Bücher mit dem Tag "gesetze"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "gesetze" gekennzeichnet haben.

48 Bücher

  1. Cover des Buches Lord of Shadows (ISBN: 9783442489008)
    Cassandra Clare

    Lord of Shadows

    (500)
    Aktuelle Rezension von: miart

    Emma,

    manchmal frage ich mich, wie viel Gewicht ein Herz tragen kann, bevor es endgültig zerbricht. Das Parabatai-Band zieht uns jetzt in die Tiefe. Du glaubst, Marks Nähe könnte mich retten? Doch alles, was ich sehe, ist das Feuer, in dem wir beide brennen - selbst wenn wir versuchen, uns voneinander zu lösen.

    Die Welt um uns herum zerfällt in Scherben. Das Institut ist voller Schatten und nicht nur jener, die wir bekämpfen. Kit - der verlorene Herondale - trägt die Last seiner Herkunft, auch wenn er seinen Platz langsam findet. Ty und Livvy sind wie Licht und Dunkelheit untrennbar verbunden. Und dann Mark, Kieran und Cristina - ihre Liebe ist wie ein Lied in drei Stimmen - Polyamorie - so wild und chaotisch wie die Feenwelt, aus der sie stammen. Wir kämpfen, lieben, verlieren. Jeder Schlag hinterlässt neue Risse in unserem Schicksal.

    Cassandra hat uns eine Welt geschenkt, die so lebendig ist, dass ich den Sand von Idris auf meiner Haut spüre. Ihre Magie liegt in den Details und ausführliche Charakterzeichnungen, die uns gefangen nehmen. 

    Emma, du bist Kriegerin, Heldin - und meine unerreichbare Sehnsucht. Verloren in einer Geschichte, die uns zerbricht. Doch trotz aller Länge, trotz aller Tragik bleibe ich hier, gefangen zwischen Pflicht und Verlangen.

    Immer dein,
    Julian

  2. Cover des Buches Scythe – Der Zorn der Gerechten (ISBN: 9783733503659)
    Neal Shusterman

    Scythe – Der Zorn der Gerechten

    (697)
    Aktuelle Rezension von: Bianca_Books

    Was für ein genialer 2. Band der Reihe. Die Geschichte macht echt süchtig und ich konnte das Buch gar nicht aus der Hand legen. Einerseits ist es echt beängstigend wie diese Welt mit KI und dem Thunderhead ist, andererseits aber genauso faszinierend. Absolut geniale Welt die hier erschaffen wurde und das ganze Worldbuilding ist einfach nur genial. Es ist so ausgereift und wird so toll beschrieben, als ob man wirklich in der Welt ist. Die Geschichte war wieder absolut spannend und fesselnd. Es ist wieder so viel passiert und wir lernen wieder neue Teile der Welt kennen, sodass es zu keiner Zeit langweilig wurde. Citra ist mir mittlerweile wirklich ans Herz gewachsen, genauso wie Scythe Curie und Rowan. Teilweise war es wirklich wieder sehr brutal und emotional, andererseits aber auch wieder sehr schön zu sehen, welche Entwicklungen die Charaktere durchmachen. Es gab wieder einige Wendungen die ich so nicht erwartet hatte und die mich echt schockiert haben. Ich bin jetzt so gespannt wie es im finalen Band aus geht.

    Der Schreibstil war sehr angenehm. Obwohl es so viele POVs gibt, war es überhaupt nicht verwirrend, sondern eher schön so viel von der Welt und den Charakteren mitzubekommen.

    Fazit: Absolut genial und empfehlenswert.

  3. Cover des Buches Der Schattenjäger-Codex (ISBN: 9783401508719)
    Cassandra Clare

    Der Schattenjäger-Codex

    (409)
    Aktuelle Rezension von: Nicole_Thoene

    Das Buch von Cassandra Clare, das als umfassendes Handbuch für Schattenjäger fungiert, hat mich überzeugt, es zu erwerben. Die limitierte Sonderausgabe des arena Verlags und die mehrmalige Erwähnung des Codex in den Chroniken der Unterwelt haben zur Entscheidung beigetragen. Durch die informative Gestaltung bietet das Werk Einblicke in die Entstehungsgeschichte der Schattenjäger, deren Kriege, die verschiedenen Unterweltler sowie Waffen- und Kampftraining. Mit einem gut strukturierten Inhaltsverzeichnis können Leser gezielt Themen auswählen, die sie interessieren.


    Der Codex hebt sich durch seine einzigartige lexikalische Anordnung und illustrative Darstellungen talentierter Künstler hervor. Er kombiniert trockene Fakten mit humorvollen Kommentaren und persönlichen Notizen der bekannten Charaktere Clary, Jace und Simon, was die Leserbindung stärkt. Diese lebendigen Beiträge verleihen dem Buch zusätzlich einen persönlichen Touch und bereichern die Informationen mit individuellen Sichtweisen. Dennoch wird die Präsentation des Wissens als etwas zäh empfunden, obwohl der Schreibstil strukturiert ist und der typische Stil der Schattenjäger gut eingefangen wird.


    Insgesamt ist der Codex eine wertvolle Ergänzung für Fans der Chroniken der Unterwelt, die tiefergehende Informationen über die Schattenjägerwelt suchen. Das Buch bietet viele Fakten und Anekdoten, die eher informativ als spannend sind, während die zahlreichen Illustrationen und das ansprechende Design ein Gefühl der Nostalgie vermitteln. Obwohl der Codex faszinierend ist und die Charaktere zur Lebendigkeit des Werks beitragen, ist er nicht unbedingt ein Muss für jeden Leser.

  4. Cover des Buches Der Prozess (ISBN: 9783596709625)
    Franz Kafka

    Der Prozess

    (1.106)
    Aktuelle Rezension von: Soryan_Solahn

    Der Einstieg in Kafas "Der Prozess" ist anfangs herausfordernd. Dies liegt an den anspruchvolleren Formulierungen sowie schlicht am Inhalt selbst. Mit der Zeit wird die Wortwahl des Autors jedoch vertrauter.

    In Kafkas "Der Prozess" ist der Leser ständig darum bemüht,  die Geschichte und die Charaktere zu verstehen. Während des Lesens ist ständig zu hinterfragen,  was eigentlich im Text geschieht, was welche Aussage oder Handlung bedeutet und, ob K. tatsächlich unschuldig ist oder nicht. Wer tiefer in das Werk eintaucht, versteht, dass hier ein Machtkonstrukt vorliegt, dass nichts mit einem rechtschaffenen System zu tun hat. Dadurch eröffnen sich weitere Fragen nach den Motiven für die vermeintlich (?) ungerechtfertigte Anschuldigung Josef K's. Am Ende des Buchs geht der Leser mit vielen Fragen und Gedanken aus der Geschichte heraus. Somit hallt der Prozess noch lange nach.

