Bücher mit dem Tag "giftmorde"

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23 Bücher

  1. Cover des Buches Belladonna (ISBN: 9783442379064)
    Karin Slaughter

    Belladonna

     (1.597)
    Aktuelle Rezension von: Darryl1208

    Insgesamt ein sehr guter Krimi mit interessanten, glaubwürdigen Charakteren und zB Autopsieszenen, die detailiert und nichts für schwache Mägen sind, aber so wie sie geschrieben werden für die Entwicklung des Buches notwendig sind.
    Leider wird die Spannung im Buch schlagartig dadurch gestört, das en Block die Eltern von Dr. Linton diese ausgiebig nerven und Chief Tolliver sich zu Polizeibrutalität hinreissen läßt, die in keinerlei Weise notwendig ist.
    Danach gibt es einige so deutliche Hinweise darauf, wer der Täter ist, das man sich eher fragt, wie lange Dr. Linton braucht, bis sie drauf kommt, und ob das letzte Opfer lebend gerettet wird, als wer es nun war.

  2. Cover des Buches Die Insel der roten Mangroven (ISBN: 9783404169764)
    Sarah Lark

    Die Insel der roten Mangroven

     (121)
    Aktuelle Rezension von: Joenna

    Die Insel der roten Mangroven 

    Von Sarah Lark, 672 Seiten erschienen im Lübbe.

    Dede ist zu einer Schönheit herangewachsen. Man sieht es ihr kaum an, das ihr Vater ein Schwarzer war. Natürlich wissen die Nachbarn von der wahren Herkunft Dedes und lassen sie es und ihre Mutter Nora Spüren. Dede wird zu keinem Ball eingeladen. Also beschliesst Nora selber einen Ball auszurichten und Dede in die Gesellschaft einzuführen. Auf diesem Ball verliebt sich Dede in den Arzt Victor von der Insel Hispaniola. Nora ist erleichtert dort weiss ja niemand von der wahren Herkunft Dedes. Aber es kreuzen sich die Wege mit dem Stiefbruder Jefe der sich jetzt Cäsar nennt. Es kommt zu einem echten Gefühlsdurcheinander von Dede.

    Von mir 5 von 5 Sternen.  

  3. Cover des Buches Das Geheimnis der Goldmine (ISBN: 9783455650563)
    Agatha Christie

    Das Geheimnis der Goldmine

     (109)
    Aktuelle Rezension von: Fernweh_nach_Zamonien

    Inhalt:

    Vergiftet beim Nachmittagstee?

    Geschäftsmann Rex Fortescue stirbt und kurze Zeit später auch dessen Ehefrau und eine Hausangestellte.

    Inspektor Neele steht vor einem Rätsel. 

    Miss Marple, bei der das Hausmädchen Gladys einige Zeit angestellt war, gibt einen entscheidenden Hinweis: 

    Ein Kinderreim führt schließlich zu einer Goldmine in Südafrika und einer Jahrzehnte zurückliegenden Fehde.


    Mein Eindruck:

    Dies ist der siebte Fall für Miss Marple.

    Die Giftmorde häufen sich bereits zu Beginn und sind von Taxin über Zyankali bis hin zur Strangulation eher unblutig.

    Die Ermittlungsarbeit geht dann aber nur langsam voran, die Handlung zieht sich entsprechend.

    Der Originaltitel "A Pocket full of Rye" gibt übrigens einen zusätzlichen Fingerzeig, worauf zu achten ist. Interessanterweise ist das Buch in Deutschland sowohl unter dem Titel "Das Geheimnis der Goldmine" wie auch "Das Geheimnis der Amseln" erschienen. 

    Wie bei den meisten Agatha Christie Krimis tappt man (wie der Inspektor) bei dem Rätsel um Amseln, Goldminen und Roggen bis zum Schluss im Dunkeln:

    viele (falsche) Fährten, die zu Spekulationen anregen, und am Ende wird die unerwartete Auflösung präsentiert.

    Das Hauptaugenmerk aber liegt wie so oft auf den detailliert entworfenen Charakteren und deren Verhältnissen. In den Mitgliedern der Familie Fortescue sind so ziemlich alle schlechten Charaktereigenschaften versammelt, die man sich nur vorstellen kann.

    Miss Marple als weise alte Dame, die zwar kaum aus ihrem Dorf herauskommt und doch so viel von der menschlichen Verhaltensweisen versteht, lässt wie erwartet den Inspector oft blass aussehen. 

    Neele bedient das Klischee des etwas begriffsstutzigen Ermittlers perfekt.

    Obwohl er eine der Hauptfiguren ist, wirkt er viel zu farblos. Er war mir gar nicht mehr in Erinnerung und hat in keinem anderen Krimi einen zweiten Auftritt.

    Leider tritt - obwohl als Miss Marple Fall betitelt - die Hobbydetektivin erst sehr spät und viel zu selten in Aktion. 

    Natürlich löst sie am Ende den Fall, doch mehr Präsenz hätte ich mir schon gewünscht.

    Alles in allem ist es ein durchschnittlicher Krimi, cosy und im klassischen "Who done it?"-Stil, aber zu wenig Miss Marple und daher 3 von 5 Sternen.


    Fazit:

    Ein Cosy Crime ohne viel Blutvergießen.

    Interessant gestaltete, teilweise sehr skurrile Charaktere in einem Durchschnittskrimi.

    Leider spielt Miss Marple nur eine winzige Nebenrolle und der ermittelnde Inspektor bleibt eine blasse Figur. 


    ...

