Bücher mit dem Tag "geschlechter"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "geschlechter" gekennzeichnet haben.

46 Bücher

  1. Cover des Buches Untenrum frei (ISBN: 9783499631863)
    Margarete Stokowski

    Untenrum frei

     (182)
    Aktuelle Rezension von: EkstasederKrawatte

    Margarete Stokowski hat mit "Untenrum frei" ein für mich tief bewegendes Buch geschrieben, da ich mich in vielen der Geschichten wiederfinden konnte. Sie hat schwere Erinnerungen wachgerufen, die ich lange verdrängt habe und mich zugleich mit ihrem fabelhaften Humor immer wieder zum Lachen gebracht. Sehr zu empfehlen. Ein hervorragendes Buch!

  2. Cover des Buches Endgame 1. Die Auserwählten (ISBN: 9783841504531)
    James Frey

    Endgame 1. Die Auserwählten

     (781)
    Aktuelle Rezension von: angeltearz

    Lange Zeit hatte ich den ersten Band der Trilogie liegen. Aber ich wollte damit erst starten, wenn ich den Rest der Trilogie auch mein Eigenen nennen konnte. Ich hatte.mir in den Kopf gesetzt, dass es eine der wenigen Reihen ist, die ich komplett lesen wollte. Alle drei Bücher nacheinander durchlesen. Naja, natürlich nur, wenn mich Band 1 auch wirklich überzeugen konnte. Wenn nicht, dann halt nicht.

    Wie gut, dass mich das Buch überzeugen konnte. Aber nicht nur das, sondern auch noch absolut begeistern. Es ist das letzte Buch, welches ich 2020 beendet habe und das tatsächlich mit einem richtigen Paukenschlag.


    Ich bin absolut hin und weg von der Geschichte. Es geht um Rätsel, eben um ein Game und das Überleben von der Menschheit oder eher das Ableben, also das End. Und der Titel verspricht nicht zu wenig. Auch wenn der Grund für das Ganze wieder etwas ist, was ich eigentlich ungerne lese… Ich habe mich von meinem Vorurteil losgemacht und es hingenommen. Und es passt einfach dazu. Zu der ganzen Geschichte. Etwas, was ich eigentlich nicht mag, macht das Buch rund. Man muss einfach mal über den Tellerrand schauen.

    Ja, es ist kryptisch von mir, aber ich möchte nicht spoilern.


    Es wird so rasant erzählt. Die Kapitel teilweise sehr kurz. Aber genau das macht es so spannend. Der Autor macht es an den richtigen Stellen, so dass direkt noch mehr Spannung aufkommt. Ansich schafft der Autor es aber generell eine extrem gute Spannung aufrecht zu erhalten. Auch wenn alles aus dem Kopf des Autor entstanden ist, hat man das Gefühl, dass er Erlebtes niederschreiben. Es ist einfach mega gut und ich lese gerne seine Worte.


    12 Charaktere sind es, aber nicht alle dürfen erzählen. Aus Gründen. Mit den Kapiteln springen auch die Sichtweisen, wobei auch gerne mal 3-4 Charaktere ein Kapitel zusammen haben. Genauso rasant wie die Geschichte an sich ist, wechseln auch die Charaktere durch. Die Charaktere sind alle so unterschiedlich, alles Teenies bzw. Kids.

    Ich finde es großartig, wie die Charaktere aufgebaut sind. Sie haben alle ihre Vergangenheit und Ahnen, von denen ich auch gerne mehr gelesen hätte. Aber das ist nicht relevant für das Buch.


    Auch von den einzelnen Settings hätte ich gerne mehr gelesen, aber auch das ist absolut irrelevant für die Geschichte. Diese Fakten hätten das Buch schon sehr in die Länge gezogen.


    Was für ein krasses und absolut fieses Ende. Einerseits total krank und andererseits total spannend. Wie gut, dass ich Band 2 da hab und direkt weiter lesen konnte.

    Von mir eine absolute Leseempfehlung für dieses Buch.

  3. Cover des Buches Vox (ISBN: 9783596704514)
    Christina Dalcher

    Vox

     (352)
    Aktuelle Rezension von: Fromme_Helene

    Gute Dystopie, die auf der gleichen Idee eines totalitairen Staates zur Unterdrückung der Frauen basiert wie Margret Atwood`s „The Handmaid`s tale“. Ich habe es trotzdem nicht als abgekupfert empfunden, mehr ein moderne Adaption. Die Autorin hat auf eine lange Einführung der Weltordnung und der politischen Verhältnisse verzichtet, dafür die Fakten gekonnt in die Handlung eingeflochten. Flüssig erzählt, saubere POV und gute Wendungen zeugen von guter Handwerkskunst. Auf mich wirkte die wissenschaftliche Basis etwas wackelig und die Auflösung überhastet. Enge Bindung an die Charaktere wurde leider dem Spannungsbogen geopfert. Diese nahm dafür mit jeder Seite zu, so dass ich das Buch am Ende nicht mehr weglegen wollte. Die Idee und Umsetzung gehören zu den Besseren im Dystopien-Universum und fielen in meinem feministischen Herzen auf fruchtbaren Boden.

  4. Cover des Buches Das verbotene Eden 1 (ISBN: 9783426509401)
    Thomas Thiemeyer

    Das verbotene Eden 1

     (658)
    Aktuelle Rezension von: isolatet

    Meine Meinung

    Da ich ein großer Fan von dystopischen Jugendromanen bin, wusste ich nach dem Lesen des Klappentextes sofort, dass ich diese Trilogie lesen muss. »Das verbotene Eden 1 – David und Juna« von Thomas Thiemeyer wirkt auf den ersten Blick wie ein Klischee-Roman. Männer und Frauen hassen sich, ein Virus ist daran Schuld. Nein, danke. Aber wenn man einmal mit dem Lesen angefangen hat, merkt man, dass Thiemeyer eine richtig coole Welt in einem zerstörten Köln erschaffen hat. Es lohnt sich dieser Reihe eine Chance zu geben … besonders wenn man nicht so sehr auf Romanzen steht. Die lässt sich hier nämlich, entgegen meiner Erwartung, ganz schön viel Zeit.