    Kafkas Roman ist kein leichter, die Motive liegen nicht offen und der Sachverhalt wird nicht aufgeklärt.  So liegt es am Leser, die Handlungen zu hinterfragen und über die ungeschriebenen Zeilen und den geschrieben Worten nachzudenken. 

  5. Cover des Buches Silberschwingen - Erbin des Lichts (ISBN: 9783522505772)
    Emily Bold

    Silberschwingen - Erbin des Lichts

    (435)
    Aktuelle Rezension von: loveAmaro

    Super leichter Lesestil, bin sofort abgetaucht und konnte mich gleich in die Protagonistin rein versetzten. In dieses hinundher der Gefühle. Was ist richtig was ist falsch, wem kann man vertrauen wem nicht.

    Es plätschert auch nicht dahin, bleibt durch und durch spannend.

    Band 2 sofort bestellt. Will unbedingt wissen wie es weitergeht ❤️

  6. Cover des Buches Engel der Nacht (ISBN: 9783442472086)
    Becca Fitzpatrick

    Engel der Nacht

    (1.113)
    Aktuelle Rezension von: Crazygirl1

    Das ganze startet wie ein typisches Teenie-Romantasy Buch: Highschool, neuer heißer unnahbarer Typ mit Geheimnissen, das Mädel das ihm verfällt und komische Dinge die passieren. Dazu kommt, dass Patch es einem nicht immer einfach macht ihn zu verstehen und seine Art zu handeln nachzuvollziehen. Aber nach und nach mausert sich die Geschichte zu was ganz eigenem. Zwischendurch, besonders in der zweiten Hälfte, passiert ziemlich viel auf einmal, was das ganze etwas hektisch werden lässt, an anderer Stelle ist es dafür wiederum zu ruhig. Auf emotionaler Ebene kommt nicht immer alles so gut beim Leser an, wie man es sich wünschen würde, daher bekommt man keinen optimalen Zugriff auf die Charaktere, was wiederum dazu führt, dass ich nicht immer mit ihnen mitfühlen konnte.

    Insgesamt war es aber eine nette, interessante und recht spannende Geschichte, die etwas braucht um auszubrechen und was eigenes zu werden. Ich fühlte mich trotz kleinerer schwächen gut unterhalten. 3,5 Sterne  

  7. Cover des Buches Miroloi (ISBN: 9783446261716)
    Karen Köhler

    Miroloi

    (193)
    Aktuelle Rezension von: Ellekens

    „Die tollste Inselgeschichte seit Robinson Cruso“ sagte Denis Scheck – und ich gebe ihm absolut Recht!

    Die Geschichte spielt auf einer Insel, nicht näher benannt, die ein Volk beheimatet, das nach den strengen Vorschriften der Khorabel (Mischung aus Khoran, Thora und Bibel) lebt. Die Vorschriften sind archarisch und unterdrücken die Frauen, die z. B. nicht Lesen und Schreiben lernen dürfen. Ein Verlassen der Insel ist verboten und wird streng bestraft.

    In dieses Dorf wird die namenlose Protagonistin als Neugeborenes in einer Bananenkiste in Zeitungen des letzten Sommers gewickelt vor die Tür des Bethaus-Vaters abgestellt. Dieser nimmt sich ihrer an, doch sie wird nie eine Teil der Gemeinschaft. Im Gegenteil: Sie schuftet, wird geächtet und beschimpft, erfährt physische und sexuelle Gewalt. Da sie kein „Stammbaum“ hat, darf sie nie einen Namen erhalten, nie heiraten und auch keine Familie gründen.
    Doch sie lernt Lesen und Schreiben, verliebt sich und lehnt sich auf!

    Miroloi bedeutet übersetzt „Rede über das Schicksal“ und ist ein von Frauen gedichtetes und gesungenes Totenlied (aus Wikipedia). Dieser Roman ist in Strophen aufgeteilt, das das Lebenslied der Protagonistin wiedergibt, das sie selbst singt, da es sonst keiner für sie tut.

    Was ein besonderes Buch! Die traurige Geschichte besticht durch ihre Form, das Setting und die besondere Sprache. Ich empfand es als absolute Bereicherung in meiner „Lese-Bubble“ und empfehle es jedem!

  8. Cover des Buches Strafe (ISBN: 9783442770526)
    Ferdinand von von Schirach

    Strafe

    (236)
    Aktuelle Rezension von: jacky_liest

    Strafe ist weit mehr als ein Werk über Straftaten, sondern eröffnet für alle ein Fenster zum Gerichtshof, das für die Mehrheit verschlossen bleibt. Schirach erzählt auf wenigen Seiten und mit juristisch-narrativer Distanz zwölf Geschichten über Menschen, Erfahrungen, Gefühle und Abgründe. Die Erzählungen sind kurz, aber keineswegs kurzweilig. Der literarische Kniff von Schirach ist hierbei, dass er auf wenigen Seiten existentielle Fragen sowie Emotionen anhand der Einzelschicksale aufwirft und erzählt. Im Vordergrund steht hier nicht das Fragen nach der Schuld oder die Suche nach schuldigen Personen, sondern der Blick auf Lebensrealitäten und menschliche Vorgänge, die alle von uns (mehr oder minder) betreffen oder betreffen werden. 

    Mittels seiner gewohnt ruhigen und distanzierten Erzählweise kann auch dieses Werk wieder glänzen und führt die Rezipient:innen (scheinbar) neutral in die menschliche Erfahrungswelt ein. Die Schilderungen mögen zwar neutral sein, aber die Subjektivität der Erfahrungen und Emotionen führen ständig zu einem selbst zurück. 

    Schirach erzählt hier mehr als Einzelschicksale und öffnet in seinem Werk wieder den kritischen Diskurs des Justizsystems. Angeklagte sind hier nicht die Menschen, sondern das System in dem sie leben und selbst aufrechterhalten - nach der Manier: das Gesetz ist hart, aber es ist das Gesetz. Besonders das juristische Setting und der juristische Blick eröffnen ein Fenster für alle, die nicht hinter die Fassade blicken können. 

    Fazit: Strafe ist ein weiteres gelungenes Werk von Schirach, das tiefer reicht als der Umfang vermuten lässt. Hier werden Blickwinkel und Diskurse auf nur wenigen Seiten eröffnet, die aber lange nachwirken werden.

