Bücher mit dem Tag "gewalt gegen frauen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "gewalt gegen frauen" gekennzeichnet haben.

120 Bücher

  1. Cover des Buches Der Heimweg (ISBN: 9783426281550)
    Sebastian Fitzek

    Der Heimweg

     (767)
    Aktuelle Rezension von: YouDecide

    Eins der besten Bücher von ihm ich fand es super spannend und eine echt heftige Thematik!! 

  2. Cover des Buches Der goldene Handschuh (ISBN: 9783498064365)
    Heinz Strunk

    Der goldene Handschuh

     (263)
    Aktuelle Rezension von: Celii_love_books

    In diesem Buch geht es um den sehr bekannten Serienmörder Fritz Honka gen. Fiete, der 4 Frauen vergewaltigt, missbraucht und getötet hat. 

    Ist ein sehr krasses und krankes Buch. Regt auf jeden Fall zum Nachdenken an. 

    Meine Altersempfehlung wäre ab 18 Jahren, weil es doch sehr detailliert geschrieben ist. 


  3. Cover des Buches Verblendung (ISBN: 9783453438200)
    Stieg Larsson

    Verblendung

     (6.193)
    Aktuelle Rezension von: Der_Buchklub

    Hier geht's zur vollständigen Buchbesprechung: https://buchklub.podbean.com/e/stieg-larsson-verblendung/

    Vorsicht, Spoiler!

  4. Cover des Buches Die Wanderhure (ISBN: 9783426629345)
    Iny Lorentz

    Die Wanderhure

     (3.737)
    Aktuelle Rezension von: SotsiaalneKeskkond

    Konstanz, 1410: Die junge Bürgerstochter Marie bekommt einen Heiratsantrag von Graf Ruppert. Zunächst scheint das Glück perfekt, doch der hinterlistige Graf hat es aber nur auf das reiche Erbe der Kaufmannstochter abgesehen. doch da ist es schon zu spät und Marie und ihr Vater fallen einer Intrige zum Opfer. Marie muss in Schimpf und Schande die Stadt verlassen und ist in Zukunft auf sich alleine Gestellt. Um zu überleben bleibt ihr nur mehr die Möglichkeit, ihren Körper zu verkaufen. Doch Marie will sich nicht so einfach geschlagen geben und sinnt auf Rache. 

    Über den Schreibstil von Iny Lorentz braucht man eigentlich nicht diskutieren. Die Bücher des Autorenduos lassen sich leicht und flüssig lesen, ohne, wie das bei manchen anderen historischen Romanen passiert, zu ausschweifend und langatmig zu werden. Im Gegensatz zu den anderen Büchern von Iny Lorentz fand ich dieses allerdings sehr langweilig. Die Geschichte nahm für mich nicht wirklich Fahrt auf und das Potenzial von Maries Schicksal wurde meiner Meinung nach nicht ganz ausgeschöpft. Für meinen Geschmack waren Teile der Handlung zu konstruiert, andere zu sehr an den Haaren herbeigezogen. Sorry, aber Marie ist keine Goddess. und kein Racheengel, dem irgendwie Superkräfte verliehen wurde. Abgesehen davon, dass unsere Protagonistin irgendwie gleichzeitig zu viel Pech und zu viel Glück hatte, wurde ich auch so nicht warm mit Marie. Sie wirkte auf mich kalt und in Teilen auch unauthentisch. Auch hatte sie - abgesehen von ihrem Schicksal natürlich - nichts spannendes an sich. Ein weiterer Punkt, den ich bemängeln muss, ist, dass die Geschichte nicht besonders Gut mit dem historischen Hintergrund verflochten ist. Bei den anderen Büchern von Iny Lorentz hat dies meiner Ansicht nach viel besser geklappt. Hier hatte man zwar mit dem Konzil von Konstanz und in weiterer Folge mit der Hinrichtung von Jan Hus eine gute Möglichkeit, allerdings wurde diese nicht genutzt und die Geschichte blieb in historischer Sicht sehr flach, und hätte eigentlich zu fast jedem beliebigen Zeitpunkt spielen können. 

    Um ehrlich zu sein hatte ich, nachdem ich schon einige andere Bücher von Iny Lorentz gelesen habe, mir mehr erwartet. ich verstehe den Hype, der um diese Reihe gemacht wird nicht ganz, da meiner Meinung nach andere Bücher des Autorenduos die Aufmerksamkeit viel mehr verdient hätten. Trotzdem kann ich das Buch an alle empfehlen, die gerne einen seichten und lockeren historischen Roman. Außerdem ist das Buch gut für den Einstieg in das Genre geeignet. 

  5. Cover des Buches Der Blutkünstler (ISBN: 9783548063768)
    Chris Meyer

    Der Blutkünstler

     (228)
    Aktuelle Rezension von: dia78

    Das Buch "Der Blutkünstler" wurde von Chris Meyer verfasst und erschien 2021 im Ullstein Taschenbuch Verlag.

    Der Autor schafft es mit diesem Werk einen das Fürchten zu lehren. Durch die sehr bildhafte und detailhafte Rede, wird man förmlich in das Buch hineingezogen und man schafft es nicht, sich diesem Bann zu entziehen. Die Protagonisten haben ihre Ecken und Kanten und dadurch wird das Werk noch einmal in eine Ecke gebracht, die so einige Überraschungen für den Leser bereithält.

    Die Wortwahl und der Sprachstil sind flüssig und bildgewaltig. Man wird mitgerissen in einen Strudel der Intrigen und Aufklärung.

    Jeder, der gerne Thriller liest und einen guten Magen hat, dem kann ich diesen Thriller sehr empfehlen.

  6. Cover des Buches Das Schweigen der Lämmer (ISBN: 9783453432086)
    Thomas Harris

    Das Schweigen der Lämmer

     (864)
    Aktuelle Rezension von: eletroe

    Das Buch ist ein absoluter Klassiker, der in keinem Haushalt fehlen darf.  Immer wieder spannend 

  7. Cover des Buches Unsichtbare Frauen (ISBN: 9783442718870)
    Caroline Criado-Perez

    Unsichtbare Frauen

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Kagali

    Weiter geht’s mit meinem Sachbuch-Leseplan. Ich bleibe erstmal beim Feminismus und las im August dieses Buch.

    Datenlücke Frau
    Unsichtbare Frauen ist ein klassischer Fall von What you see is what you get. Gerade der Untertitel verrät schon ziemlich genau, worum es geht: Um Datenerhebungen, Statistiken und Analysen und wie und warum Frauen dort kaum bis gar nicht auftauchen und welche Probleme sich daraus ergeben.
    Das Buch ist in sechs große Themenbereiche unterteilt: Alltagsleben, Arbeit, Design, Medizin, öffentliches Leben und der Katastrophenfall. Stets geht es darum, wie in diesen Bereichen Daten erhoben und genutzt werden und Frauen dabei fast immer kategorisch ausgeschlossen werden. Dabei weist die Autorin schon in ihrem Vorwort hin, dass das meist nicht mal mutwillig ist und nicht alle Menschen, die solche Daten erheben sexistische Vollpfosten sind. Vielmehr ist es eine kulturell und historisch bedingte tief verwurzelte Annahme, die den Mann zum “Standard” erklärt.

