Bücher mit dem Tag "glaube"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "glaube" gekennzeichnet haben.

1.381 Bücher

  1. Cover des Buches Der Kuss der Lüge (ISBN: 9783846602423)
    Mary E. Pearson

    Der Kuss der Lüge

    (1.566)
    Aktuelle Rezension von: Samira_2006

    Prinzessin Lia soll einen Prinzen heiraten, den sie noch nie gesehen hat. Doch sie flieht und beginnt ein neues Leben in einer Taverne. Dort begegnet sie Rafe und Kaden – ohne zu wissen, dass einer von ihnen der Prinz ist, den sie heiraten sollte, und der andere geschickt wurde, um sie zu töten.

    Lia ist eine starke, mutige und selbstbewusste Protagonistin, die sich nicht einfach ihrem Schicksal ergeben möchte. Besonders spannend fand ich die Beziehung zwischen Lia, Rafe und Kaden, da lange unklar bleibt, wem sie wirklich vertrauen kann.

    Die Welt von Morrighan ist wunderschön und geheimnisvoll gestaltet. Königreiche, Intrigen, alte Geschichten und geheimnisvolle Gaben machen die Fantasywelt besonders interessant.

    Der Schreibstil von Mary E. Pearson ist flüssig, bildhaft und spannend. Die Geschichte hat mich schnell gefesselt und durch die vielen Geheimnisse wollte ich immer weiterlesen.

    Die Chroniken der Verbliebenen 1-4

    Die Chroniken der Hoffnung 1-2 (Leider schon alle gelesen / würde gerne vergessen, dass ich sie bereits kenne, um sie noch einmal lesen zu können.)

    Für mich ist „Die Chroniken der Verbliebenen“ definitiv eine Reihe, die noch lange im Gedächtnis bleibt. Ich habe mit Lia mitgefiebert, mitgerätselt und mich immer wieder gefragt, wem sie wirklich vertrauen kann. Eine klare Leseempfehlung für alle, die spannende, emotionale und fesselnde Geschichten lieben!

  2. Cover des Buches Illuminati (ISBN: 9783942656023)
    Dan Brown

    Illuminati

    (5.150)
    Aktuelle Rezension von: Petra_Praxmarer

    📖 Illuminati – Dan Brown
    ⭐⭐⭐⭐⭐

    Ich muss sagen: Die Illuminati haben mich echt gepackt. 😄

    Ich mag Geschichten mit historischen Hintergründen sowieso total gerne und hier bekommt man davon wirklich einiges: Rom, der Vatikan, alte Symbole, die Illuminaten, Wissenschaft, Religion und mittendrin eine riesige Verschwörung. Genau mein Ding!

    Besonders cool fand ich die ganzen Rätsel und Hinweise. Ich hatte ständig das Bedürfnis, selbst mitzurätseln oder nebenbei nachzuschauen, weil ich wissen wollte: „Okay, gibt es das jetzt wirklich oder hat Dan Brown sich das ausgedacht?“ 😂

    Robert Langdon mochte ich auch sehr. Er rennt zwar gefühlt ohne Pause durch halb Rom, aber gerade seine Art, Symbole und Hinweise zu entschlüsseln, hat mir gefallen. Ich mag solche Figuren einfach lieber als den typischen Actionhelden, der jedes Problem mit einer Waffe löst.

    Natürlich ist die Geschichte stellenweise ziemlich übertrieben und man sollte wahrscheinlich nicht alles hinterfragen. 😅 Aber ganz ehrlich: Mir war das egal. Ich wollte wissen, was als Nächstes passiert, und genau das muss ein guter Thriller für mich schaffen.

    Vor allem die Mischung aus echten Orten, Geschichte und Fiktion hat mir richtig gut gefallen. Danach bekommt man direkt Lust, nach Rom zu fahren und sich die ganzen Schauplätze selbst anzusehen. 😂

    Für mich definitiv ein richtig gutes Buch – und wahrscheinlich nicht mein letztes Dan Brown!

    ⭐⭐⭐⭐⭐ 5/5

  3. Cover des Buches Der Report der Magd (ISBN: 9783492303279)
    Margaret Atwood

    Der Report der Magd

    (907)
    Aktuelle Rezension von: Barbara_Landwehr

    Ich habe Der Bericht der Magd beendet – und das Buch lässt mich nicht los.

    Schon beim Lesen musste ich immer wieder an 1984 denken: Überwachung, Kontrolle der Sprache, Manipulation der Vergangenheit und ein System, das den Menschen immer weniger Raum lässt, selbst zu bestimmen, wer er sein möchte.

    Bei Atwood kommt für mich aber etwas besonders Beklemmendes hinzu: Gilead wirkt erschreckend real. Vieles von dem, was Frauen dort widerfährt, ist keine wilde dystopische Fantasie, sondern hat historische Vorbilder.

    Besonders beschäftigt haben mich Serena Joy und der Commander. Serena unterstützt eine Ordnung, die Frauen Schutz, Sicherheit und einen festen Platz verspricht – und wird am Ende selbst zu ihrer Gefangenen. Der Commander dagegen profitiert vom System und nimmt sich gleichzeitig Freiheiten heraus, die er anderen verweigert.

    Und genau hier liegt für mich ein zentraler Gedanke des Buches: Es ist ein Unterschied, ob mir jemand eine Freiheit großzügig erlaubt oder ob ich ein Recht darauf habe.

    Selbst das Ende spendet nur bedingt Trost. Gilead ist irgendwann Geschichte. Aber sind damit auch die Vorstellungen und gesellschaftlichen Strukturen verschwunden, die Gilead überhaupt erst möglich gemacht haben?

    Der Bericht der Magd hat mich deshalb nicht nur erschüttert, sondern zum Nachdenken gebracht – über Frauen und Männer, über Abhängigkeit und Schutz, über Sicherheit und Selbstbestimmung und vor allem darüber, wie selbstverständlich wir unsere Freiheit manchmal nehmen.

    Die Antwort auf die Schwierigkeiten, die Freiheit mit sich bringt, kann niemals weniger Freiheit sein. Für mich kann sie nur in gelebter Gleichberechtigung und gelebter Demokratie liegen.

    Ein Buch, das ich zu Ende gelesen habe, mit dem ich aber noch lange nicht fertig bin.


  4. Cover des Buches Nevernight - Die Prüfung (ISBN: 9783596297580)
    Jay Kristoff

    Nevernight - Die Prüfung

    (726)
    Aktuelle Rezension von: Klaus_M

    Ich habe selten ein Buch gelesen, das mich durch seine bloße Wortgewalt so gefesselt hat. Kristoff schreibt nicht einfach nur eine Geschichte – er zelebriert sie mit einer cineastischen, bildgewaltigen Sprache. Wer düstere Storys, Auftragskiller-Akademien und einen außergewöhnlichen Erzähler sucht, kommt an diesem Buch nicht vorbei. Ein absolutes Jahreshighlight!

  5. Cover des Buches Das Reich der Vampire (ISBN: 9783596700400)
    Jay Kristoff

    Das Reich der Vampire

    (390)
    Aktuelle Rezension von: Doscho

    „Das Reich der Vampire“ erzählt die Geschichte des Silberwächters Gabriel de León, von seinem Aufstieg zu einem der mächtigsten Wächter aller Zeiten bis zu seinem tiefen Fall und Absturz.


    Maßgebend für eine Bewertung ist zu einem Teil ja auch die Einstellung, mit der man an ein Buch herangeht. Jay Kristoff mochte ich bislang sehr gerne – dank seiner Illuminae-, Aurora- und der Nervernight-Reihe. Was kann also schon passieren? Leider, wie man an meiner Bewertung erkennen kann, schon sehr viel.