  9. Cover des Buches Die Gesetze der Gewinner (ISBN: 9783423438247)
    Bodo Schäfer

    Die Gesetze der Gewinner

    (51)
    Aktuelle Rezension von: Ernestine_Matthes

    Wenn man das Buch durch hat, steht hinten drin dass man es gleich wieder lesen soll. Es macht Sinn . 30 Gesetze nach einmal lesen, sich direkt zu merken oder gar anzuwenden ist unmöglich. Wenn man das Buch wirklich anwenden möchte, muss man es mehrfach lesen. Der Clou bei mir war, das durch das ändern meiner privaten Umstände die Wichtigkeit einzelner Gesetze geändert haben und auch der Inhalt der Kapitel hab ich dadurch anders aufgenommen. Das Leben lernt und durch das anwenden der Gesetze wächst man und lernt neues und versteht einige Gesetze dadurch noch einmal anders und neu. Das fand ich sehr spannend und lehrreich. 

  10. Cover des Buches Gegen den Hass (ISBN: 9783596522217)
    Carolin Emcke

    Gegen den Hass

    (53)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Wer sich auch nur ein wenig im Internet bewegt, weiß es schon lange: die Menschenfeinde versuchen lautstark, organisiert und hemmungslos ihren Hass als die wahre Meinung des Volkes, die aufrichtige Mehrheitsmeinung zu verkaufen. Dass es diesen rechten bis rechtsextremen Rand in jeder Gesellschaft gibt, ist nichts Neues. Dass diese fanatische Minderheit bis zu 20 Prozent der deutschen Gesellschaft ausmacht, könnte man auch seit Jahren wissen, wenn man die entsprechenden Studien verfolgt hätte. Hier haben die bürgerliche Mitte und die Verteidiger der offenen Gesellschaft schlichtweg zu lange weggeguckt. Die autoritären Charaktere mit ihrer Radfahrermentalität (Erich Fromm), nach oben buckeln und nach unten treten, die preußischen Untertanen, versuchen den Diskurs zu okkupieren und ihre Meinung als mehrheitsfähig in die Mitte der Gesellschaft zu transportieren.

    „Die Sorge erlebt zur Zeit eine erstaunliche Aufwertung. In der Sorge, so die rhetorische Suggestion, artikuliere sich ein berechtigtes Unbehagen, ein Affekt, der politisch ernst genommen und keinesfalls kritisiert werden sollte. Als seien ungefilterte Gefühle per se berechtigt. Als käme unreflektierten Gefühlen eine ganz eigene Legitimität zu.“

    Obsessiver Hass

    Erst mit dem Erstarken von Pegida und AfD wacht die im Konsum erstarrte offene Gesellschaft langsam auf. Erst mit dem Rückfall zahlreicher Deutscher in den völkischen Hass-Habitus schrecken Intellektuelle wie Carolin Emcke oder Harald Welzer auf. Es ist dringend an der Zeit die offene Gesellschaft zu verteidigen und sich klar und deutlich als Mehrheitsgesellschaft gegen den Hass zu positionieren. Emckes Plädoyer trifft den Kern der Debatte, was die Reaktionen der besorgten Bürger (u.a. in Amazon Rezensionen und Kommentaren) eindringlich bestätigen. Der Hass ist obsessiv geworden. Und seit geraumer Zeit werden aus den Worten auch Taten. Was Sarrazin, Pirinçci, Don Alphonso (Rainer Meyer), Höcke und sonstige Protagonisten der Neurechten sprachlich und gedanklich vorbereiten, führen die Hohlköpfe der neuen SA, die Hooligans, Kameradschaften, Freundeskreise und wie sich die rechtsextremen Gewaltaffinen auch nennen mögen, auf den Straßen aus.

    „Den Hass und die Angst schüren nicht zuletzt die, die sich von ihm Gewinn versprechen. Ob die Profiteure der Angst in der Währung der Einschaltquoten denken oder in Wählerstimmen, ob sie mit einschlägigen Titeln Bestseller produzieren oder sich mit griffigen Schlagzeilen Aufmerksamkeit verschaffen – sie alle mögen sich distanzieren von dem sogenannten »Mob« auf der Straße, aber sie wissen ihn ökonomisch für sich zu nutzen.“

    Mehr noch, muss man hinzufügen, sie sind sich in der Sache einig, lediglich die Methoden halten sie für falsch. Es ist diese Allianz der Hetzer mit dem Mob, die das gesellschaftliche Gefüge gefährden und der Menschenfeindlichkeit den Nährboden bieten. Carolin Emcke beginnt „Gegen den Hass“ mit genau solch einer Melange aus Worten und Taten. Clausnitz, wiedermal ein deutscher Ort, nach den überwunden geglaubten 90er Jahren, der zu einem Symbol des Hasses geworden ist.

    „Clausnitz ist nur ein Beispiel für den Hass und die Raster der Wahrnehmung, die ihn vorbereiten und formen, die Menschen unsichtbar und monströs zugleich machen. In Clausnitz traf es einen Bus mit Geflüchteten. In anderen Städten, in anderen Regionen trifft es Menschen mit einer anderen Hautfarbe, einer anderen Sexualität, einem anderen Glauben, einem uneindeutigen Körper, es trifft junge oder alte Frauen, Menschen mit einer Kippa oder einem Kopftuch, Menschen ohne Obdach oder ohne Pass, was immer gerade als Objekt des Hasses zugerichtet wird. Sie werden eingeschüchtert, wie in diesem Fall, oder kriminalisiert, sie werden pathologisiert oder ausgewiesen, angegriffen oder verletzt.“

    Als zweites Beispiel für „Hass und Missachtung“ führt Emcke den institutionellen Rassismus in den USA an. Es ist ein Beispiel, exemplarisch und nicht der Fingerzeig auf andere. Der institutionelle Rassismus ist kein Problem der USA, dort hat er lediglich eine spezifische Geschichte mit einer spezifischen und nicht einfach übertragbaren Ausprägung. Aber die Strukturen des Rassismus, die Missachtung des Lebens, die Menschenfeindlichkeit sind sehr wohl auch bei uns auszumachen.

    Der Mord an Eric Garner und sein Ausruf „This stops today“ ist Warnung, Mahnung und Aufforderung an alle Demokraten sich den Hass entgegenzustellen. Wie Harald Welzer es in „Wir sind die Mehrheit“ schrieb: Die Weimarer Republik scheiterte nicht, weil sie zu viele Feinde hatte, sie scheiterte, weil sie zu wenig Freunde hatte. Ebenso wie Welzer ruft Emcke dem Leser zu: Werdet Freunde der offenen Gesellschaft! Stellt euch gegen den Hass! Wir sind die Mehrheit!