    "Die Annahme, alles Männliche sei allgemeingültig, ist eine direkte Folge der geschlechtsbezogenen Datenlücke. Weißsein und Mannsein können nur unausgesprochen Selbstverständlichkeit sein, weil die meisten anderen Identitäten die artikuliert werden. Aber die Selbstverständlichkeit des Männlichen ist auch ein Grund für die Datenlücke: Frauen werden nicht gesehen, und man erinnert sich nicht an sie, weil Daten über Männer den Großteil unseres Wissens ausmachen. So erscheint alles Männliche als allgemeingültig. Es führt zur Positionierung der Frauen – also der Hälfte der Weltbevölkerung – als Minderheit mit einer Nischenidentität und einem subjektiven Standpunkt."
    (Unsichtbare Frauen: Wie eine von Daten beherrschte Welt die Hälfte der Bevölkerung ignoriert von Caroline Criado-Perez, btb Verlag, 2020, S. 47)


    Doch ganz gleich, was die Ursache ist, die Probleme, die sich dadurch für Frauen ergeben sind enorm. So zum Beispiel in der Medizin. Der männliche Körper gilt weiterhin als Norm. Wir wissen alles Mögliche über ihn, a er kaum etwas über den weiblichen Körper und wie dieser zum Beispiel diverse Medikamente verarbeitet. Die Medikationsempfehlungen richten sich nämlich auch nach dem männlichen Körper. Nun ist der weibliche Körper aber nun mal nicht nur eine kleinere Version des Mannes. Frauen verarbeiten manche Medikamente ganz anders, als Männer, sodass die empfohlenen Dosen mitunter gar nicht passen. Auch wurden bisher geschlechtstypische Symptome bei diversen Krankheiten fast komplett ignoriert, mit fatalen Folgen: Da Frauen nämlich bei einem Herzinfarkt oft andere “untypischere” Symptome zeigen als Männer, wird der Intakt im Schnitt deutlich später erkannt und behandelt und das Todesrisiko ist dadurch signifikant höher.

    Dies ist nur eins von vielen, vielen Beispiele die die Autorin in diesen Buch aufführt und mit allerhand Statistiken belegt. Es sind erschreckende Fakten die wütend machen. Umso mehr, da es für einen Großteil der Probleme ja eine denkbar simple Lösung gibt: Bezieht Frauen in die Daten ein!

    "Die Lösungen für die geschlechter- und genderbezogene Datenlücke liegt auf der Hand: Wir müssen die Lücke in der Repräsentation von Frauen schließen. Wenn Frauen in der Forschung und Wissensproduktion an Entscheidungsprozessen beteiligt sind, werden Frauen nicht vergessen. Die Leben und Perspektiven von Frauen werden sichtbar. Davon profitieren Frauen auf der ganzen Welt."
    (Unsichtbare Frauen: Wie eine von Daten beherrschte Welt die Hälfte der Bevölkerung ignoriert von Caroline Criado-Perez, btb Verlag, 2020, S. 419)


    Verloren im Datensumpf
    Doch so wichtig und aufführend ich das Thema und die angesprochenen Beispiele auch fand, komme ich nicht umhin Kritik an der Präsentation der Fakten zu üben. Zum einen haben wir die schiere Menge. Die Autorin führt auf wirklich jeder Seite allerhand Studien, Belege und Statistiken an. Während ich das in einer Facharbeit begrüßen würde, ist es für ein an die Allgemeinheit gerichtetes Sachbuch schlichtweg zu viel. Schon nach den ersten Kapiteln raucht der Kopf, zumal die Fakten schon recht trocken präsentiert werden.
    Was mich jedoch noch viel mehr gestört hat, sind die zahlreichen Wiederholungen. Manche Statistiken werden von der Autorin, ohne Übertreibung, dutzendfach wiederholt. Ja, dass 70 % (oder 75 % ? Dafür, dass die Autorin diese Statistik gefühlt hundertmal bringt, ist sie erschreckend uneinheitlich) der unbezahlten Carearbeit von Frauen erledigt werden, ist schockierend, aber das ist noch lange kein Grund mir das alle zwei Seiten zu sagen. Danke ich habs verstanden, ich habe kein Gedächtnis wie ein Regenwurm, ich kann mir das auch ohne ständige Erinnerung merken. Auch inhaltlich wird vieles mehrfach wiederholt und in den unterschiedlichen Bereichen lediglich mit anderen Beispielen belegt, der Kern bleibt jedoch derselbe. Ich bin überzeugt, dass man das Buch problemlos um 200 Seiten hätte kürzen können, ohne dass signifikante Aussagen verloren gegangen wären.

    Welche Frauen?

    Womit man diese 200 Seiten,die ich rigoros rausgekürzt ersetzten könnte? Na mit queeren Positionen. Diese fehlen mir in diesem Buch nämlich leider völlig. Tatsächlich ist es oft nicht ersichtlich, ob die Autorin, wenn sie von Frauen spricht, nun tatsächlich alle Frauen meint, oder nur jene Wesen mit Uterus? Ich fürchte her letzteres, da sie Probleme die z. B. Transfrauen nochmal gesondert haben völlig unbeachtet lässt. Wenn sie davon spricht das (Uterus besitzende) Frauen unsichtbar seien, dann sind queere Frauen ihrer Schilderung nach quasi nicht existent. Das ist nicht nur schade, sondern problematisch!

    Des Weiteren geht eine Rüge an die Übersetzerin. Man kann sicherlich streiten wie und in welchem Umfang gegendert werden sollte und ich stimme auch nicht mit allen aktuell dazu geäußerten Positionen überein, aber ich denke schon, dass in einem feministischen Buch doch wenigstens grundlegend gegendert werden sollte, gerade wenn die Autorin das Problem der Sprache (mit dem Beispiel deutsch!) bereits im Vorwort erwähnt. Und noch wichtiger, ganz egal wie man sich entscheiden, es sollte doch gefälligst einheitlich sein. Tatsächlich finden wir aber im Vorwort gegenderte Formen mit * später im Text mit / und dazwischen seltsame Konstrukte wie “männliche Schüler”. In den allermeisten Fällen wird jedoch einfach gar nicht gegendert, gerade bei Berufsbezeichnungen steht fast immer die männliche Form alleine dort.

