Bücher mit dem Tag "gewaltverbrechen"
104 Bücher
- Sebastian Fitzek
Das Joshua-Profil
(1.442)Aktuelle Rezension von: Alina35Das Joshua‑Profil ist ein rasanter Thriller, der von der ersten Seite an fesselt. Die Idee eines Systems, das zukünftige Straftaten vorhersagt, ist packend umgesetzt, und die Handlung bleibt durchweg spannend. Einige Wendungen wirken etwas konstruiert, insgesamt ist die Geschichte aber klug aufgebaut und hält die Spannung bis zum Schluss.
- Arthur Conan Doyle
Sherlock Holmes und der Hund von Baskerville
(465)Aktuelle Rezension von: Christian_FisIch habe den Roman in der Übersetzung von Gisbert Haefs gelesen.
Doyles Roman verbindet gekonnt Schauergeschichte und Detektivroman: In der düsteren Moorlandschaft wird ein möglicherweise übernatürliches Verbrechen durch Holmes’ kühle Logik aufgelöst. Die Auflösung ist vollständig und berücksichtigt alle zuvor verstreuten Hinweise – ein Paradebeispiel für klassische Kriminallogik.
Aus heutiger Sicht wirkt es unfreiwillig komisch, dass das Übernatürliche im Namen der Wissenschaft als Aberglaube einfacher Leute abgetan wird, während gleichzeitig die Phrenologie – das Deuten von Charakter und Intelligenz anhand der Schädelform – als ernsthafte wissenschaftliche Beschäftigung dargestellt wird. Die weiblichen Figuren sind passiv, klischeehaft und rein funktional. Insgesamt spiegeln sich hier sehr verstaubte Weltbilder.
Dennoch – oder gerade deshalb – bleibt der Roman sehr lesenswert, nicht nur als Krimi, sondern auch als spannendes Dokument seiner Zeit.
- Martin Walker
Bruno Chef de police
(277)Aktuelle Rezension von: Sanne54Nachdem ich schon sehr oft über Bruno, den Chef de Police eines kleinen Örtchens in der französischen Provinz gestolpert bin, nie aber ein Buch gelesen habe, habe ich nun doch mal einen Blick in den ersten Teil gewagt.
Und bin auch eine durchaus charmant konstruierte Geschichte gestoßen, was den namensgebenden Protagonisten und das Setting betrifft. Ein bisschen wie Rosamunde Pilcher in Frankreich. (Passenderweise kommen auch einige Engländer vor.) Bruno, dessen Rolle nicht so ganz trennscharf auf den örtlichen Polizisten festzulegen ist, hat eine große Schwäche fürs Kulinarische und die Tradition seines Perigords, wofür er sich gerne auch mal mit der EU anlegte, und ist anerkannter Teil seiner Gemeinde Saint-Denis. Obwohl kleinere Versuche gewagt werden, der Figur Tiefe zu verleihen (betrifft seine Vergangenheit in der Armee und dass er als Waise aufgewachsen ist), bleibt der überzeugte (?), aber begehrte Junggeselle sympathisch, allerdings ohne Ecken und Kanten. Das finde ich persönlich Schade.
Insgesamt wartet das Buch für mich mit zu vielen Klischees auf. Vielleicht trägt das zum "Cosy"-Gefühl bei, das diese Krimi-Reihe so erfolgreich macht, ich würde mir mehr Authentizität wünschen und weniger "Reiseführer"-Feeling. Da sind die Figuren die entscheidenden Stellschrauben, wie ich finde.Und dann macht zwischen Wochenmarkt, Kulinarik und Tennisplatz der Fall plötzlich eine überraschende Wendung. Nicht nur durch den brutalen Mord, bei dem Bruno den Ermittlern zuarbeitet, sondern auch durch den politisch-historischen Hintergrund, den der Autor einarbeitet. Hier werden interessante Themen aufgeworfen, die aber in diesem Kontext einfach zu flach und banal bearbeitet werden. Das wird der Thematik einfach nicht gerecht, weshalb ich einen zweiten Punkt abziehe. Vielleicht passen die folgenden Fälle Brunos besser zum Setting und sind nicht im Bereich des politisch-brisanten Kapitalverbrechens angesiedelt, denn das würde ihnen meiner Meinung nach besser zu Gesicht stehen.