    Die Menschheit steht kurz vor ihrem Ende. Seit den »dunklen Jahren« leben Männer und Frauen in erbitterter Feindschaft. Die Zivilisation ist untergegangen: Während die Männer in den Ruinen der alten Städte hausen, haben die Frauen in der wilden Natur ein neues Leben angefangen. Nichts scheint undenkbarer und gefährlicher in dieser Welt als die Liebe zwischen der Kriegerin Juna und dem jungen Mönch David. Und doch ist sie der letzte Hoffnungsschimmer ...


    In der Hardcover-Ausgabe findet sich vorne und hinten eine Karte (die ich echt liebe) und deren Hilfe man sich in der Welt sehr gut zurechtfinden kann. Die einzelnen Orte, die ›Regierungssysteme‹, die Kultur und Religion, all das wird vom Autor wirklich anschaulich beschrieben. Ohne Frage ein tolles Worldbuilding. Ich war fasziniert.


    Trotzdem war ich überrascht, wie lange es dauert, bis Juna und David sich begegnen. Ungefähr bis knapp zur Hälfte des Buches. Einerseits hat es die Spannung gesteigert, andererseits war es deshalb zwischendurch ein bisschen langatmig. Dann treffen sie endlich aufeinander und dann geht die Gefühlsentwicklung zwischen den beiden auf einmal durch die Decke. Ich glaube, in diesem Punkt hätte ich mir ein Mittelmaß gewünscht. Das Zusammentreffen der beiden etwas früher, dafür eine langsamere Gefühlsentwicklung.


    Ansonsten war die Handlung aber wirklich, wirklich spannend. Obwohl sich beide Parteien gegenseitig hassen, haben sie einige Jahre nebeneinander in einem politischen Übereinkommen verbracht, aber seitdem die Männer immer öfter dagegen verstoßen und brutal über die Frauendörfer herfallen, ringen die Geschlechter gegenseitig um die Vorherrschaft. Die Männer wollen die Frauen unterwerfen und sich so mit dem absichern, was die Frauen anbauen, während die Frauen die Männer fast ausrotten und nur wenige zur Erhaltung der Spezies am Leben lassen wollen.


    In all dem stecken Juna und David, von klein auf mit den Ideologien ihres Geschlechts gefüttert, und doch merken beide, dass das nicht der richtige Zustand sein kann. David ist da vor allem durch den Abt Benedikt seines Klosters und dem Lesen ›verbotener Schriften‹ wie Romeo und Julia geprägt, während Juna vor allem von ihrer Mutter beeinflusst wird. Es war spannend, mitzuverfolgen, wie beide allmählich in ihrem Denken etwas ändern, um dann füreinander einzustehen.


    Ihre Geschichte ist mit diesem Band beendet … der Kampf zwischen den Geschlechtern geht allerdings im nächsten Teil mit einem anderen Pärchen weiter und ich bin schon gespannt, was mich da erwarten wird.


    Fazit

    Das Buch bietet sehr viel mehr als der Klappentext vermuten lässt, daher lohnt es sich auf jeden Fall einen Blick hineinzuwerfen. Es ist spannend und behandelt nebenbei, wie wichtig es ist, sich seine eigene Meinung zu bilden und nicht blind der gängigen Ansicht zu vertrauen. Außerdem endet der Kampf zwischen den Geschlechtern hier nicht, sondern geht im zweiten Band in die nächste Runde. Ich bin schon sehr gespannt auf Logan und Gwen.

  5. Cover des Buches Changers - Kim (ISBN: 9783440151143)
    T Cooper und Allison Glock-Cooper

    Changers - Kim

     (55)
    Aktuelle Rezension von: Silliv

    Leider ist es zu lange her, dass ich noch Details aus Band 2 kenne, deshalb war ich nicht  ganz drin, aber spannender Schluss,  so dass ich jetzt keinen Fehler mache und gleich Band 4 lese. Aber es wurde sehr viel hinterfragt und philosophiert, etwas zu viel Geschwafel. 

    Kim lernt selbstbewusst zu sein. Wohnt bei den RaChas und merkt, was Haushalt bedeutet, dass war ganz gut so.


  6. Cover des Buches Jane Eyre (ISBN: 9783458364252)
    Charlotte Brontë

    Jane Eyre

     (1.548)
    Aktuelle Rezension von: Julia79

    Ohne Frage ist dieses Buch ein Klassiker. Eine schöne Geschichte vom Waisenmädchen Jane, das eine schwere Kindheit und Jugend hinter sich bringt und sich eigentlich nur eins wünscht - geliebt zu werden. Es geht um Sehnsucht und Selbstverwirklichung der jungen Frau im 19. Jahrhundert.

    In dem knapp 180 Jahre alten Buch passiert auf 600 Seiten an sich nicht viel und das wenige möchte ich zukünftigen Lesern nicht vorweg nehmen. Wirklich spannend zu lesen ist das Buch erst etwa ab der Hälfte.

    Ich muss zugeben, es hat mich nicht von den Socken gehauen. Die Sprache ist poetisch, anrührend, bildhaft ausgeschmückt, aber leider ohne besondere Raffinesse, wenn auch die Gedanken und gesellschaftliche Normen, die junge Frauen in dieser Zeit umgetrieben haben, gut zur Sprache gebracht werden. Die Form des Tagebuchs, die direkte Ansprache des Lesers fand ich dafür jedoch unpassend, denn die Darstellungen wären viel zu detailliert, Wort für Wort die Dialoge und die Umgebung bis ins Kleinste beschrieben. Es erschien mir nicht ganz rund. 

    Und dann diese Männer.

    In dem ganzen Buch kommen fast ausschließlich anstrengende, wenn nicht sogar verhaltensauffällige männliche Figuren vor. Und zwar nicht auf die Weise, dass ich dachte "das ist ja höchst interessant" sondern eher "du liebes Lieschen, tut das denn Not, sich so aufzuplustern?" Schmalztriefend, pathetisch, theatralisch... Das hat mir fast den Humor und Wortwitz der männlichen Hauptperson verleidet, die eigentlich echt toll ist! Ursprüngliche Dialoge, die in einen seitenlangen Monolog des Gegenüber ausarten, da hab ich teilweise augenrollend weitergeblättert. 

