Bücher mit dem Tag "geschworene"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "geschworene" gekennzeichnet haben.

53 Bücher

  1. Cover des Buches Todesurteil (ISBN: 9783442480258)
    Andreas Gruber

    Todesurteil

     (567)
    Aktuelle Rezension von: MichisBuecherDingsBums

    um nun endlich meine Sneijder Reihe komplett zu machen, habe ich mir Teil Zwei gegönnt. Kann man mal so machen und es wird mir Einiges klarer. Andreas Gruber gelingt es wieder vorzüglich zwei Hauptpersönlichkeiten. Sneijder und Nemez, gleichberechtigt ins Spiel zu bringen. Ich finde es erstaunlich wieviel Inhalt, Spannung und Wendungen, in diesem Fall nur 570 Seiten, in einem Roman untergebracht werden können.

    Ich fasse zusammen in drei Hauptsätzen: Sneijder kann man nicht verstehen, er ist halt so. Nemez ist der perfekte Backup für Maarten S. Sneijder. Dem Leser wird ein rasanter Spannungsfaden von der ersten bis zur letzten Seite geboten.

    Mal wieder eine klare Leseempfehlung , für alle die nicht wissen, was sie tun...

  2. Cover des Buches Der Kruzifix-Killer (ISBN: 9783548281094)
    Chris Carter

    Der Kruzifix-Killer

     (1.406)
    Aktuelle Rezension von: Gabrielemarinajabs

    Dieser Thriller von Chris Carter hat mich wirklich begeistert. Robert Hunter, der Protagonist dieser Serie ermittelt zum ersten mal mit seinem neuen Partner Carcia. Der Detektive ahnt schon bald böses, als er die tote Frau sieht, von welcher der Täter nicht allzu viel übrig gelassen hat, um sie zu identifizieren. Wie zu erwarten, bleibt es nicht bei diesem einem Opfer. Ein unverkennbares Erkennungsmerkmal eines Serienkillers, den Robert Hunter lange gefasst und verurteilt wähnte, findet sich am Tatort. Die Art Hunters, zu ermitteln, ein Profil zu erstellen und die Zusammenarbeit mit seinem jungen Partner geben dem Thriller einen eigenen Stil. Obwohl der Autor einige Umstände aus Robert Hunters Leben entwickelt und das Buch einen Umfang von 480 Seiten hat, gelingt es Chris Carter, den Leser zu fesseln. Die Jagd nach dem Killer, der dem Detektive lange Zeit immer einen Schritt voraus zu sein scheint, erzeugt eine atemlose Spannung, die mit den ersten Seiten beginnt und dann konsequent bis zum überraschenden Ende der Geschichte beibehalten wird. Das eindrucksvolle Cover und der Klappentext haben mich dafür interessiert, dieses Buch zu lesen - ich wurde nicht enttäuscht. Die Meinungen zu dieser Thrillerserie von Chris Carter gehen auseinander - von mir bekommt dieses Buch 5 Sterne mit echter Leseempfehlung. 

  3. Cover des Buches Cupido (ISBN: 9783942656177)
    Jilliane Hoffman

    Cupido

     (2.748)
    Aktuelle Rezension von: EngelAnni

    Ich habe gerade den Thriller „Cupido“ von Jilliane Hoffman beendet. Ich war etwas enttäuscht von dem Buch. Ich bin der Meinung, dass ich es schon mal gelesen habe, als es 2005 in Deutschland raus kam, ich hatte nämlich die ganze Zeit den Täter im Kopf und so war es Ende auch.

     

    Aber erst mal zum Inhalt:

    Klappentext: Der Albtraum jeder Frau: Du kommst abends in dein Apartment. Du bist allein. Alles scheint wie immer, nur ein paar Kleinigkeiten lassen dich stutzen. Du kümmerst dich nicht darum. Du gehst schlafen. Und auf diesen Moment hat der Mann, der unter deinem Fenster lauert, nur gewartet.

     

    Aufgrund dieses Klappentextes habe ich gedacht, es wird der Serienmörder gesucht, der Frauen in ihrer Wohnung überfällt. Dies ist aber nur der erste Teil, wir lernen hier die Hauptfigur C.J. Townsend kennen.

    Der zweite Teil spielt ca. 12 Jahre später und C.J. wird unvorbereitet mit ihrem alten Peiniger konfrontiert.

    Und genau das gefällt mir an diesem Thriller nicht. Ich werde mit der Hauptfigur nicht richtig warm und auch die Geschichte haut mich nicht von den Socken.

    Da ich das Buch mit Sicherheit nicht ein drittes Mal lesen werden, wandert es auf meinen Tauschstapel.

  4. Cover des Buches Wer die Nachtigall stört ... (ISBN: 9783499271571)
    Harper Lee

    Wer die Nachtigall stört ...

     (934)
    Aktuelle Rezension von: Alexander_Bally

    Bei Büchern ist es oft ähnlich wie bei Menschen: Da gibt es wen, den kennt vage schon seit langem, aber es ergab sich nie ein näheres Kennenlernen. Wenn es doch geschieht, erkennt man mitunter, dass man seit Jahren eine wunderbare Begegnung versäumt hat.

    So ging es mit mit Harper Lee und „Wer die Nachtigall stört“. ‚Amerikanischer moderner Klassiker, nett zu lesen und wohl auch lohnend‘, das wusste ich. Aber näher bin ich dem Buch nie gekommen und selbst die oskarprämierte Verfilmung aus dem Jahr 1962 war an mir vorbeigegangen, obwohl ich das Kino der sechziger Jahre sehr schätze und ebenso Gregory Peck.

    Und dann war neulich meine Bettlektüre zu Ende und ich war zu faul einen anderen lieben Band im Bücherbord auszusuchen. Zufällig lag Harper Lee gerade herum und ich war nun einfach neugierig. Und dann? Den Anfang fand ich ein wenig harzig. Die Erlebnisse des altklugen Wildfangs, der sechsjährigen Jean Louise Finch, genannt Scout, fand ich nett, aber mehr auch nicht. Ich las, wie sie sich von ihrer Lehrerin ungerecht behandelt fühlt, über ihre Schulweg- und Schulhofabenteuer, die sich immer wieder um Arthur „Boo“ Ridley drehen, den geheimnisvollen Nachbarn, der die Menschen scheut und seit vielen Jahren nie das Haus verließ. Für die Kinder wurde er so zu einer Art Sagen-und Schreckgestalt. Scout und ihr älterer Bruder Jem versuchen in immer neuen Anläufen ihn aus dem Haus zu locken. Alles las sich angenehm und die Figuren waren stets plastisch und lebendig gezeichnet, doch wohin wollte die Geschichte?

