Bücher mit dem Tag "gleichberechtigung"
159 Bücher
- Ken Follett
Sturz der Titanen
(1.302)Aktuelle Rezension von: _seitenreise_Ich weiß nicht, ob Sturz der Titanen das ideale Weihnachtsbuch ist – schließlich taucht man tief in den Ersten Weltkrieg ein. Aber wann hat man sonst schon einmal so viel Zeit, um sich ganz in Ruhe auf einen 1000-Seiten-Schmöker einzulassen?
Ken Follett hat diese besondere Gabe, einen schon nach wenigen Seiten mitten ins Geschehen zu ziehen. Ja, zu Beginn gibt es viele Schauplätze und zahlreiche Figuren, die man erst einmal einordnen muss. Doch erstaunlich schnell fiebert man mit allen mit, lernt sie zu lieben oder zu hassen und begleitet sie auf einer intensiven Reise durch einen dunklen Abschnitt der Weltgeschichte.
Das Buch ist stellenweise harte Kost. Der Erste Weltkrieg wird eindringlich und schonungslos geschildert, und die Schrecken, die die Menschen erleiden mussten, gehen nahe. Gleichzeitig war dieses Buch für mich besser als jede Geschichtsstunde. Die Recherche ist unfassbar gut – jede historische Begebenheit, jede reale Persönlichkeit und jeder Schauplatz sind sorgfältig eingebettet. Man merkt auf jeder Seite, wie fundiert und durchdacht dieses Buch ist.
Besonders spannend fand ich die unterschiedlichen Perspektiven: England, Russland, die USA – dadurch versteht man politische Zusammenhänge, Entscheidungen und Entwicklungen viel besser, auch wenn man bei den vielen politischen Manövern aufmerksam lesen muss.
Großartig ist zudem, wie Ken Follett die Lebenswege seiner Figuren miteinander verwebt. Ihre Geschichten kreuzen sich nach und nach, ohne konstruiert zu wirken. Alles hängt zusammen, alles greift ineinander, sodass man nie das Gefühl hat, mehrere getrennte Handlungsstränge zu lesen.
Ein kleiner Kritikpunkt bleibt: Für meinen Geschmack hätten einige Passagen – vor allem die sehr detaillierten Beschreibungen von Waffen, Strategien und Gefechten – etwas kürzer ausfallen können. Auch wenn ich Folletts Detailverliebtheit schätze, war mir das stellenweise etwas zu viel.
Fazit: Sturz der Titanen ist ein eindrucksvoller, spannender und lehrreicher Auftakt der Jahrhundert-Saga, die ihren Namen mehr als verdient. Habt keine Angst vor den 1000 Seiten – sie lohnen sich wirklich. Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band, auch wenn ich jetzt erst einmal wieder etwas leichtere Kost brauche.
- Bonnie Garmus
Eine Frage der Chemie (Schmuckausgabe)
(748)Aktuelle Rezension von: Askyfullofpages„Eine Frage der Chemie“ hat mir sehr gut gefallen, vor allem wegen der vielen außergewöhnlichen und beeindruckenden Frauencharaktere, die diese Geschichte tragen. Im Mittelpunkt steht Elizabeth Zott, doch es sind gerade die unterschiedlichen Frauenfiguren und ihre Beziehungen zueinander, die dem Roman Tiefe und Wärme verleihen.
Das Buch spielt in einer Zeit, in der Frauen in Wissenschaft und Gesellschaft massiven strukturellen Benachteiligungen ausgesetzt waren. Dazu zählen nicht nur starre Rollenbilder, sondern auch Machtmissbrauch, Grenzüberschreitungen und sexualisierte Gewalt, die offen thematisiert werden. Diese Aspekte werden klar benannt, ohne reißerisch zu wirken und machen deutlich, wie selbstverständlich solche Erfahrungen für viele Frauen waren und oft noch sind.
Diese Realität wird deutlich gezeigt, ohne dass der Roman verbittert wirkt. Dennoch stößt sie unangenehm auf, gerade weil Gleichberechtigung auch heute noch nicht erreicht ist. Bonnie Garmus erzählt mit feinem Humor, klarem Blick und viel Empathie von Ungerechtigkeiten, Widerständen und dem Mut, sich nicht kleinmachen zu lassen.
Besonders gelungen finde ich, dass die Frauenfiguren nicht idealisiert werden. Sie sind klug, eigensinnig, verletzlich, wütend, loyal, aber vor allem sind sie menschlich. Genau das macht sie so glaubwürdig und stark. Auch Nebenfiguren bekommen Raum und bleiben im Gedächtnis, was dem Buch eine besondere Lebendigkeit verleiht.
Trotz ernster Themen liest sich der Roman leicht und flüssig. Humor und emotionale Tiefe sind gut ausbalanciert, sodass man sowohl schmunzeln, als auch nachdenklich werden kann. „Eine Frage der Chemie“ ist damit nicht nur eine Geschichte über Gleichberechtigung, sondern auch über Selbstbestimmung, Freundschaft und den Mut, seinen eigenen Weg zu gehen.
Ich kann dieses Buch wirklich allen ans Herz legen, die kluge, warmherzige Romane mit starken Frauenfiguren mögen.
- Caroline Criado-Perez
Unsichtbare Frauen
(123)Aktuelle Rezension von: Trishen77Der Großteil der Menschheitsgeschichte ist eine einzige Datenlücke. Beginnend mit der Theorie vom Mann als Jäger räumten die Chronisten der Vergangenheit der Frau in der Entwicklung der Menschheit weder in kultureller noch in biologischer Hinsicht viel Platz ein. Stattdessen galten männliche Lebensläufe als repräsentativ für alle Menschen. […] Doch das Problem ist nicht nur, dass etwas verschwiegen wird. Die Leerstellen und das Schweigen haben ganz alltägliche Folgen für das Leben von Frauen. […] Die von Männern nicht berücksichtigten frauenspezifischen Faktoren betreffen die verschiedensten Bereiche. Dieses Buch wird jedoch zeigen, dass drei Themen wieder und wieder auftauchen: Der weibliche Körper, die von Frauen geleistete, unbezahlte Care-Arbeit und Gewalt von Männern gegen Frauen.
Wenn es um die Sicherheit bei Autounfällen geht, werden die dazugehörigen Vorrichtungen abgestimmt auf Körpertypen, die auf männlichen Modellen beruhen; ebenso ist es bei verschiedenen besonderen Kleidungsstücken wie etwa schusssicheren Westen. Regale werden so konstruiert, dass ein durchschnittlicher männlicher Körper das oberste Brett erreichen kann. Räumdienste in Städten räumen priorisiert die Straßen frei, statt die Fußgänger- und Fahrradwege, die sehr viel öfter von Frauen frequentiert werden.
Dies sind nur einige anschauliche Beispiele, fast noch harmlos. Zu ihnen gesellen sich die großen Ungleichheiten bei der Bezahlung, die unterschiedlichen Wahrnehmungen und Reaktionen auf männliche und weibliche Körper in der Öffentlichkeit und, auf einer abstrakten Ebene, das generelle Fehlen eines weiblichen Faktors in den Erhebungen von Daten zu jeglichem Thema. Dabei wird nicht nur die unbezahlte Care-Arbeit von Frauen systematisch unterschlagen, sondern elementare und nachweislich feststellbare Bedürfnisse von Frauen bleiben unberücksichtigt. So kommt es zu der Welt in der wir leben – einer Welt, die für Frauen ein wesentlich problematischerer und unzureichend eingerichteter Ort ist als für Männer. Und auch das allgemeine Narrative dieser Welt, mit allen darin zusammengeführten Geschichten von Erfolg, Glück, etc. ist meist männlich.
