Bücher mit dem Tag "gleichberechtigung"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "gleichberechtigung" gekennzeichnet haben.

215 Bücher

  1. Cover des Buches Sturz der Titanen (ISBN: 9783404166602)
    Ken Follett

    Sturz der Titanen

     (1.283)
    Aktuelle Rezension von: Mike_Leseratte

    Dies ist nicht der erste Follett den ich lese, dennoch wahrscheinlich einer der besten. Der Einstieg ist etwas gewöhnungsbedürftig, weil man sich an die vielen sehr unterschiedlichen Charaktere gewöhnen muss. Doch sobald man dies geschafft hat, kann man das Buch echt nur noch genießen. Die verschiedenen Charaktere spiegeln wunderbar die unterschiedlichen Gesellschaftsschichten und Länder dar, die entsprechend in dem Weltkrieg beteiligt sind. Es wird ausführlich dargestellt, wie die Kette an Umständen für den Krieg sorgt, wie der Krieg abläuft und wie wieder "Frieden" einkehrt. 

    Dennoch schadet es nicht, entsprechendes Vorwissen zu haben, um die Ereignisse in den richtigen Kontext einordnen zu können. Des weiteren ist mir zu Beginn des Buches einige "tun" aufgefallen, was den Lesefluss störte, da diese leicht hätten verhindert werden könnten. Ich kann nur vermuten, dass es Übersetzungsüberbleibsel von dem Verb "do" ist, oder eigentlich den walisischen Wortschlag aufgreifen möchte, was aber im deutschen nicht sehr gelungen ist. Dadurch, dass er nach kurzer Zeit verschwindet, fällt er auch nicht mehr sonderlich ins Gewicht.


    Insgesamt eine wunderbare Aufarbeitung und Erzählung zu Zeiten des ersten Weltkrieges. 

  2. Cover des Buches Wer die Nachtigall stört ... (ISBN: 9783499218255)
    Harper Lee

    Wer die Nachtigall stört ...

     (1.007)
    Aktuelle Rezension von: michellebetweenbooks

    Scout und Jem sind Geschwister und wachsen in den 1930er Jahre in Alabama auf. Nach nur kurzer Zeit scheint die Wirklichkeit in ihre behütete Welt einzubrechen. Ihr Vater, der Anwalt Atticus Finch, nimmt einen Fall an und verteidigt dort einen angeklagten Schwarzen, dem Vergewaltigung vorgeworfen wird. Atticus Finch gibt alles, um diesen Fall zu klären und die Wahrheit aufzudecken. Gleichzeitig lehrt er seinen Kindern Verständnis und Toleranz allen Menschen gegenüber zu zeigen…

    Dieses Buch hat ja einen unglaublichen Hype erfahren und ich muss ehrlich sein, ich kann es nicht so ganz verstehen. Ich finde nichts, weshalb ich sagen könnte, dass ist es wert, dass man das Buch so sehr in den Himmel lobt. Als ich dann angefangen habe, das Buch zu lesen, hatte ich echt Schwierigkeiten. Allein der Einstieg fiel mir schwer und ich habe lange gebraucht um mit dem Buch warm zu werden. Besonders anstrengend finde ich das Wort ,,Schwarze‘‘. Mir ist bewusst, dass es damals so war und nicht anders hieß, aber ich fand es beim Lesen echt furchtbar. Vielleicht liegt es auch nur an mir, aber ich habe mich regelrecht gegen dieses Wort gewehrt. Und wow, wie krass, dass man so viel Leiden muss, nur weil man eine andere Hautfarbe als andere Menschen hat. Das werde ich niemals begreifen können!

    Im Vordergrund steht hierbei auf jeden Fall das Thema Rassismus. Und wir als Leser*innen erleben dies aus der Sicht eines Kindes. Ich fand es sehr cool, das Buch aus der Sichtweise von Scout zu lesen, da man somit noch mal einen ganz anderen Blick auf das Geschehen bekommt und wir die Dinge mit Kinderaugen wahrgenommen haben. Und ich muss ehrlich sagen, dass die erste Hälfte des Buches recht zäh und langatmig war und ich somit echt Schwierigkeiten hatte, dem Geschehen zu folgen. Es wirkt für mich so, als wären die Kapitel nur Aneinanderreihungen von Ereignissen aus dem Leben von Scout und ich sah dabei einfach keinen Zusammenhang. Als dann jedoch die Gerichtsverhandlung mit Atticus begann, wurde es sehr spannend und das Buch hat mich packen können. In dem Buch stecken auch sehr viele versteckte Botschaften und man muss dabei genau lesen, damit man diese herausfiltern und verstehen kann.

    Den Schreibstil von Harper Lee kannte ich bisher nicht, da ich noch kein Buch von der Autorin gelesen hatte. Jedoch war der Schreibstil für mich am Anfang auch ein wenig gewöhnungsbedürftig und ich hatte ein wenig Schwierigkeiten. Manchmal hatte ich auch ein wenig das Gefühl, dass die Übersetzung nicht so ganz gelungen ist, wie sie sein sollte, was bei mir für Verständnisprobleme gesorgt hat. Nachdem ich mich dann etwas an den Schreibstil gewöhnt hatte, habe ich dann auch in die Geschichte gefunden und hatte keine Probleme beim Lesen mehr.

