Bücher mit dem Tag "gesundheitssystem"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "gesundheitssystem" gekennzeichnet haben.

30 Bücher

  1. Cover des Buches I'm a Nurse (ISBN: 9783453605602)
    Franziska Böhler

    I'm a Nurse

     (60)
    Aktuelle Rezension von: JenniS

    Was ein unglaubliches Buch, welches die Probleme des Krankenhaus- und Pflegepersonals geradezu unheimlich aufdeckt. 

    Mir hat dieses Buch sehr die Augen geöffnet mit den teilweise sehr erschreckenden Geschichten.
    Die Einbindung der Nachrichten die die Autorin von Betroffenen erhalten hat finde ich durchaus gelungen.
    Das Buch ist wie ein Leben aufgeteilt: es startet mit der Geburt und endet mit dem Tod, dies bringt eine gute Struktur ins Buch. 

    Für mich persönlich hätte es gerne auch der ein oder andere mehr positive Aspekt sein dürfen, da der Beruf ja auch doch seine schönen Seiten hat. 

    Der Schreibstil war flüssig, ich als doch eher Laie musste ab und an mal etwas googln – konnte mich dadurch aber auch gleich weiter informieren und noch mehr über die Thematik erfahren. 

     Das Buch eignet sich, in meinen Augen, sehr gut dafür eine Sichtweise zu erhalten, wie der Alltag der Pflegekräfte die Betroffenen belastet und auf schockierende Statistiken hinzuweisen. 

     Jeder sollte sich mi diesem Thema auseinander setzen, denn niemand ist nie auf diese starken Personen angewiesen!

  2. Cover des Buches Corpus Delicti (ISBN: 9783641242701)
    Juli Zeh

    Corpus Delicti

     (447)
    Aktuelle Rezension von: Freedom4me

    Das Buch ist sehr literarisch. Es ist eher etwas, das man in der Schule liest und weniger Freizeitlektüre.
    Daher liegt das Fokus eher auf großen Seins-Fragen und weniger auf einem mitreißenden Erzählstil.

    Wie gesagt: Der Stil ist sehr literarisch. Es gibt viele Vergleiche, Metaphern und weitere Stellen, über die man stundenlang diskutieren könnte.
    Oftmals bewegt sich das Buch auf einer Metaebene. Es geht zum Beispiel nicht um die konkrete Dystopie des Buches und Kritik am Staat, sondern auf einer allgemeineren Ebene um Staatsformen generell. Die Gespräche sind damit oftmals sehr abstrakt und nicht wirklich konkret.
    Thematisch dreht es sich viel um politisch-philosophische Fragen zum Beispiel zum System, der Legitimität einer Regierung oder dem Sinn des Lebens.
    Leider wird die wirkliche Dystopie vor der Folie dieser Metaebene nicht genug beschrieben. Zwar ist irgendwie klar, dass der Staat die Gesundheit des Menschen bestimmt und den Lebensstil damit sehr normativ vorgibt, wirkliche Einblicke erhält man aber nicht und es entsteht kein wirkliches Bild wie in anderen Romanen.

    Die Protagonistin war sehr schwierig, gleichzeitig aber auch irgendwie interessant. Sie handelt und verhält sich oft sehr unverständlich und man kann sich nicht mit ihr identifizieren. Oft ist das, was sie macht nicht nachvollziehbar und sie wirkt zum Beispiel angesichts einer Gerichtsverhandlung unbesorgt und teilweise auch apathisch.
    Ambivalent erscheint, dass sie einerseits als intelligente Biologin beschrieben wird, dann wiederum aber Dinge nicht versteht und dumm wirkt oder eben irrational und unverständlich handelt.
    Zudem leidet sie an einer Wahnvorstellung, was zugegebenermaßen sehr gewöhnungsbedürftig beim Lesen ist.


    Fazit: Es ist keine klassische Dystopie, wie man sie kennt.
    Es handelt sich hier weniger um einen Roman, wo die Lebenswelt und die Charaktere gut dargestellt werden, sondern eher um ein literarisches Kunstwerk, das sich oft auf der Metaebene bewegt, viele interessante Fragen verhandelt, aber eben keine packende Geschichte erzählt.
    Ich würde dieses Buch eher für Leserunden empfehlen. Wenn man über die Denkanstöße aus dem Buch diskutiert, gibt es sicherlich viel her, als Lektüre ist es eher gewöhnungsbedürftig.

    Corpus Delicti bekommt von mir 3,4 (also gerundet 3) / 5 Sterne.

  3. Cover des Buches Neanderthal (ISBN: 9783453318250)
    Jens Lubbadeh

    Neanderthal

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Sonnenwind

    Im Neandertal werden Tote gefunden, die ihren Eigenschaften nach Neandertaler sind. Aber zum einen sind sie erst vor kurzem gestorben und zum anderen ist das Neandertal akribisch durchforstet worden. Es kann nicht sein!
    Die Anthropologen, die den Fall untersuchen sollen (hier ganz toll beschrieben, der Chef ist gehörlos), finden keine Lösung. Bis sie auf lebendige Neandertaler stoßen. Und dann überstürzen sich die Ereignisse...
    Hier muß ich aufhören, denn ich würde bei aller Mühe noch zu viel verraten. All das alte Schulwissen über Genetik und viele andere Themen kommt wieder hoch.
    Ich habe es genossen und habe schon weitere Bücher des Autors bestellt. Eine Entdeckung!