Die Folge dieser zutiefst männlich dominierten Kultur ist, dass männliche Erfahrungen und Perspektiven als universell angesehen werden, während weibliche Erfahrungen – also die Erfahrungen der Hälfte der Weltbevölkerung – als, nun ja, Randerscheinung wahrgenommen werden. […] Deshalb auch ergab 2015 eine Studie über Wikipedia-Einträge in mehreren Sprachen, dass Artikel über Frauen Wörter wie »Frau«, »weiblich« oder »Dame« enthalten, während Artikel über Männer nicht »Mann«, »männlich« oder »Herr« umfassen (weil das männliche Geschlecht stets unausgesprochen unterstellt wird).
Gerade was die Entwicklungsgeschichte der Menschheit betrifft, haben wir meist die männliche Geschichte und die Errungenschaften für die Männer vor Augen – Frauen haben von der Athener Demokratie ebenso wenig profitiert wie von Renaissance und Aufklärung, trotzdem werden sie als übergreifende Errungenschaften gefeiert (die emanzipatorischen Bewegungen gelten dagegen dezidiert als Errungenschaften nur für Frauen). Diese aufs Männliche fixierte Weltsicht wird, wie Criado-Perez sehr umfassend darlegt, für universell gehalten, während eine weibliche Perspektive meist als ideologisch (!) aufgeladen gilt und mit diesem Argumente auch oft beiseitegeschoben wird.
»Unsichtbare Frauen« erzählt, was geschieht, wenn wir die Hälfte der Menschheit einfach vergessen. Es zeigt, wie die geschlechtsbezogene Datenlücke Frauen im Lauf eines mehr oder weniger normalen Lebens schadet – hinsichtlich der Stadtplanung, der Politik oder der Arbeitsplätze.
Es ist in der Tat ein Mammutwerk, das die Autorin hier vorgelegt hat, und das mit jeder vorgebrachten Statistik, mit jedem neuen Themengebiet, auf das Criado-Perez zu sprechen kommt, fundamentaler wird. Man kann es, so behaupte ich, nicht ohne teilweises Entsetzen und Erschrecken lesen. Dass die Macht- und Bezahlstrukturen in unseren Gesellschaften ungerecht sind, ist bereits in einer breiteren Öffentlichkeit angekommen. Dieses Buch aber zeigt, wie tief die Wurzeln, Vorstellungen und Mechaniken, die diese Strukturen stützen und von ihnen hervorgebracht wurden, in alle Winkel des Alltags reichen. Von den einfachsten Wahrheiten bis zu den komplexesten Diskriminierungen ist dabei alles enthalten – viele Geschichten über die repräsentative Abwesenheit von Frauen in allen (für sie) wichtigen Bereichen.
Jede/r sollte zumindest einen Blick in dieses Buch werfen. Vor allem Männer und besonders die, die glauben, sie lebten nicht in einer sexistischen Welt und hätten einen objektiven Blick auf die Dinge (oder ein objektiver Blick würde ihnen täglich präsentiert).
Studien haben gezeigt, dass die Überzeugung, man selbst sei objektiv oder nicht sexistisch, zu weniger Objektivität und mehr sexistischem Verhalten führt.
- Donna W. Cross
Die Päpstin
(4.399)Aktuelle Rezension von: MarcelineZur historischen Genauigkeit: Mir ist bewusst, dass nicht alles so war, wie in dem Buch. Ich betrachte es eher als eine sehr gute und inspirierende Geschichte einer starken Frau, von ihrer Geburt bis zu ihrem Tod. Dabei geht es mir gar nicht darum, ob die Welt in der Vergangenheit wirklich so ar***ig gegen Frauen war, sondern
dass es in diesem Buch so ist. In diesem Buch, dass in einer fiktiven Vergangenheit spielt, ist die ganze Welt gegen eine gelehrte Frau. Und in dieser Welt ist Johanna eine unglaublich beeindruckende Frau mit einem unglaublich beeindruckenden Leben.
mich liebe ihre Geschichte, ich liebe ihre Gedankengänge, ich liebe ihre Schlagfertigkeit und ich liebe ihre Liebe zum Wissen.
Eine Geschichte, die mich im Herzen berührt und die ich immer wieder gerne lese. - Laetitia Colombani
Der Zopf
(882)Aktuelle Rezension von: majalinaDrei Frauen, drei Leben. Unterschiedlicher können sie kaum sein- und doch verbindet Smita, Giulia und Sarah ein Detail aus ihrem Leben.
Es geht um Stärke, Mut und Entschlossenheit, etwas was jede der drei Frauen besitzt. Und so unwahrscheinlich es sich anhört und die drei Frsuen sich nie kennenlernen, verbindet alle drei Frauen ein Zopf!
Aufwühlend, packend, absolut zu empfehlen
- Jojo Moyes
Wie ein Leuchten in tiefer Nacht
(282)Aktuelle Rezension von: Stefy87Ich mag Bücher sehr, die vom Zusammenhalt von Frauen erzählen und genau darum geht es auch in dieser Geschichte von Jojo Moyes. Fünf unterschiedliche Frauen, mit ebenso unterschiedlichen Lebenssituationen, werden durch eines miteinander verbunden: die Packhorse Library, eine „mobile Bibliothek“, die Bücher mithilfe von Pferden zu den abgelegenen Häusern bringt.
Dabei stossen sie sowohl körperlich als auch psychisch immer wieder an ihre Grenzen, denn der Widerstand in der Bevölkerung ist deutlich spürbar. In dieser Zeit wurden Frauen grösstenteils als Hausfrauen gesehen, die sich um Haushalt und Familie zu kümmern hatten, Tätigkeiten ausserhalb dieses Rahmens waren nicht erwünscht, und schon gar nicht das Verteilen von Büchern.
Die Charaktere fand ich sehr interessant, besonders Alice, die der Liebe wegen von England nach Amerika zieht, jedoch nicht wirklich glücklich zu sein scheint, sowie Margery, eine starke und eigensinnige Frau, die genau weiss, was sie will.
Die Geschichte vereint viele wichtige Themen: Mut, neue Lebenswege, Hoffnung, Geschichten, die Menschen miteinander verbinden, Liebe, Freundschaft und letztendlich den starken Zusammenhalt von Frauen im Jahr 1937. Es ist ein wunderschöner Roman, der mich sehr mitgerissen hat, ich habe mit den Frauen gelitten, gelacht und war gemeinsam mit ihnen wütend.
Ich habe die Geschichte sowohl gelesen als auch als Hörbuch gehört und fand beides sehr gelungen. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, die Kapitellängen sind gut und die Sprecherstimme im Hörbuch empfand ich ebenfalls als sehr passend und angenehm.
Von mir eine klare Leseempfehlung!