    Zunächst mal der Erzählstil. Die Rahmenhandlung ist im Wesentlichen, dass Gabriel einem Untoten seine Lebensgeschichte erzählt. Vielleicht bin ich ja naiv, aber für mich ergibt es am meisten Sinn, da bei der Geburt, bzw. der ersten wichtigen Erinnerung anzufangen und sich dann zum jetzigen Standpunkt vorzuarbeiten. Gabriel sieht das jedoch etwas anders. Wie kann man bei einer Lebensgeschichte derartige Sprünge machen? Ich versteh es nicht und auch der Untote kommt mehrmals in der Handlung nicht mehr mit. Daraufhin reagiert Gabriel stets damit, dass er seine Geschichte so erzählt, wie er sie erzählen will.

    Was mich zum zweiten Problem bringt: Gabriel selbst. Gott, ist der Typ unsympathisch. Ich finde Antihelden bzw. gefallene Helden eigentlich durchaus reizvoll. Und ja, Gabriel ist tief gefallen und hat allen Grund, seinen Kummer zu betäuben, was er ja dann auch regelmäßig tut. Doch auch wenn man vorsichtig mit diesem Begriff sein sollte, das erste Wort, das mir bei Gabriel einfällt, ist: dissozial.

    Die Handlung erschien mir auch in weiten Teilen erschreckend eintönig. Zusammenfassend kann man an vielen Stellen des Romans sagen: Die Guten laufen vor den Bösen weg oder kämpfen gegeneinander. Das ist wenig spannend und so konnte ich mich nur an den wenigen Stellen festhalten, in denen Gabriel – zusammen mit anderen – daran forscht, wer er ist und warum die Welt in „Das Reich der Vampire“ gerade so ist, wie sie ist. Diese rar gesäten Stellen waren für mich, zusammen mit dem Plot Twist am Ende, die Highlights des Romans.

    Und leider muss ich noch auf ein Lowlight eingehen: Die Schicksalsgemeinschaft, der sich Gabriel relativ zu Beginn des Romans anschließt. Alle haben ihre Geheimnisse, keiner sagt was und wenn Gabriel nachfragt heißt es sinngemäß: „Geht dich nichts an.“ Ich frage mich: Wie soll ich als Leser denn Ahnung von der Handlung haben, wenn sie mir verheimlicht wird? Klar ist es genauso langweilig, alles auf dem Silbertablett vorgekaut zu bekommen. Aber man weiß als Leser nur das, was der Autor bereit ist zu schreiben. Und wenn der Autor gar nichts verrät, weil es den Leser ja nicht zu interessieren braucht, was weiß dann der Leser? Eben.


    So war „Das Reich der Vampire“ für mich hauptsächlich mal ein Lehrstück darin, mit dem Begriff „Lieblingsautor“ vorsichtig zu sein. Wie gesagt mochte ich bislang alles von Jay Kristoff – dieser Roman jedoch war nichts für mich. Wirklich schade und enttäuschend, aber es sollte wohl nicht sein. Diese Reihe werde ich nicht weiterlesen.

  6. Cover des Buches Der Goldene Kompass (ISBN: 9783551583406)
    Philip Pullman

    Der Goldene Kompass

    (1.602)
    Aktuelle Rezension von: Karandi

    Angenehm überraschtIch muss sagen, ich war wirklich mehr als positiv. Überrascht bereits vom ersten Teil der goldene Kompass. Ich habe alle drei Teile der Triologie gelesen und wie so oft hängt das Buch den Film um Längen ab. Man muss auch dazu sagen, dass der Film mehr für Kinder gedacht gewesen ist das Buch hingegen in nicht wenigen Szenen doch einen sehr erwachsenen Charakter aufweist. Manchmal waren die Kampfszenen so spannend, dass sich mein Lese Tempo automatisch so dermaßen beschleunigt hat um bloß schnell auf die nächste Seite zu kommen, um zu wissen, wie es weitergeht. Fantasy ist normalerweise nicht mein Genre, höchstens im Bereich vom magischen Realismus wie Murakami. Aber dieser Dreiteiler hat mich absolut überzeugt beide Daumen hoch

  7. Cover des Buches Was man von hier aus sehen kann (ISBN: 9783755800736)
    Mariana Leky

    Was man von hier aus sehen kann

    (997)
    Aktuelle Rezension von: Orisha

    Selma träumt von einem Okapi und dann? Stirbt jemand! So war es bisher, so soll es wieder sein. Dieses Mal schlägt der Tod ganz in der Nähe zu und eigentlich auch viel zu spät. Der Effekt bleibt der gleiche. Jemand stirbt und alle trauern. Zehn Jahre später. Luise, Selmas Enkelin ist erwachsen, macht eine Lehre im Buchhandel und versucht ihr eigenes Leben zu leben. Als Alaska, die Dogge ihres Vaters entschwindet, begegnet sie Frederik, dem jungen Mann, der sein Leben als Mönch verbringen möchte. Sie verliebt sich unsterblich, doch das Leben nimmt seinen Lauf.

    Eigentlich mag ich skurrile Geschichten. Eigentlich mag ich skurrile Charaktere. Und eigentlich mag ich Geschichten, die anders sind. Doch dieser Leky-Roman konnte mich nicht überzeugen. Die Charaktere sind eigen, aber so eigen, dass man keinen wirklich greifen kann. Als Ensemble nett, als Einzelcharaktere bleiben alle vage. Luises Liebe zu Frederick - vage und ehrlicherweise für mich nicht nachvollziehbar, denn Leky gibt den LeserInnen einfach nicht genug an die Hand. Selma, die vom Optiker geliebt wird - vage, denn Stellung bezieht sie nie. Warum kann Sie ihn nicht als mehr ansehen? Ja, wegen Heinrich, der 100 Jahre tot ist, aber Leky zeigt uns diese alte Liebe einfach nicht. Sie erhält gerade einmal drei Sätze und davon soll ich mir ein umfassendes Bild machen? Das funktioniert für mich nicht. Palm - genau das gleiche. Warum trinkt er? Wie empfindet er nach seinem Schicksalsschlag? Warum läutert er sich? Und und und.

    Eigentlich ist es ein Buch über das Leben, über Verlust, Liebe, Freundschaft, Zusammenhalt. Familie, die auseinanderfällt und doch in irgendeiner Form weiter besteht. Wandel, Veränderung und eine Dorfgemeinschaft, die trotz ihrer Differenzen füreinander einsteht. Und das ist auch schön. Doch das Ensemble konnte mich nicht über die oben genannten Punkte hinwegtragen.

    Kurzum: Ein Buch, das Potential hatte, aber zu oberflächlich bleibt, um mit den Charakteren anzubandeln. Kann man lesen, muss man nicht.

  8. Cover des Buches Ich bin dann mal weg (ISBN: 9783890296005)
    Hape Kerkeling

    Ich bin dann mal weg

    (4.122)
    Aktuelle Rezension von: xoxo_love_books

    Ja so gut geschrieben. Fühle mich wie das Kind das er da beim Schreiben in dieser einen holzigen Steinhütte trifft. Guter Humor, tiefgründige Gespräche und viel Hoffnung zu finden. Bzw. wer Hoffnung bräuchten mehr davon erlangen möchte, sollte dieses Buch lesen. Ich möchte noch mehr von ihm lernen und ihn irgendwann gern einmal wieder treffen.

  9. Cover des Buches Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger 3D, 1 Blu-ray (ISBN: 4010232059383)
    Yann Martel

    Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger 3D, 1 Blu-ray

    (1.042)
    Aktuelle Rezension von: Fiona_Camars

    Eines der schönsten und ungewöhnlichen Bücher, die ich je gelesen habe. Das Setting ist merkwürdig, mit einem indischen Zoobesitzer Sohn. Die Geschichte mäandern erst hier hin und dorthin, bis plötzlich der (im Deutschen) namensgebende Schiffbruch passiert, bei dem sich der Junge auf einem kleinen Rettungsboot mit einer Handvoll bedauernswerten Tieren wiederfindet. Ungewohntes Ende. Tolle Geschichte!