    Rezensiertes Buch: "Das Geheimnis der Goldmine" aus dem Jahr 2015

  4. Cover des Buches Schwarzer Nachtschatten (ISBN: 9783492313780)
    Jürgen Seibold

    Schwarzer Nachtschatten

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Pixibuch

    Schon allein das Cover ist sensationell. Tiefschwarz und mit blutroter Schrift der Titel. Die ganze Seite ziert der Schwarze Nachtschatten, eine Giftpflanze. Der Schnitt des Buches ist ebenfalls tiefrot. Schon alleine deswegen würde das Buch mein Interesse wecken. Ein Pharmagroßhändler wird mit der Giftpflanze ermordet aufgefunden. Der Verdacht fällt auf Maja, seiner Exgeliebten. Er hat sie eiskalt abserviert, Maja ist Apothekerin und hat in  eine Instut gearbeitet, ihr Fachgebiet waren die Giftzpflanzen. Als dann auch noch ihre unbeliebte Nachbarin ebenfalls vergiftet aufgefunden wird, ist es für die Polizei klar, dass die Morde nur Maja verübt haben kann. Als dann auch noch Kommissar Brodtbeck, der den Fall mit bearbeitet, in die Nachbarschaft ihrer WG zieht, steht für sie fest, den Täter auf eigene Faust zu suchen. Maja sticht in ein Wespennetz und akribisch fügt sie die Puzzleteile zusammen. Warum darf einem Ehemann nicht einmal seine Frau im Kellerraum stören, das er stets verschlossen hält? Warum bandelt eine geschiedene Ehefrau mit verschiedenen Männern an? Was hat sie zu bieten? Und warum wird ein biederer junger Ehemann erpreßt? Es sind hier viele Handlungsstränge, die nichts miteinander zu tun haben scheinen. Aber nach und nach fügt sich alles zu einem Ganzen und die Lösung ist am Schluß perfekt. Maja gerät aber immer mehr ins Visier des Giftmörders und ihr Leben ist in Gefahr. Ein wirklich gut gemachter Krimi, der in München spielt. Die Straßen, Plätze und Gebäude sind so genau beschrieben, dass man meint, sebst in die Geschichte involviert zu sein. Die Sprache des Buches ist klar und deutlich, das Lesen geht flott voran, nicht zuletzt, weil man unbedingt wissen will, was als nächstes passiert. Ich habe von dem Autor schon einige Bücher gelesen und war total begeistert. Aber die Apothekerreihe ist ein Highlight.

  5. Cover des Buches Schatten über dem Aargau (ISBN: 9783954517961)
    Ina Haller

    Schatten über dem Aargau

     (15)
    Aktuelle Rezension von: ChattysBuecherblog

    Bereits im Buchladen ist mir dieses Cover aufgefallen. Ob es an den Vögeln lag? Oder ist es der Titel? Ich weiß es nicht, aber es hatte mich sehr neugierig gemacht.

    Der Autorin ist es gelungen, von Anfang an Spannung zu erzeugen und den Spannungsbogen auch aufrecht zu erhalten. Bedingt durch den Schreibstil wollte ich immer mehr wissen, so dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin.

    Allerdings hatte ich mit den Protagonisten so meine Probleme. Irgendwie kamen sie mir allesamt ziemlich blaß vor und konnten mich nicht wirklich überzeugen. Hier hätte ich mir etwas mehr Tiefe oder Gefühl gewünscht.

    Abschließend kann ich sagen, dass mir dieser schweizer Krimi sehr viel Spaß gemacht hat, lediglich die Charakterisierung der Protagonisten hätte ich mir etwas eingehender gewünscht.

     

     

  6. Cover des Buches Letale Dosis (ISBN: 9783426511022)
    Andreas Franz

    Letale Dosis

     (243)
    Aktuelle Rezension von: StefanieFreigericht

    Bislang der beste der Reihe – leider mit so einigem, was nicht passt.

    In der (fiktiven) christlichen Religionsgemeinschaft „Kirche des Elohim“ stirbt einer der Amtsträger auf mysteriöse Weise nach seiner Insulindosis. Sie war mit Gift versetzt, einem exotischen noch dazu. Die Ermittlungen gestalten sich als schwierig: von seiner Familie und Gemeinschaft wird der ermordete Rosenzweig geradezu als Heiliger beschrieben, doch in seiner Firma hielt man in eher für einen Schürzenjäger und Tyrannen.
    HK Julia Durant und ihre Kollegen Kullmer und Hellmer dringen ein in eine sehr traditionelle Gemeinschaft, in der so einiges anders ist als es scheint. Der Tote wird nicht das einzige Opfer bleiben – doch wo liegt das Motiv?

    Tja. Wo liegt das Motiv. Letztlich bleibt diese Frage, wenn man über das Buch genau nachdenkt.
    Dieser dritte Band der Reihe ist nach meiner Meinung der erste, der wirklich recht spannend ist und auch die Thematik etwas variiert – nur etwas, die Folgen von Kindes- und Machtmissbrauch bleiben irgendwie kleben, der Autor erspart uns nur die große große Verschwörungs-Geheimorganisation, immerhin.

    Es gibt wieder sehr viel Fülltext, zum Beispiel, wie Julia Durant sich im Bad verhält (Deo, etwas Makeup, sie entleert ihre Blase), was sie frühstückt (Milch, Cornflakes, Zucker darauf, Kaffee, Zigarette), was es mittags gibt (häufig Currywurst, Bier, Zigarette), was abends (Brot, Salami, Gurke, Bier, Zigarette). Das zieht sich leider durch jedes Buch, mehrfach; es ist langweilig, banal. Wieder saufen und rauchen sich alle durch die Seiten – bis auf Hellmer, der ist jetzt mit Nadine verheiratet, die nach einer Fehlgeburt wieder schwanger ist. Seltsamerweise trinkt er bei der abendlichen Grillfeier, zu der er und seine Frau Julia eingeladen haben, ein Bier?! Klappt eigentlich nicht bei trockenen Alkoholikern, entweder oder. Chef Berger säuft heimlich aus der Flasche im Schreibtisch. Alle fahren Auto mit „Sprit extra“. Allerdings hat man das zu der Zeit tatsächlich auch getan, das ging, bis man dafür seinen Führerschein verlieren konnte. Die Raucherei ist ebenso zeitgemäß.

