, weil die Dinge sich in ihren Grundzügen stets wiederholen. Band 2 wird von mir definitiv noch gelesen und dann schaue ich weiter …
- Cornelia Funke
Tintenwelt 3. Tintentod
(2.961)Aktuelle Rezension von: Isika0510Der dritte Band hat mich leider, in den verschiedenen Sequenzen und Charakteren, nicht mehr so überzeugen können, wie die ersten beiden Teile.
Es war dennoch teilweise spannend und unterhaltsam, in Teilen aber auch etwas langatmig und dadurch für mich schwer dranzubleiben.
Die Geschichte und die Tintenwelt an sich, sind trotzdem wahnsinnig faszinieren und toll zu Papier gebracht!
- Jorge Bucay
Komm, ich erzähl dir eine Geschichte
(337)Aktuelle Rezension von: Hubertus_FeldmannBekanntlich sagt ein Bild mehr als tausend Worte. Ähnliches gilt wohl für gute Geschichten – zumindest, wenn diese, wie hier geschehen, gut, das heißt passend, erzählt werden. Passend im Sinne von erhellend bzw. auf den Punkt bringend. Es sind allesamt Geschichte mit einem „Aha-Effekt“ (oder: so habe ich das ja noch gar nicht gesehen), eingebettet in einen therapeutischen Prozess. Und in diesem Sinne sowohl erklärend als auch zielführend eingesetzt.
Geschichten bewegen die Menschen seit Genrationen. Man könnte auch sagen: Menschen haben sich mit ihren Geschichten zu dem entwickelt, was sie heute sind. Diese Geschichten erfüllen einen gewissen Qualitätsanspruch, sonst wären sie nicht immer wieder (weiter-)erzählt worden.
Es sind Geschichten, die die menschlichen Tiefen ausloten, zum Nachdenken und teilweise auch zum Schmunzeln anregen. Mit anderen Worten: Sie sind emotionsgeladen sowohl im Sinne von Nachhaltigkeit (wie könnte man die Geschichte des an einen kleinen Pflock festgebundenen Elefanten jemals wieder vergessen?) als auch im Sinne von Wirksamkeit. Man wird nicht umhinkommen, seine eigene Geschichte in diesen „Märchen aus aller Welt, Sufi-Gleichnissen, Zen-Weisheiten, antiken Sagen [sowie] selbst-Erfundenes“ einzubinden.
Dabei wechseln meist kürzere Dialoge zwischen dem Therapeuten Jorge (wahlweise „der Dicke“) und seinem Patienten/Klienten, dem Studenten Demian, und einer dazu passenden Geschichte ab. Unterstützt wird dieser Prozess durch eine oft zweifelnde Nachdenklichkeit der hilfesuchenden Person. Dieses Wechselspiel ist von einer enormen Intensität, der man sich kaum entziehen kann: “‘Eine Fabel, ein Märchen oder eine Anekdote‘ bekräftigte Jorge, ‚kann man sich hundertmal besser merken als tausend theoretische Erklärungen, psychoanalytische Interpretationen oder formale Lösungsvorschläge.“
Sichtbar wird allerdings auch, wie wichtig ein gutes Therapeuten-Klienten/Patienten-Verhältnis für einen gelingenden therapeutischen Prozess ist: „Der Dicke lächelte und setzte die Miene des verständnisvollen Großvaters auf, die ich bisweilen als ‚wie blöd bist du eigentlich, mein Lieber‘ interpretierte und ansonsten wie eine riesige Umarmung empfand, die besagte, ‚ich bin ja da‘ oder ‚alles ist gut‘.“
Man kann dieses Buch nur weiterempfehlen, nicht nur wegen der hier erzählten Geschichten, sondern auch wegen der besonderen Beziehungsgestaltung zwischen dem Therapeuten und dem Klienten, die man sich ähnlich auch im nicht-therapeutischen Rahmen wünschen würde.
(3.7.2021)
- Michael Ende
Momo
(2.436)Aktuelle Rezension von: GoldeneFederIch habe als Kind zwar Teile der Serie gesehen, allerdings habe ich das eigentliche Buch "Momo" nie gelesen. Nun habe ich es im letzten Urlaub nachgeholt, und was soll ich sagen – es hat mich restlos begeistert.
Ein angenehmer Schreibstil, eine spannende Geschichte, viel Tiefgang. Egal ob groß oder klein, alt oder jung. Es lohnt sich!