  10. Cover des Buches Eat, Pray, Love (ISBN: 9783596523344)
    Elizabeth Gilbert

    Eat, Pray, Love

    (927)
    Aktuelle Rezension von: BuchBoxBirgit

    Ein Road Movie zum Lesen, heute würde man sagen: ein Travel Vlog zum lesen. Die Autorin ist auf jeden Fall sympathisch, sie macht eine Reise, wie viele von uns sie (in ihren Träumen) unternehmen möchten und lässt uns an ihren Erlebnissen und Gedanken Teil haben. Sie findet sich selbst, und viele neue Freunde. Unterhaltsam

  11. Cover des Buches Erlösung (ISBN: 9783423214933)
    Jussi Adler-Olsen

    Erlösung

    (1.272)
    Aktuelle Rezension von: ScriptumFelicis

    Klappentext / Zusammenfassung:

    Ein rätselhafter Fund stellt Carl Mørck und sein Team vom Sonderdezernat Q vor eine erschütternde Aufgabe: In einer alten, verstaubten Flaschenpost, die vor über 15 Jahren angeschwemmt wurde, entdecken sie eine mit Blut geschriebene, kaum noch lesbare Botschaft – ein stummer Hilferuf zweier Jungen, die offenbar entführt wurden. Doch das mutmaßliche Verbrechen scheint nie angezeigt worden zu sein. Warum hat niemand diese Kinder vermisst?

    Die Ermittlungen führen das Team in ein Milieu aus religiösem Fanatismus, abgeschotteten Gemeinschaften und einem Netz aus Angst und Schweigen. Mit zunehmender Intensität verfolgt das Sonderdezernat Spuren, durchleuchtet Familienstrukturen, ideologische Abgründe und sektenähnliche Organisationen – bis es zu einem dramatischen und beklemmenden Höhepunkt kommt.

    Meinung:

    Für mich ist Erlösung bisher der spannendste Band der Reihe. Jussi Adler-Olsen gelingt mit dem dritten Fall für das Sonderdezernat Q ein düsterer, atmosphärisch dichter Thriller, der sich tief in psychologische Abgründe und das Thema manipulativer Machtstrukturen vorwagt. Die Geschichte bewegt sich in einem komplexen Spannungsfeld aus persönlichem Trauma und religiösen Dogmen.

    Die Handlung wird auf mehreren Zeitebenen erzählt. Die Ermittlungen in der Gegenwart werden ergänzt durch Einblicke in das Leben des Täters sowie Rückblenden in dessen Vergangenheit. Diese Erzählstruktur ist anspruchsvoll und erfordert Konzentration – verleiht dem Roman jedoch Tiefe und einen vielschichtigen Spannungsbogen.

    Adler-Olsen setzt nicht auf schnelle Action, sondern auf eine stetig wachsende Spannung, die sich manchmal zwar nur schleichend, aber unaufhaltsam verdichtet. Kleine Hinweise, scheinbar nebensächliche Details und psychologisch präzise gesetzte Szenen entfalten nach und nach ein erschütterndes Gesamtbild. Zwar ist der Aufbau stellenweise recht langsam – besonders dann, wenn sich die Ermittlungen festfahren –, doch gerade das wirkt authentisch und realitätsnah. Man braucht zu Beginn etwas Geduld, wird aber später mit einer dichten und intensiv erzählten Geschichte belohnt.

    Die Figuren sind – wie in den vorigen Bänden – vielschichtig und glaubwürdig. Carl Mørck bleibt ein ambivalenter Protagonist mit Ecken, Kanten und einem trockenen Humor, der ihn sympathisch macht, ohne ihn zu idealisieren. Assad ist nicht nur für sprachliche und kulturelle Reibungspunkte zuständig, sondern auch ein cleverer, aufmerksamer Beobachter, dessen Rolle im Team zunehmend an Bedeutung gewinnt. Doch seine Herkunft wirft immer mehr Fragen auf – wer ist er wirklich? Rose bringt mit ihrer kratzbürstigen, aber eigenständigen Art frischen Wind ins Team und offenbart neue Facetten ihrer Persönlichkeit.

    Besonders eindrucksvoll gelingt Adler-Olsen die Darstellung des Täters. Er wirkt über weite Strecken beinahe übermächtig – hochintelligent, manipulativ, mit einem perfekt ausgearbeiteten Plan und erschreckender psychologischer Kontrolle. Trotz (oder gerade wegen) dieser Überhöhung bleibt seine Figur fesselnd, weil ihre Beweggründe glaubwürdig aus einer gewalttätigen Kindheit und einem ideologisch geprägten Umfeld erwachsen.

    Der Schreibstil ist klar und hochgradig atmosphärisch. Adler-Olsen versteht es, Spannung aufzubauen, ohne in übertriebene Effekthascherei zu verfallen. Die Schauplätze sind greifbar, die Stimmung ist durchgehend beklemmend – und genau das verleiht dem Roman seine Wirkung.

    Fazit:

    Erlösung ist ein vielschichtiger, psychologisch intensiver Thriller, der durch seine durchdachte Konstruktion, seine beklemmende Atmosphäre und seine klug gezeichneten Figuren überzeugt. Jussi Adler-Olsen erzählt eine verstörende Geschichte über Schuld, Verdrängung und zerstörerische Machtverhältnisse – leise, aber nachhaltig. Wer Krimis mit Substanz, Tiefe und emotionaler Wucht schätzt, findet hier einen der stärksten Bände der Reihe.

  12. Cover des Buches Die Brüder Karamasow (ISBN: 9783746639000)
    Fjodor M. Dostojewski

    Die Brüder Karamasow

    (260)
    Aktuelle Rezension von: Nicolai_Levin

    Es steckt schon eine ganze Menge drin in diesem Buch - was einen nicht weiter verwundern darf angesichts des Umfangs.

    Laut der Erzählstimme geht es um den Helden Alexej Karamasow, einen jungen Novizen, der im örtlichen Kloster nach Richtung für sein weiteres Leben sucht. Tatsächlich aber spielen Alexejs ältere Brüder keine geringere Rolle in der Handlung: der rational-intellektuelle Journalist Iwan und der älteste, Dimitri, ein Offizier, der gern auf großem Fuß lebt.

    Der Vater, Fjodor, ist ein ausgemachter Kotzbrocken, dem eine Ehefrau davongelaufen und die andere gestorben ist und der sich keinen Deut um seine Söhne gekümmert hat, die von Bediensteten oder wohlmeinenden Tanten versorgt und erzogen wurden, während der Vater sich seinen Geschäften und dem Suff hingab.

    Nun - nach etwas mehr als der Hälfte des Buches - wird der Vater erschlagen in seiner Stube aufgefunden, ein ominöser Briefumschlag, der dreitausend Rubel enthalten soll, ist geöffnet und leer. Der Verdacht richtet sich auf Dimitri, den Ältesten, dessen Geldsorgen dramatisch und stadtbekannt sind und der mit dem Alten in bitterem Streit um sein Erbteil lag und der schon angedroht hatte, seinen Vater irgendwann zu erschlagen. In einem furiosen Gerichtsverfahren wird Dimitri schließlich verurteilt - wir Leser wissen: unschuldigerweise.

    Die Kriminalhandlung um den Tod des alten Karamasow und die Überlegungen, die im Rahmen der Ermittlungen angestellt werden, wirken erstaunlich schlüssig und clever und halten auch beim heutigen Lesen noch stand. Für 1882 ist das bemerkenswert - war doch zu dieser Zeit Sherlock Holmes noch nicht erdacht und Agatha Christie und Dorothy Sayers waren nicht einmal geboren! Auch das anschließende Gerichtsdrama mit den Argumenten von Staatsanwalt und Verteidiger hat Pfeffer - wahrscheinlich ist es das erste seines Genres in der Literaturgeschichte, wenn man mal von Kleists „Zerbrochnem Krug“ absieht.

    Dostojewski hat in diesem letzten Roman alles untergebracht, was er sich von der Seele schreiben wollte. Und so findet sich neben dem Krimi vor allem auch eine Art Lebensbeichte. Die drei Brüder spiegeln die Seelenteile ihres Schöpfers: Der sinnsuchende religiöse Alexej, der zynische und abgebrühte Philosoph und Staatstheoretiker Iwan und vor allem der leidenschaftliche, impulsive und erratische Verschwender Dimitri. Wie Dostojewski ihn in seiner Trunksucht und Verschwendung punktgenau schildert, wie der Autor, der selbst mit seiner Spielsucht und der Unfähigkeit mit Geld umzugehen, seine eigene Familie mehrmals in den Ruin gestürzt hat, hier das Psychogramm eines derartigen Charakters zeichnet, das hat mich beeindruckt.