  4. Cover des Buches Die letzte Flucht (ISBN: 9783462042795)
    Wolfgang Schorlau

    Die letzte Flucht

     (92)
    Aktuelle Rezension von: AnnaChi

    Ginge es nur um die Brisanz und politische Relevanz der Themen, Wolfgang Schorlau hätte für jeden seiner Dengler-Krimis 5 Punkte verdient. In diesem geht es um die kriminellen Machenschaften der Pharmaindustrie, die rücksichtslos und einzig dem eigenen Profit dienen, zum Schaden (schwerstkranker) Patienten, des deutschen Gesundheitswesens und der Forschung an den Universitäten.

    Was mich an diesem Schorlau ein wenig gestört hat, war die thematische Überladenheit  (so ging es "nebenbei" beispielsweise noch um Stuttgart 21 - ein Thema, das einen eigenen Krimi verdient hätte). Außerdem fand ich die Handlung doch arg konstruiert und die Verbindungen zwischen einigen Teilaspekten an den Haaren herbeigezogen.

    Dennoch bleibe ich selbstverständlich treue Schorlau-Leserin und habe auch seinen neuesten Krimi schon im Regal stehen.

  5. Cover des Buches Schneller als der Tod (ISBN: 9783596512041)
    Josh Bazell

    Schneller als der Tod

     (285)
    Aktuelle Rezension von: Zeitschnecke
    Schneller als der Tod - an sich schon ein skurril als Titel, denn was kommt schneller und plötzlicher als der Tod?
    Josh Bazell schafft es in einem skurrilen Titel eine noch skurrilere Geschichte zu verstecken.

    Es geht um die Mafia, um einen umgeschulten Arzt und um die Liebe.

    Josh Bazell hat einen tollen Schreibstil der Dinge so präzise wie möglich und Situationen so komisch wie nötig beschreibt. 
    Mit dem Roman "Schneller als der Tod" ist ihm ein Sensationshit gelungen, der es schafft auch nicht Krimi-Leser in seinen Bann zu ziehen! Auf jeden Fall eine Kaufempfehlung für alle Unentschlossenen.
  6. Cover des Buches Paradise City (ISBN: 9783518471579)
    Zoë Beck

    Paradise City

     (132)
    Aktuelle Rezension von: buecherhaii

    Ein Buch nach meinem Geschmack. 


    Wie man auf dem Cover sehen kann ist dort eine Art Rolltreppe vorhanden, man kann entweder still sein und aufsteigen oder man recherchiert auf eigener Gefahr und kann tief fallen. (Meiner Meinung nach) 


    Ein Buch was heftiger nicht sein kann; ein Szenario welches zwar nicht auf dieser Extreme aber in dieser Art Ja passieren könnte. Was wäre denn wenn die Meere und die Natur die Welt zurück erobern und alles dichter zusammen rückt. Wer macht hat .. der hat natürlich das sagen. Wer sich im Schatten hält der läuft keine Gefahr entdeckt zu werden. 


    Ein Buch was erschreckender nicht sein kann. Ein Buch mit einer klaren Aussage wie ich finde. Ein Buch was besser hätte nicht sein können. 

  7. Cover des Buches Nudge (ISBN: 9783548373669)
    Richard H. Thaler

    Nudge

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Klingt auf den ersten Blick sehr interessant. Besprechung und Bewertung folgen.
  8. Cover des Buches Glasflügel (ISBN: 9783257245783)
    Katrine Engberg

    Glasflügel

     (59)
    Aktuelle Rezension von: eulenmatz

    MEINUNG:

    Glasflügel ist der dritte Band der dänischen Autorin Katrine Engberg um das Ermittler-Duo Jeppe Korner und Anette Werner. Vor allem den ersten Band, Krokodilwächter, habe ich mir großer Begeisterung gelesen.

    In diesem dritten Fall ist Jeppe Korner ziemlich auf sich allein gestellt, denn Anette Werner hat völlig unverhofft ein Baby bekommen und ist in Elternzeit. Allerdings kann sich Anette wenig mit der Mutterrolle anfreunden, sondern versucht sich immer mal wieder, nicht abgesprochen natürlich. Dieser Fall führt  die Ermittler nach dem Leichenfund mitten in der Kopenhagener Fußgängerzone in den Pflegebereich von Jugendlichen, die psychologische Probleme haben.

    Wie man es von Katrine Engberg gewohnt ist, ist Kopenhagen zentraler Dreh-und Angelpunkt für das Geschehen. Sie bindet viele Orte der Stadt in ihre Handlung mit ein. Leider war ich noch nicht in Kopenhagen. Ich kann mir aber vorstellen, dass man die Bilder so direkt vor Augen hat, wenn die erwähnte Orte kennt. Diesmal geht auch ohne große Umschweife in die Mordermittlung. Die Lage spitzt sich auch sehr schnell zu, da jeden weiteren Tag weitere Morde geschehen und Jeppe keine Spur hat. Der Druck von außen und von der Polizeipräsidentin wächst auf ihn.

    Auch die Spannung nimmt erstmal gemächlich Fahrt auf. Die Autorin schafft zunächst einen ziemlich großen Personenkreis, was sich sicher auch durch die Zahl der Opfer bedingt. Das kommt zwar häufig in Thrillern vor, aber ich musste mich trotzdem erstmal zurecht finden und es ist definitiv empfehlenswert, dass man hier lesetechnisch am Ball bleibt, um nicht alle Personen und deren Beziehungen zueinander wieder zu vergessen. Wie aber auch schon bei Blutmond, dem zweiten Band der Reihe, erschien es mir irgendwie wieder ein bisschen überladen, zu viele Orte, zu viele Personen. Am Ende kann ich mich nicht mehr an so wirklich viele Details erinnern.