- Renée Ahdieh
Zorn und Morgenröte
(935)Aktuelle Rezension von: Anna0807Die Grundidee dieses Buches hat mich von Anfang an angesprochen. Das Setting, die Ausgangssituation und die bekannte Geschichte, auf der alles basiert, haben für mich eigentlich großes Potenzial versprochen.
Leider hat mich die Umsetzung lange Zeit nicht wirklich erreicht. Über weite Strecken hatte ich das Gefühl, nicht richtig in die Geschichte hineinzufinden. Erst im letzten Drittel kam bei mir so etwas wie echtes Interesse auf, und ich hatte das Gefühl, endlich in der Handlung angekommen zu sein.
Ein großer Kritikpunkt für mich war der Erzählstil. Die vielen Sprünge zwischen Szenen haben es mir schwer gemacht, mich fallen zu lassen. Oft wirkten Szenen zu knapp erzählt, und auch die Dialoge haben sich für mich teilweise leer und wenig bedeutungsvoll angefühlt. Dadurch fehlte mir die Tiefe, die ich für eine solche Geschichte gebraucht hätte.
Auch mit den Charakteren bin ich nicht wirklich warm geworden. Viele Entscheidungen wirkten auf mich nicht nachvollziehbar, und gerade Shazi und Chalid haben mich eher genervt als berührt. Besonders ihre Beziehung konnte mich emotional überhaupt nicht abholen, da sie für mich zu wenig ausgearbeitet war.
Dabei liegt das Problem für mich weniger in der Idee der Handlung, sondern vielmehr in der Umsetzung. Die Geschichte hätte so viel Potenzial gehabt, wirkt aber stellenweise blass und wenig ausgeschöpft.
Bis kurz vor dem Ende war ich mir deshalb ziemlich sicher, dass ich die Reihe nicht weiterverfolgen werde. Das Finale konnte mich dann zumindest etwas versöhnlicher zurücklassen. Es war solide und hat mich dazu gebracht, Band zwei vielleicht doch noch eine Chance zu geben – auch wenn ich mir da selbst noch nicht ganz sicher bin.
Insgesamt bleibt für mich ein Buch mit starker Grundidee, das mich in der Umsetzung jedoch nicht überzeugen konnte.
- Carsten Sebastian Henn
Der Buchspazierer
(662)Aktuelle Rezension von: raschke64Carl ist Buchhändler und obwohl eigentlich schon in Rente, arbeitet er in der Buchhandlung seines ehemaligen Freundes mit. Seine Spezialität ist es, abends Bücher zu den Kunden nach Hause zu bringen. Doch die Tochter seines Freundes will die Buchhandlung modernisieren und sucht nur nach einem Vorwand, Carl zu entlassen. Der allerdings lernt auf seinen Spaziergängen die neunjährige Schascha kennen.
Das Buch ist sehr warmherzig. Irgendwie wie ein modernes Märchen. Es zeigt, wie Bücher die Welt verändern können und welche Kraft sie haben. Es zeigt aber auch, wie wichtig Freundschaft ist und dass man eine Aufgabe hat. Die Kinderfigur ist erfrischend, die Assoziationen zu Figuren in der Weltliteratur interessant. Von mir gibt es absolut eine Leseempfehlung.
- Kathryn Stockett
Gute Geister
(708)Aktuelle Rezension von: HopeandliveWie befinden uns in Jackson, Mississippi im Jahr 1962 und werden mit hineingenommen in die Atmosphäre und die Stimmung, die dieses Land zu dieser Zeit geprägt hat. Da ist zum einen die junge Skeeter, eine schlacksige junge Frau, die sich nicht so ganz dem herrschenden Zeitgeist der damaligen Zeit unterordnen möchte, der besagt, dass junge Frauen doch nach dem College möglichst schnell heiraten und Kinder bekommen sollen. Skeeter träumt davon zu schreiben, sie möchte Autorin werden und nachdem sie unter Mühen ein Volontariat bei einer regionalen Zeitung ergattert hat und einen Buchvertrag mit einem Verlag in New York in Aussicht hat, beginnt sie heimlich eine Geschichte zu schreiben, die das Potential hat in der damaligen Zeit für ziemlich viel Unruhe zu sorgen.