    Sigmund Freud hat die Brüder Karamasow über den grünen Klee gelobt. Kein Wunder, finden wir hier doch Psychoanalyse vom Feinsten (bei den Brüdern), aber auch vom Gröbsten: Die überspannten, „hysterischen“ Frauengestalten Katja und Gruschenka, dazu die von sadomasochistischen Fantasien getriebene Lisa - das ist natürlich ein Fest für den alten Saubären Freud. Ich fand diese Teile allerdings anstrengend und äußerst unglaubwürdig.

    Dazu packt Dostojewski ohne Rücksicht auf Verluste die Diskussion weiterer Themen in die Geschichte, zum Teil als Story in der Story. So etwa die Erzählung vom „Großinquisitor“, in der Iwan einen auferstandenen Christus in das Spanien der Inquisition erscheinen lässt, der die wohlgeordnete Welt einer klerikalen Gesellschaft mit seinen urchristlichen Idealen nur stört. Dazu die Lebensgeschichte der alten Mönches Sossima, in der Dostojewski wohl eigene Begegnungen mit einem derartigen Mann hat einfließen lassen, der ihn sehr beeindruckt haben muss. Mit diesem Ringen um das Verhältnis von Staat und Religion, mit dem verzweifelten Grübeln nach der Existenz und Bedeutung Gottes in unserer schnöden schlechten Welt, verbringt er viele Seiten, und mich lassen diese Überlegungen merkwürdig kalt.

    Dostojewski hat in den „Brüdern Karamasow“ fünf oder sechs Romane zwischen zwei Buchdeckeln untergebracht und drei oder vier davon habe ich mit Gewinn und Freude gelesen.

  13. Cover des Buches Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry (ISBN: 9783596714988)
    Rachel Joyce

    Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry

    (1.389)
    Aktuelle Rezension von: Featherstone

    Inhalt:

    Vollkommen überraschend erhält Harold einen Brief von Queenie, die er seit über zwanzig Jahren nicht mehr gesehen hat, obwohl die beide früher Freunde gewesen sind. In dem Brief teilt sie ihm mit, dass sie todkrank ist. Statt eines Antwortbriefs entscheidet sich Harold für eine große Geste: Er will sich zu Fuß auf den Weg zu Queenie machen, obwohl es eine Strecke von rund 800 km ist. Während Harold unterwegs ist lässt er sein bisheriges Leben mit all seinen Höhen und Tiefen Revue passieren…

    „Unser Geist ist viel größer, als wir begreifen. Wenn wir fest an etwas glauben, können wir alles schaffen.“ (S. 23)
    Er maß die Entfernung nicht mehr in Kilometern, sondern in Erinnerungen. (S. 119)

    Meine Meinung:

    Meine Meinung zu diesem Buch hat sich während des Lesens sehr stark verändert. Ich fand den Anfang des Buches zwar gut, aber ich hatte einige Kritikpunkte und deshalb hat es mich positiv überrascht wie sehr sich das Buch im weiteren Verlauf gesteigert hat und wie bewegend ich das Ende fand. Es handelt sich um ein Buch, das ein bisschen Zeit braucht um seine volle Wirkung zu entfalten.

    Die Grundidee ist eine sehr schöne und besondere: Seiner Freundin Queenie zuliebe entscheidet Harold sich für eine große Geste, die ihr Hoffnung schenken soll. Das soll ihr helfen noch etwas länger durchzuhalten und ihr beweisen, dass er sie nicht vergessen hat und sie ihm noch immer viel bedeutet.

    Harolds Reise wird sehr lebendig beschrieben. Was er auf seiner Reise erlebt vermittelt einerseits Abenteuer und Lebensfreude, aber zugleich werden auch die physischen und psychischen Strapazen anschaulich beschrieben. Harold kommt mehrfach an seine Grenzen und steht auch einmal kurz davor aufzugeben. Es wird einfühlsam beschrieben wie Harold auf seiner Reise beginnt über sein Leben nachzudenken und wie ihn das emotional aufwühlt. Harold lässt die Höhen und Tiefen seines Lebens Revue passieren, denkt über verpasste Chance nach und setzt sich mit den Fehlern auseinander, die er in der Vergangenheit begangen hat. Man kann sich in diesen Momenten sehr gut in ihn hineinversetzten und fühlt sich ihm nahe.

    Den Beginn des Buches fand ich noch recht mittelmäßig. Am Anfang war mir die Distanz zu Harold noch zu groß und ich fühlte mich ihm nicht besonders nahe. Das liegt daran, dass man zunächst nicht genügend Einblick in Harolds Gedanken und Gefühle erhält und dadurch fiel es mir schwer seine Beweggründe richtig nachzuvollziehen. Zudem fand ich die Freundschaft zwischen Harold und Queenie lange Zeit nicht wirklich greifbar, weil es im Anfangsteil an Rückblenden gefehlt hat, die einem vor Augen führen was die beiden einander bedeutet haben. Das hätte es aber gebraucht um nachvollziehen zu können warum Harold ihr zuliebe die lange und beschwerliche Reise antritt. Es gab entscheidende Fragen auf deren Antwort man beim Lesen relativ lange warten muss: Wie sind Harold und Queenie Freunde geworden und wie sah diese Freundschaft aus? Wieso hatten Harold und Queenie jahrelang keinen Kontakt mehr, wenn sie doch so gut befreundet waren? Wieso ist Harolds Verhältnis zu seiner Frau und zu seinem Sohn so belastet und distanziert? Warum hat Harold in all den Jahren keinen Versuch unternommen um die Beziehung zu seinem Sohn zu verbessern, wenn ihm das so schwer auf der Seele liegt?

    Zum Glück haben sich diese Kritikpunkte dann aber in der zweiten Buchhälfte erledigt. Je weiter man im Buch kommt desto mehr offene Fragen werden beantwortet und desto tiefer taucht man auch in die Vergangenheit ein. Dadurch wird die Geschichte tiefgründiger, emotionaler und bewegender als erwartet. Man kann sich besser in Harold und Maureen hineinversetzten, gewinnt die beiden lieb, entwickelt Verständnis und Mitgefühl für die beiden und hofft, dass sich die Dinge für die beiden letztlich doch noch zum Besseren wenden.

    Es wird eine gelungene Mischung aus fröhlichen, hoffnungsvollen, traurigen und dramatischen Momenten geboten. Besonders die Szenen in denen man in Harolds Vergangenheit reist und von den guten und schlechten Zeiten seines Lebens erfährt bleiben in Erinnerung. Harolds schwierige Kindheit, seine Liebe zu Maureen und die spätere Entfremdung zwischen Harold und seinem Sohn David werden mit sehr viel Feingefühl und sehr berührend beschrieben. Beim Lesen muss man tatenlos „mitansehen“ wie sich allmählich ein unüberbrückbar erscheinender Abgrund zwischen Harold und David auftut und schließlich auch zwischen Harold und seiner Frau Maureen. Es geht einem nahe wie jeder von ihnen alleine im Stillen leidet und es ihnen an den richtigen Worten fehlt um sich einander wieder anzunähern. Es gibt vor allem was Harolds Sohn David betrifft einige herzzerreißende Momente, die furchtbar traurig und dramatisch sind. Auch wie Harold die todkranke Queenie nach all den Jahren wiedertrifft ist sehr traurig. Ihr Zustand wird schonungslos beschrieben.

    Das Ende des Buches ist trotz zutiefst trauriger und dramatischer Momente aber nicht nur wehmütig, sondern auch etwas hoffnungsvoll und es gibt ein bisschen was fürs Herz. Harolds Leben hat sich durch seine Reise in mancher Hinsicht zum Besseren gewendet. Das tröstet einem zumindest etwas darüber hinweg, dass es Queenie bei Harolds Besuch schon so furchtbar schlecht geht. Von der fröhlichen Person, die Harold einst kannte ist fast nichts mehr übriggeblieben und Queenie nimmt seinen Besuch kaum noch wahr und stirbt kurze Zeit später.