Im Großen und Ganzen leicht lesbare Unterhaltung und ein sympathischer, spitzbübischer Protagonist, der nachvollziehbar viele Fans hat und hier aber leider in eine zu ambitionierte Story verwickelt wurde.
- Chris Carter
Bluthölle (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 11)
(407)Aktuelle Rezension von: ShadyDie Robert-Hunter-Reihe von Chris Carter gehört für mich klar in die Kategorie „Thriller, die man nicht nebenbei liest“. Schon nach wenigen Seiten merkt man, dass hier ein ganz eigenes Tempo und eine sehr direkte, oft schonungslos brutale Erzählweise dominiert.
Gleichzeitig sind die Bücher sehr schnell zu lesen, weil die Kapitel kurz gehalten sind und ständig neue Perspektiven oder Cliffhanger eingebaut werden. Genau das sorgt dafür, dass man nur schwer pausieren kann.
Ich habe mich bereits im ersten Buch ein Stück weit in die Figur des Robert Hunter „verliebt“ – natürlich rein platonisch 😊 – und die gesamte Reihe danach regelrecht verschlungen.
Insgesamt ist die Robert-Hunter-Reihe für mich eine klare Empfehlung für alle, die Thriller mögen, die düster, direkt und teilweise wirklich hart an der Grenze sind. Wer allerdings empfindlich auf Gewalt oder sehr detaillierte Beschreibungen reagiert, sollte wissen, worauf er sich einlässt.
- Don Winslow
Tage der Toten
(302)Aktuelle Rezension von: Nadine21In diesem Roman beschreibt der Autor sehr detailreich und brutal den Kampf der Regierung gegen die Drogenmafia. Aber auch der Kampf der unterschiedlichen Gruppen und Familien wird beleuchtet. Dabei wird auch vor Freunden und Familienmitgliedern kein Halt gemacht.
Art Keller kämpft gegen Freunde, Gegner und auch gegen sich selbst. Denn wer gegen die Mafia kämpft, muss alles aufgeben, was er liebt, um nicht verwundbar zu sein.
Für mich ein spannender, brutaler und emotionaler Einblick in diese Welt. Ganz sicher nicht für jeden geeignet und vielleicht auch an der einen oder anderen Stelle etwas zu lang.
Von mir dennoch eine Leseempfehlung für Leser mit starken Nerven
- Patricia Cornwell
Scarpetta
(107)Aktuelle Rezension von: MaFuSeit Cornwell Benton Wesley hat sterben und dann völlig unlogisch wieder hat auferstehen lassen, lese ich die Scarpetta-Reihe nur noch mit viel Skepsis und weil ich einige der Charaktere sehr mag. Aber auch diesmal bin ich enttäuscht worden, die Geschichte bleibt flach, ich hatte nie wie in den ersten Bänden das Gefühl, mittendrin zu stecken. Und die Aussage von Marino, die versuchte Vergewaltigung von Scarpetta sei die ehrlichste Tat in seinem Leben gewesen? Sehr fragwürdig...