    ,,Wer die Nachtigall stört‘‘ ist ein Buch, bei dem ich wirklich viel erwartet habe. Gerade weil das Buch so im Hype war, hatte ich hohe Erwartungen, die meiner Meinung nach leider nicht erfüllt wurden. Ich fand die zwischen Botschaften sehr schön und finde, dass sie einem was sehr gutes vermitteln. Vor allem lehrt uns das Buch, dass es total egal ist, wie du aussiehst oder welche Hautfarbe du hast: Bist du nicht anders oder weniger wert! Ob ihr das Buch lesen solltet? Ich weiß es nicht. Macht euch am besten ein eigenes Bild der Geschichte!

  3. Cover des Buches Eine Frage der Chemie (Schmuckausgabe) (ISBN: 9783492076005)
    Bonnie Garmus

    Eine Frage der Chemie (Schmuckausgabe)

     (494)
    Aktuelle Rezension von: Jackolino

    Elisabeth Zott ist Wissenschaftlerin, sie ist Chemikerin und liebt ihren Beruf. Sie lebt in den 60er Jahren in den Vereinigten Staaten, es könnte aber auch Europa gewesen sein. Sie hätte liebend gerne promoviert, das hatte ihr Doktorvater ihr vereitelt. Mittlerweile arbeitet sie an einem Institut im Süden von Kalifornien und erfährt von Vorgesetzten und Kollegen nicht die Unterstützung oder Kollegialität, die ihr eigentlich zusteht. Ganz im Gegenteil!

    Elisabeth ist keine durchschnittliche Frau. Sie fordert ihr Recht ein und stößt damit mehr als einmal auf unüberwindliche Hindernisse. Aber sie hat auch einmal Glück, denn sie lernt den berühmtesten Wissenschaftler des Instituts, Calvin Evans, kennen und lieben. Evans wurde nicht nur schon mehrere Male für den Nobelpreis vorgeschlagen, er ist auch jemand, der Vorurteile nicht zu kennen scheint. Für ihn ist Elisabeth die beste Partnerin, die er sich vorstellen kann.  „Wenn Beziehungen ein Puzzle sind, dann war ihres von Anfang an vollständig“.

    Zwei Jahre lang sind die beiden glücklich, dann beendet ein Unglück diesen wunderbaren Zustand und Elisabeth muss feststellen, dass sie schwanger ist. Sie ist nicht verheiratet und erwartet ein uneheliches Kind, in den 60er Jahren ein Kündigungsgrund und der Beginn des sozialen Abstiegs.

    Der reine Zufall verschafft ihr nach der Geburt ihrer Tochter den Job einer „Fernsehköchin“ bei einem regionalen Sender. Sie macht daraus eine Chemie-Lehrstunde und eine Nachhilfestunde in Selbstwertschätzung für die Frauen vor den Bildschirmen, zunächst nur in Kalifornien, später im ganzen Land. Und sie straft damit alle Männer Lügen, die ihr diesen Erfolg neiden und nicht zugetraut haben, allen voran den Direktor des Senders. Auch wenn es Fiktion ist, selbst der spätere Präsident der USA lobte sie mit den Worten: „Diese Zott, das ist eine patente Frau!“

    Elisabeth Zott ist stur, sie kann nicht verstehen, dass eine vernünftige Position sich nicht durchsetzt, dass die Hälfte der Bevölkerung in Unwissenheit und ihre Arbeit für minderwertig gehalten wird, dass selbst Frauen manipuliert werden, ihr feindlich gegenüberzustehen und ihr das Leben schwerzumachen. Miss Frask, die selbst von Promotion und  Aufstieg träumte, war bereit, ihr in einem ihrer schwersten Momente im Leben in den Rücken zu fallen. Erst als sie selbst abserviert wird und merkt, dass man sich ihrer nur bedient hat, schließt sie sich mit Elisabeth zusammen.

    Man hat oft das Gefühl, man liest die Biografie einer außergewöhnlichen Frau, die ihren Weg nach vielen Hindernissen doch noch fand. Dabei ist alles Fiktion. Aber es könnte genau so gewesen sein. Elisabeths Vorbild, ihr Herangehen an Herausforderungen, ihr Starrsinn waren notwendig, um ein Umdenken in den Köpfen zu erzwingen.

    Es war ihre Unerbittlichkeit, gepaart mit der Einsicht, dass man Freunde braucht und manchmal auch kooperieren muss, die ihr letztendlich zum Erfolg verhalf.



  4. Cover des Buches Gute Geister (ISBN: 9783442714506)
    Kathryn Stockett

    Gute Geister

     (695)
    Aktuelle Rezension von: Nicole_Kosa

    Der Roman von Kathryn Stockett spielt in einer Zeit in den 1960ern, in der die Rassentrennung in den südlichen Vereinigten Staaten weit verbreitet war. Thematisch geht es um Rassismus, soziale Ungerechtigkeit und die Bedeutung von sozialer Veränderung. Die Frauen wollen aus gesellschaftlichen Zwängen ausbrechen und bekommen eine Stimme und für ihre Rechte zu kämpfen und auf Ungerechtigkeit aufmerksam zu machen. Man wir daran erinnert, dass die Vorurteile, die Menschen voneinander trennen, überwunden werden können.
    Kathryn Stockett verwendet mehrere Erzählerperspektiven und schreibt sehr realitätsnah, was den Roman sehr facettenreich und lebhaft macht. Jede Erzählerperspektive hat ihren eigenen Stil und man fühlt und erlebt so jede Perpektive hautnah mit.
    Ein sehr berührender, inspirierender und wertvoller Roman!