    FAZIT:

    Glasflügelhabe ich habe deutlich lieber und flüssiger gelesen als Blutmond, wo ich ein paar mehre Anläufe benötigt habe. Für mich bleibt Band 1 bisher immer noch der beste Teil. Ich bin aber dennoch gespannt auf den vierten Teil, Das Nest.

     

  9. Cover des Buches Du musst verrückt sein, wenn du trotzdem glücklich bist (ISBN: 9783442757800)
    Kopano Matlwa

    Du musst verrückt sein, wenn du trotzdem glücklich bist

     (8)
    Aktuelle Rezension von: leselea

    Nein, zur Heldin taugt Protagonistin Masechaba in Kopano Matlwas Roman Du musst verrückt sein, wenn du trotzdem glücklich bist nicht. Aber auch nicht zur klassischen Antiheldin. Vielmehr ist Masechaba ein durchschnittlicher Mensch, eine durchschnittliche Frau, eine durchschnittliche Ärztin, die ihren Alltag in Johannesburg irgendwie zu meistern versucht. Sie ist wütend ob der immer noch herrschenden Ungerechtigkeit auch Jahrzehnte nach dem Ende der Apartheid; sie ist überfordert von ihrer Arbeit in einem instabilen Gesundheitssystem; sie hat Angst vor „der Bestie“ in ihrem Körper, die zwar seit Jahren ruht, doch jederzeit wieder ausbrechen kann; und vor allem ist sie zu lethargisch, um sich dem Kampf ihrer Freundin Nyasha anzuschließen, die an einen Wandel des Systems glaubt. Denn glauben tut Masechaba höchstens an Gott, auch wenn sie sich häufig von ihm verlassen fühlt. Ihr Ziel ist es, irgendwie durchs Leben zu kommen. Ihre Hoffnung ist, dass es schlimmer eigentlich nicht mehr werden kann…

    Leben ist das Gefährlichste überhaupt. Es kann einem jederzeit alles passieren. Tot sein ist sicherer. (S. 129)

    Es ist ein ambivalentes Buch, dass die südafrikanische Autorin Kopano Matlwa mit Du musst verrückt sein, wenn du trotzdem glücklich bist vorlegt. Hauptfigur Masechaba ist laut, wütend, rasend und schreit ihren persönlichen Schmerz und das gesamte Leid ihres Landes mit einer Inbrunst, wie sie selten in der Literatur finden ist, aus sich heraus. Gleichzeitig zeigt sich auf jeder einzelnen Seite, in jeder einzelnen Zeile ihre Schwäche, ihre Ohnmacht, ein Kleinlauttum, das sie vor dem System ihres Landes und dem als göttlich hingegeben Plan für ihr Leben verstummen lässt. Sie ist fatalistisch, depressiv und doch glimmt immer wieder ihre Hoffnung auf Gott durch und auf einen Seelenfrieden, den sie (wenn schon nicht in diesem Leben) im Jenseits erreichen wird; zugleich ist ihr Glaube schwankend, ihr Zweifel an Gott wächst – vor allem im Angesicht der schweren Schicksalsschläge, die sie in ihrem Leben erleidet. Es ist einfach, Masechabas Gedankengängen und den Wechselbädern ihrer Gefühle zu folgen, lässt Kopano Matlwa diese doch ganz unmittelbar in Tagebucheinträgen an uns mitteilen. Und doch bleibt einem diese Figur und vor allem, das was sie erlebt, bis zum Schluss fremd, ja wenn nicht gar befremdlich.

    Dies liegt meiner Meinung nach an der sehr fragmentarischen Erzählweise Matlwas, die versucht auf extrem wenigen Seiten (das Buch zählt gerade mal knappe 200) eine Fülle von Themen unterzubringen: Rassismus, Apartheid, Staatsversagen, Verrohung der Gesellschaft, Glauben und Religion, Sexismus, Frausein, Gewalt, Tod, Verlust. Es sind große politische wie auch private Themen und auch wenn natürlich alles zusammengehört und Wechselwirkungen aufgezeigt werden sollen, fügen sie sich für mich nicht zu einem stimmigen Ganzen zusammen. Jenseits der großartigen Erzählstimme, die Kopano Matlwa hier installiert, kann das Erzählte an sich nicht wirken, es bleibt ein Hintergrundrauschen, eine bloße Kulisse, die an einem vorbeizieht, ohne jedoch im Gedächtnis wirklich haften zu bleiben.

    Insgesamt erzeugte dies bei mir den Eindruck, Fingerübungen bzw. die Vorlage für einen Roman zu lesen – und nicht das tatsächliche Werk an sich. Eine Vorlage, die aber zugegebenermaßen Lust auf mehr macht: Kopano Matlwa erschafft eine realistische und nahbare Heldin, sie scheut sich nicht, unbequeme Dinge bei ihren schmerzhaften Namen zu nennen und kann auch in struktureller Hinsicht mit dem Tagebuchformat und der Wahl des inneren Monologes bei mir Punkten. Für einen geglückten Roman fehlt mir jedoch zu viel – vor allem auf inhaltlicher Ebene habe ich eine Stimmigkeit zu sehr vermisst. Deswegen ist für mich Du musst verrückt sein, wenn du trotzdem glücklich bist ein interessanter Ausflug nach Südafrika, den ich gerne mit der Autorin noch einmal begehen würde, der am Ende aber zu weit von einem literarischen Highlight entfernt bleibt. Ich vergebe wohlwollende 3 Sterne und bleibe gegenüber weiteren Werken der Autorin neugierig und offen.