- Ian Fleming
James Bond 01 - Casino Royale
(97)Aktuelle Rezension von: Isar-12"Casino Royale" ist der erste Band der James-Bond-Reihe von Ian Fleming. Der sowjetische Agent Le Chiffre steht unter großem Druck. Er hat einen sehr großen Geldbetrag, den der von der Vorläuferorganisation des KGB, SMERSCH genannt, zur Unterwanderung französischer Gewerkschaften erhalten hat, leichtsinnig durch eine Fehlinvestition verloren. Seine letzte Chance sieht er darin, dass Geld am Spieltisch zurückzugewinnen. Der junge James Bond, der erst kürzlich seinen Status als Doppelnull-Agent erhalten hat, wird auf ihn angesetzt. Seine Aufgabe ist es Le Chiffre am Spieltisch zu besiegen und diesen zu ruinieren. So würde dieser von seiner Organisation fallengelassen werden und als Gefahr gebannt sein. Der Autor Ian Fleming erdachte die Figur James Bond und diese wurde sowohl als Romanfigur wie auch in den Verfilmungen weltberühmt. Die Verfilmungen erschienen dabei in anderer Reihenfolge als in der chronologischen Reihenfolge der Bücher und weichen auch teils sehr stark von den Romanvorlagen ab. "Casino Royale" erschien als erster Band bereits 1953 im Original, in Deutschland erstmalig 1960. Zum 50-jährigen Filmjubiläum sind die Bond-Romane jetzt erstmalig chronologisch mit den originalen Kapitelabschnitten und -überschriften in einer ungekürzten Neuübersetzung im Cross Cult Verlag veröffentlicht. Daher für jeden Fan des britischen Agenten eine Freude und als Besonderheit gibt es alle vierzehn erschienenen Originalromane in einem Sammelschuber. Diese Neuübersetzung von "Casino Royale" zu lesen bereitete mir große Freude. Man erlebt den jungen James noch teils unerfahren und mit Selbstzweifel, sowie verletzlich und doch wieder sich und anderen gegenüber hart. Auch sein amerikanisches Pendant Felix Leiter erscheint in diesem Roman zum ersten Mal auf der Bildfläche. Die Story im Roman ist nicht so actiongeladen, wie dies in der Verfilmung dargestellt ist. Dennoch gefällt mir die Romanvorlage sehr gut und ich freue mich nach langer Zeit wieder in die Romanwelt von Ian Fleming einzutauchen und seinen britischen Agenten dabei zu begleiten.
- Lee Child
Sniper
(114)Aktuelle Rezension von: HoldenIn einer namenlosen Stadt in Indiana begeht ein ehemaliger Army-Scharfschütze ein scheinbar willkürliches Massaker mit fünf Zufallsopfern, der Täter wird schnell gefaßt und fragt nach Jack Reacher. Alles weitere ist extrem langsam geschrieben, die Figuren bleiben unglaubwürdig bzw. psychologisch egal, am Interessantesten sind die Geschichten über Reachers Nomadenleben und die Erfahrungen "des Zec" in der Schlacht um Stalingrad. Thriller geht auch in spannend mit spannenden Figuren und einem aufregenden Background, hier wird nur erzählt, wie die Leute um 3 Blocks nach Westen gehen und dann 4 Blocks nach Norden.
- Michael Tsokos
Der Totenleser
(125)Aktuelle Rezension von: HoldenWeitere Fälle aus der Rechtsmedizin, begleitet von erklärenden Einschüben des bekanntesten deutschen Gerichtsmediziners. Erneut legt Tsokos die hanebüchenen "Ermittlungsmethoden" der Rechtsmediziner in Tatort, CSI usw. offen, die über eine Fußsohle streichen und die Todeszeit bis auf 5 Minuten festlegen können. Die meisten vermeintlichen unklaren Todesfälle stellen sich als Suizide und nicht als Tötungsdelikte heraus, wenn auch mitunter in sehr durchdachter und verblüffender Begehungsweise. Ein Buch, das jedem Krimiautor ans Herz gelegen sei.