Doch diese Geschichte kann Skeeter nicht alleine schreiben, es ist nämlich kein erfundener Roman, sondern eine teils bittere und traurige und auf der anderen Seite humorvolle Geschichte. Die wirklichen Autoren dieser Geschichte sind Aibileen und Minny und viele andere Frauen. Ihnen ist es nicht erlaubt ihre Geschichten zu veröffentlichen, denn das würde sie in wirkliche Lebensgefahr bringen, sie und ihre Familien, denn Aibileen und Minny sind farbige Frauen, die als Dienstmädchen für weiße Familien arbeiten, den Haushalt machen, jeden Tag kochen und putzen und ihre Kinder hüten. Jedes weiße Kind des gehobenen Mittelstandes ist zu dieser Zeit mit einer farbigen Nanny aufgewachsen. Die weißen Familien vertrauen den fleißigen farbigen Frauen ihre Kinder an, lassen sie von ihnen herzen und liebkosen, verbieten ihnen jedoch die gleiche Toilette wie sie selbst zu benutzen, das könnte ja gesundheitsschädlich sein. Das ist eine Episode von vielen, die einen mehr als den Kopf schütteln lässt während des Lesens.
Es entsteht zwischen diesen so unterschiedlichen Frauen erstmal eine Zweckgemeinschaft, Skeeter möchte eine wahre Geschichte über die Dienstmädchen schreiben, die in fast jedem Haus im Süden der USA arbeiten, sie sehnt sich nach ihrer alten Nanny Constantine, die einfach verschwunden ist und von deren Verbleib ihre Mutter nichts sagen möchte. Sie lernt das private Leben von Aibileen und Minny kennen und sie erkennt, dass es in ihrem Land zwei verschiedene Welten gibt, etwas mit dem sie aufgewachsen ist, dass sie jedoch mehr und mehr nicht mehr gutheißen kann. Aibileen hat ihr ganzes Leben die Kinder weißer Leute aufgezogen und denkt noch oft mit inneren Schmerzen und Traurigkeit an ihren Son Treelore und das Versprechen, dass sie ihm gegeben hat. Sie wird nicht müde den Kindern drei wichtige Sätze für ihr Leben mitzugeben, du bist lieb, du bist gescheit, du bist wichtig und vielleicht sagt sie es auch zu sich selbst. Minny hingegen gleicht einem rollenden Vulkan mit dem Herzen auf dem rechten Fleck und einer sehr großen Mundwerk, welches bei den weißen Damen, für die sie arbeitet nicht wirklich gut ankommt und so sieht sich Minny immer wieder herausgefordert eine neue Arbeitsstelle zu suchen. Auf dieser Suche begegnet sie Miss Celia, einer sehr jungen und blonden Lady, die irgendwie auch das Herz auf dem rechten Fleck hat, doch wird der Leser und die männlichen und weiblichen Protagonisten doch sehr von ihrem offenherzigen Anblick abgelenkt. Zwischen diesen beiden so verschiedenen Frauen, die nicht nur in der Hautfarbe begründet sind, entwickelt sich eine wirklich herzliche Beziehung, wie sie sich halt entwickelt, wenn ein Vulkan auf Naivität trifft und wenn eine Frau der anderen versucht das Kochen beizubringen. Somit nimmt die Geschichte ihren Lauf und das Buch wird veröffentlicht. Skeeter freut sich, Aibileen, Minny und die anderen Frauen sind in Angst, denn sie wissen, was auf sie zukommen könnte, doch Minny hat eine listige Rückversicherung in ihre Geschichte mit eingebaut und nun darf der Leser mehr als gespannt sein, wie es weitergeht....
Ich habe diese Geschichte geliebt zu lesen. Kathryn Stockett nimmt den Leser in verschiedenen Erzählperspektiven mit hinein in diese für farbige Menschen so gefährliche Zeit der Rassentrennung in der USA und wir erleben welche Revolution diese Geschichte verursacht hat. Mit teilweise lachendem, ich kann keine Schokolandentarte mehr anschauen ohne an Minny zu denken, und einem weinenden Auge, wenn diese vielen fürchterlichen Ungerechtigkeiten dieser Zeit erzählt werden. Auch für weiße Menschen, die nicht dem damaligen Narrativ entsprachen, war diese Zeit nicht einfach. Die persönliche Entwicklung der Protagonistinnen und auch die Flair dieser 60er Jahre sind einfach wunderbar beschrieben und ich bin auch von der Verfilmung sehr begeistert.
Absolut lesenswert!
- Ransom Riggs
Die Stadt der besonderen Kinder
(609)Aktuelle Rezension von: SmultronaJacob und die besonderen Kinder von Miss Peregrine haben es aus der Zeitschleife von der Insel geschafft und sind nun auf dem Festland. Dort versuchen sie nicht nur dem Krieg zu entkommen, sondern weiterhin auch den Hollows. Außerdem brauchen sie dringend Hilfe für Miss Peregrine.
Der zweite Teil verbirgt einige spannende Wendungen und Abwechslungen. Er steht dem ersten Teil in nichts nach.