  10. Cover des Buches Oscar (ISBN: 9783426781784)
    David Dosa

    Oscar

     (32)
    Aktuelle Rezension von: monja1995
    Klappentext: Die Geschichte eines ganz besonderen Katers Wenn sich Oscar, der Stationskater, zu einem Patienten auf das Bett legt, dann wissen Doktor Dosa und die Schwestern des Pflegeheims, dass es so weit ist. Denn Oscar spürt, wann ein Mensch sterben wird. Schnurrend schmiegt er sich an ihn – und bleibt bis zum letzten Atemzug. Oscar gibt Sterbenden, was ihnen von den Menschen oft verwehrt wird: tröstenden Beistand am Lebensende. "Wenn wir sterben, zählt allein die Wärme, die uns begleitet." Mein Umriss: Dr. Dosa ist mit Leib und Seele Geriater im Steere House Nursing an Rehabilitation Center, das an das Rhode Island Hospital im Zentrum von Providence angeschlossen ist. In diesem Pflegeheim und Hospiz für Demenz- und Alzheimerkranke leben auch diverse Tiere. In der zweiten Etage mit den besonders schweren Fällen halten sich der Kater Oscar und die Kätzin Maya auf und sorgen für gute Stimmung, aber auch für gute Laune unter den Patienten und dem Pflegepersonal. Irgendwann fällt Dr. Dosa auf, dass sich Oscar meistens von den Patienten fern hält und sich bevorzugt mit Mary der Krankenschwester und guten Seele des Hauses zu den Besuchen bei den Bewohnern begibt. Nicht nur das, wenn ein Bewohner sich auf den Weg macht seine letzte Reise anzutreten, legt sich Oscar in dessen Bett und hält Wache. Er läßt in dieser Zeit nicht zu, dass der Sterbende gestört wird. Erst wenn der Leichnam vom Bestattungsinstitut geholt wird, springt der Kater vom Bett und verkriecht sich sichtlich erschöpft in einem seiner Schlafplätze. Mary ist davon überzeugt, dass Oscar merkt, wann es mit den Patienten zu Ende geht. Nur Dr. Dosa zweifelt an dieser Aussage. Aufgrund eines Gespräches mit Mary beginnt Dr. Dosa in der Vergangenheit zu recherchieren. Was er da erfährt, läßt ihn immer wieder staunen. Irgendwann glaubt auch er nicht mehr an Zufälle, sondern freundet sich mit Oscar an. Am Ende ist auch er davon überzeugt, dass er in seinen letzten Stunden lieber eine Katze in seiner Nähe wissen will, als an intensivmedizinischen Geräten zu hängen. Mein Eindruck: Dr. David Dosa ist wirklich Arzt im oben genannten Pflegeheim und auch Oscar existiert dort und die Hintergründe des Verhaltens des Katers möchte Dr. Dosa mit diesem Buch aufzeigen. Er hat umfangreich in alten Patientenakten recherchiert und die Angehörigen der ehemaligen Heimbewohner in Bezug auf Oscar befragt. Immer wieder erhielt er die Auskunft, dass Oscar in der letzten Stunde der Verstorbenen an deren Seite auf derem Bett lag und Wache hielt. Dadurch, dass der Kater eine beruhigende Wirkung auf die Sterbenden hatte, schliefen diese friedlich ein und die Angehörigen, die anwesend waren fühlten sich ebenso von dem Tier beruhigt und empfanden den letzten Abschied als sehr friedlich. Dr. Dosa wollte aber zusätzlich herausfinden, wie der Kater es spürt oder empfindet, wenn sich ein Mensch auf die letzte Reise macht. Dieses Geheimnis hat ihm Oscar aber nicht verraten. Mit sehr viel Gefühl und Liebe zu Mensch und Tier hat Dr. Dosa dieses Buch verfaßt. Er bedient sich einer leicht verständlichen, flüssigen Ausdrucksweise, der der Leser sehr gut folgen kann. Durch die Beschreibung der einzelnen Fälle, auf die er zwar intensiv eingeht, aber trotzdem Rücksicht auf deren Krankheit nahm, empfindet man die Erzählung als sehr angenehm und keineswegs abfällig den Kranken gegenüber. Mein Fazit: Ein wunderschönes Buch über einen aussergewöhnlichen Kater, das ich jedem uneingeschränkt empfehlen kann.
  11. Cover des Buches Pharmakos (ISBN: 9783423211390)
    Andreas Laudan

    Pharmakos

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Annaolivenbaum
    Gehört zu meinen Absoluten Lieblings Büchern! Sehr spannend,fesselnd und gesellschaftskritisch. Gibt viel stoff zum Nachdenken.
    Toller Schreibstil, geheimtipp für thrillerfans(< Verfolgung), gute Kritikpunkte. konnte es kaum weglegen.
  12. Cover des Buches T.R.O.J.A. Komplott (ISBN: 9783551315939)
    Ortwin Ramadan

    T.R.O.J.A. Komplott

     (109)
    Aktuelle Rezension von: steffis-und-heikes-Lesezauber

    Meinung:

    Das Cover finde ich ok, haut mich jetzt aber nicht um. Aber die Kurzbeschreibung hat mich neugierig gemacht. Meine zwei absoluten Highlights im Jahr 2019 haben sich zufälligerweise mit dem Thema „Durch die Augen des anderen sehen“ beschäftigt, und hier kam noch der Aspekt mit der Pflicht zur Gesundheit hinzu, den ich auch interessant fand. 

