Bücher mit dem Tag "gewalt"
2.033 Bücher
- Markus Zusak
Die Bücherdiebin
(4.702)Aktuelle Rezension von: JosefineEin Meisterwerk.
Was macht dieses Buch so besonders? Alles!
Markus Zusaks Schreibstil ist unglaublich und wunderschön, leider findet man so etwas zur Zeit selten. Das Buch ist ja nun auch fast schon 20 Jahre alt.
Die Charaktere: sie haben Ecken und Kanten, Eigenheiten, sie werden lebendig und man denkt, tatsächlich am Leben dieser Menschen teilhaben zu können. Auch die Sprache mit dem Bayrischen Ausdrücken ist unglaublich gut recheriert, hier merkt man dass der Autor deutsche bzw. österreichische Wurzeln hat. Es gibt den Charakteren große Glaubwürdikgeit, es wäre nicht passend in einer ländlichen Gegend in der Nähe von Münschen seine Protagonisten lumpenreines Hochdeutsch sprechen zu lassen.
Die Story: es gibt schöne Momente und absolut tragische. Liesels Leben während der Zeit des zweiten Weltkrieges wird aus der Sicht eines jungen heranwachsenden Mädchens erzählt. Nach und nach erweitert sich ihre Sichtweise. Das Buch hat mich oft schmunzeln lassen und zum Weinen gebracht.
Die Perspektive des Todes: Zu Beginn, sehr gewöhnungsbedürftig, aber es bereichert das Buch umso mehr.
Die Bücherdiebin gehört in jeden Bücherschrank. Ich finde es schade, das Buch erst jetzt gelesen zu haben. - Sarah J. Maas
Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen
(3.722)Aktuelle Rezension von: EinhornprinzessinA Court of Thorns and Roses (ACOTAR) – ⭐⭐⭐☆☆ (2,5–3/5 Sterne)
Ich weiß, dass ich mich mit dieser Rezension vermutlich ziemlich unbeliebt mache. Nachdem mir das Buch unzählige Male empfohlen wurde und ich meinen ersten Leseversuch sogar abgebrochen hatte, habe ich mich schließlich doch dazu durchgerungen, es komplett zu lesen.
Das Positive zuerst: Sarah J. Maas hat eine wunderschöne Fantasywelt erschaffen. Das Worldbuilding ist für mich ganz klar die größte Stärke des Buches und letztlich auch der Hauptgrund gewesen, warum ich weitergelesen habe. Ich liebe Fantasy und Märchen seit meiner Kindheit, und die deutlichen Die Schöne und das Biest-Vibes haben mir sehr gut gefallen. Die Welt wirkt gleichzeitig faszinierend, magisch und grausam, und die Grundidee der Geschichte hat definitiv Potenzial.
Mit der Protagonistin Feyre hatte ich allerdings so meine Schwierigkeiten. An vielen Stellen empfand ich sie als etwas anstrengend und recht eindimensional. Viele ihrer Entscheidungen konnte ich nicht nachvollziehen. Häufig hatte ich das Gefühl, dass sie – bewusst oder unbewusst – gefährliche Situationen geradezu sucht. Ihr Verhalten wirkt oft impulsiv und teilweise sogar selbstschädigend. Positiv hervorheben möchte ich jedoch, dass die Autorin diesen Charakterzug durch Feyres Vergangenheit und ihre Familiensituation nachvollziehbar begründet. Dadurch konnte ich zumindest verstehen, warum sie sich immer wieder für Menschen aufopfert, die sie eigentlich kaum kennt.
Auch sprachlich konnte mich das Buch nicht vollständig überzeugen. Satzbau und Ausdruck wirken insgesamt recht simpel, die Erzählweise ist stellenweise repetitiv, und viele Gefühle sowie Handlungen werden eher oberflächlich dargestellt. Für mich erinnerte der Schreibstil teilweise eher an Fan Fiction oder typische Young-Adult-Romane. Gleichzeitig finde ich die Geschichte inhaltlich für die klassische YA-Zielgruppe von 12 bis 14 Jahren aufgrund der Gewaltdarstellungen und des Spice-Anteils nicht wirklich geeignet.
Da ich viel Young Adult und New Adult lese, komme ich nicht umhin, Vergleiche zu ziehen. Im direkten Vergleich mit Reihen wie Harry Potter oder den Werken von Kerstin Gier fällt für mich ein deutlicher Unterschied im sprachlichen Niveau auf. Während dort Sprache und Charakterentwicklung oft deutlich differenzierter wirken, bleibt ACOTAR in diesen Bereichen eher oberflächlich.
Ab der zweiten Hälfte wurde die Handlung für mich deutlich spannender. Hier entwickelte sich endlich genug Dynamik, um mich bei der Stange zu halten, und ich wollte wissen, wie die Geschichte ausgeht. Dennoch konnte ich auch in diesem Abschnitt viele Entscheidungen der Protagonistin nicht nachvollziehen. Zudem empfand ich das zentrale Rätsel als recht einfach konstruiert. Die Lösung erschien mir früh offensichtlich, weshalb es auf mich etwas unglaubwürdig wirkte, dass Feyre erst im allerletzten Moment – unter größter Folter und praktisch im Sterben – darauf kommt. Gerade unter solchen Umständen erscheint mir ein klarer Gedankengang eher unwahrscheinlich.
Insgesamt hat das Buch durchaus seine Stärken. Die Welt ist atmosphärisch, die Grundidee gefällt mir, und insbesondere im späteren Verlauf gewinnt die Geschichte an Spannung. Dennoch blieb für mich das Gefühl, dass viele Aspekte hätten besser umgesetzt werden können. Vielleicht waren meine Erwartungen durch den enormen Hype einfach zu hoch.
Für zwischendurch war das Buch durchaus unterhaltsam, aber vermutlich gehöre ich schlicht nicht zur eigentlichen Zielgruppe. Wer romantische Fantasy mit märchenhaften Elementen, viel Atmosphäre und einer eher unkomplizierten Sprache sucht, wird vermutlich deutlich mehr Freude daran haben als ich.
- Diana Gabaldon
Feuer und Stein (Outlander 1)
(2.690)Aktuelle Rezension von: dorothea84Mit Feuer und Stein beginne ich endlich die Outlander-Saga – ein Buch, das schon lange auf mich gewartet hat.