    Erzählerisch bricht das Buch mit sehr vielen Regeln, die ein Autor besser beachten sollte. Vor allem in der Erzählstruktur. Scout stellt dem Leser eine Unmenge Figuren vor, doch der Leser bleibt alleingelassen mit der Frage, warum er dies gezeigt bekommt. Die eher anekdotische Handlung meandert zwischen dem Finchschen Anwesen und dem Postamt hin und her, schweift ab in die Tiefen in die Familengeschichte um dann scheinbar Volten drehend wieder zum geheimnisvollen Boo Ridley zurückzukehren. Scout ist zwar hinreißend, doch auch die beste Protagonistin braucht eine Thema, dem sie folgen kann, um ihre Geschichte zu erzählen.

    Fast hätte ich das Buch wieder weggelegt. Und doch war da etwas, was mich zum weiterlesen bewog: Der Schauplatz Maycomb. Harper Lee zeichnet sehr genau ein Bild dieser fiktiven Kleinstadt in Alabama zur Zeit der Depression, führt das typische Personal vor Augen, bigotte Damenkränzchen, unverbiegbare Farmer an der Armutsgrenze, die dennoch stolz und aufrecht nie etwas schuldig bleiben wollen und ihre Schulden mit Eiern oder einem Ferkel bezahlen, verschlagene Rednecks, weißes Prekariat am Rande der Gesellschaft und die Parallelgesellschaft der Farbigen. Seit meiner Jugend kenne ich dank Tom Sawyer, die Waltons. Durch sie und viele andere Quellen war ich vertraut mit diesen Versatzstücken, doch Harper Lee hat sie, das merkte ich erst auf den zweiten Blick, zu einem dichten und lebendigen Mikrokosmos verwoben. Vor allem aber, das ist ihre große Stärke, blickt sie immer wieder genau in die Seelen der Figuren, belässt es nie beim Anschein, der vertrauten Oberfläche, dem Klischee. Das erzählende Kind begegnet allen Menschen unvoreingenommen und lotet so die Charaktere aus, immer wieder auch mit Hilfe ihre verwitweten Vaters, Atticus Finch, einem alternden Anwalt in der Gemeinde. Er glaubt an Freiheit und die Gleichheit vor dem Gesetz und lebt dies auch vor. Seinen Kindern ist er Vertrauter und Vorbild und vor allem Freund, der sie auch als Gesprächspartner ernst nimmt. Ansonsten lässt er ihnen sehr viel Freiheiten. Weit mehr, als Calpurnia, die schwarze Haushälterin, die mit Strenge und Liebe die eigentliche Erziehungsarbeit übernimmt.

    Ein Weilchen lag das Buch mit einem Lesezeichen in der Mitte neben meiner Bettstatt unberührt. Ich fand den Ruf, den es genießt, eher rätselhaft. Doch dann las ich weiter und endlich schälten sich aus den vielen, vielen Themen im Buch drei heraus, die sich in der zweiten Hälfte immer dichter verwoben: Rassismus, Gerechtigkeit und vor allem die Menschlichkeit in ihren guten und schlechten Ausprägungen.

    Als Atticus einen Schwarzen als Pflichtverteidiger vertritt, der beschuldigt wird, ein weißes Mädchen vergewaltigt zu haben, ein Vorwurf, der in Alabama in dieser Zeit beinahe automatisch zur Verurteilung führt, und er dieses Mandat auch noch sehr ernst nimmt, kommt es zu verdeckten und offenen Anfeindungen gegen diese „Niggerfreunde“. Atticus gelingt der Ritt auf der Rasierklinge, gelassen den gehässigen Klatsch zu überhören und sich dennoch sich dem Unrecht, notfalls auch dem Lynchmob entgegenzustellen, mit nichts weiter bewaffnet als aufrichtiger Überzeugung und Manieren. Er lehrt er seine Kinder, die Menschen zu verstehen, sich in die anderen hineinzuversetzen und niemanden zu verurteilen, nicht einmal die Bekannten und Nachbarn, die den Angeklagten lynchen wollten. Denn manchmal, so lehrt er sie, sind auch vernünftige Menschen verblendet. Dann stünde irgendetwas zwischen ihnen und ihrer Vernunft, ein Vorurteil, eine Angst oder sonst ein Gefühl.

    So wird über niemandem der Stab gebrochen, denn man muss ja auch in Zukunft friedlich zusammenleben. Dennoch werden im Roman die Schwächen und Unzulänglichkeiten und das Unrecht nie ausgeblendet, verleugnet und auch nicht beschönigt, denn der Angeklagte muss sterben, auch wenn Atticus im zentralen Prozess seine Unschuld offen zu Tage fördern kann. War sein Einsatz umsonst? So sieht es sein Sohn, und doch hat sich manches geändert, wenn auch einstweilen nur in den Köpfen. Aber genau da, in den Köpfen der Menschen, muss wohl alle gesellschaftliche Veränderung beginnen.

    So birgt das Buch gewaltigen gesellschaftspolitischer Sprengstoff, liebenswürdig verpackt in rosa Seidenpapier mit Schleifchen. Im seinem Kern ist es hochexplosiv und gerade heute so hochaktuell wie vor sechzig Jahren, als es erschien – in Amerika ebenso wie bei uns und vielleicht überall, wo Menschen mit Vorurteilen die Gesellschaft gestalten.

    Wie konnte ich dieses Buch nur übersehen? Es hielt mich bis drei Uhr wach, und nun, da ich das Werk als ganzes kenne, bin ich begeistert. Ich glaube, es verdient ein Plätzchen bei meinen Lieblingsbüchern.

    Rezension von www.perspektivwechsel.webador.de

  5. Cover des Buches Gilde der Jäger - Engelszorn (ISBN: 9783802582752)
    Nalini Singh

    Gilde der Jäger - Engelszorn

     (586)
    Aktuelle Rezension von: shadowpercy

    Elena ist nun ein Engel. Raphael Ambrosia hat sie davor gerettet zu sterben. Doch nun haben es einige auf ihren Kopf abgesehen. Die Geschichte ist wirklich der Hammer und genauso spannend wie Band 1. In diesem Band erfahren wir wirklich sehr viel über Elenas als auch Raphaels Vergangenheit. Mir gefiel das Buch wirklich sehr. Mein einziger Kritikpunkt wäre, dass die eigentlich Action wirklich am Ende des Buches passiert. Ja das ganze Buch ist wirklich voller Spannung und Story aber ich hätte mir den Kampf früher gewünscht. Außerdem fand ich das einige Charaktere zu schnell abgeschrieben wurde. Da redet man das ganze Buch über sie udn dann wars das. Trotzdem liebe ich das Buch

  6. Cover des Buches Todeswunsch (ISBN: 9783442478712)
    Michael Robotham

    Todeswunsch

     (255)
    Aktuelle Rezension von: PettiP

    Eines Abends steht die blutüberströmte Freundin von Joe´s Tochter Charlie vor der Tür. Kurz darauf erscheint die Polizei und teilt der Familie mit das Sienna´s Vater ermordet aufgefunden wurde. Hat Sienna ihn ermordet, weil er sich an ihr vergriffen hat? Oder hat ihr Freund etwas damit zu tun?