    So fand ich den Einstieg in die Geschichte auch gut gelungen. Man lernt Nico in seiner Ausbildung beim FBI kennen, aber auch die junge Beta, die sich mit kleineren Betrügereien und Diebstählen über Wasser hält und dann gibt es auch noch eine Perspektive aus der Sicht des ultrareichen Erfinders der Nanobots die das Gesundheitssystem auf ein ganz neues Level gebracht haben. Mit der Zeit kommen noch ein paar mehr Perspektiven hinzu, aber dieses dienen auch dazu, vor allem die drei unterschiedlichen Seiten der Geschichte zu beleuchten. Es gibt auch ein paar grundlegende Infos, was sich durch den Fokus auf die Gesundheit auch alles verändert hat, wobei mir hier die guten Seiten ein bisschen zu kurz gekommen sind. 

    Nico ist ein ganz sympathischer Protagonist, genau wie Beta, obwohl sie beide so unterschiedlich sind. Nico der Gesetzestreue, der unbedingt seinem Land dienen will, Beta die Gaunerin, die aber doch Sympathien weckt, da sie auch geheimnisvoll und stark wirkt. Leider kann sie ihre Stärke im Verlauf der Geschichte nicht wirklich vertiefen. Und auch die Gegenseite bleibt sehr eindimensional und sehr leicht zu durchschauen. 

    Das ist prinzipiell das Problem bei dieser Geschichte, dass alles viel zu oberflächlich bleibt. Egal ob Figuren oder Handlung, alles hat viel Potential, aber die Möglichkeiten um wirklich tiefer zu gehen wurden nicht genutzt. So ist eine nett zu lesende Geschichte entstanden, die im Grunde auch stimmig und unterhaltsam ist, aber nicht völlig überzeugen kann, weil die Details zu kurz gehalten werden. Das fand ich schade, da es wirklich gute Möglichkeiten gegeben hätte, die Geschichte mehr auszubauen und der Schreibstil auch ganz gut lesbar war. 

    Als Vorteil kann man noch anbringen, dass es so zumindest mal einen Einzelband in diesem Genre gibt, aber das hätte man auch mit gut 100 Seiten mehr machen können. 

    Fazit:

    Ein solider Einzelband im Dystopiejungle, mit interessanten Ideen und guten Ansätzen. Doch auch wenn die Handlung im Grunde ganz stimmig und unterhaltsam ist, nutzt sie nicht ihr volles Potential und bleibt bei den Charakteren, beim Worldbuilding und bei der Handlung doch zu oberflächlich. So hat sich die Geschichte gut lesen lassen, aber es bleibt doch ein etwas fahles Gefühl zurück und im Gedächtnis wird sie leider auch nicht lange bleiben. Von mir gibt es solide, 3,5 Sterne. 

  13. Cover des Buches Doc Why Not (ISBN: 9783958893160)
    Mark Weinert

    Doc Why Not

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Maza_e_Keqe

    Ein Deutscher Anästhesist arbeitet in Neuseeland. Mark Weinert gibt Einblicke in den Krankenhausalltag und stellt Vergleiche der Gesundheitssysteme, nicht nur Deutschland-Neuseeland, an.

    Das Buch enthält eine Reihe kurzer Kapitel mit Episodencharakter. Man muss sie nicht in der Reihenfolge lesen, es bietet sich aber an. Dabei kommt es gelegentlich zu unwesentlichen Wiederholungen. Für die Auswahl gibt es am Schluss des Buches ein Inhaltsverzeichnis.

    Beim Lesen erhält man Informationen über Land und Leute sowie über das Gesundheitssystem im Speziellen. Nach dem, was in den vergangenen 1,5 Jahren und insbesondere während der Covid-19-Pandemie immer deutlicher wurde, lesen sich diese Informationen mit ganz anderem Hintergrund.

    Amüsante und kurzweilige Erzählungen mit reichlich Schmunzelfaktor Dank des recht trockenen Humors des Autors.

    In der Buchmitte finden sich einige farbige Seiten mit Fotos (Spoiler: Es gibt DOCH ein Foto!)

    Leider fielen mir immer wieder Fehler auf, die den ansonsten angenehmen Lesefluss störten. Auch der Schreibstil mit teils langen Schachtelsätzen forderte oft mehr Konzentration als ich bei einem Buch zur Unterhaltung erwartet hätte.

    Englische Sprachkenntnisse auf Fortgeschrittenenniveau sind nicht essentiell fürs Verständnis, aber von Vorteil; besonders spezielle humoristische Anspielungen betreffend. Bis zur letzten Seite kann ich nur vermuten, woher der Titel „Doc why not“ stammt.

    „Was auch immer du denkst, heute tun zu wollen, du musst es so tun, dass du das, was du am nächsten Tag tun musst, tun kannst.“ (S.124)

  14. Cover des Buches Zersetzt (ISBN: 9783939990215)
    Lena Sander

    Zersetzt

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Sonja_Kadic

    Ich habe Memory Effekt zum ersten Mal 2015 gelesen, es hat mich damals schon total gepackt! Ich hatte es als spannend und grandios in Erinnerung! Nun hab ich dieses Buch wieder auf meinem Kindle entdeckt und wurde zum Wiederholungstäter! Was soll ich sagen es hat mich abermals gepackt und an manche Stellen kullerten Tränen! Es gab auch Stellen an denen ich schmunzeln musste, dank Nancy! Meine Empfehlung unbedingt lesen! Ich habe Zersetzt von Lena Sander nun schon zum zweiten Mal gelesen! Und mir ist aufgefallen, das ich noch keine Rezension geschrieben habe! Dieser Thriller ist unglaublich spannend, erschreckend keineswegs langatmig und absolut empfehlenswert! ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