Claire Randall ist eine Protagonistin, die man schnell ins Herz schließt. Sie ist klug, vielschichtig und wirkt durchgehend authentisch. Ihre Gedanken, ihre Entscheidungen, ihre innere Stärke – all das macht sie zu einer Figur, der ich sehr gerne weiter folgen möchte.
Jamie wirkt zu Beginn eher wie eine Randfigur. Doch je mehr er in den Fokus rückt, desto klarer wird, warum diese Figur für so viele Leser*innen ikonisch geworden ist.
Besonders stark ist die Atmosphäre. Schottland wird lebendig beschrieben – die Landschaft, die Stimmung, die historischen Details. Beim Lesen habe ich regelrecht Sehnsucht gespürt, selbst wieder dorthin zu reisen.
Ja, das Buch hat Längen. Manche Passagen ziehen sich. Doch da ich über mehrere Tage gelesen habe, fiel das für mich weniger stark ins Gewicht.
Ein intensiver, atmosphärischer Reihenauftakt mit starken Figuren und historischem Flair – der Lust auf die weiteren Bände macht.
- Suzanne Collins
Die Tribute von Panem 1. Tödliche Spiele
(17.947)Aktuelle Rezension von: HeimelinaBevor die neuen Teile der Reihe dran sind, musste die Geschichte rund um Katniss, Peeta und Distrikt 12 noch einmal gelesen werden.
Ich habe die Bücher damals das erste Mal als junge Jugendliche gelesen. Ich finde es spannend, an wie viel und gleichzeitig wie wenig ich mich erinnert habe und wie anders ich die Geschichte erlebt habe, jetzt wo ich an einem anderen Punkt im Leben stehe.
Der Einstieg in die Geschichte ist schnell und direkt. Das Worldbuilding passiert quasi nebenher, was ich sehr faszinierend und erfrischend fand. Erzählt wird aus der Perspektive von Katniss Everdeen.
In diesem Buch passiert unglaublich viel. Die Autorin schafft es auf verhältnismäßig wenigen Seiten tiefgründige Charaktere zu schaffen, in die man sich als Leser reinfühlen kann.
Mehrere Wochen Hungerspiele werden beschrieben, die sich wie mehrere Wochen anfühlen, aber nie langweilig werden.
Der Spannungsbogen wird durchgehend aufrecht erhalten. Dadurch, dass Katniss immer und zu jeder Zeit in Gefahr ist, wenn sie sich falsch verhält (innerhalb und außerhalb der Arena), bleibt man als Leser, genauso wie sie, die ganze Zeit in einer Art "Habachtstellung".
Die ganze Idee des Buches ist so unfassbar schlimm wie genial und ein perfektes Abbild unserer Gesellschaft. Ich konnte mich beim Lesen so sehr in Katniss und Distrikt 12 reinversetzen und mich mit ihr identifizieren, bis ich irgendwann festgestellt habe, dass das Kapitol die westliche Welt repräsentiert, von der ich ein Teil bin bzw. wir sind. Natürlich ist alles ein wenig überspitzt, aber im Grunde wahr. Ich habe mich für unsere Gesellschaft geschämt. Durch unseren Lebensstil tragen wir aktiv dazu bei, dass andere Teile der Welt und deren Menschen ausgebeutet werden.
Das Buch lässt mich nachdenklich zurück.
Meiner Meinung nach ein absolutes Must-Read, was man tatsächlich auch mehrmals lesen kann.
- Sarah J. Maas
Throne of Glass – Die Erwählte
(3.222)Aktuelle Rezension von: buchgeflimmerOmg, ich habe dieses Buch einfach so geliebt! Allein der erste Band ist schon so unnormal gut, dass ich es kaum fassen kann. Eigentlich wird der erste Teil einer Reihe bei mir fast nie zum Lieblingsteil, aber wenn Throne of Glass: Die Erwählte jetzt schon so stark vorlegt, wo soll diese Reihe dann bitte noch hinführen?! 🤯✨
Das Worldbuilding ist Sarah J. Maas einfach grandios gelungen und die ganze Atmosphäre in diesem prachtvollen, aber auch düsteren Schloss aus Glas hat mich total verzaubert. 🏰❄️ Dabei war ich ganz am Anfang ehrlich gesagt noch ein bisschen skeptisch, weil die Geschichte aus der 3. Person erzählt wird. Normalerweise mag ich die Erzählperspektive bei Fantasybüchern überhaupt nicht und komme damit gar nicht klar, aber hier war es für mich absolut kein Problem – im Gegenteil, es hat am Ende sogar perfekt gepasst!
Einen winzigen Abzug gibt es von mir nur, weil ich anfangs mit den ganzen Namen, Titeln und Höflingen nicht hinterhergekommen bin. Ich musste irgendwann tatsächlich eine Übersicht googeln, aber als ich den Durchblick hatte, lief es super. 😂
Dafür hat mich Celaena als Protagonistin komplett umgehauen! Sie ist so eine unfassbar tolle, vielschichtige und starke junge Frau, die perfekt zwischen Badass-Assassinin und einer Vorliebe für schöne Kleider und Bücher balanciert. Auch die Dynamik und die spürbare Chemie zwischen den Charakteren hat mich total mitgerissen, und die Mischung aus dem tödlichen Wettbewerb und den Geheimnissen im Hintergrund hat für genau die richtige Portion Nervenkitzel gesorgt. Ich bin wahnsinnig gespannt, wie es mit Celaena weitergeht und kann es kaum erwarten, den nächsten Band zu suchten! 🗡️❤️📖
- Anna Todd
After truth
(3.347)Aktuelle Rezension von: Stefanie-BAfter Truth ist der zweite Band der After-Reihe und knüpft direkt an die Ereignisse aus dem ersten Teil an. Die Geschichte folgt weiterhin Tessa und Hardin, und deren Beziehung nach den Enthüllungen am Ende des ersten Bandes...
Wie schon im ersten Teil lässt sich auch dieser Band sehr flüssig lesen. Die Kapitel sind schön und spannend geschrieben, wodurch man schnell durch die Geschichte kommt. Besonders die emotionalen Momente zwischen Tessa und Hardin sind wieder sehr intensiv dargestellt, und man spürt deutlich ihre Gefühle - trotz und durch all die Probleme.
Allerdings setzt sich auch hier das starke Auf und Ab in ihrer Beziehung fort. Streit, Eifersucht und Missverständnisse spielen eine große Rolle und sorgen dafür, dass sich einige Situationen gefühlt „wiederholen“. Dadurch kann die Handlung stellenweise etwas frustrierend wirken, weil die beiden Charaktere scheinbar immer wieder in die gleichen Muster zurückfallen.