- Tara-Louise Wittwer
NEMESIS' TÖCHTER
(66)Aktuelle Rezension von: JaneSchreibtInhalt (spoilerfrei)
Nemesis’ Töchter setzt sich mit weiblicher Wut als historisches, gesellschaftliches und politisches Phänomen auseinander. Über einen Zeitraum von rund 3000 Jahren spannt das Buch einen Bogen von mythologischen Figuren über historische Beispiele bis hin zur Gegenwart. Dabei werden Frauen sichtbar gemacht, deren Wut, Widerstand oder Handeln lange verzerrt, verschwiegen oder delegitimiert wurden. Im Zentrum steht die Frage, wie weibliche Wut entsteht, wie sie unterdrückt wird – und welches Potenzial in Solidarität und Zusammenhalt liegt.
Analyse: Themen & Ansatz
Das Buch ist als feministisches Sachbuch/Essay angelegt und verbindet historische Einordnung, gesellschaftliche Analyse und kulturelle Narrative. Zentrale Themen sind Female Rage, patriarchale Machtstrukturen, kollektive Erinnerung, Solidarität und Selbstermächtigung.
Wittwer arbeitet mit einer Vielzahl an Beispielen aus Mythologie, Geschichte und Alltagsrealität, um wiederkehrende Muster sichtbar zu machen: die Pathologisierung weiblicher Wut, ihre Umdeutung zu „Hysterie“ oder „Boshaftigkeit“ sowie das systematische Unsichtbarmachen weiblichen Widerstands. Der Text ist nicht akademisch, sondern bewusst zugänglich gehalten und richtet sich an ein breites Publikum. Ziel ist weniger eine wissenschaftliche Abhandlung als eine Einordnung und Kontextualisierung gesellschaftlicher Dynamiken.
Subjektive Bewertung
Der Einstieg war für mich herausfordernd. Gerade zu Beginn gibt es sehr viel Information auf einmal, sodass ich einige Passagen zweimal gelesen habe – aus Sorge, sonst etwas nicht richtig einzuordnen oder zu verstehen. Das steht ein wenig im Kontrast zur eigenen Aussage des Buches, leicht zugänglich für alle zu sein.
Zwischendurch hatte ich zudem Bauchschmerzen mit einzelnen Punkten, die mir zu stark pauschalisiert wirkten. Das Ende räumt vieles davon auf und ordnet die zuvor zugespitzten Gedanken deutlich klarer ein.
Unterm Strich ein informatives, wichtiges Buch, das zum Nachdenken anregt und Diskussionen öffnet – auch wenn es mich nicht durchgehend abgeholt hat.
- Sophie Passmann
Alte weiße Männer
(161)Aktuelle Rezension von: wordworldSophie Passmann hat sich in den vergangenen Jahren als feministische Kolumnistin und Social-Media-Stimme etabliert, was hohe Erwartungen an ihr Debüt geschürt hat. Mit „Alte weiße Männer“ wendete sie sich 2019 einem gesellschaftlich aufgeladenen Begriff zu, der längst Meme, Analysewerkzeug und Kampfansage zugleich ist. Die Grundidee des Buches klingt vielversprechend: Gespräche mit 16 Männern aus Politik, Medien und Öffentlichkeit, um dem Feindbild des „alten weißen Mannes“ auf den Grund zu gehen und eine Annäherung zu wagen.
"Davon bin ich so fest überzeugt wie von wenig anderem - bringen Gespräche einen immer weiter, egal, wie abstrus die Meinung des Gegenübers auch wirken mag, wie wenig der Feminismus von Männern in Machtpositionen lernen kann."
Dieser Ansatz ist sympathisch und nötigt Respekt ab, zumal Dialogbereitschaft im feministischen Diskurs oft vorschnell als Schwäche missverstanden wird. Allerdings wird bereits nach den ersten beiden Interviews klar, dass die Umsetzung der Idee weit hinter ihrem Potenzial zurückbleibt. Die Interviews drehen sich häufig im Kreis, bieten wenig neue Erkenntnisse und schenken den ohnehin meinungsstarken Gesprächspartnern erneut eine Bühne, ohne sie kritisch genug zu hinterfragen. Denn Sophie Passmann bemüht sich spürbar um Diplomatie und gibt sich große Mühe, jedem der vorgestellten Herren auch etwas Positives abzugewinnen. Klar, es soll sich hier ja auch um einen Schlichtungsversuch handeln. Das führt jedoch dazu, dass manche problematische Aussagen stehenbleiben, anstatt eingeordnet zu werden, etwas mehr Biss und kritische Nachfragen hätten definitiv nicht geschadet. Denn Schlichten heißt nicht, Gesprächspartner mit Komplimenten zu umhüllen, die weder nötig noch aufschlussreich sind, sondern Raum für Annäherung zu schaffen ohne die eigene kritische Haltung zu verlieren. Genau diese Balance gelingt der Autorin nicht immer konsequent, wenn sie Männer als „klug“ oder „einer von den Guten“ beschreibt, obwohl sie mitunter mansplainen, warum Feminismus vielleicht gar nicht so dringend nötig sei. Das ist wirklich schade, da sie in den sprachlich glänzenden, klugen Passagen zwischen den Interviews beweist, dass sie Machtmechanismen und Geschlechterrollen eigentlich bestens durchdrungen hat.
"Jede Frau, die Feminismus ernsthaft betreibt, muss sich von der Idee verabschieden, sich damit bei einem Großteil der Männer beliebt zu machen. Feminismus ist, wenn er radikal im eigentlichen Sinne des Wortes betrieben wird, unbequem, anstrengend, omnipräsent und lästig. Es ist der Job von Feministin*innen, zu nerven, wir tun das nicht aus Langweile oder Themenarmut, es ist eine Überlebensstrategie. Die Machtfrage wird nie höflich gestellt, denn es ist menschlich, dass diejenigen, die die Macht innehaben, sie nur ungern teilen wollen."
So bleibt am Ende die Frage, was die Autorin mit diesem Buch tatsächlich wollte. Sollte es feministisches Denken für ihr Publikum zugänglich machen? Sollte es ein Dialogangebot an Männer sein? Eine Dekonstruktion des Begriffs „alter weißer Mann“? Oder eine humorvolle Studie über Männlichkeit in Machtpositionen? Das Problem ist nicht, dass das Buch keins dieser Ziele verfolgt, sondern dass es alle gleichzeitig verfolgt und keines davon wirklich zu Ende denkt. Die Gespräche bieten zu wenig Erkenntnisgewinn, um analytisch zu überzeugen; zu wenig Biss, um feministisch herauszufordern; und zu wenig Überraschungen, um journalistisch zu faszinieren. Trotzdem ist es kein schlechtes Buch. Es ist unterhaltsam, zugänglich, gut geschrieben. Aber gerade wer Passmanns sonstige Schärfe schätzt oder eine tiefergehende feministische Auseinandersetzung erwartet, wird wohl eher irritiert zurückbleiben.
"Das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten schmälert die Angst vor Gleichberechtigung. Je mehr du kannst, desto weniger bist du auf deine Privilegien angewiesen."
Fazit
„Alte weiße Männer“ ist ein clever geschriebenes, aber inhaltlich ambivalentes Buch. Sophie Passmann zeigt sprachliche Brillanz und Humor, doch ihr Schlichtungsansatz gerät zu weich, die Interviews bleiben zu harmlos, und die gesellschaftspolitische Analyse verliert sich zwischen Charme und Ironie. Als Einstieg in die Diskussion über Männlichkeitsbilder mag es taugen; als ernsthafte Auseinandersetzung mit strukturellem Sexismus ist es zu oberflächlich.
