Bücher mit dem Tag "gesundheit"
580 Bücher
- Jojo Moyes
Ein ganzes halbes Jahr
(11.900)Aktuelle Rezension von: Max1919Manche Bücher begleiten einen noch lange, nachdem man die letzte Seite gelesen hat. Nach der intensiven und berührenden Lektüre von "Vollmondkinder - Eine Erzählung über den Sinn des lebens" von Anna Swedenborg suchte ich nach einer weiteren Geschichte, die nicht nur Gefühle weckt, sondern auch zum Nachdenken über die wichtigen Fragen des Lebens anregt. Dabei bin ich auf "Ein ganzes halbes Jah"r von Jojo Moyes gestoßen – einen Roman, der auf eine ganz eigene Weise tief bewegt.
Im Mittelpunkt stehen Lou und Will, zwei Menschen, die unterschiedlicher kaum sein könnten und deren Leben durch eine besondere Begegnung miteinander verbunden werden. Ihre Geschichte erzählt von Nähe, Veränderung und den Herausforderungen, die das Leben manchmal bereithält. Dabei geht es nicht ausschließlich um romantische Gefühle, sondern auch um persönliche Entwicklung, Selbstbestimmung und den Mut, neue Wege zu gehen.
Besonders eindrucksvoll ist, wie der Roman zeigt, dass selbst kurze gemeinsame Zeiten eine große Bedeutung haben können. Die Geschichte regt dazu an, über eigene Entscheidungen, Wünsche und die kleinen Augenblicke nachzudenken, die oft viel wertvoller sind, als man im Alltag erkennt.
Dieses Buch hat mich emotional erreicht und gleichzeitig viele Gedanken über Dankbarkeit, Lebensfreude und den Umgang mit schwierigen Situationen ausgelöst. Für Leserinnen und Leser, die eine gefühlvolle Erzählung suchen, die Herz und Verstand gleichermaßen anspricht, ist Ein ganzes halbes Jahr eine besondere Empfehlung.
- Giulia Enders
Darm mit Charme
(879)Aktuelle Rezension von: Jana06Ich hatte dieses Buch schon eine ganze Weile in meinem Bücherregal zu stehen und ist mir vor kurzem wieder in die Hände gefallen.
Es war Zeit und ich habe es quasi verschlungen.
Die Erklärungen und die passenden Zeichnungen sind so schön und anschaulich. Es war für mich kein Problem in dieses Buch zu starten.
Man lernt ganz nebenbei essentielle Infos über deinen eigenen Körper, die einen staunen lassen.
Lest es unbedingt, es lohnt sich. 😉
- Bas Kast
Der Ernährungskompass
(186)Aktuelle Rezension von: LesebegeisterteIn diesem Buch findet man eine sehr ausführliche Übersicht über Nahrungsmittel, die gesund sind und uns vor Krankheiten schützen, aber auch weniger gesunde Lebensmittel die uns auf Dauer krank machen. Man kann dieses ganze Wissen dann nutzen, um seine Ernährung umzustellen, was dann gar nicht wie eine Diät wirkt. Der Ratgeber ist weder trocken noch fad, sondern aufschlussreich, motivierend und leicht lesbar. Es werden Themen wie zum Beispiel: Kohlenhydrate, Zucker, Eiweiß, Proteine, Fette und diverse Diäten unter die Lupe genommen.
Wer dieses Buch liest, bekommt einen sehr informativen, detaillierten Überblick, basierend aus über tausend von Ernährungsstudien, was wirklich gesund ist und wie ich einfach meine Ernährung Schritt für Schritt umstellen kann.
Ich bin begeistert von diesem Buch. Es war total spannend und lehrreich. Ich hatte einige Aha-Momente und auch einiges erfahren, was ich noch nicht wusste. Ein Sachbuch für all jene, die sich so richtig mit dem Thema Ernährung auseinander setzten wollen. Dank des motivierenden Schreibstil, will man mit dem gelesenen Wissen gleich mal im Alltag loslegen.