    Zu Beginn des Thrillers denkt man dass der Mord auf jeden Fall mit Missbrauch in der Familie zu tun hat. Doch schon sehr schnell kommen noch verschiedene andere Aspekte zum Vorschein. So bleiben die Zusammenhänge von Anfang bis kurz vor dem Ende verborgen. Das hat mir sehr gut gefallen, weil das meine Spannung erhöht hat. 

    Dass zwischenzeitlich immer mal wieder das Zwischenmenschliche zwischen Joe´s noch Ehefrau und ihm, sowie seine Parkinson Erkrankung thematisiert wurde, störte gar nicht. Es passt perfekt ins Gesamtgeschehen. 

    Dieses Ist zwar schon der 5. Band der Reihe, aber das erste Buch welches ich davon gelesen habe. Ich habe ein paar spätere Werke bereits als Film gesehen und war davon so begeistert, dass ich die Buchreihe nun nach und nach komplett lesen werde. Ich bin der Meinung, dass es ganz egal ist, in welcher Reihenfolge. Jeder Fall ist in sich abgeschlossen, lediglich die Stadien der Parkinsonerkrankung sind verschieden, aber das ist nicht ganz so relevant.

    Fazit: Eine tolle, spannende Buchreihe, die in keinem Regal fehlen sollte. 

  7. Cover des Buches Die Erbin (ISBN: 9783453418462)
    John Grisham

    Die Erbin

     (126)
    Aktuelle Rezension von: larshermanns

    Da John Grisham in den USA gerade sein neuestes Werk vorstellt, in dem erneut Jake Brigance mitwirken soll, dachte ich, dass es nicht schaden könnte, den Vorgänger »Die Erbin« aus dem Jahr 2014 erneut zu lesen und nun auch in schriftlicher Form zu bewerten.

    ●●●●●●●●●● ALLGEMEINE INFORMATIONEN ●●●●●●●●●●

    Titel: Die Erbin
    Originaltitel: Sycamore Row
    Autor: John Grisham
    Verlag: Wilhelm Heyne Verlag
    ISBN: 978-3-453-26910-1
    Format: Gebundene Ausgabe
    Ausgabe: 2014
    Genre: Roman
    Seiten: 702

    ●●●●●●●●●● DER KAUF ●●●●●●●●●●

    Ich hatte mir »Die Erbin« am 28. September 2015 gekauft.

    ●●●●●●●●●● DIE AUFMACHUNG ●●●●●●●●●●

    Die gebundene Ausgabe aus dem Jahr 2014 ist schön gestaltet, wobei vor allem der silbrig gehaltene Schutzumschlag eine große Rolle spielt. Das 702 Seiten dicke Buch liegt, trotz seines Gewichts, gut in der Hand, die Seiten lassen sich bequem umblättern, und die Schrift hat genau die richtige Größe, um den Roman gemütlich lesen zu können. Einzig daneben finde ich das entzündete Streichholz in der Mitte, das auf den ersten Blick eigentlich gar nichts mit dem Roman zu tun hat. Meiner Meinung nach könnte man es höchstens auf einen einzigen Punkt gegen Ende des Buches beziehen, wenn es um die Hintergründe von Seth Hubbard geht. In meinen Augen sorgt es hingegen eher für Verwirrung.

    ●●●●●●●●●● DER AUTOR ●●●●●●●●●●

    John Grisham ist ein amerikanischer Bestseller-Autor, dessen Werke bereits mehrfach verfilmt worden sind. Der ehemalige Jurist ist seit 1991 hauptberuflich als Schriftsteller tätig und schreibt vor allem im Milieu der Justiz – mit Schwerpunkt auf den Südstaaten –, doch er ist literarisch auch in anderen Gegenden der USA zuhause. 1955 in Jonesboro, Arkansas, geboren, hat John Grisham bis 1991 als Anwalt in Mississippi praktiziert. Sein Erstlingswerk »Die Jury« (1989) wurde direkt zum Bestseller. In »Die Erbin« geht es erneut um seinen Protagonisten Jake Brigance aus eben diesem Meisterwerk.

    ●●●●●●●●●● INHALTSANGABE ●●●●●●●●●●

    Der Multimillionär Seth Hubbard wird eines Morgens von einem Mitarbeiter tot, an einem Baum hängend, aufgefunden. Er hatte Lungenkrebs im Endstadium und unermessliche Schmerzen, denen er so ein Ende setzen wollte. Trotz aller Bestürzung ob dieses dramatischen Ablebens, ist seine Familie mehr daran interessiert, dass das Testament eröffnet wird und jeder von ihnen etwas von dem stattlichen Vermögen abbekommt. Jedoch weiß keiner, dass Seth Hubbard sein Testament, kurz vor seinem Ableben, handschriftlich hatte ändern lassen. Die Familie geht leer aus, und seine farbige Haushälterin Lettie Lang erbt den Löwenanteil. Die Familie wetzt daraufhin die juristischen Messer und zieht alle Register, um den Verstorbenen postum als nicht zurechnungsfähig erklären zu lassen. Dann tritt Jake Brigance auf den Plan …

    ●●●●●●●●●● MEINE MEINUNG ZUM BUCH ●●●●●●●●●●

    Auch wenn der Roman 2014 erschienen ist, so spielt »Die Erbin« trotz allem im Jahr 1988, drei Jahre nach dem Prozess von Carl Lee Hailey und dem spektakulären Freispruch. Jake Brigance hatte während des Prozesses sein Haus verloren, das vom Ku-Klux-Klan niedergebrannt worden war, und befindet seitdem in einem Rechtsstreit mit seiner Versicherung. Interessanterweise wird sein Name auf dem Schutzumschlag als »Jack Brigance« wiedergegeben, korrekt ist jedoch – und so steht er auch in den Romanen selbst geschrieben –: Jake Brigance.