    Fazit:

    Das, was Caroline Criado-Perez in diesem Buch anspricht und genaustens recherchiert aufzeigt, ist ohne Frage wichtig und auffüllend. Nichtsdestotrotz hätte all dies auch auf 200 Seiten weniger geschildert werden können, wenn die Autorin die zahlreichen Wiederholungen vermieden hätte. Auch fehlen mir Queere Positionen in diesem Buch. Resümierend lässt sich sagen, das Buch ist sicherlich schon aufgrund seiner Thematik lesenswert, man kann aber durchaus einiges überspringen.


    Folge mir ;)

    Diese und andere Rezensionen (mit zusätzlichem Coververgleich Deutsch/Original) findet ihr auch auf meinem Blog Miss PageTurner


  8. Cover des Buches Der Tod und das dunkle Meer (ISBN: 9783608504910)
    Stuart Turton

    Der Tod und das dunkle Meer

     (112)
    Aktuelle Rezension von: Sago68

    "Der Meister des Plott-Twists ist zurück", bewirbt der Buchrücken die Geschichte. Und tatsächlich hat sich Stuart Turton hier im Vergleich zu "Evelyn Hardcastle" selbst übertroffen. Noch einmal präsentiert er eine Story, die sich sturen Genre-Klassifizierungen entzieht. Diesmal haben mich seine Protagonisten, allen voran das Ermittler-Duo Arent Hayes und Sammy Phipps, sogar noch mehr in ihren Bann gezogen.

    Mit einer düsteren Prophezeiung, ausgestoßen aus dem Mund eines Aussätzigen, der dann in Flammen aufgeht, beginnt das Abenteuer. Tatsächlich hat es schon bald den Anschein, als gehe ein gefährlicher Dämon um auf der Saardam, einem Frachtschiff auf der Reise vom exotischen Batavia nach Amsterdam. Ist es nur Zufall, dass sich ausgerechnet die beiden berühmten Ermittler an Bord befinden? Arent scheint auf seltsame Weise selbst in das Geschehen verwickelt, dabei ist der Zweck seiner Reise doch eigentlich seinen Freund und Auftraggeber Sammy Phipps zu beschützen. Kein leichtes Unterfangen, denn Sammy wurde für ein unbekanntes Kapitalverbrechen verhaftet und verbringt den Großteil des Tages in einer winzigen Zelle. Kann es unter diesen Bedingungen gelingen, die grusligen Vorgänge aufzuklären?

    Neben atmosphärischer Dichte und wunderbar düsteren Metaphern wartet Turton auch mit starken Frauenfiguren auf. Wieder ein ungewöhnliches Lesevergnügen, das zu überraschen weiß und auch mit über 600 Seiten ruhig noch hätte weitergehen können. Mir wurde es nicht langweilig.


  9. Cover des Buches Gute Geister (ISBN: 9783442714506)
    Kathryn Stockett

    Gute Geister

     (678)
    Aktuelle Rezension von: dominona

    Bücher begeistern mich immer dann, wenn ich die Figuren in meinem Kopf sprechen hören kann und das Bedürfnis habe, mit ihnen in Kontakt zu treten und meine Güte, was hat mich dieses Buch mitgenommen. 

    Es geht um Geschichten, die erzählt werden müssen, um Kommunikation zwischen Lebenswelten, die teils weit voneinander entfernt sind, aber eben oft auch nicht und um Grenzen im Kopf, die keine sein müssen. 

    Uneingeschränkte Leseempfehlung! 

  10. Cover des Buches Das Verhängnis (ISBN: 9783442473502)
    Joy Fielding

    Das Verhängnis

     (355)
    Aktuelle Rezension von: Karin_Kirchbichler

    Leider hatte mir bei dem Buch etwas die Spannung gefehlt. Das Ende war aber eine große Überraschung.

    Es geht um drei Freunde, zwei davon sind Brüder. Sie hocken gern in einer Bar. Eines Tages kam eine Frau rein, und es ging die wette los, wer diese Frau bekommt. Die Kellnerin wo mit einem der drei Freunde zusammen ist, erzählt der Frau davon. Sie hat etwas mitgeholfen das ausgerechnet der so zu sagen loser den Gewinn macht. Das eigentliche Ziel die Frau ins Bett zu bekommen, blieb aus.

    Einer der drei Freunde musste feststellen, das seine Frau samt Kinder auf einmal weg war, weil er immer betrunken war, nicht viel Zeit für das Familienleben hatte. Sie hat die Scheidung eingereicht und ein Kontakt verbot erlassen.Genau dieser hat auch die Frau verfolgt um zu sehen wo diese wohnt..In einer nobel Gegend.

    Die Frau aus der Bar wurde von ihrem Mann der ein Arzt war schon mehrfach verprügelt, das haben dann auch die drei Freunde gesehen. Die Frau hat sich eher an Jeff Gewand, ihm die Liebe vorgespielt.

    Sie wollte ihren Mann verpassen,  das ging am besten wenn er tot sei.solte das wirklich passieren?

    Am Ende treffen sich Die Frau und Jeff im hotel,  die Kellnerin schickt den Ehemann in das hotel. Die zwei anderen Freunde kommen auch noch dazu. Es gab dann drei tote.

    Jetzt die große überraschung. Die Kellnerin und die Frau kannten sich von früher. Die zwei haben dann zusammen die Stadt verlassen.

    Ich fand es schön das man etwas von der Vergangenheit erfahren hatte, überwiegend über die drei Freunde und die Kellnerin.

    So richtig gepackt hatte mich das Buch nicht, ich habe bzw.schaffe es auch schlecht hier darüber zu schreiben. Vielleicht kann ich es mal nachholen. Zuviel will ich ja auch nicht verraten.

    Das Buch zu lesen würde ich ja sagen, aber kein zweites Mal für mich. Klar gibt's da draußen jemanden der das Buch mega fand, ich leider nicht so.


  11. Cover des Buches Der Behüter (ISBN: 9783944676265)
    Catherine Shepherd

    Der Behüter

     (131)
    Aktuelle Rezension von: Nadine_Heinrich

    Meinung
    Endlich wieder Laura Kern, ich mag ihre Fälle und auch sie selbst sehr gerne. Es ist der fünfte Band von Laura Kern, man kann sie auch unabhängig voneinander Lesen, aber ich empfehle die Reihe einfach von Anfang an zu lesen, da sie einfach sehr gut ist.
    Das Cover ist wieder sehr passend, was man erst merkt, wenn man das Buch gelesen hat.
    Wie oben schon geschrieben, ich liebe die Art von Laura Kern sehr. Sie ist definitiv ein Workoholic und sehr Professionell in ihrer Tätigkeit. Sie und Max sind ein perfektes Team und zusammen haben sie schon einige Verbrecher hinter Gittern gebracht. Laura Kern ist liebenswert und sehr authentisch, nach so vielen Büchern, freue ich mich immer wieder von ihr lesen zu können. Sie ist mir mittlerweile sehr vertraut.
    Der Täter ist aber dieses Mal die Figur der ich am meisten Aufmerksamkeit geschenkt habe. Catherine Shepherd hat es geschafft einen Täter zu erstellen, der eine sehr menschliche Seite an sich hat. Ich will nicht zu viel verraten, aber diesem mal hatte ich echt Mitleid mit ihm.
    Die Autorin schafft es die Spannung von Anfang bis Ende sehr hoch zu halten. Der Schreibstil ist sehr locker und auch sehr detailliert, so hat man das Gefühl, selbst am Tatort zu sein und mit zu ermitteln. Ich wurde wieder regelmäßig in die Irre geführt. Nach und nach fügen sich die einzelnen Puzzleteile zusammen und ergeben am Ende eine schlüssige Auflösung, mit welcher ich so nicht gerechnet hätte.