- Caroline Criado-Perez
Unsichtbare Frauen
(126)Aktuelle Rezension von: Trishen77
Der Großteil der Menschheitsgeschichte ist eine einzige Datenlücke. Beginnend mit der Theorie vom Mann als Jäger räumten die Chronisten der Vergangenheit der Frau in der Entwicklung der Menschheit weder in kultureller noch in biologischer Hinsicht viel Platz ein. Stattdessen galten männliche Lebensläufe als repräsentativ für alle Menschen. […] Doch das Problem ist nicht nur, dass etwas verschwiegen wird. Die Leerstellen und das Schweigen haben ganz alltägliche Folgen für das Leben von Frauen. […] Die von Männern nicht berücksichtigten frauenspezifischen Faktoren betreffen die verschiedensten Bereiche. Dieses Buch wird jedoch zeigen, dass drei Themen wieder und wieder auftauchen: Der weibliche Körper, die von Frauen geleistete, unbezahlte Care-Arbeit und Gewalt von Männern gegen Frauen.
Wenn es um die Sicherheit bei Autounfällen geht, werden die dazugehörigen Vorrichtungen abgestimmt auf Körpertypen, die auf männlichen Modellen beruhen; ebenso ist es bei verschiedenen besonderen Kleidungsstücken wie etwa schusssicheren Westen. Regale werden so konstruiert, dass ein durchschnittlicher männlicher Körper das oberste Brett erreichen kann. Räumdienste in Städten räumen priorisiert die Straßen frei, statt die Fußgänger- und Fahrradwege, die sehr viel öfter von Frauen frequentiert werden.
Dies sind nur einige anschauliche Beispiele, fast noch harmlos. Zu ihnen gesellen sich die großen Ungleichheiten bei der Bezahlung, die unterschiedlichen Wahrnehmungen und Reaktionen auf männliche und weibliche Körper in der Öffentlichkeit und, auf einer abstrakten Ebene, das generelle Fehlen eines weiblichen Faktors in den Erhebungen von Daten zu jeglichem Thema. Dabei wird nicht nur die unbezahlte Care-Arbeit von Frauen systematisch unterschlagen, sondern elementare und nachweislich feststellbare Bedürfnisse von Frauen bleiben unberücksichtigt. So kommt es zu der Welt in der wir leben – einer Welt, die für Frauen ein wesentlich problematischerer und unzureichend eingerichteter Ort ist als für Männer. Und auch das allgemeine Narrative dieser Welt, mit allen darin zusammengeführten Geschichten von Erfolg, Glück, etc. ist meist männlich.
Die Folge dieser zutiefst männlich dominierten Kultur ist, dass männliche Erfahrungen und Perspektiven als universell angesehen werden, während weibliche Erfahrungen – also die Erfahrungen der Hälfte der Weltbevölkerung – als, nun ja, Randerscheinung wahrgenommen werden. […] Deshalb auch ergab 2015 eine Studie über Wikipedia-Einträge in mehreren Sprachen, dass Artikel über Frauen Wörter wie »Frau«, »weiblich« oder »Dame« enthalten, während Artikel über Männer nicht »Mann«, »männlich« oder »Herr« umfassen (weil das männliche Geschlecht stets unausgesprochen unterstellt wird).
Gerade was die Entwicklungsgeschichte der Menschheit betrifft, haben wir meist die männliche Geschichte und die Errungenschaften für die Männer vor Augen – Frauen haben von der Athener Demokratie ebenso wenig profitiert wie von Renaissance und Aufklärung, trotzdem werden sie als übergreifende Errungenschaften gefeiert (die emanzipatorischen Bewegungen gelten dagegen dezidiert als Errungenschaften nur für Frauen). Diese aufs Männliche fixierte Weltsicht wird, wie Criado-Perez sehr umfassend darlegt, für universell gehalten, während eine weibliche Perspektive meist als ideologisch (!) aufgeladen gilt und mit diesem Argumente auch oft beiseitegeschoben wird.
»Unsichtbare Frauen« erzählt, was geschieht, wenn wir die Hälfte der Menschheit einfach vergessen. Es zeigt, wie die geschlechtsbezogene Datenlücke Frauen im Lauf eines mehr oder weniger normalen Lebens schadet – hinsichtlich der Stadtplanung, der Politik oder der Arbeitsplätze.
Es ist in der Tat ein Mammutwerk, das die Autorin hier vorgelegt hat, und das mit jeder vorgebrachten Statistik, mit jedem neuen Themengebiet, auf das Criado-Perez zu sprechen kommt, fundamentaler wird. Man kann es, so behaupte ich, nicht ohne teilweises Entsetzen und Erschrecken lesen. Dass die Macht- und Bezahlstrukturen in unseren Gesellschaften ungerecht sind, ist bereits in einer breiteren Öffentlichkeit angekommen. Dieses Buch aber zeigt, wie tief die Wurzeln, Vorstellungen und Mechaniken, die diese Strukturen stützen und von ihnen hervorgebracht wurden, in alle Winkel des Alltags reichen. Von den einfachsten Wahrheiten bis zu den komplexesten Diskriminierungen ist dabei alles enthalten – viele Geschichten über die repräsentative Abwesenheit von Frauen in allen (für sie) wichtigen Bereichen.