    Beachtenswert ist, dass es John Grisham nach all den Jahren sehr gut gelungen ist, seine Geschichte erneut in den 1980’er Jahren anzusiedeln. Seinerzeit waren die Verhältnisse deutlich anders als heutzutage. Es gab noch keine Handys, die Autos waren gänzlich anders als heute, und vor allem war der Rassenhass in den Südstaaten der USA damals noch sehr viel ausgeprägter als heute – auch wenn die aktuelle politische Situation in den USA dies momentan eher ad absurdum zu führen scheint. Auch waren zwanzig Millionen Dollar – das Erbe von Seth Hubbard – damals noch sehr viel mehr wert als heute. Dass zudem ein reicher, alter, weißer Mann sein Millionenvermögen einer schwarzen Hausbediensteten hinterlässt, musste in den späten 80’er Jahren natürlich zu einem Eklat führen.

    Bei »Die Erbin« handelt es sich endlich einmal um einen Roman, bei dem sowohl der amerikanische Originaltitel »Sycamore Row« als auch der deutsche Titel »Die Erbin« im unmittelbaren Zusammenhang mit der eigentlichen Geschichte stehen. Ich bin auch der Meinung, dass man selbst im Deutschen den Originaltitel »Sycamore Row« hätte verwenden können, auch wenn dieser Begriff überhaupt erst auf den letzten Seiten des Romans auftaucht. Der deutsche Titel bezieht sich hingegen direkt auf die Erbin Lettie Lang, um die sich die Geschichte des Romans dreht.

    »Die Erbin« ist definitiv eine direkte Fortsetzung von »Die Jury«, weswegen auch immer wieder alte Bekannte auftauchen. Neben Jake Brigance, der erneut der Protagonist in dem Roman ist, tauchen auch seine Frau Carla und ihre gemeinsame Tochter auf, ferner der Sheriff Ozzie Walls und auch der Richter Reuben V. Atlee haben ihre Auftritte sowie Lucien Wilbanks und Jakes Freund Harry Rex Vonner.

    Sehr interessant finde ich, wie es später zur Schlammschlacht vor Gericht kommt. Verständlicherweise versuchen die enterbten Familienangehörigen, das Testament gerichtlich anzufechten. Es dauert allerdings rund sechshundert Seiten, ehe man endlich die Hintergründe erfährt, weshalb Seth Hubbard sein Millionenvermögen einer schwarzen Haushälterin hinterlassen und seine Kinder und Enkel enterbt hat. Der Spannungsbogen baut sich, wie bei John Grisham üblich, langsam, aber sicher, auf und wird durch die diversen Nebenschauplätze, zwischen denen immer wieder hin und her gesprungen wird, sehr kurzweilig gehalten. So geht es einige Seiten lang um Jake Brigance, dann wird plötzlich zu Lucien Wilbanks gesprungen, gefolgt von Sheriff Ozzie Walls, dann ein Sprung zu den Erben, zu einem anderen Anwalt – und dennoch wird alles nicht verwirrender, sondern all diese Nebenhandlungen laufen führen letzten Endes zu einem gemeinsamen, zentralen Punkt, der auf den – geschätzt – letzten hundert Seiten des Buches zu finden ist.

    Meiner Meinung nach fesselt der Roman von Anfang an. Es ist nach meinem Dafürhalten nicht zwingend vonnöten, »Die Jury« zu kennen; jedoch erleichtert dies einem das Lesen von »Die Erbin«, da man unweigerlich immer wieder die Gesichter vor Augen haben wird sowie die Geschichte von »Die Jury« und damit einhergehende Zusammenhänge und Einflüsse.

    Mit hat »Die Erbin« gut gefallen, wenn auch nicht ganz so gut wie sein direkter Vorgänger. Auf jeden Fall wird für spannende Unterhaltung gesorgt.

    ●●●●●●●●●● MEIN FAZIT ●●●●●●●●●●

    Mit »Die Erbin« hat John Grisham einen guten, direkten Nachfolger von »Die Jury« geschaffen.

  8. Cover des Buches Der Gesang der Flusskrebse (ISBN: 9783844921564)
    Delia Owens

    Der Gesang der Flusskrebse

     (56)
    Aktuelle Rezension von: martina400

    „Kathrine Danielle Clark - Kya - Das Marschmädchen..“

    Inhalt:
    Kya lebt völlig isoliert und ohne Familie im Marschland. Sie ist scheu und kaum jemand bekommt sie in der Küstenstadt Barkley Cove zu Gesicht. Das Marschland ist ihr Leben. Jeden Stein, Gras, Vogel und jede Muschel kennt sie und steckt alle Energie in die Natur. Doch ebenso begegnen ihr in ihrem Leben zwei Männer, die sie stark beeinflussen. Als Chaze tot aufgefunden wird, beginnt ein Prozess, wo Kya die Hauptverdächtige ist.

    Cover:
    Das Cover ist eher unauffällig, passt aber perfekt zum Buch. Sowohl zu den Naturbeschreibungen als auch zu dem Charakter von Kya. Die Landschaft im Dämmerlicht vermittelt den Eindruck von Ruhe und Stille.

    Meine persönliche Meinung:
    Anfangs denkt man sich noch, wie schräg Kya ist und wie sie mit ihrem Verhalten auf ihre Umgebung wirkt. Doch schon bald erfährt man mehr über ihre Lebensumstände, warum sie so zurückgezogen lebt und was ihr alles schon zugestoßen ist. Da ist es nur verständlich, dass sie scheu ist und sich niemanden zeigt. Dann lässt sie sich auf Tade ein und wird wieder verletzt. Für uns eine traurige, aber überwindbare Sache. Für Kya eine Tragödie, da sie nie gelernt hat mit Verlusten und Enttäuschungen umzugehen. Es ist extrem aufwühlend wie Kya von der Gesellschaft verstoßen wird. Andererseits ist es extrem schön zu sehen, was diese Frau lernt und erforscht und weiß über das gesamte Marschland ohne jemals die Schule besucht zu haben. Das veranlasste mich selbst zum Nachdenken. Wie schnell verurteile ich Leute, die nicht der Norm entsprechen? Was denke ich über Leute, die bettelnd an der Straße sitzen? Was halte ich von Leuten, die zurückgezogen leben und beispielsweise ihre Kinder selbst unterrichten? Tatsache ist: Ich weiß nichts über deren Leben und nichts über deren Umstände und nichts über deren Wissen. In diesem Buch ist es wunderbar zu sehen, wie sich alles fügt und Kya noch ein glückliches und erfülltes Leben führen kann.

    Fazit:
    Ein berührender Roman, der einen anregt seine Vorurteile gegenüber anderen über Bord zu werden und nebenbei noch unglaublich detaillierte Naturbeschreibungen liefert.