    Fazit
    Catherine Shepherd gehört für mich zu einer der besten Thrillerautorinnen in Deutschland. Sie schafft Spannungsbögen die einem den Atem rauben und hat sehr authentische Charaktere die man immer wieder begleiten möchte.

  12. Cover des Buches Schneemann (ISBN: 9783548290096)
    Jo Nesbø

    Schneemann

     (877)
    Aktuelle Rezension von: IrinaAnna0909

    Wieder ein neuer spannender Fall für den Draufgänger und Underdog Harry Hole. Was haben Neuschnee, verschwundene, untreue Ehefrauen, ratlose Ehemänner und zurückgelassene Kinder gemeinsam? - Sie alle sorgen dafür, dass der Schneemann wieder auftaucht. Im aktuellen Fall muss Harry Hole den wohl ersten Serienmörder Norwegens erwischen und lässt sich dabei auf ein tödliches Katz- und Mausspiel ein. Eine vorbelastete Ermittlerin, schweigende Ärzte und sein Alkoholismus machen die ganze Suche nach dem Mörder nicht einfacher, wobei dieser immer ganz nah bei ihm ist. 


    Hierbei handelte es sich um das erste Buch von Nesbo, welches ich gelesen habe. Ein großer Fehler, welcher meinerseits begangen wurde:

    Ich habe den Kinofilm angesehen, bevor ich das Buch gelesen habe ... 

    Dementsprechend ging die Kernfunktion eines Krimis, der mich doch eher an einen Thriller erinnert, verloren - und zwar das Lösen des Falles, während des Lesens. Jegliche falschen Spuren, welcher Nesbo gelegt hat, wurde durch mein Spoilerfilmvorwissen bereits erahnt und als Sackgasse erkannt, wordurch das Lösen des Falles nicht mehr wirklich möglich war - immerhin habe ich mir gemerkt, wer der Täter und was sein Motiv war! Dieses Ansehen meinerseits, war also ein Fehler von mir - hat das Erlebnis aber nicht geschmälert. 

    Ein Punkt, welcher mich etwas "gestört" hat, waren so mancher norwegische Ortsname oder Vornamen bzw. Nachnahmen, wenn man nicht gerade weiß,, wie man "Trygve" ausspricht, entwickelt man seine eigene Lesart von den Namen und muss sich diese dann merken für das restliche  Buch, was teilweise etwas blöd ist - immerhin ist man sich bewusst, dass man es vermutlich nicht richtig im Kopf ausspricht, aber für die richtige bzw. für meine falsche Aussprache kann der Autor ziemlich wenig, daher auch hier kein Punkteabzug. 


    Alles in Allem, kann ich das Buch jeden empfehlen, der Lust auf einen norwegischen Krimi hat :) 

  13. Cover des Buches Der Leuchtturmwärter (ISBN: 9783548285863)
    Camilla Läckberg

    Der Leuchtturmwärter

     (219)
    Aktuelle Rezension von: Furbaby_Mom

    Dieser Kriminalroman war leider überhaupt nichts für mich. Aufgrund des Klappentextes hatte ich mir eine gänzlich andere Geschichte erwartet:

    "Schriftstellerin Erica Falck hat mit ihren Zwillingen alle Hände voll zu tun, seit ihr Mann Patrik wieder im Polizeidienst ist. Sie findet kaum Zeit für ihre Schulfreundin Annie, die gerade in das idyllische Fischerdorf Fjällbacka zurückgekehrt ist. Annie zieht in das kleine Haus auf der Leuchtturminsel vor der Küste. Dort soll es nachts spuken, und dunkle Legenden ranken sich um den Ort. Annie scheint es nicht zu stören, vor allem als Mats, ihre erste große Liebe, zu ihr zurückkehrt. Doch dann wird Mats brutal ermordet. Patrik und Erica beginnen zu ermitteln."

     

    Bereits der Einstieg zieht sich wie Kaugummi und gestaltet sich unheimlich anstrengend zu lesen – zig Perspektiven etlicher Hauptcharaktere, Nebenfiguren und deren diverser Familienangehöriger wechseln sich innerhalb der einzelnen Kapitel ab; es herrscht ein heilloses Durcheinander, auch im Hinblick auf die verschiedenen Nebenplots. Die in der Inhaltsangabe erwähnte Freundschaft zwischen Erica und Annie hat im Grunde nie existiert, da Erica zu Schulzeiten eher eine stille Bewunderin der coolen Annie gewesen war, aber mehr auch nicht. Folglich kann von potentieller Wiedersehensfreude keine Rede sein – und wo wir gerade dabei sind, auch nicht von aktiver Mithilfe: Erica stolpert eher aus Neugier in die Ermittlungen ihres Gatten hinein.

    Bereits nach wenigen Kapiteln war mir der Hintergrund zu Annies Situation sowie zu ihrem Sohn klar, da die Wortwahl diesbezüglich einfach zu bewusst gewählt worden war; von da an wartete ich im Grunde nur noch auf die Auflösung. Was Mats angeht, erfährt man ja bereits aus der Inhaltsangabe, dass er ermordet werden wird – ein Jammer, denn er und seine Eltern waren mir mit am sympathischsten. Von der ersten großen Liebe, die Mats und Annie einmal verbunden haben soll, spürt man allerdings herzlich wenig. Dafür werden die familiären Hintergründe sämtlicher Nebenfiguren im Detail ausgebreitet; kaum ein Thema, das nicht auch noch auf Krampf untergebracht wird: eine Fehlgeburt aufgrund eines Unfalls, häusliche Gewalt und Frauenhäuser, Drogen, allerlei Familienprobleme…und obendrein Geister, die auf der Insel herumspuken und dem Krimi jeglichen Realitätsbezug rauben. Gekrönt wird das Ganze von Rückblenden in das späte 19. Jahrhundert, als die Insel (Annies Rückzugsort) von einer jungen Frau namens Emelie, die in einer unglücklichen Ehe mit dem Leuchtturmwärter Karl gefangen ist, bewohnt wird. Selten war ich so erleichtert gewesen, ein Buch endlich beenden zu können.