    Die absolute Stärke des Romans und das schriftstellerische Können von Charlotte Bronte liegt meiner Ansicht nach in den Zeichnungen der Charaktere, Aussehen, Wesenszüge und wie Janes Bezug und Gefühl zu ihnen ist. Die Hauptfigur Jane ist eine der stärksten und eindrucksvollsten Frauenfiguren, die mir zwischen zwei Buchdeckeln bislang begegnet sind, sie strahlt eine unglaubliche Präsenz aus.

    Alles in allem kein schlechtes Buch, aber auch kein Highlight. 

  7. Cover des Buches Der Beste küsst zum Schluss (ISBN: 9783956497711)
    Susan Mallery

    Der Beste küsst zum Schluss

     (53)
    Aktuelle Rezension von: Sommerwind82

    Shelby möchte die Angst vor Männern verlieren, die sie ihrem gewalttätigen Vater zu verdanken hat und Aidan möchte anders mit Frauen umgehen und sie mehr schätzen. Daraus macht Susan Mallery auf ihre unnachahmliche Art, ein amüsantes Doppelspiel. Jeder der beiden lernt die Welt des anderen kennen und räumt mit Vorurteilen auf. Eigentlich sollte es auf eine Freundschaft von 6 Monaten hinauslaufen, aber wer sich so nahe kommt, dann kann auch mehr daraus werden. Und etwas anderes erwartet man bei Susan Mallery auch nicht.

  8. Cover des Buches Die andere Welt (ISBN: 9783453360532)
    Julie Cohen

    Die andere Welt

     (41)
    Aktuelle Rezension von: LimitLess

    Peggy und Irving bekommen ein Baby. Es ist ein Mädchen. Sie nennen es Louise. Aber was wäre, wenn das Baby ein Junge geworden wäre? In einer Parallelwelt wird es ein Junge namens Louis und Julie Cohen geht den beiden Lebenswegen auf den Grund. Die Ausgangssituation ist gleich: Eltern, Freunde, Heimatort, Interessen, Merkmale im Aussehen. Aber die Fragen lauten: Worin unterscheiden sie sich? Wie verläuft die Erziehung? Welche Entscheidungen treffen sie? Wie behandelt das Umfeld die beiden aufgrund ihres Geschlechts? 

    Abwechselnd erzählt Cohen die Geschichten von Louise und Louis. Die sich wirklich in vielen ähneln, aber dann doch in einigen Aspekten anders sind. Getragen werden beide von einem großen Ereignis, das den beiden in ihrer Jugendzeit passiert ist, und um das ein großes Geheimnis gemacht wird. Dieses Geheimnis soll die Spannung über einen längeren Zeitraum aufrecht erhalten, nur ich fand es leider etwas nervig, dass ich so lange immer nur mit Andeutungen hingehalten wurde. Das Buch hat einige Längen, es zieht sich. Erst zum Schluss wurde es für mich interessanter. 

    Die Verarbeitung der Geschlechterdifferenzen ist Cohen im Grunde gut gelungen. Überrascht hat sie mich aber nicht und vieles ist vorhersehbar. Sie bleibt meiner Meinung nach mit der Geschichte sehr an der Oberfläche und nicht immer konnte ich die Entscheidungen der Protagonist*innen dem Geschlecht zuordnen. Vieles wird so offensichtlich dargestellt und wenig steht zwischen den Zeilen. Mir fehlten die Raffinesse, die Komplexität des Themas und irgendwie auch die Originalität, auch wenn ich so ein Buchkonzept noch nie gelesen habe. Die Geschichte an sich bleibt hinter meinen Erwartungen zurück.

    Die Themen, die die Autorin aufgreift, sind jedoch schwere Kost. Zu Verdauen gibt es eine schwere Krankheit, (sexuelle) Gewalt, Gaslighting, Missbrauch, Tod. Den Schreibstil fand ich angenehm zu lesen, trotz der Längen und den anderen Kritikpunkten, konnte mich Cohen doch irgendwann  abholen, sodass ich (nachdem ich mal den Anfang geschafft hatte) gerne gelesen habe. 


    Fazit

    Cohen erzählt die Geschichten von Louise und Louis, deren Ausgangssituation gleich ist, aber aufgrund ihres Geschlechts unterschiedliche Lebenswege einschlagen. Leider schafft Cohen es nicht, mich mit der Geschichte zu überraschen, sie bleibt mit ihren Charakteren und mit ihrer Idee an der Oberfläche. Das Konzept an sich war jedoch spannend, kommt aber leider nicht ohne Längen aus. Nichtsdestotrotz lohnt es sich durchzubeißen und Louises und Louis' Lebenswege zu verfolgen. Ein Buch, das man lesen kann, aber nicht muss. 

  9. Cover des Buches Das verbotene Eden 3 (ISBN: 9783426513132)
    Thomas Thiemeyer

    Das verbotene Eden 3

     (172)
    Aktuelle Rezension von: isolatet

    Meine Meinung

    Nachdem Band 2 mit so einem fiesen Cliffhanger geendet hat, habe ich natürlich direkt zu Band 3 gegriffen und musste erst mal weiter leiden, weil das Buch mit einer Rückblende vor der Zeit der Geschlechtertrennung anfängt. Uff … der Autor weiß wirklich, wie man Spannung aufbaut und hält.


    Der Kampf der Geschlechter geht seinem Höhepunkt entgegen. Die Frauen rücken immer weiter in die Stadt der Männer vor, da treffen der Abt des Klosters und eine alte Heilerin aufeinander - und machen eine unglaubliche Entdeckung. Kann es gelingen, die Zeit zurückzudrehen?


    Das Buch wird, genauso wie Band 1 und 2, hauptsächlich aus den Sichten der beiden Hauptcharaktere erzählt (in diesem Fall Ben und Magda), aber zu großen Teilen wird hier auch die Geschichte von Gwen und Logan weitererzählt, die im vorigen Band ja kein Happy End bekommen haben.