  9. Cover des Buches Bis ans Ende aller Tage (ISBN: 9783492263139)
    Jodi Picoult

    Bis ans Ende aller Tage

     (476)
    Aktuelle Rezension von: HeLo23
    Ich bin durch Zufall auf diese Buch gestoßen. (in einer öffentlichen Buchecke) Bis zum Schluss habe ich nicht realisiert gehabt, dass es von der gleichen Autorin ist wie "Beim Leben meiner Schwester". Die Tatsache, dass Jodi Picoult sich in ihren Büchern immer mit wichtigen Themen wie Selbstmord, Knochenmarktransplantation und Kindesmissbrauch auseinander setzt finde ich toll. So werden diese Tabuthemen wieder einmal klar und bewusst gemacht. Gerade diese Bücher und Themen sind es die mir immer noch lange im Kopf herumschwirren und mich bewusst zum nachdenken bringen.

    Eine spannende, traurige und zugleich auch rührende Liebesgeschichte zwischen zwei jungen Menschen bei der man die Verzweiflung richtig spüren kann. In kürzester Zeit habe ich das Buch verschlungen und war begeistert von den Charakteren und den ausführlichen Beschreibungen der Vorgeschichten. Ich mag es, wenn Bücher auch in die Vergangenheit blicken und man so einen besseren Überblick über das Leben und die Gegebenheiten bekommt. Man fühlt sich beinahe wie ein Mitglied der beiden Familien und kann vollkommen ins Geschehen einfühlen und mitfiebern.
    Bis auf eine kurze Stelle ziemlich Mittig im Buch fand ich es sehr kurzweilig und spannend zu lesen. Der Schluss war für mich überraschend aber nicht unbefriedigend.
    Im Großen und Ganzen kann ich dieses Buch wirklich empfehlen.
  10. Cover des Buches Vater unser (ISBN: 9783499244568)
    Jilliane Hoffman

    Vater unser

     (716)
    Aktuelle Rezension von: Adri1994

    Das Buch hat mich leider nicht überzeugt. Nachdem ich bereits einige Bücher der Autorin verschlungen habe, bin ich hier mehr als enttäuscht. 

    Es ist ziemlich langatmig. Am Ende weiß ich gar nicht mehr WOMIT die 600 Seiten eigentlich gefüllt waren. Vor allem die ausführlichen Schlussplädoyers - die eig alles nur zum xten Mal wiederholt haben - fand ich langatmig. Ebenso wie die letzten 2 Kapitel. Riesige, unglaubwürdige Sprünge. Als hätte man sich nicht entscheiden können, ob das Buch positiv oder negativ für die Protagonistin enden sollte. 

    Viele Lücken im Geschehen...

  11. Cover des Buches Die Jury (ISBN: 9783453417908)
    John Grisham

    Die Jury

     (510)
    Aktuelle Rezension von: -nicole-
    Band 1 um Anwalt Jake Brigance

    Die 10-jährige Tonya Hailey ist gerade auf dem Heimweg, als sie von zwei Männern überfallen und brutal misshandelt wird. Das Mädchen ist schwer verletzt, die Täter bald darauf gefasst. Doch Carl Lee Hailey, der Vater von Tonya, ist eine Verurteilung nicht genug: Nach einer Anhörung vor Gericht erschießt er die beiden Täter noch im Gerichtsgebäude. War es Mord oder Hinrichtung? Rache oder Gerechtigkeit? Die Verteidigung von Carl Lee Hailey übernimmt der junge Anwalt Jake Brigance, der damals auch schon dessen Bruder in einer anderen Anklage erfolgreich verteidigt hat. Das Verfahren wird schließlich zum Sensationsprozess: Denn Richter und Staatsanwalt sind Weiße, Hailey ist ein Schwarzer. Alte Rassenkonflikte brechen auf, die Menge brodelt…Wie wird die Jury entscheiden?

    Kurz vor zwei Uhr am Montagnachmittag trat er durch die Verandatür und zündete sich eine Zigarette an. Eine seltsame Stille umhüllte das Zentrum von Clanton im Staat Mississippi.“ – Seite 91

    „Die Jury“ erschien erstmals im Jahr 1989 (die deutsche Ausgabe im Jahr 1992) und ist John Grishams erster Roman. Er gehört neben „Die Firma“ und „Der Regenmacher“ mit zu seinen besten Justiz-Thrillern. Die Geschichte spielt im fiktiven Ort Clanton in Mississippi und ist von Anfang an ergreifend und dramatisch: Nachdem zwei weiße Männer seine Tochter brutal vergewaltigt haben, erschießt der Vater Carl Lee Hailey die beiden Täter. Der Prozess gegen ihn schlägt große Wellen – Medien aus dem ganzen Land reisen an und es wird schnell klar, dass sich die Lage in dem kleinen Ort bald dramatisch zuspitzen wird. Das Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite flüssig zu lesen –die Dialoge der sehr gut ausgearbeiteten Charaktere sind packend geschrieben, auch die Abschnitte der Gerichtsverhandlungen sind unheimlich interessant zu verfolgen. Es wird oft erschreckend, wenn man liest, was in machen Menschen vorgeht - gerade die ersten Seiten sind schockierend – doch es gibt auch immer wieder Hoffnung. Der Prozess gegen Carl Lee Hailey selbst ist packend, dramatisch und überraschend.

    „Die beiden Gruppen musterten sich gegenseitig und warteten darauf, dass irgend etwas geschah. Alle wollten vermeiden, was sich nun anbahnte. Die einzigen Geräusche waren das Schluchzen des Mädchens, der Mutter und des jüngsten Bruders.“ – Seite 94

    Mein Fazit: John Grishams Debüt ist nun schon über fünfundzwanzig Jahre alt und hat von seiner Intensität bis heute nichts verloren. „Die Jury“ ist detailreich ausgearbeitet, Dialoge und die Gerichtsverhandlungen sind packend zu verfolgen. Es wird zwar dramatisch, oft erschreckend und traurig, aber auch die Hoffnung kommt nicht zu kurz. Ein packender Justizthriller, der mit zu John Grishams besten Werken gehört – sehr lesenswert!
  12. Cover des Buches Das Herz ihrer Tochter (ISBN: 9783492263764)
    Jodi Picoult

    Das Herz ihrer Tochter

     (389)
    Aktuelle Rezension von: Tintenklex

    "Das Herz ihrer Tochter" hat Jodi Picoult zu einer meiner Lieblingsautorinnen gemacht! Sie schafft es - scheinbar mühelos - dass der Leser schon nach kurzer Zeit ins Nachdenken kommt und alles zu hinterfragen beginnt. Die Handlungen der Personen im Buch und dadurch gezwungenermaßen auch unsere eigenen Handlungen. Unsere Gesellschaft. Die Welt in der wir leben. Man könnte meinen, dieses Buch würde "die Guten" und "die Bösen" klar voneinander trennen - immerhin reden wir hier über einen Mörder. Doch das Gegenteil ist der Fall. Es gibt kein schwarz und weiß - der Leser soll sich seine eigene Meinung bilden. Der Stoff geth wirklich unter die Haut und lässt einen nicht los, auch lange nachdem man das Buch beendet hat. Großartig erzählt!