    Fazit:

    Das Buch wirkt zunächst wie ein durchschnittliches Wohlfühlbuch. Zudem gab es einige offene Fragen und es besteht beim Lesen zunächst noch eine gewisse Distanz zu Harold, aber das gibt sich zum Glück im weiteren Verlauf. Es lohnt sich dranzubleiben, denn nach diesem meiner Meinung nach etwas holprigen und mittelmäßigen Beginn wir man mit einer besonderen, bewegenden, emotionalen und dramatischen Geschichte belohnt, die mich dann doch noch in ihren Bann ziehen konnte.

    Zum Schluss noch einige besonders berührende Zitate aus dem Buch:

    Manchmal glaubte er, er lebte mehr in der Erinnerung als in der Gegenwart. Er spielte Szenen aus seinem Leben noch einmal ab, als Zuschauer, der im Draußen gefangen blieb. Er sah die Fehler, die Widersprüche, die falschen Entscheidungen, und konnte doch nichts dagegen tun. (S. 193)
    „Ich vermisse sie die ganze Zeit. Ich weiß im Kopf, dass sie nicht mehr ist, aber ich halte immer noch nach ihr Ausschau. Geändert hat sich nur eines: Ich gewöhne mich an den Schmerz. Es ist, wie wenn sich im Boden ein großes Loch auftut. Anfangs vergisst man, dass es da ist, und stolpert dauernd rein. Nach einer Weile ist das Loch zwar noch da, aber man hat gelernt, außen herum zu gehen.“ (S. 254)
    Es war zu spät, um Vergangenes wiedergutzumachen. Aber sie wollte wenigstens einen letzten Anlauf unternehmen, ihn zum Heimkommen zu bewegen. (S. 289)
    Und es wäre auch etwas gewesen, wenn er David in die Arme genommen und ihm versprochen hätte, dass es besser werden würde. Nun quälte er sich unendlich wegen Dingen, an denen nichts mehr zu ändern war. (S. 308)
  14. Cover des Buches Children of Blood and Bone (ISBN: 9783596712168)
    Tomi Adeyemi

    Children of Blood and Bone

    (499)
    Aktuelle Rezension von: AnnieHall

    Zélies Welt war einst voller Magie – bis zu der Nacht, in der der machthungrige König von Orïsha alle Magier töten ließ. Diese Blutnacht nahm Zélie ihre Mutter und raubte einem ganzen Volk die Hoffnung. Doch Jahre später bekommt sie die Chance, die Magie nach Orïsha zurückzubringen. Dafür begibt sie sich auf eine gefährliche Mission und muss ihren Feinden immer einen Schritt voraus sein – besonders dem Kronprinzen, der alles daran setzt, die Rückkehr der Magie zu verhindern.

    Children of Blood and Bone entführt die Leserinnen und Leser in eine faszinierende Welt, die stark von westafrikanischer Mythologie inspiriert ist. Früher konnten Flammentänzer das Feuer beherrschen, Geistwandler Träume erschaffen und Seelenfänger über Leben und Tod wachen. Diese kulturellen Einflüsse verleihen der Geschichte eine besondere Atmosphäre und heben sie von vielen klassischen Fantasywelten ab. 

    Im Mittelpunkt steht die junge Zélie, deren Mutter während der Blutnacht ermordet wurde. Ihre Wut, Trauer und Hoffnung sind spürbar und machen sie zu einer starken und glaubwürdigen Hauptfigur. Seit jener Nacht leben Menschen mit magischem Potenzial unterdrückt und in ständiger Angst, doch als sich für Zélie die Möglichkeit ergibt, die verlorene Magie zurückzubringen, beginnt eine gefährliche Reise durch Wüsten, Städte und spirituelle Welten. Besonders spannend sind dabei die verschiedenen Arten von Magie, die Götter und Rituale, die der Geschichte eine große Tiefe verleihen.

    Neben dem spannenden Abenteuer greift das Buch auch ernste Themen wie Unterdrückung, Diskriminierung und Machtmissbrauch auf. Dadurch wirkt vor allem der Konflikt zwischen Magiern und Nichtmagiern emotional und teilweise erschreckend real. 

    Mitunter ist die Geschichte allerdings etwas überladen und schreitet sehr schnell voran. Viele Ereignisse passieren in kurzer Zeit, wodurch einige Entwicklungen oder Beziehungen etwas überstürzt erscheinen. Auch manche Nebenfiguren bleiben weniger ausgearbeitet, als es die komplexe Welt eigentlich verdient hätte.

    Trotzdem ist Children of Blood and Bone ein spannender und emotionaler Auftakt einer Fantasytrilogie mit einer starken Heldin und einer außergewöhnlichen Welt. Für LeserInnen von Jugendfantasy sowie Geschichten über Rebellion, Identität und Hoffnung ist das Buch eine klare Empfehlung. 

  15. Cover des Buches Carrie (ISBN: 9783404180066)
    Stephen King

    Carrie

    (1.562)
    Aktuelle Rezension von: Lunacat

    .

    4,75 Sterne für dieses alte Meisterwerk ♥︎

    .

    Das war mein zweiter King und ich wollte unbedingt sein Debüt lesen - dieses Buch ist doch tatsächlich von 1974! - und wurde nicht enttäuscht! Ich habe vor, jetzt alles nach ET zu lesen!!

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    Die Geschichte umfasst knapp 300 Seiten und hat mich wirklich ab Seite 50 total in den Bann gezogen. Ich wollte dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen, weil es so enorm spannend war! Die Handlung war perfekt durchdacht, ich hab enorm mitgefiebert und die Spannung war groß!

    Was wird passieren? Wie endet es? Was ist überhaupt schon passiert? Ich bin durch die Geschichte geflogen!

    Die vielen verschiedenen Arten von Texten im Buch waren toll eingebaut und haben mich total begeistert!

    Auch das Ende hat mir sehr gut gefallen!

    Ich konnte sogar enorm mit Carrie mitfühlen und zwischendrin wollte ich einfach nur, dass es eine Liebesgeschichte wird... (if you know, you know :-()

    Und ich war dauernd nur so "Nein, bitte nicht, nein, oh Gott, nein". Mich hat das Buch total gecatcht und ich hab es gleich als erstes Buch des Jahres weggesuchtet!

    "Natürlich hab ich hier nicht die Tiefe wie in einer Romantasy" - falsch gedacht. Ja, nicht in dem Ausmaß, doch die Geschichte hat mich auch mit ihrer Tiefgründigkeit überzeugt!

    Die Charaktere waren sehr spannend gestaltet und konnten mich total überzeugen! So untypisch, so "anders" und doch einfach "normale Menschen", aber richtig gut geschrieben! 

    Als jemand, der die Geschichte rund um Carrie noch gar nicht kannte, hat mich das Buch total geschockt!

    Den Schreibstil fand ich auch toll!!! Anfangs musste ich mich kurz zurechtfinden, aber dann war ich einfach nur begeistert! 

    Ich MUSS mehr von King lesen!

    (Ja, im Werk sind Begriffe, die heutzutage nicht okay sind, aber es im Nachhinein zu ändern, wäre auch falsch, auch wenn ich mir hierzu noch eine Bemerkung gewünscht hätte)

    .

    Fazit:

    Ein Banger zum Jahresbeginn!

  16. Cover des Buches Origin (ISBN: 9783404177141)
    Dan Brown

    Origin

    (634)
    Aktuelle Rezension von: Karandi


    Ich muss sagen, dass die letzten beiden Bücher der Robert-Langdon-Reihe meinen Geschmack absolut nicht getroffen haben. Vielleicht ist die Figur einfach langsam auserzählt, und es bringt nichts mehr, weiterhin Geschichten um sie herum aufzubauen. Die ersten drei Teile fand ich deutlich besser. Obwohl ich sie nicht in chronologischer Reihenfolge gelesen habe, wirkten sie auf mich trotzdem stärker als die letzten beiden.


    Ich habe Origin nach The Secret of Secrets gelesen, und schon dort habe ich einen gewissen Abwärtstrend bemerkt. Trotzdem gebe ich dem Buch noch drei Sterne – hauptsächlich wegen des Charakters Robert Langdon. Ich habe überhaupt erst angefangen, Dan Brown zu lesen, weil ich vor vielen Jahren den Film The Da Vinci Code gesehen hatte und wissen wollte, wie das Buch dazu ist. Dabei muss ich sagen: Die Bücher gefallen mir deutlich besser als die Filme.


    Allerdings wirken die letzten beiden Bände meiner Meinung nach zu verkrampft. Worum geht es in Origin? Ein Futurist und Technologe will beweisen, dass kein Gott nötig ist, damit Leben entstehen kann. Er möchte seine Entdeckung weltweit veröffentlichen, wird jedoch noch vor der Präsentation auf offener Bühne ermordet. Dadurch wird die Welt sogar noch aufmerksamer als zuvor. Der Livestream seiner Enthüllung hatte ursprünglich sieben Millionen Zuschauer, doch nach seinem Tod verfolgen über 200 Millionen Menschen die Auflösung.


    Natürlich arbeitet Dan Brown auch hier wieder mit vielen fiktiven Konstruktionen, Halbwahrheiten, Legenden und wissenschaftlichen Ansätzen. Die Wissenschaft versucht seit Jahrzehnten, mithilfe der sogenannten „Ursuppe“ und elektrischer Entladungen die Entstehung von Leben nachzustellen – bislang ohne endgültigen Erfolg. Im Buch wird ein Weg beschrieben, wie Edmond Kirsch dieses Problem angeblich gelöst hat. Allerdings fand ich die Umsetzung enttäuschend, denn letztendlich basiert der „Beweis“ lediglich auf einer Computersimulation, die zeigen soll, dass Leben auch ohne Schöpfer entstehen kann.


    Ich hatte auf mehr Raffinesse gehofft. Dan Brown hat mich in früheren Büchern oft mit cleveren Wendungen überrascht. Ich lese seine Werke durchaus objektiv. Auch als gläubiger Christ habe ich kein Problem damit, seine Bücher zu lesen, selbst wenn sie oft mit Legenden, spekulativen Behauptungen und fiktiven Geschichten arbeiten, die dem Christentum kritisch gegenüberstehen. Als Leser finde ich, dass man bei solchen Romanen auch einfach die Geschichte genießen sollte, anstatt alles zu verbissen zu betrachten.


    Gerade deshalb hatte ich mir in diesem Buch etwas Originelleres und Aussagekräftigeres erhofft. Dass am Ende ein Rechenmodell den entscheidenden Beweis liefern soll, war mir persönlich zu schwach. Das Problem bei solchen Simulationen ist für mich: Man gibt bestimmte Voraussetzungen und Ziele vor, und der Computer arbeitet innerhalb dieser Grenzen. Dadurch wirkt das Ergebnis auf mich zu leicht manipulierbar, weshalb mich die Aussagekraft diesmal nicht überzeugen konnte.


    Hinzu kommt, dass ich relativ früh geahnt habe, wer hinter den ganzen Morden steckt, die scheinbar verhindern sollen, dass das Geheimnis ans Licht kommt. Tatsächlich dienen sie jedoch nur dazu, noch mehr Aufmerksamkeit zu erzeugen, damit möglichst viele Menschen die Liveübertragung sehen. Wer das Buch noch nicht gelesen hat, dem möchte ich die Auflösung natürlich nicht spoilern. Ich bin mir aber sicher, dass erfahrene Dan-Brown-Leser relativ schnell erkennen werden, wer am Ende die Strippen zieht.


    Wenn man die Robert-Langdon-Reihe liest, sollte dieses Buch trotzdem nicht fehlen. Allerdings finde ich generell nicht, dass man zwingend alle Bände lesen muss. Dass Robert Langdon Symbolologe ist, wissen viele ohnehin schon durch die Filme, und selbst ohne dieses Vorwissen funktioniert die Handlung meistens eigenständig.


    Da Origin und The Secret of Secrets die neuesten Bücher von Dan Brown sind, muss ich ehrlich sagen: Mir gefällt der „alte“ Dan Brown besser – mit schnelleren Szenenwechseln, originelleren Geschichten und diesen Momenten, in denen man kaum noch unterscheiden kann, was Wahrheit und was Fiktion ist.


    Ich bin gespannt, was er als Nächstes schreiben wird. Meiner Meinung nach sollte er Robert Langdon vielleicht langsam ruhen lassen und sich wieder auf etwas Neues konzentrieren, um frischen Wind in seine Geschichten zu bringen.


    Robert Langdon war für mich trotzdem noch das Positivste an diesem Buch. Immer wenn ich ihn lese, habe ich automatisch den Schauspieler aus den Filmen vor Augen. Dadurch wirken sein Humor, seine Wortwitze und seine Art sehr lebendig.


    Ansonsten wären es für mich wahrscheinlich sogar weniger als drei Sterne geworden. Deshalb würde ich das Buch vor allem denjenigen empfehlen, die ohnehin bereits mit der Robert-Langdon-Reihe angefangen haben – allen anderen eher nicht.

  17. Cover des Buches Die Hütte (ISBN: 9783548069876)
    William Paul Young

    Die Hütte

    (633)
    Aktuelle Rezension von: Max1919

    Seit ich „Vollmondkinder – Eine Erzählung über den Sinn des Lebens“ von Anna Swedenborg gelesen habe – ein außergewöhnliches Buch voller Wärme, Tiefe und Hoffnung – suche ich immer wieder nach Geschichten, die sich mit den großen Fragen des Lebens beschäftigen: Wie gehen wir mit Schmerz und Verlust um? Wo finden wir Trost in schwierigen Zeiten und welche Bedeutung haben Liebe, Vertrauen und Vergebung?

    „Die Hütte“ von William Paul Young ist eine bewegende Erzählung, die auf besondere Weise von Trauer, Heilung und der Suche nach einem tieferen Verständnis des Lebens erzählt. Die Geschichte nimmt den Leser mit auf eine außergewöhnliche Begegnung, die zeigt, wie sich neue Perspektiven auf Leid, Liebe und den eigenen Glauben eröffnen können.

    Besonders berührend ist die Botschaft, dass auch aus den schwersten Erfahrungen neue Hoffnung entstehen kann. Das Buch lädt dazu ein, über Vergebung, innere Heilung und die Kraft bedingungsloser Liebe nachzudenken. Es zeigt, dass wir nicht immer alle Antworten finden müssen, um Vertrauen und Frieden in unserem Herzen zu entwickeln.

    Diese Geschichte hat mich nicht nur emotional bewegt, sondern auch dazu gebracht, über den Umgang mit Verlust, die Bedeutung von Beziehungen und die unsichtbaren Wege des Lebens nachzudenken. Für alle, die sich für Spiritualität, Lebenssinn und tiefgründige Geschichten über Liebe und Hoffnung interessieren, ist „Die Hütte“ ein besonderes und empfehlenswertes Buch.

  18. Cover des Buches Die Pest (ISBN: 9783499006166)
    Albert Camus

    Die Pest

    (536)
    Aktuelle Rezension von: Marcello

    Die Pest von Albert Camus habe ich mit 4 Sternen bewertet – mehr aus inhaltlicher Achtung als aus reiner Lesefreude.

    Der Roman spielt in der algerischen Stadt Oran, die von einer Pestepidemie heimgesucht wird. Im Zentrum steht Dr. Rieux mit einer kleinen Gruppe von Leuten, die unterschiedlich auf die Katastrophe reagieren. Camus zeigt, wie Menschen mit sinnlosem Leid umgehen, wie sich Solidarität und Egoismus mischen und was es heißt, "anständig" zu handeln, obwohl die Welt keinen erkennbaren Sinn bietet.

    Besonders interessant ist die metaphorische Ebene: Die Pest ist bewusst mehr als nur eine Krankheit. Sie kann als Sinnbild für den Kampf der Résistance gegen den Nationalsozialismus gelesen werden, generell aber auch für jede Form von Tyrannei und politischem Übel, das Institutionen, Sprache und Moral angreift. Gleichzeitig steht sie existenziell für das allgegenwärtige Übel im menschlichen Leben – Krankheit, Tod, Zufall, Grausamkeit –, das sich nie endgültig besiegen lässt. Der Roman legt nahe, dass der Ausweg eher in Haltung und Solidarität liegt als in einer großen Lösung.

    Aktuell wirkt das Buch dort, wo Camus betont, dass der Pestbazillus nie ganz verschwindet, sondern im Verborgenen weiterbesteht und jederzeit zurückkehren kann. Eine ziemlich klare Parallele zu faschistischen und anderen destruktiven Ideologien, die immer wieder auftauchen – wie auch in der heutigen politischen Diskussion.

    Wer einen spannenden Pageturner erwartet, wird hier eher enttäuscht. Die Pest liest sich für mich eher wie ein nüchterner, philosophisch unterlegter Bericht über eine Krise. Der Stil ist bewusst zurückhaltend und stellenweise langatmig. Wenn man sich darauf einstellt und eher an Idee und Atmosphäre als an Spannung interessiert ist, ist das Buch allerdings sehr lohnend.

  19. Cover des Buches The Secret - Das Geheimnis (ISBN: 9783641105792)
    Rhonda Byrne

    The Secret - Das Geheimnis

    (386)
    Aktuelle Rezension von: Buchsucht_de

    Über 24 Millionen verkaufte Exemplare weltweit. Übersetzungen in 50 Sprachen. 198 Wochen auf der New-York-Times-Bestsellerliste. Ein Film, der Millionen inspiriert hat. Rhonda Byrne liefert mit „The Secret“ die Grundlage für alle heutigen Manifestations-Trends. Was mich am meisten überzeugt hat, sind die inspirierenden Erfolgsgeschichten und Interviews. Ein Buch, das Mut macht, wenn man es richtig einordnet.

    Es gibt ein Geheimnis, so beginnt Byrne. Das „Gesetz der Anziehung“: Unsere Gedanken und Gefühle sind Magnete, die passende Erfahrungen in unser Leben ziehen. Positive Gedanken ziehen positive Erfahrungen, negative Gedanken das Gegenteil. Byrne strukturiert das Buch um zentrale Lebensbereiche wie Geld, Beziehungen, Gesundheit und Karriere und zeigt Techniken wie Visualisierung, positive Affirmationen, Dankbarkeits-Übungen und den berühmten „Ask, Believe, Receive“-Prozess. Aufwendig gestaltet mit durchgehendem 4-farbigem Druck, historischen Bezügen und Interviews mit über zwei Dutzend Coaches und Autor:innen.

    Das absolute Herzstück sind für mich die Erfolgsgeschichten. Byrne hat ein starkes Handwerk in der Zusammenstellung emotional wirkungsvoller Berichte. Menschen, die aus schwierigen Umständen kamen und ihr Leben verändert haben. Diese Geschichten berühren und motivieren, und für Menschen, die sich in Sackgassen fühlen und einen mentalen Impuls brauchen, sind sie wertvoll. Wichtig zur Einordnung: Sie sind anekdotisch, nicht wissenschaftlich validiert, und die Menschen, bei denen es nicht funktioniert hat, kommen nicht ins Buch. Das ist Selection Bias. Aber die inspirierende Wirkung ist real, und Motivation und Hoffnung sind wichtige psychologische Ressourcen.

    Es gibt tatsächlich psychologische Wahrheiten, die hinter dem „Gesetz der Anziehung“ stehen. Der Reticular Activating System Effekt: Unser Gehirn filtert Informationen, und wer sich auf ein Ziel konzentriert, nimmt plötzlich Chancen wahr, die vorher unsichtbar waren. Der Selbsterfüllungs-Prophezeiungs-Effekt: Wer an sich glaubt, wagt mehr und trifft andere Entscheidungen. Positive Grundhaltung ist gut erforscht mit Aktivität, Resilienz und Lösungsorientierung verknüpft. Man kann von Manifestation profitieren, ohne das ganze esoterische Framework wörtlich zu nehmen.

    Jetzt aber ehrlich zur kritischen Einordnung, die zu einer seriösen Rezension gehört. „The Secret“ ist wissenschaftlich fragwürdig und wird zu Recht als parawissenschaftlich eingestuft. Die zitierten „Quantenphysiker“ haben oft keine Autorität in echter Quantenphysik, und die Übertragung quantenmechanischer Konzepte auf Alltagsrealität ist wissenschaftlicher Missbrauch. Noch gravierender: die reale Gefahr von Victim-Blaming. Wenn wir alles Positive „anziehen“, wären wir bei negativen Ereignissen selbst schuld. Ein krebskrankes Kind, Erdbebenopfer, Menschen in Armut. Diese Logik ignoriert strukturelle Ungerechtigkeiten, Zufall, Krankheit und Trauma. Auch die toxische Positivität ist gefährlich. Trauer, Wut und Angst sind evolutionär wichtige Emotionen, die zu verdrängen psychologisch ungesund ist. Besonders problematisch: Das Buch kann Menschen davon abhalten, echte Hilfe zu suchen. Wer glaubt, Krankheit durch Manifestation heilen zu können, geht möglicherweise nicht zum Arzt. Auch die starke Fixierung auf materiellen Reichtum ist reflexionsbedürftig.

    Meine Empfehlung: Lies das Buch mit einem reflektierten Kopf. Nimm die psychologisch validierten Aspekte wie Dankbarkeits-Tagebuch, Zielvisualisierung, positive Selbstgespräche ernst. Bleib skeptisch bei den kosmischen Behauptungen. Und ganz wichtig: Manifestation ist keine Therapie und ersetzt keine professionelle Hilfe. Wer aktuell in einer Krise ist, in Krankheit, Depression, Armut oder Trauer, sollte lieber zuerst professionelle Unterstützung suchen. Die Telefonseelsorge (0800 111 0 111) ist rund um die Uhr erreichbar.

    Wer die Ursprünge der modernen Manifestations-Welle verstehen möchte, kommt an „The Secret“ nicht vorbei. Wer eine reflektiertere Weiterentwicklung sucht, findet in Roxie Nafousis „Manifestiere!“ eine zeitgemäßere Alternative.

  20. Cover des Buches Rabenschatten - Das Lied des Blutes (ISBN: 9783608949711)
    Anthony Ryan

    Rabenschatten - Das Lied des Blutes

    (375)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf

    Das Setting, dass der Autor gewählt ist ungewöhnlich. Der Roman beginnt zu einem Zeitpunkt, an dem Vaelin al Sorna - der Held dieser Geschichte - gefangen ist und über das Meer zu einem Zweikampf gebracht werden soll, an dem nur sein Tod stehen kann. Begleitet wird von einem Geschichtsschreiber der Kaiserreichs, der bereits ein Werk über den Krieg der Königslande gegen das Kaiserreich erstellt hat. Einem Krieg, in dem Vaelin die Hoffnung des (Kaiser-)Reichs tötete....

    Auf der Überfahrt beginnt Vaelin seine Geschichte zu erzählen und beginnt, wie er als Kind an den Mauern der Ordensburg des sechsten Ordens - einem Kriegerordern - abgegeben wird. Er erzählt von seinem Leben und seiner Ausbildung im Orden, von Freundschaft, Ehre und Pflicht und davon, wie die Kindheit, die Jugend in das Erwachsen sein übergeht und das Leben nicht einfacher, sondern komplizierter wird. Er berichtet, wie sich in den Intrigen seines Königs verfängt und endet schließlich ... aber das könnte ein Spoiler werden.