Andererseits hat es das Buch damit auch wieder geschafft, mich zu fesseln. Ich hatte oft das Bedürfnis weiterzulesen und sobald ich das Buch zur Hand genommen habe, hat es sich sehr flüssig und nervenaufreibend-gefühlvoll gelesen.
Auch entwickelt sich die Geschichte weiter: insbesondere erfährt man mehr über Hardins Charakter, was seine schwierige Art teilweise verständlicher macht.
Fazit:
After Truth bleibt emotional und interessant, auch wenn das ständige Hin und Her zwischen Tessa und Hardin manchmal etwas ermüdend sein kann. Dennoch ist es eine gute Fortsetzung, die die Charaktere weiter vertieft und neugierig auf die nächsten Teile macht.(Bewertung: 3,5-4 von 5 Sternen).
- Stephen King
Es
(2.395)Aktuelle Rezension von: M_L777Ich habe „Es“ von Stephen King das erste Mal mit 14 Jahren gelesen. Heute, genau 16 Jahre später, liebe ich dieses epische Meisterwerk noch immer ganz genauso sehr wie damals. Egal, ob ich es klassisch auf dem Papier lese oder mich von der dichten Atmosphäre des Hörbuchs in den Bann ziehen lasse – die Faszination reißt einfach nicht ab.
Was dieses Buch für mich so unfassbar stark und einzigartig macht, sind Kings detaillierte Beschreibungen. Besonders am Anfang, wenn er sich extrem viel Zeit nimmt, jedem einzelnen Charakter eigene, tiefgehende Kapitel zu widmen. Man lernt die Figuren wirklich von Grund auf kennen und schließt sie ins Herz. Auch diese eindringlichen Monolog-Erzählungen, durch die man noch tiefer in die Geschichte eintaucht, sind genau das, was ich an seinem Schreibstil so liebe.
Und auch wenn ich früher große Angst vor Clowns hatte: Dieses Buch ist und bleibt ein absoluter Dauerbrenner in meinem Regal. Für meinen Geschmack schlichtweg genial!
- Emily Brontë
Emily Brontë, Sturmhöhe. Vollständige Ausgabe des englischen Klassikers. Schmuckausgabe mit Goldprägung
(2.073)Aktuelle Rezension von: Anka_PlwkIch lese normalerweise Bücher mit um dir 900 Seiten in 1-1,5 Wochen.
Für dieses, relativ kurze, Buch, habe ich 1,5 Monate gebraucht.
Vielleicht war es nicht das richtige für mich.
Ich habe mich mit der Schreibweise, dem Ausdruck und den sehr langen Dialogen und Monologen recht schwer getan.
Manche Dialoge gingen so lange, dass ich am Ende nicht mehr wusste, wer es überhaupt gesagt hat.
Alles in allem einen gutes Buch, dass in der Schule gelesen werden sollte.
Teilweise finde ich es zu toxisch und auch etwas brutal.
Hier steckt sehr viel Trauma in den Seiten.
- George R. R. Martin
Das Lied von Eis und Feuer 02
(2.033)Aktuelle Rezension von: buchgestapelWorum geht’s?
Auch wenn ein verheerender Krieg aufzuziehen droht, glaubt Eddard Stark noch immer daran, dass sich alles zum Guten wenden wird. Nachdem dann auch noch König Robert stirbt, droht das gesamte Reich unterzugehen – wenn es nicht eine Chance gäbe, die rebellierenden Völker wieder zu vereinen.
Meine Meinung
Band eins der Reihe konnte mich auf jeden Fall überzeugen, auch wenn die vorherrschende Gewalt natürlich ein Punkt war, der nicht unbedingt jeden ansprechen wird und auch mich nicht immer begeistert hat. Nichtsdestotrotz war ich schon sehr gespannt darauf, wie es mit Familie Stark, ihren Anhängern und ihren Feinden weitergeht, deswegen konnte ich Band zwei dann auch nicht wirklich lange im Regal liegen lassen.
Die wechselnden Perspektiven haben mir auch hier wieder gut gefallen, primär weil die Handlung an unterschiedlichen Orten nun insgesamt an Fahrt aufgenommen hat und es somit kaum Momente gab, die sich für meinen Geschmack zu sehr in die Länge gezogen haben. Da ich mich mittlerweile auch wesentlich besser innerhalb des Settings zurechtgefunden habe, habe ich mich gleichzeitig auch wesentlich leichter damit getan, der eigentlichen Geschichte zu folgen und war wesentlich weniger darauf angewiesen, mir die Karten und die Anhänge anzuschauen.
Auch die Figuren selbst fand ich mittlerweile wesentlich interessanter, da man bei den meisten schon die ein oder andere Motivation erkennen konnte und es somit wesentlich spannender war, ihr Handeln und ihre Interaktion mit anderen Charakteren zu beobachten. Da man zumindest den Großteil der Figuren schon einen Augenblick lang begleitet hat, war die Charakterentwicklung hier dann auch wesentlich interessanter, als das zu Beginn für mich der Fall war.
Überzeugen konnte mich auch das Tempo der Geschichte, da der durchaus monumentale Charakter zwar konstant geblieben ist, ich mich beim Lesen aber trotzdem nicht gelangweilt habe. Teilweise war ich sogar sehr positiv überrascht davon, wie kurz mir das Buch insgesamt vorgekommen ist. Die Gesamtseitenlänge war nichtsdestotrotz nötig, um die Handlung insgesamt im Buch unterzubringen – auch wenn ich persönlich sehr froh darüber bin, dass die Bände in der deutschen Übersetzung nicht ganz so lang sind wie in der Originalfassung bzw. auf zwei Bücher aufgeteilt wurden.
Fazit
Bisher konnte mich diese Reihe auf jeden Fall überzeugen, auch wenn ich persönlich kein allzu großer Fan der vorherrschenden Gewalt in dieser Geschichte bin. Die zahlreichen Figuren, ihre Ränkespiele und Motivationen untereinander fand ich aber wirklich spannend zu verfolgen, weshalb ich jetzt schon sehr gespannt auf Band drei der Reihe bin.
Dafür gibt es viereinhalb Bücherstapel von mir.