  5. Cover des Buches Die Päpstin (ISBN: 9783352009518)
    Donna W. Cross

    Die Päpstin

     (4.391)
    Aktuelle Rezension von: Bloodberries

    Dieser Roman hat mich von Anfang an gepackt und beim letzten Kapitel war ich schon regelrecht nervös, weil ich das Ende absolut noch nicht kommen sehen wollte.

    Die Geschichte beginnt mit Johanna und dem Tag ihrer Geburt, die Umstände sind wie sie nunmal im dunklen Mittelalter waren.Trotzdem bekommt man einen Einblick, der sehr gut Schrecken und auch Freuden dieser Zeit wiederspiegelt.

    Man begleitet Johanna durch ihr Leben, leidet und freut sich mit ihr, ist nie davor gewappnet, dass plötzlich eine Hauptperson stirbt und ist völlig gebannt von der Zeit und ihren Umständen. 

    Ich konnte dieses Buch kaum weglegen, war von den Wendungen der Geschichte begeistert und die historische Einbettung war sehr gut gelungen.



  6. Cover des Buches Unsichtbare Frauen (ISBN: 9783442718870)
    Caroline Criado-Perez

    Unsichtbare Frauen

     (107)
    Aktuelle Rezension von: Dene93

    Der Anfang bringt einige interessante und schockierende Erkenntnisse. Danach verliert sich das Buch zu sehr in "wurde geändert, aber zu spät"-Aussagen. Wir haben noch viel vor uns und dieses Buch zeigt Wege auf, wie wir sie ändern könnten. 

  7. Cover des Buches Der Zopf (ISBN: 9783596522668)
    Laetitia Colombani

    Der Zopf

     (789)
    Aktuelle Rezension von: sapphireskyy

    "Der Zopf" beschreibt die Geschichte dreier Frauen, die unterschiedlicher nicht leben könnten. Die sehr wichtigen Themen Krankheiten und Ausgrenzung im Job, Existenzängste und das unvorstellbare Kastensystem in Indien voller Ungleichheit, Menschenverachtung und Gräueltaten werden anschaulich dargestellt.

    Ich habe den Schreibstil aufgrund teils kurzer, abgehakter Sätze leider nicht als angenehm empfunden. Durch die einzelnen Kapitel wird meiner Meinung nach "durchgerauscht". Wie die Protagonistinnen miteinander verbunden sind, ist ebenfalls sehr schnell erkennbar. 


    Ich habe das Buch ehrlicherweise nur zu Ende gelesen, da es als eBook weniger als 250 Seiten hat. Allein wegen der wichtigen Themen vergebe ich 3 Sterne. Schade! 

  8. Cover des Buches Das andere Geschlecht (ISBN: 9783499227851)
    Simone de Beauvoir

    Das andere Geschlecht

     (65)
    Aktuelle Rezension von: xoxo_love_books

    Dieses Werk wurde mir zur Bearbeitung meiner Hausarbeit in Philosophie zum Thema, ob das derzeitige philosophische Wissen androzentrisch ist oder nicht zum Lesen empfohlen. Es ist ein Werk, welches das Frau sein seit der römischen  und griechischen Antike bis zu Beginn des 20. Jhd. untersucht und Unterschiede zwischen Mann und Frau versucht zu nennen. Von der Biologie aber vor allem von den soziologischen Faktoren. Beauvoir untersucht den  Werdegang von Frauen und beschreibt die damalige Situationen von Frauen, wobei  festzustellen ist, dass das Denken der Menschen bzw. der allgemeine gesellschaftliche Gedanke damals noch deutlich konservativer war, als es das heute ist. Bis letztendlich zur Befreiung der Frau. Ein politisches, kritisches, bahnbrechendes, feministisches Werk und jede*m zu empfehlen! 

  9. Cover des Buches Das innere Korsett (ISBN: 9783406675294)
    Gabriela Häfner

    Das innere Korsett

     (22)
    Aktuelle Rezension von: DaniRoe
    Klappentext:
    Geblendet von einigen erfolgreichen Karrierefrauen übersehen wir, dass Frauen heute keineswegs vorpreschen, sie treten auch nicht auf der Stelle, sie rudern vielmehr zurück. Im internationalen Vergleich schneidet Deutschland in Sachen Gleichberechtigung inzwischen sogar schlechter ab als Nicaragua und die Philippinen. Wie kann dies sein?

    Bärbel Kerber und Gabriela Häfner zeigen auf, dass der Grund hierfür Rollenklischees sind, die Mädchen und klein auf anerzogen werden. Zwar bildet man Mädchen heute dazu aus, beruflich durchzustarten, zugleich erwartet man von ihnen jedoch, liebevoll und fürsorglich zu sein. Umsicht und Sanftmütigkeit helfen ihnen aber im Arbeitsleben – und auch in der Auseinandersetzung mit dem eigenen Partner – nicht weiter. Dieses Büch öffnet die Augen dafür, wie Frauen durch Rollenbilder ausgebremst werden, die die gesellschaftliche Vorstellung davon bestimmen, wie eine Frau zu sein hat.