- Peter Henning
Ein deutscher Sommer
(37)Aktuelle Rezension von: Schmuck_GuggerinWir werden uns sicher an diesen Sommer 1988 noch erinnern und dennoch hilft dieser Roman, noch einmal in diese Zeit zurückzukehren. Es sind die Pressenachrichten, die uns bewegt haben und die in diesem Buch noch einmal ihren Platz finden. Ein Geiseldrama zieht sich durch das gesamte Buch (immerhin 600 Seiten) und lässt uns viele der absurden Gespräche nachlesen. Im Mittelpunkt stehen allerdings die Menschen, die dieses Jahr miterlebt haben. Alle haben ihre eigenen Probleme, und dass das „Wir“ den Hauptteil des Romans ausmacht, hat ihn mir auf besondere Weise nahe gebracht. Peter Henning ist mit diesem Buch ein Stück deutscher Geschichte gelungen. Das geschilderte Jahr hat auf entscheidende Art die deutsche Gesellschaft beeinflusst, denn es macht deutlich, wie verwundbar ihre Institutionen sind.
- Agatha Christie
Das Geheimnis von Sittaford
(67)Aktuelle Rezension von: Walli_Gabs„Das Geheimnis von Sittaford“ ist kein ganz typischer Agatha-Christie-Krimi. Es ermitteln weder Miss Marple noch Hercule Poirot, ein übersinnliches Phänomen gibt Rätsel auf und eine scharfsinnige junge Frau will ihren Verlobten aus dem Gefängnis retten.
Am Anfang steht wie so oft ein Mord: Captain Trevelyan, ein geiziger, alternder Junggeselle, wird tot aufgefunden. Die erbenden Verwandten scheinen allesamt ein Motiv zu haben – und fast alle zudem ein Alibi. Und dann ist da noch der merkwürdige Umstand, dass der Captain sein Herrenhaus im abgeschiedenen Sittaford während des Winters an eine Witwe und ihre Tochter vermietet und sich für kleines Geld in der nächstgelegenen Kleinstadt einquartiert hat.
Inspektor Narracott versucht, den Dingen auf den Grund zu gehen. Parallel ziehen Emily Trefusis, Verlobte des Hauptverdächtigen, und Charles Enderby, ein ambitionierter Journalist, Erkundigungen ein. Da die Anzahl von Dorfbewohnern und Familienmitgliedern nicht ganz klein ist, lässt sich dabei nur schwer miträtseln – ich hatte permanent den Eindruck, mindestens ein Drittel der Nebenfiguren nicht wirklich auf dem Schirm zu haben.
Als solide Krimiunterhaltung geht „Das Geheimnis von Sittaford“ schon durch, aber ganz zufrieden war ich mit dem Leseerlebnis dennoch nicht. Freundschaftliche Beziehungen schildert Christie routiniert, aber ihre Liebespaare wirken meist etwas hölzern (was natürlich auch der Zeit geschuldet sein kann – dieser Krimi ist zum Beispiel von 1931). Oft treten sie erst zum Finale in Erscheinung, hier ist die verliebte Emily jedoch Hauptfigur. Doch so oft sie auch über ihren Verlobten spricht – was sie an ihm findet, bleibt ihr Geheimnis.
Die Auflösung war mal wieder unvorhersehbar, aber in sich logisch. Die große Anzahl von Nebenschauplätzen und falschen Fährten war mir allerdings etwas viel und ich vermisste die üblichen Ermittler. „Das Geheimnis von Sittaford“ ist kein schlechter Krimi, aber von der Queen of Crime gibt es doch viele bessere. - Eric Berg
Totendamm
(60)Aktuelle Rezension von: KrautgaernterMeine Bewertungen gilt der Vorgängerversion "So bitter die Rache".
Das Buch sehr gut und in Eric-Berg Manier geschrieben. Obwohl es mich normalerweise nicht stört, dass es unterschiedliche Zeit-Erzählstränge gibt, war es für mich dieses Mal etwas verwirrend den Überblick zu bewahren. Die Story ist spannend und bis zum Schluss zum Mitraten.
- Sabine Rückert
ZEIT Verbrechen 2
(10)Aktuelle Rezension von: HoldenTeil 2 des True-crime-Podcasts in Buchform, manche Fälle sind bekannt (Tennessee Eisenberg), in anderen wird überwiegend auf gravierende Mißstände hingewiesen (Polizeibrutalität, der verstärkte Drang wegzuschließen bei psychisch anormalen Menschen). Bei manchen Ungerechtigkeiten möchte man das Buch vor Zorn in die Ecke werfen, wenn man begreift, daß man genau so gut hätte das Opfer hätte werden können, oder wenn man das schreiende Unrecht sieht, daß bei uns geschieht. Jedem angehenden Juristen unbedingt zur Lektüre empfohlen!