Jede/r sollte zumindest einen Blick in dieses Buch werfen. Vor allem Männer und besonders die, die glauben, sie lebten nicht in einer sexistischen Welt und hätten einen objektiven Blick auf die Dinge (oder ein objektiver Blick würde ihnen täglich präsentiert).
Studien haben gezeigt, dass die Überzeugung, man selbst sei objektiv oder nicht sexistisch, zu weniger Objektivität und mehr sexistischem Verhalten führt.
- Jonathan Safran Foer
Tiere essen
(549)Aktuelle Rezension von: vanFriedenJonathan Safran Foer schafft es in „Tiere essen“, ein Thema zu behandeln, das uns alle betrifft, auf eine Art, die gleichermaßen eindringlich wie zugänglich ist. Ich war besonders beeindruckt von seiner Fähigkeit, komplexe Fakten, persönliche Erfahrungen und ethische Fragen zu einem flüssigen, packenden Text zu verweben.
Das Buch regt zum Nachdenken an – nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern durch sorgfältig recherchierte Geschichten, Beispiele und Einsichten, die einem noch lange im Gedächtnis bleiben. Es macht bewusst, wie eng unsere Essgewohnheiten mit Tierschutz, Umwelt und unserer eigenen Gesundheit verknüpft sind, und eröffnet gleichzeitig Raum für eigene Überlegungen und Entscheidungen.
Für mich ist „Tiere essen“ nicht nur eine informative Lektüre, sondern auch ein Appell, den eigenen Konsum zu reflektieren und Verantwortung ernst zu nehmen – ohne dabei bevormundend zu wirken. Ein Buch, das sowohl Augen öffnet als auch Herzen berührt, und das ich jedem ans Herz legen würde, der sich für bewusste Ernährung, Nachhaltigkeit und ethischen Konsum interessiert.
- Juli Zeh
Corpus Delicti: erweiterte Ausgabe
(595)Aktuelle Rezension von: Hubertus_FeldmannWenn ein Buch in den Canon „zu lesender Bücher“ an Schulen Eingang gefunden hat, so ist davon auszugehen, dass es nicht nur um ein diskursiv zu bewältigendes Thema geht, sondern zugleich den Anspruch eines pädagogischen Mehrwertes (man könnte es im klassischen Sinne auch als Literatur bezeichnen) beinhaltet. Insofern gäbe es an dieser Stelle wenig oder aber, im Sinne einer Textanalyse, sehr viel zu sagen. Im ersten Fall scheint alles gesagt bzw. geschrieben zu sein, im zweiten Fall wurden und werden vermutlich bereits Doktorarbeiten über diesen Themenkreis vergeben. Insofern bleibt eigentlich nur noch der Hinweis eines beeindruckten Lesers: lesen – denken – sich Notizen machen.
Denn ohne Notizen, ohne An- und Unterstreichungen wird man diesem Buch nicht gerecht, oder, anders ausgedrückt, wird einem die Vielfalt möglicher Implikationen verborgen bleiben. Aber auch ohne diesen Anspruch kann man dieses Buch lesen, dann bleibt es allerdings blutleer auf der Strecke und spätestens am Ende wird man sich fragen: Was soll das denn jetzt? Wer also nur prickelnde Unterhaltung sucht, wird hier möglicherweise enttäuscht. Das heißt im Umkehrschluss allerdings nicht, dass es den nicht gäbe.
Wie auch immer, es ist ein Buch, das viele Themen berührt, das Fragen provoziert und bei den Antworten eine beeindruckende Vorstellungswelt entstehen lässt. Es geht um das Menschsein in (vielleicht gar nicht so) ferner Zukunft, in denen dieses einem einzigen Thema untergeordnet ist: der Gesunderhaltung – und zwar um jeden Preis. Die sich daraus ergebenden politischen und gesellschaftlichen Verwerfungen werden hier in Aufbau und Thematik mit eindrucksvollen Bildern wiedergegeben. Kurz gesprungen geht es sowohl um die Dialektik eines solchen Lebens, der Unterscheidung zwischen: passt oder passt nicht, gut oder schlecht/böse, als auch um ein Dazwischen, einem Schwanken, das solcherart mit der Metapher der auf einem Zaun sitzenden Hexe herausragend symbolisiert wird:
„‘Weißt du, was eine Hexe ist, Mia [ihr wird der „Prozess“ gewacht]?‘
Überrascht hebt die Angesprochene den Kopf und muss sich anstrengen, um ihre Konzentration auf den neuen Begriff zu richten.