    Die zwei Sterne vergebe ich ausschließlich aufgrund des emotionalen Schreibstils und der guten Ausarbeitung der einzelnen Personen. Den überladenen Plot, den (fehlenden) Spannungsaufbau, die chaotische Aufeinanderfolge der Szenen sowie das bestenfalls langweilige, aber eher enttäuschende Ende nehme ich von der Bewertung aus.

  14. Cover des Buches Das fremde Mädchen (ISBN: 9783453356818)
    Katherine Webb

    Das fremde Mädchen

     (137)
    Aktuelle Rezension von: Pitzi

    Im neuen historischen Roman von Katherine Webb, der in der Regency-Epoche (allerdings auf zwei verschiedenen Zeitebenen- vor und nach dem Verschwinden von Alice) spielt, nimmt die junge Waise Alice und gleichzeitig Mündel des undurchschaubaren Lord Faukes, die zusammen mit ihrer Angestellten Bridget, abgeschieden auf einem Gut auf dem Land lebt, eines Tages ein junges, verwildertes, fast erfrorenes Mädchen auf, das scheinbar unter Schock steht und schwer misshandelt wurde. Starling, so nennen sie das Mädchen, wächst als eine Art Schwesterersatz, auf dem Gut auf, bis Alice, Jahre später, von einem auf den anderen Tag verschwindet. Doch wie kann das sein? 

    Denn Alice große Liebe Jonathan, dessen Großvater Alices Vormund ist und Alice sind sehr verliebt ineinander und haben geplant, so schnell wie möglich zu heiraten, wenn Jonathan seinen Kriegsdienst für die britische Krone erst einmal abgeleistet hat. Auch hatte Alice Starling stets versichert, immer für sie da zu sein und niemals allein zu lassen. Daher macht Alice Verschwinden keinen Sinn. Bridget und Starling sind mehr als ratlos vor allem, als kurz darauf ein völlig verwirrter und traumatisierter Jonathan zurück kehrt und felsenfest behauptet, Alice wäre tot. Doch sämtliche Familienmitglieder Jonathans sagen dagegen aus, dass Alice heimlich einen anderen Geliebten gehabt hätte und mit diesem schließlich durchgebrannt wäre, nachdem sie Jonathan einen Abschiedsbrief hinterlassen hat. Nur Starling glaubt, dass Jonathan Alice ermordet hat. Doch warum? Gehör schenkt ihr lediglich die mit einem Weinhändler frisch verheiratete Rachel, die in einer lieblosen Ehe gefangen ist und Alice täuschend ähnlich sieht…

    Seit Katherine Webbs erster Roman „Das geheime Vermächtnis“ bin ich ein Fan der Autorin, denn ihr gelingt es stets, geheimnisvolle und atmosphärisch dichte Geschichten zu weben, die mich regelrecht fesseln, aber dabei ohne bluttriefende Szenarien auskommen. Stattdessen ist so manches Grauen, das einem beim Lesen erfüllt, dann eher dem Verhalten der Protagonisten zuzuordnen, die auf den ersten Blick völlig harmlos erscheinen, aber dann doch eine solch dunkle Psyche enthüllen, die einem Gänsehaut beschert.


    In „Das fremde Mädchen“ ist dann auch keiner der Protagonisten leicht zu durchschauen. Jeder hat seine Geheimnisse, die nur nach und nach enthüllt werden. Ob es die Gouvernante Rachel ist, die sich durch die Heirat mit dem Weinhändler Richard ein wenig mehr Eigenbestimmung und Liebe in ihrem Leben wünscht, Starling, die ihre geliebte Ziehschwester Alice vermisst und dabei dunkle Rachegedanken hegt, Jonathan, der verzweifelt und traumatisiert sein Dasein in einem abgeschiedenen Raum fristet und zunächst sämtliche Kontakte zur Außenwelt meidet, Richard, der alles andere als ein harmloser Weinhändler ist und den Kontakt zu seinem Vater völlig abgebrochen hat oder auch Jonathans Mutter, eine der undurchsichtigsten Personen in diesem Roman. Ist sie nur eine liebende, verzweifelte Mutter oder hat auch sie dunkle Geheimnisse, die sie vor anderen verbirgt?

    Den Stein ins Rollen bringt jedoch ausgerechnet die weibliche Hauptfigur Rachel, die am Tage ihrer Hochzeit zufällig Starling begegnet. Starling erkennt sogleich die frappierende Ähnlichkeit Rachels mit der verschwundenen Alice und so ersinnt Starling dann auch sogleich einen finsteren Plan um Jonathan und seine Mutter aus der Reserve zu locken.
    Nachdem Rachel mit Jonathan und dessen Mutter bekannt gemacht wurde und erfahren hat, welche Ähnlichkeit sie mit der verschollenen Alice besitzt, keimt in Rachel die Hoffnung auf, dass Alice eine nahe Verwandte von ihr sein könnte und von diesem Zeitpunkt an, lässt sie nichts unversucht, um zusammen mit Starling Licht ins Dunkel zu bringen.

    Rachel und Starlings Suche nach Alice setzt ca. 12 Jahre nach deren Verschwinden ein, im Jahre 1821 und wie ich finde, ist es der Autorin sehr gut gelungen, das historische Flair dieser Zeitepoche einzufangen. Sowohl was Beschreibungen von Örtlichkeiten, Personen oder Benimmregeln angeht, als auch Sprache und Stil. Man bekommt beim Lesen das Gefühl, als ob sich die Autorin in dieser Zeitepoche besonders aufgehoben fühlt, vom schriftstellerischen Standpunkt aus, was mir dann auch sehr gut gefallen hat und dazu führte, dass dieses Buch zu meinem bisherigen Favoriten unter Katherine Webbs Romanen avanciert ist.
    Man bekommt Einsichten in sämtliche Köpfe der wichtigsten Romanakteure geboten, was sie einem näher bringt, oder auch deren diverse Handlungsweisen nachvollziehbar macht, jedoch stets unter dem Vorbehalt, dass man erst gegen Ende des Romans erfährt, was sie zu den Menschen hat werden lassen, die sie sind. Die eigentlich vielschichtigste Romanfigur in diesem Roman ist Jonathan. Seine Kriegserlebnisse lassen sich nicht einfach lesen, dafür werden sie zu eindrücklich und bildhaft geschildert, aber sie sind auch sehr wichtig, damit man als Leser Jonathans seelische Entwicklung nachvollziehen kann. Sämtliche Akteure in Katherine Webbs Roman haben Ecken und Kanten, sind keine einfach gestrickten Personen, was diesen Roman so reizvoll macht.