  15. Cover des Buches Einfache Gewitter (ISBN: 9783833307010)
    William Boyd

    Einfache Gewitter

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Der Klimatologe Adam Kindred reist aus den USA, wo sein privates Leben in Scherben liegt, zu einem Vorstellungsgespräch für eine neue Arbeitsstelle nach London. Kurz vor dem Termin wird Adam jedoch von einem Mann angesprochen, der in einer Bar eine Unterlagenmappe vergisst, welche ihm Adam, nett wie er ist, zurückgeben will. Als er in dem Appartment des Mannes ankommt, wird dieser gerade ermordet. Adam hat nichts Besseres zu tun, als sogleich überall anzufassen und auch das Messer aus dem Halbtoten zu ziehen. Schockiert flieht er vom Tatort, und wird natürlich sofort von der Polizei des Mordes verdächtigt. Da der Mörder allerdings zu wissen scheint, dass Adam die Mappe noch hat, versteckt sich Adam fortan in London, statt zur Polizei zu gehen, was ihm auch wundersamerweise und mit vielen unglaublichen Zufällen gelingt....

    Ab dem Punkt war für mich die Spannung leider raus, zusammen mit der Glaubwürdigkeit, die auch in einem Actionthriller wenigstens etwas gewahrt bleiben sollte. Hier waren aber die Ereignisse so haarsträubend unrealistisch dass es nur noch genervt hat.

    Was den Thriller deutlich aufwertet (und vor einer 1 Stern-Bewertung bewahrt hat) ist der Erzählstil. Der war wirklich super. Die Stadt London und die Figuren wurden sehr gut, detailliert und überzeugend beschrieben. Die Dialoge waren gut eingesetzt und die Handlung an sich sehr spannend geschrieben. Das ist schon schade, dass der Plot dazu so gar nicht passt, sondern eher aus einem Groschenroman zu stammen scheint.

    Von mit daher ein zwiespältiges Fazit: Geschichte naja, Erzählstil super. Ich werde noch andere Bücher des Autors lesen und hoffe, dass ihm dort eine bessere Handlung eingefallen ist. Dann ist es zusammen mit dem Stil nämlich bestimmt super zu lesen. 
  16. Cover des Buches Capital (ISBN: 9780393082074)
    John Lanchester

    Capital

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Sadotka
    Das Buch besteht aus vielen parallel verlaufenden Geschichten, die das Schicksal der Bewohner einer Strasse, 'Pepy's road', beschreiben. Die Bewohner sind so verschieden wie sie nur sein können und haben nur eine Sache gemeinsam: Sie alle bekommen merkwürdige Nachrichten, wie Postkarten auf denen steht: 'We want what you have.'

    Der Anfang zieht sich etwas, sobald man jedoch alle Charaktere kennen gelernt hat, kann man nicht anders, als das Schicksal der Bewohner gespannt mitzuverfolgen. Sie alle gehen durch ein hartes Leben, manche gesundheitlich, manche finanziell und manche versuchen einfach nur von der Gesellschaft akzeptiert zu werden. 

    Auch wenn alle Bewohner der 'Pepy's road' völlig verschieden sind, ist das Buch doch auf eine Art geschrieben, die es einem ermöglicht, sich in jeden einzigen hineinzuversetzen. 

    Nicht zu vergessen ist der Hintergrund der Geschichte: London während einer Zeit in der alle davon Träumen, eines Tages Karriere zu machen und reich zu werden. In der die Reichen verschwenderisch sind und nicht an schlechte Zeiten denken. In der die Armen daran glauben, dass sie durch harte Arbeit an Geld kommen können. 
  17. Cover des Buches Der betrogene Patient (ISBN: 9783742310347)
    Gerd Reuther

    Der betrogene Patient

     (4)
    Aktuelle Rezension von: kvel

    Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis:

    - Was wir verordnen, wirkt auch
    Medizin ohne Evidenz und kritische Selbstkontrolle

    - Man wird eine Studie (er)finden
    Mediziner als Wissenschaftsgaukler

    - Was nicht sein darf, kann nicht sein
    Ärztliche Investigationsverweigerung

    - Eine schlechte Therapie ist besser als keine Therapie
    Medizinischer Aktionismus

    - Geschluckt wird, was wir geliefert bekommen
    Mediziner als Erfüllungsgehilfen der Medizinindustrie

    - Auch heute sterben im Krankenhaus die Leute
    Hochrisikobereich Klinik

    - Zynische Dreiecksbeziehung
    Undurchsichtige Geldflüsse und Interessenkonflikte


    Meine Meinung:

    Der Autor stellt viele „Fakten“ und Paradigmen zu Recht in Frage.

    Er vertritt die These, dass es oftmals besser für die Patienten wäre, wenn die Ärzte lieber keine Therapie ihren Patienten angedeihen ließen und stattdessen auf die Selbstheilungsfähigkeit des menschlichen Körpers zu vertrauen, statt auf eine evtl. auf lange Sicht ehr schädliche Medikation zu setzen.


    Gut fand ich, dass der Autor einige wichtige Themen angesprochen und erörtert hat, bspw.:
    - Forschungen in gewünschte Richtungen der Industrie
    - Mangel an ehrlichen und langfristigen Studien zu (Neben-)Wirkungen von Medikamenten, sondern stattdessen schnelles auf den Markt drücken von neuen Medikamenten
    - Weiterbildung von Ärzten auf Kongressen von Pharmafirmen
    - Entsprechen der Erwartungshaltung von Patienten (u.a. auch durch nutzlose Verschreibung von Antibiotika bei viralen Infekten mit all den unguten Nachwirkungen)
    - Mangelndes Kostenbewusstsein der Gesundheitskassen für das Sozialsystem durch egoistisches Anfüttern von Kunden mit unsinnig-kostspieligen Anreizen (z.B. „Gesundheitsreisen“)


    Manko:
    Einige Themen / Erläuterungen wiederholen sich über die Kapitel.