    Die Geschichte schließt nahtlos an Band 2 an, nachdem die Rückblende vorbei ist, und geht deshalb genauso rasant weiter. Außerdem spielt ein wesentlicher Teil unterhalb der Alten Stadt und führt einen damit noch weiter in die Welt der Bleichen … wirklich widerliche Kreaturen. Mir läuft jetzt noch ein Schauer über den Rücken, wenn ich an sie denke. Die Spannung bleibt im gesamten Buch konstant hoch. Man weiß nie, welche Seite im Kampf jetzt vorne liegt und fiebert die ganze Zeit mit, weil man durch die unterschiedlichen Sichten geplante Schachzüge des Inquisitors offenbart bekommt, von denen die Frauen noch nichts wissen und sie schon förmlich in ihr Verderben rennen sieht. Aber der Autor versteht sich aufs Beste darauf, das Blatt ein ums andere Mal zu wenden.


    Eine großartige Reihe (hier und da mit kleinen nicht ganz so realitätsnahen Allüren), die mich mehr überrascht hat, als ich gedachte hätte. Das Ende ist rund und das werden garantiert nicht die letzten Bücher gewesen sein, die ich von diesem Autor gelesen habe.


    Fazit

    »Das verbotene Eden – Magda und Ben« von Thomas Thiemeyer bringt die Trilogie mit atemloser Spannung zu einem tolle Ende, das man nicht verpassen sollte. Der Schreibstil und die Welt sind großartig und lassen einen hautnah an der Seite der Protagonisten stehen. Definitiv eine Empfehlung meinerseits.

  10. Cover des Buches Die linke Hand der Dunkelheit (ISBN: 9783453315945)
    Ursula K. Le Guin

    Die linke Hand der Dunkelheit

     (37)
    Aktuelle Rezension von: Mira123

    Auch heute habe ich wieder einen Klassiker für euch! Warum auch nicht? Irgendwann müssen die ja auch rezensiert werden. 


    Bei "The Left Hand of Darkness" handelt es sich um einen Science-Fiction-Roman, der auf einem anderen Planeten spielt. Dort leben ebenfalls Menschen (zumindest erschienen sie mir sehr menschenähnlich), doch im Gegensatz zu uns haben sie kein festes Geschlecht. Die Trennung in Männer und Frauen gibt es her nicht. Alle sind die meiste Zeit des Monats geschlechtlos und entwickeln nur ein paar Tage pro Monat typisch weibliche oder typisch männliche Merkmale. Um es sinngemäß mit den Worten einer der Figuren zu sagen: Eine Person kann die Mutter für zwei Kinder sein und gleichzeitig der Vater für vier andere. Dieses Konzept fand ich total spannend. Die Idee, dass das Geschlecht eines Menschen plötzlich gar keine Rolle mehr spielt, ist meiner Meinung nach großartig. Bei uns ist das ja leider total wichtig. Je nachdem, was du in der Hose hast, wird etwas anderes von dir erwartet. Dieser kleine Unterschied bestimmt irgendwie fast alles: Was du anziehen darfst und was nicht, ob du dich schminken darfst, was man von dir erwartet, was man dir zutraut, welche Regeln du befolgen musst und wie man dich behandelt. Natürlich ist das heute schon viel, viel besser, als das zum Beispiel zur Zeit von Henry James war. Aber von einer Welt wie in "The Left Hand of Darkness" sind wir trotzdem noch weit entfernt. 

    Natürlich ist dort aber nicht alles gut. Wie langweilig wär denn sonst dieses Buch? Die Winter sind zum Beispiel einfach nur extrem und ich will die wirklich nicht miterleben. Da reicht mir unser Winter. Und es gibt hier auch Kriege, Intrigen, Gefangenenlager und Folterknechte. Also wirklich keine perfekte Welt. Aber dafür eine sehr spannende.

    Die Hauptfigur, an deren Namen ich mich nicht mehr erinnere und den ich nicht nachschlagen kann, weil ich das Buch schon zur Bücherei zurückgebracht habe, ist ein Ethnologe, der von einem anderen Planeten stammt. Seine Aufgabe ist es den Planeten Winter zu erforschen. Er selbst ist, wie man vielleicht an den verwendeten Pronomen bemerkt, ein Mann und von einem Planeten, an dem es Geschlechter gibt, wie auch bei uns. Für ihn ist das Gesellschaftssystem ganz neu und genauso spannend, wie es auch für mich war.

    Dadurch, dass an diesem Planeten alles anders funktioniert als bei uns, fand ich aber gerade den Einstieg relativ schwer. Das Buch wechselte immer wieder die Perspektiven und dazu kam noch, dass dieses Buch eigentlich der vierte Teil einer Reihe ist. Blöd nur, dass auf unserer Leseliste nur dieser Band stand und in unseren Unterlagen auch nicht thematisiert wird, was denn davor passiert ist. Das machte es für mich gerade zu Beginn schwer, die ganzen Zusammenhänge zu verstehen.

    Mein Fazit? Sehr spannende außerirdische Welt, gerade der Einstieg ins Buch fiel mir aber sehr schwer.

  11. Cover des Buches Sex Story (ISBN: 9783442757442)
    Philippe Brenot

    Sex Story

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Micha835

    Schon der Titel macht Lust auf mehr bzw. weckt Interesse. Ein lustiges informatives Buch zwecks Aufklärung auf Locker gemacht von der frühen Zeit wo es noch Menschenaffen gab bis aktuell bzw. bis in die Zukunft. Lustige Bilder verständnisvoll, teilweise humoristisch erklärt. Man hat großen Spaß sich mit diesem Buch zu beschäftigen und es zu lesen. Eventuell kann man ja sogar noch etwas dabei lernen oder erfahren was man noch nicht wusste. Ich denke das es auch geeignet ist für Jugendliche so ab 16 Jahren. Schöne Bilder und schöne Zeichnungen. Buch ist in verschiedenste Abschnitte gegliedert sodaß man wirklich jede Epoche/Aera durchlaufen kann und die Entwicklung gut humoristisch nachvollziehen kann.

  12. Cover des Buches Sexuell verfügbar (ISBN: 9783961010202)
    Caroline Rosales

    Sexuell verfügbar

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Simi159

    Sexuell Verfügbar, genau das sind wir Frauen, egal ob wir Teenager, Tweens oder älter sind. Irgendwie lassen wir uns von Männern und auch von Frauen in Schubladen stecken, meinen uns immer im besten Licht dazustellen- selbst wenn wir kurz vor dem Zusammenbruch sind und machen es meist allen außer uns selbst mehr als Recht. 