  13. Cover des Buches Tanz, Püppchen, tanz (ISBN: 9783442465361)
    Joy Fielding

    Tanz, Püppchen, tanz

     (312)
    Aktuelle Rezension von: Karin_Kirchbichler

    Wie kann man einfach einen Mann mitten im Hotel erschießen? 

    Da ist Mann Anwältin und bekommt vom Ex Mann den Anruf, dass die Mutter fest genommen  wurde,wegen Mordes.

    Seit Jahren kein Kontakt zur Mutter,in einen anderen Statt ausgewandert ,möchte eigentlich mit der vergangen nichts mehr zu tun haben. Wenn die eigene Mutter im Knast sitzt,springt man doch unter seinen Schatten. 

    Mutter möchte der Tochter und auch den ex Schwiegersohn nicht sagen,warum sie einfach so einen Mann erschossen hat, den Sie angeblich nicht kennt. Klar das die Tochter trotz der nicht schönen Vergangenheit auf Suche geht. Irgendwas muss dahinter stecken. Dann kommt auf einmal ein Mann ins Spiel wo über 20 Jahre tot ist, besser gesagt dessen Name.

    Wer ist den wirklich der tote ,da es zu ihm zwei Namen gibt. Warum hatte er Operationen das er jünger aussieht? Was hat die Frau des Toten mit der Mutter zu tun?

    Ich wäre nicht darauf gekommen, das der Tote ausgerechnet der ex Mann von der Taterin ist, die Frau des Toten die Tochter der Täterrin. 

    Für die jüngere Tochter ,die Anwältin ist es ein Schock zu erfahren was in ihrer Kindheit mit der Mutter passiert ist, warum die so von ihr abgestoßen wurde.


    Ich fand das Buch bis zum Ende gut. Es war mit Spannung. Diese Frage,warum man einfach einen angeblich fremden Mann erschießt. Da muss es doch ein Hintergrund geben und den gab es. 

    Ich kann euch nur raten, dieses Buch zu lesen. Ich fand es gut. Leider hatte es sich bei mir aber hingezogen von Anfang bis Ende, da ich leider noch anderes zu tun hatte. Deshalb wird diese Bewertung etwas komisch.

  14. Cover des Buches Die Wahrheit meines Vaters (ISBN: 9783492263160)
    Jodi Picoult

    Die Wahrheit meines Vaters

     (384)
    Aktuelle Rezension von: buchfeemelanie
    Das Coverbild finde ich angenehm.
    Der Schreibstil ist gut, sodass man schnell in dem Buch voran kommt. Ich habe das Buch bereits einmal gelesen, es hat allerdings etwas gedauert, bis ich das beim letzten Mal festgestellt habe :-D
    Kommt bei mir ja echt sehr selten vor!
    Delia ist ein angenehmer Charakter und recht gut gelungen.
    Die Geschichte ist solide und man kann sie gut lesen. Es gab für mich keine großen Höhepunkte oder Tiefpunkte. 
    Ich hätte allerdings etwas mehr Emotionen und Spannung erwartet.

    Daher bekommt das Buch von mir nur durchschnittliche 3 Sterne.


  15. Cover des Buches Die Macht des Zweifels (ISBN: 9783492263153)
    Jodi Picoult

    Die Macht des Zweifels

     (138)
    Aktuelle Rezension von: nasa

    Bisher habe ich noch nichts von Jodi Picoult gelesen gehabt, habe aber immer gutes von ihr gehört. Als mir dann das Buch „Die Macht des Zweifels“ in die Hände fiel, habe ich es sofort mitgenommen und gelesen. Ich muss sagen ich bin begeistert. Bis auf ein paar längere Stellen die den Prozess betreffen war das Buch wirklich toll. Dies ist kein Buch was man mal eben so nebenbei lesen kann. Es hat wirklich Tiefgang. Es bringt einem zum Lachen und zum Weinen, aber vor allem zum Nachdenken.

    Nina Frost ist Staatsanwältin, sie ist gut in ihrem Job und sie liebt ihn. Sie verhandelt Fälle in denen es um Kanzelmissbrauch geht. Doch plötzlich bricht ihre Welt zusammen. Ihr Sohn Nathaniel spricht nicht mehr. Bei den verschiedensten Untersuchungen kommt raus dass der 5 jährige Junge sexuell missbraucht wurde. Als raus kommt wer der Täter ist kommt es bei dem Prozess zu einem tödlichen Vorfall.

    Jodi Picoult schafft es einem zu fesseln. Man leidet mit den Personen mit, man entwickelt eine Empathie mit jedem einzelnen Protagonisten. Was ich sehr schön fand ist das die Autorin einen nicht richtig oder falsch vorlegt. Sie lässt den Leser selbst entscheiden. Die Tat wird nicht heruntergespielt, es finden keine Schuldzuweisungen statt, jeder kann sich selbst ein Bild der Selbstjustiz machen. Ich glaube auch, dass sich niemand ein Urteil darüber erlauben kann, wenn er nicht selbst in so einer Situation steckt.

    Bis auf ein paar Details (das auf und ab der Beziehung; die zu geringe Betreuung von Nathaniel; zulange Ausfrührungen bei Gericht) die mich am Buch letztendlich gestört haben, bin ich begeistert. Jodi Picoult ist eine Autorin die ich mir merken werde. Dies war bestimmt nicht mein letztes Buch von ihr.

  16. Cover des Buches Die Liste (ISBN: 9783828977990)
    John Grisham

    Die Liste

     (206)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Mal ein etwas anderer Grisham. Auch hier gibt es eine spannende Gerichtsverhandlung und ein überraschendes Ende, aber der ganze zweite Teil und viel vom dritten Teil schildern das Leben einer ländlichen Kleinstadt im Süden der USA zu Beginn der 70ger Jahre. Es ist mit viel Humor geschrieben und hat mir sehr gefallen. Die Geschichte plätschert teilweise seicht dahin, aber langweilig oder zäh wird sie nie. Und am Schluß wird es nochmals richtig spannend.

    Eine junge Mutter wird vor den Augen ihrer kleinen Kinder vergewaltigt und umgebracht. Der Mörder gehört zum Padgitt-Clan, die seit Generationen eine ganze Halbinsel bevölkern und dort ihren kriminellen Tätigkeiten nachgehen. Sie sind bekannt dafür, jeden am Betreten der Halbinsel zu hindern, auch die Polizei. Nachweisen konnte man ihnen nie etwas. Wird Danny Padgitt nun verurteilt oder lässt sich die Jury einschüchtern oder bestechen ?