- Colleen Hoover
Weil wir uns lieben
(1.287)Aktuelle Rezension von: annalogHab vieles Überflogen, weil es 1:1 auf Band zwei kam. Die neuen Stellen waren sehr schön vor allem, weil man die Perspektive von Will auf Geschehnisse aus Band eins, die aus Laykens POV erzählt ist, erhält. Die Geschichte an sich ist auch wirklich einfach ein Zuckerstück, aber ich hab mich manchmal gelangweilt. Für mich auf jeden Fall der schwächste Band der Reihe.
- Marah Woolf
MondSilberLicht
(1.325)Aktuelle Rezension von: AuroraNielsenNach dem Tod ihrer Mutter zieht Emma auf die schottische Isle of Skye zu Verwandten, die sie kaum kennt und trifft dort auf den geheimnisvollen Calum, der sie ebenso anzieht, wie er sie auf Abstand hält. Was ihn umgibt, hat mehr mit alten schottischen Sagen zu tun, als Emma zunächst ahnt.
Der Einstieg ist ruhig und wirkt anfangs vertraut, doch genau darin liegt der Reiz: Marah Woolf nimmt sich Zeit für Stimmung, Sehnsucht und eine Liebe, die nicht sein soll. Die neblige Kulisse und der keltische Mythos heben das Buch angenehm von üblicher Fantasy ab, und je weiter man liest, desto stärker zieht die Geschichte an, bis zu einem Ende, das sofort nach dem nächsten Band verlangen lässt.
Ein warmer, verschlingbarer Slow-Burn-Auftakt für alle, die atmosphärische Romantasy mögen. Man merkt dem Debüt seine kleinen Ecken an, aber das Herz stimmt.
- Fredrik Backman
Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid
(393)Aktuelle Rezension von: AleshaneeWie seine Bücher meist fängt auch dieser hier sehr merkwürdig an. Wir lernen direkt die etwas skurrile Oma und einige ihrer Ansichten kennen. Die pensionierte Ärztin raucht wie ein Schlot und beschwert sich gerne mal über die politische Korrektheit, die immer und überall präsent ist - und die ihr gehörig auf die Nerven geht.
Leben retten und die Leute in den Wahnsinn treiben sind Omas Superkräfte.
Zitat Seite 9
Elsa, ihre Enkelin, wohnt zusammen mit ihrer Mutter und deren neuen Freund im selben Haus. Direkt vorne im Buch sieht man auch die Wohnsituation, mit allen Mietern - die auch der Reihe nach in ihrer Rolle vorgestellt werden. Neben einem ganz lieben Pärchen, gibt es (natürlich) auch jemandem, der ständig alles inspiziert und in Frage stellt, eine
Für Elsa ist ihre Oma jedenfalls eine Superheldin, zumindest meistens. Elsa ist mit ihren knapp 8 Jahren aber auch so etwas wie eine Besserwisserin, deren Ratschläge oder Verbesserungen nicht oft auf positive Reaktionen stoßen und auch Ärger mit Gleichaltrigen heraufbeschwört.
Die erste Situation auf der Polizeistation wirkt schon etwas merkwürdig, da Elsa und ihre Oma sich regelrecht anschreien. Aber schon kurz darauf erfährt man, wie es dazu kam und da geht einem direkt schon ein bisschen das Herz auf. Vor allem der Spruch ist sofort bei mir hängen geblieben, nämlich das "wenn man das Schlechte nicht wegkriegt, viel Gutes darüber kippen muss".
Etwas verarbeiten ist immer gut, aber manchmal geht es nicht so leicht - aber mit ganz vielen positiven Momenten ist es vielleicht etwas einfacher zu ertragen.
Während Oma als das perfekte Chaos impliziert, ist Elsas Mutter - also Omas Tochter - das genaue Gegenteilt: ordnungsliebend und beherrscht.
Der Trauerfall wirft Elsa in einen Strudel an Gefühlen und der Autor lässt uns durch sie daran teilhaben, ohne dass er etwas versteckt. Alle Facetten, die in einem brodeln und die oft sehr unangenehm und auch gemein sind. Typisch für Kinder wird man vielleicht denken, während man weiß, dass man als Erwachsene genau die gleichen Gedanken hat, auch wenn man sie sich nicht eingestehen will. Dabei sind sie völlig natürlich und menschlich - genauso wie der Umstand, dass sie wieder vorbeigehen. In manchen Momenten ist man einfach so überflutet von Trauer, Einsamkeit oder Angst, dass man sich nicht mehr anders zu helfen weiß und Mechanismen in Kraft treten, die einem darüber hinweghelfen sollen.