    Cover:
    Das Cover ist komplett in einem matten rot gestaltet. Zu sehen ist ein angedeutetes Korsett in dem der Buchtitel „Das innere Korsett“ in einem matten rosa steht. Der Untertitel „Wie Frauen dazu erzogen werden, sich ausbremsen zu lassen“ ist in weiß unterhalb des Korsetts zu lesen. Die Haptik ist sehr glatt und angenehm.

    Inhalt:

    1. Das große Rätseln

    2. Starke Frauen, schwache Bilanz

    3. Persönliche Wendepunkte

    4. Die (un)heimlichen Erzieher

    5. Zeit für neue Geschlechterbilder


    Meinung:

    Ein gut recherchiertes Buch, das alle Facetten der heutigen Frau in Deutschland wiedergibt.

    Der Charakter des Buches, ist ähnlich einer Dissertation (was sich auch durch den umfangreichen Anhang zeigt).

    Es ist kein Buch für Feministinnen, aber eines dass zum Nachdenken und hoffentlich auch zum Umdenken auffordert.

    Ich kann wirklich keine Filme mehr ansehen, oder Werbung oder ähnliches – ohne die Klischees zu entdecken. Gruselig.

    Fazit:
    Es ist die Zeit des Umdenkens gekommen. Wieder einmal.

    Hoffentlich erreicht dieses Buch viele Leserinnen und Leser. Und hoffentlich werden die Medien auch darauf aufmerksam und ändern an der Unterhaltungsgestaltung etwas.

    Für diese komplexe Meisterleistung, die thematisch gut aufgebaut, wissenschaftlich fundiert und dennoch gut lesbar ist gibt es 5 von 5 Punkten.

  10. Cover des Buches Morton Rhue "Die Welle", Literaturseiten (ISBN: 9783956867842)
    Morton Rhue

    Morton Rhue "Die Welle", Literaturseiten

     (2.324)
    Aktuelle Rezension von: lolbuecher

    Hab am Anfang etwas gebraucht mich an die Art des erzählens zu gewöhnen und den Schreibstil, aber dann bin ich schnell durchgekommen.  


    Die Darstellung der Schüler und ihrer Reaktionen auf "Die Welle" erschien mir manchmal etwas unglaubwürdig und oberflächlich. Hätte gern mehr über die verschiedene Charaktere und ihre Sichtweise erfahren. Etwas ausführlicher formuliert.


    In dem Buch wird einen aufgezeigt wie schnell man doch dem Gruppenzwang unterliegen kann.


    Zum Ende hin fand ich es etwas zu kurz zusammengefasst und es gab zu viele Probleme, die nicht ausführlich genug behandelt wurden.

  11. Cover des Buches Nathan der Weise (ISBN: 9783872910165)
    Gotthold Ephraim Lessing

    Nathan der Weise

     (1.348)
    Aktuelle Rezension von: Vanessiiia

    Mussten es von der Schule aus lesen, aber würde es Privat eher weniger weiterempfehlen. Nicht mein Genre.

  12. Cover des Buches Wie ein Leuchten in tiefer Nacht (ISBN: 9783499005213)
    Jojo Moyes

    Wie ein Leuchten in tiefer Nacht

     (257)
    Aktuelle Rezension von: Miii

    Hals über Kopf heiratet die Engländerin Bennett und folgt ihm nach Amerika. Was für sie zunächst als wahrgewordener Traum klang, entpuppt sich bald als Albtraum. Denn Bennett führt sie in ein kleines, konservatives Dorf, dessen mächtigsten Mann ihr Schwiegervater ist, mit dem sie unter einem Dach lebt.

    Erst als Alice sich der Packhorse Library anschließt, die Bürgern Bücher nach Hause bringen, beginnt sie aufzutauen und für sich selbst einzustehen, auch wenn sie das vor große Herausforderungen stellt.

     

    Ich muss gestehen, zu Beginn des Buches hatte ich gedacht, dass die Geschichte nur oder zumindest in erster Linie von Alice handeln wird aber im Grunde lag der Fokus auf allen sechs Frauen der mobilen Büchereien. Jede von Ihnen hat mit eigenen Schwierigkeiten und Problemen im Leben zu kämpfen, die sich zwar nicht durch ihre Arbeit in der Bücherei lösen, aber die ihnen neue Blickwinkel eröffnen und Freundschaften stärken.

     

    Mich hat die Geschichte vor allem deshalb sehr berührt, weil ich bis zu diesem Buch nichts von diesem Projekt gewusst habe und zunächst dachte, dass es reine Fiktion ist. Zu erfahren, dass es so eine Initiative tatsächlich gab hat die Geschichte sehr viel authentischer gemacht. Dem Leser wurde sehr schnell deutlich, was für eine Veränderung diese mobile Bücherei für soviele Menschen bedeutet hat und wie wichtig der Zugang zu Bildung, Informationen oder auch einfach nur Unterhaltung ist.

    Aber nicht nur das stand im Fokus, auch die Rolle der Frau hat in diesem Buch eine wichtige Position eingenommen. Man muss halt bedenken, dass das Buch im Jahr 1937 spielt und die die Rechte und Pflichten der Frauen damals ganz anders gesehen wurden als heute und wie provokativ es aufgenommen worden ist, wenn jemand nicht der Norm entsprochen hat. Umso bedeutender fand ich es, das jede der Protagonistinnen auf ihre Art und Weise gekämpft hat und auch, wenn es mal sein musste, mit den Normen gebrochen hat um für sich selbst oder für ihre Freundinnen einzustehen.

     

    Einen richtigen Höhepunkt hatte die Geschichte für mich nicht. Es gab schon hier und da Szenen, in denen die Spannung höher war als bei anderen und natürlich hat man sich bei einigen Geschehnissen doch gefragt, wie es wohl ausgehen wird. Aber so eine absolute Neugier bzw. das Bedürfnis zu wissen, wie es denn nun ausgehen wird, hat mich nicht gepackt. Darüber kann man aber hinwegsehen.

     

    Insgesamt war es nämlich doch eine unglaublich schöne und sehr bedeutsame Geschichte, die den Wert von Büchen sehr hervorgehoben hat.

  13. Cover des Buches Das Verhältnis (ISBN: 9783453359635)
    Gabrielle Zevin

    Das Verhältnis

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Rosebud

    Das Verhältnis, Roman von Gabrielle Zevin, 352 Seiten erschienen im Diana-Verlag.

    Hinfallen, aufstehen, Krone richten.

    Aviva ist Wahlkampf-Praktikantin beim Kongressabgeordneten Levin, die beiden beginnen eine Affäre, als das ganze vorbei ist muss sie den Kopf hinhalten. Ganz Florida kennt und spricht über sie. Was bleibt da noch, wenn man kein Bein mehr auf den Boden bekommt? Namen ändern, weit wegziehen und ein neues Leben beginnen. Doch die Vergangenheit holt sie wieder ein.

    Zuerst hat mich die Ähnlichkeit zur Lewinski-Affäre  regelrecht angesprungen, sogar hier im Buch ist die Protagonistin ein dralles Mädchen, die Anschließende Hetzjagd, das Cybermobbing, die ihr zugeschobene Schuld an der Affäre und der Politiker bleibt im Amt, sogar in seinem Statement nennt er sie nicht beim Namen sondern spricht von „dieser Frau“. Das war nichts neues, eher ein lauwarmer Aufguss.

    Das Buch ist in vier Teile gegliedert, die diese Affäre aus der Sicht von vier verschiedenen Frauen beleuchtet, wobei Jane und Aviva die gleiche Person ist. Wenn ich es nicht an einem Tag ausgelesen hätte, große Schrift, viele Absätze, nur mit ein paar Zeilen beschriftete Seiten und Chatverläufe, dann hätte ich es vermutlich abgebrochen.

    Sogar am Ende wird der Leser um die einzig spannende Auflösung betrogen. Ich finde, dass diese Geschichte wenig mit dem  „Me too“ Geschehen verglichen werden kann. Mit keiner der Frauen im Buch konnte ich mich identifizieren, deshalb ist mir die Geschichte nicht nahegegangen, konnte mich nicht erreichen.

    Schnelle oberflächliche Unterhaltung, deshalb von mir keine Leseempfehlung. 2 Sterne.

  14. Cover des Buches Wüstenblume (ISBN: 9783426789858)
    Waris Dirie

    Wüstenblume

     (1.566)
    Aktuelle Rezension von: Andreas_Trautwein

    Das Buch ist sehr gut geschrieben. Ich liebe Biografien. Solche Geschichten kann man sich nicht ausdenken. Doch leider ist das Hauptthema des Buches, die weibliche Beschneidung, leider immer noch aktuell. Unfassbar, was die Mädchen mitmachen müssen und ihr Leben riskieren. Da fragt man sich wieder, wie dumm die Menschheit ist, und ob die Menschheit wirklich die Krönung der Schöpfung sind. Ich bezweifle das nicht nur in den aktuellen Nachrichten, sondern auch, wenn man dieses Buch beendet hat. Dirie ist leider ein Einzelfall, die es geschafft hat, das mehr publik zu machen und anzuprangern. Da bekomme ich als Mann Hass auf diese Männer, die diese Traditionen fortführen und wegen Machtspielen erst angefangen haben. Das ist total irre. Ich kann das Buch sehr empfehlen. Es öffnet Augen. Und wir Deutschen jammern, weil es mal zu viel regnet....

  15. Cover des Buches Der Klang der Zeit (ISBN: 9783104031675)
    Richard Powers

    Der Klang der Zeit

     (198)
    Aktuelle Rezension von: Aeris

    Richard Powers Gesellschafts-, Entwicklungs- und Bildungsroman zieht den gewillten Leser schnell in seinen Bann des Schönen sowie Abscheulichen und des Grässlichen zugleich. Was mich am meisten beeindruckt hat ist, wie Powers es schafft die Musik in den Ohren des Lesers zum Klingen zu bringen. Über viele Absätze schildert er die Auftritte des jungen Jonah, und das, was sein Gesang bei den Zuhörern auslöst. Aber auch die Rassenunruhen. Mal sind die Straßenkämpfe der 1960er Jahre wie eine komplizierte Klaviersonate, mal wie eine dramatische Sinfonie. "Der Klang der Zeit" ist ein ungewöhnliches Buch. Es handelt von der Suche nach Identität, einer Liebe, die nicht sein darf und zementierten gesellschaftlichen Gegensätzen. Die einzigartige Hommage an die Musik ist dabei die kunstvoll verwobene zentrale Metapher in diesem großen zeitgeschichtlichen Epos.
    Das Buch ist für den ein oder anderen vielleicht nicht leicht zu lesen, nicht leicht zu verstehen und nicht leicht zu verdauen - nur wenige Leser wollen über 700 Seiten Mehrdeutigkeit, Vielfalt und Tiefgang durchleben. Wenn man sich aber auf intensive Abhandlungen musikalischer Fachausdrücke, kombiniert mit physikalischen Betrachtungsweisen der Einsteinschen Relativitätstheorie auf engst bedruckten Seiten einlassen möchte, wird es für den gewillten Leser zu einer Verzauberung des Klanges in der Zeit. Dann wird dieses Buch zum Erlebnis - ja ich möchte fast sagen, es erzeugt ein eigenes inneres Tremolo.
    Wer nichts von Musik versteht, wird vieles erfahren. Wer etwas davon versteht, auch.
    Ein Buch, das j e d e gelesene Sekunde lohnt.