- Michael Tsokos
Abgefackelt
(228)Aktuelle Rezension von: sbalunziaGrundsätzlich fand ich das Buch nicht schlecht. Die kurzen Kapitel machten das Lesen einfach. Auch die medizinischen Aspekte, wie z. B. die Obduktion, waren sehr interessant. Ich finde nicht, dass sie zu detailliert beschrieben waren – vor allem, wenn man weiss, wer der Autor ist. Sehr gut fand ich auch, dass in der Danksagung erwähnt wurde, inwiefern sich einige Teile des Buches an wahren Begebenheiten orientieren.
Trotz dieser positiven Punkte wurde ich mit dem Buch nicht warm. Ich kann nicht genau sagen, woran es lag. Velleicht am Schreibstil des Autors oder daran, dass mir das gewisse Etwas fehlte. Das Ende und die letzte grosse Szene davor fand ich zwar gut, mir war es aber etwas zu viel.
- Agatha Christie
Fata Morgana
(170)Aktuelle Rezension von: koechl"Fata Morgana" ist der 6. Teil der Miss Marple Reihe und wie immer habe ich mich sehr auf diesen Band gefreut. Miss Marple besucht hier eine alte Freundin, auf deren Landsitz auch eine Erziehungsanstalt für jugendliche Straftäter untergebracht ist. Dieses Setting ist für mich Fluch und Segen zu gleich. Zum einen finde ich es als Handlungsort eine mega Idee, leider leider leider wird daraus aber überhaupt nichts gemacht. Das hat mich wirklich sehr enttäuscht.
Wie immer hat man viele Charaktere, die man sich irgendwie merken muss und wie immer fiel mir das gar nicht so leicht. Der Fall an sich war aber schon unterhaltsam und ich bin mal wieder so überhaupt nicht auf die Lösung des Ganzen gekommen.
Für mich war "Fata Morgana" ein unterhaltsames Buch, im Vergleich mit vorherigen Bänden dieser Reihe aber eher durchschnittlich. - Agatha Christie
Ein Mord wird angekündigt
(159)Aktuelle Rezension von: Chrissy87Als in einer Zeitungsanzeige ein Mord angekündigt wird, sind die Dorfbewohner zu neugierig um der Veranstaltung fern zu bleiben. Alle halten das natürlich nur für einen makaberen Scherz, umso größer ist die Überraschung als erst das Licht ausgeht und nachdem Schüsse gefallen sind es tatsächlich einen Toten gibt.
Ich mag Krimis gerne bei denen es (vermeintlich) einen geschlossenen Verdächtigenkreis gibt und so war es auch hier. Auch das miträtseln hat mir Spaß gebracht, auch wenn ich erst eine Ahnung hatte und ab einem gewissen Punkt Klarheit wer der Täter ist.
- Lee Child
Größenwahn
(200)Aktuelle Rezension von: FranklinTummescheitLee Childs Thriller Größenwahn ist der erste Band der Jack-Reacher-Reihe (und Vorlage für die erste Staffel der Fernsehserie Reacher) und bietet einen packenden Einstieg in die Welt des ehemaligen Militärpolizisten Jack Reacher. Auf seiner Reise durch die USA landet Reacher in der kleinen Stadt Margrave in Georgia. Nur wenige Stunden nach seiner Ankunft wird er fälschlicherweise des Mordes verdächtigt und verhaftet. Schnell stellt sich heraus, dass der Mord an einem Unbekannten Reachers Leben aus den Fugen geraten lässt. Als er erfährt, dass das Opfer sein eigener Bruder war, erkennt er, dass er in einen weitreichenden und gefährlichen Plan verwickelt ist, der mit Geld und Macht zu tun hat. Um zu überleben, muss er die Hintergründe des Verbrechens aufklären und sich gegen skrupellose Feinde zur Wehr setzen
Die Geschichte ist ein klassischer Thriller, in dem Jack Reacher seine Ermittlungen mit seinem scharfsinnigen Verstand und seiner beeindruckenden physischen Präsenz führt. Der Roman kombiniert spannende Action mit einem tiefgehenden Blick auf den Charakter des Protagonisten. Besonders gelungen ist der Aufbau der Spannung, der den Leser von der ersten Seite an fesselt und bis zum packenden Finale nicht loslässt. Child gelingt es, die Atmosphäre der kleinen amerikanischen Stadt lebendig zu gestalten und gleichzeitig das intrigante Netz aus Lügen und Verbrechen zu entwirren.