    Der zweite Teil des Buches ist der Versuch den Kern der völkischen Ideologie, wie sie im Rassismus, bei Pegida, AfD und Neurechten gepflegt wird, aufzudecken: Homogen, Natürlich, Rein. Die Dreifaltigkeit der Einfältigkeit. Die Nähe von Neurechten, besorgten Bürgern und Islamisten wird hier besonders deutlich. Die Fundamentalisten sind immer gegen das vermeintlich Unnatürliche, das Unreine, die Biologisierung der eigenen Ideologie, der eigenen Ressentiments. Menschenfeinde sind Menschenfeinde – auch wenn sie es, geblendet von ihrem Hass, nicht erkennen werden.

    Emcke schließt das Buch mit dem dritten Teil, einem Plädoyer für den Pluralismus, die offene Gesellschaft. Hinter allem steht die Mahnung Eric Garners: Es muss heute aufhören! Der Hass muss aufhören.

    Während der erste Teil des Buches im journalistischen Stil geschrieben ist, dominiert im zweiten und dritten Teil ein philosophisch-akademischer Ton. Hierdurch wird meines Erachtens Potenzial verschenkt. Solche Bücher bedürfen einer großen Reichweite. Dass die besorgten Bürger das Buch nicht lesen werden, versteht sich von selbst. Aber die Mehrheitsgesellschaft besteht nicht nur aus Akademikern und Intellektuellen. Das ändert aber natürlich nichts an der Wichtigkeit des Buches und der trefflichen Analyse und Argumentation.

  11. Cover des Buches The Belles 1: Schönheit regiert (ISBN: 9783522505833)
    Dhonielle Clayton

    The Belles 1: Schönheit regiert

    (335)
    Aktuelle Rezension von: AnnieHall

    Die Welt von Orléans wird von Hässlichkeit bestimmt und nur die Belles sind in der Lage, den Menschen Schönheit zu verleihen. Camelia ist eine von ihnen und fest entschlossen, am Königshof zur Favoritin zu werden. Doch hinter den schillernden Palastmauern verbergen sich dunkle Geheimnisse. Als Camelia erkennt, wie mächtig und gefährlich ihre Gabe wirklich ist, steht sie vor einer Entscheidung: Bewahrt sie die Tradition der Belles oder riskiert sie ihr eigenes Leben, um ihre Welt für immer zu verändern?

    The Belles entführt in eine außergewöhnliche Welt, in der Schönheit nicht selbstverständlich ist, sondern von wenigen Auserwählten erschaffen wird und zugleich das mächtigste Machtinstrument darstellt. Der Schauplatz Orléans ist bewusst überzeichnet, dekadent und künstlich inszeniert. Besonders die düstere Atmosphäre am Königshof sowie die Grausamkeiten hinter der glitzernden Fassade zählen zu den stärksten Momenten der Geschichte.

    Camelia ist ehrgeizig, stolz und stark auf Anerkennung fixiert. Diese Eigenschaften machen sie nicht unbedingt sympathisch, aber durchaus zu einer interessanten Protagonistin. Ihre Entwicklung von der perfekten Belle hin zu jemandem, der das bestehende System hinterfragt, ist grundsätzlich gelungen, wirkt jedoch stellenweise inkonsequent, vor allem aufgrund des unausgewogenen Erzähltempos.

    Der Einstieg zieht sich unnötig in die Länge, verliert sich in Wiederholungen und ausführlichen Erklärungen. Im weiteren Verlauf überschlagen sich teilweise die Ereignisse und Wendungen und emotionale Entscheidungen folgen Schlag auf Schlag, ohne ausreichend vorbereitet zu sein. Einige Nebenfiguren und politische Aspekte der Welt hätten mehr Tiefe verdient, ebenso die magischen Regeln der Belles, die nicht immer klar nachvollziehbar sind und bei Bedarf scheinbar flexibel ausgelegt werden. Dadurch bleibt ein Teil des Potenzials ungenutzt und das Machtgefüge wirkt weniger bedrohlich. 

    Themen wie Schönheitswahn, Objektifizierung und Machtmissbrauch sind deutlich erkennbar und als Gesellschaftssatire grundsätzlich spannend angelegt. Allerdings werden sie häufig sehr plakativ vermittelt, anstatt subtil ausgearbeitet zu werden.

    Insgesamt ist The Belles ein atmosphärischer Fantasyroman mit einer starken Grundidee, der sein Potenzial aufgrund unausgereiftem Worldbuilding, teilweise schwacher Figurenzeichnung und eines ungleichmäßigen Tempos jedoch nicht vollständig ausschöpft. Für LeserInnen, die extravagante Settings und düstere YA-Fantasy mit gesellschaftskritischen Ansätzen mögen, aber durchaus einen Blick wert.

  12. Cover des Buches Nackt unter Wölfen (ISBN: 9783746630267)
    Bruno Apitz

    Nackt unter Wölfen

    (146)
    Aktuelle Rezension von: Emili

                                                                                         

    "Nackt unter Wölfen" - ich hätte das Buch viel früher schon lesen sollen. Es hinterlässt einen bleibenden Eindruck.

    Die Geschichte der Häftlinge vom Konzentrationslager Buchenwald im Frühjahr 1945, der kommunistischen Organisation unter den Gefangenen und eines kleinen Kindes, das in einem Koffer in das Lager eingeschleust worden ist, und von Häftlingen versteckt worden ist. Dieser dreijährige Junge wurde in dem Roman zu einem Symbol für den Zusammenhalt, Mitgefühl und Kampf gegen Nazi. Der Roman ließ mich nicht kalt.  

    Die Erzählweise hat entfernt an das Geschehen im KZ erinnert, stellenweise abgehackt, trocken und da, wo es notwendig war, sachlich. Wenn es zu emotional zuginge, hätte man solche Szenen, wie Gefangenen im Bunker, Leichen, die täglich nach Buchenwald gebracht worden sind oder im KZ hingerichtet oder verstorben waren, die Folter... gar nicht lesen können.

    Was mir noch sehr gut gefallen hat, war der Anhang. Eine ganz tolle Ausgabe des Romans, die auch die Biografie vom Autor, Geschichte der Entstehung des Romans und reale Briefe von Gefangenen des KZ, bietet. Sehr bewegend. 5 Sterne und eine Empfehlung.