    „Das fremde Mädchen“ lässt sich sehr schwer in eine Sparte einteilen. Historischer Spannungsroman, Liebesroman oder düstere Gothic - irgendwie finden sich von allem hier genannten Elemente in diesem Roman wieder. Wer ein Faible für genannte Bereiche hat, sollte hier definitiv einen Blick ins Buch riskieren- aber Vorsicht, man kann das Buch nicht eher zur Seite legen, bis sämtliche Geheimnisse ergründet sind, da die Autorin hier auch ganz klar mit der Neugierde des Lesers spielt.

  15. Cover des Buches Gossip Girl - Ist es nicht schön, gemein zu sein? (ISBN: 9783570302088)
    Cecily von Ziegesar

    Gossip Girl - Ist es nicht schön, gemein zu sein?

     (389)
    Aktuelle Rezension von: Simba99
    Als Fan der Fernsehrserie musste ich nun auch mal mit den Büchern beginnen. Eins vorweg, der Aufbau der Familien ist ganz anders als in der Serie. Ich hoffe das lässt drauf schließen, dass auch die Story eine ganz andere ist. Das fänd ich super!

    Der Einstieg mit dem ersten Buch war schonmal super! Bin ich mal gespannt wies weitergeht!
  16. Cover des Buches Der große Gatsby (ISBN: 9783311220008)
    F. Scott Fitzgerald

    Der große Gatsby

     (1.052)
    Aktuelle Rezension von: Blintschik

    Alle kennen die großen Partys des großen Gatsbys. Die Leute kommen von überall her und nehmen sogar uneingeladen an den berühmten Feiern teil, aber keiner kennt den Gastgeber Gataby wirklich. Deswegen ranken sich viele Gerüchte um ihn. Als Nick sein neuer Nachbar wird, lernt er ihn auf eine ganz andere Weise kennen und merkt, dass hinter dem bekannten Mann ein ganz anderer steckt.


    Dieses Buch ist einfach großartig. Allein wie es schon anfängt und man in diese lebendige und doch nachdenkliche Stimmung hineingezogen wird. Ich konnte mir richtig gut vorstellen, wie Nick, der Protagonist, die Geschichte erzählt. Dabei lernt man die Personen immer besser kennen und sieht die Schichten ihrer Persönlichkeit tiefer werden und die komplexen Beziehungen untereinander bringen einen zum Nachdenken. Die Geschichte wirkt ziemlich einfach und simpel und doch schwingen so viele Themen des Lebens mit, die der Autor tragisch und auch zynisch beschreibt.

    Ich für meinen Teil liebe dieses Buch und da es so schnell durchgelesen ist, kann man es immer wieder lesen und stößt dabei immer auf neue Details. Außerdem hat es einen einfachen und schönen Schreibstil, sodass man perfekt für ein paar Stunden in der Geschichte abtauchen kann.

  17. Cover des Buches Es (ISBN: 9783453504080)
    Stephen King

    Es

     (2.265)
    Aktuelle Rezension von: Buecherphantasie

    Stephen King liefert mit dem Buch einen Roman mit etwas 1500 Seiten. Es ist ein typischer Roman und vorab möchte ich direkt sagen, dass das Buch definitiv nichts für Leser ist, die es nicht mögen viele Seiten ohne Spannung zu lesen. Bei Es ist der Einstieg in der Geschichte sehr langsam. Zunächst lernt man die Protagonisten kennen und alles ist sehr detailliert beschrieben. Man lernt auch die Geschichte von Derry, der Stadt in der das Buch spielt, kennen. Durch die Liebe fürs Detail von Stephen King  konnte ich mir alles hautnah vor meinem geistigen Auge vorstellen. Die Emotionen meinerseits haben einer Achterbahn geglichen. Es war zwar nicht durchgehen gruselig, aber ab und an kamen echt gruselige Szenen.

    Insgesamt ist es für mich definitiv ein Klassiker, den man als Stephen King Liebhaber lesen sollte.

    Trotzdem konnte ich nur 4 Sterne vergeben, da ich manchmal die intensiven Phasen der Erzählungen und Beschreibungen irgendwann einfach als zu viel empfand. 

  18. Cover des Buches Kind 44 (ISBN: 9783442481859)
    Tom Rob Smith

    Kind 44

     (748)
    Aktuelle Rezension von: Nimmie_Aimee

    In der Sowjetunion unter der Macht von Stalin gibt es offiziell keine Verbrechen. Und die Verbrechen die Begangen werden, werden als Unfall deklariert. So auch in Moskau 1953 als der Sohn von dem besten Freund des Geheimdienstoffiziers Leo Demidow tot aufgefunden wird. Der Obduktionsbericht ist deutlich, es kann kein Unfall gewesen sein. Nach und nach tauchen weitere Morde auf, die nicht als solche Ausgewiesen werden und Leo beginnt zu ermitteln. Damit stellt er sich aber dem Regime entgegen und gerät so selbst in Gefahr.

    Ein super tolles Buch! Ein packender Thriller, der einen nicht loslässt. Es lässt sich sehr gut lesen, sodass man richtig in die Geschichte eintauchen kann. Die Geschichte ist grausam und brutal über die Ermordung von Kindern. Die Zeit in der Sowjetunion wird gut und glaubhaft dargestellt. Man kann sich gut vorstellen wie es dort wohl tatsächlich gewesen ist.

    Eine absolute Leseempfehlung!

    Es gibt auch einen Film dazu, den ich nach dem Buch gesehen habe. Mir hat er gut gefallen, tolle Schauspieler (Tom Hardy, Noomi Rapace, Gary Oldman) und das schreckliche Verbrechen wird gut umgesetzt. Man sollte das Buch aber vorher gelesen haben, da sonst einige Sachen die wichtig sind nicht deutlich genug rüberkommen. Der Film allein ist also etwas schwer verständlich. Aber in Kombination mit dem Buch ist er gut.

    Kind 44 ist der erste Teil (meines Wissens) einer Trilogie. Die anderen Bände habe ich noch nicht gelesen, freue mich aber schon drauf, denn ich bin gespannt wie es weitergeht. Man kann das Buch aber auch gut alleinstehend lesen.

  19. Cover des Buches Tausend strahlende Sonnen (ISBN: 9783596030934)
    Khaled Hosseini

    Tausend strahlende Sonnen

     (1.178)
    Aktuelle Rezension von: Vellichor

    Dieses Buch erzählt die bewegende und emotionale Geschichte zweier afghanischer Frauen, die versuchen, in einer zerrütteten, patriarchalischen und zutiefst ungerechten Gesellschaft zusammenzuarbeiten, die durch Krieg und Grausamkeit zerrüttet ist.