Ein interessantes Zitat hierzu auch, was oftmals nicht gutgeheißen wird:
"Wenn man das Schlechte nicht wegkriegt, dann muss man viel Gutes drüberkippen."
Zitat Seite 18
Es wird ja immer aufgefordert, alles zu verarbeiten und durchzukaufen, aber ganz ehrlich, nicht alles muss man immer wieder aufrütteln und durchleben. Ich denke, es kann durchaus auch mal gut sein, etwas ruhen zu lassen, bis die Erinnerungen verblassen, weil zu viele neue schöne Erlebnisse dazu gekommen sind.
Die Sichtweise von Elsa überaus berührend und authentisch und die Figuren und Themen sehr gut gewählt und sie verdeutlichen perfekt die Gesellschaft und wie jeder versucht, darin mit seinen eigenen Methoden damit klarzukommen. Die Kleine ist äußerst schlau, was weder bei den Erwachsenen noch bei anderen Kindern gut ankommt. Ihre einzige Freundin ist ihre Oma, die mit ihr durch dick und dünn geht und sehr eigene spezielle Weltanschauungen hat. Sie merkt sehr wohl, das Elsa oft leidet und entführt sie dann in Fantasiewelten, die ihr helfen sollen, mit der realen Welt zurecht zu kommen. Was ihr auch durchaus gelingt!
Als Elsa jedoch nach und nach erfährt, wie ihre liebste Oma früher war, bricht dieses Bild zusammen. Elsa muss lernen, dass Menschen Fehler machen - daraus lernen und sich ändern können. Dass jeder anders ist und jeder dadurch seinen Platz hat, seine "Superheldenkräfte" nicht in jeder Situation funktionieren, aber eben für bestimmte Situationen gerade richtig sind.
Tapfer versucht sie, alles zu meistern, auch ihre widerstreitenden Gefühle für das neue Geschwisterchen, denn die Eifersucht nagt sehr an ihr.
Der Autor versteht es ausgesprochen gut, die Menschen aus der Sicht des Kindes zu definieren. Wie sie sind, warum sie so sind - und warum überhaupt so viele Entwicklungen und Veränderungen in Menschen stattfinden, die man als Außenstehender nicht verstehen kann. Erst, wenn man näher kommt, ihnen zuhört, und mitfühlen kann.
Die Themen sind wie meist bei seinen Büchern nicht leicht ... Verlust, Tod, Trauer, Krieg, Einsamkeit, Eifersucht, Schmerz. Auch wenn es einige Momente gibt, die wirklich tief greifen und traurig machen, schafft er es mit seinem ihm sehr eigenen, speziellen Humor, das ganze nicht zu sehr auf diese Seite zu ziehen. Denn das Leben besteht immer aus Gegensätzen und auch wenn das Lachen nicht in jeden Moment passt, ist es in vielen selbst unpassenden Momenten das einzige, das darüber hinweghilft.
Ich bin bei jedem Buch fasziniert, wie Fredrik Backman es schafft, diesen Spagat zwischen Ernsthaftigkeit und Leichtigkeit hinzubekommen. Denn das Leben hält so viel Schattentage für uns bereit, dass man sich umso mehr auf die Sonnentage freuen muss, sie genießen sollte und mit jedem Gefühl von Achtsamkeit in seiner Erinnerung festhalten.
Ein bisschen gestört haben mich die Märchen. Natürlich ist es eine tolle Idee von Oma, der kleinen Elsa die Welt in Märchen zu erklären, aber die vielen Königreiche und Personen hab ich einfach schlecht auseinanderhalten und mit den realen Charakteren in Verbindung setzen können, so dass diese Parts etwas an mir vorüber gegangen sind.
Die Idee allerdings, wie die Oma für Elsa gesorgt hat, also was sie ihr für einen Auftrag mit der Schatzsuche gegeben hat, war schon etwas ganz besonderes und großartiges! Der Autor hat ein tolles Gespür für Menschen, Emotionen und vor allem für das Leid und wie unterschiedlich damit umgegangen wird, so dass diese Geschichte hier wieder tief beeindruckt hat.
Ich hätte so viel zitieren können, da so viele kleine Weisheiten hier drin stecken, aber ein Zitat möchte ich gerne noch zum Abschluss anbringen:
"Man will geliebt werden, mangels dessen bewundert, mangels dessen gefürchtet, mangels dessen gehasst und verachtet. Man will irgendein Gefühl in den Menschen wecken. Die Seele schreckt vor der Leere zurück und sucht um jeden Preis Kontakt."