    Es hat mir viel Spaß gemacht, das Buch zu lesen.

  17. Cover des Buches Verweigerung (ISBN: 9783847900535)
    Graham Moore

    Verweigerung

     (19)
    Aktuelle Rezension von: raeubertochter

    Das Justizsystem mit Geschworenen in den USA finde ich schon spannend, seit ich den Film Die Geschworenen gesehen habe. Auch Verweigerung setzt sich gekonnt mit den inneren Konflikten auseinander, die gerade Beteiligte in besonders prominenten Fällen wohl ständig mit sich und anderen auszutragen haben.

    Vor zehn Jahren wurde die Geschworene Maya Seale dafür verantwortlich  gemacht, dass der vermeintliche Mörder Bobby Nock freigesprochen wurde, indem sie die anderen elf Geschworenen davon überzeugte, dass es keine hinreichenden Beweise für seine Schuld gab. Nun, zehn Jahre später, soll der Fall gemeinsam mit den damaligen Beteiligten in einer Doku erneut aufgearbeitet werden, denn angeblich gibt es neue Hinweise auf Bobbys Schuld ...

    Moore schildert parallel aus Mayas Perspektive die heutigen Ereignisse und nacheinander aus den Blickwinkeln aller anderen Geschworenen den vergangenen Fall vor Gericht und schafft so nach und nach einen kompletten Überblick, wobei er die verschiedensten mehr und minder dramatischen persönlichen Schicksale der unterschiedlichen Figuren mit einflicht.

    Insgesamt ein sorgfältig kuratiertes Zusammensetzen kleinster Puzzlestücke bis hin zu einem phänomenalen Ende voller Enthüllungen!

  18. Cover des Buches Du bist mein Tod (ISBN: 9783548613116)
    Claire Kendal

    Du bist mein Tod

     (79)
    Aktuelle Rezension von: misery3103

    Clarissa will nur eins: Ihr Leben leben, ohne belästigt zu werden. Doch ein Kollege kann das nicht akzeptieren. Er verfolgt sie, bedroht sie, will mit ihr zusammen sein. Je mehr Clarissa ihn ignoriert, umso mehr verfolgt er sie, macht ihr Geschenke, die sie nicht will, trennt sie von ihren Freunden. Als sie als Geschworene in einem Prozess berufen wird, hofft sie auf etwas Ruhe. Doch auch hier lässt Rafe sie nicht in Ruhe. Ein Alptraum beginnt.

    Ein etwas anderer Thriller, von dem ich am Anfang nicht wusste, was ich davon halten soll. Die Schreibweise ist gewöhnungsbedürftig. Aber: Das Buch fesselt von Anfang an, auch weil man nie sicher sein kann, ob Clarissa all diese Dinge wirklich passieren. Sie ist distanziert und seltsam, zeigt den Mann nicht an, sammelt Beweise in Form von ungewollten Geschenken.

    Der Roman fesselt bis zum Schluss, auch weil man wissen will, wie es für Clarissa ausgehen wird. Auch ihre neue Bekanntschaft mit dem ebenfalls als Geschworener eingesetzten Robert ist vielversprechend und schürt gleichzeitig die Angst davor, dass ihm etwas zustoßen könnte, da Rafe natürlich nicht begeistert über Clarissas Gefühle für einen anderen Mann sind.

    Bis zum Schluss ist das Buch spannend – und es hinterlässt einen mit einer Art Unbehagen. Clever aufgebaut und wirklich fesselnd, so dass ich das Buch in einem Rutsch lesen musste. Gut!

  19. Cover des Buches Das Urteil (ISBN: 9783453720848)
    John Grisham

    Das Urteil

     (230)
    Aktuelle Rezension von: manoman


    In einer amerikanischen Kleinstadt soll ein historisches Urteil gefällt werden, bei dem es auf beiden Seiten um alles geht. Die Frau eines an Lungenkrebs verstorbenen Rauchers verklagt einen Zigarettenhersteller auf Schadenersatz. Sollte sie Recht bekommen, könnte das für die milliardenschwere Tabakindustrie den Ruin bedeuten. Das Urteil soll von einer unabhängigen Jury gefällt werden. die von Klägerin und Beklagten bestätigt wurde. Die Jury scheint jedoch zunehmend von verschiedenen Seiten beeinflusst zu werden...

    *********************************************************

    Sehr fesselnd und mitreißend. Außerdem auch recht informativ.
    Aufgrund vieler verschiedener Namen und Handlungsstränge sollte man vor allem zu Beginn des Buches konzentriert dabei bleiben, um nicht den Faden zu verlieren.

    Ganz klare Leseempfehlung! 
  20. Cover des Buches Das falsche Urteil - aus der Serie: Midsommer Tode (ISBN: 4026411109800)
    Hakan Nesser

    Das falsche Urteil - aus der Serie: Midsommer Tode

     (146)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Ein Mann wird nach 12 Jahren Haft entlassen. Es ist schon die zweite 12jährige Haftstrafe, die er wegen Mordes abgesessen hat. Stets hat er seine Unschuld beteuert. Einige Zeit später findet man eine kopflose Leiche im Wald. 

    Eigentlich mag ich skandinavische Krimis, aber mit diesem Autoren tu ich mich irgendwie schwer. Ich finde die Charaktere langweilig, die Gedanken und philosophischen Betrachtungen des Kommissars auch und die Ermittlungen plätschern so dahin. Vieles ahnt man im voraus. Als das Buch raus kam, gab es noch nicht viele solcher Krimis und da hätte es mir sicher toll gefallen, aber inzwischen habe ich viele solcher Krimis gelesen und da reißt es mich nicht mehr vom Hocker. Andere Skandinavische Krimis sagen mir mehr zu, auch wenn sie ebenfalls manchmal sehr bedächtig sind. Werde keinen Nesser mehr lesen.