- Sarah J. Maas
Throne of Glass – Kriegerin im Schatten
(2.084)Aktuelle Rezension von: BuchkometNachdem mich bereits Band 1 komplett überzeugt hatte, war die Erwartung an „Throne of Glass – Kriegerin im Schatten“ entsprechend hoch. Und auch wenn ich den ersten Teil insgesamt noch einen Tick stärker fand, hat mich die Fortsetzung keineswegs enttäuscht.
Celaena ist inzwischen Champion des Königs und soll dessen Gegner erbarmungslos ausschalten. Doch statt blind Befehle auszuführen, trifft sie Entscheidungen, die ihr letztlich selbst den Kopf kosten könnten. Das macht diese Figur für mich zu einer unglaublich spannenden Hauptfigur. Denn die Autorin verzichtet auf Schwarz und Weiß. Celaena ist stark, arrogant, verletzlich, mutig und gleichzeitig voller Widersprüche. Oft weiß man nicht, was sie als Nächstes tun wird.
Auch die anderen Figuren gewinnen deutlich an Tiefe. Besonders Chaol hat mich in diesem Band überrascht. Seine Loyalität, seine Zweifel und die langsam wachsende Beziehung zwischen ihm und Celaena waren wirklich toll geschrieben. Gleichzeitig sorgt Dorian weiterhin für interessante Dynamiken, sodass keine der Beziehungen eindimensional wirken.
Die Handlung lebt dabei nicht nur von Kämpfen oder politischen Intrigen, sondern vor allem von ihren ruhigen Momenten. Verlust, Vertrauen, Schuld und die Suche nach der eigenen Identität werten die Handlung spürbar auf. Gleichzeitig werden neue Geheimnisse angedeutet und Stück für Stück weitere Puzzleteile von Celaenas Vergangenheit enthüllt. Die Welt öffnet sich immer weiter und macht neugierig auf alles, was noch kommen wird.
Und dann ist da natürlich noch Sarah J. Maas’ Schreibstil. Flüssig, atmosphärisch und unglaublich mitreißend. Sie schafft es mühelos, spannende Actionszenen mit emotionalen Augenblicken zu verbinden, ohne dass eines das andere verdrängt. Man fliegt förmlich durch die Seiten und vergisst dabei völlig die Zeit.
Ich verstehe den Hype um diese Reihe inzwischen wirklich. Und ich habe das Gefühl, das Sarah J. Maas so allmählich in die Riege meiner Lieblingsautor:innen aufsteigt.
- Victoria Aveyard
Die rote Königin
(2.772)Aktuelle Rezension von: AleydaDas Werk „Die rote Königin“ von Victoria Aveyard hatte für mich insgesamt einen netten Unterhaltungswert. Die Story ist gut durchdacht, allerdings fehlte es den Figuren meiner Meinung nach etwas an Tiefgang. Auch der Plot-Twist war für mich teilweise vorhersehbar – nicht unbedingt in seiner genauen Ausführung, aber die Richtung ließ sich schon erahnen.
Was mir außerdem gefehlt hat, war der Funke zwischen den Protagonisten. Für mich wirkte das Ganze ein bisschen wie die Light-Version einer Carbonara – nicht schlecht, aber wenn man einmal das „Original“ hatte, fällt es schwer, sich damit zufriedenzugeben 😅
Positiv hervorheben möchte ich, dass die Geschichte ohne viel „Spice“ auskommt und der Schreibstil insgesamt angenehm und spannend ist.Insgesamt vergebe ich drei von fünf Sternen. ⭐️⭐️⭐️
- Hanya Yanagihara
Ein wenig Leben
(658)Aktuelle Rezension von: AnnaLovesBooksIch habe Ein wenig Leben gelesen und ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich darüber sprechen soll.
Mir wurde es empfohlen. Und ich weiß bis jetzt nicht, ob man das überhaupt darf. 😅 Dieses Buch ist so gut geschrieben. Und gleichzeitig so schlimm 🥺🫣
Es gibt einem so viel. Und nimmt einem mindestens genauso viel wieder.
Es lässt einen fühlen. Es lässt einen lieben. Es lässt einen an ganz vielen Stellen komplett zerbrechen.
Und dann gibt es diese kleinen Momente, in denen man kurz aufatmet oder sogar schmunzeln muss. Und genau das macht es so besonders. 😊
Im Mittelpunkt stehen vier Freunde, aber eigentlich geht es um Jude. Und Jude… tut einfach nur weh.
Schon früh merkt man, dass mit ihm etwas nicht stimmt. Und trotzdem wächst er einem sofort ans Herz.
Der Schreibstil ist unglaublich nah. Teilweise so nah, dass man es kaum aushält weiterzulesen. Man fühlt jeden Gedanken, jede Angst, jeden Schmerz.
Es gibt so viele Szenen, die einfach nur grausam sind. Gewalt, Missbrauch, Selbsthass. Ich würde empfehlen, die Triggerwarnungen zu lesen.
Das sind Dinge, die man eigentlich nicht lesen will. Und trotzdem liest man weiter.
Weil da immer wieder diese kleinen Momente sind 🥰 Mit Willem. Mit Harold. Mit Andy.
Momente, die zeigen, dass da noch Leben ist. Ein wenig Leben!
Aber dieses Buch ist hart. Es ist gewaltsam. Es ist an vielen Stellen kaum auszuhalten.
Es triggert. Es geht unter die Haut. Und es bleibt da! Ich habe oft geweint 🥺Ich wusste eigentlich, wie es enden wird und wollte es nicht wahrhaben. Und trotzdem fühlt sich das Ende richtig an.
Dieses Buch ist kein „schönes“ Buch. Aber es ist ein unglaublich starkes.
Für mich war das kein Lesen. Es war ein Durchleben!
- Victoria Aveyard
Gläsernes Schwert (Die Farben des Blutes 2)
(1.203)Aktuelle Rezension von: Punix"Ich bin eine Waffe aus Fleisch und Blut, ein von Haut umhülltes Schwert. Ich wurde geboren, um einen König zu töten, um eine Schreckensherrschaft zu beenden, bevor sie richtig beginnen kann. Feuer und Blitz haben ihn an die Macht gebracht, und Feuer und Blitz werden ihn zu Fall bringen." - Zitat
Ich wollte das Buch mehrmals abbrechen und dann wiederum konnte ich es teilweise nicht aus der Hand legen. Es fällt mir wirklich schwer es zu bewerten.
Ich glaube, ich mag weiterhin die Idee hinter dem Buch und auch der Weltenaufbau gefällt mir ziemlich gut. Mal ehrlich, Flugzeuge, Motorräder und Co. sind schon verdammt cool in einem Fantasybuch und es gibt dem ganzen einen dystopischen Hauch. Dazu noch die Fähigkeiten der Silbernen und der besonderen Roten. Es gefällt mir und gibt mir manchmal das Gefühl ein Superheldenfilm in meinem Kopf zu schauen.
Nur leider fehlte mir was auf der Gefühlsebene und das, obwohl die Protagonistin ziemlich oft über ihre Probleme nachdenkt und versucht alles um sich herum zu analysieren. Vielleicht liegt es aber auch genau daran, sie denkt sehr viel nach, aber die zwischenmenschlichen Handlungen werden oft abgekürzt. Und die Liebesgeschichte? Nicht wirklich existent, außer vielleicht im Kopf der Protagonistin und in angedeuteten Passagen.
Fazit: Hmm. Ich weiß immer noch nicht genau, wie ich das Buch bewerten soll 😁 Der nächste Band liegt jedenfalls bereit und ich hoffe er gefällt mir besser.
- Veronica Roth
Die Bestimmung
(6.564)Aktuelle Rezension von: julia___4,5/5
Auch nach vielen Jahren finde ich das Buch immer noch so gut! (war jetzt das dritte Mal, dass ich das Buch gelesen habe)
Es hat auf seine Art viel Tiefgang und behandelt sehr interessante Themen. Die Story ist spannend aufgebaut und wendungsreich. Ich finde das System mit den Fraktionen sehr interessant und es ist cool umgesetzt. Vor allem der Anfang begeistert mit dem Feroxanteil 😊
Für alle die gerne dystopische Jugendbücher lese, ist die Reihe ein MUSS!!
- Sebastian Fitzek
Der Insasse
(1.730)Aktuelle Rezension von: Athene1989Ich habe als Jugendliche gerne Thriller gelesen, aber irgendwann das Interesse verloren. Nun gut 20 Jahre später, hat mich die Neugier wieder gepackt und ich war gespannt auf „Der Insasse“ von Sebastian Fitzek, da ich schon viel über das Buch gehört hatte. Daher habe ich dieses Buch als Wiedereinstieg genutzt.
Max wird entführt und kurz darauf wird ein Kindermörder gefangen genommen. Dieser beichtet Morde, aber nicht an Max, was die Eltern, gerade Till, zum Verzweifeln bringt. Im Klapptext steht, dass Monate nach dem Verschwinden von Max ein Ermittler der Mord-Kommission dem verzweifelten Vater ein unglaubliches Angebot macht, was aber nicht stimmt. Till überredet seinen Schwager, ihn in die Psychatrie undercover einweisen zu lassen, in der auch Guido Tramnitz, der Kindermörder, einsitzt, um herauszufinden, was mit seinem Sohn passiert ist. Für mich ist das schon ein kleiner, aber feiner Unterschied. Aber das hat der Story keinen Abbruch getan. Sicherlich konnte mich das Buch nicht ganz so fesseln, wie das Leser von Thrillern eher passiert, aber das Ende fand ich sehr gut gelungen und recht komplex. Da war ich wirklich begeistert. Die Charaktere waren alle gut durchdacht und gelungen, sei es nun von dem verzweifelten Vater Till, dem Mörder Tramnitz oder auch Kasov, der sich um die Patienten gekümmert hat. Ich habe bei vielen teilweise zwischen Ablehnung und auch ein wenig Mitleid geschwankt, was gerade bei dem Mörder echt schwer ist, aber der Autor hat es geschafft. Ich fand es auch interessant zu lesen, wie das Leben in so einer Geschlossenen aussieht, gerade für Schwerverbrecher. Das Buch wurde aus verschiedenen Sichten geschrieben, damit der Leser die ganzen Einblicke rund um Max´ Verschwinden mitbekommt und auch miträtseln kann. Das fand ich auch sehr gelungen. Deswegen und weil das Ende hin fesselnd war, vergebe ich vier Sterne. - Laura Kneidl
Berühre mich. Nicht.: Special Edition
(2.335)Aktuelle Rezension von: belli4charlotteIch habe Berühre mich. Nicht. zum ersten Mal gelesen – und ich war völlig unvorbereitet darauf, wie sehr mich diese Geschichte treffen würde. Schon nach wenigen Seiten hatte ich das Gefühl, in Sages Gedanken und Ängste hineinzurutschen, als würde ich direkt neben ihr stehen. Laura Kneidl schreibt mit einer leisen Intensität, die sich langsam, aber unaufhaltsam unter die Haut schiebt.
Sage hat mich sofort berührt. Ihre Unsicherheit, ihr Mut, ihre Art, trotz allem weiterzumachen – das alles wirkt so echt, dass man gar nicht anders kann, als mit ihr mitzufühlen. Und dann kommt Luca. Warmherzig, aufmerksam, geduldig auf eine Weise, die man in Liebesgeschichten viel zu selten findet. Er ist kein überzeichneter Held, sondern jemand, der einfach da ist, ohne zu drängen. Genau das macht ihn so unwiderstehlich.
Auch die Nebenfiguren bringen unglaublich viel Herz in die Geschichte. Besonders April und Megan haben mich überrascht – sie sind nicht nur „Freundinnen“, sondern echte Stützen, die Sage Halt geben, ohne sie zu überfordern.
Der Schreibstil hat mich komplett abgeholt. Emotional, klar, atmosphärisch – und gleichzeitig so leicht, dass ich kaum gemerkt habe, wie schnell die Seiten verflogen sind. Besonders beeindruckt hat mich, wie sensibel die ernsten Themen behandelt werden. Nichts wird dramatisiert, nichts verharmlost. Es fühlt sich einfach wahr an.
Und dann dieses Ende. Ich war fassungslos, aufgewühlt und gleichzeitig so dankbar, dass der zweite Band schon bereitlag.
Für mich ist Berühre mich. Nicht. eine dieser Geschichten, die man nicht einfach liest, sondern erlebt. Eine Geschichte über Angst, Vertrauen, Heilung – und eine Liebe, die nicht laut sein muss, um stark zu sein.
- Jay Asher
Tote Mädchen lügen nicht
(5.013)Aktuelle Rezension von: Julia92Inhalt: Als Clay aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf „Play“ – und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. 13 Gründe haben zu ihrem Selbstmord geführt. 13 Personen hatten ihren Anteil daran. Clay ist einer davon …
Meinung: Es fällt mir nicht leicht, eine Bewertung zu diesem Buch abzugeben, da es sich um ein hochsensibles Thema handelt und Suizid nie die Lösung sein sollte. Hannah Baker ist eine Jugendliche, die sehr mit sich selbst zu kämpfen hat und am Ende nur noch diese Option sieht. Mit der gesamten Story hatte ich so meine Probleme.
Der Schreibstil ist weder anspruchsvoll noch besitzt er Wiedererkennungswert. Vermutlich ist das gewollt, um die Jugendlichen möglichst wahrheitsgetreu darzustellen. Erzählt wird das Buch aus zwei Perspektiven – Hannah und Clay – in der ersten Person.
Mit Hannah hatte ich so meine Probleme. Sie kam mir sehr unnahbar vor, ich fand keinen Draht, konnte nicht mal Mitgefühl entwickeln. Ihre Persönlichkeit war einfach nicht tiefgründig genug. Relativ kühl und beinahe herablassend zählt sie die Dinge auf, die andere Schüler ihr angetan haben und stellt Leute an den Pranger, die teilweise nicht mal vorsätzlich gehandelt haben. Das machte sie für mich sehr unsympathisch.
Jeder Mensch reagiert anders auf sein Umfeld und es gibt leider zu viele Opfer von Mobbingattacken und Schlimmerem. In Hannahs Fall einen Klaps auf den Po zu bekommen oder als „Mitfahrgelegenheit“ betitelt zu werden, spiegelt nicht mal ansatzweise die wahren Probleme der Gesellschaft wider. Das Buch sollte vermutlich Augen öffnen. Doch ich bin hier zwiegespalten. Die Message sollte doch sein, Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen und darüber nachzudenken, wozu Mobbing führen kann. Doch Hannah macht es ihren Mitmenschen nicht leicht. Sie stößt sie von sich weg, wird Zeugin einer Vergewaltigung und sieht dennoch sich selbst als Opfer. Sie verlangt permanent von allen anderen, sich in sie hineinzuversetzen, ist aber nicht eine Sekunde bereit, dasselbe zu tun.
Als sie am Ende auch noch den Vertrauenslehrer die Mitschuld an ihrem Selbstmord gibt, konnte ich beim Lesen nur noch den Kopf schütteln. Sie ist verzweifelt. Sie will Hilfe. Das behauptet sie zumindest. Doch sie lässt sich nicht helfen und läuft stattdessen davon. Ihr Lehrer bittet sie mehrere Male, zu bleiben, doch sie ignoriert dies. Ihm dann noch vorzuwerfen, nicht hartnäckig genug gewesen zu sein, ist nicht fair von ihr.
Hier war mir einfach die komplette Handlung zu gestellt. Der Autor reihte ein Ereignis um das andere und zeichnete Hannahs Persönlichkeit sehr übertrieben – meiner Meinung nach.
Das Buch war flüssig zu lesen. Immer wieder hoffte ich auf den Punkt, der das Fass zum Überlaufen brachte. Doch er kam nicht. Psychologische Hilfe wäre hier für die Protagonistin wertvoll gewesen. Stattdessen anderen die Schuld an allem zu geben, ist keine gute Message. Schade fand ich auch, dass nicht auf die Gefühlswelt der Mitschüler und der Lehrer eingegangen worden ist. Mich hätte sehr interessiert, wie sie mit dem Verlust umgehen. Auch Hannahs Eltern kommen nicht zu Wort. Die gesamte Story bezieht sich rein auf Hannahs Erlebnisse in ihrer Bubble. Das war mir etwas zu einseitig. Es fehlte an Abwechslung, an „Leben“. Clay war mir leider auch nicht sonderlich sympathisch.
Ich vergebe 2 von 5 Sternen, da das Buch ein wichtiges Thema anspricht, jedoch in der Umsetzung meiner Meinung nach nicht gelungen ist.
- H. D. Carlton
Haunting Adeline
(399)Aktuelle Rezension von: StorysammlerinIn ,,Haunting Adeline" von H. D. Carlton geht es um eine düstere, sehr intensive Geschichte zwischen Adeline und einem Mann, der sie auf eine besitzergreifende und geheimnisvolle Weise in sein Leben zieht. Die Handlung entwickelt sich in einer sehr dunklen und emotional aufgeladenen Atmosphäre.
Dieses Buch war tatsächlich das erste, das mich wirklich zum Lesen gebracht hat – und genau deshalb hat es für mich eine besondere Bedeutung. Es hat mich sofort gepackt und nicht mehr losgelassen. Der Schreibstil ist sehr einnehmend und sorgt dafür, dass man immer weiter lesen möchte, auch wenn die Geschichte stellenweise sehr intensiv und belastend ist.
Besonders stark fand ich die düstere Stimmung und die Spannung zwischen den Charakteren, die das ganze Buch sehr fesselnd gemacht haben. Gleichzeitig ist es kein einfaches Buch, sondern eines, das viele schwierige und kontroverse Themen behandelt.
- Suzanne Collins
Die Tribute von Panem X. Das Lied von Vogel und Schlange
(1.098)Aktuelle Rezension von: Buecherwyrm98Im Mittelpunkt des Prequels zu der "Tribute von Panem" Reihe steht der junge Coriolanus Snow zur Zeit der 10. Hungerspiele. Man erfährt hier viel über seine Geschichte und seinen vielschichtigen Charakter. Als Leser kann man seine Handlungen bis zu einem gewissen grad nachvollziehen und man versteht, wieso er sich zu dem grausamen Herrscher entwickelt, den man aus den früheren Büchern kennt. Außerdem lernt man durch das Buch eine ganz neue Seite des sonst so prachtvollen Kapitols kennen: statt Glanz und Glamour kämpfen die Bewohner selbst gegen Armut und Hunger und versuchen dabei den Schein der Macht aufrecht zu erhalten. Mit dieser interessanten Konstellation überzeugt Suzanne Collins auf ganzer Linie.
- J. S. Wonda
Very Bad Kings
(770)Aktuelle Rezension von: Storysammlerin,,Very Bad Kings" von J. S. Wonda hatte für mich einen etwas holprigen Start. Gerade in der ersten Hälfte fiel es mir schwer, richtig in die Geschichte hineinzufinden und eine Verbindung zu den Charakteren und der Handlung aufzubauen.