    Julia Durant erweist sich leider häufig als unhöflich oder zickig. Da fragt sie die Ärztin nach ihrer Meinung, lauscht der Antwort, fragt nach - und unterbricht sie dann. Ziemlich häufig steht da „sagte Durant kühl“ oder ähnliches. Dauernd unterbricht sie jemanden. Wohlgemerkt: einen nervigen Kollegen unterbrechen oder einen Wichtigtuer, meinetwegen; aber sie unterbricht auch Zeugen, auf deren Kooperation sie dringend angewiesen ist, für die sie eine angenehme Atmosphäre schaffen müsste. Auf der anderen Seite fragt sie sich häufiger (wie auch einige andere Frauen im Buch sich ähnliche Fragen stellen), was SIE denn getan habe – damit der Mann sich nicht bei ihr glücklich fühlt, um die Essenz der Zweifel wiederzugeben. Willkommen in den Fünfzigern?!

    Das bislang könnte man ja noch als persönliche Verlieben abtun. Dicke kommt es aber bei dem Fall. Wenn er geklärt ist, weiß man, dass eine Protagonistin aus dem Buch anscheinend ganz bewusst als Erwachsene eine sexuelle Beziehung mit ihrem eigenen Vater aufnahm – wobei er immerhin die Entschuldigung hatte, nicht zu wissen, dass sie seine Tochter ist. Sie wusste Bescheid. Sorry, das „kaufe“ ich nicht.
    Dazu passt es vom Ende der Geschichte her nicht, dass die Ärztin zu Beginn auf ihren Verdacht hinwies, noch dazu auf Gift.
    Dann stellt sich die Frage mit der Frau im Pflegeheim – warum war sie in einer Situation, von einem Mitglied der Gemeinschaft unter Druck gesetzt werden zu können, war sie selbst in der Kirche? „Einfach“ nur sehr halbwegs jung (17) schwanger, das ist nun zu der Zeit längst nicht mehr so ungewöhnlich.
    Und als letztes: kann mir jemand erklären, warum es nicht nur das zeitlich erste und letzte Mordopfer gab? Die anderen sind ja anscheinend mitnichten direkt für das Täter-Leid verantwortlich, selbst indirekt maximal sehr sehr sehr indirekt – eher im Sinne von „sie waren auch Schweine“ oder „sie haben ihrem Mitbruder bei der Vertuschung geholfen“. Das taten aber auch die Familien, die Mütter, die gesamte Gemeinschaft, die nichts kontrollierte, nicht einmal die Geldflüsse. Ach, und als allerletztes: Welche Bedeutung hatte der Bär aus dem Abschiedsbrief?

    Darüber hinaus ist hier etliches unprofessionell: Julia diskutiert ihren Fall mit ihrem Liebhaber, mit ihrem Vater, mit der Frau ihres Kollegen; darüber gibt sie weitere Informationen an diverse Mitglieder der Gemeinde. Ihr Chef Berger weiß, dass sie durch ihren Liebhaber persönlich involviert ist und er weiß zumindest, dass sie den Fall mit ihrem Vater diskutiert – das erzählt sie ihm nämlich. In der normalen Welt hätte man sie vom Fall abgezogen und sie hätte mindestens eine Abmahnung kassiert.

    3 Sterne. Guter Ansatz, da hätte besser lektoriert worden sein müssen.

    #1 Jung, blond, tot 1996: https://www.lovelybooks.de/autor/Andreas-Franz/Jung-blond-tot-120834581-w/rezension/2681077832/

    #2: https://www.lovelybooks.de/autor/Andreas-Franz/Das-achte-Opfer-120833824-w/rezension/2681389249/ 

    #3:  dieses hier

    #4 https://www.lovelybooks.de/autor/Andreas-Franz/Der-Jäger-120833829-w/rezension/2682539933/

    #5 https://www.lovelybooks.de/autor/Andreas-Franz/Das-Syndikat-der-Spinne-120833825-w/rezension/2684935245/ 

    #6 https://www.lovelybooks.de/autor/Andreas-Franz/Kaltes-Blut-144037780-w/rezension/2687987773/

    #7 https://www.lovelybooks.de/autor/Andreas-Franz/Das-Verlies-120833827-w/rezension/2693637878/ 

    #8 Teuflische Versprechen



  7. Cover des Buches Die Romanows (ISBN: 9783596176328)
    Simon Montefiore

    Die Romanows

     (21)
    Aktuelle Rezension von: ElisabethBulitta

    Wohl kaum ein europäisches Herrscherhaus beeindruckt die Menschen bis heute so sehr wie das der Romanows. Auf der einen Seite stehen ihr sagenumwobener Reichtum, ihre Macht und ihr Glanz, zum anderen sind sie fast ein Synonym für Grausamkeit und Wahnsinn. Nicht vergessen darf man natürlich den tragischen Untergang dieser Dynastie, der bis in die heutige Zeit hinein für Spekulationen sorgt.

    Eine mit 1040 Seiten sehr umfassende Darstellung der Romanows legt Simon Sebag Montefiore mit „Die Romanows. Glanz und Untergang der Zarendynastie 1613 – 1918“ vor. Als Taschenbuch ist dieses Werk im September 2018 bei Fischer erschienen.

    Gegliedert ist das Buch in drei Akte – Aufstieg, Höhepunkt, Untergang -, die jeweils in einzelne Szenen, die den verschiedenen Herrscher/innen gewidmet sind, unterteilt sind. Gerahmt wird die eigentliche Geschichte der Romanows von einem Prolog und einem Epilog. In Letzterem schlägt Montefiore eine Brücke zum nachzaristischen und heutigen Russland. Dass allerdings die Geschichte der Zaren auch noch Auswirkungen auf das Hier und Jetzt hat und einen Vergleich förmlich verlangt, wird im gesamten Buch deutlich, wird doch immer wieder Bezug auf dasselbe genommen. Der mit fast 100 Seiten sehr umfangreiche Anhang bietet u.a. Anmerkungen, eine Bibliographie, aufgeteilt in Primär- und Sekundärquellen, sowie ein Personenregister.

    Selbst für russlandaffine Leser/innen ist die Fülle an sich doch sehr ähnelnden Namen eine Herausforderung. Deshalb ist sind die Stammbäume zu Beginn des Buches und eines jeden Aktes sowie die Listen der Mitwirkenden, die jede Szene einleiten, beim Lesen eine große Hilfe. Auch die Karte vom russischen Reich sowie die zahlreichen Abbildungen helfen bei der Orientierung und verdeutlichen das Gelesene.

    Montefiores Romanow-Geschichte ist sehr lebendig erzählt. Dieses ist zum einen dem literarischen, erzählenden Sprachstil zu verdanken, der mit wissenschaftlicher Literatur nur wenig gemein hat. Auf der anderen Seite flechtet der Autor Primärquellen, in erster Linie Briefe, so geschickt in das Erzählte ein, dass er viele Figuren quasi „zu Wort kommen“ lässt. Dieses verleiht dem Gelesenen Lebendigkeit, und man hat beim Lesen oft das Gefühl, live dabei zu sein. Viele skurrile, teils monströse, teils lustige Eigenheiten der Romanows lassen das Lesen abwechslungsreich werden und haben mich oft zum Staunen, aber auch zum Nachdenken gebracht.

    Mit Peter dem Großen beginnt das goldene Zeitalter der Romanows, zugleich beginnt Russland vermehrt, in der europäischen Geschichte mitzumischen. Die vielen Details haben mir beim Lesen zwar auch Neues geboten, besonders interessant fand ich persönlich jedoch den Aufstieg der Romanows, da ich dort sehr viel erfuhr, was mir bis dato unbekannt war. Insgesamt jedoch zeugt der Detailreichtum von einer sehr ausführlichen Recherche, setzt bei den Leser/innen aber auch einiges an Durchhaltevermögen und Konzentration voraus.

    Um einen groben Überblick über dieses Herrschergeschlecht zu erhalten, ist dieses Sachbuch wohl weniger geeignet. Wer sich aber vertieft mit den Romanows auseinandersetzen möchte, auch in die russische und die Russland betreffende europäische Geschichte einzutauchen wünscht, wird seine helle Freude haben. Ich selber war beim Lesen fasziniert, habe viel gelernt und fühlte mich dabei auch noch gut unterhalten. Was will man mehr?

  8. Cover des Buches Die Insel der roten Mangroven (ISBN: 9783785746967)
    Sarah Lark

    Die Insel der roten Mangroven

     (10)
    Aktuelle Rezension von: vormi
    Jamaika, 1753: Deirdre, die Tochter der Engländerin Nora Fortnam und des Sklaven Akwasi, lebt behütet auf der Plantage ihrer Mutter und ihres Stiefvaters. Die jungen Männer der Insel umschwärmen sie trotz ihrer anrüchigen Herkunft. Doch Deirdre zeigt kein Interesse, bis der junge Arzt Victor Dufresne um ihre Hand anhält. 
    Nach einer prunkvollen Hochzeitsfeier schiffen sich Victor und Deirdre ein nach Saint-Domingue auf der Insel Hispaniola. Und was dort geschehen wird, soll alles verändern ...Inhaltsangabe auf amazon
    Nach einer längeren Pause habe ich mal wieder ein Buch von Sarah Lark gehört.Ihr Schreibstil lag mir schon immer, er ist sehr eingängig.Sie schreibt einfach gut, man taucht völlig in die Geschichte ein.Und so ging es mir auch hier wieder.Das Buch ist voll von Geheimnissen, Intrigen, Liebe, Lügen und Abenteuer.Es hat mich öfter auch mal bis morgens um 3 Uhr wach gehalten. Der Suchtfaktor ist hier auf jeden Fall gegeben...
  9. Cover des Buches Kalter Süden (ISBN: 9783548282756)
    Liza Marklund

    Kalter Süden

     (94)
    Aktuelle Rezension von: nati51
    Im Roman von Liza Marklund verschlägt es die couragierte Journalistin Annika Bengtzon vom schwedischen Abendblatt in den Süden Europas an die Costa del Sol.

    Bei einem Giftgasanschlag und Raubüberfall in seinem Haus in Marbella kommt der frühere Eishockey-Spieler Söderstrom und seine ganze Familie ums Leben. Die sechzehnjährige Suzette, Tochter von Söderstrom aus erster Ehe, entgeht dem Anschlag, aber bleibt verschwunden.
    Annika wird von ihrem ehemaligen Kollegen und jetzigen Chef Patrick nach Andalusien geschickt, um einen Artikel über den Mord zu verfassen. Bei ihren Recherchen wird sie unterstützt von dem schwedischen Verbindungspolizisten Niklas Linde und der Dolmetscherin Carita Halling Gonzales.

    Die vielen losen Fäden, die Liza Marklund beschreibt, erhöhen das Tempo und steigern die Spannung. Man fragt sich, wie hängt dieses alles zusammen. Am Ende versteht sie es wieder geschickt mehrere Handlungsstränge zu verbinden und zusammen zu führen. Mir gefällt bei dieser Kriminalromanreihe die journalistische Sichtweise, bei der man viel über die Arbeit der Boulevard-Presse erfährt.
    Da ich bisher alle Kriminalromane um die Journalistin Annika Bengtzon gelesen habe, ist diese mir schon sehr ans Herz gewachsen mit ihrer teilweisen chaotischen, aber doch ansprechenden Art. Ihre Probleme als berufstätige Mutter machen sie sympathisch und menschlich.

    Kalter Süden war für mich ein spannender und unterhaltsamer Roman. Für jemanden der vorher noch kein Buch aus der Serie um die Journalistin Annika Bengtzon gelesen hat, stelle ich mir den Einstieg etwas schwieriger vor, da Vorinformationen über handelnde Personen und vergangene Fälle fehlen.

  10. Cover des Buches Gift (ISBN: 9783941099418)
    Peer Meter

    Gift

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Leah_Hasjak

    Es bedarf oft nicht vieler Worte, um Menschen einen Blick auf etwas werfen zu lassen, dass wir nur zu gern hinter Kultiviertheit und Zivilisation verbergen: Abgründe. 

    Dieses Werk klingt nach und das ist gut so.

  11. Cover des Buches MÖWEN, MEER UND TOD (ISBN: 9783958354104)
    Emma Bieling

    MÖWEN, MEER UND TOD

     (31)
    Aktuelle Rezension von: golfgirl

    "Möwen, Meer und Tod" ist der zweite Rügen-Krimi, den ich von Emma Bieling lese. Es ist die Fortsetzung ihres Buches "Sonne, Strand und Meer", in dem die eigenwillige Kriminalhauptkommissarin Luna Maiwald zum ersten Mal ermittelte.

    Nach einer längeren Berufspause freut sich Kriminalhauptkommissarin Luna Maiwald erneut durchzustarten. Doch kaum zurückgekehrt, muss sie sich zunehmend den Problemen des Alltags stellen. Ihre Ehe kriselt, ihre Tochter ist im Selbstfindungsmodus und auch beruflich wird ihr keine Atempause gegönnt, denn auf Rügen geschehen seltsame Dinge. Neben einem fraglichen Reitunfall häufen sich mysteriöse Todesfälle. Augenscheinlich gesunde und junge Menschen versterben völlig unerwartet. Ihr Todeskampf ist qualvoll und ähnelt sich, aber sonst scheint sie nichts miteinander zu verbinden; außer die Zigarette vor ihrem Ableben. Um dem Täter auf die Spur zu kommen, muss sich Luna ihrer Vergangenheit stellen und Kontakt zu dem Mann suchen, der Gegenstand ihrer Albträume ist, und den sie einst selbst wegen abscheulicher Morde hinter Gitter brachte. Gefangen zwischen routinierter Ermittlungsarbeit und der Angst vor den düstersten Tiefen ihrer Seele gerät sie zunehmend in einen gefährlichen Sumpf psychischer Abhängigkeit und sexuellen Verlangens. 

    Wie der Vorgänger hält sich dieses Cover nicht an die Spielregeln, die für einen Krimi gelten. Denn es greift das gängige Motiv des Strandkorbs in den Dünen auf, welches wir aus Liebesromanen kennen, und verbreitet eine heitere Urlaubsstimmung, die gar nicht zu einer mysteriösen Mordserie passen will.

    Nach einer kleinen Pause stürzt sich Luna Maiwald wieder ins Geschehen. An ihre kleinen Marotten (sprich: ihre Vorliebe für modische Hüte und elegante Kleidung) haben wir uns gewöhnt; ihre forsche, mitunter schroffe Art kann man mögen, muss man aber nicht. Auf jeden Fall hat die emanzipierte Kriminalhauptkommissarin das richtige Bauchgefühl, wenn es um Verbrechen geht. Beruflich kann man ihr nichts vormachen, sie ist eine anerkannte Ermittlerin und hat ihre Truppe im Griff; privat läuft alles im ruhigen Fahrwasser. Ihre selbstbewusste Teenager-Tochter Marcia steckt mitten in der Selbstfindungsphase und macht ein Praktikum bei einer lokalen Zeitung, während ihr Mann eine eigene Praxis in der Nähe führt. Dennoch leidet Luna Maiwald unter schlimmen Albträumen, die mit ihrem ersten Fall verbunden sind, den wir in dem Krimi "Sonne, Strand und Tod" miterleben wollten. Gegen ihren Willen fühlt sie sich von dem charismatischen, intelligenten Dr. Ingmar Wolf angezogen, auch wenn er hinter Gittern sitzt und ihr nicht zu nahe treten kann.

    Emma Bieling ist eine unterhaltsame, spannende Mischung aus einem Frauenroman und Regio-Krimi gelungen, die mit einem ungewöhnlichen Plot punktet und mit einem fiesen Cliffhanger endet. Wird es ein Wiedersehen mit Luna Maiwald geben?

  12. Cover des Buches Mord auf Kongress (ISBN: 9783746756998)
    Christine Zilinski

    Mord auf Kongress

     (7)
    Aktuelle Rezension von: DramaLama

    Mord auf Kongress von Christine Zilinski ist der dritte Band der Charlotte Bienert Reihe, der jedoch ohne Kenntnisse der beiden Vorgängerbände gelesen werden kann. Auf über 260 Seiten schafft die Autorin eine spannende Atmosphäre, die auch so manches Prickeln beinhaltet. Die Protagonisten harmonieren sehr gut miteinander, so dass man eine gewisse Zuneigung spüren kann. Die einzelnen Szenen und geschilderten Situationen wirken reell und nachvollziehbar. Ich fühlte mich gut unterhalten und freue mich schon auf den Nachfolgeband.

  13. Cover des Buches Samenspende (ISBN: 9783423213523)
    Peter Hänni

    Samenspende

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Janosch79
    Der Schweizer Autor Peter Hänni führt den Leser gleich zu Beginn seines Krimis auf eine ganz falsche Spur. Die erste Szene spielt nämlich in einem Fahrstuhl zwischen einem Psychopathen und einer Gynäkologin. Wer jetzt mit einem Psychothriller mit dem Fahrstuhl als Schauplatz spekuliert, wird enttäuscht. Denn anschließend folgen Mordfälle, die mit dem Gift Rizin verübt worden sind. Kommissar Engel arbeitet fieberhaft an der Aufklärung. Leider endet der Krimi viel zu schnell, so dass das Ende sehr plötzlich daherkommt. Da hätte man die Spannung ruhig noch ein wenig ausdehnen können. Ansonsten ein guter Krimi aus der Schweiz!
  14. Cover des Buches Die Schwarze Witwe von Wien (ISBN: 9783839223031)
    Monika Buttler

    Die Schwarze Witwe von Wien

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Das vorliegende Buch „Die Schwarze Witwe von Wien: Die Morde der Elfriede Blauensteiner“ erzählt die wahre Geschichte der Elfriede Blauensteiner. Die Österreicherin wird von der Presse mit einer Schwarzen Witwe verglichen, da diese Spinnenart das Männchen nach der Trauung bzw. dem Geschlechtsakt einfach auffrisst.  

    Es handelt sich hierbei nicht um eine Biografie der mehrfachen Mörderin, sondern ein Krimi aus der Reihe „True Crime“ des Gmeiner-Verlags. 

    Es gibt so etwas wie eine Rahmenhandlung in der der fiktive Journalist Felix Moser sich ausgiebig mit der Mörderin beschäftigt. 

    Geschickt wird der Leser mit dem Schicksal der Elfriede Blauensteiner bekannt gemacht, die so gar kein Unrechtsbewusstsein entwickelt hat. So soll sie, Jahrgang 1931, eine schwere Kindheit, mit Hunger, Gewalt, Krankheit, Kriegserlebnissen, einem Nazi als Stiefvater und einer völlig untauglichen Frau als Mutter gehabt haben. Doch, bei allem Respekt, wie viele andere Kinder hatten ähnliche traumatische Erlebnisse in der Kindheit und sind nicht zu Mördern geworden? 

    Autorin Monika Buttler hat zahlreiche Quellen zusammengetragen, darunter Blauensteiners Autobiografie, die natürlich mit gebotener Vorsicht zu lesen ist, sieht sie sich doch ausschließlich als Opfer. Das Quellenverzeichnis ist im Anhang nachzulesen.  

    Das Ergebnis ist dieses Buch, das schnörkellos den Lebensweg der Elfriede Blauensteiner nachzeichnet. Obwohl in der Vergangenheit viel über die Morde berichtet worden ist, kann sich der Leser einer gewissen Faszination, einer bestimmten Ungläubigkeit, nicht entziehen. Die Mörderin ist echt? Nicht dem Gehirn eines Buchautors entsprungen? Manchmal habe ich mich dabei ertappt, den Kopf zu schütteln, ob so einer manipulativen Persönlichkeit. 

    Der Schreibstil ist zurückhaltend, nicht wertend und dennoch eindringlich. Monika Buttler versteht es, mit dieser Distanziertheit, die Leser zu fesseln.  

    Ob Elfriede Blauensteiner in einem anderen Elternhaus eine Chance gehabt hätte? Ob der Gehirntumor, an dem sie letztlich gestorben ist, schon länger ihre Persönlichkeit verändert hat? 

    Fazit: 

    Der schnörkellos nachgezeichnete Lebensweg einer mehrfachen Mörderin. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

     

  15. Cover des Buches Die Giftmischerin (ISBN: 9783899777918)
    Bettina Szrama

    Die Giftmischerin

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Das Buch beginnt mit einer Geburt in einem kleinen Fachwerkhaus . Es sollte keine leichte Geburt werden , die die Familie überstehen musste !Zur Welt kommt die kleine Gesche Margarethe Timm und ihr Zwillingsbruder Johann Christoph .Der Leser befindet sich hier im Jahre 1785 , dem Jahre in dem die größte Giftmischerin des Landes zur Welt kam .
    Gesche Margarethe Timm !
    In armen Verhältnissen wächst sie als Tochter