- Ali Hazelwood
Love on the Brain – Das irrationale Vorkommnis der Liebe
(397)Aktuelle Rezension von: Mayas_BooksBee Königswasser hat die Möglichkeit als Neurowissenschaftlerin bei der NASA ein großes Projekt zu leiten. Leider ist ihr Co-Leiter Levi Ward, der sie früher schon nicht leiden konnte. Doch diese Möglichkeit kann Bee sich nicht entgehen lassen, weshalb sie einen Weg finden muss, mit Levi klar zu kommen.
Das Buch ist aus Bees Sicht geschrieben. Für sie ist die Liebe nur ein neurophysiologischer Zwischenfall, hoffnungslos instabil und der wahre Bösewicht menschlicher Beziehungen. Sie fragt sich stets was Marie Curie tun würde, ihr großes Idol. Dabei erfährt man ein paar Dinge über Marie, die ich selbst so noch nicht wusste. Bee ist irgendwie eine Mischung aus selbstbewusst und sehr unsicher. Wenn es um ihr Fachgebiet geht ist sie durchaus auch sehr arrogant, weil sie eine der besten ist. Wenn es um Beziehungen geht, ist sie das genaue Gegenteil.
Die anderen Charaktere werden sehr gut und plastisch beschrieben. Ich konnte mich sehr gut in alle reinfühlen und habe mich in den ein oder anderen Nebencharakter verliebt. In jedem steckt sehr viel Liebe zum Detail und es dreht sich nicht ausschließlich um Bee und Levi.
Ich glaube ich bin ein bisschen neidisch auf Bee, weil sie Levi bekommt. In der Beziehung der beiden kommt es zu einigen Missverständnissen, aber je näher man Levi kennenlernt, desto besser kann man erkennen was für ein charmanter und fürsorglicher Charakter er ist.
Die Beziehung der beiden entwickelt sich auch nicht plötzlich, sondern wächst langsam und entspannt. Dadurch kommt mir das ganze sehr realistisch vor und ich könnte mir vorstellen, das so eine Geschichte auch in echt passieren könnte. Der zwischendurch sehr trockene und teilweise auch zynische Humor war genau richtig für mich und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Bisher habe ich jedes Buch der Autorin, dass ich gelesen habe, verschlungen und konnte es von Seite 1 an kaum aus der Hand legen.
- Laura Kneidl
Light & Darkness
(921)Aktuelle Rezension von: viktoria162003Meinung
Das Buch ist Klasse. Die Story ist für mich komplett neu denn ich habe noch nichts Vergleichbares gelesen und muss sagen ich Liebe es. Die Idee mit den Menschen als Delegierten mit einem passenden Wesen finde ich einfach toll. So lässt die Autorin die ganz normale Welt mit dem Paranormalen verschmelzen ohne dass es falsch klingt und man sich vorstellen kann, dass dies vielleicht wirklich in ein paar Jahren so passieren könnte.
Wie ich schon sagte habe ich auch noch nichts Vergleichbares gelesen, so dass ich das Buch verschlungen habe. Denn man konnte sich das Ende, wie sonst bei dem einen oder anderen Roman, einfach nicht vorstellen. So bleiben im ganzen Buch die Spannung und das Lesevergnügen. Die Gesetzte der Delegierten zu lesen, die immer zu Anfang eines Kapitels zu lesen sind, fand ich auch immer sehr spannend und es zeigt wie viel Liebe und Mühe in dem Buch der Autorin steckt.
Die Charaktere sind alle sehr schön beschrieben und ich mochte sie auf Anhieb. Light´s Familie die aus Vater Ryan, Mutter Silvia, Bruder Jude und sein Wesen Kane besteht ist sehr Liebenswert. Ihre Eltern scheinen immer ein offenes Ohr für sie zu haben und Bruder Jude, nun ja ist eben ein Bruder. Kane fand ich einfach total Romantisch.
Vom ersten Moment an merkt man, dass er eben doch mehr Gefühle gegenüber Light hegt und man leidet mit ihm, da er einfach ein Lieber Kerl ist und man ihm keinen Liebeskummer wünscht. Dann gibt es noch Anna, Light´s beste Freundin, die in der Geschichte ebenfalls ein Wesen erhält und dann natürlich noch Light´s Wesen Dante selbst. Zu Beginn des Buches ist er schwer zu durchschauen und man weiß noch nicht so recht was man von ihm halten soll.
Auch von der Beschreibung her erinnert er einen anfangs eher an einen Raudi. Später jedoch kann man auch hier erahnen wie sehr er an Light hängt und was er bereit ist zu tun um sie zu beschützen. Auch ändert sich sein Aussehen und man kann auch hier ins Schwärmen fallen. Die Geschichte ist an sich abgeschlossen, mit Happy End, so dass man sich die letzten offenen Situationen selbst ausmahlen kann. Allerdings kann die Autorin hier auch weiterschreiben was ich mir persönlich sehr wünschen würde da ich noch lange nicht genug von Light und ihrem Wesen Dante habe!
Fazit
Die Geschichte ist einfach mit nichts zu vergleichen. Sie ist Spannend, Romantisch und macht süchtig. Ich vergebe 5 Sterne, spreche eine absolute Leseempfehlung aus und wünsche mir mehr von Light und Dante lesen zu können.
- Tracy Banghart
Iron Flowers – Die Rebellinnen
(465)Aktuelle Rezension von: ButtaIch habe das Hörbuch nur durch Zufall entdeckt muss aber sagen ich war positiv überrascht und es trifft sehr meinen Geschmack. Für so ein Jugendbuch hat es einige Schichten und ist sehr feministisch, was ich toll fand. Natürlich könnte es noch mehr Tiefe und world building haben und natürlich erinnert es an einige Bücher von dieser Zeit. Nichts desto trotz finde ich dass es seinen Job gut macht, ich war wirklich investiert in die Story und super gespannt sich wenn ich den einen Twist geahnt habe. Mir gefiel die ganze Idee die Umsetzung bisher und auch die Sprecher waren gut. Bin auf dem 2ten Teil gespannt
- Delia Owens
Der Gesang der Flusskrebse
(188)Aktuelle Rezension von: lakitaDer Roman gibt mir das, was ich von einem guten Roman erwarte, nämlich die Möglichkeit, in eine mir völlig fremde Welt abzutauchen mit Figuren, die ich sympathisch finde und auf ihrem Weg begleiten mag, mit denen ich mitfiebere und hoffe und bange. Und genau das alles bietet mir das Buch uneingeschränkt mit all seinen Facetten. Diese Flusslandschaft ist für sich genommen schon geeignet, einen zu verzaubern, das Leben tief in der Natur in all seiner Schlichtheit, aber auch Schönheit und der ewige Kampf ums Überleben. Die Geschichte der Protagonistin, die einen mitreißt in den Strudel dessen, was ihr alles an Ungerechtigkeiten passiert, aber auch ihre Stärke, mit all dem klar zu kommen und aus praktisch nichts, sich hervorzurappeln, ihre Enttäuschungen, die sie im zwischenmenschlichen Bereich erlebt und später ihr grandioser Erfolg, all das ist ganz großes Kino und macht das Buch zu einem Pageturner.