Zitat Seite 415
In diesem Sinne: Natürlich kann und muss man nicht mit jedem Menschen Verständnis haben, aber man kann feinfühliger werden und zumindest versuchen, zu verstehen, dass jedes Verhalten, jedes Wort, einen Hintergrund hat, der meist tiefgründiger ist als es scheint und mit dem aktuellen Moment oft gar keinen Bezug hat. Laut sein ist ein Ruf nach Aufmerksamkeit, Wut sucht meist nach Verständnis, Aggression ist Hilflosigkeit und viele dieser Emotionen kann man auffangen, wenn man nur etwas genauer hinsieht.
- Joanne K. Rowling
Die Märchen von Beedle dem Barden (farbig illustrierte Schmuckausgabe) (Harry Potter)
(1.998)Aktuelle Rezension von: Lily911Meine Meinung:
Ich liebe die HP Reihe und habe sie damals als Kind verschlungen. Das Märchen von Beedle dem Barden habe ich schon öfter gesehen, aber mich nie dafür ausreichend interessiert. Als ich zufällig in der Bibliothek auf die illustrierte Ausgabe von Lisbeth Zwerger gestoßen bin, wurde meine Neugier und mein Interesse geweckt.
Der Schreibstil des Buches ist in der Erzählperspektive und in einer leichten Sprache geschrieben ohne Vorkenntnisse zu den HP-Büchern zu brauchen (aber diese sind als solches nicht uninteressant). Jedoch gibt es mehr Aufschlüsse über einige der Fabelwesen, wenn man beispielsweise "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" von Newt Scamander liest. Die Illustrationen von Lisbeth Zwerger haben mich geradezu verzaubert und passen zu dem Zeitgeist der Geschichten.
Die 5 vorgestellte Märchen sind auf ihre Weise einzigartig und werden noch durch die Illustrationen aufgebessert. Als Harry Potter Leser und Fileseher kannte ich bereits das letzte Märchen mit den drei Brüdern, jedoch war es dennoch toll es nochmalig als Märchen hier gelesen zu haben. Mir gefiel insbesondere das Märchen von "Der Brunnen des Wahren Glücks".
Die Kommentare und Anmerkungen von Dumbledore fand ich auch sehr unterhaltsam und aufschlüssig, denn er ist wie ein Guide, der uns mehr Einblicke zur damaligen Zeit gibt, als Beedle diese Märchen verfasste. Die kleinen Anekdoten, die er zum besten gibt sind denke ich am besten und spiegeln auch wider, dass sich manche Menschen/Familien über die Jahre nicht geändert haben **hust hust Malfoy** und spiegeln seine Erfahrungen und ehrliche Einschätzungen wider. Auch regen sie zum Nachdenken an und geben auch sehr gut Probleme wider, die Zauberer und Hexen seit Jahren nie überwinden konnten: Wie etwa die Wiederbelebung der Toten. Das Lesevergnügen war immer all gegenwärtig, während ich nach und nach alle Märchen mit Kommentaren gelesen habe.
Mein Fazit:
Alles in allem sind das wundervolle Märchen, um wieder in die wundersame Welt von Hogwarts zu schlüpfen. Wie man es von Märchen kennt, bieten sie neben Unterhaltung auch (viel) Raum zum Nachdenken, eine Moral am Ende und sogar eine fundierte Auseinandersetzung der Lektüre mit Dumbledore inklusive kleine Anekdoten. Empfehlenswert für alle Kinder und Erwachsene, die noch weiter in die Welt von HP eintauchen wollen.
Meine Bewertung: 5 Sterne 🌟 🌟 🌟 🌟 🌟
- Cecelia Ahern
Hundert Namen
(794)Aktuelle Rezension von: NicolePDie Chefin und Freundin von Journalistin Kitty Logan ist totkrank. Während Kitty selbst an einem Tiefpunkt in ihrem Leben angekommen ist, bittet Constance ihre Freundin darum, einen Artikel zu schreiben, zu dem sie selbst nicht mehr kommen wird. Kitty findet eine Liste mit einhundert Namen. Allerdings gibt es keinen Hinweis darauf, was Constance anhand dieser Liste schreiben wollte.
Kitty versucht herauszufinden, was es mit diesen hundert Namen auf sich hat. Der Redakteur hat ihr nur wenig Zeit bis zum Abgabetermin gegeben. Das reicht niemals, um alle Personen auf dieser Liste zu kontaktieren. Als Leser begleitet man Kitty auf der Suche nach einer Lösung. Was verbindet die 100 Menschen, und welcher Artikel hätte daraus entstehen sollen?