  21. Cover des Buches Darum (ISBN: 9783552063846)
    Daniel Glattauer

    Darum

     (235)
    Aktuelle Rezension von: Hellena92
    Der nette Mörder von nebenan

    Stell dir vor, es ist Mord, und keiner glaubt dir. So geht es dem allseits beliebten Journalisten und Gerichtsreporter Jan Rufus Haigerer, der eines Abends einen Menschen niederschießt, um sich gleich darauf in die Hände der Justiz zu begeben. Dort will man ihn allerdings als Mörder partout nicht in Frage kommen lassen. Haigerer versucht mit allen Mitteln, endlich für seine Tat verurteilt zu werden. Doch sein Wille zur Sühne wird durch das unerbittliche Wohlwollen der Mitmenschen auf eine harte Probe gestellt …


    Ein paar lustige Stunden hatte ich mit diesem Roman. Wieso nicht mal alles andersherum? Der Täter stellt sich und keiner glaub ihm. 
    Ich mochte den Schreibstil und ich fand das Buch sehr kurzweilig :)
  22. Cover des Buches Alice im Wunderland (ISBN: 9783791500171)
    Lewis Carroll

    Alice im Wunderland

     (1.155)
    Aktuelle Rezension von: RoXXieSiXX

    Alice im Wunderland ♦ Lewis Carroll | Rezension 

    Alice im Wunderland war das erste Buch, welches ich im Jahr 2021 gelesen habe und damit hab ich mein erstes Feld beim #Frühjahrsputzbingo abstempeln können.
    Gabriela (Buchperlenblog) hat mich durch ihre Hintergrundgeschichte [AUF SPURENSUCHE] DIE WAHRE ALICE wieder auf das Buch aufmerksam gemacht. Alice im Wunderland gehört seit vielen Jahren zu den Klassikern unter den Kinderbüchern. Und da ich ja so einen kleinen Zwerg habe, der irgendwann die Welt von Alice betreten wird/kann, hab ich mir auch direkt eine Ausgabe der Anaconda Kinderbuchklassiker besorgt. Doch konnte mich das Buch überzeugen?



    Meinung

    Dass Alice im Wunderland mittlerweile zu den Klassikern allgemein und unter den Kinderbüchern gehört, ist keine Frage. An sich hätte ich das Buch auch nicht lesen müssen, da die Geschichte einfach allgemein bekannt ist und viele Male verfilmt wurde. Schon durch die Filme war mir klar, dass ich hier auf eine sehr verrückte Geschichte stoßen werde, doch wie verrückt es für mich dann wirklich rüberkam, hätte ich nicht erwartet.


    Handlung

    Wir wissen, dass Alice mit ihrer Schwester am Ufer eines Baches vor sich hin döst und dabei ein weißes Kaninchen in einer Herrenwest beobachtet. Neugierig folgt sie ihm und damit beginnt ihre wilde Reise durch das Wunderland. Alice trifft auf die Figuren, die uns allen irgendwie bekannt sind. Wir wissen, dass sie einen Schluck von einem Zaubertrank nimmt und kurz darauf auf die Größe einer Maus zusammenschrumpft, um kurz danach von einem Kuchen zu essen und die Größe eines Hauses einzunehmen. Anfangs war es mir nicht klar, doch Alice mimte vor all den Figuren eine sehr mustergültige Naive, während sie versuchte mit ihrer kindlichen Logik dem Wahnsinn zu entkommen.

    Da ich wusste, dass es sich bei all den verrückten und teils sinnfreien Abenteuern um einen Traum handelt, waren die seltsamen Situationen auch annehmbar. Ansonsten hätte ich mich ehrlich gefragt, unter welchen bewusstseinsverändernden Mitteln der Autor stand oder ob er doch einfach nur eine sehr blühende Fantasy hatte.

    Die Erstausgabe von Alice’s Adventures in Wonderland wurde erstmals 1865 (bei Macmillan & Co.) veröffentlicht und leider hat es sich auch genauso gelesen. Da es sich bei meiner Ausgabe um eine Kinderbuchklassiker – Ausgabe handelt, hatte ich gehofft, dass es doch eher an unseren heutigen Sprachgebrauch angelehnt ist. Denn ich würde die Geschichte meinem Jungen irgendwann sehr gerne vorlesen. Wie alles in der Welt entwickelt sich auch Sprache weiter und für die heranwachsenden und kommenden Generationen wird es schwerer und schwerer die Sprache von vor 1900 zu verstehen.

    Schreibstil: ⭐⭐⭐/5
    Charaktere: ⭐⭐/5
    Plot: ⭐⭐⭐/5
    Gesamt: 2,6/5

    Fazit

    ⭐⭐⭐/5

    Im Endeffekt tut die Sprache der Geschichte keinen Abbruch, denn Alice im Wunderland ist und bleibt ein Klassiker, auch für mich. Selbst wenn das Buch für mich nur 3 von 5 Sternen erhält, denn ich hab einfach ein wenig mehr von Alice als Charakter erwartet, ist es doch ein gutes Buch und ich habe jetzt auch so richtig Lust auf die letzte Verfilmung aus dem Jahre 2010.

    Ein besonderes Schmancker’l waren die Originalillustrationen von John Tenniel, die das Buch ein wenig aufgepeppt haben. 


    ©theartofreading.de

  23. Cover des Buches Die Staatsanwältin (ISBN: 9783775172080)
    Randy Singer

    Die Staatsanwältin

     (30)
    Aktuelle Rezension von: judithbi
    Ich habe schon einige Bücher von Randy Singer gelesen und war gespannt auf den nächsten Justizthriller. Ich konnte sehr schnell der Geschichte folgen, fand den Anfang zum Teil aber recht langatmig. Als ich noch nicht die Hälfte rum hatte, fing ich mich schon an zu fragen, ob überhaupt noch eine Spannung aufgebaut wird. Sie kam, aber für mein Empfinden doch relativ spät. Erst der letzte Teil war wirklich richtig spannend und ich mochte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Es gab auch noch interessante Wendungen. Mit einigen habe ich gerechnet, bin anderen aber gar nicht. Von daher ist es insgesamt doch ein sehr gelungenes Werk, welches meiner Meinung nach aber zu Beginn an recht schleppend anläuft. Dennoch werde ich sicherlich noch mehr Bücher von Randy Singer lesen.
  24. Cover des Buches Der Fall Leavenworth (ISBN: 9783612251817)
    Anna K. Green

    Der Fall Leavenworth

     (2)
    Aktuelle Rezension von: melli.die.zahnfee
    Der ehrwürdige Mr. Leavenworth sitzt erschossen in einer abgeschlossenen Bibliothek. Selbstmord scheidet aus. Der Coroner ruft die Bewohner des Hauses zusammen, doch da wird alles noch verworrener: Welche der Nichten hat einen Vorteil vom Tod ihres reichen Onkels? Ein sehr schöner Krimi aus der spätviktorianischen Zeit,mit interessanten Charakterstudien und überraschenden Schlußfolgerungen. Ein bisschen störend empfand ich die häufige Wiederholung das Äußere Erscheinungsbild der Nichten betreffend. Sowohl Motiv als auch Ambiente sind sehr schön und typisch für einen englischen Krimi und das Buch ist leicht zu lesen.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks