Bücher mit dem Tag "glasgow"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "glasgow" gekennzeichnet haben.

95 Bücher

  1. Cover des Buches Sturmtochter - Für immer verboten (ISBN: 9783473585311)
    Bianca Iosivoni

    Sturmtochter - Für immer verboten

     (518)
    Aktuelle Rezension von: danceEva

    Inhalt: 

    Seit jeher herrschen fünf mächtige Clans, die die Elemente beeinflussen können, über Schottland und seine Inseln. Von alledem ahnt die 17-jährige Ava nichts, obwohl sie Nacht für Nacht Jagd auf Elementare macht – die Kreaturen, die ihre Mutter getötet haben. An ihrer Seite kämpft der geheimnisvolle, aber unwiderstehliche Lance. Sie kennt jede seiner Bewegungen, seiner Narben, den Blick aus seinen tiefbraunen Augen. Doch dann entdeckt Ava, dass sie die Gabe besitzt, das Wasser zu beherrschen. Und plötzlich werden die Naturgesetze außer Kraft gesetzt, sobald sie und Lance sich näherkommen … 


    Ich finde das Buch wirklich sehr toll. Ich finde es gut, wie sich das Verhältnis zwischen Ava und Lance entwickelt. Ich bin ein absoluter Lance-Fan 😉

    Ihr müsst das Buch wirklich lesen! Ich habe mich wie in Schottland gefühlt.

  2. Cover des Buches Sturmtochter - Für immer vereint (ISBN: 9783473585403)
    Bianca Iosivoni

    Sturmtochter - Für immer vereint

     (197)
    Aktuelle Rezension von: Letty_7590

    Enthält Spoiler

    Inhalt: Nachdem Ava gelernt hat mit ihren Fähigkeiten umzugehen und herausgefunden hat, dass sie doch nicht die letzte des Wasserclans mit Kräften ist, wird sie schon vor die nächste Herausforderung gestellt. Denn die fünf Elementeclans sind verfeindeter denn je und es droht Krieg. Außerdem kommt es in letzter Zeit zu immer häufigeren und heftigeren Naturkatastrophen in ganz Schottland ohne erkennbaren Grund. 

    Meinung: Ich liebe die schottische Kulisse der Trilogie und die Charaktere sind mir alle sehr ans Herz gewachsen. Gerade die entstandenen Freundschaften fand ich sehr schön beschrieben und haben der Story einen Wohlfühlfaktor gegeben. Die Autorin hat eine wunderbare und spannende Geschichte geschrieben. ABER: Zum Teil waren es mir einfach zu viele verscheidene oder schnell aufeinanderfolgende Storylines auf einmal. Kaum hatte man eine Herausforderung gemeistert, kam direkt wieder die nächste. So blieb die Spannung zwar erhalten, aber einige Szenen waren ein bisschen zu gekürzt. Auch haben sich viele Gedanken oder Aussagen der Protagonisten im Laufe der Kapitel wiederholt, was ein wenig im Lesefluss gestört hat.

    Fazit: Eine spannende und coole Idee mit den verschiedenen Clans und Elementen. Starke Charaktere die ans Herz wachsen und eine detailreiche Beschreibung der Handlungsumgebung. 

  3. Cover des Buches Scotland Street - Sinnliches Versprechen (Deutsche Ausgabe) (Edinburgh Love Stories 5) (ISBN: 9783548286938)
    Samantha Young

    Scotland Street - Sinnliches Versprechen (Deutsche Ausgabe) (Edinburgh Love Stories 5)

     (462)
    Aktuelle Rezension von: paulamybooksandme

    Scotland Street von Samantha Young ist der 5. Band der Edingburgh-Love-Stories Reihe und dreht sich um Jo ´s jüngeren Bruder Cole und Shannon. Das Buch umfasst 377 Seiten und ist als Taschenbuch sowie e-book erhältlich.

    Meine Meinung:

    Geschmäcker ändern sich mit der Zeit und ich dies spüre ich sehr deutlich an dieser Reihe. Ich liebe die Geschichten immer noch, aber mittlerweile sehe ich sie schon etwas kritischer und vor dieser Band gefiel mir leider nicht mehr wirklich. Cole habe ich in den Vorgängern immer geliebt, weil er trotz seiner schwierigen Vergangenheit sich so toll entwickelte und immer für seine Familie und Freunde da war. Zudem mochte ich seine trockene und trotzige Art und war deshalb etwas überrascht, wie flach er hier gezeichnet wurde.

    Generell ist die Geschichte nichts besonderes und las sich eher langweilig. Mir fehlte die gewisse Chemie zwischen ihm und Shannon und diese ganzen Dramen nervten auf Dauer. Die eingearbeiteten Themen finde ich wichtig und wurden nicht verharmlost, aber irgendwie fand ich den Umgang damit etwas komisch. 

    Shannon hat mit ihren Männern nur Pech gehabt und musste beinahe eine Vergewaltigung durchmachen. Die Rückblende dazu schlug mir echt auf den Magen und ich fand es schon stark, wie für sich gekämpft hat. Ihr Verhalten Cole anfangs gegenüber war einerseits mies, andererseits konnte ich es auch verstehen, weil er äußerlich genau wie ihre Ex-Freunde aussah und wirkte und das kann eben schon als Trigger reichen und man verhält sich dann irrational, aber dennoch ging es gar nicht. Als die beiden dann zusammenkamen und sie ihm ihre Traumata erzählt, die sie bis dahin definitiv nicht verarbeitet hatte, verführt Cole sie zum Sex, was ich absolut unangenehm fand. Ich weiß, dass ein Trauma in Geschichten aus dem Zeitraum oft mit Geschlechtsverkehr bewältigt wurde und vielleicht reagiere ich über, aber ich finde das echt unangenehm. Es passt für mich hier absolut nicht.

    Die meiste Zeit plätscherte es auch nur vor sich hin oder es wurde sehr dramatisch. Mir fehlte einfach das gewisse Extra, die Freude an der Geschichte oder den Figuren. Das lag auch daran, dass eben zwischen dem Paar kaum Chemie herrschte und ich sie als Figuren nicht sonderlich mochte. Klar, beide haben viel hinter sich und sind an sich stark, aber ich fand sie recht eindimensional, was ich vor allem bei Cole sehr schade fand, weil ich ihn in den Vorgängern doch als sehr starken, mutigen und schüchternen Jungen wahr nahm, der dies auch zum Teil geblieben ist, aber zu dem Mann, zu dem Cole sich entwickelte, konnte ich einfach keine Verbindung aufbauen.

    Shannon konnte ich zum Teil ja schon verstehen, auch wenn es ihr Verhalten nicht besser machte, aber ich fand sie sehr anstrengend. Dieses hin und her mit ihr war auf Dauer einfach zu ermüdend und dieser Turbo, der vor allem zum Schluss gezündet wurde, wirkte völlig deplatziert. Ich hatte einfach das Gefühl, dass man jetzt unbedingt ganz stark auf Happy End zusteuern musste und keine Lust hatte, etwas Tiefe einzubauen. Allerdings fand ich es auch gut, wie sie zum Ende hin endlich mal Prioritäten setzte und für ihr Verhalten einstand. Es wäre eben nur schön gewesen, wenn das etwas mehr Raum bekommen hätte.

    Die Nebencharaktere fand ich so ganz in Ordnung, auch wenn ich langsam mal einen Stammbaum bräuchte, weil ich mir echt nicht merken kann, welche Kinder zu wem gehören, wie alt die sind und wie alle zueinander stehen bzw. wie eng sie miteinander verbunden sind. Die Szenen mit Joss, Braden, Elodie und Co wirkten oft deplatziert und eher wie Seitenfüller, was ich sehr schade fand, weil die Autorin es in den vorherigen Bänden so viel besser hinbekam, die ganzen Nebenstories mit der Hauptgeschichte zu verbinden.

    Einzig der Schreibstil konnte mich noch überzeugen, weil der sich meist recht flüssig las und trotz der Schwere durchaus seine humorvollen und schönen Momente hatte, die ich daran schätze. 

    Fazit:

    Ich hätte nie gedacht, dass der Band mit Hannah und Malcolm beim re-re-re-read zu meinen Lieblingen gehören würde und selbst Scotland Street hinter sich lassen würde, was mir beim letzten Mal weitaus besser gefiel, aber Geschmack ändert sich eben. Potenziell ist es eine gute Geschichte, aber die Möglichkeiten wurden kaum genutzt und mir waren die Hauptcharaktere nur bedingt sympathisch, was ich vor allem bei Cole sehr schade fand. Die aufgebauschten kleinen Dramen und die schnell überwundenen Trauma von Shannon waren auch nicht hilfreich für die Geschichte. Dennoch gab es vereinzelt Momente, die mir gefielen, aber meist drehten die sich um den ganzen Clan und nicht um das eigentliche Hauptpaar. Von mir gibt es:

    3 von 5 Sterne


     

  4. Cover des Buches Nightingale Way - Romantische Nächte (Edinburgh Love Stories 6) (ISBN: 9783548287515)
    Samantha Young

    Nightingale Way - Romantische Nächte (Edinburgh Love Stories 6)

     (306)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah

    Hier ist jetzt der 6. Teil der  On-Dublin-Street-Reihe. Auch mit diesem neuen Teil in dem Grace und Logan nun ihre Geschichte geschrieben bekommen, weiß die Autorin ihre Fan-Gemeinde erneut zu begeistern. Grace ist eine junge und zielstrebige Frau die auch im Beruf erfolgt hat. Das einzige an dem es ihr wirklich mangelt ist Selbstvertrauen. Und da kommt Logan ins Spiel. Er soll ihr helfen daran zu arbeiten. Dieses „Arbeiten“ kommt natürlich nicht ohne Komplikationen aus. Aber wie die Beiden sich annähern und allmählich mehr daraus wird, ist wunderschön erzählt. Auch in diesem Band hat die Autorin viele liebgewonnene Figuren aus den Vorgängerbänden wieder mit in die Geschichte eingebunden. Diese geben der Story noch die zusätzliche „Würze“. Jeder Serienfan weiß wovon ich hier schreibe. Kurzum: Wer diese Reihe liebt wird ganz bestimmt auch diesen Teil lieben. Es ist eine Geschichte die romantisch, humorvoll aber auch ernst und traurig daherkommt. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und volle 5 Sterne.

  5. Cover des Buches Die Mädchen von Strathclyde (ISBN: 9783959676656)
    Denzil Meyrick

    Die Mädchen von Strathclyde

     (115)
    Aktuelle Rezension von: Angy93
    Glasgow, 1986: Constable Jim Daley ist in seinem zweiten Jahr als Streifenpolizist bei der Starthclyde Police. Von der traurigen Berühmtheit Glasgows als Mord-Hauptstadt Europas bekommt er nur wenig mit: Betrunkene Obdachlose, eingeschlagene Schaufenster und rachsüchtige Vorgesetzte bestimmen seinen Dienstalltag. Dies ändert sich schlagartig, als er eine tote Prostituierte auffindet und daraufhin mit DC Brian Scott einen Serienmörder jagt ...

    Nachdem ich mit dem dritten Teil dieser Reihe, dem Paten von Glasgow angefangen habe, wollte ich auch die anderen beiden Bücher lesen.
    Dieses Werk von Denzil Meyrick hat mir dabei gut gefallen. Man erlebt die Geschichte, wie Daley zur Kriminalpolizei kommt. Auch lernt man seine Vorgeschichte mit den Nebencharaktären kennen. 
    Die Geschichte bietet dabei noch einen spannenden Kriminalfall.
    Die Sprache ist einfach und gut verständlich.

  6. Cover des Buches Victorian Rebels - Mein schwarzes Herz (ISBN: 9783736306943)
    Kerrigan Byrne

    Victorian Rebels - Mein schwarzes Herz

     (152)
    Aktuelle Rezension von: Reebock82

    Inhalt

    London, Ende des 19. Jahrhunderts: Farah Mackenzie ist eine unabhängige junge Frau, die als Sekretärin bei Scotland Yard arbeitet. Was die wenigstens wissen: sie hat ihre Vergangenheit tief in sich vergraben. Diese wird aufgerüttelt, wenn der berüchtigte Verbrecher Dorian Blackwell in ihr Leben tritt und sie kurzerhand entführt. Zu ihrer eigenen Sicherheit, denn ihre Geheimnisse scheinen sie einzuholen. Und Dorian geht ihr mehr unter die Haut, als sie möchte, denn nicht umsonst wird er das schwarze Herz von Ben More genannt. 


    Kurzmeinung

    Was gut beginnt, hat mich dann doch ziemlich enttäuscht. Mir war Dorian bis fast zum Ende absolut unsympathisch. Szenen, die für mich wirklich unter die Kategorie "sexuelle Nötigung" fallen, haben ihr Übriges getan, dass ich das Buch am Ende unzufrieden beendet habe, froh darüber, dass es endlich fertig war.


    Meinung

    Nach einem gelungenen Prolog (und ich kann Prologe eigentlich nicht leiden), startet man beschwingt und mit vielen positiven Erwartungen in die Handlung. Vielversprechend geht diese dann auch weiter. Farah entpuppt sich als eine toughe und selbstständige junge Frau, bis zu dem Moment, in dem sie von Dorian Blackwell auf seine Burg verschleppt wird. Natürlich soll Dorian hierbei auf jeden Fall auch Sympathieträger sein. Als fleißige Liebesroman-Leserin erkennt man den weichen Kern unter der harten Schale. Doch für meinen Geschmack war diese Schale doch deutlich zu hart und zudem mit starken Stacheln versehen. Ich lasse solchen Figuren meistens Einiges durchgehen (es geht ja darum, den weichen Kern herauszukitzeln), aber bei diesem Buch bin ich da ziemlich schnell an meine Grenze gekommen. 

    Für mich waren die, wohl irgendwie leidenschaftlich gemeinten Szenen, nichts anderes als sexuelle Nötigung. Das erste wirkliche Gespräch von Farah und Dorian ereignet sich mit ihr nackt in der Badewanne, während er sie dazu zwingt, sich vor ihm zu waschen, damit er sich an dem Anblick ergötzen kann. Schlimm dabei vor allem, dass Farah sich, obwohl sie es nicht möchte, so gut wie nicht wehrt und sogar stattdessen das Ganze nach einem Moment sogar erregend findet. Ähnliche Szenen folgen. Es gibt in dem ganzen Buch aus meiner Sicht eigentlich nur eine einzige (von wirklich vielen) erotischen Szenen, die ich als schön und romantisch empfunden habe. Den Rest der Zeit benimmt sich Dorian einfach nur wie das letzte A****loch, vor allem was seine Sexualität betrifft. Er benutzt Farah und die zu Beginn so starke Frau lässt sich das auch noch gefallen (im wahrsten Sinne des Wortes). Ja, sie fühlt sich zu ihm hingezogen, aber deswegen braucht man sich trotzdem nicht wie der letzte Dreck behandeln lassen und das bis wirklich fast zum Schluss. Kein weicher Kern weit und breit, außer, wenn man als Leser einen kurzen Blick in Dorians Gedankenwelt werfen darf, was aufgrund der auktorialen Erzählweise möglich ist. Die Erklärungen sind (auch hier keine große Überraschung) furchtbare Erfahrungen in Kindheit und Jugend. Es mag sein, dass dies jemanden zu einem solchen Menschen werden lassen kann. Aber es rechtfertigt Dorians Handlungen meiner Meinung nach nicht. 

    Zu guter Letzt gibt es dann natürlich auch noch eine große Enthüllung (die von Anfang an erwartet wird und keine Überraschungen birgt). 

    Ich bin von diesem Buch wirklich enttäuscht und verstehe die vielen positiven Meinungen nicht wirklich. Vielleicht bin ich da auch zu feministisch, aber mir war die Art, wie Dorian Farah die meiste Zeit behandelt, wirklich zuwider. Da konnte auch die Erklärung einer wirklich schrecklichen Kindheit nicht helfen. 


    Fazit

    Lieber die Finger davon lassen und zu anderen Büchern greifen.

  7. Cover des Buches Boston Nights - Wahres Verlangen (ISBN: 9783745700480)
    Samantha Young

    Boston Nights - Wahres Verlangen

     (196)
    Aktuelle Rezension von: JenBooklover

    Sehr Unterhaltsam. Ich bin sofort in das Buch eingetaucht. Von der ersten bis zur letzten Seite. Ich habe es quasi verschlungen. Die Geschichte, so wie das beschreiben  von  Caleb und Ava ist einfach einmalig. 

  8. Cover des Buches Shuggie Bain (ISBN: 9783446271081)
    Douglas Stuart

    Shuggie Bain

     (137)
    Aktuelle Rezension von: Babscha

    Hugh (Shuggie) Bain ist ein besonderer Junge. Zart, sensibel, intelligent, so ganz anders als die primitiven Kerle aus der Glasgower Unterschicht, mit der er es jeden Tag zu tun hat und die ihm aufgrund seiner äußeren Erscheinung, seiner Zurückhaltung und seines femininen Auftretens das Leben zur Hölle machen. Und seiner Mutter Agnes, der weiteren Hauptperson des Buches, geht es nicht viel anders. Auch sie versucht, sich über schicke Kleidung und ihr gutes Aussehen bewusst von den anderen zumeist asozialen Frauen ihres verkommenen Viertels abzuheben. Und dann ist da noch Leek, der ältere, künstlerisch begabte Bruder und seine Schwester Catherine, die sich baldmöglichst über eine konstruierte Ehe aus dem Ghetto absetzt. Der so geistig unterbelichtete wie gerissene Vater hat die Familie lange verlassen, arbeitet als Taxifahrer und kümmert sich keinen Deut um seine Angehörigen.

    Kernthema des Romans ist der Alkoholismus der Mutter, den diese exzessiv auslebt und der letztendlich alles besiegeln wird. Und wie der kleine, später jugendliche Shuggie damit umgeht, wie er -so typisch für derartige Konstellationen- schon als Junge im Grundschulalter verzweifelt versucht, seine völlig durchgeknallte, von ihrer Alkoholsucht geprägte Mutter trotz allem zu beschützen, bedingungslos zu ihr steht, letztlich aber nur immer stärker in die Rolle des „Co-Abhängigen“ hineinrutscht und letztendlich genau wie sein älterer, ebenfalls noch bei der Mutter wohnender Bruder kapitulieren muss.  

    Das Buch beschäftigt sich in der ersten Hälfte vornehmlich damit, die einzelnen Charaktere der Familie Bain mit ihren Besonderheiten vorzustellen wie auch, allerdings in einem einfach übermäßigen und dem Spannungsbogen damit nicht gerade förderlichen Umfang, das tägliche Leben im Glasgower Ghetto, einer Welt aus Elend, Arbeitslosigkeit, Beschränktheit und Alkoholsucht, in dem Agnes natürlich bestens mitschwimmt, in allen Tiefen auszuleuchten. Leider ist es auch in diesem Werk wieder schwierig bis befremdlich, wie versucht wird, die wörtliche Rede des zumeist primitiven Straßenslang des englischen Originals irgendwie passend in eine deutsche Übersetzung zu transferieren. Meines Erachtens kann dies einfach nicht gelingen und man sollte deshalb ganz normales Hochdeutsch wählen, den Rest besorgt dann schon das Kopfkino des Lesers/der Leserin.

    Glücklicherweise gewinnt die story dann aber in der zweiten Hälfte deutlich an Fahrt und Qualität. Die ganz besondere Beziehung zwischen der durch ihren Suff immer mehr in sich selbst versinkenden Agnes und ihrem jüngsten Sohn geht streckenweise wirklich unter die Haut und macht nochmal sehr transparent, wie schrecklich verloren und allein gelassen Kinder schwer alkoholkranker Eltern sind, wie sie hilflos versuchen, die Dinge irgendwie selbst zurecht zu biegen, was natürlich scheitern muss. Lt. Nachwort hat der Autor in seinem Buch in weiten Teilen seine eigenen Kindheitserfahrungen verarbeitet.

    Insgesamt ein lesenswerter Roman, allerdings mit einigen Längen aufgrund des permanenten Versuchs, verkommenes  asoziales Milieu mittels passender degenerierter Sprache zu plakatieren.      

  9. Cover des Buches Schnee in Amsterdam (ISBN: 9783406727009)
    Bernard MacLaverty

    Schnee in Amsterdam

     (67)
    Aktuelle Rezension von: Buecherfreundinimnorden
    Ich wollte dieses Buch schon lange lesen und bin jetzt ein wenig unschlüssig, denn ich möchte fair bewerten. Es ist ohnehin kein leichtes Thema, das Bernhard MacLaverty sich vorgenommen hat: ein älteres Paar in einer tiefen Krise, sie trägt sich mit Trennungsabsichten, er hat ein heftiges Alkoholproblem. Eine Reise von Glasgow nach Amsterdam soll retten, was noch zu retten ist - nur hat Stella dabei etwas völlig anderes im Sinn als Gerry, der Ehemann. Doch, es gibt eine Überraschung gegen Ende der Story und wir erfahren auch einiges über deny Hintergrund dieser Ehe, die sich in einer Sackgasse befindet: nur dauert das alles leider teilweise furchtbar lange und las sich manchmal eher quälend. Der Strom der Gedanken beider Hauptfiguren entfernt sich manchmal für meinen Geschmack recht weit vom eigentlichen Thema. Auch empfand ich es als ausgesprochen schwierig, mitzuerleben, wie wenig Alkoholiker Gerry sich seiner Situation bewusst ist- aber das ist vielleicht bei Suchtkranken einfach so. Deprimiert hat mich dann noch mal der Schluss: ein eher halbherziges „Wir bleiben zusammen“ , dem bereits die Gefahr innewohnt, dass sie weiter nebeneinanderher leben wie bisher: ohne rechte Freude, ohne Aufbruch. Bis Gerry in die Entzugsklinik muss?Oder Ins Altersheim? Das ist alles sehr wahrhaftig und glaubwürdig, aber auch unglaublich traurig. Ich hoffe nur, MacLaverty schreibt hier nicht aus eigenem Erleben...
  10. Cover des Buches Bienensterben (ISBN: 9783832162924)
    Lisa O'Donnell

    Bienensterben

     (174)
    Aktuelle Rezension von: Larissa2808

    Es wird die Geschichte von zwei Mädchen erzählt, die die Leichen ihrer Eltern vergraben und sich dann alleine durchs Leben kämpfen, welches es nicht immer gut mit ihnen meint. Ein Nachbar nimmt sich ihrer an und wird zu einem wichtigen Weggefährten. Klingt irgendwie crazy? Ist es auch! Doch die Geschichte erzählt so viel mehr. Sie gibt Einblick in zwei geschundene Kinderseelen, in ein Leben und Aufwachsen, welches am Rande der Gesellschaft stattfindet. Und trotzdem gibt die Geschichte Hoffnung, dass irgendwie immer alles gut werden kann.

  11. Cover des Buches Fallen Dreams - Endlose Sehnsucht (ISBN: 9783745700701)
    Samantha Young

    Fallen Dreams - Endlose Sehnsucht

     (136)
    Aktuelle Rezension von: Lieselotte1990

    Er hatte mir geholfen, meine Seele wiederzufinden. Sie würde nie wieder heil sein, aber so war das Leben nun mal. Es brachte der Seele Schrammen, Narben und mitunter auch tiefe Wunden bei. Wenn man Pech hatte, schlug es sie in tausend Stücke. Doch es gab Wege, sie zu beschützen und notfalls wieder zusammenzusetzen. Die dunklen Flecke mit Licht zu füllen und die Risse mit Momenten der Freude zu kitten. - S. 386

    Fantastisch! Ich sage euch, das ist ein richtig gutes Buch. Ich mag Geschichten, in denen die Hauptfigur eine schwere Zeit durchmacht und sich dann zurück ins Leben kämpft. Wie Phönix aus der Asche, um es mal ganz bildlich auszudrücken. Samantha Young arbeitet sich hierbei auch nicht (nur) an den Klischees der bösen Musikindustrie ab, sondern dringt in die Psyche ihrer Figur vor und erläutert sehr nachvollziehbar, warum Skylar handelt, wie sie handelt. Die Recherchearbeit ist deutlich zu spüren und macht das Leseerlebnis sehr realitätsnah. 

    Skylar verliert ihre Mutter und ihren Stiefvater an einen Einbrecher, der ein Bild klauen will und die Waffe zückt. So viel Ungerechtigkeit kann Skylar nicht ertragen, vor allem, weil sie schon lange nicht mehr mit ihrem Leben zufrieden ist. Die Musik ist nicht mehr die, die sie machen will. Ihr Bandkollege Micah ist zu einer schmerzhaften On-Off-Beziehung geworden, die ihre Lebensenergie raubt. Sie fühlt sich ausgebrannt, hat aber Angst mit ihrer Mutter, die alles dafür getan hat, dass Skylar ihren Traum erfüllen kann, darüber zu sprechen, weshalb sie sich von dem einzigen Menschen zurückzieht, der sie inniglich liebt. Als ihre Mutter ermordet wird, muss Skylar etwas verändern. Sie geht auf Weltreise, bis das Geld, dass sie vom Konto abgehoben hat, ausgegeben ist und landet schlussendlich in Glasgow. Es ist klar, dass Skylar versucht Buße zu tun und mit ihrer Trauer umzugehen. Es ist ein echt krasser Schritt und auch nicht nachahmenswert, aber verständlich. Sie sitzt vor einem Scherbenhaufen, will vergessen und verdrängen. Was gibt es da Besseres, als tagtäglich auf der Straße zu sein und ums Überleben zu kämpfen, was alles andere verdrängt? Die Autorin schafft damit nicht nur eine gute Story, sondern macht auch auf die vielen Obdachlosen weltweit aufmerksam, die teilweise völlig unverschuldet oder weil sie einfach niemanden auf der Welt haben, der sich um sie kümmert, auf der Straße landen. Auch in diesem Metier gibt es schwarze Schafe, so wie überall – das macht auch die Autorin deutlich – aber sie zeigt eben auch, wie groß die Solidarität in dieser Gemeinschaft ist. Gleichzeitig verklärt sie ganz und gar nicht, wie gefährlich und gesundheitsschädigend das Leben auf der Straße ist. Im Rahmen der Handlung versucht die Autorin nicht allzu idealisiert das Thema zu beleuchten, doch es ist ganz klar, dass hier nur an der Oberfläche gekratzt wird. 

    Killian ist ein wirklich toller Typ, auch wenn man ihn anfangs mit Fug und Recht als Arschloch bezeichnen kann. Er möchte Karriere machen und Skylar ist genau die Richtige, um auch ihm zum Durchbruch zu verhelfen. Seine Motive sind in dieser Hinsicht ganz klar, aber es ist auch zu spüren, dass er andere Gefühle für die verletzte und psychisch angeknackste junge Frau in seiner Obhut hegt. Selbst wenn es zunächst nicht um sexuelle Anziehung geht, geht sie ihm spürbar unter die Haut, er empfindet Mitgefühl und auch ein starker Beschützerinstinkt wird in ihm wach. Solche Männer mag ich und noch viel mehr mag ich, wenn die Frau diesem Alphatierchen die Stirn bietet. ;-)

    Das Besondere an Killians und Skylars Beziehung ist, dass sie sich langsam aufbaut und nicht – wie so oft in diesem Genre – völlig von sexueller Wollust angetrieben wird. Sie lernen sich kennen, fassen ganz langsam Vertrauen, werden zu Freunden und spüren natürlich auch eine gewissen Anziehung zueinander. Erst als Skylar soweit ist, sich den Gefühlen hinzugeben, explodiert es regelrecht zwischen den beiden. Ein sehr gut gewählter Spannungsbogen, der dem Leser keine andere Wahl lässt, als sich ebenfalls Hals über Kopf zu verlieben.

    Das Ende ist natürlich sehr Happy-End-lastig und bei einigen Punkten bin ich mir nicht sicher, ob das wirklich so funktioniert, aber innerlich jubiliere ich natürlich und freue mich sehr über den Clou, den Killian da erdacht hat. 

    Jetzt freue ich mich auf jeden Fall auf mehr Lesestoff der Autorin, denn nach diesem Werk bin ich restlos vom Talent der Schreiberin überzeugt! 


  12. Cover des Buches Flügelschlag (ISBN: 9783453527072)
    Jeanine Krock

    Flügelschlag

     (251)
    Aktuelle Rezension von: Gabrielle_Moon

    Es ist schon ein Jahr her, dass ich den Roman gelesen habe und jetzt wollte ich endlich auch mal ein paar Worte dazu schreiben.
    Auch hier haben mich das Cover und der Klappentext angesprochen und sie konnten beide weitgehend halten, was sie versprochen haben. Der Schreibstil und die Erzählweise sind schön flüssig und angenehm. Die Portion Erotik war m.E. genau richtig im Roman. Die Hauptfigur fand ich außerdem sehr sympathisch und die Orte gut beschrieben.
    Mein Fazit: Hat Spaß gemacht.

  13. Cover des Buches Tödliches Treibgut (ISBN: 9783959671040)
    Denzil Meyrick

    Tödliches Treibgut

     (41)
    Aktuelle Rezension von: Isar-12
    "Tödliches Treibgut" ist der erste Band der Jim-Daley-Reihe von Denzil Meyrick. DCI Jim Daley wird dabei von Glasgow in das kleine Fischerdorf Kinloch beordert um den mysteriösen Tot einer Frau zu untersuchen, die am Strand angespült wurde. Schnell stellt sich heraus, dass diese vom Ort und kein Kind von Traurigkeit war. Nach und nach offenbaren sich aber weitere Geheimnisse der Bewohner in dem kleinen Städtchen. Mehrere Themen werden in diesem Krimi verwoben: Eheprobleme, Drogen, Intrigen und Mord. Obwohl das Buch flüssig und leicht zu lesen ist, fehlten mir doch einige wichtige Zutaten für einen Krimi. So verlor sich nach dem Prolog das Buch schnell in alltäglichen Ermittleralltag und die Geschichte plätscherte so dahin. Zwar durchaus schlüssig und nachvollziehbar, aber ohne bei mir als Leser die nötige Spannung zu erzeugen. Erst zur Hälfte nahm dies dann zu, um dann stetig bis zum Ende zuzulegen. Dabei stellte sich aber wiederum als Manko heraus, dass man den wahren Täter als Leser dann eigentlich kennt und richtig zuordnen kann. Dies empfand ich als ein wenig zu einfach. Der Krimi endet mit einem Cliffhanger, der beim Titel des Folgebandes schon darauf schließen lässt, um was es geht. In Summe ist "Tödliches Treibgut" für mich ein solider Krimi, der mir aber nicht nachhaltig in Erinnerung bleiben wird.
  14. Cover des Buches Hurentochter - Die Distel von Glasgow (ISBN: 9783492502412)
    Tabea Koenig

    Hurentochter - Die Distel von Glasgow

     (62)
    Aktuelle Rezension von: SCook

    Tabea König wurde 1992 in der Schweiz geboren und studierte Soziale Arbeit und Kulturvermittlung. Später führte sie ihr Weg auf eine Rundreise durch Schottland, wo sie sich nicht nur Hals über Kopf in die Gegend verliebte, sondern auch die Inspiration für ihren ersten historischen Roman fand.

    Man spürt die Begeisterung der Autorin für Geschichte. Die historischen Fakten sind keine Stolpersteine, die sie in die Geschichte wirft und die den Leser durch die Story trudeln lassen. Im Gegenteil: Das Zeitalter ist das Fundament, es atmet, es lebt und wenn der Leser die erste Seite hinter sich hat, hat es einen schon verschlungen.

    Wir begleiten die junge Emily auf ihrem Weg und wohin dieser führen soll, davon hat die junge Dame ganz genaue Vorstellungen. Raus aus dem Hurenhaus, in dem sie aufgewachsen ist, rein ist das bodenständige Leben einer akzeptablen Dame. Doch ihr Plan hat Feinde, allen voran den Tod, der genau dann zuschlägt, als alles so rosig erscheint, ein Geheimnis, das Emilys Leben überschattet und sie immer wieder einholt.

    Emily ist eine Person wie aus dem Leben gegriffen und mit einer ungewöhnlichen Sturheit gesegnet. Oder wie sie es ausdrückt:

    „Du sagtest einst, ich sei eine Rose, die irgendwann gepflückt werden will. Doch ich fürchte, ich bin eher eine Distel, die nicht in eine Vase gehört.“ (Seite 235)

    Kein Vergleich wäre treffender als der, den Emily für sich selbst wählt. Eine Distel ist sie, eine Distel wird sie bleiben und zwar auf jeder Seite des Buches.

    Lebensecht sind auch die beiden Figuren, deren Sicht sich Tabea Koenig ebenfalls bedient: Viggo und Liam. Alle haben ihre Prinzipien, ihre Geheimnisse und doch müssen sie sich irgendwie zusammenraufen, um im Leben nicht auf der Stelle stehen zu bleiben.

    Ich bin eigentlich eher im Fantasybereich unterwegs, aber hier habe ich eine Ausnahme gemacht. Und bis froh darüber. Sogar so froh, dass ich mir die beiden folgenden Teile gleich bestellt habe. Und ich bin sicher, dass das Buch nicht nur jenen gefallen wird, die sich trauen, literarisch mal über den Tellerrand zu schauen, sondern auch den Liebhabern des historischen Genres wird das Werk ans Herz wachsen.


  15. Cover des Buches Der Pate von Glasgow (ISBN: 9783959671903)
    Denzil Meyrick

    Der Pate von Glasgow

     (42)
    Aktuelle Rezension von: HighlandHeart1982
    Der Pate von Glasgow, eigentlich vor fünf Jahre bei einem Überfall ermordet, treibt wieder sein Unheil in Schottlands größter Stadt. DCI Daley und DS Scott übernehmen diesen brisanten Fall, der nach und nach immer mehr Todesopfer fordert.

    Mit "Der Pate von Glasgow", dem zweiten Fall rund um DCI Jim Daley, ist Denzil Meyrick ein Meisterstück gelungen, in dem nach und nach die Angründe der schottischen Mafia aufgezeigt werden, und DCI Daley muss sich fragen, wem er eigentlich noch trauen kann, denn plötzlich scheint nichts mehr so zu sein wie es war.

    Bereits von der ersten Seite an nimmt die Geschichte Fahrt auf und lässt einen bis zum Ende nicht mehr los. Und auch wenn man den ersten Fall aus der Reihe (noch) nicht gelesen hat, hat man überhaupt keine Verständnisschwierigkeiten.

    Dem Autor gelingt es, den Leser richtig zu fesseln und die Auflösung ist absolut nicht vorhersehbar.

    Eine klare Leseempfehlung von mir.
  16. Cover des Buches Die Profilerin - Ewig wartet die Dunkelheit (ISBN: 9783732520435)
    Dania Dicken

    Die Profilerin - Ewig wartet die Dunkelheit

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Elenas-ZeilenZauber

    ‘*‘ Meine Meinung ‘*‘

    Puh, eine Autobombe, das ist harter Tobak für Andrea, doch dass es sogar wirklich ein Anschlag auf den Lover ihrer Freundin war, hebt die Spannung immens. Aber das ist noch nicht alles, denn die privaten Probleme des vorherigen Bandes, sind noch nicht alle ausgeräumt.

    Die Jagd nach dem Attentäter nahm Formen an, die mir den Atem geraubt haben.

    Der Leser lernt Andrea und die anderen Charaktere besser kennen und sie gewinnen weiter an Format. Das macht sie auch so lebendig und ich kann mir wirklich vorstellen, dass sie, Christopher und alle anderen nebenan wohnen. Okay, mit Ausnahme der bösen Jungs. 

    Was mich jedoch massiv stört, lieber Lübbe Verlag, ist die Tatsache, dass der Klappentext viel zu viel vom Inhalt verrät. Mindestens ein Drittel der Handlung ist klar und ich war äußerst versucht, einfach weiterzublättern, bis zu dem Moment, an dem Andrea und Christopher nach Schottland fliehen. Das nimmt auch viel von der Spannung, die ohne dieses Wissen aufgetreten wäre. Auch wenn anschließend unbekanntes Terrain betreten wird, fehlt mir schon die Spannung des ersten Drittels. 

    Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt locker-leicht und selbst die brutalsten Szenen setzt sie niveauvoll in Szene und der Leser hat nicht das Gefühl, dass er als Voyeur dabei ist. 

    Wegen des spoilernden Klappentextes vergebe ich 4 Dunkelheit-Sterne.


    ‘*‘ Klappentext ‘*‘

    Am Flughafen in Norwich explodiert eine Autobombe. Profilerin Andrea ist vor Ort, weil sie ihre Freunde Sarah und Robert, die aus Schottland kommen, abholen will. Sie kommt mit dem Schrecken davon, doch die anderen haben nicht so viel Glück: Robert fällt ins Koma, Sarah leidet fortan unter Amnesie. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Christopher will Andrea nun herausfinden, wer hinter dem Anschlag steckt. Bald aber entgleist die Situation, denn Christopher und Sarah verlieben sich und Robert wacht auf. Doch plötzlich ist er tot - vergiftet. Sofort fällt der Verdacht auf Christopher. Zusammen mit Andrea flieht Christopher nach Schottland und macht sich dort auf die Suche nach dem wahren Mörder. Wer könnte ein Interesse an Roberts Tod haben?

  17. Cover des Buches Ed ist tot (ISBN: 9783946503477)
    Russel D McLean

    Ed ist tot

     (74)
    Aktuelle Rezension von: tkmla

    „Ed ist tot“ von Russel D McLean lässt eine unscheinbare Buchhändlerin unfreiwillig zur gefährlichsten Frau Schottlands werden.

    Jen Carter hat mit Anfang dreißig ihren Traum von der Schriftstellerei aufgegeben und lebt ein eher unspektakuläres Leben. Sie hat das Gefühl, irgendwie festzuhängen und ergreift die erste Maßnahme, die sie schon seit Jahren vor sich her schiebt. Sie macht endlich mit ihrem nichtsnutzigen Freund Ed Schluss und feiert das Ganze mit ihrer Freundin und einer Menge Prosecco. Bei ihrer Heimkehr kommt es zu einer Verkettung unglücklicher Umstände, an deren Ende Ed mit einem riesigen Messer in der Brust in Jens Flur liegt. Doch das ist erste der Anfang von Jens Odyssee.

     

    Die Beschreibung klingt richtig witzig und nach einer bitterbösen Story, so dass ich schon vorab sehr neugierig war. Letztendlich enthielt das Buch aber nicht so viel schwarzen Humor und Biss, wie ich mir erhofft hatte.

    Die leicht chaotische Jen ist die typische Antiheldin in der Geschichte. Sie stolpert ungewollt von einer brisanten Situation in die nächste, wobei sie im Angesicht des Todes erstaunlich schnell die Nerven behält und auf Gangsterbraut umschalten kann. Irgendwie geht immer etwas schief und es kommt eine neue Leiche dazu, so dass Jen sie fast schon nicht mehr zählen kann. Auf der Flucht vor den gefährlichen Gangstern und der Polizei häufen sich immer mehr blutige Zwischenfälle und es wird Jen klar, dass ihr beschauliches und ruhiges Leben vorbei ist.

    Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig und die kurzen Kapitel lassen es nicht langatmig werden. Man fiebert bis zum Ende mit Jen mit und ist gespannt, was als nächstes wieder schief gehen wird. Die Story ist schon ziemlich brutal, was für mich kein Problem ist, aber ich hätte mir eindeutig mehr schwarzen Humor gewünscht. Der geht bei Jens skurrilem Trip etwas unter.

     

    Mein Fazit:

    Das Buch ist ohne Frage unterhaltsam und ich hatte Spaß beim Lesen. Von mir gibt es gern eine Leseempfehlung!


  18. Cover des Buches Ich, Eleanor Oliphant (ISBN: 9783838784120)
    Gail Honeyman

    Ich, Eleanor Oliphant

     (47)
    Aktuelle Rezension von: engineerwife

    Was für ein besonderes Vergnügen, die junge Eleanor kennen zu lernen. Halt, eigentlich darf ich das so gar nicht sagen, denn für sie würde mir sofort zu verstehen geben: „Für Sie, Ms. Oliphant.“ So ist sie, immer auf Distanz aber dabei stets korrekt und höchstdiszipliniert. Tja, bis sie „Ihn“ auf einer Bühne entdeckt. Der Mann, mit dem sie den Rest ihres Lebens verbringen wird. Oder so glaubt sie zumindest. Doch als ihr Computer streikt und Raymond in ihr Leben tritt, ist auf einmal wieder alles ganz anders. Die schöne Routine, die große Ordnung … alles kommt ins Wanken … 

    Ich habe mich der Herausforderung gestellt herauszufinden, wie sie tickt und was sie umtreibt, die liebe Eleanor. Während ihre Kollegen sie hinter ihrem Rücken auslachen, wollte ich sie kennenlernen, so wirklich kennenlernen. Und so durfte ich sie und ihre wundersame Wandlung über dreizehn Stunden Hörvergnügen begleiten. Es war herzerwärmend mitzuerleben, wie sie sich langsam und vorsichtig aus ihrem Kokon befreite. Wie sie anfing wieder Vertrauen zu erlangen und wie sie schließlich aufblühte. Nein, nicht mit Pauken und Trompeten, sondern ganz sanft und behutsam. Rom ist schließlich auch nicht an einem Tag erbaut worden. 

    Laura Maire verleiht Eleanor im Hörbuch ihre Stimme und macht das einfach nur großartig. Für alle, die mal etwas Besonderes suchen, sei hier eine absolute Empfehlung ausgesprochen. Zudem verteile ich hier gerne noch mit fünf Sternen die volle Punktzahl. 

  19. Cover des Buches Blutiger Januar (ISBN: 9783453271883)
    Alan Parks

    Blutiger Januar

     (15)
    Aktuelle Rezension von: walli007

    Harry McCoy ist im Heim aufgewachsen. Nie hätte er gedacht, dass er es mal bis zum Detective schafft. Als ihn ein Gefängnisinsasse warnt, eine junge Frau werde zu Tode kommen, glaubt McCoy das nicht. Trotzdem versucht er mit den wenigen Hinweisen, die Frau zu finden und zu warnen. Allerdings kommen er und sein junger Kollege Wattie zu spät. Vor ihren Augen wird die Restaurantmitarbeiterin Lorna erschossen und bevor sie noch irgendetwas veranlassen können, bringt sich auch der Täter um. Harry McCoy verbeißt sich in den Fall, er will herausfinden, was den jungen Mann dazu gebracht hat, auch Lorna zu schießen.


    Zurück in die 1970er geht es beim ersten Auftritt von Detective Harry McCoy. In winterlich verregneten Glasgow des Januars 1973 versucht der Polizeibeamte, die Fährte aufzunehmen. Seine Vergangenheit bleibt ihm dabei immer gegenwärtig. Die alten Verbindungen können ihm manchmal helfen, doch wesentlich leichter machen sie seine Arbeit nicht. Lange dauert es allerdings nicht, bis sich herausstellt, dass Lorna nicht die unschuldige Kellnerin war wie es zunächst von ihr angenommen wurde. Dennoch hat sie einen solchen Tod nicht verdient. Nichts kann McCoy davon abbringen, die Wahrheit zu finden.


    So düster wie das Titelbild ist die Vorstellung, die die Handlung weckt. Man stellt sich Regen und Kälte vor. Man sieht einsame dunkle Straßen, die McCoy durchwandert. Das Verbrechen scheint überall zu sein und die Verbindungen zwischen Polizei und Verbrechen wirken manchmal enger als es erlaubt sein kann. Und doch wird in diesem Fall das Unterste zu Oberst gekehrt. Was zunächst in die eher niedrigen Schichten der Stadtstreicher zu weisen scheint, führt dann bis in die höchsten Kreise der Stadt. Mit diesem Crime Noir zeigt der Autor, dass früher auch nicht alles Gold war. Sex und Drogen beherrschten die Szene und man bekommt den Eindruck, dass sogar die Polizei Mühe hatte, sich davon fern zu halten. Harry McCoy bleibt, auch wenn nicht alle seine Gewohnheiten nachvollziehbar sind, sympathisch und integer. Einer, der mehr geschafft hat als je erhofft, der jedoch immer daran arbeiten muss, seinen Platz zu halten. Verpackt ist diese düstere Milieustudie in einen fesselnden Fall. 

  20. Cover des Buches Tatsächlich Liebe in Notting Hill (ISBN: 9783442474745)
    Ali McNamara

    Tatsächlich Liebe in Notting Hill

     (74)
    Aktuelle Rezension von: NicoleP
    Scarletts Leben verläuft eigentlich in ruhigen Bahnen. Gemeinsam mit ihrem Vater führt sie eine Firma und ist mit dem Bankier Dave verlobt. Doch Scarlett hat eine Macke, mit der sie ihrem Umfeld ziemlich auf die Nerven geht. Sie liebt Filme nicht nur, sie sucht im Alltag nach Filmszenen, die Realität werden. Als sie gebeten wird, auf ein Haus in Notting Hill aufzupassen, möchte Scarlett beweisen, dass das Leben wie ein Film sein kann.

    Scarlett soll als „Haushüterin“ einen Monat in Notting Hill verbringen und lernt dort interessante Menschen kennen. Was dabei etwas stört, sind ihre kurzen Reisen, welche sie aus unterschiedlichen Gründen unternimmt. Da sie eigentlich als Haushüterin nach Notting Hill kommt, finde ich das nicht stimmig durchdacht.

    Die verschiedenen Charaktere sind mal mehr, mal weniger gut ausgearbeitet. Es war leider nicht möglich, eine emotionale Beziehung zu ihnen aufzubauen. Im Verlauf des Romans gibt es in Scarletts Leben einige Wendungen, doch die Geschichte nimmt nie richtig an Fahrt auf, bleibt jedoch auf einem stabilen Niveau.

    Dabei ist das Buch gut mit den Filmen zu vergleichen, aus denen Scarlett oder andere Figuren zitieren. Als Leser hat man eine schöne Zeit mit angenehmen Charakteren. Das Thema „Film“ zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Etwas Hintergrundwissen vermittelt am Ende des Buches. Dort sind kurze Informationen über Scarletts Lieblingsfilme zu finden. Es ist aber wahrscheinlich, dass die Leser die meisten Filmszenen und Zitate bereits kennen.

    Diese Geschichte kann dem Leser zur Entspannung dienen, und diesen Anspruch hat „Tatsächlich Liebe in Notting Hill“ für mich erfüllt. Also, schaut dem Buch in die Seiten, Leser.
  21. Cover des Buches You make me fly: Scottish Lovebirds (ISBN: B09NL8HDFY)
    Murphy Malone

    You make me fly: Scottish Lovebirds

     (48)
    Aktuelle Rezension von: lxy_and_more

    "You make me fly" ist ein in sich abgeschlossener Einzelband und dreht sich um Sorina und Leathan, die sich an der Uni kennenlernen. Die Erzählung erfolgt aus zwei verschiedenen Erzählperspektiven.

    Bei einer Nachtschicht für die Fertigstellung ihrer Hausarbeiten, lernen sich Sorina und Leathan in der Uni-Bibliothek kennen. Man merkt sofort, dass Leathan Interesse an ihr hat. Schnell zeigt sich, dass die Protagonisten unter großem Druck stehen, was ihre Zukunft angeht. Als es Sorina jedoch zu schnell mit Leathan geht, beschließen die beiden sich noch etwas Zeit zu lassen und sich nicht festzulegen. Mit der Zeit können sie ihre Emotionen doch nicht länger leugnen, sie kommen sich näher und finden zusammen. 

    Das Cover gefällt mir wirklich gut, leider konnte mich der Inhalt des Buches jedoch nicht überzeugen. Mich hat der Wechsel der Erzählperspektiven direkt gestört. Dazu bin ich mit den Protagonisten nicht warm geworden. Auch im weiteren Verlauf hat mich die Geschichte leider nicht abholen können, dazu war sie mir viel zu Themenüberladen. Besser wäre ein Fokus auf ein oder zwei ernstere Themen gewesen. Von mir gibt's leider nur 2,5 Sterne. 

  22. Cover des Buches Hamish Macbeth ist reif für die Insel (ISBN: 9783404178292)
    M. C. Beaton

    Hamish Macbeth ist reif für die Insel

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87

    Hamish ist erkältet und darf zudem Weihnachten nicht mit seiner Familie verbringen. In seiner Not kommt es ihm gerade gelegen, dass er für eine Freundin von Pricilla Nachforschungen anstellen soll. Auf einer schottischen Insel geht er den vermeintlichen Anschlägen nach und plötzlich gibt es tatsächlich eine Leiche.

    Gerade am Anfang tat mir Hamish sehr leid. Nicht wegen der Erkältung, aber weil er nicht bei seiner Familie sein konnte. Allgemein fand ich seine Mutter auch als wenig liebenswürdig.

    Als er auf der Insel angekommen ist, wurde es dann interessant, auch wenn es etwas gedauert hat bis es einen Todesfall gab.

    Wie immer habe ich Hamish bei seinen Ermittlungen gerne begleitet und auch hier wurde ich gut unterhalten, es war stellenweise spannend und ich konnte ordentlich miträtseln.

  23. Cover des Buches Sea Detective - Ein Grab in den Wellen (ISBN: 9783499272462)
    Mark Douglas-Home

    Sea Detective - Ein Grab in den Wellen

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah

    Es handelt sich hier um einen Kriminalroman, der sowohl polizeiliche als auch privatdetektivische Elemente enthält. Cal McGill ist ein etwas kauziger aber sexy Meeresexperte, der gestrandete Gegenstände bis zu ihrem Ursprung im Meer zurückverfolgen kann. Sein Gegenpart ist die Polizistin Helen Jamieson, eine kluge, fähige Beamtin, die von ihren Kollegen verachtet wird, weil sie etwas übergewichtig ist.  

    Douglas-Home spricht hier wichtige Themen an aber die Geschichte selbst ist teils zäh, teils verworren erzählt. Aber was mich wirklich massiv gestört hat war, wie der Autor die weibliche Hauptfigur dargestellt hat. Er beschreibt sie als "schlicht und hässlich" und durch Aussagen anderer Figuren lässt er sie das "spüren". Das ist einfach frauenfeindlich und ich hatte gute Lust das Buch in die Ecke zu pfeffern...

    Auch wenn die Grundidee des Buches gute Ansätze hatte, wirklich überzeugen konnte es mich nicht. Ich bewerte es, auch wegen meiner Kritik mit 2 von 5 Sternen.

  24. Cover des Buches Laidlaw (ISBN: 9783888979675)
    William McIlvanney

    Laidlaw

     (23)
    Aktuelle Rezension von: SalanderLisbeth
    Erneut erschien ihm sein eigener Charakter als verschlungenes Paradox. Er war ein potenziell gewalttätiger Mensch, der Gewalt verabscheute, ein untreuer Verfechter der Treue, ein umtriebiger Mann, der sich danach sehnte, verstanden zu werden. Auszug Seite 11

    In einem Park in Glasgow wird die Leiche einer vergewaltigten jungen Frau gefunden. Jack Laidlaw, inzwischen Detective Inspector  wird auf den brutalen Sexualmord angesetzt und soll den Täter auf die Spur kommen, hinter dem viele aus ganz unterschiedlichen Gründen her sind. Darunter der Vater des Opfers, der besinnungslos vor Schmerz das Gesetz in die eigene Hand nehmen will. Die allwissende Leser*in kennt den Täter von Anfang an und beobachtet, wie der schwierige Einzelgänger Laidlaw seine Unterweltkontakte spielen lässt und dabei erfährt, dass auch das organisierte Verbrechen verhindern will, dass die Polizei den Täter schnappt.

    Unterstützung bekommt er durch den jungen Kollegen DC Brian Harkness, der auch als Puffer zwischen ihm und seinem verhassten Vorgesetzten Milligan fungiert. DI Laidlaw, ein widersprüchlicher Charakter, der den konventionellen Polizeimethoden abgeschworen und durch seine selbstgefällige Art bei der Glasgower Crime Squad  wenig Freunde hat. 

    Der Roman, im Original bereits 1977 erschienen, ist der Auftakt der Laidlaw-Trilogie und zeitlich ein paar Jahre nach dem Prequel „Das Dunkle bleibt“ angesiedelt.  Noch mehr als das Prequel überzeugt der düstere Noir-Krimi mit einem außergewöhnlich bildhaften, literarischen Schreibstil, der voll von philosophischen Betrachtungen und sarkastischem Humor ist, an einigen Stellen schon fast überpointiert. Ein zeitloser und tiefsinniger Krimi, der ein intensives Bild des Glasgower Arbeitermilieus der 70er Jahre aufzeigt und sich mit menschlichen Abgründen beschäftigt. Ein Lesegenuss! 4,5

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