                            

  13. Cover des Buches Die Muschelsammlerin – Deine Bestimmung wartet (ISBN: 9783401604350)
    Charlotte Richter

    Die Muschelsammlerin – Deine Bestimmung wartet

    (116)
    Aktuelle Rezension von: Yasuu

    Zuerst möchte ich einmal dieses wunderschöne Cover würdigen. Es gefällt mir richtig gut und ich bin total verliebt. *-*

    Und jetzt zum Buch: Die Geschichte ist dystopisch mit einem Hauch Fantasy, was mir sehr gut gefällt. Das Setting ist mal was anderes und man findet ziemlich schnell in die Welt hinein. Schon am Anfang habe ich gespürt, dass mehr dahinter steckt und nicht alles so perfekt sein kann, wie es zunächst scheint. Die Liebesgeschichte zwischen Mariel [VORSICHT SPOILER] und Sander fand ich persönlich sehr süß und wohltuend. Auch, dass sie sich füreinander entschieden haben und wie sie sich in Nurnen gegenseitig unterstützen, obwohl es Anfangs Spannungen zwischen ihnen gibt, fand ich sehr rührend. Mir hat das Buch gefallen, es ist mal was komplett Neues und auch, wenn die Charaktere teilweise etwas blass bleiben, habe ich sie lieb gewonnen. 

  14. Cover des Buches Gefühl und Gefahr (ISBN: 9783551583857)
    Erin Beaty

    Gefühl und Gefahr

    (92)
    Aktuelle Rezension von: Hollabeere

    Mir hat die Geschichte um Sage und Alex von Beginn an sehr gut gefallen. Im dritten Teil übernehmen allerdings politische und militärische Strategien und Aufgaben zu viel Raum in der Gesamtgeschichte ein. Diese sind zweifellos gut durchdacht und platziert, aber die Liebesbeziehung der beiden Protagonisten kommt mir zu kurz. 

    Man merkt, dass die Autorin sehr in ihrer selbst erschaffenen Welt aufblüht und sich gänzlich darauf einlässt. Viele Beschreibungen von Stationen in der Welt um Demora, Kimisara und Creshera waren für mich nicht so schnell vorstellbar und ich musste immer wieder auf der Karte auf der Innenseite des Buchdeckels nachschauen, um mich zu orientieren. Dadurch konnte ich die Geschichte nicht flüssig lesen, was etwas nervte.

    Auch wiederholen sich bestimmte Verhalten der Nebenfiguren: ständig ist irgendjemand sauer auf Sage oder verliebt sich in jemanden.

    Fazit: ein schöner Ausklang der Trilogie mit einem nicht überraschenden Ende.

  15. Cover des Buches Terror (ISBN: 9783442714964)
    Ferdinand von von Schirach

    Terror

    (217)
    Aktuelle Rezension von: Bobicat

    Eine Theaterbühne. Ein Gerichtssaal. Anwesend auf der Bühne sind der vorsitzende Richter, der Angeklagte, die Staatsanwältin, der Verteidiger, ein Zeuge und eine Nebenklägerin.

    Der Vorwurf: Der Angeklagte, Bundeswehrpilot Lars Koch, hat eine Passagiermaschine der Lufthansa auf den Weg von Berlin nach München abgeschossen. 164 Tote. Die Maschine wurde entführt und der Attentäter drohte damit, in die vollbesetzte Allianz-Arena zu fliegen. Lars Koch hatte die Order, die Maschine nicht abzuschießen. Nun gilt es, die Schuld oder Unschuld des Angeklagten zu erörtern. 

    Ferdinand von Schirach begibt sich mit „Terror“ auf gewohntes Terrain. Seine Vergangenheit als Strafverteidiger lässt ihn immer wieder in den Gerichtssaal zurückkehren, sei es im „Der Fall Collini“ oder nun in einem fiktiven Gerichts-/Theaterdrama.

    Die Frage nach dem „Was hättest Du getan?“ ist ein roter Faden in seinem Werk. Die Lesenden sollen sich aktiv mit der Geschichte auseinandersetzen. Man ist nicht einfach nur Beobachter, sondern ein weiterer, unbenannter, stiller Protagonist. Die innere Unbequemlichkeit wird zu einem essenziellen Begleiter. Hätte man das Flugzeug in dieser Situation auch abgeschossen? Dass es hier moralisch betrachtet kein Richtig oder Falsch gibt, setzt von Schirach durch die beiden alternativen Enden mit „Verurteilung“ und „Freispruch“ um. Wobei man merkt, dass er ein Mann des Rechts ist, denn die Verurteilung wirkt schlüssiger und nachvollziehbarer. Was verständlich ist, denn der Pilot hat wissentlich gegen geltende Gesetze und Befehle verstoßen. Beim Freispruch werden die Argumentationen schwammiger, da man sich nur auf menschliche Emotionen und die daraus resultierenden Entscheidungen stützen kann. Und die haben wenig Platz bei einer Gerichtsverhandlung.

    Somit kann man Terror auch als leise Kritik an unserem Rechtssystem verstehen. Gesetze müssen die Menschen, die sie betreffen, in irgendeiner Form schützen. Tun sie das hier? Die Menschen im Stadion? Im Flugzeug? Wie viele kann ich opfern? Darauf gibt es keine Antwort. Der Autor macht uns bewusst, dass wir alle die Summe unserer Entscheidungen sind. Es gibt keine allumfassende Gerechtigkeit, egal, wie wir uns entscheiden. Es ist müßig darüber zu diskutieren, ob die Passagiere aktiv einen Einfluss auf ihr Schicksal hätten nehmen können. Weder konnte der Pilot dies wissen, noch hätte er sich sicher sein können, dass die Menschen an Bord den Attentäter überwältigen hätten können. Wer sich aber offensichtlich ziemlich sicher war, ist sein Vorgesetzter, der damit gerechnet hat, dass sich sein Untergebener den Anweisungen widersetzen wird. Diese Verschlagenheit, das sind menschliche Abgründe, die sprachlos machen.

    Am Ende bleiben die Lesenden etwas ratlos zurück. Wer möchte in dieser Situation schon gerne Gott spielen? Sicherlich die Wenigsten. Aber der Pilot, Lars Koch, hat sich diesen Beruf ausgesucht und gewusst, dass er in diese Situation kommen könnte. Ich finde, er hat falsch gehandelt. Als Soldat hat er sich an Befehle zu halten. Das ist seine Aufgabe. Seine Verpflichtung. Wenn auch nicht seine Moral.

  16. Cover des Buches Töchter eines neuen Morgens (ISBN: 9783328107613)
    Maria Nikolai

    Töchter eines neuen Morgens

    (64)
    Aktuelle Rezension von: Melanie_Weh

    Nun geht es um die letzte der drei Lindner-Schwestern Katharina. 

    Sie ist eine starke moderne Frau, die Medizin in München studiert, in einer Zeit, in der Frauen noch nicht sonderlich willkommen an Unis waren. 

    Besonders einem Kommilitonen gefällt dies gar nicht, dass er Katharina eine Straftat anhängt. Dadurch gerät Katharinas Zukunft in Gefahr, doch zum Glück hat sie einen vorher einen tollen Mann kennengelernt, der sie bei allem versucht zu unterstützen. 