    Fazit: Lesenswert.


  18. Cover des Buches Poppy Shakespeare (ISBN: 9783453405653)
    Clare Allan

    Poppy Shakespeare

     (59)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Poppy Shakespear von Clare Allan

    Dieses Buch ist reine Geld- und Zeitverschwendung. Eine sinnlose Aneinanderreihung von Wörtern, ohne Spannung, Witz oder einem gewissen Charme. Tut mir leid, aber das ist das schlechteste Buch das ich bisher in den Händen hielt. Bei welcher Seite ich aufgehört habe weiß ich nicht mehr, aber ich habe es nicht zuende gelesen, weil es einen unheimlich nervt solche Sätze pemanent vor Augen zu haben...
  19. Cover des Buches Hanoi Hospital (ISBN: 9783943176919)
    David Frogier de Ponlevoy

    Hanoi Hospital

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Anneja

    Neben Krimödien haben es mir schon seit geraumer Zeit die Länderkrimis aus dem Conbook Verlag angetan. Neben Japan und China war mit Hanoi Hospital nun Vietnam dran, ein Land, mit welchem ich mich ehrlich gesagt noch nie wirklich auseinandergesetzt habe. Trotzdem bestand eine rege Neugier an fremden Kulturen, weswegen ich mit wachsender Spannung in dieses Buch startete.

     

    Vietnam war für mich immer ein Land der Armut, da ich es durch die Medien, nicht anders präsentiert bekam.  Doch wo die Dokumentationen stets nur einen Aspekt dieser Kultur aufzeigten, schaffte es David Frogier de Ponlevoy Kultur, die gesellschaftliche Struktur und einen Krimi zu vereinen.  Dabei heraus kam ein Buch, welches nichts verschwieg und doch die Bräuche und Sitten des Landes eindrucksvoll beschrieb. Hier war ich sehr froh, dass der Autor nichts verschönerte, sondern klar zeigte, wie er Vietnam erleben durfte. Natürlich nicht aus seiner Person, aber anhand seiner Charaktere, welche aus unterschiedlichen Schichten kamen und teilweise sogar deutsche Wurzeln hatten.

     

    Hier wäre zu erste Anne zu nennen, welche eigentlich Vân Anh heißt. Sie ist in Deutschland geboren und aufgewachsen und kommt, wegen eines Praktikums nach Vietnam. Hier wartet jedoch nicht nur Arbeit auf sie, sondern auch die Familie und die hat erst einmal ein Ziel. Nämlich die junge Frau verheiraten. Ja in Vietnam laufen die Uhren ein wenig anders, doch hier steht ihr, ihre Cousine Linh bei, welche in Vietnam arbeitet. Neben dieser Sicht, darf man auch die von  Tuân erleben, welcher durch die Krankheit seiner Freundin in eine missliche Lage gerät, jedoch alles tut, um Yên wieder gesund zu bekommen. Aber auch die Ärzte darf man  nicht vergessen, denn auch die lassen in ihr Leben schauen und überraschten mich dabei am laufenden Band. Überrascht klingt dabei fast zu freundlich, denn ehrlich gesagt, war ich entsetzt. 

     

    Leider fühlte sich der Krimiaspekt nicht ganz so an wie ein Krimi, da z.B. vonseiten der Polizei kaum Ermittlungen stattfanden und eigentlich die 2 Mädels alles zusammen trugen. Dabei entstand auch kein richtiger Fall, wie man ihn vielleicht kennt, sondern eher eine Recherche. Diese hatte es allerdings in sich und brachte erschreckende Zustände hervor. Auch hier muss ich den Spannungsbogen loben, denn die Geschehnisse, egal ob rund um den Fall oder um das Land selbst waren immer interessant und sorgten dafür das ich nicht nur viele AHA-Momente hatte, sondern auch das Buch nicht mehr zur Seite legen wollte. 

     

    Wer wie ich, vor lauter Namen schon einmal den Überblick verliert, dem wart auch diesmal wieder geholfen. Nach der Geschichte wartet nicht nur ein Personenverzeichnis, sondern auch ein Glossar, das schwierige Begriffe erklärt. Wie auch in vorherigen Länderkrimis, nutze ich dieses gern, da man manchmal aus dem Kontext nicht ganz heraus lesen konnte, um was es sich nun eigentlich handelt. Die Erklärungen im Glossar sind übrigens sehr gut verständlich und endeten für mich meist mit einem „Achsooo“. 

     

    Das tat ich schließlich auch nicht und erlas wie gebannt das Ende, welches nochmal ein paar Überraschungen parat hatte. Ich konnte es also mit Erleichterung zuklappen und mich daran erfreuen, nicht nur eine spannende Story gelesen , sondern auch etwas gelernt zu haben.


    Mein Fazit

    Dieses Buch verdient den Namen „Länderkrimi“, wie kein Anderer. Tolle Ansichten in eine fremde Kultur, glaubhafte Charaktere aus verschiedenen Gesellschaftsschichten und ein spannender Fall, welcher mich an seine Seiten fesselte, ja, der Autor hat aus meiner Sicht alles richtig gemacht, weswegen ich hoffe noch mehr Bücher wie dieses, von ihm erscheinen.