  16. Cover des Buches Sprache und Sein (ISBN: 9783446265950)
    Kübra Gümüsay

    Sprache und Sein

     (115)
    Aktuelle Rezension von: oceanlover

    Sprache und Sein berührte mich schon auf den ersten Seiten; solch schöne, treffende Worte findet die Autorin. Eine Liebeserklärung an Sprachvielfalt und zugleich das Hadern mit der Vielsprachigkeit, der Nicht-Übersetzbarkeit von Empfindungen - ich fühlte mich verstanden und fand zugleich zu neuen Erkenntnissen; "ach stimmt"-Momenten. Für mich hat das Buch einen gefühlvolleren und einen politischen Teil (wobei auch der emotional ansprechend ist; nur eher wütend denn zart); beide konnten mich auf ganz unterschiedlichen Ebenen überzeugen. Ein sehr persönlicher Beitrag zur Macht der Sprache, zu den großen politischen Fragen und dazu, wer eigentlich gehört, gesehen und wahrgenommen wird - und wer nicht. Sehr lesenswert.

  17. Cover des Buches Sex Story (ISBN: 9783442757442)
    Philippe Brenot

    Sex Story

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Micha835

    Schon der Titel macht Lust auf mehr bzw. weckt Interesse. Ein lustiges informatives Buch zwecks Aufklärung auf Locker gemacht von der frühen Zeit wo es noch Menschenaffen gab bis aktuell bzw. bis in die Zukunft. Lustige Bilder verständnisvoll, teilweise humoristisch erklärt. Man hat großen Spaß sich mit diesem Buch zu beschäftigen und es zu lesen. Eventuell kann man ja sogar noch etwas dabei lernen oder erfahren was man noch nicht wusste. Ich denke das es auch geeignet ist für Jugendliche so ab 16 Jahren. Schöne Bilder und schöne Zeichnungen. Buch ist in verschiedenste Abschnitte gegliedert sodaß man wirklich jede Epoche/Aera durchlaufen kann und die Entwicklung gut humoristisch nachvollziehen kann.

  18. Cover des Buches Light & Darkness (ISBN: 9783551315946)
    Laura Kneidl

    Light & Darkness

     (909)
    Aktuelle Rezension von: Anni04

    Die Idee hinter der Geschichte finde ich super. Ich bin auch sehr schnell reingekommen und war anfangs wirklich begeistert. Leider hat die Story schnell an Fahrt abgenommen und es kam nur sehr selten ein bisschen Spannung auf. Die Geschichte plätschert so dahin und es passierte kaum etwas. Gegen Ende gab es auch nichts, worauf man gespannt war und wo man auf eine Auflösung wartet. 

    Zudem hat sich mir nicht erschlossen, woher die Gefühle zwischen den beiden Protagonisten plötzlich herkommen. Das wirkte für mich sehr erzwungen. Dante mochte trotz seiner fiesen Art irgendwie gerne. Light hingegen ging mir eher auf die Nerven. Sie hatte für mich nicht viel Charakter und war sehr naiv. 

    Die Geschichte hätte viel mehr Potenzial gehabt und es ist schade, dass so wenig daraus gemacht wurde. Ich mag Laura Kneidls Bücher eigentlich sehr gerne und auch der Schreibstil hat mich hier wieder überzeugt. Das Buch war für mich dann aber leider eins der Schwächeren von ihr.

  19. Cover des Buches Das irrationale Vorkommnis der Liebe – Die deutsche Ausgabe von »Love on the Brain« (ISBN: 9783352009648)
    Ali Hazelwood

    Das irrationale Vorkommnis der Liebe – Die deutsche Ausgabe von »Love on the Brain«

     (304)
    Aktuelle Rezension von: Novelse

    Auch mein zweites Buch von Ali Hazelwood hat mich sehr begeistert. Es hat Witz, Charme und gibt einem eine Vorstellung von Frauen in Führungspositionen in wissenschaftlichen Berufen. 

    Es ist schnell offensichtlich, wo die Story hin will, nur sieht die Protagonistin das nicht. Das mag langatmig wirken, für mich trifft es aber eben genau den Titel des Buches. Ich mag den Schreibstil der Autorin unheimlich gerne, auch wenn er manchmal etwas hektisch wirkt. Die Art und Weise, wie sie die Leser:innen mit in ihre wissenschaftliche Welt nimmt und dennoch den Kontakt zu ihm/ihr nicht verliert ist beeindruckend gut gelungen. Und die Liebesgeschichte einfach schön.