    Meinung:

    Eine gute Übersetzung. Der Stil ist flüssig, die Sprache bildhaft und die Welt wird dadurch lebendig und farbig. Die Charaktere sind vielschichtig und durchlaufen Entwicklungen. Der Leser erfährt viel von Vaelins Innensicht, von seinen Träumen und Ängsten, von den Konflikten, die in ihm toben.

    Auch wenn das Buch an manchen Stellen düster, brutal und blutig ist, sind die Kampfszenen und Schlachten wohltuend gering dosiert. Wer Schlachtengetümmel wie in der Uthred Saga, ist hier falsch. Magie taucht am Rande auf und wird (leider) nie wirklich erklärt. 

    Das Buch ist kein Pageturner, denn man schnell liest und vergisst. Es verlangt seine Zeit, obwohl der Spannungsborgen nie abbricht. Aber so ist das mit Fantasy Romanen, die mehr wollen, als nur eine abenteuerliche Geschichte erzählen.

    Kommen wir zu Kritik.
    Viele Ideen wirken nicht neu, sondern wie frisch aufpoliert. Ein Junge, der im Kriegerorden erzogen wird und Freunde findet. Immer wird eine nicht näher bezeichnete Rolle angesprochen, die er für das Königreich spielen wird (wieder ein goldenes Kind, das seine Bestimmung nicht kennt?). Das Lied des Blutes wird nicht wirklich erklärt, möglicherweise eine Form von Magie oder etwas ganz anderes. Ebenso taucht es nach mehr als der Hälfte des Buches unvermittelt auf, um dann nicht mehr zu verschwinden. Natürlich gibt es vorher Andeutungen, die aber nicht so wirken, als seien sie organisch im Text verankert - aber das ist meine Meinung.

    Das Ende... ich fand es nicht gelungen. Aber auch darüber kann man streiten. Mehr werde ich nicht sagen, um nichts vorweg zu nehmen.

    Fazit:

    Ein gelungener Auftakt, der Lust auf mehr macht - trotz aller Kritik. Ich würde das Buch jedem ans Herz legen, der mehr sucht als den nächsten Tolkien Abklatsch oder ein nicht endwollendes Schlachtenepos.
    Am ehesten würde ich den Roman mit Joe Abercrombie vergleichen. Nicht so düster, mit weniger Humor. Aber von der Anlage her ähnlich.

  21. Cover des Buches American Gods (ISBN: 9783847905875)
    Neil Gaiman

    American Gods

    (390)
    Aktuelle Rezension von: Silja_C_Hoppe

    🖋️ In "American Gods" folgen wir Shadow, der verfrüht aus dem Gefängnis entlassen wurde, weil seine Frau bei einem Autounfall starb. Direkt auf dem Heimweg bekommt er ein Jobangebot, das in seiner Merkwürdigkeit nur von dem Mann übertroffen wird, der es ihm anbietet. Daraus entwickelt sich eine abgefahrene Abenteuergeschichte, die es in sich hat.

    💬 Ich habe tatsächlich die Serie vor dem Buch geguckt. Aber nur eine Staffel, danach habe ich das Projekt aus den Augen verloren. Durch einen Tiktokfilter wurde es mir wieder vorgeschlagen. Ich habe direkt den Directors Cut gelesen, also Neil Gaimans ungekürzte Fassung.

    ♥️ Vor allem mochte ich American Gods für die ulkigen Szenen zwischen den Kapiteln. Die haben mich teilweise sogar zu Tränen gerührt. Mir kommt es so vor, als hätte Neil Gaiman wirklich eingängig recherchiert. Ich liebe den Schreibstil und die vielen Charaktere und die ganzen ulkigen Ideen, die darin stecken.

    🙇‍♂️ Ach, die Auflösung war mir irgendwie zu platt. Ich hätte mir mehr erhofft, wenn ich auch glaube, dass darin nicht die wahre Stärke von "American Gods" liegt. Und ich glaube, dass die Kürzungen vielleicht doch ganz sinnvoll wahren. Hier und da war es mir etwas zu lang. Wer kennt das nicht. :D

    ⭐ 5 Sterne für mich, da meine Kritikpunkte keinen ganzen Punkt Abzug rechtfertigen. 

  22. Cover des Buches Scythe – Das Vermächtnis der Ältesten (ISBN: 9783733503666)
    Neal Shusterman

    Scythe – Das Vermächtnis der Ältesten

    (407)
    Aktuelle Rezension von: Bianca_Books

    Auch der letzte Teil der Reihe konnte mich wieder absolut überzeugen. Es ging genauso stark weiter wie in den ersten beiden Teilen. Die Geschichte war wieder absolut spannend, sodass man das Buch gar nicht aus der Hand legen wollte. Wir erreichen nochmal einen absoluten Höhepunkt an Intrigen, Machthunger und Grausamkeit. Aber auch so viel neues wird wieder aufgedeckt, sodass es wirklich zu keiner Zeit langweilig wird. Citra ist mir so sehr ans Herz gewachsen und mach nochmal eine echt tolle Entwicklung durch. Auch Rowan muss wieder einiges durchmachen und auch Grayson macht eine wirklich tolle Entwicklung durch. Und das Ende der Geschichte war wirklich nochmal emotional, aber total schön. Die Welt die hier erschaffen wurde war absolut genial und erschreckend nah an einer möglichen Zukunft dran. Ich bin absolut begeistert von der Reihe.

    Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen. Obwohl wir so viele verschiedene Perspektiven lesen, wird es absolut nicht verwirrend sondern ergibt ein tolles Gesamtbild.

    Fazit: Absolute Empfehlung für die ganze Reihe.

  23. Cover des Buches Theos Reise (ISBN: 9783446203426)
    Catherine Clément

    Theos Reise

    (243)
    Aktuelle Rezension von: Xirxe

    Theo, ein 14jähriger Junge aus Paris mit einem ungewöhnlichen Interesse an griechischer Mythologie und am alten Ägypten, leidet an einer lebensgefährlichen Krankheit. Seine vermögende und etwas skurille Tante Marthe lädt ihn zu einer Weltreise ein, die ihn zu den Religionen der Welt führen soll, mit der Hoffnung dass ihr Neffe währenddessen geheilt wird. Schwerpunkt dieses Buches ist eindeutig die Darstellung der unterschiedlichen Religionen und der Erfahrungen, die Theo damit während Gottesdiensten, Riten, Festen und ähnlichem macht. Die Menge an Fakten und Informationen, die hier präsentiert werden, ist zwar manchmal erschlagend, doch wer sich für dieses Thema interessiert, wird trotz der rund 700 Seiten keine Minute gelangweilt sein. Die Darstellung ist gut verständlich und insbesondere für Jugendliche (für die das Buch gedacht ist) und Unwissende sehr informativ. Nicht nur der aktuelle Stand der jeweiligen Religionen wird beschrieben sondern auch die Entstehung und Entwicklung bis hin zum Erscheinen dieses Buches (also Ende des letzten Jahrtausends). Die von manchen Leserinnen und Lesern genannte Oberflächlichkeit konnte ich nicht nachvollziehen: Vielleicht sollte man einfach im Auge behalten, für welche Zielgruppe dieses Buch geschrieben wurde. Und langatmig? Nun gut, wer kein Interesse für Religion aufbringt, dem sei dieses Buch auch nicht empfohlen, die Rahmenhandlung ist wirklich nur Nebensache.

  24. Cover des Buches Bourbon Kings (ISBN: 9783736303225)
    J.R.Ward

    Bourbon Kings

    (419)
    Aktuelle Rezension von: love1988

    Das Cover passt zur Geschichte und ist heiß.

    Denver Clan und Dallas lässt grüßen.

    Die Geschichte ist krass, damit habe ich eindeutig nicht gerechnet. Es ist wirklich alles dabei: Lust, Leidenschaft, Liebe, Intrigen, Machenschaften und Zusammenhalt.

    In dieser Geschichte geht es hauptsächlich um Lane und Lizzie, wobei auch die anderen Charaktere nicht zu kurz kommen. Man muss sie alle einfach mögen.

    Der Schreibstil ist locker und spannend, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Und das Setting ist toll beschrieben.

    Von mir eine klare Leseempfehlung!!!!!

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