‚Eine Hexe, mit Buckel und Besen? Die im Backofen oder auf dem Scheiterhaufen endet?‘
‚Das Wort kommt von Hagazussa. Die Hexe ist ein Heckengeist. Ein Wesen, das auf Zäunen lebt. Der Besen war ursprünglich eine gegabelte Zaunstange.‘
‚Was hat das mit mir zu tun?‘
‚Zäune und Hecken sind Grenzen, Mia. Die Zaunreiterin befindet sich zwischen Zivilisation und Wildnis. Zwischen Diesseits und Jenseits, Leben und Tod, Körper und Geist. Zwischen Ja und Nein, Glaube und Atheismus. Sie weiß nicht, zu welcher Seite sie gehört. Ihr Reich ist das Dazwischen.‘“
Nach der Lektüre des Buches war ich froh wieder im Hier und Jetzt angekommen zu sein, in einem Leben, welches von Widersprüchen durchzogen ist, und es solcherart zu einer Entdeckungsreise macht – auch mit all dem immunologisch bedenklichen Schmutz, der einer umfassenden Gesundheit, wie sie hier dogmatisch gelebt wird, hin und wieder ein Bein stellt.
(2.5.2023)
- Nadja Hermann
Fettlogik überwinden
(98)Aktuelle Rezension von: BettinaviolabarthWarum dieses Buch noch auf dem Markt ist, zeigt leider nur, wie normalisiert essgestörte Verhaltensweisen ist unserer Gesellschaft weiterhin sind, denn dieses Buch ist nicht mehr als eine Anleitung zur Essstörung, in der eine Person, der aufgrund ihres Berufes fälschlicherweise Experise zugesprochen wird, ihren Weg zu einem schlanken Körper auf essgestörte und ungesunde Art beschreibt. Dieses Buch war ein Grund für meinen letzten Anorexie Rückfall und ist ein Zeugnis für unsere Fettfeindliche und Essstörungen normalisierende Gesellschaft.
- Eckart von Hirschhausen
Glück kommt selten allein ...
(398)Aktuelle Rezension von: xoxo_love_booksWow wow wow!
Habs zuende gelesen, nachdem ich ein Hotel-Sex-Datewochenende in Halle hatte. Von daher erinnert es mich jetzt immer an die Frau, die mich währenddessen kurz bevor der Abschied nahte über das Buch beugte und mich fragte: "Und wie läufts mit dem Buch?".
Die Fahrt war auch Glücklich, nur die Rückfahrt leider nicht so. Ich möchte noch die Internetseite mal ausprobieren, wenn ich mal wieder Internetzugang habe. Finde einiges sehr witzig geschrieben. Hab ja auch noch ein anderes Buch vom Autor gelesen. Genauso lustig und positiv handlungsweisend wie dieses Buch. Aber ja das eigene Glück oder sich zu fragen, was einem eigentlich glücklich macht, ist denke gar nicht so einfach zu finden, aber es lohnt sich bestimmt doch irgendwann.
- Matt Haig
Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben
(298)Aktuelle Rezension von: sbalunziaEs handelt sich um ein autobiografisches Buch, in dem Matt Haig über seine Depressionserfahrung erzählt. Die Erzählung wechselt stetig zwischen verschiedenen Ebenen der Vergangenheit und der Gegenwart. Dabei geht es nicht nur um das Gefühlsleben und die Wandlung des Autors. Einige Kapitel enthalten Listen mit Gedanken und sogenannten „Kleinigkeiten", die ihm halfen, Posts von Internetnutzern, die Lesenden Orientierung bieten könnten und einige Fakten.
Alles in allem ist das Buch ein Erfahrungsbericht eines Betroffenen, der anderen Mut machen und unterstützen kann. Gerade bei solch individuellen Erkrankungen wie einer Depression gibt es keine universellen Symptome, Verläufe oder Therapien. Trotzdem kann das Buch Betroffenen helfen, sich weniger allein zu fühlen. Angehörige können zudem einen Einblick in ein Thema erhalten, über das man oft nicht gerne spricht oder für das man vielleicht keine Worte findet, um sich zu erklären.