- Kübra Gümüsay
Sprache und Sein
(128)Aktuelle Rezension von: BibliokateEin Stereotyp ist wie ein Panzer. Doch er beschützt nicht diejenigen, die ihn tragen, sondern die Ignoranz der Außenstehenden. Stereotype sind Panzer der Ignoranz, die die Ignorierten zu tragen haben. Sie wiegen schwer, sie belasten die Träger*innen und zwingen sie in schwachen, menschlichen Momenten in die Knie" s. 69
Kübra Gümüşay hat mit "Sprache und Sein" ein beeindruckendes, manchmal schmerzhaftes und wachrüttelndes Buch verfasst.
Wie beeinflusst Sprache wie wir Unterschiede wahrnehmen, wie manifestiert sich Rassimus und unterdrückung in unserem Sprachgebrauch und welche Schritte und Methoden braucht es um unsere Sprache und somit auch unser Denken zu verändern.
Mal wissenschaftlich, mal sehr persönlich erkundet sie die Möglichkeiten die unsere Sprache uns eröffnet aber auch die Grenzen ebendieser.
Wie können wir eine Pluralistische Welt schaffen in der alle Erfahrungen und Lebensrealitäten valide sind?
"Wie aber würde sich unsere Wahrnehmung dieser Gesellschaft verändern, wenn wir sie ausschließlich mit dem Blick eines von Armut bedrohten Menschen betrachten und beschreiben würden? Wie würden sich unsere Geschichten über uns selbst verändern und infolgedessen unsere Gesellschaft selbst?" S.161
Was Kübra Gümüşay auf diesen knapp 200 Seiten auszudrücken vermag ist absolut unglaublich, kraftvoll und zum umdenken anregend.
Ein Buch das beim Erscheinen nicht umsonst große Beachtung erfahren hat und nach wie vor absolut empfehlenswert ist. Ich hoffe dieses großartige Buch erreicht noch einige Köpfe und Herzen mehr.
- Lisa Taddeo
Three Women – Drei Frauen
(140)Aktuelle Rezension von: ReadingWitchRezension „Drei Frauen“
Liebe, Leidenschaft und Intimität sind für die meisten von uns positive Begriffe. Wir verbinden sie mit Glück und Zufriedenheit. Aber was passiert, wenn Liebe zur Obsession wird oder wenn das Objekt unserer Begierde unsere Gefühle nicht teilt. Oder noch schlimmer – unsere Liebe wird ausgenutzt. Wenn man den Begriff “unglückliche Liebe“ googelt, stößt man schnell auf Ausdrücke wie z. B. Co. Abhängigkeit, Narzissmus und toxische Partnerschaft. Und nach einer kleinen Umfrage im Freundeskreis musste ich feststellen, dass solche Beziehungen gar nicht so selten sind.
Genau solche ungesunden Beziehungen macht Lisa Taddeo zum Thema in ihrem Roman „Three Women – Drei Frauen“. Sie schreibt über drei unterschiedliche, amerikanische Frauen, die alle einer unglücklichen Liebe verfallen sind. Eine der drei Frauen ist Maggie. Sie ist 17 Jahre alt und lebt noch bei ihren Eltern. Die Verhältnisse bei ihr zuhause sind nicht besonders stabil, und aus dem Wunsch heraus sich jemandem anzuvertrauen entsteht nach und nach eine Liebesbeziehung zu ihrem Vertrauenslehrer. Dann ist da noch Lina. Sie ist verheiratet und hat Kinder. Ihr Mann hat sie seit langer Zeit nicht mehr angerührt, geschweigenden begehrt. Ihr Verlangen nach Liebe und Zärtlichkeit treibt sie in die Arme ihrer Jugendliebe Aidan. Die dritte Frau ist Sloane. Sie stammt aus einer Upper-Class Familie und heiratet einen Mann, dem sie jeden sexuellen Wunsch erfüllt.
All diese Frauen haben eins gemeinsam. Sie glauben, dass sie aus Liebe handeln. Dabei fällt dem Leser schnell auf, dass diese Liebesbeziehungen nicht gesund sind, sondern geradezu toxisch. Die Männer geben den Ton an und die Frauen bleiben mit ihren Wünschen auf der Strecke. In der Beziehung zu ihrem Lehrer muss sich Magie seinen Bedingungen fügen. Lina lässt alles stehen und liegen, wenn ihre Affäre sich bei ihr meldet. Und Sloane überschreitet ihre moralischen Grenzen, um den Vorstellungen ihres Mannes zu genügen.
Diese drei Geschichten basieren auf wahren Begebenheiten und werden von Lisa Taddeo abwechselnd Schritt für Schritt entwickelt. Taddeo schreibt aus der Sicht ihrer Figuren und erlaubt dem Leser damit den vollen Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt. Der Leser erfährt warum sich diese Frauen auf diese toxischen Partnerschaften einlassen. Besonders berührt hat mich das Schicksal von Magie, die für ihre naive und kindliche Liebe zu einem Mann brutal bestraft wurde. Bei Lina hatte ich oft das Bedürfnis diese zu schütteln und sie zu fragen, wo denn ihr Stolz sei. Und dass es nur Unglück bringt einem Mann in dem Ausmaß nachzurennen. Sloane macht auf den ersten Blick einen emanzipierten Eindruck. Sie arbeitet, ist ihr eigener Chef und trifft auch eigenständig Entscheidungen. Doch dieser Eindruck täuscht, sie wünscht sich Aufmerksamkeit und Liebe und macht sich damit selbst zum Opfer.
Gesellschaftliche Unterdrückung von Frauen ist kein Thema der Vergangenheit. Wie die #Metoo-Debatte zeigt, ist die Gleichbehandlung von Mann und Frau noch nicht erreicht. Genau damit setzt sich Lisa Taddeo in diesem Roman auseinander. Sie beleuchtet Themen wie Solidarität unter Frauen, toxische Männlichkeit, weibliche Rollenbilder, Co. Abhängigkeit und Depressionen und zeigt schonungslos, dass Unterdrückung nicht nur durch Männer erfolgt, sondern auch von Frauen angefacht wird. Die Frauen denunzieren sich selbst, um in der Männerwelt erfolgreicher zu sein. Das alles umrahmt Taddeo mit ihrem unaufgeregtem und klarem Schreibstil. Sie erschafft eine zum Inhalt passende düstere und hoffnungslose Atmosphäre.
Fazit
Warum lassen Frauen das mit sich machen? Auf diese Frage gibt auch die Autorin keine Antwort, aber sie zeigt anschaulich, wie es bei den betreffenden Frauen dazu kam. Sind diese Geschichten nachvollziehbar? Wahrscheinlich kann man diese Frauen nur dann verstehen, wenn man selbst in einer toxischen Beziehung festhing. Gibt es von mir eine Leseempfehlung? Ein klares Jein an dieser Stelle. Dieses Buch zeigt Missstände auf, ohne Hoffnung auf Änderung zu machen. Es ist keine leichte Kost oder Unterhaltung für zwischendurch. Dieser Roman soll aufrütteln und zum Denken anregen. Wenn man dazu bereit ist, muss man es lesen.
https://www.readingwitch.com/post/drei-frauen
- Alexandra Zykunov
"Wir sind doch alle längst gleichberechtigt!"
(40)Aktuelle Rezension von: pinkdinoprincessInhalt: "Wir sind doch alle längst gleichberechtigt" – diesem und ähnlichen Sätzen widerspricht die Autorin Alexandra Zykunov vehement. Warum viele Frauen ihren Partner eben nicht einfach zu mehr Care-Arbeit bringen können, nicht einfach ihr Gehalt besser verhandeln können und nicht einfach in Vollzeit arbeiten können erläutert sie anhand dieser Beispiele.
Fazit: Ich habe das Buch als sehr gutes Einstiegswerk zum Thema Feminismus gefunden. Viele Statistiken haben das Thema für greifbar gemacht. Außerdem bemüht sich die Autorin um Intersektionalität – und sagt gleichzeitig, dass wir bei den privilegierten Frauen anfangen müssen, um den Weg für die weniger Privilegierten zu ebnen. Selbst für Personen, die dich schon länger mit Feminismus und Gender Studies beschäftigen ist inhaltlich einiges dabei. Achtung: Das Lesen könnte wütend machen – auf den Kapitalismus und das Patriarchat.
Empfehlung: Eine große – an so ziemlich jede*n.
- Colson Whitehead
Underground Railroad
(349)Aktuelle Rezension von: liceys_buecherwunderland[𝕦𝕟𝕓𝕖𝕫𝕒𝕙𝕝𝕥𝕖 𝕎𝕖𝕣𝕓𝕦𝕟𝕘]
𝔹𝕦𝕔𝕙𝕔𝕝𝕦𝕓𝕓𝕦𝕔𝕙 im #Buchclub_Buchgefluester
𝕋𝕚𝕥𝕖𝕝: Underground Railroad
𝔸𝕦𝕤 𝕕𝕖𝕣 𝔽𝕖𝕕𝕖𝕣 𝕧𝕠𝕟: Colson Whitehead
𝕍𝕖𝕣𝕝𝕒𝕘: Fischer Taschenbuch // Little, Brown Audio
𝔾𝕖𝕤𝕡𝕣𝕠𝕔𝕙𝕖𝕟 𝕧𝕠𝕟: Bahni Turpin
𝔾𝕖𝕝𝕖𝕤𝕖𝕟/𝔾𝕖𝕙𝕠𝕖𝕣𝕥 𝕒𝕦𝕗: Deutsch / Englisch
𝕌𝕖𝕓𝕖𝕣𝕤𝕖𝕥𝕫𝕥 𝕧𝕠𝕟: Nikolaus Stingl
𝔸𝕧𝕒𝕚𝕝𝕒𝕓𝕝𝕖 𝕚𝕟 𝔼𝕟𝕘𝕝𝕚𝕤𝕙: Yes
𝔽𝕣𝕒𝕘𝕖: Was haltet ihr von gekürzten Hörbüchern?
𝔻𝕣𝕖𝕚 (𝕠𝕕𝕖𝕣 𝕞𝕖𝕙𝕣) 𝕎𝕠𝕖𝕣𝕥𝕖𝕣 𝕫𝕦𝕞 𝔹𝕦𝕔𝕙:
Betroffen machend - Emotionslos - Schlimm
𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥:
Cora lebt auf einer Baumwollplantage in Georgia und ist nur einer der unzähligen, die dort schlimmer als Tiere behandelt werden. Als sie von der Underground Railroad hört, ist sie fest entschlossen dir Plantage hinter sich zu lassen. Aber findet sie am Ende der Reise wirklich die Freiheit?
𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘:
Es hat ein wenig gedauert, bis ich wirklich in die Geschichte gefunden habe. Denn trotz allem Elend ist das Buch eher sachlich und emotionslos erzählt. Versteht mich nicht falsch, ich fands von Anfang an schlimm, aber die Protagonistin ist eher sachlich dem ganzen Elend gegenüber.
Durch die vielen unbekannten Begriffe habe ich mir beim hören des englischen Hörbuchs auch ein wenig schwer getan. 😅
Da war es ganz gut, dass ich auch noch nebenher gelesen habe. 😊
Irgendwann hat mich die Story dann trotzdem gepackt und ich habe Coras Reise mit Spannung und Mitgefühl verfolgt. Vor allem aufs Ende zu, war ich dann voll dabei.
Irgendwie hätte ich mir aber gewünscht, von Anfang an ein wenig mehr mitgenommen zu werden. Aber vielleicht geht es auch genau darum, dass das Grauen und Elend zu alltäglich waren, dass es nichts mehr besonderes war und deshalb wenig emotional beschrieben wird.
𝕃𝕖𝕤𝕖𝕖𝕞𝕡𝕗𝕖𝕙𝕝𝕦𝕟𝕘?
Von mir gibt's eine Leseempfehlung für alle, die sich mit der Sklaven-Geschichte der USA auseinandersetzen möchten.
𝔼𝕦𝕣𝕖 𝕃𝕚𝕔𝕖𝕪 ☘️ - Mona Kasten
Coldworth City
(274)Aktuelle Rezension von: Cexlxina𝒮𝑒𝒾𝓉 𝓌𝒶𝓃𝓃 𝓋𝑒𝓇𝒻𝑜𝓁𝑔𝓈𝓉 𝒹𝓊 𝓂𝒾𝒸𝒽?“ 𝑅𝒶𝓋𝑒𝓃 𝓈𝓅𝓊̈𝓇𝓉, 𝓌𝒾𝑒 𝒹𝒾𝑒 𝐻𝒾𝓉𝓏𝑒 𝒾𝒽𝓇𝑒𝓃 𝐻𝒶𝓁𝓈 𝒽𝑒𝓇𝒶𝓊𝓈𝓀𝓇𝑜𝒸𝒽. 𝒮𝑒𝒾𝓃𝑒 𝒵𝓊̈𝑔𝑒 𝒷𝓁𝒾𝑒𝒷𝑒𝓃 𝓊𝓃𝒹𝓊𝓇𝒸𝒽𝒹𝓇𝒾𝓃𝑔𝓁𝒾𝒸𝒽. „𝒲𝒾𝓇 𝒽𝒶𝒷𝑒𝓃 𝒹𝑒𝒾𝓃𝑒 𝒜𝓀𝓉𝒾𝓋𝒾𝓉𝒶̈𝓉𝑒𝓃 𝓈𝑒𝒾𝓉 𝑔𝑒𝓇𝒶𝓊𝓂𝑒𝓇 𝒵𝑒𝒾𝓉 𝒷𝑒𝑜𝒷𝒶𝒸𝒽𝓉𝑒𝓉. 𝐸𝓈 𝑔𝒾𝒷𝓉 𝓀𝒶𝓊𝓂 𝑀𝓊𝓉𝒶𝓃𝓉𝑒𝓃, 𝒹𝒾𝑒 𝓃𝒾𝒸𝒽𝓉 𝒹𝒶𝓋𝑜𝓇 𝓏𝓊𝓇𝓊̈𝒸𝓀𝓈𝒸𝒽𝑒𝓊𝒸𝒽𝑒𝓃, 𝒾𝒽𝓇𝑒𝓈𝑔𝓁𝑒𝒾𝒸𝒽𝑒𝓃 𝓏𝓊 𝓋𝑒𝓇𝓇𝒶𝓉𝑒𝓃.
Mona Kasten ist meine absolute Lieblingsautorin, und Coldworth City hat mich wieder einmal begeistert. Obwohl es eine ganz andere Richtung einschlägt als ihre anderen Bücher, habe ich die Geschichte geliebt.
Die Welt und die Charaktere waren spannend, und ich mochte die frische, actionreiche Atmosphäre. Ein paar Szenen hätten für meinen Geschmack etwas ausführlicher sein können, aber das hat meinen Lesegenuss nicht wirklich getrübt. Insgesamt ein tolles Buch.
- Tracy Banghart
Iron Flowers – Die Kriegerinnen
(186)Aktuelle Rezension von: MirarimHANDLUNG
Die beiden Schwestern Serina und Nomi haben sich ihr Leben ganz anders vorgestellt als es jetzt ist.
Serina wollte eine Grace werden, Nomi war noch nie Fan von Graces und der Unterdrückung von Frauen, wusste aber auch keinen Ausweg.
Aber jetzt fühlen sich beide als Gefangene des Systems. Denn Nomi ist eine Grace geworden und muss sich dem grausamen Regenten unterstellen und Serina im Gefängnis, dem Berg des Verderbens, gelandet.
Keine von beiden möchte sich dem Schicksal ergeben. Mit Mut und Willenskraft kämpfen die beiden für ihre Freiheit, die Liebe, aber vor allem für die Freiheit der Frauen.
MEINUNG
Die Geschichte geht nahtlos von Band 1 in Band 2 über. Hätte ich den zweiten Band direkt im Anschluss gelesen, hätte er mir eventuell besser gefallen. So ist für mich der Zauber etwas verloren gegangen, was aber finde ich leider öfter passiert.
Zuerst war ich echt begeistert von der Idee und auch der Umsetzung. Leider war es aber auch so, dass die Spannung meiner Meinung nach eher in Band 1 war. In diesem Buch ist schon auch noch einiges passiert, dennoch war schon klar, wohin der Weg der beiden Schwestern Serina und Nomi geht.
Auch wenn die Liebesbeziehungen eher eine Nebenrolle spielen, fand ich auch die in Band 1 aufregender und konnte sie mehr fühlen als hier.Insgesamt hat die Idee des Buchs finde ich eine gute Grundidee und mir hat auch gefallen, dass Serina und Nomi so aus dem "Nichts" zu den Charakteren wurden, die sie inne hatten. Jedoch hat auch genau das die Glaubwürdigkeit etwas geschmälert. Es wurden zwar ein paar Hindernisse oder Zögern eingebaut, aber für mich war es nicht ganz authentisch.
Meiner Meinung nach nicht die beste gelungene Fortsetzung, aber es gibt der Reihe immerhin einen Abschluss. Ich würde definitiv empfehlen beide Bücher direkt hintereinander zu lesen, sodass der Zauber der Geschichte erhalten bleibt.
- Miriam Georg
Elbleuchten
(191)Aktuelle Rezension von: RabeaElbleuchten ist für mich weit mehr als nur eine spannende Familiensaga – es ist eine atmosphärische Zeitreise ins historische Hamburg und gleichzeitig eine Liebeserklärung an diese Stadt.
Miriam Georg versteht es meisterhaft, ihre Figuren mit Leben zu füllen. Man hat das Gefühl, den Protagonistinnen und Protagonisten direkt gegenüberzustehen, ihre Hoffnungen, Ängste und Wünsche zu teilen. Besonders beeindruckt hat mich, wie glaubhaft und nachvollziehbar ihre Charaktere handeln – nichts wirkt aufgesetzt, sondern aus der inneren Logik der Figuren heraus entwickelt.
Auch die historische Kulisse ist unglaublich anschaulich gezeichnet. Man spürt die Hafenluft, hört die Geräusche der Speicherstadt und taucht ein in eine Welt voller Gegensätze – zwischen Reichtum und bitterer Armut, zwischen gesellschaftlichen Zwängen und dem Wunsch nach Freiheit. Hamburg wird hier fast zu einer eigenen Hauptfigur.
Der Schreibstil ist packend, flüssig und zugleich voller Details, die Bilder im Kopf entstehen lassen. Es ist eines dieser Bücher, die man kaum aus der Hand legen kann, weil man so tief in die Geschichte hineingezogen wird.
Besonders das Ende hat mich regelrecht atemlos zurückgelassen: ein fieser Cliffhanger, der es unmöglich machte, nicht sofort zum zweiten Band zu greifen.
Alles in allem ist Elbleuchten ein unvergessliches Leseerlebnis, das mich noch lange nach dem Zuklappen des Buches beschäftigt hat. Für alle, die historische Romane mit starken Figuren, einem packenden Plot und viel Atmosphäre lieben, ist dieses Buch ein absolutes Muss.
- Anya Omah
Nebelschimmer
(306)Aktuelle Rezension von: JaquelineMIn Band1 hat man ja schon ein wenig was über Calla und ihren Freund Jasper erfahren können.
Eigentlich waren sie das perfekte Traumpaar wo jeder neidisch werden kann.
Und hier bekommen sie ihre eigene Geschichte und ich war mehrmals nur gespannt drauf weil der Klappentext einen sehr neugierig gemacht hat.
Ich will gar nicht sooo viel verraten was passiert, was ich auch besonders toll an dem Buch finde, dass man erst im Verlauf des Buches mit Calla und Jasper zusammen erfährt, was genau zu der Trennung geführt hat.
Mir haben außerdem diese Rückblenden der beiden ganz gut gefallen und auch wie sie immer wieder miteinander kommuniziert haben wenn's Probleme gegeben hat anstatt ein toxisches verhalten an den Tag zu legen 🥰
Das Buch muss man einfach nur lesen 😍
Auch bei Band2 bereue ich es wirklich dass es zu lange auf meinem Sub gelegen hat.
5/5✨
- Pip Williams
Die Sammlerin der verlorenen Wörter
(123)Aktuelle Rezension von: AnnKatDer Roman ist ruhig erzählt und ich bin sehr gut reingekommen, was für mich vor allem an dem angenehmen Schreib- und Erzählstil lag. Obwohl nicht viel passiert, hat mir die Geschichte sehr gut gefallen. Sie lebt nicht von Spannung, oder unerwarteter Wendungen, sondern von den wirklich liebenswerten Charakteren. Unsere Protagonistin lernt im Verlauf ihres Lebens die verschiedensten Personen, jeglichen Alters und gesellschaftlicher Stellung kennen und die meisten davon schließt man direkt ins Herz. Zudem konnte ich die Figuren in ihrem Denken und Handeln sehr gut verstehen, auch wenn sich meine Lebensrealität stark von ihrer unterscheidet. In ihrem Leben steht Esme vor schwierigen Entscheidungen und sie muss auch den ein oder anderen Schicksalsschlag verkraften, wo ich kurz schlucken musste, weil ich insgeheim auf glücklichere Wendungen gehofft hatte. Aber gerade das hat Esme und ihrer Geschichte mehr emotionale Tiefe gegeben und sie authentisch gemacht. Interessant fand ich auch die verschiedensten Wörter und deren Definitionen, die immer wieder eingesträut wurden.