    Dabei ist der Grad zwischen Erziehung, Feminismus und Missbrauch sehr schmal. Die Autorin, Carolin Rosales, zeigt dies in ihrem Buch „Sexuell Verfügbar“ an Hand ihres eigenen Leben auf. Dabei hat sie ein durchschnittliches Leben, mit einer Handvoll Lieben, gelebten Beziehungen und Affären. 

    Welche Rolle oder besser welche Erziehung sollte man seinen eigenen Töchter vorleben und geben, um sie unabhängig und stark zu machen, ohne sie zu einer Frau mit vielen Masken zu machen. Denn nicht nur die Autorin auch fast jede Frau wird sich in dieser Beschreibung, dass wir Frauen oft viele verschieden Masken tragen und selten unsere wirklich innersten Wünsche offenbaren und leben. 


    Aufgrund der Verknüpfung mit dem Leben der Autorin und Beispielen aus ihrem persönlichen Umfeld wird einem beim Lesen des Buches sehr schnell klar, warum wir Frauen oft diese Rollen spielen und sich leider an vielen Dingen, trotz Feminismus etc. noch nicht so viel seit der Generation unserer Mütter und Großmütter getan hat. 


    So ein Leben wie die Autorin haben viele Frauen in Deutschland gelebt und leben es mit ähnlichen Erfahrungen. Es bedarf eines Umdenkens, wir sollten sagen, was „wir“ wollen uns wünschen, nicht das was wir glauben, dass es unser Gegenüber hören will. Dafür sollten wir unsere Masken fallen lassen und nicht immer nur funktionieren oder „sexuell verfügbar“ sein.

    Ein tolles Buch vor allem wegen der vielen realen Bezüge.

    5 STERNE.

  13. Cover des Buches Die wilde Geschichte vom Wassertrinker (ISBN: 9783257057034)
    John Irving

    Die wilde Geschichte vom Wassertrinker

     (286)
    Aktuelle Rezension von: The iron butterfly

    Der Student Fred Bogus Trumper teilt mit seinem besten Freund Couth nicht nur die Erinnerungen an eine wüste Gonorrhoe aus Teenietagen, sondern auch seinen Geschmack was Frauen anbelangt im Allgemeinen. Aber seine ständigen urologischen Beschwerden sind wohl angeboren und sollen nun erst einmal mit der Wassermethode in Angriff genommen werden, bevor nur noch der Skalpell bleibt.
    Generell läuft es für Thump-Thump, wie Fred von seinem Freund und Filmemacher Ralph genannt wird, nicht wirklich rund.
    Sein Dissertationsthema, die Übersetzung der altniedernordischen Ballade Akthelt und Gunnel läuft schleppend und ist maßgeglich seiner blühenden Phantasie geschuldet. Sein Vater hat dem Dauerstudiosus den Geldhahn zugedreht und lässt sich auch nicht vom jungen Glück zwischen Bogus und der Skifahrerin Biggie beeinflussen. Und dann ist da irgendwann auch noch Tulpen, Bogus' Freundin mit der Vorliebe für Wasserschildkröten und dem dringenden Wunsch nach einem eigenen Kind...
    Unbeschreiblich schräg dieser Irving und mit viel Humor und Selbstironie, je nach Erzählposition, versehen. John Irving wechselt dazu immer wieder die Perspektive, so dass der Leser Fred in der Gegenwart zum Urologen begleiten kann, aber auch in Rückblenden die Anfänge der Beziehung zu Biggie verfolgen darf. Dann wieder durchwühlt man die Laken mit Bogus und Tulpen, lernt den kleinen Colm und seine Ansichten zum Klassiker Moby Dick kennen und nicht zu vergessen der skurrile Diabetiker Merrill Overturf.
    Dieser Fred Bogus Trumper ist ein würziger Charakter nach irvingschem Reinheitsgebot, wie auch die zahlreichen Protagonisten, die ihn auf seinen Irrwegen begleiten und verleiten. Wieder einmal hat mir ganz besonders das vorherrschend hohe Maß an Zuneigung gefallen. Auch wenn die Liebe nicht immer von Dauer ist, so bleibt doch immer der Respekt, diese bizzelnde Vibration vergangener Gefühle und je Menge an Empathie.

    Manchmal von Melancholie getragen, wieder und wieder sehr witzig und mit viel gesunder Selbstironie der Charaktere versehen, oft herzerfrischend skurrill und immer ein echter Irving.

  14. Cover des Buches Oh Boy, oh Girl! (ISBN: 9783442175840)
    Evelyn Holst

    Oh Boy, oh Girl!

     (13)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin
    "Oh boy, oh girl" ist ein amüsantes Sachbuch, das die Unterschiede zwischen Mann und Frau aus der persönlichen Sicht von York Pijahn und Evelyn Holst darstellt.

    Die Kolumne von York Pijahn in der Zeitschrift Myself, "100 Zeilen Liebe", verfolge ich jeden Monat. Aufgrund seines Charmes und des selbstironischen Humors wollte ich ein ganzes Buch von Pijahn lesen.

    Die beiden Journalisten schildern in der "Gebrauchsanleitung für Männer und Frauen" ihre persönlichen Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht in 24 Kapiteln. So werden die unterschiedlichen Charaktereigenschaften und Verhaltensweisen von "typischen" Männern bzw. Frauen von Kindesbeinen bis ins hohe Alter beschrieben.
    Dabei werden zahlreiche altbekannte Klischees bedient, wie shoppende Frauen, leidende Männer, unterschiedliche Ansichten in Sachen Hygiene im Haushalt etc., die dem Leser zwar keine neuen Informationen bieten, aber dennoch zum besseren Verständnis des anderen Geschlechts beitragen können, indem man vieles einfach nicht so ernst sehen darf.

    Jede Frau und jeder Mann wird sich selbst mit dem Buch bzw. den Partner oder Ex-Partner an der ein oder anderen Stelle wiederfinden und über sich selbst lachen können.