    des Schneidermeisters Johann Timm und der Wollnäherin Gesche Margarethe Timm in Bremen auf . Schon früh hat sie die Schule beendet um sich der Arbeit in der Werkstatt zu widmen . Als Liebling ihres Vaters , kann sie sich so einige Missetaten erlauben , doch man erahnt nicht , dass noch so viel mehr dahinter steckt . Denn schon bald wird dem Leser klar , Gesche ist eine Meisterin des Manipulierens .
    Bereits mit 21 Jahren bekommt sie einen Heiratsantrag eines reichen , wohlhabenden Mannes . Und obwohl sie keinerlei Liebe verspürt , ist sie vom Reichtum angezogen und nimmt diesen schließlich an .Doch schon bald , läuft alles anders als es Gesche erträumt hat und Gesche nimmt Abschied von der Vorstellung , der Liebe zwischen Mann und Frau !
    Ist dies der Beginn der Giftmischerin Gesche?
    Und wie wird es mit ihr weitergehen ?
    Dies muss der Leser letztendlich selbst herausfinden !
    Meinung :
    Der Autorin Bettina Szrama , ist es sehr gut gelungen , die reale Person Gesche Margarethe Timm , überzeugend in eine Romanfigur zu verwandeln . Dennoch kommt die wahre Geschichte der Protagonistin niemals zu kurz .Außerdem nimmt der Leser Gesches Charakterentwicklung hautnah wahr .Natürlich empfindet der Leser am Anfang keinerlei Sympathie für Gesche , doch schon bald schüttelte ich den Kopf , über den grausamen , fast verrückten und doch interessanten Charakter . Der Autorin gelingt es sehr gut die Person Gesche überzeugend darzustellen . Denn im Laufe des Buches , kommt die innere Zerrissenheit Gesches immer mehr zum Ausdruck !!Auch der Schreibstil der Autorin ist sehr gelungen. Denn obwohl der Schreibstil sehr zeitgemäß ist , lässt sich dieser Historische Roman , flüssig und schnell lesen !Gerade wegen dieses Schreibstils , kommt die Atmosphäre dieser Zeit wunderbar zur Geltung ! Dieses Buch , basiert auf den wahren Begebenheiten der Gesche Margarethe Timm und ist trotzdem auf keiner der 315 Seiten ansatzweise langweilig . Auch die geschichtliche Zeit um Gesche , kommt dabei nicht zu kurz .
    Der einzige kleine Kritikpunkt ist , dass die Zeitsprünge zwischen den Anfangskapiteln nicht gekennzeichnet sind , und ich am Anfang etwas brauchte um das Geschehene zeitlich einzuordnen!Da sich dies aber bereits nach den ersten 2 Kapitel legte und die Geschichte wahnsinnig packend und fesselnd war . Und es nur wenige Autoren gibt , die eine wahre geschichtliche Person , so fesselnd in einen Roman verpacken können .
    Gebe ich trotzdem 5 volle Sterne !
    Ein Buch was mich voll und ganz überzeugen konnte und das mich so neugierig auf die Person Gesche machen konnte ( eine Person , für die ich mich nie interessiert habe ) , dass ich mir sogar vorstellen könnte , nochmal ein Buch über diese zu lesen .
    Der fesselnde Schreibstil und die packende Story , machen es dem Leser leicht , dieses Buch regelrecht zu verschlingen . Denn die Geschichte rund um Gesche Margarethe Timm  , entwickelt einen Sog ,dem sich der Leser nicht entziehen kann !!
    Eine absolute Leseempfehlung , auch für Menschen die sich noch nie für die Giftmischerin von Bremen interessiert haben .
    Ein außergewöhnlich gelungener Historischer Roman !!
  16. Cover des Buches Die Verschwörung von Florenz (ISBN: 9783548608143)
    Jeanne Kalogridis

    Die Verschwörung von Florenz

     (4)
    Noch keine Rezension vorhanden
  17. Cover des Buches Das Sündenbuch (ISBN: 9783548284644)
    Beate Maly

    Das Sündenbuch

     (60)
    Aktuelle Rezension von: Melanie_Ludwig

    Inhalt

    Eine junge Frau auf einer gefährlichen Reise von Prag nach Lissabon. An ihrer Seite: der Arzt Conrad. Ihr Gegner: geheime Mächte innerhalb der Kirche. Jana und Conrad sind die Hüter eines besonderen Schatzes; eines Manuskriptes mit brisantem Inhalt. Für die Kirche ist es das Sündenbuch. Noch fehlt ihnen der Schlüssel, um das Geheimnis des Buches zu enträtseln. Und sie sind nicht die Einzigen, die ihn suchen. Eine gefährliche Jagd quer durch das Europa des 17. Jahrhunderts beginnt.

    Mir hat das Buch gut gefallen. Es ist spannend geschrieben. Man fiebert mit wohin die Reise führt und was noch alles passiert. 

  18. Cover des Buches Giftmorde 4 (ISBN: 9783946734178)
    Andreas M. Sturm

    Giftmorde 4

     (1)
    Aktuelle Rezension von: mabuerele

    „...Du weißt, da ist der Auszug des hochgiftigen Fingerhutes drin. Nur in ganz kleinen Mengen ist Digitalis purpurea hilfreich für unsere Herzen. Wenn du zu viel nimmst, wirkt es tödlich...“


    Was haben Sadebaum, Efeu und Wurmfarn gemeinsam? Sie könnten in jedem Garten wachsen und sie sind hochgiftig. Es sind nur drei der 14 Pflanzen, die in der Anthologie zu Mordwerkzeugen werden. Jeder der 14 Autoren hat seine eigene Handschrift und lässt seine Protagonisten die tödliche Waffe aus Floras Welt auf besondere Weise einsetzen.

    Das Eingangszitat bezieht sich auf die Geschichte „Zurück in die Vergangenheit“. Karl König sucht nach einem bewegten Leben eine Partnerin für die letzten Lebensjahre. Alles scheint zu klappen. Mit Wanda genießt er die Tage. Dann aber legt er seine Lebensbeichte ab. Sie schockiert Wanda. Übrigens, wer glaubt, dass hier Digitalis das Mittel der Wahl ist, wird eine Überraschung erleben.

    Die erste Geschichte ist mitten aus dem Leben gegriffen. Sie erzählt vom Alltag in einem Kindergarten. Genau die Mutter, die ihr Kind als letzte holt, regt sich am meisten auf, wenn etwas nicht geklappt hat. Das klingt so:


    „...Dann organisiert euch. Wofür bezahle ich hundertfünfzig Euro im Monat? Ihr seid Dienstleister! Schlechte!...“


    Alles, wozu die Mutter von Tim keine Zeit hat, soll der Kindergarten erledigen. Doch dann treten bei verschiedenen Kindern Würmer auf. Tim hat keine, aber seine Mutter. Gekonnt wird erzählt, wie es dazu kam und welches Gegenmittel ihr empfohlen wird.


    „...Ganz ehrlich, ein Leben ohne unsere Männer wäre kein Alptraum...“


    Es ist eine Frauenrunde, die sich über die negativen Seiten ihrer Gatten beklagt. Die Herren sitzen auch zusammen. Sie haben aber ein völlig anderes Problem. Joe ist der Cowboy des Dorfes. Die Männer beobachten, wie oft ihre Frauen bei ihm verweilen. Außerdem plaudert er öffentlich Interna der Familien aus. Sie sind sich einig. Joe muss weg. Die Geschichte ist durch einen feinen Humor gekennzeichnet. Am Ende lösen sich alle Probleme auf besondere Weise.