- Jorge Bucay
Drei Fragen
(43)Aktuelle Rezension von: Hubertus_FeldmannJedes einzelne Leben ist einzigartig, jeder Mensch besitzt eine eigene Weltsicht einen persönlichen Lebensplan und doch (oder gerade deshalb?) scheinen sich die Probleme zu häufen, mit denen sich die Menschen konfrontiert sehen. Einen Weg aus diesem Dilemma versucht Jorge Bucay auf bekannt direkte Art und erneut mit Unterstützung zahlreicher Geschichten – auch wenn diese gegenüber früheren Werken (insbes. „Komm, ich erzähl dir eine Geschichte“) nicht ganz so zahlreich sind.
Dies hat seinen Grund. Hier geht es um eine tiefere Analyse der Wesensmerkmale der Menschen, die Bucay mit Hilfe der „Grundfragen des Lebens“ anstellt: „Wer bin ich? Wohin gehe ich? Und mit wem?“ Anders gefragt: Gelange ich bei einer intensiven Auseinandersetzung mit diesen Fragen unter Zuhilfenahme dieses Buches auf die Glücksspur des Lebens? Kann sein, muss aber nicht.
Denn dieses Buch strotzt nur so von „schlauen“ Merksätzen/Lebensweisheiten, die man meist eins zu eins übernehmen kann. Doch es ist wie fast immer: Ist die Fülle der Auswahl zu groß, besteht die Gefahr, dass die gut formulierten Aussagen verschwimmen, nicht mehr die Wirkmächtigkeit entfalten können, die ihnen zweifellos zukommt. Es gilt also auszuwählen, sich den Fragen und Antworten zu nähern, die einen persönlich umtreiben, um so möglichst optimal von der Lektüre dieses Buches zu profitieren.
Als „allgemeine Erbauungsliteratur“ ist dieses Buch nicht geeignet. Dafür ist es zu persönlich, persönlich im Sinne von: Es lässt einen nicht kalt, weil es das eigene Leben auf den Prüfstand stellt. Das Leben in Verbindung mit anderen Menschen, mit ihren Vorstellungen, die nicht unbedingt (meist nicht) mit den eigenen zur Gänze kompatibel sind. Wie dennoch ein zufriedenes Leben im Kontakt, in Verbindung mit anderen Menschen gelingen kann, gar eine Zweisamkeit erfolgreich gelebt werden, ergo ein gemeinsamer Weg gefunden und beschritten werden kann, wird hier vielschichtig dargestellt. Kurz: Die Entwicklung von der selbst gestalteten Einsamkeit zur zugewandten Zweisamkeit.
Wenn sich während oder nach der Lektüre das Gefühl einstellt bereits auf dem richtigen Weg zu sein, dann „hat man das sichere Gefühl, nicht verloren zu sein, und man empfindet Zufriedenheit, weil man weiß, dass man seine Richtung gefunden hat.“ Für die „Pendelnden“ unter uns gibt dieses Buch die Kraft für neue Anstrengungen in dieser Richtung.
(13.8.2021)
- Giulia Enders
Darm mit Charme
(92)Aktuelle Rezension von: SunsyDieses Thema ist faszinierend und wirklich wichtig für uns alle, denn wenn der Darm gesund ist, fühlt sich der ganze Mensch gut. Die Autorin bringt uns alles rund um den Darm so routiniert, einfühlsam und plastisch, oft sogar recht witzig zu Gehör, dass es wirklich Freude macht, zuzuhören.
Ich befasse mich ja schon länger mit dem Thema, habe auch einem Kongress per Internet beigewohnt, bei dem ich viel gelernt habe und auch gleich das nötige Equipment bestellen konnte, um selbst fermentieren zu können. Vieles habe ich ausprobiert und bin bei drei Dingen hängen geblieben: selbstgemachtem Joghurt mit lebenden Kulturen, Kombucha und Kimchi.
Mir hat das Hörbuch wirklich ausgezeichnet gefallen, vieles kommt so auch viel verständlicher rüber, als wenn man auf einem Kongress den Wissenschaftlern zuhört. Die Autorin liest selbst und so gut, als würde sie nichts anderes tun, als Hörbücher einzulesen. Klasse, wirklich!