Ab der zweiten Hälfte wurde das Buch für mich jedoch deutlich besser. Die Geschichte nahm an Fahrt auf, die Ereignisse wurden spannender und ich kam viel schneller durch die Seiten. Ab diesem Punkt hat mich das Buch deutlich mehr gepackt und ich wollte wissen, wie es weitergeht.
Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen, wodurch sich das Tempo in der zweiten Hälfte noch einmal deutlich gesteigert hat.
Insgesamt war es für mich ein guter Auftakt, auch wenn der Einstieg etwas Zeit gebraucht hat. Vor allem die zweite Hälfte konnte mich überzeugen und neugierig auf die Fortsetzung machen.
- Colleen Hoover
Nur noch ein einziges Mal
(2.032)Aktuelle Rezension von: Tintenspur⚠️ Triggerwarnung: Das Buch behandelt häusliche Gewalt sowie traumatische Kindheitserfahrungen.
Manchmal gibt es Bücher, von denen man glaubt, ihre Geschichte bereits zu kennen. Genau so ging es mir mit "Nur noch ein einziges Mal". Die Verfilmung hatte ich bereits gesehen und wusste daher grob, was mich erwarten würde. Trotzdem wollte ich Colleen Hoovers Roman lesen – und wurde überrascht. Denn obwohl mir die Handlung nicht völlig unbekannt war, hat das Buch nichts von seiner emotionalen Wucht verloren. Im Gegenteil: Schon nach wenigen Seiten war ich vollkommen in Lilys Geschichte gefangen.
Mit "Nur noch ein einziges Mal" erschien 2017 im dtv Verlag der Auftakt der Dilogie um Lily, Ryle und Atlas. Auf 416 Seiten erzählt Colleen Hoover eine ebenso intensive wie emotionale Geschichte, die autobiografische Züge trägt und ein sensibles Thema mit bemerkenswerter Ehrlichkeit behandelt.
Im Mittelpunkt steht die 23-jährige Lily Bloom, die nach ihrem College-Abschluss nach Boston zieht, um sich ihren Traum von einem eigenen Blumengeschäft zu erfüllen. Als sie den erfolgreichen Neurochirurgen Ryle Kincaid kennenlernt, scheint das Leben endlich in die richtige Richtung zu gehen. Doch als Atlas Corrigan – ihre erste große Liebe – plötzlich wieder auftaucht, holen Lily nicht nur ihre Vergangenheit, sondern auch längst verdrängte Erinnerungen ein.
Mehr sollte man über die Handlung gar nicht wissen. Gerade dieses allmähliche Erkennen der Zusammenhänge macht einen großen Teil der emotionalen Wirkung aus.
Erzählt wird die Geschichte vollständig aus Lilys Ich-Perspektive. Ergänzt wird der Roman durch Tagebucheinträge in Form von Briefen an Ellen DeGeneres, die Einblicke in Lilys Jugend geben und nach und nach ihre Beziehung zu Atlas sowie ihre schwierige Kindheit offenbaren. Diese Rückblenden verleihen der Geschichte zusätzliche Tiefe, auch wenn sie meinen Lesefluss stellenweise ein wenig ausgebremst haben.
Colleen Hoovers Schreibstil ist modern, klar und angenehm schnörkellos. Die Seiten fliegen förmlich dahin, weil sie es schafft, Emotionen greifbar zu machen, ohne dabei überladen zu wirken. Statt auf künstliche Dramatik setzt sie auf authentische Dialoge, glaubwürdige Figuren und leise Zwischentöne. Gerade dadurch entfaltet die Geschichte ihre ganze Intensität.
Besonders beeindruckt haben mich die Charaktere. Sie wirken vielschichtig, glaubwürdig und psychologisch hervorragend ausgearbeitet.
Mit Lily musste ich zunächst etwas warm werden. Anfangs erschien sie auf mich verschlossener und verbitterter, als ich erwartet hatte. Doch je besser ich sie kennenlernte, desto mehr verstand ich ihre Ängste, ihre Unsicherheiten und ihre Entscheidungen. Nach und nach entwickelte sie sich für mich wieder zu der warmherzigen, mitfühlenden jungen Frau, die man bereits in den Rückblicken kennenlernt. Ihre Entwicklung gehört für mich zu den größten Stärken des Romans.
Ryle zählt wohl zu den komplexesten Figuren, die ich seit Langem gelesen habe. Intelligent, charmant, aufmerksam und erfolgreich – gleichzeitig besitzt er eine Seite, über die ich bewusst nicht mehr verraten möchte. Gerade diese Ambivalenz macht ihn zu einer Figur, die einen immer wieder herausfordert und zum Nachdenken bringt.
Atlas hingegen war mir vom ersten Moment an sympathisch. Seine ruhige, geduldige und selbstlose Art bildet einen gelungenen Gegenpol zu den anderen Figuren. Er drängt sich nie in den Vordergrund und hinterlässt dennoch einen bleibenden Eindruck.
Was Colleen Hoover besonders gelungen ist: Sie zeichnet ihre Figuren niemals in Schwarz und Weiß. Statt einfache Antworten zu liefern, zeigt sie Menschen mit Fehlern, Widersprüchen und Verletzungen. Dabei musste ich immer wieder an ein Zitat aus dem Buch denken:
„So was wie schlechte Menschen gibt es nicht. Wir sind alle bloß Menschen, die manchmal schlimme Dinge tun.“
Kaum ein Satz beschreibt den Kern dieses Romans besser.
Besonders berührt hat mich, wie sensibel das Thema häusliche Gewalt behandelt wird. Die Autorin zeigt eindrucksvoll, wie komplex solche Situationen sein können und wie schwer es ist, Entscheidungen zu treffen, wenn Liebe, Hoffnung und Angst untrennbar miteinander verwoben sind. Mehr als einmal habe ich mich gefragt, wie ich selbst in einer solchen Situation handeln würde. Genau das macht dieses Buch so eindringlich. Es erzählt nicht einfach eine Geschichte – es regt zum Nachdenken an.
Eine Szene hat mich emotional so getroffen, dass mir tatsächlich die Tränen kamen. Und obwohl ich den Ausgang durch den Film bereits kannte, hat das meine Gefühle beim Lesen in keiner Weise abgeschwächt.
Besonders passend fand ich dieses Zitat:
„Womöglich kann man sich nie ganz von einem Menschen lösen, den man einmal wirklich geliebt hat.“
Es bringt die emotionale Zerrissenheit der Geschichte auf den Punkt und begleitet einen noch lange über die letzte Seite hinaus.