    Die recht unterhaltsame Darstellung der geschlechtsspezifischen Unterschiede wird am Ende eines jeden Kapitels durch Experteninterviews zum entsprechenden Thema ergänzt, so dass zur rein persönlichen Meinung von Pijahn und Holst auch wissenschaftliche Aspekte zum Tragen kommen.

    "Oh boy, oh girl" ist weniger als ernsthafter Ratgeber in Beziehungsfragen zu gebrauchen und enthält auch nichts wesentlich Neues, erklärt jedoch auf humorvolle Art den alltäglichen Kampf der Geschlechter und ist deshalb auch als Geschenkbuch für das andere Geschlecht zu empfehlen.

    Die monatliche Kolumne von York Pijahn empfinde ich dennoch als pointierter und witziger als diese "Gebrauchsanleitung für Männer und Frauen".
  15. Cover des Buches Du stirbst nicht (ISBN: 9783442741137)
    Kathrin Schmidt

    Du stirbst nicht

     (102)
    Aktuelle Rezension von: Sunny225
    Nach 3 Wochen auf der Intensivstation aufgrund eines geplatzten Aneurysmas kommt Helene Wesendahl langsam wieder zu Bewusstsein. Sie ist halbseitig gelähmt und vollkommen auf ihre Mitmenschen angewiesen, muss sich ihre Vergangenheit und vor allem ihre Sprache mühselig wieder erarbeiten. Insbesondere das erste Drittel dieses verdientermaßen 2009 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichneten Buches hat mich sehr beeindruckt. Das erste Kapitel ist passenderweise mit „Wimpernschläge“ überschrieben. Helene kommt immer nur kurz zu Bewusstsein, nimmt ein paar Worte oder Bewegungen auf und versucht, diese zu verarbeiten, sich daraus ihre Situation und ihre Erinnerungen zu erklären, dämmert vor sich hin, träumt. Die Schilderung der Anstrengungen und zum Teil verzweifelten Bemühungen sich Stück für Stück wieder eine gewisse Selbständigkeit zu erarbeiten, merkt man an, dass die Geschichte teilweise autobiografisch ist. Interessant, dass direkt nach dem gewonnenen Kampf ums Überleben am Wichtigsten war, die eigene Identität, die Erinnerungen, Standpunkte und das Verhältnis zu den Mitmenschen wiederzufinden. Wie wichtig dabei die Sprache ist, die richtigen Worte zu finden, und die Verzweiflung - gerade als Schriftstellerin - wenn dies nicht gelingen will. Der Mensch als soziales Wesen ist von den Beziehungen zu seinen Mitmenschen abhängig. Gerade in der Situation, wo er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr oder noch nicht wieder für sich selbst sorgen kann, ist es wichtig, zu wissen, in welchem Verhältnis man zueinander steht. Schade nur, dass mit immer mehr Unabhängigkeit auch wieder immer mehr Egoismus aufkommt. Eine sehr bewegende Geschichte, die mich nachdenklich zurücklässt.
  16. Cover des Buches Das Gastmahl (ISBN: 9783150185278)
    Platon

    Das Gastmahl

     (15)
    Noch keine Rezension vorhanden
  17. Cover des Buches Außer sich (ISBN: 9783518469262)
    Sasha Marianna Salzmann

    Außer sich

     (87)
    Aktuelle Rezension von: himbeerbel
    Aufmerksam wurde ich auf dieses Buch durch den Deutschen Buchpreis 2017. Sasha Marianna Salzmann schaffte es mit ihrem Debütroman "Außer sich" bis auf die Shortlist. Natürlich ist das nicht unbedingt ein Garant, dass einem das Buch auch gefällt, aber bisher habe ich schon das ein oder andere besondere Buch im Rahmen dieses Buchspektakels für mich entdecken können. Ungewöhnlich war dieser Roman für mich in jedem Fall, aber auch eigenwillig und sperrig, wie die Charaktere dieses Buches und die Geschichte, die es erzählt.

    Die Schreibweise ist kraftvoll und intensiv, die Wortwahl ungeschönt. Das Buch liest sich mit russischer Sprachmelodie, die noch durch die in kyrillischer Schrift eingewobenen Worte, die sich im Kontext selbst erklären, untermalt wird - ein merkwürdiges aber durchaus positives Lesevergnügen.

    Vordergründig geht es um die Ich-Erzählerin Alissa, die ihr Mathematikstudium in Berlin abgebrochen hat, weil es sie vom Boxtraining abgehalten hat und die ihren spurlos verschwundenen Zwillingsbruder Anton sucht. Als eine Postkarte aus Istanbul ohne Text und ohne Absender ankommt, macht sie sich dort auf die Suche und blickt dabei auf ihr bisheriges Leben zurück. Auf die Zeit in der kleinen Zweizimmerwohnung im Moskau der postsowjetischen Jahre, als die Eltern aufeinander losgingen. Auf die Zeit in der westdeutschen Provinz, wo sie mit ihrem Bruder durch die Flure des Asylheims streunte und Zigaretten aus den Zimmern fremder Familien stahlen. Sie erinnert sich an die Erzählungen darüber, wie ihre Eltern und Großeltern sich kennen lernten. Insgesamt las ich lieber über die Vergangenheit Alis|sas, als über seine/ihre verwirrende und anstrengende Gegenwart, die so gar nichts mit der auf dem Klappentext erwähnten Suche nach ihrem Zwillingsbruder, sondern eher mit der Suche nach ihrem inneren Zwilling zu tun hatte.