Die Erzählweise ist direkt und oft ungeschönt, was typisch für das Hard-Boiled-Genre ist, und lässt den Leser die rauen Bedingungen spüren, in denen sich Reacher bewegt. Es ist ein hervorragender Thriller, der sowohl durch seine actionreichen Szenen als auch durch seine intelligenten Wendungen besticht.
- Patricia Cornwell
Postmortem
(12)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderFür Gerichtsmedizinerin Kay Scarpetta gibt es einiges zu tun. Ein Frauenmörder geht um und sie forscht nach, horcht, hinterfragt und beobachtet so eine Spur. Ihr männlicher Kollege beobachtet wiederum sie ganz genau und das nicht nur beruflich. Ihre Mutter findet, dass Kay einen Mann braucht und auch Kinder haben soll. Aber Kay will kein Kind, denn ihre Nichte Lucy tanzt ihr auf der Nase herum, aber hilft ihr auch immer wieder bei der Arbeit. Ihre Schwester Dorothy ist das pure Chaos und heiratet mal wieder. Und ganz nebenbei, kommt Kay etwas ganz großem auf die Spur und ihre Karriere startet richtig durch.
Patricia Cornwell schickt Kay Scarpetta auf die Reise und das ist einfach super spannend und genial.
- Stephan Harbort
Killerfrauen
(56)Aktuelle Rezension von: Miss-Tarantulas-Netzwerk🕷 Cover 🕷
Wie für ein Sachbuch üblich ist das Cover eher schlicht gehalten. Rechts oben ist, passenderweise, das Portrait des Autors zu sehen und es sind außerdem zwei Hände bzw. deren Schatten zu erkennen. Die obere Hand scheint ein Messer zu halten. Auch wenn es nicht eindeutig zu erkennen ist, so soll es sich hierbei sicherlich um weibliche Hände handeln. Dies schließe ich aus dem Titel und den Inhalt des Buches. Das Cover ist damit passend zur Thematik gestaltet.
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🕷 Aufbau & Schreibstil 🕷
~ Erzähler Perspektive ~
Kapitel
Das Buch enthält 7 Kapitel (+ Vorwort, Nachwort, Kriminologie der Serienmörderin, Literatur).
Die Kapitel werden nicht mit Zahlen, sondern mit passenden Überschriften eröffnet. Bevor dann mit der sachlichen Erzählung begonnen wird, finden wir noch einige aussagekräftige Textstellen.
Atmosphäre
Wie für ein Buch aus der True Crime Szene üblich, ist die Atmosphäre hier sehr sachlich und dennoch durch die Ereignisse auch ergreifend.
Schreibstil
Gewöhnlich sachlich und fundiert.
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🕷 Mein Fazit & Bewertung 🕷
Stephan Harbort.
Nicht mein erstes Buch von diesem großartigen Autor und sicherlich auch nicht mein letztes.