Meine Bewertung: 10/10 Punkte.
https://sunsys-blog.blogspot.com/2025/05/gehort-darm-mit-charme-giulia-enders.html
- Eckart von Hirschhausen
Wunder wirken Wunder
(70)Aktuelle Rezension von: AnnaLovesBooks„Wunder wirken Wunder“ von Eckart von Hirschhausen ist ein wirklich unterhaltsames und erfrischendes Buch. Es ist leicht und verständlich geschrieben, sodass man es im Handumdrehen liest. Besonders beeindruckend ist der Humor, den Hirschhausen in das Thema bringt. Es macht richtig Spaß, das Buch zu lesen, während man gleichzeitig interessante Gedanken und Perspektiven über die Welt und das Leben vermittelt bekommt. Der Autor bringt einem auf humorvolle Weise bei, wie wichtig es ist, im Alltag auch mal innezuhalten und die kleinen „Wunder“ um uns herum zu erkennen. Eine tolle Lektüre für alle, die mit einem Lächeln im Gesicht mehr über sich selbst und die Welt lernen möchten!
- Takis Würger
Für Polina
(340)Aktuelle Rezension von: Estelle38Dies ist ein Buch, zu dem ich selbst nicht direkt gegriffen hätte, doch meine Freundin hat es mir geliehen. Sie wusste, das ich bisher in diesem Jahr eine schwere Zeit hatte und hat gedacht, dass dieses Buch mir helfen und mich trösten könnte.
Sie hatte recht. Es ist hoch lyrisch geschrieben. Ich weiß nicht wie ich es anders ausdrücken soll. Es scheint zu sein, als wäre es ein Buch aus tiefer Vergangenheit, das in die Zukunft stößt. Die Lebensgeschichte des kleinen Hannes Prager, fängt schon mit seiner Mutter an. Es geschieht nicht viel aufregendes und doch verläuft nicht alles in geraden Bahnen.
Lange brauchte es, ehe ich eine Hoffnung bei Lesen erfüllt bekam, die ich mit dessen großem Talent zum Klavierspielen verband. Es ist wie das richtige Leben. Man schlägt andere Richtungen ein und doch fügt sich am Ende, zwar nicht alles, aber vieles!
Das Buch hat absolute 5 Sterne verdient. Danke Carmen für diesen Tipp! Du bist die Beste! - Lena Kupke
Pause
(219)Aktuelle Rezension von: svesoIch kenne Lena Kupke als Comedienne und mag ihren Humor sehr, weshalb ich gespannt auf ihren Roman "Pause" war.
Nach einem Zusammenbruch wird Hanna nur durch Begleitung aus dem Krankenhaus entlassen. Also lässt sie sich von ihren Eltern abholen und bleibt vorerst bei ihnen in Lüneburg. Ihren Freund, ihre Freund*innen und ihren Job lässt sie in Berlin zurück. Die Nächte im Arbeitszimmer ihres Vaters, alltägliche Dialoge mit ihren Eltern, die so oder so ähnlich bereits in ihrer Jugend geführt wurden, und die Auseinandersetzung mit den Menschen, die Hanna noch von früher kennt, gehören nun zu ihrem Alltag. Konflikte gibt es reichlich, ausgesprochen wird wenig. Doch wie lange können Dinge unter den Teppich gekehrt werden, ohne dass darüber gestolpert wird?
Ich mag den Humor von Lena Kupke sehr und konnte daher auch sehr viel mit ihren Figuren anfangen. Hanna ist mir auf Anhieb sympathisch, ihre Gedanken und ihre Handlungen kann ich als Frau in den 30ern gut nachvollziehen, Auch ihre Eltern, die Familiendynamik und Szenen wie im Ernstings Family fand ich sehr unterhaltsam.
Das Buch ist locker, humorvoll geschrieben, sodass ich es an einem Stück gelesen habe. Doch dabei wirken ernste Themen, die teilweise explizit benannt, teilweise angedeutet werden.
Ich mochte es, Hanna bei ihrer persönlichen Weiterentwicklung zu verfolgen und die Pause bei ihren Eltern und in der Lüneburger Gemeinschaft mitzuerleben. - Karen Duve
Fräulein Nettes kurzer Sommer
(81)Aktuelle Rezension von: Stefanie-BFräulein Nettes kurzer Sonmer erzählt als Roman von dem Leben der Annette von Droste Hülshoff und stellt die damalige
Zeit (Anfang des 19. Jh.) und ihren Bezug zur Dichtkunst dar.
Vorangestellt möchte ich sagen, dass das Buch eigentlich nicht zu der Sorte Bücher gehört, die ich normalerweise lese. Dennoch - oder vielleicht auch gerade deshalb - war ich überrascht, wie gut ich es im Endeffekt fand. Ich muss das Buch nicht unbedingt nochmal lesen, und werde es wohl nicht begeistert weiterempfehlen, aber wenn man auf der Suche nach einem solchen Roman sucht, welcher etwas ernster, etwas „abgedroschen“, etwas historisch und dabei trotzdem flüssig ist, kann man ihn hier finden.