    Es geht um vieles in diesem Roman. Um Heimat und Migration, um Fremdenfeindlichkeit und Judenhass, um Familie und Herkunft, um Kindesmissbrauch und Inzest, um Identität und Transgender. Für mich waren es zu viele Themen, die hier auf 366 Seiten angerissen wurden und teilweise verwirrend daher kamen. Auch war dies das erste Buch, das ich bezüglich Transgender las und hatte das Gefühl, das es dem Thema und auch dieser Personengruppe nicht gerecht wird. Wenngleich mich die Thematik interessiert und ich darüber durchaus mehr erfahren möchte, konnte mich diese Geschichte nicht begeistern.
  18. Cover des Buches Die Bibel. Die gute Nachricht (ISBN: 9783937490915)

    Die Bibel. Die gute Nachricht

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Cover des Buches Die Bibel. nach der Übersetzung Martin Luthers, mit Apokryphen. Standardausgabe in alter Rechtschreibung (ISBN: 9783438015716)
    Martin Luther

    Die Bibel. nach der Übersetzung Martin Luthers, mit Apokryphen. Standardausgabe in alter Rechtschreibung

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Huebner
    Ein sehr kluges, inspirierendes Buch. Man muss nicht religiös sein, um die BIBEL zu mögen. Ich liebe sie, weil sie mich inspiriert, mich staunen lässt und mich so oft wütend macht. Ich liebe den Übersetzungsstil Luthers, die vielen Konjunktionen machen das ganze zu etwas Selbstverständlichem. Ich bin zur Bibel erst durch die Arbeit als Lehrerin und Autorin gekommen - Deutschunterricht und Historische Romane schreiben, geht einfach nicht ohne Bibel (man nehme Brechts "Galilei", Lessings "Nathan" oder Celans "Todesfuge"). Da stecken unglaubliche Geschichten drin, auf denen Jahrhunderte von Literatur, Musik, Bildende Kunst und sogar Architektur gebaut haben, das hat kein anderes Buch bisher vermocht. (I. Hübner)
  20. Cover des Buches Mein Schatten ist pink (ISBN: 9783649639961)
    Scott Stuart

    Mein Schatten ist pink

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Buchlesekind

    Mein Kind kommt immer mal wieder aus dem Kindergarten nach Hause und erzählt, dass jemand gesagt hat, dass z.B. Raketen nichts für Mädchen sind. Der australische Autor und Papa Scott Stuart hat so ein Erlebnis seines Sohnes zu einem Buch inspiriert. Und so gibt es nun „Mein Schatten ist pink“ erschienen im @coppenrathverlag
    .
    Der kleine Junge merkt, dass er ein bisschen anders ist, als die anderen. Sein Schatten ist pink, und nicht blau, wie der von Papa und Opa. Der pinke Schatten hat ein Eigenleben und trägt gern Kleider und tanzt durchs Haus. Und so entscheidet sich der Junge an seinem ersten Schultag ein Kleid anzuziehen. Aber er schafft es nicht lange im Kleid in der Klasse zu bleiben, denn alle starren ihn nur an. Da hat der Papa eine gute Idee! Und zu zweit im Kleid erfährt der Bub, dass er genau so richtig ist, wie er ist. ❤️
    .
    Das Buch hat eine sehr schöne Botschaft und ist sowohl sprachlich als auch illustrativ absolut gelungen. Nur versuche ich meinem Kind beizubringen, dass alle Farben für alle da sind. Hier fällt mir das Buch etwas in den Rücken.😀 Denn pink steht hier als Metapher für alles weibliche und umgekehrt blauf für alles männliche…
    .
    Und mir ist es etwas lieber, wenn die Überwindung von Geschlechterklischees nicht so plakativ dargestellt ist, sondern einfach so nebenbei passiert. Aber trotzdem haben Bücher wie dieses natürlich ihre Berechtigung. Und gerade Jungs, die sich gern mit klassisch weiblich konnotierten Dingen beschäftigen haben es besonders schwer. Da die Gesellschaft Männern einen höheren Status zuschreibt, verlieren sie diesen Status durch „Mädchenhaftigkeit“. Das wird deutlich weniger toleriert, als wenn Mädchen „Jungssachen“ machen. Jungs, lasst euch nicht kleinkriegen, schnappt euch den Glitzer! 😀
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    Für Kinder, die sich in klassischen Rollen nicht wohl fühlen ist das Buch eine absolute Bereicherung! Und natürlich auch für alle anderen!
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    Lesealter ist mit 5 angegeben. Ich finde mit 4 ist das Verständnis schon da.

  21. Cover des Buches Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod - Folge 1 (ISBN: 9783462301106)
    Bastian Sick

    Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod - Folge 1

     (1.860)
    Aktuelle Rezension von: Yoyomaus

     Zum Inhalt:


    Die erfolgreiche Spiegel-Online-Kolumne Zwiebelfisch - als Buch über eine Million verkaufte Exemplare! Die oder das Nutella – diese Frage hat schon viele Gemüter am Frühstückstisch bewegt. Der, die, das – wieso, weshalb, warum? Ob Nutella nun weiblich oder sächlich ist, ist sicherlich keine Frage auf Leben und Tod, aber eine Antwort hätten wir schon gern. Wir? Ja, wir hilflos Verlorenen im Labyrinth der deutschen Sprache. Wir, die wir unsere liebe Not mit der deutschen Sprache haben. Und leichter, verständlicher oder zumindest nachvollziehbarer ist es nach der Rechtschreibreform auch nicht geworden. In seinen hinreißend komischen und immer klugen Kolumnen bringt Bastian Sick Licht ins Dunkel der deutschen Sprachregelungen und sortiert den Sprachmüll. Ist der inflationären Verwendung von Bindestrichen noch Einhalt zu gebieten, angesichts von Spar-Plänen und Quoten-Druck?Versinken wir sprachlich gesehen nicht längst im Hagel der Apostrophe, wenn Känguru’s plötzlich in den Weiten Australien’s leben? Derlei Unsinn scheint nicht mehr aufhaltbar, wenn es nicht dieses Buch gäbe. Darauf zwei Espressis!

     

    Cover:

    Das Cover ist nicht sehr spektakulär und würde mich jetzt so auch nicht unbedingt ansprechen. Wir sehen hier eine Art Ortsschild, auf dem der Titel des Buches prangert und noch ein bisschen Landschaftsgrün und das war es dann auch schon. Ehrlich gesagt, so gar nicht mein Fall. Aber gut, bei dem Inhalt ist es auch recht schwer ein passendes Cover zu finden.