    Es ist wieder mal sehr spannend wie es Katharina schafft dort heraus zukommen. Ein schöner Abschluss der Reihe.

    Schade, dass die Geschichte der Linders damit ein Ende findet.

  17. Cover des Buches True North - Schon immer nur wir (ISBN: 9783736306004)
    Sarina Bowen

    True North - Schon immer nur wir

    (262)
    Aktuelle Rezension von: Kitty_Catina

    Am Anfang hatte ich echt ein paar Probleme mit der Geschichte, weil sie doch recht langsam gestartet ist. Man lernt Jude besser kennen und erfährt, wie er sich wieder in seiner alten Heimat einlebt. Außerdem lernt man Sophie kennen, Judes Ex-Freundin und die Schwester des Mannes, dessen Tod er zu verantworten hat. Dabei erfährt man viel über den Alltag der beiden, getrennt aber auch zusammen und es gibt nach einer Weile auch schon ziemlich viel Sex. 


    Ab der Mitte ungefähr wurde die Geschichte aber immer spannender, denn Sophie deckt Dinge auf, die nicht so richtig stimmen können und begibt sich damit immer mehr in Gefahr. Ebenfalls wird Jude bedroht und böse mitgespielt. Während Sophie sich ihrem brutalen Vater stellen muss, kämpft Jude mit seiner Sucht und darum, seinen Platz im normalen Leben zu finden, für einen vorbestraften Drogenabhängigen gar nicht so leicht ist. Schön fand ich dabei, dass man auch die Shipleys wieder trifft, die mit ihrer herzlichen Art einfach nur toll ist. Sie helfen Jude immer wieder und behandeln ihn wie ein Familienmitglied. Auch die Liebesgeschichte zwischen Sophie und Jude fand ich wirklich süß und teilweise wirklich prickelnd. 


    Ebenfalls fand ich die beiden Protagonisten in diesem Band wieder großartig. Sophie wirkt vielleicht nach außen hin wie die brave Tochter des Polizeichefs, lässt sich aber dennoch nicht die Butter vom Brot nehmen. Sie ist wahnsinnig mutig und geht ihren Weg. Jude ist ebenfalls super sympathisch. Er ist kein Held und obwohl man ihn aufgrund seiner Vergangenheit dafür halten könnte, ist er absolut kein Badboy, sondern ein richtig liebenswerter Kerl, mit dem es das Leben leider nicht so gut gemeint hat, der aber kämpft.


    Alles in allem fand ich dieses Buch nach dem relativ ruhigen und langsamen Anfang dann doch richtig toll und sogar spannend. Die Geschichte ließ sich auch richtig gut lesen und hat mich super unterhalten. Jetzt freue ich mich schon auf ein Wiedersehen mit den Leuten rund um Colebury, Vermont. 

  18. Cover des Buches Die Buchhandlung (ISBN: 9783518470213)
    Penelope Fitzgerald

    Die Buchhandlung

    (95)
    Aktuelle Rezension von: AlineCharly

    Nach dem Tod ihres Mannes beschließt Florence Green einen eigenen Buchladen aufzumachen. Obwohl das Haus renovierungsbedürftig ist und von einem Geist heimgesucht wird, lässt sie sich nicht von ihrem Vorhaben abringen. Zunächst bleibe die Dorfbewohner skeptisch, doch Stück für Stück schaffte es erste Stammkunden zu gewinnen und Umsatz zu generieren. Doch dann beschließt sie den neuen Roman des bisher unbekannten Autors Vladimir Nabokov auszustellen und sorgt so für einen Skandal in dem kleinen beschaulichen Örtchen.

    Der Schreibstil der Autorin war angenehm und leicht und so bin ich ganz gut in die Geschichte gestartet. Leider ist das auch schon eines der wenigen Dinge, die ich positiv über dieses Buch berichten kann. Florence ist kein wirklich sympathischer Charakter. Auf mich wirkt sie furchtbar naiv (wer eröffnet einen Buchladen ohne Ahnung von Büchern oder wie man mit Geld umgeht?) und zwischendurch auch eher arrogant. Außerdem hat sich mir bis zum Ende nicht wirklich erschlossen um was es in diesem Buch überhaupt gehen soll. Sie kämpft gegen verschiedene Hindernisse, trifft schlechte Entscheidungen um am Ende eben doch zu verlieren. Wirklich Spannung kam dabei bei mir nicht auf und ich konnte auch bei Florence keine Leidenschaft für ihr Projekt erkennen. Ich habe die ganze Zeit auf den Plot Twist gewartet, der einfach nicht gekommen ist.

    Das Buch war zwar leicht und angenehm zu lesen, aber es kam überhaupt keine Spannung auf und so würde ich es ehrlich gesagt auch nicht weiterempfehlen und nur 1,5 Sterne vergeben.

  19. Cover des Buches Back to Wonderland (ISBN: 9783959912037)
    Elke Aybar

    Back to Wonderland

    (54)
    Aktuelle Rezension von: Lillilie

    Ich liebe Alice im Wunderland, deshalb hat es mich so gefreut dieses Buch fangen zu können nur um eher enttäuscht es zu beenden.

    Alice in diesem Buch ist eine Junge Frau die eine scheinbar Glückliche Beziehung führt und demnächst eine Bäckerei eröffnen will. Das Buch an sich war sogar noch bis zur Eröffnung der Bäckerei gut zu lesen danach wurde es einfach langweilig.

    Achtung enthält Spoiler!!

    Ab dem Punkt wo Alice entführt wird ist es einfach nur noch ein Trauerspiel. Es existiert so gut wie keine Spannung und auch wenn ich Alice in diesem Buch nicht leiden kann wird sie einfach aus dem Grund da sie ihrer Mutter ähnlich sieht echt schlecht behandelt. Da wir eh gerade von Alice sprechen bleiben wir doch kurz bei ihr. Kurz und knapp ich kann sie nicht leiden. Sie ist so stur das es fast schon wehtut. So haben wir zum Beispiel die Tatsache das sie essen verweigert da sie Vegetarier ist. Was an sich nicht falsch ist ich bin auch Vegetarier und kann verstehen warum sie kein Fleisch essen will, aber in einer Situation in der du nicht weißt wo du bist und was mit dir passiert ist es die dümmste Entscheidung nicht alles zu essen was man bekommt um an Stärke zu gewinnen. Anfangs fand ich sie sympathisch doch dann hatte ich keine Lust mehr ihren Dialog und ihre Gedanken zu lesen. 