Einen Stern ziehe ich ab, da Esme und ihr Leben recht romantisiert dargestellt werden. Esme kommt aus priviligierten Verhältnissen, wird in kein gesellschaftliches Korsett gepresst, darf ihr Leben mehr oder weniger frei gestalten und auch die Männer, die in ihr Leben treten sind für damalige Verhältnisse sehr fortschrittlich in ihrem Denken. Das eher schwierige Leben als Frau zu diesen Zeiten bekommen wir eigentlich nur durch andere Charaktere mit, was ich teilweise schade finde.
- Heike Specht
Die Frau der Stunde
(141)Aktuelle Rezension von: Kwinsu1978, ein Jahr, das Veränderung einläutet: Catharina Cornelius ist bereits nah an der politischen Machtzentrale, als sie durch eine grobe Verfehlung des Außenministers unverhofft dessen Position einnimmt. Als Frau hat sie es nicht nur schwer, nein, sie muss besonders hart kämpfen, um von der tief patriarchalen, internationalen Politikwelt ernst genommen zu werden: sie ist nicht nur eine Frau, sondern auch noch unverheiratet und kinderlos. Während sich die Männerwelt irritiert, ignorant, intrigant und höchst chauvinistisch zeigt, steht sie ihre Frau, auch wenn sie im Privaten durchaus Sorgen hat. Ihre Affäre mit einem anerkannten Journalisten darf nicht an die Öffentlichkeit geraten, eine ihrer besten Freundinnen, eine iranische Dokumentarfilmerin, hofft inbrünstig auf die Revolution und Absetzung des Shahs und will vor Ort dabei sein und auch eine andere Freundin bereitet ihr Sorgen. Jetzt heißt es keine Schwäche zeigen…
Ich war ja von der inhaltlichen Beschreibung sehr angetan - politische Machtspiele und dann ist noch eine (fiktive) Frau im Mittelpunkt in dieser umbruchhaften Zeit - genau nach meinem Geschmack - dachte ich zumindest. Ehrlich gestanden hat es aber ewig gedauert, bis ich in das Buch gefunden habe, eigentlich habe ich das auch nur für einen kurzen Moment. Ich weiß nicht warum, aber über weite Strecken fand ich es schlicht langweilig. Der Schreibstil ist recht nüchtern, was ich grundsätzlich mag, aber irgendetwas fehlte mir. Die Geschichte plätschert so dahin, es passiert viel, aber es fehlt irgendwie jegliche Emotion, ich konnte nie wirklich in die Gedanken- und Gefühlswelt der Protagonistin eintauchen. Ich hatte immer das Gefühl, als wäre die Hauptfigur nur eine Nebendarstellerin. Vielleicht war es von der Autorin beabsichtigt, eben nicht emotionsgeladen zu schreiben, ist die Hauptfigur doch eine Frau und ich mutmaße, dass sie dieser Frauen zugeschriebenen Eigenschaft der Emotionalität nicht stereotyp begegnen wollte, allerdings ist das beinah völlige Nichtbeschreiben von Emotionen halt auch unglaubwürdig.
Im letzten Drittel des Buches wird es kurzzeitig wirklich spannend und ich dachte mir: jetzt kratzt die Geschichte die Kurve. Es war kurz fesselnd, nur um am Ende eine Geschichte nicht aus zu erzählen und uns mitten im Geschehen zurück zu lassen. Das finde ich so schade, weil die Geschichte wirklich gutes Potential hat: eine Frau in den 70ern kommt an die Macht, muss sich gegen konservativste Männer beweisen, während in einem anderen Teil der Welt ihre Freundin Hoffnung auf eine positive Änderung in einem schwenderisch aristokratischen Land hegt, die sich schon kurz nach dem Umsturz in Luft auflöst - und zudem erschreckend aktuell ist. Man kann nicht einmal sagen, das alles oberflächlich bleibt, denn mir fehlte hier jegliche Oberfläche, an der man sich irgendwie festhalten konnte.
Mein Fazit: "Die Stunde der Frau" verspricht eine höchst spannende Geschichte in einer Zeit des großen Umbruchs, sei es frauengesellschaftlich, als auch politisch - in Deutschland und im Iran. Leider kann sie das Versprechen nicht halten, ist sie doch für meinen Geschmack zu unrealistisch emotionslos und auch nicht sonderlich gut geplottet. Wie andere Buchbesprechungen zeigen, konnte sie aber andere Leser*innen durchaus überzeugen.
- Helene Sommerfeld
Die Ärztin - Das Licht der Welt
(148)Aktuelle Rezension von: Laura-SonnenblumeRicardas Geschichte beginnt 1876 als sie, mit nur 13 Jahren, der Grafentochter das Leben rettet. Als Dank nimmt sie die Komtess, die Ärztin ist, mit nach Berlin und ermöglicht ihr so eine bessere Schulbildung. Ricarda erkennt schnell die Missstände vor allem in den ärmeren Vierteln in Berlin und wünscht sich schon bald selbst als Ärztin zu arbeiten und diesen Menschen helfen zu können. Doch sie ist eine Frau...
Ricarda ist eine sehr starke Protagonistin, die für das kämpft, was sie sich erträumt. An einigen Stellen kam mir dieses "Kämpferische" und "Eigenständige" aber leicht unrealistisch vor. Ich konnte auch teilweise einige Entscheidungen von ihr nicht nachvollziehen.
Trotz dieser kleinen Kritikpunkte mag ich Ricarda als Charakter und fand es schön sie auf ihrer "Reise" zu begleiten.
Dieses Buch beschäftigt sich auf sehr schöner Art und Weise mit Frauenrechten, Zuständen in der Medizin und Zuständen in den ärmeren Vierteln Berlins. Diese Mischung in Kombination mit einem flüssigen Schreibstil, machen dieses Buch absolut lesenswert.
- Kathinka Engel
Halte mich. Hier
(199)Aktuelle Rezension von: booook_ishwie alle bücher, die ich von kathinka engel bisher gelesen habe, hab ich auch in diesem den schreibstil sehr geliebt. 💗 sie schreibt einfach so mitfühlend & natürlich. 🫶🏽
ich finde die thematik, dass zelda schwierigkeiten hat ihre leidenschaft zu finden, richtig richtig spannend & vor allem wichtig, weil damit denk ich sehr viele relaten können. sie ist, trotz ihrer eltern, eine sehr selbstbewusste persönlichkeit, was mit dem inneren konflikt erstmal paradox wirkt, weil man im ersten moment davon ausgeht, dass sie weiß, was sie will, weil sie eben so präsent ist. finde die message richtig schön & räumt mit weiteren vorurteilen auf. 💗
malik hat ebenfalls ein schlimmes familiäres umfeld, nur aus anderen gründen. trotzdem haben die beiden viel gemeinsam, weswegen sie supi zusammenpassen. 💗 ich hab die zwei richtig süß gefunden. 🫂
trotzdem hat mich die geschichte ein bisschen weniger gecatched, als band 1. ich kann aber nicht genau sagen wieso. ☹️
all in all aber trotzdem ein liebenswertes pärchen, das es verdient hat gesehen zu werden, weil es ihre familien nicht tun. ❤️🩹