Wie üblich geht der Autor bei der Analyse der Täterinnen und dem damit verbundenen Tathergang äußert genau und nach einem zeitlichen Ablauf vor. Dadurch erfahren wir sowohl etwas über die Vergangenheit der Täterinnen, als auch über deren Gegenwart und das abschließende Urteil vor Gericht. Außerdem wird auch deren Psyche genaustens durchleuchtet. Studien untermauern seine Aussagen. Wenn Fachbegriffe aufkommen, werden diese vom Autor selbstverständlich erläutert. Abschließen bleibt keine Frage mehr offen.
Das Buch zeigt den Unterschied zwischen weiblichen und männlichen Tätern auf. Ja, hierbei gibt es tatsächlich einige Unterschiede. Auch wenn es selbstverständlich erschreckend ist, so ist es dennoch auch sehr interessant, wenn man einmal tief in die Psyche einer Täterin vordringen kann.
Aus Respekt vor Opfer, Hinterbliebenen, Ermittlern und Autor gebe ich, wie immer, eine Bewertung von 5 von 5.
- Elena Bellmar
Mörderisches Mallorca – Toni Morales und die Töchter des Zorns
(33)Aktuelle Rezension von: juniaWie kam ich zu diesem Buch?
Durch Zufall wurde ich auf die Reihe bzw. die Autorin aufmerksam. Ich habe bereits einige Bücher von Elena Bellmar (oder Elke Becker) gelesen. Nachdem dieses hier dann einige Zeit auf dem eBook-Reader vor sich hin schlummerte, habe ich es mir nun endlich mal gegriffen.
Wie finde ich Cover und Titel?
Beides nicht aufsehenerregend, aber ansprechend. Zornige Töchter gibt es auf jeden Fall.
Um was geht’s?
Auf den Inhalt gehe ich an dieser Stelle nicht allzu detailliert ein, den Klappentext könnt ihr ja selbst lesen, und eine Zusammenfassung des Buches muss ja nun nicht in die Rezension. Lasst euch aber gesagt sein, dass so einiges passiert auf der beschaulichen Insel. Der Horror begann vor vielen Jahrzehnten, die Quittung kommt jetzt. Das Thema der illegalen Adoptionen in Spanien ist nicht neu für mich, ich habe schon einen Roman gelesen, der das Thema behandelte. Die Story ist logisch und kann durchaus so passiert sein. Sie ist spannend aufgebaut, hatte einige für mich überraschende Wendungen, einige waren ziemlich vorhersehbar.
Wie ist es geschrieben?
Es handelt sich um den 1. Teil einer vermutlich auch unabhängig voneinander zu lesenden Reihe, und ich hatte keine Probleme, in die Geschichte einzutauchen. Ich war gleich angefixt, und wollte wissen, wie es weitergeht. Da die Rahmenhandlung viel Raum einnimmt, sollten die Bände in der richtigen Reihenfolge gelesen werden. Der Schreibstil ist flüssig und zügig zu lesen, der Ausdruck ist gut und leicht zu verstehen. Sehr gut gefällt mir, dass die Erzählperspektive zwischen Täter und Ermittler wechselt, so bekommt man sehr viel aus verschiedenen Sichtweisen mit, auch wenn es manchmal etwas verwirrend ist, bis man sich orientiert hat. Die Beschreibungen sind nicht zu ausschweifend, aber detailliert und bildhaft genug, um gleich in der Story zu sein. Die Gegebenheiten konnte ich mir sehr gut vorstellen.
Wer spielt mit?
Die Charaktere und deren Entwicklung sind gut gezeichnet. Ich habe sie kennengelernt, ich habe mitgefiebert und mitgelitten, auch wenn es doch ganz schön viele sind. Mit der Zeit hat man aber raus, wer wichtig ist.
Wie steht es mit der Fehlerquote?
Das Buch war meines Erachtens gut korrigiert und dementsprechend eine Wohltat für die Augen beim Lesen.
Mein Fazit?
Das Buch hat mir gefallen, somit erhält es von mir 4 von 5 Sternchen und kann guten Gewissens weiterempfohlen werden. Es wird nicht das letzte Buch der Autorin sein, das ich lese. Die Rahmenhandlung lässt ja noch einige Fragen offen.