    Ein entscheidender Kontext für die Geschichte ist der lange andauernde Konflikt zwischen den Mudschaheddin und den Sowjets zwischen 1979 und 1989. Im Laufe der Handlung kommen die Taliban hinzu, die 1996 die Macht ergreifen. Obwohl sich der Roman besonders stark auf die Geschichten der beiden Figuren Mariam und Laila konzentriert, ist der historische Mehrwert des Werkes nicht zu leugnen. Dies ist besonders wichtig, um das Schicksal der beiden Frauen in besonderer Weise zu verstehen.

    Mariam, eine uneheliche Tochter, die im Buch auch oft mit der gleichen Bezeichnung "harami" bestraft wird, wird im Alter von 15 Jahren mit einem viel älteren Schuster namens Rashid verheiratet. Dieser ist, gelinde gesagt, die widerlichste Figur, die mir je in einem Roman begegnet ist. Er wendet physische und psychische Gewalt gegen Mariam an. Es war schrecklich und erschütternd für mich, vor allem diese Passagen zu lesen. Mariam, die selbst noch ein Kind ist, hat Hoffnungen und Träume, möchte zur Schule gehen und steht im Schatten ihres Vaters, der mit drei Frauen und neun Kindern seine eigene Tochter betrogen hat, um die "Familienschande" ein für alle Mal loszuwerden. Es folgen Jahre der Tortur, weil sie Rashid keine Nachkommen schenken kann. Nach dem Sturz von König Sahir Shah wird die afghanische Gesellschaft immer regressiver, insbesondere als die Taliban an die Macht kommen. Frauen dürfen nur noch in Begleitung ihrer Ehemänner das Haus verlassen und müssen vollständig verschleiert sein. Dieben werden die Hände abgehackt, Fernsehen und Unterhaltung sind streng verboten, selbst Lachen auf der Straße wird bestraft.

    Nach einem großen Zeitsprung lernen wir Laila kennen, die Tochter von Mariams Nachbarin Fariba. Ihr Vater hat die Universität abgeschlossen und ist Lehrer. Sie wächst wohlbehütet mit ihrem Freund Tarik auf, der aufgrund einer übersehenen Landmine nur noch ein Bein hat. Auch sie muss im Laufe der Geschichte Rashid heiraten, da ihre Familie in den kriegerischen Auseinandersetzungen des Landes getötet wird. Mit Tarik pflegt sie eine zärtliche Liebe, aus der schließlich ein ungewolltes Kind hervorgeht, das sie versucht, als das eigene von Rashid kenntlich zu machen, um nicht in Ungnade zu fallen. Rashid ist jedoch nicht besonders angetan von seiner Tochter. Man kann seine frauenfeindlichen Züge deutlich erkennen. Er behandelt auch Laila schlecht, und trotz der anfänglichen Feindseligkeit zwischen Mariam und ihr entwickelt sich eine bedeutende Freundschaft zwischen den beiden Frauen, die gemeinsam versuchen, die schrecklichen Taten ihres Mannes zu ertragen.

    Ich möchte nicht näher auf die Handlung eingehen und werde meinen Gesamteindruck etwas ausführlicher schildern.

    Wie bereits erwähnt, hat mich dieses Buch sehr emotional berührt. Es ist schrecklich, vor allem im aktuellen Kontext, was vor allem Frauen in solchen Situationen ertragen müssen, unter einem Regime, das einen radikalisierten Glauben auslebt.

    Ich spreche hier bewusst von Radikalisierung, denn jede Ideologie kann zweckentfremdet werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie den Kern eines Glaubens widerspiegelt oder ihm widerspricht. Jede Form der Ideologie und des Denkens kann in eine feindselige und radikale Richtung ausarten, und darüber sollte ein offener Diskurs geführt werden, ohne friedliche Gläubige zu diffamieren, aber auch ohne das eigentliche Thema zu vernachlässigen und sich völlig der Verantwortung zu entziehen. Ich empfehle das Buch jedem, der sich für den historischen Hintergrund Afghanistans und die entsprechende Rolle der Frauen interessiert. Es ist aber auch nichts für schwache Nerven. Khaled Hosseini hat eine schöne, aber auch erschreckende Art, Dinge zu beschreiben und seinen Worten Leben einzuhauchen. Ich danke ihm für dieses Buch. Es hat meine Empathie und meinen politischen Standpunkt eindeutig bestätigt.



  20. Cover des Buches Teufelszeug (ISBN: 9783453406032)
    Joe Hill

    Teufelszeug

     (88)
    Aktuelle Rezension von: Aglaya
    Nachdem Igs Freundin Merrin ermordet wurde, gerät er erst selbst unter Verdacht. Als die Polizei ihm nichts nachweisen kann, normalisiert sich sein Leben wieder – bis er eines Morgens, ein Jahr nach dem Mord, mit Hörnern erwacht und von allen Leuten erfährt, was sie wirklich denken…

    Die Rahmengeschichte wird in der 3. Person aus der Sicht des Protagonisten Ig erzählt. Innerhalb dieser Rahmengeschichte nimmt Ig immer wieder Einblick in die Gedanken und Erinnerungen anderer, was dann natürlich in deren Perspektive geschildert wird. Wer hinter dem Mord an Igs Freundin steckt, wird schon nach weniger als einem Fünftel des Buches klar, und auch der genaue Ablauf der Tat lässt nicht lange auf sich warten. Durch die Erinnerungen der Beteiligten erlebt Ig wie auch die Leser genau mit, was damals geschehen ist. So hält sich die Spannung in Grenzen, bald schon geht es nur noch darum, wie Ig mit seinem Wissen umgeht. Was eigentlich mit Ig genau passiert ist, wird übrigens nicht aufgeklärt.

    Der Schreibstil des Autors Joe Hill, der übrigens der Sohn von Stephen King ist, lässt sich flüssig lesen, sodass ich das Buch, das mit über 500 Seiten für den nicht sehr üppigen Inhalt etwas gar lang geraten ist, in wenigen Tagen ausgelesen hatte.

    Mein Fazit
    Die Auflösung kommt zu früh
  21. Cover des Buches Die Geschichte eines neuen Namens (ISBN: 9783518469521)
    Elena Ferrante

    Die Geschichte eines neuen Namens

     (326)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Der zweite Band dieser neapolitanischen Saga erzählt die spannende Freundschaftsgeschichte von Elena und Lila weiter. Es geht nun um die jungen Erwachsenenjahre der beiden Frauen. Die eine widmet sich mit ganzem Ehrgeiz ihrem Studium, die andere gleitet immer tiefer in familiäre Schwierigkeiten. Zeitweise verlieren sich die beiden aus den Augen und leben vollständig ihr eigenes Leben, doch bleiben sie verbunden unter anderem durch die Liebe zu demselben Mann.


    Man liest sich einfach und schnell in die Fortführung der Geschehnisse und auch dieser Band kann als Unterhaltungsliteratur auf gehobenem Niveau bezeichnet werden.