Kitty ist eine gut ausgearbeitete Figur, und man wird emotional von ihr und der geheimnisvollen Liste auf die Reise geschickt. Diese Reise lässt den Leser den Alltag vergessen und regt auch zum Nachdenken an. „Hundert Namen“ ist ein gutes Buch, welches ein interessantes Ende hat.
Ich danke der Plattform „Bookbot“, dass ich mir dieses Buch aussuchen dürfte.
- Daniel Kehlmann
Ruhm
(653)Aktuelle Rezension von: Renate1964Im Gegensatz zu "Die Vermessung der Welt " und "Lichtspiel" hat mich dieser Roman in neun Geschichten, deren Zusammenhang ich erst allmählich durchschaut, nicht wirklich begeistert. Die Beweggründe und Charaktere sind ganz interessant, auch die Frage, was Phantasie und was Wirklichkeit ist. Emotional bewegt hat mich keine der Figuren
- Mechthild Gläser
Die Buchspringer
(685)Aktuelle Rezension von: LeseEule28Obwohl ich der Zielgruppe altersmäßig deutlich entwachsen bin, hat mir das Buch sehr gut gefallen. Es wurde mir von meiner Tochter empfohlen. Die fantasievolle Geschichte hat mich gut unterhalten und ich habe mit der jugendlichen Protagonistin mitgefiebert. Sprache und Story sind für Jugendliche angemessen.
- Renée Ahdieh
Rache und Rosenblüte
(355)Aktuelle Rezension von: MiiiShahrads Ziel war es einst gewesen, Chalid den Kalifen zu töten. Doch nachdem sie die Wahrheit über seine Taten erfahren hatte, verliebte sie sich und blieb, um ihn vom Fluch der auf ihm lastet, zu befreien. Die jüngsten Geschehnisse in Königreich zwangen sie jedoch zur Flucht, was sie aber nicht davon abhält, nach einem Weg zu suchen, den Fluch zu brechen. Unabhängig davon, ob sie sich selber dabei in Gefahr begibt.
Nachdem ich mich schon so schwer damit getan hatte, den ersten Band zu verstehen, wurde es im zweiten auch nicht unbedingt besser. Die gröbste Handlung ist klar, ja. Chalid versucht sein Königreich wieder aufzubauen und Shahrzad sucht nach einem Weg, seinen Fluch zu brechen. Währenddessen sind beide noch auf der Hut vor einem weiteren Angriff aufs Königreich, unter anderem von Tarik der Shahrzad mehr oder weniger ja entführt hat um sie in Sicherheit zu bringen.
Mehr habe ich aber auch nicht wirklich mitgenommen. Eine richtige Verbindung gab es zwischen den Büchern nicht unbedingt, man könnte beide auch ruhig unabhängig voneinander lesen. Mal abgesehen von ein paar Randinformationen und den Namen hatte ich jetzt nicht den Eindruck, das ich den ersten Teil unbedingt gelesen haben müsste um den zweiten zu verstehen (das hab ich ja auch so nicht getan).
Auch die ganze Ergänzung jetzt mit den besonderen Fähigkeiten von Shahrzad, die sie von ihrem Vater geerbt hat und jetzt nutzt, um mit ihrem fliegenden Teppich (der kommt einem doch auch von irgendwo bekannt vor oder?) zu einem menschähnlichen wunscherfüllenden Wesen zu fliegen, um ihre magischen Kräfte zu trainieren und später Chalid von seinem Fluch zu befreien… Mal abgesehen von dem großen Drama am Ende, dessen Sinn ich auch nicht ganz verstanden hab. Mir hat einfach ein roter Faden gefehlt. Es war, als hätte man einfach so viele Ereignisse wie möglich wahllos aneinander gereiht bis die Story lang genug war, dass sie als Buch durchgeht.
Insgesamt kann ich daher nur sagen, dass mich die Dilogie mal abgesehen von der malerischen Sprache nicht wirklich überzeugen konnte. - Bernhard Hennen
Die Chroniken von Azuhr - Der Verfluchte
(184)Aktuelle Rezension von: ReadingDragonDie Reihe liegt schon länger auf dem SUB und nun frage ich mich warum habe ich mich so lange gescheit.
Den Typisch Hennen ist es für mich großartig.
Interessante Welt die mit Römisch/Italienischem Flair daher kommt. Waffen sind Schwerter, Pfeil und Bogen, Krieger die mit Waffen kämpfen oder mit dem Glauben und liebe die grausam sein kein.