    Eine ganz andere Stimmung gibt es in der Geschichte „Der Tanz des Kohlweißlings“. Fast poetisch klingen die folgenden Worte:


    „...Ein einzelner Kohlweißling tanzte tanzte gutgelaunt zwischen den rosafarbenen, zum Kelch hin beinahe ins Weiße übergehenden Blüten...“


    Eine Frau erzählt darin einer Journalistin aus ihrer Vergangenheit. Die Pflanze Kornrade war die Lieblingspflanze ihrer Zwillingsschwester. Sie wird den Mann töten, der für den Selbstmord von Franziska verantwortlich war.

    Die wenigen Beispiele zeigen schon, wie abwechslungsreich und unterhaltsam die kurzen Krimis sind. Eifersucht, Habgier, Rachegelüste sind dabei die Wurzeln alles Übels. Jeder von ihnen zeichnet sich durch sein eigenes Flair aus und jeder hätte es verdient, hier zitiert zu werden. Das aber würde den Rahmen der Rezension sprengen.

    Auf eine Geschichte allerdings möchte ich noch hinweisen, weil sie etwas aus dem Rahmen fällt. Sie dürfte historisch Interessierte begeistern, denn es geht um einen Mordanschlag der Ostfriesen auf Friedrich den Großen. Die Mordwaffe? Die Kartoffel! Doch dieses Mal hat man nicht die giftigen Teile verwendet.

    Die Anthologie hat mehr sehr gut gefallen. Die Zusammenstellung ist gelungen und bietet abwechslungsreiche Unterhaltung.

  19. Cover des Buches Damals tödlich (ISBN: B0024F0PAO)
    Julian Symons

    Damals tödlich

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  20. Cover des Buches Die Gifte in der Weltgeschichte (ISBN: 9783880599727)
    Louis Lewin

    Die Gifte in der Weltgeschichte

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  21. Cover des Buches Im Rücken steckt das Messer (ISBN: 9783442152032)
    Hans Bankl

    Im Rücken steckt das Messer

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis
    Pathologe Hans Bankl, Verfasser von mehreren Sachbüchern, plaudert aus dem Nähkästchen des Pathologen.
    Er reiht in seinem Buch Anekdote an Anekdote und zitiert aus Schauspielen wie Hamlet. Bankl lässt auch Kollegen zu Wort kommen. 
     Seine "Anleitungen" zum Mord sollten allerdings nicht wörtlich genommen werden. 
  22. Cover des Buches Giftmorde 1 (ISBN: 9783946734260)
    Andreas M. Sturm

    Giftmorde 1

     (28)
    Aktuelle Rezension von: cvcoconut

    Das Buch hat eine Zusammenstellung unterschiedlichster Pflanzen und ihren entsprechenden Giftstoffen. Diese werden gut verpackt in einer Kurzgeschichte mit einer „Anleitung“.

    Ich fand die Idee sehr interessant und ich war beeindruckt, wie viele Pflanzen giftige Stoffe in sich tragen. Hilfreich ist auch immer ein Bild der Pflanze gewesen. Da man viele zwar dem Namen nach kennt, aber leider nicht weiß wie sie aussehen.

    Einige Geschichten haben mich wirklich sehr überzeugt, sie waren gut durchdacht und hatten eine gewisse Würze.

    Andere dagegen waren wieder zu sehr gezogen und übertrieben.

    Deshalb hat mich das Buch leider nicht vollends überzeugen können.

  23. Cover des Buches Giftmorde 2 (ISBN: 9783946734055)
    Andreas M. Sturm

    Giftmorde 2

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Igelmanu66

    Schon die „Giftmorde 1“ hatten mir auf unterhaltsame Weise verdeutlicht, was so alles an tödlichen Waffen im heimischen Garten wächst. Morde mit Gift sind meist gut durchdacht und geplant, bei den hier verwendeten Giften kommt noch hinzu, dass sie selbst hergestellt werden aus natürlichen (und meist auch schön anzusehenden) Zutaten.

    Für diese Anthologie hat Andreas M. Sturm wieder tödliche Anleitungen von Mitautorinnen und -autoren gesammelt und natürlich auch selber eine Geschichte beigetragen.

     

    Der Leser darf sich erneut auf eine große Vielfalt freuen. Unter den fünfzehn Geschichten finden sich auch historische, sogar eine phantastische ist dabei. Die Handlungen und Motive sorgen ebenfalls für Abwechslung, ich war sehr erfreut, auch im zweiten Band immer wieder Neues zu lesen. Zwar gibt es natürlich die klassischen Mordmotive wie Rache, Eifersucht und Gier, hier tauchen aber noch diverse andere auf. Besonders schön ist, dass man bei vielen Geschichten vom dem Schluss und/oder der Auflösung überrascht wird. Hier siegt nicht immer das Gute, hier kommen nicht alle Protagonisten mit ihren Plänen durch. Manches läuft wie im wirklichen Leben völlig anders als gedacht und nicht immer gerecht. Mir gefiel diese Unvorhersehbarkeit sehr!

     

    Wie immer habe ich jede Geschichte einzeln bewertet. Sechs von ihnen erhielten von mir 5 Sterne, dreimal vergab ich 4 Sterne. 3 Sterne gab es von mir für fünf Geschichten, eine konnte mich nicht erreichen und erhielt lediglich 2 Sterne. Im Schnitt ergibt das eine Wertung von 3,9, also verdiente 4 Sterne.

     

    Fazit: Abwechslungsreiche und gelungene Krimiunterhaltung, hier ist für jeden etwas dabei. Ich freue mich, dass „Giftmorde 3“ schon in meinem Bücherregal auf mich wartet.

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