    Teilweise werden Ideen komplett verworfen. So wurde in einer Erinnerung von Alice angedeutet das ihr Gefühl im Grunde ihr sagt wenn etwas nicht stimmt und anfangs wurde das auch so noch verwendet. Doch irgendwann kam es garnicht mehr vor. Eine Spannung wurde nie wirklich aufgebaut da vieles schon in der Hälfte des Buches klar war, Alice aber erst die Informationen viel später erfährt.

    Was  zudem etwas blöd gehandhabt wurde war der Perspektiven Wechsel. Man weiß nie direkt am Anfang des Kapitels wessen Gedanken wir gerade folgen was teilweise sehr verwirrend ist.

    Natürlich sind noch einige Fragen offen aber ich weiß nicht ob diese Fragen mich so interessieren um den zweiten Band anzufangen.

    Grundlegend kann ich sagen das man dieses Buch sofern man es wirklich lesen will, nicht so angehen sollte das es eine gute Alice im Wunderland Interpretation ist. Es gibt Dinge die sich von Alice im Wunderland inspiriert anfühlen aber das Buch wäre glaube ich besser dran wenn es ein ganz normales Fantasy Buch wäre und kein retelling von Alice im Wunderland.

  20. Cover des Buches Crystal Island: Gefangene der Vampire (Band 1 der Kristallsaga) (ISBN: B0F9DV1ZNH)
    D.C. Bells

    Crystal Island: Gefangene der Vampire (Band 1 der Kristallsaga)

    (15)
    Aktuelle Rezension von: dragonfly_books_

    Wer in „Crystal Island“ eine typische Vampir-Romantasy erwartet, der sollte vielleicht lieber nach einem anderen Buch greifen. Oder eben genau deswegen nach diesem, denn der Auftakt der Geschichte von Caroline war so einzigartig, fesselnd und tiefsinnig, dass es viel Freude gemacht hat, sie zu lesen.

     

    Es geht direkt ereignisreich los und baut sich dadurch auch schnell eine Spannung auf, dennoch ist mir der Einstieg in die Geschichte nicht ganz so leicht gefallen. Doch Seite für Seite konnte mich die Story dann mehr in ihren Bann ziehen. Dazu beigetragen hat definitiv auch der Schreibstil von D. C. Bells, der mit einer tollen Lockerheit und Humor ausgestattet war. Er hat sich einfach und schnell gelesen, sodass ich, wenn ich das Buch einmal in die Hand genommen habe, meist eine Weile darin versunken war. Die Insel, auf die Caroline entführt wird, ist bewohnt von einer spannenden Gesellschaft aus Vampiren und Menschen, die auf ihre Weise funktioniert. Und doch ist sie stellenweise am bröckeln und kann definitiv so einiges an Fortschritt gebrauchen. Auch die Darstellung der Vampire hat mir gut gefallen und fand ich es vor allem spannend über die wissenschaftlichen Hintergründe zu lesen.

     

    Caroline mischt mit ihrem Ankommen dort einiges auf, bricht Regeln und wickelt dennoch einige Anwohner mit ihrer einnehmenden, unbeugsamen und klugen Art um den Finger. Sie lässt sich nicht kleinkriegen, kann sich manchmal selbst nicht zurückhalten, auch wenn sie es sich vornimmt, und hat einen tiefsitzenden Gerechtigkeitssinn und Abneigung gegen unsinnige Regeln, was sie auch oft in Schwierigkeiten bringt. Manchmal konnte sie damit auch etwas anstrengend und uneinsichtig sein, doch überzeugt sie noch öfter mit klugen Worten, durchdachten Diskussionen und einem psychologischen Denken, das oft spannend zu verfolgen war.

    Das hat ihr und auch der Story an vielen Stellen Tiefe geschenkt und war nochmal etwas ganz Neues zu lesen. Manches hat sich etwas repetitiv angefühlt, doch gab es auch einige Überraschungen und ungeahnte Momente.

     

    Auch die anderen Charaktere konnten überraschen, sind teils wenig durchschaubar und haben doch schon einiges an Tiefe bekommen. Umso mehr freue ich mich darauf, alle weiter zu begleiten und zu sehen, wo die Geschichte uns hinführt.

     

    Fazit: „Crystal Island“ ist eine einzigartige Story, die viel Neues, eine aufgeweckte und mutige Protagonistin, tiefsinnige Gespräche, ein toll ausgearbeitetes Worldbuilding und vielen spannenden Momente zu bieten hat. Ich freue mich auf mehr!


  21. Cover des Buches Permanent Record (ISBN: 9783839894712)
    Edward Snowden

    Permanent Record

    (21)
    Aktuelle Rezension von: Masau

    *** 3,5 STERNE ***

    Interessant alles aus der Sicht von Snowden selbst zu hören.

  22. Cover des Buches Warrior Cats - Die Welt der Clans: Das Gesetz der Krieger (ISBN: 9783407744692)
    Erin Hunter

    Warrior Cats - Die Welt der Clans: Das Gesetz der Krieger

    (168)
    Aktuelle Rezension von: zickzack

    Hier werden die 15 Gesetze der Krieger und näher erläutert. Blattpfote erzählt von den Gesetzen. Es gibt zu jedem Gesetz eine kleine Kurzgeschichte. Wie ist das Gesetz entstanden? Aus welcher Erfahrung heraus wurde es beschlossen? Meistens gab es noch einen zweiten Teil, welche Konsequenzen folgten, wenn man sich nicht darangehalten hat oder es wurde erläutert, was besonders wichtig an dem Gesetz ist.

     

    Mir hat besonders gefallen, da man hier auch Einblicke in die anderen Clans bekommen hat. In der Hauptreihe wird ja besonders der DonnerClan beleuchtet. Wenn man die Special Adventures liest, dann kann man auch bei den anderen Clans vorbeischauen. Und hier kann man das in Form von Kurzgeschichten.

    Vor allem wird hier immer wieder vom WolkenClan berichtet, der ja früher zu den vier Clans als fünfter gehört hat. Dieser hat ja auch dazu beigetragen, dass diese Gesetze auf den Weg gebracht wurden.

     

    Ich musste immer wieder über die Namen schmunzeln. Da waren wieder sehr witzige mit dabei. Fast am Anfang ist erst einmal Platzregen aufgetaucht. Ich dachte dann nur, wie er als Junges und Schüler geheißen hat. Platzjunges? Platzpfote? Wie ist sein Anführer darauf gekommen, ihn etwas mit Platz zu nennen? Und dann gab es noch solche wie Wühlbart oder Haselhuhn oder auch sehr schöner Name Abendsonne.