- Max Landorff
Der Regler
(252)Aktuelle Rezension von: supersusiGabriel Tretjak ist der Regler. Im Auftrag seiner Klienten greift er in ihre Biographie ein und ändert deren Leben. Teilweise von Grund auf. Dann wird ein Hirnforscher in einem Pferdeanhänger tot aufgefunden und nun scheint sich Gabriels Leben zu ändern.
Sehr spannend mit sehr interessanten und geheimnisvollen Charakteren, die fast alle sympathisch sind und von denen man mehr lesen möchte. Das Buch liest sich flüssig und ist ein wahrer Pageturner. Da ich mich z.Z. nicht so gut konzentrieren kann, habe ich mich mit den Perspektivwechseln teilweise etwas schwer getan. Denn damit es spannend bleibt ist manchmal absichtlich unklar, aus wessen Sicht grade erzählt wird. Auch fand ich, dass der Schluß nicht alles erklärt hat. Aber vielleicht lag das auch an meiner aktuellen Konzentrationsschwäche. Schade, denn das Buch war richtig spannend und hatte viele überraschende Wendungen. Ich glaube, den 2.Teil werde ich auch lesen. Dann seh ich ja, ob es an mir liegt. Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Und auch, dass nichts so ist, wie es scheint.
- Kirsten Heisig
Das Ende der Geduld
(83)Aktuelle Rezension von: HoldenJugendrichterin Heisigs Aufklärungsbuch über Jugendgewalt. Erfreulicherweise wird nicht so getan, als sei die Gewalt vom Himmel gefallen oder bestimmten Bevölkerungsgruppen immanent. Unter den äußerst negativen Lebensbedingungen, unter denen manche der Kinder aufwachsen mußten, wäre es schwer gewesen, die "Kurve zu kriegen". Daß Heisig schreibt, daß bei Heranwachsenden häufig Erwachsenenstrafrecht angewandt werde, kann ich so nicht stehen lassen. Meinem Kenntnisstand wird nur bei Trunkenheitsfahrten das allgemeine Strafrecht angewendet, weil Trunkenheitsfahrten in jedem Alter vorkämen, ansonsten wird immer Jugendstrafrecht angewandt. Im übrigen erstaunlich, in was für Bereichen sich ein Jugendrichter auskennen muß, abseits der reinen Paragraphenarbeit in StGB und JGG. Und manche der Themen, die Heisig nur kurz anreißt, sind inzwischen in den Mittelpunkt der Diskussion getreten, zB Cybermobbing, Social Media und die sog. "Ehrenmorde".
- Henning Mankell
Mord im Herbst
(140)Aktuelle Rezension von: HoldenKurt Wallander mal in der Kurzform, dabei nicht minder spannend: Wallander überlegt, seinem Kollegen Martinsson ein Haus abzukaufen, ein Haus auf dem Land, das dieser für den Cousin seiner Frau verkaufen möchte. Als Wallander sich das Haus ansieht, stellt ihm eine Hand ein Bein, genauer gesagt ragt eine skelettierte Hand aus der Erde. Schluß mit Haus Hund Frau, erst muß ermittelt werden. Wie immer spannend, die bleibenden Konflikte mit seiner Tochter, dem verstorbenen Vater und seinem Job treten auch hier auf, und am Ende möchte man den Walli eigentlich nur mal in den Arm nehmen (aber nur kurz).
- Mark Winegardner
Der Pate kehrt zurück
(21)Aktuelle Rezension von: kerstin_braunDie Fortsetzung ist Mark Winegardner gut gelungen. Man merkt natürlich das er nicht ganz auf dem Level ist wie Mario Puzo. Mir ist besonders aufgefallen das er hofftmals von einem/r Thema/Szene zur anderen springt.
Trotzdem würde ich es jedem Fan der Serie empfehlen, obwohl man, wie schon gesagt, nicht zu viel erwarten sollte.