  22. Cover des Buches Die Jury (ISBN: 9783453417908)
    John Grisham

    Die Jury

     (512)
    Aktuelle Rezension von: -nicole-
    Band 1 um Anwalt Jake Brigance

    Die 10-jährige Tonya Hailey ist gerade auf dem Heimweg, als sie von zwei Männern überfallen und brutal misshandelt wird. Das Mädchen ist schwer verletzt, die Täter bald darauf gefasst. Doch Carl Lee Hailey, der Vater von Tonya, ist eine Verurteilung nicht genug: Nach einer Anhörung vor Gericht erschießt er die beiden Täter noch im Gerichtsgebäude. War es Mord oder Hinrichtung? Rache oder Gerechtigkeit? Die Verteidigung von Carl Lee Hailey übernimmt der junge Anwalt Jake Brigance, der damals auch schon dessen Bruder in einer anderen Anklage erfolgreich verteidigt hat. Das Verfahren wird schließlich zum Sensationsprozess: Denn Richter und Staatsanwalt sind Weiße, Hailey ist ein Schwarzer. Alte Rassenkonflikte brechen auf, die Menge brodelt…Wie wird die Jury entscheiden?

    Kurz vor zwei Uhr am Montagnachmittag trat er durch die Verandatür und zündete sich eine Zigarette an. Eine seltsame Stille umhüllte das Zentrum von Clanton im Staat Mississippi.“ – Seite 91

    „Die Jury“ erschien erstmals im Jahr 1989 (die deutsche Ausgabe im Jahr 1992) und ist John Grishams erster Roman. Er gehört neben „Die Firma“ und „Der Regenmacher“ mit zu seinen besten Justiz-Thrillern. Die Geschichte spielt im fiktiven Ort Clanton in Mississippi und ist von Anfang an ergreifend und dramatisch: Nachdem zwei weiße Männer seine Tochter brutal vergewaltigt haben, erschießt der Vater Carl Lee Hailey die beiden Täter. Der Prozess gegen ihn schlägt große Wellen – Medien aus dem ganzen Land reisen an und es wird schnell klar, dass sich die Lage in dem kleinen Ort bald dramatisch zuspitzen wird. Das Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite flüssig zu lesen –die Dialoge der sehr gut ausgearbeiteten Charaktere sind packend geschrieben, auch die Abschnitte der Gerichtsverhandlungen sind unheimlich interessant zu verfolgen. Es wird oft erschreckend, wenn man liest, was in machen Menschen vorgeht - gerade die ersten Seiten sind schockierend – doch es gibt auch immer wieder Hoffnung. Der Prozess gegen Carl Lee Hailey selbst ist packend, dramatisch und überraschend.

    „Die beiden Gruppen musterten sich gegenseitig und warteten darauf, dass irgend etwas geschah. Alle wollten vermeiden, was sich nun anbahnte. Die einzigen Geräusche waren das Schluchzen des Mädchens, der Mutter und des jüngsten Bruders.“ – Seite 94

    Mein Fazit: John Grishams Debüt ist nun schon über fünfundzwanzig Jahre alt und hat von seiner Intensität bis heute nichts verloren. „Die Jury“ ist detailreich ausgearbeitet, Dialoge und die Gerichtsverhandlungen sind packend zu verfolgen. Es wird zwar dramatisch, oft erschreckend und traurig, aber auch die Hoffnung kommt nicht zu kurz. Ein packender Justizthriller, der mit zu John Grishams besten Werken gehört – sehr lesenswert!
  23. Cover des Buches The Revenant – Der Rückkehrer (ISBN: 9783492305655)
    Michael Punke

    The Revenant – Der Rückkehrer

     (63)
    Aktuelle Rezension von: renee

    Ein interessantes und sehr spannendes Abenteuerbuch! Es entführt die Leser in eine vergangene Zeit, in eine vergangene Welt, in die nördlichen Prärien des frühen 19. Jahrhunderts. Auch dieses Buch transportiert keine Wildwestromantik, sondern zeigt eine eher grausame Realität. "The Revenant - Der Rückkehrer" ist eine abenteuerliche und auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte, die die Natur und die Gewalt der Menschen und die Grausamkeit und Gleichgültigkeit der Natur zeigt. Es geht um ein aggressives Geschehen und eine Reaktion darauf, den Wunsch nach Rache. Hugh Glass wird von seinen Reisegefährten beraubt und schwer verletzt in den Prärien zurückgelassen. Dennoch kann er sich retten und dürstet nach Rache. Vielleicht hat ihn auch gerade die Tat seiner Reisegefährten wieder ins Leben zurückgeholt. Wer weiß das schon?!?! Mir erschien es auf jeden Fall so. Dabei fand ich die Schreibe interessant und das Thema gut rübergebracht, etwas gestört hat mich nur, dass die indianischen Bewohner Amerikas hier nicht so gut wegkommen, aber hier spricht nur mein Wunsch und vielleicht auch meine Romantik. Denn beide Bevölkerungsgruppen werden authentisch und menschlich gezeichnet, wir leben ja auf keinem rosaroten Ponyhof. Die lebensfeindlichen Witterungsbedingungen werden perfekt geschildert und der Leser bekommt eine Ahnung davon, was es heißt damals und an diesem Ort gelebt und überlebt zu haben. Ebenso finde ich, dass dieses Buch ein Winterbuch ist, denn in dieser Jahreszeit wird der Geist des Buches noch etwas besser transportiert.

    Interessant finde ich auch, dass das Buch recht wenig Ähnlichkeit zu dem Film aufweist. Und das Buch durchaus realer rüberkommt und damit bekommt der Film, den ich auch sehr schätze, einige Minuspunkte ab. Denn die Figur des Hugh Glass kommt in dem Buch weniger reißerisch rüber, ist aber dafür deutlich lebensechter! Wenn das Drehbuch des Films sich mehr an dem Buch orientiert hätte, wäre der Film ebenso toll geworden. Schade!

  24. Cover des Buches Das Böse unter der Sonne (ISBN: 9783455650273)
    Agatha Christie

    Das Böse unter der Sonne

     (139)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Einer der bekanntesten Krimis mit Hercule Poirot, die Verfilmung läuft ja des öfteren im TV. Auch wenn man die Auflösung schon kennt (die hier natürlich nicht verraten wird), ist es doch atemberaubend, wie am Ende das Image des bildschönen Mordopfers um 180 Grad gewendet wird und man fetsstellt, daß so ziemlich nur Unwahrheiten und Gehässigkeiten über sie kursierten. Ehepaar Gardener ist zum Schießen, und Monsieur Poirot erwacht nur ganz langsam aus seiner Sommerlethargie, wenn er den "Sherlock Holmes spielt". Auch ein sehr schönes Zeit- und Gesellschaftsporträt!

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