     

    Eigener Eindruck:

    Deutsche Sprache, schwere Sprache. Nicht nur „Nichtdeutsche“, welche die deutsche Sprache lernen wollen, haben mit der Grammatik zu kämpfen, auch der Deutsche selbst neigt immer wieder dazu in den tiefen des Grammatikdschungel den einen oder anderen Fehler zu machen. Da gibt es banale Themen wie die Mehrzahl vom Kaktus – nein, das ist nicht die „Kacktusse“ – aber es gibt auch schwere Themen wie richtiges Ausschreiben von Worten, das Einfügen von diversen Satzzeichen und, und, und. Damit hat sich der Autor dieses Büchleins in regelmäßigen Kolumnen im „Spiegel-Online-Magazin“ ausgelebt und somit dem Leser auch vor Augen geführt, wie doof man eigentlich ist. Denn sind wir mal ehrlich, es gibt wohl kaum jemanden, der die deutsche Sprache zu hundert Prozent fehlerfrei beherrscht. Somit hat das Buch also einen sehr lehrhaften Charakter und sollte eigentlich stark in den Himmel gehoben werden. Aber das kann ich nicht. Als kurze Kolumne in einer Zeitschrift mag das alles noch recht verdaulich und witzig gewesen sein, aber wenn man das alles auf einem Haufen in einem Buch präsentiert bekommt, dann fällt vor allem eins auf. Sehr viel trockene Theorie – zwar sehr gut recherchiert – aber so bösartig verpackt, dass man eigentlich im Strahl kotzen möchte. Die hochnäsige und herabblickende Art des Autors ist irgendwann einfach nicht mehr lustig. Sie nervt einfach nur und vermittelt mir als Leser das Bild, dass eben alle Menschen doof sind, nur eben der gottgleiche Autor nicht. Schade eigentlich. Durch den ganzen trockenen Stoff und die heranlassende Art, war ich öfter gewillt, das Buch einfach in die Ecke zu pfeffern. Wirklich schade drum, weil es ein so wichtiges Thema ist.

     

    Fazit:

    Kann man mal gelesen haben, aber man sollte von vornherein wissen, dass diese Thematik hier sehr trocken und langweilig ist und auch der Humor des Autors teilweise sehr fragwürdig ist.

     

     

    Gesamt: 3/5

     

    Daten:

    • Herausgeber : KiWi-Taschenbuch; 29. Edition (19. August 2004) 
    • Sprache : Deutsch 
    • Taschenbuch : 240 Seiten 
    • ISBN-10 : 3462034480 
    • ISBN-13 : 978-3462034486 
    • Abmessungen : 12.5 x 1.38 x 19 cm 

     

  22. Cover des Buches What Works: Gender Equality by Design (ISBN: 9780674986565)
  23. Cover des Buches Transberlin (ISBN: 9783902885425)
    Irina Theisen

    Transberlin

     (9)
    Aktuelle Rezension von: abetterway
    Inhalt:
    "Svetlana Imailova ist eine feste Institution auf dem Berliner Transenstrich. Eigentlich ist sie Privatdetektivin - wenngleich mit eher bescheidener Auftragslage. Der Anruf einer besorgten Mutter bringt Svetlana auf die Fährte des Medizinstudenten und Laienschauspielers Stefan Ilya. Svetlana vermutet hinter seinem Verschwinden einen Zusammenhang zwischen den angeblich abgeschobenen Strichern Sandy und Angel und dem unauffindbaren Travestiekünstler Sascha Sanders. Als Svetlana ihre Theorie Kriminalkommissar Malte Heinermann anvertraut, nimmt dieser sie nicht ernst. Aufgrund ihrer eigenen Geschlechtsidentität beschließt sie, den Fall selbst zu verfolgen. Doch wer kommt als möglicher Täter infrage? Was hat es mit dieser Laientheatergruppe auf sich? Und warum muss Kriminalkommissar Heinermann eigentlich so verdammt gut aussehen?"

    Meinung:

    Ich bin skeptisch an das Buch herangegenagen, aber es hat mich überrascht. Die Autorin schafft es einen spannenden Krimi mit tollen Charakteren. Der Schreibstil ist flssig und sehr spannend, sodass man das Buch fast nicht aus der Hand legen kann.

    Das Cover passt sehr gut zur Story, aber ich würde die Wasserzeichenbilder (Hintergudn) im Buch weglassen, das erschwert das lesen.

    Svetlana ist von anfang an sympatisch und entwickelt sich im Laufe der Geschichte sehr weiter. Auch wie sie mit ihrer Gesamtsituation umgeht finde ich mutig. Ich würde gerne weitere Geschichten der Autorin lesen.

    Fazit:
    Ein spannender Krimi, der mir einen tollen Lesenachmittag bescherte.

  24. Cover des Buches Die neue Liebesordnung (ISBN: 9783518064870)
    Eva Illouz

    Die neue Liebesordnung

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Nespavanje

    Bevor Shades of Grey erschienen ist und die heimischen Bestsellerlisten im Sturm erobert hat, ist Eva Illouz mit "Warum Liebe weh tut" der Liebe soziologisch auf den Grund gegangen. Sie analysiert darin den Einfluss von Kapitalismus und Massenmedien auf Gefühls- und Beziehungskonzepte in der modernen Gesellschaft,ausgehend des 19. Jahrhunderts und immer mit gut fundierten Beispielen. Und auch wenn es nicht viele zugeben werden - ich hab auch die Shades of Grey - Trilogie gelesen und dabei hab ich mich immer gefragt, was wohl Eva Illouz über SoG denkt. Das die Soziologien es auch tatsächlich gelesen hat und mit - Die neue Liebesordnung - einen Essay darüber geschrieben hat, konnte ich im ersten Moment gar nicht glauben.


    Illouz schreibt in diesem Sachbuch nun über den Werte- und Moralwandel der anscheinend durch SoG ausgelöst wurde, was ein wenig obsolet ist, bedenkt man, dass E. L. James die Urfassung von SoG, bevor sie damit berühmt geworden ist, von einer Internetseite löschen musste, weil die beschriebenen sexuellen Inhalte moralisch nicht vertretbar waren. Dennoch war ich höchst neugierig, wie denn nun Frau Illouz Christian Grey und Anastasia Steele analysiert und ihre Sicht der Dinge darlegt. Um nicht zu viel zu verraten: Ich war dann doch sehr erstaunt was sie alles entdeckt hat und wie sie die eigentlich doch sehr klassische Liebesgeschichte interpretiert.

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