Fazit:
"Nur noch ein einziges Mal" ist weit mehr als eine klassische New-Adult-Romance. Colleen Hoover verbindet eine emotionale Liebesgeschichte mit einem gesellschaftlich wichtigen Thema und erschafft Figuren, die sich echt anfühlen – mit all ihren Stärken, Schwächen und Widersprüchen. Gerade diese Authentizität macht den Roman so eindringlich.
Wer tiefgründige Liebesgeschichten mit emotionaler Wucht, vielschichtigen Charakteren und psychologischer Tiefe schätzt, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Aufgrund der behandelten Themen ist es keine leichte Wohlfühllektüre, sondern ein Roman, der bewegt, erschüttert und lange im Gedächtnis bleibt.
Dilogie:
Band 1 - Nur noch ein einziges Mal
Band 2 - Nur noch einmal und für immer - Simon Beckett
Die Chemie des Todes
(7.424)Aktuelle Rezension von: AntoniosWo soll ich anfangen? Allein der Titel macht das Buch voll interessant. Es beginnt mit ein paar coole forensische Fakten über tote Körper. Eine Geschichte baut sich dabei auf. Und am Ende wird man einfach so nicht in Ruhe gelassen, sondern schön und wunderbar mit Plot Twists umgehaut. Was will man da mehr? Fließend leserlich, interessant erzählt, Mördersuche und die Tatsache, dass man aus Maden erkennen kann, wann jemand gestorben ist. Auf jeden Fall einer der besten Krimis des Jahres für mich!
- Andrzej Sapkowski
Der letzte Wunsch
(857)Aktuelle Rezension von: hackenoh„Der letzte Wunsch“ ist kein klassischer Roman, sondern eine Sammlung miteinander verbundener Kurzgeschichten. Gerade das macht den Einstieg in die Witcher Welt so besonders. Stück für Stück lernt man Geralt von Riva kennen und bekommt einen Eindruck davon, wie diese Welt funktioniert.
Düsterer Ton und moralische Grauzonen
Was mir besonders gefallen hat, ist der Ton der Geschichten. Die Welt ist rau, oft brutal und selten eindeutig. Entscheidungen sind selten klar richtig oder falsch. Genau diese moralischen Grauzonen machen die Geschichten so interessant und unterscheiden sie deutlich von vielen anderen Fantasybüchern.
Märchen neu erzählt
Viele Geschichten greifen bekannte Märchen auf und drehen sie in eine deutlich düstere Richtung. Dadurch entstehen sehr originelle Episoden, die gleichzeitig vertraut und völlig neu wirken.
Fazit
„Der letzte Wunsch“ ist ein faszinierender Einstieg in die Witcher Reihe. Die Geschichten sind atmosphärisch, klug geschrieben und zeigen sofort, warum diese Welt so viele Leser begeistert. Ein sehr starker Beginn einer der bekanntesten modernen Fantasyreihen.
- Lauren Oliver
Delirium - Amor Deliria Nervosa
(2.173)Aktuelle Rezension von: Thess12345Inhalt:
In Delirium begleiten wir die siebzehnjährige Lena kurz vor ihrem 18. Geburtstag. Ein Datum, das in ihrer Welt alles verändert, denn dann soll sie gegen die Amor Deliria Nervosa geheilt werden. Liebe gilt in dieser Gesellschaft als gefährliche Krankheit, die Leid, Chaos und Tod verursacht und deshalb vollständig ausgelöscht werden muss.
Schon früh im Leben werden Jugendliche getestet und erhalten eine Punktzahl, die ihren gesellschaftlichen Wert bestimmt. Diese entscheidet darüber, welchen Lebensstandard sie später haben und welcher Partner ihnen zugewiesen wird. Das System verspricht Sicherheit und Ordnung, lässt jedoch keinen Raum für Individualität oder echte Gefühle. Je näher der Tag ihrer Heilung rückt, desto mehr beginnt Lena, an allem zu zweifeln, was sie ihr Leben lang für richtig gehalten hat.
Eigene Meinung:
Die Grundidee des Romans hat mich von Anfang an begeistert. Eine Welt, in der Liebe als Krankheit angesehen wird, ist gleichermaßen erschreckend wie faszinierend. Besonders das Punktesystem fand ich beklemmend, da es zeigt, wie sehr Menschen nach Zahlen bewertet und in vorgegebene Lebensbahnen gedrängt werden können. Diese Vorstellung hat mich beim Lesen immer wieder nachdenklich gemacht.
Der Einstieg in die Geschichte ist ruhig und sehr atmosphärisch. Lauren Oliver nimmt sich viel Zeit, um die Regeln dieser Welt und Lenas Gedanken greifbar zu machen. Das hat mir grundsätzlich gut gefallen, allerdings empfand ich den Mittelteil stellenweise als etwas langatmig. In diesen Passagen hatte ich das Gefühl, dass die Handlung kaum voranschreitet und meine Lesemotivation zeitweise nachgelassen hat.
Lena war für mich eine glaubwürdige Protagonistin. Gerade weil sie anfangs nicht rebellisch ist, sondern das System akzeptiert und ihm vertraut, konnte ich ihre Ängste und inneren Konflikte gut nachvollziehen. Ihre Entwicklung vollzieht sich leise und schrittweise, was sie sehr menschlich wirken lässt.
Zum Ende hin nimmt die Geschichte deutlich an Fahrt auf. Die Spannung steigt, emotionale Momente treffen ins Herz und der Cliffhanger hat mich völlig überrascht. Das Finale hat vieles wettgemacht und mich mit einem starken Bedürfnis zurückgelassen, sofort weiterlesen zu wollen.
Fazit:
Delirium überzeugt mit einer außergewöhnlichen dystopischen Idee, einem eindrucksvollen World-Building und einer Protagonistin, deren Entwicklung glaubwürdig erzählt wird. Auch wenn das Buch im Mittelteil Längen hat, macht das intensive und emotionale Ende diesen Eindruck größtenteils wieder wett.
Das Buch hat mich darüber nachdenken lassen, wie selbstverständlich wir Gefühle wie Liebe betrachten und wie grausam eine Welt wäre, in der sie kontrolliert oder verboten sind. Empfehlen würde ich Delirium vor allem Leserinnen und Lesern, die Dystopien mit emotionalem Schwerpunkt mögen und kein Problem mit ruhigeren Passagen haben.