     

    Die Aufmachung dieses kleine Büchlein ist auch sehr gelungen. Vor jedem Kapitel (oder Gesetz) gab es eine bunte Zeichnung über die gesamte Seite, die gut zur jeweiligen Erzählung gepasst hat.

    Blattpfote hat durch das Buch geleitet, die ja die spätere Heilerschülerin vom DonnerClan ist. Man sollte hier allerdings darauf achten, wann man das Buch liest, da man sonst an der ein oder anderen Stelle gespoilert werden kann, wenn man es zu früh liest.

     

    Fazit: Ich fand es gut, dass ich mal so einen Gesamtüberblick über die Gesetze der Krieger habe. In der Reihe werden sie ja immer wieder angesprochen, aber meist nur angerissen, dass man sich das Meiste selbst zusammenreimt. Aber es war interessant, wie diese entstanden sind und wie sie auch im Einzelnen gemeint sind. Und vielleicht ist auch das ein oder andere Gesetz dabei, dass nicht allzu schlau war. Ich meine, wenn es das eine Gesetz nicht geben würde, dann wäre das mit Tigerstern oder Braunstern vielleicht nicht passiert. Insgesamt also eine gute Ergänzung zur Reihe. 4 Sterne.

  23. Cover des Buches Besetzte Gebiete (ISBN: 9783462001068)
    Arnon Grünberg

    Besetzte Gebiete

    (18)
    Aktuelle Rezension von: Jin_ny

    Ich habe gemischte Gefühle. Zum einen war ich restlos begeistert von der lustigen Konstellation zwischen dem sogenannten Psychiater, Kadoke, und all den anderen Menschen mit dem er zu tun hat. Zum anderen haben mich manche Szenen dann doch eher verstört als dass sie meiner Meinung nach tatsächlich für die Story notwendig waren.
    Kadoke stolpert von einer irrsinnigen Situation zum nächsten noch groteskeren Moment. Dabei sieht er nicht ein wie er alles in den Sand setzt, alle vor den Kopf stößt und dabei Tabus und Grenzen bricht. Die Geschichte nimmt auch vor nichts Halt, verdreht alle Realitäten und anormalen Tätigkeiten um 180 Grad in selbstverständlicher Leichtigkeit und rüttelt an gefestigten Moralgedanken und Menschenformen. Dabei spielt Kadoke immer die Rolle des Außenseiters, immer unverstanden, in wiederkehrender Unzufriedenheit. Die Erzählweise ist dabei charmant, direkt und wütend, und verliert nie an Schärfe, was ich besonders gut fand. Interessanterweise gibt es auch keine Rolle, die das Ganze versucht ins richtige Licht zu rücken (wenn es denn überhaupt in diesem Buch ein "richtig" gibt). Somit bleibt es dem Leser selbst zu überlassen über Kadoke und die Situationen zu urteilen.

    Nach dem Lesen hatte ich jedenfalls das Gefühl, dass man mich wach gerüttelt hat und je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr finde ich Gefallen am Buch. Übrigens finde ich die Wahl des Titels "Besetzte Gebiete" höchstinteressant. Bei so vielen Ebenen und Anspielungen in dem Buch gehe ich davon aus, dass man die Besetzungen auf mehreren Ebenen meint, nicht nur die geografische, sondern auch die gesellschaftliche und geistliche. Das Buch bietet mehr als die Kurzbeschreibung erscheinen lässt und ich konnte das Buch nicht von der Hand lassen bis ich am Ende war, vergleichbar wie bei einem Unfall, wo man nicht wegsehen kann. Mir persönlich hat das Buch zwar Spaß gemacht, aber ich könnte mir vorstellen, dass es nicht für jeden gemacht ist.

    ** Dieses Buch wurde mir über NetGalley als E-Book zur Verfügung gestellt **

  24. Cover des Buches Der letzte Weg (ISBN: 9783453321694)
    Eve Smith

    Der letzte Weg

    (34)
    Aktuelle Rezension von: weltentzueckt

    Klappentext:

    Bevölkerungsschwund, Bioterrorismus und Medikamentenknappheit gehören im England der nahen Zukunft zum Alltag. Die Regierung hat deshalb ein ebenso radikales wie fatales Gesetz erlassen: Personen über siebzig bekommen keine Antibiotika mehr. Werden sie krank, bleibt ihnen nur noch das Warten auf den Tod oder der Suizid. Kate ist Krankenschwester, doch statt ihre Patienten gesund zu pflegen, hilft sie ihnen nun beim Sterben. Nach einem dramatischen Ereignis beschließt Kate, sich auf die Suche nach ihrer Mutter zu machen, und stößt auf ein lange gehütetes Geheimnis …


    Meine Meinung:

    Whewww, es war eine lange Fahrt, die erst gegen Ende ein wenig Geschwindigkeit aufnimmt.
    Wer einen actiongeladenen, rasanten oder spannungsgeladenen Thriller erwartet, wird hier enttäuscht.

    Dieser Thriller erweckt den Thrill durch ein sehr realistisches Szenario:
    Eine Zukunft, in der Antibiotika rationiert wird, um den zunehmenden Resistenzen entgegenzuwirken. Ü70-Jährige werden nicht mehr mit Antibiotika versorgt und so führen schon die kleinsten Infektionen häufig zum Tod.

    Einerseits mochte ich das Buch, weil es sehr viele Denkanstöße bietet, z.B. zu Sterbehilfe, der Verantwortung ggü Mitmenschen und der Umwelt, Armut, Krankheiten und deren Bekämpfung in Entwicklungsländern vs. hier und vor allem zur Forschung. Das Buch erklärt sehr gut, dass die Forschung von Investitionen lebt. Die Investoren legen ihr Geld natürlich dort an, wo sie hohe Erträge vermuten. Deshalb wird in einige Forschungsgebiete ein Vermögen gesteckt, während andere Forschungen kaum vorankommen.

    Die Szenarios, die in dem Buch geschildert werden, sind sehr real und erschreckend. Das Buch sensibilisiert und könnte dazu ermutigen, sich tiefer in die Materie einzulesen.
    Als Unterhaltungsroman war das Buch mir allerdings zu schwer, trüb und langatmig. Man hätte den sehr ernsten Themen zumindest leichte oder gewitzte Dialoge gegenüberstellen können, um zwischendurch ein klein wenig Leichtigkeit zu schaffen.

    Das Ende passte auch zu dem Buch. Es war geradezu bedrückend.
    Rückblickend bin ich trotzdem froh, das Buch gelesen zu haben, weil ich die Thematik wirklich sehr interessant fand. Man muss sich einfach darüber bewusst sein, dass dieses Buch keine leichte Kost ist, dann kann man daran sehr viel Freude haben.
    3 Sterne.

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