  20. Cover des Buches Überleben Glücksache (ISBN: 9783596165650)
    Sibylle Herbert

    Überleben Glücksache

     (3)
    Aktuelle Rezension von: ChaosQueen13
    Obwohl es ein Sachbuch ist, ist es so spannend und aufschlussreich geschrieben, das man es in einem durchliest. Der Inhalt wird sehr glaubwürdig demonstriert und gibt unser heutiges Gesundheitswesen wieder. Das Buch ist aus dem wahren Leben gegriffen. Interessant und empfehlenswert!
  21. Cover des Buches Stadium Vierzehn (ISBN: 9783942829137)
    Elke Hussel

    Stadium Vierzehn

     (20)
    Aktuelle Rezension von: elane_eodain
    >> Gleich kommt der erste Patient. Wolf, ein Schulfreund von Nikolaus. Helen weiß nicht viel über ihn. Früher sei er kaum aufgefallen. Weder heitere noch bedrückende Erlebnisse vermochte Nikolaus zu berichten. Selten traf man Wolf ohne ein Buch in der Hand, was weniger seinem Lesehunger als der Angst vor unerbetener Kommunikation geschuldet schien. Heute arbeitet er als Chemiker in einem Pharmaunternehmen ... << (aus "Stadium Vierzehn" von E. Hussel) INHALT: Verschiedene Menschen mit unterschiedlichem Bezug zum Gesundheitssystem erleben eine Woche, in der alle irgendwie, direkt oder indirekt, miteinander in Verbindung stehen und sich gegenseitig beeinflussen. Da ist Helen, die Homöopathin, Nicolas, der HNO-Arzt, Wolf, der Patient, ein Krankenkassenangestellter, ein Banker und dessen Mutter, die fast überall ihre Finger im Spiel hat. Anhand dieser Personen wird das Gesundheitssystem mit all seinen Ecken und Kanten, falschen Anreizsystemen, Absurditäten und Fehlentwicklungen dargestellt als ein Maskenball, indem jeder seine Rolle spielt, jeder gegen jeden antritt und aus dem derjenige herausfällt, der nicht mehr mitspielen will/kann. GEDANKEN: Mich hat das Thema des Buches angesprochen, weil ich zwar einerseits sehr froh bin, dass wir ein vergleichsweise gutes Gesundheitssystem haben, das aber dennoch seine Fehler und Lücken hat, das sich durch politische Entscheidungen und/oder Lobbyismus leider eher verschlechtert als verbessert, das die Beteiligten mehr gegeneinander als miteinander handeln lässt. So machte ich mich an das Lesen des dünnen Büchleins, um mehr darüber zu erfahren. Das Buch stellt eine Woche im Leben der Protagonisten dar, eingeteilt nach den Tagen dieser Woche. Sie beginnt montags mit dem Arbeitstag der Homöopathin und endet nach einschneidenden Entscheidungen und Erlebnissen am Wochenende. Anspruchsvoll stellt die Autorin die Missstände heraus, nutzt zahlreiche Fachbegriffe und Abkürzungen, die mich als zwar interessierten, aber dennoch absoluten Laien forderte. Nichtsdestotrotz erfuhr ich Neues über die Gesundheitskarte, die Medizinischen-Versorgungs-Zentren und weitere interessante Details. Die Geschichte der Protagonisten war für mich nur ein Rahmen, um Fachwissen „verdaubarer“ zu verpacken, sie kamen mir nicht wirklich nahe, sondern sind Mittel zum Zweck. Das ist schade, wenn man eine unterhaltsame Story mit sympathischen Charakteren erwartet, mit denen man sich identifizieren möchte, aber verzeihbar, wenn man die handelnden Personen und ihre jeweiligen Probleme als Fallbeispiele sieht, die die Missstände greifbarer machen sollen. Im Großen und Ganzen empfinde ich das Buch für mich persönlich als Bereicherung, allerdings habe ich auch Kritikpunkte, so wird beispielsweise eine Konversation zwischen Helen und Nikolaus fast wortgetreu zwei mal wiedergegeben, jeweils mit den Gedanken einer Person versetzt, das gefällt mir an sich recht gut, aber die gesprochenen Worte hätten auch einmal gereicht. So wirkte das irgendwie ungeschickt im Stil. Des weiteren werden ab und zu Andeutungen gemacht, bei denen ich mir nicht sicher bin, ob ich sie verstanden habe, oder mir Wissen fehlt. Da stellt sich mir die Frage, wer die Zielgruppe des Büchleins ist, zähle ich dazu oder nicht? Sollte es für „jedermann“ geschrieben sein, so wären meiner Meinung nach etwas mehr Erklärungen sinnvoll, vielleicht ein erläuterndes Nachwort oder auch die ein oder andere Fußnote, beispielsweise zur kurzen Erklärung eines Krankheitsbildes. FAZIT: Ein Buch, bei dem es wohl darauf ankommt, mit welchen Erwartungen man an es heran tritt. Lässt man sich darauf ein, bekommt man Wissenswertes, Gedankenanstöße und eine neue Aufmerksamkeit für unser Gesundheitssystem zurück. Anmerkung: Immer wieder sind schwarz-weiße Bildern im Buch abgedruckt, mit denen ich mal mehr, mal weniger etwas anfangen konnte und die ich persönlich eher unwichtig fand, da sie mich entweder im Lesefluss unterbrochen haben oder die ich einfach überblättert habe, weil es mir wichtiger war, im Kontext zu bleiben. Aber das mag jeder anders sehen.
  22. Cover des Buches Der Zweiklassenstaat (ISBN: 9783644111813)
    Karl Lauterbach

    Der Zweiklassenstaat

     (4)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches Die Station (ISBN: 9783548266817)
    Michael Palmer

    Die Station

     (5)
    Noch keine Rezension vorhanden
  24. Cover des Buches The Healing of America: A Global Quest for Better, Cheaper, and Fairer Health Care (ISBN: B002IPZBKE)

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