  20. Cover des Buches Iron Flowers – Die Rebellinnen (ISBN: 9783733504212)
    Tracy Banghart

    Iron Flowers – Die Rebellinnen

     (461)
    Aktuelle Rezension von: Lyjana

    Wissenswertes

    Autor: Tracy Banghart

    Titel: Iron Flowers - Band 1: Die Rebellinnen

    Gattung: Fantasy / Jugendbuch

    Erscheinungsdatum: 26. Mai 2021

    Verlag: Fischer Verlag

    ISBN: 978-3-7335-0421-2

    Preis: 10,00 € (Taschenbuch) & 8,99 € (Kindle-Edition)

    Seitenzahl: 383 Seiten


    Inhalt

    Sie haben keine Rechte.

    Sie mussten ihre Träume aufgeben.

    Doch sie kämpfen eisern für Freiheit

    und Liebe.

    Sie sind Schwestern, könnten unterschiedlicher nicht sein und sind dennoch unzertrennlich. Nomi ist wild und unerschrocken, Serina schön und anmutig. Und sie ist fest entschlossen, vom Thronfolger zu seiner Grace auserwählt zu werden, und ihr von Armut und Unterdrückung geprägtes Leben gegen eines im prunkvollen Regentenpalast einzutauschen. Doch am Tag der Auswahl kommt alles anders: Die Schwestern werden auseinandergerissen – und ein grauenhaftes Schicksal erwartet sie, auf das sie niemand vorbereitet hat.



    Cover

    Ehrlich gesagt habe ich dieses Buch nicht aufgrund des Covers gekauft. Insgesamt wirkt es durch die Ornamente und dem Kontrast zwischen dem Gesicht und der grünen Hintergrundfarbe zu überladen. 


    Meine Meinung

    Für mich handelt es sich bei diesem Buch um das erste dieser Autorin. Ich habe es spontan als Mängelexemplar im Buchladen meines Vertrauens mitgenommen. 

    Wir erleben das gesamte Buch im regelmäßigen Sichtwechsel zwischen den beiden Schwestern Nomi und Serina. Nomi ist eigensinnig, stur und vorlaut und somit das genaue Gegenteil ihrer älteren Schwester, während Serina gehorsam, anmutig und ruhig ist. Beide könnten unterschiedlicher nicht sein und sind dennoch bereit alles füreinander zu riskieren.

    Nomi, gefangen in einem Leben voller Regeln, unter ständiger Bewachung und mit einem Geheimnis für das man sie töten würde, weiß nicht wem sie vertrauen kann und hat keine Ahnung von den höfischen Intrigen. Leider besitzt Nomi die schlechte Eigenschaft, dass ihr Mund schneller ist als ihr Verstand. Was leider ihrer Schwester zum Verhängnis wird und Nomi dazu bringt sich tief in eine Verschwörung gegen den Regenten zu verwickeln - ohne zu wissen, welcher der Prinzen der Lügner ist. 

    Serina hingegen wollte immer das Leben leben, dass Nomi jetzt führt, findet sich selbst allerdings in einer Welt wider, deren Motto lautet: Kämpf oder stirb. Ohne feste Regeln, ohne Prunk und Protz und ohne Sicherheit den nächsten Tag zu erleben. Serina versucht alles um zu ihrer Schwester zurückkehren zu können, da sie um die Grausamkeit des Hofes weiß. 

    Ich fand die zweite Hälfte des Buches um einiges besser als die erste. Was vermutlich daran liegt, dass ich zu Beginn mehr verwirrt war, als alles andere, da es mir an aussagekräftigen Beschreibungen gefehlt hat. Beispielsweise habe ich am Anfang gar nicht verstanden warum Nomi ihre Schwester ins Schloss begleiten sollte. Nichtsdestotrotz war die zweite Hälfte schlicht spannender und ich konnte endlich richtig mit fiebern. Den Plottwist habe ich zwar irgendwie kommen sehen, trotzdem war dieser wirklich gut gemacht. 

    Leider war der Schreibstil nicht ganz mein Fall, was meiner Meinung nach an der gewählten Zeitform gelegen hat. Dieses sich ständig in der Vergangenheit bewegen hat mich sehr gestört. Auch ist der Schreibstil recht einfach gehalten, wenig ausschmückend, was sich leider negativ auf das Setting und die Charaktere auswirkt. 

    Dadurch, dass der Start für mich recht schwierig war, ich aber trotzdem wissen will wie die Geschichte von Serina und Nomi endet, werde ich mir den zweiten Band der Reihe bei Gelegenheit kaufen. Was nichts daran ändert, dass Iron Flowers für mich leider nur ein mittelmäßiges Buch ist, dem es grundsätzlich an Detailverliebtheit und einem guten Start mangelt, während die eingebundenen Liebesgeschichten zwar süß aber irgendwie auch unglaubwürdig waren. 


    Fazit

    Neben einem spannenden Ende und einer starken schwesterlichen Liebe, fehlt es mir insgesamt an Detailreichtum sowie Ausarbeitung des Settings und der Charaktere selber. Ab der zweiten Hälfte wird das Buch zwar spannend, den Plottwist habe ich allerdings kommen sehen, was mich nicht davon abhält mir den zweiten Band zu kaufen. 


    Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.