Zum Teil war das Buch eher langatmig. Andererseits wurde ich aber positiv überrascht, wie gut es die Autorin geschafft hat, das Leben der Anette von Drosde Hülshoff, die Gesellschaft und Belleristik in einen Roman zu verpacken, der flüssig zu lesen ist, eine Prise Humor enthält, Beziehungen und Charaktere erschafft und eine gewisse Begeisterung für das Buch aufbaut. Für mich war es nicht schwer danach zu greifen und ein paar Kapitel zu lesen, ich hatte Freude dabei. Auch wenn das Buch einen eher ernsten Stil hat und ich es daher nicht jedem empfehlen kann, ist
es also für das was ich erwartet hatte, wirklich gut geschrieben ✨.
- Frances Hodgson Burnett
The Secret Garden
(107)Aktuelle Rezension von: Neverlands_BBQEin Buch, welches meiner Meinung nach sehr lesenswert ist, da es sich viel mit Entwicklung und Natur beschäftigt. Es lässt sich recht einfach lesen und die Handlung ist eher simpel und übersichtlich gehalten. Außerdem eignet es sich für jede Altersgruppe. Insgesamt ein "nettes" Buch, was mich aber auch nicht vom Hocker gerissen hat.
- Niko Rittenau
Vegan-Klischee ade!
(26)Aktuelle Rezension von: sabatayn76‚die Quintessenz ist, dass zwar jede vollwertige rein pflanzliche Ernährung automatisch eine vegane Ernährung ist, aber nicht jede vegane Ernährung auch eine vollwertige rein pflanzliche Ernährung darstellt‘ (Seite 19)
Niko Rittenau setzt sich in seinem Buch initial mit der Frage auseinander, was Ernährungsgesellschaften über vegane Ernährung sagen.
Danach befasst es sich mit Protein, Omega-3-Fettsäuren, Vitamin B12, Vitamin B2, Vitamin D, Eisen, Kalzium, Zink, Selen und Jod sowie stellt die fünf wichtigsten Lebensmittelgruppen der veganen Ernährung vor (Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Gemüse, Obst, Nüsse und Samen).
Am Ende seines Buches geht Rittenau auf die Sojakontroverse ein.
Ich lebe seit 14 Jahren vegetarisch und fast genauso lang ‚so vegan wie möglich‘, d.h. ich verzichte auf fast alles Tierische, esse aber selten Käse und Schokolade. Ich habe mich in den letzten Jahren immer mal mit ernährungsspezifischen Themen befasst, in den letzten Jahren aber zugegebenermaßen eher weniger.
Das Buch ist eine echte Fundgrube an Wissen, und mein Anspruch war eigentlich, das Buch komplett von vorn bis hinten zu lesen. Dies fand ich aber eher etwas ermüdend und für mich zu detailliert, so dass ich irgendwann quer gelesen habe.
Vor allem die Tabellen mit dem Gehalt bestimmter Vitamine, Spurenelemente etc. in pflanzlichen Lebensmitteln sowie die Zusammenfassungen am Ende der einzelnen Kapitel fand ich sehr gelungen und hilfreich, und wenn ich darüber mehr wissen wollte, habe ich in den jeweiligen Abschnitten genauer nachgelesen. Diese Art des Lesens funktioniert bei diesem Buch sehr gut, weil Rittenau sein Buch sehr klar gegliedert und übersichtlich aufgebaut hat. Auf diese Weise kann man entweder schnelle Antworten auf Fragen zur veganen Ernährung bekommen oder (für die Geduldigeren unter uns) ganz genau erfahren, wieso Rittenau welche Antwort gibt.
Mich hat das Buch inspiriert, wieder mehr auf bestimmte Lebensmittel zu achten, meine Ernährung etwas genauer zu planen, bestimmte Lebensmittel bewusst in meine Mahlzeiten aufzunehmen.
Ich habe hier sehr viel Neues erfahren und bereits Bekanntes wiederholt, zudem habe ich ein gutes Gefühl, dass ich dem Gelesenen Glauben schenken kann, weil Rittenau sehr genau und sehr ausführlich recherchiert zu haben scheint.