Interessante Charaktere die sich teils weiter entwickeln, Antagonisten die man so richtig….. finden kann und eine Fantastische Macht die sich auch gegen einen Wenden kann.
Ich habe sehr viel Freude gehabt und danke Herr Hennen für wieder einen Moment des Schocks. Als hätte ich das nicht schon mit Elfenwinter durch gemacht, also Danke.
Ich empfehle Teil 1
Die Chroniken von Azuhr - Der Verfluchte-
Jedem FantasyFan der Detailreiche Storys und Verluste liebt.
- Samira El Ouassil
Erzählende Affen
(26)Aktuelle Rezension von: Elenchen_hWir Menschen lieben Geschichten. Wir erzählen sie über uns selbst und andere, sie begegnen uns - natürlich - im Kino, im Fernsehen und in Büchern, aber auch in dem, was unsere Gesellschaft zusammenhält und spaltet. Die beiden Geisteswissenschaftler*innen Samira El Ouassil und Friedemann Karig widmen sich in ihrem Sachbuch "Erzählende Affen" der komplexen Frage, wie Geschichten unser Leben und unsere Gesellschaft prägen. Dabei geben sie in der ersten Hälfte des Buches viel Grundwissen zu modernen Literaturtheorien an die Hand und spezialisieren sich insbesondere auf die Heldenreise, die - wie ich lernen durfte - auf fast alle unsere Geschichten anwendbar ist. Beispiele für die Heldenreise geben sie zuhauf, von antiken Epen wie "Illias" und die "Odyssee" bis hin zu den modernen Sagen wie "Harry Potter" oder "Der Held der Ringe" ist alles dabei, leider spoilern die beiden auch gerne einmal die Enden der Geschichten. In der zweiten Hälfte von "Erzählende Affen" geht es um aktuelle Narrative der Politik, Klimakrise und Gesellschaft - und wie sie anders erzählt werden könnten, um Veränderungen anzustoßen. Ich fand Karigs und El Ouassils Thesen durchaus spannend und habe auch viel aus ihrem Sachbuch mitnehmen können, allerdings leidet das Buch für mich unter seiner Ausführlichkeit. Die zahlreichen Fußnoten und Exkurse haben meinen Lesefluss sehr gehemmt, auch sprachlich habe ich "Erzählende Affen" als viel zu akademisch und schwer zugänglich empfunden. Zudem hatte ich am Ende des Buchs das Gefühl, dass trotz der Seitenstärke und Themenfülle die nötige Tiefe verloren gegangen ist. Von mir gibt es daher nur eine Empfehlung, wenn ihr euch besonders für das Thema Macht von Geschichten interessiert.
- Marc-Uwe Kling
Die Känguru-Offenbarung (Die Känguru-Werke 3)
(458)Aktuelle Rezension von: bibliofuechschenAuch der 3. Band des Kängurus hat mir sehr viel Spaß gemacht.
Nach einem bösen Cliffhanger am Ende von Band zwei habe ich direkt das dritte Buch gelesen. DDas große Ziel: Endlich den geheimen Masterplan des Pinguins herausfinden und natürlich vereiteln. Dafür ist so ziemlich jedes Mittel recht.
Wie immer wortgewand und kurzweilig. Sehr zu empfehlen sind auch die Hörbücher, die Marc-Uwe Kling selbst eingelesen hat.
- Ernest Hemingway
Paris, ein Fest fürs Leben
(161)Aktuelle Rezension von: Luna1220Hemingways Paris – Ein Fest fürs Leben hat mich sofort hineingezogen in das Gefühl einer ganzen Epoche. Die Beschreibungen seiner Jahre in den Cafés, kleinen Wohnungen und auf den Straßen von Paris wirken so unmittelbar, dass man meint, selbst mit am Tisch zu sitzen. Besonders mochte ich, wie offen er über seine Kämpfe als junger Schriftsteller erzählt. Voller Zweifel, aber auch voller Lebensfreude.
Natürlich gibt es Stellen, die rau oder kantig wirken, aber gerade das macht den Charme aus: Hemingway beschönigt nichts, sondern zeigt ein Paris, das zugleich romantisch, anstrengend und unglaublich lebendig ist. Ich habe das Buch oft zur Seite gelegt, um die Sätze nachwirken zu lassen und gleichzeitig Lust bekommen, selbst wieder nach Paris zu fahren, einen Kaffee zu trinken und zu schreiben.
Für mich ist dieses Buch ein ehrlicher Spiegel einer Zeit und ein inspirierender Begleiter für alle, die sich für Kunst, Literatur und das Leben selbst begeistern.