  21. Cover des Buches Coldworth City (ISBN: 9783426520413)
    Mona Kasten

    Coldworth City

     (272)
    Aktuelle Rezension von: Stefanie-B

    Mona Kasten erschafft ein Universum, in dem es normale Menschen und solche mit besonderen Fähigkeiten gibt. 

    Schon allein diese Geschichte, aber natürlich dann vor allem alles was in dem Buch noch passiert ist unfassbar spannend, originell und packend. Man fiebert als Leser richtig mit und gerade durch den fesselnden Schreibstil und die tollen Beschreibungen möchte man das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. 

    Aber nicht nur das: sie beleuchtet auch ein ernstes Thema, nämlich den Hass beziehungsweise die Anfeindungen der Menschen gegenüber Andersartigen. 

    Gerade durch die Geschichten der Charaktere und die Handlung des Buches zeigt sich hier eine reale Problematik auf, wobei es sich natürlich dennoch einen Fantasy-Roman handelt, der einfach Spaß zu lesen macht. 

    Nun habe ich vorher die Charaktere schon erwähnt, und das ist auch dringend notwendig, denn sie begeistern mich einfach. Ihre generelle Art, aber auch wie sie sich im Buch verändern und Bindungen aufbauen hat mich fasziniert und die Charaktere zu etwas ganz besonderem gemacht. 

    Fazit:  Coldworth City ist ein sehr spannendes und fesseln des Buch, dass mich als Leser begeistert und mir nur wieder den umwerfen im Schreibstil von Mona Kasten aufgezeigt hat.

  22. Cover des Buches Underground Railroad (ISBN: 9783596522279)
    Colson Whitehead

    Underground Railroad

     (334)
    Aktuelle Rezension von: Nymphe

    Inhalt:

    Cora ist als Sklavin auf einer Baumwoll-Plantage im Süden der USA geboren. Ein neuer Mit-Sklave überzeugt sie davon zu fliehen. Es beginnt eine waghalsige Reise mit ungewissem Ausgang.

    Bewertung:

    Dieses Buch hat mich sehr bewegt. Es zeigt ein sehr realistisches und daher leider auch brutales Bild der Sklaverei im 19. Jhd. in den USA. Durch verschiedene Perspektiven bekommt das Buch eine große Tiefe und man begreift den ganzen Umfang dieses unfassbaren Systems. Wir lernen z.B. auch Coras Großmutter kennen, die in Afrika geraubt und entführt wurde, wir treffen den Sklavenfänger Ridgeway, Coras Mutter Mabel, die auch geflohen ist, und Ethel, die am liebsten Missionarin wäre.

    Das Bild der Underground Railroad wird in diesem Buch ganz wörtlich genommen, obwohl es in Wirklichkeit natürlich ganz anders war. Das empfand ich als interessantes Gedankenspiel. Was wäre, wenn wirklich einen Schienennetz unter den USA existiert hätte? 

    Hinzufügen sollte man diesem Buch vielleicht noch eine Trigger-Warnung. Es werden wirklich viele Szenen erzählt, in denen unfassbare Brutalität herrscht. Ich nenne hier bewusst keine Beispiele, aber das Buch ist absolut nichts für zarte Seelen. Es ist umso erschreckender, dass die Szenen wohl trotzdem realistisch sind.

    Fazit:

    Ein wichtiges Buch über ein historisches Thema, das noch heute nachwirkt.

  23. Cover des Buches Der Gesang der Flusskrebse (ISBN: 9783869092881)
    Delia Owens

    Der Gesang der Flusskrebse

     (159)
    Aktuelle Rezension von: Lina_Stamer

    Der Gesang der Flusskrebse ist einer der besten Liebesromane, die ich bisher gelesen habe. Er behandelt eine zarte, ungewöhnliche Liebesgeschichte in einem ebenso ungewöhnlichen Setting - dem Marschland nahe der Küstenstadt Barkley Cove mit seinen Salzwiesen und Sandbänken. Im Marschland geschieht ein Mord, dessen die Protagonistin, das "Marschmädchen" Kya verdächtigt wird. Kya entwickelt sich - ganz auf sich allein gestellt - aus der Armut ihrer Familie heraus und findet einen Verleger für ihre filigranen Zeichnungen von Pflanzen und Insekten. Diese Entwicklung als Leser mitzuverfolgen ist ebenso spannend wie die Liebesgeschichte, der Krimi und der unerwartete Schluss dieser Geschichte. 

    Ich habe zunächst den zauberhaft schönen Roman gelesen, dann die durchaus gut gemachte Verfilmung geschaut. Nun bin ich dazu übergegangen dieses Buch an gute Freunde zu verschenken.

  24. Cover des Buches Wenn Männer mir die Welt erklären (ISBN: 9783455001969)
    Rebecca Solnit

    Wenn Männer mir die Welt erklären

     (97)
    Aktuelle Rezension von: xxholidayxx

    Habe erst am Schluss erfahren, dass es eine Sammlung unterschiedlicher Essays war. Es wurden viele statistische Daten gebracht, aber leider keine Belege dazu. In ihren Schlussworten hat die Autorin dies begründet & darauf verwiesen, dass die Quellen online abrufbar sind. Die Essays selbst haben mir unterschiedlich gut gefallen. Bei manchen war ich mir unsicher, wie sie mit dem Thema zusammenhängen bzw. war das Anspruchslevel recht unterschiedlich. Hab mir mehr Sachbuch erwartet & war mir tw. zu philosophisch.

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