- Kurt Krömer
Du darfst nicht alles glauben, was du denkst
(227)Aktuelle Rezension von: JanaichiIch habe das Buch verschlungen. Es war schön zu lesen, dass es anderen genau so geht wie einem selbst. Ich fand es gut, dass es immer nur kurze Kapitel waren. Da konnte man super zwischendurch immer mal wieder ein Kapitel lesen. Ich hatte das Buch überall dabei. Es hat mir die Augen geöffnet, dass es nicht schlimm ist, wenn man psychische Probleme hat.
Danke!!
- Åsa Ericsdotter
Epidemie
(50)Aktuelle Rezension von: EllenKnorr"Und wie sollte man den Menschen gegenüber treten? Ich bin Schwede. Es tut mir Leid."
Mein erstes Buch von Asa Ericksdotter und ich war vollauf begeistert. Die Story ist spannend und erschreckend. Die waren Ausmaße der Fettepidemie rieseln anfangs ganz langsam auf den Leser ein und der Horror und die Spannung bauen sich von Seite zu Seite immer mehr auf. Ein wirklich gutes Buch.
- Manuela Macedonia
Beweg dich! Und dein Gehirn sagt Danke
(47)Aktuelle Rezension von: Jana_HomIn diesem Buch wird dem Leser tiefergehendes Wissen im Bezug auf Bewegung und die guten Auswirkungen auf das Gehirn nähergebracht. Es sind zahlreiche interessante Studien enthalten und Erzählungen aus dem Leben und den eigenen Erfahrungen der Autorin. Dieses Buch ist mit zahlreichen Bildern gestaltet. Mich motiviert dieses Buch mich noch etwas mehr zu bewegen im Alltag.
- Nicole Jäger
Die Fettlöserin
(76)Aktuelle Rezension von: Perse- Details:
Ausgabe: eBook
Erscheinungsdatum: 18.12.2015
Verlag: Rowohlt
Genre: Autobiografie
Seitenanzahl: 286
- Inhalt:
Nicole Jäger erzählt von ihrem Kampf mit den Kilos.
- Meinung:
Das Buch hat nicht meine Erwartungen erfüllt. Ihre Geschichte ist interessant, ehrlich und stark - das möchte ich gar nicht abstreiten, aber eine "Anatomie des Abnehmens" ist es wahrlich nicht. Sie hat lediglich geschafft, ihre eigene Fettlöserin zu sein, keine allgemeine. Wer hier eine Art Ratgeber erwartet, wird enttäuscht sein.
- Fazit:
Das Buch war ansatzweise interessant, aber konnte mich nicht so mitnehmen.
- Empfehlung:
Für alle, die Fans von Nicole Jäger sind und/oder Interesse an Abnehmgeschichten haben.
Keine Kauf- und Leseempfehlung von mir.
- Louise Hay
Gesundheit für Körper und Seele
(45)Aktuelle Rezension von: nina11Ich mag Louise Hay`s Bücher sehr, denn sie beinhalten so viel Wahrheit und bringen auch allgemein einige Denkanstöße mit. Selbst, wenn man nicht alles glauben will/ kann.. Es tut immer wieder gut dieses Buch zu lesen - und ich entdecke auch immer wieder neue Ideen.
- Marlene Bierwirth
Meine Medizin seid ihr!
(24)Aktuelle Rezension von: labelloprincessDas Foto der Autorin passt in diesem Fall natürlich sehr gut als Cover. Ihr Lächeln zeigt von Stärke.
Man muss auf jeden Fall den besonderen Schreibstil loben. So eine ernste Handlung so auf's Papier zu bringen, dass man nur so durch die Seiten fliegt, ist einfach grandios. Man fühlt sich, wie wenn man die Autorin schon ewig kennt und ihre Geschichte als Freundin mit ihr gemeinsam erlebt.
Ich bin sehr gefesselt und man fiebert natürlich mit Marlene mit. Sie gibt einen sehr guten (menschlichen) Einblick in ihre Geschichte. Gerne hätte ich auch noch ein paar medizinische Details erfahren, da ich die „Wunder“ der heutigen Medizin sehr spannend und faszinierend finde.
Die Zeitsprünge am Beginn des Buches mochte ich nicht so gerne, die verwirrten mich etwas und ich musste mich immer wieder kurz zurechtfinden. Mit der Zeit wurden diese aber weniger und ich war dadurch nicht so verwirrt.
Eine sehr emotionale Geschichte, die aber sicherlich auch enorme Energie und Hoffnung verbreitet. Ich vergebe für das Buch 4,5 von 5 Sterne.























